Anstieg der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung
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Anstieg der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/497
21. Wahlperiode 16.06.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Lukas Rehm, Mirco Hanker, Thomas Dietz, Angela Rudzka,
Stefan Schröder, Robert Teske, Carsten Becker, Bastian Treuheit, Dr. Malte
Kaufmann, René Springer, Jan Wenzel Schmidt, Christian Douglas, Thomas
Stephan, Bernd Schattner, Tobias Ebenberger, Georg Schroeter, Pierre Lamely,
Jan Feser, Rainer Groß, Otto Strauß, Knuth Meyer-Soltau, Dr. Christoph Birghan,
Edgar Naujok, Raimond Scheirich, Heinrich Koch, Hauke Finger, Ulrich von
Zons, Matthias Rentzsch, Tobias Teich, Stefan Henze, Claudia Weiss, Kay-Uwe
Ziegler, Gerrit Huy, Thomas Korell, Volker Scheurell, Carina Schießl, Hans-Jürgen
Goßner, Sascha Lensing, Andreas Mayer und der Fraktion der AfD
Anstieg der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung
Obwohl die Beiträge zur Krankenversicherung in Deutschland bereits im
vergangenen Jahr doppelt so hoch waren, wie beispielsweise in Österreich oder der
Schweiz, kam es dieses Jahr dennoch zu enormen Anstiegen (www.afd.de/wp-c
ontent/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_druck.pdf, S. 21;
www.manager-magazin.de/politik/deutschland/krankenkasse-beitrag-springt-20
25-auf-rekordhoch-von-17-1-prozent-a-90d3f2f1-5172-47fb-8d60-6fcc5c562a3
5?sara_ref=re-xx-cp-sh). Diese Entwicklung wird sich nach Auffassung der
Fragesteller voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
Besonders groß ist das Problem bei der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV). Durch die deutliche Erhöhung der gesetzlichen
Versicherungspflichtgrenze müssen immer mehr Arbeitnehmer den Höchstbeitragssatz bezahlen bei
über 1 100 Euro monatlich (inklusive Arbeitgeberanteil; www.bundesregierun
g.de/breg-de/service/archiv-bundesregierung/beitragsbemessungsgrenzen-202
5-2313522).
Zum Jahreswechsel wurden die Zusatzbeiträge für die GKV bereits auf
durchschnittlich 2,5 Prozent angehoben und liegen mittlerweile teilweise bei über
3,2 Prozent (www.aerztezeitung.de/Politik/Zusatzbeitraege-2025-25-Prozent-sc
haffen-nur-wenige-Krankenkassen-455293.html).
Diese Beitragsentwicklung ist kein Zufall, sondern Folge konkreter politischer
Entscheidungen. Ein wesentlicher Treiber der Kostenexplosion ist in den
Augen der Fragesteller die unkontrollierte Zuwanderung in unsere Sozialsysteme,
insbesondere durch die Aufnahme von sogenannten Flüchtlingen. So müssen
beispielsweise die gesetzlich versicherten Arbeitnehmer für einen Großteil der
Kosten für die Gesundheitsversorgung von illegalen Einwanderern und
Bürgergeldempfängern aufkommen. Hinzu kommt, dass fast die Hälfte der
Bürgergeldempfänger keine deutschen Staatsbürger, sondern Ausländer sind und
niemals in unser Sozialsystem eingezahlt haben (www.welt.de/politik/deutschlan
d/article252393772/Buergergeld-Fast-die-Haelfte-der-Buergergeld-Bezieher-si
nd-Auslaender.html). Auch ukrainische Flüchtlinge, die Leistungen nach dem
Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB II oder SGB XII)
beziehen, erhalten vollen Zugang zur GKV ohne vorherige Beitragszahlungen.
Ferner wurde die Versicherungspflichtgrenze für die GKV 2025 auf
73 800 Euro angehoben (www.bundesregierung.de/breg-de/service/archiv-bund
esregierung/beitragsbemessungsgrenzen-2025-2313522). Damit ist der Wechsel
in die private Krankenversicherung (PKV) für viele Arbeitnehmer aus der
Mittelschicht unmöglich. Dies erschwert die Wahlfreiheit und schmälert den
Wettbewerb zwischen GKV und PKV erheblich.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Was ist nach Ansicht der Bundesregierung die Ursache für den starken
Anstieg der Zusatzbeiträge für die GKV?
2. Beabsichtigt die Bundesregierung, Maßnahmen zu treffen, um der
Beitragserhöhung entgegenzuwirken und die Bürger zu entlasten, und welche
Maßnahmen sind ggf. konkret geplant?
3. Von wie vielen Personen, die Transferleistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz oder dem SGB II und SGB XII beziehen und in der GKV
sind, hat die Bundesregierung Kenntnis (bitte nach Anzahl, Alter,
Geschlecht, Art der Transferleistung und Herkunftsland der Versicherten
aufschlüsseln)?
4. Wie groß war nach Kenntnis der Bundesregierung die finanzielle Lücke im
Jahr 2024, die der GKV durch den nicht kostendeckenden Zuschuss des
Bundes für anerkannte Asylbewerber entstanden ist?
5. Liegen der Bundesregierung Informationen zur Höhe der Gesamtkosten, die
durch den Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der
„Gesundheitskarte für Flüchtlinge“ bei den GKVs verursacht werden, vor (ggf. bitte
ausführen), und liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, ob die
Aufwandspauschale in Höhe von 8 Prozent kostendeckend ist (wenn ja,
bitte ausführen)?
6. Wird die Bundesregierung sicherstellen, dass zukünftig durch
versicherungsfremde Leistungen im Rahmen von Gesundheitskosten für Flüchtlinge
sowie für Empfänger von Leistungen nach dem SGB II und SGB XII keine
Zusatzkosten für die GKV entstehen?
7. Plant die Bundesregierung eine Zusammenführung von gesetzlichen
Kranken- und Pflegeversicherungen, welche die Verwaltungskosten nach
Auffassung der Fragesteller erheblich reduzieren würde?
8. Wird die Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenze und
Versicherungspflichtgrenze wieder senken, um Arbeitnehmer zu entlasten und ihnen
die Freiheit zu geben, selbst über das für sie passende Versicherungsmodell
zu entscheiden?
Berlin, den 12. Juni 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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