Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht
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Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht
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ISSN 0720-2946
Bundesrat zu Drucksache 372/26
07.07.26
E m p f e h l u n g e n
der Ausschüsse
R
zu Punkt 69 der 1067. Sitzung des Bundesrates am 10. Juli 2026
Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht
Der Rechtsausschuss empfiehlt dem Bundesrat,
zu dem folgenden, beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahren von einer
Äußerung und einem Beitritt abzusehen, da bei diesem keine Umstände ersichtlich
sind, die eine Stellungnahme des Bundesrates geboten erscheinen lassen:
In dem Verfahren über die Anträge festzustellen,
1. dass die Antragsgegnerin zu 1. bei der Einbringung des
Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des
Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-
Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im
Wärmebereich zur Änderung des Gebäudemodernisierungsgesetzes
(BT-Drs. 21/6278; im Folgenden: Gesetzesentwurf) durch die
– fehlende Quantifizierung bzw. Abschätzung der
treibhausgas-bezogenen Auswirkungen des Konzeptwechsels beim
Klimaschutz im Gebäudebereich durch die Streichung der
bisherigen §§ 71 ff. GEG (Art. 1 Nr. 32 des
Gesetzesentwurfs) und deren Ersatz durch die Regelungen zur „Bio-
Treppe" in §§ 42 f. GModG-E (Art. 1 Nr. 22 des
Gesetzesentwurfs)
Empfehlungen, zu 372/26 - 2 -
...
– fehlende Begründung zur tatsächlichen Umsetzbarkeit und
realistischen Kosten der im Gesetzesentwurf vorgesehenen
„Bio-- 3 - Treppe" (Art. 1 Nr. 22 des Gesetzesentwurfs,
dort § 43 GModG-E)
verfassungsrechtliche Beteiligungs- und Informationsrechte der
Antragstellerinnen (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG sowie Art. 38
Abs. 1 Satz 2 GG i.V.m. Art. 42, Art. 76 f. GG) und des
Deutschen Bundestages (Art. 20 Abs. 2 Satz 2, Art. 42, Art. 76 f.
GG) verletzt hat,
2. dass die Antragsgegnerin zu 1. durch die Verweigerung der im
Antrag zu 1. genannten Informationen und weiteren hiermit
zusammenhängenden Informationen auf parlamentarische Fragen
verfassungsrechtliche Beteiligungs- und Informationsrechte der
Antragstellerinnen (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG sowie Art. 38
Abs. 1 Satz 2 GG i.V.m. Art. 42, Art. 77 Abs. 1 Satz 1 GG) und
des Deutschen Bundestages (Art. 20 Abs. 2 Satz 2, Art. 42,
Art. 77 Abs. 1 Satz 1 GG) verletzt hat, namentlich durch
– die vier Antworten auf die Fragen des Antragstellers zu
2. SF 02 0533, 02 0535, 02 0534, 02 0536 aus Februar
2026, beantwortet im März 2026
– die Antwort auf die Frage Nr. 9 (Arbeitsnummer 0065) der
Antragstellerin zu 1. in der Fragestunde des Deutschen
Bundestages am 6. Mai 2026
– die Antwort auf die Fragen 2., 3. und 5.-7. sowie die
Fragen Nr. 9.-12., 14., 17., 18., 25., 19.-22. auf die Kleine
Anfrage der Abgeordneten Kassem Taher Saleh, Dr. Alaa
Alhamwi, Harald Ebner, weiterer Abgeordneter und der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (BT-Drs. 21/6229)
– die Antwort auf die schriftliche Einzelfrage der
Antragstellerin zu 1. mit der Arbeitsnummer 26-06-0191,
- 3 - Empfehlungen, zu 372/26
3. dass der Antragsgegner zu 2. durch die Ausgestaltung des
Gesetzgebungsverfahrens, insbesondere die kurzfristige
Terminierung der 2. und 3. Lesung des Gesetzesentwurfs in der letzten
Sitzungswoche (06.07. bis 10.07.2026) vor der sitzungsfreien
Zeit und ohne Vorliegen der im Antrag zu 1. genannten
Informationen verfassungsrechtliche Beteiligungs- und
Informationsrechte der Antragstellerinnen (Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG
sowie Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG i.V.m. Art. 42, Art. 76 f. GG) und
des Deutschen Bundestages (Art. 20 Abs. 2 Satz 2, Art. 42,
Art. 76 f. GG) verletzt.
Antragstellende: 1. (…), MdB,
2. (…), MdB,
3. Fraktion Die Linke (…),
vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden (…),
- Bevollmächtigte: (…)
Antragsgegner: 1. Bundesregierung (…),
vertreten durch den Bundeskanzler (…),
2. Deutscher Bundestag (…),
vertreten durch die Bundestagspräsidentin (…)
und Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
– 2 BvE 3/26 –
Relationen
- part_of_vorgang → Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht (Empfehlungen der Ausschüsse)