Das Freiwilligenprogramm "kulturweit" erhalten - Internationalen Freiwilligendienst sichern und stärken (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5517)
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Das Freiwilligenprogramm "kulturweit" erhalten - Internationalen Freiwilligendienst sichern und stärken (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/5517)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6987
21. Wahlperiode 08.07.2026
Beschlussempfehlung und Bericht
des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss)
zu dem Antrag der Abgeordneten Claudia Roth, Awet Tesfaiesus, Luise Amtsberg,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 21/5517 –
Das Freiwilligenprogramm „kulturweit“ erhalten – Internationalen
Freiwilligendienst sichern und stärken
A. Problem
Aus Sicht der antragstellenden Fraktion ist die geplante Einstellung des
internationalen Freiwilligendienstes „kulturweit“ ein erheblicher Rückschritt für die
Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands. Die Wirkung von „kulturweit“
sei langfristig und nachhaltig: Viele ehemalige Freiwillige engagieren sich auch
nach ihrem Einsatz weiter gesellschaftlich und bringen ihre internationalen
Erfahrungen in Beruf und Zivilgesellschaft ein. Damit trage das Programm zur
Ausbildung einer Generation bei, die globale Zusammenhänge verstehe und aktiv an
Lösungen mitarbeite. Die Antragsteller fordern die Bundesregierung daher unter
anderem dazu auf, die Entscheidung zur Einstellung des internationalen
Freiwilligendienstes „kulturweit“ umgehend zurückzunehmen und die Fortführung des
Outgoing- und Incoming-Programms über 2026 hinaus sicherzustellen;
kurzfristig die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um Planungssicherheit für
Trägerorganisationen sowie Bewerberinnen und Bewerber zu gewährleisten und
einen Abbau bestehender Strukturen zu verhindern sowie im Bundeshaushalt
2027 die erforderlichen Mittel für den dauerhaften Erhalt und die
Weiterentwicklung von „kulturweit“ zu verankern.
B. Lösung
Ablehnung des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
und Die Linke.
C. Alternativen
Wurden nicht erörtert.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/5517 abzulehnen.
Berlin, den 8. Juli 2026
Der Auswärtige Ausschuss
Armin Laschet
Vorsitzender
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Dr. Alexander Wolf
Berichterstatter
Derya Türk-Nachbaur
Berichterstatterin
Claudia Roth
Berichterstatterin
Vinzenz Glaser
Berichterstatter
Bericht der Abgeordneten Jürgen Hardt, Dr. Alexander Wolf, Derya Türk-Nachbaur,
Claudia Roth und Vinzenz Glaser
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517 in seiner 77. Sitzung am 7. Mai 2026 beraten
und zur federführenden Beratung dem Auswärtigen Ausschuss, zur Mitberatung dem Haushaltsausschuss, dem
Verteidigungsausschuss, dem Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Ausschuss für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Ausschuss für Kultur und Medien überwiesen.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Aus Sicht der antragstellenden Fraktion ist die geplante Einstellung des internationalen Freiwilligendienstes
„kulturweit“ ein erheblicher Rückschritt für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands. Die Wirkung
von „kulturweit“ sei langfristig und nachhaltig: Viele ehemalige Freiwillige engagieren sich auch nach ihrem
Einsatz weiter gesellschaftlich und bringen ihre internationalen Erfahrungen in Beruf und Zivilgesellschaft ein.
Damit trage das Programm zur Ausbildung einer Generation bei, die globale Zusammenhänge verstehe und aktiv
an Lösungen mitarbeite. Die Antragsteller fordern die Bundesregierung daher unter anderem dazu auf, die
Entscheidung zur Einstellung des internationalen Freiwilligendienstes „kulturweit“ umgehend zurückzunehmen und
die Fortführung des Outgoing- und Incoming-Programms über 2026 hinaus sicherzustellen; kurzfristig die
notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um Planungssicherheit für Trägerorganisationen sowie
Bewerberinnen und Bewerber zu gewährleisten und einen Abbau bestehender Strukturen zu verhindern sowie im
Bundeshaushalt 2027 die erforderlichen Mittel für den dauerhaften Erhalt und die Weiterentwicklung von „kulturweit“
zu verankern.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Haushaltsausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517 in seiner 44. Sitzung am 8. Juli 2026 beraten
und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die Linke die Ablehnung.
Der Verteidigungsausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517 in seiner 31. Sitzung am 8. Juli 2026
beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der
Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die Ablehnung.
Der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517
in seiner 27. Sitzung am 8. Juli 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD gegen die Stimmen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der Fraktion Die
Linke die Ablehnung.
Der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat die Vorlage auf Drucksache
21/5517 in seiner 24. Sitzung am 8. Juli 2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der
CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die
Ablehnung.
Der Ausschuss für Kultur und Medien hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517 in seiner 25. Sitzung am 8. Juli
2026 beraten und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen
der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die Ablehnung.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Auswärtige Ausschuss hat die Vorlage auf Drucksache 21/5517 in seiner 27. Sitzung am 8. Juli 2026 beraten
und empfiehlt mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke die Ablehnung.
Berlin, den 8. Juli 2026
Jürgen Hardt
Berichterstatter
Dr. Alexander Wolf
Berichterstatter
Derya Türk-Nachbaur
Berichterstatterin
Claudia Roth
Berichterstatterin
Vinzenz Glaser
Berichterstatter
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ISSN 0722-8333
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