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Stand der materiellen Ausstattung der Reserve der Bundeswehr

dip / drucksache 28.09.2026 · WP 21 · 21/8248 · Kleine Anfrage · Original ↗

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Stand der materiellen Ausstattung der Reserve der Bundeswehr Deutscher Bundestag Drucksache 21/8248 21. Wahlperiode 28.09.2026 Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Ralf Nolte, Andreas Paul, Hannes Gnauck, Kurt Kleinschmidt, Heinrich Koch, Thomas Ladzinski, Rüdiger Lucassen, Jörg Zirwes, Mirco Hanker, Sven Wendorf, Christian Zaum und der Fraktion der AfD Stand der materiellen Ausstattung der Reserve der Bundeswehr Die Bundesregierung hatte im Jahr 2022 angekündigt, die aktive Truppe bis Ende 2025 mit moderner Kampfbekleidung und persönlicher Schutzausstattung voll auszustatten. Die öffentliche Darstellung bezog sich insbesondere auf den Kampfbekleidungssatz Streitkräfte (KBS SK), die Modulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat (MOBAST), Gefechtshelme und modulare Rucksacksysteme (www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung-baainb w/aktuelles/soldatinnen-und-soldaten-erhalten-neue-persoenliche-ausruestung- 5443212). Für die Reserve wurde anschließend das Ziel einer vollständigen Ausstattung bis zum Jahr 2035 formuliert. Nach der im April 2026 veröffentlichten Gesamtkonzeption der militärischen Verteidigung sollen nicht aktive Truppenteile voll ausgestattet werden. Für Feldersatzpersonal ist demgegenüber lediglich eine materielle Mindestausstattung aus persönlicher Ausstattung und Individualwaffe vorgesehen. Die Ausstattungsziele unterscheiden sich demnach nach Auftrag und Reservekategorie (vgl.: https://augengeradeaus.net/wp-content/uploads/202 6/04/20260422_gesamtkonzeption_mil_Verteidigung.pdf). Die Bundeswehr teilte mit, das Beschaffungsprogramm Feldausstattung Soldat/ Erweiterte Reserve (FASER) solle die Ausgabe persönlicher Ausrüstung an alle Reservisten bis Ende 2028 ermöglichen. Für den geplanten Personalumfang im Jahr 2035 werde Ausrüstung für mindestens 260.000 aktive Soldaten sowie 200.000 Reservisten beschafft. Zusätzlich sollen 80.000 zivile Bundeswehrangehörige Helm und Schutzweste erhalten (vgl.: www.hartpunkt.de/faser-21-mil liarden-euro-fuer-bekleidung-und-persoenliche-schutzausruestung). Nach Auffassung der Fragesteller fehlt bislang eine öffentlich zugängliche, konsolidierte Darstellung, die den aktuellen Soll-Ist-Stand der Ausstattung nach Reservekategorien und Materialarten, die zeitlichen Meilensteine, die Finanzierung sowie bestehende Umsetzungsrisiken ausweist. Einzelne parlamentarische Fragen zu KBS SK, MOBAST und allgemeinen Ausstattungsmängeln der Reserve ersetzen eine solche Gesamtschau nicht. Wir fragen die Bundesregierung:  1. Mit welcher Arbeitsdefinition des Begriffes der materiellen Vollausstattung jeweils für die aktive Truppe, für nicht aktive Truppenteile, für den Heimatschutz, für Feldersatzpersonal und für weitere Reservekategorien arbeitet die Bundesregierung, und anhand welcher messbaren Kriterien wird die Zielerreichung festgestellt? Vorabfassung - w ird durch die lektorierte Version ersetzt.  2. Welche Gliederung der Reserve und welche Zuordnung zu Ausstattungsstandards legt die Bundesregierung ihrer Planung derzeit zugrunde (bitte die Kategorien, den jeweiligen Soll-Personalumfang und den vorgesehenen Ausstattungsstandard darstellen)?  3. Gilt das Zieljahr 2035 weiterhin für die materielle Vollausstattung der Reserve, und welche Teilziele beziehungsweise Meilensteine bestehen für die Jahre 2027, 2028, 2030, 2032 und 2035?  4. Welche Unterschiede bestehen nach Planung der Bundesregierung zwischen dem Ausstattungsumfang aktiver und nicht aktiver Truppenteile, und welche Ausnahmen von einer grundsätzlich gleichwertigen Ausstattung sind vorgesehen?  5. Welche konkreten Ausstattungsgegenstände umfasst die für Feldersatzpersonal vorgesehene materielle Mindestausstattung neben persönlicher Ausstattung und Individualwaffe, und wie unterscheidet sie sich von der Ausstattung nicht aktiver Truppenteile?  6. Wie viele Reservisten verfügen zum jüngsten verfügbaren Stichtag über eine vollständig nutzbare, größenrichtige und persönlich zugeordnete Ausstattung mit KBS SK, MOBAST, Kampfschuhen, Gefechtshelm und modularem Rucksacksystem (bitte nach Reservekategorie, System und absolutem sowie prozentualem Anteil ausweisen)?  7. Welche Umlauf-, Austausch-, Größen- und Instandhaltungsreserven sind bei FASER eingeplant, und auf welcher Berechnungsgrundlage beruhen deren Höhe und Zusammensetzung?  8. Welche Ausstattungsdefizite bestehen bei nicht aktiven Truppenteilen derzeit in den Kategorien Handwaffen, Großgerät und Fahrzeuge, Führungs- und Kommunikationsmittel, IT-Ausstattung, Sanitätsmaterial, Pionier- und Logistikmaterial sowie persönliche Ausstattung (bitte jeweils Soll, Ist und Deckungsgrad nennen, soweit ohne Gefährdung schutzwürdiger Belange möglich)?  9. In welchem Umfang wird Material zugleich für aktive und nicht aktive Truppenteile verplant, gepoolt oder im Bedarfsfall erst umverteilt, und wie verhindert die Bundesregierung dabei rechnerische Doppelanrechnungen? 10. Zu welchen Teilen können die Antworten der Bundesregierung auf die vorstehenden Fragen aus Gründen des Geheimschutzes nicht offen erteilt werden, und kann die Bundesregierung die betreffenden Angaben in einer eingestuften Anlage zur Verfügung stellen? Berlin, den 23. September 2026 Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333 Vorabfassung - w ird durch die lektorierte Version ersetzt.

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