Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e.V. (HDH)
Text
Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industrie- und Wirtschaftszweige e.V. (HDH)
Tätigkeit: Arbeitgeberverband
Wahrung, Förderung und Vertretung der wirtschaftlichen, sozialpolitischen und fachlichen Belange der Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie sowie verwandter Industriezweige.
Interessenbereiche: Güterverkehr; Ländlicher Raum; Land- und Forstwirtschaft; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Artenschutz/Biodiversität; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Parlamentarisches Verfahren; Wohnen; Erneuerbare Energien; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Außenwirtschaft; Handel und Dienstleistungen; Sonstiges im Bereich "Energie"; Sonstiges im Bereich "Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen"; Kleine und mittlere Unternehmen; Bauwesen und Bauwirtschaft; EU-Gesetzgebung; Stadtentwicklung; Industriepolitik; Klimaschutz; Arbeitsmarkt; Allgemeine Energiepolitik; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Verkehrsinfrastruktur
Regelungsvorhaben:
- Bundeswaldgesetz: Das Bundeswaldgesetzes muss den heutigen Herausforderungen von Klimawandel, Waldumbau und nachhaltiger -bewirtschaftung entsprechen. Dazu bedarf es:
1. Erhalt des bewährten gleichrangigen Prinzips von Schutz, Erholung und Nutzung der Wälder.
2. Klarstellung der Bedeutung der nachhaltigen Holzernte für den Erhalt der Wälder
3. Keine Diskriminierung nichtheimischer Baumarten
4. Klärung der Zuständigkeit von Bund und Ländern im Naturschutzrecht
5. Kein geförderter Vorratsaufbau in den Wäldern.
6. Vereinheitlichung der Krisenprävention zur besseren Koordination und Abwehr von Kalamitäten im Wald
7. Kalamitätsprävention: Bund, Länder und Betriebe müssen gemeinsame Strategien entwickeln, Kalamitäten zu managen
8. Sicherstellung der Verantwortung für unklare Besitzverhältnisse
- Klimaschutzgesetz: Festlegung realistischer Klimaschutzziele in den Sektoren
- Holzbauinitiative der Bundesregierung: Im Juni 2023 hat das Bundeskabinett eine Holzbauinitiative aus 8 Handlungsfeldern als Strategie der Bundesregierung zur Stärkung des Holzbaus beschlossen.
Diese Strategie der Bundesregierung soll den Einsatz des nachhaltigen Rohstoffes Holz im Bausektor stärken und für mehr Klimaschutz, Ressourceneffizienz und schnelleres Bauen sorgen. Mit acht Handlungsfeldern, von der Vorbildfunktion des Bundes und der Stärkung von Forschung und Innovation über die Fachkräftesicherung und den Wissenstransfer bis zur Sicherung der Rohstoffversorgung, sollen bis 2030 der Einsatz von Holz wesentlich verbessert und die Holzbauquote erhöht werden. Hemmnisse werden abgebaut und gleiche Wettbewerbschancen für den Einsatz verschiedenster Baumaterialien gewährleistet.
- Muster-Holzbau-Richtlinie (MHolzBauRL): Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Bauteile und Außenwandbekleidungen in Holzbauweise Fassung Oktober 2020
Diese Richtlinie gilt für Gebäude der Gebäudeklasse 4 und 5, deren tragende, aussteifende oder raumabschließende Bauteile hochfeuerhemmend oder feuerbeständig nach § 26 Abs. 2 Satz 3 MBO1 sein müssen und die davon abweichend nach § 26 Abs. 2 Satz 4 MBO1 aus brennbaren Baustoffen bestehen dürfen.
Abschnitt 4 dieser Richtlinie gilt auch für Wände anstelle von Brandwänden gemäß § 30 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 MBO1 in Gebäuden der Gebäudeklasse 3.
Darüber hinaus regelt die Richtlinie Außenwandbekleidungen aus Holz und Holzwerkstoffen nach § 28 Abs. 5 Satz 2 MBO1 an Gebäuden der Gebäudeklasse 4 und 5.
- EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR): Am 27. Februar 2023 hat die Kommission einen ersten Vorschlag für eine mögliche neue EU-Verpackungsverordnung vorgestellt. Der Vorschlag aktualisiert den EU-Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle und ist Bestandteil des European Green Deals sowie des neuen EU-Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft. Er soll zur Wachstumsstrategie der EU für eine moderne, ressourceneffiziente, saubere und wettbewerbsfähige Wirtschaft beitragen, in der bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden sollen und das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abgekoppelt wird.
- Stellungnahme zum: Referentenentwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung: Einflussnahme auf den Gesetzgebungsprozess zum Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung, insbesondere auf die vorgesehenen Änderungen im Baugesetzbuch (u. a. § 246e BauGB, § 31 Abs. 3 BauGB, § 34 Abs. 3a BauGB). Ziel ist die Ausgestaltung der Regelungen so, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren für Wohnungsbauvorhaben effektiv beschleunigt werden. Zudem sollen im weiteren Gesetzgebungsverfahren ergänzende Regelungen geprüft werden, insbesondere zur Digitalisierung von Bau- und Genehmigungsverfahren, zur Vereinfachung und Vereinheitlichung bauordnungsrechtlicher Vorgaben, zur Überprüfung von Bau-Normen sowie zur Berücksichtigung klimafreundlicher und CO2-bindender Baustoffe.
- Stellungnahme: Referentenentwurf zum Bundestariftreuegesetz: Einflussnahme auf den Gesetzgebungsprozess zum Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie durch die Sicherung von Tariftreue bei der Vergabe öffentlicher Aufträge des Bundes (Bundestariftreuegesetz – BTTG). Ziel der Interessenvertretung ist die Ausgestaltung der vorgesehenen Tariftreuepflichten und der damit verbundenen Vorgaben im Vergaberecht des Bundes, insbesondere hinsichtlich der Voraussetzungen, des Anwendungsbereichs und der praktischen Umsetzung von Tariftreueanforderungen bei öffentlichen Aufträgen sowie der entsprechenden Kontroll- und Nachweismechanismen im Rahmen bundesrechtlicher Vergabeverfahren.
Relationen
Keine Relationen.