Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi)
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Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi)
Tätigkeit: Wirtschaftsverband oder Gewerbeverband/-verein
Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt die Interessen der mittelständischen IT-Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen stellen die Mehrzahl aller Arbeitsplätze der Digitalwirtschaft in Deutschland.
Der Verband verfügt nach seiner Satzung über eine Doppelstruktur und agiert dadurch als Dachverband, der zugleich auch über Direktmitglieder verfügt. Durch Assoziierung einschlägiger Regional- und Fachverbände, vertritt der BITMi in seiner Funktion als Dachverband ca. 2.020 IT-Unternehmen. Hinzu kommen rund 550 Direktmitglieder. Insgesamt spricht der Verband damit für rund 2.600 mittelständische IT-Unternehmen. Diese sind in allen Bereichen der Digitalwirtschaft aktiv. Zum Verband gehören sowohl Softwareentwickler und Hardwareproduzenten als auch Systemhäuser und IT-Beratungsunternehmen.
Wichtigstes Anliegen des BITMi ist die Stärkung der digitalen Souveränität, also der selbstbestimmten technologischen Gestaltung des digitalen Wandels als Grundlage für die Teilhabe am Wohlstand der Zukunft. Es ist darüber hinaus das Ziel des Verbands, durch intensive Vernetzung und geeignete Verbandsdienstleistungen das Unternehmenswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer IT-Unternehmen zu verbessern und die Marktentwicklung voranzutreiben. Zu diesem Zweck kommuniziert der er die Perspektiven, Stärken, Bedeutung, Chancen und Herausforderungen des IT-Mittelstands gegenüber Politik, Wissenschaft, Wirtschaft sowie der allgemeinen Öffentlichkeit. Der BITMi organisiert darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen im Jahr, kultiviert ein weitreichendes Partnernetzwerk, realisiert erfolgreiche Public-Relations-Kampagnen und organisiert den Wissenstransfer mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.
Interessenbereiche: Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Handel und Dienstleistungen; EU-Binnenmarkt; Politisches Leben, Parteien; Rechtspolitik; Sonstiges im Bereich "Recht"; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Sonstiges im Bereich "Verkehr"; Digitalisierung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Verwaltungstransparenz/Open Government; Berufliche Bildung; Kleine und mittlere Unternehmen; Hochschulbildung; Kommunikations- und Informationstechnik; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Internetpolitik; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Urheberrecht; Sonstiges im Bereich "Medien, Kommunikation und Informationstechnik"; Wettbewerbsrecht; Sonstiges im Bereich "Bundestag"; Cybersicherheit; Sonstiges im Bereich "Staat und Verwaltung"; Öffentlicher Dienst und öffentliche Verwaltung; Institutionelle Fragen der EU; Datenschutz und Informationssicherheit; EU-Gesetzgebung; Schulische Bildung; Staatsorganisation; Industriepolitik; Parlamentarisches Verfahren; Öffentliches Recht; E-Commerce
Regelungsvorhaben:
- Vergabebeschleunigungsgesetz: Der Staat ist der größte IT-Einkäufer in Deutschland. Insofern besteht in der öffentlichen Beschaffung ein bedeutender Hebel zur Stärkung der digitalen Souveränität. Vergabeprozesse sollen im Zuge der Gesetze insbesondere für (IT-)KMU einfacher und zugänglicher gemacht werden, um mehr Teilhabe zu ermöglichen.
- Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Cybersicherheit: Cyberangriffe in Deutschland nehmen in Qualität und Quantität zu. Deutschland als führende Wirtschaftsnation in Europa ist verstärkt im Fokus auch hochprofessioneller Cyberangriffe mit großem Wirkpotential. Angesichts der geopolitischen Lage gewinnen auch hybride
Bedrohungen zunehmend an Bedeutung.
Die Gewährleistung einer verlässlichen und sicheren Nutzung
der Informationstechnologie und der zugrundeliegenden Kommunikationsinfrastruktur ist
essentielle Voraussetzung für das Funktionieren des Gemeinwesens. Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die nationale Sicherheit sind mit
der Gewährleistung von Cybersicherheit untrennbar verbunden.
- Digitale Souveränität zum Leitmotiv machen: Digitale Souveränität ist eine, wenn nicht die zentrale wirtschafts- und industriepolitische Aufgabe der nächsten Jahre. Deshalb muss sie das Leitmotiv für alle digitalpolitischen Bestrebungen dieses Jahrzehnts sein. Als BITMi setzen wir uns für eine ambitionierte Strategie hin zu mehr digitaler Souveränität Deutschlands ein. Wir definieren den Begriff als die Fähigkeit, die digitale Transformation in allen wesentlichen Bereichen nach eigenen Wertvorstellungen und mithilfe eigener, vertrauenswürdiger Lösungen „Made in Germany & Europe“ zu gestalten. Entlang dieser Definition fordern wir einseitige Abhängigkeiten von digitalen Technologien von nicht europäischen Anbietern abzubauen und konsequent auf europäische Anbieter zu setzen.
- Bürokratieabbau für Unternehmen des IT-Mittelstands: Hohe Priorität der Bundesregierung ist es, den Alltag der Bürgerinnen und Bürger einfacher zu machen und die Wirtschaft zu stärken. Konkret geht es darum, Staat und Verwaltung in Deutschland grundlegend zu modernisieren, unnötige Bürokratie zu vermeiden sowie Verfahren zu beschleunigen.
Der BITMi unterstützt diesen Anspruch ausdrücklich und setzt sich für Entlastungen für Unternehmen des IT-Mittelstands ein, die die Bürokratiekosten der Unternehmen nachweislich reduzieren.
- 28. Regime der EU und Vorschlag für EU Inc.: Die Europäische Kommission hat am 18. März 2026 als Teil eines Maßnahmenpakets zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft ihren Vorschlag zur Einführung eines 28. Regimes
im Gesellschaftsrecht veröffentlicht. Das 28. Regime soll ein EU-weit einheitliches Regelwerk sein, das auf digitalen Lösungen beruht und Unternehmen hilft, Hindernisse bei der Gründung, der Expansion und der Tätigkeit im gesamten Binnenmarkt zu überwinden.
Der BITMi plädiert für die Einführung der EU Inc. als einheitliche, digitale Rechtsform.
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