LSVD+ - Verband Queere Vielfalt
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LSVD+ - Verband Queere Vielfalt
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Der LSVD+ - Verband Queere Vielfalt ist ein Bürgerrechtsverband, er vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen und queerer Menschen (LSBTIQ*).
Menschenrechte, Vielfalt und Respekt: Wir wollen, dass LSBTIQ* als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden. Eine demokratische Gesellschaft muss für alle das Recht durchsetzen, jederzeit und an jedem Ort ohne Angst anders sein zu können. Voraussetzung für ein selbstbestimmtes und angstfreies Leben ist die volle rechtliche Gleichstellung. Wir treten ein für eine Gesellschaft, die Selbstbestimmung und eine Vielfalt an Lebensweisen als Bereicherung erkennt und wertschätzt.
Konkrete Ziele sind u.a. die Ergänzung von Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz um sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ein umfassender rechtlicher Diskriminierungsschutz, Aktionspläne für Akzeptanz und Vielfalt auf nationaler und auf Länderebene, die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung von Regenbogenfamilien, die Durchsetzung des Rechts auf geschlechtliche Selbstbestimmung, LSBTIQ*-inklusive Bildungspläne, eine Flüchtlingspolitik, die verfolgten LSBTIQ* Schutz und Perspektiven bietet sowie eine Außen- und Entwicklungspolitik, die die Achtung der Menschenrechte von LSBTIQ* auf EU-Ebene und weltweit voranbringt.
Mit unserer Arbeit verschaffen wir LSBTIQ* eine Stimme in der Gesellschaft, in Politik und Institutionen. Wir widersprechen homosexuellenfeindlichen und transphoben Parolen, arbeiten für einen wirksamen Schutz vor diskriminierenden Handlungen und Gewalt, informieren Politik und Öffentlichkeit und werden gehört, wenn es um die Belange von LSBTIQ* geht: im Bundestag, vom Bundesverfassungsgericht, in den Medien, in der Öffentlichkeit, in Ministerien, bei Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Mit Kampagnen, Aktionen, Veranstaltungen und Stellungnahmen leisten wir Überzeugungsarbeit, um parlamentarische und gesellschaftliche Mehrheiten für Menschenrechte, Vielfalt und Respekt zu gewinnen.
Interessenbereiche: Asyl und Flüchtlingsschutz; Entwicklungspolitik; Außenpolitik; Migration; Kriminalitätsbekämpfung; Internationale Beziehungen; Sonstiges im Bereich "Recht"; Sonstige Interessenbereiche; Gesundheitsversorgung; Familienpolitik; Rechtspolitik; Menschenrechte; Öffentliches Recht; Sonstiges im Bereich "Gesellschaftspolitik und soziale Gruppen"; Diversitätspolitik; Zivilrecht; Geschlechterpolitik; Strafrecht; Ausländer- und Aufenthaltsrecht; Integration
Regelungsvorhaben:
- Reform des Abstammungsrechts: Diskriminierungsfreie Neuregelung des Abstammungsrechts, die die Zuordnung eines zweiten Elternteils unabhängig vom Geschlecht des zweiten Elternteils und Elternschaftsvereinbarungen ermöglicht.
- Änderung des Grundgesetzes: Ergänzung von Artikel 3 Abs. 3 GG explizit um LSBTIQ*
- Einführung und Beibehaltung eines Selbstbestimmungsgesetzes: Ersetzung des sogenannten Transexuellengesetzes und von Personenstandsgesetz §45b durch ein diskriminierungsfreies Selbstbestimmungsgesetz zur möglichen Nutzung durch alle trans*, nicht-binären und intergeschlechtlichen Menschen.
- LSBTIQ*-Geflüchtete bei der Implementierung von GEAS beachten: Es darf nicht sein, dass die EU queere Menschen, die bei uns Schutz suchen, zukünftig an ihren Außengrenzen inhaftiert, Asyl-Anträge großenteils nicht inhaltlich prüfen lässt und sie dann in vermeintlich sichere Drittstaaten abschiebt. Um einen angemessenen Schutz für LSBTIQ*-Asylsuchende sicherzustellen, müssen Minimalstandards eingehalten werden.
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