Rede von Beatrix von Storch (AfD) – Vereinbarte Debatte
Teil von Protokoll der 98. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 3: Vereinbarte Debatte:.
Text
Rede von Beatrix von Storch (AfD) – Vereinbarte Debatte
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Die
Hamasmassaker am 7. Oktober waren ein furchtbarer
Massenmord, der schlimmste an Juden seit dem Holocaust.
Wir haben dabei drei Dinge deutlich gesehen.
Erstens. Wenn die Grenzen in Israel nicht militärisch
abgeschirmt werden, müssen sie damit rechnen, dass
islamische Terroristen eindringen und Juden abschlachten.
Zweitens. Im Westen haben die Muslime nicht etwa
gegen den Missbrauch ihres Glaubens protestiert,
sondern sich zu großen Teilen mit der Hamas solidarisiert
und die Gräuel gefeiert.
(Derya Türk-Nachbaur [SPD]: Das ist doch
Quatsch! – Siemtje Möller [SPD]: Das ist
eine infame Unterstellung!)
Drittens. Wer nach den Brutstätten des neuen
Antisemitismus sucht, der findet sie nicht im
konservativländlichen Raum, sondern an unseren linken
Universitäten. Es gibt tausend Beispiele davon; Sie kennen sie.
Wenn die AfD in Deutschland die Bildungsminister
stellt – und wie Sie wissen, passiert das demnächst in
Sachsen-Anhalt als Erstes –, werden wir diesen Sumpf
trockenlegen. Das heißt, wir werden die Krawallmacher
von der Uni werfen, wir werden israelische Gäste wieder
einladen, und wir werden eine offene Debatte an unseren
Universitäten wieder möglich machen.
Über die Militäroperation in Gaza kann man
legitimerweise unterschiedlicher Ansicht sein. Wer aus
humanitären oder pazifistischen Gründen die Militäroperation in
Gaza ablehnt, ist kein Antisemit. Und es ist auch gut
möglich, Israels Recht auf Selbstverteidigung
anzuerkennen und zu begrüßen, dass Hamas und Hisbollah
vernichtet werden, ohne jede einzelne militärische Aktion damit
gutzuheißen.
Was aber die Islamo-Sozialisten von der Linken tun, ist
abscheulich. Die Linke mobilisiert mit Gazaprotesten
gezielt den islamischen Mob auf unseren Straßen, Seite an
Seite mit Hisbollah, Hamas und PFLP. Die Linke setzt
auf die judenfeindliche Welle, um sich in Rathäuser und
Regierungen tragen zu lassen, etwa in Neukölln, wo
Ahmed Abed, der neue Bürgermeister von Neukölln,
israelische Gäste auf das Übelste bepöbelt hat. Da, wo Die
Linke gewinnt, müssen Juden Angst haben. Laut der
Informationsstelle RIAS gibt es die meisten
antisemitischen Übergriffe und Anschläge in Berlin in den
Stadtteilen Mitte, Neukölln und Kreuzberg, den Hochburgen
der Linken. Keine Überraschung.
Die linke Abgeordnete Köktürk, die hier gerade schon
angesprochen worden ist, hat auf ihrem Instagram-Kanal
in der Tat jetzt den letzten verbliebenen Zweifel beseitigt
und bestätigt, dass Die Linke an der Seite der Terroristen
steht, die Juden ins Meer werfen wollen. Eine Woche vor
dem Jahrestag des schlimmsten Massakers an Juden nach
dem Zweiten Weltkrieg ist Köktürk durch Bochum
gezogen und hat gezielt den Hass auf Israel geschürt. Der
Kollege hat es angedeutet; ich möchte noch deutlicher
zitieren, was sie ausgesprochen hat, werde es aber nur
buchstabieren, weil die Worte so dreckig sind. Für
meinen Mund sind sie zu dreckig, für Ihren sind sie vielleicht
nicht zu dreckig.
Sie sagte – ich buchstabiere –: F – I – C – K – T „den
genozidalen Apartheidsstaat Israel.“ „‚Free Palestine‘ bis
zum letzten Atemzug.“ Und dann noch mal: F – I – C –
K – T „jeden, der anderer Meinung ist“ als wir. – Das sind
die Demokraten, von denen Sie auch gerade gesprochen
haben.
Um das ganze Ausmaß dieses verbalen Exzesses zu
verstehen, müssen wir die besonderen Umstände in
Bochum sehen: Migrationsanteil 36 Prozent, aktive
Islamisten vor Ort, Muslimstudents, Furkan-Bewegung und die
Muslimbruderschaft. In Bochum gab es bereits einen
Brandanschlag auf eine Synagoge – Täter: ein Deutsch-
Iraner mit Verbindung zu den Revolutionsgarden. Und
die Gewalt an Juden in NRW ist etwas angestiegen, im
Jahr 2025 um 25 Prozent. Wer dort in Bochum lachend
durch die Straßen zieht und die Pogromstimmung
verbreitet, der will, dass Synagogen brennen.
Wenn ihr den Faschismus bekämpfen wollt, bekämpft
euch selbst!
Als Erstes: Schmeißt Köktürk aus Partei und Fraktion!
Herr Gysi, Herr Ramelow und Herr Bartsch, wie fühlen
Sie sich als alte weiße Männer in Ihrer neuen Partei?
Muss Herr Bartsch jetzt zum Antirassismuskurs, weil er
die Köktürk-Videos kritisiert hat? Am Ende wird
Köktürk bleiben,
(Agnieszka Brugger [BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN]: Es geht um das Gedenken an die
Opfer des 7. Oktober! – Zurufe von der
Linken)
und sie wird weitermachen wie bisher, weil sie die neue
Linke repräsentiert: jung, aggressiv, muslimisch und
offen judenfeindlich.
Elif Eralp, ihres Zeichens Spitzenkandidatin in Berlin,
muss sich schon einen abbrechen, um den Schutz
jüdischen Lebens auszusprechen. Sie sagt, man müsse
jüdisches Leben schützen, und schiebt im gleichen Satz
hinterher: so wie muslimisches auch – als wäre das
genauso gefährdet wie das Leben von Juden. Das ist
lächerlich, und Sie wissen, dass das lächerlich ist. Aber Sie
wissen eben auch, dass „Juden schützen“ ohne Zusatz
in Ihrer muslimischen Community nicht gut gesehen ist.
(Beifall bei der AfD – Derya Türk-Nachbaur
[SPD]: Was für eine infame Rede!)
Und das unterscheidet uns von denen. Wir sagen:
„Schützt jüdisches Leben!“, ohne Relativierung, mit
Ausrufezeichen. Wer eine Synagoge angreift, der bekommt
bei uns Gefängnisstrafen. Und wenn er nicht deutsch ist,
wird er schnell abgeschoben.
Der AfD werden einzelne Worte, aus dem
Zusammenhang gerissene Äußerungen noch jahrelang später
vorgehalten, während Die Linke Judenhass heute offen
täglich feiert
(Deborah Düring [BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN]: Das ist des TOPs unwürdig, was Sie
hier erzählen!)
und damit Wahlkampf macht: „Yallah Yallah Intifada“.
Ich möchte Ihnen heute sagen, dass die AfD sich in
Zukunft jede Kritik von diesen Pseudoantifaschisten
verbittet, die offenen Judenhass in ihren Reihen duldet.
Aber das ist noch nicht alles: Wir verbitten uns auch
jede moralische Kritik von Parteien, die mit den
Hamasfreunden von der Linken Koalitionsgespräche führen,
oder die sich ihnen politisch anbiedern, so wie die CDU
in Thüringen.
(Ines Schwerdtner [Die Linke]: Reden Sie über
die Opfer? Sprechen Sie ein Mal über die
Opfer?])
Wer mit denen kooperiert, hat jeden moralischen
Kompass verloren!
(Beifall bei der AfD – Zuruf der Abg. Derya
Türk-Nachbaur [SPD])
SPD und Grüne machen jede Woche einen Vorstoß, um
die AfD zu verbieten. Gleichzeitig wollen sie den
Judenhassern von den Linken in Berlin zur Macht verhelfen.
Ihr seid die schlimmsten Heuchler, die es gibt.
Der 7. Oktober war eine Wasserscheide, nicht nur für
den Nahen Osten, auch für Europa und Deutschland. In
ganz Westeuropa hat sich ein neuer islamo-sozialistischer
Block formiert, der Juden ebenso hasst wie Christen und
Israel ebenso wie unser altes Europa. Aber in ganz
Westeuropa entsteht dagegen ein zweiter starker,
rechtskonservativer Block, der sich diesem Durchmarsch der
Islamo-Sozialisten entgegenstellt. Wenn dieser Block in
Frankreich, in Spanien, in Großbritannien und auch in
Deutschland die Regierung übernimmt, dann können
wir in Europa und in Deutschland wieder aufatmen.
Dann können wir unser Land und unseren Kontinent
retten. Und dann ist auch jüdisches Leben wieder sicher.
Vielen Dank.
Relationen
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