Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
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Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist die regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports. Der DOSB zählt knapp 28 Millionen Mitgliedschaften in rund 86.000 Sportvereinen. Er ist die größte Bürgerbewegung Deutschlands. Zum DOSB gehören 101 Mitgliedsorganisationen, darunter 16 Landessportbünde, 68 Spitzenverbände sowie 17 Verbände mit besonderen Aufgaben.
Der DOSB ist die Beratungs- und Servicestation seiner organisatorisch, finanziell und fachlich selbstständigen Mitgliedsorganisationen. Er vertritt ihre Interessen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union, Bund, Ländern und Kommunen und in allen gesellschaftspolitischen und kulturellen Bereichen.
Das Berliner Büro des DOSB befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bundestag und vertritt die Interessen des Deutschen Sports gegenüber der Bundespolitik. Die Belange des organisierten Sports werden dabei aktiv in Gesetzgebungsprozesse, politische Initiativen und Projekte sowie Förderlinien, die den Sport in seiner gesamten Vielfalt direkt oder indirekt betreffen, eingebracht.
Der DOSB betreibt Interessensvertretung in Form anlassbezogener schriftlicher und mündlicher Kommunikation mit politischen Entscheidungsträgern (z.B. Arbeitstreffen), durch Beteiligung an Verbändeanhörungen von Bundesregierung und Bundestag in Form von Stellungnahmen und Teilnahme als Sachverständige, durch eigene Veranstaltungen für politische Entscheidungsträger (bspw. Parlamentarischer Abend) sowie durch Einladungen zu DOSB-Veranstaltungen wie der jährlichen Mitgliederversammlung oder zu Sportgroßveranstaltungen.
Interessenbereiche: Artenschutz/Biodiversität; Immissionsschutz; Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse; Profisport; Stadtentwicklung; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Zivilrecht; Entwicklungspolitik; Diversitätspolitik; Familienpolitik; Klimaschutz; Kinder- und Jugendpolitik; Urheberrecht; Rechte von Menschen mit Behinderung; Integration; Geschlechterpolitik; Seniorenpolitik; Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Breitensport; Gesundheitsförderung; Schifffahrt; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Werbung
Regelungsvorhaben:
- Sportfördergesetz: echte Unabhängigkeit der Spitzensportagentur, weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit für die Verbände: Das Sportfördergesetz des Bundes soll erstmalig die Sportförderung als Bundesaufgabe normieren und zudem die Förderung und Steuerung in die Hände einer unabhängigen Sportagentur legen. Der DOSB wirkt darauf hin, dass die zwischen BMI und DOSB im "Feinkonzept zur Nachsteuerung und Optimierung der Förderung des Leistungs- und Spitzensports in Deutschland" gefunden Vereinbarungen zur Ausgestaltung von Sportagentur und Sportfördergesetz im Gesetz umgesetzt werden.
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD wurde die Fortführung der Spitzensportreform auf Basis der bisherigen Arbeiten angekündigt. Der von der Bundesregierung vorgelegte Referentenentwurf fällt hinter die Vereinbarungen es Feinkonzeptes zurück. Der DOSB wirkt auf die nötigen Verbesserungen hin.
- Verbesserung der Förderung des Sports im Bundeshaushalt 2026: Im Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2026 (Bundeshaushaltsgesetz 2026) wird der Bundeshaushalt für 2026 beschrieben. Für den Sport relevant ist vor allem der Sportetat im Einzelplan 04 (Bundeskanzleramt), aber auch die Sportstättenförderung (Epl 25 und 60) sowie die Finanzierung der Freiwilligendienste oder der Auswärtigen Sportpolitik. Der DOSB legt in seiner Interessensvertretung dar, welche Notwendigkeit für Nachbesserung im Regierungsentwurf bestehen, um den Sportstandort Deutschland voranzubringen.
- Steuererleichterungen für das Ehrenamt und Erleichterungen im Zuwendungsrecht: Um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unsere Sportvereine- und verbände zur Bewältigung dieser aktuellen Aufgaben an einigen Stellen klarzustellen und notwendigen Optimierungsbedarf aufzuzeigen, haben wir das Positionspapier „Steuererleichterungen für das Ehrenamt“ erstellt.
Das Papier ist ein Ergebnis unserer bundesweiten „Arbeitsgruppe Gemeinnützigkeit“, die sich
aus fachkundigen Spezialist*innen unserer Mitgliedsorganisationen und Steuerexpert*innen rekrutiert. Ziel der Interessensvertretung ist es, Änderungen u.a. im Umsatzsteuer-, im Einkommenssteuerrecht oder in der Abgabenordnung anzuregen.
Das Papier wurde 2025 aktualisiert und um Vorschläge für ein Verbesserungen und Erleichterungen im Zuwendungsrecht ergänzt.
- Aufnahme des Sports als Förderbereich in das LuKIFG: Mit dem gemeinsamen Beschluss vom 18. Juni 2025 haben der Bundeskanzler und die Regierungschefs der Länder die Dringlichkeit einer flächendeckenden Sportstättensanierung anerkannt und mit der Erweiterung der Förderzwecke im Sondervermögen entsprechend gewürdigt.
Im aktuellen Gesetzesentwurf zum LuKIFG findet sich die Verwendungsmöglichkeit für Investitionen in die Sportinfrastruktur lediglich in der Gesetzesbegründung. Um den Ländern mehr Rechtssicherheit und eine stärkere Begründungsgrundlage für die Mittelverwendung im Sportbereich zu geben, halten wir eine Aufnahme direkt in den Gesetzestext für erforderlich und fordern die Bundestagsabgeordneten dazu auf, dass der Sport explizit in die Förderbereiche nach § 3 LuKIFG-E aufgenommen wird.
- Regulierung des Ticketzweitmarkts: Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD ist eine bessere Regulierung des Ticketzweitmarktes und der Schutz der Verbraucher angekündigt. Gemeinsam mit weiteren Sport- und Kulturorganisationen setzen wir uns dafür ein, dass diese angekündigte Regelung zügig auf den Weg gebracht wird.
- Unterstützung für eine deutsche Bewerbung um olympische und Paralympische Spiele: Die Olympischen und Paralympischen Spiele bewegen die ganze Welt. Und sie bewegen das Gastgeberland: Sie vereinen, stiften Zuversicht und motivieren zu Höchstleistungen. Ob im Sport, in unserer Gesellschaft oder in der Wirtschaft. Sie schaffen Verbindungen und emotionale Momente. Sie inspirieren uns und lassen uns positiv nach vorne blicken. Die Spiele sind ein Zeichen für Aufbruch und Zuversicht.
Der DOSB wirbt bei der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag fortwährend um die Unterstützung einer deutschen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele.
- Vorschläge des DOSB für einen Zukunftspakt Ehrenamt für den Sport: Das ehrenamtliche und freiwillige Engagement im Sport ist das Fundament, auf dem die rund 86.000 Sportvereine in Deutschland aufgebaut sind. Ohne die Leistungen der über 8,3 Millionen Engagierten wäre der gemeinnützige Sport mit seinen vielfältigen Angeboten in Freizeit-, Gesundheits-, Wettkampf- und Leistungssport nicht denkbar – der Sport ist damit der mit Abstand größte Akteur der Zivilgesellschaft. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag einen Zukunftspakt Ehrenamt angekündigt. Mit dem Zukunftspakt Ehrenamt im Sport formuliert der DOSB einen Impuls an die Politik: Mehr Menschen gewinnen, binden und entlasten – damit Vereine ihre Angebote nachhaltig sichern und ihre Rolle für Gesundheit, Bildung, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt erfüllen können.
- Umsetzung der Gemeinnützigkeit des E-Sports mit Präzisierungen im Anwendungserlass: Wir setzen uns dafür ein, dass mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit des E-Sports über die Abgabenordnung zum Steueränderungsgesetz 2025 auch eine Konkretisierung im Anwendungserlass eine praxisnahe und einheitliche Umsetzung sicherstellt.“
Relationen
Keine Relationen.