Zunahme von Zwangsversteigerungen bei privatem Wohneigentum
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Zunahme von Zwangsversteigerungen bei privatem Wohneigentum
Deutscher Bundestag Drucksache 21/8204
21. Wahlperiode 24.09.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Bastian Treuheit, Marc Bernhard, Carolin Bachmann, Olaf
Hilmer, Sebastian Münzenmaier, Volker Scheurell, Otto Strauß, René Bochmann,
Dr. Paul Schmidt, Kay Gottschalk, Iris Nieland, Torben Braga, Christian Douglas,
Rainer Groß, Jörn König, Reinhard Mixl, Marcel Queckemeyer, Diana Zimmer und
der Fraktion der AfD
Zunahme von Zwangsversteigerungen bei privatem Wohneigentum
Die Zahl der zur Zwangsversteigerung aufgerufenen Immobilien steigt. Im
ersten Halbjahr 2026 waren es 8,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Rund
70 Prozent davon waren Wohnimmobilien (www.haufe.de/immobilien/entwickl
ung-vermarktung/marktanalysen/zahl-der-zwangsversteigerungen-weiter-gesun
ken_84324_393634.html?utm_source=chatgpt.com). Gleichzeitig sind die
Finanzierungskosten für Wohneigentum deutlich gestiegen. Nach Angaben der
Deutschen Bundesbank müssen bis 2027 rund 20 Prozent des ausstehenden
Wohnimmobilienkreditvolumens refinanziert werden (https://publikationen.bun
desbank.de/publikationen-de/berichte-studien/finanzstabilitaetsberichte/finanzst
abilitaetsbericht-2025-968826?utm_source=chatgpt.com). Für private
Eigentümer gehen Anschlussfinanzierungen nach Auslaufen günstiger
Zinsbindungen vielfach mit höheren monatlichen Belastungen einher. Damit kann die
Anschlussfinanzierung für private Wohneigentümer bis zum Verlust des eigenen
Zuhauses führen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Entwicklung der
Zahl der Zwangsversteigerungen von Wohnimmobilien seit 2022 vor, und
wie bewertet sie die aktuelle Entwicklung?
2. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung darüber vor, in welchem
Umfang von Zwangsversteigerungen von Wohnimmobilien selbstgenutzte
Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen betroffen sind?
3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die wesentlichen
Ursachen von Zwangsversteigerungen selbstgenutzten Wohneigentums vor?
4. Sieht die Bundesregierung angesichts der gestiegenen Finanzierungskosten
und der aktuellen Entwicklung der Zwangsversteigerungen
Handlungsbedarf zum Schutz privater Wohneigentümer vor dem Verlust ihrer
selbstgenutzten Immobilie, und wenn ja, welchen?
Berlin, den 21. September 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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