Gesetzgeberische Initiativen der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendmedienschutz im digitalen Raum in Hinblick auf Influencing - digitale Beeinflussung (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/3920)
Text
Gesetzgeberische Initiativen der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendmedienschutz im digitalen Raum in Hinblick auf Influencing - digitale Beeinflussung (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/3920)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5682
21. Wahlperiode 04.05.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Anna Rathert, Martin Reichardt, Sebastian Maack, Gereon
Bollmann, Dr. Götz Frömming, Birgit Bessin, Kerstin Przygodda, Angela Rudzka,
Christian Zaum, Nicole Höchst, Beatrix von Storch, Tobias Ebenberger, Jan
Feser, Claudia Weiss, Otto Strauß, Martina Kempf, Johann Martel, Lukas Rehm
und der Fraktion der AfD
Gesetzgeberische Initiativen der Bundesregierung zum Kinder- und
Jugendmedienschutz im digitalen Raum in Hinblick auf Influencing – digitale
Beeinflussung
(Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/3920)
In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/3920 führt die Bundesregierung an zahlreichen Stellen aus, dass
zum Fragegegenstand Prüfvorgänge laufen und noch nicht abgeschlossen sind.
Diese Formulierungen lassen konkrete Aussagen zu inhaltlichen Positionen und
zur Ausgestaltung des Abwägungs- und Prüfprozesses offen. Weiterhin benennt
die Bundesregierung in ihrer Antwort mehrere Projekte zum Phänomen
Influencing und Medienkompetenz, ohne auf diese näher einzugehen. Von daher
besteht für die Fragesteller ein parlamentarisches Interesse auf vertiefte
Antworten, um das Handeln der Bundesregierung nachvollziehen und bewerten zu
können.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche unterschiedlichen Positionen in Bezug auf die Einwilligung von
Eltern in die Veröffentlichung von Fotos ihrer Kinder über digitale
Dienste hat die Bundesregierung in der Literatur identifiziert (vgl. Antwort zu
Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
2. Wie genau gestaltet sich die Prüfung der in Frage 1 genannten
Fragestellung (vgl. Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Frage?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung dieser Frage, und wann ist mit
Ergebnissen zu rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Positionen wurden im Rahmen dieses Prüfprozesses bereits
verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
3. Welche konkreten Themen wurden seitens der Bundesregierung bei der
Ressortbesprechung am 15. Oktober 2025 (vgl. Antwort zu Frage 10 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920) mit Bezug auf
a) das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und
Jugend (BMBFSFJ),
b) das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV),
c) das Bundesministerium des Innern (BMI),
d) das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung
(BMDS) und
e) das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
angesprochen, und mit welchen Ergebnissen?
4. Wann wird es nach Kenntnis der Bundesregierung weitere
ressortübergreifende Besprechungen geben, um sich zu den Themen auszutauschen (vgl.
Antwort zu Frage 10 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
5. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung mit der immer stattfindenden
Integration von Medienkompetenz in das von der Bundesregierung in
ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache
21/3920genannte Bundesprogramm und insbesondere in Bezug auf
Demokratieförderung (nach Auskunft der Bundesregierung wird die
Vermittlung von Medienkompetenz im Bundesprogramm „Demokratie leben!“
immer mitgedacht, vgl. Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache
21/3920, bitte ausführen), und welche Akteure hat die Bundesregierung
identifiziert, um die Medienkompetenz besonders fördern und umsetzen
zu können (bitte ausführen)?
6. Wie erfolgt die Thematisierung von Influencern im Projekt „Good
Gaming Support“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
(nach Auskunft der Bundesregierung befasst sich dieses Projekt mit der
Rolle von Influencern, vgl. Antwort zu Frage 12 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920), wer ist Projektträger, wie lang ist die Projektlaufzeit, was
sind Ziele dieses Projekts, und mit welcher Summe fördert die
Bundesregierung dieses Projekt (bitte ausführen)?
7. Wie erfolgt die Thematisierung von Influencern im Projekt „Akademie
#DigitalDemocracy – Nachhaltige Präventionsstrategien für ein
demokratisches Netz“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
(nach Auskunft der Bundesregierung befasst sich dieses Projekt mit der
Rolle von Influencern, vgl. Antwort zu Frage 12 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920), wer ist Projektträger, wie lang ist die Projektlaufzeit, was
sind Ziele dieses Projekts, und mit welcher Summe fördert die
Bundesregierung dieses Projekt (bitte ausführen)?
8. Wie erfolgt die Thematisierung von Influencern im Projekt „J.I.M.:
Jugend, Islam und Medienkompetenz“ im Rahmen des Bundesprogramms
„Demokratie leben!“ (nach Auskunft der Bundesregierung befasst sich
dieses Projekt mit der Rolle von Influencern, vgl. Antwort zu Frage 12 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920), wer ist Projektträger, wie lang ist die
Projektlaufzeit, was sind Ziele dieses Projekts, und mit welcher Summe
fördert die Bundesregierung dieses Projekt (bitte ausführen)?
9. Wie erfolgt die Thematisierung von Influencern im Projekt „Kritische
Umweltbildung: Esoterische Weltbilder und antidemokratische
Tendenzen“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (nach
Auskunft der Bundesregierung befasst sich dieses Projekt mit der Rolle von
Influencern, vgl. Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache
21/3920), wer ist Projektträger, wie lang ist die Projektlaufzeit, was sind
Ziele dieses Projekts, und mit welcher Summe fördert die
Bundesregierung dieses Projekt (bitte ausführen)?
10. Welche Ergebnisse hat die gemeinsame Aktionswoche #
Kindersindkeincontent 2025 erreicht, und in welcher Form hat sich die Bundesregierung
daran beteiligt (vgl. Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache
21/3920)?
11. Inwieweit gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung bereits Planungen
für die gemeinsame Aktionswoche #Kindersindkeincontent für das Jahr
2026 (vgl. Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Wer sind die geplanten Aktionspartner?
b) Welche Ziele verfolgen die beteiligten Partner mit der gemeinsamen
Aktionswoche im Jahr 2026?
c) In welcher Form wird sich die Bundesregierung daran beteiligen (bitte
nach Bundesministerium aufschlüsseln)?
d) Wird die Bundesregierung die gemeinsame Aktionswoche 2026
finanziell fördern, wenn ja, in welcher Höhe, und wenn nein, warum nicht?
12. Wie wird die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der
digitalen Welt“ nach Kenntnis der Bundesregierung die Phänomenbereiche
des Themas „Influencing“ konkret in ihre Arbeit einbeziehen, inhaltlich
umsetzen, und wer sind Experten der Kommission, die Expertise zum
Thema „Influencing“ haben (vgl. Antwort zu Frage 13 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920; bitte ausführen)?
13. Wie genau gestaltet sich die Prüfung der Haltung der Bundesregierung zu
den französischen Gesetzen mit den Nummern 2024‑120 und 2020‑1266,
die im Zusammenhang mit „Influencing“ und Kindern stehen (vgl.
Antwort zu Frage 14 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Frage?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung dieser Frage, und wann ist mit
Ergebnissen zu rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Positionen wurden im Rahmen dieses Prüfprozesses bereits
verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
14. Wie genau gestaltet sich die Prüfung der Auffassung der Bundesregierung
zur Fragestellung, ob die Veröffentlichung von Fotos oder Informationen
(durch Eltern) in sozialen Netzwerken, welche die Identifizierung eines
Kindes ermöglichen, grundsätzlich zu unterlassen ist (vgl. Antwort zu
Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Frage?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung dieser Frage, und wann ist mit
Ergebnissen zu rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Positionen wurden im Rahmen dieses Prüfprozesses bereits
verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
15. Wie genau gestaltet sich die Prüfung der Auffassung der Bundesregierung,
ob es beim Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) Nachbesserungen
bedarf, um das „Influencing“ besser zu adressieren (vgl. Antwort zu
Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Frage?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung dieser Frage, und wann ist mit
Ergebnissen zu rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Positionen wurden im Rahmen dieses Prüfprozesses bereits
verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
16. Wo identifiziert die Bundesregierung konkret den Nutzen von Schulen
und Bibliotheken in ihrer Struktur, um in besonderem Maße die Breite der
Gesellschaft zu erreichen und so zur Sensibilisierung zum Thema
„Medienkompetenz von Kindern und Eltern“ beitragen zu können (vgl. Antwort
zu Frage 22 auf Bundestagsdrucksache 21/3920; bitte ausführen)?
17. Gibt es hierzu nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr 2026
Förderprogramme, für die sich explizit Bibliotheken und Schulen bewerben
können?
a) Wenn ja, welche?
b) Wenn nein, warum nicht?
18. Welche Möglichkeiten, um Eltern und die Gesellschaft für das Thema
„Folgen des ‚Sharentings‘ und ‚Kinder-Influencings‘“ zu sensibilisieren,
werden von der Bundesregierung geprüft (vgl. Antworten zu den
Fragen 25 und 26 auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Möglichkeiten?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung, und wann ist mit Ergebnissen zu
rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Möglichkeiten und Optionen wurden im Rahmen dieses
Prüfprozesses bereits verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
19. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung in Bezug auf die
Verbreitung KI-generierter Bilder von Minderjährigen im Zusammenhang mit
Deepfakes und Deep Nudes vor (vgl. Antwort zu Frage 27 auf
Bundestagsdrucksache 21/3920; bitte ausführen)?
20. Wie genau gestaltet sich die Prüfung der Positionierung der
Bundesregierung zur Verwendung von digitalen Bildinhalten Minderjähriger zur
Entwicklung und zum Training von KI-Systemen (vgl. Antwort zu Frage 30
auf Bundestagsdrucksache 21/3920)?
a) Seit wann prüft die Bundesregierung diese Frage?
b) Wie lautet der Zeitplan zur Prüfung, und wann ist mit Ergebnissen zu
rechnen?
c) Durch welches Bundesministerium bzw. welche Bundesministerien
erfolgt die Prüfung (bitte auch beteiligte Abteilungen aufführen)?
d) Welche Positionen wurden im Rahmen dieses Prüfprozesses bereits
verworfen, und welche werden weiterbearbeitet?
Berlin, den 29. April 2026
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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