Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Arbeit für Frieden und Versöhnung sicherstellen - Generationen verbinden (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/569)
Text
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Arbeit für Frieden und Versöhnung sicherstellen - Generationen verbinden (Beschlussempfehlung und Bericht zu Drs. 21/569)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1589
21. Wahlperiode 10.09.2025
Beschlussempfehlung und Bericht
des Ausschusses für Kultur und Medien (22. Ausschuss)
zu dem Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD
– Drucksache 21/569 –
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Arbeit für Frieden und
Versöhnung sicherstellen – Generationen verbinden
A. Problem
Seit mehr als 100 Jahren leistet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
e. V. nach Meinung der antragstellenden Fraktionen eine wertvolle Arbeit für
Deutschland und einen bedeutenden Beitrag zur Aussöhnung und
Völkerverständigung in Europa. Der Volksbund sei einer der wichtigsten nationalen Träger des
Gedenkens und der Erinnerungskultur im In- und Ausland. Doch 80 Jahre nach
Ende des Zweiten Weltkrieges sei diese Arbeit aufgrund sinkender
Spendenakquise sowie seit Jahren stagnierender bundesstaatlicher Projektförderung
substanziell gefährdet.
B. Lösung
Die Antragsteller fordern die Bundesregierung auf, im Rahmen der zur Verfügung
stehenden Haushaltsmittel den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
bei seiner Arbeit angemessen zu unterstützen und nennen diesbezüglich acht
Punkte für den Bereich der Auslandsarbeit und sechs Punkte für den Bereich der
Inlandsarbeit.
Annahme des Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD
und SPD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
und Die Linke.
C. Alternativen
Wurden nicht erörtert.
D. Kosten
Wurden nicht erörtert.
Beschlussempfehlung
Der Bundestag wolle beschließen,
den Antrag auf Drucksache 21/569 anzunehmen.
Berlin, den 10. September 2025
Der Ausschuss für Kultur und Medien
Sven Lehmann
Vorsitzender
Dr. Ottilie Klein
Berichterstatterin
Dr. Götz Frömming
Berichterstatter
Nancy Faeser
Berichterstatterin
Katrin Göring-Eckardt
Berichterstatterin
David Schliesing
Berichterstatter
Bericht der Abgeordneten Dr. Ottilie Klein, Dr. Götz Frömming, Nancy Faeser, Katrin
Göring-Eckardt und David Schliesing
I. Überweisung
Der Deutsche Bundestag überwies den Antrag auf Drucksache 21/569 in seiner 14. Sitzung am 26. Juni 2025 zur
federführenden Beratung an den Ausschuss für Kultur und Medien sowie zur Mitberatung an den Auswärtigen
Ausschuss, den Haushaltsausschuss und den Verteidigungsausschuss.
II. Wesentlicher Inhalt der Vorlage
Seit mehr als 100 Jahren leistet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. mit seinen über 500
hauptamtlichen und zahllosen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach Meinung der antragstellenden
Fraktionen eine wertvolle Arbeit für Deutschland und einen bedeutenden Beitrag zur Aussöhnung und
Völkerverständigung in Europa. Der Volksbund sei einer der wichtigsten nationalen Träger des Gedenkens und der
Erinnerungskultur im In- und Ausland. Mit seiner friedenspädagogischen Arbeit, die jährlich über 30.000
Jugendliche in Deutschland und in Europa erreiche, sorge der Volksbund für den Erhalt demokratischer Werte.
Die Vorlage beschreibt die zwei Säulen der Kriegsgräberfürsorge (an den Grabstätten sowie die Gedenk- und
Erinnerungsarbeit), hebt ihre Bedeutung – auch angesichts des Russland-Ukraine-Krieges – für eine friedliche
Zukunft hervor, benennt die Grundlagen der Arbeit, geht auf Zuständigkeiten sowie die bisherige Unterstützung
der Bundesregierung ein und benennt Handlungsbedarf (z. B. Instandsetzungsstau, fehlende digitale zentrale
Erfassung aller Anlagen und der darauf bestatteten deutschen und ausländischen Kriegstoten).
Laut der Vorlage sei 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Arbeit des Volksbundes aufgrund sinkender
Spendenakquise sowie seit Jahren stagnierender bundesstaatlicher Projektförderung substanziell gefährdet. Die
Antragsteller fordern die Bundesregierung daher auf, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel
den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. bei seiner Arbeit im Ausland und im Inland angemessen zu
unterstützen und nennen diesbezüglich acht Punkte für den Bereich der Auslandsarbeit und sechs Punkte für den
Bereich der Inlandsarbeit.
Bei der Auslandsarbeit solle beispielsweise die Kriegsgräberfürsorge die Kriegstoten nach denselben Kriterien
umfassen, wie dies im Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft der Fall
sei. Zusätzlich seien die Kriegsgräber des deutsch-französischen Krieges von 1870/1871 angemessen zu
berücksichtigen.
Für den Bereich Inlandsarbeit fordern die Antragsteller die Bundesregierung beispielsweise auf, für das Gebiet
der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Kooperation zwischen Volksbund und Hochschulen ein
zentrales digitales Verzeichnis aller Kriegsgräberstätten und der auf ihnen bestatteten Kriegstoten anzulegen, zu
pflegen und öffentlich zugänglich zu machen. Weiterhin solle der Volksbund etwa in seiner Fähigkeit unterstützt
werden, internationale Auskunfts- und Hilfeersuche bei Nachforschungen zu Kriegsgräbern zu beantworten.
III. Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse
Der Auswärtige Ausschuss empfahl in seiner 6. Sitzung am 10. September 2025 Annahme des Antrags mit den
Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD bei Stimmenthaltung der Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und Die Linke.
Der Haushaltsausschuss empfahl in seiner 15. Sitzung am 10. September 2025 Annahme des Antrags mit den
Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, AfD, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der
Fraktion Die Linke.
Der Verteidigungsausschuss empfahl in seiner 6. Sitzung am 10. September 2025 Annahme des Antrags mit den
Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, AfD, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Stimmenthaltung der
Fraktion Die Linke.
IV. Beratungsverlauf und Beratungsergebnisse im federführenden Ausschuss
Der Ausschuss für Kultur und Medien empfahl in seiner 5. Sitzung am 10. September 2025 Annahme des
Antrags mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, AfD und SPD bei Stimmenthaltung der Fraktionen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke. Zum Verlauf der Diskussion wird auf die Aufzeichnung der Sitzung
in der Mediathek des Deutschen Bundestages sowie auf das Protokoll verwiesen.
Berlin, den 10. September 2025
Dr. Ottilie Klein
Berichterstatterin
Dr. Götz Frömming
Berichterstatter
Nancy Faeser
Berichterstatterin
Katrin Göring-Eckardt
Berichterstatterin
David Schliesing
Berichterstatter
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ISSN 0722-8333]
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