Prozess gegen Maja T. und Mitglieder der sogenannten Hammerbande in Ungarn und die Rolle der deutschen Politik
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Prozess gegen Maja T. und Mitglieder der sogenannten Hammerbande in Ungarn und die Rolle der deutschen Politik
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1470
21. Wahlperiode 03.09.2025
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Beatrix von Storch, Jan Wenzel Schmidt, Gerold Otten,
Dr. Anna Rathert, Gereon Bollmann, Knuth Meyer-Soltau, Sascha Lensing, Peter
Bohnhof, Dr. Christoph Birghan, Ulrich von Zons, Tobias Matthias Peterka,
Christoph Grimm, Thomas Fetsch, Sascha Lensing und der Fraktion der AfD
Prozess gegen Maja T. und Mitglieder der sogenannten Hammerbande in Ungarn
und die Rolle der deutschen Politik
Maja (vormals Simeon) T. und Komplizen sollen für schwere Gewalttaten
gegen Menschen, die sie für Rechtsextremisten hielten, verantwortlich sein und
stehen deswegen in Ungarn vor Gericht. „Deswegen wirft ihm auch der
deutsche Generalbundesanwalt die »Mitgliedschaft in einer kriminellen
Vereinigung sowie gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen« vor“ (vgl. https://jun
gefreiheit.de/politik/deutschland/2025/trotz-neuen-schweren-verdachts-haelt-di
e-politik-weiter-zu-maja-t/). Mehrere Parlamentarier der Fraktionen von SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke reisten nach Ungarn, um ihre
Solidarität mit den nach Auffassung der Fragesteller linksextremistischen
mutmaßlichen Straftätern zu bekunden (ebd.). Der Bundesminister des
Auswärtigen Dr. Johann Wadephul (CDU; vgl. https://jungefreiheit.de/politik/deutschlan
d/2025/wadephul-will-simeon-t-bessere-haftbedingungen-verschaffen/) setzte
sich ebenfalls für erleichterte Haftbedingungen für Maja T. ein.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. In wie vielen Fällen wurden bzw. werden unter außenpolitischen
Gesichtspunkten strafrechtlich Verfolgte mit finanzieller Unterstützung der
Bundesrepublik Deutschland seit 2025 in welchen Staaten mit welchem
Ergebnis von ihren Rechtsbeiständen vertreten (vgl. Haushaltstitel
05 11 526 01-011, Einzelplan 05 des Bundeshaushalts,
Bundestagsdrucksache 21/500, ab S. 443; bitte auch nach den Gründen der „Verfolgung“
aufschlüsseln und angeben, welche Prozesskosten bzw. sonstigen Kosten
hierfür angefallen sind)?
2. Fallen hierunter (vgl. Frage 1) auch die Kosten für die deutschen
mutmaßlich linksextremistischen Angeklagten der Hammerbande in Ungarn an,
und wenn ja, wie hoch sind diese (vgl. https://rsw.beck.de/aktuell/daily/m
eldung/detail/duesseldorf-linksextremisten-anklage-auslieferung-
ungarnmaja-t)?
3. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, durch wen die
Kundgebung sowie das Aktionscamp für Maja T. vor dem Auswärtigen
Amt organisiert und durchgeführt wurde bzw. wird, und wenn ja, welche
Informationen sind dies (Organisationen; vgl. https://taz.de/Solidarisierun
g-mit-Maja-T-in-Berlin/!6097335/ sowie www.jungewelt.de/artikel/50366
2.demo-f%C3%BCr-maja-t-vor-dem-ausw%C3%A4rtigen-amt.html)?
4. Wenn die Frage 3 bejaht wurde, werden einzelne Organisationen, die die
Kundgebung oder das Aktionscamp für Maja T. durchführten bzw. an ihr
bzw. ihm teilnahmen, von der Bundesregierung finanziell gefördert, wenn
ja, welche, seit wann, und mit welchen Beträgen?
5. Wenn Frage 3 bejaht wurde, werden einzelne Organisationen, die die
Kundgebung für Maja T. bzw. das Aktionscamp durchführten bzw. an ihr
bzw. ihm teilnahmen, von der Bundesregierung als linksextremistisch
eingestuft, und wenn ja, welche?
6. Hat die Bundesregierung eigene oder fremde Erkenntnisse über mögliche
Folter gegen Maja T. oder andere Angeklagte, und wenn ja, welche (vgl.
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2025/trotz-neuen-schweren-ver
dachts-haelt-die-politik-weiter-zu-maja-t/)?
7. Haben Vertreter der Bundesregierung sich mit Vertretern der Opfer der
sogenannten Hammerbande getroffen oder ihnen ihr Bedauern ausgedrückt,
wenn ja, wer, und wann (vgl. https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2
025/trotz-neuen-schweren-verdachts-haelt-die-politik-weiter-zu-maja-t/)?
8. Gab oder gibt es andere Fälle (neben dem Einsatz für Maja T.), in denen
sich die Bundesregierung für bessere Haftbedingungen und
Hafterleichterungen eingesetzt hat, wenn ja, wann, und welche (vgl. https://jungefreihei
t.de/politik/deutschland/2025/trotz-neuen-schweren-verdachts-haelt-die-p
olitik-weiter-zu-maja-t/; bitte seit 2021 aufschlüsseln)?
9. Gab oder gibt es Fälle, in denen sich ausländische Staaten für nach ihrer
Auffassung politische Gefangene in der Bundesrepublik Deutschland
einsetzten oder einsetzen, wenn ja, wann, und welche (bitte seit 2021
aufschlüsseln)?
10. Hat sich die Bundesregierung zu der Aufforderung einiger linker
Parlamentarier, Maja T. für einen Prozess nach Deutschland zu holen, eine
Auffassung gebildet, und wenn ja, wie lautet diese (https://jungefreiheit.de/pol
itik/deutschland/2025/trotz-neuen-schweren-verdachts-haelt-die-politik-w
eiter-zu-maja-t/)?
11. Besteht nach Auffassung der Bundesregierung die Gefahr der weiteren
Radikalisierung der Unterstützerszene von Maja T., und wenn ja, wie will
die Bundesregierung dieser begegnen (vgl. https://jungefreiheit.de/politik/
deutschland/2025/wadephul-will-simeon-t-bessere-haftbedingungen-versc
haffen/)?
Berlin, den 26. August 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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