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Rede von Dr. Anja Reinalter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen

dip / rede 24.09.2026 · WP 21 · Original ↗

Teil von Protokoll der 96. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages · TOP 17a bis 17c: Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen.

Das Protokoll 21/96 liegt bei DIP nur als Vorabfassung vor: Der Text endet vor dem Schluss der Sitzung, zu Protokoll gegebene Reden fehlen in polradar (der endgültige Bericht war für den 29.09.2026 angekündigt). Vollständig im Plenarprotokoll (PDF) ↗.

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Text

Rede von Dr. Anja Reinalter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Endlich raus aus dem Elternhaus – Junge Menschen auf dem Wohnungsmarkt unterstützen Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Kennen Sie die Weltmeisterschaft der Berufe, die WorldSkills? Sie findet diese Woche in Shanghai statt. Da zeigen junge Fachkräfte, was sie draufhaben: vom Handwerk über Pflege und Gastro bis zur IT. Die deutschen Teams liefern dort übrigens richtig stark ab und stehen ganz oft auf dem Treppchen. Also: Chapeau und toi, toi, toi für die diesjährige Weltmeisterschaft! Wir drücken euch ganz fest die Daumen. Das ist die eine Seite der beruflichen Bildung in Deutschland. Die andere Seite beginnt etwas früher. Sie beginnt bei den Jugendlichen, die nicht so richtig wissen, welcher Beruf zu ihnen passt. Sie beginnt bei den Azubis, die in der Berufsschule sitzen und grübeln, wie sie ihre Miete bezahlen sollen. Sie beginnt bei denjenigen, die ihre Ausbildung selbstverständlich abschließen wollen, aber irgendwann hinschmeißen, weil ihnen die psychologischen Belastungen des Alltags zu viel werden und sie davon überrollt werden. Und sie beginnt auch in der Schule. Die aktuellen PISA-Ergebnisse zeigen, dass viel zu viele junge Menschen nicht mehr richtig lesen, rechnen und schreiben können. Aber genau das sind ja die Voraussetzungen für eine Ausbildung. Darum sind diese PISA-Ergebnisse verheerend für den Arbeitsmarkt. Wer über den Arbeitsmarkt spricht, muss auch über berufliche Bildung sprechen. Und genau das tun wir in unseren Anträgen. Denn wer über berufliche Bildung spricht, muss über passgenaues Matching, über Berufsorientierung, über bezahlbaren Wohnraum, über moderne Ausbildungszentren und natürlich auch über Kohle sprechen. Und das machen wir in unseren Anträgen. Es ist übrigens kein Zufall, dass wir die Anträge zum Studium und zur beruflichen Bildung nebeneinandergelegt haben; denn wir meinen es wirklich ernst mit der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. Wir fordern Sie auf, den DQR endlich zu verrechtlichen. Tun Sie das, was Sie in den Koalitionsvertrag geschrieben haben. Oder wie viele Jahre wollen Sie die Umsetzung noch prüfen? Wir jedenfalls erwarten gespannt die Ergebnisse und freuen uns auf die Beratungen. Vielen Dank.

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