polradar

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

lobbyregister / register_entry 01.03.2022 · Original ↗

Im Graph öffnen

Text

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung Unter anderem, im Rahmen der Nationalen Herz-Allianz (ehemals NHKS) setzt sich die DGK für die politische Priorisierung kardiovaskulärer Erkrankungen – der führenden Todesursache in Deutschland – ein. Ziel ist die Förderung von Prävention und Früherkennung sowie die Überführung erfolgreicher Pilotprojekte, beispielsweise zur familiären Hypercholesterinämie und Herzinsuffizienz, in die Regelversorgung. Durch einen kontinuierlichen Dialog mit Entscheidungsträgern und -trägerinnen, fundierten Stellungnahmen und fachlicher Beratung bei Gesetzgebungsverfahren bringt die DGK ihre wissenschaftliche Expertise ein. Schwerpunkte bilden zudem u. a. Awareness, Versorgungsforschung, digitale Infrastruktur und Verbesserung der Rahmenbedingungen für Grundlagen-, translationale und klinische Forschung. Interessenbereiche: Gesundheitsförderung; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Gesundheitsversorgung; Sonstiges im Bereich "Gesundheit" Regelungsvorhaben: - Sicherung der Versorgungsqualität von Patient:innen: Der vorliegende Referentenentwurf enthält Verschärfungen der NRW-Systematik im Hinblick auf Kooperationen, die möglicherweise zu einer Verschlechterung und Gefährdung der Herzinfarktversorgung in Deutschland führen könnten. Zugunsten der Umsetzbarkeit im Klinikalltag und des Erhalts einer guten Notfallversorgung in Ballungsgebieten, wie im ländlichen Raum, wurden Vorschläge formuliert. - Förderung der med. Ausbildung: Der vorliegende Referentenentwurf adressiert viele Punkte. Die Gesundheitsversorgung zu stärken, durch Förderung der Ausbildung von mehr Medizinern, im hausärztlichen, wie im fachärztlichen Bereich wird vermisst. Die Ausweitung der Stellungnahmerechte für Fachgesellschaften wird begrüßt. - Ernährungsstrategie der Bundesregierung: Unterstützung der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) SG2406130096 DANK setzt sich im Rahmen der Ernährungsstrategie der Bundesregierung für verbindliche Maßnahmen der Verhältnisprävention ein und spricht sich daher für steuerliche Maßnahmen, konkret eine Herstellerabgabe auf gesüßte Getränke, aus. Im Gegenzug sollen Obst, Gemüse und Hülsenfürchte von der Mehrwertsteuer befreit werden. Diese Regelung fehlt in der Ernährungsstrategie. DANK möchte Nachbesserungen erreichen. Verankert werden sollen auch verbindliche Regelungen zum Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung. - DANK-Kommentar: Werbeschranken für Ungesundes können Gesundheitskosten einsparen: Unterstützung der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) SG2406130094 Regulierung von an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel und Getränke Die Lebensmittelindustrie bewirbt fast ausschließlich ungesunde Nahrungsmittel, die viel Zucker, Fett oder Salz enthalten und die Entstehung von Übergewicht fördern. Da die Ernährungsgewohnheiten in Kindheit und Jugend geprägt und dann zu einem hohen Grad im Erwachsenenalter beibehalten werden, versucht die Lebensmittelindustrie, Kinder als Kunden von morgen mit Hilfe spezieller Kinderprodukte und entsprechender Werbung frühzeitig an Marken und Produkte zu binden. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie haben sich als wirkungslos erwiesen. Daher sind verpflichtende Regelungen nötig. - Sicherstellung einer hochwertigen Notfallversorgung betr. des Ref.Entw. des BMG Notfall-Gesetz: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) erachtet den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur Neuregelung der Notfallversorgung als grundsätzlich sinnvoll und notwendig. Dennoch bedarf es einer fachlichen Anpassung sowie einer finanziell realistischen Ausgestaltung um eine evidenzbasierte und nachhaltig finanzierte Notfallversorgung sicherzustellen bei der die Patientensicherheit im Fokus steht. - Qualität der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie des Gesundheitssystems sichern bei gleichzeitiger Gewährleistung des Tierschutz: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) begrüßt ausdrücklich die Bestrebungen zur Stärkung des Tierschutzes. Die Novellierung des § 28a stärkt damit den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland und trägt gleichzeitig dazu bei, die Qualität der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie des Gesundheitssystems zu sichern und den Tierschutz zu gewährleisten. - Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie Forschung: Zusammenbringung namhafter Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Sektoren , um gemeinsam innovative Konzepte für die Herzmedizin der Zukunft zu diskutieren. - Arzneimittel-Nutzenbewertungsverordnung - Verbesserung der Bedingungen und Möglichkeiten zur Beteiligung: Verbesserung der Bedingungen und Möglichkeiten zur Beteiligung der med. Fachgesellschaften in den betreffenden Verfahren zur Nutzenbewertung. - Nationale Herz-Kreislauf-Gesundheitsstrategie im Regierungsprogramm: Appell, die Prävention, Früherkennung und auch die Versorgung kardiovaskulärer Erkrankungen im Koalitionsvertrag zu berücksichtigen und eine Nationale Herz-Kreislauf-Gesundheitsstrategie zu etablieren. - Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie Forschung: Die DGK fordert eine bessere Verzahnung von DiGA und Telemedizin. - Verbesserung der kardiologischen Forschung, u.a. durch bessere Nutzbarkeit von Daten: Ein Ziel der DGK ist die Forschungslandschaft in der Kardiologie durch den Ausbau von Registern und die bessere Nutzbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten nachhaltig zu stärken. - Stärkung längfristigere Bewertung von Aortenklappenprothesen: Unterstützung der Einschätzung des BMG zur Verlängerung der Aussetzung der Vergütungsminderung bei implantatbezogenen Maßnahmen mit Endoprothesen an Hüfte und Knie sowie mit Aortenklappen über den 30. Juni hinaus. Längerfristige Bewertungen über die Krankenkassendaten hinaus, auch die Einbeziehung weiterer med. Daten werden ebenfalls als notwendig erachtet. - Bewertungen zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG): Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie plädiert nachdrücklich für eine Regelung der sektorengleichen Vergütung (Hybrid-DRGs) innerhalb des KHAG. - Zustimmung der Stärkung von Medizinregistern und zur Verbesserung der Medizinregisterdatennutzung: Die DGK ist für eine Stärkung von Medizinregistern und Verbesserung der Medizinregisterdatennutzung - Positionierung zu Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Pflegekompetenz Pflegekompetenzgesetz PKG: Insgesamt erkennen wir in dem Gesetz wertvolle Impulse für eine zukunftsfähige Pflege. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, empfehlen wir jedoch eine konsequente Weiterentwicklung in den Bereichen Digitalisierung, Prävention und interprofessioneller Zusammenarbeit – mit starker Einbindung der akademischen Pflege. - Nachhaltige finanzielle Stabilisierung der GKV unter Vermeidung von Unterfinanzierung und Ausbau der Bürokratie: Ziel des Regelungsvorhabens ist es, die finanzielle Stabilisierung der GKV sicherzustellen, dabei jedoch eine strukturelle Unterfinanzierung sowie zusätzliche Bürokratie und Versorgungsverschlechterungen zu vermeiden, indem Vergütungsmechanismen, Prüf- und Steuerungsinstrumente sowie neue Abrechnungsmodelle so ausgestaltet werden, dass sie Kostenrealitäten, medizinischen Fortschritt und eine bedarfsgerechte Patientenversorgung angemessen berücksichtigen. - Einordnung der digitalen Innovationen im Gesundheitswesen: Einordnung der vielfältigen Änderungen und Anpassungen hinsichtlich Abbildbarkeit im Versorgungsalltag - Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie Forschung: Die DGK unterstützt die im 3. Referentenentwurf formulierte Einführung des dgMP und des eMP nach-drücklich als Meilenstein für die Arzneimitteltherapiesicherheit. Gleichzeitig appellieren wir, die spezifischen Datenflüsse der apparativen und telemedizinischen Kardiologie nicht aus den Augen zu verlieren und die fachliche Expertise der Ärzteschaft strukturell in die IOP-Governance zu integrieren. - Förderung wissenschaftlicher Karrieren und der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Universitätsmedizin: Die Zielsetzung des Referentenentwurfs, die Beschäftigungsbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen zu verbessern, wird ausdrücklich begrüßt. Besonderen Diskussionsbedarf sehen wir hinsichtlich der vorgesehenen Neuregelungen für die Universitätsmedizin. Die Abschaffung der bisherigen medizinischen Sonderregelung im WissZeitVG und die stärkere Verlagerung ärztlicher Qualifizierungswege in das Gesetz über befristete Arbeitsverträge mit Ärzten und Ärztinnen in der Weiterbildung (ÄArbVtrG) bedürfen einer besonderen Prüfung. Die Karrierewege in der Universitätsmedizin unterscheiden sich wesentlich von denen anderer Fachgebiete. Eine Sonderregelung die dem Rechnung trägt ist uns wichtig. - Sicherung der Patientensicherheit durch bundeseinheitliche und qualitätsgesicherte Anerkennungsverfahren: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) unterstützt ausdrücklich das Vorhaben, die Anerkennungsverfahren für ausländische Ärztinnen und Ärzte zu beschleunigen, um dem akuten Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitssystem effektiv zu begegnen. Die Motivation liegt darin, bürokratische Verzögerungen von bis zu 12 Monaten abzubauen, ohne dabei jedoch Abstriche bei den hohen fachlichen und sprachlichen Standards zu machen. Das übergeordnete Ziel ist es, eine qualifizierte, rechtssichere und bundeseinheitliche Überprüfung der Kompetenzen zu garantieren, um die gewohnte Behandlungsqualität und die Patientensicherheit auf europäischem Niveau lückenlos zu wahren. - Unterstützung Bürokratieabbau sowie Digitalisierung des Strahlenschutzrechts: Grundsätzlich wird das Vorhaben unterstützt. Bei einigen Punkten sehen wir aber noch Anpassungsbedarf. Es fehlt u.a. der ausreichende Abgleich zum Arzthaftrecht. Ergänzung fehlender Aspekte, wie die der Telematikinfrastruktur und direkter med. Befundaustausch zwischen Kliniken, neue vereinfachte Übertragungswege zum sicheren medizinischen Datenaustausch.

Relationen

Keine Relationen.