Rechtsextreme Jugendstrukturen im Umfeld der Partei "Die Heimat" und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationalisten"
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Rechtsextreme Jugendstrukturen im Umfeld der Partei "Die Heimat" und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationalisten"
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6639
21. Wahlperiode 24.06.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Marlene Schönberger, Dr. Irene Mihalic, Dr. Konstantin von
Notz, Schahina Gambir, Marcel Emmerich, Nyke Slawik, Lukas Benner, Lamya
Kaddor, Dr. Andrea Lübcke, Claudia Müller und der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
Rechtsextreme Jugendstrukturen im Umfeld der Partei „Die Heimat“ und ihrer
Jugendorganisation „Junge Nationalisten“
Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig,
bezeichnet den Rechtsextremismus als „die größte Gefahr, die Deutschland von
innen droht“ (www.tagesschau.de/inland/regional/razzia-gegen-rechtsextreme-j
ugendorganisationen-auch-im-norden,rechtsextremismus-174.html). Im Jahr
2025 wurden so viele rechtsmotivierte Gewalttaten registriert wie zuletzt im
Jahr 2016 (www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-05/rechte-gewalt-
bkamecklenburg-vorpommern-gxe). Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft
beobachten insbesondere seit 2024 einen Zuwachs aktionsorientierter
rechtsextremer Jugendgruppen, die sowohl im digitalen Raum als auch auf der Straße
sichtbar auftreten (www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/rechtsexterme-jug
endgruppen-verfassungsschutz-radikalisierung-queerfeindlichkeit-100.html).
Häufig treten diese Gruppen im Kontext von Demonstrationen gegen
Christopher-Street-Days (CSD), durch Hetze, Einschüchterungen und durch
Gewalt- und Bedrohungshandlungen, insbesondere gegen queere, linke,
migrantische, jüdische und muslimische Personen, in Erscheinung.
Die Bundesregierung beschreibt die rechtsextremen Jugendgruppen als
„gewaltorientiert“ (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/1990, S. 3). Diese geraten zunehmend ins Visier
staatlicher Exekutivmaßnahmen: Nach Festnahmen von Mitgliedern der
„Sächsischen Separatisten“ und der „Letzten Verteidigungswelle“ gab es am 6. Mai
2026 bundesweite Großrazzien gegen die Jugendgruppen „Deutsche Jugend
Voran“ (DJV) (auch bekannt als „Neue Deutsche Welle“) und „Jung und Stark“
(JS) (www.tagesschau.de/inland/regional/razzia-gegen-rechtsextreme-jugendor
ganisationen-auch-im-norden,rechtsextremismus-174.html). Der Dresdner
Ortsgruppe „Elblandrevolte“ der „Jungen Nationalisten“ (JN), die
Jugendorganisation der Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD), wird vorgeworfen, am
Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke im Mai 2024 beteiligt
gewesen zu sein (https://jungle.world/artikel/2026/06/rechtsextremismus-dritte
r-weg-die-heimat-nachwuchs-mit-schlagkraft).
Laut der Bundesregierung stellen diese rechtsextremen Jugendgruppen einen
„naheliegenden Rekrutierungspool“ für etablierte rechtsextremistische
Strukturen dar (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/1990, S. 13). Die Szene verbinde dabei „Spaß, Freizeit und
extrem rechte Ideologie“ zu einer „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ (https://jung
le.world/artikel/2026/06/rechtsextremismus-dritter-weg-die-heimat-
nachwuchsmit-schlagkraft). „Die Heimat“ und JN spielen in diesem Zusammenhang eine
zentrale Rolle. Die Bundesregierung verweist auf die Vernetzung und
Kooperation zwischen Gruppierungen wie DJV, JS und „Der Störtrupp“ (DST) mit der
Partei „Die Heimat“ und JN insbesondere in Berlin, Nordrhein-Westfalen und
Sachsen-Anhalt (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 21/1990, S. 13). Mitglieder rechtsextremer
Jugendgruppen treten zunehmend etablierten rechtsextremistischen Parteien, darunter „Die
Heimat“ und „Der III. Weg“, sowie deren Jugendorganisationen bei (https://jun
gle.world/artikel/2026/06/rechtsextremismus-dritter-weg-die-heimat-nachwuch
s-mit-schlagkraft; https://taz.de/Durchsuchungen-in-zwoelf-Bundeslaendern/!6
176706/). „Die Heimat“ versteht sich laut Medienberichten als „Dachverband“
für rechtsextreme Jugendgruppen und plant die Einbindung von DJV-
Mitgliedern in Wahlkampfaktivitäten (www.morgenpost.de/berlin/article41099
4377/deutsche-jugend-voran-soll-in-neonazi-wahlkampf-eingebunden-werde
n.html). Medienberichten zufolge stellt „Die Heimat“ rechtsextremen
Jugendgruppen Parteibüros, Lautsprecherwagen und organisatorische Unterstützung
zur Verfügung (https://jungle.world/artikel/2026/06/rechtsextremismus-dritter-
weg-die-heimat-nachwuchs-mit-schlagkraft). Die Bundesregierung bestätigte,
dass in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ eine „Rechtsschulung“ für
Mitglieder der DJV durchgeführt wurde (Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/1990, S. 14). Laut
Medienberichten steht die Parteizentrale in Berlin-Köpenick im Mai 2026 zum Verkauf
(https://taz.de/Nazis-verkaufen-Parteizentrale/!6176582/).
Zudem lässt sich erkennen, dass rechtsextremistische Gruppierungen Parteien
gründen oder sich an sie anbinden, um sich vor staatlichen
Exekutivmaßnahmen zu schützen. So hat sich die von einem Verbot bedrohte, gesichert
rechtsextremistische „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD) 2024 als Partei neu
organisiert (https://table.media/berlin/news/identitaere-bewegung-wie-die-recht
sextremen-einem-vereinsverbot-entgehen). Die Auflösung der „Jungen
Alternative“ und anschließende Gründung der „Generation Deutschland“ als
rechtlich unselbstständige Jugendorganisation der „Alternative für Deutschland“
begründen Führungspersonen „primär mit dem Schutz der Jugendorganisation vor
staatlichen Exekutivmaßnahmen“ (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/3930, S. 6).
Die zunehmende Verzahnung etablierter rechtsextremer Parteien mit neuen
aktionsorientierten Jugendmilieus sowie Versuche der strategischen Nutzung des
Parteienprivilegs zur Umgehung staatlicher Sanktionsmaßnahmen werfen aus
Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller erhebliche sicherheitspolitische
Fragen auf.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie bewertet die Bundesregierung die Entwicklung von
aktionsorientierten rechtsextremen Jugendgruppen und die Verbreitung rechtsextremer
Einstellungen, auch unter Kindern und Jugendlichen, insbesondere im
Hinblick auf Radikalisierungspotenziale, Gewaltorientierung,
Rekrutierungsstrategien und mögliche Übergänge in rechtsterroristische sowie
parteigebundene rechtsextremistische Strukturen?
a) Welche Veränderungen beobachtet die Bundesregierung bezüglich
dieser Entwicklung innerhalb der letzten fünf Jahre?
b) Inwiefern passt die Bundesregierung die Finanzierung von
Präventions-, Beratungs- und Distanzierungsangeboten im Bereich
Rechtsextremismus an diese Entwicklung an?
2. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur Anzahl und regionalen Verteilung der Mitglieder von
„Die Heimat“ und den „Jungen Nationalisten“ für das Jahr 2025 (bitte
nach Bundesländern aufschlüsseln)?
a) Wie haben sich diese Zahlen seit 2020 jährlich entwickelt (bitte nach
Bundesländern aufschlüsseln), und welche Schlüsse zieht die
Bundesregierung aus dieser Entwicklung?
b) Inwiefern sieht die Bundesregierung eine Stärkung von „Die Heimat“
und den „Jungen Nationalisten“ durch die Integration von
(ehemaligen) Mitgliedern rechtsextremer Jugendgruppen?
3. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur Anzahl und geografischen Verbreitung von „Die
Heimat“ und „Junge Nationalisten“-Strukturen, Untergliederungen und
Immobilien (bitte nach Bundesländern und Landkreisen bzw. kreisfreien
Städten aufschlüsseln)?
4. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden seit 2023 zur Anzahl neu gegründeter rechtsextremer
Jugendgruppen, und in wie vielen Fällen bestehen Kontakte, personelle
Überschneidungen oder Kooperationen mit der Partei „Die Heimat“ und
den „Jungen Nationalisten“ (bitte nach Jahren, Gruppen und
Bundesländern aufschlüsseln)?
5. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur Anzahl gemeinsamer Demonstrationen,
Kundgebungen oder sonstiger öffentlicher Aktionen von „Die Heimat“ und den
„Jungen Nationalisten“ und rechtsextremen Jugendgruppen seit 2023 (bitte
nach Art der Aktivität, Jahr, Ort, Bundesland und beteiligten
Gruppierungen aufschlüsseln)?
6. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu Mobilisierungen, Demonstrationen, Kundgebungen
oder sonstigen öffentlichen Aktionen gegen Christopher-Street-Day-
Veranstaltungen durch rechtsextreme Gruppierungen seit 2023 (bitte nach
Art der Aktivität, Jahr, Ort, Bundesland, beteiligten Gruppierungen und
Anzahl der Teilnehmenden aufschlüsseln)?
7. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu Fällen, in denen nicht parteigebundene rechtsextreme
Jugendgruppen bei Demonstrationen unter Bannern, Symbolen oder
organisatorischer Führung der „Jungen Nationalisten“ oder „Die Heimat“
auftraten (bitte nach Jahr, Ort und Bundesland aufschlüsseln)?
8. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden dazu, dass rechtsextreme Jugendgruppen
Versammlungen über die Partei „Die Heimat“ und die „Jungen Nationalisten“
anmelden oder über deren Strukturen organisieren lassen, und in wie vielen
Fällen ist dies seit 2023 bekannt geworden (bitte nach Jahr, Ort und
Bundesland aufschlüsseln)?
9. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur strategischen Nutzung des Parteienprivilegs durch
Rechtsextreme in Deutschland zur Umgehung von staatlichen
Exekutivmaßnahmen, insbesondere zur Nutzung von Parteistrukturen als
organisatorischem Schutzraum für rechtsextreme (Jugend-)Gruppen (bitte alle
bekannten Fälle seit 2020 nach Jahr, Organisation und Bundesland
auflisten), und welche Bewertung und konkreten Maßnahmen leitet die
Bundesregierung hieraus ab?
10. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu Straftaten im Zusammenhang mit Veranstaltungen der
Partei „Die Heimat“ und den „Jungen Nationalisten“ sowie durch
Mitglieder der „Jungen Nationalisten“ und der Partei „Die Heimat“ seit 2023
(bitte nach Deliktart, Organisation, Jahr, Bundesland und Anzahl der
Tatverdächtigen aufschlüsseln)?
11. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur Altersstruktur der Mitglieder sowie Teilnehmerinnen
und Teilnehmer an Veranstaltungen, Demonstrationen, Schulungen oder
Treffen der „Jungen Nationalisten“ und der Partei „Die Heimat“,
insbesondere zum Anteil Minderjähriger (bitte nach Altersgruppen: unter
14 Jahre, 14 bis 17 Jahre, 18 bis 25 Jahre, ab 26 Jahre, Jahren und
Bundesländern aufschlüsseln)?
12. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu personellen Überschneidungen zwischen den „Jungen
Nationalisten“ bzw. der Partei „Die Heimat“ und der „Alternative für
Deutschland“ bzw. ihrer Jugendorganisation „Generation Deutschland“
(bitte nach Fallzahl, Art der Überschneidung und Bundesländern
aufschlüsseln)?
13. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu gemeinsamen Veranstaltungen, Demonstrationen oder
Kampagnen von Mitgliedern der „Alternative für Deutschland“ und ihrer
Jugendorganisation „Generation Deutschland“ bzw. ihrer
Vorgängerorganisation „Junge Alternative“ mit der Partei „Die Heimat“ und ihrer
Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ seit 2023 (bitte nach Jahr, Ort,
Bundesland und Anlass aufschlüsseln)?
14. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zur Nutzung sozialer Medien durch „Die Heimat“ und
„Junge Nationalisten“ und verbundene rechtsextreme Jugendgruppen
(z. B. Anzahl der Kanäle, Followerinnen- und Followerzahlen,
Reichweiten und Plattformen), und wie hat sich diese Nutzung seit 2020 entwickelt
(bitte nach Jahren, Plattformen und Gruppierungen aufschlüsseln)?
15. Welche und wie viele der seit 2023 gegründeten rechtsextremen
Jugendgruppen weisen nach Erkenntnissen der Bundesregierung direkte
organisatorische, personelle oder infrastrukturelle Verbindungen zur Partei „Die
Heimat“ oder den „Jungen Nationalisten“ auf (bitte nach Gruppierung, Art
der Verbindung und Bundesland aufschlüsseln)?
16. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu Versuchen der Partei „Die Heimat“ bzw. den „Jungen
Nationalisten“, rechtsextreme Jugendgruppen organisatorisch in eigene
Parteistrukturen zu integrieren, und in wie vielen Fällen ist dies seit 2023
bekannt (bitte nach Jahr, Bundesland und betroffener Gruppierung
aufschlüsseln)?
17. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden über die Anzahl von Parteieintritten von Mitgliedern
rechtsextremer Jugendgruppen in die Partei „Die Heimat“ und die
„Jungen Nationalisten“ seit 2023 (bitte nach Jahren, Bundesländern,
Altersgruppen: unter 14 Jahre, 14 bis 17 Jahre, 18 bis 25 Jahre, ab 26 Jahre,
Geschlecht und Herkunftsgruppierungen aufschlüsseln)?
18. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu Kampfsport- und Selbstverteidigungstrainings im
Umfeld der Partei „Die Heimat“ und „Junge Nationalisten“ seit 2020 und
zur Teilnahme von Mitgliedern rechtsextremer Jugendgruppen daran (bitte
nach Jahr, Altersgruppen: unter 14 Jahre, 14 bis 17 Jahre, 18 bis 25 Jahre,
ab 26 Jahre, Bundesland und Personenanzahl aufschlüsseln)?
19. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden zu strukturellen Rekrutierungsversuchen durch
rechtsextreme Jugendorganisationen und die „Generation Deutschland“,
insbesondere an Schulen und außerschulischen Aufenthaltsorten für Kinder und
Jugendliche wie Jugendzentren und Sportvereine (bitte nach
Bundesländern aufschlüsseln)?
20. Wie viele nicht vollstreckte Haftbefehle liegen aktuell gegen Personen
vor, die „Die Heimat“ und den „Jungen Nationalisten“ zugerechnet
werden?
21. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden über die aktuelle und zukünftige Strategie, insbesondere
eine mögliche geografische Verschiebung der Aktivitäten, von „Die
Heimat“ und den „Jungen Nationalisten“ im Zusammenhang mit dem
geplanten Verkauf der Parteizentrale in Berlin-Köpenick?
22. Welche Erkenntnisse haben die Bundesregierung und/oder die ihr
nachgeordneten Bundesbehörden oder nach Kenntnis der Bundesregierung die
Landesbehörden, ob und wie viele Personen, die der Partei „Die Heimat“
und den „Jungen Nationalisten“ zugerechnet werden, über
waffenrechtliche Erlaubnisse verfügen?
a) Wie viele solcher Erlaubnisse wurden in den letzten fünf Jahren
abgelehnt, zurückgenommen oder widerrufen?
b) Wie viele Personen, die der Partei „Die Heimat“ und den „Jungen
Nationalisten“ zugerechnet werden, besitzen Waffen oder Sprengstoff,
und wie viele und welche Waffen und Sprengstoff sind im Besitz?
23. Was wurde bei den bundesweiten Durchsuchungen am 6. Mai 2026 bei
Mitgliedern von „Deutsche Jugend Voran“ und „Jung und Stark“
festgestellt, insbesondere im Hinblick auf beschlagnahmte Waffen,
Explosivstoffe und Vermögenswerte (bitte nach Gruppenzugehörigkeit, Landkreis
bzw. kreisfreie Stadt sowie Anzahl und Art der Gegenstände
aufschlüsseln)?
a) Wie viele der bei den Durchsuchungen bei Mitgliedern von „Deutsche
Jugend Voran“ und „Jung und Stark“ am 6. Mai 2026 sichergestellten
Waffen wurden mit legaler Waffenerlaubnis besessen, wie viele ohne,
und welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die
Beschaffung illegaler Waffen und Explosivstoffe?
b) Hat die Auswertung der Beschlagnahmungen bei den in Frage 23
genannten Durchsuchungen bereits zu weiteren Tatverdächtigen oder
weiteren Durchsuchungen geführt, und wenn ja, in welchem Umfang?
Berlin, den 8. Juni 2026
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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