Luxusflüge besteuern - Klimaschutzlücke im Verkehr solidarisch angehen
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Luxusflüge besteuern - Klimaschutzlücke im Verkehr solidarisch angehen
[Antrag
der Abgeordneten Lisa Badum, Tarek Al-Wazir, Dr. Jan-Niclas Gesenhues, Julia
Schneider, Steffi Lemke, Harald Ebner, Swantje Henrike Michaelsen, Victoria
Broßart, Matthias Gastel, Dr. Armin Grau, Stefan Schmidt, Lisa Paus, Jamila
Schäfer, Sascha Müller, Karoline Otte und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Luxusflüge besteuern – Klimaschutzlücke im Verkehr solidarisch angehen
Der Bundestag wolle beschließen:
I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Im Verkehrssektor ist die Klimaschutzlücke aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse
besonders groß. Es besteht die Gefahr, dass Deutschland seine Klimaschutzziele nicht
einhalten kann, weil der Verkehrssektor im Gegensatz zu anderen Sektoren seine
Treibhausgasminderungsziele nicht erreicht. Dennoch hat die Bundesregierung nun
entschieden, einerseits das Deutschlandticket zu verteuern und andererseits die
Luftverkehrsteuer zu senken. Laut der „Global Solidarity Levies Task Force“ ist 1 Prozent
der Weltbevölkerung für etwa 50 Prozent der gesamten Emissionen des weltweiten
Flugverkehrs verantwortlich (https://solidaritylevies.org/app/uploads/2025/10/-
GSLTF_SolidarityLeviesCoaltion_A4_V6_2-10-2025_Single-Spread.pdf).
Außerdem ist ein Langstreckenflug in der First Class ungefähr neunmal so klimaschädlich
wie in der Economyclass, eine Reise im Privatjet verursacht sogar bis zu 80-mal so
hohe Emissionen.
Vor diesem Hintergrund hat die Weltgemeinschaft auf der Klimakonferenz kürzlich
genau die gegenteiligen Maßnahmen diskutiert (www1.wdr.de/nachrichten/steuern-lu-
xusfluege-klima-100.html). Eine internationale Allianz von Staaten, u. a. Frankreich,
Spanien und Kenia, setzt sich für die Besteuerung von Privatjets und Luxusflügen als
soziale Maßnahme und zur Generierung von Einnahmen für Klimaanpassung
und -resilienz ein (https://solidaritylevies.org/levies-on-premium-flyers-legal-hand-
book/). Deutschland sollte nicht dahinter zurückbleiben.
II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
der von Frankreich angeführten internationalen Allianz beizutreten, um mit einer
progressiven Ergänzung der Luftverkehrsteuer eine sozial gerechte Abgabe spezifisch auf
Privatjetflüge sowie Premium-Flugtickets einzuführen, damit CO2-Emissionen zu
reduzieren und Hunderte Millionen Euro Mehreinnahmen für den Staatshaushalt zu
ermöglichen.
Berlin, den 2. Dezember 2025
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
Deutscher Bundestag Drucksache 21/3035
21. Wahlperiode 02.12.2025
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ISSN 0722-8333]
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