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Bürgernähe der Bahn in Bayern (Antwort zu Drs. 21/7316)

dip / drucksache 10.08.2026 · WP 21 · 21/7548 · Antwort · Original ↗

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Bürgernähe der Bahn in Bayern (Antwort zu Drs. 21/7316) Deutscher Bundestag Drucksache 21/7548 21. Wahlperiode 10.08.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Nicole Gohlke, Luigi Pantisano, Jorrit Bosch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/7316 – Bürgernähe der Bahn in Bayern V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Die Deutsche Bahn AG (DB AG) gibt an, „Mobilität ist Teil der Daseinsvorsorge, eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe […] unsere Kernaufgabe als Bahn: Wir sind für das Land da“ (www.deutschebahn.com/d e/Deutsche-Bahn-Stabilitaetsanker-in-unsicheren-Zeiten--13870498). Der Service vor Ort aber verschlechtert sich: Zwischen 2010 und 2025 sank die Zahl der klassischen DB-Reisezentren in Bayern von 75 auf 46, während die Zahl der Fahrkartenautomaten allein seit 2020 von 1 305 auf 1 061 abgenommen hat (Antwort auf die Schriftliche Frage 79 auf Bundestagsdrucksache 21/664). 1. Wie hat sich die Anzahl der stationären Erwerbsmöglichkeiten für Fahrkarten für Züge der Deutschen Bahn AG in Bayern verändert (bitte den aktuellen Stand sowie für die vergangenen zehn Jahre die Anzahl der Ticketautomaten, Reisezentren, Video-Reisezentren, DB-Agenturen bzw. Reisebüros mit DB-Lizenz sowie sonstige stationäre Erwerbsmöglichkeiten angeben, wenn möglich nach Regierungsbezirken getrennt), und wie viele Verkehrsstationen der Deutschen Bahn AG in Bayern bieten keine stationären Erwerbsmöglichkeiten für Fahrkarten (bitte Anzahl und Anteil an der Gesamtzahl aller Verkehrsstationen in Bayern angeben sowie namentlich auflisten)? Nach Angaben der Deutschen Bahn AG (DB AG) stellt sich die Entwicklung der angefragten Vertriebskanäle in Bayern wie folgt dar. Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 20261 Reisezentren 67 66 64 63 63 63 62 54 50 50 46 46 Video- Reisezentren 9 13 15 23 26 28 32 30 33 40 41 41 Fahrkartenautomaten 1 384 1 376 1 356 1 351 1 319 1 305 1 246 1 236 1 118 1 090 1 061 1 028 Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr vom 10. August 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 20261 DB- Agenturen2 91 82 74 70 56 46 41 38 35 29 23 21 Reisebüros3 251 231 213 191 153 114 146 137 98 93 92 82 1 Stand Juli: 2026 2 Reisebüros mit DB-Lizenz mit verkehrsvertraglichen Verpflichtungen, die von Aufgabenträgern bestellte Vertriebsleistungen erbringen 3 Reisebüros mit DB-Lizenz ohne verkehrsvertragliche Verpflichtungen Die DB AG bietet derzeit an 576 von 1 071 bayerischen Verkehrsstationen eine stationäre Erwerbsmöglichkeit. Der Nahverkehrsmarkt ist ein Ausschreibungsmarkt, d. h. das Angebot an stationären Erwerbsmöglichkeiten der DB AG in Bayern spiegelt nicht die Versorgungslage im Bundesland wider, sondern nur die Perspektive des Unternehmens. Planung und Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs in Bayern werden von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) verantwortet, welche die dafür notwendigen Leistungen im Rahmen von Ausschreibungen vergibt. Gesamthafte Informationen, die eine Einschätzung auf Bundeslandebene zulassen, liegen nur der BEG vor. 2. Wie haben sich die Gesamtzahl sowie die kumulierte Gesamtlänge (in Streckenkilometern) der temporären Langsamfahrstellen im Schienennetz der DB AG im Bundesland Bayern jeweils zum Stichtag 31. Dezember der Jahre 2021, 2022, 2023, 2024, 2025 sowie zum aktuellen Stand 2026 entwickelt? 3. Wie viele dieser temporären Langsamfahrstellen in Bayern bestanden zum jeweiligen Stichtag bereits länger als sechs Monate, und welches sind die drei am längsten bestehenden temporären Langsamfahrstellen im bayerischen Netz (bitte jeweils Streckenabschnitt sowie Grund und Beginn der Einschränkung angeben)? Die Fragen 2 und 3 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Nach Angaben der DB AG ist die Entwicklung der Langsamfahrstellen nach Anzahl und Streckenlänge (sowie Angabe der La-Dauer > sechs Monate) in nachfolgender Tabelle dargestellt. Stichtag Anzahl davon länger als 6 Monate kumulierte Abschnittslänge in km Streckenanteil gesamt 31.12.2021  17  8  2 / 31.12.2022  86 24 67 1,1 Prozent 31.12.2023 121 56 69 1,1 Prozent 31.12.2024  91 42 37 0,6 Prozent 31.12.2025 101 26 74 1,2 Prozent Die drei langwierigsten Langsamfahrstellen stellen sich wie folgt dar: 1. Strecke 5507 Icking–Wolfratshausen (km 23,2 bis 23,6) Grund: instabiler Erdkörper Beginn der Einschränkung: 2. September 2021 Bestandsdauer zum Stichtag: vier Jahre zehn Monate 21 Tage 2. Strecke 5622 Kreuzstraße–Westerham (km 11,7 bis 11,9) Grund: Untergrundmangel Beginn der Einschränkung: 25. Juli 2023 Bestandsdauer zum Stichtag: drei Jahre elf Monate 29 Tage 3. Strecke 5444 Peiting Ost–Peißenberg (km 12,5 bis 13,2) Grund: instabiler Erdkörper Beginn der Einschränkung: 7. November 2023 Bestandsdauer zum Stichtag: zwei Jahre acht Monate 17 Tage 4. Wie ist der Stand des Programms „Stationsoffensive Bayern“ der Deutschen Bahn AG (bitte angeben, welche Haltepunkte planmäßig – also im Zeitplan und entsprechend der Kostenkalkulation – fertiggestellt wurden und welche Haltepunkte noch nicht, verspätet oder mit zusätzlichen Kosten fertiggestellt wurden; bitte ebenfalls die tatsächlichen für die DB AG angefallenen Gesamtkosten angeben)? Die von der DB AG zur Verfügung gestellten Angaben können der Anlage entnommen werden.* Die angefragten Informationen zu den Kosten für die einzelnen Maßnahmen stellen geschützte Geschäftsgeheimnisse der DB InfraGO AG dar. Die Offenlegung der Informationen kann das wirtschaftliche Handeln der DB InfraGO AG deutlich beeinträchtigen, erhebliche Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen und damit auch das fiskalische Interesse des Bundes beeinträchtigen. Die Veröffentlichung der Kosten je Projekt könnte die Integrität der mit den Maßnahmen zusammenhängenden Vergabeverfahren gefährden und den Marktteilnehmern Anhaltspunkte für die Preisgestaltung künftiger Ausschreibungen geben. Das kann Wettbewerbsnachteile für DB InfraGO AG bei künftigen Infrastrukturprojekten bewirken und zu deren Verteuerung führen. Unter Abwägung zwischen dem parlamentarischen Auskunftsanspruch einerseits und dem Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen andererseits sind die erbetenen Informationen als „VS-VERTRAULICH“ eingestuft und in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt.** 5. Wie hoch sind bzw. waren die notwendigen offenen Sanierungsinvestitionen der Deutschen Bahn AG in Bayern (bitte nach Brücken, Gleisen, Weichen und Stellwerken, Bahnhöfen und Sonstigem aufschlüsseln und jeweils den Anteil mit „kritischem Nachholbedarf“ angeben) aktuell und in den vergangenen fünf Jahren, und welche Investitionssummen sind derzeit für die nächsten drei Jahre in Bayern verplant (bitte Gesamtsumme nach Brücken, Gleisen, Weichen und Stellwerken, Bahnhöfen und Sonstigem aufschlüsseln)? Die von der DB AG zur Verfügung gestellten Angaben sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Investitionssummen für die nächsten drei Jahre sind aufgrund der aktuell nicht abgeschlossenen Planung nicht verfügbar. * Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/7548 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. ** Das Bundesministerium für Verkehr hat die Antwort als „VS-VERTRAULICH“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden. Tabelle: Region Süd Rückstauentwicklung 2020 bis 2025 Jahr 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Brücken 3 580,0 3 794,1 7 703,3 6 726,6 7 763,8 7 924,3 Bahnübergänge 214,0 220,9 368,0 333,9 436,4 456,9 Durchlässe 445,0 488,8 1 494,9 1 405,6 1 837,4 1 841,1 elektrische Weichenheizungen 0,0 0,0 0,0 0,0 56,3 40,3 Gleise 2 800,0 2 789,5 3 797,5 3 492,9 3 907,3 3 674,5 Gleichstromschiene 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Lärmschutzbauwerke 4,5 4,9 5,9 5,7 6,4 9,2 Leit- und Sicherungstechnik 709,0 488,1 1 843,6 2 572,1 3 323,1 3 458,0 Oberleitung 695,0 696,2 1 553,1 2 343,4 2 166,7 2 422,3 Serviceeinrichtungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 19,1 Stützbauwerke 31,4 45,5 48,5 47,0 67,4 69,7 Tunnel 19,6 24,8 28,7 46,5 77,4 101,9 Weichen 542,0 528,7 673,4 658,5 771,4 744,8 Gesamt 9 041 9 081 17 517 17 632 20 414 20 762 Werte in Mio. Euro 2020 und 2021 Istpreise 2022 und 2023 Preise Qualitätskennzahl Substanzwert 2020 2024 und 2025 Preise Qualitätskennzahl Substanzwert 2024 Der altersbedingte Nachholbedarf für notwendige offene Sanierungsinvestitionen beträgt mit Preisstand 2026 für die Bahnhöfe im Regionalbereich Süd aktuell ca. 3,2 Mrd. Euro, wobei zwei Drittel davon auf die Empfangsgebäude und ein Drittel auf die Verkehrsstationen entfallen. Im Zeitraum 2020 bis 2025 blieb der Nachholbedarf nahezu unverändert, d. h. der Status quo konnte über die vergangenen Jahre gehalten und der natürlichen Alterung entgegengewirkt werden. Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf die KA 21-7316 Maßnahme Teil der Rahmenvereinbarung Stationsoffensive Bayern IBN urspr * IBN neu STO Coburg-Beiersdorf Neubau Hp ja 2020 2020 STO Ittling Industriegeb. Neubau Hp-> Straubing Hafen ja 2019 2024 STO Marktoberdorf Nord Neubau Hp ja 2022 2025 STO Kaufbeuren Nord Neubau Hp -> Kaufbeuren-Haken ja 2022 vsl. 2029 STO Füssen-Venetianerwinkel Neubau Hp ja zwischenzeitlich abgebrochen; jetzt wieder Neuaufnahme des Projektes STO Kaufbeuren-Neugablonz Neubau Bstg ja 2024 offen STO Bischofswiesen-Winkl Neubau Hp ja 2021 offen; frühestens ab 2031 wg. Abh. zu Maßnahmen Wasserwirtschaftsamt STO Würzburg-Heidingsfeld West Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Oberreitnau Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Schlachters Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Hergensweiler Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Weissensberg Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Lindau-Aeschach Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Aschaffenburg Landratsamt Neubau Hp -> Aschaffenburg Ost nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Mainaschaff Nord Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 2 STO Bad Reichenhall Nord Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 4 STO Würzburg-Heidingsfeld Ost Neubau Hp nein, Änderung der Finanzierung nach Abschluss Lph 4 STO Ergolding Neubau Hp abgebrochen STO Weiden Nord Neubau Hp abgebrochen STO Weiden-Rehbühl Neubau Hp abgebrochen STO Weilheim Süd Neubau Hp abgebrochen STO Bodenmais Süd Neubau Hp abgebrochen STO Hof Mitte Neubau Hp abgebrochen * Die IBN und Kostendaten entsprechen teils einem Stand aus 2015. Hier liegen keiner genaueren Kenntnisse der Gegebenheiten vor Ort vor, noch wurden Abhängigkeiten zu Fahrwegmaßnamen berücksichtigt. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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