Lieferando (yd. yourdelivery GmbH)
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Lieferando (yd. yourdelivery GmbH)
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Zum Zwecke der Interessenvertretung werden von Lieferando Gespräche mit
Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramtes und der Bundesministerien sowie mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages zur Erläuterung von Änderungsnotwendigkeiten hinsichtlich einer Vielzahl von Themenfeldern, geführt, die als Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit, auch im Hinblick auf die Situation der Beschäftigten des Unternehmens, von großer Bedeutung sind.
Dabei geht es Lieferando unter anderem um den Arbeitsbedingungen, Verbraucherschutz, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit bis hin zum Bürokratieabbau. Zweck der Interessenvertretung ist es, die Sicht der betrieblichen Praxis bei Lieferando zu vermitteln und Impulse zur Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage zu geben. Im Zuge dessen werden neben Einzelgesprächen auch Unternehmensbesichtigungen, Veranstaltungen und Diskussionsformate durchgeführt, zu denen Regierungsmitglieder, Abgeordnete sowie Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien eingeladen
werden.
Interessenbereiche: Lebensmittelsicherheit; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Lebens- und Genussmittelindustrie; Handel und Dienstleistungen; Wettbewerbsrecht; Werbung; Verbraucherschutz; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; EU-Gesetzgebung; E-Commerce; Digitalisierung; Datenschutz und Informationssicherheit; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"
Regelungsvorhaben:
- Umsetzung der EU-Plattformarbeiterrichtlinie COM/2021/762 in nationales Recht: Die nationale Umsetzung der auf EU-Ebene bereits beschlossenen Plattformarbeiterrichtlinie soll in Deutschland wirkungsvoll umgesetzt werden. Ziel ist es, dass Kurieren von Essenslieferdiensten/Onlinemarktplätzen der richtige Beschäftigungsstatus zugewiesen wird. Um dies zu erreichen, führt Lieferando Gespräche mit relevanten Entscheidungsträgern auf der politischen und administrativen Ebene.
- Betriebsverfassungsgesetz modernisieren und an das digitale Zeitalter anpassen: Das Betriebsverfassungsgesetz soll umfassend modernisiert und an die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts angepasst werden. In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung, die Unternehmen dazu zwingen, sich schnell und effizient anzupassen, müssen die innerbetrieblichen Abstimmungsprozesse flexibler und schneller werden.
- Arbeitsschutz an die Arbeitswelt 4.0 anpassen: Lieferando setzt sich dafür ein, dass die Arbeitsstättenverordnung an das digitale Zeitalter angepasst wird, da Unternehmen deren Geschäftsmodell auf Digitalisierung und zu weiten Teilen auf mobilem Arbeiten basieren, durch die derzeitige Fassung des Gesetzes mit unpraktikablen und veralteten Anforderungen konfrontiert sind.
- Modernisierung des Beschäftigtendatenschutzgesetzes: Das Beschäftigtendatenschutzgesetz muss an die moderne Arbeitswelt angepasst werden, da die industrielle Produktion vermehrt durch datengetriebene Geschäftsmodelle und -prozesse ergänzt wird. Um die Rechte der Beschäftigten zu wahren und gleichzeitig die Agilität der Unternehmen in der digitalen Transformation nicht einzuschränken, bedarf es einer umfassenden Modernisierung des Gesetzes.
- Algorithmisches Management in rechtlicher Umsetzung der EU-Plattformarbeiterrichtlinie COM/2021/762 in nationales Recht als Chance sehen.: Bei der Umsetzung der europäischen Plattformarbeiterrichtlinie, welche auch das algorithmische Management regelt, bedarf es einer praktischen Ausgestaltung, die an die Implementierung der Richtlinie anderen Mitgliedsstaaten angelehnt ist, damit ein europaweit möglichst einheitliches Level-Playing-Field entsteht.
- Kopplung des steuerfreien arbeitgeberseitigen Essenszuschusses an die Inflation: Lieferando setzt sich dafür ein, den Gesamtbetrag für steuerfreie Essenszuschüsse ab 2025 anzuheben. Dies soll durch eine paritätische Verteilung erfolgen und jährlich auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gleichermaßen an die Inflation angepasst werden.
- Ablehnung einer Abgabe für Onlineplattformen (Digitalsteuer): Die derzeit auf Bundesebene diskutierte Abgabe für große Online-Plattformen (Digital Services Tax / Digitalsteuer) lehnen wir ab. Es ist absehbar, dass die betroffenen Plattformen eine derartige Belastung auf die werbetreibenden Unternehmen übertragen würden, sodass letztlich die Endverbraucher die Hauptlast zu tragen hätten.
- Ablehnung der Einführung eines Direktanstellungsgebots für plattformbasierte Lieferdienste: Lieferando spricht sich gegen ein pauschales Direktanstellungsgebot für plattformbasierte Essenslieferungen aus, das unabhängigen Logistikdienstleistern die Beschäftigung eigener Kuriere untersagen würde. Ein solches Verbot würde die arbeitsteilige Struktur zwischen Plattform, Restaurants und spezialisierten Logistikpartnern zerstören, auf die insbesondere die Versorgung in Randgebieten und Kleinstädten sowie bei schwankender Nachfrage angewiesen ist. Betroffen wären vor allem kleine und mittlere Gastronomiebetriebe ohne eigene Lieferkapazitäten, deren Kunden sowie zahlreiche sozialversicherungspflichtige Kurierarbeitsplätze bei Drittanbieter-Logistikunternehmen. Diskutierte Missstände wie Scheinselbstständigkeit oder Lohndumping sind bereits gesetzlich verboten.
Relationen
Keine Relationen.