METRO AG
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METRO AG
Tätigkeit: Sonstiges Unternehmen
Beschreibung der Tätigkeit:
METRO ist ein führender internationaler Großhändler mit Food- und Non-Food-Sortimenten, der auf die Bedürfnisse von Hotels, Restaurants und Caterern (HoReCa) sowie von unabhängigen Händlern spezialisiert ist. Die weltweit über 17 Millionen METRO Kundinnen und Kunden können wahlweise in einem der großflächigen Märkte einkaufen, online bestellte Ware dort abholen oder sich beliefern lassen. Das Unternehmen ist in über 30 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit mehr als 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Somit steht METRO im Zentrum politischer Entwicklungen rund um Themen wie Handel, Lebensmittel und Lieferketten, Nachhaltigkeit, selbstständiges Unternehmertum, Zukunft der Innenstädte und Digitalisierung des Handels. Dabei setzen wir uns für verbindliche und harmonisierte Rahmenbedingungen als Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb ein. Darüber hinaus engagieren wir uns für offene Märkte und einen starken Europäischen Binnenmarkt, in dem sich Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Waren frei bewegen können. Als internationaler Großhändler bekennen wir uns zudem zu unserer Verantwortung für unsere Lieferketten und verstehen uns als Multiplikator für Nachhaltigkeit und Transparenz.
An der politischen Positionierung in Deutschland arbeitet unser Public Policy Team in Berlin in Abstimmung und mit Unterstützung des Public Policy Teams am Hauptsitz der METRO AG in Düsseldorf. Zu den Aufgaben des Berliner Büros gehören:
- Fortwährender Dialog mit den Mitgliedern des Deutschen Bundestags, der Bundesregierung und der Bundesministerien zu Themen, die den Großhandel sowie unserer HoReCa-Kunden betreffen.
- Politische und öffentliche Positionierungen durch bspw. Positionspapiere zu Themen wie dem Digital Services Act (DSA) oder dem Lieferkettengesetz.
- Mitarbeit und Positionierung innerhalb der Verbände wie bspw. dem Deutschen Handelsverband (HDE), dem Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) und dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH).
- Organisation von verschiedenen Dialogformaten im politischen Berlin zum Zweck der Positionierung und zum Austausch mit Akteuren aus Politik & Wirtschaft.
METRO hat ein ausgeprägtes Transparenzverständnis und integrierte deswegen schon frühzeitig Kernelementen des Responsible Lobbyings. Bereits seit 2015 informieren wir auf der Webseite unseres digitalen Hauptstadtbüros und über unsere Social-Media-Kanäle öffentlich über unsere Positionen und Aktivitäten und suchen aktiv den Dialog. Dabei agieren wir konsistent und transparent.
Interessenbereiche: Lebens- und Genussmittelindustrie; Stadtentwicklung; Bank- und Finanzwesen; Handel und Dienstleistungen; Immissionsschutz; Industriepolitik; Arbeitsmarkt; Tourismus; Parlamentarisches Verfahren; Datenschutz und Informationssicherheit; EU-Binnenmarkt; Unfallversicherung; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Güterverkehr; Kleine und mittlere Unternehmen; Schifffahrt; Außenwirtschaft; EU-Gesetzgebung; Land- und Forstwirtschaft; Rechtspolitik; Kommunikations- und Informationstechnik; Außenpolitik; Digitalisierung; Internetpolitik; Arbeitsrecht/Arbeitsbedingungen; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Verkehrspolitik; Massenmedien; Wettbewerbsrecht; Krankenversicherung; Verbraucherschutz; Tierschutz; Lebensmittelsicherheit; E-Commerce; Fischerei/Aquakultur; Straßenverkehr; Verwaltungstransparenz/Open Government; Sonstiges im Bereich "Außenpolitik und internationale Beziehungen"; Pflegeversicherung; Artenschutz/Biodiversität; Klimaschutz; Allgemeine Energiepolitik; Verkehrsinfrastruktur; Rente/Alterssicherung; Sonstiges im Bereich "Landwirtschaft und Ernährung"; Politisches Leben, Parteien; Öffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben; Öffentliches Recht; Schienenverkehr
Regelungsvorhaben:
- Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Die Bundesregierung möchte die Tierhaltungskennzeichnungspflicht auf die Gastronomie ausweiten. Als Lebensmittelgroßhändler ist die Gastronomie unsere größte Kundengruppe. Wir sind sehr daran interessiert, dass es zu einer bürokratiearmen Umsetzung kommt, bei der nicht nach jedem Einkauf neue Speisekarten ausgedruckt werden müssen, weil Fleisch mit unterschiedlicher Haltungskennzeichnung gekauft wird. Sollte es zu einer neuen Pflicht kommen, sollten Gastronomen selbst entscheiden können, wie sie diese umsetzen, z.B. auch via QR-Codes.
- Nationale Umsetzung der Energy Performance Building Directive (EPBD): Für den stationären Handel ist das Thema Elektromobilität insbesondere mit Blick auf die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur für unsere Kunden interessant. Dabei ist besonders wichtig, dass wir die Ladeinfrastruktur an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen. Da Kunden häufig nur 30-45 Minuten in unseren Märkten sind sind hier wenige Schnellladestationen deutlich effektiver als viele 23KW-Ladestationen. Daher setzen wir uns bei der nationalen Umsetzung für einen qualitativen Ansatz bei der Ladeleistung statt einem quantitativen Ansatz bei den Ladepunkten ein.
- Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und Einführung eines Verpackungsrecht-Durchführungsgesetzes: Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur Anpassung des Verpackungsrechts und anderer Rechtsbereiche an die Verordnung (EU) 2025/40 im Kabinett verabschiedet. Mit dem Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) wird der nationale Rechtsrahmen zur Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen an die Vorgaben der EU-Verpackungsverordnung (Verordnung (EU) 2025/40) angepasst. Die Regelungen der EU-Verpackungsverordnung sind ab dem 12. August 2026 umzusetzen. Als Lebensmittel-Großhändler, welcher in 15 EU-Staaten aktiv ist, lehnen wir eine weitere Fragmentierung des EU-Binnenmarkts ab. Die Bundesregierung sollte die EU-PPWR 1:1 umsetzen und keinen nationalen Sonderweg bei der Verpackungsregulierung bestreiten.
- Gesetz zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und Regelung wesentlicher Grundzüge des Informationssicherheitsmanagements in der Bundesverwaltung: Umsetzung der NIS-2 Richtlinie in nationales Recht. Es geht um eine Kongruenz mit dem KRITIS-DachG. METRO ist in 15 EU-Ländern aktiv. Daher fordern wir eine voll-harmonisierte Umsetzung.
- Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2557 und zur Stärkung der Resilienz kritischer Anlagen: Der Lebensmittelgroßhandel gehört zur kritischen Infrastruktur.
Berichtswege und behördliche Zuständigkeiten sollen im Referentenentwurf überdacht werden.
- Umsetzung der EU-Fischereikontrollverordnung in nationales Recht: Die EU-Fischereikontrollverordnung wird 2026 in deutsches Recht umgesetzt. Ziel der Verordnung ist, Verstöße gegen die gemeinsame Fischereipolitik wirksamer zu verhindern und Kontrollen EU-weit zu harmonisieren. Die Verordnung sieht
unter anderem eine vollständig digitale Rückverfolgbarkeit von Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen entlang
der gesamten Lieferkette vor, verpflichtende elektronische Fangmeldungen, digitale Logbücher sowie das
CATCH-System für Fangzertifikate bei Importen. METRO kann diese technischen Lösungen als Europas größter Frischfischhändler bereits heute umsetzen. Vor diesem Hintergrund spricht
sich METRO in Deutschland für die Umsetzung der Verordnung aus
und setzt sich für einheitliche Regelungen und möglichst gemeinsame technische Lösungen ein.
- Erhalt von Minijobs und keine weitere Verteuerung geringfügiger Beschäftigung: Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission hat in ihrem Abschlussbericht vom 23. Juni 2026 empfohlen, den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen. Die Empfehlungen sollen nach einer Verständigung des Koalitionsausschusses von CDU/CSU und SPD vom 2. Juli 2026 noch in diesem Jahr umgesetzt werden. METRO setzt sich für den Erhalt von Minijobs in ihrer bisherigen rechtlichen Ausgestaltung ein und lehnt eine Erhöhung der für Arbeitgeber bei Minijobs geltenden Pauschalabgaben und -steuer ab.
- Einführung einer Wochenhöchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz: METRO setzt sich dafür ein, den europarechtlichen Gestaltungsspielraum der EU-Arbeitszeitrichtlinie zu nutzen und die nach § 3 ArbZG geregelte tägliche Höchstarbeitszeit durch eine Wochenhöchstarbeitszeit zu ersetzen.
Relationen
Keine Relationen.