Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland (Antwort zu Drs. 21/6443)
Text
Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland (Antwort zu Drs. 21/6443)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6746
21. Wahlperiode 25.06.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Brandner, Kay Gottschalk,
Iris Nieland, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/6443 –
Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit der Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Zahl der Beauftragten, Koordinatoren und Sonderbeauftragten der
Bundesregierung betrug stand 1. Januar 2025 43, im Jahr 2024 waren es sogar 45,
im Jahr 2023 42, im Jahr 2022 35, im Jahr 2021 39, in den Jahren 2000 bis
2002 waren es 19 (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage
der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/2361). Laut der Liste der
Beauftragten der Bundesregierung, der Bundesbeauftragten sowie der
Koordinatoren bzw. Koordinatorinnen der Bundesregierung nach § 21 Absatz 3 der
Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) sind es Stand
Juli 2025 27 (www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichun
gen/themen/ministerium/liste-beauftragte-bundesregierung.html). Es stellt sich
den Fragestellern die Frage, welchen konkreten Mehrwert diese zusätzlichen
Regierungsstrukturen gegenüber den bestehenden Zuständigkeiten der
Bundesministerien und nachgeordneten Behörden tatsächlich leisten. Vor diesem
Hintergrund besteht in ihren Augen ein erhebliches öffentliches und
parlamentarisches Interesse daran, Umfang, Tätigkeit, Kosten, tatsächliche
Zuständigkeiten sowie den messbaren Nutzen des Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland transparent nachzuvollziehen. Gerade angesichts zusätzlicher
Personal-, Verwaltungs- und Haushaltsressourcen stellt sich ihnen die Frage,
ob durch die Einrichtung des Amtes ein konkreter operativer oder
koordinierender Mehrwert erzielt wurde oder ob Doppelstrukturen zu bereits
bestehenden Zuständigkeiten entstanden sind. Die nachfolgenden Fragen sollen daher
dazu beitragen, Aufgabenwahrnehmung, Ressourceneinsatz,
Steuerungswirkung und Zielerreichung des Beauftragten im ersten Jahr der aktuellen
Legislaturperiode nachvollziehbar zu machen.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung teilt die in der Vorbemerkung der Fragesteller enthaltenen
Bewertungen und Schlussfolgerungen nicht. Die Aufgabenwahrnehmung
innerhalb der Bundesregierung richtet sich nach den Zuständigkeitsregelungen der
Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) sowie den
organisatorischen Festlegungen der Bundesregierung. Beauftragte, Bevollmäch-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 25. Juni 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
tigte und Koordinatorinnen bzw. Koordinatoren sind in diese Strukturen
eingebunden; ihre Aufgaben und Beteiligungsrechte ergänzen die bestehenden
Ressortzuständigkeiten und dienen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit
innerhalb der Bundesregierung.
1. Wie viele Planstellen und Stellen standen der Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland im ersten Jahr der aktuellen
Legislaturperiode zur Verfügung, wie viele dieser Stellen waren besetzt, welche
Besoldungs- bzw. Entgeltgruppen sind den jeweiligen Planstellen und
Stellen zugeordnet (bitte einzeln auflisten)?
Anzahl und Wertigkeiten der für den Arbeitsstab der Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland ausgebrachten 43 Planstellen und Stellen sind im
Bundeshaushalt 2026 (Kapitel 0817) veröffentlicht: Zum Stichtag 1. März 2026
waren 34 der 43 Planstellen und Stellen besetzt. (vgl. www.bundeshaushalt.de/s
tatic/daten/2026/soll/epl08.pdf.)
2. Wurden seitens der Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode externe Dienstleister
beauftragt, und wenn ja, welche Dienstleister wurden mit welchem
finanziellen Volumen für welche Tätigkeiten beauftragt?
Als externe Dienstleister wurden im Sinne der Fragestellung ausschließlich
Auftragnehmer erfasst, die aufgrund eines gesonderten Auftrags Leistungen für
die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland unmittelbar erbracht
haben. Reine Warenlieferungen sowie der alleinige Erwerb standardisierter
Produkte, Lizenzen und Nutzungsrechte wurden nicht berücksichtigt.
Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode wurden externe Dienstleister
insbesondere für Leistungen in den Bereichen Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung redaktioneller Inhalte, grafische Gestaltung, Pflege und
Weiterentwicklung von Internetangeboten, Druck und Produktion von
Informationsmaterialien, Veranstaltungsorganisation einschließlich Bewirtung,
fotografische Dokumentation, Transportleistungen, Dolmetschleistungen sowie
juristische Beratung beauftragt.
Das hierfür im Betrachtungszeitraum (25. März 2025–24. März 2026)
abgerechnete Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 241.000 Euro brutto.
Die Beauftragungen erfolgten jeweils anlass- und bedarfsbezogen zur
Unterstützung der Aufgabenerfüllung der Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland. Zur Wahrung schutzwürdiger Interessen Dritter sowie
personenbezogener Daten natürlicher Personen können keine Angaben zu einzelnen
Auftragnehmern gemacht werden.
3. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an
Treffen mit Vertretern der Bundesministerien teil, und wenn ja, wie viele
Termine mit Vertretern der Bundesministerien fanden im ersten Jahr der
aktuellen Legislaturperiode statt (bitte nach Bundesministerium
aufschlüsseln), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde, und
welche Ziele wurden dabei verfolgt?
Die Termine können der Anlage 1 entnommen werden.*
Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 25. März 2025 bis zum
24. März 2026 und beruhen auf den im Geschäftsbereich dokumentierten
Erkenntnissen zu Terminen, an denen die jeweiligen Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland persönlich teilgenommen haben.
Die Anlage enthält die im Sinne der Fragestellung einschlägigen Termine mit
Vertreterinnen und Vertretern der Bundesministerien. Nicht aufgeführt sind
regelmäßig stattfindende Besprechungen und Sitzungen innerhalb der
Bundesregierung sowie Termine, die der regierungsinternen Willensbildung dienen.
Diese unterfallen dem verfassungsrechtlich geschützten Kernbereich exekutiver
Eigenverantwortung. Sofern ein Termin mehrere in den jeweiligen
Fragestellungen abgefragte Merkmale aufweist, wird er in den entsprechenden
Antworten jeweils gesondert ausgewiesen. Die erfassten Termine sind der Anlage zu
entnehmen.
4. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an
Treffen mit Interessenvertretern, Lobbyorganisationen, Verbänden oder
Nichtregierungsorganisationen teil, und wenn ja, wie viele Treffen
fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte nach
Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde, und
welche Ziele wurden dabei verfolgt?
Die Termine können der Anlage 2 entnommen werden.*
Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 25. März 2025 bis zum
24. März 2026 und beruhen auf den im Geschäftsbereich dokumentierten
Erkenntnissen zu Terminen, an denen die jeweiligen Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland persönlich teilgenommen haben.
Erfasst wurden Termine mit Vertreterinnen und Vertretern von
Interessenverbänden, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften sowie
Nichtregierungsorganisationen und sonstigen gesellschaftlichen Organisationen. Die Angaben sind
der Anlage nach Monaten gegliedert zu entnehmen. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu Frage 3 verwiesen.
5. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an
Treffen mit Vertretern der Landesregierungen teil, und wenn ja, wie viele
Treffen mit Vertretern der Landesregierungen fanden im ersten Jahr der
aktuellen Legislaturperiode statt (bitte einzeln und nach Monaten
auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde, und welche
Ziele wurden dabei verfolgt?
Die Termine können der Anlage 3 entnommen werden.*
Im Übrigen wird auf die Antwort auf Frage 3 verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/6746 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
6. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an
Treffen mit Vertretern internationaler Organisationen teil, und wenn ja, wie
viele Treffen mit Vertretern internationaler Organisationen fanden im
ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte einzeln und nach
Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde,
und welche Ziele wurden dabei verfolgt?
Die Termine können der Anlage 4 entnommen werden.*
Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 25. März 2025 bis zum
24. März 2026 und beruhen auf den im Geschäftsbereich dokumentierten
Erkenntnissen zu Terminen, an denen die jeweiligen Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland persönlich teilgenommen haben. Als
internationale Organisationen im Sinne der Fragestellung werden institutionalisierte
zwischenstaatliche Organisationen verstanden. Das deutsch-koreanische
Konsultationsgremium ist ein bilaterales Dialogformat zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und der Republik Korea. Die Angaben sind der Anlage nach
Monaten gegliedert zu entnehmen.
7. Wie viele Dienstreisen absolvierte die Beauftragte der Bundesregierung
für Ostdeutschland im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode
a) innerhalb Deutschlands und
b) außerhalb Deutschlands,
welche Kosten entstanden hierbei jeweils (bitte einzeln unter Angabe des
Datums auflisten), welche Reiseziele wurden zu welchem Zweck
aufgesucht, wie groß waren die jeweiligen Delegationen, wurden die Reisen
von externen Personen begleitet, und wenn ja, von welchen, und warum?
Auslandsdienstreisen wurden im Betrachtungszeitraum (25. März 2025–
24. März 2026) nicht durchgeführt. Im Übrigen wird auf die Antwort zu den
Fragen 3 bis 6 verwiesen. Weitere aggregierte Daten liegen nicht vor.
8. Entstanden der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland
Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit, und wenn ja, in welcher Höhe, und
für welche Maßnahmen?
Die Informationen sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen und
beziehen sich auf die Ausgaben aus dem Haushalt der Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland für Öffentlichkeitsarbeit im Zeitraum vom 25. März
2025 bis zum 24. März 2026.
Maßnahme Ausgabenhöhe in Euro
Webseitenpflege 53 521,53
Produktion Materialien 44 503,39
Fotos und Videos 12 447,54
Bericht der Ostbeauftragten 71 790,59
Sonstiges (Veranstaltungen und
Ausstattung)
32 288,33
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/6746 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
9. Nutzt die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Kanäle
sozialer Medien, und wenn ja, welche, zu welchem Zweck, und welche
Reichweiten, Interaktionen oder sonstigen Kennzahlen wurden hierbei
erzielt?
Die Informationen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen und beziehen
sich auf den Zeitraum vom 25. März 2025 bis zum 24. März 2026.
Plattform Zweck Vorliegende Kennzahlen
Instagram Informationen zu Themen und
Vorhaben aus dem
Arbeitsbereich der Ostbeauftragten
5 100 Follower; 52 000
Reichweite/Aufrufe
Linkedin Informationen zu Themen und
Vorhaben aus dem
Arbeitsbereich der Ostbeauftragten
3 100 Follower; 7 100
Reichweite/Aufrufe
Bluesky Informationen zu Themen und
Vorhaben aus dem
Arbeitsbereich der Ostbeauftragten
118
Threads Informationen zu Themen und
Vorhaben aus dem
Arbeitsbereich der Ostbeauftragten
600
X inaktiv 700 Follower
10. Welche konkreten Maßnahmen, Initiativen oder Projekte wurden seitens
der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland angestoßen
oder umgesetzt, hat die Beauftragte Gesetzesvorhaben begleitet, und
wenn ja, um welche Gesetzesvorhaben handelt es sich?
11. Wurden seitens der Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland Strategiepapiere, Berichte oder Konzepte erstellt, wenn ja, um
welche handelt es sich, wurden diese veröffentlicht, und wenn nein,
warum nicht?
Die Fragen 10 und 11 werden aufgrund ihres inhaltlichen Zusammenhangs
zusammen beantwortet.
Gefragt ist nach Maßnahmen, Initiativen und Projekten sowie strategische,
konzeptionelle und berichtsbezogene Arbeiten der Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland im Betrachtungszeitraum (25. März 2025–24. März
2026).
Die Mitwirkung der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland
erfolgt im Rahmen der in der Gemeinsamen Geschäftsordnung der
Bundesministerien (GGO) geregelten Beteiligungsverfahren. Die Beauftragte ist nach § 21
GGO bei allen Vorhaben, die ihre Aufgaben berühren, frühzeitig zu beteiligen.
Ergänzend regelt § 45 GGO die Beteiligung bei Gesetzesvorlagen der
Bundesregierung.
In der 21. Wahlperiode gilt die in der letzten Wahlperiode vorgenommene
Aufwertung der Funktion fort. Sie ist als Staatsministerin und Mitglied des
Bundeskabinetts mit der Teilnahme an den Sitzungen des Bundeskabinetts sowie an
den vorbereitenden Kabinetts- und Abstimmungsrunden verbunden. Die
Bundesregierung bringt damit die besondere Bedeutung ostdeutscher Belange zum
Ausdruck.
Im ersten Jahr der Tätigkeit als Beauftragte der Bundesregierung für
Ostdeutschland wurden zentrale Vorhaben, Initiativen und strukturelle
Arbeitslinien im Geschäftsbereich weitergeführt und neu akzentuiert. Die Vertretung
ostdeutscher Interessen innerhalb der Bundesregierung umfasste insbesondere
wirtschaftliche Entwicklungen, Fragen der sozialen und wirtschaftlichen
Gleichwertigkeit, der Demokratie- und Ehrenamtsförderung sowie der Stärkung
strukturschwacher Regionen, wie sie vor allem in Ostdeutschland bestehen. Im
Berichtszeitraum wurden hierzu eine Reihe von Maßnahmen, Projekten,
strategischen Berichten und konzeptionellen Arbeiten umgesetzt, die nachfolgend
dargestellt werden.
Die „Branchendialoge Ost“ wurden initiiert und als Austauschformat zwischen
Bundesregierung, Unternehmen, Beschäftigtenvertretungen, Ländern und
Verbänden verstetigt. Sie dienen dazu, wirtschaftliche Entwicklungen in zentralen
Transformationsbranchen strukturiert aufzunehmen und in die
ressortübergreifende Abstimmung der Bundesregierung einzubringen. In der Automobil- und
Chemieindustrie wirkten insbesondere Investitionsentscheidungen,
internationale Wettbewerbsbedingungen, Fragen der Fachkräftesicherung sowie
umfassende Anpassungsprozesse im Zuge der Transformation besonders stark. Vor
diesem Hintergrund standen der Erhalt bestehender industrieller Standorte in
Ostdeutschland sowie ihre Stabilität unter wirtschaftlich anspruchsvollen
Rahmenbedingungen im Vordergrund. Neue Ansiedlungen kamen ergänzend hinzu
und wurden als Teil der regionalen Strukturentwicklung eingeordnet.
Bedeutung hatte dabei auch die Ansiedlung neuer Einrichtungen des Bundes an
ostdeutschen Standorten, wie die Entscheidung zur Einrichtung der
Spitzensportagentur in Leipzig.
Eine Machbarkeitsstudie zur „Ermittlung der Wirkung von großen
Ansiedlungsinvestitionen in Ostdeutschland“ wurde durch die Staatsministerin und
Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland finanziert. Ziel ist die
Entwicklung eines Indikatorensets zur Bewertung der Wirkungen großer
Investitionsentscheidungen, sowohl ex post als auch perspektivisch ex ante. Damit
sollen die vielfältigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekte von
Ansiedlungen systematisch erfassbar und vergleichbar gemacht werden, um
Grundlagen für die Ableitung von Gelingensbedingungen zu schaffen.
Der durch die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für
Ostdeutschland seit 2022 geförderte Elitenmonitor untersucht die Repräsentation
von Ostdeutschen in zwölf gesellschaftlich relevanten Sektoren, darunter
Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz, Medien und Kultur. Ziel ist
eine wissenschaftlich fundierte Analyse der Ursachen der Unterrepräsentation
sowie die Entwicklung geeigneter Förder- und Aktivierungsmaßnahmen. Seit
2018 wurden in diesem Rahmen rund 4.100 Führungskräfte erfasst. Die
aktuellen Befunde sind dem Bericht der Ostbeauftragten 2025 zu entnehmen und
zeigen am Beispiel der Repräsentanz ostdeutscher Herkunft in zentralen
gesellschaftlichen Bereichen einen Ausschnitt des Stands der deutschen Einheit.
Das Bundeskonzept „Ostdeutsche in Führungspositionen in der
Bundesverwaltung“ wird fortgeführt und weiterentwickelt. Ausgangspunkt ist eine weiterhin
bestehende Unterrepräsentation ostdeutscher Herkunft in Führungsfunktionen
der Bundesverwaltung. Diese wird durch regelmäßige Datenerhebungen
systematisch sichtbar gemacht. Erhoben werden Daten zur regionalen Herkunft von
Führungskräften in obersten und oberen Bundesbehörden sowie in den
Bundesgerichten. Die Datengrundlage schafft Transparenz über den Ist-Zustand und
ermöglicht eine fortlaufende Bewertung der Entwicklung sowie die
Identifikation konkreter Handlungsbedarfe. Ziel ist es, Entwicklungen auf einer
belastbaren empirischen Grundlage steuerbar zu machen.
Der Engagementwettbewerb „machen!“ wird fortgeführt. Er dient der Stärkung
von Zusammenhalt, lokaler Infrastruktur und demokratischem Engagement im
ländlichen Raum Ostdeutschlands. Er richtet sich an Vereine, Initiativen und
zivilgesellschaftliche Akteure und unterstützt Projekte, die in Kommunen mit
bis zu 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern umgesetzt werden. Der
Wettbewerb bringt öffentliche Anerkennung und Unterstützung für Engagement,
das konkret vor Ort Wirkung entfaltet.
Der Deutschland-Monitor (DM) wurde als Modellvorhaben zur Etablierung
einer regional differenzierten, regelmäßig und vergleichend angelegten
empirischen Untersuchung gesellschaftlicher Entwicklungen fortgeführt. Er greift
eine Empfehlung der Regierungskommission „30 Jahre Friedliche Revolution
und Deutsche Einheit“ aus dem Jahr 2020 auf. Ziel ist eine systematische
Bestandsaufnahme von Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger zu
ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Fragen, zum Vertrauen in Demokratie
und Institutionen sowie zu Transformations- und Zukunftsfragen. Der Fokus
liegt dabei nicht allein auf der Gegenüberstellung von Ost und West, sondern
auf der differenzierten Betrachtung regionaler Entwicklungen in Deutschland.
Der Bericht der Ostbeauftragten 2025 wurde im Rahmen des parlamentarischen
Berichtsauftrags zum Stand der deutschen Einheit erstellt, im Bundeskabinett
zur Kenntnis gegeben und dem Deutschen Bundestag vorgelegt. Er bündelt
empirische Befunde und staatliche Maßnahmen der Bundesregierung und ordnet
Entwicklungen zur wirtschaftlichen Lage, zu gesellschaftlichen
Teilhabechancen ein. Er misst regelmäßig zu verschiedenen Themen den Stand der
deutschen Einheit und bringt zum Ausdruck, wie weit wir zusammengewachsen
sind. Er zeigt, wo die deutsche Einheit bereits gelungen ist und wo weiterhin
Aufgaben bestehen. Eine Besonderheit: im Jahr 2025 kamen ergänzend junge
Menschen bei den Perspektiven von außen zu Wort, die im vereinten
Deutschland aufgewachsen sind und damit eine eigene Perspektive auf die Bedeutung
von „Ost“ und „West“ einbringen.
Im Bereich internationaler Zusammenarbeit wurde der Austausch mit der
Republik Korea im Rahmen des Deutsch-Koreanischen Konsultationsgremiums
fortgeführt. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen mit Transformations- und
Vereinigungsprozessen sowie Fragen des gesellschaftlichen und institutionellen
Zusammenwachsens nach historischer Teilung. Der Austausch diente der
Einordnung international vergleichbarer Transformationsprozesse und der
vertieften Verständigung über langfristige Entwicklungspfade.
Das Zukunftszentrum für deutsche Einheit und Europäische Transformation in
Halle (Saale) zählt zu den zentralen Vorhaben der Bundesregierung im Bereich
des Dialogs über deutsche Einheit und gesellschaftliche Transformation. Es ist
als dauerhafter Ort für Austausch, Forschung und öffentliche Debatte angelegt.
Nach dem ersten vollen Betriebsjahr wurden die Strukturen weiter verstetigt,
die Geschäftsführung besetzt und erste inhaltliche Programme in den Bereichen
Kultur, Dialog und Wissenschaft umgesetzt. Der Aufbau- und Arbeitsprozess
wurde damit in die reguläre Betriebsphase überführt.
Es soll ferner eine deutliche Entlastung der ostdeutschen Landeshaushalte
durch eine gesetzliche Regelung des Bundes erreicht werden. Durch die
Erhöhung des Bundesanteils an den Kosten der DDR-Zusatzversorgung ab 2026 um
zehn Prozentpunkte sollen gemäß des aktuell im parlamentarischen Verfahren
befindlichen Gesetzentwurfs der Bundesregierung die ostdeutschen Länder um
rund 1,4 Mrd. Euro entlastet werden. Dies stärkt die finanzielle
Handlungsfähigkeit der ostdeutschen Länder in einem angespannten fiskalischen Umfeld.
Für den Standort PCK Schwedt hat die Bundesregierung eine langfristige
Perspektive gesichert. Die bisher befristete Treuhandlösung wurde verstetigt und
mit einer dauerhaften Ausnahme von Öl-Sanktionen verbunden. Damit wurde
Planungssicherheit für das Unternehmen und seine Beschäftigten hergestellt
und die Grundlage für weitere Investitionen am Standort gesichert.
Die Beispiele zeigen beispielhaft zentrale Einzelmaßnahmen im Rahmen der
fortlaufenden Begleitung der für Ostdeutschland relevanten Themen durch die
Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.
12. Verfolgt die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland Ziele,
die im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD genannt werden,
und wenn ja, um welche Ziele handelt es sich, konnten diese bereits
umgesetzt werden, und wenn nein, warum nicht?
Der Koalitionsvertrag ist Grundlage der Arbeit der gesamten Bundesregierung
und damit auch für die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung
für Ostdeutschland. Er ist Arbeits- und Orientierungsrahmen für die laufende
Legislaturperiode und wird im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten
umgesetzt und begleitet.
Für den Arbeitsbereich der Ostbeauftragten steht dabei die positive
Entwicklung Ostdeutschlands im Vordergrund. Dazu zählen eine erfolgreiche
Transformation der ostdeutschen Wirtschaft und die Verbesserung von
Investitionsbedingungen, die Fachkräftesicherung und die Gestaltung des demografischen
Wandels, gleichwertige Lebensverhältnisse einschließlich Infrastruktur,
Wohnen und Daseinsvorsorge sowie die Sichtbarkeit und Repräsentanz
Ostdeutscher in Politik und Gesellschaft. Hinzu kommt die Begleitung übergreifender
Reformvorhaben, soweit sie regionale Auswirkungen auf Ostdeutschland
entfalten.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen, in der u. a. zentrale
Vorhaben des Koalitionsvertrags aufgeführt sind.
13. Hat die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland dem
Deutschen Bundestag oder dessen Ausschüssen schriftliche oder mündliche
Berichte erstattet, und wenn ja, wann, in welcher Form, und zu welchen
Themen?
Die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland hat im
Betrachtungszeitraum (25. März 2025–24. März 2026) dem Deutschen Bundestag im
Rahmen ihrer Zuständigkeit insbesondere den Stand der deutschen Einheit mit dem
Bericht der Ostbeauftragten schriftlich und mündlich im Plenum dargelegt und
gegenüber dem Haushaltsausschuss sowie dem Ausschuss für Wohnen,
Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen mündlich berichtet.
Im Jahr 2025 erfolgten entsprechende mündliche Berichte gegenüber dem
Plenum am 17. Oktober 2025 zum Stand der deutschen Einheit mittels des
Berichts der Ostbeauftragten und gegenüber dem Haushaltsausschuss zu
Etatbelangen bezüglich des Kapitels der Ostbeauftragten im Bundeshaushalt am
28. August 2025, 4. September 2025, 9. Oktober 2025 und 13. November 2025.
Im Jahr 2026 berichtete die Staatsministerin und Beauftragte der
Bundesregierung für Ostdeutschland dem Kulturausschuss zum Stand der deutschen Einheit
nach 35 Jahren in seiner Sitzung am 14. Januar 2026 und dem
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages sowie dem Ausschuss für Wohnen,
Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen des Deutschen Bundestages am
25. Februar 2026 mündlich zum Zukunftszentrum für deutsche Einheit und
Europäische Transformation.
14. Wurden durch die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um die
Transparenz der Arbeit der Beauftragten der Bundesregierung für
Ostdeutschland gegenüber dem Deutschen Bundestag und der Öffentlichkeit zu
erhöhen, und wenn ja, welche?
Die Tätigkeit der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland
unterliegt den allgemeinen Informations- und Berichtspflichten der Bundesregierung
gegenüber dem Deutschen Bundestag und der Öffentlichkeit. Dazu zählt
insbesondere der regelmäßige Bericht der Ostbeauftragten zum Stand der deutschen
Einheit sowie die Einbindung in parlamentarische Beratungen und öffentliche
Formate. Darüber hinaus dienen Maßnahmen der Kommunikation gegenüber
den Medien, im Internet und bei Veranstaltungen der transparenten
Kommunikation über die Arbeit der Staatsministerin und Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland.
15. Anhand welcher quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet die
Bundesregierung die Wirksamkeit der Tätigkeit der Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland?
Maßgeblich für die Bewertung der Tätigkeit der Staatsministerin und
Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland ist die Wahrnehmung der
übertragenen Aufgaben im Rahmen der Regierungsarbeit sowie die Einbindung in
die ressortübergreifende Abstimmung nach Maßgabe der Gemeinsamen
Geschäftsordnung der Bundesministerien sowie die im Rahmen der
Kontrollfunktion des Deutschen Bundestages vorgenommenen Bewertungen der Tätigkeit
durch das Parlament als demokratisch gewählter Souverän.
16. Welche Ziele konnten nach Einschätzung der Bundesregierung im ersten
Jahr der aktuellen Legislaturperiode nicht erreicht werden, und aus
welchen Gründen?
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 11 und 15 verwiesen.
17. Ist eine Evaluation der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung
für Ostdeutschland vorgesehen, und wenn ja, wann, und durch wen?
Die Tätigkeit ist Teil der Regierungsarbeit und unterliegt der kontinuierlichen
parlamentarischen und öffentlichen Kontrolle, insbesondere durch die
regelmäßige Vorlage und Debatte zum Bericht der Ostbeauftragten zum Stand der
deutschen Einheit.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 15 und 16 verwiesen.
18. Welche messbaren Erfolge bewertet die Bundesregierung selbst als die
wesentlichen Ergebnisse des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten
der Bundesregierung für Ostdeutschland?
Die Ergebnisse der Tätigkeit der Beauftragten ergeben sich aus der Umsetzung
der im Koalitionsvertrag und in den Ressortzuständigkeiten verankerten
Maßnahmen sowie aus dem regelmäßig dem Bundestag vorzulegenden Bericht der
Ostbeauftragten zum Stand der deutschen Einheit.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
Zu 3. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an Treffen mit Vertretern
der Bundesministerien teil? Wenn ja, wie viele Termine mit Vertretern der Bundesministerien
fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte nach Bundesministerium
aufschlüsseln), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde und welche Ziele wurden
dabei verfolgt?
Bundesministerium
(Anzahl)
Anlass des Treffens Ziel des Treffens
Bundeskanzleramt 1 (4) Austausch über die
Schwerpunkte der Arbeit als
Staatsministerin und
Beauftragte der
Bundesregierung für
Ostdeutschland
Austausch
Preisverleihung des
Engagement-Wettbewerbs
„Machen!“
Würdigung des ehrenamtlichen
Engagements in Ostdeutschland
Ministerpräsidentenkonferenz
Ost
Austausch und Abstimmung zu
aktuellen politischen Fragestellungen
von besonderer Bedeutung für
Ostdeutschland.
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie
(4)
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Branchendialog Ost:
Chemieindustrie
Austausch Vertreterinnen und
Vertretern von Unternehmen,
Verbänden und Gewerkschaften zu
Maßnahmen zur Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit der
ostdeutschen Chemieindustrie sowie
des Chemiedreiecks
Mitteldeutschland als zentralem
Produktions- und
Investitionsstandort.
1 Frau Staatsministerin Elisabeth Kaiser nimmt regelmäßig als Mitglied des Bundeskabinetts an dessen
wöchentlichen Sitzungen mit dem Bundeskanzler und den restlichen Mitgliedern des Bundeskabinetts teil.
Taskforce Schwedt der
Landesregierung
Brandenburg
Sicherung des PCK-Raffinerie-
Standort es Schwedt/Oder; Erhalt von
Arbeitsplätzen
Regionalpolitische
Jahrestagung des BMWE
Einbringung ostdeutscher
Perspektiven in die Diskussion zu
Energie-, Industrie- und
Strukturpolitik sowie Pflege
bestehender Netzwerke.
Bundesministerium der
Finanzen (2)2
Ostdeutsches
Wirtschaftsforum 2025
Austausch zu wirtschaftspolitischen
Fragen in Ostdeutschland sowie
Vernetzung mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik im Rahmen
des Ostdeutschen Wirtschaftsforums.
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Bundesministerium für
Arbeit (2)
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Regionale
Fachkräftewerkstatt bei Rolls
Royce Deutschland Ltd & KG
in Blankenfelde-Mahlow
Politischer Auftakt der ersten
Regionalen Fachkräftewerkstatt
Bundesministerium für
Umwelt, Klimaschutz,
Naturschutz und
nukleare Sicherheit (4)
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
2 Frau Staatsministerin Elisabeth Kaiser nimmt regelmäßig an den Leitungsrunden des Bundesministeriums der
Finanzen mit Bundesminister Klingbeil teil.
Grüne Woche Austausch mit Vertreterinnen und
Vertretern aus Politik, Wirtschaft und
Verbänden zu den Herausforderungen
und Entwicklungsperspektiven der
Land- und Ernährungswirtschaft und
der Entwicklung ländlicher Räume in
Ostdeutschland.
Austausch Austausch über mögliche
Unterstützungsmaßnahmen der
Bundesregierung für die
Unternehmen und Beschäftigten des
Chemiedreiecks Mitteldeutschland
Branchendialog Ost:
Automobilindustrie
Austausch mit Vertreterinnen und
Vertretern von ostdeutschen
Unternehmen und deren
Betriebsräten zu Herausforderungen
der ostdeutschen Automobil- und
Zulieferstandorte sowie zu
Förderprogrammen der
Elektromobilität und
Rahmenbedingungen der
Transformation der
Automobilwirtschaft.
Bundesministerium der
Verteidigung (1)
Ministerpräsidentenkonferenz
Ost
Austausch und Abstimmung zu
aktuellen politischen Fragestellungen
von besonderer Bedeutung für
Ostdeutschland.
Bundesministerium für
Verkehr (1)
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der
ostdeutschen Standorte der
Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung
mit Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der
Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Bundesministerium für
Bildung, Familie,
Senioren, Frauen und
Jugend (1)
Austausch zur
Neuausrichtung des
Bundesprogrammes
„Demokratie leben!“
Austausch
Zu 4. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an Treffen mit
Interessenvertretern, Lobbyorganisationen, Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen
teil? Wenn ja, wie viele Treffen fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte
nach Monaten auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde und welche Ziele
wurden dabei verfolgt?
Monat Anlass des Treffens Ziel des Treffens
Mai (2) Podiumsteilnahme beim
Dachverband der
Kulturfördervereine
Austausch zu den Rahmenbedingungen
bürgerschaftlichen Engagements und zur
Stärkung zivilgesellschaftlicher Vernetzung in
Ostdeutschland.
OWF 2025 Wirtschaftsstandort Ostdeutschland im globalen
Wettbewerb
Bedeutung Staatsmodernisierung
September
(5)
Besuch der Betriebsräte bei
Dow Chemical
Austausch zu den Herausforderungen der
chemischen Industrie sowie zu den Anliegen der
Beschäftigtenvertretungen und der
wirtschaftlichen Entwicklung der Standorte in
Ostdeutschland.
ProvinzGlück Festival Kulturszene auf dem Land in ihrer
gesellschaftlichen Funktion stärken. Austausch
zur Bedeutung von Kultur für gesellschaftlichen
Zusammenhalt und regionale Entwicklung in
ländlichen Räumen.
Podiumsteilnahme Würdigung der Bedeutung des kulturellen Erbes
und des Denkmalschutzes für gesellschaftlichen
Zusammenhalt und Identität.
Verband der Chemischen
Industrie e.V. Landesverband
Nordost (VCI Nordost)
Austausch zur wirtschaftlichen Lage der
Chemieindustrie in Ostdeutschland, zu
Investitionsbedingungen sowie zur
klimaneutralen Transformation der Branche.
Ostdeutsches Energieforum in
Leipzig
Austausch zu energie- und wirtschaftspolitischen
Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit,
Investitionen und industrielle Entwicklung in
Ostdeutschland.
Oktober (7) Automobildialog der Breg
Einbringung der Perspektive der ostdeutschen
Standorte der Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung mit
Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der Gewerkschaften
zum Transformationsprozess der Branche.
Podiumsteilnahme beim
Berliner Ensemble
Austausch zu Fragen der politischen Bildung und
der demokratischen Teilhabe.
Austausch über wichtige
Fragen des öffentlichen
Dienstes in Ostdeutschland
Austausch zu aktuellen Herausforderungen des
öffentlichen Dienstes in Ostdeutschland.
Treffen mit dem Saarower
Kreis
Kennenlernen und Austausch zu aktuellen
wirtschafts- und strukturpolitischen
Fragestellungen in Ostdeutschland.
BVMW:
Web-Format „Der Junge
Mittelstand – Digitales Forum“
Austausch zu den Rahmenbedingungen für
Wachstum, Investitionen und
Wettbewerbsfähigkeit ostdeutscher
Unternehmen.
Austausch mit der IHK
Cottbus
Austausch zu den wirtschaftlichen
Entwicklungsperspektiven Südbrandenburgs,
insbesondere im Kontext von Strukturwandel,
Fachkräftesicherung und grenzüberschreitender
Zusammenarbeit.
Empfang der Ostthüringer
Wirtschaft 2025:
Starkes Netzwerk für eine
starke Region
Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der
regionalen Wirtschaft zu aktuellen
wirtschaftlichen Herausforderungen und
Entwicklungsperspektiven.
November
(1)
Teilnahme Gedenkfeier
Jahrestag Berliner Mauerfall
Würdigung der Friedlichen Revolution und der
deutschen Einheit sowie Erinnerung an die
Teilung Deutschlands.
Dezember
(1)
Podiumsteilnahme Würdigung der Arbeit der Gedenkstätten und der
Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Januar (4) PEN Berlin Austausch über Projektvorhaben und deren
mögliche Unterstützung.
Grüne Woche Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus
Politik, Wirtschaft und Verbänden zu den
Herausforderungen und
Entwicklungsperspektiven der Land- und
Ernährungswirtschaft und der Entwicklung
ländlicher Räume in Ostdeutschland.
Branchendialog Ost:
Chemieindustrie
Austausch zu Maßnahmen zur Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in
Ostdeutschland, insbesondere des
Chemiedreiecks als zentralem Produktions- und
Investitionsstandort.
Unternehmensbesuch Bosch
und Opel
Fachlicher Austausch zu den aktuellen
Herausforderungen der Branche sowie zu den
Perspektiven der jeweiligen Standorte.
Februar (2) Branchendialog Ost:
Automobilindustrie
Herausforderungen für die ostdeutschen
Standorte der Automobil- und Zuliefererindustrie,
E-Mobilität und die Rahmenbedingungen für die
Transformation der Automobilwirtschaft
Vorstandsklausur des
Bundesvorstands der IG Metall
in Weimar
Rede und Austausch zu Chancen und
Perspektiven der ostdeutschen Wirtschaft.
März (10) Austausch mit den IG Metall
Ortsvorständen und
Geschäftsstellen Sachsen-
Anhalt in Magdeburg
Austausch zur wirtschaftlichen Entwicklung
Ostdeutschlands sowie zu Fachkräftesicherung,
Tarifbindung und regionaler Strukturpolitik.
Gespräch mit GF der KSpV Austausch zur Weiterentwicklung des
Bundesprogramms „Demokratie leben!“.
Infrastrukturkonferenz
Ostdeutschland
Rede und Austausch zu den infrastrukturellen
Voraussetzungen für Wachstum,
Wettbewerbsfähigkeit und regionale Entwicklung
in Ostdeutschland.
Bodenkongress 2026 Teilnahme Podiumsdiskussion und Austausch zu
Fragen der Bodennutzung, Agrarstruktur und der
Entwicklung ländlicher Räume mit besonderem
Blick auf Ostdeutschland.
Rede auf Einladung der
Katholischen
Nachrichtenagentur
Austausch zu aktuellen gesellschafts- und
demokratiepolitischen Fragestellungen.
Zukunftskongress der IG
Metall Chemnitz
Austausch zu den wirtschaftlichen
Entwicklungsperspektiven der Region Chemnitz
und ihrer industriellen Transformation.
Sounding Board der
Reformagenda Demokratie
Sitzung
Einbringung ostdeutscher Perspektiven in die
Diskussion über Reformen demokratischer
Institutionen und Verfahren.
Bundesweiter Aktionstag der
Demokratiegeschichte,
Museum der Kulturbrauerei
Rede und Würdigung demokratischer Traditionen
und ihrer Bedeutung für die politische Kultur in
Deutschland.
Besuch Leibniz-Zentrum für
zeithistorische Forschung
Potsdam
Podiumsteilnahme und Austausch mit
Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft
zu zeitgeschichtlichen und
gesellschaftspolitischen Fragestellungen.
Gespräch mit dem
Beauftragten der Aufarbeitung
der SED-Diktatur des Landes
Berlin, Frank Ebert
Austausch über die Konzeption und Präsentation
der Freiheitsausstellung sowie deren Beitrag zur
Erinnerungskultur.
Zu 5. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an Treffen mit Vertretern
der Landesregierungen teil? Wenn ja, wie viele Treffen mit Vertretern der Landesregierungen
fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte einzeln und nach Monaten
auflisten), welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde und welche Ziele wurden dabei
verfolgt?
Monat Anlass des Treffens Ziel des Treffens
April (1) Ministerpräsidentenkonferenz
Ost
Austausch und Abstimmung zu aktuellen
politischen Fragestellungen von besonderer
Bedeutung für Ostdeutschland.
Mai (1) Ostdeutsches
Wirtschaftsforum 2025
Austausch zu wirtschaftspolitischen Fragen in
Ostdeutschland sowie Vernetzung mit
Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft,
Wissenschaft und Politik im Rahmen des
Ostdeutschen Wirtschaftsforums.
September
(1)
Ministerpräsidentenkonferenz
Ost
Austausch und Abstimmung zu aktuellen
politischen Fragestellungen von besonderer
Bedeutung für Ostdeutschland.
Oktober
(3)
Automobildialog der
Bundesregierung
Einbringung der Perspektive der ostdeutschen
Standorte der Automobil- und Zulieferindustrie in
den Austausch der Bundesregierung mit
Vertreterinnen und Vertretern der
Automobilwirtschaft und der Gewerkschaften zum
Transformationsprozess der Branche.
Antrittsbesuch bei
Ministerpräsident Dietmar
Woidke, Brandenburg
Vorstellung der und Austausch über künftige
Arbeitsschwerpunkte für Ostdeutschland mit
Wirtschafts-, Energie- und Infrastrukturbezug.
Austausch und Treffen mit
Vertreter Sächsisches
Staatsministerium für Kultur
Austausch zur Repräsentation Ostdeutscher in
Führungspositionen (Elitenmonitor)
November
(1)
Öffentliche
Landkreisversammlung des
Landkreistages Sachsen-Anhalt
Austausch zu den Herausforderungen und
Entwicklungsperspektiven der kommunalen Ebene
sowie zur Bedeutung der kommunalen
Selbstverwaltung für die Entwicklung
Ostdeutschlands.
Januar (2) Grüne Woche, Empfang der
Landesregierung
Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus
Politik, Wirtschaft und Verbänden zu den
Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven
der Land- und Ernährungswirtschaft und der
Entwicklung ländlicher Räume in Ostdeutschland.
Unternehmensbesuch Bosch
Fachlicher Austausch zu den aktuellen
Herausforderungen der Branche sowie zu den
Perspektiven der jeweiligen Standorte.
Februar (2) Taskforce Schwedt der
Landesregierung Brandenburg
Sicherung des PCK-Raffinerie-Standort es
Schwedt/Oder; Erhalt von Arbeitsplätzen
Branchendialog Ost:
Automobilindustrie
Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von
ostdeutschen Unternehmen und deren
Betriebsräten zu Herausforderungen der
ostdeutschen Automobil- und Zulieferstandorte
sowie zu Förderprogrammen der Elektromobilität
und Rahmenbedingungen der Transformation der
Automobilwirtschaft.
März (3) Regionalpolitische
Jahrestagung des BMWE
Einbringung ostdeutscher Perspektiven in die
Diskussion zu Energie-, Industrie- und
Strukturpolitik sowie Pflege bestehender
Netzwerke.
Austausch zu den Folgen einer
angekündigten
Standortschließung für den
regionalen Arbeitsmarkt.
Abstimmung zu Unterstützungs- und
Handlungsoptionen für die betroffenen
Beschäftigten sowie zur Zusammenarbeit mit den
zuständigen Stellen des Bundes.
Ministerpräsidentenkonferenz
Ost
Austausch und Abstimmung zu aktuellen
politischen Fragestellungen von besonderer
Bedeutung für Ostdeutschland.
April (2) Auswärtige Kabinettsitzung
Freistaat Sachsen
Austausch zu aktuellen Herausforderungen,
Entwicklungsperspektiven und gemeinsamen
Anliegen Ostdeutschlands.
Teilnahme an der
Grundsteinlegung eines
Bauforschungszentrums sowie
bilateraler Austausch zu
aktuellen wirtschafts- und
strukturpolitischen
Fragestellungen.
Austausch zu Fragen der wirtschaftlichen
Entwicklung Ostdeutschlands sowie zur
Identifizierung gemeinsamer Ansatzpunkte für die
Zusammenarbeit zwischen Bund und Land.
Zu 6. Nahm die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland an Treffen mit Vertretern
internationaler Organisationen teil? Wenn ja, wie viele Treffen mit Vertretern internationaler
Organisationen fanden im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode statt (bitte einzeln und
nach Monaten auflisten)? Welcher Anlass lag den jeweiligen Treffen zugrunde und welche Ziele
wurden dabei verfolgt?
Monat Anlass des Treffens Ziel des Treffens
November (2) Deutsch-koreanischen
Konsultationsgremium (DKK)
Austausch über Erfahrungen Deutschlands mit
Teilung, Wiedervereinigung und innerer Einheit
zur Einordnung vergleichbarer Prozesse und
Perspektiven in Südkorea.
Austausch mit dem
deutschen Exekutivdirektor
im Internationalen
Währungsfonds (IWF).
Austausch zu internationalen wirtschafts- und
finanzpolitischen Entwicklungen sowie zu
Fragen von Investitionen und wirtschaftlicher
Stabilität.
Januar (1) Gespräch mit der
Vizepräsidentin der
Europäischen
Investitionsbank (EIB).
Austausch zur Umsetzung des
Sondervermögens, zu
Finanzierungsinstrumenten sowie zu
Möglichkeiten der Finanzierung durch die
Europäische Investitionsbank.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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