Übergriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG seit 2015 und Sachstand Arbeitsschutz (Antwort zu Drs. 21/4552)
Text
Übergriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG seit 2015 und Sachstand Arbeitsschutz (Antwort zu Drs. 21/4552)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5307
21. Wahlperiode 09.04.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Peter Bohnhof, René Springer, Robert
Teske, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/4552 –
Übergriffe auf Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG seit 2015 und Sachstand
Arbeitsschutz
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Deutsche Bahn AG (DB AG) befindet sich zu 100 Prozent im Eigentum
des Bundes. Die Beteiligungsführung wird durch das Bundesministerium für
Verkehr (BMV) wahrgenommen (www.bundesfinanzministerium.de/Content/
DE/Standardartikel/Themen/Bundesvermoegen/Privatisierungs_und_Beteiligu
ngspolitik/Beteiligungspolitik/deutsche-bahn-ag.html).
Sowohl die Zahl als auch die Brutalität der Übergriffe auf DB-Mitarbeiter
nehmen nach Wahrnehmung der Fragesteller stetig zu. Am 3. Februar 2026
wurde ein Zugbegleiter in einem Regionalexpress nahe Landstuhl (Landkreis
Kaiserslautern) bei einem Angriff lebensgefährlich verletzt und ist diesen
Verletzungen am folgenden Tag erlegen. Ebenfalls am 3. Februar wurde am
Bahnhof Hamburg-Dammtor ein DB-Aufsichtsmitarbeiter „mit Schlägen und
Tritten gegen den Kopf attackiert“. Am 4. Februar wurden ein Zugbegleiter
und ein Lokführer auf Höhe des Bahnhofs Lüdenscheid-Brügge (Märkischer
Kreis) bespuckt und geschlagen (www.bild.de/regional/saarland/schaffner-
totneue-details-zur-bahn-attacke-in-homburg-6982e36048913c2281394c91;
www.bild.de/news/deutsche-bahn-angriff-auf-mitarbeiter-am-bahnhof-dammt
or-in-hamburg-698342242dfdd2aa24525590; www.bild.de/regional/nordrhei
n-westfalen/die-taeter-wieder-schwarzfahrer-naechster-zug-angriff-
schaffnerbespuckt-lokfuehrer-geschlagen-69845b612dfdd2aa245264a0).
Wenn Kundenkontakt für DB-Mitarbeiter täglich physische und psychische
Belastung, Bedrohung oder sogar Lebensgefahr bedeutet, stellen sich
besondere Fragen an den Arbeitsschutz. Angesichts derart hemmungsloser Gewalt
und einer kontinuierlich sinkenden Hemmschwelle vermuten die Fragesteller
zudem einen Zusammenhang mit innenpolitischen Entscheidungen und
Versäumnissen der vergangenen zehn Jahre.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr
vom 2. April 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl von DB-
Mitarbeitern, die im Dienst Opfer einer Straftat geworden sind, zwischen
2015 und 2025 entwickelt (bitte je Kalenderjahr die zehn häufigsten
Straftaten nach absoluten und prozentualen Zahlen aufschlüsseln)?
Mit Blick auf die Vorbemerkung der Fragesteller wird davon ausgegangen, dass
die Fragen der Kleinen Anfrage auf Übergriffe rekurriert. Als Grundlage
wurden daher die von der Bundespolizei registrierten Gewaltdelikte genutzt.
Die statistischen Angaben in dieser wie weiterer Antworten generieren sich aus
der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES). Zum 1. Januar
2019 erfolgte eine technische Umstellung bei der Datenerhebung. Damit ist
eine differenzierte Verarbeitung und Auswertung der statistischen Daten
innerhalb der PES verbunden, insbesondere in Bezug auf die Gewaltdelikte. Eine
vergleichbare Darstellung der Jahre 2015 bis 2018 auf Grundlage der PES ist
daher nicht möglich.
Die statistischen Daten im Sinne der Fragestellung sind den nachfolgenden
Übersichten zu entnehmen.
Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG (DB AG)
im bahnpolizeilichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei
2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
Anzahl geschädigte
Mitarbeiter der DB AG
1 882 2 373 2 347 2 366 2 305 2 662 3 023
Anzahl Gewaltdelikte zum
Nachteil Mitarbeiter DB AG
1 642 2 068 2 043 2 094 2 070 2.412 2 689
2019
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 944 57,5 Prozent
241 241 14,7 Prozent
224 200 12,2 Prozent
240 190 11,6 Prozent
255 31 1,9 Prozent
229 22 1,3 Prozent
125 4 0,2 Prozent
125a 2 0,1 Prozent
253 2 0,1 Prozent
115 1 0,1 Prozent
120 1 0,1 Prozent
249 1 0,1 Prozent
250 1 0,1 Prozent
252 1 0,1 Prozent
340 1 0,1 Prozent
2020
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 166 56,4 Prozent
241 341 16,5 Prozent
224 238 11,5 Prozent
240 223 10,8 Prozent
255 59 2,9 Prozent
229 26 1,3 Prozent
249 7 0,3 Prozent
253 3 0,1 Prozent
2020
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
252 3 0,1 Prozent
212 2 0,1 Prozent
2021
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 056 51,7 Prozent
241 475 23,3 Prozent
224 226 11,1 Prozent
240 185 9,1 Prozent
255 58 2,8 Prozent
229 36 1,8 Prozent
249 2 0,1 Prozent
252 2 0,1 Prozent
253 1 0,0 Prozent
125 1 0,0 Prozent
226 1 0,0 Prozent
2022
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 019 48,7 Prozent
241 599 28,6 Prozent
224 225 10,7 Prozent
240 151 7,2 Prozent
255 48 2,3 Prozent
229 37 1,8 Prozent
249 5 0,2 Prozent
125 3 0,1 Prozent
252 2 0,1 Prozent
253 1 0,0 Prozent
340 1 0,0 Prozent
113 1 0,0 Prozent
114 1 0,0 Prozent
222 1 0,0 Prozent
2023
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 000 48,3 Prozent
241 625 30,2 Prozent
224 223 10,8 Prozent
240 108 5,2 Prozent
255 50 2,4 Prozent
229 37 1,8 Prozent
252 8 0,4 Prozent
113 6 0,3 Prozent
249 5 0,2 Prozent
114 3 0,1 Prozent
2024
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 095 45,4 Prozent
241 841 34,9 Prozent
224 237 9,8 Prozent
2024
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
240 117 4,9 Prozent
255 57 2,4 Prozent
229 47 1,9 Prozent
252 7 0,3 Prozent
253 3 0,1 Prozent
249 2 0,1 Prozent
115 2 0,1 Prozent
212 2 0,1 Prozent
2025
Straftat nach §§ Strafgesetzbuch Anzahl der Delikte Anteil
223 1 163 43,3 Prozent
241 979 36,4 Prozent
224 258 9,6 Prozent
240 145 5,4 Prozent
255 66 2,5 Prozent
229 57 2,1 Prozent
252 8 0,3 Prozent
253 7 0,3 Prozent
249 2 0,1 Prozent
222 2 0,1 Prozent
Ergänzend wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung sowie die Antwort
der Bundesregierung zu Frage 12 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD
auf Bundestagsdrucksache 21/4141 verwiesen.
2. Welche Berufsgruppen waren in den Fällen nach Frage 1 am häufigsten
betroffen (bitte je Kalenderjahr die drei am häufigsten betroffenen
Gruppen jeweils mit der Gesamtzahl der Fälle aufführen)?
Auf Grundlage der PES sind keine entsprechenden Angaben möglich.
3. Wie verteilen sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Fälle nach
Frage 1 auf den Nah- sowie Regional- und den Fernverkehr (bitte je
Kalenderjahr in absoluten und prozentualen Zahlen angeben)?
Die statistischen Daten im Sinne der Fragestellung sind den nachfolgenden
Übersichten zu entnehmen.
2019
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 1 642
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 829
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 311 37,5 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 411 49,6 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 106 12,8 Prozent
Sonstige 1 0,1 Prozent
2020
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 068
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 1 034
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 400 38,7 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 485 46,9 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 143 13,8 Prozent
Sonstige 6 0,6 Prozent
2021
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 043
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 862
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 323 37,5 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 379 44,0 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 148 17,2 Prozent
Sonstige 12 1,4 Prozent
2022
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 094
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 960
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 335 34,9 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 424 44,2 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 193 20,1 Prozent
Sonstige 8 0,8 Prozent
2023
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 070
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 885
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 238 26,9 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 423 47,8 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 206 23,3 Prozent
Sonstige 18 2,0 Prozent
2024
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 412
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 1 068
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 279 26,1 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 551 51,6 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 219 20,5 Prozent
Sonstige 19 1,8 Prozent
2025
Anzahl Gewaltdelikte zum Nachteil von Mitarbeitern der DB AG 2 689
davon in fahrenden oder abfahrbereiten Zügen 1 208
davon Anzahl Delikte Anteil
Reisezug-Nahverkehr 352 29,1 Prozent
Reisezug-Regionalverkehr 593 49,1 Prozent
Reisezug-Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr 245 20,3 Prozent
Sonstige 18 1,5 Prozent
4. Wie verteilen sich die Tatorte der Fälle nach Frage 1 auf die
Bundesländer (bitte je Kalenderjahr in absoluten und prozentualen Zahlen
angeben)?
Die statistischen Daten im Sinne der Fragestellungen sind den nachfolgenden
Übersichten zu entnehmen.
2019
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 328 20,0 Prozent
Bayern 228 13,9 Prozent
Hessen 215 13,1 Prozent
Baden-Württemberg 205 12,5 Prozent
Hamburg 183 11,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen 143 8,7 Prozent
Niedersachsen 60 3,7 Prozent
Sachsen-Anhalt 50 3,0 Prozent
Brandenburg 49 3,0 Prozent
Rheinland-Pfalz 49 3,0 Prozent
Sachsen 39 2,4 Prozent
Bremen 29 1,8 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 21 1,3 Prozent
Schleswig-Holstein 20 1,2 Prozent
Saarland 12 0,7 Prozent
Thüringen 11 0,7 Prozent
2020
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 455 22,0 Prozent
Bayern 246 11,9 Prozent
Hessen 209 10,1 Prozent
Baden-Württemberg 260 12,6 Prozent
Hamburg 158 7,6 Prozent
Nordrhein-Westfalen 307 14,8 Prozent
Niedersachsen 112 5,4 Prozent
Sachsen-Anhalt 29 1,4 Prozent
Brandenburg 51 2,5 Prozent
Rheinland-Pfalz 83 4,0 Prozent
Sachsen 35 1,7 Prozent
Bremen 20 1,0 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 24 1,2 Prozent
Schleswig-Holstein 38 1,8 Prozent
Saarland 28 1,4 Prozent
Thüringen 13 0,6 Prozent
2021
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 446 21,8 Prozent
Bayern 245 12,0 Prozent
Hessen 161 7,9 Prozent
Baden-Württemberg 203 9,9 Prozent
Hamburg 188 9,2 Prozent
Nordrhein-Westfalen 338 16,5 Prozent
Niedersachsen 100 4,9 Prozent
Sachsen-Anhalt 55 2,7 Prozent
2021
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Brandenburg 66 3,2 Prozent
Rheinland-Pfalz 65 3,2 Prozent
Sachsen 47 2,3 Prozent
Bremen 26 1,3 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 38 1,9 Prozent
Schleswig-Holstein 39 1,9 Prozent
Saarland 18 0,9 Prozent
Thüringen 8 0,4 Prozent
2022
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 329 15,7 Prozent
Bayern 334 16,0 Prozent
Hessen 193 9,2 Prozent
Baden-Württemberg 266 12,7 Prozent
Hamburg 191 9,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen 264 12,6 Prozent
Niedersachsen 118 5,6 Prozent
Sachsen-Anhalt 60 2,9 Prozent
Brandenburg 49 2,3 Prozent
Rheinland-Pfalz 61 2,9 Prozent
Sachsen 40 1,9 Prozent
Bremen 47 2,2 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 30 1,4 Prozent
Schleswig-Holstein 63 3,0 Prozent
Saarland 27 1,3 Prozent
Thüringen 22 1,1 Prozent
2023
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 295 14,3 Prozent
Bayern 329 15,9 Prozent
Hessen 174 8,4 Prozent
Baden-Württemberg 261 12,6 Prozent
Hamburg 168 8,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen 273 13,2 Prozent
Niedersachsen 132 6,4 Prozent
Sachsen-Anhalt 65 3,1 Prozent
Brandenburg 60 2,9 Prozent
Rheinland-Pfalz 75 3,6 Prozent
Sachsen 65 3,1 Prozent
Bremen 35 1,7 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 32 1,5 Prozent
Schleswig-Holstein 63 3,0 Prozent
Saarland 34 1,6 Prozent
Thüringen 9 0,4 Prozent
2024
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 311 12,9 Prozent
Bayern 356 14,8 Prozent
Hessen 185 7,7 Prozent
2024
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Baden-Württemberg 298 12,4 Prozent
Hamburg 172 7,1 Prozent
Nordrhein-Westfalen 430 17,8 Prozent
Niedersachsen 136 5,6 Prozent
Sachsen-Anhalt 73 3,0 Prozent
Brandenburg 66 2,7 Prozent
Rheinland-Pfalz 66 2,7 Prozent
Sachsen 72 3,0 Prozent
Bremen 43 1,8 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 56 2,3 Prozent
Schleswig-Holstein 94 3,9 Prozent
Saarland 23 1,0 Prozent
Thüringen 31 1,3 Prozent
2025
Bundesland Anzahl der Delikte Anteil
Berlin 331 12,3 Prozent
Bayern 404 15,0 Prozent
Hessen 215 8,0 Prozent
Baden-Württemberg 319 11,9 Prozent
Hamburg 166 6,2 Prozent
Nordrhein-Westfalen 435 16,2 Prozent
Niedersachsen 160 6,0 Prozent
Sachsen-Anhalt 131 4,9 Prozent
Brandenburg 72 2,7 Prozent
Rheinland-Pfalz 112 4,2 Prozent
Sachsen 98 3,6 Prozent
Bremen 31 1,2 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 58 2,2 Prozent
Schleswig-Holstein 91 3,4 Prozent
Saarland 28 1,0 Prozent
Thüringen 38 1,4 Prozent
5. Wie viele DB-Mitarbeiter wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
infolge eines Falles nach Frage 1 berufsunfähig (bitte je Kalenderjahr
nach Berufsgruppe aufschlüsseln)?
Antworten im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor. Nach Angaben der
DB AG werden aus Gründen des Datenschutzes die Vorfälle nicht mit
persönlichen Daten wie Ausfallzeiten und Berufsunfähigkeiten verknüpft und
ausgewertet.
6. Wie lange dauerte es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Fällen
nach Frage 1, die eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatten, bis die
betroffenen DB-Mitarbeiter in den Dienst zurückgekehrt sind (bitte je
Kalenderjahr die durchschnittliche und jeweils maximale Arbeitsunfähigkeit in
Tagen angeben)?
Antworten im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor.
7. In wie vielen der Fälle nach Frage 1 wurde die Tat nach Kenntnis der
Bundesregierung durch
a) einen Täter,
b) zwei Täter,
c) mehr als zwei Täter gemeinschaftlich begangen
(bitte je Kalenderjahr in absoluten und prozentualen Zahlen darstellen)?
Aufgrund der Erfassungssystematik der statistischen Daten in den polizeilichen
Systemen der Bundespolizei ist keine Aussage im Sinne der Fragestellung
möglich.
8. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
Staatsangehörigkeiten der Täter nach Frage 1 entwickelt (bitte je Kalenderjahr die zehn
häufigsten Staatsangehörigkeiten in absoluten und prozentualen Zahlen
angeben)?
Die statistischen Daten im Sinne der Fragestellung ist den nachfolgenden
Übersichten zu entnehmen.
2019
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 663 51,6 Prozent
polnisch 62 4,8 Prozent
afghanisch 48 3,7 Prozent
nigerianisch 42 3,3 Prozent
syrisch 38 3,0 Prozent
somalisch 33 2,6 Prozent
türkisch 32 2,5 Prozent
rumänisch 26 2,0 Prozent
gambisch 22 1,7 Prozent
irakisch 22 1,7 Prozent
2020
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 812 50,0 Prozent
polnisch 93 5,7 Prozent
afghanisch 61 3,8 Prozent
syrisch 60 3,7 Prozent
rumänisch 46 2,8 Prozent
nigerianisch 43 2,6 Prozent
somalisch 37 2,3 Prozent
guineisch 34 2,1 Prozent
türkisch 32 2,0 Prozent
gambisch 25 1,5 Prozent
2021
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 884 54,1 Prozent
polnisch 85 5,2 Prozent
syrisch 56 3,4 Prozent
2021
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
türkisch 51 3,1 Prozent
afghanisch 44 2,7 Prozent
rumänisch 32 2,0 Prozent
somalisch 30 1,8 Prozent
nigerianisch 29 1,8 Prozent
irakisch 22 1,3 Prozent
marokkanisch 20 1,2 Prozent
2022
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 804 50,3 Prozent
polnisch 86 5,4 Prozent
syrisch 52 3,3 Prozent
türkisch 51 3,2 Prozent
afghanisch 47 2,9 Prozent
marokkanisch 36 2,3 Prozent
rumänisch 35 2,2 Prozent
nigerianisch 29 1,8 Prozent
irakisch 22 1,4 Prozent
bulgarisch 21 1,3 Prozent
2023
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 812 51,3 Prozent
polnisch 88 5,6 Prozent
syrisch 58 3,7 Prozent
afghanisch 44 2,8 Prozent
türkisch 41 2,6 Prozent
rumänisch 38 2,4 Prozent
algerisch 30 1,9 Prozent
eritreisch 28 1,8 Prozent
somalisch 27 1,7 Prozent
marokkanisch 25 1,6 Prozent
2024
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 922 49,6 Prozent
polnisch 104 5,6 Prozent
afghanisch 67 3,6 Prozent
syrisch 63 3,4 Prozent
türkisch 58 3,1 Prozent
ukrainisch 44 2,4 Prozent
rumänisch 43 2,3 Prozent
algerisch 42 2,3 Prozent
eritreisch 30 1,6 Prozent
marokkanisch 29 1,6 Prozent
2025
Staatsangehörigkeit Anzahl der Tatverdächtigen Anteil an den bekannt
gewordenen Tatverdächtigen
deutsch 1 113 53,5 Prozent
polnisch 106 5,1 Prozent
syrisch 89 4,3 Prozent
türkisch 68 3,3 Prozent
ukrainisch 62 3,0 Prozent
afghanisch 60 2,9 Prozent
rumänisch 46 2,2 Prozent
marokkanisch 28 1,3 Prozent
bulgarisch 27 1,3 Prozent
italienisch 26 1,2 Prozent
Aufgrund von Tatmehrheiten sowie gemeinschaftliche Begehungsformen kann
die Gesamtzahl der Gewaltdelikte von der Summe der Tatverdächtigen
abweichen.
9. Inwiefern wurden die Taten nach Frage 1 nach Kenntnis der
Bundesregierung bislang strafrechtlich geahndet (Anzahl
Verfahrenseinstellungen, Anklageerhebungen und Urteile gruppiert nach Strafmaß; bitte je
Kalenderjahr nach Straftatbestand aufschlüsseln)?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
10. Worauf führt die Bundesregierung den Anstieg der Anzahl der Übergriffe
gegen DB-Mitarbeiter von mehr als 83 Prozent zwischen 2015 und 2024
zurück (vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/609653/umfrag
e/uebergriffe-gegen-mitarbeiter-der-deutschen-bahn/)?
Das Reisendenaufkommen hat seit der Corona-Pandemie wieder zugenommen.
Hierdurch finden auch vermehrt Kontrollen bei den Reisenden in Zügen und an
Bahnhöfen statt. In den Kontrollsituationen, wie z. B. Fahrausweiskontrollen –
insbesondere bei der Prüfung der Identität anhand der Personaldokumente,
Durchsetzung des Hausrechts etc. –, zeigen Menschen eine aggressivere
Haltung gegenüber Arbeitnehmern mit Unternehmensbekleidung, die dann in
vielen Fällen durch verbale und tätliche Übergriffe zum Ausdruck kommt.
11. Worauf führt die Bundesregierung den Rückgang der Anzahl der
Übergriffe gegen DB-Mitarbeiter in den Jahren 2019, 2021 und mutmaßlich
auch 2020 zurück (für 2020 ist laut vorliegender Quelle kein Wert
vorhanden, ebd.)?
Nach Angaben der DB AG war das Reiseaufkommen der Bevölkerung im
betreffenden Zeitraum unter dem Einfluss des COVID-19-Infektionsgeschehens
im Verhältnis zu den Vor- und Folgejahren geringer.
12. Welche Maßnahmen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit
2015 arbeitgeberseitig zum Schutz der DB-Mitarbeiter vor bzw. bei
Übergriffen etabliert (vgl. www.zdfheute.de/panorama/bahn-sicherheit-a
ngriff-bodycam-strafe-100.html)?
a) Welche Rolle spielten nach Kenntnis der Bundesregierung Übergriffe
auf DB-Mitarbeiter im Jahr 2015 und gegenwärtig jeweils in der
betrieblichen Gefährdungsbeurteilung der DB (bitte auch anhand
Anzahl, Kapitel, Seiten oder Ähnlichem quantifizieren)?
Die Fragen 12 und 12a werden gemeinsam beantwortet.
Nach Angaben der DB AG werden Übergriffe auf Mitarbeiter seit Jahren im
Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilungen in Abhängigkeit der
jeweiligen Tätigkeit berücksichtigt.
b) Seit wann können DB-Mitarbeiter nach Kenntnis der Bundesregierung
Übergriffe via App melden, und wie viele solcher Meldungen haben
DB-Mitarbeiter seit Beginn dieser Maßnahme abgesetzt (bitte je
Kalenderjahr angeben)?
Nach Angaben der Deutschen Bahn AG wurde seit 2023 ein digitales
Erfassungssystem sukzessiv eingeführt. Dies befindet sich derzeit noch in der
Entwicklung und wird in der ersten Phase bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Folgende Übersicht zur Erfassung durch die Mitarbeiter zu „Übergriffe
(Körperverletzungen) auf DB-Mitarbeiter“.
Jahr Anzahl
2023 3 144
2024 3 324
2025 3 262
c) Wie viele diesbezügliche Fortbildungen (Selbstverteidigung,
Deeskalationstraining etc.) wurden im erfragten Zeitraum angeboten, und wie
viele Mitarbeiter haben daran teilgenommen (bitte je Kalenderjahr
angeben)?
d) Welche Rolle spielen nach Kenntnis der Bundesregierung Übergriffe
im Rahmen der Ausbildung und Qualifizierung (Quereinstieg) für
Berufe mit Kundenkontakt (bitte anhand Unterrichtseinheiten, Anzahl
Trainings und Ähnlichem quantifizieren)?
Die Fragen 12c und 12d werden gemeinsam beantwortet.
Nach Angaben der Deutschen Bahn AG nimmt jeder Mitarbeiter alle zwei bis
drei Jahre, die Mitarbeiter der DB Sicherheit jährlich, verpflichtend an
Deeskalations-/Verhaltenstrainings teil.
Im Jahr 2025 wurden Mitarbeiter mit Kundenkontakt bei
Deeskalationstrainings wie folgt geschult.
DB Fernverkehr 2 460
DB Regio 3 781
DB InfraGO Personenbahnhöfe 2 327
DB Vertrieb 418
DB Sicherheit 2 197
Anderen Berufsgruppen im operativen Bereich stehen Verhaltens- und
Deeskalationstrainings auf freiwilliger Basis zur Verfügung.
e) Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl und
der Anteil der Zugbegleiter und Sicherheitskräfte im erfragten
Zeitraum entwickelt, die im Dienst eine Bodycam tragen (bitte je
Kalenderjahr in absoluten und prozentualen Zahlen angeben)?
Nach Angaben der DB AG gibt es seit 2024 Bodycams für Kundenbetreuer im
Nahverkehr (KiN) auf freiwilliger Basis. Aktuell nehmen rund 1 400
Mitarbeiter von rund 5 500 KiN insgesamt das Angebot wahr. Das ist eine
Ausstattungsquote von rund 26 Prozent.
Bei der DB Sicherheit tragen ca. 173 Mitarbeiter anlassbezogen oder
permanent Bodycams.
Seit 2025 gibt es außerdem Pilotprojekte mit Bodycams im Fernverkehr.
f) Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung im erfragten
Zeitraum die Zahl von Psychologen und Sozialberatern entwickelt, an die
sich betroffene DB-Mitarbeiter wenden können (bitte je Kalenderjahr
angeben)?
Die Offenlegung der begehrten Informationen würde das wirtschaftliche
Handeln der DB beeinträchtigen und könnte erhebliche Wettbewerbsnachteile nach
sich ziehen und somit das fiskalische Interesse des Bundes beeinträchtigen.
Informationen über die Zahl von Psychologen und Sozialberatern, an die DB-
Mitarbeiter sich wenden, lassen grundsätzlich Rückschlüsse auf mögliche
Kosten und interne Belastungen der DB AG zu, die Wettbewerber bei der
Kalkulation eigener Angebote nutzen könnten. Gleichzeitig hat die DB AG nicht die
Möglichkeit, an vergleichbare Informationen konkurrierender Anbieter zu
gelangen.
Unter Abwägung zwischen dem parlamentarischen Auskunftsanspruch
einerseits und dem Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen unter
Berücksichtigung möglicher nachteiliger Wirkungen für die DB AG wurden die
erbetenen Informationen als „VS-Vertraulich“ eingestuft und in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt.*
13. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der im DB-
Nah- und DB-Regionalverkehr eingesetzten Zugbegleiter seit 2015
entwickelt (bitte je Kalenderjahr die absolute Zahl und die durchschnittliche
Anzahl eingesetzter Zugbegleiter je Fahrt angeben)?
Die in den genannten Fragen erbetenen Informationen können nicht
veröffentlicht werden, weil hierbei geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der
DB Regio betroffen sind, die auch das fiskalische Interesse des Bundes
betreffen. Ihre Offenlegung würde das wirtschaftliche Handeln der DB Regio
beeinträchtigen und könnte erhebliche Wettbewerbsnachteile nach sich ziehen.
Die Anzahl der von DB Regio eingesetzten Zugbegleiter lässt Rückschlüsse auf
die Höhe der damit verbundenen Personalkosten zu, die im Rahmen von
laufenden oder zukünftigen Ausschreibungen zu Wettbewerbsnachteilen von
DB Regio führen könnte. Wettbewerber könnten diese Informationen für die
Kalkulation ihrer eigenen Angebote nutzen. Gleichzeitig hat DB Regio nicht
die Möglichkeit, an vergleichbare Angebote konkurrierender Anbieter zu
gelangen.
* Das Bundesministerium für Verkehr hat die Antwort als „VS-Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt
und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
Unter Abwägung zwischen dem parlamentarischen Auskunftsanspruch
einerseits und dem Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen unter
Berücksichtigung möglicher nachteiliger Wirkungen für die DB AG wurden die
erbetenen Informationen als „VS-Vertraulich“ eingestuft und in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt.*
14. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der im DB-
Nah- und DB-Regionalverkehr eingesetzten Sicherheitskräfte seit 2015
entwickelt (bitte je Kalenderjahr die absolute Zahl und die
durchschnittliche Anzahl eingesetzter Sicherheitsmitarbeiter je Fahrt angeben)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 1 und 3 bis 6 der
Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/4567
verwiesen.
15. Welche konkreten Maßnahmen und Entscheidungen „für mehr Sicherheit
auf der Schiene“ und zur „langfristigen“ Finanzierung „der
Sicherheitskräfte im Regional- und Nahverkehr“ wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung am 13. Februar 2026 auf dem von der DB-Vorstandschefin
Evelyn Palla einberufenen Sicherheitsgipfel verabredet, und welche
Rolle kommt dem Bund bei der Umsetzung dieser Maßnahmen zu,
insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung etwaiger Maßnahmen
(www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/DB-
Chefin-Evelyn-Palla-laedt-zum-Sicherheits-Gipfel-ein-13740968; vgl.
www.zdfheute.de/politik/deutschland/bahn-sicherheitsgipfel-ergebnisse-
serkan-gewalt-100.html)?
16. Welche gesetzgeberischen Antworten wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung seit 2015 im Zusammenhang mit Übergriffen gegen DB-
Mitarbeiter gegeben?
17. Sieht die Bundesregierung aktuell gesetzgeberischen Handlungsbedarf
im Zusammenhang mit Übergriffen gegen DB-Mitarbeiter?
a) Wenn ja, welchen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 15 bis 17b werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundespolizei setzt ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der
Gewaltkriminalität auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes uneingeschränkt fort.
Die DB AG wird nach eigener Aussage kurzfristig folgende Maßnahmen
umsetzen:
• 2026 erhalten alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt im Nahverkehr,
Fernverkehr und an den Bahnhöfen Bodycams für die freiwillige Nutzung zur
Verfügung gestellt.
• Die persönliche Schutzausrüstung und das Schulungsangebot bezüglich
Verhaltens- und Deeskalationstrainings für DB-Mitarbeiter werden weiter
verbessert. Zudem wird der Hilferufknopf „Prio-Ruf“ weiter ausgerollt.
• Die DB AG setzt 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen
ein.
* Das Bundesministerium für Verkehr hat die Antwort als „VS-Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt
und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
• Die DB AG stärkt die Ordnungspartnerschaft mit der Bundespolizei und
führt beispielsweise mit dieser regionale Sicherheitswerkstätten durch, um
Sicherheitskonzepte vor Ort anzupassen.
• Bei DB Regio gilt bei der Ticketkontrolle das Prinzip Eigensicherung vor
Prüfung. Ab 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob
ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.
Der gemeinsame „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ wird
zudem durch folgende Handlungs- und Prüffelder ergänzt:
• Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und an Bahnhöfen.
• Besetzung der Nahverkehrszüge mit mehr Personal.
• Neugestaltung des Deutschlandtickets, um Kontrollen zu vereinfachen.
• Verstärkte und KI-unterstützte Auswertung von Video- und
Audioaufzeichnungen zur Früherkennung. Die rechtlichen Grundlagen dafür sollen
verbessert werden.
• Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Mitarbeitern, damit Angriffe auf
sie besser geahndet werden können. Dies werden die beteiligten
Bundesministerien in dem laufenden Verfahren zur Anpassung des
Strafgesetzbuchs prüfen.
Darüber hinaus stimmen Bund und DB AG die Umsetzung der Maßnahmen ab.
Daher kann zu den Kosten noch keine Aussage getroffen werden.
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ISSN 0722-8333
Relationen
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