Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
Text
Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Ukraine
zur Beseitigung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
sowie zur Verhinderung der
Steuerverkürzung und -umgehung
A. Problem und Ziel
Doppelbesteuerungen stellen bei internationaler wirtschaftlicher
Be tätigung ein erhebliches Hindernis für Handel und Investitionen
dar. Durch das Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen der Bundes -
republik Deutschland und der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbe -
steuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie zur
Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung (im Folgenden:
Abkommen) sollen derartige steuerliche Hindernisse zur Förderung und
Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und der Ukraine besser abgebaut werden als es nach
dem derzeit geltenden Abkommen vom 3. Juli 1995 zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Vermeidung der
Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und
vom Vermögen (BGBl. 1996 II S. 498, 499; im Folgenden: Abkommen
von 1995) möglich ist. Das Abkommen enthält die dafür notwendigen
Regelungen. Das Abkommen von 1995 wird – flankiert durch
Übergangsregelungen – aufgehoben.
Das Abkommen bedarf nach Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des
Grundgesetzes der Zustimmung der für die Bundesgesetzgebung zuständigen
Körperschaften in Form eines Bundesgesetzes, das der Zustimmung
des Bundesrates bedarf.
Drucksache 21/8245Deutscher Bundestag
21. Wahlperiode 28.09.2026
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
B. Lösung
Verabschiedung eines Vertragsgesetzes gemäß Artikel 59 Absatz 2
Satz 1 des Grundgesetzes, das der Zustimmung des Bundesrates
bedarf.
C. Alternativen
Keine.
D. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand
Es ergeben sich für die öffentlichen Haushalte keine nennenswerten
fiskalischen Gesamtauswirkungen. Tendenzielle
Steuermehreinnahmen dürften sich mit tendenziellen Steuermindereinnahmen weit -
gehend ausgleichen. Einige Maßnahmen dienen der Sicherung des
Steueraufkommens.
E. Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger
Das Abkommen hat gegenüber der Rechtslage nach dem derzeit
geltenden Abkommen keine messbaren Auswirkungen auf den Er -
füllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger.
E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft
Für die Wirtschaft entstehen durch das Abkommen keine messbaren
Auswirkungen auf den Erfüllungsaufwand.
E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung
Durch das Abkommen kommt es weder beim Bund noch bei den
Steuerverwaltungen der Länder zu einer messbaren Änderung des
Erfüllungsaufwands.
F. Weitere Kosten
Unternehmen, insbesondere den kleinen und mittelständischen
Unternehmen, entstehen durch das Abkommen keine unmittelbaren direkten
Kosten. Auswirkungen auf Einzelpreise und das Preisniveau,
insbesondere das Verbraucherpreisniveau, sind durch das Abkommen nicht zu
erwarten.
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V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DER BUNDESKANZLER
Berlin, 28. September 2026
An die
Präsidentin des
Deutschen Bundestages
Frau Julia Klöckner
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin,
hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen
der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Beseitigung der
Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie
zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
mit Begründung und Vorblatt (Anlage).
Ich bitte, die Beschlussfassung des Deutschen Bundestages herbeizuführen.
Federführend ist das Bundesministerium der Finanzen.
Der Gesetzentwurf ist dem Bundesrat am 4. September 2026 als besonders
eilbedürftig zugeleitet worden.
Die Stellungnahme des Bundesrates zu dem Gesetzentwurf sowie die
Auffassung der Bundesregierung zu der Stellungnahme des Bundesrates
werden unverzüglich nachgereicht.
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Merz
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
E n t w u r f
Gesetz
zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Ukraine
zur Beseitigung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
Vom
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Dem in Paris am 19. Mai 2026 unterzeichneten Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der
Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie zur Verhinderung
der Steuerverkürzung und -umgehung wird zugestimmt. Das Abkommen wird nachstehend veröffentlicht.
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V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Artikel 2
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem das Abkommen nach seinem Artikel 29 Absatz 2 in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekannt
zu geben.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Begründung zum Vertragsgesetz
Zu Artikel 1
Auf das Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der
Steuern vom Einkommen sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und
-umgehung (im Folgenden: Abkommen) ist Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des
Grundgesetzes anzuwenden, da es sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung
bezieht.
Die Zustimmung des Bundesrates ist nach Artikel 105 Absatz 3 des Grund -
gesetzes erforderlich, da das Aufkommen aus den durch das Abkommen
betroffenen Steuern gemäß Artikel 106 Absatz 3, 5 und 6 des Grundgesetzes ganz
oder zum Teil den Ländern oder den Gemeinden zusteht. Die Zustimmung des
Bundesrates ist zudem nach Artikel 108 Absatz 5 des Grundgesetzes erforderlich,
da Regelungen über Verwaltungsverfahren im Abkommen auch von den Ländern
zu beachten sind.
Zu Artikel 2
Die Bestimmung des Absatzes 1 entspricht dem Erfordernis des Artikels 82
Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes.
Nach Absatz 2 ist der Zeitpunkt, in dem das Abkommen nach seinem Artikel 29
Absatz 2 in Kraft tritt, im Bundesgesetzblatt bekannt zu geben.
Schlussbemerkung
Mit dem Vertragsgesetz erfolgt die innerstaatliche Inkraftsetzung des am 19. Mai
2026 unterzeichneten Abkommens. Hierdurch wird das Abkommen vom 3. Juli
1995 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Vermeidung
der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom
Vermögen (BGBl. 1996 II S. 498, 499) ersetzt.
Das Gesetz steht im Einklang mit den Leitgedanken der Bundesregierung zur
nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
Weiterentwicklung 2025 (im Folgenden: DNS), die der Umsetzung der VN-
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung dient. Es trägt insbesondere zur
ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit bei.
Das Gesetz dient der nachhaltigen Entwicklung, da mit dem Abkommen die
Nachhaltigkeitsziele 10 („Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern“) und
17 („Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige
Entwicklung mit neuem Leben erfüllen“) unterstützt werden.
Entsprechend dem Nachhaltigkeitsziel 10 leisten Steuern einen Beitrag, um
Einkommensungleichheit zu verringern. Steuerverkürzung oder -umgehung bedroht
die Effektivität dieses Ausgleichs. Die Umsetzung der Empfehlungen des Pro -
jektes der OECD und G20 zur Bekämpfung von Gewinnkürzungen und
Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting, „BEPS“), auch durch das hier
vorliegende Abkommen, ist ein wesentlicher Baustein zur Schließung von
Steuerschlupflöchern und für eine faire globale Besteuerung.
Entsprechend dem Nachhaltigkeitsziel 17 trägt die Umsetzung der BEPS-
Empfehlungen zudem dazu bei, die internationale Zusammenarbeit im Bereich der
Besteuerung zu verbessern und die Kapazitäten zur Erhebung von Steuern zu
verbessern.
Damit unterstützt das Vorhaben die folgenden Indikatorenbereiche der DNS:
8.2.a (Staatsverschuldung) und 8.4. (Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit). Eine
Nachhaltigkeitsrelevanz bezüglich anderer Indikatoren ist nicht gegeben.
Es ergeben sich für die öffentlichen Haushalte keine nennenswerten fiskalischen
Gesamtauswirkungen. Tendenzielle Steuermehreinnahmen dürften sich mit
tendenziellen Steuermindereinnahmen weitgehend ausgleichen. Einige Maßnahmen
dienen der Sicherung des Steueraufkommens.
Informationspflichten für die Wirtschaft werden weder eingeführt noch verändert
oder abgeschafft.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Darüber hinaus führt das Abkommen weder für Unternehmen noch für
Bürgerinnen und Bürger und für die Steuerverwaltung des Bundes und der Länder zu
messbaren Veränderungen des Erfüllungsaufwandes.
Die „One in, one out“-Regelung ist nicht anzuwenden, weil es sich bei diesem
Gesetz um die 1:1-Umsetzung eines völkerrechtlichen Vertrages handelt.
Unternehmen, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen,
entstehen durch dieses Gesetz keine unmittelbaren direkten Kosten. Auswirkungen
auf Einzelpreise und das Preisniveau, insbesondere auf das
Verbraucherpreisniveau, sind von diesem Gesetz nicht zu erwarten.
Da das dem Vertragsgesetz zugrunde liegende völkerrechtliche Abkommen keine
Befristung seiner Anwendung erhält, kommt eine Befristung des Vertragsgesetzes
nicht in Betracht. Einer Evaluation des Vertragsgesetzes bedarf es nicht, da das
dem Vertragsgesetz zugrunde liegende völkerrechtliche Abkommen nur durch
einen weiteren bilateralen völkerrechtlichen Vertrag geändert oder durch dessen
Kündigung einseitig beendet werden könnte.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Abkommen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Ukraine
zur Beseitigung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
Die Bundesrepublik Deutschland
und
die Ukraine
von dem Wunsch geleitet, ihre wirtschaftlichen Beziehungen
weiterzuentwickeln, ihre Zusammenarbeit in Steuersachen zu
vertiefen und eine wirksame und zutreffende Steuererhebung zu
gewährleisten,
in der Absicht, ein Abkommen zur Beseitigung der Doppel -
besteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen zu
schließen, ohne Möglichkeiten zur Nicht- oder
Niedrigbesteuerung durch Steuerverkürzung oder -umgehung (unter anderem
durch missbräuchliche Gestaltungen mit dem Ziel des Erhalts von
in diesem Abkommen vorgesehenen Erleichterungen zum
mittelbaren Nutzen von in Drittstaaten ansässigen Personen) zu
schaffen –
sind wie folgt übereingekommen:
Artikel 1
Unter das Abkommen fallende Personen
(1) Dieses Abkommen gilt für Personen, die in einem oder
beiden der Vertragsstaaten ansässig sind.
(2) Im Sinne dieses Abkommens gelten Einkünfte, die durch
oder über Rechtsträger oder Gebilde bezogen werden, die nach
dem Steuerrecht eines der beiden Vertragsstaaten vollständig
oder teilweise steuerlich transparent behandelt werden, als
Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, jedoch
nur, soweit die Einkünfte für Zwecke der Besteuerung durch
diesen Staat wie Einkünfte einer in diesem Staat ansässigen Person
behandelt werden.
Artikel 2
Unter das Abkommen fallende Steuern
(1) Dieses Abkommen gilt ungeachtet der Art der Erhebung für
Steuern vom Einkommen, die für Rechnung eines Vertragsstaats
oder seiner Gebietskörperschaften erhoben werden.
(2) Als Steuern vom Einkommen gelten alle Steuern, die vom
Gesamteinkommen oder von Teilen des Einkommens erhoben
werden, einschließlich der Steuern vom Gewinn aus der
Veräußerung beweglichen oder unbeweglichen Vermögens, der
Lohnsummensteuern sowie der Steuern vom Vermögenszuwachs.
Agreement
between the Federal Republic of Germany
and Ukraine
for the Elimination of Double Taxation
with respect to Taxes on Income
and the Prevention of Tax Evasion and Avoidance
The Federal Republic of Germany
and
Ukraine,
Desiring to further develop their economic relationship, to
enhance their cooperation in tax matters and to ensure the effective
and appropriate collection of tax,
Intending to conclude an Agreement for the elimination of
double taxation with respect to taxes on income without creating
opportunities for non-taxation or reduced taxation through tax
evasion or avoidance (including through treaty shopping
arrangements aimed at obtaining reliefs provided in this Agreement for
the indirect benefit of residents of third States),
Have agreed as follows:
Article 1
Persons Covered
(1) This Agreement shall apply to persons who are residents
of one or both of the Contracting States.
(2) For the purposes of this Agreement, income derived by or
through an entity or arrangement that is treated as wholly or partly
fiscally transparent under the tax law of either Contracting State
shall be considered to be income of a resident of a Contracting
State but only to the extent that the income is treated, for
purposes of taxation by that State, as the income of a resident of that
State.
Article 2
Taxes Covered
(1) This Agreement shall apply to taxes on income imposed
on behalf of a Contracting State or of its political subdivisions or
local authorities, irrespective of the manner in which they are
levied.
(2) There shall be regarded as taxes on income all taxes
imposed on total income or on elements of income, including taxes
on gains from the alienation of movable or immovable property,
taxes on the total amounts of wages or salaries paid by
enterprises, as well as taxes on capital appreciation.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(3) Zu den bestehenden Steuern, für die das Abkommen gilt,
gehören insbesondere
a) in der Bundesrepublik Deutschland
i) die Einkommensteuer,
ii) die Körperschaftsteuer und
iii) die Gewerbesteuer
einschließlich der darauf erhobenen Zuschläge (im Folgenden
als „deutsche Steuer“ bezeichnet);
b) in der Ukraine
i) die Einkommensteuer und
ii) die Steuer auf Unternehmensgewinne
(im Folgenden als „ukrainische Steuer“ bezeichnet).
(4) Das Abkommen gilt auch für alle Steuern gleicher oder im
Wesentlichen ähnlicher Art, die nach der Unterzeichnung des
Abkommens neben den bestehenden Steuern oder an deren Stelle
erhoben werden. Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten
teilen einander alle bedeutsamen Änderungen in ihrem
Steuerrecht mit.
Artikel 3
Allgemeine Begriffsbestimmungen
(1) Im Sinne dieses Abkommens, sofern der Zusammenhang
nichts anderes erfordert,
a) bedeuten die Ausdrücke „ein Vertragsstaat“ und „der andere
Vertragsstaat“ je nach dem Zusammenhang die
Bundesrepublik Deutschland oder die Ukraine;
b) umfasst der Ausdruck „Bundesrepublik Deutschland“, wenn
im geografischen Sinn verwendet, das Hoheitsgebiet der
Bundesrepublik Deutschland sowie das an das Küstenmeer
angrenzende Gebiet des Meeresbodens, seines Untergrunds
und der darüberliegenden Wassersäule, in dem die
Bundesrepublik Deutschland in Übereinstimmung mit dem
Völkerrecht und ihren innerstaatlichen Rechtsvorschriften
Hoheitsrechte oder -befugnisse zum Zweck der Erforschung,
Gewinnung, Erhaltung und Bewirtschaftung lebender und
nicht lebender natürlicher Ressourcen oder zur
Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ausübt;
c) bedeutet der Ausdruck „Ukraine“, wenn im geografischen
Sinn verwendet, das Hoheitsgebiet der Ukraine, ihren
Festlandsockel und ihre ausschließliche (maritime) Wirtschafts -
zone einschließlich jedes an das Küstenmeer der Ukraine
angrenzenden Gebiets, das nach dem Völkerrecht als Gebiet
bezeichnet wird oder künftig als Gebiet bezeichnet werden
könnte, in dem Hoheitsrechte oder -befugnisse der Ukraine
in Bezug auf den Meeresboden und Untergrund sowie deren
natürliche Ressourcen ausgeübt werden können;
d) umfasst der Ausdruck „Person“ natürliche Personen,
Gesellschaften und alle anderen Personenzusammenschlüsse;
e) bedeutet der Ausdruck „Gesellschaft“ juristische Personen
oder Rechtsträger, die für Steuerzwecke wie juristische
Personen behandelt werden;
f) bezieht sich der Ausdruck „Unternehmen“ auf die Ausübung
einer Geschäftstätigkeit;
g) bedeuten die Ausdrücke „Unternehmen eines Vertragsstaats“
und „Unternehmen des anderen Vertragsstaats“ ein
Unternehmen, das von einer in einem Vertragsstaat ansässigen
Person betrieben wird, beziehungsweise ein Unternehmen,
das von einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person
betrieben wird;
h) bedeutet der Ausdruck „internationaler Verkehr“ jede Be -
förderung mit einem Schiff oder Luftfahrzeug, das von einem
Unternehmen mit tatsächlicher Geschäftsleitung in einem
Vertragsstaat betrieben wird, es sei denn, das Schiff oder
Luftfahrzeug wird ausschließlich zwischen Orten im anderen
Vertragsstaat betrieben;
(3) The existing taxes to which the Agreement shall apply are
in particular:
a) in the Federal Republic of Germany:
(i) the income tax (Einkommensteuer);
(ii) the corporation tax (Körperschaftsteuer), and
(iii) the trade tax (Gewerbesteuer);
including the supplements levied thereon (hereinafter referred
to as “German tax”);
b) in Ukraine:
(i) the individual income tax, and
(ii) the tax on profits of enterprises;
(hereinafter referred to as “Ukrainian tax”).
(4) The Agreement shall apply also to any identical or
substantially similar taxes that are imposed after the date of signature of
the Agreement in addition to, or in place of, the existing taxes.
The competent authorities of the Contracting States shall notify
each other of any significant changes that have been made in
their tax laws.
Article 3
General Definitions
(1) For the purposes of this Agreement, unless the context
otherwise requires:
a) the terms “a Contracting State” and “the other Contracting
State” mean the Federal Republic of Germany or Ukraine, as
the context requires;
b) the term “Federal Republic of Germany”, when used in a
geographical sense, includes the territory of the Federal
Republic of Germany as well as the area of the sea-bed, its
sub-soil and the superjacent water column adjacent to the
territorial sea, wherein the Federal Republic of Germany
exercises sovereign rights or jurisdiction in conformity with
international law and the provisions of its domestic law for the
purpose of exploring, extracting, conserving and managing
living and non-living natural resources or for the production of
energy from renewable sources;
c) the term “Ukraine”, when used in a geographical sense,
means the territory of Ukraine, its continental shelf and its
exclusive (maritime) economic zone, including any area
adjacent to the territorial sea of Ukraine which in accordance
with international law has been or may hereafter be
designated as an area within which sovereign rights or jurisdiction of
Ukraine with respect to the sea bed and sub-soil and their
natural resources may be exercised;
d) the term “person” includes an individual, a company and any
other body of persons;
e) the term “company” means any body corporate or any entity
that is treated as a body corporate for tax purposes;
f) the term “enterprise” applies to the carrying on of any
business;
g) the terms “enterprise of a Contracting State” and “enterprise
of the other Contracting State” mean respectively an
enterprise carried on by a resident of a Contracting State and an
enterprise carried on by a resident of the other Contracting
State;
h) the term “international traffic” means any transport by a ship
or aircraft operated by an enterprise that has its place of
effective management in a Contracting State, except when
the ship or aircraft is operated solely between places in the
other Contracting State;
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
i) bedeutet der Ausdruck „zuständige Behörde“
i) in der Bundesrepublik Deutschland das Bundesministe -
rium der Finanzen oder die Behörde, auf die es seine
Befugnisse übertragen hat, und
ii) in der Ukraine das Finanzministerium der Ukraine oder die
Behörde, auf die es seine Befugnisse übertragen hat;
j) bedeutet der Ausdruck „Staatsangehöriger“
i) in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland alle
Deutschen im Sinne des Grundgesetzes für die
Bundesrepublik Deutschland sowie alle juristischen Personen,
Personengesellschaften und anderen Personenvereinigungen,
die ihren entsprechenden Status aus dem in der
Bundesrepublik Deutschland geltenden Recht ableiten;
ii) in Bezug auf die Ukraine alle natürlichen Personen mit
ukrainischer Staatsangehörigkeit sowie alle juristischen
Personen, Personengesellschaften und anderen
Personenvereinigungen, die ihren entsprechenden Status aus
dem in der Ukraine geltenden Recht ableiten;
k) umfasst der Ausdruck „Geschäftstätigkeit“ auch die Ausübung
einer freiberuflichen oder sonstigen selbständigen Tätigkeit;
l) bedeutet der Ausdruck „Organismus für gemeinsame An -
lagen“ einen Organismus, der sich in Streubesitz befinden
kann, ein diversifiziertes Wertpapierportfolio hält oder mit dem
Hauptzweck der Mieterzielung unmittelbar oder mittelbar in
unbewegliches Vermögen investiert und im Vertragsstaat
seiner Errichtung Anlegerschutzvorschriften unterliegt sowie
i) im Fall der Bundesrepublik Deutschland ein
Investmentfonds im Sinne des Investmentsteuergesetzes ist, jedoch
kein Organismus, der als Personengesellschaft errichtet
wurde,
ii) im Fall der Ukraine ein Investmentfonds im Sinne des
Gesetzes über Institute für gemeinsame Anlagen (Про
інститути спільного інвестування) ist, jedoch kein
Organismus, der als Personengesellschaft errichtet wurde,
iii) ein von den zuständigen Behörden der Vertragsstaaten
vereinbarter sonstiger Anlageorganismus ist, der in einem
der beiden Vertragsstaaten errichtet wurde;
m) bedeutet der Ausdruck „Altersvorsorgefonds“ eines Staates
einen in diesem Staat errichteten Rechtsträger oder ein in
diesem Staat errichtetes Gebilde, der beziehungsweise das nach
dem Steuerrecht dieses Staates als eigenständige Person gilt
sowie
i) ausschließlich errichtet und betrieben wird, um für
natürliche Personen Altersversorgungsleistungen und
Nebenoder Zusatzleistungen zu verwalten oder zu erbringen,
und als solcher beziehungsweise solches durch diesen
Staat oder eine seiner Gebietskörperschaften gesetzlich
geregelt wird oder
ii) ausschließlich errichtet und betrieben wird, um für unter
Ziffer i genannte Rechtsträger oder Gebilde Mittel anzu -
legen.
(2) Bei jeder Anwendung des Abkommens durch einen
Vertragsstaat hat jeder nicht darin definierte Ausdruck, sofern der
Zusammenhang nichts anderes erfordert und die zuständigen
Behörden sich nicht nach Artikel 23 Absatz 3 auf eine abweichende
Bedeutung einigen, die Bedeutung, die er zum jeweiligen
Zeitpunkt nach dem Recht dieses Staates für die Zwecke der Steuern
hat, für die das Abkommen gilt, wobei die Bedeutung nach dem
in diesem Staat anwendbaren Steuerrecht Vorrang vor einer
Bedeutung hat, die der Ausdruck nach dem sonstigen Recht dieses
Staates hat.
Artikel 4
Ansässige Person
(1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck „in
einem Vertragsstaat ansässige Person“ eine Person, die nach dem
i) the term “competent authority” means:
(i) in the Federal Republic of Germany, the Federal Ministry
of Finance or the authority to which it has delegated its
powers, and
(ii) in Ukraine, the Ministry of Finance of Ukraine or the
authority to which it has delegated its powers;
j) the term “national” means:
(i) in relation to the Federal Republic of Germany, any
German within the meaning of the Basic Law for the Federal
Republic of Germany and any legal person, partnership
or association deriving its status as such from the laws in
force in the Federal Republic of Germany;
(ii) in relation to Ukraine, any individual possessing the
citizenship of Ukraine and any legal person, partnership or
association deriving its status as such from the laws in
force in Ukraine;
k) the term “business” includes the performance of professional
services and of other activities of an independent character;
l) the term “collective investment vehicle” means a vehicle that
may be widely-held, that holds a diversified portfolio of
securities or invests directly or indirectly in immovable property for
the main purpose of deriving rent, that is subject to
investorprotection regulation in the Contracting State in which it is
established and that is:
(i) in the case of the Federal Republic of Germany, an
investment fund within the meaning of the Investment Tax Act
(Investmentsteuergesetz), other than a vehicle that has
been established as a partnership;
(ii) in the case of Ukraine, an investment fund within the
meaning of the Law on Collective Investment Institutions
(Про інститути спільного інвестування), other than a
vehicle that has been established as a partnership;
(iii) any other investment vehicle established in either
Contracting State as may be agreed by the competent
authorities of the Contracting States;
m) the term “pension fund” of a State means an entity or
arrangement established in that State that is treated as a separate
person under the tax law of that State and:
(i) that is established and operated exclusively to administer
or provide retirement benefits and ancillary or incidental
benefits to individuals and that is regulated as such by that
State or one of its political subdivisions or local authorities;
or
(ii) that is established and operated exclusively to invest
funds for the benefit of entities or arrangements referred
to in subparagraph (i).
(2) As regards the application of the Agreement at any time by
a Contracting State, any term not defined therein shall, unless the
context otherwise requires or the competent authorities agree to
a different meaning pursuant to the provisions of paragraph 3 of
Article 23, have the meaning that it has at that time under the law
of that State for the purposes of the taxes to which the Agreement
applies, any meaning under the applicable tax laws of that State
prevailing over a meaning given to the term under other laws of
that State.
Article 4
Resident
(1) For the purposes of this Agreement, the term “resident of
a Contracting State” means any person who, under the laws of
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Recht dieses Staates dort aufgrund ihres Wohnsitzes, ihres
Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder eines anderen
ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist, und umfasst auch diesen
Staat und jede seiner Gebietskörperschaften. Dieser Ausdruck
umfasst jedoch nicht eine Person, die in diesem Staat nur mit
Einkünften aus Quellen in diesem Staat steuerpflichtig ist.
(2) Ist nach Absatz 1 eine natürliche Person in beiden
Vertragsstaaten ansässig, so wird ihr Status wie folgt bestimmt:
a) Die Person gilt als nur in dem Staat ansässig, in dem sie über
eine ständige Wohnstätte verfügt; verfügt sie in beiden
Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem
Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und
wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der
Lebensinteressen);
b) kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person
den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie
in keinem der beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte,
so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sie ihren
gewöhnlichen Aufenthalt hat;
c) hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden
Staaten oder in keinem der beiden Staaten, so gilt sie als nur in
dem Staat ansässig, dessen Staatsangehörige sie ist;
d) ist die Person Staatsangehörige beider Staaten oder keines
der beiden Staaten, so regeln die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten die Frage durch Verständigung.
(3) Ist nach Absatz 1 eine andere als eine natürliche Person
in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt sie als nur in dem
Staat ansässig, in dem sich der Ort ihrer tatsächlichen
Geschäftsleitung befindet. Kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat
sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung befindet, oder
befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung in keinem
der beiden Staaten, so sind die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten bestrebt, durch Verständigung nach Artikel 23 den
Vertragsstaat zu bestimmen, in dem die Person unter
Berücksichtigung der Orte ihrer Geschäftsleitung, ihres Gründungsorts sowie
sonstiger maßgeblicher Faktoren im Sinne des Abkommens als
ansässig gilt. Ohne eine solche Verständigung gilt diese Person
für Zwecke der Inanspruchnahme von Vergünstigungen nach
diesem Abkommen nicht als in einem der beiden Vertragsstaaten
ansässig.
Artikel 5
Betriebsstätte
(1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck
„Betriebsstätte“ eine feste Geschäftseinrichtung, durch welche die
Geschäftstätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise
ausgeübt wird.
(2) Der Ausdruck „Betriebsstätte“ umfasst insbesondere
a) einen Ort der Geschäftsleitung,
b) eine Zweigniederlassung,
c) eine Geschäftsstelle,
d) eine Fabrikationsstätte,
e) eine Werkstätte und
f) ein Bergwerk, ein Öl- oder Gasvorkommen, einen Steinbruch
oder eine andere Stätte der Gewinnung natürlicher
Ressourcen.
(3) Eine Baustelle, Bauausführung oder Montage stellt nur
dann eine Betriebsstätte dar, wenn ihre Dauer zwölf Monate
überschreitet.
(4) Ungeachtet der Absätze 1 bis 3 gilt Folgendes als nicht von
dem Ausdruck „Betriebsstätte“ umfasst:
a) die ausschließliche Nutzung von Einrichtungen zur Lagerung,
Ausstellung oder Auslieferung von Gütern oder Waren des
Unternehmens,
that State, is liable to tax therein by reason of his domicile,
residence, place of management or any other criterion of a similar
nature, and also includes that State and any political subdivision
or local authority thereof. This term, however, does not include
any person who is liable to tax in that State in respect only of
income from sources in that State.
(2) Where by reason of the provisions of paragraph 1 an
individual is a resident of both Contracting States, then his status
shall be determined as follows:
a) he shall be deemed to be a resident only of the State in which
he has a permanent home available to him; if he has a
permanent home available to him in both States, he shall be
deemed to be a resident only of the State with which his
personal and economic relations are closer (centre of vital
interests);
b) if the State in which he has his centre of vital interests cannot
be determined, or if he has not a permanent home available
to him in either State, he shall be deemed to be a resident
only of the State in which he has an habitual abode;
c) if he has an habitual abode in both States or in neither of
them, he shall be deemed to be a resident only of the State
of which he is a national;
d) if he is a national of both States or of neither of them, the
competent authorities of the Contracting States shall settle the
question by mutual agreement.
(3) Where by reason of the provisions of paragraph 1 a person
other than an individual is a resident of both Contracting States,
then it shall be deemed to be a resident only of the State in which
its place of effective management is situated. If the State in which
the place of effective management is situated cannot be
determined, or the place of effective management is in neither State,
then the competent authorities of the Contracting States shall
endeavour to determine by mutual agreement in accordance with
Article 23 the Contracting State of which the person shall be
deemed to be a resident for purposes of the Agreement, having
regard to its places of management, the place where it is in -
corporated or otherwise constituted and any other relevant
factors. In the absence of such agreement, such person shall not
be considered to be a resident of either Contracting State for
purposes of enjoying benefits under this Agreement.
Article 5
Permanent Establishment
(1) For the purposes of this Agreement, the term “permanent
establishment” means a fixed place of business through which
the business of an enterprise is wholly or partly carried on.
(2) The term “permanent establishment” includes especially:
a) a place of management;
b) a branch;
c) an office;
d) a factory;
e) a workshop, and
f) a mine, an oil or gas well, a quarry or any other place of
extraction of natural resources.
(3) A building site or construction or installation project con -
stitutes a permanent establishment only if it lasts more than
twelve months.
(4) Notwithstanding the preceding provisions of this Article, the
term “permanent establishment” shall be deemed not to include:
a) the use of facilities solely for the purpose of storage, display
or delivery of goods or merchandise belonging to the
enterprise;
10
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
b) die ausschließliche Unterhaltung von Beständen von Gütern
oder Waren des Unternehmens zur Lagerung, Ausstellung
oder Auslieferung,
c) die ausschließliche Unterhaltung von Beständen von Gütern
oder Waren des Unternehmens zur Be- oder Verarbeitung
durch ein anderes Unternehmen,
d) die ausschließliche Unterhaltung einer festen Geschäfts -
einrichtung zum Einkauf von Gütern oder Waren oder zur
Beschaffung von Informationen für das Unternehmen,
e) die ausschließliche Unterhaltung einer festen Geschäfts -
einrichtung zur Ausübung anderer Tätigkeiten für das
Unternehmen,
f) die ausschließliche Unterhaltung einer festen Geschäfts -
einrichtung für mehrere der unter den Buchstaben a bis e
genannten Tätigkeiten,
sofern diese Tätigkeit beziehungsweise im Fall des Buchstabens f
die Gesamttätigkeit der festen Geschäftseinrichtung
vorbereitender Art ist oder eine Hilfstätigkeit darstellt. Satz 1 gilt nicht für eine
von einem Unternehmen genutzte oder unterhaltene feste
Geschäftseinrichtung, wenn dasselbe Unternehmen oder ein eng
verbundenes Unternehmen an demselben Ort oder an einem
anderen Ort in demselben Vertragsstaat eine Geschäftstätigkeit
ausübt und
a) dieser Ort oder der andere Ort für das Unternehmen oder das
eng verbundene Unternehmen nach diesem Artikel eine
Betriebsstätte darstellt oder
b) die Gesamttätigkeit, die sich aus den von den beiden
Unternehmen an demselben Ort oder von demselben
Unternehmen oder eng verbundenen Unternehmen an den beiden
Orten ausgeübten Tätigkeiten ergibt, weder vorbereitender Art
ist noch eine Hilfstätigkeit darstellt,
sofern die von den beiden Unternehmen an demselben Ort oder
von demselben Unternehmen oder eng verbundenen Unter -
nehmen an den beiden Orten ausgeübten Geschäftstätigkeiten
sich ergänzende Aufgaben darstellen, die Teil eines
zusammenhängenden Geschäftsbetriebs sind.
(5) Ungeachtet der Absätze 1 und 2, jedoch vorbehaltlich des
Absatzes 6 wird, wenn eine Person in einem Vertragsstaat für ein
Unternehmen tätig ist und dort eine Vollmacht für den Abschluss
von Verträgen
a) im Namen des Unternehmens, oder
b) zur Übertragung des Eigentums an oder zur Gewährung des
Nutzungsrechts an Vermögen, das diesem Unternehmen
gehört oder an dem es das Nutzungsrecht besitzt, oder
c) zur Erbringung von Dienstleistungen durch dieses Unter -
nehmen
besitzt und gewöhnlich ausübt, davon ausgegangen, dass dieses
Unternehmen in Bezug auf alle Tätigkeiten dieser Person für das
Unternehmen eine Betriebsstätte in diesem Staat hat, es sei
denn, die Tätigkeiten dieser Person beschränken sich auf die in
Absatz 4 genannten Tätigkeiten, bei deren Ausübung durch eine
feste Geschäftseinrichtung (nicht jedoch eine unter Absatz 4
Satz 2 fallende feste Geschäftseinrichtung) diese nach Absatz 4
nicht zu einer Betriebsstätte würde.
(6) Es wird nicht allein deshalb davon ausgegangen, dass ein
Unternehmen in einem Vertragsstaat eine Betriebsstätte hat, weil
es dort eine Geschäftstätigkeit durch einen Makler, Kommissionär
oder anderen unabhängigen Vertreter ausübt, sofern diese
Personen im Rahmen ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit
handeln.
(7) Allein dadurch, dass eine in einem Vertragsstaat ansässige
Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer
Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist
oder dort (entweder durch eine Betriebsstätte oder auf andere
Weise) eine Geschäftstätigkeit ausübt, wird keine der beiden
Gesellschaften zur Betriebsstätte der anderen.
b) the maintenance of a stock of goods or merchandise
belonging to the enterprise solely for the purpose of storage, display
or delivery;
c) the maintenance of a stock of goods or merchandise
belonging to the enterprise solely for the purpose of processing by
another enterprise;
d) the maintenance of a fixed place of business solely for the
purpose of purchasing goods or merchandise or of collecting
information, for the enterprise;
e) the maintenance of a fixed place of business solely for the
purpose of carrying on, for the enterprise, any other activity;
f) the maintenance of a fixed place of business solely for any
combination of activities mentioned in subparagraphs a) to e),
provided that such activity or, in the case of subparagraph f), the
overall activity of the fixed place of business, is of a preparatory
or auxiliary character.
The preceding sentence shall not apply to a fixed place of
business that is used or maintained by an enterprise if the same
enterprise or a closely related enterprise carries on business
activities at the same place or at another place in the same
Contracting State and
a) that place or other place constitutes a permanent
establishment for the enterprise or the closely related enterprise under
the provisions of this Article, or
b) the overall activity resulting from the combination of the
activities carried on by the two enterprises at the same place, or
by the same enterprise or closely related enterprises at the
two places, is not of a preparatory or auxiliary character,
provided that the business activities carried on by the two
enterprises at the same place, or by the same enterprise or closely
related enterprises at the two places, constitute complementary
functions that are part of a cohesive business operation.
(5) Notwithstanding the provisions of paragraphs 1 and 2 but
subject to the provisions of paragraph 6, where a person is acting
in a Contracting State on behalf of an enterprise and has, and
habitually exercises, in a Contracting State an authority to
conclude contracts
a) in the name of the enterprise, or
b) for the transfer of the ownership of, or for the granting of the
right to use, property owned by that enterprise or that the
enterprise has the right to use, or
c) for the provision of services by that enterprise,
that enterprise shall be deemed to have a permanent
establishment in that State in respect of any activities which that person
undertakes for the enterprise, unless the activities of such person
are limited to those mentioned in paragraph 4 which, if exercised
through a fixed place of business (other than a fixed place of
business to which the second sentence of paragraph 4 would apply),
would not make this fixed place of business a permanent
establishment under the provisions of that paragraph.
(6) An enterprise shall not be deemed to have a permanent
establishment in a Contracting State merely because it carries on
business in that State through a broker, general commission
agent or any other agent of an independent status, provided that
such persons are acting in the ordinary course of their business.
(7) The fact that a company which is a resident of a
Contracting State controls or is controlled by a company which is a
resident of the other Contracting State, or which carries on business
in that other State (whether through a permanent establishment
or otherwise), shall not of itself constitute either company a
permanent establishment of the other.
11
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(8) For the purposes of this Article, a person or enterprise is
closely related to an enterprise if, based on all the relevant facts
and circumstances, one has control of the other or both are under
the control of the same persons or enterprises. In any case, a
person or enterprise shall be considered to be closely related to an
enterprise if one possesses directly or indirectly more than 50 per
cent of the beneficial interest in the other (or, in the case of a
company, more than 50 per cent of the aggregate vote and value of
the company’s shares or of the beneficial equity interest in the
company) or if another person or enterprise possesses directly
or indirectly more than 50 per cent of the beneficial interest (or,
in the case of a company, more than 50 per cent of the aggregate
vote and value of the company’s shares or of the beneficial equity
interest in the company) in the person and the enterprise or in the
two enterprises.
Article 6
Income from Immovable Property
(1) Income derived by a resident of a Contracting State from
immovable property (including income from agriculture or forestry)
situated in the other Contracting State may be taxed in that other
State.
(2) The term “immovable property” shall have the meaning
which it has under the law of the Contracting State in which the
property in question is situated. The term shall in any case include
property accessory to immovable property, livestock and
equipment used in agriculture and forestry, rights to which the
provisions of general law respecting landed property apply, usufruct of
immovable property and rights to variable or fixed payments as
consideration for the working of, or the right to work, mineral
deposits, sources and other natural resources; ships and aircraft
shall not be regarded as immovable property.
(3) The provisions of paragraph 1 shall apply to income
derived from the direct use, letting, or use in any other form of
immovable property.
(4) The provisions of paragraphs 1 and 3 shall also apply to
the income from immovable property of an enterprise.
Article 7
Business Profits
(1) Profits of an enterprise of a Contracting State shall be
taxable only in that State unless the enterprise carries on business
in the other Contracting State through a permanent establishment
situated therein. If the enterprise carries on business as aforesaid,
the profits that are attributable to the permanent establishment in
accordance with the provisions of paragraph 2 may be taxed in
that other State.
(2) For the purposes of this Article and Article 21, the profits
that are attributable in each Contracting State to the permanent
establishment referred to in paragraph 1 are the profits it might
be expected to make, in particular in its dealings with other parts
of the enterprise, if it were a separate and independent enterprise
engaged in the same or similar activities under the same or
similar conditions, taking into account the functions performed,
assets used and risks assumed by the enterprise through the
permanent establishment and through the other parts of the
enterprise.
(3) Where, in accordance with paragraph 2, a Contracting
State adjusts the profits that are attributable to a permanent
establishment of an enterprise of one of the Contracting States
and taxes accordingly profits of the enterprise that have been
charged to tax in the other State, the other State shall, to the
extent necessary to eliminate double taxation on these profits,
make an appropriate adjustment if it agrees with the adjustment
made by the first-mentioned State; if the other Contracting State
(8) Im Sinne dieses Artikels ist eine Person oder ein
Unternehmen mit einem Unternehmen eng verbunden, wenn allen
maßgeblichen Tatsachen und Umständen zufolge einer den anderen
beherrscht oder beide von denselben Personen oder
Unternehmen beherrscht werden. In jedem Fall gilt eine Person oder ein
Unternehmen als mit einem Unternehmen eng verbunden, wenn
einer von beiden mittelbar oder unmittelbar mehr als 50 Prozent
der Eigentumsrechte am anderen (oder bei einer Gesellschaft
mehr als 50 Prozent der Gesamtstimmrechte und des
Gesamtwerts der Anteile der Gesellschaft oder der Eigentumsrechte an
der Gesellschaft) besitzt oder wenn eine weitere Person oder ein
weiteres Unternehmen mittelbar oder unmittelbar mehr als
50 Prozent der Eigentumsrechte an der Person und dem
Unternehmen beziehungsweise an den beiden Unternehmen (oder bei
einer Gesellschaft mehr als 50 Prozent der Gesamtstimmrechte
und des Gesamtwerts der Anteile der Gesellschaft oder der
Eigentumsrechte an der Gesellschaft) besitzt.
Artikel 6
Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen
(1) Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person
aus im anderen Vertragsstaat belegenem unbeweglichem
Vermögen (einschließlich Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft)
können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Der Ausdruck „unbewegliches Vermögen“ hat die
Bedeutung, die er nach dem Recht des Vertragsstaats hat, in dem das
Vermögen belegen ist. In jedem Fall umfasst der Ausdruck
Zubehör zu unbeweglichem Vermögen, in Land- und Forstwirtschaft
genutztes lebendes und totes Inventar, Rechte, für welche die
allgemeinen Rechtsvorschriften über Grundvermögen gelten,
Nutzungsrechte an unbeweglichem Vermögen sowie Rechte auf
veränderliche oder feste Zahlungen als Gegenleistung für die
Ausbeutung oder das Recht auf Ausbeutung von
Mineralvorkommen, Quellen und anderen natürlichen Ressourcen; Schiffe und
Luftfahrzeuge gelten nicht als unbewegliches Vermögen.
(3) Absatz 1 gilt für Einkünfte aus der unmittelbaren Nutzung,
der Vermietung oder Verpachtung sowie jeder anderen Art der
Nutzung unbeweglichen Vermögens.
(4) Die Absätze 1 und 3 gelten auch für die Einkünfte aus
unbeweglichem Vermögen eines Unternehmens.
Artikel 7
Gewinne aus Geschäftstätigkeit
(1) Gewinne eines Unternehmens eines Vertragsstaats
können nur in diesem Staat besteuert werden, es sei denn, das
Unternehmen übt im anderen Vertragsstaat durch eine dort
belegene Betriebsstätte eine Geschäftstätigkeit aus. Übt das
Unternehmen auf diese Weise eine Geschäftstätigkeit aus, so können
die Gewinne, die nach Absatz 2 der Betriebsstätte zugerechnet
werden können, im anderen Staat besteuert werden.
(2) Im Sinne dieses Artikels und des Artikels 21 handelt es sich
bei den Gewinnen, die im jeweiligen Vertragsstaat der in Absatz 1
genannten Betriebsstätte zugerechnet werden können, um die
Gewinne, die sie insbesondere in ihren Geschäftsbeziehungen
mit anderen Teilen des Unternehmens voraussichtlich erzielen
würde, wenn sie ein selbständiges und unabhängiges
Unternehmen wäre, das die gleichen oder ähnliche Tätigkeiten unter den
gleichen oder ähnlichen Voraussetzungen ausübt, wobei die vom
Unternehmen durch die Betriebsstätte und die anderen
Unternehmensteile wahrgenommenen Aufgaben, genutzten
Vermögenswerte und übernommenen Risiken zu berücksichtigen sind.
(3) Wenn ein Vertragsstaat in Übereinstimmung mit Absatz 2
die Gewinne, die einer Betriebsstätte eines Unternehmens eines
der Vertragsstaaten zugerechnet werden können, berichtigt und
bereits im anderen Staat besteuerte Gewinne des Unternehmens
entsprechend besteuert, nimmt der andere Staat, soweit zur
Beseitigung einer Doppelbesteuerung dieser Gewinne
erforderlich, eine entsprechende Berichtigung vor, wenn er der
Berichtigung des erstgenannten Staates zustimmt; stimmt der andere
12
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Vertragsstaat nicht zu, so sind die Vertragsstaaten bestrebt, eine
sich daraus ergebende Doppelbesteuerung durch Verständigung
zu beseitigen.
(4) Umfassen Gewinne Einkünfte, die in anderen Artikeln
dieses Abkommens gesondert behandelt werden, so bleiben jene
Artikel von diesem Artikel unberührt.
(5) Nach Ablauf von 10 Jahren ab dem Ende des Steuerjahrs,
in dem Gewinne einer Betriebsstätte eines Unternehmens eines
der Vertragsstaaten hätten zugerechnet werden können, nimmt
ein Vertragsstaat keine Berichtigung der Gewinne vor, die der
Betriebsstätte zugerechnet werden können. Dieser Absatz gilt
nicht im Fall von Betrug, grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlicher
Nichterfüllung von Steuerpflichten.
Artikel 8
Schifffahrt und Luftfahrt
(1) Gewinne aus dem Betrieb von Schiffen oder
Luftfahrzeugen im internationalen Verkehr können nur in dem Vertragsstaat
besteuert werden, in dem sich der Ort der tatsächlichen
Geschäftsleitung des Unternehmens befindet.
(2) Im Sinne dieses Artikels umfassen Gewinne aus dem
Betrieb von Schiffen oder Luftfahrzeugen auch Einkünfte aus
a) der gelegentlichen Vercharterung leerer Schiffe oder
Luftfahrzeuge sowie
b) der Nutzung oder Vermietung von Containern (einschließlich
Anhängern und zugehöriger Ausstattung für den Transport
der Container),
wenn diese Einkünfte den Gewinnen aus dem Betrieb von
Schiffen oder Luftfahrzeugen zugerechnet werden können.
(3) Befindet sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung
eines Unternehmens der Schifffahrt an Bord eines Schiffes, so gilt
er als in dem Vertragsstaat gelegen, in dem der Heimathafen des
Schiffes liegt, oder, wenn es keinen Heimathafen hat, in dem
Vertragsstaat, in dem der Betreiber des Schiffes ansässig ist.
(4) Absatz 1 gilt auch für Gewinne aus der Beteiligung an
einem Pool, einer Betriebsgemeinschaft oder einer internationalen
Betriebsstelle.
Artikel 9
Verbundene Unternehmen
(1) Wenn
a) ein Unternehmen eines Vertragsstaats unmittelbar oder
mittelbar an der Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital
eines Unternehmens des anderen Vertragsstaats beteiligt ist
oder
b) dieselben Personen unmittelbar oder mittelbar an der
Geschäftsleitung, der Kontrolle oder dem Kapital eines
Unternehmens eines Vertragsstaats und eines Unternehmens des
anderen Vertragsstaats beteiligt sind
und in diesen Fällen die beiden Unternehmen in ihren
kaufmännischen oder finanziellen Beziehungen an vereinbarte oder
auferlegte Bedingungen gebunden sind, die von denen abweichen,
die unabhängige Unternehmen miteinander vereinbaren würden,
dürfen die Gewinne, die eines der Unternehmen ohne diese
Bedingungen erzielt hätte, wegen dieser Bedingungen aber nicht
erzielt hat, den Gewinnen dieses Unternehmens zugerechnet und
entsprechend besteuert werden.
(2) Rechnet ein Vertragsstaat den Gewinnen eines
Unternehmens dieses Staates Gewinne zu, mit denen ein Unternehmen
des anderen Vertragsstaats im anderen Staat besteuert wurde,
und besteuert diese Gewinne entsprechend und handelt es sich
bei den zugerechneten Gewinnen um solche, die das
Unternehmen des erstgenannten Staates erzielt hätte, wenn die zwischen
den beiden Unternehmen vereinbarten Bedingungen die gleichen
gewesen wären, die unabhängige Unternehmen miteinander
verdoes not so agree, the Contracting States shall endeavour to
eliminate any double taxation resulting therefrom by mutual
agreement.
(4) Where profits include items of income which are dealt with
separately in other Articles of this Agreement, then the provisions
of those Articles shall not be affected by the provisions of this
Article.
(5) A Contracting State shall make no adjustment to the profits
that are attributable to a permanent establishment of an
enterprise of one of the Contracting States after 10 years from the end
of the taxable year in which the profits would have been
attributable to the permanent establishment. The provisions of
this paragraph shall not apply in the case of fraud, gross
negligence or wilful default of tax compliance obligations.
Article 8
Shipping and Air Transport
(1) Profits from the operation of ships or aircraft in international
traffic shall be taxable only in the Contracting State in which the
place of effective management of the enterprise is situated.
(2) For the purposes of this Article, profits from the operation
of ships or aircraft shall include income from
a) the occasional rental of ships or aircraft on a bare-boat basis,
and
b) the use or rental of containers (including trailers and ancillary
equipment used for transporting the containers),
if such income is attributable to the profits from the operation of
ships or aircraft.
(3) If the place of effective management of a shipping
enterprise is aboard a ship, then it shall be deemed to be situated in
the Contracting State in which the home harbour of the ship is
situated, or, if there is no such home harbour, in the Contracting
State of which the operator of the ship is a resident.
(4) The provisions of paragraph 1 shall also apply to profits
from the participation in a pool, a joint business or an international
operating agency.
Article 9
Associated Enterprises
(1) Where:
a) an enterprise of a Contracting State participates directly or
indirectly in the management, control or capital of an
enterprise of the other Contracting State, or
b) the same persons participate directly or indirectly in the
management, control or capital of an enterprise of a Contracting
State and an enterprise of the other Contracting State,
and in either case conditions are made or imposed between the
two enterprises in their commercial or financial relations which
differ from those which would be made between independent
enterprises, then any profits which would, but for those conditions,
have accrued to one of the enterprises, but, by reason of those
conditions, have not so accrued, may be included in the profits of
that enterprise and taxed accordingly.
(2) Where a Contracting State includes in the profits of an
enterprise of that State – and taxes accordingly – profits on which
an enterprise of the other Contracting State has been charged to
tax in that other State and the profits so included are profits which
would have accrued to the enterprise of the first-mentioned State
if the conditions made between the two enterprises had been
those which would have been made between independent
enterprises, then that other State shall make an appropriate adjust-
13
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
einbart hätten, so nimmt der andere Staat eine entsprechende
Berichtigung der Höhe der dort von diesen Gewinnen erhobenen
Steuer vor. Bei der Ermittlung dieser Berichtigung sind die
übrigen Bestimmungen dieses Abkommens zu berücksichtigen und
erforderlichenfalls konsultieren die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten einander.
(3) Nach Ablauf von 10 Jahren ab dem Ende des Steuerjahrs,
in dem einem Unternehmen Gewinne entstanden wären,
aufgrund der in Absatz 1 genannten Bedingungen jedoch nicht
entstanden sind, rechnet ein Vertragsstaat diese Gewinne den
Gewinnen des Unternehmens nicht mehr zu und besteuert sie nicht
entsprechend. Dieser Absatz gilt nicht im Fall von Betrug, grober
Fahrlässigkeit oder vorsätzlicher Nichterfüllung von Steuer -
pflichten.
Artikel 10
Dividenden
(1) Dividenden, die eine in einem Vertragsstaat ansässige
Gesellschaft einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Person
zahlt, können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Von einer in einem Vertragsstaat ansässigen Gesellschaft
gezahlte Dividenden können jedoch auch in diesem Staat nach
dem Recht dieses Staates besteuert werden; ist der
Nutzungsberechtigte der Dividenden aber im anderen Vertragsstaat
ansässig, so darf die betreffende Steuer nicht höher sein als
a) 5 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn der
Nutzungsberechtigte eine Gesellschaft ist, die während eines
Zeitraums von 365 Tagen einschließlich des Tages der
Dividendenzahlung unmittelbar mindestens 20 Prozent des
Kapitals der die Dividenden zahlenden Gesellschaft hält (bei
der Berechnung dieses Zeitraums bleiben Änderungen der
Eigentums- oder Inhaberschaftsverhältnisse unberücksichtigt,
die sich unmittelbar aus einer Umstrukturierung, wie einer
Fusion oder Spaltung, der die Anteile haltenden oder die
Dividende zahlenden Gesellschaft ergeben);
b) 15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden, wenn diese
Dividenden aus Einkünften oder Gewinnen gezahlt werden,
die unmittelbar oder mittelbar aus unbeweglichem Vermögen
im Sinne des Artikels 6 durch einen Anlageorganismus
bezogen werden, der diese Einkünfte beziehungsweise Gewinne
größtenteils jährlich ausschüttet und dessen Einkünfte
beziehungsweise Gewinne aus dem betreffenden unbeweglichen
Vermögen von der Steuer befreit sind;
c) 15 Prozent des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen
Fällen.
Im Fall von Dividenden, die an einen Organismus für gemein -
same Anlagen oder einen Altersvorsorgefonds gezahlt werden,
gilt nur Buchstabe c. Dieser Absatz berührt nicht die Besteuerung
der Gesellschaft in Bezug auf die Gewinne, aus denen die
Dividenden gezahlt werden.
(3) Der Ausdruck „Dividenden“ im Sinne dieses Artikels
bedeutet Einkünfte aus Gesellschaftsanteilen, Genussscheinen oder
-rechten, Gründeranteilen und andere Einkünfte, die nach dem
Recht des Ansässigkeitsstaats der ausschüttenden Gesellschaft
steuerlich ebenso behandelt werden wie Einkünfte aus
Gesellschaftsanteilen. Der Ausdruck umfasst auch Einkünfte aus
Ausschüttungen auf Anteilscheine eines Organismus für gemeinsame
Anlagen.
(4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn der in einem
Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte der Dividenden im
anderen Vertragsstaat, in dem die die Dividenden zahlende
Gesellschaft ansässig ist, durch eine dort belegene Betriebsstätte
eine Geschäftstätigkeit ausübt und die Beteiligung, für welche die
Dividenden gezahlt werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte
gehört. In diesem Fall gilt Artikel 7.
ment to the amount of the tax charged therein on those profits. In
determining such adjustment, due regard shall be had to the other
provisions of this Agreement and the competent authorities of the
Contracting States shall if necessary consult each other.
(3) A Contracting State shall not include in the profits of an
enterprise, and tax accordingly, profits that would have accrued to
the enterprise but by reason of the conditions referred to in
paragraph 1 have not so accrued, after 10 years from the end of the
taxable year in which the profits would have accrued to the
enterprise. The provisions of this paragraph shall not apply in the
case of fraud, gross negligence or wilful default of tax compliance
obligations.
Article 10
Dividends
(1) Dividends paid by a company which is a resident of a
Contracting State to a resident of the other Contracting State may be
taxed in that other State.
(2) However, dividends paid by a company which is a resident
of a Contracting State may also be taxed in that State according
to the laws of that State, but if the beneficial owner of the
dividends is a resident of the other Contracting State, the tax so
charged shall not exceed:
a) 5 per cent of the gross amount of the dividends if the bene -
ficial owner is a company which holds directly at least 20 per
cent of the capital of the company paying the dividends
throughout a 365 day period that includes the day of the
payment of the dividend (for the purpose of computing that
period, no account shall be taken of changes of ownership
that would directly result from a corporate reorganisation,
such as a merger or divisive reorganisation, of the company
that holds the shares or that pays the dividend);
b) 15 per cent of the gross amount of the dividends where those
dividends are paid out of income or gains derived directly or
indirectly from immovable property within the meaning of
Article 6 by an investment vehicle which distributes most of
this income or gains annually and whose income or gains
from such immovable property is exempted from tax;
c) 15 per cent of the gross amount of the dividends in all other
cases.
In the case of dividends paid to a collective investment vehicle or
a pension fund only subparagraph c) shall apply. This paragraph
shall not affect the taxation of the company in respect of the
profits out of which the dividends are paid.
(3) The term “dividends” as used in this Article means income
from shares, “jouissance” shares or “jouissance” rights, founders’
shares, and other income which is subjected to the same taxation
treatment as income from shares by the laws of the State of which
the company making the distribution is a resident. The term
includes income from distributions on certificates of a collective
investment vehicle.
(4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall not apply if the
beneficial owner of the dividends, being a resident of a
Contracting State, carries on business in the other Contracting State of
which the company paying the dividends is a resident through a
permanent establishment situated therein and the holding in
respect of which the dividends are paid is effectively connected
with such permanent establishment. In such case the provisions
of Article 7 shall apply.
14
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(5) Bezieht eine in einem Vertragsstaat ansässige
Gesellschaft Gewinne oder Einkünfte aus dem anderen Vertragsstaat,
so darf der andere Staat weder die von der Gesellschaft
gezahlten Dividenden mit einer Steuer belegen – es sei denn, diese
Dividenden werden an eine im anderen Staat ansässige Person
gezahlt oder die Beteiligung, für welche die Dividenden gezahlt
werden, gehört tatsächlich zu einer im anderen Staat belegenen
Betriebsstätte – noch die nicht ausgeschütteten Gewinne der
Gesellschaft einer Steuer auf nicht ausgeschüttete Gewinne der
Gesellschaft unterwerfen, selbst wenn die gezahlten Dividenden
oder die nicht ausgeschütteten Gewinne ganz oder teilweise aus
Gewinnen oder Einkünften bestehen, die aus dem anderen Staat
stammen.
Artikel 11
Zinsen
(1) Zinsen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine
im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden,
können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Aus einem Vertragsstaat stammende Zinsen können
jedoch auch in diesem Staat nach dem Recht dieses Staates
besteuert werden; ist der Nutzungsberechtigte der Zinsen aber
im anderen Vertragsstaat ansässig, so darf die betreffende Steuer
nicht höher sein als 5 Prozent des Bruttobetrags der Zinsen.
(3) Ungeachtet des Absatzes 2 gilt Folgendes:
a) Zinsen, die aus der Ukraine stammen und für ein durch
Gewährleistungen der Bundesrepublik Deutschland für
Ausfuhren oder Direktinvestitionen im Ausland gedecktes Darlehen
oder an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die
Deutsche Bundesbank, die Kreditanstalt für Wiederaufbau
oder die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungs -
gesellschaft mbH gezahlt werden, sind von der ukrainischen
Steuer befreit;
b) Zinsen, die aus der Bundesrepublik Deutschland stammen
und für ein durch Gewährleistungen der Ukraine für Ausfuhren
oder Direktinvestitionen im Ausland gedecktes Darlehen oder
an die Regierung der Ukraine, die Nationalbank der Ukraine
oder die staatliche Ein- und Ausfuhrbank der Ukraine
(Uk reximbank) gezahlt werden, sind von der deutschen
Steuer befreit.
(4) Der Ausdruck „Zinsen“ im Sinne dieses Artikels bedeutet
Einkünfte aus Forderungen jeder Art, unabhängig davon, ob
diese durch Grundpfandrechte gesichert sind, und insbesondere
Einkünfte aus öffentlichen Anleihen und aus Obligationen oder
Schuldverschreibungen einschließlich damit verbundener Auf -
gelder und Gewinne aus Losanleihen. Nicht als Zinsen im Sinne
dieses Artikels gelten Zuschläge wegen verspäteter Zahlung. Der
Ausdruck „Zinsen“ umfasst nicht die Einkünfte im Sinne des
Artikels 10.
(5) Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht, wenn der in einem
Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte der Zinsen im anderen
Vertragsstaat, aus dem die Zinsen stammen, durch eine dort
belegene Betriebsstätte eine Geschäftstätigkeit ausübt und die
Forderung, für welche die Zinsen gezahlt werden, tatsächlich zu
dieser Betriebsstätte gehört. In diesem Fall gilt Artikel 7.
(6) Zinsen gelten dann als aus einem Vertragsstaat
stammend, wenn der Schuldner in diesem Staat ansässig ist. Hat aber
der Schuldner der Zinsen, unabhängig davon, ob er in einem
Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem Vertragsstaat eine
Betriebsstätte, im Zusammenhang mit der die Verschuldung, für
welche die Zinsen gezahlt werden, eingegangen wurde, und trägt
diese Betriebsstätte diese Zinsen, so gelten die Zinsen als aus
dem Staat stammend, in dem die Betriebsstätte belegen ist.
(7) Übersteigt der Zinsbetrag aufgrund einer besonderen
Beziehung zwischen dem Schuldner und dem Nutzungsberechtigten
oder zwischen ihnen beiden und einem Dritten in Anbetracht der
zugrunde liegenden Forderung den Betrag, den Schuldner und
(5) Where a company which is a resident of a Contracting
State derives profits or income from the other Contracting State,
that other State may not impose any tax on the dividends paid by
the company, except insofar as such dividends are paid to a
resident of that other State or insofar as the holding in respect of
which the dividends are paid is effectively connected with a
permanent establishment situated in that other State, nor subject the
company’s undistributed profits to a tax on the company’s un -
distributed profits, even if the dividends paid or the undistributed
profits consist wholly or partly of profits or income arising in such
other State.
Article 11
Interest
(1) Interest arising in a Contracting State and paid to a resident
of the other Contracting State may be taxed in that other State.
(2) However, interest arising in a Contracting State may also
be taxed in that State according to the laws of that State, but if
the beneficial owner of the interest is a resident of the other
Contracting State, the tax so charged shall not exceed 5 per cent
of the gross amount of the interest.
(3) Notwithstanding the provisions of paragraph 2,
a) interest arising in Ukraine and paid in consideration of a loan
guaranteed by the Federal Republic of Germany in respect of
export or foreign direct investment or paid to the Government
of the Federal Republic of Germany, the Deutsche
Bundesbank, the Kreditanstalt für Wiederaufbau or the DEG –
Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
shall be exempt from Ukrainian tax;
b) interest arising in the Federal Republic of Germany and paid
in consideration of a loan guaranteed by Ukraine in respect
of export or foreign direct investment or paid to the
Government of Ukraine, the National Bank of Ukraine or the State
Export Import Bank of Ukraine (Ukreximbank) shall be exempt
from German tax.
(4) The term “interest” as used in this Article means income
from debt-claims of every kind, whether or not secured by
mortgage, and in particular, income from government securities and
income from bonds or debentures, including premiums and prizes
attaching to such securities, bonds or debentures. Penalty
charges for late payment shall not be regarded as interest for the
purpose of this Article. The term “interest” does not include the
income defined in Article 10.
(5) The provisions of paragraphs 1 to 3 shall not apply if the
beneficial owner of the interest, being a resident of a Contracting
State, carries on business in the other Contracting State in which
the interest arises, through a permanent establishment situated
therein and the debt-claim in respect of which the interest is paid
is effectively connected with such permanent establishment. In
such case the provisions of Article 7 shall apply.
(6) Interest shall be deemed to arise in a Contracting State
when the payer is a resident of that State. Where, however, the
person paying the interest, whether he is a resident of a
Contracting State or not, has in a Contracting State a permanent
establishment in connection with which the indebtedness on which
the interest is paid was incurred, and such interest is borne by
such permanent establishment, then such interest shall be
deemed to arise in the State in which the permanent
establishment is situated.
(7) Where, by reason of a special relationship between the
payer and the beneficial owner or between both of them and
some other person, the amount of the interest, having regard to
the debt-claim for which it is paid, exceeds the amount which
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehung vereinbart hätten,
so gilt dieser Artikel nur für den letztgenannten Betrag. In diesem
Fall kann der übersteigende Teil der Zahlungen unter
Berücksichtigung der übrigen Bestimmungen dieses Abkommens weiterhin
nach dem Recht des jeweiligen Vertragsstaats besteuert werden.
Artikel 12
Lizenzgebühren
(1) Lizenzgebühren, die aus einem Vertragsstaat stammen
und an eine im anderen Vertragsstaat ansässige Person gezahlt
werden, können im anderen Staat besteuert werden.
(2) Lizenzgebühren können jedoch auch in dem Vertragsstaat,
aus dem sie stammen, nach dem Recht dieses Staates besteuert
werden; ist der Nutzungsberechtigte der Lizenzgebühren aber im
anderen Vertragsstaat ansässig, so darf die betreffende Steuer
nicht höher sein als 5 Prozent des Bruttobetrags der Lizenz -
gebühren.
(3) Der Ausdruck „Lizenzgebühren“ im Sinne dieses Artikels
bedeutet Zahlungen jeder Art, die als Gegenleistung für die
Nutzung oder das Recht auf Nutzung von Urheberrechten an
literarischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Werken
einschließlich Kinofilmen, von Patenten, Marken, Mustern oder
Modellen, Plänen, geheimen Formeln oder Verfahren oder für
Informationen über gewerbliche, kaufmännische oder
wissenschaftliche Erkenntnisse bezogen werden.
(4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn der in einem
Vertragsstaat ansässige Nutzungsberechtigte der Lizenzgebühren
im anderen Vertragsstaat, aus dem die Lizenzgebühren
stammen, durch eine dort belegene Betriebsstätte eine Geschäfts -
tätigkeit ausübt und das Recht oder der Vermögenswert, für das
beziehungsweise den die Lizenzgebühren gezahlt werden,
tatsächlich zu dieser Betriebsstätte gehört. In diesem Fall gilt
Artikel 7.
(5) Lizenzgebühren gelten dann als aus einem Vertragsstaat
stammend, wenn der Schuldner in diesem Staat ansässig ist. Hat
aber der Schuldner der Lizenzgebühren, unabhängig davon, ob
er in einem Vertragsstaat ansässig ist oder nicht, in einem
Vertragsstaat eine Betriebsstätte, im Zusammenhang mit der die
Verpflichtung zur Zahlung der Lizenzgebühren eingegangen wurde,
und trägt diese Betriebsstätte diese Lizenzgebühren, so gelten
die Lizenzgebühren als aus dem Vertragsstaat stammend, in dem
die Betriebsstätte belegen ist.
(6) Übersteigen die Lizenzgebühren aufgrund einer
besonderen Beziehung zwischen dem Schuldner und dem Nutzungs -
berechtigten oder zwischen ihnen beiden und einem Dritten in
Anbetracht der zugrunde liegenden Nutzungen, Rechte oder
Informationen den Betrag, den Schuldner und
Nutzungsberechtigter ohne diese Beziehung vereinbart hätten, so gilt dieser
Artikel nur für den letztgenannten Betrag. In diesem Fall kann der
übersteigende Teil der Zahlungen unter Berücksichtigung der
übrigen Bestimmungen dieses Abkommens weiterhin nach dem
Recht des jeweiligen Vertragsstaats besteuert werden.
Artikel 13
Veräußerungsgewinne
(1) Gewinne einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person
aus der Veräußerung unbeweglichen Vermögens im Sinne des
Artikels 6, das im anderen Vertragsstaat belegen ist, können im
anderen Staat besteuert werden.
(2) Gewinne aus der Veräußerung beweglichen Vermögens,
das zum Betriebsvermögen einer Betriebsstätte gehört, die ein
Unternehmen eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat,
einschließlich derartiger Gewinne aus der Veräußerung einer
solchen Betriebsstätte (allein oder mit dem gesamten Unternehmen)
können im anderen Staat besteuert werden.
would have been agreed upon by the payer and the beneficial
owner in the absence of such relationship, the provisions of this
Article shall apply only to the last-mentioned amount. In such
case, the excess part of the payments shall remain taxable
according to the laws of each Contracting State, due regard being
had to the other provisions of this Agreement.
Article 12
Royalties
(1) Royalties arising in a Contracting State and paid to a
resident of the other Contracting State may be taxed in that other
State.
(2) However, royalties may also be taxed in the Contracting
State in which they arise and according to the laws of that State,
but if the beneficial owner of the royalties is a resident of the other
Contracting State, the tax so charged shall not exceed 5 per cent
of the gross amount of the royalties.
(3) The term “royalties” as used in this Article means payments
of any kind received as a consideration for the use of, or the right
to use, any copyright of literary, artistic or scientific work including
cinematograph films, any patent, trade mark, design or model,
plan, secret formula or process, or for information concerning
industrial, commercial or scientific experience.
(4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall not apply if the
beneficial owner of the royalties, being a resident of a Contracting
State, carries on business in the other Contracting State in which
the royalties arise through a permanent establishment situated
therein and the right or property in respect of which the royalties
are paid is effectively connected with such permanent
establishment. In such case the provisions of Article 7 shall apply.
(5) Royalties shall be deemed to arise in a Contracting State
when the payer is a resident of that State. Where, however, the
person paying the royalties, whether he is a resident of a
Contracting State or not, has in a Contracting State a permanent
establishment in connection with which the liability to pay the
royalties was incurred, and such royalties are borne by such
permanent establishment, then such royalties shall be deemed
to arise in the Contracting State in which the permanent
establishment is situated.
(6) Where, by reason of a special relationship between the
payer and the beneficial owner or between both of them and
some other person, the amount of the royalties, having regard to
the use, right or information for which they are paid, exceeds the
amount which would have been agreed upon by the payer and
the beneficial owner in the absence of such relationship, the
provisions of this Article shall apply only to the last-mentioned
amount. In such case, the excess part of the payments shall
remain taxable according to the laws of each Contracting State,
due regard being had to the other provisions of this Agreement.
Article 13
Capital Gains
(1) Gains derived by a resident of a Contracting State from the
alienation of immovable property referred to in Article 6 and
situated in the other Contracting State may be taxed in that other
State.
(2) Gains from the alienation of movable property forming part
of the business property of a permanent establishment which an
enterprise of a Contracting State has in the other Contracting
State, including such gains from the alienation of such a
permanent establishment (alone or with the whole enterprise), may be
taxed in that other State.
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(3) Gewinne aus der Veräußerung von im internationalen
Verkehr betriebenen Schiffen oder Luftfahrzeugen oder von
beweglichem Vermögen, das dem Betrieb dieser Schiffe oder
Luftfahrzeuge dient, können nur in dem Vertragsstaat besteuert werden,
in dem sich der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung des
Unternehmens befindet.
(4) Gewinne einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person
aus der Veräußerung von Anteilen oder vergleichbaren Rechten,
wie Rechten an einer Personengesellschaft oder einem Trust,
können im anderen Vertragsstaat besteuert werden, sofern der
Wert dieser Anteile oder vergleichbaren Rechte zu irgendeinem
Zeitpunkt während der 365 Tage vor der Veräußerung zu mehr
als 50 Prozent unmittelbar oder mittelbar auf im anderen Staat
belegenem unbeweglichem Vermögen im Sinne des Artikels 6
beruhte.
(5) Gewinne aus der Veräußerung von in den Absätzen 1 bis 4
nicht genanntem Vermögen können nur in dem Vertragsstaat
besteuert werden, in dem der Veräußerer ansässig ist.
(6) War eine natürliche Person mindestens fünf Jahre lang in
einem Vertragsstaat ansässig und ist sie im anderen
Vertragsstaat ansässig geworden, so berührt Absatz 5 nicht das Recht
des erstgenannten Staates, die Person so zu behandeln, als
hätte sie im Zeitpunkt des Ansässigkeitswechsels Gesellschafts -
anteile veräußert. Wird die Person im erstgenannten Staat
entsprechend besteuert, so berechnet der andere Staat im Fall einer
dem Ansässigkeitswechsel folgenden Veräußerung von
Gesellschaftsanteilen den Veräußerungsgewinn auf der Grundlage des
Wertes, den der erstgenannte Staat im Zeitpunkt des
Ansässigkeitswechsels der Besteuerung zugrunde gelegt hat.
Artikel 14
Einkünfte aus unselbständiger Arbeit
(1) Vorbehaltlich der Artikel 15, 17 und 18 können Gehälter,
Löhne und ähnliche Vergütungen, die eine in einem Vertragsstaat
ansässige Person für unselbständige Arbeit bezieht, nur in
diesem Staat besteuert werden, es sei denn, die Arbeit wird im
anderen Vertragsstaat ausgeübt. Wird die Arbeit im anderen Staat
ausgeübt, so können die daraus bezogenen Vergütungen dort
besteuert werden.
(2) Ungeachtet des Absatzes 1 können Vergütungen, die eine
in einem Vertragsstaat ansässige Person für im anderen
Vertragsstaat ausgeübte unselbständige Arbeit bezieht, nur im
erstgenannten Staat besteuert werden, wenn
a) der Empfänger sich insgesamt nicht länger als 183 Tage
innerhalb eines im betreffenden Steuerjahr beginnenden oder
endenden Zeitraums von zwölf Monaten im anderen Staat
aufhält und
b) die Vergütungen von einem Arbeitgeber oder für einen
Arbeitgeber gezahlt werden, der nicht im anderen Staat ansässig
ist, und
c) die Vergütungen nicht von einer Betriebsstätte getragen
werden, die der Arbeitgeber im anderen Staat hat.
(3) Ungeachtet der Absätze 1 und 2 können Vergütungen für
unselbständige Arbeit, die an Bord eines im internationalen
Verkehr betriebenen Schiffes oder Luftfahrzeugs ausgeübt wird, in
dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem sich der Ort der
tatsächlichen Geschäftsleitung des Unternehmens befindet,
welches das Schiff oder Luftfahrzeug betreibt.
(4) Beiträge, die durch oder für eine natürliche Person, die in
einem Vertragsstaat eine unselbständige Arbeit ausübt, an eine
im anderen Vertragsstaat errichtete und dort steuerlich
anerkannte Altersvorsorgeeinrichtung geleistet werden, sind im erst -
genannten Staat bei der Ermittlung des von der Person zu
versteuernden Einkommens in der gleichen Weise und im gleichen
Umfang zu berücksichtigen wie Beiträge, die an eine im
erstgenannten Staat steuerlich anerkannte Altersvorsorgeeinrichtung
gezahlt werden, sofern die Person unmittelbar vor Aufnahme der
Tätigkeit nicht im erstgenannten Staat ansässig war und bereits
(3) Gains from the alienation of ships or aircraft operated in
international traffic or of movable property pertaining to the
operation of such ships or aircraft shall be taxable only in the
Contracting State in which the place of effective management of
the enterprise is situated.
(4) Gains derived by a resident of a Contracting State from the
alienation of shares or comparable interests, such as interests in
a partnership or trust, may be taxed in the other Contracting State
if, at any time during the 365 days preceding the alienation, these
shares or comparable interests derived more than 50 per cent of
their value directly or indirectly from immovable property, as
defined in Article 6, situated in that other State.
(5) Gains from the alienation of any property, other than that
referred to in paragraphs 1, 2, 3 and 4 shall be taxable only in the
Contracting State of which the alienator is a resident.
(6) Where an individual was a resident of a Contracting State
for a period of five years or more and has become a resident of
the other Contracting State, the provisions of paragraph 5 shall
not affect the right of the first-mentioned State to treat the
individual as having alienated shares at the time of the change of
residence. If the individual is taxed accordingly in the first-mentioned
State, the other State shall, in the event of an alienation of shares
after the change of residence, calculate the capital gain on the
basis of the value which the first-mentioned State used for
purposes of taxation at the time of the change of residence.
Article 14
Income from Employment
(1) Subject to the provisions of Articles 15, 17 and 18, salaries,
wages and other similar remuneration derived by a resident of a
Contracting State in respect of an employment shall be taxable
only in that State unless the employment is exercised in the other
Contracting State. If the employment is so exercised, such
remuneration as is derived therefrom may be taxed in that other State.
(2) Notwithstanding the provisions of paragraph 1,
remuneration derived by a resident of a Contracting State in respect of an
employment exercised in the other Contracting State shall be
taxable only in the first-mentioned State if:
a) the recipient is present in the other State for a period or
periods not exceeding in the aggregate 183 days in any
twelve month period commencing or ending in the fiscal year
concerned, and
b) the remuneration is paid by, or on behalf of, an employer who
is not a resident of the other State, and
c) the remuneration is not borne by a permanent establishment
which the employer has in the other State.
(3) Notwithstanding the preceding provisions of this Article,
remuneration derived in respect of an employment exercised
aboard a ship or aircraft operated in international traffic may be
taxed in the Contracting State in which the place of effective
management of the enterprise which operates the ship or aircraft
is situated.
(4) Contributions that are made by or on behalf of an individual
who exercises an employment in a Contracting State to a pension
scheme established in and recognised for tax purposes in the
other Contracting State shall in the first-mentioned State, when
determining the individual’s taxable income, be taken into account
in the same way and to the same extent as contributions made
to a pension scheme that is recognised for tax purposes in the
first-mentioned State, provided that the individual was not a
resident of the first-mentioned State immediately before taking up
the employment, and contributions on behalf of the individual
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ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Beiträge für sie an die Altersvorsorgeeinrichtung entrichtet
wurden.
Artikel 15
Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen
Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsvergütungen sowie ähnliche
Zahlungen, die eine in einem Vertragsstaat ansässige Person in
ihrer Eigenschaft als Mitglied des Aufsichtsrats oder
Verwaltungsrats einer im anderen Vertragsstaat ansässigen Gesellschaft
bezieht, können im anderen Staat besteuert werden.
Artikel 16
Künstler und Sportler
(1) Ungeachtet der Artikel 7 und 14 können Einkünfte, die eine
in einem Vertragsstaat ansässige Person als Künstler, wie etwa
Bühnen-, Film-, Rundfunk- oder Fernsehkünstler oder Musiker,
oder als Sportler aus ihrer im anderen Vertragsstaat ausgeübten
persönlichen Tätigkeit bezieht, im anderen Staat besteuert
werden.
(2) Fließen Einkünfte für eine von einem Künstler oder Sportler
in dieser Eigenschaft ausgeübte persönliche Tätigkeit nicht dem
Künstler oder Sportler, sondern einer anderen Person zu, so
können diese Einkünfte ungeachtet der Artikel 7 und 14 in dem
Vertragsstaat besteuert werden, in dem die Tätigkeit des Künstlers
oder Sportlers ausgeübt wird.
(3) Einkünfte, die einer Person für die Überlassung von
Direktübertragungsrechten oder eine anderweitige Verwertung der von
einem Künstler oder Sportler ausgeübten Tätigkeit zufließen,
können in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem die Tätigkeit
des Künstlers oder Sportlers ausgeübt wird.
(4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Einkünfte aus einer
von einem Künstler oder Sportler in einem Vertragsstaat
ausgeübten Tätigkeit, wenn der Aufenthalt in diesem Staat ganz oder
überwiegend aus öffentlichen Mitteln des anderen Vertragsstaats
oder einer seiner Gebietskörperschaften oder von einer im
anderen Staat als gemeinnützig anerkannten Einrichtung finanziert
wird. In diesem Fall können die Einkünfte nur in dem
Vertragsstaat besteuert werden, in dem der Künstler oder Sportler an -
sässig ist.
Artikel 17
Ruhegehälter, Renten und ähnliche Zahlungen
(1) Vorbehaltlich des Artikels 18 Absatz 2 können
Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen sowie Renten, die aus einem
Vertragsstaat stammen und einer im anderen Vertragsstaat
ansässigen Person gezahlt werden, im erstgenannten Staat besteuert
werden.
(2) Ungeachtet des Absatzes 1 können Leistungen, die
aufgrund des Sozialversicherungsrechts eines Vertragsstaats
gezahlt werden, nur in diesem Staat besteuert werden.
(3) Wiederkehrende und einmalige Zahlungen eines
Vertragsstaats oder einer seiner Gebietskörperschaften an eine im
anderen Vertragsstaat ansässige Person als Entschädigung für
politische Verfolgung (einschließlich Wiedergutmachungsleistungen),
für Unrecht oder Schäden aufgrund von Kriegshandlungen oder
für Schäden, die auf den Wehr-, Zivil- oder
Bundesfreiwilligendienst, Straftaten, Impfungen oder ähnliche Ursachen zurück -
zuführen sind, können ungeachtet des Absatzes 1 nur im erst -
genannten Staat besteuert werden.
(4) Der Ausdruck „Rente“ bedeutet Einkünfte in Form von
regelmäßigen, wiederkehrenden Zahlungen, die für die Dauer der
Lebenszeit des Empfängers oder für einen bestimmten Zeitraum
geleistet werden aufgrund einer Verpflichtung zur Leistung dieser
Zahlungen infolge eigener Beiträge des Empfängers oder von
Beiträgen eines Dritten zugunsten des Empfängers.
have already been made to the pension scheme.
Article 15
Directors’ Fees
Directors’ fees and other similar payments derived by a
resident of a Contracting State in his capacity as a member of the
board of directors of a company which is a resident of the other
Contracting State may be taxed in that other State.
Article 16
Entertainers and Sportspersons
(1) Notwithstanding the provisions of Articles 7 and 14, income
derived by a resident of a Contracting State as an entertainer,
such as a theatre, motion picture, radio or television artiste, or a
musician, or as a sportsperson, from that resident’s personal
activities as such exercised in the other Contracting State, may
be taxed in that other State.
(2) Where income in respect of personal activities exercised
by an entertainer or a sportsperson acting as such accrues not
to the entertainer or sportsperson but to another person, that
income may, notwithstanding the provisions of Articles 7 and 14,
be taxed in the Contracting State in which the activities of the
entertainer or sportsperson are exercised.
(3) Income accruing to a person from the granting of live
broadcasting rights or any other exploitation of the activities
exercised by an entertainer or sportsperson may be taxed in the
Contracting State in which the activities of the entertainer or
sportsperson are exercised.
(4) Paragraphs 1 and 2 shall not apply to income from
activities exercised by an entertainer or sportsperson in a Contracting
State in cases where the stay in that State is financed entirely or
mainly from public funds of the other Contracting State or a
political subdivision or local authority thereof, or by an organisation
which in that other State is recognised as a charitable
organisation. In such case the income may be taxed only in the
Contracting State of which the entertainer or sportsperson is a resident.
Article 17
Pensions, Annuities and Similar Payments
(1) Subject to paragraph 2 of Article 18, pensions and other
similar remuneration as well as annuities arising in a Contracting
State and paid to a resident of the other Contracting State may
be taxed in the first-mentioned State.
(2) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, benefits
paid under the social security legislation of a Contracting State
shall be taxable only in that State.
(3) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, recurrent
or non-recurrent payments made by a Contracting State or a
political subdivision or a local authority thereof to a resident of the
other Contracting State as compensation for political persecution
(including restitution payments), for injustice or damage sustained
as a result of war or for damage resulting from military service,
alternative civilian service or federal volunteer service, a crime, a
vaccination or similar causes shall be taxable only in the
firstmentioned State.
(4) The term “annuities” means income in the form of regular,
recurrent payments that are made for the duration of the re -
cipient’s lifetime or for a specific period of time, on the basis of an
obligation stipulating that such payments are to be made as a
result of the recipient’s own contributions or contributions from a
third party for the benefit of the recipient.
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Artikel 18
Öffentlicher Dienst
(1)
a) Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen, die einer natür -
lichen Person von einem Vertragsstaat oder einer seiner
Gebietskörperschaften für diesem Staat oder dieser Gebiets -
körperschaft geleistete Dienste gezahlt werden, können nur
in diesem Staat besteuert werden.
b) Diese Gehälter, Löhne und ähnlichen Vergütungen können
jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn
die Dienste in diesem Staat geleistet werden und die natür -
liche Person in diesem Staat ansässig ist und
i) eine Staatsangehörige dieses Staates ist oder
ii) nicht ausschließlich zum Zweck der Leistung der Dienste
in diesem Staat ansässig geworden ist.
(2)
a) Ungeachtet des Absatzes 1 können Ruhegehälter und ähn -
liche Vergütungen, die einer natürlichen Person von einem
Vertragsstaat oder einer seiner Gebietskörperschaften oder
aus von ihnen errichteten Fonds für diesem Staat oder dieser
Gebietskörperschaft geleistete Dienste gezahlt werden, nur
in diesem Staat besteuert werden.
b) Diese Ruhegehälter und ähnlichen Vergütungen können
jedoch nur im anderen Vertragsstaat besteuert werden, wenn
die natürliche Person in diesem Staat ansässig und eine
Staatsangehörige dieses Staates ist.
(3) Für Gehälter, Löhne, Ruhegehälter und ähnliche
Vergütungen für Dienste, die im Zusammenhang mit einer
Geschäftstätigkeit eines Vertragsstaats oder einer seiner Gebietskörperschaften
geleistet werden, gelten die Artikel 14, 15, 16 und 17.
(4) Die Absätze 1 und 2 gelten auch für Gehälter, Löhne,
Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen, die natürlichen Per -
sonen für Dienste gezahlt werden, die dem Goethe-Institut und
dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sowie
ähnlichen Einrichtungen, für welche dies von den zuständigen
Behörden durch Verständigung vereinbart wird, geleistet werden.
Werden diese Vergütungen im Gründungsstaat der Einrichtung
nicht besteuert, so gilt Artikel 14.
(5) Absatz 1 Buchstabe a gilt ebenso für Vergütungen, die
aufgrund eines Abkommens über wirtschaftliche oder technische
Zusammenarbeit oder einer ähnlichen Übereinkunft in den anderen
Vertragsstaat entsandten natürlichen Personen gezahlt werden,
soweit diese Vergütungen unmittelbar oder mittelbar aus öffent -
lichen Mitteln eines Vertragsstaats oder einer seiner Gebiets -
körperschaften gezahlt werden.
Artikel 19
Gastprofessoren, Lehrer und Studenten
(1) Eine natürliche Person, die sich auf Einladung eines
Vertragsstaats oder einer Universität, Hochschule, Schule, eines
Museums oder einer anderen Kultur- oder Bildungseinrichtung
dieses Vertragsstaats oder im Rahmen eines offiziellen
Kulturaustauschs höchstens zwei Jahre lang ausschließlich zur
Ausübung einer Lehrtätigkeit, zum Halten von Vorlesungen oder zur
Ausübung einer Forschungstätigkeit bei einer solchen Einrichtung
in diesem Vertragsstaat aufhält und im anderen Vertragsstaat
ansässig ist oder dort unmittelbar vor Einreise in den erstgenannten
Staat ansässig war, ist im erstgenannten Staat mit ihren für diese
Tätigkeit bezogenen Vergütungen von der Steuer befreit, sofern
sie diese Vergütungen von außerhalb dieses Staates bezieht.
(2) Zahlungen, die ein Student oder Auszubildender, der
unmittelbar vor Einreise in einen Vertragsstaat im anderen
Vertragsstaat ansässig war oder dort ansässig ist und sich im
erstgenannten Staat ausschließlich zum Studium oder zur Ausbildung
aufhält, für seinen Unterhalt, sein Studium oder seine Ausbildung
Article 18
Government Service
(1)
a) Salaries, wages and other similar remuneration paid by a
Contracting State or a political subdivision or a local authority
thereof to an individual in respect of services rendered to that
State or subdivision or authority shall be taxable only in that
State.
b) However, such salaries, wages and other similar
remuneration shall be taxable only in the other Contracting State if the
services are rendered in that State and the individual is a
resident of that State who:
(i) is a national of that State; or
(ii) did not become a resident of that State solely for the
purpose of rendering the services.
(2)
a) Notwithstanding the provisions of paragraph 1, pensions and
other similar remuneration paid by, or out of funds created by,
a Contracting State or a political subdivision or a local
authority thereof to an individual in respect of services rendered to
that State or subdivision or authority shall be taxable only in
that State.
b) However, such pensions and other similar remuneration shall
be taxable only in the other Contracting State if the individual
is a resident of, and a national of, that State.
(3) The provisions of Articles 14, 15, 16, and 17 shall apply to
salaries, wages, pensions, and other similar remuneration in
respect of services rendered in connection with a business
carried on by a Contracting State or a political subdivision or a
local authority thereof.
(4) The provisions of paragraphs 1 and 2 shall also apply to
salaries, wages, pensions, and other similar remuneration paid
to an individual in respect of services rendered to the Goethe-
Institut and the German Academic Exchange Service (Deutscher
Akademischer Austauschdienst), or to other similar institutions for
which this is mutually agreed by the competent authorities. Where
this remuneration is not taxed in the State of establishment of the
institution, Article 14 shall apply.
(5) The provisions of subparagraph a) of paragraph 1 shall
likewise apply in respect of remuneration paid to individuals which
are seconded to the other Contracting State on the basis of an
Economic or Technical Cooperation Agreement or a similar
Agreement insofar as this remuneration is paid directly or
indirectly out of public funds of a Contracting State or a political
subdivision or a local authority thereof.
Article 19
Visiting Professors, Teachers and Students
(1) An individual who, at the invitation of a Contracting State
or of a university, college, school, museum or other cultural or
educational institution of that Contracting State or under an official
programme of cultural exchange, visits that Contracting State for
a period not exceeding two years for the sole purpose of teaching,
lecturing or conducting research at such an institution and who
is, or was immediately before that visit, a resident of the other
Contracting State shall be exempt from tax in the first-mentioned
State with regard to that individual’s remuneration for such
activity, provided that such remuneration is derived by that individual
from outside that State.
(2) Payments which a student or business apprentice who is
or was immediately before visiting a Contracting State a resident
of the other Contracting State and who is present in the
firstmentioned State solely for the purpose of his education or training
receives for the purpose of his maintenance, education or training
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orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
erhält, dürfen in diesem Staat nicht besteuert werden, sofern
diese Zahlungen aus Quellen außerhalb dieses Staates stammen.
Artikel 20
Andere Einkünfte
(1) Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person,
die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt werden, können
ungeachtet ihrer Herkunft nur in diesem Staat besteuert werden.
(2) Absatz 1 gilt nicht für andere Einkünfte als solche aus
unbeweglichem Vermögen im Sinne des Artikels 6 Absatz 2, wenn
der in einem Vertragsstaat ansässige Empfänger dieser Einkünfte
im anderen Vertragsstaat durch eine dort belegene Betriebsstätte
eine Geschäftstätigkeit ausübt und das Recht oder der Ver -
mögenswert, für das beziehungsweise den die Einkünfte gezahlt
werden, tatsächlich zu dieser Betriebsstätte gehört. In diesem Fall
gilt Artikel 7.
Artikel 21
Beseitigung der
Doppelbesteuerung im Ansässigkeitsstaat
(1) Bezieht eine in der Bundesrepublik Deutschland ansässige
Person Einkünfte und können diese Einkünfte nach diesem
Abkommen in der Ukraine besteuert werden, so gilt Folgendes:
a) Sofern Buchstabe c nichts anderes vorsieht, werden die
Einkünfte von der Bemessungsgrundlage der deutschen Steuer
ausgenommen. Für Dividenden gilt dies nur, wenn diese von
einer in der Ukraine ansässigen Gesellschaft, deren Kapital
zu mindestens 20 Prozent unmittelbar einer in der Bundes -
republik Deutschland ansässigen Gesellschaft gehört, an die
in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Gesellschaft
gezahlt werden. Die in Satz 1 vorgesehene Ausnahme von
der Bemessungsgrundlage gilt weder für Dividenden einer
steuerbefreiten Gesellschaft noch für Dividenden, die von der
ausschüttenden Gesellschaft für Steuerzwecke in der Ukraine
abgezogen werden können, noch für Dividenden, die nach
dem Recht der Bundesrepublik Deutschland einer Person
zugerechnet werden, die keine in der Bundesrepublik
Deutschland ansässige Gesellschaft ist.
b) Die Bundesrepublik Deutschland behält sich das Recht vor,
die nach diesem Abkommen von der deutschen Steuer
befreiten Einkünfte bei der Festsetzung ihres Steuersatzes zu
berücksichtigen.
c) Auf die deutsche Steuer vom Einkommen für die folgenden
Einkünfte wird vorbehaltlich der Vorschriften des deutschen
Steuerrechts über die Anrechnung ausländischer Steuern
die ukrainische Steuer angerechnet, die nach ukrainischem
Steuerrecht und in Übereinstimmung mit diesem Abkommen
festgesetzt und für diese Einkünfte entrichtet sowie um einen
entstandenen Anspruch auf Entlastung ermäßigt wurde:
i) Dividenden im Sinne des Artikels 10, für die Buchstabe a
nicht gilt,
ii) Zinsen,
iii) Lizenzgebühren,
iv) Veräußerungsgewinne, für die Artikel 13 Absatz 4 gilt,
v) Einkünfte, für die Artikel 15 gilt,
vi) Einkünfte, für die Artikel 16 gilt,
vii) Einkünfte, für die Artikel 17 gilt.
Für die Anwendung dieses Buchstabens gelten Einkünfte
einer in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Person,
die nach diesem Abkommen in der Ukraine besteuert werden
können, als Einkünfte aus Quellen innerhalb der Ukraine.
d) Buchstabe a gilt für Einkünfte im Sinne der Artikel 7 und 10
sowie für Gewinne aus der Veräußerung von Vermögen im
Sinne des Artikels 13 Absatz 2 nur, soweit sie durch
Herstellung, Bearbeitung, Verarbeitung oder Montage von Gütern
oder Waren, Erforschung und Gewinnung natürlicher
Resshall not be taxed in that State, provided that such payments arise
from sources outside that State.
Article 20
Other Income
(1) Items of income of a resident of a Contracting State,
wherever arising, not dealt with in the foregoing Articles of this
Agreement shall be taxable only in that State.
(2) The provisions of paragraph 1 shall not apply to income,
other than income from immovable property as defined in
paragraph 2 of Article 6, if the recipient of such income, being a
resident of a Contracting State, carries on business in the other
Contracting State through a permanent establishment situated
therein and the right or property in respect of which the income
is paid is effectively connected with such permanent
establishment. In such case the provisions of Article 7 shall apply.
Article 21
Elimination of
Double Taxation in the State of Residence
(1) Where a resident of the Federal Republic of Germany
derives income which, in accordance with the provisions of this
Agreement, may be taxed in Ukraine, the following shall apply:
a) Unless otherwise provided in subparagraph c), the income
shall be exempt from the basis of assessment for German tax.
In the case of dividends, this shall apply only if they are paid
to a company resident in the Federal Republic of Germany by
a company resident in Ukraine at least 20 per cent of the
capital of which is owned directly by the company resident in
the Federal Republic of Germany. The exemption from the
assessment basis provided under the first sentence of this
subparagraph shall not apply to dividends paid by a
taxexempt company, to dividends that the distributing company
may deduct in Ukraine for tax purposes or to dividends that
are attributed under the laws of the Federal Republic of
Germany to a person that is not a company resident in the
Federal Republic of Germany.
b) The Federal Republic of Germany reserves the right to take
into account when determining its tax rate the items of income
which under the provisions of this Agreement are exempt from
German tax.
c) Subject to the provisions of German tax law regarding credit
for foreign tax, Ukrainian tax assessed and paid on the
following items of income under Ukrainian tax law and in
accordance with the provisions of this Agreement and reduced by
any right to claim relief that has arisen shall be credited
against German tax on income for such items of income:
(i) dividends as defined in Article 10 to which
subparagraph a) does not apply;
(ii) interest;
(iii) royalties;
(iv) capital gains to which paragraph 4 of Article 13 applies;
(v) income to which Article 15 applies;
(vi) income to which Article 16 applies;
(vii) income to which Article 17 applies.
For the purposes of application of the present subparagraph,
an item of income of a resident of the Federal Republic of
Germany that, under this Agreement, may be taxed in Ukraine
shall be deemed to be income from sources within Ukraine.
d) The provisions of subparagraph a) shall apply to items of
income as defined in Articles 7 and 10 and to gains from the
alienation of property as defined in paragraph 2 of Article 13
only to the extent that the items of income or gains are
generated by the production, processing or assembly of
20
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
sourcen, Bank- und Versicherungsgeschäfte, Handel oder
Erbringung von Dienstleistungen erzielt werden oder soweit sie
diesen Tätigkeiten wirtschaftlich zugerechnet werden können.
Das gilt nur, wenn ein dem Geschäftszweck angemessen
eingerichteter Geschäftsbetrieb besteht. Gilt Buchstabe a nicht,
so wird die Doppelbesteuerung durch Steueranrechnung
nach Buchstabe c beseitigt.
e) Ungeachtet des Buchstabens a wird die Doppelbesteuerung
durch Steueranrechnung nach Buchstabe c beseitigt, soweit
i) Einkünfte oder Teile davon in den Vertragsstaaten
unterschiedlichen Bestimmungen dieses Abkommens
zugeordnet werden und die betreffenden Einkünfte aufgrund
dieser unterschiedlichen Zuordnung doppelt, nicht oder
niedriger besteuert würden und sich dieser Konflikt im Fall
doppelter Besteuerung nicht durch ein Verfahren nach
Artikel 23 Absatz 2 oder 3 regeln lässt;
ii) die Ukraine Einkünfte oder Teile davon nach diesem
Abkommen besteuern kann, tatsächlich aber nicht besteuert
(dies gilt nicht für Dividenden);
iii) nach Konsultierung der Ukraine die Bundesrepublik
Deutschland der Ukraine auf diplomatischem Weg
Einkünfte oder Teile davon notifiziert hat, auf die sie die
Steueranrechnung nach Buchstabe c anzuwenden
beabsichtigt. Die Doppelbesteuerung wird für die notifizierten
Einkünfte oder Teile davon durch Steueranrechnung ab
dem ersten Tag des Kalenderjahrs beseitigt, das dem
Kalenderjahr folgt, in dem die Notifikation abgegeben
wurde.
(2) In der Ukraine wird die Doppelbesteuerung wie folgt be -
seitigt:
a) Bezieht eine in der Ukraine ansässige Person Einkünfte, die
nach diesem Abkommen in der Bundesrepublik Deutschland
besteuert werden können, so gewährt die Ukraine einen
Abzug von der Steuer vom Einkommen dieser ansässigen
Person in Höhe der in der Bundesrepublik Deutschland
entrichteten Steuer vom Einkommen. Dieser Abzug darf jedoch
den Teil der vor Gewährung des Abzugs berechneten Steuer
vom Einkommen nicht übersteigen, der den Einkünften
zugerechnet werden kann, die in der Bundesrepublik Deutschland
besteuert werden können.
b) Sind nach diesem Abkommen Einkünfte einer in der Ukraine
ansässigen Person in der Ukraine von der Steuer befreit, so
kann die Ukraine die steuerbefreiten Einkünfte gleichwohl bei
der Berechnung der Höhe der Steuer vom übrigen
Einkommen dieser ansässigen Person berücksichtigen.
Artikel 22
Gleichbehandlung
(1) Staatsangehörige eines Vertragsstaats dürfen im anderen
Vertragsstaat keiner Besteuerung oder damit
zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden, die anders oder
belastender ist als die Besteuerung und die damit zusammenhängenden
Verpflichtungen, denen Staatsangehörige des anderen Staates
unter gleichen Umständen, insbesondere hinsichtlich der
Ansässigkeit, unterworfen sind oder werden können. Satz 1 gilt
ungeachtet des Artikels 1 auch für Personen, die nicht in einem oder
beiden der Vertragsstaaten ansässig sind.
(2) Staatenlose, die in einem Vertragsstaat ansässig sind,
dürfen in keinem der beiden Vertragsstaaten einer Besteuerung oder
damit zusammenhängenden Verpflichtung unterworfen werden,
die anders oder belastender ist als die Besteuerung und die damit
zusammenhängenden Verpflichtungen, denen Staatsangehörige
des betreffenden Staates unter gleichen Umständen,
insbesondere hinsichtlich der Ansässigkeit, unterworfen sind oder werden
können.
goods and merchandise, the exploration and extraction of
natural resources, banking and insurance transactions, trade
or the rendering of services or to the extent that the items of
income or gains are economically attributable to these
activities. This shall apply only if a business establishment has
been set up that is adequately equipped to carry out its
business purpose. If subparagraph a) does not apply, double
taxation shall be eliminated by granting a tax credit in
accordance with subparagraph c).
e) Notwithstanding subparagraph a), double taxation shall be
eliminated by granting a tax credit in accordance with
subparagraph c) to the extent that
(i) the Contracting States apply different provisions of this
Agreement to an item of income or elements thereof,
and, as a consequence of applying different provisions,
the item of income concerned would be subject to double
taxation, non-taxation or lower taxation and, in the case
of double taxation, this conflict cannot be resolved by a
procedure pursuant to paragraphs 2 or 3 of Article 23;
(ii) Ukraine may, under the provisions of this Agreement, tax
items of income or elements thereof, but does not
actually do so (this does not apply to dividends);
(iii) after consulting with Ukraine, the Federal Republic of
Germany has notified Ukraine through diplomatic
channels of items of income, or elements thereof, to which it
intends to apply the tax credit provisions under
subparagraph c). Double taxation shall then be eliminated for the
notified items of income or elements thereof, by granting
a tax credit as of the first day of the calendar year
following the calendar year in which the notification was made.
(2) In Ukraine, double taxation shall be eliminated as follows:
a) Where a resident of Ukraine derives income which, in
accordance with the provisions of this Agreement, may be taxed in
the Federal Republic of Germany, Ukraine shall allow as a
deduction from the tax on the income of that resident, an
amount equal to the income tax paid in the Federal Republic
of Germany. Such deduction shall not, however, exceed that
part of the income tax, as computed before the deduction is
given, which is attributable to the income which may be taxed
in the Federal Republic of Germany.
b) Where in accordance with any provision of this Agreement
income derived by a resident of Ukraine is exempt from tax in
Ukraine, Ukraine may nevertheless, in calculating the amount
of tax on the remaining income of such resident, take into
account the exempted income.
Article 22
Non-discrimination
(1) Nationals of a Contracting State shall not be subjected in
the other Contracting State to any taxation or any requirement
connected therewith, which is other or more burdensome than the
taxation and connected requirements to which nationals of that
other State in the same circumstances, in particular with respect
to residence, are or may be subjected. This provision shall,
notwithstanding the provisions of Article 1, also apply to persons
who are not residents of one or both of the Contracting States.
(2) Stateless persons who are residents of a Contracting State
shall not be subjected in either Contracting State to any taxation
or any requirement connected therewith, which is other or more
burdensome than the taxation and connected requirements to
which nationals of the State concerned in the same
circumstances, in particular with respect to residence, are or may be
subjected.
21
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(3) Die Besteuerung einer Betriebsstätte, die ein Unternehmen
eines Vertragsstaats im anderen Vertragsstaat hat, darf im
anderen Staat nicht ungünstiger sein als die Besteuerung von
Unternehmen des anderen Staates, welche die gleiche Tätigkeit
ausüben. Satz 1 ist nicht so auszulegen, als verpflichte er einen
Vertragsstaat, im anderen Vertragsstaat ansässigen Personen
aufgrund des Personenstands oder von Familienlasten per sön -
liche Freibeträge, Erleichterungen und Ermäßigungen für
Besteuerungszwecke zu gewähren, die er den in seinem
Hoheitsgebiet ansässigen Personen gewährt.
(4) Sofern nicht Artikel 9 Absatz 1, 11 Absatz 7 oder 12
Absatz 6 gilt, sind Zinsen, Lizenzgebühren und andere Aus -
zahlungen, die ein Unternehmen eines Vertragsstaats an eine im
anderen Vertragsstaat ansässige Person leistet, bei der
Ermittlung der zu versteuernden Gewinne dieses Unternehmens unter
den gleichen Voraussetzungen abzugsfähig wie entsprechende
Aus zahlungen an eine im erstgenannten Staat ansässige Person.
(5) Unternehmen eines Vertragsstaats, deren Kapital ganz
oder teilweise unmittelbar oder mittelbar einer oder mehreren im
anderen Vertragsstaat ansässigen Personen gehört oder von
diesen kontrolliert wird, dürfen im erstgenannten Staat keiner
Besteuerung oder damit zusammenhängenden Verpflichtung
unterworfen werden, die anders oder belastender ist als die
Besteuerung und die damit zusammenhängenden Verpflichtungen,
denen ähnliche Unternehmen des erstgenannten Staates
unterworfen sind oder werden können.
(6) Dieser Artikel gilt ungeachtet des Artikels 2 für Steuern
jeder Art und Bezeichnung.
Artikel 23
Verständigungsverfahren
(1) Ist eine Person der Auffassung, dass die Maßnahmen
eines oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer Besteuerung
führen oder führen werden, die diesem Abkommen nicht entspricht,
so kann sie ungeachtet der im innerstaatlichen Recht dieser
Staaten vorgesehenen Rechtsbehelfe ihren Fall der zuständigen
Behörde des Vertragsstaats, in dem sie ansässig ist, oder, sofern
ihr Fall von Artikel 22 Absatz 1 erfasst wird, der zuständigen
Behörde des Vertragsstaats, dessen Staatsangehörige sie ist,
vorlegen. Der Fall muss innerhalb von drei Jahren nach der ersten
Mitteilung der Maßnahme vorgelegt werden, die zu einer dem
Abkommen nicht entsprechenden Besteuerung führt.
(2) Hält die zuständige Behörde die Einwendung für berechtigt
und ist sie selbst nicht in der Lage, eine zufriedenstellende
Lösung herbeizuführen, so ist sie bestrebt, den Fall durch
Verständigung mit der zuständigen Behörde des anderen Vertragsstaats
so zu regeln, dass eine dem Abkommen nicht entsprechende
Besteuerung vermieden wird. Eine erzielte Einigung ist ungeachtet
eventueller Fristen im innerstaatlichen Recht der Vertragsstaaten
umzusetzen.
(3) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten sind
bestrebt, Schwierigkeiten oder Zweifel hinsichtlich der Auslegung
oder Anwendung des Abkommens durch Verständigung aus -
zuräumen. Zur Beseitigung einer Doppelbesteuerung in Fällen,
die im Abkommen nicht vorgesehen sind, können sie einander
auch konsultieren.
(4) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten können zur
Erzielung einer Einigung im Sinne der Absätze 1 bis 3 unmittelbar
miteinander kommunizieren, auch über eine aus ihnen oder ihren
Vertretern bestehende gemeinsame Kommission.
(5) Wenn
a) eine Person der zuständigen Behörde eines Vertragsstaats
nach Absatz 1 einen Fall vorgelegt hat, weil die Maßnahmen
eines oder beider Vertragsstaaten für sie zu einer diesem
Abkommen nicht entsprechenden Besteuerung geführt haben,
und
(3) The taxation on a permanent establishment which an
enterprise of a Contracting State has in the other Contracting State
shall not be less favourably levied in that other State than the
taxation levied on enterprises of that other State carrying on the
same activities. This provision shall not be construed as obliging
a Contracting State to grant to residents of the other Contracting
State any personal allowances, reliefs and reductions for taxation
purposes on account of civil status or family responsibilities which
it grants to its own residents.
(4) Except where the provisions of paragraph 1 of Article 9,
paragraph 7 of Article 11, or paragraph 6 of Article 12, apply,
interest, royalties and other disbursements paid by an enterprise
of a Contracting State to a resident of the other Contracting State
shall, for the purpose of determining the taxable profits of such
enterprise, be deductible under the same conditions as if they had
been paid to a resident of the first-mentioned State.
(5) Enterprises of a Contracting State, the capital of which is
wholly or partly owned or controlled, directly or indirectly, by one
or more residents of the other Contracting State, shall not be
subjected in the first-mentioned State to any taxation or any
requirement connected therewith which is other or more
burdensome than the taxation and connected requirements to which
other similar enterprises of the first-mentioned State are or may
be subjected.
(6) The provisions of this Article shall, notwithstanding the
provisions of Article 2, apply to taxes of every kind and
description.
Article 23
Mutual Agreement Procedure
(1) Where a person considers that the actions of one or both
of the Contracting States result or will result for him in taxation
not in accordance with the provisions of this Agreement, he may,
irrespective of the remedies provided by the domestic law of
those States, present his case to the competent authority of the
Contracting State of which he is a resident or, if his case comes
under paragraph 1 of Article 22, to that of the Contracting State
of which he is a national. The case must be presented within
three years from the first notification of the action resulting in
taxation not in accordance with the provisions of the Agreement.
(2) The competent authority shall endeavour, if the objection
appears to it to be justified and if it is not itself able to arrive at a
satisfactory solution, to resolve the case by mutual agreement
with the competent authority of the other Contracting State, with
a view to the avoidance of taxation which is not in accordance
with the Agreement. Any agreement reached shall be
implemented notwithstanding any time limits in the domestic law of the
Contracting States.
(3) The competent authorities of the Contracting States shall
endeavour to resolve by mutual agreement any difficulties or
doubts arising as to the interpretation or application of the
Agreement. They may also consult together for the elimination of double
taxation in cases not provided for in the Agreement.
(4) The competent authorities of the Contracting States may
communicate with each other directly, including through a joint
commission consisting of themselves or their representatives, for
the purpose of reaching an agreement in the sense of the
preceding paragraphs.
(5) Where,
a) under paragraph 1, a person has presented a case to the
competent authority of a Contracting State on the basis that
the actions of one or both of the Contracting States have
resulted for that person in taxation not in accordance with the
provisions of this Agreement, and
22
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
b) die zuständigen Behörden nicht innerhalb von drei Jahren ab
dem Tag, an dem beiden zuständigen Behörden alle von
ihnen zur Befassung mit dem Fall benötigten Informationen
vorgelegt wurden, eine Einigung zur Regelung des Falles nach
Absatz 2 erzielen können,
werden ungeklärte Fragen des Falles auf schriftlichen Antrag der
Person einem Schiedsverfahren unterworfen. Diese ungeklärten
Fragen dürfen jedoch nicht einem Schiedsverfahren unterworfen
werden, wenn in einem der beiden Staaten bereits eine
abschließende Gerichtsentscheidung dazu ergangen ist. Der
Schiedsspruch ist für beide Vertragsstaaten bindend und ungeachtet
eventueller Fristen im innerstaatlichen Recht dieser Staaten
umzusetzen, es sei denn, eine unmittelbar von dem Fall betroffene
Person erkennt die Verständigungsregelung, durch die der
Schiedsspruch umgesetzt wird, nicht an. Die zuständigen
Behörden der Vertragsstaaten regeln durch Verständigung, wie dieser
Absatz anzuwenden ist.
Artikel 24
Informationsaustausch
(1) Die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten tauschen
die Informationen aus, die voraussichtlich erheblich sind zur
Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder
Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern
jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten
oder ihrer Gebietskörperschaften erhoben werden, soweit die
Besteuerung im Rahmen dieses Rechts nicht abkommenswidrig
ist. Der Informationsaustausch wird durch die Artikel 1 und 2 nicht
eingeschränkt.
(2) Informationen, die ein Vertragsstaat nach Absatz 1 erhalten
hat, sind ebenso geheim zu halten wie aufgrund des
innerstaatlichen Rechts dieses Staates beschaffte Informationen und
dürfen nur an Personen oder Behörden (einschließlich Gerichten und
Verwaltungsorganen) weitergegeben werden, die mit der
Festsetzung oder Erhebung, der Vollstreckung oder Strafverfolgung,
der Entscheidung über Rechtsbehelfe hinsichtlich der in Absatz 1
genannten Steuern oder mit der Aufsicht darüber befasst sind.
Diese Personen oder Behörden dürfen die Informationen nur für
entsprechende Zwecke verwenden. Dabei dürfen Informationen
in einem verwaltungs- oder strafrechtlichen Ermittlungsverfahren,
einem öffentlichen Gerichtsverfahren oder einer
Gerichtsentscheidung offengelegt werden, sofern dies nach dem jeweiligen
Recht der Vertragsstaaten vorgesehen ist. Ungeachtet der
Sätze 1 bis 3 können Informationen, die ein Vertragsstaat
erhalten hat, für andere Zwecke verwendet werden, wenn sie nach
dem Recht beider Staaten für diese anderen Zwecke verwendet
werden dürfen und die zuständige Behörde des übermittelnden
Vertragsstaats dieser Verwendung zugestimmt hat.
(3) Die Absätze 1 und 2 sind nicht so auszulegen, als
verpflichteten sie einen Vertragsstaat,
a) Verwaltungsmaßnahmen durchzuführen, die vom Recht oder
der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen
Vertragsstaats abweichen;
b) Informationen zu übermitteln, die nach dem Recht oder im
üblichen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen
Vertragsstaats nicht beschafft werden können;
c) Informationen zu übermitteln, die ein Betriebs-, Geschäfts-,
Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren
preisgeben würden oder deren Offenlegung gegen die
öffentliche Ordnung (ordre public) verstoßen würde.
(4) Ersucht ein Vertragsstaat nach diesem Artikel um
Informationen, so nutzt der andere Vertragsstaat die ihm zur Verfügung
stehenden Maßnahmen zur Beschaffung der erbetenen Infor -
mationen, selbst wenn er die Informationen für seine eigenen
Steuerzwecke nicht benötigen sollte. Die in Satz 1 enthaltene
Verpflichtung unterliegt den Beschränkungen nach Absatz 3;
diese sind jedoch nicht so auszulegen, als könne ein Vertragsstaat
die Übermittlung von Informationen nur deshalb ablehnen, weil
er kein innerstaatliches Interesse an ihnen hat.
b) the competent authorities are unable to reach an agreement
to resolve that case pursuant to paragraph 2 within three
years from the date when all the information required by the
competent authorities in order to address the case has been
provided to both competent authorities,
any unresolved issues arising from the case shall be submitted
to arbitration if the person so requests in writing. These un -
resolved issues shall not, however, be submitted to arbitration if
a final decision on these issues has already been rendered by a
court or administrative tribunal of either State. Unless a person
directly affected by the case does not accept the mutual
agreement that implements the arbitration decision, that decision shall
be binding on both Contracting States and shall be implemented
notwithstanding any time limits in the domestic laws of these
States. The competent authorities of the Contracting States shall
by mutual agreement settle the mode of application of this
paragraph.
Article 24
Exchange of Information
(1) The competent authorities of the Contracting States shall
exchange such information as is foreseeably relevant for carrying
out the provisions of this Agreement or to the administration or
enforcement of the domestic laws concerning taxes of every kind
and description imposed on behalf of the Contracting States, or
of their political subdivisions or local authorities, insofar as the
taxation thereunder is not contrary to the Agreement. The
exchange of information is not restricted by Articles 1 and 2.
(2) Any information received under paragraph 1 by a
Contracting State shall be treated as secret in the same manner as in -
formation obtained under the domestic laws of that State and
shall be disclosed only to persons or authorities (including courts
and administrative bodies) concerned with the assessment or
collection of, the enforcement or prosecution in respect of, the
determination of appeals in relation to the taxes referred to in
paragraph 1, or the oversight of the above. Such persons or
authorities shall use the information only for such purposes. For
these purposes information may be disclosed in administrative or
criminal investigations, in public court proceedings or in judicial
decisions, if this is provided for in the respective laws of the
Contracting States. Notwithstanding the foregoing, information
received by a Contracting State may be used for other purposes,
when such information may be used for such other purposes
under the laws of both States and the competent authority of the
supplying Contracting State authorises such use.
(3) In no case shall the provisions of paragraphs 1 and 2 be
construed so as to impose on a Contracting State the obligation:
a) to carry out administrative measures at variance with the laws
and administrative practice of that or of the other Contracting
State;
b) to supply information which is not obtainable under the laws
or in the normal course of the administration of that or of the
other Contracting State;
c) to supply information which would disclose any trade,
business, industrial, commercial or professional secret or trade
process, or information the disclosure of which would be
contrary to public policy (ordre public).
(4) If information is requested by a Contracting State in
accordance with this Article, the other Contracting State shall use its
information gathering measures to obtain the requested
information, even though that other State may not need such information
for its own tax purposes. The obligation contained in the
preceding sentence is subject to the limitations of paragraph 3 but in no
case shall such limitations be construed to permit a Contracting
State to decline to supply information solely because it has no
domestic interest in such information.
23
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
(5) Absatz 3 ist nicht so auszulegen, als könne ein
Vertragsstaat die Übermittlung von Informationen nur deshalb ablehnen,
weil sie sich bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut,
einem Bevollmächtigten, Vertreter oder Treuhänder befinden oder
weil sie sich auf Eigentumsrechte an einer Person beziehen.
Artikel 25
Amtshilfe bei der Steuererhebung
(1) Die Vertragsstaaten leisten einander Amtshilfe bei der
Erhebung von Steuerforderungen. Diese Amtshilfe wird durch die
Artikel 1 und 2 nicht eingeschränkt. Die zuständigen Behörden
der Vertragsstaaten können durch Verständigung regeln, wie
dieser Artikel anzuwenden ist.
(2) Der Ausdruck „Steuerforderung“ im Sinne dieses Artikels
bedeutet einen Betrag, der für Steuern jeder Art und
Bezeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten oder ihrer
Gebietskörperschaften erhoben werden, geschuldet wird, soweit diese
Besteuerung nicht gegen dieses Abkommen oder eine andere
Übereinkunft verstößt, der die Vertragsstaaten als
Vertragsparteien angehören, sowie mit diesem Betrag zusammenhängende
Zinsen, Geldbußen und Erhebungs- oder Sicherungskosten.
(3) Ist eine Steuerforderung eines Vertragsstaats nach dem
Recht dieses Staates vollstreckbar und wird sie von einer Person
geschuldet, die ihre Erhebung zum betreffenden Zeitpunkt nach
dem Recht dieses Staates nicht verhindern kann, so wird diese
Steuerforderung auf Ersuchen der zuständigen Behörde dieses
Staates für die Zwecke der Erhebung von der zuständigen
Behörde des anderen Vertragsstaats anerkannt. Diese
Steuerforderung wird vom anderen Staat nach dessen Rechtsvorschriften
über die Vollstreckung und Erhebung seiner eigenen Steuern
erhoben, als handele es sich dabei um eine Steuerforderung dieses
anderen Staates.
(4) Handelt es sich bei einer Steuerforderung eines
Vertragsstaats um eine Forderung, bei der dieser Staat nach seinem
Recht Maßnahmen zur Sicherung der Erhebung ergreifen kann,
so wird diese Steuerforderung auf Ersuchen der zuständigen
Behörde dieses Staates für die Zwecke des Ergreifens von
Sicherungsmaßnahmen von der zuständigen Behörde des anderen
Vertragsstaats anerkannt. Der andere Staat ergreift in
Übereinstimmung mit seinen Rechtsvorschriften Sicherungsmaßnahmen
in Bezug auf diese Steuerforderung, als handele es sich dabei
um eine Steuerforderung dieses anderen Staates, selbst wenn
die Steuerforderung im Zeitpunkt der Anwendung dieser
Maßnahmen im erstgenannten Staat nicht vollstreckbar ist oder von einer
Person geschuldet wird, die berechtigt ist, die Erhebung zu
verhindern.
(5) Ungeachtet der Absätze 3 und 4 unterliegt eine von einem
Vertragsstaat für die Zwecke des Absatzes 3 oder 4 anerkannte
Steuerforderung in diesem Staat nicht aufgrund ihrer Eigenschaft
als solche den nach dem Recht dieses Staates für
Steuerforderungen geltenden Fristen oder einem nach dem Recht dieses
Staates für Steuerforderungen geltenden Vorrang. Zudem erhält
eine von einem Vertragsstaat für die Zwecke des Absatzes 3
oder 4 anerkannte Steuerforderung in diesem Staat keinen nach
dem Recht des anderen Vertragsstaats für sie geltenden Vorrang.
(6) Bei den Gerichten oder Verwaltungsorganen des anderen
Vertragsstaats dürfen keine Verfahren im Zusammenhang mit
dem Bestehen, der Gültigkeit oder der Höhe einer
Steuerforderung eines Vertragsstaats eingeleitet werden.
(7) Verliert eine Steuerforderung, nachdem ein Vertragsstaat
nach Absatz 3 oder 4 ein entsprechendes Ersuchen gestellt hat
und bevor der andere Vertragsstaat die betreffende
Steuerforderung erhoben und dem erstgenannten Staat überwiesen hat,
a) im Fall eines Ersuchens nach Absatz 3 ihre Eigenschaft als
Steuerforderung des erstgenannten Staates, die nach dem
Recht dieses Staates vollstreckbar ist und von einer Person
geschuldet wird, die zum betreffenden Zeitpunkt nach dem
(5) In no case shall the provisions of paragraph 3 be construed
to permit a Contracting State to decline to supply information
solely because the information is held by a bank, other financial
institution, nominee or person acting in an agency or a fiduciary
capacity or because it relates to ownership interests in a person.
Article 25
Assistance in the Collection of Taxes
(1) The Contracting States shall lend assistance to each other
in the collection of revenue claims. This assistance is not
restricted by Articles 1 and 2. The competent authorities of the
Contracting States may by mutual agreement settle the mode of appli -
cation of this Article.
(2) The term “revenue claim” as used in this Article means an
amount owed in respect of taxes of every kind and description
imposed on behalf of the Contracting States, or of their political
subdivisions or local authorities, insofar as such taxation is not
contrary to this Agreement or any other instrument to which the
Contracting States are parties, as well as interest, administrative
penalties and costs of collection or conservancy related to such
amount.
(3) When a revenue claim of a Contracting State is
enforceable under the laws of that State and is owed by a person who,
at that time, cannot, under the laws of that State, prevent its
collection, that revenue claim shall, at the request of the
competent authority of that State, be accepted for purposes of collection
by the competent authority of the other Contracting State. That
revenue claim shall be collected by that other State in accordance
with the provisions of its laws applicable to the enforcement and
collection of its own taxes as if the revenue claim were a revenue
claim of that other State.
(4) When a revenue claim of a Contracting State is a claim in
respect of which that State may, under its law, take measures of
conservancy with a view to ensure its collection, that revenue
claim shall, at the request of the competent authority of that State,
be accepted for purposes of taking measures of conservancy by
the competent authority of the other Contracting State. That other
State shall take measures of conservancy in respect of that
revenue claim in accordance with the provisions of its laws as if the
revenue claim were a revenue claim of that other State even if,
at the time when such measures are applied, the revenue claim
is not enforceable in the first-mentioned State or is owed by a
person who has a right to prevent its collection.
(5) Notwithstanding the provisions of paragraphs 3 and 4, a
revenue claim accepted by a Contracting State for purposes of
paragraph 3 or 4 shall not, in that State, be subject to the time
limits or accorded any priority applicable to a revenue claim under
the laws of that State by reason of its nature as such. In addition,
a revenue claim accepted by a Contracting State for the purposes
of paragraph 3 or 4 shall not, in that State, have any priority
applicable to that revenue claim under the laws of the other
Contracting State.
(6) Proceedings with respect to the existence, validity or the
amount of a revenue claim of a Contracting State shall not be
brought before the courts or administrative bodies of the other
Contracting State.
(7) Where, at any time after a request has been made by a
Contracting State under paragraph 3 or 4 and before the other
Contracting State has collected and remitted the relevant revenue
claim to the first-mentioned State, the relevant revenue claim
ceases to be
a) in the case of a request under paragraph 3, a revenue claim
of the first-mentioned State that is enforceable under the laws
of that State and is owed by a person who, at that time,
cannot, under the laws of that State, prevent its collection, or
24
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Recht dieses Staates die Erhebung nicht verhindern kann,
oder
b) im Fall eines Ersuchens nach Absatz 4 ihre Eigenschaft als
Steuerforderung des erstgenannten Staates, bei der dieser
Staat nach seinem Recht Maßnahmen zur Sicherung der
Erhebung ergreifen kann,
so teilt die zuständige Behörde des erstgenannten Staates dies
der zuständigen Behörde des anderen Staates unverzüglich mit,
und nach Wahl des anderen Staates setzt der erstgenannte Staat
das Ersuchen aus oder nimmt es zurück.
(8) Dieser Artikel ist nicht so auszulegen, als verpflichte er
einen Vertragsstaat,
a) Verwaltungsmaßnahmen durchzuführen, die vom Recht oder
der Verwaltungspraxis dieses oder des anderen
Vertragsstaats abweichen;
b) Maßnahmen durchzuführen, die gegen die öffentliche
Ordnung (ordre public) verstoßen würden;
c) Amtshilfe zu leisten, wenn der andere Vertragsstaat nicht alle
angemessenen Erhebungs- oder Sicherungsmaßnahmen, die
nach seinem Recht oder seiner Verwaltungspraxis möglich
sind, ausgeschöpft hat;
d) Amtshilfe zu leisten, wenn der Verwaltungsaufwand für diesen
Staat eindeutig nicht im Verhältnis zum sich daraus
ergebenden Nutzen für den anderen Vertragsstaat steht.
Artikel 26
Anspruch auf Vergünstigungen und
Anwendung dieses Abkommens in bestimmten Fällen
(1) Dieses Abkommen ist nicht so auszulegen, als hindere es
a) einen Vertragsstaat daran, seine innerstaatlichen
Rechtsvorschriften zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -
umgehung anzuwenden, solange diese mit dem Ziel und Zweck
des Abkommens im Einklang stehen;
b) einen Vertragsstaat daran, seine Vorschriften zur
Hinzurechnungsbesteuerung sowie seine ähnlichen Vorschriften zur
Besteuerung ausländischer Betriebsstätten und zur Besteuerung
von Familienstiftungen anzuwenden.
(2) Führt Absatz 1 zu einer Doppelbesteuerung, so nehmen
die zuständigen Behörden nach Artikel 23 Absatz 3
Konsultationen auf, um zu bestimmen, wie die Doppelbesteuerung zu
beseitigen ist.
(3) Wenn
a) ein Unternehmen eines Vertragsstaats Einkünfte aus dem
anderen Vertragsstaat bezieht und der erstgenannte Staat diese
Einkünfte wie Einkünfte behandelt, die einer in einem
Drittstaat oder -gebiet belegenen Betriebsstätte des
Unternehmens zugerechnet werden können, und
b) die Gewinne, die dieser Betriebsstätte zugerechnet werden
können, im erstgenannten Vertragsstaat von der Steuer
befreit sind,
gelten die Vergünstigungen dieses Abkommens nicht für
Einkünfte, von denen in dem Drittstaat oder -gebiet eine geringere Steuer
erhoben wird als 60 Prozent der Steuer, die im erstgenannten
Staat von diesen Einkünften erhoben würde, wenn diese
Betriebsstätte im erstgenannten Staat läge. In einem solchen Fall
können Einkünfte, für die dieser Absatz gilt, ungeachtet der
übrigen Bestimmungen des Abkommens weiterhin nach dem
innerstaatlichen Recht des anderen Vertragsstaats besteuert werden.
(4) Absatz 3 gilt nicht, wenn die Einkünfte aus dem anderen
Staat aus einer durch die Betriebsstätte aktiv ausgeübten
Geschäftstätigkeit stammen oder mit einer solchen
Geschäftstätigkeit verbunden sind (mit Ausnahme der Vornahme, der
Verwaltung oder des bloßen Besitzes von Kapitalanlagen für eigene
Rechnung des Unternehmens, es sei denn, es handelt sich dabei
um Bank-, Versicherungs- oder Wertpapiergeschäfte einer Bank,
b) in the case of a request under paragraph 4, a revenue claim
of the first-mentioned State in respect of which that State may,
under its laws, take measures of conservancy with a view to
ensure its collection,
the competent authority of the first-mentioned State shall promptly
notify the competent authority of the other State of that fact and,
at the option of the other State, the first-mentioned State shall
either suspend or withdraw its request.
(8) In no case shall the provisions of this Article be construed
so as to impose on a Contracting State the obligation:
a) to carry out administrative measures at variance with the laws
and administrative practice of that or of the other Contracting
State;
b) to carry out measures which would be contrary to public policy
(ordre public);
c) to provide assistance if the other Contracting State has not
pursued all reasonable measures of collection or
conservancy, as the case may be, available under its laws or
administrative practice;
d) to provide assistance in those cases where the administrative
burden for that State is clearly disproportionate to the benefit
to be derived by the other Contracting State.
Article 26
Entitlement to Benefits
and Application of this Agreement in Specific Cases
(1) This Agreement shall not be construed so as to prevent:
a) a Contracting State from applying the provisions of its
domestic law that aim to prevent tax evasion or tax avoidance as
long as those provisions are in accordance with the object and
purpose of the Agreement;
b) a Contracting State from applying its controlled foreign
company provisions and its similar provisions on the taxation of
foreign permanent establishments and on the taxation of
family foundations.
(2) If the preceding provisions result in double taxation, the
competent authorities shall engage in consultations pursuant to
paragraph 3 of Article 23 to determine how to eliminate double
taxation.
(3) Where:
a) an enterprise of a Contracting State derives income from the
other Contracting State and the first-mentioned State treats
such income as attributable to a permanent establishment of
the enterprise situated in a third jurisdiction; and
b) the profits attributable to that permanent establishment are
exempt from tax in the first-mentioned Contracting State,
the benefits of this Agreement shall not apply to any item of
income on which the tax in the third jurisdiction is less than 60 per
cent of the tax that would be imposed in the first-mentioned State
on that item of income if that permanent establishment were
situated in the first-mentioned State. In such a case, any income
to which the provisions of this paragraph apply shall remain
taxable according to the domestic law of the other Contracting
State, notwithstanding any other provisions of this Agreement.
(4) The provisions of paragraph 3 shall not apply if the income
derived from the other State emanates from, or is incidental to,
the active conduct of a business carried on through the
permanent establishment (other than the business of making, managing
or simply holding investments for the enterprise’s own account,
unless these activities are banking, insurance or securities
activities carried on by a bank, insurance enterprise or registered
25
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
eines Versicherungsunternehmens oder eines zugelassenen
Wertpapierhändlers).
(5) Werden Vergünstigungen nach diesem Abkommen in
Bezug auf Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen
Person aufgrund des Absatzes 3 versagt, so kann die zuständige
Behörde des anderen Vertragsstaats diese Vergünstigungen
gleichwohl für diese Einkünfte gewähren, wenn diese zuständige
Behörde auf einen Antrag der ansässigen Person hin feststellt,
dass die Gewährung dieser Vergünstigungen angesichts der
Gründe, aus denen diese ansässige Person die Voraussetzungen
des Absatzes 3 nicht erfüllt hat (zum Beispiel bestehende
Verluste), gerechtfertigt ist. Die zuständige Behörde des Vertragsstaats,
bei der nach Satz 1 ein Antrag gestellt wurde, konsultiert die
zuständige Behörde des anderen Vertragsstaats, bevor sie dem
Antrag stattgibt oder ihn ablehnt.
(6) Ungeachtet der übrigen Bestimmungen dieses
Abkommens wird eine Vergünstigung nach dem Abkommen nicht für
Einkünfte gewährt, wenn unter Berücksichtigung aller maßgeb -
lichen Tatsachen und Umstände die Feststellung gerechtfertigt
ist, dass der Erhalt dieser Vergünstigung einer der Hauptzwecke
einer Gestaltung oder Transaktion war, die unmittelbar oder
mittelbar zu dieser Vergünstigung geführt hat, es sei denn, es wird
nachgewiesen, dass die Gewährung dieser Vergünstigung unter
diesen Umständen mit dem Ziel und Zweck der einschlägigen
Bestimmungen des Abkommens im Einklang steht.
Artikel 27
Mitglieder diplomatischer Missionen
und konsularischer Vertretungen
Dieses Abkommen berührt nicht die steuerlichen Vorrechte von
Mitgliedern diplomatischer Missionen und konsularischer Ver -
tretungen nach den allgemeinen Regeln des Völkerrechts oder
aufgrund besonderer Übereinkünfte.
Artikel 28
Protokoll
Das angefügte Protokoll ist Bestandteil dieses Abkommens.
Artikel 29
Inkrafttreten
(1) Dieses Abkommen bedarf der Ratifikation; die Ratifika -
tionsurkunden werden so bald wie möglich ausgetauscht.
(2) Dieses Abkommen tritt am Tag des Austauschs der
Ratifikationsurkunden in Kraft und wird in beiden Vertragsstaaten
wirksam
a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern für Beträge, die
am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt
werden, das dem Jahr folgt, in dem das Abkommen in Kraft tritt;
b) bei den übrigen Steuern für Steuern, die für Zeiträume
erhoben werden, die am oder nach dem 1. Januar des
Kalenderjahrs beginnen, das dem Jahr folgt, in dem das Abkommen in
Kraft tritt.
(3) Mit Inkrafttreten dieses Abkommens tritt das am 3. Juli
1995 in Bonn unterzeichnete Abkommen zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Vermeidung der
Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
und vom Vermögen samt zugehörigem Protokoll außer Kraft.
Seine Bestimmungen gelten bis zu dem in Absatz 2 geregelten
Wirksamwerden dieses Abkommen fort. Für alle Sachverhalte, die vor
Inkrafttreten dieses Abkommens eintreten, gilt das Abkommen
von 1995 fort.
securities dealer, respectively).
(5) If benefits under this Agreement are denied pursuant to the
provisions of paragraph 3 with respect to an item of income
derived by a resident of a Contracting State, the competent
authority of the other Contracting State may, nevertheless, grant
these benefits with respect to that item of income if, in response
to a request by such resident, such competent authority
determines that granting such benefits is justified in light of the reasons
such resident did not satisfy the requirements of paragraph 3
(such as the existence of losses). The competent authority of the
Contracting State to which a request has been made under the
preceding sentence shall consult with the competent authority of
the other Contracting State before either granting or denying the
request.
(6) Notwithstanding the other provisions of this Agreement, a
benefit under this Agreement shall not be granted in respect of
an item of income if it is reasonable to conclude, having regard
to all relevant facts and circumstances, that obtaining that benefit
was one of the principal purposes of any arrangement or
transaction that resulted directly or indirectly in that benefit, unless it
is established that granting that benefit in these circumstances
would be in accordance with the object and purpose of the
relevant provisions of this Agreement.
Article 27
Members of
Diplomatic Missions and Consular Posts
Nothing in this Agreement shall affect the fiscal privileges of
members of diplomatic missions or consular posts under the
general rules of international law or under the provisions of
special agreements.
Article 28
Protocol
The attached Protocol shall be an integral part of this
Agreement.
Article 29
Entry into Force
(1) This Agreement shall be ratified and the instruments of
ratification shall be exchanged as soon as possible.
(2) This Agreement shall enter into force on the day of the
exchange of the instruments of ratification and shall have effect
in both Contracting States:
a) in respect of taxes withheld at source, for amounts paid on or
after the first day of January in the calendar year following the
year in which this Agreement enters into force;
b) in respect of other taxes, for taxes charged for periods
beginning on or after the first day of January in the calendar year
following the year in which this Agreement enters into force.
(3) Upon the entry into force of this Agreement, the Agreement
between the Federal Republic of Germany and Ukraine for the
Avoidance of Double Taxation with respect to Taxes on Income
and Capital and the Protocol thereto, signed in Bonn on 3rd day
of July 1995 shall cease to be in force. Its provisions shall
continue to apply until this Agreement becomes effective as provided
for in paragraph 2. The provisions of the Agreement of 1995 shall
continue to apply to all cases occurring prior to the entry into force
of this Agreement.
26
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Artikel 30
Kündigung
(1) Dieses Abkommen bleibt in Kraft, solange es nicht von
einem Vertragsstaat gekündigt wird.
(2) Jeder Vertragsstaat kann dieses Abkommen auf
diplomatischem Weg unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten zum
Ende eines Kalenderjahrs schriftlich kündigen, jedoch darf diese
Kündigung frühestens fünf Jahre nach dem Tag des Inkrafttretens
des Abkommens erfolgen. In diesem Fall ist das Abkommen in
beiden Vertragsstaaten nicht mehr wirksam
a) bei den im Abzugsweg erhobenen Steuern für Beträge, die
am oder nach dem 1. Januar des Kalenderjahrs gezahlt
werden, das dem Kündigungsjahr folgt;
b) bei den übrigen Steuern für Steuern, die für Zeiträume
erhoben werden, die am oder nach dem 1. Januar des
Kalenderjahrs beginnen, das dem Kündigungsjahr folgt.
Geschehen zu Paris am 19. Mai 2026 in zwei Urschriften, jede
in deutscher, ukrainischer und englischer Sprache, wobei jeder
Wortlaut verbindlich ist. Bei unterschiedlicher Auslegung des
deutschen und des ukrainischen Wortlauts ist der englische
Wortlaut maßgebend.
Article 30
Termination
(1) This Agreement shall remain in force until terminated by a
Contracting State.
(2) Either Contracting State may terminate this Agreement,
through diplomatic channels, by giving written notice of
termination at least six months before the end of any calendar year, but
such termination may occur no earlier than five years after the
date on which this Agreement enters into force. In such event,
this Agreement shall cease to have effect in both Contracting
States:
a) in respect of taxes withheld at source, for amounts paid on or
after the first day of January in the calendar year following the
year in which notice of termination is given;
b) in respect of other taxes, for taxes charged for periods
beginning on or after the first day of January in the calendar year
following the year in which notice of termination is given.
Done at Paris on 19 May 2026, in duplicate, in the German,
Ukrainian and English languages, each text being authentic. In
case of divergent interpretations of the German and Ukrainian
texts, the English text shall prevail.
Für die Bundesrepublik Deutschland
For the Federal Republic of Germany
G u d r u n L i n g n e r
L a r s K l i n g b e i l
Für die Ukraine
For Ukraine
S e r g i i M a r c h e n k o
27
V
orabfassung – w
ird durch die lektorierte Fassung ersetzt.
Protokoll
zum Abkommen
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und der Ukraine
zur Beseitigung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen
sowie zur Verhinderung der Steuerverkürzung und -umgehung
Die Bundesrepublik Deutschland und die Ukraine („Vertrags -
staaten“) haben ergänzend zu dem am 19. Mai 2026
unterzeichneten Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und
der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf dem
Gebiet der Steuern vom Einkommen sowie zur Verhinderung der
Steuerverkürzung und -umgehung („Abkommen“) die nach -
stehenden Bestimmungen vereinbart, die Bestandteil des Ab -
kommens sind:
1. Zur Anwendung des Abkommens im Allgemeinen
Es wird vereinbart, dass der Ausdruck „Vertragsstaat“ im Fall der
Bundesrepublik Deutschland auch die Länder umfasst. Der
Ausdruck „Länder“ bedeutet die Länder nach dem Grundgesetz für
die Bundesrepublik Deutschland.
2. Zu Artikel 1 Absatz 2
Werden nach Artikel 1 Absatz 2 Einkünfte in einem Vertragsstaat
sowohl bei einem Rechtsträger oder Gebilde, der beziehungs -
weise das nach dem Recht des anderen Vertragsstaats
vollständig oder teilweise steuerlich transparent behandelt wird, als auch
bei einer im anderen Staat ansässi
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Abkommen vom 19. Mai 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine zur Beseitigung der Doppelbesteuerung auf de (Gesetzentwurf)