Rede von Dr. Edmund Peter Geisen (FDP) – Plenarprotokoll 16/162
Teil von Protokoll der 162. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages.
Text
Rede von Dr. Edmund Peter Geisen (FDP) – Plenarprotokoll 16/162
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Frau
Staatssekretärin, soweit mir bekannt ist, haben alle
Haupterwerbsimker nicht die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge als
landwirtschaftliche Fahrzeuge anerkennen zu lassen. Diese
Möglichkeit haben sehr wohl diejenigen, die als
Landwirte die Imkerei als Nebenerwerb betreiben. Wie wir
alle wissen, leisten die Imker insbesondere in den
Bereichen Natur, Landwirtschaft, Umwelt und Ökologie einen
unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Wir sollten
den Haupterwerbsimkern die Möglichkeit geben, ihre
Wirtschaftsfahrzeuge steuerlich zu entlasten. Sehen Sie
eine Möglichkeit? Könnten Sie andeuten, wie das
hinzubekommen wäre?
Karin Roth, Parl. Staatssekretärin beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
Herr Dr. Geisen, wie ich ausgeführt habe, haben die
Landesbehörden im Einzelfall einen Spielraum. Bei
einer generellen Öffnung gilt es zwei Dinge zu
berücksichtigen. Auf der einen Seite müssen die technischen
Vorgaben erfüllt werden. Das tun wahrscheinlich die
meisten Fahrzeuge. Auf der anderen Seite müssen sie
– darauf haben Sie hingewiesen – einem land- oder
forstwirtschaftlichen Betrieb gehören. Ich werde gerne
prüfen lassen, inwieweit hier eine Öffnung möglich ist.
Aber wie gesagt, die Landesbehörden haben im
Einzelfall die Möglichkeit, Fahrzeuge zur imkerlichen
Tätigkeit mit einer Ausnahmegenehmigung steuerlich
freizustellen. Vielleicht ist das der bessere Weg. Ich will mit
meinem Hinweis auf die Landesbehörden zeigen, wie
man im Einzelfall bei den wenigen Imkern, die nicht als
land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb arbeiten,
vielleicht einen Weg finden kann. Ich gehe davon aus, dass
man dies ohne eine große Änderung der entsprechenden
Verordnung machen kann. Ich stimme Ihnen jedenfalls
zu, dass die Aufgabe, die die Imker erfüllen, von großem
Wert ist. Vizepräsidentin Petra Pau:
Sie haben das Wort zur zweiten Nachfrage. – Sie
verzichten. Danke schön.
Ich bedanke mich für die Beantwortung der Fragen.
Wir kommen zum Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit. Zur Beantwortung steht der Parlamentarische
Staatssekretär Michael Müller zur Verfügung.
Die Fragen 25 und 26 der Kollegin Dr. Christel
Happach-Kasan werden schriftlich beantwortet, ebenso
die Fragen 27 und 28 des Kollegen Jürgen Koppelin.
Ich rufe die Frage 29 des Kollegen Rainder
Steenblock auf:
Wie beurteilt die Bundesregierung die Äußerungen des
Bundesministers Sigmar Gabriel im Vorfeld einer
Wahlkampfveranstaltung am 15. Mai 2008 im schleswig-
holsteinischen Oldenburg, das geplante Verkehrsprojekt einer Brücke
über den Fehmarnbelt sei eine „bekloppte Idee“ und er frage
sich, „was ausgerechnet einen Landesminister wie Herrn
Austermann dazu veranlasst, hier dänische Interessen zu
vertreten“?
Das Wort zur Beantwortung hat der Parlamentarische
Staatssekretär Michael Müller.
Michael Müller, Parl. Staatssekretär beim
Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit:
Herr Kollege Steenblock, die Antwort der
Bundesregierung ist kurz und einfach: Die Bundesregierung
wird ihre Verpflichtungen gemäß der am 29. Juni 2007
vereinbarten gemeinsamen Absichtserklärung erfüllen.
Wie Sie wissen, handelt es sich um eine gemeinsame
Absichtserklärung über einen Vertrag über eine feste
Fehmarnbelt-Querung, die unter anderem eine
Umweltverträglichkeitsprüfung, eine Finanzregelung und
eventuell Mautgebühren vorsieht. Wir befinden uns in den
Beratungen. Ich kann dazu nichts weiter sagen, als dass
die Beratungen laufen.