wir pflegen - Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.
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wir pflegen - Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.
Tätigkeit: Privatrechtliche Organisation mit Anerkennung der Gemeinnützigkeit nach Abgabenordnung
Der Bundesverband wir pflegen e.V. ist eine Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation pflegender Angehöriger. Der 2008 gegründete Verein setzt sich für nachhaltige Verbesserungen in der häuslichen Pflege ein. Über den Austausch mit anderen Pflegenden ermöglichen wir Angehörigen mehr Anerkennung, Kontakt und Informationen sowie eine Stimme in Politik und Gesellschaft – als gleichberechtigte Partner in der Pflege. Zu unseren Mitgliedern zählen ehemals und aktiv pflegende Angehörige, Nachbarn und Freunde und viele weitere Personen, die sich persönlich, beruflich oder wissenschaftlich in der Pflege engagieren und pflegenden Angehörigen zu mehr Wertschätzung und Unterstützung verhelfen wollen.
Unser Ziel ist der Ausbau von Selbsthilfeinitiativen – landesweit, vor Ort und digital – um die vielfältigen Erfahrungen und die große Kompetenz der Betroffenen zu bündeln und zu teilen. Ihre Anliegen tragen wir dann gemeinsam an die Politik. Unsere Positionspapiere entstehen in Zusammenarbeit mit pflegenden Angehörigen und pflegenden Eltern und erhalten große Resonanz in Politik und Öffentlichkeit.
wir pflegen e.V. ist als Bundesverband pflegender Angehöriger sowie derzeit auch über sechs Landesvereine in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein und Hessen aktiv. In weiteren Bundesländern engagieren sich Mitglieder ehrenamtlich als regionale Landesvertreter*innen und Ansprechpersonen des Bundesverbands und haben Vorbereitungen für den Aufbau weiterer Regionalstrukturen begonnen.
Interessenbereiche: Pflege
Regelungsvorhaben:
- Ziel ist die Entlastung informell Pflegender: wir pflegen setzt sich für die Entlastung informell Pflegender ein. Wir informieren Politiker*innen und Mitarbeitende der Ministerien über die Bedarfe der in der Häuslichkeit informell Pflegenden und führen mit diesen hierzu Gespräche und Schriftwechsel. Wir haben u.a. Stellung bezogen zum Vorschlag von Dr. Karl Lauterbach zur stambulanten Versorgung (https://www.wir-pflegen.net/aktuelles/stellungnahmen/wir-pflegen-e-v-sieht-vorstoss-zu-stambulanter-versorgung-kritisch)
Unsere Positionen finden Sie hier: https://www.wir-pflegen.net/interessenvertretung/positionspapiere
- Ziel ist die Sichtbarmachung der Bedarfe pflegender Eltern: wir pflegen setzt sich dafür ein, die Bedarfe von pflegenden Eltern in die Politik einzubringen. Wir informieren Politiker*innen und Mitarbeitende der Ministerien über die Bedarfe der pflegenden Eltern und führen mit diesen hierzu Gespräche und Schriftwechsel. Unsere Positionen finden Sie hier: https://www.wir-pflegen.net/interessenvertretung/positionspapiere.
- Ziel ist die nachhaltige Finanzierung von Organisationen pflegender Angehöriger: Informell Pflegende brauchen (gemeinnützige) Organisationen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. wir pflegen setzt sich für eine verlässliche Finanzierung von Organisationen pflegender Angehöriger ein. Damit verbunden setzen wir uns für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für Organisationen pflegender Angehöriger ein. Hierzu führen wir Gespräche und Schriftwechsel mit Politiker*innen und Mitarbeitenden der Ministerien.
- Ziel ist die Gewährleistung eigener Rechte für pflegende Angehörige.: Pflegende Angehörige haben eigene Bedarfe, die in spezifischen Rechtsansprüchen für pflegende Angehörige geregelt werden müssen. Hierzu führen wir Gespräche und Schriftwechsel mit Politiker*innen und Mitarbeitenden der Ministerien. Unsere Positionen finden Sie hier: https://www.wir-pflegen.net/interessenvertretung/positionspapiere.
- Information zur rentenrechtlichen Anerkennung: Gespräch mit Alexandra Baronsky, Referentin für Pflege- und Altenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, über rentenrechtliche Anerkennung der Pflegeleistung pflegender Angehöriger
- Stärkung häuslicher Pflege: Podiumsdiskussion mit MdB Gyde Jensen und Denise Loop zur Bewusstseinsbildung und besseren Wahrnehmung und Wertschätzung der Leistung häuslich Pflegender am 2. Februar 2025
- Stärkung häuslicher Pflege: Wahrnehmung der Systemrelevanz häuslicher Pflege, Situation in ländlichen Räumen (Pflegetriage), nicht in Anspruch genommene Sachleistung und deren Gründe. Podiumsdiskussion mit Konstantin von Notz und Bengt Berg am 19. Februar 2025
- Soziale Sicherung von Pflegepersonen: Schreiben an MdB Alexandra Baronsky am 07. März 2025 zu Möglichkeiten einer finanziellen Absicherung pflegender Angehöriger, zum Beispiel als Lohnersatzleistung
- Nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung: Gespräch im BMWK, Referat Gesundheitspolitik, zur nachhaltigen Finanzierung der Pflegeversicherung,, Bewertung vorliegender Berechnungsmodelle aus Sicht pflegender Angehöriger, Darlegung weiteren Reformbedarfs
- Paradigmenwechsel in der Pflege: Schreiben am 12. März 2025 an alle Verhandlerinnen des Koalitionspapiers mit Forderungen eines Paradigmenwechsels in der Pflege, die häusliche Pflege in den Mittelpunkt der pflegerischen Versorgung stellt.
- Paradigmenwechsel in der Pflege: Schreiben am 13. März 2025 an MdB Emmi Zeulner mit dem Appell, häusliche Pflege in den Mittelpunkt der pflegerischen Versorgung zu stellen und pflegende Angehörige zu stärken und zu entlasten (Pflegetriage)
- Impuls für die Koalitionsverhandlungen: Schreiben am 19. März 2025 an alle MdB mit Impuls für die Koalitionsverhandlungen aus Sicht der Pflegenden. Forderungen nach adäquater Entlastung, finanzieller Absicherung und Stabilisierung der häuslichen Pflege
- Pflege im Alter: Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Randes des Seniorentages Berlin am 2. April 2025 zur Situation pflegender Senioren und Seniorinnen.
- Aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung zum Thema Hitze und Gesundheit: Gespräch am 30. April 2025 mit Dr. Martin Schölkopf, BMG, über Hitzeschutz in der häuslichen Pflege, Gewaltprävention in der Pflege, Fragen der Verfahrensvereinfachung bzw. Entbürokratisierung – z.B. Antragsverfahren, Begutachtungsverfahren, Erfahrungen mit der Nutzung digitaler Anwendungen, z.B. digitale Begutachtung, Apps für pflegende Angehörige, Entwicklungen in der professionellen Pflege
- Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: Gespräch am Randes des Kirchetages am 3.05.2025 mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus zur speziellen Belastung pflegender Eltern und der nicht vorhandenen Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
- Kommunale Pflegeplanung: Gespräch mit Dr. Martin Schölkopf, BMG, zur kommunalen Pflegeplanung und der Pflegetriage
- Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige: Gespräch mit Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit und Pflege und Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, über die Situation pflegender Angehöriger. Fehlende und Wert nicht in Anspruch genommener Entlastungseinrichtungen, Armut durch Pflege, Finanzierungsmöglichkeiten der Pflegeversicherung
- Pflege im ländlichen Raum: Gespräch mit MdB Leif Bodin am 28. Mai 2025 zur Notwendigkeit einer Pflegestrukturreform, Darstellung des Pflegenotstandes, Situation der pflegerischen Versorgung ländlicher Räume in Nordfriesland und nördlichem Dithmarschen
- Entlastungsbudget für pflegende Angehörige: Am 28. Mai 2025 Gespräch mit Maria Becker, Annika Lange und Dr. Martin Schölkopf, BMG, zur Gestaltung eines Entlastungsbudgets mit Vorschlägen für einen Einkommensersatz aus einem Entlastungsbudget
- Geplante Änderungen zur Eingliederungshilfe und Auswirkungen auf häuslich Pflegende: Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz am 8. Juni 2025 zur geplanten Änderung der Eingliederungshilfe und den Auswirkungen auf die häusliche Pflegenden
- Förderung der Selbsthilfe: Gespräch mit Katrin Staffler, Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, am 28. Juni 2025 zur Fördergrundlage der von der GKV geförderten Selbsthilfeprojekte, Einführung eines Entlastungsbudgets, Einführung steuerfinanzierter Einkommensersatzleistungen
- Zukunftssichere Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung: Gespräch mit Bernd Kronauer, Leiter der Geschäftsstelle der Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, am 08. Juli 2025 zu den Modellen einer zukunftssicheren Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung. Schriftliche Darlegung am 10. Juli 2025
- Entlastungsbudget mit Einkommensersatz: Schreiben am 11. Juli an Maria Becker, Dr. Annika Lange und Dr. Martin Schölkopf, BMG, zur Gestaltung eines Entlastungsbudgets mit Einkommensersatz
- Stärkung der Pflegekompetenz: Der Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Pflegekompetenz enthält Aspekte, die geeignet
sind, die häusliche Pflege und die Pflege durch An- und Zugehörige zu schwächen. Insbesondere sind dies die Regelungen zur Flexibilisierung der Leistungen durch den höheren Umwandlungsanspruch der Pflegesachleistung nach § 45f und zur dauerhaften Förderung zur Weiterentwicklung der Versorgung durch Modelle zur Tages- und Nachtbetreuung nach § 45c Absatz 3 sowie die umfangreichen Erleichterungen und Verbesserungen zur Nutzung niedrigschwelliger Entlastung und der Angebote zur Nutzung im Alltag (§ 45a), für die auch ehrenamtliche Unterstützungsleistungen eine Anerkennung durch systematische Einbeziehung und Förderung erfahren.
- Stabilisierung der häuslichen Pflege im Rahmen der BL-Kommission: Gespräch am 28. Juni 2025 im rahmen des Workshops der Verbände nach § 118 SGB XI/Vertretung pflegende An- und Zugehörige zu Forderungen zur Stabilisierung der häuslichen Pflege im Rahmen der Bund-Länder-Kommission
- Stabilisierung der häuslichen Pflege im Rahmen der BL-Kommission: Forderungen zur Stabilisierung der häuslichen Pflege im Rahmen der Bund-Länder-Kommission als Schreiben an Dr. Martin Schölkopf, BMG, am 1.09.2025
- Stand der Bund-Länder-Kommission: Gespräch mit MdB Simone Fischer am 02. September 2025 zum Stand der Bund-Länder-Kommission und den zwei Arbeitsgruppen sowie Diskussion zum B90/Die Grünen-Positionspapier "Priorität für Pflege, jetzt Sofortmaßnahmen ergreifen"
- Pflege darf nicht zum Spielball der GKV-Sanierung werden: Pflegende Angehörige von Beitragszuschlägen befreien
Die Familienversicherung für Pflegende erhalten
Zuzahlungen sozial staffeln
Die Pflegeversicherung endlich entlasten
- Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe Zukunftspakt Pflege: Vermeidung von versteckten finanziellen Kürzungen und Entlastungen in den Reformvorschlägen zur Finanzierung der Pflegeversicherung und -Versorgung
- Reform des SGB II darf nicht auf Kosten von Familien und Kindern gehen: Keine Sanktionen, die durch Kürzen oder Streichen des Regelbedarfs Kinder mitbestrafen oder Familien gefährden
Beibehaltung der Karenzzeit - Übernahme der tatsächlichen Wohnkosten im ersten Jahr.
Gesicherte, mit Arbeitszeiten vereinbare und qualitativ hochwertige Betreuung als Voraussetzung für die Erwerbsaufnahme.
Beratungsanspruch zu Erwerbstätigkeit und Qualifikation für Eltern von Kleinkindern.
Vorrang von Qualifizierung vor kurzfristiger Vermittlung in nicht nachhaltige Erwerbsarbeit.
Sicherstellung eines familiengerechten Existenzminimums durch eine realitätsnahe Berechnung der Regelbedarfe.
Einführung eines Umgangsmehrbedarfs für Trennungsfamilien sowie angemessene Berücksichtigung der Kosten für Periodenprodukte und eine selbstbestimmte Familienplanung.
- Stellungnahme zur Versorgungssituation in der häuslichen Pflege: Problemlagen bei der Hilfsmittel-, insbesondere der Inkontinenzversorgung: Automatische transparente Informationen der Versicherten über ihre Rechte und
Möglichkeiten im Versorgungsprozess, auch in den Sprachen der Menschen mit
Migrationshintergrund.
2. Sicherstellung einer qualitätsgesicherten, bedarfsgerechten und aufzahlungsfreien
Versorgung mit Hilfsmitteln.
3. Klare Vorgaben für die Inhalte von Inkontinenzrezepten, damit Leistungserbringer
verpflichtet sind, bedarfgerechte Hilfsmittel zu liefern.
4. Aufnahme der verbesserten Hilfsmittelversorgung als Eckpfeiler der Empfehlungen
der Bund-Länder-Kommission Zukunftspakt Pflege an die Regierung
- Gefahr einer Umverteilung zu Lasten der häuslichen Pflegesettings, Reduktion von Prävention auf fachpflegerische Maßnahmen: Die Eckpunkte verfehlen die Ziele der Regierung und verankern bestehende Ungerechtigkeiten der Pflegeversorgung noch tiefer im bereits unzulänglichen Pflegesystem.
- Keine Leistungskürzungen in der sozialen Pflegeversicherung: Pflegegrad 1 erhalten: niedrigschwellige Pflegeleistungen gewährleisten
- Stärkung der Pflegekompetenz: Anspruch auf Umwandlung des Pflegesachleistungsbezugs, Prävention in Pflegeeinrichtungen und häuslicher Pflege, Vorrang von Prävention und medizinischer Rehabilitation, Pflegeberatung, Aufgaben der Länder, Amt der oder des Beauftragten der Bundesregierung für Pflege, Aufgaben der Pflegekassen
- Einkommensersatz aus Entlastungsbudget: Leistungen der Pflegeversicherung sollten einfacher kombiniert, flexibler gestaltet und weniger bürokratisch sein. Angehörige, die über lange Zeiträume pflegen, brauchen mehr Selbstbestimmung und Unterstützung und vor allem eine finanzielle Absicherung.
- Stellungnahme zum Referentenentwurf Pflegeneuordnungsgesetz: Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wird scharf kritisiert. Statt Entlastung bringt es für
pflegende Angehörige massive finanzielle Einbußen, mehr Bürokratie und soziale Härten. Insbesondere sollen Rentenkürzungen verhindert und mehr Flexibilität bei den Budgets erreicht werden. Die Streckung der Zuschüsse für Eigenanteile in Pflegeheimen lehnen wir genauso ab wie die Anhebung der Schwellenwerte für Pflegegrade. Die kommunale Pflegestrukturplanung gegen strukturelle Unterversorgung ist richtig. Damit sie wirkt, muss sie jedoch mehr sein als ein Datenabruf: Sie braucht eine verbindliche Planungs- und Steuerungskompetenz, hinterlegte Ressourcen und – wo Unterversorgung festgestellt wird – konkrete Handlungspflichten.
- Zusammenführung Pflegezeit und Familienpflegezeit, Einführung einer Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige: Gespräch mit Karin Prien im Rahmen eines pflegepolitischen Austauschs im Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) am 16. März 2026, zeitnahe Einführung einer Lohnersatzleistung für berufstätige pflegende Angehörige zusammen mit
Freistellungsansprüchen im Sinne einer Pflegezeit, Zusammenführung und Vereinfachung der Regelungen zur Familienpflegezeit und Pflegezeit
- Referentenentwurf Pflegeneuordnungsgesetz: Positionspapier zum Schwerpunkt Eigenanteile: Positionspapier des Bundesverbands wir pflegen e.V. zum Schwerpunkt Eigenanteile und finanzielle Belastung in der häuslichen und stationären Pflege
- Brief an Dr. Carsten Linnemann zur Benennung als Bundesminister für Gesundheit: Ziel des Glückwunschschreibens an den neuen Gesundheitsminister ist es, pflegende Angehörige und häusliche Pflege stärker in den Fokus bei der Ausgestaltung des Pflegeneuordnungsgesetzes zu nehmen.
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