Ankündigungen und Umsetzung - Bilanz der gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesministerin für Gesundheit nach einem Jahr Amtszeit
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Ankündigungen und Umsetzung - Bilanz der gesundheitspolitischen Vorhaben der Bundesministerin für Gesundheit nach einem Jahr Amtszeit
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6038
21. Wahlperiode 20.05.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Dr. Janosch Dahmen, Simone Fischer, Linda
Heitmann, Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Johannes Wagner und der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ankündigungen und Umsetzung – Bilanz der gesundheitspolitischen Vorhaben
der Bundesministerin für Gesundheit nach einem Jahr Amtszeit
Das deutsche Gesundheitswesen steht vor erheblichen Herausforderungen.
Steigende Kosten und die angespannte Finanzlage der Krankenkassen treffen auf
strukturelle Probleme in der Versorgung: Über-, Unter- und Fehlversorgung
bestehen nebeneinander, falsche Anreize erschweren eine effiziente Steuerung,
und zugleich wächst der Druck durch den demografischen Wandel,
insbesondere in der Pflege und der Versorgung älterer Menschen. Gesundheit ist dabei
weit mehr als ein einzelnes Politikfeld – sie ist ein zentraler Bestandteil der
sozialen Sicherung, der Daseinsvorsorge und damit auch des gesellschaftlichen
Zusammenhalts.
Gerade in einer solchen Lage braucht es eine Bundesregierung, die
entschlossen handelt, klare Prioritäten setzt und notwendige Reformen mit Mut und
Konsequenz vorantreibt. Stattdessen entsteht bei den Fragestellerinnen und
Fragestellern zunehmend der Eindruck, dass zentrale Vorhaben verzögert,
innerhalb der Bundesregierung strittig verhandelt oder nach öffentlicher
Ankündigung durch eigene Bundesregierungs- und Parteimitglieder wieder relativiert
werden. Notwendige strukturelle Reformen bleiben aus, während kurzfristige
Maßnahmen dominieren und Partikularinteressen einzelner Akteure stärker
berücksichtigt werden als das übergeordnete Ziel einer nachhaltigen und
solidarischen Gesundheitsversorgung.
Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken
ist daher eine kritische Bestandsaufnahme geboten. Trotz zahlreicher
Ankündigungen und vermeintlich ambitionierter Zielsetzungen bleibt aus Sicht der
Fragestellerinnen und Fragesteller die Umsetzung vielfach hinter den Erwartungen
zurück. Dies wiegt umso schwerer, als Vertrauen in politische Verlässlichkeit
eine zentrale Voraussetzung dafür ist, tiefgreifende Reformen im
Gesundheitswesen erfolgreich umzusetzen. Wer große Reformen ankündigt, muss sie auch
liefern – andernfalls droht ein weiterer Vertrauensverlust in politisches Handeln
insgesamt.
Vor diesem Hintergrund beabsichtigen die Fragestellerinnen und Fragesteller,
zu evaluieren, in welchem Umfang die von der Bundesgesundheitsministerin
angekündigten Maßnahmen tatsächlich umgesetzt wurden, welche Vorhaben
weiterhin ausstehen und in welchen Bereichen die Bundesregierung hinter
ihren eigenen Zusagen zurückbleibt. Angesichts der drängenden
Herausforderungen kann sich das Gesundheitswesen kein weiteres Zögern leisten.
Erforderlich sind aus Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller jetzt Transparenz,
Verlässlichkeit und konkrete Fortschritte – nicht weitere Ankündigungen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bundesregierung:
1. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan hinsichtlich
der Stabilisierung beziehungsweise Weiterentwicklung des
Bundeszuschusses zur gesetzlichen Krankenversicherung aus, nachdem
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken am 15. April 2026 im Ausschuss für
Gesundheit erklärt hatte, sie hoffe lediglich, das derzeitige Niveau halten zu
können?
2. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan zur
Umsetzung der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der
Regierungsbefragung am 25. Februar 2026 angekündigten Finanzierung der
Behandlungskosten von Bürgergeldempfängerinnen und
Bürgergeldempfängern aus dem Bundeshaushalt aus – insbesondere vor dem Hintergrund
der von der Bundesministerin selbst aufgeworfenen Gerechtigkeitsfrage,
inwieweit eine staatliche Aufgabe weiterhin durch die
Versichertengemeinschaft finanziert werden soll?
3. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan zur
Umsetzung der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der
Regierungsbefragung vom 25. Februar 2026 angekündigten Reform der
sozialen Pflegeversicherung aus, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die
dort angekündigte Entlastung von Pflegebedürftigen und pflegenden
Angehörigen durch die zuletzt vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)
am 21. April 2026 veröffentlichten Eckpunkte nach Auffassung der
Fragestellerinnen und Fragesteller eher konterkariert als gestärkt wird?
4. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur
steuerfinanzierten Erstattung pandemiebedingter Mehrkosten der
Pflegeversicherung, deren Übernahme Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
öffentlich unter anderem am 17. Mai 2025 gegenüber n-tv gefordert hatte?
5. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Einführung
des von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken unter anderem im
Interview mit der „FAZ“ vom 14. Januar 2026 als zentrales Reformprojekt
angekündigten Primärversorgungssystems?
6. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD angekündigten
gesetzlichen Regelung zur Regulierung investorenbetriebener
Medizinischer Versorgungszentren (iMVZ), zu der Bundesgesundheitsministerin
Nina Warken in der Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag am
25. Februar 2026 ankündigte, einen entsprechenden Passus im Hilfsmittel-
und Bürokratieabbau-Gesetz zu verankern?
7. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf dem 129.
Deutschen Ärztetag am 27. Mai 2025 in Leipzig sowie im Interview mit dem
„Deutschen Ärzteblatt“ im Oktober 2025 angekündigten Reform der
Gebührenordnung für Ärzte?
8. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag angekündigten Verbesserung der
psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie im
ländlichen Raum?
9. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen zur Stärkung der
psychosomatischen Grundversorgung, insbesondere zum Abbau von
Regressen für Hausärztinnen und Hausärzte sowie zum Aufbau
wohnortnaher psychosomatischer Institutsambulanzen?
10. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung über die mit dem Gesetz zur
Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege sowie in der
Ärztezulassungsverordnung geschaffenen Regelungen hinaus, und wie ist der weitere
Zeitplan zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten
Sicherstellung der Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung?
11. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag angekündigten Ausweitung der
Kostenübernahme und Verbesserung der Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen
sowie der hierzu von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im
„Tagesspiegel“ vom 27. Februar 2026 skizzierten Maßnahmen, und plant die
Bundesregierung eine Anpassung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs
(EBM) zur angemessenen Vergütung von Beratungs- und
Behandlungsleistungen beim medikamentösen ambulanten Schwangerschaftsabbruch,
um die im internationalen Vergleich überproportionale und medizinisch
nicht begründete Rate interventioneller Eingriffe zu reduzieren, die
flächendeckende ambulante Versorgung zu verbessern und gleichwertige
Lebensverhältnisse sicherzustellen, und wenn ja, in welchem Zeitrahmen?
12. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen zur Steigerung der
Organ- und Gewebespenden sowie zur Verbesserung der Aufklärung
zusätzlich zu den Regelungen im Rahmen des Dritten Gesetzes zur
Änderung des Transplantationsgesetzes – Novellierung der Regelungen zur
Lebendorganspende und weitere Änderungen, und wie passt der Wegfall
der ärztlichen Beratungsvergütung zur Organ- und Gewebespende, der
bislang in § 87 Absatz 2b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V)
verankert ist, in die die Organspende betreffende Strategie der
Bundesregierung?
13. Wie ist der aktuelle Stand und wie sind die konkreten inhaltlichen
Eckpunkte der Erarbeitung sowie der konkrete weitere Zeitplan zur
Umsetzung des Gesetzes zur Einführung des Berufsbilds der Advanced Practice
Nurse, das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bereits im
Juni 2025 auf dem Hauptstadtkongress sowie erneut im November 2025
beim Deutschen Pflegetag angekündigt wurde?
14. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag sowie beim Therapiegipfel im November 2025
angekündigten Reform der Berufsgesetze für Physiotherapie, Ergotherapie
und Logopädie?
15. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der in der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie angekündigten
Integration weiterer klinischer Datentypen in die elektronische
Patientenakte sowie deren KI-gestützte (KI = Künstliche Intelligenz) Auswertung?
16. Wie ist der Stand der Erarbeitung, welche konkreten inhaltlichen
Eckpunkte verfolgt die Bundesregierung und wie gestaltet sich der weitere
Zeitplan für die Veröffentlichung der in der Fortschreibung der
Digitalisierungsstrategie vom 10. Februar 2026 angekündigten Interoperabilitäts-
Roadmap?
17. Wie ist der Stand der Erarbeitung, welche konkreten inhaltlichen
Eckpunkte verfolgt die Bundesregierung und wie gestaltet sich die weitere
Zeitplanung für die flächendeckende Einführung der in der Fortschreibung
der Digitalisierungsstrategie vom 10. Februar 2026 angekündigten KI-
gestützten Dokumentation in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen?
18. Wie ist der aktuelle Stand der Erarbeitung, welche konkreten inhaltlichen
Eckpunkte verfolgt die Bundesregierung und wie ist der konkrete weitere
Zeitplan zur Vorlage des von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
mehrfach angekündigten Hilfsmittel- und Bürokratieabbaugesetzes, das
beispielsweise in der Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag am
25. Februar 2026 sowie erneut im „FAZ“-Interview vom 3. April 2026
thematisiert wurde?
19. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zu der von
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der Regierungsbefragung
vom 25. Februar 2026 angekündigten Weiterentwicklung des
Präventionsgesetzes?
20. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
des im Koalitionsvertrag sowie in der Vorhabenplanung angekündigten
Suizidpräventionsgesetzes?
21. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur
Sicherstellung einer Anschlussfinanzierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
(ÖGD) nach Auslaufen des Pakts für den ÖGD Ende 2026, wie im
Koalitionsvertrag angekündigt?
22. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Vorlage des
von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der
Regierungsbefragung des Deutschen Bundestages am 25. Februar 2026 angekündigten
Gesundheitssicherstellungsgesetzes?
23. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken beim „BILD“-
Frauengesundheitsgipfel am 12. November 2025 angekündigten
Schwerpunktsetzung im Bereich Frauengesundheit – insbesondere mit Blick auf
(1) die Verankerung geschlechtersensibler Medizin in der
Approbationsordnung, (2) die Schließung des Gender Data Gaps, (3) den im November
2025 gestarteten Dialogprozess Wechseljahre mit geplanter
Ergebnispräsentation im Herbst 2026, (4) die Weiterentwicklung und den Ausbau des
im Januar 2026 aufgelegten Förderprogramms in Höhe von 10 Mio. Euro
für Versorgungsforschung und Nachwuchsgruppen im Bereich
Frauengesundheit sowie (5) die Forschungsförderung zur Frauengesundheit über
das o. g. Förderprogramm hinaus?
24. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan zur
Umsetzung der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der
Regierungsbefragung vom 25. Februar 2026 angekündigten Verbesserung der
medizinischen Versorgung und Beweissicherung für Betroffene
sexualisierter Gewalt aus, insbesondere im Hinblick auf eine bessere
Unterstützung der Länder bei der Sicherstellung vertraulicher Spurensicherung
sowie die von der Bundesministerin als „wünschenswert“ bezeichnete
Prüfung einer eigenen EBM-Abrechnungsziffer (EBM = Einheitlicher
Bewertungsmaßstab) für eine vollständige medizinische Akutversorgung
einschließlich STI-Testung (STI = Sexually transmitted infections),
Prophylaxe und notwendiger Medikation?
25. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im Interview mit der
„Pharmazeutischen Zeitung“ vom 11. November 2025 angekündigten
Maßnahmen zur stärkeren Beteiligung von Frauen in Führungspositionen
im Gesundheitswesen?
26. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie ist der weitere Zeitplan zur Umsetzung
der im Koalitionsvertrag formulierten Ziele im Bereich globaler
Gesundheit vor dem Hintergrund zuletzt erfolgter Haushaltskürzungen?
27. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkrete regulatorische Umsetzung ist
vorgesehen und wie sieht der weitere Zeitplan für die von
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der Regierungsbefragung vom 25. Februar
2026 angekündigte sogenannte Chronikerlösung für alle aus, nachdem die
Bundesministerin erklärt hatte, diese sei bereits angestoßen worden und
werde kommen – insbesondere im Hinblick auf die konkrete
Ausgestaltung innerhalb der geplanten Primärversorgungsreform sowie mögliche
Regelungen zu Überweisungsmodellen, Zugangssteuerung und der
Versorgung chronisch erkrankter Patientinnen und Patienten?
28. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan zur
Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsprävention aus,
nachdem Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der
Regierungsbefragung am 25. Februar 2026 erklärte, sie sei „sehr offen für alle
Vorschläge“, die zu gesünderer Ernährung beitragen, und warum wurden trotz
dieser Ankündigung zentrale Empfehlungen der Regierungskommission zur
Reduktion gesundheitsschädlicher Konsumrisiken – insbesondere im
Bereich Zucker und Alkohol – bislang nicht umgesetzt?
29. Wie ist der aktuelle Stand, welche konkreten inhaltlichen Eckpunkte
verfolgt die Bundesregierung und wie sieht der weitere Zeitplan zur
Umsetzung der im Politico vom 22. April 2026 beschriebenen Pläne für ein
Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) noch bis Ende 2026?
30. Wie bewertet die Bundesregierung ihre bisherige gesundheitspolitische
Bilanz ein Jahr nach Amtsantritt von Bundesgesundheitsministerin Nina
Warken vor dem Hintergrund zahlreicher bislang nicht umgesetzter oder
verzögerter eigener Ankündigungen und Reformvorhaben, und wie
begründet sie, dass sich ein erheblicher Teil der derzeit im
parlamentarischen Verfahren befindlichen gesundheitspolitischen Gesetzgebung –
insbesondere die Apothekenreform, die Notfallreform, das
Medizinregistergesetz, die Reform der Lebendorganspende sowie zentrale
Digitalisierungsvorhaben – auf Initiativen der vorherigen Bundesregierung
zurückführen lässt und damit nach Auffassung der Fragestellerinnen und
Fragesteller bislang nur begrenzt ein eigenständiges gesundheitspolitisches
Agenda-Setting der aktuellen Bundesregierung erkennen lässt?
Berlin, den 4. Mai 2026
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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