Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden (Antwort zu Drs. 21/4635)
Text
Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf-Wiesbaden (Antwort zu Drs. 21/4635)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5663
21. Wahlperiode 28.04.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Tarek Al-Wazir,
Victoria Broßart, Swantje Henrike Michaelsen und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 21/4635 –
Generalsanierung der Bahnstrecke Troisdorf–Wiesbaden
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im zweiten Halbjahr 2026 ist die Generalsanierung der Bahnstrecke
Troisdorf–Wiesbaden geplant. Ziel ist die deutliche Verbesserung des Zustands der
Schieneninfrastruktur. Generalsanierungen sind jedoch nach Ansicht der
Fragestellenden auch zu nutzen, um zusätzliche Kapazitäten zu ermöglichen. Das
betrifft insbesondere die Umsetzung von Kleinen und Mittleren Maßnahmen,
aber auch kleinteilige Verbesserungen wie die Erhöhung der
Abzweiggeschwindigkeit von Weichen sowie mögliche Optimierungen in der
Streckengeschwindigkeit.
Generalsanierungen gehen mit erheblichen Eingriffen in die alltägliche
Mobilität von Menschen einher, dazu auch mit erheblichen Auswirkungen auf den
Güterverkehr. Dazu werden beträchtliche Haushaltsmittel des Bundes
investiert. Es ist daher aus Sicht der Fragestellenden notwendig, die Maßnahme als
Bund eng zu begleiten und, sofern notwendig, steuernd einzugreifen.
1. Welche Zustandsnoten wurden im Bereich der Generalsanierung gemäß
dem InfraGO-Zustandsbericht zwischen den Jahren 2021 und 2025
vergeben?
Folgende Zustandsnoten wurden im Bereich der Korridorsanierung zwischen
den Jahren 2021 und 2025 durch die DB InfraGO AG vergeben. Für 2025
liegen noch keine Daten vor.
2021: 3,08,
2022: 3,25,
2023: 3,40,
2024: 3,14.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr
vom 27. April 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2. Welche Zustandsnoten wurden für jede Anlagenklasse im Bereich der
Generalsanierung gemäß InfraGO-Zustandsbericht zwischen den Jahren
2021 bis 2025 jeweils vergeben?
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Zustandsnoten wurden durch die DB
InfraGO AG zwischen 2021 und 2024 vergeben. Für 2025 liegen noch keine
Daten vor.
Objektgruppe 2021 2022 2023 2024
Gleise 3,43 3,33 3,52 3,21
Weichen 3,57 3,39 3,69 3,65
Bahnübergänge 4,28 4,23 3,81 3,89
Stellwerke 3,37 3,25 3,72 3,40
Brücken 2,58 2,55 2,51 2,50
Durchlässe 0,00 0,00 0,00 3,31
Weichenheizanlagen 0,00 0,00 0,00 3,44
Lärmschutzbauwerke 0,00 0,00 0,00 1,60
Oberleitung 3,37 3,30 3,24 3,33
Stützbauwerke 2,33 2,18 2,21 2,21
Tunnel 2,24 2,24 2,28 2,50
3. Welche Sanierungsmaßnahmen wurden im Bereich der Generalsanierung
zwischen 2021 und 2025 ergriffen (bitte in geeigneten Einheiten für
jedes Gewerk angeben)?
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sanierungsmaßnahmen wurden
durch die DB InfraGO AG im Bereich der Korridorsanierung zwischen 2021
und 2025 ergriffen.
Gewerk Einheit 2021 2022 2023 2024 2025
Gleise km 15,181 5,292 3,621 2,079 3,371
Weichen u. Kreuzungen Stück 5 4 3 23 1
Stützwände m 302 75 878
Hinweis: Maßnahmen ohne S13-Abschnittsverbesserungen.
4. Welche Zustandsnoten für Ingenieurbauwerke gemäß Methodik des
Infrastrukturzustands- und -entwicklungsberichts werden aktuell im Bereich
der Generalsanierung jeweils vergeben (bitte für jede Anlagenklasse
auflisten)?
Nach Auskunft der DB InfraGO AG ergeben sich nach der Methodik des
Infrastrukturzustands und -entwicklungsbericht auf der Korridorsanierung
Troisdorf–Wiesbaden Strecke 2324 (Troisdorf–Wiesbaden), Strecke 2423
(Troisdorf–Unkel) und Strecke 3507 (Unkel–Wiesbaden) nachfolgende
durchschnittliche Zustandsnoten für die Ingenieurbauwerke im Berichtsjahr 2025.
Datenquelle hierfür ist jeweils das ISK 2025 mit Datenstand vom 30.11.2025.
– Zustandsnote nach Methodik Infrastrukturzustands- und -
entwicklungsbericht Tunnel (Basis: Stückliste Tunnel; Anzahl: 4): 1,55.
– Zustandsnote nach Methodik Infrastrukturzustands- und -
entwicklungsbericht Brücken (Basis: Stückliste Brücken; Anzahl: 306): 2,19.
– Zustandsnote nach Methodik Infrastrukturzustands- und -
entwicklungsbericht Stützbauwerke (Basis: Stückliste Stützbauwerke; Anzahl: 758): 2,03.
5. Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Generalsanierung (inklusive
Risikopuffer), und wie hoch sind die für die Deutschen Bahn AG
vorgesehenen Eigenmittel?
Die Gesamtkosten der Korridorsanierung (inklusive Risikopuffer) belaufen sich
auf ca. 1,65 Mrd. Euro. Davon sind ca. 70 Mio. Euro Eigenmittel vorgesehen.
6. Wie haben sich die erwarteten Kosten seit Planungsbeginn entwickelt
(spätestens seit Aufnahme des Projekts in das Großprojekt-Portfolio,
bitte alle Zwischenstände bezüglich Kostenschätzung und Zeitpunkt
nennen)?
Seit der Bündelung der Einzelmaßnahmen zu zwei Gesamtprojekten
(Troisdorf–Unkel und Unkel–Wiesbaden) ist der Kostenrahmen konstant geblieben.
7. Erfolgen Sanierungsarbeiten im Rahmen der Generalsanierung zeitweise
unter nur eingleisiger Sperrung der Strecke, und wenn ja, wie verteilen
sich die Sperrzeiten auf eingleisige Sperrungen und Totalsperrungen?
Nein.
8. Wurde eine Aufrechterhaltung der Öffnung der Strecke geprüft, und was
war das Ergebnis der Prüfung?
Alternative Konzepte (z. B. Bauen unter rollendem Rad) hätten Bautätigkeiten
über mehrere Jahre zur Folge und würden in Summe zu deutlich höheren
Beeinträchtigungen führen.
9. Welches Nutzen-Kosten-Verhältnis weist die Generalsanierung auf?
10. Welche Nutzen- und Kostenparameter wurden im Rahmen der
Wirtschaftlichkeitsprüfung erhoben, und was sind die jeweiligen Barwerte
(bitte jeweils angeben)?
Die Fragen 9 und 10 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung wurden ein Kostenvergleich und ein
Vergleich der verkehrlichen Effekte durchgeführt. Im Ergebnis des
Kostenvergleichs ist der Weiterführungsfall maximal rund 10,2 Mio. Euro
wirtschaftlicher als die Korridorsanierung. Hinsichtlich des Vergleichs der verkehrlichen
Effekte wird ein Gesamtnutzen der Korridorsanierung von mindestens rund
10,4 Mio. Euro ausgewiesen. Im Gesamtergebnis ist die Korridorsanierung
trotz Berücksichtigung einer Vielzahl von Annahmen zu Ungunsten der
Korridorsanierung im Rahmen von Sensitivitätsanalysen mindestens rund 0,2 Mio.
Euro wirtschaftlicher als der Weiterführungsfall.
11. Zu welchem Zeitpunkt wurde die Wirtschaftlichkeitsprüfung
durchgeführt?
Die Wirtschaftlichkeitsprüfung wurde seitens der DB InfraGO AG im zweiten
und dritten Quartal 2025 erstellt. Die Durchsicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung
und die anschließende Bestätigung der Wirtschaftlichkeit seitens des
Bundesministeriums für Verkehr (BMV) erfolgte im vierten Quartal 2025.
12. In wie viele Lose wurde das Bauvolumen aufgeteilt, und aus welchen
Maßnahmen setzen sich diese jeweils zusammen (bitte inklusive der
jeweiligen Kosten angeben)?
Die Hauptarbeiten Oberbau und konstruktiver Ingenieurbau wurden in fünf
Losen (jeweils unter 200 Mio. Euro) vergeben. Die Oberleitungsarbeiten werden
in gesonderten Losen vergeben. Darüber hinaus wurden umfangreiche
Maßnahmen der Leit- und Sicherungstechnik vergeben. Ergänzend wurden mehrere
kleinere Vergaben für konstruktiven Ingenieurbau sowie eine separate Vergabe
für eine Verkehrsstation durchgeführt.
13. In welchem Planungsstadium befinden sich die verschiedenen
Bauabschnitte jeweils?
Aktuell befinden sich die Bauabschnitte in der Erstellung der
Ausführungsplanung und der Finalisierung der Bauablaufplanung.
14. Welche Mengen folgender Anlagen befinden sich im Bereich der
Generalsanierung
a) Gleise (m)
b) Weichen (Anzahl)
c) Überleitstellen (Anzahl)
d) Signale (Anzahl)
e) Signalausleger (Anzahl)
f) Achszähler (Anzahl)
g) Gleismagnete inklusive Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen
(Anzahl)
h) Heißläuferortungsanlagen (Anzahl)
i) Bahnübergänge (Anzahl)
j) Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) (m)
k) European Train Control System (ETCS) (m)
l) Geschwindigkeitsüberwachung für NeiTech-Züge (GNT) (m)
m) Schallschutzwände (m)
n) Durchlässe (Anzahl)
o) Modulgebäude Elektronisches Stellwerk (ESTW) bzw. digitales
Stellwerk (DSTW) bzw. LZB bzw. ETCS (Anzahl)
p) Bahnsteige (m)
q) Personenunterführungen (Anzahl)
r) Aufzüge bzw. Höhenfördertechnik (Anzahl)
s) Bahnsteigbeleuchtungen (Anzahl)
t) Bahnsteigdächer (m)
u) Weichenheizstationen (Anzahl)
v) Oberleitung (m)
w) Oberleitungsmasten (Anzahl)
x) Quertragwerke (Anzahl)
y) GSM-R ((Global System for Mobile Communication-Railway)-
Masten (Anzahl)
z) Brücken (qm)
aa) Tunnel (m)?
15. Welche Mengen der in den Fragen 14a bis 14aa erfragten Anlagen
werden im Rahmen der Generalsanierung saniert bzw. ersetzt (bitte jeweils
angeben)?
16. Welche Mengen der in den Fragen 14a bis 14aa erfragten Anlagen
werden im Rahmen der Generalsanierung neu errichtet (bitte jeweils
angeben)?
Die Fragen 14 bis 16 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Mengen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Bestand Gesamtzahl je Gewerk
auf Korridor
Davon
Ersatz
Davon
Neubau
Gleise (km) 374 778 77 77 0
Weichen (Stk) 420 150 138 12
Durchlässe (Stk) 345 1 1 0
Bahnübergänge (Stk) 51 11 11 0
Stelleinheiten (Stk) 1 077 318 318 0
Überleitstellen (Stk) 2 5 0 5
Schallschutzwände (km) 33,762 6 0 6
Brücken (qm) 58 987 1 181 1 181 0
Bahnsteige (Stk) 77 59 52 7
Höhenfördertechnik (Stk) 7 14 0 14
Personenunterführung (Stk) 29 6 5 1
Bahnsteigdach (Stk) 33 20 17 3
Rampen/Treppen/Zuwegung (Stk) 0 36 14 22
EG 0 0 0 0
Beleuchtung (Stk) 49 19 19 0
17. Wie viele Meter Oberleitung weisen im Bereich der Generalsanierung
eine Netzzustandsnote von vier oder schlechter auf?
Circa 71 km Oberleitung weisen im Bereich der Korridorsanierung eine
Netzzustandsnote von vier oder schlechter auf.
18. Welche Stellwerke befinden sich im Bereich der Generalsanierung, und
was ist deren Netzzustandsnote jeweils (das bedeutet, dass die Stellwerke
Stelleinheiten steuern, die sich im Bereich der Generalsanierung
befinden; bitte jeweils unter Angabe des Stellwerktyps auflisten)?
19. Welche Stellwerke im Bereich der Generalsanierung werden
ausgetauscht, angepasst oder saniert (bitte jeweils unter Angabe des
Stellwerkstyps und der ergriffenen Maßnahmen beziehungsweise der neuen
Stellwerksbauform auflisten)?
Die Fragen 18 und 19 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach sorgfältiger Abwägung ist die Bundesregierung zu der Auffassung
gelangt, dass die Beantwortung der Fragen nicht öffentlich erfolgen kann. Die
Verkehrsinfrastruktur stellt einen wichtigen Baustein der Resilienzfähigkeit der
Bundesrepublik Deutschland im Krisen- und Katastrophenfall dar.
In Anbetracht der sich in den letzten Jahren sowohl global als auch in
Deutschland zunehmend verschärfenden Sicherheitslage würde durch die
Veröffentlichung der Daten ein Sicherheitsrisiko entstehen, weil dadurch gezielte
Sabotagen und Angriffe auf diese Infrastrukturen ermöglicht würden.
Der Deutsche Bundestag hat am 28. Januar 2026 in einer Entschließung auf
Bundestagsdrucksache 21/3906 verschärfte Transparenzregeln zum Schutz
Kritischer Infrastrukturen von der Bundesregierung eingefordert. Der Beschluss
fordert einen zeitgemäßen Umgang mit bestehenden Transparenz- und
Informationspflichten.
Infolge einer Abwägung der Informationsrechte des Deutschen Bundestages
mit den Belangen des Staatswohls der Bundesrepublik Deutschland sind die
erbetenen Informationen daher als „VS – Vertraulich“ eingestuft und in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt.*
20. Welche Maßnahmen zum Ausbau von GSM-R werden ergriffen?
Im Bereich GSM-R sind in der Korridorsanierung keine Maßnahmen
vorgesehen.
21. Welche vorbereitenden Maßnahmen für FRMCS (Future Railway Mobile
Communication System) werden ergriffen?
Es werden keine Maßnahmen zum Ausbau von FRMCS im Rahmen dieser
Korridorsanierung vorgenommen.
22. Wie viele Bahnübergänge im Bereich der Generalsanierung werden
jeweils aufgelassen und durch Überführungen bzw. Unterführungen ersetzt
sowie aufgelassen ohne Ersatz (bitte jeweils auflisten)?
Im Projektbereich der S13 wird der Bahnübergang (BÜ) Küdinghovenerstraße
in Bonn durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt. Anschließend sind dort
keine BÜs mehr vorhanden. Die Eisenbahnüberführung Drachenfelsstraße in
Königswinter wird während der Korridorsanierung eingeschoben. Das ist
Voraussetzung für die zukünftige Auflassung des BÜ Drachenfelsstraße. Es wird in
Vallendar sowie in Neuwied jeweils eine Anrufschranke aufgelassen und
zurückgebaut.
23. Welche weiteren Instandhaltungs- und Ersatzarbeiten werden im Bereich
der Generalsanierungen durchgeführt, die nicht von den vorherigen
Fragen erfasst sind?
Im Rahmen der Korridorsanierung werden turnusmäßige Inspektionen und
Wartungen durchgeführt, außerdem IH-Maßnahmen an allen Gewerken (z. B.
Ersatzschienenwechsel, Stopfarbeiten, Weichen durcharbeiten, Tausch
einzelner Anlagenkomponenten). Dies sind beispielsweise 20 km Durcharbeitung
und Schleifen und 20 km Fahrdrahtwechsel.
* Das Bundesministerium für Verkehr hat die Antwort als „VS – Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages
hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
24. Was ist die aktuelle Pünktlichkeitsquote für Züge, die im Bereich der
Generalsanierung ein- bzw. ausfahren (bitte Einbruchs- sowie
Ausbruchspünktlichkeit sowie getrennt nach Schienenpersonenfernverkehr (SPFV),
Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Schienengüterverkehr (SGV)
angeben)?
SPNV
Strecke 2025 2026 (bis 28.02)
Einbruch Ausbruch Einbruch Ausbruch
3507– Wiesbaden–Niederlahnstein 73,1 Prozent 64,2 Prozent 73,5 Prozent 68,1 Prozent
2324 – Niederlahnstein–Troisdorf 73,9 Prozent 67,7 Prozent 77,1 Prozent 74,8 Prozent
SGV
Strecke 2025 2026 (bis 28.02)
Einbruch Ausbruch Einbruch Ausbruch
3507 – Wiesbaden–Niederlahnstein 29,5 Prozent 27,2 Prozent 30,5 Prozent 29,7 Prozent
2324 – Niederlahnstein–Troisdorf 32,4 Prozent 32,8 Prozent 36,6 Prozent 38,5 Prozent
(Datenstand: 23.03.2026)
Es besteht kein Regelangebot des Fernverkehrs auf dieser Strecke.
25. Welche Ausweichstrecken werden im Zeitraum der Generalsanierung
genutzt (bitte nach Verkehrsarten SPFV, SPNV und SGV und unter Angabe
der Elektrifizierung der Ausweichstrecken aufschlüsseln)?
SPFV: Es besteht kein Regelangebot des Fernverkehrs auf dieser Strecke.
SPNV: Es wird Ersatzverkehr mit Bussen geben.
SGV: Nach aktuellem Stand werden im Wesentlichen die folgenden
Umleitungsrouten (alle elektrifiziert) genutzt werden:
– linke Rheinstrecke: Köln–Remagen–Koblenz Hbf–Mainz-Bischofsheim
– Sieg-/Dillstrecke: Köln Hbf–Großkrotzenburg/Frankfurt(M) Ost–
Aschaffenburg Hbf/Darmstadt Hbf
– Moselstrecke: Koblenz Lützel–Saarbrücken–Kaiserslautern–Mannheim
– Rheine–Osnabrück–Kassel Rbf–Fulda–Würzburg–Bad Friedrichshall
– Köln–Gelsenkirchen/Recklinghausen–Hamm (Westf)–Kassel–Fulda–
Würzburg
26. Welche regulären Fernverkehrs- oder Nahverkehrsangebote auf den
Ausweichstrecken werden für die Zeit der Generalsanierung zugunsten von
Umleiterverkehren gestrichen, in der Häufigkeit vermindert oder im
Routenverlauf angepasst (bitte unter Nennung der Relation und der
vorgenommenen Anpassung angeben)?
SPFV:
– L 9/19 Berlin–Bonn: verkehrt nur Berlin–Köln
– L 34 Münster–Frankfurt: Ausfall
– L 35 Norddeich Mole–Koblenz: verkehrt nur Norddeich Mole–Köln
– L 37 Düsseldorf–Luxemburg: verkehrt nur Koblenz–Luxemburg
– L 50 Wiesbaden–Dresden: verkehrt nur Frankfurt (Main)–Dresden
– L 62 Münster–Graz: Umleitung 2 Einzellagen SFS Köln–Rhein-Main
SPNV:
Änderungen bei Linien, die normalerweise auf der rechten Rheinseite
verkehren (AT: RMV, SPNV-Nord, Go.Rheinland):
– RE 8/RB 27: Mönchengladbach–Koblenz: 10. Juli bis 11. September
Ausfall Troisdorf–Koblenz, 12. September bis 12. Dezember Ausfall Köln
Messe/Deutz–Koblenz
– RE 9 Eltville–Frankfurt (Main): Ausfall
– RB 10 Neuwied–Frankfurt: Ausfall Neuwied–Wiesbaden
Änderungen bei Linien, die normalerweise auf der linken Rheinseite verkehren
(AT: Go.Rheinland, SPNV-Nord, ZÖPNV Süd):
– RE 15 Mainz–Kaiserslautern: Ausfälle Mainz–Bad Kreuznach
– RB 23 Mayen Ost–Limburg (Lahn): Ausfall Andernach–Koblenz
– RB 26 Köln Messe/Deutz–Mainz: Ausfall Bingen–Mainz Mo–Fr
zweistündlich sowie 10. Juli bis 11. September: Ausdünnung nachts Köln Hbf–
Köln/Bonn Flughafen
– RB 30 Ahrbrück–Bonn: Ausfall Remagen–Bonn Hbf
– RB 32 Ahrbrück–Remagen–Boppard: Ausfall Remagen–Boppard
– RB 33 Mainz–Idar-Oberstein: Einzelne Ausfälle Mainz–Bad Kreuznach
Weitere betroffene SPNV-Linien in Nordrhein-Westfalen (AT: Go.Rheinland):
– RE 1 Aachen–Hamm: Ausfall nachts Köln Hbf–Köln/Bonn Flughafen
– RE 9 Aachen–Siegen: Ausfall Hauptverkehrszeit-Verstärker Köln Hbf–
Siegen Hbf
– RB 48 Wuppertal-Oberbarmen–Bonn-Mehlem: Ausfall Hauptverkehrszeit-
Verstärker Köln Hbf–Bonn Hbf
– S 12 Horrem–Au (Sieg): weitgehend Regelbetrieb, so Entfall Blankenberg
(Sieg)–Au (Sieg) um 02:22, 03:22, 4:23 Uhr
– S 19 Düren–Au (Sieg): 10. Juli bis 11. September: Mo–Sa Taktreduzierung
Köln/Bonn Flughafen–Au (Sieg), 12. September bis 12. Dezember: Mo–Sa
Taktreduzierung Troisdorf–Au (Sieg)
Weitere betroffene SPNV-Linien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland
(AT: RMV, ZÖPNV RLP Süd, SPNV Nord, VRN):
– RE 5 Kassel–Bad Hersfeld: zweistündlich statt stündlich
– RT 5 Kassel–Melsungen: stündlich statt halbstündlich
– RE 30 Kassel–Frankfurt (Main): Ausfall Frankfurt (M) Hbf–Gießen um
06:55 Uhr und Freitag um 15:00 Uhr; Ausfall Gießen–Frankfurt um 17:02
Uhr
– RB 37 Gießen–Frankfurt (Main): 120- statt 60-Minuten-Grundtakt Gießen–
Frankfurt (Main), am frühen Morgen und späten Abend regulärer
Stundentakt; Verkürzung des Linienwegs auf Bad Nauheim–Frankfurt (M) Hbf in
den Stunden dazwischen; Entfall der Verstärker Friedberg (Hess)–Gießen.
– RB 71 Schweich DB–Homburg (Saar): Ausfall Schweich DB–Trier
Hafenstraße
– RB 75 Wiesbaden–Aschaffenburg: Teilausfall Zwischentakt Mainz-
Bischofsheim–Wiesbaden
– S 5 (vormals S 6) Mainz–Mannheim-Friedrichsfeld: Ausfall Zwischentakt
Mainz–Mannheim
27. Welche Sanierungs- sowie anderen Maßnahmen werden auf diesen
Ausweichstrecken vor Beginn der Generalsanierung jeweils ergriffen (bitte
für jede Strecke jeweils angeben, auch Instandhaltungsmaßnahmen
sowie Gesamtkosten)?
Auf den Hauptumleitungsstrecken werden seit 2024 fortlaufend
Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Diese umfassen u. a.
– Austausch von Schotter und Schwellen, Zungenrollvorrichtungen sowie
Herzstücken,
– Beseitigung von Gleislage- und Schienenfehlern,
– schweiß- und schleiftechnische Aufarbeitungen,
– Behebung von Schlamm- und weißen Stellen,
– Austausch von Komponenten der Leit- und Sicherungstechnik,
– Vegetationsarbeiten,
– Maßnahmen an Brücken und weiteren konstruktiven Ingenieurbauwerken,
– Maßnahmen an der der Oberleitung,
– präventive Kabelmessungen inklusive Mängelbeseitigung.
Außerdem werden Investitionsprojekte mit Schwerpunkt auf Gleis- und
Weichenerneuerungen sowie Maßnahmen an Bahnübergängen und Stützbauwerken
umgesetzt. Darüber hinaus werden Investitionsprojekte mit Schwerpunkt auf
Gleis- und Weichenerneuerungen und Arbeiten an einem Stellwerk umgesetzt.
In Summe betragen die Kosten im Zeitraum 2024 bis heute (Datenstand
16. März 2026) über 300 Mio. Euro. Weitere Maßnahmen befinden sich derzeit
noch in der Umsetzung und werden vor Beginn der Korridorsanierung und der
damit verbundenen Umleitungen abgeschlossen sein.
28. Welche Maßnahmen wären nach dem zu erstellenden Bericht für
temporär überlastete Schienenwege auf den Umleitungsstrecken jeweils
sinnvoll gewesen, und konnten diese jeweils umgesetzt werden (bitte
Umsetzungsstand und Kosten bzw. Verhinderungsgrund angeben)?
Im Bericht zum Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität (PEK) für
temporär überlastete Schienenwege wurden keine kapazitätssteigernden
Maßnahmen auf den Umleitern identifiziert. Jedoch wurden Maßnahmen zur
Steigerung der Verfügbarkeit (1:1-Ersatz) auf den Hauptumleitern durchgeführt.
Diese sind in der Antwort zu Frage 27 dargestellt.
29. Werden alle vorbereitenden Maßnahmen nach aktuellem Stand
rechtzeitig abgeschlossen, und wenn nein, wie wird sichergestellt, dass die
Generalsanierung nicht in Verzug gerät und zum geplanten Ende der
Totalsperrung in Betrieb genommen werden kann?
Ja.
30. Welche anderen Projekte (z. B. Bedarfsplanprojekte) werden aufgrund
der Generalsanierung verzögert (z. B. durch fehlende Sperrpausen)?
Keine.
31. Sofern kein ETCS im Rahmen der Generalsanierung verbaut wird und
nicht bereits installiert ist, wann ist eine Ausrüstung der Strecke im
Bereich der Generalsanierung mit ETCS vorgesehen und welche
Ausrüstungsform (meint Level sowie ob mit Signalen oder ohne Signale) ist
dabei anvisiert (bitte aufgeschlüsselt in die einzelnen Streckenabschnitte,
sofern hier Unterschiede bestehen, angeben)?
Der Abschnitt zwischen Oberlahnstein und Kaub ist bereits mit ETCS Level 2
(mit Signalen) in Betrieb. Die vollständige Inbetriebnahme von ETCS Level 2
(mit Signalen) von Troisdorf bis Wiesbaden soll bis Ende des Jahres 2027
erfolgen.
32. Welche Anpassungen im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik (z. B.
Position Achszähler, Signalstandorte) erfolgen im Rahmen der
Generalsanierung?
Troisdorf–Unkel: Im Rahmen des Ankerprojekts S13 werden umfangreiche
Maßnahmen für Leit- und Sicherheitstechnik (LST) durchgeführt. Diese sind
nicht Teil der Mengenmeldung der Korridorsanierung (Frage 14). Im Bereich
der Korridorsanierung sind außerhalb der Bahnhöfe keine Maßnahmen
erforderlich.
Unkel–Wiesbaden: Es werden die in der Antwort zu Frage 15 genannten
Maßnahmen umgesetzt. Der Bau der neuen Weichenverbindungen und
Überleitstellen erfordert eine signaltechnische Anpassung, die Signalabstände werden für
das Regel- und Gegengleis harmonisiert, insbesondere das Befahren des
Gegengleises wird für die EVU verbessert. Achszähler werden für den ETCS-
Betrieb gesetzt.
33. Welche vorbereitenden Maßnahmen für die spätere ETCS-Ausrüstung
(ETCS-Ready-Maßnahmen) werden im Rahmen der Generalsanierung
ergriffen (bitte auflisten)?
Die Strecke zwischen Assmanshausen und Niederlahnstein ist bereits mit
ETCS ausgerüstet. Auf den verbleibenden Abschnitten werden die
Komponenten für ETCS eingebaut. Dafür ersetzt die DB AG sechs Stellwerke mit alter
Technik durch neue elektronische Stellwerkstechnik. Die bereits bestehenden
elf elektronischen Stellwerke entlang der Strecke werden – wo notwendig – für
die ETCS-Technik angepasst.
34. Welche Anlagen im Bereich der Generalsanierung werden nicht durch
das Projekt in den ETCS-Ready-Zielzustand versetzt, und wodurch
begründet sich das?
Keine.
35. Werden die neu errichteten Signale für die Ausrüstung von ETCS Level
2 mit Signalen vorbereitet (beispielsweise Platz für NE-14-Tafel,
Dunkelschaltung) und wenn nein, warum nicht?
Ja.
36. Mit welchen Zugsicherungssystemen, Stellwerksbauformen und
Funktechnologien sowie darauf aufbauenden Vorrichtungen für den
digitalisierten Zugbetrieb (beispielsweise integriertes Leit- und Bediensystem
(iLBS) oder Anlagenpreissystem (APS)) soll die Strecke im Bereich der
Generalsanierung im Zielzustand ausgerüstet sein, wann soll dieser
Zielzustand erreicht werden, und inwieweit wird dadurch der ERTMS
(European Rail Traffic Management System)-Standard erfüllt?
Im Bereich der Korridorsanierung sollen PZB und ETCS bis Ende 2027
umgesetzt werden.
37. Wie viele Bahnübergänge im Bereich der Generalsanierung werden so
umgerüstet, dass sie dem Zielzustand ETCS-Ready entsprechen, und wie
viele der Bahnübergänge entsprechen bereits diesem Zustand?
Im Bereich Troisdorf–Unkel sind alle fünf Bahnübergänge auf der Strecke für
ETCS-ready umgerüstet. Im Bereich Unkel–Wiesbaden sind zwölf
Bahnübergänge bereits ETCS-ready, 13 weitere werden innerhalb der Korridorsanierung
umgerüstet.
38. Werden im Rahmen der Generalsanierung Blockverdichtungen
vorgenommen, und wenn ja, wo (bitte genauen Standort der zusätzlichen
Signale jeweils angeben)?
Eine konventionelle Blockverdichtung durch Blocksignale ist an den
erforderlichen Stellen bzw. Engpässen für die IBN der Korridorsanierung Troisdorf–
Wiesbaden sowie im Bereich des Ankerprojekts S13 vorgesehen. Darüber
hinaus werden für die Gesamt-ETCS-IBN im Oktober 2027 in allen Abschnitten
ETCS-Blöcke (ETCS-Blockverdichtung) realisiert, sodass die mit ETCS
ausgerüsteten Züge flexibler verkehren können. In Summe handelt es sich um knapp
200 zusätzliche Blocksignale.
39. Welche Kleinen und Mittleren Maßnahmen sind nach den
durchgeführten eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der
Generalsanierung sinnvollerweise zu errichten?
40. Welche Kleinen und Mittleren Maßnahmen werden im Rahmen der
Generalsanierung umgesetzt (bitte auflisten)?
Die Fragen 39 und 40 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Folgende Kleine und Mittlere Maßnahmen konnten identifiziert werden und
sind zur Umsetzung vorgesehen:
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Oberlahnstein,
– 3507 Kamp-Bornhofen–Oberlahnstein: Überleitstelle km 111 (Üst Filsen),
– 3507 Loreley–Kamp-Bornhofen: Überleitstelle km 95 (Üst St.
Goarshausen),
– 3507 Loreley–Kamp-Bornhofen: Überleitstelle km 101 (Üst Kestert),
– 3507 Wiesbaden Hbf/Ost–Eltville: Überleitstelle zwischen km 36,2 und km
48,8,
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Loreley,
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Kaub,
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Assmannshausen,
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Oestrich-Winkel,
– Ausfahrsignale an den durchgehenden Hauptgleisen der Gegenrichtung
3507 Eltville.
41. An welchen Stellen der Strecke im Bereich der Generalsanierung
befinden sich Überleitmöglichkeiten (bitte alle Überleitmöglichkeiten mit
genauem Standort sowie Art der Überleitstelle: einfach inklusive
Richtungsangabe, doppelt, Trapez inklusive Richtungsangabe, angeben)?
43. Welche zusätzlichen Überleitmöglichkeiten werden an welchen Stellen
neu errichtet, und welche Überleitgeschwindigkeiten sind dort jeweils
vorgesehen?
Die Fragen 41 und 43 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach sorgfältiger Abwägung ist die Bundesregierung zu der Auffassung
gelangt, dass die Beantwortung der Fragen nicht öffentlich erfolgen kann. Die
Verkehrsinfrastruktur stellt einen wichtigen Baustein der Resilienzfähigkeit der
Bundesrepublik Deutschland im Krisen- und Katastrophenfall dar. In
Anbetracht der sich in den letzten Jahren sowohl global als auch in Deutschland
zunehmend verschärfenden Sicherheitslage würde durch die Veröffentlichung der
Daten ein Sicherheitsrisiko entstehen, weil dadurch gezielte Sabotagen und
Angriffe auf diese Infrastrukturen ermöglicht würden. Der Deutsche Bundestag
hat am 28. Januar 2026 in einer Entschließung auf Bundestagsdrucksache
21/3906 verschärfte Transparenzregeln zum Schutz Kritischer Infrastrukturen
von der Bundesregierung eingefordert. Der Beschluss fordert einen
zeitgemäßen Umgang mit bestehenden Transparenz- und Informationspflichten.
Infolge einer Abwägung der Informationsrechte des Deutschen Bundestages
mit den Belangen des Staatswohls der Bundesrepublik Deutschland sind die
erbetenen Informationen daher als „VS – VERTRAULICH“ eingestuft und in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt.*
42. Welche Anpassung der Überleitgeschwindigkeiten erfolgt an
bestehenden Überleitmöglichkeiten, und wenn keine Anpassung erfolgt, warum
nicht?
* Das Bundesministerium für Verkehr hat die Antwort als „VS – Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages
hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
45. Bei welchen Weichen wird die aktuelle Zweiggleisgeschwindigkeit
erhöht (bitte jeweils unter Nennung der Zweiggleisgeschwindigkeit vor
und nach der Maßnahme, ggf. auch nach Bahnhöfen gruppiert,
auflisten)?
Die Fragen 42 und 45 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
In den Bahnhöfen Kamp-Bornhofen, Oberlahnstein, Niederlahnstein und
Engers werden Weichen mit größerem Radius eingebaut. In Kamp-Bornhofen soll
die Ausfahrgeschwindigkeit aus dem Nebengleis in das Hauptgleis optimiert
werden. Ausfahrten in Richtung Kestert erfolgen zukünftig mit 80 km/h statt
mit 60 km/h. Richtung Oberlahnstein (Filsen) können die Ausfahrten zukünftig
mit 100 km/h im Regelgleis und mit 80 km/h ins Gegengleis (statt mit 60 km/h)
erfolgen. Darüber hinaus ist keine Anpassung der Überleitgeschwindigkeit in
Bestandsanlagen vorgesehen, da die topografische Lage und örtlichen
Gegebenheiten eine Erhöhung der Geschwindigkeiten nicht ermöglichen.
44. In welchen Abschnitten erfolgt eine Erhöhung der Geschwindigkeit in
durchgehenden Hauptgleisen (bitte genauen Standort sowie Distanz,
Geschwindigkeit vor der Maßnahme sowie nach der Maßnahme jeweils
benennen)?
Es ist keine Erhöhung der Geschwindigkeit auf durchgehenden Hauptgleisen
vorgesehen.
46. Welche Überholgleise sollen im Rahmen der Generalsanierung neu
errichtet werden (bitte unter Angabe des genauen Standortes auflisten)?
47. Welche Überholgleise sollen im Rahmen der Generalsanierung
verlängert bzw. angepasst werden (bitte unter Angabe des genauen Standortes
auflisten)?
48. Welche Überholgleise im Bereich der Generalsanierung werden neu
errichtet (bitte unter Angabe des genauen Standorts mit Zeitpunkt der
Inbetriebnahme auflisten)?
Die Fragen 46 bis 48 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Es werden keine neuen Überholgleise errichtet, verlängert oder angepasst.
49. Welche Genehmigungsverfahren wie beispielsweise Planfeststellungen
oder Plangenehmigungen laufen aktuell im Wirkungsbereich der
Generalsanierung (bitte unter Nennung des aktuellen Stands sowie des
Umsetzungszeitraums auflisten)?
Bahnübergänge:
– Auflassung BÜ (Po 67) der Strecke 2324 km 140,313 Neuwied. Die
Einreichung erfolgt nach Fertigstellung der notwendigen Unterlagen im April
2026. Eine Auflassung ist mit der IBN des ESTW Neuwied im Juli 2027
vorgesehen.
– Auflassung BÜ km 146,7 in Vallendar. Hier wird aktuell eine
Straßenüberführung gebaut, welche zum Jahresende 2026 durch das LBM fertiggestellt
wird.
Felshangsicherungsmaßnahmen:
– Rüdesheim: Fels- und Hangsicherung „Rossel“ km 68,165, Az. 551ppw/
178-2023#045 vom 9. April 2025
– Lorch am Rhein: Fels- und Hangsicherung „Lorchhausen II“ km 80,430,
Az. 551ppw/180-2024#027 vom 6. Mai 2025
– Stadt St. Goarshausen: Fels- und Hangsicherung Lennigshöhl km 89,435,
Az. 551ppw/175-2021#015 vom 22. Mai 2024
– Kamp-Bornhofen: Fels- und Hangsicherung „Pützacker“ km 102,340, Az.
551ppw/176-2022#022 vom 19. November 2024
– Osterspai: Fels- und Hangsicherung „Hexenköpfel“ km 113,020, Az.
551ppw/180-2024#050 vom 5. Mai 2025
– Braubach: Fels- und Hangsicherung „Marmorsberg“ km 115,595, Az.
551ppw/176-2022#015 vom 19. November 2024
– Braubach: Fels- und Hangsicherung „Alte Burg“ km 116,915, Az. 551ppw/
180-2024#049 vom 10. September 2025
Rückbau Oberbau/Lückenschlüsse:
– Rückbau W 451 mit Lückenschluss, Bf Troisdorf, Antrags-ID: A-
E101390-001 (Geschäftszeichen 64154-641pa/062-2026#011) vom 4. März
2026
– Rückbau W 480 & 485 mit Lückenschluss, Antrags-ID: A-E101405-001
(Az. G.016055555; V.IW-W-M-KÖL) vom 11. März 2026
– Neuwied, Az. 551ppo/155-2025#008 in Abstimmung
– Rheinbrohl, in Abstimmung
– Bad Hönningen, in Abstimmung
Verkehrsstationen:
– Bf Rhöndorf, Planänderungsverfahren (Az. I.IP-W-IV 1.1; Gz.
64138-641pä/018-2025#031) vom 10. Oktober 2025
– Oberlahnstein, Az. 551ppw/180-2024#010 vom 17. Juli 2025
– Rüdesheim, Az. 551ppi/077-2023#010 vom 10. Juli 2025
– Bad Hönningen, Az. 551ppw/180-2024#022 vom 30. September 2025
Eisenbahnüberführung:
– Am Schloßpark (km 133,9–134,2), Az. 551ppü/016-2024#006 vom
30. Oktober 2025
Lärmschutzwände:
– Leutesdorf, Az. 55111-551ppi/073-2019#010 vom 30. März 2023
– Oberlahnstein, Az. 55111-551ppi/073-2019#003 vom 31. Mai 2023
50. Welche Maßnahmen für den Deutschlandtakt werden im Rahmen der
Generalsanierung umgesetzt?
Die Sanierungsmaßnahmen dienen dem leistungsfähigen Bestandsnetz für den
Deutschlandtakt
51. Welche 740-m-Gleise werden im Rahmen der Generalsanierung
umgesetzt (bitte unter Angabe des genauen Standorts auflisten)?
Keine.
52. In welchem Maße wird im Rahmen der Generalsanierung die Kapazität
angehoben (bitte Änderung der Nennleistung angeben)?
Primäres Ziel der Korridorsanierungen ist es, Infrastrukturmängel und
Störungsursachen zu reduzieren. Dies führt zu einer Steigerung der
Leistungsfähigkeit und einer stabileren Betriebsqualität im Vergleich zum Status quo.
Maßnahmen zur grundsätzlichen Steigerung der Zugzahlen auf den jeweiligen
Strecken sind dagegen nicht Ziel der Korridorsanierung.
53. Welche Maßnahmen werden an welchen Bahnhöfen ergriffen (bitte für
jeden Bahnhof alle Maßnahmen auflisten)?
Im Rahmen der Korridorsanierung werden an 36 Bahnhöfen Maßnahmen
ergriffen. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen beinhalten die wesentlichen
an den Bahnhöfen geplanten Arbeiten, die über unterschiedliche Wege
finanziert werden, aber im Rahmen der Korridorsanierung vorgenommen werden.
Assmannshausen
– Ersatzneubau beider Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– barrierefreie Erschließung des Außenbahnsteigen durch einen geneigten
Gehweg aus dem öffentlichen Verkehrsraum
– Erneuerung Treppenanlagen zur Personenunterführung
– Ersatzneubau der vorhandenen Personenunterführung
– Neubau Beleuchtung
– Sanierung vorhandener Bahnsteigdächer (Denkmalschutz)
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Bad Honnef
– Neubau des Haltepunktes ca. 400 m nördlich
– zwei Bahnsteige
– Personenüberführung inklusive Aufzüge und Rampe
– vier Wetterschutzhäuser
– Reisendeninformation
– Beleuchtung, Bahnsteigausstattung, Wegeleitung
Bad Hönningen
– Ersatzneubau des Haus- und des Mittelbahnsteigs mit 76 cm Höhe und
215 m Länge
– planrechtsfreier Rückbau von Bahnsteigüberlängen
– Abbruch der beiden vorhandenen Personenunterführungen und Neubau
einer stadtteilverbindenden Personenunterführung
– barrierefreie Erschließung durch den Neubau von drei Aufzügen
– Abbruch der vorhandenen Dächer und Neubau von 20 m langen Dächern
über Bahnsteigen/Aufzügen
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Braubach
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 1/2 mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– planrechtfreier Rückbau von Bahnsteigüberlängen
– barrierefreie Erschließung durch den Neubau eines Aufzugs am
Mittelbahnsteig
– optische Aufwertung der Personenunterführung und Sanierung der Treppe
zum Mittelbahnsteig
– Ersatzneubau Bahnsteigdach am Mittelbahnsteig
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystem
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Eltville
– Ersatzneubau beider Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– barrierefreie Erschließung durch den Neubau von zwei Aufzügen am
Vorplatz und am Mittelbahnsteig
– Neubau Dach über Treppe am Hausbahnsteig/Erneuerung Dach am EG am
Hausbahnsteig
– Neubau Bahnsteigdach am Mittelbahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
Engers
– Ersatzneubau der beiden Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Ersatzneubau Personenunterführung inklusive Treppenanlagen und
Einhausung
– barrierefreie Erschließung durch den Neubau von zwei Aufzügen
– Erneuerung Eindeckung Dach Hausbahnsteig
– Ersatzneubau des Dachs am Außenbahnsteig
– Erneuerung der Beleuchtungsmasten
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Erbach (Rheingau)
– Ersatzneubau beider Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Neubau Beleuchtung
– Ersatz der vorhanden durch je zwei Wetterschutzhäuser je Bahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Erpel (Rhein)
– Ersatzneubau Hausbahnsteig Gleis 1 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Ersatzneubau Außenbahnsteig Gleis 2 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Sanierung und optische Aufwertung von Personenunterführung und
Treppenanlagen
– Neubau einer Treppe als neuer Zugang zum Außenbahnsteig
– Sanierung Dach am Hausbahnsteig
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystem
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Filsen
– Ersatzneubau der beiden Außenbahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m
Länge
– Erneuerung Beleuchtung
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Erneuerung der Wetterschutzhäuser und Abbruch der bestehenden
Wartehalle am Bahnsteig 2
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Geisenheim
– Ersatzneubau Hausbahnsteig mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Verlängerung des bereits mit 55 cm Höhe errichteten Bahnsteigs 2 um 15 m
auf 180 m
– gestalterische Aufwertung von Personenunterführung, Rampen und
Treppenanlagen
– Sanierung Bahnsteigdach am Hausbahnsteig
– zusätzliche Errichtung von drei Wetterschutzhäusern am Hausbahnsteig und
Erneuerung des Wetterschutzhauses am Außenbahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
Hattenheim
– Ersatzneubau des Bahnsteigs Gleis 1 mit 55 cm und aufgrund technischer
Restriktionen 161 m Länge
– Ersatzneubau des Bahnsteigs Gleis 2 mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Ersatzneubau der Personenunterführung und der Treppenzugänge, inklusive
der Treppeneinhausungen
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Ersatz der vorhanden durch je zwei Wetterschutzhäuser je Bahnsteig
– Neubau Beleuchtung
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Kamp-Bornhofen
– Verlängerung der Bahnsteige auf 180 m Länge
– Anpassung der Beleuchtung an die neue Bahnsteiglänge
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
Kaub
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 1/2 mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Teilerneuerung der Personenunterführung
– Verlängerung Außenbahnsteig Gleis 3 auf 185 m Länge
– planrechtsfreier Rückbau Bahnsteigüberlängen
– Ersatzneubau des Bahnsteigdachs am Mittelbahnsteig
– Neubau von drei Treppeneinhausungen
– Ertüchtigung des denkmalgeschützten Daches und des Geländers am
ehemaligen Hausbahnsteig
– Neubau einer zusätzlichen Treppe auf der Rheinseite zur
Personenunterführung
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– Änderung der Wegeleitung
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Kestert
– Verlängerung Bahnsteig 2 auf 180 m Länge und Erneuerung des taktilen
Leitsystems
– Ersatzneubau Bahnsteig 1 mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Erneuerung der Beleuchtungsmasten
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Koblenz-Ehrenbreitstein
– Ausgestaltung der Station als Fernverkehrs-Ersatzhalt für Koblenz HBF
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 1/3 mit 55 cm Höhe und 285 m Länge
– Ersatzneubau Außenbahnsteig Gleis 2 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Neubau Bahnsteigdach am Mittel- und Außenbahnsteig
– barrierefreie Erschließung durch Neubau von zwei Aufzügen und einer
Rampe
– Ersatzneubau der Personenunterführung und der Treppenanlagen
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– Erneuerung der Beleuchtung
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Königswinter
– Neubau der Bahnsteige Gleis 1 und Gleis 2/4
– Neubau der Bahnsteigdächer
– Neubau der Personenunterführung inklusiveAufzüge und Rampe
– Modernisierung der Reisendeninformation
– Neubau Beleuchtung, Bahnsteigausstattung und Wegeleitung
– Versetzung der Treppeneinhausung
Leubsdorf (Rhein)
– Ersatzneubau der beiden Außenbahnsteige mit 76 cm Höhe und 215 m
Länge
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystem
– Ersatz der vorhandenen Wetterschutzhäuser (eines je Bahnsteig)
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Leutesdorf (Rhein)
– Ersatzneubau Hausbahnsteig Gleis 1 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 2/3 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Planrechtsfreier Rückbau von Bahnsteigüberlängen
– Ersatzneubau der Personenunterführung und Treppenanlagen
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– Ergänzung um jeweils ein Wetterschutzhaus je Bahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Linz (Rhein)
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Erneuerung der teilerneuerten Personenunterführung im Bereich der
Gleisbrücken
– gesamthafte Gestaltung der Personenunterführung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
Lorch (Rhein)
– Ersatzneubau Hausbahnsteig mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Verlängerung Bahnsteig 2 auf 180 m
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Errichtung von je zwei Wetterschutzhäusern pro Bahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Lorchhausen
– Ersatzneubau der beiden Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Neubau barrierefreie Zuwegung zu Bahnsteig 1 und Erneuerung Zuwegung
zu Bahnsteig 2 aus dem öffentlichen Raum
– Ersatz der vorhanden durch je zwei Wetterschutzhäuser je Bahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Niederlahnstein
– Verlängerung Bahnsteig 2 auf 185 m an Gleis 4 und 222 m an Gleis 5
– Erweiterung der Beleuchtungsanlage Mittelbahnsteig
– planrechtsfreier Rückbau inaktiver Bahnsteig 3 auf 166 m
– Austausch von zwei Aufzügen
– Neuanstrich Bahnsteigdächer und Erneuerung Fallrohre
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Niederdollendorf
– Modernisierung Hausbahnsteig Gleis 1
– Neubau Außenbahnsteig Gleis 2
– Sanierung Bahnsteigdach Gleis 1
– Modernisierung der Reisendeninformation
– Neubau Beleuchtung, Bahnsteigausstattung und Wegeleitung
Niederwalluf
– Ersatzneubau beider Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen, die
Errichtung eines Aufzugs am Hausbahnsteig
– Neubau Beleuchtung
– Errichtung einer Rampe aus der Personenunterführung zum Außenbahnsteig
– Sanierung der vorhandenen Personenunterführung
– Errichtung Bike&Ride-Anlage
– Sanierung der beiden Bahnsteigdächer
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Neuwied
– Erhöhung der Bahnsteigseite Gleis 3 auf 55 cm Höhe
– Austausch von zwei Aufzügen
– Teilerneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Abriss und Neubau des Empfangsgebäudes
– Ersatzneubau Dach auf Länge Empfangsgebäude, Sanierung des restlichen
Daches
Oberlahnstein
– Ersatzneubau des Haus- und des Außenbahnsteigs mit 55 cm Höhe und
180 m Länge
– Neubau einer Treppeneinhausung am Außenbahnsteig
– barrierefreie Erschließung durch geneigten Gehweg zum Hausbahnsteig
vom Bahnhofsvorplatz
– Neubau einer barrierefreien Rampe am Außenbahnsteig aus der
Straßenunterführung Kirchstraße
– Aufwertung der Personenunterführung und der Treppenanlagen
– Erneuerung Bahnsteigdächer am Haus- und Außenbahnsteig
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig)
Oestrich-Winkel
– Verlängerung Bahnsteige auf 180 m
– Erweiterung der Beleuchtungsanlage um jeweils 1 Mast pro Bahnsteig
– Herstellung Personenunterführung und Anstrich der Rampen- und
Treppenbereiche
– Herstellung eines zusätzlichen Wetterschutzhauses am Hausbahnsteig
– Herstellung Bike&Ride-Anlage am Hausbahnsteig
– Austausch Ausstattungselemente
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Osterspai
– Ersatzneubau Hausbahnsteig Gleis 1 und Zwischenbahnsteig 2 mit 55 cm
Höhe und 180 m Länge
– planrechtsfreier Rückbau der Bahnsteigüberlängen
– Sanierung der Personenunterführung
– Neubau Treppeneinhausung Zwischenbahnsteig 2
– Erneuerung Wetterschutzhäuser
– Erneuerung der Beleuchtungsmasten
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Rheinbrohl
– Ersatzneubau Hausbahnsteig Gleis 1 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 2/3 mit 55 cm Höhe und 215 m Länge
– planrechtsfreier Rückbau von Bahnsteigüberlängen
– Sanierung Personenunterführung und Treppenzugängen
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystem
– Ergänzung um jeweils ein Wetterschutzhaus je Bahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Neubau einer Rampe zum Außenbahnsteig
Rhöndorf
– Neubau der Bahnsteige Gleis 1 und Gleis 2/3
– Neubau der Personenunterführung inklusive Aufzüge und Rampe
– Neubau von vier Wetterschutzhäusern
– Modernisierung der Reisendeninformation
– Modernisierung der Treppeneinhausung, Beleuchtung, Bahnsteigausstattung
und Wegeleitung
Rüdesheim (Rhein)
– Neubau der Station an anderer Stelle
– Neubau von zwei Außenbahnsteigen mit 55 cm Höhe und 210 m Länge
– Neubau Treppe Rheinseite
– barrierefreie Erschließung durch Rampen zu den Bahnsteigen und eine
barrierefreie Unterführung
– Errichtung von drei Wetterschutzhäusern pro Bahnsteig
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
– Rückbau der vorhandenen Station
St. Goarshausen
– Verlängerung von Bahnsteig 1 auf 180 m Länge
– Erneuerung der Beleuchtung
– Errichtung eines neuen Zugangs zum Hausbahnsteig links vom
Empfangsgebäude
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Unkel
– Ersatzneubau Bahnsteig Gleis 1 mit 76 cm Höhe und aufgrund technischer
Restriktionen 195 m Länge
– Ersatzneubau Mittelbahnsteig Gleis 2/3 mit 76 cm Höhe und 215 m Länge
– planrechtsfreier Rückbau von Bahnsteig-Überlängen
– Ersatzneubau der vorhandenen Personenunterführung und Treppenanlagen
– Erneuerung Zuwegung Hausbahnsteig
– Erneuerung der Beleuchtung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Vallendar
– Ersatzneubau der beiden Außenbahnsteige mit 76 cm Höhe und 215 m
Länge
– stufenfreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Ersatzneubau der Personenunterführung
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Wiesbaden-Biebrich
– Ersatzneubau beider Bahnsteige mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Neubau Beleuchtung
– Errichtung Bike&Ride-Anlage
– Sanierung Bahnsteigdach am Hausbahnsteig
– Sanierung Bahnsteigdach am Außenbahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
Wiesbaden-Schierstein
– Ersatzneubau Hausbahnsteig mit 55 cm Höhe und 180 m Länge
– Neubau Beleuchtung Hausbahnsteig
– Verlängerung Bahnsteig 2 auf 180 m
– barrierefreie Erschließung durch geneigte Gehwege zu den Bahnsteigen aus
dem öffentlichen Verkehrsraum
– Errichtung Bike&Ride-Anlage
– Sanierung Bahnsteigdach am Hausbahnsteig
– Errichtung eines zweiten Wetterschutzhauses am Außenbahnsteig
– Erneuerung der Ausstattung und des Wegeleitsystems
– ein Dynamischer Schriftanzeiger (DSA+) mit DAB (Digitalem Aushang
Baufahrplan) und ITA (Infotaster) pro Bahnsteig
54. Welche Bahnhöfe werden im Rahmen der Generalsanierung zu
Zukunftsbahnhöfen ausgebaut, und welche der umgesetzten Maßnahmen sind
dafür ursächlich, dass der jeweilige Bahnhof als Zukunftsbahnhof
klassifiziert werden kann (bitte alle auflisten)?
34 von 36 Stationen werden im Rahmen der Korridorsanierung Troisdorf–
Wiesbaden bis Ende 2026 gemäß dem zwischen BMV und DB InfraGO AG
abgestimmten Zielbild Bahnhöfe (Handbuch Zukunftsbahnhöfe) umgesetzt. Für
die Verkehrsstation (VST) Unkel ist derzeit kein Zieljahr für die vollständige
Umsetzung des Zielbilds bekannt. Die VST Neuwied wird nachlaufend im Jahr
2027 aufgrund des Ersatzneubaus des Empfangsgebäudes im Jahr 2027
umgesetzt. Der jeweilige Bahnhof wird als Zukunftsbahnhof klassifiziert, wenn er
die entsprechenden Standards des Zielbilds Bahnhöfe (Handbuch
Zukunftsbahnhöfe) erfüllt. Dazu setzt die DB InfraGO AG Maßnahmen in den
Leistungsbereichen Ausstattung, bauliche Gestaltung, Reiseinformation &
Wegeleitung, Kapazität, Barrierefreiheit, Anlagenstandards und Brandschutz um.
Darüber hinaus stellt sie ein gutes Angebot zum Fahrradparken sicher und strebt die
Aufwertung des Bahnhofsumfelds gemeinsam mit den Kommunen an. Das
Handbuch Zukunftsbahnhöfe ist öffentlich einsehbar.
55. Wie ist der aktuelle Planungsstand zur Gewährleistung eines attraktiven
und leistungsfähigen Schienenersatzverkehrs (SEV) in der Zeit der
Totalsperrung?
Das SEV-Konzept ist durch die Aufgabenträger und die von ihnen für den
SPNV beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen erstellt. Die Fahrzeuge und
das Fahrpersonal sind rahmenvertraglich über die DB InfraGO AG gebunden.
Die Abrufe der Eisenbahnverkehrsunternehmen aus dem Rahmenvertrag sind
erfolgt. Der Fahrplan im Schienenersatzvekehr ist seit dem 25. März diesen
Jahresin den Auskunftsmedien (u. a. in der App DB Navigator) sichtbar.
56. Mit wie vielen Bussen und Fahrern soll der SEV bewerkstelligt werden?
In der Spitze sind ca. 120 Busse und 360 Fahrer im Einsatz.
57. Wie ist der Bauablauf für die folgenden Gewerke jeweils (bitte
aufführen, welche Maßnahmen in welchem Zeitraum durchgeführt werden):
a) Oberbau
b) Leit- und Sicherungstechnik
c) Oberleitungen
d) Telekommunikation
e) Elektrische Energieanlagen (50 Hz)
f) Konstruktiver Ingenieurbau?
Zunächst liegt der Fokus auf der Erneuerung von Gleisen, Weichen und dem
Tiefbau sowie Gründungsarbeiten für Schallschutzwände und Masten. Parallel
dazu oder leicht zeitversetzt erfolgt der Aufbau der Oberleitungsanlagen, wobei
nach dem Stellen der neuen Masten der Fahrdraht gezogen wird. In
verschiedenen Abschnitten können diese Maßnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
stattfinden. Dieser Ablauf kann sich im Projektverlauf verändern, wenn
einzelne Maßnahmen früher oder später beendet werden und sich der Zeitplan der
folgenden Maßnahmen entsprechend ändert.
58. Welche für den Bereich der Generalsanierung geplanten Maßnahmen zur
Verbesserung des Zustands oder der Kapazität sind nicht umsetzbar
gewesen, und welche rechtlichen Limitationen haben die Umsetzung
verhindert (bitte jeweils aufführen)?
Baumaßnahmen, die neues Planrecht erfordern, können aufgrund der kurzen
vorlaufenden Planungszeit nicht umgesetzt werden. Dies betrifft in erster Linie
die Aufweitung von Brücken.
59. Wie viele infrastrukturbedingte Störungen gab es in den letzten fünf
Jahren jeweils im Bereich der Generalsanierung (bitte jeweils in
Stellwerksanlage, Signale, Weichen, Zugfunk, Oberbau, Kabel, Oberleitung und
Zugsicherung unterteilen)?
Strecke 2324 – Troisdorf–Koblenz 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Stromversorgungsanlagen 6 8 2 2 11
Telekommunikationsanlagen 8 4 8 2 4 2
Bauwerke 1 2
Fahrbahn 11 10 15 12 18 2
Bahnübergangssicherungsanlagen 120 172 236 181 207 21
Anlagen Leit- und Sicherungstechnik 409 366 343 260 277 39
Weichen 124 98 114 88 87 12
Strecke 3507 – Wiesbaden – Niederlahnstein 2021 2022 2023 2024 2025 2026
Stromversorgungsanlagen 7 6 4 4 4 1
Telekommunikationsanlagen 11 8 6 4 6
Bauwerke 1
Fahrbahn 18 11 12 11 17 2
Bahnübergangssicherungsanlagen 185 202 185 120 180 23
Anlagen Leit- und Sicherungstechnik 264 253 204 166 155 24
Weichen 26 43 52 43 34 8
60. Bei welchen Anlagen erfolgt im Rahmen dieser Generalsanierung kein
Eins-zu-eins-Ersatz, sondern ein Ersatz z. B. mit Erhöhung der
Abzweiggeschwindigkeit von Weichen, und wie erfolgt hier die Finanzierung
durch den Bund?
– Kamp-Bornhofen: Weiche 1, 2, 3, 9, 10, 11
– Oberlahnstein: Weiche 11, 12
– Niederlahnstein: Weiche 14, 15
– Engers: Weiche 454/455
Die Finanzierung erfolgt jeweils über LuFV-Mittel.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
Relationen
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