Weitere Umsetzung der Projekte des Investitionsgesetzes Kohleregionen und des STARK-Programms sowie Maßnahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen
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Weitere Umsetzung der Projekte des Investitionsgesetzes Kohleregionen und des STARK-Programms sowie Maßnahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/3776
21. Wahlperiode 22.01.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Michael Kellner, Katrin Uhlig, Dr. Sandra Detzer, Dr. Alaa
Alhamwi, Julian Joswig, Sandra Stein, Dr. Paula Piechotta und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Weitere Umsetzung der Projekte des Investitionsgesetzes Kohleregionen und
des STARK-Programms sowie Maßnahmen des Strukturstärkungsgesetzes
Kohleregionen
Mit dem Beschluss des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und des
STARK-Programms wurden für die Menschen in den Braunkohlerevieren viele
Zusagen gemacht, um den Strukturwandel für sie und ihre Regionen erfolgreich
umzusetzen. Über den Umsetzungsstand informiert u. a. die Ende Oktober
2025 veröffentlichte begleitende Evaluierung des Investitionsgesetzes
Kohleregionen (InvKG) und des STARK-Bundesprogramms – Zwischenbericht
2025 – (www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/B/b
egleitende-evaluierung-des-investitionsgesetzes-kohleregionen-und-des-stark-b
undesprogramms.pdf?__blob=publicationFile&v=4).
Hier wird der aktuelle Stand von Maßnahmen abgebildet und werden Erfolge
wie noch nötige Anstrengungen aufgezeigt. Um eine erfolgreiche Umsetzung
der Maßnahmen und eine sinnvolle Ausgabe der Mittel zu sichern, muss bei so
langfristigen Prozessen regelmäßig nachgesteuert werden, dafür bietet der
Bericht eine gute Gelegenheit und Datenbasis.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Hemmnisse konnten bei der Umsetzung der Fördermaßnahmen
identifiziert werden, wie gedenkt die Bundesregierung den Mittelabfluss
in Förderfeldern mit bisher geringem Mittelabfluss zu beschleunigen,
welche Maßnahmen werden ergriffen?
2. Welche Hemmnisse konnten bisher bei den Informationen von
Bürgerinnen und Bürgern festgestellt werden, und welche weiteren Maßnahmen
plant die Bundesregierung, um transparent und verständlich die
Maßnahmen darzustellen und somit Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger zu
ermöglichen?
3. Wie viele der unter § 18 InvKG-Maßnahme geplanten 5 000 Stellen in
Bundesbehörden wurden in den Bundesländern schon realisiert (bitte nach
Behörde, Standort und realisierten Planstellen vs. besetzte Stellen
aufschlüsseln)?
4. Kann die Bundesregierung sicherstellen, dass sich die Wirkung der
Förderprogramme hinsichtlich der § 18 InvKG-Maßnahmen wie ursprünglich
beabsichtig zeitnah entfaltet, und wie unterstützt sie dies?
5. Wie viele Förderanträge wurden im Rahmen des STARK-Programms für
das Förderfeld „Transformationstechnologien“ gestellt, und wie viele
wurden mit welchem Volumen positiv beschieden (bitte Förderungen einzeln
nach Volumen, Revier und Bewilligungsstand aufschlüsseln)?
6. Plant die Bundesregierung eine Fristverlängerung für das Förderfeld über
das Jahresende hinaus, um weiteren Antragstellern die Möglichkeit für
eine Förderung einzuräumen, und wenn nein, warum nicht?
7. Welche Ursachen sieht die Bundesregierung für die Schere beim
Mittelabfluss zwischen der sächsischen Lausitz, wie dem Landkreis Bautzen oder
Nordsachsen und demgegenüber dem Landkreis Görlitz?
8. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung zusammen mit den
Landesregierungen und Kreisen, um eine ausgewogenere Verteilung der
Strukturhilfen in allen Regionen sicherzustellen?
9. Wie erklärt sich die Bundesregierung die unterschiedliche
Gründungsquote (vgl. begleitende Evaluierung, S. 89) und Nutzung der damit
einhergehenden Förderinstrumente, und welche Maßnahmen plant sie, um in
Regionen mit geringer Förderquote weitere Anreize zu setzen?
10. Lagen oder liegen Anträge für Förderung über den Just Transition Fund
(JTF) vor (bitte nach Antragsdatum und Zielregion aufschlüsseln)?
11. Welche Hemmnisse sieht die Bundesregierung für den bisher nicht
erfolgten Mittelabfluss aus dem JTF, und mit welchen Maßnahmen gedenkt die
Bundesregierung eine zukünftige Nutzung dieser Mittel anzuregen?
12. Welche Hemmnisse sieht die Bundesregierung für den bisher nicht
erfolgten Mittelabfluss aus dem Förderbereich 9 (Naturschutz), und mit welchen
Maßnahmen gedenkt die Bundesregierung eine zukünftige Nutzung dieser
Mittel anzuregen?
13. Welche Programme und Initiativen gemäß § 17 InvKG wurden bereits
vollständig realisiert, und in welcher Entwicklungsphase befinden sich die
noch nicht umgesetzten bzw. nicht vollständig umgesetzten Programme
und Initiativen (bitte zu jeder in § 17 InvKG beschriebenen Maßnahme
auflisten)?
14. In welchem Umfang haben die in § 12 InvKG aufgelisteten Städte und
Regionen die zur Verfügung gestellten Mittel abgerufen (bitte zu den
einzelnen Städten und Regionen auflisten)?
15. Welche der im Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen benannten
Verkehrsprojekte wurden bereits vollständig realisiert, und in welcher
Entwicklungsphase befinden sich die noch nicht umgesetzten bzw. nicht
vollständig umgesetzten, aber im Gesetz angekündigten Projekte (bitte zu
jedem einzelnen Verkehrsprojekt auflisten)?
16. Dokumentiert die Bundesregierung die in der Umsetzung der Projekte des
Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen auftretenden bürokratischen
Herausforderungen für die Kommunen, und welche Maßnahmen ergreift die
Bundesregierung bei Auftreten solcher Probleme?
17. In welchem Umfang können insbesondere Infrastrukturprojekte im
Kontext von Bildungs- und Forschungseinrichtungen durch nach Maßgabe des
Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen bereitgestellten Mitteln
gefördert werden?
18. Was unternimmt die Bundesregierung, um die erreichten Fortschritte beim
Strukturwandel zu kommunizieren?
19. Wie nutzt die Bundesregierung die Chance des Umbruchs in den
Kohleregionen in Verbindung mit dem InvKG, um Gleichstellung der
Geschlechter nicht nur zu fördern, sondern auch aufzuholen, wie wird dies
evaluiert?
20. Welche Projekte wurden im Förderbereich 3 „Infrastrukturen der
Daseinsvorsorge“ in der ersten Säule bewilligt (bitte zu jedem einzelnen
Daseinsvorsorgeprojekt nach Revier auflisten)?
21. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung den sogenannten weichen
Standortfaktoren in den Revieren bei, und mit welchen Maßnahmen
gedenkt die Bundesregierung, zukünftig mehr Mittel in die Stärkung dieser
fließen zu lassen?
22. Gibt es Beispiele, wo InvKG-Mittel mit Mitteln aus der
Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)
Synergieeffekte erzielen konnten?
23. Ist in den ehemaligen Kohleregionen der GRW (Gemeinschaftsaufgabe
zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur)-Fördertatbestand
„regionale Daseinsvorsorge“ zum Einsatz gekommen (wenn ja, bitte die
Projekte auflisten)?
24. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zu ergreifen, um die
Erkenntnisse aus den BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung)-Analysen zu den Bevölkerungsprognosen in den
Braunkohlerevieren, z. B. die Notwendigkeit Struktur- und Demografiepolitik
zusammenzudenken und Wachstumsimpulse stärker in die Fläche zu
bringen, zu nutzen (www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/ra
umentwicklung/strukturwandel-braunkohlereviere/strukturwandel-demogr
afische-entwicklung-braunkohlereviere/01-start.html )?
25. Sieht die Bundesregierung weitere Möglichkeiten im Rahmen des InvKG,
Kofinanzierung von Bundesmaßnahmen zu ermöglichen, wenn nein,
warum nicht, und wenn ja, welche?
26. Plant die Bundesregierung, über STARK die Möglichkeiten der Förderung
für Unternehmen auszuweiten, und wenn ja, wie?
27. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand des PtX Labs in der Lausitz, und bis
wann sollen Vergabe und Umsetzung abgeschlossen sein?
28. Im vorhergehenden begleitenden Bericht (vgl. www.iwh-halle.de/publikat
ionen/detail/begleitende-evaluierung-des-investitionsgesetzes-kohleregion
en-invkg-und-des-stark-bundesprogramms-zwischenbericht-vom-3006
2023) wird der Fachkräftemangel als eine mögliche Wachstumsbremse
der Regionen benannt, welche Maßnahmen wurden ergriffen, um dieses
Problem zu adressieren?
29. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung mit den Ländern, um
Projektauswahl und Förderungen in Regionen wie Sachsen-Anhalt, mit
bisherigem Fokus auf den Schwerpunkt der z. B. wirtschaftsnahen
Infrastruktur, auf Fragen wie Arbeitskräftesicherung und Anwerbung zu
lenken?
Berlin, den 14. Januar 2026
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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