Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus (Antwort zu Drs. 21/6640)
Text
Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus (Antwort zu Drs. 21/6640)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6941
21. Wahlperiode 06.07.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Stephan Brandner und der
Fraktion der AfD
– Drucksache 21/6640 –
Bilanz des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung für
jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Zahl der Beauftragten, Koordinatoren und Sonderbeauftragten der
Bundesregierung betrug mit Stand vom 1. Januar 2025 43, im Jahr 2024 waren es
sogar 45, im Jahr 2023 42, im Jahr 2022 35, im Jahr 2021 39, in den Jahren
2000 bis 2002 waren es 19 (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/2362). Laut der Liste der Beauftragten
der Bundesregierung, der Bundesbeauftragten sowie der Koordinatoren bzw.
Koordinatorinnen der Bundesregierung nach § 21 Absatz 3 der Gemeinsamen
Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) sind es mit Stand vom Juli
2025 27 (www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/t
hemen/ministerium/liste-beauftragte-bundesregierung.html). Es stellt sich den
Fragestellern die Frage, welchen konkreten Mehrwert diese zusätzlichen
Regierungsstrukturen gegenüber den bestehenden Zuständigkeiten der
Bundesministerien und nachgeordneten Behörden tatsächlich leisten. Vor diesem
Hintergrund besteht in ihren Augen ein erhebliches öffentliches und
parlamentarisches Interesse daran, Umfang, Tätigkeit, Kosten, tatsächliche
Zuständigkeiten sowie den messbaren Nutzen des Beauftragten der Bundesregierung für
jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
transparent nachzuvollziehen. Gerade angesichts zusätzlicher Personal-,
Verwaltungs- und Haushaltsressourcen stellt sich ihnen die Frage, ob durch die
Einrichtung des Amtes ein konkreter operativer oder koordinierender Mehrwert
erzielt wurde oder ob Doppelstrukturen zu bereits bestehenden
Zuständigkeiten entstanden sind. Die nachfolgenden Fragen sollen daher dazu beitragen,
Aufgabenwahrnehmung, Ressourceneinsatz, Steuerungswirkung und
Zielerreichung des Beauftragten im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode
nachvollziehbar zu machen.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 6. Juli 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie viele Planstellen und Stellen standen dem Beauftragten der
Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen
Antisemitismus im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode zur
Verfügung, wie viele dieser Stellen waren besetzt, und welche
Besoldungsbzw. Entgeltgruppen sind den jeweiligen Planstellen und Stellen
zugeordnet (bitte einzeln auflisten)?
Dem Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen
Antisemitismus (im Folgenden als „der Beauftragte“ bezeichnet) standen im
ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode insgesamt 4 Planstellen/Stellen mit
den Besoldungs- bzw. Entgeltgruppen 1x E 14, 1x A13h, 1x E11, 1x E8 zur
Verfügung. Diese waren vollständig besetzt.
2. Wurden seitens des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches
Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus seit Beginn
der aktuellen Legislaturperiode externe Dienstleister beauftragt im Jahr,
und wenn ja, welche Dienstleister wurden mit welchem finanziellen
Volumen für welche Tätigkeiten beauftragt?
Angaben zu Umsätzen einzelner Unternehmen betreffen das durch Artikel 12
des Grundgesetzes (GG) geschützte Recht auf Wahrung von Betriebs- und
Geschäftsgeheimnissen. Aus der verfassungsrechtlich gebotenen Abwägung
zwischen dem parlamentarischen Informationsinteresse und dem Schutz des
genannten Grundrechts folgt, dass die Preisgabe von Umsatzdaten zur Erreichung
des Kontrollzwecks nicht angemessen ist, da sie zu Wettbewerbsnachteilen für
die betroffenen Marktteilnehmer führen würde. Gleiches gilt für die Nennung
von Einzelunternehmen und Freiberuflern, da die Offenlegung dieser
personenbezogenen Finanzdaten unverhältnismäßig in das Recht auf informationelle
Selbstbestimmung (Artikel 2 Absatz 1 i. V. m. Artikel 1 Absatz 1 GG) sowie
die Berufsfreiheit (Artikel 12 Absatz 1 GG) der Betroffenen eingreift. Die
Antwort zu Frage 2 (Anlage 1) wird aus diesem Grund als Verschlusssache (VS)
mit dem Geheimhaltungsgrad „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft.*
3. Wie viele Dienstreisen absolvierte der Beauftragte der Bundesregierung
für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen
Antisemitismus im ersten Jahr der aktuellen Legislaturperiode
a) innerhalb Deutschlands und
b) außerhalb Deutschlands,
welche Kosten entstanden hierbei jeweils (bitte einzeln unter Angabe des
Datums auflisten), welche Reiseziele wurden zu welchem Zweck
aufgesucht, wie groß waren die jeweiligen Delegationen, wurden die Reisen
von externen Personen begleitet, und wenn ja, von welchen, und warum?
Es wird auf die Anlage 2 verwiesen.** Zur Größe der Delegationen liegen
keine Daten vor.
* Das Bundesministerium des Innern hat die Antwort als „VS-Geheim“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und
kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
** Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/6941 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
4. Entstanden dem Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben
in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Ausgaben für
Öffentlichkeitsarbeit, und wenn ja, in welcher Höhe, und für welche
Maßnahmen?
Es entstanden Kosten für folgende Maßnahmen:
Broschüren zu Henny Brenner Preis 5 468,05 Euro
Henny Brenner Preis 12 749,30 Euro
Leuchtbuchstaben #weremember 18 445,00 Euro
Anzeigen für Pessach und Rosch ha-Schana 3 927,00 Euro
Betreuung der Internetseite des Beauftragten 458,15 Euro
5. Nutzt der Beauftragte Kanäle sozialer Medien, und wenn ja, welche, zu
welchem Zweck, und welche Reichweiten, Interaktionen oder sonstigen
Kennzahlen wurden hierbei erzielt?
Nein.
6. Welche konkreten Maßnahmen, Initiativen oder Projekte wurden seitens
des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in
Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus angestoßen oder umgesetzt,
hat der Beauftragte Gesetzesvorhaben begleitet, und wenn ja, um welche
Gesetzesvorhaben handelt es sich?
Organisation Projekt
Mideast Freedom Forum Berlin e. V. Bildungsbaustein Israel
Bürger Europas e. V. Mazel Tov Quiz
Anne Frank Zentrum Anne Frank Botschafter*innen –
Gegen Antisemitismus und für
Demokratie
Amadeu Antonio Stiftung Bildungs- und Aktionswochen gegen
Antisemitismus 2025
democ e. V. MAAP – Monitoring und Analyse
antisemitischer Protestdynamiken
Evangelische Akademie
Sachsen‑Anhalt
Entstehung eines außerschulischen
Lernortes Judensau Wittenberg
Ha-Kesher Schultour 2024
IIBSA Regionaltreffen
Antisemitismusprävention und -bekämpfung
Zeugen der Zeitzeugen e. V. Aktiv gegen Antisemitismus –
Projekttage an Schulen
Institut für neue Soziale Plastik Kultur, Partnerschaften –
Antisemitismuskritik, Kunst und Kultur
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in
Deutschland e. V.
Digitalität steigern –
Zukunftssicherung der jüdischen Gemeinden
Jewish Chamber Orchestra Munich
gGmbH
20 Jahre Jewish Chamber Orchestra
Munich
Deutscher Chorverbands e. V. Chormusikalische Erinnerungskultur
CER Conference of European Rabbis
Stiftung
Jewish Ambassador Program
(Welcome a Rabbi)
XRbit gUG „Gesetz zum Leben – Wie jüdische
Kontingentflüchtlinge in Deutschland
ankamen“
Organisation Projekt
Gegen das Vergessen e. V. GEGEN DAS VERGESSEN macht
Schule
Förderverein Usedomer
Musikfreunde e. V.
Internationale Tage jüdischer Musik
2025 – Hine ma tov – Wie gut und
wie angenehm ist es, wenn Brüder
einträchtig miteinander wohnen
Lucian Plessner Vortrag und Konzert zur Geschichte
und Bedeutung jüdischer Musik in
Deutschland
Union progressiver Juden in
Deutschland K.d.ö.R.
Offensichtliche Jüdinnen – Interviews,
Portraits und Bildungsangebot über
das Äußere und Innere von Jüdinnen
in Deutschland heute
Arbeitsgemeinschaft Jugend und
Bildung e. V.
ExpressJU – Jüdische Identität kreativ
entdecken – Kunst als Brücke zu
Dialog und Verständnis
Dialogue Perspectives. Discussing
Religions and Worldviews e. V.
Dagesh-Studio on the Road
In Bezug auf den in der Frage genannten Zeitraum der 21. Wahlperiode gilt
hinsichtlich der Begleitung von Gesetzesvorhaben weiterhin die Aussage in der
Antwort der Bundesregierung zu Frage 127 der Großen Anfrage der Fraktion
der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/6171.
7. Wurden seitens des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches
Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus
Strategiepapiere, Berichte oder Konzepte erstellt, wenn ja, um welche handelt es
sich, wurden diese veröffentlicht, und wenn nein, warum nicht?
Das Förderkonzept des Jüdischen Kulturfonds wurde erstellt und auf der
Internetseite des Beauftragten veröffentlicht.
8. Verfolgt der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in
Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Ziele, die im
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD genannt werden, wenn ja, um
welche Ziele handelt es sich, konnten diese bereits umgesetzt werden,
und wenn nein, warum nicht?
Der Koalitionsvertrag adressiert das Thema Antisemitismusbekämpfung an
unterschiedlichen Stellen. Der Beauftragte verfolgt die Ziele, die im
Koalitionsvertrag bezüglich der Bekämpfung von Antisemitismus und dem Schutz
jüdischen Lebens genannt werden, gemäß seiner Zuständigkeit.
Der Arbeitsauftrag des Beauftragten gründet auf konkreten Forderungen, die
der Beschluss des Deutschen Bundestages „Antisemitismus entschlossen
bekämpfen“ vom 17. Januar 2018 (Bundestagsdrucksache 19/444) beinhaltet und
die auf den Bericht des Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus
(Bundestagsdrucksache 18/11970) zurückgehen.
Demnach sollte die oder der Antisemitismusbeauftragte sich
schwerpunktmäßig folgenden Aufgaben widmen:
• ressortübergreifende Koordination der Maßnahmen der Bundesregierung
zur Bekämpfung des Antisemitismus,
• Ansprechpartner/in für Belange jüdischer Gruppen und gesellschaftlicher
Organisationen, auch international mit Blick auf die EU und UN,
• Ansprechpartner/in und Vermittler/in für Antisemitismusbekämpfung durch
Bund, Länder und Zivilgesellschaft,
• Koordinierung einer „Gemeinsamen Bund-Länder-Kommission zur
Bekämpfung von Antisemitismus und zu Schutz jüdischen Lebens“,
• Sensibilisierung der Gesellschaft für aktuelle und historische Formen des
Antisemitismus durch Öffentlichkeitsarbeit sowie politische und kulturelle
Bildung;
Mit exekutiven Befugnissen wurde der Beauftragte nicht ausgestattet.
Dennoch setzt sich der Beauftragte dafür ein, dass Änderungen geprüft und
erforderlichenfalls initiiert werden. Exemplarisch wird darauf verwiesen, dass er,
gemeinsam mit der „Gemeinsamen Bund-Länder-Kommission zur
Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens“ (BLK), deren Co-
Vorsitz er inne hat, gefordert hatte, dass Schulen von Antisemitismusforschung
stärker profitieren und Lehrkräfte befähigt werden, Antisemitismus zu
erkennen und dagegen vorzugehen.
Die von der BLK, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der
Kultusministerkonferenz (KMK) herausgegebene Handreichung zur Verankerung des
Themas Antisemitismus in der Lehrkräftebildung wurde von der
Bildungsministerkonferenz, der Kommission Lehrkräftebildung sowie der
Schulkommission verabschiedet. Ziel der Handreichung ist es, die Befähigung von Lehrkräften
in allen Phasen der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu stärken, damit sie
Antisemitismus erkennen, pädagogisch angemessen darauf reagieren und jüdisches
Leben in seiner Vielfalt vermitteln können. Das Dokument bietet
wissenschaftlich fundierte Grundlagen, didaktische Empfehlungen sowie praxisorientierte
Hinweise zur Prävention und Intervention.
Die Broschüre Qualitätsmerkmale für Bildungsmedien zur Förderung
antisemitismuskritischer Kompetenzen, die unter der Schirmherrschaft des Beauftragten
veröffentlicht wurde, definiert zentrale Standards für Lehrmaterialien und trägt
damit dem wachsenden Bedarf an fundierter Antisemitismusprävention im
Bildungsbereich Rechnung. Das Dokument benennt insgesamt 18
Qualitätskriterien, die sicherstellen sollen, dass Bildungsmedien jüdisches Leben differenziert
darstellen, stereotype Bilder vermeiden und Empathie sowie historische
Kontextualisierung fördern. Es werden dabei nicht nur didaktische, sondern auch
ethische und demokratiepädagogische Anforderungen an Bildungsinhalte
formuliert. Ziel ist es, antisemitismuskritische Perspektiven systematisch in der
Bildungsarbeit zu verankern – von der Elementarstufe bis in die
Erwachsenenbildung.
Der Henny Brenner Preis wurde im Dezember 2025 von dem Beauftragten, in
Kooperation mit der KMK ausgelobt. Diese Auszeichnung würdigt
herausragende Schulbücher, die jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart
fachlich fundiert, differenziert und didaktisch hochwertig darstellen – und sich
zugleich aktiv gegen Antisemitismus richten. Der Preis wurde in zwei Kategorien
vergeben. Die erste Kategorie zielte auf Schulbücher ab, die sich an die
Primarstufe richten, die zweite Kategorie auf Schulbücher für die Sekundarstufe.
In seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und in seiner täglichen Arbeit hat
sich der Beauftragte regelmäßig für die Sicherheit von Jüdinnen und Juden und
für Antisemitismusbekämpfung in unterschiedlichen gesellschaftlichen
Bereichen eingesetzt.
9. Hat der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in
Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus dem Deutschen
Bundestag oder dessen Ausschüssen schriftliche oder mündliche Berichte
erstattet, und wenn ja, wann, in welcher Form und zu welchen Themen?
Der Beauftragte hat im Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 12.
November 2025 im Rahmen des Tagesordnungspunktes „Bericht der
Bunderegierung zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland“ und am 6. Mai 2026 im
Rahmen des Tagesordnungspunktes „Bericht der Bundesregierung über die
Bedrohungslage in Deutschland und Europa infolge des Iran-Kriegs, insbesondere
für Jüdinnen und Juden sowie israelische Einrichtungen“ vorgetragen. Ein
schriftlicher Bericht ist nicht erfolgt.
10. Wurden durch die Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, um die
Transparenz der Arbeit des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches
Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus gegenüber
dem Deutschen Bundestag und der Öffentlichkeit zu erhöhen, und wenn
ja, welche?
Der Beauftragte steht im regelmäßigen Austausch mit den Mitgliedern des
Deutschen Bundestages. Zudem informiert er die Öffentlichkeit durch seine
Internetseite, Veranstaltungen und zahlreiche Interviews.
11. Besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in
Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus im ersten Jahr der
aktuellen Legislaturperiode internationale Konferenzen oder
sicherheitspolitische Foren, und wenn ja, welche?
Die Teilnahme des Beauftragten ergibt sich aus der Übersicht auf die Antwort
zu Frage 3.
12. Anhand welcher quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet die
Bundesregierung die Wirksamkeit der Tätigkeit des Beauftragten der
Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf
gegen Antisemitismus?
Die Aufgaben des Beauftragten sind in der Antwort zu Frage 8 dargestellt. Die
dort genannten Aufgaben hat er erfüllt.
13. Welche Ziele konnten nach Einschätzung der Bundesregierung im ersten
Jahr der aktuellen Legislaturperiode nicht erreicht werden, und aus
welchen Gründen?
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 12 und 14 verwiesen.
14. Ist eine Evaluation der Tätigkeit des Beauftragten der Bundesregierung
für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen
Antisemitismus vorgesehen, und wenn ja, wann, und durch wen?
In Bezug auf den in der Frage genannten Zeitraum der 21. Wahlperiode gilt
weiterhin die Aussage in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 132 der
Großen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/6171.
15. Welche messbaren Erfolge bewertet die Bundesregierung selbst als die
wesentlichen Ergebnisse des ersten Jahres der Tätigkeit des Beauftragten
der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf
gegen Antisemitismus?
In Bezug auf den in der Frage genannten Zeitraum der 21. Wahlperiode gilt
weiterhin die Aussage in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 128 der
Großen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 21/6171.
Anlage 2 zur Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage des Abgeordneten Stephan Brandner und der Fraktion der AfD
BT-Drucksache 21/6640
Jahr Datum Reiseziel Reisezweck Inland/Ausland Gesamtkosten
2025 02./03.04. Köln Jahresempfang der Synagogengemeinde Köln Inland 427,80
2025 05./06.05. Dresden Bund-Länder-Kommission Arbeitstreffen Inland 202,42
2025 17.06. Rendsburg Verleihung Leo Trepp Schülerpreis Inland 226,00
2025 08.07. Bergisch-Gladbach Kuratoriumssitzung der Bethelstiftung Inland 278,20
2025 10.-12-07 Frankfurt/Main Podiumsdiskussion Historikerverband Inland 446,40
2025 15./16.07. Rostock Teilnahme Gedenkveranstaltung zum Leben von A. Dreyfuß Inland 276,50
2025 19.08. Kiel Besuch der jüdischen Gemeinde Kiel, Interview Inland 145,20
2025 20./21.08. Weimar Eröffnung Kulturfestival Weimar 2025 Inland 280,65
2025 25.08.-09.09. Darmstadt Gedenkveranstaltung Eberstädter Synagoge/Synagogenkonzert Frankfurt Inland 96,00
2025 12.09. Hanover Teilnahme an der Sprechertagung Inland 244,20
2025 16.09. Halle Treffen der Antisemitismusbeauftragten der GStAen Inland 126,50
2025 25.-29.09. München Buchvorstellung der Rosenberger eGmbH Inland 268,90
2025 04.-0610. Flörsheim Teilnahme an Veranstaltung Inland 288,75
2025 08./09.10. Meckenheim Gesprächstermine BKA Meckenheim Inland 428,29
2025 27.10. Hannover Ausstellungseröffnung Aktionstag „Vielfältiges jüdisches Leben“ Inland 0,00
2025 02.-05.11. Fulda, Aachen Konzertteilnahme/Tagung AG Antisemitismus Inland 232,20
2025 05./06.11. Rostock Gespräche Jüdische Gemeinde/ mit OB'n Rostock Inland 82,15
2025 09./10.11. Karlsruhe, Nürnberg, Erfurt Gedenkveranstaltung/ DATEV Diversity Talk/ Gedenkveranstaltung Reichsprogromnacht Inland 252,95
2025 18.11. Hannover Teilnahme Kuratoriumssitzung der Siegmund Seligmann Stiftung Inland 92,00
2025 20./21.11. Warschau Teilnahme an der IJL-Konferenz Ausland 48,34
2025 26./27.11. Paris Teilnahme an der OCLCH Konferenz Ausland 67,20
2025 03./04.12. Darmstadt Teilnahme an der Kuratoriumssitzung der ENTEGA Inland 232,40
2025 17./18.12. Rom Workshop zur Bekämpfung des Antisemitismus Ausland 700,50
2026 13./14.01. Brüssel Teilnahme an der Sitzung der EU-Arbeitsgruppe Antisemitismus Ausland 91,60
2026 26./27.01. Münhcen und Dortmund Teilnahme Chidon Hatanach 2026/Holocaustgedenktag Inland 376,40
2026 06.-10.02. St. Gallen Teilnahme an OSZE-konferenz Ausland 728,12
2026 14./15.02. Herford Teilnahme an Podiumsdiskussion/Konzert der Jüdischen Gemeind Inland 134,55
2026 16./17.02. Genua Vortrag am Goethe-Institut Ausland 695,16
2026 24./25.02. Münster Vortrag an der DHS der Polizei/ Teilnahme Bildungstagung Inland 276,08
2026 27.02. Hamburg Teiln Jugendkongress Zentralwohlfahrt Juden in Deutschland Inland 143,70
2026 05./06.03. Erfurt Teilnahme 65. „Tage der Begegnung" Inland 212,87
2026 07.-21.03. Mainz Teilnahme Bund-Länder-Komission der Antismitismusbeauftragten/Redaktionsbesuch Hess. Rundfunk Inland 104,60
0,00
Gesamtsumme 8.206,63
Reisekosten BA Klein
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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