Dritter Bericht über den Umsetzungsstand der Anhebung der Altersgrenzen nach § 45 Absatz 4 des Soldatengesetzes
Text
Dritter Bericht über den Umsetzungsstand der Anhebung der Altersgrenzen nach § 45 Absatz 4 des Soldatengesetzes
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7072
21. Wahlperiode 30.06.2026
Unterrichtung
durch die Bundesregierung
Dritter Bericht über den Umsetzungsstand der Anhebung der Altersgrenzen
nach § 45 Absatz 4 des Soldatengesetzes
Inhal tsverzeichnis
Seite
1 Vorbemerkungen ................................................................................. 2
2 Dienstrechtsneuordnungsgesetz – Änderungen des Soldatengesetzes
– Berichtspflicht .................................................................................. 2
3 Entwicklung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters 2022
bis 2029 ............................................................................................... 3
4 Anlage ................................................................................................. 4
Zugeleitet mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 25. Juni 2026 gemäß § 45 Absatz 4 des
Soldatengesetzes.
1 Vorbemerkungen
Der Deutsche Bundestag wurde mit Bundestagsdrucksache 19/7144 vom 16. Januar 2019 erstmalig gemäß § 45
Absatz 4 des Soldatengesetzes (SG) über die festgeschriebene Steigerung des durchschnittlichen
Zurruhesetzungsalters aller Berufssoldatinnen und Berufssoldaten um zwei Jahre bis 2024 unterrichtet. Danach gilt es, alle
vier Jahre erneut zu berichten. Mit Bundestagsdrucksache 20/4650 vom 23. November 2022 wurde daher zum
zweiten Mal unterrichtet. Nach vier Jahren ist erneut zu berichten.
Der vorliegende dritte Bericht umfasst die Ist-Daten im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2025
und enthält im Weiteren eine Prognose bis zum 31. Dezember 2029.
2021 wurde bereits die für 2024 gesetzlich vorgegebene Steigerung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters
der Berufssoldatinnen und Berufssoldaten um zwei Jahre von 55,2 auf über 57,2 erreicht. Das
Zurruhesetzungsalter wird sich auch nach derzeitiger Prognose bis 2029 weiter auf diesem Niveau verstetigen. Etwaige
Nachsteuerungsmaßnahmen in Ergänzung zu den bereits getroffenen Maßnahmen sind daher derzeit nicht erforderlich.
Im vorliegenden Bericht werden nach einer kurzgefassten Einführung zur gesetzlichen Grundlage im zweiten Teil
die Fortentwicklung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters mit Bewertung und eine Prognose zur weiteren
Entwicklung bis Ende 2029 aufgezeigt. In der Anlage erfolgt analog zu den vorherigen Berichten eine detaillierte
statistische Aufbereitung der Fortentwicklung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters bezogen auf
Laufbahnen und Dienstgrade.
2 Dienstrechtsneuordnungsgesetz – Änderungen des Soldatengesetzes – Berichtspflicht
Die angesprochene Berichtspflicht ergibt sich aus § 45 Absatz 4 SG. Die jetzige Fassung hat § 45 SG mit dem am
12. Februar 2009 in Kraft getretenen Dienstrechtsneuordnungsgesetz vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160 –
DNeuG) erhalten.
Wortlaut des § 45 Absatz 4 SG
„Das durchschnittliche Zurruhesetzungsalter aller Berufssoldaten liegt ab 2024 um mindestens zwei Jahre über
dem Zurruhesetzungsalter nach dem Stand vom 1. Januar 2007. Das Bundesministerium der Verteidigung
berichtet hierüber alle vier Jahre dem Deutschen Bundestag, erstmals im Jahr 2018.“
Amtliche Begründung
In der Bundestagsdrucksache 16/7076 wurde zu der Erhöhung der Altersgrenzen in § 45 SG im Rahmen des
DNeuG ausgeführt:
„Um jedoch Wirkungsgleichheit mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters und den Steigerungen im
Beamtenbereich sicherzustellen, gibt Absatz 4 vor, ab 2024 ein durchschnittliches Zurruhesetzungsalter zu erreichen, das
um mindestens zwei Jahre über dem Zurrruhesetzungsalter nach dem Stand vom 1. Januar 2007 liegen muss.
Dieses wird unter anderem dadurch erreicht, dass allein das Erreichen der besonderen Altersgrenze nicht Anlass
für eine Versetzung in den Ruhestand ist, sondern Berufssoldatinnen und Berufssoldaten, insbesondere
hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten, die überwiegend in wenig körperlich fordernden und belastenden
Verwendungen eingesetzt sind, bedarfsbezogen deutlich über die besondere Altersgrenze hinaus im Dienst
verbleiben. Das durchschnittliche Lebensalter aller wegen Überschreitens oder Erreichens einer Altersgrenze in den
Ruhestand versetzten oder in den Ruhestand getretenen Berufssoldatinnen und Berufssoldaten betrug am 1.
Januar 2007 55,2 Jahre.
Zum Umsetzungsstand der Anhebung der Altersgrenzen ist dem Deutschen Bundestag beginnend ab dem Jahr
2018 zu berichten, um neben einer Bestandsaufnahme gegebenenfalls frühzeitig notwendige Nachsteuerungen
veranlassen zu können.“
3 Entwicklung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters 2022 bis 2029
Die erste Übersicht zeigt die Anzahl der jährlichen Zurruhesetzungen von 2022 bis 2025 mit dem jeweiligen
Durchschnittsalter.
Die zweite Übersicht zeigt die vorgesehenen jährlichen Zurruhesetzungen von 2026 bis 2029 basierend auf dem
Datenbestand mit Stand 31. Dezember 2025.
Die tatsächliche Entwicklung der durchschnittlichen Zurruhesetzungsalter verlief entsprechend der in den
vorherigen Berichten ergangenen Prognosen. Bereits im Jahr 2021 wurde die bis zum Jahr 2024 gesetzlich geforderte
Steigerung des durchschnittlichen Zurruhesetzungsalters um zwei Jahre von 55,2 auf über 57,2 erreicht.
Die Prognose bis Ende 2029 zeigt eine Verstetigung der durchschnittlichen Zurruhesetzungsalter auf diesem
Niveau auf, sodass derzeit und absehbar Nachsteuerungsmaßnahmen in Ergänzung zu den bereits getroffenen
Maßnahmen nicht erforderlich sind.
Jahr der Zurruhesetzung 2022 2022 2023 2023 2024 2024 2025 2025
Anzahl Alter Anzahl Alter Anzahl Alter Anzahl Alter
1.536 57,50 1.883 57,54 1.860 57,52 2.008 57,81
Jahr der Zurruhesetzung 2022 2022 2023 2023 2024 2024 2025 2025
Anzahl Alter Anzahl Alter Anzahl Alter Anzahl Alter
2.042 57,48 2.310 57,40 2.396 57,61 2.314 57,39
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Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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