Johanssen+Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH
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Johanssen+Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH
Tätigkeit: Beratungsunternehmen, selbständige Beraterin oder selbständiger Berater
Johanssen + Kretschmer betreibt strategische Interessenvertretung, indem wir unsere Kunden in politisch relevanten Themen nachhaltig positionieren und sie im Austausch mit zentralen Entscheidungsträgern begleiten. Im Mittelpunkt steht der systematische Aufbau von Beziehungskapital – also eines belastbaren Vertrauensverhältnisses zu politischen und gesellschaftlichen Stakeholdern. Dadurch stärken wir die Deutungshoheit unserer Kunden und verbessern ihre Ausgangsposition in zentralen politischen und öffentlichen Debatten. Grundlage dafür ist die kontinuierliche Analyse politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle sowie die konsequente Ausrichtung der Public- und Stakeholder-Affairs-Arbeit an vermittelbaren Interessen.
Im Auftrag und für unsere Kunden erarbeiten wir gemeinsam mit freien Beratern aus unserem Netzwerk PA-Strategien, analysieren das politische und gesellschaftliche Umfeld, monitoren politische Debatten und Gesetzgebungsinitiativen in Land, Bund und EU, organisieren Dialogformate zwischen Kunde und Politik und schaffen Stakeholder-Allianzen. Darüber hinaus setzt JK Lobbymaßnahmen für Kunden selbst um und nutzt dafür direkte Ansprache der registerrelevanten Zielgruppen.
Interessenbereiche: Industriepolitik; Wissenschaft, Forschung und Technologie; Allgemeine Energiepolitik; EU-Binnenmarkt; Güterverkehr; Arzneimittel; Außenwirtschaft; Fossile Energien; Sonstiges im Bereich "Gesundheit"; Sonstiges im Bereich "Umwelt"; Internationale Beziehungen; Schienenverkehr; Datenschutz und Informationssicherheit; Klimaschutz; Immissionsschutz; Straßenverkehr; Wettbewerbsrecht; Energienetze; EU-Gesetzgebung; Sonstiges im Bereich "Außenpolitik und internationale Beziehungen"; Handel und Dienstleistungen; Erneuerbare Energien; Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe; Verkehrsinfrastruktur; Digitalisierung; Sonstiges im Bereich "Bildung und Erziehung"; Kommunikations- und Informationstechnik; Sonstiges im Bereich "Wirtschaft"; Ländlicher Raum; Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz; Automobilwirtschaft; Gesundheitsversorgung
Regelungsvorhaben:
- Nutzung innovativer Förderinstrumente in der Energiewende: Konzentration der begrenzt verfügbaren staatlichen Zuschussmittel auf alternativlose Anwendungsfälle in der Wärmewende. Stemmen der Hauptlast der der Finanzierung durch staatliche Förderkredite und Bürgschaften. Anpassung der Anforderungen von Krediten an realwirtschaftliche Vorgaben. Schaffung eines nachhaltigen Finanzierungsinstrumentes außerhalb der Schuldenbremse. Aufstockung von Eigenkapital der Förderbanken. Nutzung weiterer innovativer Finanzierungsmodelle wie Beteiligungen wie Bürgerfonds vor Ort, Öffentlich-Private Kooperationsmodelle, Energiewende-Fonds und Blended-Finance Modelle.
- Umsetzung sektorübergreifender Planungen in der Wärmewende: Einführung einer sektorübergreifenden Planung nach dem Least Cost Planning-Prinzip auf kommunaler Ebene. Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung als Energieleitplanung. Fokussierung des öffentlichen Mitteleinsatzes auf sektorübergreifende Ansätze. Berücksichtigung des Umfelds und der Siedlungsstrukturen.
- Umsetzung der Ergebnisse des Fernwärmegipfels 2023: Umsetzung der Ergebnisse des Fernwärmegipfels durch Anpassung der WärmeLV und der AVBFernwärmeV
- Stärkung des emissionsarmen Güterverkehrs im ländlichen Raum: Die ländlichen Regionen tragen zu rund 50 Prozent zum BIP bei und sind Heimat von einem Großteil des Mittelstands. Zudem haben die Regionen gemeinsam, dass ihr Anschluss an die Verkehrsinfrastruktur im Vgl. zu urbanen Gebieten deutlich schlechter ausgeprägt ist. Ihre Anbindung an den (Güter-)Schienenverkehr ist unterrepräsentiert und stellt bei der Dekarbonisierung der Logistik einen Standortnachteil dar. Dieser Nachteil wird durch weitere Lenkungsinstrumente verstärkt. Dadurch gibt es auf dem Land einen hohen Anteil an straßengebundenem Transport mit entsprechenden Emissionen der größtenteils fossilen Antriebe. Es gilt daher gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen im ländlichen Raum im Vergleich zu Metropolregionen herzustellen, um die Dekarbonisierung der Logistik voranzubringen.
- Kreislauf von PET-Flaschen ermöglichen: Bottle-to-Bottle stärken: Nur mit einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft nach dem Bottle-to-bottle Prinzip kann die Getränkewirtschaft langfristig und wirtschaftlich die europäischen Ambitionen abbilden. Ein gesicherter Erstzugriff auf die Rezyklate in Verbindung mit den Vorgaben der EU würde den Unternehmen der Getränkebranche langfristig die Erreichung von CO2-Einsparungszielen im Bereich der Verpackungen ermöglichen. Gerolsteiner setzt sich daher für die Etablierung geschlossener rPET Stoffkreisläufe im Sinne eines High Quality Recycling für Getränkeflaschen ein.
- Anpassung der Rahmenbedingungen für Investitionen in PtX- und Wasserstoffprojekte: Bessere finanzielle Ausstattung bestehender Instrumente zum Hochlauf grüner PtX-Produkte, insbesondere H2Global und European Hydrogen Bank (Auction as a Service)
Entwicklung weiterer Maßnahmen, die insbesondere die Anreize und Finanzierungsperspektiven für die Produktion, den Transport und die Anwendung setzen.
- Keine überschießenden, nationalen Souveränitätsregeln, die zusätzliche Markthürden für non-EU Cloud-Provider einführen: Die Bundesregierung soll nationale Regelungen betreffend digitale Souveränität basierend auf EUCS und den Implementing Act so gestalten, dass sie nicht im Widerspruch zur europäisch formulierten und harmonisierten Cloud Security-Vorgaben stehen und insbesondere nicht immunity requirements auf nationaler Ebene einführen, die zu einem rechtlich/faktischen Ausschluss nicht-europäischer Cloudanbieter führen könnten.
- Rechtliche Verankerung der Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierung: Der Gesetzgeber soll im Rahmen der anstehenden Reform der Notfallversorgung die Smartphone-basierte Ersthelfer-Alarmierung (SbEA) gesetzlich verankern, um die medizinische Versorgung nachhaltig zu verbessern und somit zur Rettung tausender Menschenleben pro Jahr in Deutschland beizutragen.
- Praxisnahe Umsetzung des NIS-2-Umsetzungsgesetzes: Das NIS-2-Umsetzungsgesetz muss sicherstellen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland weiterhin mit hoher Geschwindigkeit vorangeht. Sicherheitsanforderungen sollten risikobasiert und technologieoffen ausgestaltet werden. Ein pauschaler Ausschluss bestimmter Komponenten oder Hersteller birgt die Gefahr von Marktverwerfungen und Lieferengpässen. Wir plädieren daher für einen pragmatischen Dreiklang aus Risikomanagement, marktorientierter Industrieförderung und internationaler Integration.
Betroffenes Gesetz: Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie und zur Regelung wesentlicher Grundzüge des Informationssicherheitsmanagements in der Bundesverwaltung.
- Resiliente und wettbewerbsfähige Ausgestaltung von Lieferketten: Ausschreibungen müssen Kriterien wie Nachhaltigkeit, Cybersicherheit und lokale Wertschöpfung berücksichtigen – nicht nur den Preis. So lassen sich resiliente Lieferketten und faire Marktbedingungen fördern. Die Umsetzung muss pragmatisch geschehen – durch kluge Gewichtung und nur im Zusammenspiel mit einer aktivierenden Industriepolitik. So braucht es parallel gezielte industriepolitische Maßnahmen zur Kapazitätsausweitung europäischer Hersteller.
- Strategischer Umgang mit nicht-europäischen Herstellern von Onshore-Windenergieanlagen: Im Gegensatz zur Solarindustrie weist die Windkraftbranche eine höhere Wertschöpfungstiefe und Arbeitsplatzintensität auf – ein strategisch differenzierter Umgang mit nicht-europäischen Herstellern ist daher geboten. Ein genereller Ausschluss dieser Anbieter würde Chancen auf lokale Wertschöpfung und Beschäftigung in Europa verhindern. Stattdessen sollten politische Maßnahmen darauf abzielen, Hersteller zur Produktion in Europa zu bewegen – etwa durch technologische Partnerschaften und den Aufbau lokaler Lieferketten.
Relationen
Keine Relationen.