Anreiz-, Förder- und Rechtsrahmen für die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln (Antwort zu Drs. 21/5972)
Text
Anreiz-, Förder- und Rechtsrahmen für die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln (Antwort zu Drs. 21/5972)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/6239
21. Wahlperiode 01.06.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stefan Schröder, Stephan Protschka,
Peter Felser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/5972 –
Anreiz-, Förder- und Rechtsrahmen für die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in
verarbeiteten Lebensmitteln
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesregierung verfolgt seit 2018 mit der Nationalen Reduktions- und
Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten einen auf
freiwillige Vereinbarungen und wissenschaftliches Monitoring gestützten
Ansatz zur Verringerung entsprechender Gehalte in verarbeiteten Lebensmitteln.
Im April 2024 wurde hierzu ein zweiter Zwischenbericht veröffentlicht (www.
publikationen-bundesregierung.de/pp-en/search-for-publications/reduktion-sal
z-fett-zucker-2269112). Das Max Rubner-Institut führt im Rahmen der
Strategie ein Produktmonitoring auf der Grundlage von Basiserhebungen seit 2016
und Folgeerhebungen bis 2025 durch. Zudem hat das Institut im Auftrag des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft einen
Stakeholderprozess zur Ableitung wissenschaftsbasierter Reduktionsziele durchgeführt und
im Mai 2025 einen Abschlussbericht vorgelegt (www.mri.bund.de/fileadmin/
MRI/Pressemitteilungen/PM20250701-Produktmonitoring-Stakeholder/Stake
holderprozess_Abschlussbericht-2025_bfrei.pdf). Nach Darstellung des Max
Rubner-Instituts reichen die bislang umgesetzten Maßnahmen vielfach noch
nicht aus. Nach Angaben des Bundes sollen die Ergebnisse des
Produktmonitorings und des Stakeholderprozesses in eine für Ende 2026 geplante
Gesamtbilanz einfließen (www.bmleh.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrun
g/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie_node.html).
1. Welche Produktgruppen und Produktuntergruppen werden im Rahmen
der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette
und Salz in Fertigprodukten derzeit erfasst, und nach welchem Zeitplan
sollen bis zur angekündigten Gesamtbilanz weitere Erhebungen,
Auswertungen und Schlussfolgerungen vorgelegt werden?
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung
und Heimat vom 1. Juni 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2. Welche konkreten Reduktionsziele, Orientierungswerte oder sonstigen
Zielmarken galten oder gelten nach Kenntnis der Bundesregierung seit
2018 für welche Produktgruppen jeweils in Bezug auf Zucker, Salz, Fett,
gesättigte Fettsäuren und Energiegehalt (bitte nach Produktgruppe,
Zielgröße, Bezugsgröße und Zeithorizont aufschlüsseln)?
Die Fragen 1 und 2 werden gemeinsam beantwortet.
Im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker,
Fette und Salz in Fertigprodukten (NRI) wurden von der Wirtschaft
Zielvereinbarungen zu folgenden Produktgruppen getroffen: Frühstückscerealien für
Kinder, gesüßte Milchprodukte für Kinder, Erfrischungsgetränke, fruchthaltige
Getränke mit Zuckerzusatz, Brot und Kleingebäck, Tiefkühl-Pizza und erhitzte
Fleischerzeugnisse. Die darüber hinaus im Rahmen des vom Max Rubner-
Institut (MRI) durchgeführten Produktmonitorings zur NRI erfassten
Produktgruppen sowie die von der Wirtschaft verfolgten Reduktionsziele können dem
Zweiten Zwischenbericht zur NRI des Bundesministeriums für Landwirtschaft,
Ernährung und Heimat (BMLEH), abrufbar unter www.bmleh.de/SharedDocs/
Downloads/DE/Broschueren/nri-zwischenbericht-2.pdf?__blob=publicationFile
&v=7, entnommen werden. Die genauen Produktuntergruppen sind detailliert
in den jährlichen Ergebnisberichten des MRI, abrufbar unter www.mri.bund.de/
de/themen/reduktion-von-zucker-fett-und-salz/produktmonitoring/, aufgeführt.
Nach der letzten Datenerhebung zum NRI-Produktmonitoring im Herbst 2025
folgt im Sommer 2026 die Veröffentlichung der Ergebnisse durch das MRI.
Zum Jahresende 2026 ist die Veröffentlichung des Abschlussberichtes zum
Produktmonitoring seitens des MRI vorgesehen. Das BMLEH plant, seinen
Abschlussbericht zur Strategie ebenfalls Ende des Jahres 2026 vorzulegen.
3. In welchen Produktgruppen wurden diese Zielmarken nach Kenntnis der
Bundesregierung erreicht, teilweise erreicht oder verfehlt (bitte nach
Produktgruppe, Nährstoff und Stand der Zielerreichung aufschlüsseln)?
Dem NRI-Produktmonitoring des MRI kann entnommen werden, dass die von
der Wirtschaft selbst gesteckten Ziele zur Zuckerreduktion in gesüßten
Milchprodukten für Kinder, Frühstückscerealien für Kinder und
Erfrischungsgetränken erreicht worden sind. Die Ziele zum Abbau von Salzspitzen in
handwerklich hergestelltem Brot und erhitzten Fleischerzeugnissen konnten hingegen
nicht erfüllt werden. Inwiefern das Ziel zur Salzreduktion in verpacktem Brot
und Kleingebäck erreicht wurde, werden die Ergebnisse der Erhebung vom
Herbst 2025 zeigen, die im Sommer 2026 veröffentlicht werden sollen.
4. In welchen Produktgruppen wurden seit Beginn des Monitorings keine
statistisch signifikanten Verringerungen oder sogar statistisch
signifikante Erhöhungen bei Zucker-, Salz-, Fett-, gesättigten Fettsäure- oder
Energiegehalten festgestellt (bitte nach Produktgruppe, Nährstoff und
Erhebungszeitraum aufschlüsseln)?
Die Entwicklungen der Nährstoff- und Energiegehalte bis zum Jahr 2022 in den
im Fokus der NRI stehenden Produktgruppen können dem Zweiten
Zwischenbericht zur NRI des BMLEH, abrufbar unter www.bmleh.de/SharedDocs/Dow
nloads/DE/Broschueren/nri-zwischenbericht-2.pdf?__blob=publicationFile
&v=7, entnommen werden. Weitere Ergebnisse (Erhebungen der Jahre 2023
und 2024) sind unter www.bmleh.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehru
ng/reduktionsstrategie/reduktionsstrategie-produktmonitoring.html abrufbar.
5. Welche Produktgruppen leisten nach Kenntnis der Bundesregierung den
größten Beitrag zur Zucker-, Salz- und Fettaufnahme von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland (bitte nach Altersgruppe,
Produktgruppe und jeweiligem Nährstoff aufschlüsseln)?
Hauptquellen für freie Zucker sind bei Kindern und Jugendlichen im Alter von
ein bis 17 Jahren laut den Studien KiESEL (Kinder-Ernährungsstudie zur
Erfassung des Lebensmittelverzehrs) und EsKiMo II (Ernährungsstudie als
Modul der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland)
Süßwaren, Säfte und Milchprodukte sowie ab dem Alter von sechs Jahren
Softdrinks. Hauptquellen für die Fettzufuhr sind bei 1- bis 5-Jährigen vor allem
Milch und Milchprodukte sowie Wurstwaren, außerdem weitere tierische Fette
und insbesondere bei Vorschulkindern Süßwaren und Kuchen. Bei älteren
Kindern und Jugendlichen spielen neben den genannten Lebensmittelgruppen
pflanzliche Fette eine bedeutende Rolle und liefern bei 12- bis 17-jährigen
Mädchen den größten Beitrag zur Fettzufuhr. Die Bedeutung von Milch und
Milchprodukten nimmt über die Altersgruppen hinweg ab. Die wichtigsten
Quellen für die Natrium- bzw. Salzzufuhr bei Kindern und Jugendlichen sind
Brot, Wurstwaren und Gewürze/Gewürzsoßen (inklusive Brühwürfel).
Das MRI und das Robert Koch-Institut (RKI) haben die Daten der KiESEL-
und EsKiMo II-Studie im Hinblick auf die Zufuhr von Zucker, Fetten und Salz
ausgewertet. Die Ergebnisse der KiESEL-Studie zu den Hauptquellen für die
Zucker-, Fett- und Salzzufuhr sind derzeit noch unveröffentlicht, die
entsprechenden Ergebnisse der EsKiMo II-Studie sind zum Teil bereits im
Ergebnisbericht des RKI, abrufbar unter https://doi.org/10.25646/7028.2, dargestellt.
Die Hauptzufuhrquellen bei Erwachsenen sind im Abschlussbericht des MRI
zum Stakeholderprozess zur Erarbeitung wissenschaftsbasierter
Reduktionsziele für Salz, Zucker und Fette, abrufbar unter www.mri.bund.de/de/stakeholderp
rozess-abschlussbericht, bzw. dem dazugehörigen Tabellenband, abrufbar unter
www.mri.bund.de/de/stakeholderprozess-tabellenband, dargestellt.
6. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu Produkten mit
Kinderoptik oder sonstiger gezielter Ansprache von Kindern und
Jugendlichen im Hinblick auf Zucker-, Salz-, Fett- und Energiegehalte vor (bitte
nach Produktgruppe und, soweit vorhanden, Anteil der Produkte, die
einschlägigen Nährwertprofilmodellen entsprechen, aufschlüsseln)?
Zu Produkten mit Kinderoptik hat das BMLEH im Juli 2023 einen
Sonderbericht veröffentlicht, der unter www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ern
aehrung/Reduktionsstrategie/nri-sonderbericht-produkte-kinderoptik.pdf?__blo
b=publicationFile&v=8 abrufbar ist. Für aktuellere Ergebnisse sowie eine
Einordnung von Produkten mit Kinderoptik im Vergleich zum
Nährwertprofilmodell der Weltgesundheitsorganisation wird auf die entsprechenden Berichte des
MRI, abrufbar unter www.mri.bund.de/de/themen/reduktion-von-zucker-fett-un
d-salz/produktmonitoring/, verwiesen.
7. Welche Datenquellen, Verzehrstudien und sonstigen empirischen
Grundlagen nutzt die Bundesregierung zur Bewertung der gesundheitlichen
Relevanz von Zucker-, Salz- und Fettreduktionen, und welche Datenlücken
sieht sie hierbei?
Die Bundesregierung stützt sich bei ernährungspolitischen Entscheidungen auf
die Erkenntnisse und Empfehlungen des MRI, dessen Abschlussbericht zum
Stakeholderprozess zur Erarbeitung wissenschaftsbasierter Reduktionsziele für
Salz, Zucker und Fette aktuelle und umfassende Informationen liefert. Die
jüngsten repräsentativen Verzehrsdaten für Kinder und Jugendliche in
Deutschland stammen aus der KiESEL- (2014–2017) und der EsKiMo II-Studie (2015–
2017). Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen.
Neue Verzehrsdaten bei Erwachsenen erhebt das MRI aktuell im Rahmen des
Nationalen Ernährungsmonitorings (nemo). Anschließend sind im nemo
Verzehrserhebungen bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen.
8. Welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung aus den
bisherigen Ergebnissen des Produktmonitorings und des vom Max Rubner-
Institut koordinierten Stakeholderprozesses für die weitere Ausgestaltung
der Reduktionsstrategie?
22. Welche Produktgruppen und Bevölkerungsgruppen sollten nach
Auffassung der Bundesregierung unter Wirksamkeitsgesichtspunkten
hinsichtlich der Reduktionsstrategie prioritär adressiert werden?
26. Welche gesetzgeberischen, untergesetzlichen oder administrativen
Folgemaßnahmen erwägt die Bundesregierung im Anschluss an die
angekündigte Gesamtbilanz derzeit?
Die Fragen 8, 22 und 26 werden gemeinsam beantwortet.
Das BMLEH wertet die NRI derzeit aus und wird Ende des Jahres 2026 einen
Abschlussbericht veröffentlichen, der eine Gesamtbewertung der Strategie
enthält, auch mit Blick auf die Ergebnisse des Produktmonitorings und des
Stakeholderprozesses des MRI, und die weiteren Schritte darlegt.
9. Welche rechtlichen Möglichkeiten des Bundes bestehen nach Auffassung
der Bundesregierung grundsätzlich, um Reformulierungen von
verarbeiteten Lebensmitteln steuerlich, förderrechtlich, vergaberechtlich,
kennzeichnungsrechtlich oder ordnungsrechtlich zu begünstigen?
Die Bundesregierung fördert Forschungsvorhaben zur Reformulierung im
Rahmen des Programms zur Innovationsförderung, um den Transfer von
Forschungsergebnissen in die Wirtschaft zu unterstützen. Kennzeichnungsrechtlich
können reformulierte Produkte gegenüber vergleichbaren Produkten begünstigt
werden, wenn durch die Reformulierung beispielsweise Vorgaben der
Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben
über Lebensmittel (Health-Claims-Verordnung, HCVO) erreicht werden. In
diesen Fällen ist eine Kennzeichnung mit nährwertbezogenen Angaben
möglich. Zudem können die geänderten Inhaltsstoffe hervorgehoben werden, wenn
die entsprechenden Bedingungen nach Artikel 35 der Verordnung (EU)
Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel
(Lebensmittel-Informationsverordnung, LMIV) eingehalten werden. Mittels
dieser zusätzlichen Kennzeichnungen ist es möglich, reformulierte
Lebensmittel von anderen Produkten abzugrenzen. Darüber hinaus plant die
Bundesregierung, ab dem Jahr 2028 eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke
einzuführen. Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahme wird derzeit von der
Bundesregierung erarbeitet.
Die genannten Beispiele zeigen exemplarisch, wie die Bundesregierung
Reformulierungen verarbeiteter Lebensmittel begünstigen könnte. Des Weiteren
wird auf die Antwort zu Frage 10 verwiesen.
10. Welche unionsrechtlichen Vorgaben oder Beschränkungen wären nach
Kenntnis der Bundesregierung bei bundesgesetzlichen Anreizsystemen
für die Reduktion von Zucker, Salz und Fett besonders zu beachten,
insbesondere im Beihilfe-, Binnenmarkt-, Steuer-, Kennzeichnungs- und
Lebensmittelrecht?
Geltende unionsrechtliche Vorgaben und Beschränkungen hängen vom
jeweiligen Regelungsbereich und dem spezifischen Sachverhalt ab. Da der
Europarechtsrahmen zudem äußerst diversifiziert ist, können durch die
Bundesregierung keine allgemeingültigen Aussagen getroffen werden.
Bei Hervorhebungen im Zuge von bundesgesetzlichen Anreizsystemen
einzelner Inhaltsstoffe bei reformulierten Produkten müssen beispielsweise die
generellen Vorgaben der LMIV eingehalten werden. Zudem ist zu berücksichtigen,
dass mögliche Hervorhebungen im Einklang mit den Bedingungen der HCVO
für nährwertbezogene Angaben stehen müssen.
Das EU-Verbrauchsteuerrecht basiert im Wesentlichen auf den durch
Artikel 113 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union erlassenen
Richtlinien. Im Bereich der Genussmittel ist die Richtlinie (EU) 2020/262 des
Rates vom 19. Dezember 2019 zur Festlegung des allgemeinen
Verbrauchsteuersystems von zentraler Bedeutung. Der Anwendungsbereich der Richtlinie
zielt auf die Erhebung von Steuern auf Waren ab, die mittelbar und unmittelbar
verbraucht werden.
Bei bundesgesetzlichen Anreizsystemen für die Reduktion von Zucker, Salz
und Fett wären hinsichtlich der Umsatzsteuer die entsprechenden
unionsrechtlichen Vorgaben und Beschränkungen insbesondere der Richtlinie 2006/112/EG
des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame
Mehrwertsteuersystem zu beachten.
11. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über ausländische Modelle
zur Förderung der Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten
Lebensmitteln, und wie bewertet sie deren Übertragbarkeit auf
Deutschland (bitte nach Staat, Instrumententyp und zentralen Ergebnissen
aufschlüsseln)?
Ansätze anderer Staaten zur Reduktion von Zucker, Fett und Salz in
verarbeiteten Lebensmitteln reichen von freiwilligen Selbstverpflichtungen über
fiskalische bis hin zu rechtlichen Regelungen. Wegen der unterschiedlichen
Rahmenbedingungen wie beispielsweise Verzehrgewohnheiten, dem Lebensmittelmarkt
oder Steuersystemen sind die Erkenntnisse aus diesen Ländern nicht
unmittelbar auf Deutschland übertragbar. Das Vorliegen unterschiedlicher Ansätze
verdeutlicht vielmehr, dass diese individuell für die jeweilige Problemstellung und
Ausgangssituation zu entwickeln sind. Auch weist das MRI darauf hin, dass
eine fundierte Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen anderer Länder,
insbesondere aufgrund uneinheitlicher, fehlender oder wenig belastbarer Daten,
nicht möglich ist.
12. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung zu den technologischen
Herausforderungen bei der Reduktion von Zucker, Salz und Fett in
verschiedenen Produktgruppen vor, insbesondere im Hinblick auf
Lebensmittelsicherheit, Haltbarkeit, Textur, Volumen, Fermentation, sensorische
Qualität und Verbraucherakzeptanz?
13. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über Ausweich- oder
Kompensationseffekte bei Reformulierungen vor, insbesondere über
einen möglichen Ersatz von Zucker durch Süßstoffe oder andere süßende
Zutaten, von Fett durch Stärke- oder Zusatzstoffsysteme oder von Salz
durch andere Zutaten?
Die Fragen 12 und 13 werden gemeinsam beantwortet.
Die technologischen Herausforderungen bei der Reduktion von Zucker, Salz
und Fett in verschiedenen Produktgruppen sowie Informationen zu möglichen
Ersatzstoffen sind beispielsweise im Abschlussbericht des MRI zum
Stakeholderprozess zur Erarbeitung wissenschaftsbasierter Reduktionsziele für Salz,
Zucker und Fette dargestellt. Auf die Antwort zu Frage 5 wird verwiesen.
Demnach fehlt der Bundesregierung bislang eine systematische Forschung zum
Einsatz von Salzersatzstoffen und Zuckeraustauschstoffen. Fettaustauschstoffe
spielen in der Praxis aktuell eine untergeordnete Rolle. Aus Gründen des
vorsorgenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes empfiehlt das MRI, im
Rahmen von Reformulierungen auf den Ersatz von Zucker durch Süßungsmittel zu
verzichten.
Den Einsatz von Süßungsmitteln in Erfrischungsgetränken beobachtet das
BMLEH beispielsweise im Rahmen des Produktmonitorings des MRI. Aus den
Daten des Jahres 2024 geht beispielsweise hervor, dass etwa ein Viertel der
Erfrischungsgetränke Süßungsmittel enthielten, was einem geringfügig höheren
Anteil als in den vorangegangenen Erhebungen entspricht.
14. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die direkten und
indirekten Kosten von Reformulierungen für Unternehmen der
Lebensmittelwirtschaft, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, etwa für
Forschung und Entwicklung, Rohstoffe, Umstellungen in der Produktion,
Analytik, Kennzeichnung, Zulassung, Marketing und Absatz?
Die Bundesregierung kann keine pauschale Kostenaussage zu
Reformulierungen treffen, da sich diese je nach Produkt und Unternehmen unterscheiden
können und vor allem davon abhängen, wie umfassend Inhaltsstoffe verändert
werden, ob Ersatzstoffe eingesetzt und inwieweit Herstellungsverfahren angepasst
werden.
15. Welche Förderprogramme des Bundes wurden seit 2018 zur Entwicklung
oder Markteinführung zucker-, salz- oder fettreduzierter Produkte,
entsprechender Vorprodukte, Technologien oder Verfahren eingesetzt (bitte
nach Programm, Ressort, Fördernehmer, Förderhöhe, Laufzeit und
Förderzweck aufschlüsseln)?
Die im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung des BMLEH und des
Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) des BMLEH seit dem Jahr
2018 geförderten Projekte mit Blick auf die Zucker-, Fett- und Salzreduktion
sind in der Anlage zu Frage 15 aufgeführt.*
Die Förderprogramme „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM),
„Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) und „Innovationskompetenz“
(INNO-KOM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind
themen-, branchen- und technologieoffen und stehen der Förderung von
Innovationen im Bereich der in der Frage genannten Produkte grundsätzlich zur
Verfügung. Ansatzpunkte zu thematischen Einzelfragen des Forschungsgegenstands
der Förderprojekte aus diesen Programmen wie z. B. die Reduktion von Zu-
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/6239 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
cker, Fett und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln können im Förderportal unter
https://foerderportal.bund.de/ eingesehen werden.
Im Kompetenzcluster NutriCARD des Bundesministeriums für Forschung,
Technologie und Raumfahrt wurde in einem Teilprojekt die Entwicklung
zucker-, salz- und fettreduzierter Produkte gefördert. Ziel des Vorhabens war es,
Lebensmittel wie Wurstwaren und Milchprodukte mit geringeren Zucker-,
Fettund/oder Salzgehalten zu entwickeln und zu testen. Die Förderung erfolgte im
Rahmen der Förderrichtlinie zur Förderung von „Kompetenzclustern der
Ernährungsforschung“ innerhalb des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung.
Fördernehmer war die QMP Qualitätsmanagement & Produktentwicklung
GmbH Jena, die im Zeitraum vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2021 mit
Mitteln in Höhe von 137 769 Euro gefördert wurde.
16. Welche weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarfe sieht die
Bundesregierung ggf. im Bereich der Reduktion von Zucker, Salz und Fett,
insbesondere im Hinblick auf sensorische Alternativen, Haltbarmachung,
sichere Reformulierungsverfahren, Rohstoffinnovationen und digitale
Rezepturentwicklung?
Im Stakeholderprozess des MRI zur Erarbeitung wissenschaftsbasierter
Reduktionsziele wurden verschiedene Forschungslücken im Bereich der
Reformulierung hinsichtlich Zucker, Fetten und Salz festgestellt. Basierend auf den
Empfehlungen des MRI sind aus Sicht der Bundesregierung folgende
Forschungsbereiche prioritär:
– Produktmonitoring: Ergänzung von Nährstoffdaten für relevante
Lebensmittelgruppen wie unverpacktes Brot und Kleingebäck, Käse und pflanzliche
Käsealternativen sowie Schokoladenwaren;
– Reformulierung von Fleischerzeugnissen, insbesondere Wurstwaren, mit
Blick auf die mikrobiologische Sicherheit von salzreduzierten
Fleischerzeugnissen, auch vor dem Hintergrund einer gleichzeitigen Nitrit-/
Nitratreduktion, und die mikrobiologische Sicherheit und technologische
Machbarkeit von salz- und fettreduzierten Fleischerzeugnissen;
– Süßprägung (Gewöhnung an einen süßen Geschmack, insbesondere im
Kindesalter, und Einfluss auf die spätere Geschmackspräferenz) inklusive
Etablierung einer Methode zur Messung der Süße von Lebensmitteln;
– gesundheitliche Unbedenklichkeit von Süßungsmittelkombinationen sowie
– mikrobiologische Sicherheit von salzreduziertem Käse.
17. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie sich
Reformulierungen auf Verbraucherpreise, Handelsspannen, Absatzmengen und
Marktanteile auswirken?
a) Wenn ja, welche Auswirkungen sind ihr bekannt?
b) Wenn nein, warum hat sie keine Kenntnis davon?
18. Welche Instrumente des Bundes kommen nach Auffassung der
Bundesregierung in Betracht, um Anreize für die Weitergabe möglicher
Kostenvorteile an Verbraucher zu setzen?
Die Fragen 17 bis 18 werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Daten zu Verbraucherpreisen,
Handelsspannen, Absatzmengen und Marktanteilen einzelner Produkte bzw. Unternehmen
vor. Grundsätzlich kommen Preise in der sozialen Marktwirtschaft durch das
Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zustande. Die Preisgestaltung der
Marktteilnehmenden hängt dabei von zahlreichen Faktoren, wie beispielsweise
dem Image einer Marke oder Abnahmechargen, ab. Die Handlungs- und
Vertragsfreiheit der beteiligten Akteure wird vom Grundgesetz geschützt, der Staat
greift grundsätzlich nicht in marktwirtschaftliche Prozesse ein. Durch einen
funktionierenden Wettbewerb im Markt ist sichergestellt, dass mittelfristige
Änderungen in der Kostenstruktur auch entsprechend an die Verbraucherinnen
und Verbraucher weitergegeben werden.
19. Welche Rolle misst die Bundesregierung ggf. dem Nutri-Score oder
anderen Kennzeichnungsinstrumenten für die Sichtbarkeit reformulierter
Produkte und für mögliche gesetzliche Anreizmodelle bei?
Der Nutri-Score stellt keine intertemporalen Vergleiche mit der ursprünglichen
bzw. vorherigen Zusammensetzung eines Lebensmittels an. Von Seiten der
Wirtschaft ist jedoch bekannt, dass Unternehmen vor der Einführung des Nutri-
Score ihre Lebensmittel auf Reformulierungspotenzial untersuchen, um einen
günstigen Score zu erhalten. Zudem messen sich mit dem Nutri-Score
gekennzeichnete Lebensmittel mit Konkurrenzprodukten.
20. Welche Daten-, Nachweis- und Dokumentationspflichten wären nach
Auffassung der Bundesregierung erforderlich, um ein gesetzliches
Förder- oder Anreizsystem für Reformulierungen missbrauchssicher und
vollzugstauglich auszugestalten?
Zu hypothetischen Rechtsfragen nimmt die Bundesregierung keine Stellung.
21. Welche Kriterien hält die Bundesregierung für geeignet, um
produktgruppenspezifische Reduktionsziele oder Schwellenwerte festzulegen,
insbesondere im Hinblick auf Bezugsgrößen je 100 Gramm bzw.
100 Milliliter, Portionen, Absatzgewichtung oder Perzentilansätze?
Mögliche produktgruppenspezifische Reduktionsziele sollten aus Sicht der
Bundesregierung zum einen die Reduktionsnotwendigkeiten aus
gesundheitlicher Sicht, zum anderen die Reformulierungsmöglichkeiten unter
technologischen, lebensmittelsicherheitsbezogenen, sensorischen und rechtlichen
Aspekten berücksichtigen.
23. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, ob bestehende Steuern,
Abgaben, Förderbedingungen oder sonstige regulatorische Vorgaben derzeit
Anreize zugunsten oder zulasten reformulierter Produkte setzen, und
wenn ja, welche sind in diesem Zusammenhang zu nennen?
Der Bundesregierung liegen keine gesicherten Kenntnisse darüber vor, ob
bestehende Steuern, Abgaben, Förderbedingungen oder sonstige regulatorische
Vorgaben derzeit Anreize zugunsten oder zulasten reformulierter Produkte
setzen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass produktspezifische Absatzdaten
der Unternehmen regelmäßig dem Schutz von Betriebs- und
Geschäftsgeheimnissen unterliegen und der Bundesregierung somit kein umfassender Überblick
über die Daten vorliegt.
24. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie sich
Maßnahmen zur Reduktion von Zucker, Salz und Fett auf die
Innovationsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Importkonkurrenz und Standortbedingungen
der deutschen Ernährungswirtschaft auswirken können?
a) Wenn ja, welche sind das?
b) Wenn nein, warum hat sie keine Kenntnis darüber?
Die Fragen 24 bis 24b werden gemeinsam beantwortet.
Da Reformulierungen auf europäischer und nationaler Ebene erfolgen, sieht die
Bundesregierung primär faire Wettbewerbsbedingungen. Die Notwendigkeit
der Zucker-, Fett- und Salzreduktion fungiert dabei oft als Innovationstreiber,
denn sie erfordert technologische Neuentwicklungen bei der Textur, Haltbarkeit
und dem Geschmack von Lebensmitteln. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
den Fragen 17 bis 18 verwiesen.
25. Welche Meilensteine, Berichtstermine und Entscheidungspunkte plant
die Bundesregierung bis zur angekündigten Gesamtbilanz der Nationalen
Reduktions- und Innovationsstrategie, und wann ist mit politischen
Schlussfolgerungen zu rechnen?
Auf die Antworten zu den Fragen 1, 2 und 8 wird verwiesen.
Anlage 1 zu Frage 15
I. Programm zur Innovationsförderung des BMLEH
Fördernehmer Förderhöhe
(Euro)
Laufzeit Förderzweck
Max Rubner-Institut,
Bundesforschungsinstitut
für Ernährung und
Lebensmittel (MRI)
235.996,27 01.07.2016
bis
31.01.2019
Erarbeitung wissenschaftlicher
Grundlagen zur Herstellung
ballaststoff- und polyphenolreicher
Frühstückszerealien mit reduzierter
Energiedichte (Zerealien)
Karlsruher Institut für
Technologie
84.395,28 01.07.2016
bis
31.01.2019
Erarbeitung wissenschaftlicher
Grundlagen zur Herstellung
ballaststoff- und polyphenolreicher
Frühstückszerealien mit reduzierter
Energiedichte (Zerealien)
MRI 98.177,13 01.07.2016
bis
31.03.2018
Reduzierung der Salzgehalte in
ausgewählten Fischprodukten durch
den Einsatz von Salzaustauschstoffen
MRI 147.534,50 01.07.2016
bis
30.06.2018
Steigerung der Süßkraft von Lactose
durch enzymatische Hydrolyse und
partielle Isomerisierung der Glucose
MRI 158.109,01 01.07.2016
bis
30.06.2018
Strategien zur Salzreduzierung bei
Schnittkäse
MRI 71.417,49 01.07.2016
bis
31.12.2018
Möglichkeiten von
Hochdruckverfahren zur
Qualitätserhaltung bei
salzreduzierender Reformulierung von
Gemüsesäften und -pürees
MRI 278.757,31 01.07.2016
bis
31.12.2018
Verwendung von Oleogelen zur
Herstellung von fettreichen und
trockenen Backwaren zur Reduzierung
und Vermeidung von gesättigten und
trans-Fettsäuren (Oleogelebackwaren)
MRI 293.710,59 01.07.2016
bis
31.12.2018
Reformulierungen - Fettreduktion bei
Siedegebäcken
MRI 294.171,29 01.07.2016
bis
31.10.2019
Specksubstitution in fermentierten
Rohwürsten (REFROH)
SEITE 2 VON 8
MRI 358.535,49 17.10.2016
bis
30.11.2019
Strategien zur Salzreduktion in
Fleischwaren (LOSS)
Max-Planck-Gesellschaft
zur Förderung der
Wissenschaften e. V.
152.200,00 20.08.2018
bis
30.09.2022
Entwicklung eines systematischen
physikalisch-chemischen
Verständnisses für die
Zuckerreduktion in Lebensmitteln mit
Erythritol auf molekularer Basis
(Erythritol)
Pfeifer & Langen GmbH &
Co. KG
451.734,36 01.03.2018
bis
31.08.2021
Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars)
Krüger GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft
62.964,73 01.03.2018
bis
31.08.2021
Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars)
Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule
Aachen
278.925,40 01.03.2018
bis
31.08.2021
Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars)
Technische Hochschule
Ostwestfalen-Lippe
435.710,00 01.09.2018
bis
31.08.2021
Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars)
Savanna Ingredients GmbH 268.833,86 01.03.2018
bis
31.08.2021
Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars)
Fraunhofer-Gesellschaft
zur Förderung der
angewandten Forschung e.
V.
416.689,21 01.06.2018
bis
31.05.2021
Fettstrukturierung von
Schokoladenfüllungen – Optimierung
des Fettsäureprofils für verbesserte
ernährungsphysiologische
Eigenschaften (FETTSTRUKTUR)
Verein zur Förderung agrar-
und stadtökologischer
Projekte e. V.
198.003,81 01.07.2018
bis
31.08.2020
Innovatives Verfahren zur Herstellung
von fettreduzierten
Brühwursterzeugnissen für
Hochtemperaturanwendungen durch
Entwicklung und Einsatz eines
kollagenhaltigen Fettaustauschstoffes
(BRIGHT)
SEITE 3 VON 8
EWG Eberswalder Wurst
GmbH
51.689,10 01.07.2018
bis
31.08.2020
Innovatives Verfahren zur Herstellung
von fettreduzierten
Brühwursterzeugnissen für
Hochtemperaturanwendungen durch
Entwicklung und Einsatz eines
kollagenhaltigen Fettaustauschstoffes
(BRIGHT)
Leibniz Universität
Hannover
262.915,00 01.03.2018
bis
31.08.2021
Salzgeschmack verstärkende Peptide
aus enzymatisch gewonnenen
Proteinhydrolysaten (SalModuPep)
Technische Universität
München
324.823,55 01.04.2019
bis
30.11.2022
Verbundprojekt: Entwicklung
regionaler Bio-Würzsaucen auf
Lupinenbasis als salzreduzierte,
glutenfreie Alternative zu
Sojaprodukten (FLAVORLOOP)
Purvegan GmbH 131.241,19 01.04.2019
bis
30.11.2022
Verbundprojekt: Entwicklung
regionaler Bio-Würzsaucen auf
Lupinenbasis als salzreduzierte,
glutenfreie Alternative zu
Sojaprodukten (FLAVORLOOP)
MRI 276.958,66 15.02.2021
bis
31.07.2024
Sensorische Optimierung von
Natrium-reduziertem Schnittkäse
(Senopt-Kaese)
Jungbunzlauer Suisse AG 0 15.02.2021
bis
31.07.2024
Sensorische Optimierung von
Natrium-reduziertem Schnittkäse
(Senopt-Kaese)
DMK Deutsches
Milchkontor GmbH
0 15.02.2021
bis
31.07.2024
Sensorische Optimierung von
Natrium-reduziertem Schnittkäse
(Senopt-Kaese)
MRI 369.208,99 01.10.2020
bis
31.03.2023
Einsatz von Oleogelen auf Rapsölbasis
zur Verbesserung des Fettsäureprofils
von frittierten Lebensmitteln (Oleofry)
The Lorenz-Bahlsen Snack-
World GmbH & Co. KG
Germany
0 01.10.2020
bis
31.03.2023
Einsatz von Oleogelen auf Rapsölbasis
zur Verbesserung des Fettsäureprofils
von frittierten Lebensmitteln (Oleofry)
Fraunhofer-Gesellschaft
zur Förderung der
angewandten Forschung e.
V.
492.612,20 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
SEITE 4 VON 8
Coperion GmbH 0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
ALPMA Alpenland
Maschinenbau GmbH
0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
Silesia Gerhard Hanke
GmbH & Co. KG
0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
Kraft Foods R & D, Inc.
Zweigniederlassung
München
0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
VAN HEES GmbH 89.442,21 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
Müller's Mühle GmbH 0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
E.V.A. GmbH 0 01.10.2020
bis
31.03.2024
Entwicklung fettreduzierter
Lebensmittel unter Einsatz
mikropartikulierter Pflanzenproteine
(MiPro)
Fraunhofer-Gesellschaft
zur Förderung der
angewandten Forschung e.
V.
807.335,19 15.09.2020
bis
14.03.2024
Neuartige Protein-basierte
Zuckerersatzstoffe mit verbesserten
gustatorischen und
prozesstechnischen Eigenschaften
(NovelSweets)
metaX Institut für Diätetik
GmbH
146.440,78 15.09.2020
bis
14.03.2024
Neuartige Protein-basierte
Zuckerersatzstoffe mit verbesserten
gustatorischen und
prozesstechnischen Eigenschaften
(NovelSweets)
SEITE 5 VON 8
candidum GmbH 204.496,13 15.09.2020
bis
14.03.2024
Neuartige Protein-basierte
Zuckerersatzstoffe mit verbesserten
gustatorischen und
prozesstechnischen Eigenschaften
(NovelSweets)
Universität Leipzig
276.401,65 01.03.2021
bis
31.12.2024
Etablierung eines Schulungskonzeptes
für Beteiligte des
Lebensmittelhandwerks zur
Vermittlung von Informationen über
die Reduktion von Zucker, Fett und
Salz (REDSCHUL)
Handwerkskammer zu
Leipzig
0 01.03.2021
bis
31.12.2024
Etablierung eines Schulungskonzeptes
für Beteiligte des
Lebensmittelhandwerks zur
Vermittlung von Informationen über
die Reduktion von Zucker, Fett und
Salz (REDSCHUL)
Deutsche Gesellschaft für
Ernährung e. V.
282.594,21
15.10.2020
bis
31.12.2023
Entwicklung von
Unterstützungsmaßnahmen für
Einrichtungen der
Gemeinschaftsverpflegung für die
Reduktion von Salz und Zucker und
die Optimierung von Fetten im
Angebot (Setting Kita) (StartLow)
Hochschule Albstadt-
Sigmaringen
266.030,31
15.10.2020
bis
31.12.2023
Entwicklung von
Unterstützungsmaßnahmen für
Einrichtungen der
Gemeinschaftsverpflegung für die
Reduktion von Salz und Zucker und
die Optimierung von Fetten im
Angebot (Setting Kita) (StartLow)
Pro Care Management
GmbH
601.289,40 15.10.2020
bis
31.12.2023
Entwicklung von
Unterstützungsmaßnahmen für
Einrichtungen der
Gemeinschaftsverpflegung für die
Reduktion von Salz und Zucker und
die Optimierung von Fetten im
Angebot (Setting Kita) (StartLow)
SEITE 6 VON 8
snoopmedia GmbH
564.367,51
01.10.2020
bis
31.07.2024
Schaffung eines Systems zum
automatisierten Reduktions-
Produktmonitoring für Zucker, Fette
und Salz in Fertigprodukten im
Rahmen der Nationalen Reduktions-
und Innovationsstrategie (RePro)
AI4BD Deutschland GmbH 69.311,08
01.10.2020
bis
31.05.2024
Schaffung eines Systems zum
automatisierten Reduktions-
Produktmonitoring für Zucker, Fette
und Salz in Fertigprodukten im
Rahmen der Nationalen Reduktions-
und Innovationsstrategie (RePro)
MRI 494.371,09
01.10.2020
bis
31.07.2024
Schaffung eines Systems zum
automatisierten Reduktions-
Produktmonitoring für Zucker, Fette
und Salz in Fertigprodukten im
Rahmen der Nationalen Reduktions-
und Innovationsstrategie (RePro)
elevait GmbH & Co. KG 269.954,37 01.10.2020
bis
31.07.2024
Schaffung eines Systems zum
automatisierten Reduktions-
Produktmonitoring für Zucker, Fette
und Salz in Fertigprodukten im
Rahmen der Nationalen Reduktions-
und Innovationsstrategie (RePro)
Evenion Rubach und
Steinkamp GbR
1.186.990,23 06.11.2020
bis
31.12.2025
Information und gegenseitiger
Austausch über das Thema Salz-, Fett-
und Zuckerreduktion innerhalb der
Lebensmittelindustrie, des –handels,
der landwirtschaftlichen Erzeugung
sowie des Konsums (Groß- und
Privatverbraucher) in Form eines
Vernetzungs- und Transfervorhabens
(Reduction2025)
Kötterheinrich –
Hortensienkulturen e. K.
300.000,00 25.03.2024
bis
31.10.2027
Zuckerreduktion in Lebensmitteln und
Getränken durch einen Inhaltsstoff
aus Hortensien (Hydrangea mac. ssp.
serrata) (SWEETDHC)
SEITE 7 VON 8
Leibniz-Institut für
Pflanzengenetik und
Kulturpflanzenforschung
338.316,56 25.03.2024
bis
31.10.2027
Zuckerreduktion in Lebensmitteln und
Getränken durch einen Inhaltsstoff
aus Hortensien (Hydrangea mac. ssp.
serrata) (SWEETDHC)
Fraunhofer-Gesellschaft
zur Förderung der
angewandten Forschung e.
V.
235.326,26
01.04.2025
bis
31.03.2027
Optimierung, Skalierung und
Validierung des Herstellungsprozesses
eines den süßen Geschmack
modulierenden neuartigen Proteins
zur Reformulierung von
Zuckerreduzierten Lebensmitteln
(BeyondSugar)
metaX Institut für Diätetik
GmbH
43.009,42
01.04.2025
bis
31.03.2027
Optimierung, Skalierung und
Validierung des Herstellungsprozesses
eines den süßen Geschmack
modulierenden neuartigen Proteins
zur Reformulierung von
Zuckerreduzierten Lebensmitteln
(BeyondSugar)
candidum GmbH
7.029,74
01.04.2025
bis
31.03.2027
Optimierung, Skalierung und
Validierung des Herstellungsprozesses
eines den süßen Geschmack
modulierenden neuartigen Proteins
zur Reformulierung von
Zuckerreduzierten Lebensmitteln
(BeyondSugar)
Symrise AG 0 01.04.2025
bis
31.03.2027
Optimierung, Skalierung und
Validierung des Herstellungsprozesses
eines den süßen Geschmack
modulierenden neuartigen Proteins
zur Reformulierung von
Zuckerreduzierten Lebensmitteln
(BeyondSugar)
II. Bundesprogramm Ökologischer Landbau des BMLEH
Fördernehmer Förderhöhe
(Euro)
Laufzeit Förderzweck
Georg-August-Universität
Göttingen
280.067,12 01.04.2020
bis
30.09.2024
Reformulierungsstrategien für Bio-
Lebensmittel (ReformBio)
Hochschule Bremerhaven 347.481,26 03.04.2020
bis
30.09.2024
Reformulierungsstrategien für Bio-
Lebensmittel (ReformBio)
Bundesverband Naturkost
Naturwaren e. V.
17.937,15 27.04.2020
bis
30.09.2023
Reformulierungsstrategie für Bio-
Lebensmittel (ReformBio)
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
Relationen
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