Fünf Jahre Sperrung des Helenesees - Stand der Sanierung, Kostenentwicklung und Zeitplan
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Fünf Jahre Sperrung des Helenesees - Stand der Sanierung, Kostenentwicklung und Zeitplan
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5402
21. Wahlperiode 16.04.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Christian Görke, Doris Achelwilm, Dr. Dietmar Bartsch,
Desiree Becker, Anne-Mieke Bremer, Jörg Cezanne, Agnes Conrad, Mirze Edis,
Cem Ince, Cansin Köktürk, Caren Lay, Tamara Mazzi, Pascal Meiser, Zada
Salihović, Ines Schwerdtner, Lisa Schubert, Isabelle Vandre, Sarah Vollath,
Sascha Wagner, Janine Wissler, Anne Zerr und der Fraktion Die Linke
Fünf Jahre Sperrung des Helenesees – Stand der Sanierung, Kostenentwicklung
und Zeitplan
Seit einer Böschungsrutschung im Jahr 2021 ist der Helenesee bei Frankfurt
(Oder) vollständig gesperrt (www.lmbv.de/finanzierung-der-sicherung-des-hele
nesees-bei-frankfurt-o-durch-bund-und-land-bestaetigt). Auch fünf Jahre später
ist eine Wiederöffnung nicht absehbar.
Die Bundesregierung hat in bisherigen Antworten eingeräumt, dass sich bereits
die Ausschreibung der Planungsleistungen verzögert hat, dass bislang nur die
ersten beiden Planungsphasen finanziert sind und dass eine verbindliche
Gesamtfinanzierung nicht vorliegt. Gleichzeitig wird weiterhin ein möglicher
Baubeginn zwischen 2028 und 2030 genannt, ohne dass ein belastbarer
Gesamtzeitplan vorgelegt wurde (siehe Antworten der Bundesregierung auf die
Kleine Anfragen der Fraktion Die Linke auf den Bundestagsdrucksachen
21/730 und 21/2427 sowie www.moz.de/lokales/frankfurt-oder/helenesee-bei-f
rankfurt-oder-planung-der-sanierung-das-ist-der-aktuelle-stand-7868916
3.html).
Vor dem Hintergrund der erheblichen Bedeutung des Helenesees für den
Tourismus, die Wirtschaft und die Lebensqualität in der Region stellt sich die Frage
nach dem aktuellen Stand der Sanierung sowie nach der Kostenentwicklung
und zeitlichen Perspektive.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie stellt sich der aktuelle Stand der Sanierungsplanung für den
Helenesee aus Sicht der Bundesregierung dar (bitte nach Planungsphasen und
beauftragten Leistungen aufschlüsseln)?
2. Welche konkreten Zeitpunkte sind nach Kenntnis der Bundesregierung
derzeit für
a) den Abschluss der Vorplanung (Leistungsphasen 1 und 2),
b) den Beginn und Abschluss der weiteren Planungsphasen,
c) die Ausschreibung der Bauleistungen sowie
d) den Beginn der Bauarbeiten
vorgesehen?
3. Ist nach Kenntnis der Bundesregierung der zuletzt öffentlich
kommunizierte Baubeginn zwischen 2028 und 2030 (siehe Vorbemerkung der
Fragestellender) weiterhin realistisch, und wenn ja, auf welcher Grundlage?
4. Welcher Zeitrahmen wird nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell für
die vollständige Sanierung einschließlich aller Sicherungs- und
Nachsorgemaßnahmen angenommen?
5. Welche finanziellen Mittel hat der Bund bislang für die Sanierung des
Helenesees bereitgestellt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
6. Welche Gesamtkosten werden nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit
für die Sanierung des Helenesees veranschlagt, und wie hat sich diese
Kostenschätzung seit 2021 entwickelt?
7. Welche Kostensteigerungen erwartet die Bundesregierung im weiteren
Verlauf der Sanierung, insbesondere vor dem Hintergrund zusätzlicher
Gutachten und Preisentwicklungen im Bauwesen?
8. Welche Voraussetzungen müssen nach Kenntnis der Bundesregierung
erfüllt sein, damit weitere Finanzmittel über die bisherigen Planungsphasen
hinaus freigegeben werden?
9. Wann ist nach Einschätzung der Bundesregierung mit einer Entscheidung
über die Finanzierung der weiteren Planungs- und Bauphasen zu rechnen?
10. Welche Auswirkungen haben das vom Bund beauftragte Risikogutachten
sowie weitere notwendige Gutachten (siehe www.moz.de/lokales/frankfur
t-oder/helenesee-bei-frankfurt-oder-planung-der-sanierung-das-ist-der-akt
uelle-stand-78689163.html) auf den Zeitplan und die Kosten der
Sanierung?
11. Inwieweit können die Ergebnisse der in der Frage 10 genannten Gutachten
zu Änderungen der bisherigen Sanierungsstrategie führen?
12. Welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung als Eigentümerin
der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH
ergriffen, um den Fortgang der Sanierung zu beschleunigen?
13. Wie bewertet die Bundesregierung den bisherigen Fortschritt der
Sanierung nach fünf Jahren Sperrung insgesamt?
14. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, zumindest standsichere
Teilbereiche des Helenesees vor dem Abschluss der Gesamtmaßnahme
wieder zugänglich zu machen?
15. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die betroffene Region
künftig regelmäßig und transparent über den Stand der Sanierung, die
Kostenentwicklung und den Zeitplan zu informieren?
Berlin, den 14. April 2026
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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