Vorschlag 104101 der Verbändeabfrage zur Bürokratieentlastung (Antwort zu Drs. 21/4868)
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Vorschlag 104101 der Verbändeabfrage zur Bürokratieentlastung (Antwort zu Drs. 21/4868)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/5279
21. Wahlperiode 07.04.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Uwe Schulz, Robin Jünger, Ruben
Rupp, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/4868 –
Vorschlag 104101 der Verbändeabfrage zur Bürokratieentlastung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die die Bundesregierung tragenden Parteien CDU, CSU und SPD haben sich
in ihrem Koalitionsvertrag der 21. Wahlperiode dazu bekannt, die
Bürokratiebelastung, der Unternehmer und Unternehmen ausgesetzt sind, zu reduzieren
(Koalitionsvertrag, S. 58; www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitions
vertrag2025.de/files/koav_2025.pdf).
Im Frühjahr 2023 wurde eine Verbändeabfrage zur Bürokratiebelastung vom
damaligen Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
durchgeführt. Insgesamt wurden 71 Verbände eingeladen, Regelungen und
Bestimmungen, die aus ihrer Sicht eine unnötige Bürokratiebelastung
darstellen, zu benennen und ggf. Verbesserungsvorschläge und konkrete
Forderungen zu formulieren. 34 weitere Verbände erklärten, an der Verbändeabfrage
teilnehmen zu wollen. An der Verbändeabfrage beteiligten sich tatsächlich
mehr als 57 Verbände, die 442 Vorschläge zur Entlastung von Bürokratie dem
BMJV unterbreiteten (www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachinformat
ionen/Verbaendeabfrage_Buerokratieabbau_Ergebnisdokumentation_Einzelvo
rschlaege.pdf?__blob=publicationFile&v=3, S. 6 f.).
In einer Auswertung der Verbändeabfrage, die im Dezember 2023 vorgelegt
wurde, erfolgte eine Kategorisierung und Bewertung der einzelnen
Vorschläge. Im Ergebnis wurden 34 Vorschläge vollständig umgesetzt. Teilweise
umgesetzt wurden 55 Vorschläge und für 26 Vorschläge werden alternative
Lösungen gesucht. Darüber hinaus untersuchte und prüfte das BMJV weitere
61 Vorschläge. Nicht behandelt wurden 210 Vorschläge. Begründungen zu den
einzelnen Vorschlägen und der Umgang mit ihnen wurden durch die damalige
Bundesregierung gegeben (www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Buerokratiekos
ten/Publikationen/Downloads-Buerokratiekosten/verbaendeabfrage-monitorin
gbericht.pdf?__blob=publicationFile).
Eine Umsetzung der noch zu untersuchenden und zu prüfenden Vorschläge
erfolgte nach Kenntnis der Fragesteller aufgrund der Auflösung der damaligen
Bundesregierung nicht.
In der Verbändeabfrage, an der sich der „Zentralverband Deutscher
Schiffsmakler e. V.“ beteiligte, wurde der Vorschlag 104101 – A1-Bescheinigung
abschaffen“ aufgenommen. Gefordert wird vom Zentralverband die Abschaffung
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
vom 7. April 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
der A1-Bescheinigung, um Geschäftsreisen einfacher und unkomplizierter zu
ermöglichen (www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Buerokratiekosten/Publikati
onen/Downloads-Buerokratiekosten/verbaendeabfrage.pdf?__blob=publicatio
nFile, S. 607).
Die damalige Bundesregierung nahm den Vorschlag auf und erklärte, dass
eine Umsetzung nicht vorgesehen sei (www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Bue
rokratiekosten/Publikationen/Downloads-Buerokratiekosten/verbaendeabfrag
e-monitoringbericht.pdf?__blob=publicationFile, S. 479).
1. Wird die Umsetzung des Vorschlages 104101 der Verbändeabfrage von
der Bundesregierung vorgenommen, um eine tatsächliche und
maßgeschneiderte Bürokratieentlastung für Unternehmen zu erreichen?
a) Wenn ja, wie ist eine Umsetzung vorgesehen?
b) Wenn nein, warum nicht?
3. Wird sich die Bundesregierung im Sinne der Abschaffung einer als
überbordend empfundenen Bürokratie bei der EU-Kommission für eine
Abschaffung der A1-Bescheinigung einsetzen, sodass der Vorschlag 104101
tatsächlich umgesetzt wird, und wenn ja, wann ist damit zu rechnen?
Die Fragen 1 bis 3 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung verweist auf die öffentliche Stellungnahme der Ressorts
im Rahmen der Verbändebefragung, aus der sich die Beantwortung der Fragen
ergibt.
2. Wurde die Thematik der als überbordend empfundenen Bürokratie der A1-
Bescheinigung nach Kenntnis der Bundesregierung auf einem Treffen der
EU-Staatschefs in den Jahren 2024 und 2025 diskutiert?
Eine offizielle Befassung des Europäischen Rats mit der Thematik „A1-
Bescheinigungen“ fand nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2024
und 2025 nicht statt.
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ISSN 0722-8333
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