Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusammenarbeit (Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
Text
Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusammenarbeit (Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu dem Vertrag vom 29. April 2024
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und dem Königreich Belgien
über die Polizei- und Zollzusammenarbeit
(Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
A. Problem und Ziel
Mit dem am 29. April 2024 in Brüssel unterzeichneten Vertrag zwischen
der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die
Polizei- und Zollzusammenarbeit (Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
(im Folgenden: der Vertrag) wird das Ziel verfolgt, die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Polizei- und Zollbereich fortzuentwickeln und
zu erweitern. Der Vertrag stellt eine Vertiefung der Zusammenarbeit
beider Staaten im Rahmen der bestehenden bi- und multilateralen
Verträge dar. Damit wird die Kriminalitätsbekämpfung verbessert und die
Sicherheit der Bevölkerung erhöht.
Der Vertrag löst innerstaatlich das Erfordernis eines Vertragsgesetzes
gemäß Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes aus.
Der Vertrag sieht an verschiedenen Stellen vor, dass ergänzende
Regelungen in Durchführungsvereinbarungen getroffen werden können.
Bei einigen Regelungsbereichen erscheint die Möglichkeit zu einer
Inkraftsetzung im Wege von Verwaltungsvorschriften nicht ausreichend.
Vielmehr sind mit Blick auf die normative Tragweite der Vereinbarungen
rechtsetzende Maßnahmen erforderlich.
B. Lösung
Verabschiedung eines Vertragsgesetzes nach Artikel 59 Absatz 2
Satz 1 des Grundgesetzes, das der Zustimmung des Bundesrates
bedarf.
Bundesrat Drucksache 477/26
14. 08. 26
In
Fristablauf: 25. 09. 26
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln
Telefon: (02 21) 97 66 83 40, Telefax: (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0720-2946
Drucksache 477/26 – 2 – Bundesrat
Aufnahme von Ermächtigungen zum Erlass von vertragsbezogenen
Rechtsverordnungen zugunsten des Bundesministeriums des Innern
und des Bundesministeriums der Finanzen in das Vertragsgesetz.
C. Alternativen
Bezüglich des Vertragsgesetzes: Keine.
Bezüglich der Aufnahme der Verordnungsermächtigungen: Das
innerstaatliche Inkraftsetzen der Vereinbarungen könnte jeweils alternativ
auch im Wege von Vertragsgesetzen erfolgen. Von dieser Alternative
soll im Interesse der Beschleunigung der innerstaatlichen Verfahren
und zur Entlastung des Deutschen Bundestags jedoch abgesehen
werden.
D. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand
Mehrausgaben sowie ein entsprechender Mehrbedarf an Stellen
beziehungsweise Planstellen sollen finanziell und stellenmäßig im
jeweiligen Einzelplan ausgeglichen werden.
E. Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger
Für Bürgerinnen und Bürger entsteht kein Erfüllungsaufwand.
E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft
Für die Wirtschaft entsteht kein Erfüllungsaufwand.
E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung
Für die Verwaltung entsteht kein Erfüllungsaufwand.
F. Weitere Kosten
Sonstige Kosten, insbesondere für die Wirtschaft und die sozialen
Sicherungssysteme, entstehen nicht. Auswirkungen auf die Einzel -
preise und das Preisniveau, insbesondere auf das Verbraucherpreis -
niveau, sind nicht zu erwarten.
Bundesrepublik Deutschland Berlin, den 14. August 2026
Der Bundeskanzler
An den
Präsidenten des Bundesrates
Hiermit übersende ich gemäß Artikel 76 Absatz 2 des Grundgesetzes den von
der Bundesregierung beschlossenen
Entwurf eines Gesetzes zu dem Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die Polizei-
und Zollzusammenarbeit (Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
mit Begründung und Vorblatt.
Federführend ist das Bundesministerium des Innern.
Friedrich Merz
Fristablauf: 25. 09. 26
Bundesrat Drucksache 477/26
14. 08. 26
In
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu dem Vertrag vom 29. April 2024
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und dem Königreich Belgien
über die Polizei- und Zollzusammenarbeit
(Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
Bundesrat – 5 – Drucksache 477/26
Gesetzentwurf der Bundesregierung
E n t w u r f
Gesetz
zu dem Vertrag vom 29. April 2024
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien
über die Polizei- und Zollzusammenarbeit
(Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
Vom
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Dem in Brüssel am 29. April 2024 unterzeichneten Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem
Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusammenarbeit (Deutsch-Belgischer Polizeivertrag) wird zugestimmt.
Der Vertrag wird nachstehend veröffentlicht.
Artikel 2
Das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium der Finanzen werden ermächtigt, Durchführungs -
vereinbarungen gemäß Artikel 4 Absatz 2 oder Artikel 11 Absatz 1 bis 3 des Vertrags, jeweils in Verbindung mit Artikel 54
Absatz 1 des Vertrags, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates in Kraft zu setzen.
Artikel 3
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem der Vertrag nach seinem Artikel 56 Absatz 1 Satz 3 in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekannt
zu geben.
Drucksache 477/26 – 6 – Bundesrat
Begründung zum Vertragsgesetz
Zu Artikel 1
Auf den Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und dem Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusammenarbeit (Deutsch-
Belgischer Polizeivertrag) (nachstehend: der Vertrag) findet Artikel 59 Absatz 2
Satz 1 des Grundgesetzes Anwendung, da er sich auf Gegenstände der
Bundesgesetzgebung bezieht.
Die Zustimmung des Bundesrates ist nach Artikel 84 Absatz 1 Satz 6 des
Grundgesetzes erforderlich, weil der Vertrag im Bereich der Gefahrenabwehr auch das
Verwaltungsverfahren von Landesbehörden regelt und insoweit für abweichendes
Landesrecht keinen Raum lässt.
Zu Artikel 2
Die Regelung enthält Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen
gemäß Artikel 80 des Grundgesetzes. Mit Blick auf die normative Tragweite der
Durchführungsvereinbarungen gemäß Artikel 4 Absatz 2 und Artikel 11 Absatz 1
bis 3 des Vertrags ist die Möglichkeit zur Inkraftsetzung im Wege von
Verwaltungsvorschriften nicht ausreichend. Dies gilt insbesondere für Vereinbarungen
zu finanziellen Fragen, zu Fragen des Datenaustauschs, zu
Behördenzuständigkeiten sowie zum regionalen Bezug der polizeilichen Zusammenarbeit.
Die auf dieser Grundlage zu erlassenen Rechtsverordnungen bedürfen der
Zustimmung des Bundesrates.
Entbehrlich ist demgegenüber die Aufnahme einer Verordnungsermächtigung zur
Inkraftsetzung von Durchführungsvereinbarungen gemäß:
– Artikel 9 Absatz 5 und 7 (Einrichtung eines sogenannten Gemeinsamen
Zentrums und Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Rahmen dieses Zentrums),
– Artikel 24 Absatz 8 (Ausgestaltung von Modalitäten zur Beförderung und
Begleitung von Personen und Sachen im Rahmen einer grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit),
– Artikel 27 Absatz 3 (Festlegung eines Verfahrens und von Modalitäten einer
Zusammenarbeit bei vorübergehender Wiedereinführung von Grenzkontrollen
an den Binnengrenzen),
– Artikel 36 Absatz 3 (Zustimmung zum Mitführen und Tragen anderer Arten von
Waffen und Munition),
– Artikel 44 Absatz 2 (Ausgestaltung von Modalitäten für die Nutzung von
Fortbewegungsmitteln im anderen Vertragsstaat im Rahmen der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit) und
– Artikel 47 (Ausgestaltung spezieller Kostenübernahmeregelungen als Aus -
nahme vom Grundsatz der Selbsttragung entstehender Kosten)
des Vertrags.
Hier können die ergänzenden Regelungen in den Durchführungsvereinbarungen
angesichts der normativen Dichte der bereits im Vertrag enthaltenen Vorgaben
lediglich noch untergeordnete verwaltungsmäßige oder technische Details regeln.
Zu Artikel 3
Absatz 1 entspricht dem Erfordernis des Artikels 82 Absatz 2 Satz 1 des
Grundgesetzes.
Nach Absatz 2 ist der Zeitpunkt, in dem der Vertrag nach seinem Artikel 56
Absatz 1 Satz 3 in Kraft tritt, im Bundes gesetzblatt bekannt zu geben.
Schlussbemerkungen
Der Vertrag verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien im
Polizei- und Zollbereich vor allem in grenznahen Gebieten weiter zu verbessern
Bundesrat – 7 – Drucksache 477/26
und zu stärken. Damit wird die Kriminalitätsbekämpfung verbessert und die
Sicherheit der Bevölkerung erhöht.
Mehrausgaben sowie ein entsprechender Mehrbedarf an Stellen beziehungs -
weise Planstellen sollen auf deutscher Seite finanziell und stellenmäßig im
jeweiligen Einzelplan ausgeglichen werden. Erfüllungsaufwand für die Bürgerinnen
und Bürger sowie für die Wirtschaft und für die Verwaltung fällt nicht an. Sonstige
Kosten, insbesondere für die Wirtschaft und die sozialen Sicherungssysteme,
entstehen nicht; Auswirkungen auf die Einzelpreise und das Preisniveau,
insbesondere auf das Verbraucherpreisniveau, sind nicht zu erwarten.
Drucksache 477/26 – 8 – Bundesrat
Vertrag
zwischen der Bundesrepublik Deutschland
und dem Königreich Belgien
über die Polizei- und Zollzusammenarbeit
(Deutsch-Belgischer Polizeivertrag)
Traité
entre la République fédérale d’Allemagne
et le Royaume de Belgique
relatif à la coopération policière et douanière
(Traité de police germano-belge)
Verdrag
tussen de Bondsrepubliek Duitsland
en het Koninkrijk België
betreffende de politie- en douanesamenwerking
(Duits-Belgisch politieverdrag)
Die Bundesrepublik Deutschland
und
das Königreich Belgien,
im Folgenden als
„Vertragsstaaten“ bezeichnet,
in der Absicht, die gegenseitigen Be -
ziehungen zu verstärken und die Zu -
sammenarbeit der für die Kriminalitäts -
bekämpfung zuständigen Behörden zu
vertiefen und zu erweitern,
in der Überzeugung, dass die
internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung
der grenzüberschreitenden Kriminalität,
einschließlich des internationalen Terrorismus,
von wesentlicher Bedeutung ist,
mit dem Ziel, den grenzüberschreitenden
Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder
Ordnung wirksam zu begegnen,
unter Beachtung ihrer internationalen
Verpflichtungen und des Rechts der
Europäischen Union, insbesondere im Bereich
der Polizei- und Zollzusammenarbeit,
im Hinblick auf die volle Anwendung des
Schengen-Besitzstandes durch beide
Vertragsstaaten, insbesondere des
Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur
Durchführung des Übereinkommens von Schengen
La République fédérale d’Allemagne
Et
Le Royaume de Belgique,
Ci-après dénommés
« les États contractants »,
Entendant renforcer les rapports mutuels
ainsi qu’approfondir et étendre la
coopération entre les autorités compétentes en
matière de lutte contre la criminalité,
Convaincus que la coopération
internationale est essentielle à la lutte contre la
criminalité transfrontalière, y compris le
terrorisme international,
Soucieux de contrer efficacement les
menaces transfrontalières à la sécurité ou à
l’ordre publics,
Dans le respect de leurs obligations
internationales et du droit de l’Union
européenne, notamment dans le domaine de la
coopération policière et douanière,
Compte tenu de l’application intégrale de
l’acquis de Schengen par les deux États
contractants, notamment de la Convention
d’application de l’Accord de Schengen
du 14 juin 1985 entre les gouvernements
De Bondsrepubliek Duitsland
en
het Koninkrijk België,
hierna
“Verdragsluitende Staten” genoemd,
met het voornemen de wederzijdse
betrekkingen te versterken en de
samenwerking tussen de autoriteiten die bevoegd
zijn voor de bestrijding van de criminaliteit te
verdiepen en uit te breiden,
in de overtuiging dat de internationale
samenwerking van wezenlijk belang is voor
de bestrijding van de grensoverschrijdende
criminaliteit, met inbegrip van het
internationale terrorisme,
met het doel de grensoverschrijdende
gevaren voor de openbare orde en
veiligheid doeltreffend aan te pakken,
met inachtneming van hun internationale
verplichtingen en van het recht van de
Europese Unie, in het bijzonder op het gebied
van politie- en douanesamenwerking,
rekening houdend met de volledige
toepassing van het Schengenacquis door
beide Verdragsluitende Staten, in het
bijzonder van de Overeenkomst van 19 juni 1990
ter uitvoering van het tussen de regeringen
Bundesrat – 9 – Drucksache 477/26
vom 14. Juni 1985 zwischen den
Regierungen der Staaten der Benelux-
Wirtschaftsunion, der Bundesrepublik Deutschland
und der Französischen Republik betreffend
den schrittweisen Abbau der Kontrollen an
den gemeinsamen Grenzen (im Folgenden
„Schengener
Durchführungsübereinkommen“ genannt) und von dem Wunsch ge -
leitet, den Schengen-Besitzstand
hinsichtlich ihrer gegenseitigen Beziehungen zu
ergänzen,
im Hinblick auf das Übereinkommen vom
18. Dezember 1997 aufgrund von Artikel K.3
des Vertrags über die Europäische Union
über gegenseitige Amtshilfe und
Zusammenarbeit der Zollverwaltungen (im
Folgenden als „Neapel-II-Übereinkommen“
bezeichnet),
unter Beachtung der Richtlinie (EU)
2016/680 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 27. April 2016 zum
Schutz natürlicher Personen bei der Ver -
arbeitung personenbezogener Daten durch
die zuständigen Behörden zum Zwecke der
Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung oder
Verfolgung von Straftaten oder der
Strafvollstreckung sowie zum freien Datenverkehr
und zur Aufhebung des
Rahmenbeschlusses 2008/977/JI des Rates (im Folgenden
als „Richtlinie (EU) 2016/680“ bezeichnet)
und, sofern anwendbar, der Verordnung
(EU) 2016/679 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 27. April 2016
zum Schutz natürlicher Personen bei der
Verarbeitung personenbezogener Daten,
zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung
der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-
Grundverordnung, im Folgenden als
„Verordnung (EU) 2016/679“ bezeichnet),
unter Beachtung der Richtlinie
2014/41/EU des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 3. April 2014 über
die Europäische Ermittlungsanordnung in
Strafsachen (im Folgenden als „Richtlinie
2014/41/EU“ bezeichnet) und des
Rahmenbeschlusses 2002/584/JI des Rates vom
13. Juni 2002 über den Europäischen
Haftbefehl und die Übergabeverfahren
zwischen den Mitgliedstaaten (im
Folgenden als „Rahmenbeschluss 2002/584/JI“
bezeichnet),
unter Beachtung der Richtlinie (EU)
2023/977 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 10. Mai 2023 über den
Informationsaustausch zwischen den
Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten
und zur Aufhebung des
Rahmenbeschlusses 2006/960/JI des Rates (im Folgenden
als „Richtlinie (EU) 2023/977“ bezeichnet),
in dem Wunsch, die Zusammenarbeit
nach dem Abkommen vom 27. März 2000
zwischen der Regierung der Bundesrepublik
Deutschland und der Regierung des
Königreichs Belgien über die Zusammenarbeit
der Polizeibehörden und Zollverwaltungen
in den Grenzgebieten fortzuentwickeln,
des États de l’Union économique Benelux,
de la République fédérale d’Allemagne et
de la République française relatif à la
suppression graduelle des contrôles aux
frontières communes, en date du 19 juin
1990, ci-après dénommée « Convention
d’application Schengen », et désireux de
compléter l’acquis de Schengen pour ce qui
est de leurs rapports mutuels,
Compte tenu de la Convention établie
sur la base de l’article K.3 du traité sur
l’Union européenne, relative à l’assistance
mutuelle et à la coopération entre les
administrations douanières, en date du
18 décembre 1997, ci-après dénommée
« Convention Naples II »,
Dans le respect de la directive (UE)
2016/680 du Parlement européen et du
Conseil du 27 avril 2016 relative à la
protection des personnes physiques à l’égard du
traitement des données à caractère
personnel par les autorités compétentes à des fins
de prévention et de détection des infractions
pénales, d’enquêtes et de poursuites en
la matière ou d’exécution de sanctions
pénales, et à la libre circulation de ces
données, et abrogeant la décision-cadre
2008/977/JAI du Conseil, ci-après
dénommée « directive (UE) 2016/680 », et, le cas
échéant, du règlement (UE) 2016/679 du
Parlement européen et du Conseil du
27 avril 2016 relatif à la protection des
personnes physiques à l’égard du traitement
des données à caractère personnel et à la
libre circulation de ces données, et
abrogeant la directive 95/46/CE (règle -
ment général sur la protection des
données), ci-après dénommé « règlement (UE)
2016/679 »,
Dans le respect de la directive
2014/41/UE du Parlement européen et
du Conseil du 3 avril 2014 concernant
la décision d’enquête européenne en
matière pénale, ci-après dénommée
« directive 2014/41/UE », et de la
décisioncadre 2002/584/JAI du Conseil du 13 juin
2002 relative au mandat d’arrêt européen
et aux procédures de remise entre États
membres, ci-après dénommée «
décisioncadre 2002/584/JAI »,
Dans le respect de la directive (UE)
2023/977 du Parlement européen et
du Conseil du 10 mai 2023 relative à
l’échange d’informations entre les ser -
vices répressifs des États membres et
abrogeant la décision-cadre 2006/960/JAI
du Conseil, ci-après dénommée « directive
(UE) 2023/977 »,
Désireux de développer la coopération en
vertu de l’Accord entre le Gouvernement du
Royaume de Belgique et le Gouvernement
de la République fédérale d’Allemagne
relatif à la coopération entre les autorités de
police et les administrations douanières
dans les régions frontalières, en date du
27 mars 2000,
van de staten van de Benelux Economische
Unie, de Bondsrepubliek Duitsland en
de Franse Republiek op 14 juni 1985 te
Schengen gesloten akkoord betreffende de
geleidelijke afschaffing van de controles aan
de gemeenschappelijke grenzen, hierna
“Schengenuitvoeringsovereenkomst”
genoemd, en geleid door de wens om het
Schengenacquis aan te vullen wat hun
wederzijdse betrekkingen betreft,
rekening houdend met de Overeenkomst
van 18 december 1997 op grond van
artikel K.3 van het Verdrag betreffende de
Europese Unie inzake wederzijdse bijstand
en samenwerking tussen de douane -
administraties (hierna “Napels II-
overeenkomst” genoemd),
met inachtneming van de Richtlijn (EU)
2016/680 van het Europees Parlement en
de Raad van 27 april 2016 betreffende de
bescherming van natuurlijke personen in
verband met de verwerking van
persoonsgegevens door bevoegde autoriteiten met
het oog op de voorkoming, het onderzoek,
de opsporing en de vervolging van strafbare
feiten of de tenuitvoerlegging van straffen,
en betreffende het vrije verkeer van die
gegevens en tot intrekking van Kaderbesluit
2008/977/JBZ van de Raad (hierna “Richtlijn
(EU) 2016/680” genoemd) en in voor -
komend geval van de Verordening (EU)
2016/679 van het Europees Parlement en
de Raad van 27 april 2016 betreffende de
bescherming van natuurlijke personen in
verband met de verwerking van
persoonsgegevens en betreffende het vrije verkeer
van die gegevens en tot intrekking van
Richtlijn 95/46/EG (algemene verordening
gegevensbescherming, hierna “Verordening
(EU) 2016/679” genoemd),
met inachtneming van de Richtlijn
2014/41/EU van het Europees Parlement en
de Raad van 3 april 2014 betreffende het
Europees onderzoeksbevel in strafzaken
(hierna “Richtlijn 2014/41/EU” genoemd)
en het Kaderbesluit 2002/584/JBZ van de
Raad van 13 juni 2002 betreffende het
Europees aanhoudingsbevel en de
procedures van overlevering tussen de lidstaten
(hierna “Kaderbesluit 2002/584/JBZ”
genoemd),
met inachtneming van de Richtlijn (EU)
2023/977 van het Europees Parlement
en de Raad van 10 mei 2023 betreffende
de uitwisseling van informatie tussen de
rechtshandhavingsinstanties van de lid -
staten en tot intrekking van Kaderbesluit
2006/960/JBZ van de Raad (hierna “Richtlijn
(EU) 2023/977” genoemd),
met de wens de samenwerking zoals
bedoeld in de Overeenkomst van 27 maart
2000 tussen de Regering van het Koninkrijk
België en de Regering van de
Bondsrepubliek Duitsland inzake de samenwerking
tussen de politiediensten en de
douaneadministraties in de grensgebieden verder te
ontwikkelen,
Drucksache 477/26 – 10 – Bundesrat
in der Absicht, die Kohärenz dieses
Vertrags mit dem europäischen und interna -
tionalen Rahmen für die Polizei- und Zoll -
zusammenarbeit, der sie bindet, zu
gewährleisten –
sind wie folgt übereingekommen:
Teil I
Anwendungsbereich
und zuständige Behörden
Artikel 1
Vertragsgegenstand
(1) Die Vertragsstaaten arbeiten bei der
Abwehr von Gefahren für die öffentliche
Sicherheit oder Ordnung sowie bei der
Verhütung und Verfolgung von Straftaten
zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst
auch die Fälle, in denen die Handlung in
dem einen Vertragsstaat als Straftat und in
dem anderen Vertragsstaat als
Ordnungswidrigkeit eingestuft wird. Die Vertrags -
staaten arbeiten ferner bei der Verfolgung
von Ordnungswidrigkeiten im
Zuständigkeitsbereich der Polizei- oder Zollbehörden
zusammen, soweit diese Zusammenarbeit
nicht bereits nach dem Recht der Euro -
päischen Union oder anderen völkerrecht -
lichen Übereinkünften erfolgt.
(2) Die Zusammenarbeit nach diesem
Vertrag umfasst nicht die Leistung der
Rechtshilfe in Strafsachen, die in den
Zuständigkeitsbereich der Justizbehörden fällt.
Dieser Vertrag lässt die innerstaatlichen,
europäischen und internationalen Rechts -
instrumente, die die justizielle
Zusammenarbeit in Strafsachen regeln, unberührt.
(3) Dieser Vertrag lässt die rechtlichen
Regelungen über die internationale
Zusammenarbeit bei der Kriminalitätsbekämpfung
unberührt, insbesondere die der nationalen
Zentralstellen im Rahmen der Interna -
tionalen Kriminalpolizeilichen Organisation
(Interpol) und der Agentur der Europäischen
Union für die Zusammenarbeit auf dem
Gebiet der Strafverfolgung (Europol).
Artikel 2
Zuständige Behörden
(1) Die für die Zusammenarbeit nach
diesem Vertrag zuständigen Behörden sind
im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland
a) das Bundesministerium des Innern
und für Heimat,
b) die Polizeibehörden des Bundes und
der Länder,
c) die Behörden der Zollverwaltung;
Entendant assurer la cohérence du
présent Traité avec le cadre de coopération
policière et douanière européen et
international qui les lie,
Sont convenus de ce qui suit :
Partie I
Champ d’application
et autorités compétentes
Article 1er
Objet du Traité
(1) Les États contractants coopèrent
dans le domaine de la prévention de
menaces à la sécurité ou à l’ordre publics ainsi
que dans le domaine de la prévention et de
la répression d’infractions pénales. La
coopération couvre également les cas dans
lesquels un fait est qualifié d’infraction
pénale dans un État contractant et d’infraction
administrative dans l’autre État contractant.
Les États contractants coopèrent en outre
dans le domaine de la répression d’infrac -
tions administratives relevant du champ de
compétence des autorités policières ou
douanières, dans la mesure où cette
coopération n’est pas déjà mise en œuvre en
vertu du droit de l’Union européenne ou
d’autres instruments de droit international.
(2) La coopération en vertu du présent
Traité ne comprend pas la fourniture d’une
entraide judiciaire en matière pénale, qui
relève du champ de compétence des autorités
judiciaires. Le présent Traité ne porte pas
atteinte aux instruments juridiques
nationaux, européens et internationaux
gouvernant la coopération judiciaire en matière
pénale.
(3) Le présent Traité ne porte pas
atteinte aux instruments juridiques relatifs à
la coopération internationale en matière de
lutte contre la criminalité, notamment à celui
prévu entre les services centraux nationaux
dans le cadre de l’Organisation interna -
tionale de police criminelle (Interpol) et
de l’Agence de l’Union européenne pour
la coopération des services répressifs
(Europol).
Article 2
Autorités compétentes
(1) Les autorités compétentes pour la
coopération en vertu du présent Traité sont,
dans le cadre de leurs compétences
respectives,
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne :
a) le ministère fédéral de l’Intérieur et
du Territoire,
b) les autorités policières de la
Fédération et des Länder,
c) les autorités de l’administration
douanière ;
met het voornemen de coherentie van dit
Verdrag met het Europese en internationale
kader voor politie- en douanesamenwerking
dat hen verbindt, te waarborgen,
zijn het volgende overeengekomen:
Deel I
Toepassingsgebied
en bevoegde autoriteiten
Artikel 1
Voorwerp van het Verdrag
(1) De Verdragsluitende Staten werken
samen op het gebied van de voorkoming
van gevaren voor de openbare orde en
veiligheid alsmede op het gebied van de
voorkoming en vervolging van strafbare feiten.
De samenwerking omvat ook de gevallen
waarin het feit in de ene Verdragsluitende
Staat als een strafbaar feit en in de andere
Verdragsluitende Staat als een
administratieve overtreding wordt gekwalificeerd.
De Verdragsluitende Staten werken tevens
samen op het gebied van de vervolging
van administratieve overtredingen die
behoren tot het bevoegdheidsgebied van de
politie- of douaneautoriteiten, voor zover
deze samenwerking niet reeds geschiedt
krachtens het recht van de Europese Unie
of andere overeenkomsten van interna -
tionaal recht.
(2) De samenwerking op grond van dit
Verdrag omvat niet het leveren van
rechtshulp in strafzaken, dat tot het
bevoegdheidsgebied van de gerechtelijke autoriteiten
behoort. Dit Verdrag laat onverlet de nationale,
Europese en internationale
rechtsinstrumenten die de gerechtelijke samenwerking
in strafzaken regelen.
(3) Dit Verdrag laat onverlet de juridische
instrumenten betreffende de internationale
samenwerking op het gebied van de
criminaliteitsbestrijding, in het bijzonder die
tussen de nationale centrale organen in het
kader van de Internationale Criminele
Politieorganisatie (Interpol) en het
Agentschap van de Europese Unie voor
samenwerking op het gebied van rechtshand -
having (Europol).
Artikel 2
Bevoegde autoriteiten
(1) De voor de samenwerking op grond
van dit Verdrag bevoegde autoriteiten zijn
in het kader van hun respectieve
bevoegdheden,
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland:
a) het Bondsministerie van Binnen -
landse Zaken en Heimat,
b) de politieautoriteiten van de Bond en
de deelstaten,
c) de autoriteiten van de douane -
administratie;
Bundesrat – 11 – Drucksache 477/26
2. auf Seiten des Königreichs Belgien
a) die Föderale Polizei,
b) die Lokale Polizei,
c) die Generalverwaltung Zoll und
Akzisen.
(2) Zuständige Beamtinnen und Beamte
im Sinne dieses Vertrags sind
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland
a) Polizeibeamtinnen und Polizei -
beamte des Bundes und der Länder,
b) weitere Bedienstete der Polizeien
des Bundes und der Länder, die
Polizeibeamtinnen und Polizei -
beamte nach Buchstabe a bei der
Ausübung von deren
Hoheitsbefugnissen unmittelbar unterstützen oder
diesen insoweit gleichgestellt sind,
c) Beamtinnen und Beamte der Zoll -
verwaltung,
d) weitere Bedienstete der
Zollverwaltung, die Zollbeamtinnen und Zoll -
beamte unter Buchstabe c bei der
Ausübung von deren
Hoheitsbefugnissen unmittelbar unterstützen oder
diesen insoweit gleichgestellt sind;
2. auf Seiten des Königreichs Belgien
a) Vollzugsbeamtinnen und Vollzugs -
beamte sowie ihnen gleichgestellte
Angehörige der Föderalen Polizei
und der Lokalen Polizei,
b) Bedienstete der Generalverwaltung
Zoll und Akzisen.
(3) Die nationalen Zentralstellen im
Sinne dieses Vertrags sind im Rahmen ihrer
jeweiligen Zuständigkeiten
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland
a) das Bundeskriminalamt,
b) das Zollkriminalamt;
2. auf Seiten des Königreichs Belgien
a) die Direktion der internationalen
polizeilichen Zusammenarbeit der
Föderalen Polizei,
b) die Direktion der Einsätze in
gerichtspolizeilichen Angelegenheiten
der Föderalen Polizei,
c) die Zentralbehörde der Verwaltung
Fahndung der Generalverwaltung
Zoll und Akzisen.
(4) Spezialeinheiten im Sinne dieses
Vertrags sind
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland die hierfür benannten Spezial -
einheiten der zuständigen Behörden des
Bundes und der Länder,
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique :
a) la Police fédérale,
b) la Police locale,
c) l’Administration générale des
douanes et accises.
(2) Les fonctionnaires compétents au
sens du présent Traité sont
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne :
a) les fonctionnaires de police de la
Fédération et des Länder,
b) d’autres agents des polices de la
Fédération et des Länder qui
apportent un soutien direct aux
fonctionnaires de police visés au point a)
dans l’exercice de leurs prérogatives
de puissance publique ou qui leur
sont assimilés à cet égard,
c) les fonctionnaires de l’administration
douanière,
d) d’autres agents de l’administration
douanière qui apportent un soutien
direct aux fonctionnaires des
douanes visés au point c) dans
l’exercice de leurs prérogatives de
puissance publique ou qui leur sont
assimilés à cet égard ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique :
a) les fonctionnaires opérationnels de
la Police fédérale et de la Police
locale ainsi que les membres du
personnel qui leur sont assimilés,
b) les agents de l’Administration
générale des douanes et accises.
(3) Les services centraux nationaux au
sens du présent Traité sont, dans le cadre
de leurs compétences respectives,
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne :
a) l’Office fédéral de police criminelle,
b) l’Office criminel des douanes ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique :
a) la Direction de la coopération
policière internationale de la Police
fédérale,
b) la Direction des opérations de police
judiciaire de la Police fédérale,
c) la Composante centrale de l’
Administration Recherche de l’Adminis -
tration générale des douanes et
accises.
(4) Les unités spéciales au sens du
présent Traité sont
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, les unités
spéciales désignées à cet effet des autorités
compétentes de la Fédération et des
Länder ;
2. voor het Koninkrijk België:
a) de Federale Politie,
b) de Lokale Politie,
c) de Algemene Administratie van de
Douane en Accijnzen.
(2) De bevoegde ambtenaren in de zin
van dit Verdrag zijn
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland:
a) de politieambtenaren van de Bond
en de deelstaten,
b) overige ambtenaren van de
politiediensten van de Bond en de
deelstaten die de politieambtenaren zoals
bedoeld in onderdeel a) rechtstreeks
ondersteunen bij de uitoefening van
hun bevoegdheden van openbaar
gezag of met hen in dit opzicht
gelijkgesteld zijn,
c) de ambtenaren van de douane -
administratie,
d) overige ambtenaren van de
douaneadministratie die de
douaneambtenaren zoals bedoeld in onderdeel c)
rechtstreeks ondersteunen bij de
uitoefening van hun bevoegdheden
van openbaar gezag of met hen in
dit opzicht gelijkgesteld zijn;
2. voor het Koninkrijk België:
a) de operationele ambtenaren van de
Federale en de Lokale Politie en
de met hen gelijkgestelde
personeelsleden,
b) de ambtenaren van de Algemene
Administratie van de Douane en
Accijnzen.
(3) De nationale centrale organen in de
zin van dit Verdrag zijn in het kader van hun
respectieve bevoegdheden
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland:
a) de federale recherchedienst,
b) de recherchedienst van de douane;
2. voor het Koninkrijk België:
a) de Directie van de internationale
politiesamenwerking van de Fede -
rale Politie,
b) de Directie van operaties inzake
gerechtelijke politie van de Federale
Politie,
c) de Centrale Component van de
Administratie Opsporing van de
Algemene Administratie van de
Douane en Accijnzen.
(4) De speciale eenheden in de zin van
dit Verdrag zijn
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland de
daartoe aangewezen speciale
eenheden van de bevoegde autoriteiten van
de Bond en de deelstaten;
Drucksache 477/26 – 12 – Bundesrat
2. auf Seiten des Königreichs Belgien
die Direktion der Spezialeinheiten der
Föderalen Polizei.
Artikel 3
Geografischer Anwendungsbereich
(1) Soweit dieser Vertrag nicht
ausdrücklich etwas anderes bestimmt, erstreckt sich
der geografische Anwendungsbereich
dieses Vertrags auf das gesamte Hoheitsgebiet
beider Vertragsstaaten.
(2) Grenzgebiete im Sinne dieses
Vertrags sind
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland die Länder Nordrhein-Westfalen
und Rheinland-Pfalz,
2. auf Seiten des Königreichs Belgien die
Gerichtsbezirke Eupen, Lüttich, Limburg
und Luxemburg.
Teil II
Informationsaustausch
Artikel 4
Informationsaustausch auf Ersuchen
(1) Im Rahmen ihrer jeweiligen Zu -
ständigkeiten und nach Maßgabe ihres
jeweiligen innerstaatlichen Rechts leisten die
zuständigen Behörden der Vertragsstaaten
einander Unterstützung, indem sie auf Er -
suchen Informationen zur Abwehr von
Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder
Ordnung sowie zur Verhütung und Ver -
folgung von Straftaten und
Ordnungswidrigkeiten austauschen.
(2) Die Bedingungen für die Übermittlung
und Erledigung von Ersuchen in Bezug auf
Ordnungswidrigkeiten im Sinne des
Artikels 1 Absatz 1 Satz 3 werden in einer
Durchführungsvereinbarung nach Artikel 54
Absatz 1 geregelt. Insbesondere kann darin
der Umfang der Zusammenarbeit zwischen
den Vertragsstaaten von der Art der Tat, der
Schwere der Tat oder der zu erwartenden
Sanktion abhängig gemacht werden.
(3) Ob das Ersuchen eine Straftat oder
eine Ordnungswidrigkeit betrifft, beurteilt
sich nach dem innerstaatlichen Recht des
ersuchenden Vertragsstaats.
(4) Das Ersuchen wird unverzüglich er -
ledigt. Ist die ersuchte Behörde für die
Erledigung des Ersuchens unzuständig,
leitet sie das Ersuchen unverzüglich an die
zuständige Behörde weiter und teilt dies der
ersuchenden zuständigen Behörde mit.
Artikel 5
Informationsaustausch ohne Ersuchen
(1) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können einander im Einklang
mit dem jeweiligen innerstaatlichen Recht
Informationen ohne Ersuchen mitteilen, so-
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, la Direction des unités
spéciales de la Police fédérale.
Article 3
Champ d’application territoriale
(1) Sauf disposition contraire expresse
dans le présent Traité, le champ d’
application territoriale du présent Traité s’étend à
l’ensemble du territoire national des deux
États contractants.
(2) Les zones frontalières au sens du
présent Traité sont
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, les Länder de
Rhénanie du Nord-Westphalie et de
Rhénanie-Palatinat ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, les arrondissements
judiciaires d’Eupen, de Liège, du Limbourg
et du Luxembourg.
Partie II
Échange d’informations
Article 4
Échange d’informations sur demande
(1) Dans le cadre de leurs compétences
respectives et dans les conditions prévues
par leur droit national respectif, les autorités
compétentes des États contractants se
prêtent mutuellement assistance en
échangeant, sur demande, des informations en
vue de la prévention de menaces à la
sécurité ou à l’ordre publics ainsi que de la
prévention et de la répression d’infractions
pénales et administratives.
(2) Les conditions régissant la
transmission et le traitement de demandes relatives
à des infractions administratives telles
que visées à l’article 1er, paragraphe 1,
phrase 3, sont réglées dans un accord de
mise en œuvre tel que prévu à l’article 54,
paragraphe 1. Celui-ci peut notamment
déterminer la portée de la coopération entre
les États contractants en fonction du type
des faits, de leur gravité ou de la sanction
encourue.
(3) La nature pénale ou administrative de
l’infraction à laquelle se réfère une demande
s’apprécie au regard du droit national de
l’État contractant requérant.
(4) La demande est traitée sans délai. Si
l’autorité requise n’est pas compétente pour
traiter la demande, elle transmet celle-ci
sans délai à l’autorité compétente et en
informe l’autorité compétente requérante.
Article 5
Échange d’informations sans demande
(1) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent se transmettre,
conformément à leur droit national respectif, des
informations sans demande s’il existe des
2. voor het Koninkrijk België de Directie
van de speciale eenheden van de
Federale Politie.
Artikel 3
Territoriaal toepassingsgebied
(1) Het territoriale toepassingsgebied
van dit Verdrag bestrijkt het gehele
grondgebied van beide Verdragsluitende Staten,
tenzij in dit Verdrag uitdrukkelijk anders is
bepaald.
(2) De grensgebieden in de zin van dit
Verdrag zijn
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland de
deelstaten Noordrijn-Westfalen en
Rijnland-Palts;
2. voor het Koninkrijk België de
gerechtelijke arrondissementen Eupen, Luik,
Limburg en Luxemburg.
Deel II
Informatie-uitwisseling
Artikel 4
Informatie-uitwisseling op verzoek
(1) In het kader van hun respectieve
bevoegdheden en met inachtneming van hun
respectieve nationale recht verlenen de
bevoegde autoriteiten van de Verdragsluitende
Staten elkaar bijstand door op verzoek
informatie uit te wisselen ter voorkoming van
gevaren voor de openbare orde en veiligheid
en ter voorkoming en vervolging van
strafbare feiten en administratieve
overtredingen.
(2) De voorwaarden voor de verzending
en uitvoering van verzoeken betreffende
administratieve overtredingen in de zin van
artikel 1, paragraaf 1, zin 3, worden in een
uitvoeringsovereenkomst zoals bedoeld in
artikel 54, paragraaf 1, geregeld. In het
bijzonder kan daarin de reikwijdte van de
samenwerking tussen de Verdragsluitende
Staten afhankelijk worden gemaakt van de
aard van het feit, de ernst van het feit of
de te verwachten straf.
(3) Of het verzoek een strafbaar feit of
een administratieve overtreding betreft,
wordt beoordeeld op grond van het natio -
nale recht van de verzoekende Verdrag -
sluitende Staat.
(4) Het verzoek wordt onverwijld
uitgevoerd. Indien de aangezochte autoriteit niet
bevoegd is voor de uitvoering van het
verzoek, stuurt ze het verzoek onverwijld door
naar de bevoegde autoriteit en brengt ze de
verzoekende bevoegde autoriteit hiervan op
de hoogte.
Artikel 5
Informatie-uitwisseling zonder verzoek
(1) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen elkaar,
overeenkomstig hun respectieve nationale
recht, informatie meedelen zonder verzoek
Bundesrat – 13 – Drucksache 477/26
fern tatsächliche Anhaltspunkte dafür vor -
liegen, dass diese Informationen zur Abwehr
von Gefahren für die öffentliche Sicherheit
oder Ordnung oder zur Verhütung und
Verfolgung von Straftaten und
Ordnungswidrigkeiten beitragen können.
(2) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können einander insbesondere
Informationen mitteilen
1. über Straftaten und Ordnungswidrig -
keiten, über deren Täter und Teilnehmer,
über Personen, die der Begehung einer
Straftat oder Ordnungswidrigkeit oder
der Beteiligung an solchen verdächtigt
sind, über die Umstände von deren
Begehung, über Verletzte und Zeugen
und über die getroffenen Maßnahmen,
2. über Gegenstände, mit denen Straftaten
begangen wurden oder die aus diesen
herrühren,
3. über Hinweise auf terroristische Be -
drohungen, mögliche Terroranschläge,
terroristische und extremistische
Strukturen und Vereinigungen sowie
gleichgelagerte Verdachtslagen, die für den
anderen Vertragsstaat von Bedeutung
sind,
4. über Formen der Begehung von Straf -
taten,
5. über Migrationsbewegungen, deren
Umfang, Struktur und mögliche
Zielrichtungen,
6. über geplante Polizeiaktionen und
-einsätze in den Grenzgebieten,
7. für die Gewährleistung der Sicherheit im
Straßenverkehr,
8. für die Erarbeitung gemeinsamer
Lagebilder und Analysen vor allem für die
Grenzgebiete.
Artikel 6
Informationsaustausch
zwischen Polizei- und Zollbehörden
Nach Maßgabe ihres jeweiligen
innerstaatlichen Rechts können die
Polizeibehörden des einen Vertragsstaats Informationen
mit den Zollbehörden des anderen
Vertragsstaats austauschen und umgekehrt.
Artikel 7
Wege des Informationsaustauschs
Der Austausch von Informationen nach
Artikel 4 und 5 erfolgt unmittelbar zwischen
den nationalen Zentralstellen. Der Infor -
mationsaustausch kann auch unmittelbar
zwischen den zuständigen Behörden er -
folgen, soweit
1. dieser zwischen zuständigen Behörden
im Grenzgebiet stattfindet und sich auf
Gefahren für die öffentliche Sicherheit
oder Ordnung oder auf Straftaten oder
éléments factuels indiquant que ces
informations pourraient contribuer à la
prévention de menaces à la sécurité ou à l’ordre
publics ou à la prévention et à la répression
d’infractions pénales et administratives.
(2) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent notamment se
transmettre des informations
1. relatives à des infractions pénales et
administratives, à leurs auteurs et aux
participants, à des personnes suspectées
d’avoir commis ou participé à une infrac -
tion pénale ou administrative, aux
circonstances de la commission des faits,
à des blessés et à des témoins ainsi
qu’aux mesures prises,
2. relatives à des objets ayant servi à la
commission ou provenant d’infractions
pénales,
3. relatives à des indices ayant trait à
des menaces terroristes, à d’éventuels
attentats terroristes, à des structures et
à des organisations terroristes et
extrémistes ainsi qu’à des situations
suspectes semblables revêtant de l’
importance pour l’autre État contractant,
4. relatives à des modes de commission
d’infractions pénales,
5. relatives à des flux migratoires, à leur
portée, à leur structure et aux
éventuelles destinations concernées,
6. relatives à des opérations et à des
interventions policières planifiées dans les
zones frontalières,
7. en vue de garantir la sécurité routière,
8. en vue d’établir des analyses et des
états de situation communs,
principalement pour les zones frontalières.
Article 6
Échange d’informations
entre autorités policières et douanières
Les autorités policières d’un État
contractant peuvent, dans les conditions prévues
par leur droit national respectif, échanger
des informations avec les autorités
douanières de l’autre État contractant et vice
versa.
Article 7
Canaux d’échange d’informations
Les échanges d’informations visés aux
articles 4 et 5 ont lieu directement entre les
services centraux nationaux. Ces échanges
d’informations peuvent également avoir lieu
directement entre les autorités
compétentes, dans la mesure où
1. ils s’effectuent entre des autorités
compétentes situées dans la zone frontalière
et sont relatifs à une menace à la
sécurité ou à l’ordre publics ou à une
infraindien er feitelijke aanwijzingen zijn dat deze
informatie kan bijdragen tot de voorkoming
van gevaren voor de openbare orde en
veiligheid of tot de voorkoming en
vervolging van strafbare feiten en administratieve
overtredingen.
(2) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen elkaar in
het bijzonder informatie meedelen
1. over strafbare feiten en administratieve
overtredingen, over de daders en de
deelnemers, over personen die ervan
verdacht worden een strafbaar feit of
administratieve overtreding te hebben
gepleegd of eraan te hebben
deelgenomen, over de omstandigheden waarin
ze werden gepleegd, over gewonden
en getuigen en over de getroffen
maatregelen,
2. over voorwerpen waarmee strafbare
feiten werden gepleegd of die eruit
voortkomen,
3. over aanwijzingen met betrekking tot
terroristische dreigingen, mogelijke
terreuraanslagen, terroristische en
extremistische structuren en organisaties
en gelijkaardige verdachte situaties die
voor de andere Verdragsluitende Staat
van belang zijn,
4. over manieren waarop strafbare feiten
worden gepleegd,
5. over migratiebewegingen, hun omvang,
structuur en mogelijke bestemmingen,
6. over geplande operaties en optredens
van de politie in de grensgebieden,
7. met het oog op het waarborgen van de
verkeersveiligheid,
8. met het oog op het opstellen van
gemeenschappelijke situatieverslagen en
analyses, voornamelijk voor de
grensgebieden.
Artikel 6
Informatie-uitwisseling
tussen politie- en douaneautoriteiten
Met inachtneming van hun respectieve
nationale recht kunnen de politieautoriteiten
van de ene Verdragsluitende Staat
informatie uitwisselen met de douaneautoriteiten
van de andere Verdragsluitende Staat en
omgekeerd.
Artikel 7
Kanalen voor de informatie-uitwisseling
De uitwisseling van informatie zoals
bedoeld in artikel 4 en 5 geschiedt
rechtstreeks tussen de nationale centrale
organen. De informatie-uitwisseling kan ook
rechtstreeks tussen de bevoegde
autoriteiten geschieden, voor zover
1. ze plaatsvindt tussen bevoegde
autoriteiten in het grensgebied en betrekking
heeft op gevaren voor de openbare orde
en veiligheid of op strafbare feiten of
Drucksache 477/26 – 14 – Bundesrat
Ordnungswidrigkeiten im Grenzgebiet
bezieht oder
2. die Übermittlung der Informationen
zwischen den nationalen Zentralstellen
zu einer Verzögerung führen würde, die
die Aufgabenwahrnehmung der
betroffenen zuständigen Behörden gefährden
würde, oder
3. der Informationsaustausch während
einer grenzüberschreitenden Maß -
nahme nach Teil III zwischen hieran
teilnehmenden zuständigen Beamtinnen
und Beamten stattfindet oder
4. eine unmittelbare Zusammenarbeit
zweckmäßig ist und hierzu das Ein -
vernehmen ihrer nationalen Zentral -
stellen vorliegt.
Die nationalen Zentralstellen werden nach
Maßgabe ihres jeweiligen innerstaatlichen
Rechts über den Informationsaustausch
unterrichtet.
Artikel 8
Form des Informationsaustauschs
(1) Ersuchen und deren Beantwortung
werden schriftlich übermittelt. In dringenden
Fällen kann das Ersuchen auch mündlich
mit unverzüglich darauffolgender schrift -
licher Bestätigung erfolgen.
(2) Die Übermittlung der Ersuchen und
deren Beantwortung auf elektronischem
Weg ist zulässig, soweit die genutzten Mittel
gesichert sind und deren Nutzung in beiden
Vertragsstaaten gestattet ist.
(3) Dem Ersuchen wird eine Über -
setzung in eine Amtssprache des
ersuchten Vertragsstaats oder in die englische
Sprache beigefügt, sofern das Ersuchen
nicht in einer Amtssprache des ersuchten
Vertragsstaats oder in englischer Sprache
gestellt wird.
Artikel 9
Gemeinsame Zentren
(1) Die Vertragsstaaten können in auf
Dauer angelegten und wenn möglich in
der Nähe der Staatsgrenze eingerichteten
Gemeinsamen Zentren zusammenarbeiten.
(2) Im Einklang mit dem jeweiligen
innerstaatlichen Recht und vorbehaltlich der
Zuständigkeit der nationalen Zentralstellen
arbeiten die Bediensteten in den Gemein -
samen Zentren im Rahmen ihrer jeweiligen
Zuständigkeiten unmittelbar zusammen,
um Informationen mit einem Bezug zur
örtlichen Zuständigkeit des betroffenen
Gemeinsamen Zentrums auszutauschen,
zu analysieren und weiterzuleiten. Sofern
die Informationsübermittlung zwischen den
nationalen Zentralstellen zu einer Ver -
zögerung führen würde, die die
Aufgabenwahrnehmung der betroffenen Behörde
gefährden würde, können die Gemeinsamen
Zentren ausnahmsweise auch dann in
Anspruch genommen werden, wenn kein
Bezug zu ihrer örtlichen Zuständigkeit besteht.
ction pénale ou administrative se situant
dans la zone frontalière, ou
2. la transmission des informations entre
les services centraux nationaux
impliquerait un retard qui entraverait l’
exécution des missions des autorités
compétentes concernées, ou
3. les échanges d’informations s’effectuent
au cours d’une opération transfrontalière
visée à la Partie III, entre des
fonctionnaires compétents y participant, ou
4. une coopération directe est opportune et
autorisée par leurs services centraux
nationaux.
Les services centraux nationaux sont
informés des échanges d’informations dans les
conditions prévues par leur droit national
respectif.
Article 8
Forme de l’échange d’informations
(1) Les demandes et les réponses à
celles-ci sont transmises par écrit. En cas
d’urgence, une demande peut également
être faite oralement, avec confirmation
écrite subséquente sans délai.
(2) La transmission des demandes et
des réponses à celles-ci par voie
électronique est admise dans la mesure où les
moyens utilisés sont sécurisés et où leur
utilisation est autorisée dans les deux États
contractants.
(3) Si elle n’est pas soumise dans une
langue officielle de l’État contractant requis
ou en anglais, la demande est
accompagnée d’une traduction dans une langue
officielle de l’État contractant requis ou
d’une traduction en anglais.
Article 9
Centres communs
(1) Les États contractants peuvent
coopérer dans des centres communs
permanents installés si possible à proximité de
la frontière nationale.
(2) Conformément à leur droit national
respectif et sous réserve de la compétence
des services centraux nationaux, les
membres du personnel dans les centres
communs coopèrent directement, dans le cadre
de leurs compétences respectives, en vue
de l’échange, de l’analyse et du transfert
d’informations en lien avec le champ de
compétence territoriale du centre commun
concerné. Dans la mesure où la
transmission des informations entre les services
centraux nationaux impliquerait un retard
qui entraverait l’exécution des missions du
service concerné, les centres communs
peuvent exceptionnellement être également
sollicités pour des cas n’ayant pas de lien
avec leur champ de compétence territoriale.
administratieve overtredingen in het
grensgebied, of
2. de verstrekking van de informatie via
de nationale centrale organen tot een
vertraging zou leiden die de uitvoering
van de taken van de betrokken be -
voegde autoriteiten in het gedrang zou
brengen, of
3. de informatie-uitwisseling plaatsvindt
tijdens een grensoverschrijdende actie
zoals bedoeld in deel III tussen hieraan
deelnemende bevoegde ambtenaren, of
4. een rechtstreekse samenwerking
doelmatig is en werd toegestaan door hun
nationale centrale organen.
De nationale centrale organen worden met
inachtneming van hun respectieve nationale
recht van de informatie-uitwisseling op de
hoogte gebracht.
Artikel 8
Vorm van de informatie-uitwisseling
(1) Verzoeken en de antwoorden daarop
worden schriftelijk verzonden. In
spoedeisende gevallen kan het verzoek ook
mondeling worden gedaan met een onverwijld
daaropvolgende schriftelijke bevestiging.
(2) De verzending van de verzoeken en
de antwoorden daarop via elektronische
weg is toegestaan voor zover de gebruikte
middelen beveiligd zijn en het gebruik ervan
in beide Verdragsluitende Staten is
toegestaan.
(3) Indien het verzoek niet in een officiële
taal van de aangezochte Verdragsluitende
Staat of in het Engels wordt ingediend,
wordt een vertaling in een officiële taal van
de aangezochte Verdragsluitende Staat of
in het Engels bij het verzoek gevoegd.
Artikel 9
Gemeenschappelijke centra
(1) De Verdragsluitende Staten kunnen
samenwerken in permanente en indien
mogelijk in de buurt van de staatsgrens
ingerichte gemeenschappelijke centra.
(2) Overeenkomstig hun respectieve
nationale recht en behoudens de bevoegdheid
van de nationale centrale organen werken
de personeelsleden in de
gemeenschappelijke centra in het kader van hun respectieve
bevoegdheden rechtstreeks samen, om
informatie in verband met het territoriale
bevoegdheidsgebied van het betrokken
gemeenschappelijke centrum uit te wisselen,
te analyseren en door te zenden. Indien de
verstrekking van informatie via de nationale
centrale organen tot een vertraging zou
leiden die de uitvoering van de taken van de
betrokken autoriteit in het gedrang zou
brengen, kan bij wijze van uitzondering ook
een beroep worden gedaan op de
gemeenschappelijke centra in gevallen waarin er
geen verband is met hun territoriale
bevoegdheidsgebied.
Bundesrat – 15 – Drucksache 477/26
(3) Die Bediensteten in den
Gemeinsamen Zentren wirken bei der Koordinierung
der grenzüberschreitenden Zusammen -
arbeit nach diesem Vertrag unterstützend
mit.
(4) Den Bediensteten in den
Gemeinsamen Zentren obliegt nicht die selbständige
Durchführung operativer Maßnahmen. Sie
unterstehen ausschließlich den Weisungen
und der Disziplinargewalt ihrer Entsende -
behörden.
(5) Die Einrichtung eines Gemeinsamen
Zentrums nach diesem Artikel, sein örtlicher
Zuständigkeitsbereich, die Einzelheiten der
Zusammenarbeit und die Aufteilung der
Kosten werden in einer Durchführungs -
vereinbarung nach Artikel 54 Absatz 1 ge -
regelt. Das Übereinkommen vom 24.
Oktober 2008 zwischen der Regierung der
Bundesrepublik Deutschland, der Regierung
des Königreichs Belgien, der Regierung
der Französischen Republik und der
Regierung des Großherzogtums Luxemburg zur
Einrichtung und zum Betrieb eines Gemein -
samen Zentrums der Polizei- und Zoll -
zusammenarbeit im gemeinsamen
Grenzgebiet bleibt hiervon unberührt.
(6) Die Vertragsstaaten können mit
einem oder mehreren gemeinsamen
Nachbarstaaten vereinbaren, auf Dauer ange -
legte Gemeinsame Zentren einzurichten.
Die zuständigen Behörden eines
Vertragsstaats können sich auch an auf Dauer
angelegten Gemeinsamen Zentren, die der
andere Vertragsstaat mit einem gemein -
samen Nachbarstaat betreibt, beteiligen,
wenn und soweit dieser Nachbarstaat einer
solchen Beteiligung zustimmt. Die Einzel -
heiten der Zusammenarbeit und die Auf -
teilung der Kosten werden zwischen allen
beteiligten Staaten einvernehmlich geregelt.
(7) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können auch in zeitlich be -
fristet angelegten Gemeinsamen Zentren im
Einklang mit ihrem jeweiligen innerstaat -
lichen Recht zusammenarbeiten. Die
zuständigen Behörden legen dafür
insbesondere den Umfang und die Modalitäten der
Zusammenarbeit, darunter die Aufteilung
der Kosten der Errichtung, der Ausstattung
und des Betriebs, in einer
Durchführungsvereinbarung nach Artikel 54 Absatz 2 fest.
Absatz 6 findet entsprechende Anwendung.
Artikel 10
Verbindungsbeamtinnen
und Verbindungsbeamte
(1) Jeder Vertragsstaat kann mit Zu -
stimmung des anderen Vertragsstaats
Verbindungsbeamtinnen und Verbindungs -
beamte der Polizei- und Zollbehörden in das
Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaats
entsenden.
(2) Verbindungsbeamtinnen und
Verbindungsbeamte übermitteln Informationen und
nehmen ihre Aufgaben im Rahmen der
Weisungen wahr, die ihnen von dem Ent-
(3) Les membres du personnel dans les
centres communs apportent un appui à la
coordination de la coopération
transfrontalière en vertu du présent Traité.
(4) Il n’incombe pas aux membres
du personnel dans les centres communs
d’exécuter des mesures opérationnelles de
manière indépendante. Ils sont
exclusivement soumis aux instructions et au pouvoir
disciplinaire de leurs autorités d’envoi.
(5) La mise en place d’un centre
commun au sens du présent article, son champ
de compétence territoriale, les détails de la
coopération ainsi que la répartition des frais
sont réglés dans un accord de mise en
œuvre tel que prévu à l’article 54,
paragraphe 1. Il n’est en outre pas porté atteinte
à l’Accord entre le Gouvernement du
Royaume de Belgique, le Gouvernement de
la République fédérale d’Allemagne, le
Gouvernement de la République française
et le Gouvernement du Grand-Duché de
Luxembourg concernant la mise en place et
l’exploitation d’un centre commun de
coopération policière et douanière dans la zone
frontalière commune, en date du 24 octobre
2008.
(6) Les États contractants peuvent
convenir avec un ou plusieurs États
limitrophes communs de mettre en place des
centres communs permanents. Les
autorités compétentes d’un État contractant
peuvent également participer à des centres
communs permanents que l’autre État
contractant exploite avec un État limitrophe
commun, si et dans la mesure où cet État
limitrophe consent à une telle participation.
Les détails de la coopération et la répartition
des frais sont réglés d’un commun accord
entre tous les États concernés.
(7) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent également coopérer,
conformément à leur droit national respectif,
dans des centres communs temporaires.
À cet effet, les autorités compétentes fixent,
dans un accord de mise en œuvre tel que
prévu à l’article 54, paragraphe 2,
notamment la portée et les modalités de la
coopération, dont la répartition des frais inhérents
à la mise en place, à la dotation et à l’
exploitation. Le paragraphe 6 s’applique par
analogie.
Article 10
Officiers de liaison
(1) Chaque État contractant peut, avec le
consentement de l’autre État contractant,
détacher des officiers de liaison des
autorités policières et douanières sur le territoire
national de l’autre État contractant.
(2) Les officiers de liaison transmettent
des informations et remplissent leurs
missions dans le cadre des instructions qui leur
sont données par l’État contractant d’envoi
(3) De personeelsleden in de
gemeenschappelijke centra werken ondersteunend
mee aan de coördinatie van de
grensoverschrijdende samenwerking op grond van dit
Verdrag.
(4) Het zelfstandig uitvoeren van
operationele maatregelen valt niet onder de
bevoegdheid van de personeelsleden in de
gemeenschappelijke centra. Zij zijn uitsluitend
onderworpen aan de instructies en de
tuchtrechtelijke bevoegdheid van hun autoriteiten
in de zendstaat.
(5) De inrichting van een
gemeenschappelijk centrum in de zin van dit artikel, zijn
territoriaal bevoegdheidsgebied, de details
van de samenwerking en de verdeling
van de kosten worden in een
uitvoeringsovereenkomst zoals bedoeld in artikel 54,
paragraaf 1, geregeld. Het Akkoord van
24 oktober 2008 tussen de Regering van
het Koninkrijk België, de Regering van de
Bondsrepubliek Duitsland, de Regering van
de Franse Republiek en de Regering van
het Groothertogdom Luxemburg betreffende
de inwerkingstelling en de exploitatie
van een gemeenschappelijk centrum voor
politie- en douanesamenwerking in de
gemeenschappelijke grensstreek blijft
onverlet.
(6) De Verdragsluitende Staten kunnen
met een of meerdere gemeenschappelijke
buurlanden overeenkomen permanente
gemeenschappelijke centra in te richten.
De bevoegde autoriteiten van een Verdrag -
sluitende Staat kunnen ook deelnemen aan
permanente gemeenschappelijke centra die
de andere Verdragsluitende Staat met een
gemeenschappelijk buurland exploiteert,
indien en voor zover dit buurland
toestemming verleent voor een dergelijke deelname.
De details van de samenwerking en de
verdeling van de kosten worden tussen alle
betrokken staten in onderlinge
overeenstemming geregeld.
(7) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen ook in tijdelijke
gemeenschappelijke centra samenwerken
overeenkomstig hun respectieve nationale
recht. De bevoegde autoriteiten leggen
daarvoor in het bijzonder de reikwijdte en de
modaliteiten van de samenwerking,
waaronder de verdeling van de kosten van de
oprichting, de uitrusting en de exploitatie,
vast in een uitvoeringsovereenkomst zoals
bedoeld in artikel 54, paragraaf 2.
Paragraaf 6 is van overeenkomstige toepassing.
Artikel 10
Verbindingsofficieren
(1) Elke Verdragsluitende Staat kan
met toestemming van de andere Verdrag -
sluitende Staat verbindingsofficieren van
de politie- en douaneautoriteiten naar
het grondgebied van de andere Verdrag -
sluitende Staat uitsturen.
(2) Verbindingsofficieren verstrekken
informatie en vervullen hun taken binnen het
kader van de instructies die hun worden
gegeven door de zendstaat en door de
Drucksache 477/26 – 16 – Bundesrat
sendestaat und von dem Vertragsstaat, in
den sie entsandt worden sind, erteilt
werden. Sie unterstützen und beraten, ohne
Hoheitsbefugnisse auszuüben.
(3) In einen dritten Staat entsandte
Verbindungsbeamtinnen und Verbindungs -
beamte eines Vertragsstaats können im
gegenseitigen Einvernehmen beider
Vertragsstaaten und unter der Voraussetzung
der Zustimmung des Drittstaats auch die
Interessen des anderen Vertragsstaats
wahrnehmen.
Artikel 11
Besondere Formen
des Informationsaustauschs
(1) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können, soweit dies zur
Abwehr einer konkreten Gefahr für Leib und
Leben oder zur Verhütung oder Verfolgung
einer schweren Straftat im Sinne der
Richtlinie (EU) 2023/977 aufgrund tatsächlicher
Anhaltspunkte erforderlich ist, nach Maß -
gabe ihres jeweiligen innerstaatlichen
Rechts Referenzdaten zum Zweck ihrer
vorübergehenden und örtlich begrenzten
Nutzung für den automatisierten Kenn -
zeichenabgleich mittels der hierfür be -
stehenden Systeme austauschen. Die
Datenkategorien, die Bedingungen und
Modalitäten für den Austausch von
Referenzdaten und für die Übermittlung von
Daten im Fall einer Übereinstimmung sowie
die datenschutzrechtlichen Aspekte –
insbesondere im Hinblick auf Zweckbindung,
Zugriffsberechtigungen, Protokollierung und
Löschpflichten – werden unter Achtung des
innerstaatlichen Rechts in einer
Durchführungsvereinbarung nach Artikel 54 Absatz 1
geregelt.
(2) Die Vertragsstaaten können nach
Maßgabe ihres jeweiligen innerstaatlichen
Rechts einander für die Zusammenarbeit
nach Artikel 13, 14 und 28 direkten Zugriff
auf nationale Datenbanken gewähren, auf
die ihre Polizei- und Zollbehörden Zugriff
haben, soweit diese Möglichkeit nicht
bereits nach dem Recht der Europäischen
Union oder anderen völkerrechtlichen
Übereinkünften besteht. Dieser Zugriff ist
beschränkt auf das Lesen der Daten, auf die
die zuständigen Beamtinnen und Beamten
des Vertragsstaats, dessen Datenbanken
abgefragt werden, während des
betreffenden gemeinsamen Einsatzes Zugriff haben.
Besondere Zugriffsbeschränkungen oder
andere Formen der Beschränkung nach
dem Recht des Vertragsstaats, dessen
Datenbanken abgefragt werden sollen, sind
zu beachten. Die Datenkategorien, die
Bedingungen und die Modalitäten des direkten
Zugriffs sowie die datenschutzrechtlichen
Aspekte – insbesondere Zweckbindung und
Protokollierung – werden unter Achtung des
innerstaatlichen Rechts in einer
Durchführungsvereinbarung nach Artikel 54 Absatz 1
geregelt.
(3) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können nach Maßgabe ihres
et par l’État contractant auprès duquel ils
sont détachés. Ils fournissent conseils et
assistance sans exercer de prérogatives de
puissance publique.
(3) Les officiers de liaison d’un État
contractant détachés auprès d’un État tiers
peuvent, d’un commun accord entre les
deux États contractants et sous réserve du
consentement de l’État tiers, également
défendre les intérêts de l’autre État
contractant.
Article 11
Formes spécifiques
d’échange d’informations
(1) Dans la mesure où, sur la base
d’éléments factuels, cela est nécessaire
pour la prévention d’un danger concret pour
la vie ou l’intégrité physique ou pour la
prévention ou la répression d’une infraction
pénale grave au sens de la directive (UE)
2023/977, les autorités compétentes des
États contractants peuvent, dans les
conditions prévues par leur droit national
respectif, échanger des données de référence en
vue de leur utilisation temporaire et limitée
dans l’espace pour la comparaison
automatisée des plaques d’immatriculation au
moyen des systèmes existant à cet effet.
Les catégories de données, les conditions
et les modalités de l’échange de données
de référence et de la transmission de
données en cas de concordance, ainsi que les
aspects relatifs à la protection des données,
notamment en ce qui concerne la limitation
de la finalité, les droits d’accès, la
journalisation et les obligations d’effacement, sont
réglés, dans le respect du droit national,
dans un accord de mise en œuvre tel que
prévu à l’article 54, paragraphe 1.
(2) Les États contractants peuvent, dans
les conditions prévues par leur droit national
respectif, s’accorder mutuellement, pour la
coopération en vertu des articles 13, 14
et 28, un accès direct aux bases de
données nationales auxquelles leurs autorités
policières et douanières ont accès, dans la
mesure où cette possibilité n’existe pas
encore en vertu du droit de l’Union
européenne ou d’autres instruments de droit
international. Cet accès reste limité à la
lecture des données auxquelles ont accès,
durant l’intervention commune concernée,
les fonctionnaires compétents de l’État
contractant dont les bases de données sont
consultées. Les limites d’accès spécifiques
ou toute autre forme de limite en vertu du
droit de l’État contractant dont les bases de
données doivent être consultées, doivent
être respectées. Les catégories de
données, les conditions et les modalités de
l’accès direct ainsi que les aspects relatifs à
la protection des données, notamment en
ce qui concerne la limitation de la finalité et
la journalisation, sont réglés, dans le respect
du droit national, dans un accord de mise en
œuvre tel que prévu à l’article 54,
paragraphe 1.
(3) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent, dans les conditions
Verdragsluitende Staat naar waar ze zijn
uitgestuurd. Ze ondersteunen en adviseren,
zonder bevoegdheden van openbaar gezag
uit te oefenen.
(3) Naar een derde staat uitgestuurde
verbindingsofficieren van een
Verdragsluitende Staat kunnen, in onderlinge
overeenstemming tussen beide Verdragsluitende
Staten en mits de derde staat toestemming
geeft, ook de belangen van de andere
Verdragsluitende Staat waarnemen.
Artikel 11
Bijzondere vormen
van informatie-uitwisseling
(1) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen, voor zover dit
ter voorkoming van een concreet gevaar
voor de fysieke integriteit of het leven of ter
voorkoming of vervolging van een ernstig
strafbaar feit in de zin van Richtlijn (EU)
2023/977 op grond van feitelijke
aanwijzingen noodzakelijk is, met inachtneming van
hun respectieve nationale recht
referentiegegevens uitwisselen met het oog op hun
tijdelijke en in ruimte beperkte gebruik voor
de geautomatiseerde vergelijking van
kentekens door middel van de daartoe
bestaande systemen. De gegevenscategorieën, de
voorwaarden en modaliteiten voor de
uitwisseling van referentiegegevens en voor de
verstrekking van gegevens in geval van een
overeenstemming, evenals de aspecten
inzake gegevensbescherming, in het
bijzonder met betrekking tot doelbinding,
toegangsrechten, logging en verplichtingen tot
wissen, worden met inachtneming van het
nationale recht in een
uitvoeringsovereenkomst zoals bedoeld in artikel 54,
paragraaf 1, geregeld.
(2) De Verdragsluitende Staten kunnen
elkaar, met inachtneming van hun
respectieve nationale recht, voor de samenwerking
zoals bedoeld in artikel 13, 14 en 28
rechtstreeks toegang verlenen tot nationale
databanken waartoe hun politie- en
douaneautoriteiten toegang hebben, voor zover deze
mogelijkheid niet reeds bestaat krachtens
het recht van de Europese Unie of andere
overeenkomsten van internationaal recht.
Deze toegang is beperkt tot het lezen van
de gegevens waartoe de bevoegde
ambtenaren van de Verdragsluitende Staat wiens
databanken geraadpleegd worden, tijdens
het betreffende gezamenlijke optreden
toegang hebben. Bijzondere
toegangsbeperkingen of andere beperkingen krachtens het
recht van de Verdragsluitende Staat wiens
databanken zouden worden geraadpleegd,
dienen in acht genomen te worden. De
gegevenscategorieën, de voorwaarden en
modaliteiten van de rechtstreekse toegang,
evenals de aspecten inzake
gegevensbescherming, in het bijzonder met betrekking
tot doelbinding en logging, worden met
inachtneming van het nationale recht in een
uitvoeringsovereenkomst zoals bedoeld in
artikel 54, paragraaf 1, geregeld.
(3) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen, met inachtne-
Bundesrat – 17 – Drucksache 477/26
jeweiligen innerstaatlichen Rechts
gemeinsame Datenbanken für den Austausch und
die Analyse von Polizei- und
Zollinformationen einrichten. Die Datenkategorien, die
Bedingungen und die Modalitäten für die
Einrichtung und Nutzung solcher gemeinsamer
Datenbanken sowie die datenschutzrecht -
lichen Aspekte – insbesondere Zweck -
bindung, Zugriffsberechtigungen,
Protokollierung und Löschpflichten – werden unter
Achtung des innerstaatlichen Rechts in
einer Durchführungsvereinbarung nach
Artikel 54 Absatz 1 geregelt.
Artikel 12
Verwendung
der empfangenen Informationen
(1) Informationen, die auf der Grundlage
dieses Vertrags von einer zuständigen
Behörde des einen Vertragsstaats an eine
zuständige Behörde des anderen
Vertragsstaats übermittelt werden, dürfen von den
zuständigen Behörden dieses
letztgenannten Vertragsstaats und von jeder anderen
Behörde, an die sie nach Maßgabe von
Absatz 4 weitergeleitet wurden, für die in
Artikel 1 genannten Zwecke verwendet
werden, soweit diese Behörden befugt sind,
solche Informationen für den vorgesehenen
Zweck zu verarbeiten und die Verarbeitung
für diesen Zweck verhältnismäßig ist.
(2) Verlangt die übermittelnde zuständige
Behörde bei der Übermittlung jedoch, dass
die Informationen nur für bestimmte Zwecke
zu verwenden sind, so halten die zustän -
digen Behörden des anderen Vertragsstaats
und jede andere Behörde, an die sie
nach Maßgabe von Absatz 4 weitergeleitet
wurden, diese
Verwendungsbeschränkungen ein. Sie dürfen die empfangenen In -
formationen nur dann für einen anderen
in Artikel 1 genannten Zweck verwenden,
wenn die übermittelnde zuständige Behörde
im Einzelfall oder im Allgemeinen eine
vorherige schriftliche Zustimmung erteilt hat.
(3) Ein Vertragsstaat darf die von dem
anderen Vertragsstaat übermittelten
Informationen nur mit dessen Zustimmung als
Beweismittel in einem Strafverfahren
verwenden; zuständig für die Erteilung
der Zustimmung sind die nach Maßgabe
des innerstaatlichen Rechts zuständigen
Justiz-, Polizei- oder Zollbehörden.
(4) Mit Zustimmung des übermittelnden
Vertragsstaats und nach Maßgabe ihres
jeweiligen innerstaatlichen Rechts dürfen die
zuständigen Behörden des einen
Vertragsstaats Informationen, die sie auf der
Grundlage dieses Vertrags von den zuständigen
Behörden des anderen Vertragsstaats
empfangen haben, an eigene andere Behörden,
die nicht zuständige Behörden im Sinne
dieses Vertrags sind, weiterleiten, soweit dies
für die Abwehr von Gefahren für die öffent -
liche Sicherheit oder Ordnung oder zur
Verhütung und Verfolgung von Straftaten und
Ordnungswidrigkeiten erforderlich ist, soweit
diese Behörden befugt sind, diese
Informaprévues par leur droit national respectif,
établir des bases de données communes en
vue de l’échange et de l’analyse d’
informations policières ou douanières. Les
catégories de données, les conditions et les
modalités de l’établissement et de l’utilisation de
ces bases de données communes, ainsi
que les aspects relatifs à la protection des
données, notamment en ce qui concerne la
limitation de la finalité, les droits d’accès, la
journalisation et les obligations d’
effacement, sont réglés, dans le respect du droit
national, dans un accord de mise en œuvre
tel que prévu à l’article 54, paragraphe 1.
Article 12
Utilisation
des informations reçues
(1) Les informations transmises en vertu
du présent Traité par une autorité
compétente d’un État contractant à une autorité
compétente de l’autre État contractant
peuvent être utilisées, pour les finalités visées
à l’article 1er, par les autorités compétentes
de ce dernier et par toute autre autorité
publique à laquelle elles ont été transférées
dans les conditions prévues au
paragraphe 4, dans la mesure où ces autorités
sont autorisées à traiter ces informations
pour la finalité poursuivie et où le traitement
pour cette finalité est proportionné.
(2) Toutefois, si l’autorité compétente
émettrice demande lors de la transmission
des informations de n’utiliser ces dernières
que pour certaines finalités, les autorités
compétentes de l’autre État contractant et
toute autre autorité publique à laquelle elles
ont été transférées dans les conditions
prévues au paragraphe 4 respectent ces limites
d’utilisation. Elles ne peuvent utiliser les
informations reçues pour une autre finalité
visée à l’article 1er qu’avec le consentement
écrit préalable de l’autorité compétente
émettrice, donné au cas par cas ou de
manière générale.
(3) Un État contractant ne peut utiliser
les informations transmises par l’autre État
contractant comme moyen de preuve dans
le cadre d’une procédure pénale qu’avec le
consentement de ce dernier ; la délivrance
du consentement relève des autorités
judiciaires, policières ou douanières qui sont
compétentes en vertu du droit national.
(4) Avec le consentement de l’État
contractant émetteur et dans les conditions
prévues par leur droit national respectif, les
autorités compétentes d’un État contractant
peuvent transférer à d’autres autorités
publiques de ce dernier, qui ne sont pas des
autorités compétentes au sens du présent
Traité, des informations reçues des autorités
compétentes de l’autre État contractant en
vertu du présent Traité, dans la mesure où
cela est nécessaire pour la prévention de
menaces à la sécurité ou à l’ordre publics
ou pour la prévention et la répression
d’infractions pénales et administratives ainsi
que dans la mesure où ces autorités
ming van hun respectieve nationale recht,
gemeenschappelijke databanken opzetten
voor de uitwisseling en de analyse van
politie- en douanegegevens. De
gegevenscategorieën, de voorwaarden en
modaliteiten voor het opzetten en gebruiken van
dergelijke gemeenschappelijke databanken,
evenals de aspecten inzake
gegevensbescherming, in het bijzonder met betrekking
tot doelbinding, toegangsrechten, logging
en verplichtingen tot wissen, worden met
inachtneming van het nationale recht in een
uitvoeringsovereenkomst zoals bedoeld in
artikel 54, paragraaf 1, geregeld.
Artikel 12
Gebruik
van de ontvangen informatie
(1) Informatie die op grond van dit
Verdrag door een bevoegde autoriteit van
de ene Verdragsluitende Staat aan een
bevoegde autoriteit van de andere
Verdrags luitende Staat wordt verstrekt, mag
door de bevoegde autoriteiten van deze
laatstgenoemde Verdragsluitende Staat en
door iedere andere overheidsinstantie naar
wie ze met inachtneming van paragraaf 4
werd doorgezonden, voor de in artikel 1
genoemde doeleinden worden gebruikt,
voor zover deze autoriteiten bevoegd zijn
dergelijke informatie voor het beoogde doel
te verwerken en de verwerking voor dit
doel proportioneel is.
(2) Indien de verstrekkende bevoegde
autoriteit bij de verstrekking evenwel
aangeeft dat de informatie slechts voor
bepaalde doeleinden mag worden gebruikt,
houden de bevoegde autoriteiten van de andere
Verdragsluitende Staat en iedere andere
overheidsinstantie naar wie ze met
inachtneming van paragraaf 4 werd
doorgezonden, zich aan deze gebruiksbeperkingen.
Zij mogen de ontvangen informatie enkel
voor een ander in artikel 1 genoemd doel
gebruiken indien de verstrekkende
bevoegde autoriteit voorafgaand schriftelijk
toestemming heeft gegeven in individuele
gevallen of in het algemeen.
(3) Een Verdragsluitende Staat mag de
door de andere Verdragsluitende Staat
verstrekte informatie slechts met diens
toestemming als bewijsmiddel in een
strafrechtelijke procedure gebruiken; bevoegd voor
het geven van de toestemming zijn de
volgens het nationale recht bevoegde
gerechtelijke, politie- of douaneautoriteiten.
(4) Met toestemming van de
verstrekkende Verdragsluitende Staat en met
inachtneming van hun respectieve nationale recht
mogen de bevoegde autoriteiten van een
Verdragsluitende Staat informatie die ze op
grond van dit Verdrag van de bevoegde
autoriteiten van de andere Verdragsluitende
Staat hebben ontvangen, doorzenden naar
andere overheidsinstanties in eigen land die
geen bevoegde autoriteiten zijn in de zin
van dit Verdrag, voor zover dit voor de
voorkoming van gevaren voor de openbare orde
en veiligheid of ter voorkoming en
vervolging van strafbare feiten en administratieve
overtredingen noodzakelijk is, voor zover
Drucksache 477/26 – 18 – Bundesrat
tionen für den vorgesehenen Zweck zu
verarbeiten und soweit die Verarbeitung
zu diesem Zweck verhältnismäßig ist.
(5) Die Verwendung der empfangenen
Informationen in einer Weise, die zur
vollständigen oder teilweisen Offenlegung
dieser Informationen gegenüber der
betroffenen Person oder Dritten führt, ist in jedem
Fall nur mit der vorherigen schriftlichen
Zustimmung des übermittelnden
Vertragsstaats zulässig, unbeschadet der Rechte
betroffener Personen nach den innerstaat -
lichen, europäischen und internationalen
Rechtsvorschriften zum Schutz natürlicher
Personen bei der Verarbeitung personen -
bezogener Daten.
Teil III
Grenzüberschreitende Maßnahmen
Artikel 13
Gemeinsame Einsatzformen
und Unterstellung
(1) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können gemischte Streifen
oder gemeinsame Kontrollen durchführen
oder andere gemeinsame Einsatzformen
bilden, in deren Rahmen zuständige
Beamtinnen und Beamte an Einsätzen auf
dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats mitwirken.
(2) Mit Zustimmung der zuständigen
Behörden der Vertragsstaaten können ferner
zuständige Beamtinnen und Beamte des
einen Vertragsstaats auf dem Hoheitsgebiet
des anderen Vertragsstaats eingesetzt und
deren zuständigen Behörden unterstellt
werden, um diese bei der Wahrnehmung
ihrer Aufgaben zu unterstützen.
Unterstellungen können auch zur Gewährleistung der
Sicherheit im Straßenverkehr, bei Groß -
ereignissen, Katastrophen oder schweren
Unglücksfällen sowie bei grenzüber -
schreitenden Sport- und
Großveranstaltungen erfolgen.
(3) Die nach den Absätzen 1 und 2 auf
dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats tätigen zuständigen Beamtinnen und
Beamten können nach Maßgabe des
innerstaatlichen Rechts dieses Vertragsstaats
Hoheitsbefugnisse ausüben. Die Ausübung
dieser Befugnisse erfolgt nur unter Leitung
und in der Regel in Anwesenheit einer
zuständigen Beamtin oder eines zuständigen
Beamten dieses Vertragsstaats.
(4) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten legen die Einzelheiten der
Zusammenarbeit nach diesem Artikel
gemeinsam fest. Hierbei regeln sie insbesondere
Zweck, Dauer und Leitung der Maßnahme.
Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten informieren sich gegenseitig über
die für die Durchführung der Einsätze nach
diesem Artikel einzuhaltenden Verfahren.
publiques sont autorisées à traiter ces in -
formations pour la finalité poursuivie et où le
traitement pour cette finalité est
proportionné.
(5) L’utilisation des informations reçues
d’une manière qui entraîne la divulgation de
celles-ci, ou d’une partie d’entre elles, à la
personne concernée ou à des tiers n’est en
toute hypothèse admise qu’avec le
consentement écrit préalable de l’État contractant
émetteur, sans préjudice des droits des
personnes concernées tels qu’attribués par
le droit national, européen et international
en matière de protection des personnes
physiques à l’égard du traitement des
données à caractère personnel.
Partie III
Opérations transfrontalières
Article 13
Formes d’intervention commune
et subordination
(1) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent mettre en œuvre des
patrouilles mixtes ou des contrôles
communs, ou mettre en place d’autres formes
d’intervention commune dans le cadre
desquelles des fonctionnaires compétents
participent à des interventions sur le territoire
national de l’autre État contractant.
(2) Des fonctionnaires compétents d’un
État contractant peuvent, avec le
consentement des autorités compétentes des États
contractants, être en outre affectés sur le
territoire national de l’autre État contractant
et subordonnés aux autorités compétentes
de celui-ci afin de les soutenir dans l’
exécution de leurs missions. Il peut également y
avoir subordination pour assurer la sécurité
routière, en cas d’événements de grande
envergure, de catastrophes ou d’accidents
graves ainsi que lors de manifestations
sportives ou de masse revêtant une
dimension transfrontalière.
(3) Les fonctionnaires compétents
agissant sur le territoire national de l’autre État
contractant en vertu des paragraphes 1 et 2
peuvent exercer des prérogatives de
puissance publique conformément au droit
national de cet État contractant. Ces
prérogatives s’exercent uniquement sous la
direction et, en règle générale, en présence
d’un fonctionnaire compétent de cet État
contractant.
(4) Les autorités compétentes des États
contractants fixent conjointement les détails
de la coopération en vertu du présent
article. À cet égard, elles règlent notamment
la finalité, la durée et la direction de l’
opération. Les autorités compétentes des États
contractants s’informent mutuellement des
procédures à suivre quant à l’exécution des
interventions visées au présent article.
deze overheidsinstanties bevoegd zijn deze
informatie voor het beoogde doel te
verwerken en voor zover de verwerking voor dit
doel proportioneel is.
(5) Het gebruik van de ontvangen
informatie op een manier die de volledige of
gedeeltelijke bekendmaking van deze
informatie aan de betrokken persoon of aan derden
tot gevolg heeft, is in ieder geval slechts
toegestaan met de voorafgaande schriftelijke
toestemming van de verstrekkende
Verdragsluitende Staat, onverminderd de
rechten van betrokken personen
overeenkomstig de bepalingen van nationaal, Europees
en internationaal recht ter bescherming
van natuurlijke personen bij de verwerking
van persoonsgegevens.
Deel III
Grensoverschrijdende acties
Artikel 13
Vormen van gezamenlijk optreden
en subordinatie
(1) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen gemengde
patrouilles of gezamenlijke controles
uitvoeren of andere vormen van gezamenlijk
optreden, in het kader waarvan bevoegde
ambtenaren meewerken aan optredens
op het grondgebied van de andere
Verdrags luitende Staat, instellen.
(2) Met toestemming van de bevoegde
autoriteiten van de Verdragsluitende Staten
kunnen bevoegde ambtenaren van de ene
Verdragsluitende Staat ook op het
grondgebied van de andere Verdragsluitende Staat
worden ingezet en aan diens bevoegde
autoriteiten worden gesubordineerd, om
deze bij de uitvoering van hun taken te
ondersteunen. Subordinaties kunnen ook
plaatsvinden voor het waarborgen van de
verkeersveiligheid, bij grootschalige ge -
beurtenissen, rampen of zware ongevallen
en bij grensoverschrijdende sport- en
massa-evenementen.
(3) De bevoegde ambtenaren die op
grond van paragraaf 1 en 2 op het
grondgebied van de andere Verdragsluitende Staat
optreden, kunnen bevoegdheden van
openbaar gezag uitoefenen in overeenstemming
met het nationale recht van deze
Verdragsluitende Staat. Deze bevoegdheden
worden uitsluitend onder leiding en in beginsel
in aanwezigheid van een bevoegde
ambtenaar van deze Verdragsluitende Staat uit -
geoefend.
(4) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten leggen de details
van de samenwerking in de zin van dit
artikel gezamenlijk vast. Hierbij regelen ze in
het bijzonder het doel, de duur en de leiding
van de actie. De bevoegde autoriteiten
van de Verdragsluitende Staten informeren
elkaar over de te volgen procedures voor de
uitvoering van de optredens in de zin van dit
artikel.
Bundesrat – 19 – Drucksache 477/26
Artikel 14
Gegenseitige Hilfeleistung
auf Ersuchen
(1) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten unterstützen sich nach Maß -
gabe ihres jeweiligen innerstaatlichen
Rechts gegenseitig bei Großereignissen,
Katastrophen sowie schweren Unglücks -
fällen und im Rahmen der Aufrechterhaltung
der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung,
indem sie
1. sich gegenseitig so bald wie möglich
über entsprechende Ereignisse mit
grenzüberschreitenden Auswirkungen
und relevante Erkenntnisse unterrichten,
2. bei Lagen mit grenzüberschreitenden
Auswirkungen die auf ihrem Hoheits -
gebiet erforderlichen polizeilichen
Maßnahmen vornehmen und koordinieren,
3. dem Vertragsstaat, auf dessen
Hoheitsgebiet die Lage eingetreten ist, auf
dessen Ersuchen soweit möglich
zuständige Beamtinnen und Beamte,
Spezialistinnen und Spezialisten und
Beraterinnen und Berater zur Verfügung
stellen.
(2) Im Übrigen bleiben das Abkom -
men vom 6. November 1980 zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und dem
Königreich Belgien über die gegenseitige
Hilfeleistung bei Katastrophen oder
schweren Unglücksfällen sowie der Beschluss
Nr. 1313/2013/EU des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 17. Dezember
2013 über ein Katastrophenschutzverfahren
der Union unberührt.
Artikel 15
Maßnahmen bei gegenwärtiger Gefahr
(1) Zuständige Beamtinnen und Beamte
eines Vertragsstaats können im Fall eines
dringenden Bedarfs ohne vorherige
Zustimmung des anderen Vertragsstaats die
gemeinsame Staatsgrenze überschreiten, um
auf dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats im Einklang mit dessen
innerstaatlichem Recht vorläufige Maßnahmen
zu treffen, die zur Abwehr einer gegen -
wärtigen Gefahr für Leib und Leben von
Personen oder für Sachen von erheblichem
Wert erforderlich sind. Zu den vorläufigen
Maßnahmen kann auch das Festhalten
einer Person gehören.
(2) Ein dringender Bedarf im Sinne des
Absatzes 1 liegt dann vor, wenn bei einem
Abwarten auf das Einschreiten von zu -
ständigen Beamtinnen und Beamten des
Gebietsstaats die Verwirklichung der Gefahr
droht.
(3) Die nach diesem Artikel
einschreitenden zuständigen Beamtinnen und Beamten
haben die zuständige Behörde des
Gebietsstaats unverzüglich zu unterrichten. Die
zuständige Behörde trifft unverzüglich
Maßnahmen, die zur Abwehr der Gefahr und zur
Article 14
Assistance mutuelle
sur demande
(1) Les autorités compétentes des États
contractants se prêtent mutuellement
assistance, conformément à leur droit national
respectif, en cas d’événements de grande
envergure, de catastrophes ou d’accidents
graves ainsi que dans le cadre du maintien
de la sécurité ou de l’ordre publics en
1. se notifiant, dès que possible, les
événements de ce type ayant des
implications transfrontalières et en se
communiquant les informations pertinentes à
cet égard,
2. prenant et en coordonnant, sur leur
territoire national, les mesures policières
qui s’imposent dans des situations ayant
des implications transfrontalières,
3. mettant, dans la mesure du possible,
fonctionnaires compétents, spécialistes
et conseillers à la disposition de l’État
contractant qui en fait la demande et sur
le territoire national duquel la situation
est survenue.
(2) Il n’est en outre pas porté atteinte à la
Convention entre la République fédérale
d’Allemagne et le Royaume de Belgique
sur l’assistance mutuelle en cas de
catastrophes ou d’accidents graves, en
date du 6 novembre 1980, ni à la décision
n° 1313/2013/UE du Parlement européen et
du Conseil du 17 décembre 2013 relative au
mécanisme de protection civile de l’Union.
Article 15
Mesures en cas de danger présent
(1) En cas de besoin urgent, les
fonctionnaires compétents d’un État contractant
peuvent franchir la frontière nationale
commune sans autorisation préalable de l’autre
État contractant en vue de prendre, sur le
territoire national de cet autre État
contractant et conformément au droit national de
celui-ci, des mesures provisoires
nécessaires afin d’écarter un danger présent pour
la vie ou l’intégrité physique de personnes
ou pour des biens de valeur. Les mesures
provisoires peuvent également comprendre
la rétention d’une personne.
(2) Il existe un besoin urgent au sens
du paragraphe 1 lorsque le fait d’attendre
l’intervention des fonctionnaires compétents
de l’État d’accueil risque d’entraîner la
réalisation du danger.
(3) Les fonctionnaires compétents
intervenant en vertu du présent article sont tenus
d’informer sans délai l’autorité compétente
de l’État d’accueil. Cette dernière prend
sans délai les mesures nécessaires afin
d’écarter le danger et de reprendre l’inter-
Artikel 14
Wederzijdse bijstand
op verzoek
(1) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten verlenen elkaar in
overeenstemming met hun respectieve
nationale recht wederzijdse bijstand bij
grootschalige gebeurtenissen, rampen en
zware ongevallen en in het kader van de
handhaving van de openbare orde en
veiligheid, door
1. elkaar zo spoedig mogelijk over der -
gelijke gebeurtenissen met
grensoverschrijdende gevolgen te informeren en
relevante informatie uit te wisselen,
2. in situaties met grensoverschrijdende
gevolgen de op hun grondgebied
noodzakelijke politiemaatregelen te treffen en
te coördineren,
3. aan de Verdragsluitende Staat op wiens
grondgebied de situatie zich voordoet,
op diens verzoek, voor zover mogelijk,
bevoegde ambtenaren, specialisten en
adviseurs ter beschikking te stellen.
(2) Voor het overige blijven de
Overeenkomst van 6 november 1980 tussen het
Koninkrijk België en de Bondsrepubliek
Duitsland inzake wederzijdse hulpverlening
bij rampen of ernstige ongevallen en het
Besluit nr. 1313/2013/EU van het Europees
Parlement en de Raad van 17 december
2013 betreffende een Uniemechanisme
voor civiele bescherming onverlet.
Artikel 15
Maatregelen bij acuut gevaar
(1) Bevoegde ambtenaren van een
Verdragsluitende Staat kunnen in geval van
een spoedeisende situatie zonder
voorafgaande toestemming van de andere
Verdragsluitende Staat de gemeenschappelijke
staatsgrens overschrijden teneinde op het
grondgebied van de andere
Verdragsluitende Staat, in overeenstemming met diens
nationale recht, voorlopige maatregelen te
treffen die noodzakelijk zijn ter voorkoming
van een acuut gevaar voor de fysieke
integriteit of het leven van personen of voor
goederen van aanzienlijke waarde. Tot de
voorlopige maatregelen kan ook het
vasthouden van een persoon behoren.
(2) Van een spoedeisende situatie zoals
bedoeld in paragraaf 1 is sprake wanneer
het risico bestaat dat het gevaar zich
daadwerkelijk manifesteert bij het wachten op het
optreden van de bevoegde ambtenaren van
de gaststaat.
(3) De bevoegde ambtenaren die
optreden op grond van dit artikel, dienen de
bevoegde autoriteit van de gaststaat
onverwijld in kennis te stellen. Deze laatste treft
onverwijld maatregelen die voor de
voorkoming van het gevaar en voor de overname
Drucksache 477/26 – 20 – Bundesrat
Übernahme des Einsatzes erforderlich sind.
Der Einsatz ist zu beenden, sobald der
Gebietsstaat dies verlangt.
(4) Die einschreitenden zuständigen
Beamtinnen und Beamten haben die
Weisungen der Behörden des Gebietsstaats
zu befolgen.
(5) Zuständige Beamtinnen und Beamte,
die sich auf der Grundlage dieses Vertrags
auf dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats befindet, können im Fall eines
dringenden Bedarfs nach Absatz 2 nach
Maßgabe der Absätze 1, 3 und 4 tätig
werden.
Artikel 16
Koordinierte Fahndungsaktionen
(1) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können gemeinsame
Maßnahmen durchführen und sich gegenseitig bei
der Fahndung nach Personen oder Sachen
zur Verfolgung von Straftaten, zur
Gefahrenabwehr und zur Strafvollstreckung unter -
stützen. Sie stimmen sich insbesondere bei
der Einrichtung und Durchführung von
Kontrollen eng miteinander ab.
(2) Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können im Bedarfsfall
gemeinsame Einsatzleitungen zur Koordinierung
von beiderseits der Staatsgrenze durch -
geführten Maßnahmen bilden.
(3) Zuständige Beamtinnen und Beamte
des einen Vertragsstaats können zum
Zweck der Erteilung von Informationen und
zu Konsultationszwecken bei Maßnahmen
auf dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats ohne Ausübung von Hoheits -
befugnissen teilnehmen.
Artikel 17
Grenzüberschreitende Observation
(1) Für die Durchführung der grenz -
überschreitenden Observation gelten das
Schengener Durchführungsübereinkommen
und das Neapel-II-Übereinkommen mit den
in diesem Artikel festgelegten Ergänzungen.
(2) In Ergänzung von Artikel 40 Absatz 1
des Schengener
Durchführungsübereinkommens und Artikel 21 Absatz 1 des
Neapel-II-Übereinkommens dürfen die
zuständigen Beamtinnen und Beamten die
Observation, die nach Maßgabe des je -
weiligen innerstaatlichen Rechts begonnen
wurde, auf der anderen Seite der Grenze
nach folgenden Maßgaben fortsetzen:
1. Eine grenzüberschreitende Observation
ist auch zulässig, wenn diese Personen
betrifft, die sich der Vollstreckung einer
Freiheitsstrafe oder einer freiheits -
entziehenden Maßregel der Sicherung
von mindestens vier Monaten entzogen
haben, und Personen, bei denen
ernsthaft anzunehmen ist, dass sie zur
Identifizierung oder zur Auffindung der
vorgenannten Personen führen können.
vention en main. Il doit être mis fin à l’
intervention dès que l’État d’accueil le demande.
(4) Les fonctionnaires compétents
intervenants sont tenus de suivre les instructions
des autorités de l’État d’accueil.
(5) Les fonctionnaires compétents qui se
trouvent sur le territoire national de l’autre
État contractant en vertu du présent Traité
peuvent, en cas de besoin urgent tel que
visé au paragraphe 2, intervenir
conformément aux paragraphes 1, 3 et 4.
Article 16
Opérations de recherche coordonnées
(1) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent exécuter des
opérations conjointes et se prêter mutuellement
assistance lors de la recherche de
personnes ou d’objets à des fins de répression
d’infractions pénales, de prévention de
menaces ou d’exécution des peines. Elles
se concertent étroitement notamment pour
l’établissement et la mise en œuvre de
contrôles.
(2) Les autorités compétentes des États
contractants peuvent, en cas de besoin,
former des commandements conjoints en vue
de coordonner les opérations exécutées de
part et d’autre de la frontière nationale.
(3) Les fonctionnaires compétents d’un
État contractant peuvent participer à des
opérations exécutées sur le territoire
national de l’autre État contractant en vue de la
communication d’informations ou à des fins
de consultation, sans exercer de
prérogatives de puissance publique.
Article 17
Observation transfrontalière
(1) L’exécution d’une observation
transfrontalière est réglée par la Convention
d’application Schengen et la Convention
Naples II avec les compléments fixés dans
le présent article.
(2) En complément de l’article 40,
paragraphe 1, de la Convention d’application
Schengen et de l’article 21, paragraphe 1,
de la Convention Naples II, les
fonctionnaires compétents peuvent continuer
au-delà de la frontière l’observation
entamée conformément au droit national
respectif dans les conditions ci-après :
1. Une observation transfrontalière est
également admise en ce qui concerne
des personnes s’étant soustraites à
l’exécution d’une peine ou d’une mesure
de sûreté privatives de liberté d’au
moins quatre mois et des personnes à
l’égard desquelles il y a de sérieuses
raisons de penser qu’elles peuvent
mener à l’identification ou à la
localisation des personnes précitées ;
van het optreden noodzakelijk zijn. Het
optreden dient te worden afgebroken zodra
de gaststaat zulks te verstaan geeft.
(4) De optredende bevoegde
ambtenaren dienen de instructies van de autoriteiten
van de gaststaat op te volgen.
(5) Bevoegde ambtenaren die zich op
grond van dit Verdrag op het grondgebied
van de andere Verdragsluitende Staat
bevinden, kunnen in geval van een
spoedeisende situatie zoals bedoeld in paragraaf 2
optreden overeenkomstig paragraaf 1, 3
en 4.
Artikel 16
Gecoördineerde opsporingsacties
(1) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen
gemeenschappelijke acties uitvoeren en elkaar
bijstand verlenen bij de opsporing van
personen of voorwerpen met het oog op de
vervolging van strafbare feiten, de
voorkoming van gevaren en de tenuitvoerlegging
van straffen. Ze plegen in het bijzonder bij
de inrichting en uitvoering van controles
nauw overleg met elkaar.
(2) De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen indien nodig
gemeenschappelijke commandocentra
inrichten voor de coördinatie van acties
uitgevoerd aan beide kanten van de staatsgrens.
(3) Bevoegde ambtenaren van de ene
Verdragsluitende Staat kunnen deelnemen
aan acties op het grondgebied van de
andere Verdragsluitende Staat om
informatie te verstrekken en overleg te plegen,
zonder bevoegdheden van openbaar gezag
uit te oefenen.
Artikel 17
Grensoverschrijdende observatie
(1) Voor de uitvoering van een
grensoverschrijdende observatie gelden de
Schengenuitvoeringsovereenkomst en de
Napels II-overeenkomst met de in dit
artikel vastgelegde aanvullingen.
(2) Ter aanvulling op artikel 40,
paragraaf 1, van de
Schengenuitvoeringsovereenkomst en artikel 21, paragraaf 1, van de
Napels II-overeenkomst mogen de
bevoegde ambtenaren de observatie, die in
overeenstemming met het respectieve nationale
recht werd begonnen, aan de andere kant
van de grens voortzetten onder de volgende
voorwaarden:
1. Een grensoverschrijdende observatie is
tevens toegestaan indien ze betrekking
heeft op personen die zich aan de
tenuitvoerlegging van een vrijheidsstraf
of een vrijheidsbenemende
veiligheidsmaatregel van ten minste vier maanden
hebben onttrokken, en op personen ten
aanzien van wie een ernstig vermoeden
bestaat dat ze kunnen bijdragen tot de
identificatie of de opsporing van de
voornoemde personen;
Bundesrat – 21 – Drucksache 477/26
2. Das Ersuchen um Durchführung einer
grenzüberschreitenden Observation ist
zu richten
a) auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland an die
Staatsanwaltschaft, in deren Zuständigkeits -
bereich der Grenzübertritt
voraussichtlich erfolgen soll, mit Kopie an
die in Artikel 2 Absatz 3 Nummer 1
benannte jeweils zuständige
nationale Zentralstelle. Sofern bekannt
ist, dass eine andere als die in
Satz 1 bezeichnete
Staatsanwaltschaft in derselben Sache bereits ein
Verfahren führt, ist das Ersuchen an
diese Staatsanwaltschaft zu richten;
b) auf Seiten des Königreichs Belgien
an die zuständige Justizbehörde.
(3) Die zuständigen Beamtinnen und
Beamten eines Vertragsstaats dürfen eine
Observation der in Absatz 2 benannten
Personen auf dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats beginnen, wenn
anzunehmen ist, dass die Observation hauptsächlich
auf dem Hoheitsgebiet des ersten
Vertragsstaats stattfinden wird, und wenn der zweite
Vertragsstaat diese Observation auf der
Grundlage eines im Voraus zugeschickten
Rechtshilfeersuchens bewilligt hat. Die
Bewilligung kann von der Erfüllung bestimmter
Bedingungen abhängig gemacht werden
und muss in allen Fällen eine Angabe
darüber enthalten, wie viele Stunden die
Observation auf dem Hoheitsgebiet des
Gebietsstaats maximal dauern darf.
(4) In Ergänzung des Artikels 40
Absatz 2 des Schengener
Durchführungsübereinkommens und des Artikels 21 Absatz 2
des Neapel-II-Übereinkommens dürfen die
zuständigen Beamtinnen und Beamten die
Observation im Eilfall auf der anderen Seite
der Grenze nach den folgenden Maßgaben
fortsetzen:
1. Eine grenzüberschreitende Observation
durch zuständige Beamtinnen und
Beamte nach Absatz 7 Nummer 1
Buchstabe a und Nummer 2 Buchstabe a ist
auch im Fall des Verdachts einer nicht in
Artikel 40 Absatz 7 des Schengener
Durchführungsabkommens genannten
auslieferungsfähigen Straftat sowie in
Fällen nach Absatz 2 Nummer 1 zu -
lässig.
2. Der Grenzübertritt ist unverzüglich der
zuständigen Zentralstelle des
Vertragsstaats, auf dessen Hoheitsgebiet die
grenzüberschreitende Observation
fortgesetzt wird, mitzuteilen. In der
Bundesrepublik Deutschland kann anstatt der in
Artikel 2 Absatz 3 Nummer 1 genannten
Zentralstellen auch das örtlich zustän -
dige Landeskriminalamt benachrichtigt
werden, das auch das
Bundeskriminalamt beziehungsweise das
Zollkriminalamt informiert. Im Königreich Belgien
ist die in Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2
2. La demande d’exécution d’une
observation transfrontalière doit être adressée
a) en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, au ministère
public dans le champ de
compétence duquel le franchissement de la
frontière devra probablement avoir
lieu, avec copie au service central
national respectivement compétent
visé à l’article 2, paragraphe 3,
point 1. S’il est connu qu’un
ministère public autre que celui désigné à
la première phrase du présent
paragraphe mène déjà une procédure
dans la même affaire, la demande
doit être adressée à ce ministère
public ;
b) en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, à l’autorité judiciaire
compétente.
(3) Les fonctionnaires compétents d’un
État contractant peuvent entamer une
observation à l’égard des personnes visées au
paragraphe 2 sur le territoire national de
l’autre État contractant, s’il est à prévoir que
l’observation se déroulera principalement
sur le territoire national du premier État
contractant et si le second l’a autorisée sur
la base d’une demande d’entraide judiciaire
introduite au préalable. Cette autorisation
peut être assortie de certaines conditions et
doit, en toute hypothèse, mentionner le
nombre maximum d’heures que peut durer
l’observation sur le territoire national de
l’État d’accueil.
(4) En complément de l’article 40,
paragraphe 2, de la Convention d’application
Schengen et de l’article 21, paragraphe 2,
de la Convention Naples II, les
fonctionnaires compétents peuvent, en cas d’
urgence, continuer l’observation au-delà de la
frontière dans les conditions ci-après :
1. Une observation transfrontalière par les
fonctionnaires compétents en vertu du
paragraphe 7, points 1 a) et 2 a), est
également admise en cas de soupçon
d’une infraction pénale pouvant donner
lieu à remise non mentionnée à l’
article 40, paragraphe 7, de la Convention
d’application Schengen, ainsi que dans
les cas visés au paragraphe 2, point 1 ;
2. Le franchissement de la frontière doit
être communiqué sans délai au service
central compétent de l’État contractant
sur le territoire national duquel l’
observation transfrontalière continue. En
République fédérale d’Allemagne, cette
communication peut également être
adressée, au lieu des services centraux
visés à l’article 2, paragraphe 3, point 1,
à l’Office régional de police criminelle
territorialement compétent, qui en
informe également l’Office fédéral de
police criminelle ou l’Office criminel
2. Het verzoek tot uitvoering van een
grensoverschrijdende observatie dient te
worden gericht
a) voor de Bondsrepubliek Duitsland
aan het openbaar ministerie in wiens
bevoegdheidsgebied de
grensoverschrijding vermoedelijk zal
plaatsvinden, met afschrift aan het in artikel 2,
paragraaf 3, nummer 1, genoemde
respectievelijk bevoegde nationale
centrale orgaan. Indien bekend is
dat een ander dan het in de eerste
zin genoemde openbaar ministerie
reeds een procedure voert in
dezelfde zaak, dient het verzoek aan dat
openbaar ministerie te worden
gericht;
b) voor het Koninkrijk België aan de
bevoegde gerechtelijke autoriteit.
(3) De bevoegde ambtenaren van een
Verdragsluitende Staat mogen een
observatie van de in paragraaf 2 bedoelde
personen op het grondgebied van de andere
Verdrags luitende Staat beginnen, wanneer
ervan kan worden uitgegaan dat de
observatie voornamelijk op het grondgebied van
de eerste Verdragsluitende Staat zal
plaatsvinden, en de tweede Verdragsluitende
Staat op basis van een van tevoren
toegestuurd rechtshulpverzoek toestemming
heeft gegeven voor deze observatie. De
toestemming kan aan bepaalde
voorwaarden worden verbonden en moet in elk geval
melding maken van het maximum aantal
uren dat de observatie op het grondgebied
van de gaststaat mag duren.
(4) Ter aanvulling op artikel 40,
paragraaf 2, van de
Schengenuitvoeringsovereenkomst en artikel 21, paragraaf 2, van de
Napels II-overeenkomst mogen de
bevoegde ambtenaren de observatie in dringende
gevallen aan de andere kant van de grens
voortzetten onder de volgende
voorwaarden:
1. Een grensoverschrijdende observatie
door de bevoegde ambtenaren zoals
bedoeld in paragraaf 7, nummer 1,
onderdeel a), en nummer 2, onderdeel a), is
tevens toegestaan in geval van
verdenking van een niet in artikel 40,
paragraaf 7, van de
Schengenuitvoeringsovereenkomst genoemd strafbaar feit
dat aanleiding kan geven tot
overlevering en in gevallen zoals bedoeld in
paragraaf 2, nummer 1;
2. De grensoverschrijding dient onverwijld
te worden meegedeeld aan het
bevoegde centrale orgaan van de Verdrag -
sluitende Staat op wiens grondgebied de
grensoverschrijdende observatie wordt
voortgezet. In de Bondsrepubliek
Duitsland kan in plaats van de in artikel 2,
paragraaf 3, nummer 1, genoemde
centrale organen ook de territoriaal bevoegde
regionale recherchedienst in kennis
worden gesteld, die tevens de federale
recherchedienst respectievelijk de
recherchedienst van de douane op de hoogte
Drucksache 477/26 – 22 – Bundesrat
Buchstabe b oder c genannte zustän -
dige Zentralstelle zu benachrichtigen.
3. Ein förmliches Ersuchen zur Durch -
führung einer grenzüberschreitenden
Observation, in dem auch die Gründe
dargelegt werden, die einen Grenz -
übertritt ohne vorherige Zustimmung
rechtfertigen, ist unverzüglich nach -
zureichen. Absatz 2 Nummer 2 findet
entsprechende Anwendung.
4. Die grenzüberschreitende Observation
ist einzustellen, sobald der Gebietsstaat
dies verlangt oder wenn die Zustimmung
nicht innerhalb von acht Stunden nach
Grenzübertritt vorliegt.
5. Die Verwertung von
Ermittlungsergebnissen, die im Zuge einer ohne vor -
herige Zustimmung durchgeführten
grenzüberschreitenden Observation
gewonnen wurden, ist nur nach Be -
willigung des förmlichen Ersuchens zur
Durchführung der
grenzüberschreitenden Observation durch den Gebietsstaat
zulässig.
(5) Wird nach Maßgabe des inner -
staatlichen Rechts eines Vertragsstaats
eine Observation außerhalb eines Ge -
richtsverfahrens durchgeführt, darf diese
Observation auf dem Hoheitsgebiet des
anderen Vertragsstaats nach folgenden
Maßgaben fortgeführt werden:
1. Es besteht der begründete Verdacht,
dass die Person, auf die die Observation
gerichtet ist, eine auslieferungsfähige
Straftat – ohne Überprüfung des Vor -
liegens der beiderseitigen Strafbarkeit
nach Artikel 2 Absatz 2 des Rahmen -
beschlusses 2002/584/JI – begehen
wird oder eine solche bereits begangen
hat, ohne dass diese bereits aufgedeckt
wäre.
2. Die nach dem innerstaatlichen Recht
des Vertragsstaats verantwortliche
Behörde, die die Fortführung der
Observation auf dem Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats beabsichtigt, übermittelt
vorab ein entsprechendes Ersuchen.
3. Die nach dem innerstaatlichen Recht
des Vertragsstaats verantwortliche
Behörde, auf dessen Hoheitsgebiet die
Observation fortgeführt werden soll, hat
vor Überschreiten der Grenze die
Fortführung der Observation bewilligt.
4. Das Ersuchen nach Nummer 2 ist zu
richten
a) auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland an das jeweils zu -
ständige Landeskriminalamt in
Nordrhein-Westfalen oder in Rheinland-
Pfalz,
des douanes. Dans le Royaume de
Belgique, cette communication doit
être adressée au service central
compétent visé à l’article 2, paragraphe 3,
point 2 b) ou c) ;
3. Une demande formelle relative à l’
exécution d’une observation transfrontalière
exposant également les motifs justifiant
le franchissement de la frontière en l’
absence d’autorisation préalable, doit être
transmise sans délai. Le paragraphe 2,
point 2, s’applique par analogie ;
4. Il doit être mis fin à l’observation
transfrontalière dès que l’État d’accueil le
demande, ou si l’autorisation n’est pas
délivrée dans les huit heures qui suivent
le franchissement de la frontière ;
5. L’utilisation de résultats d’enquête
obtenus sur la base d’une observation
transfrontalière exécutée sans autorisation
préalable n’est admise qu’après l’
approbation par l’État d’accueil de la demande
formelle relative à l’exécution de cette
observation transfrontalière.
(5) Lorsque, dans les conditions prévues
par le droit national d’un État contractant,
une observation est exécutée en dehors du
cadre d’une enquête judiciaire, cette
observation peut être continuée sur le territoire
national de l’autre État contractant dans les
conditions ci-après :
1. Il existe une suspicion raisonnable
que la personne faisant l’objet de
l’observation va commettre ou a
commis, sans que cela ne soit encore
connu, une infraction pénale pouvant
donner lieu à remise sans contrôle de
la double incrimination du fait en
vertu de l’article 2, paragraphe 2, de la
décision-cadre 2002/584/JAI ;
2. L’autorité responsable en vertu du droit
national de l’État contractant qui
envisage de continuer l’observation sur le
territoire national de l’autre État
contractant transmet au préalable une demande
à cette fin ;
3. L’autorité responsable en vertu du droit
national de l’État contractant sur le
territoire national duquel l’observation doit
être continuée a autorisé la continuation
de l’observation avant le franchissement
de la frontière ;
4. La demande visée au point 2 doit être
adressée
a) en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, à l’Office
régional de police criminelle
respectivement compétent en Rhénanie du
Nord-Westphalie ou en Rhénanie-
Palatinat ;
brengt. In het Koninkrijk België dient het
in artikel 2, paragraaf 3, nummer 2,
onderdeel b) of c), genoemde bevoegde
centrale orgaan in kennis te worden
gesteld;
3. Een formeel verzoek tot uitvoering van
een grensoverschrijdende observatie,
waarin tevens de redenen zijn aange -
geven waarom zonder voorafgaande
toestemming tot grensoverschrijding is
overgegaan, dient onverwijld alsnog
te worden ingediend. Paragraaf 2,
nummer 2, is van overeenkomstige
toepassing;
4. De grensoverschrijdende observatie
dient te worden afgebroken zodra de
gaststaat zulks te verstaan geeft, of
indien de toestemming acht uren na de
grensoverschrijding nog niet is verleend;
5. Het gebruik van onderzoeksresultaten
die in het kader van een zonder
voorafgaande toestemming uitgevoerde
grensoverschrijdende observatie werden
verworven, is uitsluitend toegestaan na
inwilliging door de gaststaat van het
formele verzoek tot uitvoering van de
grensoverschrijdende observatie.
(5) Indien een observatie, in
overeenstemming met het nationale recht van een
Verdragsluitende Staat, buiten het kader
van een gerechtelijk onderzoek wordt
uitgevoerd, mag deze observatie op het
grondgebied van de andere Verdragsluitende
Staat worden voortgezet onder de volgende
voorwaarden:
1. Er bestaat een redelijk vermoeden
dat de persoon die het voorwerp is
van de observatie, een strafbaar feit
dat – zonder toetsing van de dubbele
strafbaarheid zoals bedoeld in artikel 2,
paragraaf 2, van het Kaderbesluit
2002/584/JBZ – aanleiding kan geven
tot overlevering, zal plegen of reeds
heeft gepleegd zonder dat dit reeds
bekend raakte;
2. De volgens het nationale recht van
de Verdragsluitende Staat
verantwoordelijke autoriteit die de voortzetting van
de observatie op het grondgebied
van de andere Verdragsluitende Staat
overweegt, verzendt vooraf een
overeenkomstig verzoek;
3. De volgens het nationale recht
verantwoordelijke autoriteit van de Verdrag -
sluitende Staat op wiens grondgebied
de observatie zou worden voortgezet,
heeft vóór het overschrijden van de
grens toestemming gegeven voor de
voortzetting van de observatie;
4. Het verzoek zoals bedoeld in nummer 2
dient te worden gericht
a) voor de Bondsrepubliek Duitsland
aan de respectievelijk bevoegde
regionale recherchedienst in Noordrijn-
Westfalen of Rijnland-Palts;
Bundesrat – 23 – Drucksache 477/26
b) auf Seiten des Königreichs Belgien
an die zuständige Justizbehörde.
(6) Die grenzüberschreitende Observa -
tion nach den Absätzen 2 bis 5 ist in
Ergänzung zu Artikel 40 Absatz 3 des Schengener
Durchführungsübereinkommens und
Artikel 21 Absatz 3 des Neapel-II-
Übereinkommens unter folgenden allgemeinen Be -
dingungen zulässig:
1. Das Ersuchen um Bewilligung der
Durchführung einer
grenzüberschreitenden Observation ist zu übermitteln
a) auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland über das
Bundeskriminalamt, das Bundespolizeipräsidium
oder das Zoll kriminalamt oder das
jeweils zuständige
Landeskriminalamt in Nordrhein-West falen oder in
Rheinland-Pfalz,
b) auf Seiten des Königreichs Belgien
an die zentrale Zollbehörde nach
Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2
Buchstabe c oder an die zuständige
Justizbehörde mit Kopie an die
Zentralbehörde nach Artikel 2
Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe b.
2. Die Bewilligung zur Durchführung einer
grenzüberschreitenden Observation
erstreckt sich im Fall der Absätze 2, 3
und 4 auf das gesamte Hoheitsgebiet
des bewilligenden Vertragsstaats, im
Fall von Absatz 5 auf den
Zuständigkeitsbereich der bewilligenden Behörde.
3. Wenn ein Vertragsstaat nach Maßgabe
seines innerstaatlichen Rechts die
Bewilligung zur Durchführung einer
grenzüberschreitenden Observation auf
seinem Hoheitsgebiet von der Erfüllung
von Bedingungen hinsichtlich der
Verwertung der im Zuge dieser Observa -
tion gewonnenen Ermittlungsergebnisse
abhängig macht oder derartige Ver -
wertungsbeschränkungen nachträglich,
während oder unverzüglich nach Be -
endigung der grenzüberschreitenden
Observation mitteilt, hält der andere
Vertragsstaat diese
Verwertungsbeschränkungen ein.
4. Verlangt der Gebietsstaat die Ein -
stellung der grenzüberschreitenden
Observation, da die Bedingungen, von
denen die Bewilligung zur Durchführung
der Observation abhängig gemacht
wurde, nicht eingehalten wurden, ist die
Zustimmung des Gebietsstaats für die
Verwertung der gewonnenen
Ermittlungsergebnisse einzuholen.
5. Die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten können entscheiden, die
grenzüberschreitende Observation
gemeinsam durchzuführen; in diesem Fall
unterliegen die im Hoheitsgebiet des
anderen Vertragsstaats observierenden
zuständigen Beamtinnen und Beamten
b) en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, à l’autorité judiciaire
compétente.
(6) L’observation transfrontalière en vertu
des paragraphes 2 à 5 est admise en
complément de l’article 40, paragraphe 3, de la
Convention d’application Schengen et de
l’article 21, paragraphe 3, de la Convention
Naples II dans les conditions générales
ci-après :
1. La demande d’autorisation relative à
l’exécution d’une observation
transfrontalière doit être transmise
a) en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, via l’Office
fédéral de police criminelle, l’Office
central de la Police fédérale ou
l’Office criminel des douanes, ou
l’Office régional de police crimi -
nelle respectivement compétent en
Rhénanie du Nord-Westphalie ou en
Rhénanie-Palatinat ;
b) en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, au service central des
douanes visé à l’article 2,
paragraphe 3, point 2 c), ou à l’autorité
judiciaire compétente avec copie
au service central visé à l’article 2,
paragraphe 3, point 2 b) ;
2. L’autorisation relative à l’exécution de
l’observation transfrontalière s’étend,
dans les cas visés aux paragraphes 2, 3
et 4, à l’ensemble du territoire national
de l’État contractant délivrant cette
autorisation et, dans les cas visés au
paragraphe 5, au champ de compétence de
l’autorité délivrant l’autorisation ;
3. Si, conformément à son droit national,
un État contractant assortit l’autorisation
d’exécuter une observation
transfrontalière sur son territoire national de
conditions relatives à l’utilisation des résultats
d’enquête obtenus sur la base de cette
observation ou fait part ultérieurement,
pendant ou sans délai après l’
observation transfrontalière, de telles limites
d’utilisation, l’autre État contractant
respecte celles-ci ;
4. Si l’État d’accueil demande qu’il soit mis
fin à l’observation transfrontalière en
raison du non-respect des conditions dont
l’autorisation relative à l’exécution de
l’observation a été assortie, l’utilisation
des résultats d’enquête obtenus requiert
l’autorisation de l’État d’accueil ;
5. Les autorités compétentes des États
contractants peuvent décider d’exécuter
conjointement l’observation
transfrontalière ; dans ce cas, les fonctionnaires
compétents exécutant une observation
sur le territoire national de l’autre État
contractant sont placés sous la direction
b) voor het Koninkrijk België aan de
bevoegde gerechtelijke autoriteit.
(6) De grensoverschrijdende observatie
zoals bedoeld in paragraaf 2 tot 5 is ter
aanvulling op artikel 40, paragraaf 3, van de
Schengenuitvoeringsovereenkomst en
artikel 21, paragraaf 3, van de Napels II-
overeenkomst toegestaan onder de
volgende algemene voorwaarden:
1. Het verzoek om toestemming voor de
uitvoering van een grensoverschrijdende
observatie dient te worden verzonden
a) voor de Bondsrepubliek Duitsland
via de federale recherchedienst, het
hoofdkwartier van de federale politie
of de recherchedienst van de
douane of de respectievelijk bevoegde
regionale recherchedienst in Noordrijn-
Westfalen of Rijnland-Palts;
b) voor het Koninkrijk België naar de
centrale douaneautoriteit zoals
bedoeld in artikel 2, paragraaf 3,
nummer 2, onderdeel c), of de bevoegde
gerechtelijke autoriteit met afschrift
aan de centrale autoriteit zoals
bedoeld in artikel 2, paragraaf 3,
nummer 2, onderdeel b);
2. De toestemming voor de uitvoering van
een grensoverschrijdende observatie
bestrijkt in het geval van paragraaf 2, 3
en 4 het gehele grondgebied van de
Verdragsluitende Staat die de
toestemming geeft, en in het geval van
paragraaf 5 het bevoegdheidsgebied van de
autoriteit die de toestemming geeft;
3. Indien een Verdragsluitende Staat in
overeenstemming met zijn nationale
recht de toestemming voor de uitvoering
van een grensoverschrijdende
observatie op zijn grondgebied verbindt aan
voorwaarden met betrekking tot het
gebruik van de in het kader van deze
observatie verworven
onderzoeksresultaten of dergelijke gebruiksbeperkingen
achteraf, tijdens of onverwijld na het
beëindigen van de
grensoverschrijdende observatie meedeelt, houdt de
andere Verdragsluitende Staat zich aan deze
gebruiksbeperkingen;
4. Indien de gaststaat om de stopzetting
van de grensoverschrijdende observatie
verzoekt omdat de voorwaarden
waaraan de toestemming voor de uitvoering
van de observatie werd verbonden niet
in acht worden genomen, dient de
toestemming van de gaststaat voor het
gebruik van de verworven
onderzoeksresultaten te worden verkregen;
5. De bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten kunnen beslissen
om de grensoverschrijdende observatie
gemeenschappelijk uit te voeren; in dat
geval staan de op het grondgebied van
de andere Verdragsluitende Staat
observerende bevoegde ambtenaren onder
Drucksache 477/26 – 24 – Bundesrat
der Leitung der zuständigen Beamtinnen
und Beamten des Gebietsstaats.
6. Die im Hoheitsgebiet des anderen
Vertragsstaats observierenden zuständigen
Beamtinnen und Beamten sind befugt,
im Fall eines dringenden Bedarfs nach
Artikel 15 Absatz 2 eine Person, die auf
frischer Tat bei der Begehung einer
Straftat betroffen wird, anzuhalten oder
festzuhalten, diese Person, die von ihr
mitgeführten Sachen und ihr Fahrzeug
zu durchsuchen, um sicherzustellen,
dass sie keine Gegenstände mitführt,
die die Sicherheit oder Leib und Leben
von Personen gefährden, solche
Gegenstände vorläufig sicherzustellen und
die erforderlichen Maßnahmen zu
ergreifen, die die Flucht der betroffenen
Person verhindern. Die zuständigen
Beamtinnen und Beamten sind ver -
pflichtet, ihre Funktion gegenüber der
observierten Person unverzüglich zu
erkennen zu geben und diese
unverzüglich den zuständigen Beamtinnen und
Beamten des Gebietsstaats zu über -
geben.
7. Die Offenlegung der Identität einer
zuständigen Beamtin oder eines zu -
ständigen Beamten erfolgt nur nach
vorheriger Zustimmung des Vertragsstaats,
dessen Beamter oder Beamtin iden -
tifiziert werden soll.
(7) Unbeschadet des Absatzes 4
Nummer 1 sind die für die Durchführung
grenzüberschreitender Observationen zustän -
digen Beamtinnen und Beamten
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland:
a) die Polizeibeamtinnen und
Polizeibeamten des Bundes und der
Länder sowie
b) die Vollzugsbediensteten des
Zollfahndungsdienstes;
2. auf Seiten des Königreichs Belgien:
a) die Vollzugsbeamtinnen und
Vollzugsbeamten der Föderalen Polizei
und der Lokalen Polizei und
b) die Bediensteten der
Generalverwaltung Zoll und Akzisen.
Artikel 18
Kontrollierte Lieferung
(1) Für das Ersuchen und die Bewilligung
zur Durchführung einer kontrollierten
Lieferung von Gegenständen, die aus aus -
lieferungsfähigen Straftaten herrühren oder
zur Begehung von auslieferungsfähigen
Straftaten bestimmt sind, gelten die Richt -
linie 2014/41/EU und die entsprechenden
Umsetzungsgesetze mit den in diesem
Artikel festgelegten Ergänzungen.
(2) Das Ersuchen nach Absatz 1 ist zu
richten
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland an die Staatsanwaltschaft, in deren
des fonctionnaires compétents de l’État
d’accueil ;
6. En cas de besoin urgent tel que visé à
l’article 15, paragraphe 2, les
fonctionnaires compétents exécutant une
observation sur le territoire national de l’autre
État contractant sont autorisés à
interpeller ou à retenir une personne prise en
flagrant délit de commission d’une infrac -
tion pénale, à fouiller la personne, les
objets en sa possession ainsi que son
véhicule afin de s’assurer qu’elle ne
détient aucun objet mettant en danger la
sécurité, la vie ou l’intégrité physique de
personnes, à mettre en sécurité de tels
objets et à prendre les mesures
nécessaires pour éviter la fuite de ladite
personne. Les fonctionnaires compétents
sont tenus de spécifier sans délai leur
qualité vis-à-vis de la personne
observée et de remettre cette dernière sans
délai aux fonctionnaires compétents de
l’État d’accueil ;
7. L’identité d’un fonctionnaire compétent
ne peut être divulguée qu’avec le
consentement préalable de l’État
contractant dont le fonctionnaire
compétent doit être identifié.
(7) Sans préjudice du paragraphe 4,
point 1, les fonctionnaires compétents pour
l’exécution d’observations transfrontalières
sont
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne :
a) les fonctionnaires de police de la
Fédération et des Länder,
b) les agents opérationnels du service
de recherches douanières ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique :
a) les fonctionnaires opérationnels de
la Police fédérale et de la Police
locale,
b) les agents de l’Administration
générale des douanes et accises.
Article 18
Livraison surveillée
(1) La demande et l’autorisation relatives
à l’exécution d’une livraison surveillée
d’objets provenant de ou destinés à la
commission d’infractions pénales pouvant
donner lieu à remise sont réglées par la
directive 2014/41/UE et les lois de trans -
position respectives, avec les compléments
fixés dans le présent article.
(2) La demande visée au paragraphe 1
doit être adressée
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, au ministère
leiding van de bevoegde ambtenaren
van de gaststaat;
6. De op het grondgebied van de andere
Verdragsluitende Staat observerende
bevoegde ambtenaren zijn bevoegd, in
geval van een spoedeisende situatie
zoals bedoeld in artikel 15, paragraaf 2,
een persoon die op heterdaad wordt
betrapt bij het plegen van een strafbaar
feit, staande te houden of vast te
houden, deze persoon, de zaken die hij bij
zich draagt en zijn voertuig te fouilleren
om te verzekeren dat hij geen
voorwerpen bij zich draagt die een gevaar
vormen voor de veiligheid, de fysieke
integriteit of het leven van personen,
dergelijke voorwerpen veilig te stellen en
de noodzakelijke maatregelen te nemen
die de vlucht van de betrokken persoon
beletten. De bevoegde ambtenaren zijn
verplicht hun functie onverwijld kenbaar
te maken aan de geobserveerde
persoon en deze onverwijld over te dragen
aan de bevoegde ambtenaren van de
gaststaat;
7. De bekendmaking van de identiteit van
een bevoegde ambtenaar geschiedt
uitsluitend na voorafgaande toestemming
van de Verdragsluitende Staat wiens
ambtenaar zou worden geïdentificeerd.
(7) Onverminderd het bepaalde in
paragraaf 4, nummer 1, zijn de voor de
uitvoering van grensoverschrijdende observaties
bevoegde ambtenaren
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland:
a) de politieambtenaren van de Bond
en de deelstaten,
b) de operationele ambtenaren van de
douanerecherche;
2. voor het Koninkrijk België:
a) de operationele ambtenaren van de
Federale Politie en de Lokale Politie,
b) de ambtenaren van de Algemene
Administratie van de Douane en
Accijnzen.
Artikel 18
Gecontroleerde aflevering
(1) Voor het verzoek tot en de
toestemming voor de uitvoering van een
gecontroleerde aflevering van voorwerpen die
afkomstig zijn van strafbare feiten die
aanleiding kunnen geven tot overlevering of
bestemd zijn voor het plegen van strafbare
feiten die aanleiding kunnen geven tot
overlevering, gelden de Richtlijn 2014/41/EU en
de overeenkomstige omzettingswetten met
de in dit artikel vastgelegde aanvullingen.
(2) Het verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1 dient te worden gericht
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland aan
het openbaar ministerie in wiens be-
Bundesrat – 25 – Drucksache 477/26
Zuständigkeitsbereich der Transport
beginnt, unter gleichzeitiger Unterrichtung
der in Artikel 2 Absatz 3 Nummer 1
benannten jeweils zuständigen nationalen
Zentralstelle, oder direkt an die nationale
Zentralstelle. In den Fällen, in denen
sich die kontrollierte Lieferung in der
Bundesrepublik Deutschland
voraussichtlich auf das Grenzgebiet nach
Artikel 3 beschränkt oder im Fall
besonderer Dringlichkeit, kann das Ersuchen
auch an das jeweils zuständige
Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen oder
Rheinland-Pfalz oder das örtliche
Zollfahndungsamt gerichtet werden, die
auch die nationale Zentralstelle
unterrichten.
2. auf Seiten des Königreichs Belgien an
die zuständige Justizbehörde.
(3) Das Ersuchen nach Absatz 1 ist zu
übermitteln
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland über das Bundeskriminalamt, das
Bundespolizeipräsidium oder das Zoll -
kriminalamt oder das jeweils zuständige
Landeskriminalamt in Nordrhein-West -
falen oder in Rheinland-Pfalz,
2. auf Seiten des Königreichs Belgien an
die zentrale Zollbehörde nach Artikel 2
Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe c oder
an die zuständige Justizbehörde mit
Kopie an die Zentralbehörde nach
Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe b.
(4) Der ersuchte Vertragsstaat
übernimmt die kontrollierte Lieferung am Ort des
Grenzübertritts oder an einem anderen
vereinbarten Ort. Die zuständige Behörde des
ersuchten Vertragsstaats stellt die
Fortsetzung der Überwachung der Lieferung in der
Form sicher, dass die Möglichkeit des
Zugriffs auf die Lieferung und der Festnahme
der Täter zu jeder Zeit gegeben ist. Bei
Bedarf können die zuständigen Behörden der
Vertragsstaaten vereinbaren, dass die
kontrollierte Lieferung durch die zuständigen
Beamtinnen und Beamten beider
Vertragsstaaten gemeinsam durchgeführt wird. Auf
dem Hoheitsgebiet des ersuchten
Vertragsstaats sind die zuständigen Beamtinnen und
Beamten des ersuchenden Vertragsstaats
an das innerstaatliche Recht des ersuchten
Vertragsstaats gebunden und verpflichtet,
die Anordnungen von deren zuständigen
Beamtinnen und Beamten zu befolgen. Die
kontrollierte Lieferung oder die Mitwirkung
der zuständigen Beamtinnen und Beamten
des ersuchenden Vertragsstaats ist
einzustellen, sobald der ersuchte Vertragsstaat
dies verlangt.
(5) Sofern wegen besonderer
Dringlichkeit ein Ersuchen nach Absatz 1 nicht
gestellt werden kann und die Gefahr des
Verlusts einer kontrollierten Lieferung besteht,
public dans le champ de compétence
duquel le transport commence, avec
information simultanée au service central
national respectivement compétent visé
à l’article 2, paragraphe 3, point 1, ou
directement au service central national.
Dans les cas où la livraison surveillée en
République fédérale d’Allemagne
restera probablement limitée à la zone
frontalière visée à l’article 3 ou en cas
d’urgence particulière, la demande peut
également être adressée à l’Office
régional de police criminelle respectivement
compétent en Rhénanie du Nord-
Westphalie ou en Rhénanie-Palatinat
ou au bureau local de recherches
douanières, qui en informe également le
service central national ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, à l’autorité judiciaire
compétente.
(3) La demande visée au paragraphe 1
doit être transmise
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, via l’Office fédéral
de police criminelle, l’Office central de la
Police fédérale ou l’Office criminel des
douanes, ou l’Office régional de police
criminelle respectivement compétent en
Rhénanie du Nord-Westphalie ou en
Rhénanie-Palatinat ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, au service central des
douanes visé à l’article 2, paragraphe 3,
point 2 c), ou à l’autorité judiciaire
compétente avec copie au service
central visé à l’article 2, paragraphe 3,
point 2 b).
(4) L’État contractant requis reprend la
livraison surveillée à l’endroit du
franchissement de la frontière ou à un autre endroit
convenu. L’autorité compétente de l’État
contractant requis garantit la continuation de
la surveillance de la livraison dans des
conditions permettant d’intercepter la
livraison ou d’arrêter les auteurs à tout moment.
En cas de besoin, les autorités compétentes
des États contractants peuvent convenir
que la livraison surveillée sera réalisée
conjointement par les fonctionnaires
compétents des deux États contractants. Sur le
territoire national de l’État contractant requis,
les fonctionnaires compétents de l’État
contractant requérant doivent se conformer
au droit national de l’État contractant requis
et sont tenus d’obtempérer aux injonctions
de ses fonctionnaires compétents. Il doit
être mis fin à la livraison surveillée ou à la
participation des fonctionnaires compétents
de l’État contractant requérant dès que l’État
contractant requis le demande.
(5) Si, en raison d’une urgence
particulière, la demande visée au paragraphe 1 ne
peut pas être présentée et s’il existe un
risque de perdre la livraison surveillée, les
voegdheidsgebied het vervoer begint,
met gelijktijdige kennisgeving aan het in
artikel 2, paragraaf 3, nummer 1,
genoemde respectievelijk bevoegde
nationale centrale orgaan, of rechtstreeks
aan het nationale centrale orgaan. In de
gevallen waarin de gecontroleerde
aflevering in de Bondsrepubliek Duitsland
zich naar verwachting zal beperken tot
het grensgebied zoals bedoeld in
artikel 3 of in gevallen met een bijzonder
spoedeisend karakter, kan het verzoek
tevens aan de respectievelijk bevoegde
regionale recherchedienst in Noordrijn-
Westfalen of Rijnland-Palts of aan het
lokale recherchebureau van de douane
worden gericht, die tevens het nationale
centrale orgaan op de hoogte brengen;
2. voor het Koninkrijk België aan de
bevoegde gerechtelijke autoriteit.
(3) Het verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1 dient te worden verzonden
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland via de
federale recherchedienst, het
hoofdkwartier van de federale politie of de
recherchedienst van de douane of de
respectievelijk bevoegde regionale
recherchedienst in Noordrijn-Westfalen of
Rijnland-Palts;
2. voor het Koninkrijk België naar de
centrale douaneautoriteit zoals bedoeld in
artikel 2, paragraaf 3, nummer 2,
onderdeel c), of naar de bevoegde
gerechtelijke autoriteit met afschrift aan het
centrale orgaan zoals bedoeld in artikel 2,
paragraaf 3, nummer 2, onderdeel b).
(4) De aangezochte Verdragsluitende
Staat neemt de gecontroleerde aflevering
over op de plaats van de
grensoverschrijding of op een andere overeengekomen
plaats. De bevoegde autoriteit van de
aangezochte Verdragsluitende Staat zorgt
ervoor dat het toezicht op de aflevering wordt
voortgezet, en wel zodanig dat te allen tijde
de mogelijkheid bestaat de af te leveren
voorwerpen in beslag te nemen en de
daders aan te houden. Indien nodig kunnen
de bevoegde autoriteiten van de
Verdragsluitende Staten overeenkomen dat de
gecontroleerde aflevering gemeenschappelijk
wordt uitgevoerd door de bevoegde
ambtenaren van beide Verdragsluitende Staten.
Op het grondgebied van de aangezochte
Verdragsluitende Staat zijn de bevoegde
ambtenaren van de verzoekende
Verdragsluitende Staat gebonden aan het nationale
recht van de aangezochte Verdragsluitende
Staat en verplicht de aanwijzingen van
diens bevoegde ambtenaren op te volgen.
De gecontroleerde aflevering of de
medewerking van de bevoegde ambtenaren van
de verzoekende Verdragsluitende Staat
dient te worden afgebroken zodra de
aangezochte Verdragsluitende Staat zulks te
verstaan geeft.
(5) Indien wegens het bijzonder
spoedeisend karakter een verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1 niet kan worden ingediend en
het risico bestaat een gecontroleerde afle-
Drucksache 477/26 – 26 – Bundesrat
können die auf dem Hoheitsgebiet eines
Vertragsstaats begonnenen Maßnahmen
ausnahmsweise im Hoheitsgebiet des
anderen Vertragsstaats nach folgenden
Maßgaben fortgesetzt werden:
1. Der Grenzübertritt ist unverzüglich der
zuständigen Zentralstelle des Ver -
tragsstaats, auf dessen Hoheitsgebiet
die kontrollierte Lieferung fortgesetzt
wird, mitzuteilen. In der Bundesrepublik
Deutschland kann anstatt der in Artikel 2
Absatz 3 Nummer 1 genannten
Zentralstellen auch das örtlich zuständige
Landeskriminalamt benachrichtigt
werden, das auch das Bundeskriminalamt
beziehungsweise das Zollkriminalamt
informiert. Im Königreich Belgien ist die
in Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2 Buch -
stabe b oder c genannte zuständige
Zentralstelle zu benachrichtigen.
2. Ein Ersuchen nach Absatz 1, in dem
auch die Gründe für die besondere
Dringlichkeit und die Fortsetzung der
Maßnahmen ohne vorherige Bewilligung
dargelegt werden, ist unverzüglich
nachzureichen. Absatz 2 findet ent -
sprechende Anwendung.
3. Sobald der ersuchte Vertragsstaat
dies verlangt, stellen die zuständigen
Beamtinnen und Beamten des er -
suchenden Vertragsstaats die
kontrollierte Lieferung ein und berichten den
zuständigen Behörden des anderen
Vertragsstaats über den Einsatzverlauf
auf dessen Hoheitsgebiet.
4. Die Verwertung von
Ermittlungsergebnissen, die im Zuge einer ohne vor -
herige Zustimmung durchgeführten
kontrollierten Lieferung gewonnen wurden,
ist nur nach Bewilligung des förmlichen
Ersuchens zur Durchführung dieser
kontrollierten Lieferung durch den
Gebietsstaat zulässig.
Artikel 19
Grenzüberschreitender Einsatz
verdeckter Ermittlerinnen und Ermittler
(1) Für das Ersuchen und die Bewilligung
zur Durchführung verdeckter Ermittlungen
durch zuständige Beamtinnen und Beamte
des ersuchenden Vertragsstaats, die nach
dem innerstaatlichen Recht des
ersuchenden Vertragsstaats die Stellung einer
verdeckten Ermittlerin oder eines verdeckten
Ermittlers haben, gelten die Richtlinie
2014/41/EU und die entsprechenden
Umsetzungsgesetze mit den in diesem Artikel
festgelegten Ergänzungen.
(2) Das Ersuchen nach Absatz 1 ist zu
richten
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland an die Staatsanwaltschaft, die für
die Bewilligung der verdeckten
Ermittlungen zuständig wäre, wenn diese von
den zuständigen Behörden des
ersuchmesures entamées sur le territoire national
d’un État contractant peuvent
exceptionnellement être continuées sur le territoire
national de l’autre État contractant dans les
conditions ci-après :
1. Le franchissement de la frontière doit
être communiqué sans délai au service
central compétent de l’État contractant
sur le territoire national duquel la
livraison surveillée continue. En République
fédérale d’Allemagne, la communication
peut également être adressée, au lieu
des services centraux visés à l’article 2,
paragraphe 3, point 1, à l’Office régional
de police criminelle territorialement
compétent, qui en informe également l’Office
fédéral de police criminelle ou l’Office
criminel des douanes. Dans le Royaume
de Belgique, cette communication
doit être adressée au service central
compétent visé à l’article 2,
paragraphe 3, point 2 b) ou c) ;
2. Une demande en vertu du
paragraphe 1, exposant également les motifs
justifiant l’urgence particulière et la
continuation des mesures en l’absence d’
autorisation préalable, doit être transmise
sans délai. Le paragraphe 2 s’applique
par analogie ;
3. Dès que l’État contractant requis le
demande, les fonctionnaires compétents
de l’État contractant requérant doivent
mettre fin à la livraison surveillée et faire
rapport aux autorités compétentes de
l’autre État contractant sur le
déroulement de l’intervention sur le territoire
national de ce dernier ;
4. L’utilisation de résultats d’enquête
obtenus sur la base d’une livraison surveillée
exécutée sans autorisation préalable
n’est admise qu’après l’approbation par
l’État d’accueil de la demande formelle
relative à l’exécution de cette livraison
surveillée.
Article 19
Intervention transfrontalière
d’agents infiltrés
(1) La demande et l’autorisation relatives
à l’exécution d’une opération d’infiltration
par des fonctionnaires compétents de l’État
contractant requérant ayant le statut d’agent
infiltré en vertu du droit national de ce
dernier, sont réglées par la directive
2014/41/UE et les lois de transposition
respectives, avec les compléments fixés au
présent article.
(2) La demande visée au paragraphe 1
doit être adressée
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, au ministère public qui
serait compétent pour autoriser les
opérations d’infiltration si celles-ci devaient
être exécutées par les autorités
compévering kwijt te raken, kunnen de op het
grondgebied van de ene Verdragsluitende
Staat begonnen maatregelen bij wijze van
uitzondering op het grondgebied van de
andere Verdragsluitende Staat worden
voortgezet onder de volgende voorwaarden:
1. De grensoverschrijding dient onverwijld
te worden meegedeeld aan het
bevoegde centrale orgaan van de
Verdragsluitende Staat op wiens grondgebied de
gecontroleerde aflevering wordt
voortgezet. In de Bondsrepubliek Duitsland kan
in plaats van de in artikel 2, paragraaf 3,
nummer 1, genoemde centrale organen
ook de territoriaal bevoegde regionale
recherchedienst in kennis worden
gesteld, die tevens de federale
recherchedienst respectievelijk de recherchedienst
van de douane op de hoogte brengt.
In het Koninkrijk België dient het in
artikel 2, paragraaf 3, nummer 2,
onderdeel b) of c), genoemde bevoegde
centrale orgaan in kennis te worden gesteld;
2. Een verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1, waarin tevens de redenen voor
het bijzonder spoedeisend karakter en
de voortzetting van de maatregelen
zonder voorafgaande toestemming zijn
aangegeven, dient onverwijld alsnog te
worden ingediend. Paragraaf 2 is van
overeenkomstige toepassing;
3. Zodra de aangezochte Verdragsluitende
Staat zulks te verstaan geeft, breken de
bevoegde ambtenaren van de
verzoekende Verdragsluitende Staat de
gecontroleerde aflevering af en brengen ze bij
de bevoegde autoriteiten van de andere
Verdragsluitende Staat verslag uit over
het verloop van het optreden op diens
grondgebied;
4. Het gebruik van onderzoeksresultaten
die in het kader van een zonder
voorafgaande toestemming uitgevoerde
gecontroleerde aflevering werden ver -
worven, is uitsluitend toegestaan na
inwilliging door de gaststaat van het
formele verzoek tot uitvoering van deze
gecontroleerde aflevering.
Artikel 19
Grensoverschrijdend optreden
van infiltranten
(1) Voor het verzoek tot en de
toestemming voor de uitvoering van een
infiltratieoperatie door bevoegde ambtenaren van
de verzoekende Verdragsluitende Staat
die volgens het nationale recht van de
verzoekende Verdragsluitende Staat de status
van infiltrant hebben, gelden de Richtlijn
2014/41/EU en de overeenkomstige
omzettingswetten met de in dit artikel vastgelegde
aanvullingen.
(2) Het verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1 dient te worden gericht
1. voor de Bondsrepubliek Duitsland aan
het openbaar ministerie dat voor de
toestemming voor de infiltratieoperatie
bevoegd zou zijn indien ze door de
bevoegde autoriteiten van de aangezochte
Bundesrat – 27 – Drucksache 477/26
ten Vertragsstaats durchgeführt würde,
unter gleichzeitiger Unterrichtung der in
Artikel 2 Absatz 3 Nummer 1 benannten
jeweils zuständigen nationalen
Zentralstelle oder direkt an die nationale
Zentralstelle. In den Fällen, in denen
sich die verdeckten Ermittlungen in der
Bundesrepublik Deutschland
voraussichtlich auf das Grenzgebiet nach
Artikel 3 beschränken werden, ist das
Ersuchen in Kopie zusätzlich an das
jeweils zuständige Landeskriminalamt in
Nordrhein-Westfalen oder in Rheinland-
Pfalz zu richten.
2. auf Seiten des Königreichs Belgien an
die zuständige Justizbehörde.
(3) Das Ersuchen nach Absatz 1 ist zu
übermitteln
1. auf Seiten der Bundesrepublik
Deutschland über das Bundeskriminalamt, das
Bundespolizeipräsidium, das
Zollkriminalamt oder das jeweils zuständige
Landeskriminalamt.
2. auf Seiten des Königreichs Belgien an
die zuständige Justizbehörde mit Kopie
an die zuständige Zentralbehörde nach
Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2 Buch -
stabe b oder c.
(4) Sofern wegen besonderer
Dringlichkeit ein Ersuchen nach Absatz 1 nicht
gestellt werden kann, darf eine zuständige
Beamtin oder ein zuständiger Beamter, die
oder der den Status einer verdeckten
Ermittlerin oder eines verdeckten Ermittlers nach
dem innerstaatlichen Recht seines oder
ihres Vertragsstaats hat, die auf seinem
oder ihrem Hoheitsgebiet begonnenen
verdeckten Ermittlungen ausnahmsweise im
Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaats
fortsetzen, wenn eine ernsthafte Gefahr für
Leib, Leben oder Freiheit der verdeckten
Ermittlerin oder des verdeckten Ermittlers oder
einer anderen Person besteht oder wenn
anderenfalls die Identität der verdeckten
Ermittlerin oder des verdeckten Ermittlers
aufgedeckt oder der Erfolg der Maßnahme
gefährdet werden könnte. Die Fortsetzung
der verdeckten Ermittlungen ist unverzüglich
der zuständigen Zentralstelle des Ver -
tragsstaats, auf dessen Hoheitsgebiet die
verdeckte Ermittlung fortgesetzt wird, mit -
zuteilen. In der Bundesrepublik Deutschland
kann anstatt der in Artikel 2 Absatz 3
Nummer 1 genannten Zentralstellen auch das
örtlich zuständige Landeskriminalamt
benachrichtigt werden, das auch das
Bundeskriminalamt beziehungsweise das
Zollkriminalamt informiert. Im Königreich Belgien ist
die in Artikel 2 Absatz 3 Nummer 2 Buch -
stabe b oder c genannte zuständige
Zentralstelle zu benachrichtigen. Ein Ersuchen
nach Absatz 1, in dem auch die Gründe
dargelegt werden, die den Einsatz ohne vor -
herige Zustimmung rechtfertigen, ist un -
verzüglich nachzureichen. Absatz 2 findet
entsprechende Anwendung. Die Verwertung
von Ermittlungsergebnissen, die im Zuge
einer ohne vorherige Zustimmung durch -
tentes de l’État contractant requis, avec
information simultanée au service
central national respectivement compétent
visé à l’article 2, paragraphe 3, point 1,
ou directement au service central
national. Dans les cas où les opérations
d’infiltration en République fédérale
d’Allemagne resteront probablement
limitées à la zone frontalière visée à
l’article 3, une copie de la demande doit
en outre être adressée à l’Office régional
de police criminelle respectivement
compétent en Rhénanie du Nord-
Westphalie ou en Rhénanie-Palatinat ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, à l’autorité judiciaire
compétente.
(3) La demande visée au paragraphe 1
doit être transmise
1. en ce qui concerne la République
fédérale d’Allemagne, via l’Office fédéral
de police criminelle, l’Office central de la
Police fédérale, l’Office criminel des
douanes ou l’Office régional de police
criminelle respectivement compétent ;
2. en ce qui concerne le Royaume de
Belgique, à l’autorité judiciaire
compétente avec copie au service central
compétent visé à l’article 2, paragraphe 3,
point 2 b) ou c).
(4) Si, en raison d’une urgence
particulière, la demande visée au paragraphe 1 ne
peut pas être présentée, le fonctionnaire
compétent ayant le statut d’agent infiltré en
vertu du droit national de son État
contractant qui a entamé une opération d’infiltration
sur le territoire national de ce dernier, peut
exceptionnellement continuer celle-ci sur le
territoire national de l’autre État contractant
s’il existe un danger sérieux pour la vie,
l’intégrité physique ou la liberté de l’agent
infiltré ou d’une autre personne ou si, dès lors
que ladite opération n’est pas continuée,
l’identité de l’agent infiltré risque d’être
dévoilée ou le succès de l’opération,
compromis. La continuation des opérations d’
infiltration doit être communiquée sans délai au
service central compétent de l’État
contractant sur le territoire national duquel l’
opération d’infiltration continue. En République
fédérale d’Allemagne, la communication
peut également être adressée, au lieu des
services centraux visés à l’article 2,
paragraphe 3, point 1, à l’Office régional de
police criminelle territorialement compétent,
qui en informe également l’Office fédéral de
police criminelle ou l’Office criminel des
douanes. Dans le Royaume de Belgique,
cette communication doit être adressée au
service central compétent visé à l’article 2,
paragraphe 3, point 2 b) ou c). Une
demande au sens du paragraphe 1, exposant
également les motifs justifiant l’intervention
en l’absence d’autorisation préalable, doit
être transmise sans délai. Le paragraphe 2
s’applique par analogie. L’utilisation de
résultats d’enquête obtenus sur la base d’une
opération d’infiltration exécutée sans
autorisation préalable n’est admise qu’après
l’approbation par l’État d’accueil de la de-
Verdragsluitende Staat zou worden
uitgevoerd, met gelijktijdige kennisgeving
aan het in artikel 2, paragraaf 3,
nummer 1, genoemde respectievelijk
bevoegde nationale centrale orgaan, of
rechtstreeks aan het nationale centrale
orgaan. In de gevallen waarin de
infiltratieoperatie in de Bondsrepubliek
Duitsland zich naar verwachting zal beperken
tot het grensgebied zoals bedoeld in
artikel 3, dient bovendien een afschrift van
het verzoek te worden gericht aan de
respectievelijk bevoegde regionale
recherchedienst in Noordrijn-Westfalen of
Rijnland-Palts;
2. voor het Koninkrijk België aan de
bevoegde gerechtelijke autoriteit.
(3) Het verzoek zoals bedoeld in
paragraaf 1 dient te worden verzonden
1. voor de Bondsrepubli
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Relationen
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- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Vertrag vom 29. April 2024 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Belgien über die Polizei- und Zollzusamm (Gesetzentwurf)