Entwicklung der Darlehen im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch seit dem Jahr 2021 (Antwort zu Drs. 21/1871)
Text
Entwicklung der Darlehen im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch seit dem Jahr 2021 (Antwort zu Drs. 21/1871)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2441
21. Wahlperiode 27.10.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten René Springer, Ulrike Schielke-Ziesing,
Robert Teske, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/1871 –
Entwicklung der Darlehen im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch
seit dem Jahr 2021
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Kann ein vom Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasster und
nach den Umständen unabweisbarer Bedarf nicht gedeckt werden, erbringt die
Agentur für Arbeit den Bedarf als Sach- oder Geldleistung und gewährt der
oder dem Leistungsberechtigten ein entsprechendes Darlehen. Darlehen
können an einzelne Mitglieder von Bedarfsgemeinschaften oder an mehrere
gemeinsam vergeben werden. Solange Darlehensnehmer Leistungen zur
Sicherung des Lebensunterhalts beziehen, werden Rückzahlungsansprüche aus
Darlehen ab dem auf die Auszahlung folgenden Monat durch monatliche
Aufrechnung in Höhe von 10 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfs getilgt (§§ 24
und 42a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch [SGB II]).
Im Jahr 2015 verzeichnete der Inkasso-Service der Bundesagentur für Arbeit
rund 158 000 offene Darlehen, die unter anderem auf einen unabweisbaren
Bedarf gründen. Hierzu zählen beispielsweise Darlehen für Kleidung, Möbel
oder Haushaltsgeräte. Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Zahl der Darlehen
um mehr als ein Viertel auf 201 000 (vgl. Bundestagsdrucksache 19/27669).
Diese Zahlen spiegeln jedoch nur einen Bruchteil der ausgezahlten Darlehen
wider. Sie beziehen sich zudem nur auf Darlehen, die von den 300 Jobcentern
ausgegeben wurden, die als sogenannte gemeinsame Einrichtungen (gE)
organisiert sind. Die Daten der weiteren 104 Jobcenter, die als sogenannte
zugelassene kommunale Träger (zkT) organisiert sind und rund ein Viertel der
bundesweiten Jobcenter stellen, sind dabei noch nicht berücksichtigt. Hierzu
zählen beispielsweise die Jobcenter verschiedener Großstädte wie München,
Stuttgart, Leipzig oder Essen (https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-
Content/Grundlagen/Klassifikationen/Regionale-Gliederungen/Gebietsstruktu
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Grundsicherung-XLS.xlsx;jsessionid=6AB3F8038CF3B7B7CC2B0F8FE59F
EB0E?__blob=publicationFile&v=18).
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
27. Oktober 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Bei den nachfolgend genannten Daten handelt es sich überwiegend um
Auswertungen aus IT-Verfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Jobcenter
in gemeinsamer Einrichtung und nicht um qualitätsgesicherte statistische
Daten.
1. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden in den Jahren von
2021 bis einschließlich 2025 nach dem SGB II jeweils bewilligt (bitte
nach Jahren getrennt ausweisen)?
Die Anzahl und Gesamthöhe der über das IT-Fachverfahren ALLEGRO
bewilligten Darlehen in gemeinsamen Einrichtungen kann der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Entsprechende Daten für die zugelassenen kommunalen
Träger liegen nicht vor. Darlehen bei einem voraussichtlichen
Einkommenszufluss nach § 24 Absatz 4 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) und
Darlehen wegen fehlender sofortiger Verwertbarkeit des Vermögens nach § 24
Absatz 5 SGB II sind zwar in der Gesamtzahl der bewilligten Darlehen, jedoch
nicht bei der Gesamthöhe der bewilligten Darlehen berücksichtigt (vgl. hierzu
die Antworten zu den Fragen 7 und 8).
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2. Wie haben sich in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 die
Anzahl und die Höhe der offenen Darlehen im Rechtskreis des SGB II
jeweils entwickelt (bitte nach Jahren getrennt ausweisen)?
Bundesweite statistische Daten liegen nicht vor. Daten aus dem Berichtswesen
Inkasso der BA für den Bereich der gemeinsamen Einrichtungen (gE) können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Daten der zugelassenen
kommunalen Träger liegen nicht vor.
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3. Wie hat sich in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 die Anzahl
der Darlehen nach dem SGB II mit einer Tilgungsdauer von
a) unter einem Monat,
b) unter drei Monaten,
c) unter sechs Monaten,
d) unter einem Jahr,
e) unter drei Jahren,
f) unter fünf Jahren und
g) mehr als fünf Jahren
jeweils entwickelt (bitte nach Jahren getrennt ausweisen), und welche
Darlehenssummen stehen hinter den jeweiligen Tilgungsdauern?
Bundesweite statistische Angaben liegen nicht vor. Daten aus dem
Berichtswesen Inkasso der BA für den Bereich der gE können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Daten der zugelassenen kommunalen Träger liegen nicht
vor.
Die Jahresangaben beziehen sich jeweils auf das Jahr der Tilgung. Die
verschiedenen Kategorien der Tilgungsdauern sind kumulativ zu betrachten und
nicht überschneidungsfrei. So sind beispielsweise die Darlehen mit einer
Laufzeit von unter einem Monat auch in den Darlehen mit einer Laufzeit von unter
drei Monaten enthalten.
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4. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 für die Erbringung von Mietsicherheiten
(§ 22 Absatz 6 Satz 3 SGB II) jeweils bewilligt (bitte nach Jahren
getrennt ausweisen), und wie hoch war die durchschnittlich bewilligte
Darlehenshöhe pro Leistungsberechtigtem?
Die entsprechenden Angaben liegen ausschließlich für den Bereich der gE aus
dem IT-Fachverfahren ALLEGRO vor und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Eine Auswertung der durchschnittlichen Darlehenshöhe
ist nur je Darlehensbewilligung, nicht je Leistungsberechtigten möglich.
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5. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 für die Begleichung von Schulden zur
Sicherung der Unterkunft (§ 22 Absatz 8 Satz 4 SGB II) jeweils bewilligt
(bitte nach Jahren getrennt ausweisen), und wie hoch war die
durchschnittlich bewilligte Darlehenshöhe pro Leistungsberechtigtem?
Die entsprechenden Angaben liegen ausschließlich für den Bereich der gE aus
dem IT-Fachverfahren ALLEGRO vor und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Eine Auswertung der durchschnittlichen Darlehenshöhe
ist nur je Darlehensbewilligung, nicht je Leistungsberechtigten möglich.
Tabelle 5 Anzahl und Höhe, sowie Durchschnittshöhe pro leistungsberechtigter
Person der Darlehen für Mietschulden in gemeinsamen Einrichtungen im
Zeitraum 2021 bis 2025
2021 2022 2023 2024 01.01.2025 bis
30.09.2025
Anzahl der bewilligten
Darlehen
Mietschulden 16.328 16.615 16.715 14.964 9.795
Gesamtdarlehenshöhe in
Euro
Mietschulden 21.093.354,23 22.213.036,09 24.205.825,79 22.298.043,27 14.989.717,74
Durchschnittliche
Darlehenshöhe pro Bewilligung
in Euro
Mietschulden 1.291,85 1.336,93 1.448,15 1.490,11 1.530,34
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Auswertung IT-Verfahren ALLEGRO, Stand: 20. Oktober 2025
6. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 bei einem unabweisbaren Bedarf (§ 24
Absatz 1 SGB II) jeweils bewilligt (bitte nach Jahren getrennt ausweisen),
und wie hoch war die durchschnittlich bewilligte Darlehenshöhe pro
Leistungsberechtigtem?
Die entsprechenden Angaben liegen ausschließlich für den Bereich der gE aus
dem IT-Fachverfahren ALLEGRO vor und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Eine Auswertung der durchschnittlichen Darlehenshöhe
ist nur je Darlehensbewilligung, nicht je Leistungsberechtigten möglich.
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7. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 bei einem voraussichtlichen
Einkommenszufluss nach § 24 Absatz 4 SGB II jeweils bewilligt (bitte nach Jahren
getrennt ausweisen), und wie hoch war die durchschnittlich bewilligte
Darlehenshöhe pro Leistungsberechtigtem?
Die entsprechenden Angaben liegen ausschließlich für den Bereich der gE aus
dem IT-Fachverfahren ALLEGRO vor und können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Auswertungen zur Gesamthöhe und zur durchschnittlich
bewilligten Darlehenshöhe sind nicht möglich.
Tabelle 7 Anzahl und Höhe der Darlehen in gemeinsamen Einrichtungen bei
voraussichtlichem Einkommenszufluss nach § 24 Absatz 4 SGB II, sowie
durchschnittliche Darlehenshöhe pro leistungsberechtigter Person im Zeitraum
2021 bis 2025
2021 2022 2023 2024 01.01.2025 bis
30.09.2025
Anzahl der bewilligten Darlehen nach § 24
Absatz 5 SGB II (Vermögen)
681 608 751 1.071 748
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Auswertung IT-Verfahren ALLEGRO, Stand: 20. Oktober 2025
8. Wie viele Darlehen in welcher Gesamthöhe wurden im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 wegen fehlender sofortiger Verwertbarkeit
des Vermögens nach § 24 Absatz 5 SGB II jeweils bewilligt (bitte nach
Jahren getrennt ausweisen), und wie hoch war die durchschnittlich
bewilligte Darlehenshöhe pro Leistungsberechtigtem?
Die entsprechenden Angaben liegen ausschließlich für den Bereich der gE aus
dem IT-Fachverfahren ALLEGRO vor und können der beigefügten Tabelle
entnommen werden Auswertungen zur Gesamthöhe und zur durchschnittlich
bewilligten Darlehenshöhe sind nicht möglich.
Tabelle 8 Anzahl der bewilligten Darlehen in gemeinsamen Einrichtungen nach
§ 24 Absatz 5 SGB II in dem Zeitraum 2021 bis 2025
2021 2022 2023 2024 01.01.2025 bis
30.09.2025
Anzahl der bewilligten Darlehen nach § 24
Absatz 4 SGB II (Einnahmen)
9.320 8.292 6.922 6.102 4.829
Quelle: Bundesagentur der Arbeit, Auswertung IT-Verfahren ALLEGRO, Stand: 20. Oktober 2025
9. Wie hoch war in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 die
Gesamtzahl der Bedarfsgemeinschaften, bei denen ein Anspruch auf
unabweisbaren Bedarf festgestellt wurde (bitte Gesamtzahl pro Jahr sowie
zusätzlich den Jahresdurchschnitt ausweisen), und wie hoch war die
Gesamtzahl am Stichtag 31. Dezember 2024?
10. Wie hat sich in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 der
Zahlungsanspruch der Bedarfsgemeinschaften mit unabweisbarem Bedarf
jeweils entwickelt (bitte Gesamthöhe pro Jahr sowie zusätzlich den
Jahresdurchschnitt ausweisen), und wie hoch war der Zahlungsanspruch am
Stichtag 31. Dezember 2024?
11. Wie hat sich in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 der
durchschnittliche Zahlungsanspruch der Bedarfsgemeinschaften mit
unabweisbarem Bedarf jeweils entwickelt?
12. Wie hoch war in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 die
Gesamtzahl der Leistungsberechtigten, bei denen ein Anspruch auf
unabweisbaren Bedarf festgestellt wurde (bitte Gesamtzahl pro Jahr sowie
zusätzlich den Jahresdurchschnitt ausweisen), und wie hoch war die
Gesamtzahl der Leistungsberechtigten am Stichtag 31. Dezember 2024?
13. Wie hat sich in den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 der
Zahlungsanspruch der Leistungsberechtigten mit unabweisbarem Bedarf
jeweils entwickelt (bitte Gesamthöhe pro Jahr sowie zusätzlich den
Jahresdurchschnitt ausweisen), und wie hoch war der Zahlungsanspruch am
Stichtag 31. Dezember 2024?
Die Fragen 9 bis 13 werden gemeinsam beantwortet.
In der Grundsicherungsstatistik SGB II der BA kann nur nach Leistungsarten
berichtet werden. Leistungen nach § 24 Absatz 1 SGB II sind als Darlehen zu
gewähren. Rückzahlungen/Tilgungen nach § 42a SGB II fließen in die
statistische Erfassung der gewährten Zahlungsansprüche der Leistungsart § 24 Absatz
1 SGB II nicht ein. Daten liegen nur für die gE vor.
Im Jahresdurchschnitt 2024 waren im Bestand 7.977 Bedarfsgemeinschaften
mit einem Zahlungsanspruch auf unabweisbaren Bedarf nach § 24 Absatz 1
SGB II. Die monatliche Summe der Zahlungsansprüche von
Bedarfsgemeinschaften auf unabweisbaren Bedarf nach § 24 Absatz 1 SGB II betrug im
Jahresdurchschnitt rund 4,84 Millionen Euro. Die Jahressumme der
Zahlungsansprüche dieser Bedarfsgemeinschaften lag bei 58,08 Millionen Euro. Der
durchschnittliche Zahlungsanspruch von Bedarfsgemeinschaften mit einem
Anspruch auf unabweisbaren Bedarf nach § 24 Absatz 1 SGB II betrug im Jahr
2024 rund 607 Euro. Im Jahresdurchschnitt 2024 waren 8.346
Leistungsberechtigte im Bestand mit einem Zahlungsanspruch auf unabweisbaren Bedarf nach
§ 24 Absatz 1 SGB II. Im Jahresdurchschnitt 2024 lagen die monatlichen
Zahlungsansprüche von Leistungsberechtigten mit ein einem Anspruch auf
unabweisbaren Bedarf nach § 24 Absatz 1 SGB II ebenfalls bei rund 4,84 Millionen
Euro; die Jahressumme der Zahlungsansprüche dieser Leistungsberechtigten
lag bei 58,08 Millionen Euro.
Die übrigen Daten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Daten für das Jahr 2025 liegen noch nicht vor.
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14. Wie viele Darlehen nach dem SGB II wurden in welcher Gesamthöhe in
den Jahren von 2021 bis einschließlich 2025 an Leistungsberechtigte mit
folgender Staatsangehörigkeit vergeben:
a) Deutsche,
b) Ausländer,
c) EU-Ausländer,
d) Top-8-nichteuropäische-Asylherkunftsländer,
und wie hoch war dabei jeweils der durchschnittliche Darlehensbetrag
pro Leistungsberechtigtem?
Informationen zu den Staatsangehörigkeiten liegen nur für die
Leistungsberechtigten mit Zahlungsanspruch auf unabweisbaren Bedarf nach § 24 Absatz 1
SGB II und nur für die gE vor. Die entsprechenden Informationen können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Daten für das Jahr 2025 liegen
noch nicht vor.
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15. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren von
2021 bis einschließlich 2025 jeweils die Zahl der Leistungsberechtigten
sowie die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die
a) ein offenes Darlehen,
b) zwei offene Darlehen,
c) drei oder mehr offene Darlehen
besitzen?
Der Bundesregierung liegen keine entsprechenden Angaben vor.
16. In welchem Umfang wurden für den Zeitraum von 2021 bis
einschließlich 2025 jeweils durch die 104 zugelassenen kommunalen Träger
Darlehen nach dem SGB II ausgereicht (bitte für jedes Jahr einzeln
differenzieren sowie nach jeweiliger Darlehensform: § 24 Absatz 1, 2, 4 und 5
SGB II getrennt ausweisen)?
Nach § 24 Absatz 2 SGB II können Regelleistungen unter bestimmten
Voraussetzungen als Sachleistungen erbracht werden. Es handelt sich bei § 24 Absatz
2 SGB II also nicht um eine Rechtsgrundlage für Darlehen. Die sonstigen
erfragten Zahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Für
2025 liegen noch keine Daten vor.
Tabelle 11 Gewährte Darlehen der zugelassenen kommunalen Träger (zkT) im
Zeitraum von 2021 bis 2024 nach Darlehensform in Euro
Gesamt § 24 Abs. 1 SGB II § 24 Abs. 4 SGB II § 24 Abs. 5 SGB II
2021 12.801.539,44 9.601.273,50 2.492.146,47 629.193,04
2022 11.540.279,18 9.042.307,97 2.010.076,50 487.894,71
2023 11.972.408,01 9.421.713,18 2.097.721,12 452.973,71
2024 13.231.487,51 9.947.940,87 2.436.337,41 847.209,23
Quelle: Jährliche Schlussrechnungen der zugelassenen kommunalen Träger über die Ausgaben für
Leistungen zum Lebensunterhalt – Stand: 1. Oktober 2025
17. Wie viele aus Darlehen nach dem SGB II resultierende Restschulden
wurden von den Jobcentern im Zeitraum von 2021 bis einschließlich
2025 fällig gestellt (bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Eine gesonderte Auswertung von Darlehensforderungen, die gemäß § 42a
SGB II mit Beendigung des Leistungsbezuges sofort fällig werden, ist wegen
fehlender Kennzeichnung aus dem Finanzsystem SAP-ERP nicht möglich. Das
gleiche gilt für eine separate Darstellung der unterschiedlichen Darlehensarten.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
18. Wie hoch fielen die aus Darlehen nach dem SGB II resultierenden
Restschulden im Zeitraum von 2021 bis einschließlich 2025 aus (bitte für
jedes Jahr einzeln ausweisen)?
19. Wie hoch fielen die aus Darlehen nach dem SGB II resultierenden, noch
offenen Restschulden im Zeitraum von 2021 bis einschließlich 2025 aus
(bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Die Fragen 18 und 19 werden gemeinsam beantwortet.
Es wird auf die Antwort zu Frage 2 verwiesen.
20. Wie lange war die durchschnittliche Rückzahlungsdauer von
Restschulden, die aus Darlehen nach dem SGB II resultieren, im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 (bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
21. Wie lange war die durchschnittliche Rückzahlungsdauer von
Restschulden, die aus Darlehen nach dem SGB II resultieren, im Zeitraum von
2021 bis einschließlich 2025 (bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Die Fragen 20 und 21 werden gemeinsam beantwortet.
Bundesweite statistische Daten liegen nicht vor. Daten aus dem Berichtswesen
Inkasso der BA für den Bereich der gE können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Entsprechende Daten für die zugelassenen kommunalen
Träger liegen nicht vor.
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22. Wie viele Rückforderungen aus Darlehen nach dem SGB II wurden im
Zeitraum von 2021 bis einschließlich 2025 niedergeschlagen (bitte für
jedes Jahr einzeln ausweisen), und wie viele wurden in diesem Zeitraum
erlassen?
Bundesweite statistische Daten liegen nicht vor. Daten aus dem Berichtswesen
Inkasso der BA für den Bereich der gE können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Entsprechende Daten für die zugelassenen kommunalen
Träger liegen nicht vor.
Tabelle 13 Anzahl niedergeschlagene und erlassener Rückforderungen bei
Darlehen in gemeinsamen Einrichtungen im SGB II in dem Zeitraum 2021 bis
2021
Anzahl Darlehen SGB II 2021 2022 2023 2024 01.01.2025 bis 30.09.2025
Niederschlagungen 41.725* 17.746 18.289 15.430 12.097
Erlass – – 12 1 10
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Datenbericht aus ERP-Business-Intelligence (ERP-BI)
*Daten zu Frage 10 auf die Antwort der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 20/4987
stammen aus einer Einzelabfrage aus ERP und weichen ggfls. von weiteren Auswertungen ab
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
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