Kosteneffiziente und technologieoffene Gestaltung energiepolitischer Vorhaben
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Kosteneffiziente und technologieoffene Gestaltung energiepolitischer Vorhaben
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7978
21. Wahlperiode 10.09.2026
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Michael Kellner, Katrin Uhlig, Dr. Alaa Alhamwi, Dr. Sandra
Detzer, Julian Joswig, Sandra Stein und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kosteneffiziente und technologieoffene Gestaltung energiepolitischer Vorhaben
Angesichts der Warnungen aus Wirtschaft und
Verbraucherschutzorganisationen vor den hohen Kosten möglicher Fehlanreize bei zentralen
energiepolitischen Vorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
insbesondere im Hinblick auf den Ausbau steuerbarer Erzeugungskapazitäten
ist aus Sicht der Fragestellerinnen und Fragesteller eine kosteneffiziente und
systemdienliche Ausgestaltung der energiepolitischen Maßnahmen dringend
notwendig (www.welt.de/wirtschaft/plus69e5ec8e72fe56afc2260544/kraftwerk
strategie-in-einer-zentralen-energie-frage-bekommt-reiche-jetzt-gegenwind-vo
n-unerwarteter-seite.html). Überall dort, wo günstigere Technologien eine
stabilisierende Rolle im Energiesystem übernehmen können, sollte dies auch
durch die Rahmenbedingungen ermöglicht werden. Für eine ausgewogene und
sachgerechte Entscheidung zur Ausgestaltung der Energiepolitik ist es nach
Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller unerlässlich, dass sich das
zuständige Bundesministerium breit und ausgewogen informiert. Jüngste
Medienberichte werfen jedoch die Frage auf, ob die Hausleitung des
Bundesministeriums eine zu einseitige inhaltliche Orientierung an den Wünschen und
Positionen einzelner Unternehmen forciert (www.handelsblatt.com/unternehmen/en
ergie/energie-lobby-papier-rwe-setzt-auf-gas-und-will-batteriespeicher-ausgren
zen/100201683.html). Dies betrifft insbesondere jene Unternehmen, die ein
finanzielles Eigeninteresse an bestimmten Infrastruktur- und
Erzeugungsoptionen haben und zum Teil bereits heute über eine erhebliche Marktmacht
verfügen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Gab es im Jahr 2026 bi- oder multilaterale Gespräche zwischen
Bundesministerin Katherina Reiche, Staatssekretär Frank Wetzel, Abteilungs- oder
Referatsebene mit RWE, EnBW, Steag Iqony, Leag, Uniper, Vertreterinnen
und Vertretern von Batteriespeicherunternehmen oder
Batteriespeicherverbänden, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Deutschen Industrie-
und Handelskammer (DIHK) oder Umweltverbänden, und wenn ja, bitte
jeweils getrennt nach Bundesministerin, Staatssekretär, Abteilungs- und
Referatsebene
a) das Datum der Gespräche angeben,
b) Teilnehmende (auf Fachebene ist Namensnennung nicht erforderlich,
Funktionsbeschreibung reicht aus) angeben,
c) auf wessen Veranlassung konkret kamen diese Gespräche zustande,
d) welche Materialien wurden im Vorhinein, bei diesen Gesprächen oder
im Nachgang übergeben oder übersandt,
e) wurden diese Gespräche veröffentlicht oder im legislativen Fußabdruck
des Gesetzentwurfs genannt, und
f) wurden die Unterlagen in das Lobbyregister eingestellt?
2. Welche der in Frage 1 benannten Gespräche bezogen sich auf die
Kraftwerkstrategie auch oder nur zu Ausschreibungsbedingungen für Kraftwerke
oder Speicher im Kraftwerkssicherheitsgesetz?
3. Gab es in 2026 bi- oder multilateralen schriftlichen Kontakt zwischen
Bundesministerin Katherina Reiche, Staatssekretär Frank Wetzel,
Abteilungsoder Referatsebene mit RWE, EnBW, Steag Iqony, Leag, Uniper,
Vertreterinnen und Vertretern von Batteriespeicherunternehmen oder
Batteriespeicherverbänden, VKU, BDEW, DIHK oder Umweltverbänden, und wenn ja,
bitte jeweils getrennt nach Bundesministerin, Staatssekretär, Abteilungs-
und Referatsebene
a) das Datum der E-Mail angeben,
b) Teilnehmende (auf Fachebene ist Namensnennung nicht erforderlich,
Funktionsbeschreibung reicht aus) angeben,
c) auf wessen Veranlassung konkret kamen diese E-Mails zustande,
d) welche Materialien wurden im Rahmen des E-Mail-Verkehrs übersandt,
e) wurden diese E-Mails veröffentlicht oder im legislativen Fußabdruck
des Gesetzentwurfs genannt, und
f) wurden die Unterlagen in das Lobbyregister eingestellt?
4. Welcher schriftliche Kontakt bezog sich dabei auf die Kraftwerksstrategie
oder auch nur zu Ausschreibungsbedingungen für Kraftwerke oder Speicher
im Kraftwerkssicherheitsgesetz?
Berlin, den 7. September 2026
Katharina Dröge, Britta Haßelmann und Fraktion
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ISSN 0722-8333
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