Mögliche linksextremistische Einflussnahme auf Jugendliche und Heranwachsende in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/1302)
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Mögliche linksextremistische Einflussnahme auf Jugendliche und Heranwachsende in Deutschland (Antwort zu Drs. 21/1302)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1417
21. Wahlperiode 29.08.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Tobias Matthias Peterka, Sascha
Lensing, Dr. Christoph Birghan, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/1302 –
Mögliche linksextremistische Einflussnahme auf Jugendliche und
Heranwachsende in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Laut Verfassungsschutzbericht 2024 ist die Schwelle in Deutschland zum
Linksterrorismus aktuell noch nicht überschritten. Es besteht aber eine hohe
Gefahr für weitere schwere Gewalttaten gegen Personen (S. 170 des
Verfassungsschutzberichts 2024, www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/pub
likationen/themen/sicherheit/BMI25029-vsb2024.pdf?__blob=publicationFile
&v=4, zuletzt abgerufen am 1. August 2025). Ein neuer Linksterrorismus
könnte sich in Deutschland nach Auffassung des Bundesamtes für
Verfassungsschutzes (BfV) bei ungehindertem Fortgang der Radikalisierung
entwickeln (s. o.).
Im Verfassungsschutzbericht wird auch der Einfluss von Linksextremisten auf
junge Menschen thematisiert: „Dogmatische Linksextremisten und ihre
Jugendorganisationen wollen gezielt Jugendliche und junge Erwachsene
anwerben und indoktrinieren. Überhaupt leistet auch der dogmatische
Linksextremismus einen nicht unerheblichen Beitrag zu linksextremistischer Gewalt, sei
es durch die Schaffung ideologischer Begründungszusammenhänge oder
durch konkrete Unterstützungshandlungen im Umfeld. Vor allem wirken sie
als geistige Wegbereiter daran mit, den Linksextremismus in all seinen
Ausprägungen in Politik und Gesellschaft zu tragen“ (s. o.).
Festzustellen ist, dass die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten in
Deutschland im Jahr 2024 um 37,9 Prozent auf 5 857 Delikte (2023: 4 248)
gestiegen ist (www.verfassungsschutz.de/DE/themen/linksextremismus/zahle
n-und-fakten/zahlen-und-fakten_node.html). Die Intensität
linksextremistischer Tätigkeiten hat in Deutschland somit deutlich zugenommen. Neben
gewaltsamen Ausschreitungen auf Demonstrationen stehen auch immer wieder
„antifaschistisch“ motivierte Gewalttaten im Fokus der Öffentlichkeit (www.v
erfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/linksextremismus/die-antif
a-antifaschistischer-kampf-im-linksextremismus.html).
Daneben zeigt sich aber auch deutlich eine ideologische Einflussnahme auf
junge Menschen in Bildungs- und Jugendeinrichtungen (www.welt.de/print/di
e_welt/politik/article166547590/Die-Universitaeten-und-das-Problem-mit-de
n-Linksradikalen.html). Junge Menschen sollen über bestimmte Gruppen für
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern
vom 29. August 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
linksextremistische Ziele gewonnen – z. B. über Antifa-Strukturen
(„Linksjugend [’solid]“) oder Klimabewegungen (www.bpb.de/themen/linksextremis
mus/dossier-linksextremismus/338269/linksextremistische-einflussnahme-
aufdie-klima-bewegung/) und beeinflusst werden.
Trotz der regelmäßigen Hinweise der Verfassungsschutzbehörden und anderer
Sicherheitsbehörden auf die zunehmende Bedrohung durch Linksextremismus
wurde bislang eine Aufarbeitung der Frage, inwieweit Jugendliche konkret
betroffen sind und welche Rolle linksextreme Milieus in schulischen,
universitären oder außerschulischen Kontexten spielen, nach Kenntnis der Fragesteller
nicht vorgenommen.
1. Wie viele Personen unter 21 Jahren wurden in den Jahren von 2020 bis
2024 von den Sicherheitsbehörden als dem linksextremen Spektrum
zugehörig eingestuft (bitte nach Jahren und Alter aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung verweist auf ihre Antwort auf die Schriftlichen Frage 9
des Abgeordneten Martin Hess auf Bundestagsdrucksache 21/512.
2. Wie viele politisch motivierte Straftaten (Politisch motivierte
Kriminalitätlinks – PMK-links) wurden in den Jahren von 2020 bis 2024 von Personen
unter 21 Jahren verübt (bitte nach Jahren, Alter, Straftat aufschlüsseln)?
Die Grundlage für die Beauskunftung bildet die Fallzahlenerhebung im
Rahmen des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes in Fällen Politisch motivierter
Kriminalität (KPMD-PMK). Hierbei werden politisch motivierte Straftaten
durch die zuständigen Landeskriminalämter an das Bundeskriminalamt
übermittelt, in einer zentralen Fallzahlendatei erfasst und die erkennbaren
ideologischen Hintergründe und Ursachen der Tatbegehung in einem
staatsschutzrelevanten „Phänomenbereich“ (-links-, -rechts-, -ausländische Ideologie-, -
religiöse Ideologie-, -sonstige Zuordnung-) abgebildet.
Die Aufschlüsselung nach Alter erfolgt im KPMD-PMK in den Altersgruppen
– bis 13 Jahre
– 14-17 Jahre
– 18-20 Jahre
sowie in erfasste Deliktskategorien.
Damit ergibt sich für die Jahre 2020 bis 2024 nachstehendes Bild für den
Bereich der PMK-links:
2020
Bis 13 Jahre 14-17 Jahre 18-20 Jahre
Deliktkategorie
Tötungsdelikte 1
Körperverletzungsdelikte 22 41
Brandstiftungsdelikte 1 4
Sprengstoffdelikte
Landfriedensbruch 63 92
Gefährlicher Eingriff in den Luft-,
Bahn- und Straßenverkehr
3 11
Freiheitsberaubung
Raub 1 4
Erpressung
Widerstandsdelikte 16 35
Sexualdelikte
Sachbeschädigung 5 145 172
Nötigung/Bedrohung 11 36
Verbreiten von Propagandamitteln
Verwenden von Kennz.
verfassungswidr. Org.
1 20 8
Störung der Totenruhe
Volksverhetzung
Verstoß gg. VersammlG 1 49 78
Verstoß gg. WaffG 1
Andere Straftaten 86 136
2021
Bis 13 Jahre 14-17 Jahre 18-20 Jahre
Deliktkategorie
Tötungsdelikte
Körperverletzungsdelikte 22 39
Brandstiftungsdelikte 1
Sprengstoffdelikte
Landfriedensbruch 13 39
Gefährlicher Eingriff in den Luft-,
Bahn- und Straßenverkehr
6 8
Freiheitsberaubung
Raub 9
Erpressung
Widerstandsdelikte 25 44
Sexualdelikte
Sachbeschädigung 5 165 217
Nötigung/Bedrohung 43 93
Verbreiten von Propagandamitteln
Verwenden von Kennz.
verfassungswidr. Org.
2
Störung der Totenruhe
Volksverhetzung 1 3
Verstoß gg. VersammlG 50 112
Verstoß gg. WaffG 1 1
Andere Straftaten 87 154
2022
Bis 13 Jahre 14-17 Jahre 18-20 Jahre
Deliktkategorie
Tötungsdelikte
Körperverletzungsdelikte 24 29
Brandstiftungsdelikte 1
Sprengstoffdelikte
Landfriedensbruch 15 16
Gefährlicher Eingriff in den Luft-,
Bahn- und Straßenverkehr
2 21
Freiheitsberaubung
Raub
Erpressung
Widerstandsdelikte 15 38
Sexualdelikte
Sachbeschädigung 3 94 118
Nötigung/Bedrohung 1 47 364
Verbreiten von Propagandamitteln 1
Verwenden von Kennz.
verfassungswidr. Org.
5
Störung der Totenruhe
Volksverhetzung
Verstoß gg. VersammlG 1 95 96
Verstoß gg. WaffG 1
Andere Straftaten 38 111
2023
Bis 13 Jahre 14-17 Jahre 18-20 Jahre
Deliktkategorie
Tötungsdelikte
Körperverletzungsdelikte 10 30
Brandstiftungsdelikte 1
Sprengstoffdelikte
Landfriedensbruch 3 205 469
Gefährlicher Eingriff in den Luft-,
Bahn- und Straßenverkehr
1 4 36
Freiheitsberaubung
Raub 2
Erpressung
Widerstandsdelikte 1 22 81
Sexualdelikte
Sachbeschädigung 62 102
Nötigung/Bedrohung 1 145 558
Verbreiten von Propagandamitteln
Verwenden von Kennz.
verfassungswidr. Org.
4
Störung der Totenruhe
Volksverhetzung
Verstoß gg. VersammlG 1 109 152
Verstoß gg. WaffG 1
Andere Straftaten 1 41 105
2024
Bis 13 Jahre 14-17 Jahre 18-20 Jahre
Deliktkategorie
Tötungsdelikte
Körperverletzungsdelikte 17 26
Brandstiftungsdelikte 2
Sprengstoffdelikte 1
Landfriedensbruch 1 25 47
Gefährlicher Eingriff in den Luft-,
Bahn- und Straßenverkehr
1
Freiheitsberaubung
Raub 1 6 1
Erpressung
Widerstandsdelikte 10 32
Sexualdelikte
Sachbeschädigung 4 191 162
Nötigung/Bedrohung 1 26 80
Verbreiten von Propagandamitteln
Verwenden von Kennz.
verfassungswidr. Org.
3 4 7
Störung der Totenruhe
Volksverhetzung 1 2
Verstoß gg. VersammlG 47 128
Verstoß gg. WaffG
Andere Straftaten 2 72 146
3. In welchen Bundesländern ist nach Kenntnis der Bundesregierung die
Beteiligung junger Menschen an linksextremen Aktionen besonders
ausgeprägt?
Betrachtet man die absoluten Fallzahlen, so ist im Freistaat Bayern, in Berlin
und im Freistaat Sachsen die Beteiligung von Personen bis einschließlich
20 Jahre an PMK-links zugeordneten Straftaten besonders ausgeprägt.
4. Liegen den Sicherheitsbehörden nach Kenntnis der Bundesregierung
Erkenntnisse über die Rolle von sozialen Medien und digitalen Plattformen
bei der Rekrutierung und ideologischen Beeinflussung Jugendlicher durch
linksextreme Gruppen oder Einzelpersonen vor, und wenn ja, welche?
Linksextremistische Organisationen und Einzelpersonen nutzen aktiv soziale
Medien, um unmittelbar und spontan zu mobilisieren. Sie verbreiten dort
ideologische Texte und „Stories“ schnell und ungefiltert. Damit sprechen sie vor
allem jüngere Nutzer gezielt an. Genutzt werden insbesondere gängige
Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und der Kurznachrichtendienst X, da auf
diesen ein großes Publikum erreicht werden kann.
Instagram stellt aktuell das weitaus wichtigste soziale Netzwerk für die
linksextremistische Szene dar. Hier können zum Beispiel über kurze Filmsequenzen
(„Stories“) kurzfristige Mobilisierungsaufrufe verbreitet werden. Die Nutzung
des sozialen Netzwerkes TikTok ist gerade bei Jugendlichen und
Heranwachsenden populär. Zudem können auf dieser Plattform auch linksextremistische
Inhalte aufgefunden werden, die sich vermutlich gezielt an die junge
Nutzerbasis von linksextremistischen Organisationen und Einzelpersonen richten. Auch
die Internetplattform X wird von weiten Teilen der Szene nach wie vor
verwendet. Andere Netzwerke wie Bluesky oder Mastodon konnten sich bislang nicht
durchsetzen.
Eine mögliche Reichweite über das eigene Spektrum hinaus dürfte
Linksextremisten motiviert haben, die genannten Online-Formate zu nutzen – nicht
zuletzt, um ihre Anhängerschaft zu vergrößern. Die Zielgruppe besteht dabei
nicht ausschließlich, aber auch aus jungen Erwachsenen.
5. Liegen der Bundesregierung Hinweise auf linksextremistische
Einflussnahme oder Propaganda in Schulen, Jugendzentren oder universitären
Gruppen vor, und wenn ja, um welche Erkenntnisse handelt es sich?
Es gibt Erkenntnisse, dass Linksextremisten aus unterschiedlichen Spektren
versuchen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vor Schulen, Betrieben
und an Universitäten für sich zu gewinnen. Dabei tragen die Akteure meist
nicht den Namen der übergeordneten Organisation, um nicht sofort als
Teilstruktur linksextremistischer Parteien und Organisationen erkannt zu werden.
Gleichzeitig versuchen sie, bei demokratischen Bewegungen wie
gewerkschaftlichen Demonstrationen oder Bildungsprotesten mit Werbung und Ansprache
auf die Teilnehmenden Einfluss zu nehmen.
Der trotzkistische Jugendverband „REVOLUTION“ (REVO) konnte 2024 sehr
erfolgreich junge Mitglieder rekrutieren. Durch die intensive Nutzung sozialer
Medien haben dogmatische Linksextremisten eine deutlich höhere Reichweite
erlangt. Das erleichtert es ihnen zusätzlich, ihre Absichten an Schulen zu
verwirklichen. Themen wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine oder die
Solidarität mit den Palästinensern werden regelmäßig für den Versuch
missbraucht, das bei Jugendlichen oftmals vorhandene humanitäre Engagement in
einen kommunistisch interpretierten Widerstand gegen vermeintlichen
„Militarismus“, „Imperialismus“, „Kolonialismus“ und „Kapitalismus“ umzuleiten.
Bei Demonstrationen nutzen Linksextremisten die Gelegenheit, sich
engagierten Jugendlichen anzunähern und ideologische Überzeugungsarbeit sowie
Mitgliederwerbung zu betreiben.
Auch die Jugendorganisation der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)
„Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ (SDAJ) folgt dieser Strategie. Sie
engagiert sich stark in der Werbung an Schulen, um Jugendlichen „ein Angebot
zu machen, sich zu organisieren“.
Gleiches gilt für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD),
die in der Jugend eine „praktische Avantgarde des sozialistischen Aufbaus“
sieht. Entsprechend investiert die MLPD erheblich in die Jugendarbeit: Sie
unterhält Kinder und Jugendverbände, veranstaltet jährliche Jugendfestivals und
schickt gut ausgebildete Mitglieder zu Demonstrationen, um mit
Überzeugungsarbeit und intensivem Werben die eigene Ideologie anzupreisen. Dabei
werden unter anderem gezielt Kontaktdaten abgefragt.
Auch der MLPD-Jugendverband „REBELL“ wirbt häufig vor Schulen und
Berufsschulen, verteilt dort Flyer und versucht, Schülerinnen und Schüler in den
Pausen in politische Diskussionen zu verwickeln. Ein Anknüpfungspunkt dabei
war im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Mitarbeit
in einer von der MLPD geführten „neuen Friedensbewegung“.
Neben den Einflussversuchen aus dem dogmatischen Bereich sind im Einzelfall
auch Aktivitäten aus dem postautonomen Spektrum insbesondere an
Universitäten festzustellen.
6. Welche Träger oder Projekte mit jugendlichen Zielgruppen wurden seit
2020 aus Bundesmitteln gefördert, obwohl sie vom Verfassungsschutz als
linksextrem beeinflusst eingestuft wurden?
8. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um sicherzustellen,
dass keine Bundesmittel an linksextreme bzw. linksextrem beeinflusste
Organisationen ausgezahlt werden?
Die Fragen 6 und 8 werden im Sachzusammenhang gemeinsam beantwortet.
Eine Förderung im Sinne der Frage 6 ist nicht vorgesehen. Nach Maßgabe der
Bundesregierung dürfen generell keine Bundesmittel an extremistisch
beeinflusste oder verfassungsfeindliche Organisationen gehen. Sie ist demnach
verpflichtet, beim Einsatz staatlicher Mittel nach Maßgabe der Rechtsordnung zu
verhindern, dass hierdurch extremistische Gruppierungen, die sich gegen die
freiheitliche demokratische Grundordnung richten, begünstigt werden. Daher
trifft die Bundesregierung entsprechende Vorkehrungen, um derartige Fälle von
Vornherein zu vermeiden. Bereits seit Jahren besteht auf Bundesebene in
diesem Zusammenhang ein Vorgehen, um eine missbräuchliche Inanspruchnahme
staatlicher Leistungen durch extremistische Vereinigungen von Vornherein zu
verhindern. Das Bundesministerium des Innern (BMI) bietet allen anderen
Bundesressorts an, im Rahmen ihrer in eigener Zuständigkeit zu treffenden
Förderentscheidungen auch vorhandene Erkenntnisse der
Verfassungsschutzbehörden beizuziehen. Dieses Vorgehen richtet sich ausdrücklich gleichermaßen
gegen Personen und Organisationen aller extremistischen Phänomenbereiche.
7. Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, ob es zur Verbreitung
linksextremistischer Inhalte über vermeintliche bildungspolitische
Formate, z. B. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder ähnliche
Programme, gekommen ist?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
9. Welche Präventionsprojekte zur Deradikalisierung von Jugendlichen im
linksextremen Spektrum wurden in den Jahren von 2020 bis 2024
durchgeführt oder gefördert?
Die unter dem Dach von „Demokratie leben!“ als Hauptförderprogramm des
Bundes geförderte Prävention im Bereich Linksextremismus/Linke Militanz
fokussiert insbesondere auf Primär- und Sekundärpräventionsangebote und
umfasst keine Tertiärprävention im Sinne der Fragestellung.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) unterhält ein Aussteigerprogramm
für Linksextremisten. Das Programm richtet sich an Personen, die sich dazu
entschieden haben, sich aus dem Einflussbereich linksextremistischer
Strukturen zu lösen, den Ausstieg jedoch aus eigener Kraft nicht schaffen. Ziel des
Aussteigerprogramms ist es, diese Personen zu einem Ausstieg aus der
linksextremistischen Szene zu motivieren, sie in ihrer Entscheidung zu bestärken
und sie bei weiteren Schritten zu unterstützen, sich aus dem
linksextremistischen, insbesondere gewaltbereiten Umfeld zu lösen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
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