Schriftliche Frage 68 von Mandy Eißing (DIE LINKE): Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg des Härtefallfonds für Ostrenten hinsichtlich der erreichten Zielgruppen und der tatsächlichen I…
Teil von Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 25. August 2025 eingegangenen Antworten der Bundesregierung · Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.
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Schriftliche Frage 68 von Mandy Eißing (DIE LINKE): Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg des Härtefallfonds für Ostrenten hinsichtlich der erreichten Zielgruppen und der tatsächlichen I…
Frage 68 (Mandy Eißing, Die Linke):
Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg des Härtefallfonds für Ostrenten hinsichtlich der erreichten Zielgruppen und der tatsächlichen Inanspruchnahme (bitte nach Bundesländern, Anzahl der Anträge, Bewilligungen und Ablehnungen sowie den größten betroffenen Berufsgruppen aufschlüsseln)?
Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese vom 27. August 2025:
Die Stiftung zur Abmilderung von Härtefällen in der Ost-West- Rentenüberleitung, für jüdische Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler (Stiftung Härtefallfonds) hat am 30. Juni 2025 die Antragsbearbeitung abgeschlossen. Von knapp 169.000 Anträgen sind in 57.030 Fällen Zahlungen an Berechtigte erfolgt. Davon entfallen 2.734 Zahlungen auf Personen aus der Ost-West-Rentenüberleitung, 38.448 Zahlungen auf jüdische Kontingentflüchtlinge und 15.848 Zahlungen auf Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler. Vor Gründung der Stiftung konnte die Zahl der Antragstellenden und die Zahl der Berechtigten nur grob geschätzt werden. Eine Voraussetzung für die Leistung war, dass am 1. Januar 2021 eine oder mehrere Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung von insgesamt weniger als 830 Euro netto (nach Abzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung) bezogen wurde. Der vergleichsweise geringe Anteil von Bewilligungen in Fällen der Ost-West-Rentenüberleitung an der Gesamtzahl der Bewilligungen der Stiftung Härtefallfonds ist dadurch begründet, dass Antragstellende häufig eine höhere Rente bezogen haben, das für die Bewilligung erforderliche Lebensalter nicht erreicht haben oder schlicht kein Fall einer Ost-West-Rentenüberleitung vorgelegen hat. Zur Gruppe der Ost-West-Rentenüberleitung können den nachfolgenden Tabellen die Antragszahlen, Bewilligungen und Ablehnungen, aufgeschlüsselt nach Bundesländern und den größten betroffenen Ziel- bzw. Berufsgruppen entnommen werden. Von den insgesamt 23.924 Anträgen zur Ost-West-Rentenüberleitung konnte rund die Hälfte der Fälle hinsichtlich der Ziel- bzw. Berufsgruppe der Antragstellenden nicht klassifiziert bzw. zugeordnet werden, weil die Antragstellerinnen und Antragsteller dazu keine Angaben gemacht haben. Dies erklärt – neben den nicht eigens aufgeführten weiteren zahlenmäßig kleinen Gruppen – die Differenz zwischen der Gesamtzahl der Fälle und den Fallzahlen der in der Tabelle genannten größten Ziel- bzw. Berufsgruppen. Auch bei den Ablehnungen ergibt sich die Differenz zwischen der Gesamtzahl der Fälle und den Fallzahlen der in der Tabelle genannten größten Ziel- bzw. Berufsgruppen dadurch, dass etwas mehr als die Hälfte der Fälle nicht klassifiziert bzw. zugeordnet wurden, da die Ablehnungen aus Gründen erfolgten (wie zu hohe Rentenhöhe, zu junges Alter, kein Fall der Ost-West-Rentenüberleitung), die eine Klassifizierung nicht erforderten. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die Gesamtzahl der Anträge nicht identisch ist mit der Summe der Bewilligungen und Ablehnungen, da Anträge im Laufe der Bearbeitung aus verschiedenen Gründen storniert wurden und dann nicht mehr als Bewilligung oder Ablehnung erfasst werden (z. B. bei mehrfachen Antragstellungen oder Fällen mit fehlender Adresse oder fehlender Mitwirkung). Tabelle: Anträge Bundesland Gesamt Gesundheits- und Sozialwesen Bahn Post Geschiedene Baden-Württemberg 1.035 17 6 4 89 Bayern 1.290 50 10 4 180 Berlin 1.488 61 60 20 402 Brandenburg 1.825 110 132 59 717 Bremen 84 0 2 1 10 Hamburg 201 6 3 0 24 Hessen 736 18 4 8 83 Mecklenburg Vorpommern 2.712 297 183 125 1.079 Niedersachsen 951 22 12 12 130 Nordrhein-Westfalen 2.207 29 16 10 157 Rheinland-Pfalz 381 12 6 2 41 Saarland 79 1 0 0 7 Sachsen 4.681 273 357 157 2.099 Sachsen-Anhalt 2.365 138 221 108 993 Schleswig-Holstein 321 11 9 2 57 Thüringen 2.940 221 183 101 1.443 Ausland 107 4 2 0 19 ohne Zuordnung 521 4 2 5 39 Gesamt 23.924 1.274 1.208 618 7.569 Tabelle: Bewilligungen Bundesland Gesamt Gesundheits- und Sozialwesen Bahn Post Geschiedene Baden-Württemberg 21 3 1 0 17 Bayern 40 12 1 0 27 Berlin 127 22 9 1 89 Brandenburg 280 32 50 15 172 Bremen 0 0 0 0 0 Hamburg 2 0 0 0 2 Hessen 23 5 0 1 17 Mecklenburg Vorpommern 464 112 52 42 240 Niedersachsen 45 7 2 1 35 Nordrhein-Westfalen 50 5 2 1 42 Rheinland-Pfalz 19 5 0 0 14 Saarland 2 0 0 0 2 Sachsen 728 91 97 48 473 Sachsen-Anhalt 436 42 75 26 280 Schleswig-Holstein 17 1 0 1 15 Thüringen 474 54 46 22 335 Ausland 6 0 0 0 6 Gesamt 2.734 391 335 158 1.766 Tabelle: Ablehnungen Bundesland Gesamt Gesundheits- und Sozialwesen Bahn Post Geschiedene Baden-Württemberg 888 14 4 4 70 Bayern 1.087 36 9 4 146 Berlin 1.171 36 49 18 299 Brandenburg 1.322 70 77 40 517 Bremen 78 0 1 1 10 Hamburg 177 4 3 0 21 Hessen 618 12 4 6 62 Mecklenburg Vorpommern 1.955 176 130 79 802 Niedersachsen 793 15 10 8 91 Nordrhein-Westfalen 1.905 23 12 9 106 Rheinland-Pfalz 310 6 6 2 24 Saarland 67 1 0 0 4 Sachsen 3.476 171 245 103 1.574 Sachsen-Anhalt 1.700 92 137 77 686 Schleswig-Holstein 255 9 8 1 40 Thüringen 2.169 158 132 74 1.061 Ausland 87 3 2 0 12 Gesamt 18.058 826 829 426 5.525
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