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Inobhutnahmen in Deutschland - aktuelle Entwicklungen (Antwort zu Drs. 21/5086)

dip / drucksache 14.04.2026 · WP 21 · 21/5374 · Antwort · Original ↗

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Inobhutnahmen in Deutschland - aktuelle Entwicklungen (Antwort zu Drs. 21/5086) Deutscher Bundestag Drucksache 21/5374 21. Wahlperiode 14.04.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anna Rathert, Martin Reichardt, Sebastian Maack, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD – Drucksache 21/5086 – Inobhutnahmen in Deutschland – aktuelle Entwicklungen V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Inobhutnahmen gehören zu den Aufgaben und Handlungsfeldern der (öffentlichen) Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Sie umfassen die sozialpädagogische Schutzgewährung und Krisenintervention für Kinder und Jugendliche. Rechtliche Grundlage ist das staatliche Wächteramt und der damit verbundene Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (vgl. Bundestagsdrucksache 20/12900, 17. Kinder- und Jugendbericht, S. 436, https://dserver.bundes tag.de/btd/20/129/2012900.pdf, gesehen: 22. Januar 2026). Das staatliche Wächteramt und der Schutz des Kindeswohls zielen ab auf die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen sowie die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (Artikel 24) enthaltenen Kinderrechte. Die gesetzliche Regelung zu Inobhutnahmen erfolgt in § 42 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII; siehe www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__42.html, gesehen: 18. Dezember 2025). Speziell für die Einreise ausländischer unbegleiteter Kinder und Jugendlicher kommen die §§ 42a bis 42f SGB VIII (vorläufige Inobhutnahmen) zur Anwendung (siehe u. a. www.gesetze-im-interne t.de/sgb_8/__42a.html, gesehen: 18. Dezember 2025). Die Zuständigkeit für die hoheitliche Aufgabe der Inobhutnahmen liegt grundsätzlich und in letzter Verantwortung bei den örtlichen Jugendämtern. Diese können anerkannte Träger der freien Jugendhilfe (z. B. Aufnahmeheime) an der Durchführung beteiligen oder ihnen Aufgaben übertragen (vgl. Bundestagsdrucksache 20/12900, 17. Kinder- und Jugendbericht, S. 437, https://dserver.bundestag.de/ btd/20/129/2012900.pdf, gesehen: 22. Januar 2026). Ein Aspekt, der in Medienberichten kritisch betrachtet wird, ist der Mangel an Personal in den Jugendämtern in Verbindung mit fehlenden Kapazitäten der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe zur Unterbringung schutzbedürftiger Kinder und Jugendlicher bei einer gleichzeitig steigenden Anzahl von Inobhutnahmen in Deutschland. Dies führt zur Unterbringung in Einrichtungen freier Trägerschaft. In manchen dieser Fälle lassen sich Geschäftsmodelle mit Profitorientierung vermuten, weil die Jugendämter den freien Trägern monatlich Beträge für die Unterbringung zahlen. Mangelnde Kontrollen und ein Wirrwarr an Zuständigkeiten sowie beteiligten Personen und Institutionen stützen auf der einen Seite vermutlich dieses Handeln (vgl. dazu www.deutsch landfunkkultur.de/mit-kindern-kasse-machen-wenn-jugendhilfe-zum-geschaef t-wird-100.html, gesehen: 24. Januar 2026 und www.ardmediathek.de/video/ Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 13. April 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. monitor/mit-kindern-kasse-machen-wie-heimkinder-ins-ausland-verbracht-we rden/das-erste/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLThiZWEwZGE0LTI0O TAtMTFlNS1hOWE3LTUyMjFhZjBjMmJiNQ, gesehen: 24. Januar 2026). Auf der anderen Seite stehen die Jugendämter unter einem hohen Handlungsdruck durch Fälle, bei denen es zu keiner oder nur zur verspäteten Reaktion auf Kindswohlgefährdungen gekommen ist. Beispielhaft hierfür steht der Missbrauchsfall in Lügde (vgl. hierzu u. a. www.bz-berlin.de/deutschland/hoh e-haftstrafen-und-sicherungsverwahrung-fuer-luegde-taeter, gesehen: 25. Januar 2026). Im Fall Lügde kam es über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren zu schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern und zur Verbreitung kinderpornografischen Materials. Besonders das Jugendamt Hameln stand hier im Fokus, aufgrund von fachlichen Fehlern die Taten nicht verhindert zu haben (vgl. www.antenne.com/niedersachsen/nachrichten/regional/Bericht-attest iert-Jugendamt-Hameln-schwere-Fehler-im-Fall-L%C3 ProzentBCgde-id4467 56.html, gesehen: 2. März 2026). Damit haben die Jugendämter Druck aus zwei Richtungen: Entweder sie handeln möglicherweise ungerechtfertigt und zerstören schlimmstenfalls Familien und verursachen Leid und Traumata durch Inobhutnahmen. Oder sie handeln gar nicht bzw. zu spät und verlängern damit das Leid von Kindern und Jugendlichen – schlimmstenfalls bis hin zu Todesfällen betroffener Kinder (vgl. hierzu u. a. www.mz.de/leben/familie/wa s-der-tod-der-zweijahrigen-sophie-aus-halle-auch-zeigt-3847863, gesehen: 2. März 2026). Im 17. Kinder- und Jugendbericht (Bundestagsdrucksache 20/12900) weist die Bundesregierung ebenfalls auf diese Problematik hin. „Die Inobhutnahme und die damit verbundene Unterbringung außerhalb des gewohnten häuslichen und sozialen Umfelds, bedeuten für Kinder und Jugendliche häufig einen gravierenden biografischen Einschnitt. Daraus ergibt sich die Verpflichtung für die Kinder- und Jugendhilfe, sowohl die Abwägung zu einer Entscheidung und die Durchführung einer Inobhutnahme als auch den Aufenthalt in einer Inobhutnahmeeinrichtung als vorläufige Maßnahme professionell zu gestalten und nicht länger als nötig aufrechtzuerhalten. Diese Verpflichtung wird konterkariert durch zu wenige verfügbare Inobhutnahmeplätze. Diese fehlenden Plätze führen in der Folge zur Mehrbelastung und Überlastung der bestehenden Einrichtungen und insbesondere der dort tätigen Fachkräfte.“ (Bundestagsdrucksache 20/12900, 17. Kinder- und Jugendbericht, S. 438). Auf Bundestagsdrucksache 20/3651 weist der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im 20. Deutschen Bundestag in seinem Bericht zur Technikfolgenabschätzung auf die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) und Distributed-Ledger-Technologie in der öffentlichen Verwaltung hin. Mit Blick auf die Entscheidungsprozesse zum Schutz von Kindern wird ein Praxisbeispiel aus den USA vorgestellt. Das „Allegheny Family Screening Tool“ wird von Mitarbeitern der Behörde für Sozialwesen des Bezirks Allegheny (Bundesstaat Pennsylvania) eingesetzt, um Unterstützung bei der Einschätzung von Verdachtsmeldungen zu Kindeswohlgefährdungen zu erhalten, nachdem diese telefonisch an der Krisenhotline aufgenommen wurden. Darauf basierend werden die Verdachtsfälle durch die Fallbearbeiter zur Überprüfung weitergeleitet. Auch hier hat eine Kombination aus geringem Personalstand und besonderer medialer Aufmerksamkeit zu einem Handlungsdruck der Behörde geführt (vgl. a. a. O., S. 59 f., gesehen: 28. Januar 2026). Die Fraktion der AfD hat unter Urheberschaft der Abgeordneten Nicole Höchst in einer Großen Anfrage (Bundestagsdrucksache 20/10866) das Themenfeld Inobhutnahmen in Deutschland beleuchtet. Der Fokus in den Fragestellungen lag u. a. auf statistischen Informationen, Auswirkungen der Inobhutnahmen auf sowohl Kinder als auch Eltern bzw. Elternteile und Akteure der Unterbringung. Der Berichtszeitraum zu den statistischen Angaben endete mit dem Jahr 2022. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat das Thema Inobhutnahmen ebenfalls bearbeitet. Das Themenfeld wurde in einem Fachgespräch „Pflegekinder zwischen Familien und Staat“ in der Kommissionssitzung am 17. Dezember 2025 intensiv diskutiert. Hier wurde u. a. die Situation von Pflegeeltern angesprochen (siehe hierzu den Videomitschnitt des Fachgesprächs, www.bundestag.de/ausschuesse/a13_Bildung-Familie-Sen ioren-Frauen-und-Jugend/kiko/anhoerungen/1132120-1132120, gesehen: 28. Januar 2026). Die Fragesteller sehen ein besonderes Interesse an aktualisierten statistischen Informationen zu Inobhutnahmen in Deutschland sowie Möglichkeiten der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz, um Prozesse zu straffen und Bürokratie abzubauen.  1. Wie viele Inobhutnahmen hat es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2023, 2024 und 2025 gegeben, und in welcher Art von Inobhutnahmeeinrichtung (geeignete Einrichtung, geeignete Person oder sonstige betreute Wohnform) wurden die Kinder und Jugendlichen untergebracht (bitte nach Jahr, Bundesland und Altersgruppen auflisten)? Daten zur Unterbringung während der Maßnahme nach Bundesländern können für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* entnommen werden. Eine Aufschlüsselung nach Altersgruppen ist mittels der durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich. Daten der Statistik der Inobhutnahmen für das Jahr 2025 liegen noch nicht vor.  2. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Kosten für Inobhutnahmen der öffentlichen Hand insgesamt in den Jahren 2023, 2024 und 2025 (bitte nach Jahr, Bundesland und Art der Inobhutnahmeeinrichtung auflisten)? Es wird auf die Angaben in Tabelle 1 verwiesen. Für das Jahr 2025 liegen bisher keine Daten der amtlichen Jugendhilfestatistik zu den Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe vor. In der Statistik wird keine Unterscheidung zwischen Inobhutnahmeeinrichtungen vorgenommen. Tabelle 1: Ausgaben (Auszahlungen) öffentlicher Träger für vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Deutschland; 2023 und 2024; Angaben in Euro) Bundesland 2023 2024 Baden-Württemberg 97 827 060 112 743 966 Bayern 102 614 321 139 746 210 Berlin 93 732 145 107 587 107 Brandenburg 19 970 054 26 482 369 Bremen 31 000 822 31 698 935 Hamburg 8 917 928 13 076 040 Hessen 115 124 421 127 680 304 Mecklenburg-Vorpommern 20 754 161 24 063 898 Niedersachsen 93 724 474 118 292 209 Nordrhein-Westfalen 221 505 942 271 484 854 Rheinland-Pfalz 31 265 372 31 393 612 Saarland 15 216 559 15 193 559 Sachsen 42 244 853 48 868 751 Sachsen-Anhalt 31 011 547 33 335 440 Schleswig-Holstein 33 384 678 37 663 724 Thüringen 12 567 319 14 216 232 Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Ausgaben und Einnahmen; verschiedene Jahrgänge; Zusammenstellung Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik * Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5374 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.  3. Was waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Anlässe für die Inobhutnahmen (bitten nach Jahr und Bundesland) auflisten? Daten für die Jahre 2023 und 2024 sind öffentlich abrufbar unter folgendem Link: www-genesis.destatis.de/datenbank/online/url/5c413f5a.  4. Wie viele der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren nach Kenntnis der Bundesregierung im oben genannten Zeitraum (vgl. Frage 2) männlich, weiblich, divers oder ohne Geschlechtseintrag (bitte nach Jahr, Bundesland und Altersgruppen auflisten)? Daten für Deutschland insgesamt sind für die Jahre 2023 und 2024 unter folgendem Link öffentlich abrufbar: www-genesis.destatis.de/datenbank/online/ur l/6678593b. Daten zum Geschlecht der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen nach Bundesländern können für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* entnommen werden. Eine Aufschlüsselung nach Altersgruppen ist mittels der durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich.  5. Wie viele der Inobhutnahmen betrafen nach Kenntnis der Bundesregierung Kinder in einem Alter von bis zu drei Jahren (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? Daten zu Altersgruppen für Deutschland insgesamt sind für die Jahre 2023 und 2024 unter folgendem Link öffentlich abrufbar: www-genesis.destatis.de/daten bank/online/url/99a90c77. Daten zu den Altersgruppen der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen nach Bundesländern können für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* entnommen werden.  6. Wie viele Inobhutnahmen betrafen nach Kenntnis der Bundesregierung Kinder und Jugendliche von alleinerziehenden Elternteilen (bitte nach Jahr, Bundesland und Altersgruppen auflisten und nach Vater oder Mutter aufschlüsseln)? Daten zum gewöhnlichen Aufenthaltsort vor der Maßnahme nach Bundesländern können für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* entnommen werden. Eine Aufschlüsselung nach Altersgruppen sowie nach Vater oder Mutter ist mit den durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich.  7. Wie viele Inobhutnahmen betrafen nach Kenntnis der Bundesregierung Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien, und welche Staatsbürgerschaft hatten diese (bitte nach Jahr, Bundesland und Altersgruppen auflisten)? Der Flüchtlingsstatus der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen bzw. ihrer Eltern sowie die Staatsbürgerschaft werden von der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik nicht erfasst. * Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5374 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.  8. Wie lange war nach Kenntnis der Bundesregierung die Verweildauer der Kinder und Jugendlichen in den Inobhutnahmeeinrichtungen (bitte nach max. sechs Monate, max. ein Jahr, länger als ein Jahr aufschlüsseln und nach Jahr, Bundesland und Altersgruppen auflisten)? Daten zur Dauer der Maßnahmen nach Geschlecht und Art der Maßnahme für Deutschland insgesamt sind für die Jahre 2023 und 2024 unter folgendem Link öffentlich abrufbar: www-genesis.destatis.de/datenbank/online/url/e490f177. Daten zur Dauer der Maßnahmen nach Bundesländern können für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* entnommen werden. Eine Aufschlüsselung nach Altersgruppen ist mittels der Standardtabellen nicht möglich.  9. Sind der Bundesregierung ab dem Jahr 2023 Fälle bekannt, in denen Inobhutnahmen rechtswidrig waren, und wenn ja, wie viele (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? Die Frage der Rechtswidrigkeit einzelner Maßnahmen wird von der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik (folgend: amtliche Statistik) nicht erfasst. 10. Wie viele Inobhutnahmen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung angefochten, wie viele dieser Anfechtungen waren nach Kenntnis der Bundesregierung erfolgreich, und wie lange dauerten die zugehörigen familiengerichtlichen Verfahren (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? Die amtliche Statistik der Inobhutnahmen erfasst erst ab dem Erhebungsjahr 2023 Informationen dazu, ob Widerspruch der Personensorge- oder Erziehungsberechtigten gegen die Maßnahme eingelegt wurde und ob eine Entscheidung des Familiengerichts über erforderliche Maßnahmen zum Wohl des Kindes oder Jugendlichen herbeigeführt wurde. Es wird auf die Angaben in Tabelle 2 verwiesen. Das Ergebnis des Widerspruchs bzw. der Entscheidung des Familiengerichts und die Dauer des dazugehörigen Verfahrens werden nicht erfasst. Die Erfahrung mit neu eingeführten Erhebungsmerkmalen zeigt, dass im ersten Erhebungsjahr Untererfassungen möglich sind. Vor diesem Hintergrund sind die Daten von 2023 mit Vorsicht zu interpretieren. Tabelle 2: Inobhutnahmen mit Widerspruch der Personensorge- oder Erziehungsberechtigten gegen die Maßnahme (Deutschland; 2023, 2024; Angaben absolut und anteilig) Widerspruch gegen die Maßnahme darunter: Herbeiführung einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl abs. Anteil an allen ION in Prozent abs. Anteil an allen Widersprüchen in Prozent 2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024 Deutschland 4 510 5 164 6,0 7,4 3 749 4 584 83,1 88,8 Baden-Württemberg 451 460 4,2 5,2 392 392 86,9 85,2 Bayern 325 346 5,9 6,1 284 319 87,4 92,2 Berlin 228 228 5,6 4,8 155 199 68,0 87,3 Brandenburg 114 123 4,3 5,9 100 109 87,7 88,6 Bremen 70 99 4,4 8,1 57 95 81,4 96,0 * Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5374 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. Widerspruch gegen die Maßnahme darunter: Herbeiführung einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl abs. Anteil an allen ION in Prozent abs. Anteil an allen Widersprüchen in Prozent 2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024 Hamburg 48 70 1,9 3,2 48 63 100,0 90,0 Hessen 470 473 6,2 7,7 388 406 82,6 85,8 Mecklenburg-Vorpommern 76 85 4,7 4,7 69 79 90,8 92,9 Niedersachsen 471 499 7,4 8,5 397 439 84,3 88,0 Nordrhein-Westfalen 1 453 1 868 8,9 10,8 1 180 1 702 81,2 91,1 Rheinland-Pfalz 188 222 6,5 8,0 163 205 86,7 92,3 Saarland 81 80 13,5 13,0 69 69 85,2 86,3 Sachsen 133 180 2,6 4,8 115 154 86,5 85,6 Sachsen-Anhalt 170 127 8,3 6,5 141 104 82,9 81,9 Schleswig-Holstein 148 188 5,1 6,9 117 148 79,1 78,7 Thüringen 84 116 4,3 6,6 74 101 88,1 87,1 Quelle: StBA: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Vorläufige Schutzmaßnahmen; versch. Jahrgänge; eigene Berechnungen der AKJStat 11. In wie vielen Fällen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2023 freiheitsentziehende Maßnahmen im Rahmen von Inobhutnahmen durchgeführt, und in wie vielen Fällen kam es hierbei zu familiengerichtlichen Verfahren (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. 12. In wie vielen Fällen seit 2023 wurde nach Kenntnis der Bundesregierung bei Inobhutnahmen Zwang ausgeübt (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? a) Gegen wen wurde Zwang ausgeübt? b) Wie viele Einsatzkräfte von befugten Stellen wurden hinzugerufen? c) Welche Staatsangehörigkeit hatten die Personen, gegen die Zwang ausgeübt wurde? Die Fragen 12 bis 12c werden gemeinsam beantwortet. Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. 13. In wie vielen Fällen seit 2023 erfolgte nach Kenntnis der Bundesregierung nach Ende der Maßnahme (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten) a) eine Rückkehr zu dem bzw. den Personensorgeberechtigten oder b) eine Folgemaßnahme? Daten zum Ende der Maßnahme sowie dem anschließenden Aufenthalt nach Bundesländern sind für die Jahre 2023 und 2024 den Ländertabellen in der Anlage* zu entnehmen. * Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/5374 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar. 14. Wie viele Kinder, Jugendliche oder Eltern wurden nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2023 durch die Inobhutnahme traumatisiert und mussten bzw. müssen (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten) a) ambulant oder b) stationär betreut werden? Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. 15. Sind der Bundesregierung seit 2023 Fälle bekannt, in denen Kinder in Pflegefamilien oder Inobhutnahmeeinrichtungen Missbrauchserfahrungen machen mussten (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? a) Wenn ja, wie viele Fälle? Die Fragen 15 und 15a werden gemeinsam beantwortet. Im Jahr 2024 haben Jugendämter nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung gemäß § 8a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) in insgesamt 2 762 Fällen (2023: 2 360) eine Kindeswohlgefährdung mit Hinweisen auf sexuelle Gewalt festgestellt. Davon lebten die betroffenen Minderjährigen in 83 (2023: 76) Fällen in einer Pflegefamilie, in 190 (2023: 176) in einer Einrichtung mit Betreuung gemäß den §§ 34, 35a SGB VIII sowie in 61 (2023: 29) Fällen „in einer sonstigen Einrichtung“. Ob es sich um eine Unterbringung im Rahmen einer Inobhutnahme handelte, wird von der Statistik nicht erfasst. Nur in einem Teil der Fälle ging die Gefahr von Pflegeeltern bzw. Mitarbeitenden aus. Möglich ist auch, dass z. B. Gleichaltrige oder auch die Herkunftseltern diejenigen waren, von denen die Gefahr ausging. b) Wie viele Strafanzeigen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung gestellt? Die Zahl der Strafanzeigen wird von der Statistik der Gefährdungseinschätzungen nicht erfasst. c) In wie vielen Fällen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in diesem Zusammenhang Maßnahmen durch die Jugendämter getroffen? In 2 551 der 2 762 Fälle insgesamt (2024) bzw. 2 205 der 2 360 (2023) wurden im Anschluss an die Feststellung der Kindeswohlgefährdung mit Anzeichen für sexuelle Gewalt Hilfen oder Schutzmaßnahmen durchgeführt. In den übrigen Fällen ist es möglich, dass entsprechende Maßnahmen zwar nicht direkt im Anschluss an die Beendigung der Gefährdungseinschätzung, aber später eingeleitet wurden. Dies geht aus der Statistik nicht hervor. Eine Differenzierung der Daten nach dem Aufenthaltsort der Betroffenen in Einrichtungen oder Pflegefamilien ist mit den durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich. 16. In wie vielen Fällen kam es nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2023 zu Entschädigungen aufgrund von Amtspflichtverletzungen bei Inobhutnahmen gemäß § 839 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches in Verbindung mit Artikel 34 Satz 1 des Grundgesetzes, und wie hoch waren diese (bitte nach Jahr und Bundesland auflisten)? Statistische Informationen der Justiz liegen der Bundesregierung zu dieser Frage nicht vor. Bei einer Amtspflichtverletzung im Rahmen der Inobhutnahme kommt unter den Voraussetzungen des § 839 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Verbindung mit Artikel 34 Satz 1 des Grundgesetzes ein Anspruch aus Amtshaftung gegen den Jugendamtsträger in Betracht. 17. Wie viele genehmigte Plätze in geeigneten Einrichtungen oder sonstigen betreuten Wohnformen der Kinder- und Jugendhilfe gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025, und welcher Art sind diese (bitte jeweils zum Stichtag 1. Januar angeben und nach Jahr und Bundesland auflisten) a) in Trägerschaft der öffentlichen Hand? b) in Trägerschaft von anerkannten freien Trägern? Die Fragen 17a und 17b werden gemeinsam beantwortet. Daten zu Einrichtungen der Jugendhilfe, Gruppen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Soll-Stellen, genehmigten Plätze und belegten Plätze nach Bundesländern sind für die Jahre 2022 und 2024 unter folgendem Link öffentlich abrufbar: www-genesis.destatis.de/datenbank/online/url/f92234e0. Darüber hinaus sind Daten der entsprechenden Merkmale nach öffentlicher und freier Trägerschaft, aber ohne Differenzierung nach Bundesländern, unter folgendem Link öffentlich abrufbar: www-genesis.destatis.de/datenbank/online/ur l/eac879e1. Eine genaue Aufschlüsselung danach, ob in diesen Einrichtungen Inobhutnahmen möglich sind, ist mit den durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich. Da die Statistik zweijährlich durchgeführt wird, liegen für die Jahre 2021, 2023 und 2025 keine Daten vor. Es wird darauf hingewiesen, dass die Statistik in dieser Form 2022 zum ersten Mal durchgeführt wurde. Im Erhebungsjahr 2022 kam es im Zuge der Umstellung wahrscheinlich zu Untererfassungen. Inwieweit die Ergebnisse des Jahres 2024 vollständig sind, kann noch nicht abschließend eingeschätzt werden. 18. Wie hoch war der Bedarf an genehmigten Plätzen in geeigneten Einrichtungen oder sonstigen betreuten Wohnformen der Kinder- und Jugendhilfe nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025 (bitte jeweils zum Stichtag 1. Januar angeben und nach Jahr und Bundesland auflisten) a) in Trägerschaft der öffentlichen Hand? b) in Trägerschaft von anerkannten freien Trägern? Die Fragen 18a und 18b werden gemeinsam beantwortet. Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. 19. Wie viele Pflegefamilien gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland seit dem Jahr 2023 (bitte nach Jahr und Bundesland und jeweils zum Stichtag 1. Januar auflisten)? Die Zahl der Pflegefamilien wird von der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik nicht erfasst. 20. Wie viele Träger geeigneter Einrichtungen oder sonstiger betreuter Wohnformen der Kinder- und Jugendhilfe gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Jahren 2023, 2024 und 2025 jeweils zum Stichtag 1. Januar (bitte nach öffentlichen Trägern und anerkannten freien Trägern aufschlüsseln und nach Jahr und Bundesland auflisten)? Die amtliche Statistik weist für das Jahr 2024 insgesamt 3 300 Träger aus, die über betriebserlaubnispflichtige Einrichtungen mit Angeboten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe verfügen. Davon waren 3 191 freie Träger und 139 öffentliche Träger. Eine weiter Aufschlüsselung mit den Daten der vom Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen ist nicht möglich. Daten für die Jahre 2023 und 2025 liegen nicht vor, da die Statistik zweijährlich durchgeführt wird. 21. Wie viele Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) gab es nach Kenntnis der Bundesregierung in geeigneten Einrichtungen oder sonstigen betreuten Wohnformen der Kinder- und Jugendhilfe in den Jahren 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025, und wie hoch war der ermittelte Soll- Personalbedarf in Vollzeitäquivalenten (bitte jeweils zum Stichtag 1. Januar angeben und nach Jahr und Bundesland auflisten) a) in Einrichtungen öffentlicher Trägerschaft? b) in Einrichtungen anerkannter freier Träger? Die Fragen 21a und 21b werden gemeinsam beantwortet. Zur Zahl der Soll-Stellen in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen wird auf die Antwort zu Frage 17 verwiesen. Darüber hinaus wird auf die Angaben in Tabelle 3 verwiesen. Da die amtliche Statistik der Träger der Jugendhilfe, der dort tätigen Personen und deren Einrichtungen nur zweijährlich erhoben wird, können nur Angaben zu den Jahren 2022 und 2024 gemacht werden. Stichtag der Erhebung ist der 15. Dezember. Eine Auswertung nach Bundesländern ist mit den durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Standardtabellen nicht möglich. Tabelle 3: Vollzeitäquivalente in betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen (Deutschland; 2022 und 2024; Angaben absolut) Jahr Öffentliche Trägerschaft Freie Trägerschaft 2022 2 021 79 392 2024 5 763 95 459 Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Träger der Jugendhilfe, die dort tätigen Personen und deren Einrichtungen; verschiedene Jahrgänge; Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik 22. Hat die Bundesregierung seit 2023 öffentliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe als Betreiber von geeigneten Einrichtungen oder sonstigen betreuten Wohnformen finanziell unterstützt durch (bitte nach Jahr und Ressort auflisten und konkrete Fördersummen sowie Projekte benennen): a) institutionelle Förderung oder b) Projektförderung? Nein. 23. Hat die Bundesregierung seit 2023 anerkannte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe als Betreiber von geeigneten Einrichtungen oder sonstigen betreuten Wohnformen finanziell unterstützt durch (bitte nach Jahr und Ressort auflisten und konkrete Fördersummen sowie Projekte benennen): a) institutionelle Förderung oder b) Projektförderung? Nein. 24. Anhand welcher Kriterien wurden die öffentlichen Träger (vgl. Frage 22) bzw. deren Projekte ausgewählt, und wie erfolgte die zugehörige Evaluation (bitte ausführen)? 25. Anhand welcher Kriterien wurden die freien anerkannten Träger (vgl. Frage 23) bzw. deren Projekte ausgewählt, und wie erfolgte die zugehörige Evaluation (bitte ausführen)? Die Fragen 24 und 25 werden gemeinsam beantwortet. Es wird auf die Antworten zu den Fragen 22 und 23 verwiesen. 26. Sind der Bundesregierung neben dem „Allegheny Family Screening Tool“ (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) weitere KI-basierte Werkzeuge oder Anwendungen auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie in der öffentlichen Verwaltung zur Kinder- und Jugendhilfe bekannt, und wenn ja, welche (bitte ausführen)? Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. 27. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung ggf. im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, um Bürokratie abzubauen und die Digitalisierung voranzutreiben, insbesondere im Hinblick auf digitale Souveränität, digitale Resilienz und mehr Nutzerfreundlichkeit für betroffene Eltern und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe (bitte ausführen)? Der Bundesregierung sind der Abbau von Bürokratie sowie die Stärkung der Digitalisierung mit Blick auf digitale Souveränität, digitale Resilienz und Nutzerfreundlichkeit wichtige Anliegen. Deshalb fördert sie verschiedene entsprechende Maßnahmen aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP). Hierzu gehört das Online-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene JugendNotmail, welches im Rahmen einer laufenden Projektförderung Fördermittel für die Konzeption von Schulworkshops zur Stärkung von Medienkompetenz erhält, um die Resilienz und mentale Gesundheit junger Menschen zu stärken und Selbstfürsorgekompetenzen zu fördern. Darüber hinaus fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) über den KJP mit dem Projekt „Aufbau und Implementierung einer digitalen webbasierten Beratungsassistentin für Klientinnen und Klienten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ das Institut für das Recht der Sozialen Arbeit gGmbH (IReSA gGmbH) eine Vereinfachung von Verwaltungsprozessen zur Entlastung der Mitarbeitenden der Jugendämter. Im Rahmen des Projektes soll der Zugang zu Rechtsansprüchen und die gleichberechtigte Teilhabe aller jungen Menschen und ihrer Familien durch Aufklärung über bestehende Rechte und die Bereitstellung niedrigschwelliger digitaler Instrumente zur Rechtswahrnehmung gestärkt werden. Hierfür bietet die entwickelte Website https://kiju.iresa.de/ Informationen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie alle anderen Interessierten. Für Fachkräfte (Jugendämter und Einrichtungen) bietet KiJu.digital darüber hinaus ein umfassendes Angebot rund um das Thema Kinder- und Jugendhilfe – Onlinekurse, eine Wissensdatenbank, Chat-Plattformen für fachlichen Austausch oder digitale Assistenten zur Unterstützung der täglichen Arbeit. 28. Gab es durch die Bundesregierungen in der 19. und 20. Wahlperiode Projektförderungen, die den Einsatz von digitalen Technologien zur Unterstützung von Prozessen und Bürokratieabbau in der Kinder- und Jugendhilfe, z. B. bei Jugendämtern oder Informationsangeboten für Eltern, zum Ziel hatten? a) Wenn ja, welche (bitte nach Projekt, Förderprogramm, Projektträger, zuständigem Bundesministerium und Fördersumme auflisten)? b) Wenn nein, warum nicht? 29. Förderte bzw. fördert die Bundesregierung im Jahr 2025 und im aktuellen Haushaltsjahr Projekte, die den Einsatz von digitalen Technologien zur Unterstützung von Prozessen und Bürokratieabbau in der Kinder- und Jugendhilfe, z. B. bei Jugendämtern oder Informationsangeboten für Eltern, zum Ziel haben? a) Wenn ja, welche (bitte nach Projekt, Förderprogramm, Projektträger, zuständigem Bundesministerium und Fördersumme auflisten)? b) Wenn nein, warum nicht, und sind entsprechende Förderprogramme geplant? Die Fragen 28 bis 29b werden gemeinsam beantwortet. Das BMBFSFJ fördert das Projekt „Aufbau und Implementierung einer digitalen webbasierten Beratungsassistentin für Klientinnen und Klienten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ der IReSA gGmbH über den Kinder- und Jugendplan des Bundes seit dem 1. Juni 2024 mit einer Laufzeit bis Ende 2027. Die damit beabsichtigte Vereinfachung von Verwaltungsprozessen zur Entlastung der Mitarbeitenden der Jugendämter sowie zur Verbesserung des Zugangs zu Rechtsansprüchen, gleichberechtigter Teilhabe aller jungen Menschen und ihrer Familien durch Aufklärung über bestehende Rechte und die Bereitstellung niedrigschwelliger digitaler Instrumente zur Rechtswahrnehmung wird mit Mitteln i. H. v. insgesamt 2 777 378 Euro gefördert. Antwort KA 21 5086 - Anlage_zu_Frage Nr._1,4,5,6,8,13 Tab.: Schutmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2023 nach ausgewählten Merkmalen und nach Ländern (1) Merkmale Deutschland Baden- Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg- Vorpommern Niedersachsen Nordrhein- Westfalen Rheinland- Pfalz Saarland Sachsen Sachsen- Anhalt Schleswig- Holstein Thüringen Insgesamt .......................................................................................................................................................................................... 74 590 10 828 5 545 4 068 2 649 1 587 2 550 7 635 1 617 6 398 16 306 2 881 599 5 040 2 042 2 905 1 940 Art des Trägers, der die Maßnahme durchführt Träger der öffentlichen Jugendhilfe..................................................................................................................... 44 456 5 552 4 064 4 068 1 045 4 2 550 3 302 479 4 351 8 908 1 199 255 2 964 2 042 1 733 1 940 Träger der freien Jugendhilfe................................................................................................................................... 30 134 5 276 1 481 - 1 604 1 583 - 4 333 1 138 2 047 7 398 1 682 344 2 076 - 1 172 - Art der Maßnahme Vorläufige Inobhutnahmen (§ 42a SGB VIII).................................................................................................. 24 342 4 997 1 744 1 797 1 068 815 933 3 043 213 1 145 4 021 1 167 5 2 008 266 758 362 Reguläre Inobhutnahmen (§ 42 SGB VIII)........................................................................................................ 50 248 5 831 3 801 2 271 1 581 772 1 617 4 592 1 404 5 253 12 285 1 714 594 3 032 1 776 2 147 1 578 Wiederholte Inobhutnahme im Kalenderjahr ja................................................................................................................................................................................................. 10 137 1 361 420 1 114 285 240 151 982 205 950 2 312 248 64 755 240 579 231 nein........................................................................................................................................................................................... 64 453 9 467 5 125 2 954 2 364 1 347 2 399 6 653 1 412 5 448 13 994 2 633 535 4 285 1 802 2 326 1 709 Gewöhnlicher Aufenthaltsort vor der Maßnahme in einer Familie/einem privaten Haushalt....................................................................................................... 32 505 3 542 2 438 994 1 522 445 1 226 2 631 920 3 525 8 305 1 115 413 1 705 1 152 1 326 1 246 bei den Eltern ....................................................................................................................................................... 12 558 1 418 975 339 726 150 644 1 188 217 1 260 3 423 405 139 497 338 489 350 bei einem Elternteil mit Partner/-in ...................................................................................................... 5 388 554 381 194 286 50 86 431 248 607 1 182 215 70 371 251 247 215 bei einem allein erziehenden Elternteil ............................................................................................... 9 678 1 051 749 372 386 193 413 632 307 1 071 2 226 345 150 603 400 382 398 bei Verwandten.................................................................................................................................................... 2 565 319 175 41 49 32 45 252 53 298 781 71 35 118 105 98 93 in einer Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII)......................................................................................... 1 069 123 77 8 47 10 11 65 50 106 341 48 13 54 24 68 24 bei einer sonstigen Person............................................................................................................................. 996 68 63 • 17 • 27 53 40 164 225 26 • 54 31 35 142 in einer eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft............................................................................ 251 9 18 • 11 • - 10 5 19 127 5 • 8 3 7 24 in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)............................................................................................ 13 501 1 260 931 1 040 340 341 1 200 1 048 273 1 247 3 019 447 107 847 485 598 318 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 AsylG)................ 2 532 201 240 757 34 3 9 158 38 162 543 46 23 66 119 94 39 in einem Heim/einer sonstigen betreuten Wohnform (§§ 34, 35a SGB VIII)................. 7 519 854 546 227 227 125 244 628 190 844 1 877 321 59 519 311 367 180 in einem Krankenhaus (nur bei anonymer Geburt/Babyklappe).......................................... 304 26 7 14 8 • 16 26 4 29 76 12 • 28 24 6 17 in einer anderen Einrichtung...................................................................................................................... 3 146 179 138 42 71 211 931 236 41 212 523 68 16 234 31 131 82 ohne festen Unterkunft .............................................................................................................................................. 9 441 1 434 858 149 243 • 47 2 513 172 589 1 779 429 • 677 106 312 103 unbekannt/keine Angabe möglich ...................................................................................................................... 19 143 4 592 1 318 1 885 544 794 77 1 443 252 1 037 3 203 890 56 1 811 299 669 273 Unterbringung während der Maßnahme bei einer geeigneten Person....................................................................................................................................... 11 432 1 637 1 283 151 270 167 43 964 313 1 236 2 852 457 176 738 285 465 395 in einer geeigneten Einrichtung............................................................................................................................. 56 712 7 489 3 730 3 804 1 872 1 179 2 469 6 357 1 248 4 547 11 965 2 266 388 3 983 1 640 2 294 1 481 in einer sonstigen betreuten Wohnform........................................................................................................... 6 446 1 702 532 113 507 241 38 314 56 615 1 489 158 35 319 117 146 64 Anlass der Maßnahme (Mehrfachnennungen möglich) Integrationsprobleme im Heim/Pflegefamilie.............................................................................................. 3 237 395 164 186 165 27 150 374 71 289 641 76 40 288 99 208 64 Überforderung der Eltern/eines Elternteils..................................................................................................... 16 582 1 774 1 205 512 633 168 258 1 610 521 1 905 3 895 700 229 1 006 714 791 661 Schul-/Ausbildungsprobleme.................................................................................................................................. 2 447 328 132 48 91 16 25 188 68 375 496 115 39 191 98 166 71 Anzeichen für Vernachlässigung............................................................................................................................ 7 542 713 524 337 233 75 261 628 288 818 1 766 348 106 446 365 312 322 Delinquenz d. Kindes/Straftat d. Jugendl.......................................................................................................... 3 409 317 186 231 125 46 105 256 84 378 984 106 38 239 98 140 76 Suchtprobleme des Kindes/Jugendlichen........................................................................................................ 1 878 200 84 77 93 21 28 169 70 188 414 94 28 192 59 112 49 Anzeichen für körperliche Misshandlung........................................................................................................ 6 349 704 499 237 185 38 238 634 157 635 1 723 301 82 257 255 198 206 Anzeichen für psychische Misshandlung........................................................................................................ 4 706 488 341 178 179 30 158 662 137 512 1 089 220 54 172 186 147 153 Anzeichen für sexuelle Gewalt................................................................................................................................ 1 312 112 50 42 62 10 25 259 32 110 317 59 31 90 46 34 33 Trennung oder Scheidung der Eltern.................................................................................................................. 1 058 127 85 10 24 8 12 126 30 160 221 53 19 76 39 30 38 Wohnungsprobleme...................................................................................................................................................... 2 981 278 228 47 86 11 73 324 99 236 624 146 52 398 159 101 119 unbegleitete Einreise aus dem Ausland.............................................................................................................. 39 308 6 837 3 000 2 559 1 342 1 157 1 345 4 813 534 2 688 7 668 1 605 126 2 908 757 1 237 732 Beziehungsprobleme..................................................................................................................................................... 4 970 531 309 82 269 41 145 361 146 546 1 176 209 73 460 185 209 228 sonstige Anlässe................................................................................................................................................................ 14 476 1 758 906 538 543 1 246 359 1 014 456 1 365 3 251 467 210 834 454 659 416 Dauer der Maßnahme (von … bis unter … Tage) 1.................................................................................................................................................................................................. 6 373 1 106 542 556 214 28 313 587 70 390 1 693 112 14 334 78 194 142 2.................................................................................................................................................................................................. 6 341 1 086 393 272 230 34 164 507 138 590 1 491 212 45 567 197 284 131 3.................................................................................................................................................................................................. 3 354 500 259 108 207 59 105 218 63 266 693 135 20 351 114 160 96 4.................................................................................................................................................................................................. 2 878 433 228 95 217 51 82 171 65 246 518 104 23 374 85 101 85 5.................................................................................................................................................................................................. 2 324 362 194 78 199 45 45 147 56 177 452 80 16 227 81 84 81 6.................................................................................................................................................................................................. 1 795 224 156 65 143 36 42 125 59 166 359 74 9 139 56 81 61 7 - 15......................................................................................................................................................................................... 9 428 1 274 670 255 418 234 205 978 298 804 1 857 578 56 744 269 530 258 15 - 30...................................................................................................................................................................................... 11 101 1 703 767 342 348 223 349 1 637 223 917 2 137 525 64 798 326 403 339 30 - 90...................................................................................................................................................................................... 18 759 3 005 1 413 1 075 485 531 436 2 153 390 1 545 4 147 748 178 1 022 495 610 526 90 und mehr........................................................................................................................................................................ 12 237 1 135 923 1 222 188 346 809 1 112 255 1 297 2 959 313 174 484 341 458 221 durchschnittliche Dauer in Tagen......................................................................................................................... 50 42 47 67 28 63 83 47 51 61 53 38 85 33 51 46 39 Statistisches Bundesamt Antwort KA 21 5086 - Anlage_zu_Frage Nr._1,4,5,6,8,13 Widerspruch gegen die Maßnahme und Entscheidung des Familiengerichts ja, Widerspruch wurde eingelegt............................................................................................................................ 4 510 451 325 228 114 70 48 470 76 471 1 453 188 81 133 170 148 84 Herbeiführung einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl (2).. 3 749 392 284 155 100 57 48 388 69 397 1 180 163 69 115 141 117 74 keine Herbeif. einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl (2).. 761 59 41 73 14 13 - 82 7 74 273 25 12 18 29 31 10 nein, Widerspruch wurde nicht eingelegt........................................................................................................ 70 080 10 377 5 220 3 840 2 535 1 517 2 502 7 165 1 541 5 927 14 853 2 693 518 4 907 1 872 2 757 1 856 Maßnahme endete mit… anschließender Unterbringung und/oder weiteren Hilfen................................................................... 38 041 4 828 3 146 1 129 1 240 735 992 3 041 1 164 4 235 9 159 1 229 410 2 355 1 398 1 710 1 270 Unterbringung am gleichen Ort wie vor der Maßnahme.......................................................... 12 099 1 256 1 037 441 413 242 299 927 433 1 138 3 124 385 158 788 474 565 419 mit mindestens einer anschließenden Hilfe (3) 6 198 542 637 288 225 80 136 503 253 614 1 600 240 72 272 242 294 200 ohne anschließende Hilfe................................................................................................................. 5 901 714 400 153 188 162 163 424 180 524 1 524 145 86 516 232 271 219 Unterbringrung an einem anderen Ort als vor der Maßnahme............................................. 25 942 3 572 2 109 688 827 493 693 2 114 731 3 097 6 035 844 252 1 567 924 1 145 851 mit mindestens einer anschließenden Hilfe (3) 8 874 924 1 010 344 227 74 155 904 257 1 085 2 446 298 67 328 237 278 240 ohne anschließende Hilfe................................................................................................................. 17 068 2 648 1 099 344 600 419 538 1 210 474 2 012 3 589 546 185 1 239 687 867 611 Übernahme durch ein anderes Jugendamt...................................................................................................... 12 128 1 932 884 724 255 489 369 1 920 101 510 2 368 1 125 30 545 210 393 273 Übernahme in eine Inobhutn. nach §42 SGB VIII durch dasselbe Jugendamt(4) 6 536 963 376 1 286 99 128 399 1 107 • 337 896 129 • 350 101 196 84 Beendigung durch Minderjährige/-n selbst.................................................................................................... 11 291 2 511 738 638 857 141 358 1 231 • 585 1 597 253 • 1 384 196 456 162 keiner der zuvor genannten Antwortmöglichkeiten................................................................................. 6 594 594 401 291 198 94 432 336 139 731 2 286 145 103 406 137 150 151 Anschließender Aufenthalt Unterbringung am gleichen Ort wie vor der Maßnahme....................................................................... 12 099 1 256 1 037 441 413 242 299 927 433 1 138 3 124 385 158 788 474 565 419 in einer Familie/einem privaten Haushalt.......................................................................................... 8 845 922 676 308 321 157 254 668 345 857 2 179 326 144 598 350 411 329 bei den Eltern (auch Familienzusammenführung) .......................................................... 3 229 311 271 106 72 32 97 292 103 290 939 120 42 202 122 139 91 bei einem Elternteil mit Partner/-in.......................................................................................... 1 347 132 95 51 87 11 11 92 70 138 280 60 22 116 65 66 51 bei einem alleinerziehenden Elternteil.................................................................................... 3 114 336 233 132 133 98 131 198 139 299 593 113 57 232 121 156 143 bei Verwandten....................................................................................................................................... 765 102 42 11 14 12 13 65 10 96 240 20 17 31 25 33 34 in einer Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII)............................................................................ 274 33 19 • 14 • - 14 20 22 89 12 6 12 9 14 5 bei einer sonstigen Person................................................................................................................ 86 • • • • • • • 3 9 22 • - • • 3 5 in einer eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft............................................................... 30 • • • • • • • - 3 16 • - • • - - in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)............................................................................... 3 254 334 361 133 92 85 45 259 88 281 945 59 14 190 124 154 90 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 AsylG).. 213 39 46 5 14 • 4 17 • 6 45 9 • 10 • 8 5 in einem Heim/einer sonstigen betreuten Wohnform (§§ 34, 35a SGB VIII)... 2 758 273 294 114 67 80 37 221 79 248 795 43 13 165 120 136 73 in einer sonstigen Einrichtung..................................................................................................... 283 22 21 14 11 • 4 21 • 27 105 7 • 15 • 10 12 Unterbringung an einem anderen Ort als vor der Maßnahme............................................................ 25 942 3 572 2 109 688 827 493 693 2 114 731 3 097 6 035 844 252 1 567 924 1 145 851 in einer Familie/einem privaten Haushalt.......................................................................................... 8 164 1 185 698 205 248 129 137 628 266 886 2 174 258 113 459 241 278 259 bei den Eltern (auch Familienzusammenführung) .......................................................... 977 137 56 20 21 7 11 72 31 120 332 19 8 46 29 41 27 bei einem Elternteil mit Partner/-in.......................................................................................... 557 67 32 17 12 4 17 39 31 83 124 22 6 48 8 17 30 bei einem alleinerziehenden Elternteil.................................................................................... 880 150 50 26 31 24 14 115 35 101 173 20 14 30 35 29 33 bei Verwandten....................................................................................................................................... 1 963 361 126 53 87 49 43 131 53 179 416 64 53 127 90 59 72 in einer (anderen) Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII).................................................... 2 572 364 332 43 62 21 37 163 58 269 735 118 24 120 49 99 78 bei einer (anderen) sonstigen Person......................................................................................... 556 57 57 31 20 13 12 31 21 61 131 • • 65 17 22 10 in einer (anderen) eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft........................................ 659 49 45 15 15 11 3 77 37 73 263 • • 23 13 11 9 in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)............................................................................... 17 778 2 387 1 411 483 579 364 556 1 486 465 2 211 3 861 586 139 1 108 683 867 592 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 AsylG).. 574 194 89 • 18 • 11 19 4 33 75 9 - 60 23 17 17 in einem (anderen) Heim/einer sonst. betr. Wohnform (§§ 34, 35a SGB VIII). 14 217 1 896 1 126 374 490 315 301 1 256 404 1 701 3 013 516 117 860 605 758 485 in einer sonstigen Einrichtung..................................................................................................... 2 987 297 196 • 71 • 244 211 57 477 773 61 22 188 55 92 90 Art der anschließenden Hilfe Maßnahme endete mit mindestens einer anschließenden Hilfe (3) 15 072 1 466 1 647 632 452 154 291 1 407 510 1 699 4 046 538 139 600 479 572 440 Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII)........................................................................................................ 1 086 124 91 44 30 3 3 118 28 157 230 50 17 67 66 20 38 Ambulante/teilstationäre Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe (SGB VIII).......... 9 467 987 1 086 268 315 130 246 934 353 981 2 430 358 80 341 259 432 267 Andere ambulante/teilstationäre Hilfe................................................................................................. 2 233 236 188 77 38 21 32 211 80 273 694 61 20 83 66 93 60 Vorübergehende stationäre Hilfe (z. B. Krankenhaus, Psychiatrie)...................................... 3 595 227 379 317 94 8 15 223 88 494 1 178 107 27 146 110 67 115 ohne anschließende Hilfe........................................................................................................................................... 59 518 9 362 3 898 3 436 2 197 1 433 2 259 6 228 1 107 4 699 12 260 2 343 460 4 440 1 563 2 333 1 500 Inobhutnahme erfolgte auf eigenen Wunsch (§ 42 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII).......................................................................................... 8 366 901 643 399 306 87 279 815 173 928 1 862 345 139 472 277 507 233 wegen dringender Kindeswohlgefährdung (§ 42 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII)......................................... 26 916 3 090 1 902 1 110 1 001 343 926 2 007 910 2 782 6 776 931 334 1 660 1 008 1 161 975 aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland (§§ 42a, 42 Abs. 1 Nr. 3 SGB VIII)............ 39 308 6 837 3 000 2 559 1 342 1 157 1 345 4 813 534 2 688 7 668 1 605 126 2 908 757 1 237 732 Geschlecht (5) männlich............................................................................................................................................................................... 53 444 8 509 4 018 3 035 1 940 1 271 1 846 5 810 1 070 4 240 10 893 2 083 313 3 900 1 322 1 952 1 242 weiblich.................................................................................................................................................................................. 21 146 2 319 1 527 1 033 709 316 704 1 825 547 2 158 5 413 798 286 1 140 720 953 698 Alter von ... bis unter ... Jahren unter 3..................................................................................................................................................................................... 4 270 378 284 149 138 57 150 345 142 411 1 012 166 58 341 207 164 268 3 - 6.......................................................................................................................................................................................... 2 986 276 263 88 103 51 91 207 113 316 719 96 50 225 145 106 137 6 - 9.......................................................................................................................................................................................... 2 988 290 234 82 86 53 118 262 81 325 729 125 46 168 131 125 133 9 - 12......................................................................................................................................................................................... 4 012 444 309 155 177 40 105 327 130 396 985 191 47 266 147 154 139 12 - 14...................................................................................................................................................................................... 6 764 807 471 309 275 88 223 597 177 697 1 540 306 85 448 225 295 221 14 - 16...................................................................................................................................................................................... 17 782 2 483 1 166 1 007 680 369 528 1 658 349 1 535 4 182 660 131 1 338 486 807 403 16 - 18...................................................................................................................................................................................... 35 788 6 150 2 818 2 278 1 190 929 1 335 4 239 625 2 718 7 139 1 337 182 2 254 701 1 254 639 Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe - Vorläufige Schutzmaßnahmen, 2023 (1) Doppelzählungen von Kindern/Jugendlichen sind möglich, wenn diese zum Beispiel zunächst vorläufig nach § 42a SGB VIII und im Anschluss noch einmal regulär nach § 42 Absatz 1 Nummer 3 SGB VIII in Obhut genommen wurden. – (2) Bei einem Widerspruch kann das Jugendamt das Familiengericht anrufen, sofern nach seiner Einschätzung die Kindeswohlgefährdung fortbesteht, damit es die erforderlichen Maßnahmen zu Sicherstellung des Kindeswohls herbeiführt (§ 42 Absatz 3 Satz 2 Nummer 2 SGB VIII). – (3) Fortfühung bisheriger und/oder Einleitung bzw. Planung neuer Hilfen, Mehrfachnennungen möglich. – (4) Nur für vorläufige Inobhutnahmen nach § 42a SGB VIII. – (5) Kinder und Jugendliche mit den Geschlechtsangaben „divers“ und „ohne Angabe“ (nach § 22 Absatz 3 PStG) werden in Geheimhaltungsfällen per Zufallsprinzip dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet. Statistisches Bundesamt Antwort KA 21 5086 - Anlage_zu_Frage Nr._1,4,5,6,8,13 Tab.: Schutmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2024 nach ausgewählten Merkmalen und nach Ländern (1) Merkmale Deutschland Baden- Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg- Vorpommern Nieder-sachsen Nordrhein- Westfalen Rheinland- Pfalz Saarland Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig- Holstein Thüringen Insgesamt ........................................................................................................................................................................... 69 477 8 820 5 708 4 743 2 069 1 224 2 220 6 138 1 798 5 895 17 348 2 762 615 3 739 1 939 2 711 1 748 Art des Trägers, der die Maßnahme durchführt Träger der öffentlichen Jugendhilfe....................................................................................................... 42 538 5 099 3 967 4 743 506 25 2 220 2 740 763 3 757 9 351 1 308 262 2 373 1 939 1 737 1 748 Träger der freien Jugendhilfe.................................................................................................................... 26 939 3 721 1 741 - 1 563 1 199 - 3 398 1 035 2 138 7 997 1 454 353 1 366 - 974 - Art der Maßnahme Vorläufige Inobhutnahmen (§ 42a SGB VIII)...................................................................................... 16 777 3 731 1 065 2 141 509 514 584 1 564 314 691 3 770 784 4 458 163 308 177 Reguläre Inobhutnahmen (§ 42 SGB VIII)............................................................................................ 52 700 5 089 4 643 2 602 1 560 710 1 636 4 574 1 484 5 204 13 578 1 978 611 3 281 1 776 2 403 1 571 Wiederholte Inobhutnahme im Kalenderjahr ja.............................................................................................................................................................................. 11 555 1 092 523 1 977 268 192 270 768 296 940 2 684 306 78 1 063 262 588 248 nein........................................................................................................................................................................ 57 922 7 728 5 185 2 766 1 801 1 032 1 950 5 370 1 502 4 955 14 664 2 456 537 2 676 1 677 2 123 1 500 Gewöhnlicher Aufenthaltsort vor der Maßnahme in einer Familie/einem privaten Haushalt......................................................................................... 34 013 3 709 2 641 1 098 1 217 487 1 803 2 828 994 3 483 8 673 1 203 447 1 713 1 077 1 491 1 149 bei den Eltern .................................................................................................................................... 12 970 1 434 1 069 382 502 147 1 263 1 078 266 1 284 3 353 445 155 427 299 553 313 bei einem Elternteil mit Partner/-in ..................................................................................... 5 857 594 448 225 245 103 135 469 248 636 1 341 216 67 359 233 329 209 bei einem allein erziehenden Elternteil ............................................................................... 10 469 1 121 828 419 362 176 319 850 314 1 037 2 598 362 161 672 419 409 422 bei Verwandten................................................................................................................................ 2 454 343 158 32 46 34 57 245 66 256 742 86 41 107 72 86 83 in einer Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII).......................................................................... 1 119 122 75 • 31 • • 80 52 134 311 70 • 68 21 76 26 bei einer sonstigen Person.......................................................................................................... 978 84 46 27 27 7 20 83 40 118 276 15 7 68 30 38 92 in einer eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft............................................................. 166 11 17 • 4 • • 23 8 18 52 9 • 12 3 - 4 in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)................................................................................ 13 968 1 199 1 232 1 348 367 218 311 1 106 386 1 255 3 544 526 105 885 507 602 377 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 AsylG)..... 3 086 221 284 1 082 31 11 35 171 91 171 581 44 32 63 118 84 67 in einem Heim/einer sonstigen betreuten Wohnform (§§ 34, 35a SGB VIII)...... 7 335 666 719 181 228 58 233 556 224 704 1 931 402 45 528 301 332 227 in einem Krankenhaus (nur bei anonymer Geburt/Babyklappe)............................ 278 11 13 8 3 4 13 23 11 33 71 6 11 19 22 15 15 in einer anderen Einrichtung.................................................................................................... 3 269 301 216 77 105 145 30 356 60 347 961 74 17 275 66 171 68 ohne festen Unterkunft ............................................................................................................................... 5 989 797 813 94 197 39 45 1 222 129 380 1 219 253 27 407 56 240 71 unbekannt/keine Angabe möglich ........................................................................................................ 15 507 3 115 1 022 2 203 288 480 61 982 289 777 3 912 780 36 734 299 378 151 Unterbringung während der Maßnahme bei einer geeigneten Person....................................................................................................................... 10 525 1 385 1 141 174 219 174 55 976 300 1 138 2 799 408 183 494 281 461 337 in einer geeigneten Einrichtung............................................................................................................... 53 259 6 041 3 955 4 472 1 702 928 2 154 4 893 1 375 4 292 12 926 2 132 389 3 082 1 513 2 075 1 330 in einer sonstigen betreuten Wohnform............................................................................................. 5 693 1 394 612 97 148 122 11 269 123 465 1 623 222 43 163 145 175 81 Anlass der Maßnahme (Mehrfachnennungen möglich) Integrationsprobleme im Heim/Pflegefamilie................................................................................. 2 999 308 166 130 116 36 147 195 74 280 627 117 23 392 98 211 79 Überforderung der Eltern/eines Elternteils....................................................................................... 17 478 1 808 1 327 570 602 204 366 1 546 549 1 933 4 252 681 237 1 120 671 963 649 Schul-/Ausbildungsprobleme................................................................................................................... 2 912 375 173 43 106 13 37 211 89 354 661 105 42 313 101 175 114 Anzeichen für Vernachlässigung............................................................................................................. 8 481 843 632 392 242 71 206 757 319 929 2 003 354 144 532 336 385 336 Delinquenz d. Kindes/Straftat d. Jugendl............................................................................................ 3 373 324 195 152 102 33 91 210 102 394 911 114 32 356 112 164 81 Suchtprobleme des Kindes/Jugendlichen........................................................................................... 2 073 215 140 58 82 19 61 200 53 196 429 70 30 262 62 137 59 Anzeichen für körperliche Misshandlung........................................................................................... 7 375 804 635 293 227 72 222 789 156 745 2 037 333 75 321 194 293 179 Anzeichen für psychische Misshandlung........................................................................................... 5 549 647 403 236 211 47 174 686 169 560 1 321 211 59 215 195 241 174 Anzeichen für sexuelle Gewalt.................................................................................................................. 1 234 95 92 56 35 16 24 125 27 117 346 55 19 77 56 44 50 Trennung oder Scheidung der Eltern.................................................................................................... 1 061 135 69 8 35 7 24 104 21 142 258 40 13 77 38 49 41 Wohnungsprobleme...................................................................................................................................... 3 612 341 275 52 79 48 107 278 94 304 778 136 62 587 146 181 144 unbegleitete Einreise aus dem Ausland................................................................................................ 30 786 4 880 2 831 3 226 785 666 1 093 2 859 621 1 881 7 543 1 330 105 1 107 623 763 473 Beziehungsprobleme..................................................................................................................................... 5 159 534 295 85 253 41 169 405 110 589 1 145 194 75 560 197 290 217 sonstige Anlässe............................................................................................................................................... 14 718 1 552 1 042 467 437 785 344 1 151 474 1 534 3 628 526 225 878 502 723 450 Dauer der Maßnahme (von … bis unter … Tage) 1................................................................................................................................................................................ 5 526 1 039 304 473 177 38 282 301 93 314 1 636 150 7 321 86 166 139 2................................................................................................................................................................................ 6 430 1 164 460 274 202 69 98 510 194 516 1 615 263 47 408 187 282 141 3................................................................................................................................................................................ 2 940 444 225 92 124 37 71 187 88 232 738 149 25 244 99 105 80 4................................................................................................................................................................................ 2 525 339 213 76 153 40 44 157 80 247 619 116 33 149 88 100 71 5................................................................................................................................................................................ 1 954 243 178 77 109 35 57 123 85 159 432 100 12 141 64 86 53 6................................................................................................................................................................................ 1 574 186 152 31 78 35 44 108 52 150 353 84 9 91 59 67 75 7 - 15....................................................................................................................................................................... 8 679 956 635 382 348 213 228 820 284 725 2 067 497 62 535 228 443 256 15 - 30.................................................................................................................................................................... 9 403 1 056 669 440 263 188 519 1 098 267 731 2 419 390 75 475 212 373 228 30 - 90.................................................................................................................................................................... 15 895 2 288 1 474 917 341 345 315 1 578 381 1 311 3 881 640 166 807 426 589 436 90 und mehr....................................................................................................................................................... 14 551 1 105 1 398 1 981 274 224 562 1 256 274 1 510 3 588 373 179 568 490 500 269 durchschnittliche Dauer in Tagen........................................................................................................... 62 54 64 100 36 55 83 60 52 71 61 39 85 47 71 55 46 Widerspruch gegen die Maßnahme und Entscheidung des Familiengerichts ja, Widerspruch wurde eingelegt............................................................................................................. 5 164 460 346 228 123 99 70 473 85 499 1 868 222 80 180 127 188 116 Herbeiführung einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl (2) 4 584 392 319 199 109 95 63 406 79 439 1 702 205 69 154 104 148 101 keine Herbeif. einer Entscheidung des Familiengerichts zum Kindeswohl (2) 580 68 27 29 14 4 7 67 6 60 166 17 11 26 23 40 15 nein, Widerspruch wurde nicht eingelegt........................................................................................... 64 313 8 360 5 362 4 515 1 946 1 125 2 150 5 665 1 713 5 396 15 480 2 540 535 3 559 1 812 2 523 1 632 Maßnahme endete mit anschließender Unterbringung und/oder weiteren Hilfen....................................................... 38 300 3 938 3 780 1 114 1 216 578 1 177 3 241 1 187 4 008 9 599 1 397 434 2 229 1 372 1 791 1 239 Unterbringung am gleichen Ort wie vor der Maßnahme............................................ 13 122 1 277 1 265 372 451 162 320 1 253 466 1 286 3 373 450 142 793 433 602 477 mit mindestens einer anschließenden Hilfe (3) 6 778 680 724 142 221 86 146 751 276 664 1 684 261 71 290 229 319 234 ohne anschließende Hilfe............................................................................................ 6 344 597 541 230 230 76 174 502 190 622 1 689 189 71 503 204 283 243 Unterbringrung an einem anderen Ort als vor der Maßnahme............................... 25 178 2 661 2 515 742 765 416 857 1 988 721 2 722 6 226 947 292 1 436 939 1 189 762 mit mindestens einer anschließenden Hilfe (3) 8 804 897 1 238 281 217 83 275 650 307 874 2 366 289 89 357 264 338 279 ohne anschließende Hilfe............................................................................................ 16 374 1 764 1 277 461 548 333 582 1 338 414 1 848 3 860 658 203 1 079 675 851 483 Übernahme durch ein anderes Jugendamt......................................................................................... 10 113 1 457 536 1 147 156 349 223 1 174 128 446 2 832 861 30 263 142 247 122 Übernahme in eine Inobhutn. nach §42 SGB VIII durch dasselbe Jugendamt(4) 5 094 564 259 1 594 78 47 372 538 114 218 869 109 - 130 78 64 60 Beendigung durch Minderjährige/-n selbst....................................................................................... 10 126 2 227 780 513 469 119 315 803 171 634 2 173 285 74 766 182 469 146 keiner der zuvor genannten Antwortmöglichkeiten..................................................................... 5 844 634 353 375 150 131 133 382 198 589 1 875 110 77 351 165 140 181 Anschließender Aufenthalt Unterbringung am gleichen Ort wie vor der Maßnahme............................................................ 13 122 1 277 1 265 372 451 162 320 1 253 466 1 286 3 373 450 142 793 433 602 477 in einer Familie/einem privaten Haushalt.......................................................................... 9 454 953 762 269 305 136 246 915 361 1 029 2 273 331 132 587 323 477 355 bei den Eltern (auch Familienzusammenführung) ......................................... 3 476 376 309 100 96 41 100 401 103 399 822 128 61 172 86 187 95 bei einem Elternteil mit Partner/-in....................................................................... 1 455 133 106 40 66 22 41 133 65 152 275 62 14 122 63 94 67 bei einem alleinerziehenden Elternteil................................................................. 3 361 307 282 117 116 67 94 295 138 356 767 97 39 239 144 146 157 bei Verwandten................................................................................................................. 697 95 38 6 11 4 8 62 30 74 236 25 10 29 25 19 25 in einer Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII)........................................................... 310 33 19 4 12 • - 17 18 30 109 18 6 13 • 24 4 bei einer sonstigen Person........................................................................................... 122 • 5 • 4 • 3 • 3 13 52 • • 8 • 7 • in einer eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft............................................. 33 • 3 • - - - • 4 5 12 • • 4 - - • in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)................................................................ 3 668 324 503 103 146 26 74 338 105 257 1 100 119 10 206 110 125 122 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 A 300 52 24 • 3 - • 44 7 28 74 5 - 12 12 13 22 in einem Heim/einer sonstigen betreuten Wohnform (§§ 34, 35a SGB 2 926 236 449 87 131 23 66 233 87 188 879 108 10 158 90 86 95 in einer sonstigen Einrichtung................................................................................. 442 36 30 • 12 3 • 61 11 41 147 6 - 36 8 26 5 Unterbringung an einem anderen Ort als vor der Maßnahme................................................ 25 178 2 661 2 515 742 765 416 857 1 988 721 2 722 6 226 947 292 1 436 939 1 189 762 in einer Familie/einem privaten Haushalt.......................................................................... 7 785 935 735 212 208 129 178 594 282 798 2 067 271 126 437 194 363 256 bei den Eltern (auch Familienzusammenführung) ......................................... 588 86 41 14 23 6 13 54 33 74 132 5 3 28 21 42 13 bei einem Elternteil mit Partner/-in....................................................................... 549 47 36 16 22 7 20 46 46 70 115 22 4 27 14 29 28 bei einem alleinerziehenden Elternteil................................................................. 899 144 77 17 27 18 23 91 30 105 192 27 12 50 21 36 29 bei Verwandten................................................................................................................. 1 792 260 125 65 47 38 58 153 50 157 449 44 47 96 59 72 72 in einer (anderen) Pflegefamilie (§§ 33, 35a SGB VIII).................................... 2 765 336 334 43 53 35 34 183 72 279 795 153 51 122 52 146 77 bei einer (anderen) sonstigen Person..................................................................... 670 36 67 36 20 10 22 40 21 54 209 8 6 71 19 28 23 in einer (anderen) eigenen Wohnung/Wohngemeinschaft........................ 522 26 55 21 16 15 8 27 30 59 175 12 3 43 8 10 14 in einer Einrichtung (mit oder ohne Elternteil)................................................................ 17 393 1 726 1 780 530 557 287 679 1 394 439 1 924 4 159 676 166 999 745 826 506 in einer Aufnahmeeinrichtung/Gemeinschaftsunterkunft (§§ 44, 53 A 550 149 82 • 4 • 25 16 4 47 94 14 - 39 35 19 19 in einem (anderen) Heim/einer sonst. betr. Wohnform (§§ 34, 35a SGB 13 833 1 310 1 473 375 497 216 521 1 140 375 1 459 3 202 610 146 803 637 668 401 in einer sonstigen Einrichtung................................................................................. 3 010 267 225 • 56 • 133 238 60 418 863 52 20 157 73 139 86 Art der anschließenden Hilfe Maßnahme endete mit mindestens einer anschließenden Hilfe ( ) 15 582 1 577 1 962 423 438 169 421 1 401 583 1 538 4 050 550 160 647 493 657 513 Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII)........................................................................................ 892 130 77 37 40 7 11 63 24 77 203 82 13 31 30 19 48 Ambulante/teilstationäre Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe (SGB VIII) 10 528 1 167 1 321 258 323 120 354 1 112 414 1 039 2 458 381 84 410 318 503 266 Andere ambulante/teilstationäre Hilfe................................................................................ 2 095 205 220 65 34 38 43 147 82 251 587 60 24 92 47 112 88 Vorübergehende stationäre Hilfe (z. B. Krankenhaus, Psychiatrie)......................... 3 221 228 470 111 77 17 23 169 109 296 1 097 89 48 162 114 68 143 ohne anschließende Hilfe........................................................................................................................... 53 895 7 243 3 746 4 320 1 631 1 055 1 799 4 737 1 215 4 357 13 298 2 212 455 3 092 1 446 2 054 1 235 Inobhutnahme erfolgte auf eigenen Wunsch (§ 42 Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII)............................................................................... 9 212 1 070 700 332 305 158 235 902 178 1 012 2 163 356 167 570 259 546 259 wegen dringender Kindeswohlgefährdung (§ 42 Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII)................................ 29 479 2 870 2 177 1 185 979 400 892 2 377 999 3 002 7 642 1 076 343 2 062 1 057 1 402 1 016 aufgrund unbegleiteter Einreise aus dem Ausland (§§ 42a, 42 Abs. 1 Nr. 3 SGB VIII)...... 30 786 4 880 2 831 3 226 785 666 1 093 2 859 621 1 881 7 543 1 330 105 1 107 623 763 473 Geschlecht ( ) männlich............................................................................................................................................................. 45 725 6 323 3 967 3 560 1 372 821 1 504 4 050 1 104 3 585 11 125 1 863 311 2 409 1 184 1 525 1 022 weiblich................................................................................................................................................................ 23 752 2 497 1 741 1 183 697 403 716 2 088 694 2 310 6 223 899 304 1 330 755 1 186 726 Alter von ... bis unter ... Jahren unter 3................................................................................................................................................................... 4 714 386 344 204 144 89 146 380 139 473 1 160 171 84 356 232 172 234 3 - 6........................................................................................................................................................................ 3 019 298 250 82 81 47 65 263 101 341 774 97 57 199 126 121 117 6 - 9........................................................................................................................................................................ 3 367 339 287 107 97 63 52 325 129 360 855 134 40 174 133 134 138 9 - 12....................................................................................................................................................................... 4 098 388 356 185 137 62 116 337 141 382 955 188 49 277 163 198 164 12 - 14.................................................................................................................................................................... 6 576 769 475 357 201 83 176 599 175 601 1 710 279 68 406 189 323 165 14 - 16.................................................................................................................................................................... 16 343 2 131 1 162 1 214 512 255 508 1 338 404 1 417 4 199 632 153 876 379 759 404 16 - 18.................................................................................................................................................................... 31 360 4 509 2 834 2 594 897 625 1 157 2 896 709 2 321 7 695 1 261 164 1 451 717 1 004 526 Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe - Vorläufige Schutzmaßnahmen, 2023 (1) Doppelzählungen von Kindern/Jugendlichen sind möglich, wenn diese zum Beispiel zunächst vorläufig nach § 42a SGB VIII und im Anschluss noch einmal regulär nach § 42 Absatz 1 Nummer 3 SGB VIII in Obhut genommen wurden. – (2) Bei einem Widerspruch kann das Jugendamt das Familiengericht anrufen, sofern nach seiner Einschätzung die Kindeswohlgefährdung fortbesteht, damit es die erforderlichen Maßnahmen zu Sicherstellung des Kindeswohls herbeiführt (§ 42 Absatz 3 Satz 2 Nummer 2 SGB VIII). – (3) Fortfühung bisheriger und/oder Einleitung bzw. Planung neuer Hilfen, Mehrfachnennungen möglich. – (4) Nur für vorläufige Inobhutnahmen nach § 42a SGB VIII. – (5) Kinder und Jugendliche mit den Geschlechtsangaben „divers“ und „ohne Angabe“ (nach § 22 Absatz 3 PStG) werden in Geheimhaltungsfällen per Zufallsprinzip dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet. Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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