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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2025 - Schwerpunktfragen zur Asylverfahrensdauer (Antwort zu Drs. 21/3437)

dip / drucksache 04.02.2026 · WP 21 · 21/3999 · Antwort · Original ↗

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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2025 - Schwerpunktfragen zur Asylverfahrensdauer (Antwort zu Drs. 21/3437) Deutscher Bundestag Drucksache 21/3999 21. Wahlperiode 04.02.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Anne-Mieke Bremer, Agnes Conrad, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/3437 – Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2025 – Schwerpunktfragen zur Asylverfahrensdauer V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Die durchschnittliche Asylverfahrensdauer betrug im Jahr 2024 8,7 Monate (vgl. hierzu und, soweit nicht anders angegeben, auch im Folgenden: Bundestagsdrucksache 20/15083). Bei Herkunftsländern mit schlechten Anerkennungschancen verliefen die Verfahren allerdings bedeutend schneller, in Bezug auf die Länder des Westbalkans und Moldau dauerten die Verfahren beispielsweise nur zwischen 1,2 und 2,4 Monaten. Asylsuchende aus dem Iran mussten hingegen besonders lange auf eine Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) warten, nämlich 14,3 Monate. Besonders langwierig waren auch Verfahren bei den als „sichere Herkunftsstaaten“ eingestuften Ländern Senegal (10,4 Monate) und Ghana (9,8 Monate). Seit Anfang 2023 wird, wenn der Asylprüfung ein Dublin-Verfahren vorausgeht, die Verfahrensdauer erst ab Feststellung der Zuständigkeit Deutschlands berechnet, solche Dublin-Verfahren dauerten im Jahr 2024 durchschnittlich 2,8 Monate. Wird Deutschland erst nach einer gescheiterten Überstellung in den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zuständig, dauern diese Verfahren besonders lange, im Jahr 2024 13,8 Monate. Ende Januar 2025 waren 65 Prozent aller Asylverfahren bereits mehr als sechs Monate beim BAMF anhängig, nach den EU-Vorgaben sollen Asylverfahren im Regelfall eigentlich innerhalb dieser Frist abgeschlossen werden (vgl. Artikel 31 Absatz 3 der Asylverfahrensrichtlinie [AsylVerfRL] 2013/32/EU). Die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren bei den Verwaltungsgerichten sank im Jahr 2024 auf 16,7 Monate, nach 20,7 Monaten im Jahr 2023 und 26 Monaten im Jahr 2022 (Angaben zu vorherigen Jahren aus Antworten der Bundesregierung auf regelmäßige Kleine Anfragen der Fraktion Die Linke zur Asylverfahrensdauer). Gerichtliche Eilverfahren, etwa in Fällen einer Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“, sind bedeutend schneller, hier dauerten die gerichtlichen Verfahren zuletzt zwischen 32 und 38 Tagen (vgl. Antwort zu Frage 24 auf Bundestagsdrucksache 20/14923). Bei den Asylklageverfahren gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Rheinland-Pfalz dauerten solche Gerichtsverfahren im Jahr 2024 mit 6,7 Monaten nur ein Drittel des bundesweiten Durchschnittswerts, in Brandenburg waren es 29,4 Monate. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 4. Februar 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. Die gesamte Asylverfahrensdauer in Deutschland bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung, d. h. gegebenenfalls inklusive eines sich an das behördliche Verfahren anschließenden Gerichtsverfahrens, betrug im ersten Halbjahr 2024 14,5 Monate. Bei Ländern mit schlechten Anerkennungschancen war diese Gesamtverfahrensdauer deutlich kürzer und lag bei den als „sicher“ eingestuften Westbalkan-Ländern, aber auch bei den nicht eingestuften Maghreb- Staaten zwischen 7,7 und 9,8 Monaten. Auch bis zu einer negativen unanfechtbaren Asylentscheidung dauerte es bei Asylsuchenden aus diesen Ländern keine 10 Monate – nach Auffassung der Fragestellenden spricht dies gegen die im politischen Raum vorgetragene Behauptung, wer es einmal nach Deutschland geschafft habe, könne unabhängig vom Schutzanspruch dauerhaft in Deutschland bleiben, schon wegen der vermeintlich langen Verfahrensdauern. Die Bundesregierung und das BAMF bezogen sich in der Vergangenheit bei Angaben zur Asylverfahrensdauer immer wieder auf neue Berechnungsmodelle (z. B.: „Verfahrensdauer am aktuellen Rand“, „Verfahrensdauer Neuverfahren“). Nach Auffassung der Fragestellenden geschah dies, um gegenüber der Öffentlichkeit behaupten zu können, das politisch vorgegebene Ziel dreimonatiger Verfahrensdauern sei erreicht worden (vgl. Vorbemerkung der Fragestellenden auf Bundestagsdrucksache 19/13366). Seit September 2018 wird regelmäßig (auch) die sogenannte Jahresverfahrensdauer genannt, die nur Verfahren umfasst, die in den vergangenen zwölf Monaten begonnen und abgeschlossen wurden (2024: 4,7 Monate) – länger als ein Jahr dauernde Verfahren bleiben damit einfach unberücksichtigt. Irreführende statistische Darstellungen zur Verfahrensdauer gab es aus Sicht der Fragestellenden auch in anderen Kontexten: So behauptete der damalige Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer zum einjährigen Bestehen sogenannter „AnkER“- Zentren im August 2019, es gebe dort „deutlich kürzere Bearbeitungszeiten“ (www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2019/07/20190731-bil anz-1-jahr-ankerzentren.html). Doch das war vor allem einem statistischen Effekt geschuldet, denn wegen der Neugründung der „AnkER“-Zentren konnten dort noch gar keine längeren Verfahren in die Berechnung mit eingehen. Im Jahr 2020 dauerten die Verfahren in „AnkER“-Zentren mit 8,4 Monaten dann bereits länger als im allgemeinen Durchschnitt (8,3 Monate), und das war auch in den Folgejahren der Fall (2024: 8,9 statt 8,7 Monate). Sogenannte beschleunigte Asylverfahren nach § 30a des Asylgesetzes (AsylG), die 2016 mit dem Asylpaket II eingeführt wurden, spielen in der Praxis kaum eine Rolle. 2024 gab es gerade einmal 186 Entscheidungen nach § 30a AsylG, das waren 0,06 Prozent aller BAMF-Entscheidungen.  1. Wie lange war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylverfahren bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 (bitte gegebenenfalls, dies gilt auch für nachfolgende Fragen, Angaben soweit vorliegend machen), und wie lange war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer unanfechtbaren (rechts- oder bestandskräftigen) Entscheidung (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, Tunesien und Indien sowie nach Erst- und Folgeanträgen differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 12,2 darunter: Afghanistan 8,8 Türkei 15 Syrien 14,1 Irak 17,1 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 12,2 darunter: Iran 17,7 Somalia 13 Russische Föderation 14,1 Guinea 13,7 Nigeria 20,4 Eritrea 10,4 Ungeklärt 15,7 Venezuela 6,2 Kolumbien 6,7 Georgien 4,4 Pakistan 11,1 Albanien 3,5 Algerien 4,3 Bosnien und Herzegowina 2,8 Ghana 9,9 Indien 11,5 Kosovo 2 Marokko 5,6 Moldau 1,1 Montenegro 1,1 Nordmazedonien 3,7 Senegal 11,2 Serbien 1,6 Tunesien 7,8 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten Jahr 2025 Gesamt 12,2 davon Erstanträge 13,8 Folgeanträge 5,5 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung in Monaten 1. Halbjahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 18,4 darunter: Afghanistan 12,8 Türkei 19,1 Syrien 22,3 Irak 28,9 Iran 28,6 Somalia 17,9 Russische Föderation 25 Eritrea 16,5 Georgien 16,8 Ungeklärt 22,6 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung in Monaten 1. Halbjahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 18,4 darunter: Nigeria 16,6 Guinea 16,6 Algerien 6,5 Pakistan 22 Nordmazedonien 10,7 Albanien 11 Bosnien und Herzegowina 9,5 Ghana 17 Indien 13,6 Kosovo 6,3 Marokko 9,5 Moldau 5,3 Montenegro 10,6 Senegal 11,6 Serbien 9,6 Tunesien 11,3 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung in Monaten 1. Halbjahr 2025 Gesamt 18,4 davon Erstanträge 18,8 Folgeanträge 15,8  2. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen bzw. bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung (bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben zu Asylerstanträgen können, soweit verfügbar, den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten Staatsangehörigkeiten gesamt 11,8 darunter: Afghanistan 12,7 Somalia 8,2 Guinea 11,5 Türkei 12 Syrien 20,2 Benin 10,8 Gambia 11,9 Irak 15,3 Iran 10,8 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten Staatsangehörigkeiten gesamt 11,8 darunter: Côte d‘ Ivoire 14,5 Äthiopien 8,3 Angola 11,4 Kamerun 12,9 Mali 10,5 Eritrea 8,4 1. Halbjahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung in Monaten Staatsangehörigkeiten gesamt 12,8 darunter: Afghanistan 13,6 Somalia 9,1 Guinea 12,1 Türkei 15 Syrien 15,7 Benin 13,9 Gambia 12,5 Côte d‘ Ivoire 12,9 Irak 19,2 Algerien 6,7 Sudan 9,6 Angola 13,5 Äthiopien 12,1 Iran 13 Marokko 12,2  3. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren in Monaten Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 2,1 darunter: Syrien 3 Afghanistan 2 Russische Föderation 1,6 Türkei 1,6 Algerien 1,4 Somalia 2 Guinea 1,7 Iran 2,4 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren in Monaten Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 2,1 darunter: Irak 2,1 Nigeria 2,3 China 1,9 Marokko 1,3 Ungeklärt 2,3 Pakistan 2,1  4. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Gesamtverfahrensdauer in Fällen, in denen weder das BAMF noch die Gerichte einen Schutzstatus gewährt haben (bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, Tunesien und Indien differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer unanfechtbaren negativen Entscheidung in Monaten 1. Halbjahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 18,3 darunter: Afghanistan 13,4 Türkei 19,8 Syrien 14,1 Irak 31,3 Iran 6,2 Somalia 21,2 Russische Föderation 24,2 Eritrea 27,7 Georgien 16,6 Ungeklärt 18,9 Nigeria 25,8 Guinea 18,3 Algerien 6,4 Pakistan 21,4 Nordmazedonien 10,6 Albanien 10,3 Bosnien und Herzegowina 8,3 Ghana 16,7 Indien 13,4 Kosovo 6,2 Marokko 9,2 Moldau 5,2 Montenegro 10 Senegal 11,3 Serbien 9,1 Tunesien 11,1  5. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Verfahren, in denen nach der Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Asylprüfung zuständig sei, dann doch ein Prüfverfahren in nationaler Zuständigkeit durchgeführt wurde (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei nationalen Verfahren nach gescheitertem Dublinverfahren in Monaten Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 18,8 darunter: Afghanistan 16,4 Türkei 15,4 Russische Föderation 15,3 Syrien 13,9 Iran 24,2 Irak 31,8 Nigeria 35,8 Guinea 19,2 Somalia 19 Pakistan 17,2 Kamerun 21,9 Côte d‘ Ivoire 24 Libanon 24,5 Ägypten 14,1 Tunesien 11,3  6. Welche waren im Jahr 2025 die jeweils 20 Herkunftsländer mit den längsten bzw. kürzesten Asylverfahren beim BAMF (bitte nach Ländern, Verfahrensdauern, Entscheidungszahlen und bereinigten Schutzquoten auflisten, zudem Länder mit weniger als 25 Entscheidungen unberücksichtigt lassen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten im Jahr 2025 Bearbeitungsdauer Entscheidungen Schutzquote ohne Berücksichtigung formaler Entscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 12,2 292.293 37,50 % darunter: Burundi 27 1.351 7,70 % Gabun 26,1 29 4,30 % Togo 23,1 433 3,70 % Liberia 22 504 9,20 % Tansania 21,4 235 13,10 % Haiti 21,2 41 17,90 % Ruanda 20,7 1.302 10,20 % Nigeria 20,4 4.013 15,30 % Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten im Jahr 2025 Bearbeitungsdauer Entscheidungen Schutzquote ohne Berücksichtigung formaler Entscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 12,2 292.293 37,50 % darunter: Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 20,2 1.508 84,30 % Gambia 20,2 1.032 24,80 % Staatenlos 19,5 145 73,40 % Dschibuti 19,3 57 26,70 % Nicaragua 19 308 5,30 % Guinea-Bissau 18,6 106 22,50 % Kamerun 18,1 2.326 11,50 % Sierra Leone 18 916 32,40 % Iran, Islamische Republik 17,7 11.141 26,80 % Malawi 17,4 34 22,60 % Sri Lanka 17,4 800 6,80 % Côte d‘ Ivoire 17,2 1.615 8,40 % Afghanistan 8,8 85.640 78,90 % Angola 8,4 1.015 9,30 % Mongolei 8,4 363 1,80 % Tunesien 7,8 1.477 4,20 % China 7,3 1.700 15,30 % Kolumbien 6,7 3.434 0,50 % Turkmenistan 6,5 190 8,30 % Venezuela 6,2 3.770 11,70 % Kenia 5,9 432 2,90 % Marokko 5,6 1.170 4,90 % Georgien 4,4 2.915 0,80 % Algerien 4,3 1.784 3,60 % Nordmazedonien 3,7 1.574 0,10 % Albanien 3,5 733 0,90 % Bosnien und Herzegowina 2,8 530 0,70 % Kosovo 2 1.022 1,50 % Serbien 1,6 1.245 0,40 % Montenegro 1,1 184 1,30 % Moldau, Republik 1,1 1.625 0,20 % Vietnam 0,9 1.993 0,70 %  7. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Verfahren, mit denen der Widerruf oder die Rücknahme eines Schutzstatus geprüft wurde (bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und welchen Anteil hatten diese Widerrufs- und Rücknahmeprüfungen, die bei der Berechnung der durchschnittlichen Asylverfahrensdauer nicht berücksichtigt werden (vgl. Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/23630), an allen Verfahren (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen darstellen)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer Widerrufsverfahren in Monaten Jahr 2025 Herkunftsstaaten gesamt 38,2 darunter: Syrien 38,6 Irak 40,4 Afghanistan 34,3 Iran 42,4 Türkei 35,7 Eritrea 37,1 Ungeklärt 38,5 Somalia 37 Russische Föderation 35,2 Pakistan 37,4 Staatenlos 40 Nigeria 36,6 Sudan 41,4 Guinea 40,4 Armenien 32,1 Entscheidungen über Erst-, Folge- und Widerrufsverfahren Jahr 2025 Entscheidungen gesamt 355.202 Entscheidungen über Erst- und Folgeverfahren 310.930 Entscheidungen über Widerruf/Rücknahme 44.272 Anteil der Widerrufsverfahren in % 12,50 %  8. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung, wenn Asylverfahren getrennt danach betrachtet werden, ob sie in sogenannten Ankunftszentren, in „AnkER“-Zentren bzw. „funktionsgleichen Einrichtungen“ (bitte diese beiden Kategorien zusammenfassen) oder in den Außenstellen bzw. in der Zentrale des BAMF (bitte ebenfalls zusammenfassen) entschieden wurden (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, Tunesien und Indien differenzieren, hinsichtlich der „AnkER“-Zentren und funktionsgleichen Einrichtungen bitte zudem nach Standorten differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einem Ankunftszentrum entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 12,5 darunter: Afghanistan 8,6 Türkei 14,9 Syrien 17,1 Irak 16,7 Iran 18 Somalia 13,2 Russische Föderation 14,8 Guinea 13,3 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einem Ankunftszentrum entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 12,5 darunter: Nigeria 19,5 Eritrea 11,1 Ungeklärt 15,4 Venezuela 13,5 Kolumbien 8,6 Georgien 2,6 Pakistan 12,9 Albanien 2,4 Algerien 3,4 Bosnien und Herzegowina 1,1 Ghana 7,9 Indien 9 Kosovo 1,3 Marokko 3,6 Moldau 1,8 Montenegro 1,5 Nordmazedonien 1,7 Senegal 12,4 Serbien 0,9 Tunesien 4,7 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einer AnkER- bzw. funktionsgleichen Einrichtung entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 11,8 darunter: Afghanistan 9,6 Türkei 14,6 Syrien 15,8 Irak 19 Iran 17,7 Somalia 12,1 Russische Föderation 13,7 Guinea 14,3 Nigeria 22,3 Eritrea 9 Ungeklärt 14,4 Venezuela 5,6 Kolumbien 6,7 Georgien 5 Pakistan 7,3 Albanien 3,9 Algerien 5,1 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einer AnkER- bzw. funktionsgleichen Einrichtung entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 11,8 darunter: Bosnien und Herzegowina 3,8 Ghana 10,9 Indien 11,5 Kosovo 1,5 Marokko 6,2 Moldau 2,2 Montenegro 2,4 Nordmazedonien 4,2 Senegal 11,4 Serbien 1,4 Tunesien 8,6 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einer AnkER- bzw. funktionsgleichen Einrichtung entschieden wurden – in Monaten nach Standorten Gesamt 11,8 darunter: AS Augsburg in AnkER 15,5 AS Bamberg in AnkER 13,8 AS Chemnitz im AZ, LAS 8,5 AS Deggendorf in AnkER 10,4 AS Dresden in AnkER 9,3 AS Eisenhüttenstadt, LAS 6 AS Hamburg im AZ, LAS 11,7 AS Heidelberg im AZ 17,7 AS Lebach in AnkER, LAS 20,3 AS Leipzig im AZ 9,6 AS Manching in AnkER 12,4 AS Neumünster, LAS 9,8 AS Regensburg in AnkER 15,2 AS Schweinfurt in AnkER 14,3 AS Schwerin im AZ, LAS 8,2 AS Zirndorf in AnkER 12,1 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einer Außenstelle bzw. Zentrale entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 12,2 darunter: Afghanistan 8,2 Türkei 15,3 Syrien 12,4 Jahr 2025 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren, die in einer Außenstelle bzw. Zentrale entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit Gesamt 12,2 darunter: Irak 16,2 Iran 17,5 Somalia 13,3 Russische Föderation 14,1 Guinea 14,1 Nigeria 20 Eritrea 10,9 Ungeklärt 15,9 Venezuela 13 Kolumbien 5,3 Georgien 4,7 Pakistan 12,8 Albanien 4,1 Algerien 4,4 Bosnien und Herzegowina 3 Ghana 11,2 Indien 12,3 Kosovo 3,1 Marokko 6,6 Moldau 0,7 Montenegro 0,6 Nordmazedonien 4,3 Senegal 9,9 Serbien 2,3 Tunesien 8,4  9. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung bei Asylsuchenden aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Iran, der Türkei, Eritrea, Somalia, Pakistan, Nigeria und der Russischen Föderation (bitte zudem jeweils auch nach den Organisationseinheiten mit den jeweils zehn längsten bzw. kürzesten Verfahrensdauern und in denen mindestens 25 entsprechende Asylanträge bearbeitet worden sind differenziert auflisten)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Syrien Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 14,1 darunter: AS Ellwangen 24,3 AS Braunschweig2 im AZ 24,1 AS Heidelberg im AZ 23 AS Neustadt 23 AS Jena/Hermsdorf, LAS 22,8 Syrien Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 14,1 darunter: Dienstleistungszentrum Abteilung 5 22,2 AS Freiburg 22,2 AS Büdingen 21,4 AS Bremen im AZ, LAS 21,4 AS Braunschweig 21,1 AS Berlin im AZ 14,5 AS Bielefeld im AZ 13,8 AS Trier, LAS 13,7 AS Leipzig im AZ 13,4 AS Zirndorf in AnkER 13 AS Deggendorf in AnkER 12,5 AS Mönchengladbach im AZ 11,9 32E Dublinzentrum Bochum 9,4 32F Dublinzentrum Bayreuth 8,5 32D Dublinzentrum Berlin 8,5 Irak Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 17,1 darunter: AS Berlin im AZ 42,4 AS Heidelberg im AZ 28,3 AS Ellwangen 27 AS Regensburg in AnkER 25,6 AS Bremen im AZ, LAS 25,5 AS Jena/Hermsdorf, LAS 24,7 Dienstleistungszentrum Abteilung 5 23,1 AS Dresden in AnkER 22,9 AS Lebach in AnkER, LAS 22,6 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 21 AS Bochum, LAS 12,8 AS Karlsruhe, LAS 12,1 AS Schwerin im AZ, LAS 11,6 AS Neustadt 10,8 AS Büdingen 9,7 AS Zirndorf in AnkER 9,6 AS Eisenhüttenstadt, LAS 9,5 AS München 9,5 AS Oldenburg 9,4 AS Bielefeld im AZ 7,5 Afghanistan Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 8,8 darunter: AS Berlin im AZ 21,6 AS Lebach in AnkER, LAS 21,1 AS Freiburg 19,5 AS Ellwangen 19,2 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 17,5 AS Heidelberg im AZ 17 AS Zirndorf in AnkER 16,9 AS Schweinfurt in AnkER 15,7 AS Regensburg in AnkER 15,5 AS Jena/Hermsdorf, LAS 15,2 AS Schwerin im AZ, LAS 6,6 AS Leipzig im AZ 6,6 AS Bramsche im AZ 6,5 AS Friedland, LAS 6,2 AS Berlin, LAS 5,9 AS Neumünster, LAS 5,1 AS Chemnitz im AZ, LAS 5 AS Düsseldorf 4,8 AS Eisenhüttenstadt, LAS 4,6 AS Büdingen 4,5 Iran Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 17,7 darunter: AS Heidelberg im AZ 25,6 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 25,4 AS Speyer 24,3 AS Jena/Hermsdorf, LAS 23,6 AS Ellwangen 23,5 AS Bamberg in AnkER 23,1 AS Zirndorf in AnkER 22,5 AS Halberstadt im AZ, LAS 21,9 AS Sigmaringen 21,1 32F Dublinzentrum Bayreuth 20,3 AS Berlin im AZ 15,3 AS Düsseldorf 14,9 AS Neumünster, LAS 14,9 32E Dublinzentrum Bochum 14,2 AS Oldenburg 14,2 AS Neustadt 14 AS Schwerin im AZ, LAS 13,7 AS Suhl im AZ 13,2 AS Frankfurt/Flughafen 13,1 AS Büdingen 9,5 Türkei Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 15 darunter: AS Lebach in AnkER, LAS 21,9 AS Freiburg 21,1 AS Berlin im AZ 20,2 AS Frankfurt/Flughafen 18,7 Dienstleistungszentrum Abteilung 5 18,7 AS Ellwangen 18,6 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 18,1 AS Halberstadt im AZ, LAS 18,1 AS Jena/Hermsdorf, LAS 18 AS Heidelberg im AZ 17,6 AS Chemnitz im AZ, LAS 11,1 AS Bielefeld im AZ 10,4 AS Schwerin im AZ, LAS 10 AS Suhl im AZ 10 AS Deggendorf in AnkER 9,3 AS Eisenhüttenstadt, LAS 6,8 AS Bamberg in AnkER 4,7 32E Dublinzentrum Bochum 2,3 32D Dublinzentrum Berlin 2,1 32F Dublinzentrum Bayreuth 1,7 Eritrea Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 10,4 darunter: AS Heidelberg im AZ 22,7 AS Bramsche im AZ 17,9 AS Bremen im AZ, LAS 17,4 AS Karlsruhe, LAS 15,9 AS Braunschweig2 im AZ 15,2 AS Berlin im AZ 15,2 AS Bamberg in AnkER 15,1 Dienstleistungszentrum Abteilung 5 14,9 AS Speyer 14,8 AS Ellwangen 14,8 AS Trier, LAS 7,7 AS Neumünster, LAS 7,7 AS Essen 7,7 AS Leipzig im AZ 7,2 AS Lebach in AnkER, LAS 6,4 AS Bochum, LAS 6,3 AS Eisenhüttenstadt, LAS 5,9 AS Schwerin im AZ, LAS 5,3 Eritrea Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 10,4 darunter: AS Büdingen 4,6 AS Dresden in AnkER 3,6 Somalia Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 13 darunter: AS Freiburg 25 AS Braunschweig2 im AZ 22,1 AS Ellwangen 21,4 AS Oldenburg 17,5 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 16,8 AS Bramsche im AZ 16,7 AS Karlsruhe, LAS 16,5 Dienstleistungszentrum Abteilung 5 16,4 AS Braunschweig 15,5 AS Dresden in AnkER 15,5 AS München 11 AS Trier, LAS 10,7 AS Düsseldorf 10,3 AS Hamburg im AZ, LAS 10,2 AS Neustadt 10,1 AS Frankfurt/Flughafen 9,8 AS Bochum, LAS 9,6 AS Chemnitz im AZ, LAS 8,2 AS Schwerin im AZ, LAS 6,6 AS Eisenhüttenstadt, LAS 6,1 Pakistan Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 11,1 darunter: AS Karlsruhe, LAS 32,3 AS Heidelberg im AZ 18,9 AS Bramsche im AZ 16,1 AS Bielefeld im AZ 14,1 AS Unna im AZ 14,1 AS Bonn im AZ 14 AS Gießen im AZ, LAS 12,9 AS Trier, LAS 11,8 AS Essen 9,1 AS Eisenhüttenstadt, LAS 8 AS Chemnitz im AZ, LAS 4,4 Nigeria Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 20,4 darunter: AS Heidelberg im AZ 30,6 AS Chemnitz im AZ, LAS 30,4 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 28,8 AS Regensburg in AnkER 26,4 AS Berlin, LAS 24,8 AS Bonn im AZ 23,6 AS Bremen im AZ, LAS 23,5 AS Mönchengladbach im AZ 22,4 AS Neumünster, LAS 21,8 AS Bochum, LAS 21,6 32F Dublinzentrum Bayreuth 15,4 AS Berlin im AZ 15,3 AS Sigmaringen 15 AS Augsburg in AnkER 14,9 AS Leipzig im AZ 13,8 AS Bielefeld im AZ 13,6 AS Eisenhüttenstadt, LAS 13,4 AS Suhl im AZ 11,7 AS Deggendorf in AnkER 11,6 32D Dublinzentrum Berlin 9,5 Russische Föderation Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2025 in Monaten Alle Organisationseinheiten 14,1 darunter: AS Heidelberg im AZ 23,6 AS Bramsche im AZ 21,5 AS Berlin im AZ 20,5 32D Dublinzentrum Berlin 20,1 Dienstleistungszentrum Abteilung 4 19,6 AS Karlsruhe, LAS 18,8 AS Hamburg im AZ, LAS 18,8 AS Braunschweig2 im AZ 18 AS Bochum, LAS 17,8 AS Braunschweig 16,6 AS Bremen im AZ, LAS 11,8 AS Speyer 11,7 AS Eisenhüttenstadt, LAS 11,3 AS Oldenburg 10,4 AS Dresden in AnkER 10,4 AS Schwerin im AZ, LAS 10,1 AS Sigmaringen 9,3 AS Chemnitz im AZ, LAS 8,2 AS Büdingen 7,4 AS Leipzig im AZ 6,5 10. Spricht die Erklärung der Bundesregierung für die zum Teil besonders langen Verfahrensdauern im Ankunftszentrum in Heidelberg (vgl. Antwort zu Frage 10 auf Bundestagsdrucksache 20/15083) nach Auffassung der Bundesregierung nicht dafür, zentrale Ankunftszentren wie in Heidelberg aus Gründen der Verfahrensbeschleunigung zu vermeiden und eher auf dezentrale Strukturen zu setzen (wenn nein, bitte begründen, und wenn ja, welche Konsequenzen werden daraus gezogen)? Die Bundesregierung teilt die Auffassung der Fragestellenden nicht. Wie bereits in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/15083 ausgeführt wurde, war der Standort Heidelberg als zentrales Ankunftszentrum in Baden-Württemberg durch den Zugang in den vergangenen Jahren besonders belastet und hat die Rückstände weitgehend abgebaut. Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) um eine effiziente, zügige und rechtssichere Verfahrensbearbeitung an allen Standorten bestrebt ist. Dies gilt auch für den Standort Heidelberg. 11. Wie lange war die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren im Jahr 2025 (soweit vorliegend, bitte zudem nach Bundesländern und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können, soweit vorliegend, den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. 01.01.-30.11.2025 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer bei Gericht in Monaten Staatsangehörigkeiten gesamt 14,3 darunter: Türkei 12,7 Syrien 15,6 Irak 23,1 Afghanistan 8,3 Iran 22,3 Russische Föderation 17,9 Kolumbien 10 Georgien 14,5 Nigeria 16 Somalia 11,9 Venezuela 16,1 Pakistan 14,8 Armenien 11,4 Guinea 11,6 Ungeklärt 16,2 01.01.-30.11.2025 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer bei Gericht in Monaten Bundesländer gesamt 14,3 darunter: Baden-Württemberg 9,9 Bayern 10,7 Berlin 19,2 Brandenburg 19,4 Bremen 13,2 Hamburg 12,2 01.01.-30.11.2025 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer bei Gericht in Monaten Bundesländer gesamt 14,3 darunter: Hessen 19,1 Mecklenburg-Vorpommern 14,1 Niedersachsen 17,4 Nordrhein-Westfalen 15,6 Rheinland-Pfalz 7,4 Saarland 9,6 Sachsen 18,7 Sachsen-Anhalt 11,9 Schleswig-Holstein 12,4 Thüringen 14,7 unbekannt 4,3 12. Wie lange war die durchschnittliche Dauer von Eilverfahren in Asylangelegenheiten bei den Verwaltungsgerichten im Jahr 2025 (soweit vorliegend, bitte zudem nach Bundesländern und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Verfahrensdauer Eilverfahren Januar bis November 2025 Staatsangehörigkeit Verfahrensdauer in Tagen Gesamt 36,5 Türkei 37,1 Syrien 29,8 Afghanistan 40,2 Irak 35,9 Russische Föderation 41,9 Georgien 48,6 Ungeklärt 45,7 Iran 36,6 Somalia 27,5 Armenien 25,9 Nigeria 38,7 Venezuela 60,5 Guinea 31,9 Aserbaidschan 20,1 Kolumbien 38,6 Verfahrensdauer Eilverfahren Januar bis November 2025 Land Verfahrensdauer in Tagen Gesamt 36,5 Baden-Württemberg 53,1 Bayern 29,2 Berlin 48,4 Brandenburg 41,1 Bremen 43,2 Hamburg 26,4 Hessen 37,1 Mecklenburg-Vorpommern 55,9 Niedersachsen 29,1 Verfahrensdauer Eilverfahren Januar bis November 2025 Land Verfahrensdauer in Tagen Gesamt 36,5 Nordrhein-Westfalen 26,7 Rheinland-Pfalz 16,4 Saarland 13 Sachsen 71,6 Sachsen-Anhalt 20,3 Schleswig-Holstein 35,4 Thüringen 64,9 unbekannt 14,7 13. Wie viele Asylklageverfahren waren zuletzt anhängig (bitte auch nach Bundesländern und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und was waren in den einzelnen Bundesländern jeweils die fünf wichtigsten Herkunftsländer bei anhängigen Asylklageverfahren (bitte auch mit Zahlen nennen)? Die Angaben können, soweit vorliegend, den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Anhängige Asylklageverfahren nach Herkunftsstaaten Stand: 30.11.2025 Staatsangehörigkeit gesamt 190.887 darunter: Türkei 54.643 Afghanistan 21.437 Irak 16.582 Syrien 13.275 Iran 11.198 Russische Föderation 9.555 Venezuela 4.969 Kolumbien 4.911 Nigeria 3.392 Guinea 3.269 Pakistan 2.771 Somalia 2.742 Ungeklärt 2.625 Georgien 2.541 Armenien 2.057 Anhängige Asylklageverfahren nach Bundesländern Stand: 30.11.2025 Länder gesamt 190.887 darunter: Baden-Württemberg 25.696 Bayern 25.080 Berlin 12.591 Brandenburg 6.481 Bremen 1.420 Hamburg 4.225 Hessen 14.895 Mecklenburg-Vorpommern 4.269 Niedersachsen 28.046 Anhängige Asylklageverfahren nach Bundesländern Stand: 30.11.2025 Länder gesamt 190.887 darunter: Nordrhein-Westfalen 33.668 Rheinland-Pfalz 5.351 Saarland 1.017 Sachsen 12.974 Sachsen-Anhalt 5.071 Schleswig-Holstein 5.577 Thüringen 4.498 unbekannt 28 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Baden-Württemberg 25.696 darunter: Türkei 11.303 Afghanistan 3.178 Syrien 1.950 Irak 1.810 Nigeria 944 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Bayern 25.080 darunter: Türkei 6.574 Afghanistan 4.295 Irak 1.678 Syrien 1.563 Russische Föderation 1.256 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Berlin 12.591 darunter: Türkei 4.058 Russische Föderation 1.301 Afghanistan 972 Ungeklärt 791 Iran 762 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Brandenburg 6.481 darunter: Afghanistan 1.405 Türkei 914 Russische Föderation 718 Iran 530 Irak 498 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Bremen 1.420 darunter: Türkei 340 Russische Föderation 239 Syrien 137 Afghanistan 128 Iran 127 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Hamburg 4.225 darunter: Afghanistan 875 Türkei 757 Iran 677 Russische Föderation 365 Nicaragua 265 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Hessen 14.895 darunter: Türkei 6.337 Afghanistan 3.030 Iran 834 Syrien 757 Äthiopien 658 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Mecklenburg-Vorpommern 4.269 darunter: Türkei 1.109 Afghanistan 568 Syrien 396 Russische Föderation 377 Iran 290 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Niedersachsen 28.046 darunter: Türkei 7.071 Kolumbien 4.217 Irak 3.584 Afghanistan 1.411 Syrien 1.365 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Nordrhein-Westfalen 33.668 darunter: Türkei 8.862 Irak 4.027 Iran 3.373 Syrien 3.031 Afghanistan 2.209 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Rheinland-Pfalz 5.351 darunter: Türkei 1.147 Afghanistan 750 Pakistan 701 Ägypten 662 Syrien 379 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Saarland 1.017 darunter: Syrien 602 Türkei 184 Irak 72 Afghanistan 30 Ungeklärt 24 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Sachsen 12.974 darunter: Venezuela 4.111 Türkei 1.618 Irak 901 Afghanistan 737 Syrien 731 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Sachsen-Anhalt 5.071 darunter: Türkei 1.539 Afghanistan 675 Syrien 567 Kamerun 470 Russische Föderation 313 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Schleswig-Holstein 5.577 darunter: Irak 1.461 Türkei 1.258 Afghanistan 649 Iran 540 Russische Föderation 396 Anhängige Asylklageverfahren Stand: 30.11.2025 Thüringen 4.498 darunter: Türkei 1.571 Afghanistan 522 Irak 488 Russische Föderation 474 Syrien 368 14. In wie vielen Fällen und zu welchen konkreten Fallkonstellationen bzw. Sachfragen sind derzeit Revisionen zur Klärung der Lage in Herkunftsbzw. Zielstaaten nach § 78 Absatz 8 des Asylgesetzes anhängig, in welchen dieser Verfahren hat das BAMF die Revision eingelegt bzw. beantragt, und wann ist in diesen Verfahren nach Kenntnis des BAMF mit Entscheidungen zu rechnen (bitte auflisten und ausführen)? Derzeit sind sechs Tatsachenrevisionen (Bundesverwaltungsgericht – BVerwG – 1 C 21.24, BVerwG 1 C 22.24, BVerwG 1 C 23.24, BVerwG 1 C 24.24, BVerwG 1 C 25.24 und BVerwG 1 C 26.24) nach § 78 Absatz 8 des Asylgesetzes (AsylG) beim BVerwG anhängig. Es handelt sich in allen Verfahren um Revisionen, die durch die Klägerseite erhoben wurden und in denen es um Dublin-Verfahren geht, jedoch auch mit Auswirkungen auf die abschiebungsrelevante Lage für vulnerable anerkannt Schutzberechtigte in Italien. Die Revisionsverfahren sind in der mündlichen Verhandlung vom 28. August 2025 entsprechend § 94 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das Vorabentscheidungsersuchen des Verwaltungsgerichts Sigmaringen in dem Verfahren C-458/24 [Daraa] (Vorlagebeschluss vom 7. Mai 2024) ausgesetzt worden. Das BAMF kann keine Aussage dazu treffen, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. 15. Was hat das BAMF bzw. was haben nach Kenntnis der Bundesregierung die Bundesländer personell und organisatorisch weiter unternommen, um die auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom 13. Oktober 2023 vereinbarte Zielsetzung zu erreichen, bei Herkunftsländern mit einer Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent „das Asyl- und das anschließende Gerichtsverfahren jeweils in drei Monaten abzuschließen“, und inwiefern sieht sie dieses Ziel als erreicht an (Nachfrage zur Antwort zu Frage 14 auf Bundestagsdrucksache 20/15083; bitte darlegen)? Zur Unterstützung des gemeinsamen Ziels von Bund und Ländern, Asylverfahren für Angehörige von Staaten, deren Anerkennungsquote weniger als fünf Prozent beträgt, zügiger als bisher rechtskräftig abzuschließen, setzt das BAMF die prioritäre Bearbeitung der in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 14 der Kleinen Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/15083 genannten Herkunftsstaaten unverändert fort. Aus Sicht des BAMF haben die zur prioritären Bearbeitung ergriffenen Maßnahmen des BAMF zu einer Beschleunigung der Asylverfahrensbearbeitung für die in Rede stehenden Herkunftsstaaten beigetragen. Der Bundesregierung liegen darüber hinaus keine Erkenntnisse zur Frage vor, welche konkreten Maßnahmen die Länder im Sinne der Fragestellung personell und organisatorisch unternommen haben.  a) Welche Herkunftsländer wiesen im Jahr 2025 eine Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent auf (bitte auflisten; Länder mit weniger als 50 Entscheidungen außer Betracht lassen), und wie lange war jeweils die durchschnittliche Verfahrensdauer beim BAMF bzw. bei den Gerichten (bitte differenzieren) bei diesen Ländern im (bisherigen) Jahr 2025? Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden. Verfahrensdauer Asylverfahren 2025 Herkunftsstaat Anzahl Behördliche Verfahrensdauer in Tagen Georgien 2.060 18,2 Kolumbien 1.409 17,7 Moldau 1.345 10,1 Nordmazedonien 1.069 14,7 Algerien 936 30,3 Serbien 888 14,2 Kosovo 770 15,1 Marokko 514 29,8 Tunesien 511 29,7 Albanien 503 18,1 Bosnien und Herzegowina 371 14,5 Montenegro 141 9,6 Im Jahr 2025 wurden insgesamt betrachtet 78 Prozent der beschleunigt bearbeiteten Verfahren unter 21 Tagen entschieden. Verfahrensdauer Asylklageverfahren Januar bis November 2025 Herkunftsstaat Anzahl Verfahrensdauer in Tagen Serbien 40 84,5 Georgien 37 103,3 Nordmazedonien 13 44,4 Bosnien und Herzegowina 13 148,3 Montenegro 11 49,5 Albanien 11 70,2 Kosovo 9 61,3 Algerien 8 49,8 Moldau 6 120,8 Marokko 6 61,7 Tunesien 4 40,3 Kolumbien 3 159  b) Welchen Anteil bildeten Asylsuchende aus Herkunftsländern mit einer Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent an allen Asylsuchenden im Jahr 2025 (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den 15 wichtigsten dieser Herkunftsländer differenzieren und die jeweiligen Schutzquoten nennen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Jahr 2025 Asylanträge gesamt Anteil an allen Herkunftsstaaten Herkunftsstaat 11.154 6,60 % darunter Georgien 2.148 1,30 % Kolumbien 1.430 0,80 % Moldau 1.406 0,80 % Nordmazedonien 1.119 0,70 % Algerien 1.087 0,60 % Serbien 913 0,50 % Kosovo 804 0,50 % Marokko 601 0,40 % Tunesien 587 0,30 % Albanien 527 0,30 % Bosnien und Herzegowina 384 0,20 % Montenegro 148 0,10 %  c) Wie viele der Ablehnungen von Asylsuchenden aus Herkunftsländern mit unter 5-prozentiger Anerkennungsquote erfolgten im Jahr 2025 als „offensichtlich unbegründet“ (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den 15 wichtigsten dieser Herkunftsländer differenzieren), und wird bei der Frage, ob die Gerichtsverfahren entsprechend des MPK-Beschlusses innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden, auf die Dauer der Klage- oder der Eilverfahren abgestellt, vor dem Hintergrund, dass Klageverfahren nach einer Ablehnung als offensichtlich unbegründet in der Regel keine aufschiebende Wirkung haben (es sei denn, die aufschiebende Wirkung der Klage wird gerichtlich angeordnet), sodass solche Personen trotz anhängiger Klage nach einem negativ verlaufenen Eilverfahren abgeschoben werden können (bitte begründen)? Die Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden. Jahr 2025 Offensichtlich unbegründete Ablehnungen Anteil an allen Ablehnungen Herkunftsstaat 4.710 44,80 % darunter Georgien 1.382 67,10 % Kosovo 523 67,90 % Nordmazedonien 427 39,90 % Algerien 423 45,20 % Serbien 416 46,80 % Kolumbien 330 23,40 % Moldau 300 22,30 % Albanien 276 54,90 % Marokko 216 42,00 % Tunesien 212 41,50 % Bosnien und Herzegowina 163 43,90 % Montenegro 42 29,80 % Der Ministerpräsidentenkonferenz-(MPK-)Beschluss trifft keine Konkretisierung hinsichtlich der Art der Berechnung der gerichtlichen Verfahrensdauer. Das BAMF wertet regelmäßig die Dauer von Klageverfahren aus, auch statistische Angaben zur Verfahrensdauer von Eilverfahren sind möglich (siehe Antwort zu Frage 12).  d) Wie ist zu erklären, dass die zu Frage 14a auf Bundestagsdrucksache 20/15083 genannten Angaben zur Asylverfahrensdauer zu einzelnen Herkunftsländern deutlich geringer ausfallen als die Angaben zu denselben Ländern zu Frage 1 derselben Bundestagsdrucksache (bitte ausführen; trotz unterschiedlicher Erfassungszeiträume gibt es nach Auffassung der Fragestellenden offenbar auch eine andere statistische Erfassung, womöglich wurden nur neu angelegte und entschiedene Verfahren berücksichtigt)? Die Angaben zu Frage 14a beziehen sich, wie im einleitenden Fragentext zu Frage 14a erläutert, auf Verfahren der beschleunigten Bearbeitung. Um das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern zu unterstützen, Asylverfahren für Angehörige von Staaten, für die die Anerkennungsquote weniger als fünf Prozent beträgt, zügiger als bisher rechtskräftig abzuschließen, hat das BAMF in Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern die Bearbeitung für ausgewählte Herkunftsstaaten mit entsprechender Anerkennungsquote, beginnend mit Anträgen aus sicheren Herkunftsstaaten i. S. d. § 29a AsylG zum 1. Dezember 2023 in der Bearbeitung priorisiert und bearbeitet diese Gruppe beschleunigt. Dies umfasst entsprechend die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Seit 1. März 2024 wurden zusätzlich noch Algerien, Marokko und Tunesien in die beschleunigte Bearbeitung hinzugenommen sowie seit 1. Dezember 2024 zusätzlich der Herkunftsstaat Kolumbien. Diese Herkunftsstaaten bilden im Jahr 2024 rund 75,5 Prozent der Antragstellungen der Herkunftsstaaten mit einer Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent. Frage 1 hingegen beinhaltet auch Anträge, die dem BAMF bereits vor dem jeweiligen Stichtag vorlagen. Frage 14a ist somit eine Teilmenge der Frage 1. 16. Welche statistischen Angaben kann die Bundesregierung bzw. kann das BAMF machen zu Anhörungen bzw. Sprachmittlungen (bitte differenzieren) im Wege der Bild- und Tonübertragung im Jahr 2025 (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den 15 wichtigsten betroffenen Herkunftsländern bzw. BAMF-Standorten differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen nach Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten Anhörungen gesamt Anhörungen ohne Bild- und Tonübertragung Videoanhörungen bzw. Videodolmetschen Anzahl Anzahl Anzahl Anteil Gesamt 122.401 120.252 2.149 1,80 % davon: Afghanistan 26.851 26.709 142 0,50 % Türkei 23.035 22.276 759 3,30 % Syrien 17.799 17.489 310 1,70 % Somalia 5.306 5.125 181 3,40 % Iran 4.069 4.059 10 0,20 % Russische Föderation 3.046 3.013 33 1,10 % Irak 2.810 2.799 11 0,40 % Guinea 2.587 2.479 108 4,20 % Eritrea 1.956 1.932 24 1,20 % Venezuela 1.615 1.611 4 0,20 % Kolumbien 1.583 1.583 - - Kamerun 1.528 1.515 13 0,90 % Nigeria 1.446 1.418 28 1,90 % Algerien 1.361 1.353 8 0,60 % Georgien 1.360 1.353 7 0,50 % Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen nach Standorten im Jahr 2025 Standorte Anhörungen gesamt Anhörungen ohne Bild- und Tonübertragung Videoanhörungen bzw. Videodolmetschen Anzahl Anzahl Anzahl Anteil Gesamt 122.401 120.252 2.149 1,80 % davon: AS Heidelberg im AZ 7.562 7.549 13 0,20 % AS Gießen im AZ, LAS 7.361 7.285 76 1,00 % AS Berlin, LAS 5.710 5.415 295 5,20 % AS Karlsruhe, LAS 4.553 4.545 8 0,20 % AS Hamburg im AZ, LAS 4.412 4.374 38 0,90 % AS Bramsche im AZ 4.299 4.165 134 3,10 % AS München 4.227 4.219 8 0,20 % AS Halberstadt im AZ, LAS 3.680 3.672 8 0,20 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 3.658 3.530 128 3,50 % AS Trier, LAS 3.486 3.478 8 0,20 % AS Neumünster, LAS 3.432 3.390 42 1,20 % AS Bielefeld im AZ 3.432 3.401 31 0,90 % AS Bochum, LAS 3.364 3.305 59 1,80 % AS Augsburg in AnkER 3.329 3.328 1 0,00 % AS Schweinfurt in AnkER 2.904 2.903 1 0,00 % 17. Wie lange dauerten im Jahr 2025 im Durchschnitt diejenigen Asylverfahren, die zunächst wegen der Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren, und wie viele solcher Verfahren sind aktuell noch anhängig? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Dauer der Verfahren, die zunächst wegen der Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren Jahr 2025 Dauer in Monaten Staatsangehörigkeiten gesamt 35,3 darunter: Irak 35,4 Afghanistan 35,4 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 36 Syrien 39 Ungeklärt 40 Somalia 28,4 Iran 30,5 Ägypten 60 Türkei 49,4 Pakistan 9,5 Mit Stand vom 31. Dezember 2025 waren noch etwa 80 Asylverfahren anhängig, die zunächst wegen der Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren. Das BAMF arbeitet weiter am Abbau dieser Verfahren. 18. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Verfahrensdauer bei beschleunigten Asylverfahren nach § 30a AsylG (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten, Algerien, Marokko, Tunesien und Indien differenzieren; bitte zudem nach den Standorten der Organisationseinheiten differenziert auflisten und die absoluten Fallzahlen nennen)? Die Angaben zur Verfahrensdauer können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Durchschnitt Bearbeitungsdauer in Tagen im Jahr 2025 Gesamt AS Bochum, LAS AS Trier, LAS AS Bamberg in AnkER Dienstleistungszentrum Abteilung 5 AS Halberstadt im AZ, LAS Sonstige* alle beschleunigten Verfahren 5,8 6,2 5,8 5,7 4,2 3,8 6,1 darunter: Nordmazedonien 5,2 5,7 0 0 2 0 0 Kosovo 6,3 0 4 0 7 0 8 Georgien 5,1 7 4,8 5,5 0 2 5 Serbien 5,6 4 0 8 0 0 5,4 Algerien 5,5 8 5 0 3 0 6 Albanien 4 0 0 0 0 0 4 Bosnien und Herzegowina 7,5 7,7 0 0 0 0 6 Marokko 4,3 0 3 4 0 4,2 6 Tunesien 6 0 0 0 6 0 0 Moldau 7 0 0 0 0 0 0 AS=Außenstelle, AZ=Ankunftszentrum * Außenstellen mit einer Entscheidungszahl kleiner 6 Aufgrund geringer Fallzahlen sind starke Schwankungen möglich. Durchschnitt Bearbeitungsdauer in Tagen im Jahr 2025 nach Außenstellen 5,8 AS Bochum, LAS 6,2 AS Trier, LAS 5,8 AS Bamberg in AnkER 5,7 Dienstleistungszentrum Abteilung 5 4,2 AS Halberstadt im AZ, LAS 3,8 Sonstige* 6,1 * Außenstellen mit einer Entscheidungszahl kleiner 6 Die absolute Zahl der Entscheidungen im beschleunigten Verfahren können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Anzahl im Jahr 2025 Gesamt AS Bochum, LAS AS Trier, LAS AS Bamberg in AnkER Dienstleistungszentrum Abteilung 5 AS Halberstadt im AZ, LAS Sonstige* alle beschleunigten Verfahren 121 38 27 16 9 6 25 darunter: Nordmazedonien 30 26 0 0 4 0 0 Kosovo 3 0 1 0 1 0 1 Georgien 25 1 9 11 0 1 3 Serbien 7 1 0 1 0 0 5 Algerien 11 1 5 0 1 0 4 Albanien 1 0 0 0 0 0 1 Bosnien und Herzegowina 10 9 0 0 0 0 1 Marokko 8 0 1 1 0 5 1 Anzahl im Jahr 2025 Gesamt AS Bochum, LAS AS Trier, LAS AS Bamberg in AnkER Dienstleistungszentrum Abteilung 5 AS Halberstadt im AZ, LAS Sonstige* alle beschleunigten Verfahren 121 38 27 16 9 6 25 darunter: Tunesien 2 0 0 0 2 0 0 Moldau 3 0 0 0 0 0 3 AS=Außenstelle, AZ=Ankunftszentrum * Außenstellen mit einer Entscheidungszahl kleiner 6 19. Wie lange war im Jahr 2025 die Verfahrensdauer bei Verfahren, die in den letzten zwölf Monaten eingeleitet (Asylantragstellung) und entschieden wurden („Jahresverfahrensdauer“; bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern und allen sicheren Herkunftsstaaten differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Durchschnittliche Bearbeitungsdauer (Jahresverfahren) in Monaten für das Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten insgesamt 3,6 darunter: Afghanistan 2,7 Türkei 4,7 Syrien 5,8 Irak 4 Somalia 5,6 Russische Föderation 3,6 Iran 5,1 Venezuela 3,1 Kolumbien 2,3 Georgien 0,9 Albanien 1 Bosnien und Herzegowina 0,9 Ghana 3,3 Kosovo 0,9 Moldau 0,6 Montenegro 0,7 Nordmazedonien 0,8 Senegal 3,6 Serbien 0,9 20. Wie lange war im Jahr 2025 die durchschnittliche Dauer bis zur Anhörung der Asylsuchenden bzw. die durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zur behördlichen Entscheidung (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, Tunesien und Indien differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Durchschnittliche Dauer bis zur Anhörung der Asylsuchenden in Monaten für das Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 8,7 darunter: Afghanistan 7,1 Türkei 12,6 Syrien 10,6 Somalia 7,4 Iran 10,1 Russische Föderation 9,9 Irak 9,4 Guinea 8,8 Eritrea 5,9 Venezuela 1,7 Kolumbien 4,6 Kamerun 13,4 Nigeria 9,6 Algerien 1,5 Georgien 2,5 Albanien 2 Bosnien und Herzegowina 1,9 Ghana 4,2 Kosovo 1,1 Moldau 0,9 Nordmazedonien 3,2 Montenegro 2 Senegal 5 Serbien 0,5 Marokko 2 Tunesien 4,1 Indien 7,6 Durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten für das Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 9,3 darunter: Afghanistan 8,3 Türkei 6,7 Syrien 13 Iran 13,4 Irak 17,4 Somalia 8,9 Russische Föderation 11,6 Guinea 9,6 Venezuela 5 Kolumbien 2,5 Nigeria 18,9 Eritrea 7 Pakistan 10,7 Ungeklärt 15,7 Kamerun 9,7 Durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten für das Jahr 2025 Staatsangehörigkeiten gesamt 9,3 darunter: Albanien 2,5 Bosnien und Herzegowina 1,1 Georgien 1,8 Ghana 8,8 Kosovo 1 Moldau 2,8 Nordmazedonien 1,9 Montenegro 0,5 Senegal 9,2 Serbien 1,7 Algerien 4,5 Marokko 5,2 Tunesien 6,4 Indien 4,9 21. Wie viele der beim BAMF anhängigen Verfahren waren zum letzten Stand seit über drei, sechs, zwölf, 15, 18, 24 bzw. 36 Monaten anhängig (bitte auch nach den zehn am meisten betroffenen Herkunftsländern differenzieren)? Zum Stand 31. Dezember 2025 waren 101 606 Verfahren anhängig. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Anhängige Verfahren. Stand: 31.12.2025 bis 3 Monate über 3 Monate über 6 Monate über 12 Monate über 15 Monate über 18 Monate über 24 Monate über 36 Monate Insgesamt Gesamt 23.358 78.248 64.945 46.234 33.359 23.677 11.212 1.578 101.606 darunter: Syrien 3.904 44.366 40.252 29.351 19.688 13.082 5.360 447 48.270 Afghanistan 9.304 11.968 7.488 4.746 3.880 2.780 1.111 147 21.272 Türkei 1.986 4.537 3.601 2.889 2.526 2.176 1.578 174 6.523 Somalia 1.016 1.900 1.427 914 641 405 191 35 2.916 Ungeklärt 261 2.367 2.168 1.688 1.322 1.044 522 93 2.628 Irak 642 1.829 1.472 1.043 889 716 384 153 2.471 Iran 466 1.024 761 558 444 347 227 72 1.490 Eritrea 406 793 586 321 232 154 72 9 1.199 Guinea 310 755 592 389 322 245 119 3 1.065 Russische Föderation 470 559 431 316 273 243 129 31 1.029 22. Wie viele Asylverfahren waren bereits länger anhängig als dies nach EU- Recht maximal zulässig ist (Artikel 31 Absatz 5 der Asylverfahrensrichtlinie 2013/32/EU sieht eine maximale Frist von 21 Monaten nach Antragstellung vor, die Regelfrist nach Artikel 31 Absatz 3 AsylVerfRL beträgt sechs Monate, Ausnahmen sind unter Umständen möglich; bitte auch nach den wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie wird das gegebenenfalls begründet? Die Verfahrensdauer hängt von den jeweiligen Umständen des Einzelfalls ab. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Staatsangehörigkeit Anhängige Verfahren mit einer Regelhöchstdauer > 21 Monate Stand: 31.12.2025 Gesamt 17.018 davon: Syrien 8.996 Türkei 1.938 Afghanistan 1.701 Ungeklärt 798 Irak 539 Somalia 291 Iran 286 Kamerun 236 Russische Föderation 192 Nigeria 192 23. Teilt das BAMF die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts Stade (https://voris.wolterskluwer-online.de/browse/document/373a8042-bb42- 48cd-8966-e1a1d8a2da78), wonach die 21-Monatsfrist eine absolute Höchstdauer normiert, die auch nicht durch zeitweilige Entscheidungsstopps überschritten werden darf, wenn ja, was wird zur strikten Einhaltung dieser Frist unternommen, was geschieht in Fällen einer Überschreitung, und wenn nein, wie wird dies begründet (bitte ausführen)? Die in § 24 Absatz 4 bis 8 AsylG geregelten Fristen sind maßgeblich für das BAMF. Durch das etablierte Akten- und Verfahrensmanagement stellen die operativen Organisationseinheiten des BAMF sicher, dass die entsprechenden Bearbeitungsfristen überwacht und eingehalten werden. Verfahren, in denen die Entscheidungshöchstfrist von 21 Monaten abgelaufen ist, sind umgehend nach Herstellung der Entscheidungsreife zu entscheiden. 24. Wie viele Untätigkeitsklagen gegen das BAMF sind derzeit anhängig (bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie sind die Ausgänge dieser Verfahren (bitte für das Jahr 2025 darstellen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 01.01.– 30.11.2025 (Stand: 15.01.2026) an hä ng ig e U nt ät ig ke its kl ag en Entscheidungen Untätigkeitsklagen G es am t A sy l A rt. 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) F lü ch tli ng ss ch ut z su bs id iä re r S ch ut z A bs ch ie bu ng sv er bo t A bl eh nu ng en so ns t. Ve rf ah re ns er le di gu ng en (z . B . R üc kn ah m en ) K la ge st at tg eg eb en K la ge a bg ew ie se n Staatsangehörigkeiten gesamt 1.931 4.743 - 2 1 3 3 3.530 1.079 125 davon: Syrien 1.479 1.609 0 0 1 0 2 1.042 532 32 Ungeklärt 136 242 0 0 0 0 0 127 112 3 Afghanistan 119 1.270 0 0 0 1 1 1.064 126 78 Türkei 50 470 0 0 0 0 0 403 57 10 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 35 249 0 0 0 0 0 133 116 0 Iran 23 237 0 1 0 0 0 215 21 0 Irak 21 108 0 0 0 0 0 95 13 0 Somalia 20 151 0 0 0 0 0 101 50 0 Russische Föderation 11 35 0 0 0 0 0 13 21 1 Sudan 8 131 0 0 0 0 0 120 11 0 Ukraine 4 15 0 0 0 0 0 15 0 0 Eritrea 3 37 0 0 0 0 0 26 10 1 Libanon 3 11 0 0 0 0 0 10 1 0 Staatenlos 3 8 0 1 0 0 0 4 3 0 Nigeria 2 27 0 0 0 0 0 27 0 0 25. In wie vielen Fällen wurde im Jahr 2025 die Regelhöchstdauer von sechs Monaten (Artikel 31 Absatz 3 AsylVerfRL) überschritten, in wie vielen Fällen wurden Betroffene hierüber in welcher Form informiert (vgl. Artikel 31 Absatz 6a AsylVerfRL; bitte ausführen und Daten nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurden Betroffene über die Gründe für die Verzögerung informiert (vgl. Artikel 31 Absatz 6b AsylVerfRL)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Regelhöchstdauer > 6 Monate im Jahr 2025 Gesamt 135.215 davon: Türkei 34.686 Afghanistan 30.266 Syrien 13.952 Irak 6.734 Iran 5.830 Somalia 5.781 Russische Föderation 2.905 Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Regelhöchstdauer > 6 Monate im Jahr 2025 Gesamt 135.215 davon: Ungeklärt 2.566 Guinea 2.500 Eritrea 1.709 Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gem. Art. 31 Abs. 6a AsylVerfRL Gesamt 78.938 davon: Türkei 22.750 Afghanistan 14.554 Syrien 7.393 Iran 3.948 Somalia 3.556 Irak 3.170 Russische Föderation 1.960 Guinea 1.529 Ungeklärt 1.264 Venezuela 1.137 Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gem. Art. 31 Abs. 6b AsylVerfRL Gesamt 1.167 davon: Afghanistan 300 Syrien 283 Türkei 244 Iran 72 Irak 58 Somalia 37 Ungeklärt 21 Guinea 14 Eritrea 13 Pakistan 13 26. Wie viele Asylverfahren sind von der vorübergehenden Aussetzung von Entscheidungen mit Blick auf die schwierig einschätzbare Lage in Syrien betroffen, wie lange warten diese Asylsuchenden bereits auf eine Entscheidung, wie viele unbegleitete Minderjährige sind unter den Betroffenen, und ab wann ist mit der Wiederaufnahme entsprechender Entscheidungen zu rechnen, jedenfalls in Fällen, in denen trotz noch unsicherer Lage offenkundig ein Schutzanspruch besteht (bitte ausführen)? Das durchschnittliche Alter der anhängigen Asylverfahren für Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit zum Stichtag 31. Dezember 2025 beträgt 14,4 Monate. Zum 31. Dezember 2025 waren von 48 270 Personen 4 093 unbegleitete Minderjährige. Die Wiederaufnahme der Entscheidungen von Verfahren syrischer Antragstellender erfolgte im September 2025 für die Gruppe der jungen, arbeitsfähigen, alleinreisenden Männer. Darüber hinaus entscheidet das BAMF alle Verfahren, in denen die Entscheidungshöchstfrist von 21 Monaten abgelaufen ist. Bei der Entscheidung über einen Asylantrag erfolgt grundsätzlich in jedem Einzelfall eine individuelle Prüfung unter Berücksichtigung der aktuellen Lage. 27. Wie lange war im Jahr 2024 die durchschnittliche Dauer vom Datum der Einreise (wie im Migrations-Asyl-Reintegrationssystem [MARiS] des BAMF nach Selbstauskunft der Asylsuchenden gespeichert) bis zur formellen Asylantragstellung (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden, wobei davon ausgegangen wird, dass der Zeitraum 2025 gemeint ist. Staatsangehörigkeit Jahr 2025 (Dauer in Monaten) Gesamt 6,9 darunter: Afghanistan 10,4 Syrien 5,1 Türkei 5,4 Somalia 5,2 Irak 7,8 Russische Föderation 4,4 Eritrea 10,4 Iran 5,5 Guinea 5,6 Vietnam 15,7 28. Welche Angaben kann die Bundesregierung machen zur absoluten Zahl, zum Anteil (an allen Verfahren) und zu inhaltlichen Entscheidungen bei beschleunigten Asylverfahren nach § 30a AsylG im Jahr 2024 (bitte, soweit möglich, nach Standorten, den zehn wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten, Algerien, Marokko und Tunesien differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden wobei davon ausgegangen wird, dass der Zeitraum 2025 gemeint ist. Jahr 2025 A sy la nt rä ge da vo n Er st an trä ge da vo n Fo lg ea nt rä ge En ts ch ei du ng en in sg es am t A sy lb er ec ht ig un g A rt 16 a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 I A sy lG Su bs id iä re r S ch ut z § 4 I A sy lG A bs ch ie bu ng sv er bo t § 60 V /V II A uf en th G A bl eh nu ng en so ns tig e Ve rf ah re ns - er le di gu ng en Alle Staatsangehörigen 168.543 113.236 55.307 310.930 4.124 66.035 5.130 12.105 145.561 77.975 davon: sichere Herkunftsstaaten 9.024 5.018 4.006 10.694 5 30 4 37 6.147 4.471 Jahr 2025 A sy la nt rä ge da vo n Er st an trä ge da vo n Fo lg ea nt rä ge En ts ch ei du ng en in sg es am t A sy lb er ec ht ig un g A rt 16 a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 I A sy lG Su bs id iä re r S ch ut z § 4 I A sy lG A bs ch ie bu ng sv er bo t § 60 V /V II A uf en th G A bl eh nu ng en so ns tig e Ve rf ah re ns - er le di gu ng en Alle Staatsangehörigen 168.543 113.236 55.307 310.930 4.124 66.035 5.130 12.105 145.561 77.975 davon: Beschleunigte Verfahren 445¹ 261¹ 184¹ 121² 0 0 0 0 70² 51² Anteil Beschleunigte Verfahren in % 0,80 % 0,20 % 0,20 % 0,00 % 0 0 0 0 0,00 % 0,10 % 1 Verfahren wurden als beschleunigtes Verfahren begonnen 2 Verfahren wurden im beschleunigten Verfahren entschieden Beschleunigte Verfahren: Jahr 2025 A sy la nt rä ge ¹ da vo n Er st an trä ge ¹ da vo n Fo lg ea nt rä ge ¹ En ts ch ei du ng en in sg es am t² A sy lb er ec ht ig un g A rt 16 a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 I A sy lG Su bs id iä re r S ch ut z § 4 I A sy lG A bs ch ie bu ng sv er bo t § 60 V /V II A uf en th G A bl eh nu ng en ² so ns tig e Ve rf ah re ns - er le di gu ng en ² Insgesamt 445 261 184 121 0 0 0 0 70 51 davon: Georgien 105 76 29 25 0 0 0 0 19 6 Nordmazedonien 50 17 33 30 0 0 0 0 12 18 Kolumbien 48 48 0 14 0 0 0 0 14 0 Algerien 41 32 9 11 0 0 0 0 8 3 Marokko 33 28 5 8 0 0 0 0 7 1 Tunesien 22 14 8 2 0 0 0 0 2 0 Bosnien und Herzegowina 20 3 17 10 0 0 0 0 1 9 Serbien 17 9 8 7 0 0 0 0 5 2 Russische Föderation 16 2 14 0 0 0 0 0 0 0 Syrien 10 3 7 2 0 0 0 0 0 2 Albanien 9 4 5 1 0 0 0 0 1 0 Ghana 3 3 0 0 0 0 0 0 0 0 Kosovo 10 3 7 3 0 0 0 0 1 2 Moldau 7 0 7 3 0 0 0 0 0 3 Montenegro 4 4 0 0 0 0 0 0 0 0 Senegal 4 1 3 0 0 0 0 0 0 0 1 Verfahren wurde als beschleunigtes Verfahren begonnen 2 Verfahren wurden im beschleunigten Verfahren entschieden Jahr 2025 nach Außenstellen A sy la nt rä ge ¹ da vo n Er st an trä ge ¹ da vo n Fo lg ea nt rä ge ¹ En ts ch ei du ng en in sg es am t² A sy lb er ec ht ig un g A rt 16 a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 I A sy lG Su bs id iä re r S ch ut z § 4 I A sy lG A bs ch ie bu ng sv er bo t § 60 V /V II A uf en th G A bl eh nu ng en ² so ns tig e Ve rf ah re ns - er le di gu ng en ² Insgesamt 445 261 184 121 0 0 0 0 70 51 davon: AS Bamberg in AnkER 156 55 101 16 0 0 0 0 7 9 AS Trier, LAS 101 91 10 27 0 0 0 0 25 2 AS Bochum, LAS 75 26 49 38 0 0 0 0 9 29 AS Halberstadt im AZ, LAS 46 35 11 6 0 0 0 0 6 0 Sonstige 67 54 13 34 0 0 0 0 23 11 1 Verfahren wurde als beschleunigtes Verfahren begonnen 2 Verfahren wurden im beschleunigten Verfahren entschieden Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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