Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7348)
Text
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7348)
Deutscher Bundestag Drucksache 21/7969
21. Wahlperiode 08.09.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm,
Violetta Bock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/7348 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von den Fragestellenden regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen
zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst wenig Beachtung finden, etwa dass
die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher
liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte
Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine
inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im
Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3 Prozent – gegenüber der vom
BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in
Höhe von 56,2 Prozent. Im Jahr 2023 lag die bereinigte Schutzquote bei
68,6 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/12228), im Jahr 2024 waren es 59,3 Prozent (Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache
20/14923), im Jahr 2025 betrug der Wert nur noch 37,5 Prozent (vgl. hierzu
und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, die Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448). Die
sinkende Schutzquote des BAMF hängt vor allem mit dem
Entscheidungsstopp vom Dezember 2024 zu syrischen Asylsuchenden zusammen, die bis
dahin zu nahezu 100 Prozent als schutzbedürftig anerkannt wurden. Aber auch
die Schutzquoten zu anderen wichtigen Herkunftsländern, etwa Afghanistan,
Türkei, Russland und Iran, gingen im Jahr 2025 zum Teil deutlich zurück,
obwohl in Bezug auf diese Länder nach Auffassung der Fragestellenden eher
eine Verschlechterung der Menschenrechtslage festzustellen ist.
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Schutzstatus durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu.
Mehr als die Hälfte der Klagen gegen das BAMF enden mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B., wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder
wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. Auch
wenn ein Gericht in Dublin-Fällen entscheidet, dass das Asylverfahren in
Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige Erledigung“
(vgl. Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die
Bundesregierung erklärte auf Nachfrage, dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der
Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 7. September 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden
können (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023).
Werden deshalb nur inhaltliche und keine formellen Entscheidungen der
Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der Fragestellenden eine
bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2025 in
Höhe von 14,8 Prozent (2024: 18 Prozent, 2023: 24,4 Prozent, 2022: 36,5
Prozent). Die vom BAMF angegebenen Aufhebungsquoten sind nur etwa halb so
hoch, weil dabei sonstige Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide
gewertet werden. Bei iranischen Geflüchteten waren die bereinigten
Erfolgsquoten im Klageverfahren im Jahr 2025 überdurchschnittlich hoch (40,3
Prozent). Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der
Gerichte erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In
absoluten Zahlen: 35 479 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten
im Jahr 2025 (bis Ende November) doch noch einen Schutzstatus (2024:
15 424, 2023: 20 838), 5 135 durch Entscheidungen der Gerichte, 2 261 durch
Abhilfeentscheidungen des BAMF, 27 912 im Rahmen von Folgeanträgen
(dies betrifft vor allem afghanische Frauen) und 171 aus „sonstigen Gründen“.
All das zeigt nach Auffassung der Fragestellenden, dass die Mehrheit der nach
Deutschland kommenden Geflüchteten nach den geltenden rechtlichen
Kriterien als schutzbedürftig angesehen werden muss.
Mitunter wird schutzbedürftigen Geflüchteten der notwendige Schutz versagt:
Nicht gegen alle fehlerhaften Ablehnungen des BAMF werden (rechtzeitig)
Rechtsmittel erhoben, auch wegen sehr kurzer Fristen. Insgesamt ist der
Rechtsschutz in Asylverfahren erheblich eingeschränkt; so gibt es keine
Berufungsmöglichkeit gegen erstinstanzliche Urteile bei ernstlichen Zweifeln an
deren Richtigkeit (vgl. § 78 des Asylgesetzes (AsylG)). Umso schwerer
wogen Vorwürfe gegen Richter am Verwaltungsgericht (VG) Gera, wonach sie
Asylklagen aufgrund ihrer persönlichen (rechten) Einstellung abgelehnt haben
könnten (vgl. z. B.: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%CC%8
8ringen/; www.sueddeutsche.de/politik/justiz-asyl-afd-richter-1.5926901?
s=09). Dieser Verdacht wurde gestützt durch Zahlen zur
Entscheidungsstatistik des VG Gera infolge von Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. (vgl.
z. B. Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen auf den
Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/8222), denn die Erfolgsquoten bei
Asylklagen zu bestimmten Herkunftsländern waren am VG Gera auffallend
niedriger als im bundesweiten Vergleich. Gegen einen der betroffenen Richter
wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet (www.lto.de/recht/hintergruende/h/ben
gt-fuchs-disziplinarverfahren-verwaltungsgericht-gera), als Asylrichter wurde
er abberufen, ein Verfahren wegen Volksverhetzung wurde eingestellt (www.lt
o.de/recht/nachrichten/n/olg-jena-3ws30825-kein-strafverfahren-bengt-
fuchsbeschwerde-staatsanwaltschaft).
Zweifel an der politischen Unvoreingenommenheit einzelner Richter ergeben
sich nach Auffassung der Fragestellenden auch aus einer Pressemitteilung des
VG Düsseldorf („Jahresbericht 2025“, 25_04_29_VGD_Vfg_Jahrespressemit-
teilung-2025.pdf). Darin wird beklagt, dass gerichtliche „Entscheidungen
nicht umgesetzt“ würden, Abschiebungen nach Georgien würden „nur selten
durchgeführt“, „vergleichbare Erkenntnisse“ gebe es zu „türkischen Klägern,
die nach erfolglosen Eilverfahren nicht in ihre Heimat zurückgeführt“ würden;
„in den Iran erfolgen seit Jahrzehnten keine Abschiebungen“; von einem
„flächendeckend unzureichenden Vollzug asylgerichtlicher […] Entscheidungen“
ist die Rede. Abgesehen davon, dass freiwillige Ausreisen nach einer
negativen gerichtlichen Entscheidung in der Pressemitteilung keine
Berücksichtigung finden (obwohl es regelmäßig mehr freiwillige Ausreisen als
Abschiebungen gibt, vgl. z. B. die Tabelle zu der Antwort zu Frage 34 auf
Bundestagsdrucksache 20/11101), sind die zitierten Behauptungen nach Auffassung der
Fragestellenden schlicht falsch: Seit Jahren steigt die Zahl der Abschiebungen,
im Jahr 2025 lagen die Länder Türkei und Georgien, in die angeblich nur
selten abgeschoben werde, mit 2 297 bzw. 1 690 sogar an erster Stelle (Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache
21/4103). Auch in den Iran wird – trotz der sich verschlechternden
Menschenrechtslage und der systematischen Diskriminierung von Frauen und anders als
in der Pressemitteilung behauptet – seit Jahrzehnten abgeschoben: Im
Jahr 2025 gab es 18 Abschiebungen in den Iran, im Jahr 2024 waren es 14
(Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/14946), im Jahr 2021 waren es 28 (Antwort der Bundesregierung auf
die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/890) und im Jahr 2018 gab
es 22 Abschiebungen in den Iran (Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/8021).
Bei vielen Asylsuchenden handelt es sich um Kinder und Jugendliche: Im
Jahr 2025 lag ihr Anteil bei 44,9 Prozent; 4,4 Prozent aller Asylsuchenden
waren unbegleitete minderjährige Geflüchtete. 17 707 Asylanträge (15,6 Prozent
aller Anträge) wurden für in Deutschland geborene Kinder von
Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen oder Personen mit einer humanitären
Aufenthaltserlaubnis gestellt. Insgesamt betrafen 85,5 Prozent aller Asylanträge des
Jahres 2025 erwachsene Frauen (40,6 Prozent) oder Kinder unter 18 Jahren
(44,9 Prozent) – in öffentlichen Debatten geht es hingegen oft um die Gruppe
junger männlicher Asylsuchender.
65,4 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 verfügen über keine
(anerkannten) Identitätsnachweise (2024: 49,9 Prozent). Das sagt jedoch nichts
über ihre Schutzbedürftigkeit aus, im Gegenteil war die bereinigte
Schutzquote bei Asylsuchenden ohne Papiere mit 44,3 Prozent sogar höher als im
allgemeinen Durchschnitt (37,5 Prozent).
Rund 40 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 sind nicht unerlaubt
eingereist, was in politischen Debatten und Medienberichten zum Teil übersehen
wird, sondern in Deutschland geboren (15,6 Prozent), mit einem Visum
eingereist (ebenfalls 15,6 Prozent) oder sie kamen aus einem visumfreien Land
(8,4 Prozent).
Die ressourcenintensive Auswertung von Handys Asylsuchender spielt in der
Praxis des BAMF nur noch eine geringe Rolle: Im Jahr 2025 wurden die
Datenträger von 576 Asylsuchenden ausgelesen, in nur 324 Fällen wurden die
entsprechenden Berichte ausgewertet. Eine genauere statistische Erhebung
findet nicht mehr statt, für das Jahr 2023 konnte die Bundesregierung zu 12 556
Handyauslesungen noch differenziertere Auskünfte geben, aus denen sich
ergab, dass diese aufwändige und datenschutzrechtlich umstrittene Maßnahme
in nur sehr wenigen Fällen (28) einen Verdacht auf fehlerhafte Angaben zur
Herkunft bzw. Identität stützte (vgl. Antwort zu Frage 15 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710).
Eine weitere Gesetzesverschärfung ist für die aktuelle Asylpraxis des BAMF
kaum von Bedeutung: Seit dem 27. Februar 2024 sind unrichtige oder
unvollständige Angaben im Asylverfahren unter Strafe gestellt (§ 85 Absatz 2
AsylG). Bis zum März 2026 stellte das BAMF nur drei entsprechende
Strafanzeigen, eines der Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit bzw. mangelnden
öffentlichen Interesses eingestellt (vgl. Antwort zu Frage 20 auf
Bundestagsdrucksache 21/4448).
Die Fragestellenden beziehen sich in ihren Fragen zum ersten Halbjahr 2026
grundsätzlich auf die Rechtslage bis zum Inkrafttreten der GEAS-
(Gemeinsames Europäisches Asylsystem)-Reform zum 12. Juni 2026; soweit für die
Zeit vom 12. bis zum 30. Juni 2026 neue europäische Rechtsnormen (direkt)
gelten, wird gebeten, entsprechende Angaben zu den inhaltlich zumeist
vergleichbaren Rechtsgrundlagen zu machen.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention
[GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2026 (bitte jeweils
in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten
Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in
relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach
Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK,
einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz
zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach
Art der Anerkennung: Asylberechtigung (darunter Familienasyl),
internationaler Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer
Schutz (darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote
differenzieren – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen
und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien,
Bangladesch, Kolumbien, Marokko, Tunesien, Indien, Ukraine, Belarus,
Russische Föderation sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten
machen)?
b) Wie hoch war im genannten Zeitraum die so genannte bereinigte
Gesamtschutzquote, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie
in der Antwort zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren
Angaben lassen sich machen zu den Gründen sonstiger
Verfahrenserledigungen im ersten Halbjahr 2026?
Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs
zusammen beantwortet. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch
Heranziehen der erfragten sog. bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b)
etwaige Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten
nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen
von Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt
werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene
Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die
Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende
Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
1. Halbjahr 2026 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5 und 7
des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Herkunftsländer gesamt 3.039 2,5 % 32.750 27,2 % 3.199 2,7 % 7.511 6,2 % 46.499 38,7 % 47,4 %
darunter:
Afghanistan 2.233 6,1 % 25.923 71,1 % 62 0,2 % 712 2,0 % 28.930 79,3 % 89,3 %
Syrien 12 0,0 % 698 2,3 % 1.299 4,3 % 4.382 14,3 % 6.391 20,9 % 23,4 %
Türkei 55 0,5 % 1.099 10,9 % 49 0,5 % 28 0,3 % 1.231 12,2 % 15,5 %
Irak 6 0,1 % 622 14,5 % 123 2,9 % 372 8,7 % 1.123 26,1 % 34,7 %
Somalia 243 6,0 % 1.020 25,1 % 209 5,1 % 1.070 26,4 % 2.542 62,6 % 82,0 %
Russische
Föderation
16 0,6 % 71 2,5 % 47 1,7 % 9 0,3 % 143 5,1 % 8,9 %
Ungeklärt 19 0,9 % 686 33,7 % 170 8,4 % 109 5,4 % 984 48,4 % 62,0 %
Eritrea 40 2,3 % 930 54,3 % 395 23,1 % 50 2,9 % 1.415 82,6 % 90,6 %
Guinea 117 7,7 % 189 12,4 % 53 3,5 % 81 5,3 % 440 28,9 % 37,5 %
Iran 21 1,5 % 351 24,8 % 34 2,4 % 27 1,9 % 433 30,6 % 42,2 %
Nigeria 11 0,8 % 53 3,8 % 6 0,4 % 89 6,4 % 159 11,4 % 16,9 %
Georgien – – 9 0,9 % 2 0,2 % 3 0,3 % 14 1,4 % 2,1 %
China 15 1,6 % 108 11,3 % 6 0,6 % 3 0,3 % 132 13,8 % 19,1 %
Algerien 1 0,1 % 3 0,3 % 1 0,1 % 2 0,2 % 7 0,7 % 1,8 %
Vietnam – – – – – – 3 0,3 % 3 0,3 % 0,6 %
Bangladesch 3 4,1 % 1 1,4 % 0 0,0 % 1 1,4 % 5 6,8 % 10,6 %
Kolumbien 0 0,0 % 2 0,6 % 1 0,3 % 0 0,0 % 3 0,8 % 1,0 %
Marokko 3 0,6 % 8 1,6 % 4 0,8 % 0 0,0 % 15 3,0 % 6,5 %
1. Halbjahr 2026 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot
§ 60 Absätze 5 und 7
des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)
Gesamtschutz Quote zu
Frage 1b
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil
Tunesien 0 0,0 % 10 2,2 % 6 1,3 % 0 0,0 % 16 3,5 % 6,6 %
Indien 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,2 % 1 0,2 % 0,3 %
Ukraine 0 0,0 % 3 0,4 % 6 0,9 % 10 1,5 % 19 2,8 % 3,9 %
Belarus 4 8,9 % 9 20,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 13 28,9 % 40,6 %
Nordmazedonien 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 4 0,9 % 4 0,9 % 2,0 %
Kosovo 0 0,0 % 1 0,4 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,4 % 0,6 %
Serbien 0 0,0 % 1 0,3 % 0 0,0 % 2 0,5 % 3 0,8 % 1,4 %
Moldau, Republik 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0,0 %
Albanien 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,5 % 1 0,5 % 2 1,1 % 2,0 %
Ghana 0 0,0 % 5 1,8 % 1 0,4 % 4 1,5 % 10 3,6 % 4,9 %
Bosnien und
Herzeg.
0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0,0 %
Senegal 0 0,0 % 5 6,3 % 2 2,5 % 2 2,5 % 9 11,3 % 18,0 %
Montenegro 0 0,0 % 1 1,9 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 1,9 % 3,3 %
1. Halbjahr 2026 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 3.039 2,5 % 3,1 %
darunter Familienschutz 794 0,7 % 0,8 %
Flüchtlingsschutz 32.750 27,2 % 33,4 %
darunter Familienschutz 18.720 15,6 % 19,1 %
Subsidiärer Schutz
§ 4 I Nr. 1 Asylgesetz
(AsylG)
1 0,0 % 0,0 %
§ 4 I Nr. 2 AsylG 888 0,7 % 0,9 %
§ 4 I Nr. 3 AsylG 629 0,5 % 0,6 %
§ 4 I AsylG
Familienschutz
1.681 1,4 % 1,7 %
Summe subsidiärer Schutz 3.199 2,7 % 3,3 %
Abschiebungsverbot
§ 60 V AufenthG 7.309 6,1 % 7,4 %
§ 60 VII AufenthG 202 0,2 % 0,2 %
Summe
Abschiebungsverbot
7.511 6,2 % 7,7 %
Gesamtschutz 46.499 38,7 % 47,4 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für den
genannten Zeitraum können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026 Entscheidungskategorie
Antrag nicht weiter bearbeitet 51
Einstellung wg. § 33 IuII, § 32a II AsylG 2.579
nicht erforderlich, Dublin 76
sonstige Einstellung 2.289
Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 6.220
Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 2.253
Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 8
Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 13
Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) 1.247
1. Halbjahr 2026 Entscheidungskategorie
Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) 7.292
GEAS-ausdrückliche Rücknahme 3
GEAS-keine Bearbeitung 1
GEAS-stillschweigende Rücknahme 2
c) Wie waren die im Jahr 2024 bzw. die im Jahr 2025 bestandskräftig
oder rechtskräftig gewordenen Entscheidungen des BAMF (bitte nach
unterschiedlichen Status und Formen der Ablehnung bzw. Erledigung
differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen und
Gesamtsummen angeben, bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Bezogen auf die Daten zum Jahr 2024 wird auf die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 1c der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf
Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
Jahr 2025
Asylberechtigung Artikel 16a
GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Ablehnungen Kein weiteres
Verfahren
durchzuführen
Formelle
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Herkunftsstaaten
gesamt
4.283 1,9 % 69.002 30,0 % 11.355 4,9 % 15.802 6,9 % 69.878 30,4 % 15.360 6,7 % 44.209 19,2 %
darunter:
Afghanistan 2.222 3,2 % 48.907 70,6 % 369 0,5 % 7.470 10,8 % 2.383 3,4 % 2.461 3,6 % 5.420 7,8 %
Türkei 305 0,9 % 5.399 15,2 % 329 0,9 % 184 0,5 % 20.722 58,5 % 1.346 3,8 % 7.143 20,2 %
Syrien 3 0,0 % 212 1,3 % 5.523 33,8 % 210 1,3 % 778 4,8 % 949 5,8 % 8.659 53,0 %
Irak 28 0,2 % 1.896 14,7 % 426 3,3 % 1.282 10,0 % 6.094 47,4 % 1.169 9,1 % 1.962 15,3 %
Somalia 417 4,9 % 2.509 29,2 % 461 5,4 % 2.790 32,5 % 489 5,7 % 275 3,2 % 1.645 19,2 %
Iran 207 2,8 % 3.291 45,1 % 227 3,1 % 127 1,7 % 2.172 29,8 % 322 4,4 % 953 13,1 %
Russische Föd. 76 1,2 % 373 6,0 % 212 3,4 % 87 1,4 % 2.803 44,8 % 648 10,3 % 2.063 32,9 %
Eritrea 62 1,5 % 2.008 49,5 % 1.038 25,6 % 152 3,7 % 342 8,4 % 62 1,5 % 394 9,7 %
Georgien 7 0,2 % 22 0,5 % 13 0,3 % 27 0,7 % 2.983 73,8 % 761 18,8 % 229 5,7 %
Nigeria 34 1,0 % 146 4,1 % 31 0,9 % 444 12,6 % 1.498 42,6 % 517 14,7 % 849 24,1 %
Davon bestandskräftig abgeschlossen:
Jahr 2025
Asylberechtigung Artikel
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Ablehnungen Kein weiteres
Verfahren
durchzuführen
Formelle
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Herkunftsstaaten gesamt
4.123 2,3 % 65.743 36,2 % 10.484 5,8 % 13.302 7,3 % 40.766 22,4 % 11.704 6,4 % 35.633 19,6 %
darunter:
Afghanistan 2.218 3,4 % 48.658 73,5 % 339 0,5 % 7.157 10,8 % 1.476 2,2 % 2.354 3,6 % 3.956 6,0 %
Türkei 247 1,1 % 4.602 19,9 % 258 1,1 % 57 0,2 % 10.656 46,1 % 944 4,1 % 6.344 27,5 %
Syrien 3 0,0 % 167 1,2 % 5.519 41,2 % 158 1,2 % 727 5,4 % 617 4,6 % 6.198 46,3 %
Somalia 417 5,4 % 2.485 31,9 % 450 5,8 % 2.699 34,6 % 259 3,3 % 225 2,9 % 1.258 16,1 %
Irak 25 0,3 % 1.647 22,7 % 329 4,5 % 653 9,0 % 2.593 35,8 % 728 10,0 % 1.276 17,6 %
Iran 174 3,5 % 2.512 50,4 % 199 4,0 % 85 1,7 % 1.035 20,8 % 209 4,2 % 770 15,4 %
Russische Föd. 71 1,5 % 318 6,6 % 139 2,9 % 40 0,8 % 1.884 39,2 % 454 9,5 % 1.896 39,5 %
Eritrea 60 1,7 % 1.981 55,5 % 794 22,2 % 118 3,3 % 232 6,5 % 51 1,4 % 333 9,3 %
Jahr 2025
Asylberechtigung Artikel
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4
Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Ablehnungen Kein weiteres
Verfahren
durchzuführen
Formelle
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Guinea 258 9,4 % 599 21,8 % 154 5,6 % 278 10,1 % 770 28,0 % 128 4,7 % 560 20,4 %
Georgien 1 0,0 % 10 0,4 % 4 0,1 % 11 0,4 % 2.017 74,5 % 484 17,9 % 181 6,7 %
Davon rechtskräftig abgeschlossen:
Jahr 2025 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 Absatz
1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze
5 und 7 AufenthG
Ablehnungen Kein weiteres
Verfahren
durchzuführen
Formelle
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Herkunftsstaaten gesamt
160 0,3 % 3.259 6,8 % 871 1,8 % 2.500 5,2 % 29.112 60,5 % 3.656 7,6 % 8.576 17,8 %
darunter:
Türkei 58 0,5 % 797 6,5 % 71 0,6 % 127 1,0 % 10.066 81,7 % 402 3,3 % 799 6,5 %
Irak 3 0,1 % 249 4,4 % 97 1,7 % 629 11,2 % 3.501 62,5 % 441 7,9 % 686 12,2 %
Afghanistan 4 0,1 % 249 8,1 % 30 1,0 % 313 10,2 % 907 29,5 % 107 3,5 % 1.464 47,6 %
Syrien – 0,0 % 45 1,5 % 4 0,1 % 52 1,8 % 51 1,7 % 332 11,3 % 2.461 83,6 %
Iran 33 1,4 % 779 33,7 % 28 1,2 % 42 1,8 % 1.137 49,1 % 113 4,9 % 183 7,9 %
Russische Föd, 5 0,3 % 55 3,8 % 73 5,0 % 47 3,2 % 919 62,9 % 194 13,3 % 167 11,4 %
Georgien 6 0,4 % 12 0,9 % 9 0,7 % 16 1,2 % 966 72,4 % 277 20,8 % 48 3,6 %
Nigeria 4 0,3 % 21 1,7 % 6 0,5 % 159 12,7 % 724 57,7 % 189 15,1 % 152 12,1 %
Kolumbien – 0,0 % 7 0,6 % 7 0,6 % 8 0,7 % 1.100 90,3 % 13 1,1 % 83 6,8 %
Pakistan 1 0,1 % 187 20,3 % – 0,0 % 36 3,9 % 548 59,6 % 89 9,7 % 59 6,4 %
d) Wie viele Asylgesuche wurden im ersten Halbjahr 2026 nach einer
unerlaubten Einreise gestellt (bitte Gesamtzahl nennen und zudem nach
Landesgrenzen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie viele Asylgesuche wurden in diesem Zeitraum insgesamt
gestellt (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), wie viele Asylsuchende in diesem Zeitraum kamen
aus visumfreien Herkunftsländern (bitte in relativen und absoluten
Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländer differenzieren), wie viele Asylantragstellende waren mit einem
Visum eingereist (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und
zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren)
und wie viele nachgeborene Kinder im Alter bis unter einem Jahr
befanden sich unter den Asylantragstellenden (bitte in relativen und
absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländer differenzieren), zu welchen dieser Teilfragen liegen nur
Angaben zu Asylsuchenden bzw. nur zu Asylanträgen bzw. zu beiden
Gruppen vor (bitte darlegen)?
Die Feststellungen der Bundespolizei zu Asylgesuchen nach einer unerlaubten
Einreise, die den Verdacht einer Straftat nach § 95 des Aufenthaltsgesetztes
(AufenthG) begründet, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen und
beruhen auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei:
Asylgesuche im ersten Halbjahr 2026 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste
Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert)
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
af
gh
an
is
ch
ru
ss
is
ch
al
ge
ris
ch
tü
rk
is
ch
ira
ni
sc
h
ch
in
es
is
ch
sy
ris
ch
m
ar
ok
ka
ni
sc
h
so
m
al
is
ch
uk
ra
in
is
ch
G
es
am
t
Österreich 18 18 5 40 1 18 4 3 9 13 197
Schweiz 43 0 10 31 6 6 1 9 16 0 172
Tschechien 9 104 0 3 14 0 12 0 0 9 160
Frankreich 17 6 31 4 4 10 2 10 5 1 151
Belgien 11 0 51 5 0 1 9 17 3 0 141
Polen 27 0 3 4 0 1 1 2 0 21 93
Niederlande 2 1 11 2 0 0 2 3 2 1 40
Luxemburg 0 0 4 1 4 0 0 3 0 0 17
Dänemark 3 0 0 0 0 0 0 0 0 0 8
Keiner Grenze
zuzuordnen
7 0 6 4 0 0 1 0 6 0 45
Luftgrenze 209 10 6 16 47 25 24 6 11 6 544
Seegrenze 1 0 0 0 4 0 0 0 1 0 8
Entsprechende Daten liegen nur für Asylgesuche, nicht aber für formelle
Asylanträge vor.
Die Zahl der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
insgesamt registrierten Asylgesuche nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten für
das erste Halbjahr 2026 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
Afghanistan 10.599
Syrien 4.810
Türkei 3.373
Somalia 2.251
Irak 1.531
Vietnam 1.001
Eritrea 930
Russische Föderation 886
Iran 883
China 844
Gesamt 40.271
Es liegen sowohl Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen formellen
Asylanträgen vor.
Die Zahl der vom BAMF registrierten Asylgesuche nach den 15 wichtigsten
visumfreien Herkunftsstaaten für das erste Halbjahr 2026 kann der folgenden
Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
absolut Anteil in
%
Georgien 714 21,7 %
Venezuela 605 18,4 %
1. Halbjahr 2026
Staatsangehörigkeit Asylgesuche
absolut Anteil in
%
Ukraine 406 12,3 %
Kolumbien 298 9,1 %
Serbien 241 7,3 %
Moldau, Republik 208 6,3 %
Nordmazedonien 183 5,6 %
Kosovo 164 5,0 %
Bosnien und Herzegowina 152 4,6 %
Albanien 118 3,6 %
Nicaragua 31 0,9 %
Peru 30 0,9 %
Montenegro 23 0,7 %
Brasilien 22 0,7 %
Vereinigte Staaten 19 0,6 %
Gesamt 3.290
Es liegen sowohl entsprechende Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen
formellen Asylanträgen vor.
Daten zu Asylerstantragstellenden, die mit einem Visum eingereist sind,
können der folgenden Tabellen entnommen werden, wobei belastbare Angaben
zum Jahr 2026 nur bis zum April 2026 vorliegen:
01.01–30.04.2026
Staatsangehörigkeit Erstantragstellende
mit Visum
absolut Anteil in
%
Afghanistan 1.225 22,0 %
Syrien 391 7,0 %
Türkei 272 4,9 %
Iran 259 4,6 %
Aserbaidschan 188 3,4 %
Libyen 184 3,3 %
Armenien 173 3,1 %
Irak 166 3,0 %
Ägypten 164 2,9 %
China 143 2,6 %
Somalia 139 2,5 %
Ruanda 132 2,4 %
Nigeria 130 2,3 %
Eritrea 126 2,3 %
Pakistan 108 1,9 %
Gesamt 5.573
Es liegen entsprechende Daten nur für formelle Asylanträge vor.
Daten zu in Deutschland nachgeborenen Kindern im Alter von null bis unter
einem Jahr unter den Asylerstantragstellenden können der folgenden Tabelle
entnommen werden:
1. Halbjahr 2026
Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder
absolut Anteil
Syrien 1.765 25,4 %
Afghanistan 1.305 18,7 %
Türkei 611 8,8 %
Irak 560 8,0 %
Eritrea 444 6,4 %
Somalia 304 4,4 %
Guinea 194 2,8 %
Russische Föderation 152 2,2 %
Ungeklärt 146 2,1 %
Nigeria 117 1,7 %
Iran 82 1,2 %
Ghana 73 1,0 %
Äthiopien 68 1,0 %
Kamerun 61 0,9 %
Venezuela 57 0,8 %
Gesamt 6.962
Es liegen entsprechende Daten für Asylgesuche und für formelle Asylanträge
vor.
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 AsylG in
Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2026 beruhten auf staatlicher,
nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren
Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen
Zahlen und noch einmal gesondert nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 Absatz 5
AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsstaaten
gesamt
32.750 18.720 10.903 8.214 2.284 1.807
darunter:
Afghanistan 25.923 14.974 9.160 7.592 1.354 1.105
Syrien 698 559 80 61 43 31
Türkei 1.099 479 577 87 18 16
Somalia 1.020 487 114 105 390 369
Irak 622 511 27 23 70 59
Russische Föd. 71 20 35 16 10 8
Vietnam 0 0 0 0 0 0
Eritrea 930 923 6 2 0 0
Iran 351 136 203 65 6 4
China 108 21 83 19 0 0
b) Wie viele der Anerkennungen im genannten Zeitraum waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter
(bitte jeweils nach den Bezugsstatus Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz differenzieren), und wie
viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene Kinder
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026 § 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 I AsylG
Familienschutz
§ 4 I AsylG
Familienschutz
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
davon in DE
geborene
Kinder
Herkunftsstaaten gesamt 794 99 18.720 2.929 1.681 506
darunter:
Afghanistan 602 48 14.974 1.350 19 13
Syrien 2 1 559 203 1.066 207
Türkei 25 5 479 114 27 8
Irak 4 1 511 335 93 55
Somalia 48 4 487 164 72 21
Russische Föd. 4 4 20 8 18 7
Ungeklärt 3 2 100 49 49 24
Eritrea 37 16 923 437 184 94
Guinea 6 1 107 59 18 13
Iran 2 2 136 30 11 5
c) Wie viele der Asylsuchenden im genannten Zeitraum verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen
Aufenthaltstitel (bitte jeweils angeben über welchen) oder eine Duldung
(bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren), wie viele von ihnen hatten einen Aufenthaltstitel zur
Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten, und in wie vielen
Fällen ging es um Asylfolge- oder Zweitanträge?
Im ersten Halbjahr 2026 waren ausweislich des Ausländerzentralregisters
(AZR) 14.199 Personen erfasst, die einen Asylantrag gestellt haben, während
sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 424
Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen
Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten.
Bei 9.932 Fällen waren es Asylfolge- oder Zweitanträge. Die weiteren Angaben
können den nachstehenden Tabellen entnommen werden:
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder
eine Duldung vorlagen
1. Halbjahr 2026
Gesamt 14.199
darunter
Afghanistan 10.247
Türkei 513
Syrien 493
Somalia 450
Irak 330
Iran 251
Russische Föderation 160
Ungeklärt 160
Eritrea 158
Guinea 152
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder
eine Duldung vorlagen
1. Halbjahr 2026
Gesamt 14.199
davon
Aufenthaltserlaubnis (AE) – völkerrechtliche,
humanitäre, politische Gründe
8.912
Aufenthaltserlaubnis – familiären Gründen 1.727
Aufenthaltserlaubnis – Ausbildung 58
Aufenthaltserlaubnis – Besondere Aufenthaltsrechte 50
Aufenthaltserlaubnis – Erwerbstätigkeit 18
Duldungen 3.434
d) Wie viele der im genannten Zeitraum vom BAMF zugesprochen
Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des
Familienschutzes (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und nach
Schutzstatus sowie den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz nach Herkunftsstaaten (HKS) können der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden (Hinweis: die Berechnung der relativen Zahlen
erfolgt hier in Bezug auf positive Entscheidungen, einschließlich
Abschiebungsverboten gemäß § 60 V/VII AufenthG):
1. Halbjahr Asylberechtigung Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz
2026 Artikel 16a GG § 3 I AsylG § 4 I AsylG
ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz Familienschutz ohne Familienschutz Familienschutz
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Herkunftsstaaten
gesamt
2.245 4,8 % 3.039 6,5 % 14.030 30,2 % 32.750 70,4 % 1.518 3,3 % 3.199 6,9 %
Afghanistan 1.631 5,6 % 2.233 7,7 % 10.949 37,8 % 25.923 89,6 % 43 0,1 % 62 0,2 %
Syrien 10 0,2 % 12 0,2 % 139 2,2 % 698 10,9 % 233 3,6 % 1.299 20,3 %
Türkei 30 2,4 % 55 4,5 % 620 50,4 % 1.099 89,3 % 22 1,8 % 49 4,0 %
Irak 2 0,2 % 6 0,5 % 111 9,9 % 622 55,4 % 30 2,7 % 123 11,0 %
Somalia 195 7,7 % 243 9,6 % 533 21,0 % 1.020 40,1 % 137 5,4 % 209 8,2 %
Russ. Föd. 12 8,4 % 16 11,2 % 51 35,7 % 71 49,7 % 29 20,3 % 47 32,9 %
Ungeklärt 16 1,6 % 19 1,9 % 586 59,6 % 686 69,7 % 121 12,3 % 170 17,3 %
Eritrea 3 0,2 % 40 2,8 % 7 0,5 % 930 65,7 % 211 14,9 % 395 27,9 %
Guinea 111 25,2 % 117 26,6 % 82 18,6 % 189 43,0 % 35 8,0 % 53 12,0 %
Iran 19 4,4 % 21 4,8 % 215 49,7 % 351 81,1 % 23 5,3 % 34 7,9 %
e) Wie viele der im genannten Zeitraum gestellten Asylanträge betrafen
Frauen bzw. Kinder unter 18 Jahren (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben; bitte diese Angaben zu erwachsenen Frauen bzw. zu
Minderjährigen gesondert auch in Bezug auf Asylerstanträge
machen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Asylanträge im 1. Halbjahr.2026
Anträge
Gesamt
davon
Asylerstanträge
davon
Frauen (ab 18 Jahre)
Kinder
(unter 18 Jahre)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
56.547 39.646 70,1 % 8.628 21,8 % 18.513 46,7 %
f) Wie viele der Schutzzuerkennungen (in Bezug auf alle vier Status)
durch das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bzw. in den Jahren 2015 bis
2025 erfolgten im Rahmen des Familienschutzes (bitte nach Jahren
auflisten), welchen Anteil an allen Schutzzuerkennungen machten
diese im Rahmen des Familienschutzes gewährten Schutzstatus
jeweils aus (bitte entsprechend der genannten Zeiträume auflisten), wie
hoch waren die bereinigten Schutzquoten in den genannten
Zeiträumen ohne Berücksichtigung von im Rahmen des Familienschutzes
gewährten Schutzstatus, und wie schätzt das BAMF die Auswirkungen
des Wegfalls des Instituts des Familienschutzes auf die künftige
Entwicklung der Schutzquoten des BAMF ein (bitte ausführen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum Familienschutz
Gesamt
Anteil
Familienschutz am
Gesamtschutz*
Anteil ohne
Familienschutz und ohne
sonst.
Verfahrenserledigungen
2015 3.345 2,4 % 60,1 %
2016 13.148 3,0 % 70,8 %
2017 36.297 13,9 % 49,2 %
2018 29.844 39,3 % 38,0 %
2019 40.404 57,4 % 35,6 %
2020 35.512 56,8 % 36,7 %
2021 31.776 53,1 % 44,5 %
2022 34.167 26,6 % 65,7 %
2023 31.699 23,4 % 62,6 %
2024 27.796 20,8 % 53,5 %
2025 32.661 37,4 % 27,3 %
1. Halbjahr .2026 21.195 45,6 % 32,9 %
* Anteil: in Bezug auf die positiven Entscheidungen (inkl. Abschiebungsverbot
gem. § 60 V/VII AufenthG)
Zur letzten Teilfrage kann keine Prognose zur zukünftigen Entwicklung der
Schutzquoten getroffen werden, da diese von der Entwicklung der Verhältnisse
in den Herkunftsländern abhängen, wovon wiederum die Entscheidungspraxis
des BAMF abhängt. Darüber hinaus nimmt das BAMF gemäß § 26 Absatz 2
Asylgesetz (AsylG) i. V. m. Artikel 23 der Verordnung (EU) 2024/1347 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Mai 2024 (StatusVO) auch
eine Prüfung zur Erteilung eines Aufenthaltstitels bei Familienangehörigen vor,
die hinsichtlich der Frage einer Schutzgewährung hier zu berücksichtigen wäre.
Aber auch bei dieser Bewertung ist die Entwicklung der Verhältnisse in den
Herkunftsländern zu beachten.
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2026 durch das BAMF bzw.
durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären
Schutzstatus (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG
bzw. Familienschutz, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen
und nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Asylentscheidungen des BAMF:
1. Halbjahr 2026 Subsidiärer
Schutz
subsidiärer
Schutz gem.
§ 4 I Nr. 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gem. § 4 I
Nr. 2 AsylG
subsidiärer
Schutz gem. § 4 I
Nr. 3 AsylG
Subsidiärer
Familienschutz
§ 4 I
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
3.199 1 0,0 % 888 27,8 % 629 19,7 % 1.681 52,5 %
darunter:
Syrien 1.299 – 0,0 % 230 17,7 % 3 0,2 % 1.066 82,1 %
Eritrea 395 – 0,0 % 211 53,4 % – 0,0 % 184 46,6 %
Sudan 212 – 0,0 % 1 0,5 % 198 93,4 % 13 6,1 %
Somalia 209 – 0,0 % 134 64,1 % 3 1,4 % 72 34,4 %
Ungeklärt 170 – 0,0 % 9 5,3 % 112 65,9 % 49 28,8 %
Pers. aus
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt)
166 – 0,0 % 4 2,4 % 139 83,7 % 23 13,9 %
Irak 123 – 0,0 % 29 23,6 % 1 0,8 % 93 75,6 %
Jemen 98 – 0,0 % 21 21,4 % 68 69,4 % 9 9,2 %
Myanmar 93 – 0,0 % 7 7,5 % 83 89,2 % 3 3,2 %
Afghanistan 62 – 0,0 % 43 69,4 % – 0,0 % 19 30,6 %
Guinea 53 – 0,0 % 35 66,0 % – 0,0 % 18 34,0 %
Türkei 49 – 0,0 % 22 44,9 % – 0,0 % 27 55,1 %
Russ. Föd. 47 – 0,0 % 29 61,7 % – 0,0 % 18 38,3 %
Iran 34 1 2,9 % 22 64,7 % – 0,0 % 11 32,4 %
Äthiopien 29 – 0,0 % 9 31,0 % 2 6,9 % 18 62,1 %
Asylentscheidungen infolge gerichtlicher Überprüfung:
01.01–
30.06.2026
subsidiärer Schutz
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gem. § 4 I Nr. 3
AsylG
Subsidiärer
Familienschutz § 4 I
Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
427 14 3,3 % 376 88,1 % 27 6,3 % 10 2,3 %
darunter:
Russische Föd. 153 7 4,6 % 141 92,2 % 2 1,3 % 3 2,0 %
Eritrea 78 2 2,6 % 71 91,0 % 3 3,8 % 2 2,6 %
Irak 44 – 0,0 % 40 90,9 % 2 4,5 % 2 4,5 %
Türkei 38 – 0,0 % 36 94,7 % 1 2,6 % 1 2,6 %
Afghanistan 17 1 5,9 % 15 88,2 % 1 5,9 % – 0,0 %
Libanon 10 – 0,0 % 2 20,0 % 7 70,0 % 1 10,0 %
Jemen 9 – 0,0 % 9 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Libyen 8 – 0,0 % 8 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Armenien 7 – 0,0 % 7 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Somalia 7 – 0,0 % 3 42,9 % 4 57,1 % – 0,0 %
Venezuela 6 – 0,0 % 6 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Georgien 6 – 0,0 % 6 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Ungeklärt 6 – 0,0 % 5 83,3 % 1 16,7 % – 0,0 %
Iran 5 – 0,0 % 5 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
Äthiopien 4 – 0,0 % 4 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF wurden im Jahr 2025 (soweit
noch nicht vorliegend bitte Angaben für das erste Halbjahr 2025
machen) wegen signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte
getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um
Stellungnahme gebeten (bitte genau bezeichnen), und welche
Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer
bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4
auf Bundestagsdrucksache 20/5709), welche Erklärungen wurden von
den jeweiligen Organisationseinheiten für die signifikanten
Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und inwieweit wurden diese Erklärungen
vom BAMF als nachvollziehbar bewertet, bzw. welche
Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen (bitte ausführen), wie wurde
die Plausibilität der von den Organisationseinheiten für signifikante
Abweichungen im zweiten Halbjahr 2024 gemachten Erklärungen bewertet
(Wiederholung der in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 unbeantwortet gebliebenen
Erinnerung, dass entsprechende Angaben in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710 fehlten)?
Im Rahmen der Betrachtung des ersten Halbjahres 2025 wurden innerhalb der
bereinigten Gesamtschutzquote (bGSQ), d. h. ohne Berücksichtigung formeller
Entscheidungen, die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen
mindestens 50 materiell-rechtliche Entscheidungen zu den jeweiligen zehn
Hauptherkunftsländern (TOP‑10‑HKL) in dem genannten Zeitraum getroffen
wurden. Da der Verteilung von Verfahren, in denen Schutzableitungen
(Familienasyl, Familienflüchtlingsschutz und subsidiärer Familienschutz) in Betracht
kommen, bisher eine maßgebliche Rolle bei Abweichungen der lokalen
Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote zugesprochen wurde,
erfolgte mit der Schutzquotenanalyse zum ersten Halbjahr 2025 eine
Anpassung der Auswertungssystematik. Entscheidungen zu Schutzableitungen
wurden aus der Betrachtung herausgenommen, um eine gezielte Betrachtung
originärer Entscheidungen vorzunehmen.
Für das erste Halbjahr 2025 wurden unter Außerachtlassung der
Schutzableitungen sowie formeller Entscheidungen insgesamt 50 Abweichungen der
lokalen bereinigten Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote
hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Afghanistan, Türkei, Irak,
Somalia, Eritrea, Iran und Guinea betrachtet. Es handelt sich um 22
Abweichungen unterhalb sowie 28 Abweichungen oberhalb der bundesweiten
Schutzquote. Hinsichtlich der übrigen Top‑10‑HKL Syrien, Russische Föderation und
Kolumbien wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt.
Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bGSQ (d. h. die größte
Überschreitung sowie die größte Unterschreitung zum jeweiligen
Herkunftsland) festgestellt worden sind, wurden um Plausibilisierung der Abweichungen
gebeten. Nähere Einzelheiten können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne
Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand
überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025):
TOP-10-HKL/
OrgE
Afghanistan
(19.226 mrE;
Schutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen und
Schutzableitungen
53,3 %)
Türkei
(28.355 mrE;
Schutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen und
Schutzableitungen
6,5 %)
Irak
(4.078 mrE;
Schutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen und
Schutzableitungen
11,%)
Dienstleistungszentrum Abt. 5
311 (83,0 %)
AS Heidelberg im
AZ
687 (28,7 %)
AS Gießen in AZ,
LAS
129 (23,3 %)
TOP-10-HKL/
OrgE
Somalia
(3.055 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen
und
Schutzableitungen
81,3 %)
Eritrea
(637 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen
und
Schutzableitungen
29 %)
Iran
(6.075 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen und
Schutzableitungen
21,4 %)
Guinea
(2.400 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen
und
Schutzableitungen
24,8 %)
AS Bramsche
im AZ
63 (96,8 %)
AS
Deggendorf in AnkER
51 (52,9 %)
AS Speyer 71 (53,5 %)
AS Hamburg
im AZ, LAS
54 (44,4 %)
Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne
Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand
unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025):
TOP-10-HKL/OrgE Afghanistan
(19.226 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen
und
Schutzableitungen
53,3 %)
Somalia
(3.055 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung formeller
Entscheidungen
und
Schutzableitungen 81,3 %)
Eritrea
(637 mrE;
Schutzquote
ohne
Berücksichtigung
formeller
Entscheidungen und
Schutzableitungen 29,5 %)
AS Lebach in AnkER 406 (18,5 %)
AS Leipzig im AZ 93 (38,7 %)
Dienstleistungszentrum
Abt. 5
57 (17,5 %)
TOP-10-HKL/OrgE Iran
(6.075 mrE;
Schutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Entscheidungen
und Schutzableitungen
21,4 %)
Guinea
(2.400 mrE;
Schutzquote ohne
Berücksichtigung
formeller Entscheidungen
und Schutzableitungen
24,8 %)
AS Essen 281 (7,5 %)
Dienstleistungszentrum
Abt. 4
87 (9,2 %)
Seitens der OrgE wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen
Schutzquote im ersten Halbjahr 2025 als auch im zweiten Halbjahr 2024 von
der entsprechenden bundesweiten Schutzquote nach wie vor die Verteilung der
Verfahren benannt. Unter Außerachtlassung der Verfahren, in denen eine
Schutzableitung in Betracht kommt, manifestiert sich bspw. der Anteil von
vulnerablen Personengruppen je OrgE in der lokalen Schutzquote. Auch weitere
persönliche Merkmale der Antragstellenden sowie der Anteil der betreffenden
Personen je OrgE wirken sich je nach Herkunftsland auf die lokale Schutzquote
aus (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter,
Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland).
Als weiterer verteilungsrelevanter Aspekt ist auch ein im Vergleich zu den
Bundeswerten erhöhter Anteil von Mehrpersonenakten je OrgE ein relevanter
Einflussfaktor für die lokale Schutzquote. Der potenzierende Effekt von
Entscheidungen zu Mehrpersonenakten ist sowohl im Bereich der
Unterschreitungen als auch im Bereich der Überschreitungen signifikant.
Ebenfalls relevant für die Beeinflussung der lokalen Schutzquote ist die Anzahl
der materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE im halbjährlichen
Betrachtungszeitraum. Soweit diese lediglich geringfügig oberhalb der
Relevanzschwelle von 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE und
Top‑10‑HKL im Halbjahr liegt, führt diese reduzierte Gesamtbezugsgröße zu
einer statistisch überproportionalen Auswirkung jeder einzelnen getroffenen
materiell-rechtlichen Entscheidung.
Die im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen der
OrgE wichen in keinem Fall von den Sichtungserkenntnissen des BAMF ab.
Die Ergebnisse der Plausibilisierungsanfragen werden als nachvollziehbar
bewertet.
Für den Betrachtungszeitraum des zweiten Halbjahres 2024 wurden im
Rahmen der Analyse insbesondere verteilungsbedingte Aspekte, wie bspw. der
Anteil vulnerabler Personengruppen je OrgE, der Anteil von Mehrpersonenakten
je OrgE, die Anzahl der getroffenen materiell-rechtlichen Entscheidungen je
OrgE, aber auch weitere persönliche Merkmale der Antragstellenden (z. B.
Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter,
Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland) als statistische Gründe für
die Abweichungen festgestellt. Die Rückmeldungen der Außenstellen hierzu
deckten sich in jedem Fall mit den Sichtungserkenntnissen aus der
Schutzquotenanalyse.
Die Analyse zum zweiten Halbjahr 2025 ist noch nicht abgeschlossen.
Demzufolge liegen diesbezügliche aktuelle Angaben im Sinne der Fragestellung nicht
vor.
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Entscheidungszahlen für die Herkunftsländer
Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Pakistan,
Russische Föderation und die Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach
kurdischer bzw. türkischer Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im
ersten Halbjahr 2026, differenziert nach BAMF-Organisationseinheiten
(bitte jeweils nur diejenigen zehn Organisationseinheiten auflisten, die
im Vergleich zur bundesweiten bereinigten Schutzquote die höchsten
bzw. niedrigsten Schutzquoten aufwiesen, bei mindestens 50
Entscheidungen)?
Die Aussagekraft von Schutzquotenabweichungen (Vergleich der lokalen
Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen einzelner
Organisationseinheiten mit der entsprechenden Gesamtschutzquote) kann nur unter
der Prämisse angenommen werden, dass der Beurteilung repräsentative Daten
zu Grunde liegen (statistische Evidenz).
Im Rahmen der halbjährlichen Schutzquotenanalyse des BAMF wird eine
Repräsentativität erst bei einer halbjährlichen Entscheidungsmenge i. H. v.
mindestens 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je Herkunftsland und
Organisationseinheit angenommen. Zudem muss die identifizierte Abweichung der
o. g. lokalen Schutzquote von der entsprechenden bereinigten
Gesamtschutzquote mindestens zehn Prozentpunkte betragen. Sind diese Parameter nicht
erfüllt, ist in Ermangelung der entsprechenden Aussagekraft eine Ableitung
valider Erkenntnisse nicht möglich. Die diesbezüglichen
Schutzquotenabweichungen sind als statistischer Effekt zu betrachten und daher als
Beurteilungsgrundlage nicht geeignet.
Unter Beachtung der vorgenannten Relevanzschwelle ergibt sich bei einer
Vielzahl der nachfolgend aufgeführten OrgE keine statistische Evidenz:
Hinsichtlich des HKL Syrien befinden sich acht der 20 dargestellten OrgE
unterhalb der Relevanzschwelle, hinsichtlich des HKL Afghanistan sind es 13 der
20 dargestellten OrgE. Mit Blick auf das HKL Irak liegen acht der 20
dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle. Beim HKL Iran befinden sich
fünf der abgebildeten sechs OrgE nicht innerhalb der Relevanzschwelle,
während dies hinsichtlich des HKL Eritrea auf zehn der zehn dargestellten OrgE
zutrifft. Bezüglich des HKL Somalia sind 12 der 20 dargestellten OrgE
statistisch nicht relevant, während hinsichtlich des HKL Nigeria jede der vier
abgebildeten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle befindet. Zum HKL Pakistan
liegen zwei der vier dargestellten OrgE außerhalb der Relevanzschwelle. Mit
Blick auf das HKL Russische Föderation befindet sich keine der 14
dargestellten OrgE innerhalb der Relevanzschwelle. Zudem liegen hinsichtlich des HKL
Türkei acht von 20 OrgE unterhalb der Relevanzschwelle.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden:
1. Halbjahr 2026 Syrien
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten
darunter:
AS Schweinfurt in
AnkER
91 83 67,5 % 44,1 %
AS Unna im AZ 763 682 38,7 % 15,3 %
AS Braunschweig 486 426 36,4 % 13,0 %
AS Schwerin im AZ,
LAS
152 130 35,4 % 12,0 %
AS Oldenburg 457 425 34,8 % 11,5 %
AS Düsseldorf 1.247 1.167 34,3 % 10,9 %
AS Braunschweig2 im
AZ
495 451 33,3 % 9,9 %
AS Augsburg in AnkER 156 142 33,1 % 9,7 %
AS Manching in AnkER 914 894 33,0 % 9,6 %
AS Speyer 434 410 32,0 % 8,6 %
AS Dresden in AnkER 546 500 15,8 % -7,6 %
AS Friedland, LAS 389 371 15,6 % -7,7 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 4
430 415 14,7 % -8,7 %
AS Bamberg in AnkER 370 307 14,7 % -8,7 %
AS Trier, LAS 1.057 983 13,2 % -10,1 %
AS Berlin im AZ 264 252 12,7 % -10,7 %
AS Eisenhüttenstadt,
LAS
217 189 8,5 % -14,9 %
AS Zirndorf in AnkER 1.368 1.309 4,9 % -18,5 %
AS Sigmaringen 481 440 4,1 % -19,3 %
AS Bielefeld im AZ 861 788 2,4 % -21,0 %
1. Halbjahr 2026 Afghanistan
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 36.459 32.391 89,3 %
darunter:
AS Bramsche im AZ 1.714 1.591 97,0 % 7,7 %
AS Neumünster, LAS 2.220 2.026 95,6 % 6,3 %
AS Ellwangen 330 311 95,2 % 5,9 %
AS Büdingen 1.364 1.284 94,9 % 5,6 %
1. Halbjahr 2026 Afghanistan
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 36.459 32.391 89,3 %
darunter:
AS Eisenhüttenstadt,
LAS
820 770 94,5 % 5,2 %
AS Berlin, LAS 1.429 1.304 94,2 % 4,9 %
AS Braunschweig 245 241 94,2 % 4,9 %
AS Schwerin im AZ,
LAS
387 361 94,2 % 4,9 %
AS Bremen im AZ, LAS 435 424 94,1 % 4,8 %
AS Freiburg 312 301 93,0 % 3,7 %
AS Manching in AnkER 476 458 83,6 % -5,7 %
AS Neustadt 855 823 81,8 % -7,5 %
AS Friedland, LAS 302 285 80,4 % -9,0 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 4
360 343 79,0 % -10,3 %
AS Sigmaringen 323 294 78,6 % -10,7 %
AS Lebach in AnkER,
LAS
96 92 76,1 % -13,2 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
1.032 969 75,1 % -14,2 %
AS Deggendorf in
AnkER
167 147 72,8 % -16,5 %
AS Augsburg in AnkER 1.114 1.034 72,7 % -16,6 %
AS Zirndorf in AnkER 296 281 71,9 % -17,4 %
1. Halbjahr 2026 Irak
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.298 3.238 34,7 %
darunter:
AS Braunschweig 92 80 63,8 % 29,1 %
AS Oldenburg 121 98 58,2 % 23,5 %
AS Zirndorf in AnkER 76 41 53,7 % 19,0 %
AS Berlin, LAS 79 64 51,6 % 16,9 %
AS Karlsruhe, LAS 155 135 48,1 % 13,5 %
AS Bochum, LAS 116 106 48,1 % 13,4 %
AS Bramsche im AZ 204 173 43,4 % 8,7 %
1. Halbjahr 2026 Irak
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.298 3.238 34,7 %
darunter:
AS Suhl im AZ 69 48 41,7 % 7,0 %
AS Bielefeld im AZ 177 149 41,6 % 6,9 %
AS Halberstadt im AZ,
LAS
53 49 40,8 % 6,1 %
AS Düsseldorf 254 224 27,7 % -7,0 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 4
303 278 27,0 % -7,7 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
54 33 24,2 % -10,4 %
AS Mönchengladbach
im AZ
94 83 20,5 % -14,2 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
106 78 19,2 % -15,5 %
AS Regensburg
in AnkER
84 61 18,0 % -16,6 %
AS Augsburg in AnkER 330 261 18,0 % -16,7 %
AS Dresden in AnkER 87 67 17,9 % -16,8 %
AS Heidelberg im AZ 140 111 14,4 % -20,3 %
AS Friedland, LAS 115 75 12,0 % -22,7 %
1. Halbjahr 2026 Iran
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 1.415 1.026 42,2 %
darunter:
AS Gießen im AZ, LAS 84 76 59,2 % 17,0 %
AS Heidelberg im AZ 92 79 49,4 % 7,2 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
93 78 38,5 % -3,7 %
AS Düsseldorf 51 50 38,0 % -4,2 %
AS Bramsche im AZ 75 67 34,3 % -7,9 %
AS Bonn im AZ 61 54 33,3 % -8,9 %
1. Halbjahr 2026 Eritrea
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 1.713 1.561 90,6 %
darunter:
AS Deggendorf in
AnkER
91 87 100,0 % 9,4 %
AS Karlsruhe, LAS 83 78 98,7 % 8,1 %
AS Büdingen 87 85 95,3 % 4,6 %
AS Speyer 60 59 93,2 % 2,6 %
AS Bochum, LAS 55 55 92,7 % 2,1 %
AS Unna im AZ 56 55 90,9 % 0,3 %
AS Neumünster, LAS 69 67 88,1 % -2,6 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
71 66 86,4 % -4,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 144 134 83,6 % -7,1 %
AS Bamberg in AnkER 74 74 82,4 % -8,2 %
1. Halbjahr 2026 Somalia
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.060 3.100 82,0 %
darunter:
AS Braunschweig2 im
AZ
53 51 98,0 % 16,0 %
AS Neustadt 96 93 97,8 % 15,8 %
AS Neumünster, LAS 68 64 96,9 % 14,9 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
117 113 95,6 % 13,6 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 4
53 47 93,6 % 11,6 %
AS Bochum, LAS 70 62 91,9 % 9,9 %
AS Bremen im AZ, LAS 58 56 91,1 % 9,1 %
AS Büdingen 108 105 90,5 % 8,5 %
AS Bramsche im AZ 74 72 88,9 % 6,9 %
AS Bonn im AZ 122 121 88,4 % 6,4 %
AS Friedland, LAS 72 64 81,3 % -0,7 %
AS München 53 44 79,5 % -2,5 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
71 68 79,4 % -2,6 %
1. Halbjahr 2026 Somalia
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 4.060 3.100 82,0 %
darunter:
AS Heidelberg im AZ 68 60 76,7 % -5,3 %
AS Mönchengladbach
im AZ
72 68 75,0 % -7,0 %
AS Schweinfurt in
AnkER
380 349 74,8 % -7,2 %
AS Bielefeld im AZ 107 92 70,7 % -11,3 %
AS Essen 126 115 66,1 % -15,9 %
AS Trier, LAS 178 163 63,8 % -18,2 %
AS Dresden in AnkER 52 50 60,0 % -22,0 %
1. Halbjahr 2026 Nigeria
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 1.389 943 16,9 %
darunter:
AS Karlsruhe, LAS 52 41 14,6 % -2,2 %
AS München 198 141 11,3 % -5,5 %
AS Düsseldorf 60 49 8,2 % -8,7 %
AS Heidelberg im AZ 142 100 7,0 % -9,9 %
1. Halbjahr 2026 Pakistan
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 876 598 17,1 %
darunter:
AS Trier, LAS 114 65 27,7 % 10,6 %
AS Bramsche im AZ 78 72 16,7 % -0,4 %
1. Halbjahr 2026 Pakistan
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 876 598 17,1 %
darunter:
AS Chemnitz im AZ,
LAS
126 99 9,1 % -8,0 %
AS Eisenhüttenstadt,
LAS
78 68 2,9 % -14,1 %
1. Halbjahr 2026 Russische Föderation
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 2.796 1.606 8,9 %
darunter:
AS Dresden in AnkER 135 118 16,9 % 8,0 %
AS Berlin, LAS 176 145 15,2 % 6,3 %
AS Gießen im AZ, LAS 58 43 11,6 % 2,7 %
AS Bamberg in AnkER 211 158 11,4 % 2,5 %
AS Eisenhüttenstadt,
LAS
136 106 10,4 % 1,5 %
AS Heidelberg im AZ 121 94 9,6 % 0,7 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
125 96 9,4 % 0,5 %
AS Bremen im AZ, LAS 65 55 7,3 % -1,6 %
AS Friedland, LAS 85 69 5,8 % -3,1 %
AS Bonn im AZ 51 45 4,4 % -4,5 %
AS Halberstadt im AZ,
LAS
72 59 3,4 % -5,5 %
AS Chemnitz im AZ,
LAS
75 64 1,6 % -7,3 %
AS Neumünster, LAS 109 71 – -8,9 %
AS Schwerin im AZ,
LAS
62 43 - -8,9 %
1. Halbjahr 2026 Türkei
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 10.070 7.947 15,5 %
darunter:
AS Trier, LAS 311 262 37,4 % 21,9 %
AS Neumünster, LAS 212 147 36,1 % 20,6 %
AS Essen 263 227 27,8 % 12,3 %
AS Bochum, LAS 198 160 26,3 % 10,8 %
AS Manching in AnkER 99 84 25,0 % 9,5 %
AS Bonn im AZ 167 133 24,1 % 8,6 %
AS Düsseldorf 276 230 23,9 % 8,4 %
AS Augsburg in AnkER 332 249 23,3 % 7,8 %
AS Karlsruhe, LAS 685 625 22,7 % 7,2 %
AS Bielefeld im AZ 174 146 22,6 % 7,1 %
AS Schwerin im AZ,
LAS
80 63 6,3 % -9,1 %
AS Ellwangen 91 77 5,2 % -10,3 %
AS Halberstadt im AZ,
LAS
133 109 3,7 % -11,8 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
143 110 3,6 % -11,9 %
AS Oldenburg 59 57 3,5 % -12,0 %
AS Braunschweig2 im
AZ
99 86 3,5 % -12,0 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
548 511 2,9 % -12,6 %
AS Freiburg 134 107 2,8 % -12,7 %
AS Bremen im AZ, LAS 68 49 2,0 % -13,4 %
AS Berlin im AZ 54 51 – -15,5 %
1. Halbjahr 2026 Türkei
Volkszugehörigkeit Kurden
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 7.569 5.772 5,6 %
darunter:
AS Neumünster, LAS 174 115 32,2 % 26,6 %
AS Bochum, LAS 130 97 13,4 % 7,8 %
1. Halbjahr 2026 Türkei
Volkszugehörigkeit Kurden
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 7.569 5.772 5,6 %
darunter:
AS Chemnitz im AZ,
LAS
82 61 11,5 % 5,9 %
AS Manching in AnkER 76 63 11,1 % 5,5 %
AS Lebach in AnkER,
LAS
84 76 10,5 % 4,9 %
AS Braunschweig 94 70 10,0 % 4,4 %
AS Suhl im AZ 115 96 9,4 % 3,8 %
AS Düsseldorf 184 145 9,0 % 3,4 %
AS Eisenhüttenstadt,
LAS
83 67 9,0 % 3,3 %
AS Jena/Hermsdorf,
LAS
54 46 8,7 % 3,1 %
AS Ellwangen 74 60 3,3 % -2,3 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 4
70 62 3,2 % -2,4 %
AS Mönchengladbach
im AZ
83 67 3,0 % -2,6 %
AS Bielefeld im AZ 102 79 2,5 % -3,1 %
AS Bremen im AZ, LAS 58 43 2,3 % -3,3 %
AS Hamburg im AZ,
LAS
119 93 2,2 % -3,5 %
AS Bramsche im AZ 143 132 1,5 % -4,1 %
AS Freiburg 108 86 1,2 % -4,5 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
481 446 1,1 % -4,5 %
AS Schwerin im AZ,
LAS
54 40 – -5,6 %
1. Halbjahr 2026 Türkei
Volkszugehörigkeit Türken
Gesamt
Materiellrechtliche
Entscheidungen
Anteil
Gesamtschutz
unter
Außerachtlassung
formeller
Entscheidungen des
BAMF
Differenz
von
Gesamtschutz
über alle
Organisationseinheiten
Organisationseinheiten 2.100 1.828 47,5 %
darunter:
AS Trier, LAS 130 125 70,4 % 22,9 %
AS Karlsruhe, LAS 183 174 67,8 % 20,3 %
AS Bonn im AZ 51 43 65,1 % 17,6 %
AS Essen 90 83 62,7 % 15,1 %
AS Augsburg in AnkER 95 80 61,3 % 13,7 %
AS Unna im AZ 68 66 59,1 % 11,6 %
AS Heidelberg im AZ 207 196 55,1 % 7,6 %
AS Bochum, LAS 57 52 53,8 % 6,3 %
AS Bielefeld im AZ 59 59 52,5 % 5,0 %
AS Düsseldorf 81 75 52,0 % 4,5 %
AS Mönchengladbach
im AZ
52 52 42,3 % -5,2 %
AS Gießen im AZ, LAS 183 171 39,8 % -7,8 %
AS Speyer 54 50 36,0 % -11,5 %
AS Zirndorf in AnkER 65 51 23,5 % -24,0 %
Dienstleistungszentrum
Abteilung 5
50 48 18,8 % -28,8 %
6. Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten
Entscheidungszahlen zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das erste
Halbjahr 2026 in absoluten und relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach
den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstigen
Erledigungen differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus Afghanistan
Zeitraum & Geschlecht Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Ablehnungen
(unbegr./offens.
unbegr.)
Sonstige
Verfahrenserledigungen
1.HJ 2026 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Männlich 20.143 525 2,6 % 12.172 60,4 % 59 0,3 % 702 3,5 % 3.451 17,1 % 3.234 16,1 %
Weiblich 16.316 1.708 10,5 % 13.751 84,3 % 3 0,0 % 10 0,1 % 10 0,1 % 834 5,1 %
Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus dem Iran
Zeitraum &
Geschlecht
Asylberechtigung
Art 16a GG
Flüchtlingsschutz § 3
Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5
und 7 AufenthG
Ablehnungen
(unbegr./offens.
unbegr.)
Sonstige
Verfahrenserledigungen
1. HJ 2026 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Männlich 851 9 1,1 % 199 23,4 % 12 1,4 % 12 1,4 % 360 42,3 % 259 30,4 %
Weiblich 564 12 2,1 % 152 27,0 % 22 3,9 % 15 2,7 % 233 41,3 % 130 23,0 %
a) Wie stichhaltig ist die Antwort zu Frage 7b auf Bundestagsdrucksache
21/4448, die überdurchschnittlich hohe Aufhebungsquote der Gerichte
bei iranischen Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2025 (42,1 Prozent)
lasse sich insbesondere mit entscheidungserheblichen
Sachverhaltsänderungen im Zeitraum zwischen der Entscheidung des BAMF und der
Verhandlung im Gerichtsverfahren erklären, angesichts des Umstands,
dass das BAMF bei solchen Sachverhaltsänderungen im laufenden
Gerichtsverfahren den mit der Klage angestrebten Schutzstatus von
sich aus erteilen und das Verfahren für erledigt erklären könnte, auch
um die Verfahren zu beschleunigen und die Verwaltungsjustiz zu
entlasten (was auch geschieht, aber offenbar bei weitem nicht in allen
entsprechenden Fällen, wie die hohe gerichtliche Aufhebungsquote nach
Auffassung der Fragestellenden zeigt; bitte nachvollziehbar
begründen)?
Das BAMF prüft, auch vor dem Hintergrund des Beschleunigungsgedankens
im Asylverfahren, in jedem Verfahrensstadium eines anhängigen
asylgerichtlichen Verfahrens anhand aktualisierter Erkenntnisse und der individuellen
Fallgestaltung, ob eine Schutzzuerkennung nach zunächst erfolgter Ablehnung
erfolgen kann und hilft bei Vorliegen der Voraussetzungen in dem konkreten Fall
ab. Eine andere Bewertung von Sachverhalten und Sachverhaltsveränderungen
durch die Verwaltungsgerichte ist trotz umfassender Berücksichtigung von
Abhilfepotentialen durch das BAMF, insbesondere bei einer individuellen
Glaubhaftigkeitsbeurteilung (z. B. Vortrag zu Konversion, sexueller Orientierung,
„Verwestlichung“), nicht auszuschließen. Insgesamt sind die absoluten Zahlen
der Verpflichtungsentscheidungen zur Schutzzuerkennung iranischer
Antragsteller in den vergangenen zwei Jahren, bei gleichzeitig erheblich gestiegener
Anzahl der anhängigen Gerichtsverfahren, rückläufig. Im Jahr 2024 sind bei
7.422 Gerichtsverfahren 994 und im Jahr 2025 bei 11.240 Gerichtsverfahren
870 solcher Verpflichtungsentscheidungen ergangen. Verwaltungsgerichte
bestätigten demgegenüber häufiger die Bescheide des BAMF betreffend das
Herkunftsland Iran.
b) Inwiefern hat das BAMF das Policy Paper von Pro Asyl zur
Menschenrechtslage im Iran und zur Asylpraxis in Deutschland, wonach
angesichts der zurückgehenden Schutzquoten trotz verschärfter
Menschenrechtslage und angesichts problematischer Ablehnungsmuster
die Vermutung naheliege, dass „die Schutzquote aus innenpolitischen
Gründen bewusst niedrig gehalten wird“ (www.proasyl.de/news/iraner
innen-brauchen-mehr-schutz-im-asylverfahren-und-humanitaere-aufna
hme/; www.proasyl.de/wp-content/uploads/Iran-PRO-ASYL-Policy-P
aper-02_2026-2.pdf), zur Kenntnis genommen und in Bezug auf einen
möglichen Korrekturbedarf für die Prüf- und Entscheidungspraxis des
BAMF ausgewertet (bitte ausführen und gegebenenfalls begründen,
falls diese Studie nicht auf die Stichhaltigkeit der Vorwürfe
ausgewertet wurde)?
Das genannte Policy Paper von PRO ASYL wurde zur Kenntnis genommen
und ausgewertet. Das BAMF berücksichtigt im Rahmen der
Herkunftsländeranalyse und der Fortentwicklung seiner internen Entscheidungsinstrumente
neben Veröffentlichungen von Nichtregierungsorganisationen eine Vielzahl
weiterer Erkenntnisquellen, insbesondere Lageberichte des Auswärtigen
Amtes, Berichte internationaler Organisationen sowie die nationale und
internationale Rechtsprechung.
Die Verhältnisse in den Herkunftsstaaten werden fortlaufend beobachtet und
bewertet. Ergibt sich aus einer veränderten Erkenntnislage oder aus der
Rechtsprechung Anpassungsbedarf, werden die internen Entscheidungsinstrumente
entsprechend fortgeschrieben. Die asylrechtliche Prüfung erfolgt stets auf
Grundlage der im Entscheidungszeitpunkt aktuellen Erkenntnislage sowie der
individuellen Umstände des jeweiligen Einzelfalls.
Die im Policy Paper enthaltenen Bewertungen wurden geprüft. Soweit darin
aus Schutzquoten oder gerichtlichen Aufhebungsquoten allgemeine
Rückschlüsse auf die Entscheidungspraxis des BAMF gezogen werden, lassen diese
für sich genommen keine belastbaren Aussagen über die Rechtmäßigkeit oder
Qualität der Entscheidungen zu. Schutzquoten und gerichtliche Entscheidungen
beruhen auf individuellen Einzelfallentscheidungen und werden insbesondere
durch unterschiedliche Fallkonstellationen, individuelles Vorbringen sowie
gegebenenfalls entscheidungserhebliche Änderungen der Sach- und
Erkenntnislage beeinflusst.
c) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy
Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut
Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des
BAMF geht), dass die Teilnahme einer Iranerin an Demonstrationen
und die Verbreitung von Bildern bzw. Videos hierzu in sozialen
Medien keinen Schutzbedarf auslöse, weil damit keine besondere politische
oder organisatorische Funktion bei den Protestaktionen ausgeübt
wurde und sie auch sonst nicht Mitglied einer Oppositionspartei oder eine
bekannte Persönlichkeit sei (bitte begründen), ist die Bundesregierung
der Auffassung, dass das iranische Regime öffentlich auftretende und
protestierende Regierungsgegnerinnen nicht verfolgt, soweit diese
keine besondere Funktion oder Bekanntheit haben, wenn ja, welche
Belege kann sie hierfür nach der mutmaßlichen Ermordung von
zehntausenden Protestierenden im Iran Anfang 2026 aufführen, und wenn
nein, was unternimmt sie, damit das BAMF Regimegegnerinnen und
Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte
ausführen)?
Es wird zunächst auf die Antwort zu Frage 6 Buchstabe b verwiesen. Zu
Einzelfällen wird zudem keine Stellung genommen, dies umfasst auch den im
Policy Paper genannten Bescheid.
Nach den internen Entscheidungsinstrumenten des BAMF zum Herkunftsstaat
können bereits friedliche Kritik an der Regierung sowie Teilnahme an nicht
genehmigten regierungskritischen Demonstrationen staatliche
Repressionsmaßnahmen nach sich ziehen. Besonders gefährdet sind exponiert agierende
Demonstrierende. Ob die Voraussetzungen für die Zuerkennung internationalen
Schutzes vorliegen, ist anhand sämtlicher entscheidungserheblicher Umstände
des Einzelfalles zu beurteilen.
d) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy
Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut
Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des
BAMF geht), dass die brutale Vergewaltigung einer Iranerin durch
iranische Sicherheitskräfte asylrechtlich irrelevant sei, soweit diese „auf
die kriminellen Machenschaften einzelner gewaltbereiter Personen
innerhalb der Geheimdienst- oder Polizeiabteilung zurückzuführen“
sei, was nach Auffassung der Fragestellenden verkennt, dass solche
schweren Menschenrechtsverletzungen vom iranischen Regime nicht
geahndet werden und sie vielmehr Teil der willkürlichen Verfolgungs-
und Einschüchterungspolitik des iranischen Regimes sind, wenn ja,
bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die Bundesregierung,
damit das BAMF Regimegegnerinnen nicht mit einer solchen
Argumentation ablehnt (bitte ausführen)?
Geschlechtsspezifische Verfolgung und sexualisierte Gewalt werden im
Rahmen der BAMF-Entscheidungspraxis berücksichtigt. Ob die Voraussetzungen
für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder des Status subsidiären
Schutzes vorliegen, ist anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalles sowie
der gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere der Verknüpfung mit einem
Verfolgungsgrund nach Art. 10 Verordnung (EU) 2024/1347 zu prüfen. Die
internen Entscheidungsinstrumente des BAMF enthalten hierzu differenzierte
Vorgaben für verschiedene Fallkonstellationen und berücksichtigen sowohl die
Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft als auch des Status subsidiären
Schutzes.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchtstaben b und c
verwiesen.
e) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy
Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut
Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des
BAMF geht), dass bereits die legale Ausreise über den Flughafen
gegen die Annahme einer politischen Verfolgung spreche, weil
ansonsten spätestens bei der Passkontrolle eine Festnahme hätte erfolgen
müssen, obwohl politische Aktivitäten vom iranischen Regime zum
Beispiel auch erst zeitversetzt erfasst werden können und/oder eine
Ausschreibung zur Festnahme nicht in allen Fällen (sofort) erfolgen
muss, wenn ja, bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die
Bundesregierung, damit das BAMF Regimegegnerinnen und
Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte
ausführen)?
Eine legale Ausreise steht der Zuerkennung internationalen Schutzes nicht
grundsätzlich entgegen, ist jedoch im Rahmen einer individuellen Gesamtschau
zu betrachten. Die Gefährdungsprognose erfolgt anhand der Umstände des
jeweiligen Einzelfalls unter Berücksichtigung sämtlicher
entscheidungserheblicher Umstände.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchstaben b und c
verwiesen.
f) Wie viele weibliche afghanische Staatsangehörige lebten zuletzt mit
welchem aufenthaltsrechtlichen bzw. flüchtlingsrechtlichen Status
(bitte so genau wie möglich differenzieren) in Deutschland (bitte
zudem nach Bundesländern und Voll- bzw. Minderjährigen
differenzieren)?
Die Angaben ausweislich des AZR zum Stichtag 30. Juni 2026 können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach
aufenthaltsrechtlichem Status
Gesamt 168.118
davon
Niederlassungserlaubnis 11.426
Aufenthaltserlaubnis 119.678
EU-Aufenthaltsrechte 185
Aufenthaltsgestattung 4.104
Fiktionsbescheinigung/ Ankunftsnachweis 27.347
sonstiges (z. B. Duldung, kein Aufenthaltsrecht) 5.378
Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige mit
einem flüchtlingsrechtlichen Status
Summe
Gesamt 86.059
davon
asylberechtigt 2.389
Flüchtlingseigenschaft 54.946
subsidiärer Schutz 5.336
Abschiebungsverbot 23.388
Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige, volljährig/ minderjährig
Gesamt 168.118
davon
18 Jahre und älter 105.853
unter 18 Jahre 62.263
unbekannt 2
Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach
Ländern
Summe
Gesamt 168.118
Länder
Baden-Württemberg 15.475
Bayern 20.808
Berlin 9.243
Brandenburg 4.961
Bremen 2.215
Hamburg 13.772
Hessen 26.721
Mecklenburg-Vorpommern 2.337
Niedersachsen 12.478
Nordrhein-Westfalen 29.809
Rheinland-Pfalz 7.942
Saarland 793
Sachsen 5.376
Sachsen-Anhalt 3.251
Schleswig-Holstein 9.066
Thüringen 3.871
7. Wie viele Asylverfahren von Asylsuchenden aus palästinensischen
Gebieten (z. B. Gaza) sind derzeit anhängig, und wie waren die
Asylentscheidungen des BAMF und der Gerichte zu diesen Geflüchteten im
ersten Halbjahr 2026 (bitte differenzieren und in absoluten und relativen
Zahlen angeben)?
Zum Stichtag 31. Juli 2026 waren 208 Asylverfahren mit der
Staatsangehörigkeitsbezeichnung „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)“ beim BAMF anhängig. Die weiteren Angaben können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Entscheidungen (BAMF) zu „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“
1.
Halbjahr 2026
Gesamt
Anerkennung
Asylberechtigte
(Art. 16a GG)
Flüchtlingsschutz
Subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr./
offens.
unbegr.)
Sonstige
Verfahrenserledigungen
absolut
%
absolut
%
absolut
%
absolut
%
absolut
%
absolut
%
597 4 0,7 % 220 36,9 % 166 27,8 % 33 5,5 % 108 18,1 % 66 11,1 %
Klagen/
Berufungen/Revisionen
1. Halbjahr 2026
Gerichtsentscheidungen von Asylsuchenden auspalästinensischen Gebieten
(Stand: 15. 08. 2026)
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B.
Rücknahmen)
Entscheidungen über
Abschiebungsandrohung
Absolut 324 – 21 4 6 6 287 –
%-Anteil 0,0 % 6,5 % 1,2 % 1,9 % 1,9 % 88,6 % 0,0 %
8. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen bzw.
Abschiebungsanordnungen des BAMF gab es im ersten Halbjahr 2026
gegenüber unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in
diesem Zeitraum gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine
Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B.
weil im Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur
Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Im genannten Zeitraum erfolgte keine Abschiebungsanordnung gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
1. HJ 2026 Ablehnungen
Gesamt 1.242
davon
Syrien 683
Afghanistan 156
Türkei 93
Guinea 69
Somalia 60
Irak 17
Äthiopien 16
Benin 14
Gambia 13
Angola 12
1. HJ 2026 Abschiebungsandrohung
Gesamt 201
darunter:
Syrien 88
Afghanistan 33
Türkei 27
Guinea 12
Somalia 9
1. HJ 2026 Abschiebungsandrohung
Gesamt 201
darunter:
Irak 4
Äthiopien 2
Benin 1
Gambia 3
Angola 2
1. HJ 2026 Keine Abschiebungsandrohung
trotz Ablehnung des Antrags *
Gesamtergebnis 1.041
davon
Syrien 595
Afghanistan 123
Türkei 66
Guinea 57
Somalia 51
Irak 13
Äthiopien 14
Benin 13
Gambia 10
Angola 10
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die
Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.
9. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2026 registriert (bitte
nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in
den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie ist die Zahl der
Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum letzten
Stand (bitte auch nach Bundesländern auflisten), und gibt es derzeit
relevante Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)?
Zur ersten und zweiten Teilfrage: Die Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
Asylgesuche*
Asylerstanträge*
Januar 2026 7.296 7.649
Februar 2026 6.667 6.987
März 2026 6.913 6.981
April 2026 6.452 6.144
Mai 2026 5.903 5.556
Juni 2026 5.461 4.267
*Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht
zu einem Gesamtwert addiert werden.
Land Asylgesuche
ohne Antragstellung
(Stand 31. 07. 2026)
Gesamt 6.147
Baden-
Württemberg
624
Bayern 714
Berlin 67
Brandenburg 89
Bremen 32
Hamburg 39
Hessen 158
Mecklenburg-
Vorpommern
57
Niedersachsen 336
Nordrhein-
Westfalen
693
Rheinland-
Pfalz
255
Saarland 39
Sachsen 233
Sachsen-Anhalt 148
Schleswig-
Holstein
86
Thüringen 108
Unbekannt* 2.469
*Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von
polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann
oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der
Asylantragstellung bestimmt.
Zur letzten Teilfrage: Es bestehen derzeit keine relevanten Zeitverzögerungen
bei der Asylantragstellung.
10. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
ersten Halbjahr 2026 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise,
Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des
BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die bereinigte
Schutzquote im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne
Identitätspapiere?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
1. Halbjahr 2026
Staatsangehörigkeiten
Anzahl der
Erstantragssteller
Anzahl der
Antragssteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragssteller
ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragssteller ohne
Identitätspapiere*
Gesamt 39.646 15.338 24.308 61,3 %
darunter:
Afghanistan 10.458 5.640 4.818 46,1 %
Syrien 4.997 1.379 3.618 72,4 %
Türkei 3.454 1.448 2.006 58,1 %
Somalia 2.282 204 2.078 91,1 %
Irak 1.505 425 1.080 71,8 %
Russische Föd. 918 322 596 64,9 %
Iran 867 324 543 62,6 %
Vietnam 917 797 120 13,1 %
Eritrea 889 114 775 87,2 %
Georgien 630 381 249 39,5 %
Algerien 584 28 556 95,2 %
China 759 231 528 69,6 %
Moldau,
Republik
207 62 145 70,0 %
Ungeklärt 571 122 449 78,6 %
Guinea 559 14 545 97,5 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF lag im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere
bei 54,8 Prozent.
11. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2026 mobile Datenträger
von Asylsuchenden ausgelesen (bitte auch angeben, wie viel Prozent der
ohne Identitätsnachweise Asylerstantragstellenden dies betraf; diese
Angabe fehlte in der Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache
21/4448), und in wie vielen Fällen wurden diese Daten mit welchem
Ergebnis ausgewertet (bitte so genau wie möglich ausführen und angeben,
aus welchen Gründen hierzu keine genauere Statistik mehr geführt wird
– anders als noch in der Vergangenheit, vgl. z. B. Antwort zu Frage 15
auf Bundestagsdrucksache 21/1710)?
Das Auslesen mobiler Datenträger ist ein Assistenzsystem, um die Aussagen
von Antragstellenden ohne Identitätsdokumente zu ihrer Herkunft und Identität
zu plausibilisieren. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Verifikation der Identität
und Staatsangehörigkeit ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis
darstellt, wie das Widerlegen bzw. Bestätigen von Aussagen zur Identität und
Staatsangehörigkeit.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 853 Datenträger ausgelesen. In 284 Fällen
wurde die Freigabe der Berichte intern beantragt. Davon wurden 263 Berichte
freigegeben und ausgewertet. Statistiken zu Ergebnissen der Auswertungen
werden aus arbeitsökonomischen Gründen nicht mehr erhoben. Im ersten
Halbjahr 2026 wurden von 3,5 Prozent der Erstantragstellenden ohne Pass oder
Passersatz mobile Datenträger ausgelesen.
Die Klärung und Feststellung von Identität und Staatsangehörigkeit ist für das
Asylverfahren von erheblicher Bedeutung und setzt immer die Durchführung
einer persönlichen Anhörung voraus. Die Entscheidung, ob das
ressourcenintensive Auslesen und Auswerten von mobilen Datenträgern erfolgt, wird
einzelfallbezogen durch die Entscheiderin oder den Entscheider getroffen. Weitere
Erkenntnisse liegen nicht vor.
Die Erkenntnisse aus dem Auslesen mobiler Datenträger sind unterstützende
Hinweise, welche aber in den Einzelfällen notwendig und daher für die Klärung
der Identität und Staatsangehörigkeit für die Durchführung und Entscheidung
des Asylverfahrens von besonders erheblicher Bedeutung sind.
12. Welche Kosten sind infolge der rechtlichen Vorschriften zur Auslesung
bzw. Auswertung mobiler Datenträger von Asylsuchenden bislang
entstanden (bitte nach Jahren und so differenziert wie möglich auflisten),
wie viel Personal war bzw. ist im BAMF mit dieser Aufgabe gebunden,
und wie bewertet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund das
Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser datenschutzrechtlich umstrittenen
Maßnahme, auch vor dem Hintergrund der hierdurch erzielten Ergebnisse (bitte
begründen; Hinweis: in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 wurde die entsprechende
Frage 12 von der Bundesregierung so verstanden, als ob Kosten infolge
einer Bundesverwaltungsgerichtsentscheidung, von der in der Frage
jedoch keine Rede war, gemeint seien; gemeint sind jedoch alle Kosten
infolge der gesetzlichen Neuregelung zur Auslesung und Auswertung von
Datenträgern von Asylsuchenden, d. h. die Kosten für die Beschaffung
der entsprechenden Technik und Software, die Kosten für das mit dieser
Aufgabe befasste Personal usw.)?
Die im Sinne der Fragestellung bezifferbaren Kosten des BAMF können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Jahr Titel 51101 Titel 53201 Titel 81202 Ausgabe gesamt
Brutto
2017 4169887,33 2.801.736,00 6.971.623,33
2018 654.500,00 1.899.441,35 2.553.941,35
2019 2.116.021,35 2.116.021,35
2020 558.720,96 1.061.400,00 591.836,64 2.211.957,60
2021 238.000,00 1.762.341,89 2.000.341,90
2022 2.266.401,48 2.266.401,48
2023 892.857,00 2.388.495,41 3.281.352,41
2024 181.475,00 732.491,41 913.966,41
2025 301.784,00 2.582.164,32 2.883.948,20
2026 395.427,20 527.417,00 922.844,20
Gesamt 4.834.665,64 5.885.787,33 15.401.945,39 26.122.398,36
Im Rahmen einer Organisationsuntersuchung (Datenbasis Jahr 2022) wurden
zudem die Personalbedarfe für das „Auslesen mobiler Datenträger" ermittelt.
Die Bedarfe belaufen sich dabei auf 11,2 Vollzeitäquivalente (alle mD) für das
Asylverfahren. Neuere Daten liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen
wird auf die o. g. Änderung, dass aktuell nur noch einzelfallbezogene
Auslesungen stattfinden, verwiesen.
Die Feststellung der Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden
Person ist eine wesentliche Voraussetzung für die ordnungsgemäße Durchführung
des Asylverfahrens. Dem BAMF obliegt insoweit der gesetzliche Auftrag, die
Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden Person zu ermitteln und
festzustellen.
Das Auslesen und Auswerten mobiler Datenträger dient der Erfüllung dieses
gesetzlichen Auftrags und kann einen wesentlichen Beitrag zur Identitäts- und
Staatsangehörigkeitsklärung leisten. Der Gesetzgeber hat hierfür in § 15a
AsylG ein an enge tatbestandliche Voraussetzungen gebundenes
Ermittlungsinstrument geschaffen. Der Nutzen der Maßnahme bemisst sich daher nicht
ausschließlich nach der Anzahl erfolgreicher Identitätsfeststellungen, sondern auch
danach, dass dem BAMF ein gesetzlich vorgesehenes und im Einzelfall
erforderliches Erkenntnismittel zur Erfüllung seines gesetzlichen Auftrags zur
Verfügung steht.
13. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 nach § 14a
Absatz 2 AsylG von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste)
Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden im genannten Zeitraum von
Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen
zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in
Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der
Anträge unter 18‑Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben),
und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im ersten Halbjahr 2026 bei 49,4 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im
Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 44,4 Prozent und bei allen Personen unter
18 Jahren bei 60,8 Prozent.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im genannten
Zeitraum bei 52,5 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16
bis unter 18 Jahren bei 47,1 Prozent, und bei allen Personen unter 18 Jahren bei
68,5 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge
angegeben:
1. Halbjahr 2026
absolut Verhältnis
zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 39.646
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre
insgesamt
18.513 46,7 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre
16.329 41,2 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 215 0,5 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 2.248 5,7 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis
unter 18 Jahre
2.184 5,5 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter
18 Jahre)
1.323 3,3 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 10 0,0 %
14. Wie viele der Asylantragstellenden im ersten Halbjahr 2026 waren
sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden
oder Geflüchteten (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und
nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden
vor. 6.962 Asylerstantragstellende im ersten Halbjahr 2026 waren so genannte
„Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der
Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 1.436 Kinder von anerkannten
Asylberechtigten und 1.954 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a
Grundgesetz und § 3 Absatz 1AsylG). Die weiteren Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
01.01.–30.06.2026 Absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Gesamt 6.962 17,6 %
darunter:
Afghanistan 1.305 12,5 %
Syrien 1.765 35,3 %
Türkei 611 17,7 %
Somalia 304 13,3 %
Irak 560 37,2 %
Russische Föderation 152 16,6 %
Vietnam 21 2,3 %
Eritrea 444 49,9 %
Iran 82 9,5 %
China 9 1,2 %
15. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus
Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin-
Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und den wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), inwieweit verlieren unbegleitete Minderjährige,
etwa aus Afghanistan und Somalia, ihren (nationalen)
Abschiebungsschutz mit Erreichen der Volljährigkeit, welche Regelungen sind hierzu
vorgesehen, außer der Selbstverständlichkeit, dass die Entscheidungen
im jeweiligen Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände
getroffen werden müssen, und welche Zahlen liegen dazu vor oder können
zumindest annäherungsweise ermittelt werden, in welchem Umfang
(nationale Abschiebungs-)Schutzstatus, die an unbegleitete Minderjährige
erteilt wurden, nach Erreichen der Volljährigkeit zurückgenommen werden
bzw. wurden (bitte ausführen und gegebenenfalls auch nach den
wichtigsten Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Daten im Sinne der zweiten Teilfrage werden statistisch nicht erfasst.
Grundsätzlich ist die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach § 60 Abs. 5 oder 7
AufenthG gem. § 73b Abs. 1 Satz 3 AsylG zu widerrufen, wenn die
Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Hierbei ist zu prüfen, ob im Hinblick auf die
aktuelle Situation im Herkunftsland, etwa in Afghanistan oder Somalia, die
Voraussetzungen der Schutzerteilung noch vorliegen. Hierbei können
beispielsweise das Alter, die erworbenen Sprachkenntnisse, die beruflichen Kenntnisse,
der Familienstand, der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des
Ausländers von Bedeutung sein. Bei Ausländern, die als unbegleitete
Minderjährige nach Deutschland kamen und für welche im Asylerst- bzw. -folgeverfahren
ein Abschiebungsverbot festgestellt wurde, ist es möglich, dass das festgestellte
Abschiebungsverbot maßgeblich auf der Minderjährigkeit beruht; beim BAMF
werden jedoch individuelle Schutzgründe statistisch nicht erfasst.
Die Angaben zum ersten Teil der Frage können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden:
1. Halbjahr
2026
Entscheidungen über Erstanträge
Gesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
Susidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
gem.
§ 60
V/VII
Aufenth
G
Ablehnungen
(unbegr.
abgelehnt)
Ablehnungen
(offens.
unbegr.
abgelehnt)
Entscheidungen
im
Dublin-
Verfahren
(z. B.
§ 29
INr. 1
AsylG)
sonstige
Verfahrenserledigungen
(ohne
Dublin-
Entscheidungen)
Herkunftsstaaten gesamt
2.524 4 173 127 841 1.222 20 0 137
darunter
Syrien 1.154 0 6 15 384 681 2 0 66
Somalia 442 0 84 55 216 60 0 0 27
Afghanistan 359 3 44 9 141 155 1 0 6
Guinea 122 1 10 9 29 69 0 0 4
Türkei 99 0 0 1 3 92 1 0 2
Äthiopien 29 0 2 3 7 16 0 0 1
Irak 24 0 1 0 5 17 0 0 1
Gambia 21 0 3 2 2 13 0 0 1
Benin 18 0 0 0 4 14 0 0 0
16. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2026 an
welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen
wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte auch die Summen für
alle Landgrenzen nennen und nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), ist die Antwort der Bundesregierung auf die
Mündliche Frage 45 der Abgeordneten Clara Bünger (Plenarprotokoll 21/67,
S. 8116 (C)) so zu verstehen, dass die Bundesregierung der Auffassung
ist, dass bei einer beabsichtigten Zurückweisung bzw. Zurückschiebung
von unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze die nach § 42a des
Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verpflichtende Inobhutnahme
durch die Jugendämter bei unbegleiteter Einreise nicht gilt, etwa weil sie
der Auffassung ist, dass die Einreise verhindert werden soll (bitte
ausführen), und wenn ja, was entgegnet sie dem Argument, dass damit das in
§ 42a SGB VIII geregelte Primat der Kinder- und Jugendhilfe bei
tatsächlichem Aufenthalt im Inland ausgehebelt würde (vgl. z. B. https://ver
fassungsblog.de/kinderrechte-und-die-geas-reform/), zumal das
SGB VIII keine „Fiktion der Nichteinreise“ (vergleichbar dem § 13
Absatz 2 AufenthG) kennt (bitte begründen)?
Die Grenzbehörde informiert das Jugendamt unverzüglich bei Feststellung
eines unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze, also bereits vor der
Entscheidung über die Gestattung der Einreise, damit das Jugendamt seiner
Verpflichtung zur vorläufigen Inobhutnahme nach § 42a ff. Achtes Buch
Sozialgesetzbuch (SGB VIII) nachkommen kann. Davon unberührt bleibt die
Entscheidung der Grenzbehörde über die Gestattung der Einreise. Wird der
Minderjährige von der Grenzbehörde zurückgewiesen oder zurückgeschoben, so
endet auch die vorläufige Inobhutnahme durch das Jugendamt. Gestattet die
Grenzbehörde die Einreise, wird der Minderjährige an das Jugendamt
übergeben.
Die statistischen Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden, die auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei
beruhen:
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr
2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert)
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
somalisch
algerisch
afghanisch
marokkanisch
syrisch
Gesamt
Belgien 5 6 1 11 6 41
Dänemark 5 0 2 1 0 10
Frankreich 25 23 12 12 7 153
Luxemburg 2 0 0 2 2 10
Niederlande 0 9 0 2 11 39
Polen 19 0 2 0 2 41
Schweiz 116 31 41 26 9 290
Tschechien 0 0 3 1 5 17
Keiner Grenze
zuzuordnen
41 0 1 0 0 47
Österreich 26 1 4 4 13 70
Luftgrenze 4 0 1 1 0 22
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr
2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib
Übergabe Jugendamt“
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
somalisch
afghanisch
marokkanisch
algerisch
syrisch
Gesamt
Schweiz 54 18 11 13 2 135
Frankreich 12 6 6 11 1 54
Österreich 26 3 3 1 6 47
Belgien 1 1 8 1 0 17
Polen 8 2 0 0 0 14
Tschechien 0 2 0 0 3 8
Niederlande 0 0 1 4 1 8
Luxemburg 0 0 2 0 0 3
Dänemark 1 0 0 0 0 1
Keiner Grenze
zuzuordnen
21 1 0 0 0 26
Luftgrenze 4 1 0 0 0 11
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr
2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib
Zurückweisung“
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
somalisch
syrisch
algerisch
afghanisch
marokkanisch
Gesamt
Schweiz 50 6 15 18 12 125
Frankreich 3 4 4 2 0 34
Niederlande 0 7 3 0 1 21
Belgien 1 4 1 0 3 13
Polen 0 0 0 0 0 13
Österreich 0 4 0 0 0 9
Dänemark 4 0 0 2 1 9
Luxemburg 2 1 0 0 0 6
Tschechien 0 0 0 0 1 3
Luftgrenze 0 0 0 0 1 1
Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr
2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib
Zurückschiebung
Grenze/
Staatsangehörigkeiten
al
ge
ris
ch
su
da
ne
si
sc
h
m
ar
ok
ka
ni
sc
h
af
gh
an
is
ch
gu
in
ei
sc
h
iv
or
is
ch
so
m
al
is
ch
G
es
am
t
Frankreich 8 8 5 3 5 5 5 46
Niederlande 0 0 0 0 0 0 0 2
Schweiz 0 0 0 2 0 0 0 2
Österreich 0 0 1 0 0 0 0 1
17. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 als
„offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte auch differenziert nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr 2026 Ablehnung
insgesamt
darunter: als
offensichtlich
unbegründet
abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 51.656 9.960 19,3 %
darunter:
Afghanistan 3.461 345 10,0 %
Syrien 20.952 427 2,0 %
Türkei 6.716 1.922 28,6 %
Irak 2.115 483 22,8 %
Somalia 558 44 7,9 %
Russische Föderation 1.463 346 23,7 %
Ungeklärt 602 140 23,3 %
Eritrea 146 6 4,1 %
Guinea 734 170 23,2 %
Iran 593 83 14,0 %
Nigeria 784 186 23,7 %
Georgien 661 656 99,2 %
China 558 289 51,8 %
Algerien 388 277 71,4 %
Vietnam 460 449 97,6 %
18. Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr
2026 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis
durchgeführt (bitte auch den Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten
Minderjährigen und die zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben), in wie
vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als
offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der
gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren nach § 18a AsylG für
unbegleitete Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
1.Halbjahr 2026 Flughafenverfahren Entscheidungen
innerhalb von 2 Tagen nach
Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage
darunter:
Personen
unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 84 7 45 27 0
Flughafen
Berlin
17 3 9 8 0
Flughafen
Frankfurt
59 4 32 15 0
Flughafen
München
8 0 4 4 0
1.Halbjahr 2026 Flughafenverfahren Entscheidungen
innerhalb von 2 Tagen nach
Antragstellung
Herkunftsland
Aktenanlage
darunter:
Personen
unter
18 Jahren
Mitteilung
§ 18a
Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 84 7 45 27 0
darunter:
Iran 32 0 23 3 0
Somalia 6 0 4 2 0
Syrien 6 0 6 0 0
Afghanistan 5 0 4 1 0
Kongo,
Demokratische
Republik
5 2 2 3 0
Türkei 5 3 0 4 0
Georgien 4 0 1 3 0
Pakistan 4 0 0 4 0
Algerien 2 0 0 1 0
Simbabwe 2 2 0 0 0
1.Halbjahr 2026 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 27 8 22
Iran 6 4 3
1.Halbjahr 2026 Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
Insgesamt 27 8 22
Somalia 1 0 1
Syrien 0 0 0
Afghanistan 2 0 2
Kongo, Demokratische
Republik
3 0 3
Türkei 0 0 0
Georgien 1 1 1
Pakistan 3 0 3
Algerien 2 1 1
Simbabwe 2 0 2
19. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr
2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026 (Letzteres soweit vorliegend; bitte
jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 22 auf
Bundestagsdrucksache 21/1710 darstellen: Asylverfahren,
Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu
Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der
Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den
sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Bangladesch, Kolumbien, Marokko,
Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation, Pakistan,
Indien und zur Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und
wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur
ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer Schutz
Abschie
bungsverbot
Ablehnungen sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B. Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
169.415 107.433 177 3.112 873 2.657 39.433 36,7 % 61.181 56,9 % 195.282
darunter:
Türkei 44.731 25.978 71 776 79 155 13.499 52,0 % 11.398 43,9 % 54.617
Afghanistan 23.584 8.162 4 248 21 359 1.541 18,9 % 5.989 73,4 % 21.939
Syrien 16.928 13.488 – 19 1 60 2.163 16,0 % 11.245 83,4 % 16.994
Irak 9.683 9.718 2 267 86 666 4.369 45,0 % 4.328 44,5 % 16.347
Iran 8.088 4.169 30 772 26 42 1.320 31,7 % 1.979 47,5 % 11.198
Russische Föderation 7.609 3.866 7 44 126 39 1.282 33,2 % 2.368 61,3 % 9.619
Kolumbien 3.348 2.875 – 9 7 12 1.681 58,5 % 1.166 40,6 % 4.826
Venezuela 3.236 1.716 4 16 11 273 639 37,2 % 773 45,0 % 5.016
Guinea 3.194 1.561 – 26 4 27 603 38,6 % 901 57,7 % 3.329
Somalia 3.061 1.978 – 34 9 83 296 15,0 % 1.556 78,7 % 2.688
Nigeria 2.996 2.241 3 23 5 152 767 34,2 % 1.291 57,6 % 3.407
Pakistan 2.349 1.653 1 185 4 42 587 35,5 % 834 50,5 % 2.801
Ungeklärt 2.316 1.490 – 122 26 36 145 9,7 % 1.161 77,9 % 2.620
Armenien 1.978 1.639 – 2 2 60 658 40,1 % 917 55,9 % 2.023
Erst- und Folgeanträge
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer Schutz
Abschie
bungsverbot
Ablehnungen sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B. Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
169.415 107.433 177 3.112 873 2.657 39.433 36,7 % 61.181 56,9 % 195.282
darunter:
Georgien 1.946 2.871 12 15 10 17 1.030 35,9 % 1.787 62,2 % 2.478
Albanien 308 489 0 1 1 25 137 28,0 % 325 66,5 % 317
Bosnien und Herzegowina 198 301 0 0 0 8 82 27,2 % 211 70,1 % 203
Ghana 245 177 0 1 0 1 43 24,3 % 132 74,6 % 337
Kosovo 486 598 0 1 0 11 232 38,8 % 354 59,2 % 413
Moldau, Republik 433 480 0 0 0 2 126 26,3 % 352 73,3 % 386
Montenegro 73 125 0 0 0 0 17 13,6 % 108 86,4 % 60
Nordmazedonien 674 1.165 0 0 0 20 278 23,9 % 867 74,4 % 593
Senegal 137 81 1 3 0 0 22 27,2 % 55 67,9 % 162
Serbien 470 787 0 0 0 11 225 28,6 % 551 70,0 % 376
Bangladesch 169 108 0 0 0 2 49 45,4 % 57 52,8 % 205
Marokko 497 759 1 8 1 9 317 41,8 % 423 55,7 % 401
Tunesien 785 1.059 1 6 4 6 451 42,6 % 591 55,8 % 884
Algerien 797 890 0 6 5 19 324 36,4 % 536 60,2 % 518
Belarus 241 211 1 5 1 0 93 44,1 % 111 52,6 % 225
Ukraine 823 347 0 0 3 7 68 19,6 % 269 77,5 % 1.178
Indien 807 898 1 0 0 5 521 58,0 % 371 41,3 % 529
Erst- und Folgeanträge
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B. Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
57.981 55.897 103 1.693 427 1.614 22.044 39,4 % 30.016 53,7 % 196.315
darunter:
Syrien 21.514 5.510 – 20 2 37 1.131 20,5 % 4.320 78,4 % 32.898
Türkei 7.611 13.869 17 442 38 86 7.680 55,4 % 5.606 40,4 % 48.161
Afghanistan 5.568 6.207 6 182 17 353 1.672 26,9 % 3.977 64,1 % 21.209
Irak 2.723 5.106 – 161 44 344 2.167 42,4 % 2.390 46,8 % 13.858
Russische Föderation 1.767 2.041 8 17 153 17 706 34,6 % 1.140 55,9 % 9.264
Somalia 1.068 1.239 – 24 7 37 262 21,1 % 909 73,4 % 2.501
Nigeria 924 1.124 – 20 3 36 457 40,7 % 608 54,1 % 3.163
Iran 871 1.720 10 454 5 13 440 25,6 % 798 46,4 % 10.296
Guinea 818 962 – 17 1 27 425 44,2 % 492 51,1 % 3.175
Ungeklärt 800 1.014 – 23 6 14 92 9,1 % 879 86,7 % 2.371
Venezuela 664 1.023 1 8 6 88 462 45,2 % 458 44,8 % 4.582
Georgien 658 1.134 36 44 6 8 348 30,7 % 692 61,0 % 1.952
Kamerun 636 370 – 7 – 11 134 36,2 % 218 58,9 % 2.274
Pakistan 603 920 1 71 1 18 435 47,3 % 394 42,8 % 2.455
China 561 399 1 2 – – 157 39,3 % 239 59,9 % 1.110
Erst- und Folgeanträge
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.
Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschieb
ungsverbot
Ablehnungen sonst.
Verfahrenserledigungen
(z. B. Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
57.981 55.897 103 1.693 427 1.614 22.044 39,4 % 30.016 53,7 % 196.315
darunter:
Albanien 83 134 0 0 0 11 32 23,9 % 91 67,9 % 262
Ghana 145 115 0 1 0 8 31 27,0 % 75 65,2 % 368
Kosovo 164 217 0 0 0 4 70 32,3 % 143 65,9 % 352
Moldau, Republik 175 227 0 0 0 1 82 36,1 % 144 63,4 % 330
Montenegro 17 41 0 0 0 1 6 14,6 % 34 82,9 % 35
Senegal 38 58 0 1 0 5 26 44,8 % 26 44,8 % 142
Serbien 179 195 0 0 0 2 64 32,8 % 129 66,2 % 349
Kolumbien 325 1.322 0 3 0 7 797 60,3 % 515 39,0 % 3.811
Marokko 162 255 0 3 0 8 97 38,0 % 147 57,6 % 308
Tunesien 193 456 1 4 0 15 169 37,1 % 267 58,6 % 610
Algerien 301 372 0 0 0 5 113 30,4 % 254 68,3 % 443
Belarus 25 100 1 2 0 2 47 47,0 % 48 48,0 % 148
Ukraine 418 409 0 4 1 24 154 37,7 % 226 55,3 % 1.191
Indien 239 304 0 3 0 2 157 51,6 % 142 46,7 % 464
Widerrufsverfahren
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 1.521 1.146 586 51,1 % 77 6,7 % 483 42,1 % 2.363
darunter:
Irak 496 355 221 62,3 % 11 3,1 % 123 34,6 % 675
Syrien 273 188 88 46,8 % 11 5,9 % 89 47,3 % 462
Afghanistan 189 102 32 31,4 % 13 12,7 % 57 55,9 % 240
Russische Föderation 67 47 29 61,7 % 5 10,6 % 13 27,7 % 126
Iran 60 38 16 42,1 % 4 10,5 % 18 47,4 % 94
Türkei 56 51 29 56,9 % 3 5,9 % 19 37,3 % 104
Armenien 54 35 17 48,6 % 2 5,7 % 16 45,7 % 60
Ungeklärt 33 39 16 41,0 % 2 5,1 % 21 53,8 % 106
Eritrea 27 27 13 48,1 % 3 11,1 % 11 40,7 % 43
Äthiopien 26 28 14 50,0 % 3 10,7 % 11 39,3 % 35
Nigeria 26 23 15 65,2 % 2 8,7 % 6 26,1 % 42
Aserbaidschan 19 11 9 81,8 % 1 9,1 % 1 9,1 % 25
Somalia 17 26 9 34,6 % 3 11,5 % 14 53,8 % 30
Pakistan 17 15 9 60,0 % 0 0,0 % 6 40,0 % 19
Libyen 13 0 0 – 0 – 0 – 15
Albanien 7 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 8
Bosnien und Herzegowina 0 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 2
Ghana 3 3 0 0,0 % 0 0,0 % 3 100,0 % 9
Kosovo 11 9 5 55,6 % 1 11,1 % 3 33,3 % 24
Widerrufsverfahren
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 1.521 1.146 586 51,1 % 77 6,7 % 483 42,1 % 2.363
darunter:
Nordmazedonien 3 0 0 – 0 – 0 – 3
Montenegro 0 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 0
Senegal 1 0 0 – 0 – 0 – 2
Serbien 8 4 1 25,0 % 0 0,0 % 3 75,0 % 11
Georgien 8 6 2 33,3 % 0 0,0 % 4 66,7 % 5
Moldau, Republik 1 0 0 – 0 – 0 – 2
Bangladesch 2 10 3 30,0 % 0 0,0 % 7 70,0 % 4
Marokko 1 4 3 75,0 % 1 25,0 % 0 0,0 % 2
Tunesien 2 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 5
Algerien 4 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 6
Belarus 2 0 0 – 0 – 0 – 3
Ukraine 9 4 1 25,0 % 2 50,0 % 1 25,0 % 15
Indien 3 17 12 70,6 % 0 0,0 % 5 29,4 % 4
Widerrufsverfahren
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.511 737 371 50,3 % 62 8,4 % 304 41,2 % 4.117
darunter:
Irak 807 197 112 56,9 % 18 9,1 % 67 34,0 % 1.280
Syrien 465 147 80 54,4 % 3 2,0 % 64 43,5 % 774
Afghanistan 302 80 41 51,3 % 8 10,0 % 31 38,8 % 457
Russische Föderation 112 38 21 55,3 % 5 13,2 % 12 31,6 % 200
Türkei 111 36 16 44,4 % 1 2,8 % 19 52,8 % 180
Äthiopien 92 15 2 13,3 % 5 33,3 % 8 53,3 % 113
Armenien 79 16 7 43,8 % – 0,0 % 9 56,3 % 124
Ungeklärt 59 32 17 53,1 % 4 12,5 % 11 34,4 % 130
Libanon 46 16 4 25,0 % – 0,0 % 12 75,0 % 77
Iran 36 23 6 26,1 % 4 17,4 % 13 56,5 % 106
Nigeria 34 18 11 61,1 % 2 11,1 % 5 27,8 % 58
Kosovo 32 6 3 50,0 % – 0,0 % 3 50,0 % 50
Eritrea 32 12 6 50,0 % 1 8,3 % 5 41,7 % 62
Pakistan 30 4 2 50,0 % – 0,0 % 2 50,0 % 45
Ägypten 25 1 – 0,0 % – 0,0 % 1 100,0 % 25
Tunesien 3 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 6
Algerien 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 8
Belarus 1 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 2
Ukraine 6 5 3 60,0 % 0 0,0 % 2 40,0 % 15
Indien 3 3 0 0,0 % 3 100,0 % 0 0,0 % 4
Bangladesch 7 1 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 10
Kolumbien 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2
Widerrufsverfahren
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Eingelegte
Klagen
Gerichtsentscheidungen anhängige
RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/
Flüchtlingseigenschaft/
subs. Schutz
kein Widerruf sonst.
Verfahrenserledigungen (z. B.
Rücknahmen)
absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.511 737 371 50,3 % 62 8,4 % 304 41,2 % 4.117
darunter:
Marokko 1 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 1
Albanien 8 4 1 25,0 % 2 50,0 % 1 25,0 % 12
Ghana 5 1 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 12
Montenegro 1 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1
Serbien 7 10 6 60,0 % 0 0,0 % 4 40,0 % 8
Georgien 11 3 2 66,7 % 0 0,0 % 1 33,3 % 14
Moldau, Republik 3 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 4
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst– und
Folgeanträge:
Verfahrensdauer
Widerrufe:
01.01–31.12.2025 14,3 28,0
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und
Folgeanträge:
Verfahrensdauer
Widerrufe:
01.01.–30.06.2026 15,3 20,6
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
3.531 1.129 4.660
darunter:
Türkei 683 132 815
Syrien 343 291 634
Afghanistan 341 131 472
Russische Föderation 204 32 236
Nigeria 155 61 216
Irak 123 85 208
Guinea 142 32 174
China 143 11 154
Iran 88 56 144
Somalia 109 21 130
Tadschikistan 98 15 113
Armenien 99 11 110
Algerien 87 11 98
Aserbaidschan 89 5 94
Pakistan 61 17 78
Albanien – – –
Bosnien und Herzegowina – – –
Georgien 4 – 4
Ghana 6 3 9
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
3.531 1.129 4.660
darunter:
Kosovo – – –
Moldau, Republik – – –
Montenegro – – –
Nordmazedonien – – –
Senegal 12 5 17
Serbien – – –
Bangladesch 5 5 10
Kolumbien 1 1 2
Marokko 40 8 48
Tunesien 29 12 41
Belarus 14 6 20
Ukraine 10 0 10
Indien 53 5 58
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.790 435 2.225
darunter:
Türkei 242 57 299
Afghanistan 201 44 245
Russische Föderation 188 28 216
Syrien 100 28 128
Somalia 85 31 116
Irak 64 43 107
Armenien 34 43 77
Guinea 63 9 72
China 60 3 63
Algerien 60 3 63
Iran 46 10 56
Nigeria 47 8 55
Aserbaidschan 39 9 48
Libyen 38 8 46
Äthiopien 23 19 42
Albanien – – –
Bosnien und Herzegowina – – –
Ghana 9 1 10
Kosovo – – –
Nordmazedonien – – –
Montenegro – – –
Senegal 3 1 4
Serbien – – –
Georgien – – –
Moldau, Republik 1 0 1
Bangladesch 5 0 5
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.790 435 2.225
darunter:
Kolumbien 1 0 1
Marokko 21 2 23
Tunesien 13 2 15
Belarus 6 0 6
Ukraine 16 1 17
Pakistan 24 2 26
Indien 18 0 18
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 45,6 22,9 22,9
darunter:
Türkei 54,0 25,2 24,2
Syrien 46,0 26,3 23,1
Afghanistan 58,4 17,1 31,1
Russische Föderation 49,3 17,6 16,6
Nigeria 37,0 19,8 21,0
Irak 65,1 18,6 27,5
Guinea 36,7 19,2 32,5
China 26,4 35,0 35,0
Iran 46,1 20,6 41,9
Somalia 34,0 19,0 43,2
Tadschikistan 41,1 12,4 0,0
Armenien 31,5 12,2 7,4
Algerien 23,9 70,0 5,3
Aserbaidschan 20,7 13,6 1,5
Pakistan 31,5 0,0 1,0
Albanien – – –
Bosnien und Herzegowina – – –
Georgien 23,3 0,0 0,0
Ghana 51,3 0,0 57,0
Kosovo – – –
Moldau, Republik – – –
Montenegro 53,5 2,0 4,0
Nordmazedonien – – –
Senegal 23,3 0,0 0,0
Serbien – – –
Bangladesch 17,6 0,0 0,0
Kolumbien 69,0 0,0 0,0
Marokko 27,1 0,0 0,0
Tunesien 29,1 19,3 12,0
Belarus 248,7 10,0 0,0
Ukraine 26,7 2,0 14,5
Indien 34,2 2,0 15,6
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 53,3 24,2 43,6
darunter:
Türkei 83,3 38,3 48,6
Afghanistan 65,2 32,0 30,7
Russische Föderation 57,2 25,3 46,0
Syrien 62,5 39,4 85,1
Somalia 36,1 16,0 69,0
Irak 43,9 13,4 54,0
Armenien 34,1 45,0 24,0
Guinea 52,6 10,3 59,0
China 38,1 17,3 118,0
Algerien 33,3 32,5 16,0
Iran 39,3 8,5 9,0
Nigeria 44,0 15,8 0,0
Aserbaidschan 23,3 25,0 1,0
Libyen 44,5 0,0 25,7
Äthiopien 19,7 0,0 0,0
Albanien – – –
Bosnien und Herzegowina – – –
Ghana 27,0 43,0 0,0
Kosovo – – –
Nordmazedonien – – –
Montenegro – – –
Senegal 29,3 0,0 0,0
Serbien – – –
Georgien – – –
Moldau, Republik 34,0 0,0 0,0
Bangladesch 26,2 0,0 0,0
Kolumbien 7,0 0,0 0,0
Marokko 44,1 0,0 0,0
Tunesien 60,5 0,0 0,0
Belarus 46,0 46,0 0,0
Ukraine 36,8 0,0 0,0
Pakistan 47,8 7,0 0,0
Indien 42,6 39,5 0,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt:
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
44.320 17.234 61.554
darunter:
Türkei 10.359 3.079 13.438
Syrien 5.029 3.465 8.494
Afghanistan 4.917 2.444 7.361
Irak 2.416 1.500 3.916
Russische Föderation 1.585 695 2.280
Georgien 1.653 346 1.999
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
44.320 17.234 61.554
darunter:
Ungeklärt 1.163 504 1.667
Iran 881 673 1.554
Somalia 1.016 526 1.542
Armenien 1.185 324 1.509
Venezuela 688 356 1.044
Nigeria 753 280 1.033
Guinea 719 164 883
Aserbaidschan 733 135 868
Kolumbien 681 138 819
Albanien 252 30 282
Bosnien und Herzegowina 167 9 176
Ghana 151 58 209
Kosovo 439 49 488
Nordmazedonien 542 47 589
Montenegro 85 0 85
Senegal 73 51 124
Serbien 415 37 452
Moldau, Republik 401 26 427
Bangladesch 37 12 49
Marokko 283 50 333
Tunesien 406 84 490
Algerien 453 56 509
Belarus 88 16 104
Ukraine 223 58 281
Pakistan 511 167 678
Indien 264 71 335
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
14.625 5.234 19.859
darunter:
Türkei 2.802 882 3.684
Afghanistan 1.816 919 2.735
Syrien 1.766 693 2.459
Irak 858 487 1.345
Russische Föderation 637 274 911
Georgien 527 157 684
Armenien 376 154 530
Somalia 326 159 485
Ungeklärt 287 139 426
Nigeria 319 104 423
Guinea 264 88 352
Iran 197 152 349
Nordmazedonien 235 20 255
Aserbaidschan 182 56 238
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten
gesamt
14.625 5.234 19.859
darunter:
Pakistan 194 37 231
Serbien 163 5 168
Kosovo 136 18 154
Moldau, Republik 139 12 151
Ghana 85 29 114
Albanien 81 6 87
Bosnien & Herzegowina 55 7 62
Senegal 33 10 43
Montenegro 9 0 9
Algerien 202 18 220
Indien 120 20 140
Ukraine 119 14 133
Tunesien 115 13 128
Kolumbien 112 10 122
Marokko 98 11 109
Belarus 20 10 30
Bangladesch 13 2 15
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen):
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 37,9 26,9 35,9
darunter:
Türkei 38,6 23,6 38,2
Syrien 30,6 25,4 41,5
Afghanistan 42,3 27,6 35,5
Irak 37,3 26,1 36,9
Russische Föderation 43,9 24,5 32,3
Georgien 55,0 28,0 38,3
Ungeklärt 47,2 31,9 36,0
Iran 38,0 32,1 24,8
Somalia 28,5 18,7 42,1
Armenien 28,4 15,0 27,3
Venezuela 59,2 70,9 86,0
Nigeria 40,0 33,9 37,3
Guinea 32,1 24,8 28,1
Aserbaidschan 23,4 14,9 12,4
Kolumbien 39,5 18,5 18,7
Albanien 28,0 273,7 38,0
Bosnien und Herzegowina 32,7 16,5 47,4
Ghana 46,4 67,3 17,5
Kosovo 33,0 11,6 15,6
Moldau, Republik 29,2 22,6 68,0
Montenegro 38,6 30,0 30,9
Zeitraum:
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 37,9 26,9 35,9
darunter:
Nordmazedonien 30,9 39,1 30,0
Senegal 35,8 43,6 9,0
Serbien 31,2 12,3 23,7
Bangladesch 17,3 30,8 0,0
Marokko 26,5 19,0 14,3
Tunesien 34,5 62,5 24,6
Algerien 24,8 55,6 14,2
Belarus 76,8 15,2 11,9
Ukraine 145,7 12,3 187,5
Pakistan 35,5 21,2 48,9
Indien 31,2 21,3 14,3
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 58,3 32,7 41,7
darunter:
Türkei 69,8 27,8 33,6
Afghanistan 70,8 35,1 39,5
Syrien 49,6 37,1 44,2
Irak 66,6 31,4 43,3
Russische Föderation 56,1 37,3 46,2
Georgien 83,8 19,1 85,7
Armenien 28,7 21,3 13,1
Somalia 50,4 31,1 45,2
Ungeklärt 70,7 30,4 48,6
Nigeria 71,8 12,8 46,3
Guinea 43,0 19,0 31,3
Iran 62,1 30,3 27,2
Nordmazedonien 59,2 18,7 91,2
Aserbaidschan 24,1 18,0 16,2
Pakistan 57,9 50,5 43,0
Serbien 40,5 0,0 94,3
Kosovo 42,3 59,3 22,8
Moldau, Republik 19,0 26,0 18,4
Ghana 44,4 49,9 15,0
Albanien 60,8 20,6 37,3
Bosnien und Herzegowina 28,7 1,0 46,3
Senegal 51,7 10,0 0,0
Montenegro 18,6 0,0 16,5
Algerien 35,8 22,8 43,8
Indien 61,9 39,5 0,0
Ukraine 106,6 53,0 25,0
Tunesien 48,0 12,5 30,1
Kolumbien 14,9 13,2 30,6
Marokko 25,2 28,5 43,5
Zeitraum:
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
Antrag nach
§ 80 Abs. 5
VwGO
Antrag nach
§ 80 Abs. 7
VwGO
Antrag nach
§ 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 58,3 32,7 41,7
darunter:
Belarus 56,8 46,0 0,0
Bangladesch 36,2 0,0 0,0
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2025 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur
ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen auf Verpflichtung zur Zuerkennung der
Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Anerkennung der Asylberechtigung durch Antragstellende,
denen durch das BAMF bereits subsidiärer Schutz zuerkannt wurde bzw. bzgl.
derer das Bestehen von Abschiebungsverboten durch das BAMF festgestellt
wurde (sog. „Aufstocker“), waren zum Stichtag 30. Juni 2026 anhängig:
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2026
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 1.921
darunter:
Syrien 1.380
Ungeklärt 114
Myanmar 72
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
69
Eritrea 45
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach
§ 60 Absatz 5 oder 7 AufenthG durch das BAMF waren zum Stichtag 30. Juni
2026 anhängig:
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum
30. Juni 2026
nach Staatsangehörigkeit Klagen
Gesamt 1.359
darunter:
Syrien 476
Afghanistan 394
Somalia 150
Irak 86
Eritrea 27
Die folgenden Klagen gegen den vom BAMF gewährten subsidiären Schutz
wurden wie folgt gerichtlich entschieden:
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gem.
Art. 16a GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3
Abs. 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01.–30.06.2026 1.122 2 54 1.066
darunter
Syrien 945 0 19 926
Pers. aus
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt)
30 0 6 24
Ungeklärt 27 0 4 23
Eritrea 25 0 0 25
Afghanistan 21 0 11 10
Die folgenden Klagen gegen die durch das BAMF vorgenommene Feststellung
eines Abschiebungsverbotes wurden wie folgt gerichtlich entschieden:
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gem.
Art. 16a
GG
Flüchtlingsschutz
gem. § 3
Abs. 1
AsylG
subsidiärer
Schutz
gem. § 4
Abs. 1
AsylG
Keine
Verbesserung
01.01–30.06.2026 528 3 55 10 460
Afghanistan 206 1 37 0 168
Syrien 120 0 0 0 120
Somalia 66 0 9 1 56
Irak 23 0 0 0 23
Türkei 15 2 0 1 12
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im ersten
Halbjahr 2026 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen
Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der
Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert
ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und
zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren,
bitte zusätzlich nach der Art der Ablehnung unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig differenzieren) und wie lautete die
Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des BAMF für das
Gesamtjahr 2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Staatsangehörigkeit Entscheidungen insgesamt davon Entscheidung
„abgelehnt“
davon Entscheidung
„o.u. abgelehnt“
davon Entscheidung
„Unzulässig“
01.01.–30.06.2026
Stand 15.08.2026
davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil
Gesamt 120.189 54.551 45,4 % 41.696 37.377 89,6 % 9.960 6.665 66,9 % 17.109 8.977 52,5 %
Afghanistan 36.459 5.122 14,0 % 3.116 2.879 92,4 % 345 257 74,5 % 3.703 1.857 50,1 %
Syrien 30.538 20.447 67,0 % 20.525 18.544 90,3 % 427 323 75,6 % 1.453 923 63,5 %
Türkei 10.070 7.147 71,0 % 4.794 4.356 90,9 % 1.922 1.522 79,2 % 1.697 1.179 69,5 %
Irak 4.298 2.535 59,0 % 1.632 1.436 88,0 % 483 369 76,4 % 923 691 74,9 %
Somalia 4.060 1.021 25,1 % 514 466 90,7 % 44 29 65,9 % 843 450 53,4 %
Staatsangehörigkeit Entscheidungen insgesamt davon Entscheidung
„abgelehnt“
davon Entscheidung
„o.u. abgelehnt“
davon Entscheidung
„Unzulässig“
01.01.–30.06.2026
Stand 15.08.2026
davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil davon
beklagt
Anteil
Gesamt 120.189 54.551 45,4 % 41.696 37.377 89,6 % 9.960 6.665 66,9 % 17.109 8.977 52,5 %
Russische Föd. 2.796 1.658 59,3 % 1.117 939 84,1 % 346 255 73,7 % 1.040 438 42,1 %
Ungeklärt 2.034 752 37,0 % 462 413 89,4 % 140 96 68,6 % 296 178 60,1 %
Eritrea 1.713 180 10,5 % 140 103 73,6 % 6 3 50,0 % 120 45 37,5 %
Guinea 1.520 766 50,4 % 564 473 83,9 % 170 128 75,3 % 298 143 48,0 %
Iran 1.415 759 53,6 % 510 482 94,5 % 83 74 89,2 % 321 181 56,4 %
Nigeria 1.389 870 62,6 % 598 508 84,9 % 186 147 79,0 % 329 190 57,8 %
Georgien 966 628 65,0 % 5 2 40,0 % 656 452 68,9 % 272 168 61,8 %
China 955 529 55,4 % 269 242 90,0 % 289 193 66,8 % 164 82 50,0 %
Algerien 952 287 30,1 % 111 61 55,0 % 277 108 39,0 % 484 115 23,8 %
Vietnam 947 75 7,9 % 11 6 54,5 % 449 48 10,7 % 26 5 19,2 %
Moldau,
Republik
784 161 20,5 % 0 0 0,0 % 208 46 22,1 % 557 109 19,6 %
Nordmazedonien 440 218 49,5 % 1 0 0,0 % 196 107 54,6 % 229 111 48,5 %
Serbien 394 167 42,4 % 0 0 0,0 % 217 105 48,4 % 164 61 37,2 %
Ghana 274 138 50,4 % 6 4 66,7 % 189 110 58,2 % 51 23 45,1 %
Kosovo 257 145 56,4 % 0 0 0,0 % 172 104 60,5 % 82 40 48,8 %
Bosnien und
Herzegowina
193 79 40,9 % 0 0 0,0 % 86 37 43,0 % 103 39 37,9 %
Albanien 185 77 41,6 % 0 0 0,0 % 96 45 46,9 % 67 31 46,3 %
Senegal 80 36 45,0 % 0 0 0,0 % 41 24 58,5 % 27 11 40,7 %
Montenegro 52 17 32,7 % 2 0 0,0 % 27 14 51,9 % 22 3 13,6 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
davon beklagt Anteil
Gesamt 73.690 53.623 72,8 %
Afghanistan 7.529 5.043 67,0 %
Syrien 24.147 19.946 82,6 %
Türkei 8.839 7.142 80,8 %
Irak 3.175 2.508 79,0 %
Somalia 1.518 952 62,7 %
Russische Föd. 2.653 1.653 62,3 %
Ungeklärt 1.050 713 67,9 %
Eritrea 298 159 53,4 %
Guinea 1.080 751 69,5 %
Iran 982 746 76,0 %
Nigeria 1.230 867 70,5 %
Georgien 952 627 65,9 %
China 823 527 64,0 %
Algerien 945 287 30,4 %
Vietnam 944 75 7,9 %
Moldau, Republik 784 161 20,5 %
Nordmazedonien 436 218 50,0 %
Serbien 391 167 42,7 %
Ghana 264 137 51,9 %
Kosovo 256 145 56,6 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
davon beklagt Anteil
Gesamt 73.690 53.623 72,8 %
Bosnien und
Herzegowina
193 79 40,9 %
Albanien 183 77 42,1 %
Senegal 71 35 49,3 %
Montenegro 51 17 33,3 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.–31.12.2025
(Stand: 15.02.2026)
davon beklagt Anteil
Gesamt 223.536 159.037 71,1 %
darunter:
Afghanistan 28.800 22.049 76,6 %
Türkei 53.095 42.665 80,4 %
Syrien 24.761 16.088 65,0 %
Irak 11.545 8.923 77,3 %
Iran 8.976 7.614 84,8 %
Russische Föd. 10.578 7.128 67,4 %
Somalia 4.082 2.670 65,4 %
Guinea 4.127 2.967 71,9 %
Nigeria 4.029 2.757 68,4 %
Ungeklärt 3.642 2.097 57,6 %
Eritrea 1.160 703 60,6 %
Venezuela 3.348 3.165 94,5 %
Kolumbien 3.429 2.978 86,8 %
Pakistan 2.855 2.155 75,5 %
Georgien 2.908 1.812 62,3 %
Albanien 729 295 40,5 %
Bosnien und
Herzegowina
528 192 36,4 %
Ghana 554 238 43,0 %
Kosovo 1.018 465 45,7 %
Moldau, Republik 1.626 420 25,8 %
Montenegro 183 68 37,2 %
Nordmazedonien 1.573 627 39,9 %
Senegal 257 130 50,6 %
Serbien 1.242 452 36,4 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870
Bundesverwaltungsgericht 25
VGH Baden-Württemberg 39
VG Freiburg 6.209
VG Karlsruhe 6.535
Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870
VG Sigmaringen 4.262
VG Stuttgart 13.202
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 17
VG Ansbach 3.324
VG Augsburg 4.577
VG Bayreuth 3.664
VG München 6.271
VG Regensburg 6.016
VG Würzburg 2.680
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 5
OVG Berlin-Brandenburg 48
VG Berlin 11.285
VG Cottbus 1.197
VG Frankfurt / Oder 2.095
VG Potsdam 3.295
OVG der Freien Hansestadt Bremen 1
VG Bremen 1.227
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 2
VG Hamburg 4.266
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 43
VG Darmstadt 3.430
VG Frankfurt/Main 2.108
VG Kassel 1.260
VG Wiesbaden 2.688
VG Gießen 4.246
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 59
VG Braunschweig 4.745
VG Hannover 7.846
VG Oldenburg 7.413
VG Osnabrück 2.003
VG Stade 2.494
VG Lüneburg 2.919
VG Göttingen 2.144
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 205
VG Aachen 2.681
VG Arnsberg 5.905
VG Düsseldorf 6.906
VG Gelsenkirchen 3.719
VG Köln 5.391
VG Minden 5.008
VG Münster 3.991
OVG Rheinland-Pfalz 37
VG Neustadt/Weinstraße 1
VG Trier 5.120
VG des Saarlandes 1.885
Schleswig-Holsteinisches OVG 15
VG Schleswig-Holstein 5.548
OVG Sachsen-Anhalt 4
VG Magdeburg 3.083
VG Halle 2.943
Thüringer Oberverwaltungsgericht 8
Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger
Gerichtsverfahren
Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870
VG Gera 218
VG Meiningen 2.052
VG Weimar 2.612
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 25
VG Chemnitz 3.673
VG Dresden 4.512
VG Leipzig 3.425
OVG Mecklenburg-Vorpommern 31
VG Greifswald 1.339
VG Schwerin 2.893
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
ersten Halbjahr 2026 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen
Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer
Abhilfeentscheidung, bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags bzw.
Wiederaufgreifensantrags oder aus sonstigem Grund (bitte differenzieren
und zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung:
Zeitraum: 01.01–30.06.2026
Staatsangehörigkeit Gesamt davon aufgrund einer
Gerichtsentscheidung
Abhilfeentscheidungen
Gesamt 5.338 3.529 1.809
davon
Türkei 911 520 391
Afghanistan 660 457 203
Syrien 163 38 125
Irak 746 549 197
Russische Föderation 168 111 57
Iran 600 464 136
Kolumbien 42 25 17
Somalia 104 70 34
Nigeria 116 67 49
Georgien 82 72 10
Venezuela 186 132 54
Ungeklärt 115 65 50
Guinea 78 35 43
Pakistan 130 87 43
Armenien 84 60 24
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen:
Zeitraum: 01.01.–30.06.2026
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 14.539
davon
Türkei 99
Afghanistan 13.539
Syrien 149
Irak 128
Zeitraum: 01.01.–30.06.2026
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 14.539
davon
Russische Föderation 41
Iran 101
Kolumbien 2
Somalia 154
Nigeria 23
Georgien 8
Venezuela 2
Ungeklärt 41
Guinea 14
Pakistan 16
Armenien 1
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen:
Zeitraum: 01.01.–30.06.2026
Staatsangehörigkeit Summe
Gesamt 80
davon
Türkei 1
Afghanistan 5
Syrien 5
Irak 9
Russische Föderation 5
Iran 0
Kolumbien 0
Somalia 10
Nigeria 7
Georgien 0
Venezuela 1
Ungeklärt 4
Guinea 1
Pakistan 1
Armenien 1
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
ersten Halbjahr 2026 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen
Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis
(bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen
Mitgliedstaat nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.087 1.002 3.089
Afghanistan 909 462 1.371
Syrien 532 223 755
Irak 145 99 244
Somalia 123 86 209
Ungeklärt 132 50 182
Zeitraum: 01.01.–30.06.2026
(Stand: 15.08.2026)
abgelehnt stattgegeben
Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 2.087 1.002 3.089
Pers. aus palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat
anerkannt)
61 15 76
Iran 32 17 49
Nigeria 27 9 36
Eritrea 12 11 23
Sudan 14 5 19
f) Wie lauten die differenzierten Angaben des BAMF zu der Kategorie
der „sonstigen Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das erste
Halbjahr 2026?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01.–30.06.2026
Keine Schutzgewährung festgestellt 26.283
Schutzgewährung offen 2.360
Schutzgewährung 1.526
Summe 30.169
g) Wie hoch war die gerichtliche Aufhebungsquote im ersten
Halbjahr 2026, wenn auch sonstige Erledigungen den Kategorien
„Schutzgewährung“ und „Schutzgewährung offen“ hinzugezählt werden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Zeitraum Gerichtsentscheidungen
(Klagen, Berufungen, Revisionen)
Positive
Entscheidungen (inkl.
„Schutzgew.
offen“)
Gesamt Asyl
Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschiebungsverbot
Sonstige
Verfahrenserledigungen
absolut Anteil
Schutzgewährung
Schutzgewährung
offen
01.01.–
30.06.2026
56.080 103 1.694 427 1.615 1.207 2.360 7.406 13,2 %
h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) im ersten Halbjahr 2026 aufgrund verlorener
Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen
und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
In diesem Zusammenhang ist zunächst auf die Gerichtskostenfreiheit nach
§ 83b AsylG hinzuweisen. Die Gesamtkosten aller Asylgerichtsverfahren, in
denen das BAMF unterlegen ist, belaufen sich im ersten Halbjahr 2026 auf
6.678.414,35 Euro. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die
angegebenen Kosten sich auf den Zeitpunkt der Auszahlung beziehen. Für die konkrete
Bemessung der Gerichtskosten kommt es zum einen auf den Zeitpunkt des
Kostenfestsetzungsantrags, den die/der Bevollmächtigte stellt, und zum
anderen auf die Bearbeitungsdauer bis zum Kostenfestsetzungsbeschluss durch das
jeweils zuständige Gericht an. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn
wichtigsten Herkunftsstaaten im ersten Halbjahr 2026 entstanden sind, können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden, die angegebenen Zahlen
beziehen sich immer auf die jeweiligen Gesamtkosten, d. h. alle Instanzen.:
Herkunftsland Ausgaben
Afghanistan 1.249.788,90 €
Syrien 1.006.638,16 €
Türkei 809.312,33 €
Somalia 258.732,33 €
Irak 685.142,42 €
Russische Föderation 200.973,55 €
Vietnam 6.732,84 €
Eritrea 107.921,20 €
Iran 560.505,68 €
China 23.553,97 €
20. Welche Angaben kann das BAMF machen zur Anwendung der neuen
Strafvorschrift in Bezug auf unrichtige oder unvollständige Angaben im
Asylverfahren nach § 85 Absatz 2 AsylG, insbesondere wie viele
diesbezügliche Strafanzeigen hat das BAMF seit Inkrafttreten der
Neuregelung gestellt, wie viele entsprechende Strafverfahren wurden seitdem
eingeleitet bzw. wieder eingestellt, und zu wie vielen und welchen
gerichtlichen Verurteilungen ist es seitdem gekommen (bitte so genau wie
möglich ausführen)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23d der Kleinen
Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen.
Seitdem gab es keine Veränderungen.
21. Wie bewertet es die Bundesregierung, dass zum Stand der Beantwortung
der Frage 20d auf Bundestagsdrucksache 21/4448 vom 2. März 2026)
gerade einmal drei entsprechende Strafanzeigen vom BAMF gestellt
worden waren, die letzte am 10. April 2025, und entspricht dies ihren
Erwartungen an die gesetzliche Neuregelung (bitte ausführen), deren
Sinnhaftigkeit die Fragestellenden bereits zuvor infrage gestellt haben (vgl.
Frage 20c auf Bundestagsdrucksache 21/4448)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 20c der Kleinen
Anfrage der Fraktion die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/4448 sowie auf die
Antwort der Bundesregierung zu Frage 23c der Kleinen Anfrage der Fraktion
die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verweisen.
22. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Anhörungen im 1. Halbjahr 2026 Anzahl
Gesamt 34.852
darunter:
Syrien 7.304
Afghanistan 7.254
Türkei 3.019
Somalia 2.171
Irak 935
Anhörungen im 1. Halbjahr 2026 Anzahl
Iran 852
Russische Föderation 744
China 672
Ungeklärt 661
Guinea 612
Eritrea 594
Algerien 503
Nigeria 490
Georgien 477
Venezuela 459
23. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2026 gestellt (bitte jeweils
auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie
wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
1. Halbjahr
2026
Asylanträge Entscheidungen über Asylanträge
Staatsangehörigkeit
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Famil.
asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
Feststellung
eines
Abschieb
ungsverbotes
gem.
§ 60
V/VII
Aufenth
G
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfah
renserledigungen
Serbien 388 204 184 394 – 1 – 2 217 174
davon Roma 307 140 167 310 – – – 1 157 152
Kosovo 228 134 94 257 – 1 – – 172 84
davon Roma 88 49 39 98 – – – – 61 37
Nordmazedonien
414 169 245 440 – – – 4 197 239
davon Roma 306 113 193 318 – – – – 134 184
Montenegro 42 17 25 52 – 1 – – 29 22
davon Roma 37 14 23 39 – – – – 18 21
Albanien 170 100 70 185 – – 1 1 96 87
davon Roma 50 20 30 57 – – – – 22 35
Bosnien und
Herzegowina
198 92 106 193 – – – – 86 107
davon Roma 153 58 95 156 – – – – 54 102
24. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten
Halbjahr 2026 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher
Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
01.01.–30.06.2026
Entscheidungen zu
§ 11Abs. 1
AufenthG
Entscheidungen zu § 11
Abs. 7
AufenthG
Entscheidungen
mit Aufenthalts-
und
Wiedereinreiseverboten (§ 11 Abs. 1
und/oder § 11 Abs. 7
AufenthG)
Gesamt 57.832 2.556 58.649
darunter
Syrien 20.573 7 20.580
Türkei 6.857 79 6.926
Afghanistan 4.635 38 4.669
Irak 2.310 31 2.338
Russische Föderation 2.164 22 2.184
Somalia 1.122 9 1.130
Nigeria 896 20 916
Vietnam 840 2 842
Ungeklärt 815 8 821
Guinea 810 7 817
25. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bei der
Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72
Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher
Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
1. Halbjahr 2026
Stellungnahmen
gem. § 72
Abs. 2
AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon
sonstige
(Abbruch u. a.)
Gesamt 821 105 352 364
darunter:
Baden-Württemberg 98 14 57 27
Bayern 103 12 31 60
Berlin 70 6 29 35
Brandenburg 8 0 1 7
Bremen 12 0 9 3
Hamburg 41 9 17 15
Hessen 64 6 20 38
Mecklenburg-
Vorpommern
3 0 0 3
Niedersachsen 56 4 37 15
Nordrhein-Westfalen 249 34 119 96
Rheinland-Pfalz 33 2 7 24
Saarland 20 0 8 12
Sachsen 36 16 11 9
Sachsen-Anhalt 11 0 4 7
Schleswig-Holstein 6 0 0 6
Thüringen 10 2 2 6
unbekannt 1 0 0 1
1. Halbjahr 2026
Stellungnahmen gem.
§ 72 Abs. 2
AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch
u. a.)
Gesamt 821 105 352 364
darunter:
Ukraine 89 2 46 41
Afghanistan 81 17 13 51
Syrien 78 17 13 48
Kosovo 48 6 24 18
Türkei 34 0 27 7
Albanien 23 4 16 3
Russische Föderation 23 3 8 12
Nigeria 21 2 11 8
Serbien 21 2 12 7
Irak 20 1 7 12
26. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2026 lassen sich zu überprüften
(vor allem Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter
Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl
der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten
Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Top 10
der Herkunftsländer
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in
Prozent
Gesamt 64.787 61.871 2.916 4,5
davon:
Afghanistan 19.667 18.381 1.286 6,5
Syrien 15.164 14.192 972 6,4
Türkei 3.539 3.387 152 4,3
Somalia 892 870 22 2,5
Irak 1.854 1.799 55 3,0
Russische Föderation 1.217 1.185 32 2,6
Vietnam 1.011 1.011 0 0,0
Eritrea 443 420 23 5,2
Iran 1.383 1.350 33 2,4
China 451 450 1 0,2
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
Relationen
- answered_by → Bundesministerium des Innern
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 (Antwort)