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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7348)

dip / drucksache 08.09.2026 · WP 21 · 21/7969 · Antwort · Original ↗

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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 (Antwort zu Drs. 21/7348) Deutscher Bundestag Drucksache 21/7969 21. Wahlperiode 08.09.2026 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm, Violetta Bock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/7348 – Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2026 V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Die von den Fragestellenden regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst wenig Beachtung finden, etwa dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3 Prozent – gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in Höhe von 56,2 Prozent. Im Jahr 2023 lag die bereinigte Schutzquote bei 68,6 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/12228), im Jahr 2024 waren es 59,3 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/14923), im Jahr 2025 betrug der Wert nur noch 37,5 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448). Die sinkende Schutzquote des BAMF hängt vor allem mit dem Entscheidungsstopp vom Dezember 2024 zu syrischen Asylsuchenden zusammen, die bis dahin zu nahezu 100 Prozent als schutzbedürftig anerkannt wurden. Aber auch die Schutzquoten zu anderen wichtigen Herkunftsländern, etwa Afghanistan, Türkei, Russland und Iran, gingen im Jahr 2025 zum Teil deutlich zurück, obwohl in Bezug auf diese Länder nach Auffassung der Fragestellenden eher eine Verschlechterung der Menschenrechtslage festzustellen ist. Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Schutzstatus durch die Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu. Mehr als die Hälfte der Klagen gegen das BAMF enden mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B., wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. Auch wenn ein Gericht in Dublin-Fällen entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 19/4961). Die Bundesregierung erklärte auf Nachfrage, dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 7. September 2026 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können (vgl. Antwort zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023). Werden deshalb nur inhaltliche und keine formellen Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2025 in Höhe von 14,8 Prozent (2024: 18 Prozent, 2023: 24,4 Prozent, 2022: 36,5 Prozent). Die vom BAMF angegebenen Aufhebungsquoten sind nur etwa halb so hoch, weil dabei sonstige Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gewertet werden. Bei iranischen Geflüchteten waren die bereinigten Erfolgsquoten im Klageverfahren im Jahr 2025 überdurchschnittlich hoch (40,3 Prozent). Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten Zahlen: 35 479 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2025 (bis Ende November) doch noch einen Schutzstatus (2024: 15 424, 2023: 20 838), 5 135 durch Entscheidungen der Gerichte, 2 261 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 27 912 im Rahmen von Folgeanträgen (dies betrifft vor allem afghanische Frauen) und 171 aus „sonstigen Gründen“. All das zeigt nach Auffassung der Fragestellenden, dass die Mehrheit der nach Deutschland kommenden Geflüchteten nach den geltenden rechtlichen Kriterien als schutzbedürftig angesehen werden muss. Mitunter wird schutzbedürftigen Geflüchteten der notwendige Schutz versagt: Nicht gegen alle fehlerhaften Ablehnungen des BAMF werden (rechtzeitig) Rechtsmittel erhoben, auch wegen sehr kurzer Fristen. Insgesamt ist der Rechtsschutz in Asylverfahren erheblich eingeschränkt; so gibt es keine Berufungsmöglichkeit gegen erstinstanzliche Urteile bei ernstlichen Zweifeln an deren Richtigkeit (vgl. § 78 des Asylgesetzes (AsylG)). Umso schwerer wogen Vorwürfe gegen Richter am Verwaltungsgericht (VG) Gera, wonach sie Asylklagen aufgrund ihrer persönlichen (rechten) Einstellung abgelehnt haben könnten (vgl. z. B.: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%CC%8 8ringen/; www.sueddeutsche.de/politik/justiz-asyl-afd-richter-1.5926901? s=09). Dieser Verdacht wurde gestützt durch Zahlen zur Entscheidungsstatistik des VG Gera infolge von Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. (vgl. z. B. Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen auf den Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/8222), denn die Erfolgsquoten bei Asylklagen zu bestimmten Herkunftsländern waren am VG Gera auffallend niedriger als im bundesweiten Vergleich. Gegen einen der betroffenen Richter wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet (www.lto.de/recht/hintergruende/h/ben gt-fuchs-disziplinarverfahren-verwaltungsgericht-gera), als Asylrichter wurde er abberufen, ein Verfahren wegen Volksverhetzung wurde eingestellt (www.lt o.de/recht/nachrichten/n/olg-jena-3ws30825-kein-strafverfahren-bengt- fuchsbeschwerde-staatsanwaltschaft). Zweifel an der politischen Unvoreingenommenheit einzelner Richter ergeben sich nach Auffassung der Fragestellenden auch aus einer Pressemitteilung des VG Düsseldorf („Jahresbericht 2025“, 25_04_29_VGD_Vfg_Jahrespressemit- teilung-2025.pdf). Darin wird beklagt, dass gerichtliche „Entscheidungen nicht umgesetzt“ würden, Abschiebungen nach Georgien würden „nur selten durchgeführt“, „vergleichbare Erkenntnisse“ gebe es zu „türkischen Klägern, die nach erfolglosen Eilverfahren nicht in ihre Heimat zurückgeführt“ würden; „in den Iran erfolgen seit Jahrzehnten keine Abschiebungen“; von einem „flächendeckend unzureichenden Vollzug asylgerichtlicher […] Entscheidungen“ ist die Rede. Abgesehen davon, dass freiwillige Ausreisen nach einer negativen gerichtlichen Entscheidung in der Pressemitteilung keine Berücksichtigung finden (obwohl es regelmäßig mehr freiwillige Ausreisen als Abschiebungen gibt, vgl. z. B. die Tabelle zu der Antwort zu Frage 34 auf Bundestagsdrucksache 20/11101), sind die zitierten Behauptungen nach Auffassung der Fragestellenden schlicht falsch: Seit Jahren steigt die Zahl der Abschiebungen, im Jahr 2025 lagen die Länder Türkei und Georgien, in die angeblich nur selten abgeschoben werde, mit 2 297 bzw. 1 690 sogar an erster Stelle (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4103). Auch in den Iran wird – trotz der sich verschlechternden Menschenrechtslage und der systematischen Diskriminierung von Frauen und anders als in der Pressemitteilung behauptet – seit Jahrzehnten abgeschoben: Im Jahr 2025 gab es 18 Abschiebungen in den Iran, im Jahr 2024 waren es 14 (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/14946), im Jahr 2021 waren es 28 (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/890) und im Jahr 2018 gab es 22 Abschiebungen in den Iran (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/8021). Bei vielen Asylsuchenden handelt es sich um Kinder und Jugendliche: Im Jahr 2025 lag ihr Anteil bei 44,9 Prozent; 4,4 Prozent aller Asylsuchenden waren unbegleitete minderjährige Geflüchtete. 17 707 Asylanträge (15,6 Prozent aller Anträge) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen oder Personen mit einer humanitären Aufenthaltserlaubnis gestellt. Insgesamt betrafen 85,5 Prozent aller Asylanträge des Jahres 2025 erwachsene Frauen (40,6 Prozent) oder Kinder unter 18 Jahren (44,9 Prozent) – in öffentlichen Debatten geht es hingegen oft um die Gruppe junger männlicher Asylsuchender. 65,4 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 verfügen über keine (anerkannten) Identitätsnachweise (2024: 49,9 Prozent). Das sagt jedoch nichts über ihre Schutzbedürftigkeit aus, im Gegenteil war die bereinigte Schutzquote bei Asylsuchenden ohne Papiere mit 44,3 Prozent sogar höher als im allgemeinen Durchschnitt (37,5 Prozent). Rund 40 Prozent der Asylsuchenden des Jahres 2025 sind nicht unerlaubt eingereist, was in politischen Debatten und Medienberichten zum Teil übersehen wird, sondern in Deutschland geboren (15,6 Prozent), mit einem Visum eingereist (ebenfalls 15,6 Prozent) oder sie kamen aus einem visumfreien Land (8,4 Prozent). Die ressourcenintensive Auswertung von Handys Asylsuchender spielt in der Praxis des BAMF nur noch eine geringe Rolle: Im Jahr 2025 wurden die Datenträger von 576 Asylsuchenden ausgelesen, in nur 324 Fällen wurden die entsprechenden Berichte ausgewertet. Eine genauere statistische Erhebung findet nicht mehr statt, für das Jahr 2023 konnte die Bundesregierung zu 12 556 Handyauslesungen noch differenziertere Auskünfte geben, aus denen sich ergab, dass diese aufwändige und datenschutzrechtlich umstrittene Maßnahme in nur sehr wenigen Fällen (28) einen Verdacht auf fehlerhafte Angaben zur Herkunft bzw. Identität stützte (vgl. Antwort zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 21/1710). Eine weitere Gesetzesverschärfung ist für die aktuelle Asylpraxis des BAMF kaum von Bedeutung: Seit dem 27. Februar 2024 sind unrichtige oder unvollständige Angaben im Asylverfahren unter Strafe gestellt (§ 85 Absatz 2 AsylG). Bis zum März 2026 stellte das BAMF nur drei entsprechende Strafanzeigen, eines der Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit bzw. mangelnden öffentlichen Interesses eingestellt (vgl. Antwort zu Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 21/4448). Die Fragestellenden beziehen sich in ihren Fragen zum ersten Halbjahr 2026 grundsätzlich auf die Rechtslage bis zum Inkrafttreten der GEAS- (Gemeinsames Europäisches Asylsystem)-Reform zum 12. Juni 2026; soweit für die Zeit vom 12. bis zum 30. Juni 2026 neue europäische Rechtsnormen (direkt) gelten, wird gebeten, entsprechende Angaben zu den inhaltlich zumeist vergleichbaren Rechtsgrundlagen zu machen.  1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2026 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung: Asylberechtigung (darunter Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote differenzieren – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Bangladesch, Kolumbien, Marokko, Tunesien, Indien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)? b) Wie hoch war im genannten Zeitraum die so genannte bereinigte Gesamtschutzquote, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie in der Antwort zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen im ersten Halbjahr 2026? Die Fragen 1a und die Quote zu 1b werden wegen ihres Sachzusammenhangs zusammen beantwortet. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sog. bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt. 1. Halbjahr 2026 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) Gesamtschutz Quote zu Frage 1b absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil Herkunftsländer gesamt 3.039 2,5 % 32.750 27,2 % 3.199 2,7 % 7.511 6,2 % 46.499 38,7 % 47,4 % darunter: Afghanistan 2.233 6,1 % 25.923 71,1 % 62 0,2 % 712 2,0 % 28.930 79,3 % 89,3 % Syrien 12 0,0 % 698 2,3 % 1.299 4,3 % 4.382 14,3 % 6.391 20,9 % 23,4 % Türkei 55 0,5 % 1.099 10,9 % 49 0,5 % 28 0,3 % 1.231 12,2 % 15,5 % Irak 6 0,1 % 622 14,5 % 123 2,9 % 372 8,7 % 1.123 26,1 % 34,7 % Somalia 243 6,0 % 1.020 25,1 % 209 5,1 % 1.070 26,4 % 2.542 62,6 % 82,0 % Russische Föderation 16 0,6 % 71 2,5 % 47 1,7 % 9 0,3 % 143 5,1 % 8,9 % Ungeklärt 19 0,9 % 686 33,7 % 170 8,4 % 109 5,4 % 984 48,4 % 62,0 % Eritrea 40 2,3 % 930 54,3 % 395 23,1 % 50 2,9 % 1.415 82,6 % 90,6 % Guinea 117 7,7 % 189 12,4 % 53 3,5 % 81 5,3 % 440 28,9 % 37,5 % Iran 21 1,5 % 351 24,8 % 34 2,4 % 27 1,9 % 433 30,6 % 42,2 % Nigeria 11 0,8 % 53 3,8 % 6 0,4 % 89 6,4 % 159 11,4 % 16,9 % Georgien – – 9 0,9 % 2 0,2 % 3 0,3 % 14 1,4 % 2,1 % China 15 1,6 % 108 11,3 % 6 0,6 % 3 0,3 % 132 13,8 % 19,1 % Algerien 1 0,1 % 3 0,3 % 1 0,1 % 2 0,2 % 7 0,7 % 1,8 % Vietnam – – – – – – 3 0,3 % 3 0,3 % 0,6 % Bangladesch 3 4,1 % 1 1,4 % 0 0,0 % 1 1,4 % 5 6,8 % 10,6 % Kolumbien 0 0,0 % 2 0,6 % 1 0,3 % 0 0,0 % 3 0,8 % 1,0 % Marokko 3 0,6 % 8 1,6 % 4 0,8 % 0 0,0 % 15 3,0 % 6,5 % 1. Halbjahr 2026 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) Gesamtschutz Quote zu Frage 1b absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Anteil Tunesien 0 0,0 % 10 2,2 % 6 1,3 % 0 0,0 % 16 3,5 % 6,6 % Indien 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,2 % 1 0,2 % 0,3 % Ukraine 0 0,0 % 3 0,4 % 6 0,9 % 10 1,5 % 19 2,8 % 3,9 % Belarus 4 8,9 % 9 20,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 13 28,9 % 40,6 % Nordmazedonien 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 4 0,9 % 4 0,9 % 2,0 % Kosovo 0 0,0 % 1 0,4 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,4 % 0,6 % Serbien 0 0,0 % 1 0,3 % 0 0,0 % 2 0,5 % 3 0,8 % 1,4 % Moldau, Republik 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0,0 % Albanien 0 0,0 % 0 0,0 % 1 0,5 % 1 0,5 % 2 1,1 % 2,0 % Ghana 0 0,0 % 5 1,8 % 1 0,4 % 4 1,5 % 10 3,6 % 4,9 % Bosnien und Herzeg. 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 0,0 % Senegal 0 0,0 % 5 6,3 % 2 2,5 % 2 2,5 % 9 11,3 % 18,0 % Montenegro 0 0,0 % 1 1,9 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 1,9 % 3,3 % 1. Halbjahr 2026 Quote zu Frage 1b absolut Anteil Anteil Asylberechtigung 3.039 2,5 % 3,1 % darunter Familienschutz 794 0,7 % 0,8 % Flüchtlingsschutz 32.750 27,2 % 33,4 % darunter Familienschutz 18.720 15,6 % 19,1 % Subsidiärer Schutz § 4 I Nr. 1 Asylgesetz (AsylG) 1 0,0 % 0,0 % § 4 I Nr. 2 AsylG 888 0,7 % 0,9 % § 4 I Nr. 3 AsylG 629 0,5 % 0,6 % § 4 I AsylG Familienschutz 1.681 1,4 % 1,7 % Summe subsidiärer Schutz 3.199 2,7 % 3,3 % Abschiebungsverbot § 60 V AufenthG 7.309 6,1 % 7,4 % § 60 VII AufenthG 202 0,2 % 0,2 % Summe Abschiebungsverbot 7.511 6,2 % 7,7 % Gesamtschutz 46.499 38,7 % 47,4 % Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für den genannten Zeitraum können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Entscheidungskategorie Antrag nicht weiter bearbeitet 51 Einstellung wg. § 33 IuII, § 32a II AsylG 2.579 nicht erforderlich, Dublin 76 sonstige Einstellung 2.289 Unzulässig (§ 29 I Nr. 1 AsylG) 6.220 Unzulässig (§ 29 I Nr. 2 AsylG) 2.253 Unzulässig (§ 29 I Nr. 3 AsylG) 8 Unzulässig (§ 29 I Nr. 4 AsylG) 13 Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) 1.247 1. Halbjahr 2026 Entscheidungskategorie Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 I Nr. 5 AsylG) 7.292 GEAS-ausdrückliche Rücknahme 3 GEAS-keine Bearbeitung 1 GEAS-stillschweigende Rücknahme 2 c) Wie waren die im Jahr 2024 bzw. die im Jahr 2025 bestandskräftig oder rechtskräftig gewordenen Entscheidungen des BAMF (bitte nach unterschiedlichen Status und Formen der Ablehnung bzw. Erledigung differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen und Gesamtsummen angeben, bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)? Bezogen auf die Daten zum Jahr 2024 wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Jahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen Kein weiteres Verfahren durchzuführen Formelle Verfahrenserledigungen absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Herkunftsstaaten gesamt 4.283 1,9 % 69.002 30,0 % 11.355 4,9 % 15.802 6,9 % 69.878 30,4 % 15.360 6,7 % 44.209 19,2 % darunter: Afghanistan 2.222 3,2 % 48.907 70,6 % 369 0,5 % 7.470 10,8 % 2.383 3,4 % 2.461 3,6 % 5.420 7,8 % Türkei 305 0,9 % 5.399 15,2 % 329 0,9 % 184 0,5 % 20.722 58,5 % 1.346 3,8 % 7.143 20,2 % Syrien 3 0,0 % 212 1,3 % 5.523 33,8 % 210 1,3 % 778 4,8 % 949 5,8 % 8.659 53,0 % Irak 28 0,2 % 1.896 14,7 % 426 3,3 % 1.282 10,0 % 6.094 47,4 % 1.169 9,1 % 1.962 15,3 % Somalia 417 4,9 % 2.509 29,2 % 461 5,4 % 2.790 32,5 % 489 5,7 % 275 3,2 % 1.645 19,2 % Iran 207 2,8 % 3.291 45,1 % 227 3,1 % 127 1,7 % 2.172 29,8 % 322 4,4 % 953 13,1 % Russische Föd. 76 1,2 % 373 6,0 % 212 3,4 % 87 1,4 % 2.803 44,8 % 648 10,3 % 2.063 32,9 % Eritrea 62 1,5 % 2.008 49,5 % 1.038 25,6 % 152 3,7 % 342 8,4 % 62 1,5 % 394 9,7 % Georgien 7 0,2 % 22 0,5 % 13 0,3 % 27 0,7 % 2.983 73,8 % 761 18,8 % 229 5,7 % Nigeria 34 1,0 % 146 4,1 % 31 0,9 % 444 12,6 % 1.498 42,6 % 517 14,7 % 849 24,1 % Davon bestandskräftig abgeschlossen: Jahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen Kein weiteres Verfahren durchzuführen Formelle Verfahrenserledigungen absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Herkunftsstaaten gesamt 4.123 2,3 % 65.743 36,2 % 10.484 5,8 % 13.302 7,3 % 40.766 22,4 % 11.704 6,4 % 35.633 19,6 % darunter: Afghanistan 2.218 3,4 % 48.658 73,5 % 339 0,5 % 7.157 10,8 % 1.476 2,2 % 2.354 3,6 % 3.956 6,0 % Türkei 247 1,1 % 4.602 19,9 % 258 1,1 % 57 0,2 % 10.656 46,1 % 944 4,1 % 6.344 27,5 % Syrien 3 0,0 % 167 1,2 % 5.519 41,2 % 158 1,2 % 727 5,4 % 617 4,6 % 6.198 46,3 % Somalia 417 5,4 % 2.485 31,9 % 450 5,8 % 2.699 34,6 % 259 3,3 % 225 2,9 % 1.258 16,1 % Irak 25 0,3 % 1.647 22,7 % 329 4,5 % 653 9,0 % 2.593 35,8 % 728 10,0 % 1.276 17,6 % Iran 174 3,5 % 2.512 50,4 % 199 4,0 % 85 1,7 % 1.035 20,8 % 209 4,2 % 770 15,4 % Russische Föd. 71 1,5 % 318 6,6 % 139 2,9 % 40 0,8 % 1.884 39,2 % 454 9,5 % 1.896 39,5 % Eritrea 60 1,7 % 1.981 55,5 % 794 22,2 % 118 3,3 % 232 6,5 % 51 1,4 % 333 9,3 % Jahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen Kein weiteres Verfahren durchzuführen Formelle Verfahrenserledigungen absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Guinea 258 9,4 % 599 21,8 % 154 5,6 % 278 10,1 % 770 28,0 % 128 4,7 % 560 20,4 % Georgien 1 0,0 % 10 0,4 % 4 0,1 % 11 0,4 % 2.017 74,5 % 484 17,9 % 181 6,7 % Davon rechtskräftig abgeschlossen: Jahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen Kein weiteres Verfahren durchzuführen Formelle Verfahrenserledigungen absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Herkunftsstaaten gesamt 160 0,3 % 3.259 6,8 % 871 1,8 % 2.500 5,2 % 29.112 60,5 % 3.656 7,6 % 8.576 17,8 % darunter: Türkei 58 0,5 % 797 6,5 % 71 0,6 % 127 1,0 % 10.066 81,7 % 402 3,3 % 799 6,5 % Irak 3 0,1 % 249 4,4 % 97 1,7 % 629 11,2 % 3.501 62,5 % 441 7,9 % 686 12,2 % Afghanistan 4 0,1 % 249 8,1 % 30 1,0 % 313 10,2 % 907 29,5 % 107 3,5 % 1.464 47,6 % Syrien – 0,0 % 45 1,5 % 4 0,1 % 52 1,8 % 51 1,7 % 332 11,3 % 2.461 83,6 % Iran 33 1,4 % 779 33,7 % 28 1,2 % 42 1,8 % 1.137 49,1 % 113 4,9 % 183 7,9 % Russische Föd, 5 0,3 % 55 3,8 % 73 5,0 % 47 3,2 % 919 62,9 % 194 13,3 % 167 11,4 % Georgien 6 0,4 % 12 0,9 % 9 0,7 % 16 1,2 % 966 72,4 % 277 20,8 % 48 3,6 % Nigeria 4 0,3 % 21 1,7 % 6 0,5 % 159 12,7 % 724 57,7 % 189 15,1 % 152 12,1 % Kolumbien – 0,0 % 7 0,6 % 7 0,6 % 8 0,7 % 1.100 90,3 % 13 1,1 % 83 6,8 % Pakistan 1 0,1 % 187 20,3 % – 0,0 % 36 3,9 % 548 59,6 % 89 9,7 % 59 6,4 % d) Wie viele Asylgesuche wurden im ersten Halbjahr 2026 nach einer unerlaubten Einreise gestellt (bitte Gesamtzahl nennen und zudem nach Landesgrenzen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylgesuche wurden in diesem Zeitraum insgesamt gestellt (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylsuchende in diesem Zeitraum kamen aus visumfreien Herkunftsländern (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren), wie viele Asylantragstellende waren mit einem Visum eingereist (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren) und wie viele nachgeborene Kinder im Alter bis unter einem Jahr befanden sich unter den Asylantragstellenden (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und zudem auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländer differenzieren), zu welchen dieser Teilfragen liegen nur Angaben zu Asylsuchenden bzw. nur zu Asylanträgen bzw. zu beiden Gruppen vor (bitte darlegen)? Die Feststellungen der Bundespolizei zu Asylgesuchen nach einer unerlaubten Einreise, die den Verdacht einer Straftat nach § 95 des Aufenthaltsgesetztes (AufenthG) begründet, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen und beruhen auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei: Asylgesuche im ersten Halbjahr 2026 im Rahmen der unerlaubten Einreise (zehn häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) Grenze/ Staatsangehörigkeiten af gh an is ch ru ss is ch al ge ris ch tü rk is ch ira ni sc h ch in es is ch sy ris ch m ar ok ka ni sc h so m al is ch uk ra in is ch G es am t Österreich 18 18 5 40 1 18 4 3 9 13 197 Schweiz 43 0 10 31 6 6 1 9 16 0 172 Tschechien 9 104 0 3 14 0 12 0 0 9 160 Frankreich 17 6 31 4 4 10 2 10 5 1 151 Belgien 11 0 51 5 0 1 9 17 3 0 141 Polen 27 0 3 4 0 1 1 2 0 21 93 Niederlande 2 1 11 2 0 0 2 3 2 1 40 Luxemburg 0 0 4 1 4 0 0 3 0 0 17 Dänemark 3 0 0 0 0 0 0 0 0 0 8 Keiner Grenze zuzuordnen 7 0 6 4 0 0 1 0 6 0 45 Luftgrenze 209 10 6 16 47 25 24 6 11 6 544 Seegrenze 1 0 0 0 4 0 0 0 1 0 8 Entsprechende Daten liegen nur für Asylgesuche, nicht aber für formelle Asylanträge vor. Die Zahl der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt registrierten Asylgesuche nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten für das erste Halbjahr 2026 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Staatsangehörigkeit Asylgesuche Afghanistan 10.599 Syrien 4.810 Türkei 3.373 Somalia 2.251 Irak 1.531 Vietnam 1.001 Eritrea 930 Russische Föderation 886 Iran 883 China 844 Gesamt 40.271 Es liegen sowohl Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen formellen Asylanträgen vor. Die Zahl der vom BAMF registrierten Asylgesuche nach den 15 wichtigsten visumfreien Herkunftsstaaten für das erste Halbjahr 2026 kann der folgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Staatsangehörigkeit Asylgesuche absolut Anteil in % Georgien 714 21,7 % Venezuela 605 18,4 % 1. Halbjahr 2026 Staatsangehörigkeit Asylgesuche absolut Anteil in % Ukraine 406 12,3 % Kolumbien 298 9,1 % Serbien 241 7,3 % Moldau, Republik 208 6,3 % Nordmazedonien 183 5,6 % Kosovo 164 5,0 % Bosnien und Herzegowina 152 4,6 % Albanien 118 3,6 % Nicaragua 31 0,9 % Peru 30 0,9 % Montenegro 23 0,7 % Brasilien 22 0,7 % Vereinigte Staaten 19 0,6 % Gesamt 3.290 Es liegen sowohl entsprechende Daten zu allen Asylgesuchen als auch zu allen formellen Asylanträgen vor. Daten zu Asylerstantragstellenden, die mit einem Visum eingereist sind, können der folgenden Tabellen entnommen werden, wobei belastbare Angaben zum Jahr 2026 nur bis zum April 2026 vorliegen: 01.01–30.04.2026 Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum absolut Anteil in % Afghanistan 1.225 22,0 % Syrien 391 7,0 % Türkei 272 4,9 % Iran 259 4,6 % Aserbaidschan 188 3,4 % Libyen 184 3,3 % Armenien 173 3,1 % Irak 166 3,0 % Ägypten 164 2,9 % China 143 2,6 % Somalia 139 2,5 % Ruanda 132 2,4 % Nigeria 130 2,3 % Eritrea 126 2,3 % Pakistan 108 1,9 % Gesamt 5.573 Es liegen entsprechende Daten nur für formelle Asylanträge vor. Daten zu in Deutschland nachgeborenen Kindern im Alter von null bis unter einem Jahr unter den Asylerstantragstellenden können der folgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder absolut Anteil Syrien 1.765 25,4 % Afghanistan 1.305 18,7 % Türkei 611 8,8 % Irak 560 8,0 % Eritrea 444 6,4 % Somalia 304 4,4 % Guinea 194 2,8 % Russische Föderation 152 2,2 % Ungeklärt 146 2,1 % Nigeria 117 1,7 % Iran 82 1,2 % Ghana 73 1,0 % Äthiopien 68 1,0 % Kamerun 61 0,9 % Venezuela 57 0,8 % Gesamt 6.962 Es liegen entsprechende Daten für Asylgesuche und für formelle Asylanträge vor.  2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 AsylG in Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2026 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG Familienflüchtlingsschutz nach § 26 Absatz 5 AsylG staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung Herkunftsstaaten gesamt 32.750 18.720 10.903 8.214 2.284 1.807 darunter: Afghanistan 25.923 14.974 9.160 7.592 1.354 1.105 Syrien 698 559 80 61 43 31 Türkei 1.099 479 577 87 18 16 Somalia 1.020 487 114 105 390 369 Irak 622 511 27 23 70 59 Russische Föd. 71 20 35 16 10 8 Vietnam 0 0 0 0 0 0 Eritrea 930 923 6 2 0 0 Iran 351 136 203 65 6 4 China 108 21 83 19 0 0 b) Wie viele der Anerkennungen im genannten Zeitraum waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach den Bezugsstatus Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 § 26 AsylG Anerkennung § 3 I AsylG Familienschutz § 4 I AsylG Familienschutz davon in DE geborene Kinder davon in DE geborene Kinder davon in DE geborene Kinder Herkunftsstaaten gesamt 794 99 18.720 2.929 1.681 506 darunter: Afghanistan 602 48 14.974 1.350 19 13 Syrien 2 1 559 203 1.066 207 Türkei 25 5 479 114 27 8 Irak 4 1 511 335 93 55 Somalia 48 4 487 164 72 21 Russische Föd. 4 4 20 8 18 7 Ungeklärt 3 2 100 49 49 24 Eritrea 37 16 923 437 184 94 Guinea 6 1 107 59 18 13 Iran 2 2 136 30 11 5 c) Wie viele der Asylsuchenden im genannten Zeitraum verfügten zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel (bitte jeweils angeben über welchen) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), wie viele von ihnen hatten einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten, und in wie vielen Fällen ging es um Asylfolge- oder Zweitanträge? Im ersten Halbjahr 2026 waren ausweislich des Ausländerzentralregisters (AZR) 14.199 Personen erfasst, die einen Asylantrag gestellt haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 424 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten. Bei 9.932 Fällen waren es Asylfolge- oder Zweitanträge. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden: Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2026 Gesamt 14.199 darunter Afghanistan 10.247 Türkei 513 Syrien 493 Somalia 450 Irak 330 Iran 251 Russische Föderation 160 Ungeklärt 160 Eritrea 158 Guinea 152 Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2026 Gesamt 14.199 davon Aufenthaltserlaubnis (AE) – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 8.912 Aufenthaltserlaubnis – familiären Gründen 1.727 Aufenthaltserlaubnis – Ausbildung 58 Aufenthaltserlaubnis – Besondere Aufenthaltsrechte 50 Aufenthaltserlaubnis – Erwerbstätigkeit 18 Duldungen 3.434 d) Wie viele der im genannten Zeitraum vom BAMF zugesprochen Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des Familienschutzes (bitte in relativen und absoluten Zahlen angeben und nach Schutzstatus sowie den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen zum Familienschutz nach Herkunftsstaaten (HKS) können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (Hinweis: die Berechnung der relativen Zahlen erfolgt hier in Bezug auf positive Entscheidungen, einschließlich Abschiebungsverboten gemäß § 60 V/VII AufenthG): 1. Halbjahr Asylberechtigung Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz 2026 Artikel 16a GG § 3 I AsylG § 4 I AsylG ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz Familienschutz ohne Familienschutz Familienschutz absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Herkunftsstaaten gesamt 2.245 4,8 % 3.039 6,5 % 14.030 30,2 % 32.750 70,4 % 1.518 3,3 % 3.199 6,9 % Afghanistan 1.631 5,6 % 2.233 7,7 % 10.949 37,8 % 25.923 89,6 % 43 0,1 % 62 0,2 % Syrien 10 0,2 % 12 0,2 % 139 2,2 % 698 10,9 % 233 3,6 % 1.299 20,3 % Türkei 30 2,4 % 55 4,5 % 620 50,4 % 1.099 89,3 % 22 1,8 % 49 4,0 % Irak 2 0,2 % 6 0,5 % 111 9,9 % 622 55,4 % 30 2,7 % 123 11,0 % Somalia 195 7,7 % 243 9,6 % 533 21,0 % 1.020 40,1 % 137 5,4 % 209 8,2 % Russ. Föd. 12 8,4 % 16 11,2 % 51 35,7 % 71 49,7 % 29 20,3 % 47 32,9 % Ungeklärt 16 1,6 % 19 1,9 % 586 59,6 % 686 69,7 % 121 12,3 % 170 17,3 % Eritrea 3 0,2 % 40 2,8 % 7 0,5 % 930 65,7 % 211 14,9 % 395 27,9 % Guinea 111 25,2 % 117 26,6 % 82 18,6 % 189 43,0 % 35 8,0 % 53 12,0 % Iran 19 4,4 % 21 4,8 % 215 49,7 % 351 81,1 % 23 5,3 % 34 7,9 % e) Wie viele der im genannten Zeitraum gestellten Asylanträge betrafen Frauen bzw. Kinder unter 18 Jahren (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben; bitte diese Angaben zu erwachsenen Frauen bzw. zu Minderjährigen gesondert auch in Bezug auf Asylerstanträge machen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Asylanträge im 1. Halbjahr.2026 Anträge Gesamt davon Asylerstanträge davon Frauen (ab 18 Jahre) Kinder (unter 18 Jahre) absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil 56.547 39.646 70,1 % 8.628 21,8 % 18.513 46,7 % f) Wie viele der Schutzzuerkennungen (in Bezug auf alle vier Status) durch das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bzw. in den Jahren 2015 bis 2025 erfolgten im Rahmen des Familienschutzes (bitte nach Jahren auflisten), welchen Anteil an allen Schutzzuerkennungen machten diese im Rahmen des Familienschutzes gewährten Schutzstatus jeweils aus (bitte entsprechend der genannten Zeiträume auflisten), wie hoch waren die bereinigten Schutzquoten in den genannten Zeiträumen ohne Berücksichtigung von im Rahmen des Familienschutzes gewährten Schutzstatus, und wie schätzt das BAMF die Auswirkungen des Wegfalls des Instituts des Familienschutzes auf die künftige Entwicklung der Schutzquoten des BAMF ein (bitte ausführen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Zeitraum Familienschutz Gesamt Anteil Familienschutz am Gesamtschutz* Anteil ohne Familienschutz und ohne sonst. Verfahrenserledigungen 2015 3.345 2,4 % 60,1 % 2016 13.148 3,0 % 70,8 % 2017 36.297 13,9 % 49,2 % 2018 29.844 39,3 % 38,0 % 2019 40.404 57,4 % 35,6 % 2020 35.512 56,8 % 36,7 % 2021 31.776 53,1 % 44,5 % 2022 34.167 26,6 % 65,7 % 2023 31.699 23,4 % 62,6 % 2024 27.796 20,8 % 53,5 % 2025 32.661 37,4 % 27,3 % 1. Halbjahr .2026 21.195 45,6 % 32,9 % * Anteil: in Bezug auf die positiven Entscheidungen (inkl. Abschiebungsverbot gem. § 60 V/VII AufenthG) Zur letzten Teilfrage kann keine Prognose zur zukünftigen Entwicklung der Schutzquoten getroffen werden, da diese von der Entwicklung der Verhältnisse in den Herkunftsländern abhängen, wovon wiederum die Entscheidungspraxis des BAMF abhängt. Darüber hinaus nimmt das BAMF gemäß § 26 Absatz 2 Asylgesetz (AsylG) i. V. m. Artikel 23 der Verordnung (EU) 2024/1347 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Mai 2024 (StatusVO) auch eine Prüfung zur Erteilung eines Aufenthaltstitels bei Familienangehörigen vor, die hinsichtlich der Frage einer Schutzgewährung hier zu berücksichtigen wäre. Aber auch bei dieser Bewertung ist die Entwicklung der Verhältnisse in den Herkunftsländern zu beachten.  3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2026 durch das BAMF bzw. durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG bzw. Familienschutz, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Asylentscheidungen des BAMF: 1. Halbjahr 2026 Subsidiärer Schutz subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 1 AsylG subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 2 AsylG subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 3 AsylG Subsidiärer Familienschutz § 4 I Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 3.199 1 0,0 % 888 27,8 % 629 19,7 % 1.681 52,5 % darunter: Syrien 1.299 – 0,0 % 230 17,7 % 3 0,2 % 1.066 82,1 % Eritrea 395 – 0,0 % 211 53,4 % – 0,0 % 184 46,6 % Sudan 212 – 0,0 % 1 0,5 % 198 93,4 % 13 6,1 % Somalia 209 – 0,0 % 134 64,1 % 3 1,4 % 72 34,4 % Ungeklärt 170 – 0,0 % 9 5,3 % 112 65,9 % 49 28,8 % Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 166 – 0,0 % 4 2,4 % 139 83,7 % 23 13,9 % Irak 123 – 0,0 % 29 23,6 % 1 0,8 % 93 75,6 % Jemen 98 – 0,0 % 21 21,4 % 68 69,4 % 9 9,2 % Myanmar 93 – 0,0 % 7 7,5 % 83 89,2 % 3 3,2 % Afghanistan 62 – 0,0 % 43 69,4 % – 0,0 % 19 30,6 % Guinea 53 – 0,0 % 35 66,0 % – 0,0 % 18 34,0 % Türkei 49 – 0,0 % 22 44,9 % – 0,0 % 27 55,1 % Russ. Föd. 47 – 0,0 % 29 61,7 % – 0,0 % 18 38,3 % Iran 34 1 2,9 % 22 64,7 % – 0,0 % 11 32,4 % Äthiopien 29 – 0,0 % 9 31,0 % 2 6,9 % 18 62,1 % Asylentscheidungen infolge gerichtlicher Überprüfung: 01.01– 30.06.2026 subsidiärer Schutz subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 1 AsylG subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 2 AsylG subsidiärer Schutz gem. § 4 I Nr. 3 AsylG Subsidiärer Familienschutz § 4 I Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 427 14 3,3 % 376 88,1 % 27 6,3 % 10 2,3 % darunter: Russische Föd. 153 7 4,6 % 141 92,2 % 2 1,3 % 3 2,0 % Eritrea 78 2 2,6 % 71 91,0 % 3 3,8 % 2 2,6 % Irak 44 – 0,0 % 40 90,9 % 2 4,5 % 2 4,5 % Türkei 38 – 0,0 % 36 94,7 % 1 2,6 % 1 2,6 % Afghanistan 17 1 5,9 % 15 88,2 % 1 5,9 % – 0,0 % Libanon 10 – 0,0 % 2 20,0 % 7 70,0 % 1 10,0 % Jemen 9 – 0,0 % 9 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Libyen 8 – 0,0 % 8 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Armenien 7 – 0,0 % 7 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Somalia 7 – 0,0 % 3 42,9 % 4 57,1 % – 0,0 % Venezuela 6 – 0,0 % 6 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Georgien 6 – 0,0 % 6 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Ungeklärt 6 – 0,0 % 5 83,3 % 1 16,7 % – 0,0 % Iran 5 – 0,0 % 5 100,0 % – 0,0 % – 0,0 % Äthiopien 4 – 0,0 % 4 100,0 % – 0,0 % – 0,0 %  4. Welche Organisationseinheiten des BAMF wurden im Jahr 2025 (soweit noch nicht vorliegend bitte Angaben für das erste Halbjahr 2025 machen) wegen signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten (bitte genau bezeichnen), und welche Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 20/5709), welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen (bitte ausführen), wie wurde die Plausibilität der von den Organisationseinheiten für signifikante Abweichungen im zweiten Halbjahr 2024 gemachten Erklärungen bewertet (Wiederholung der in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 unbeantwortet gebliebenen Erinnerung, dass entsprechende Angaben in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 21/1710 fehlten)? Im Rahmen der Betrachtung des ersten Halbjahres 2025 wurden innerhalb der bereinigten Gesamtschutzquote (bGSQ), d. h. ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen, die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50 materiell-rechtliche Entscheidungen zu den jeweiligen zehn Hauptherkunftsländern (TOP‑10‑HKL) in dem genannten Zeitraum getroffen wurden. Da der Verteilung von Verfahren, in denen Schutzableitungen (Familienasyl, Familienflüchtlingsschutz und subsidiärer Familienschutz) in Betracht kommen, bisher eine maßgebliche Rolle bei Abweichungen der lokalen Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote zugesprochen wurde, erfolgte mit der Schutzquotenanalyse zum ersten Halbjahr 2025 eine Anpassung der Auswertungssystematik. Entscheidungen zu Schutzableitungen wurden aus der Betrachtung herausgenommen, um eine gezielte Betrachtung originärer Entscheidungen vorzunehmen. Für das erste Halbjahr 2025 wurden unter Außerachtlassung der Schutzableitungen sowie formeller Entscheidungen insgesamt 50 Abweichungen der lokalen bereinigten Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Afghanistan, Türkei, Irak, Somalia, Eritrea, Iran und Guinea betrachtet. Es handelt sich um 22 Abweichungen unterhalb sowie 28 Abweichungen oberhalb der bundesweiten Schutzquote. Hinsichtlich der übrigen Top‑10‑HKL Syrien, Russische Föderation und Kolumbien wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt. Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bGSQ (d. h. die größte Überschreitung sowie die größte Unterschreitung zum jeweiligen Herkunftsland) festgestellt worden sind, wurden um Plausibilisierung der Abweichungen gebeten. Nähere Einzelheiten können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025): TOP-10-HKL/ OrgE Afghanistan (19.226 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 53,3 %) Türkei (28.355 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 6,5 %) Irak (4.078 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 11,%) Dienstleistungszentrum Abt. 5 311 (83,0 %) AS Heidelberg im AZ 687 (28,7 %) AS Gießen in AZ, LAS 129 (23,3 %) TOP-10-HKL/ OrgE Somalia (3.055 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 81,3 %) Eritrea (637 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 29 %) Iran (6.075 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 21,4 %) Guinea (2.400 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 24,8 %) AS Bramsche im AZ 63 (96,8 %) AS Deggendorf in AnkER 51 (52,9 %) AS Speyer 71 (53,5 %) AS Hamburg im AZ, LAS 54 (44,4 %) Auswertung der Entscheidungsstatistik im ersten Halbjahr 2025 (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen) anhand unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Juli 2025): TOP-10-HKL/OrgE Afghanistan (19.226 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 53,3 %) Somalia (3.055 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 81,3 %) Eritrea (637 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 29,5 %) AS Lebach in AnkER 406 (18,5 %) AS Leipzig im AZ 93 (38,7 %) Dienstleistungszentrum Abt. 5 57 (17,5 %) TOP-10-HKL/OrgE Iran (6.075 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 21,4 %) Guinea (2.400 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und Schutzableitungen 24,8 %) AS Essen 281 (7,5 %) Dienstleistungszentrum Abt. 4 87 (9,2 %) Seitens der OrgE wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen Schutzquote im ersten Halbjahr 2025 als auch im zweiten Halbjahr 2024 von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote nach wie vor die Verteilung der Verfahren benannt. Unter Außerachtlassung der Verfahren, in denen eine Schutzableitung in Betracht kommt, manifestiert sich bspw. der Anteil von vulnerablen Personengruppen je OrgE in der lokalen Schutzquote. Auch weitere persönliche Merkmale der Antragstellenden sowie der Anteil der betreffenden Personen je OrgE wirken sich je nach Herkunftsland auf die lokale Schutzquote aus (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland). Als weiterer verteilungsrelevanter Aspekt ist auch ein im Vergleich zu den Bundeswerten erhöhter Anteil von Mehrpersonenakten je OrgE ein relevanter Einflussfaktor für die lokale Schutzquote. Der potenzierende Effekt von Entscheidungen zu Mehrpersonenakten ist sowohl im Bereich der Unterschreitungen als auch im Bereich der Überschreitungen signifikant. Ebenfalls relevant für die Beeinflussung der lokalen Schutzquote ist die Anzahl der materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE im halbjährlichen Betrachtungszeitraum. Soweit diese lediglich geringfügig oberhalb der Relevanzschwelle von 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE und Top‑10‑HKL im Halbjahr liegt, führt diese reduzierte Gesamtbezugsgröße zu einer statistisch überproportionalen Auswirkung jeder einzelnen getroffenen materiell-rechtlichen Entscheidung. Die im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen der OrgE wichen in keinem Fall von den Sichtungserkenntnissen des BAMF ab. Die Ergebnisse der Plausibilisierungsanfragen werden als nachvollziehbar bewertet. Für den Betrachtungszeitraum des zweiten Halbjahres 2024 wurden im Rahmen der Analyse insbesondere verteilungsbedingte Aspekte, wie bspw. der Anteil vulnerabler Personengruppen je OrgE, der Anteil von Mehrpersonenakten je OrgE, die Anzahl der getroffenen materiell-rechtlichen Entscheidungen je OrgE, aber auch weitere persönliche Merkmale der Antragstellenden (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland) als statistische Gründe für die Abweichungen festgestellt. Die Rückmeldungen der Außenstellen hierzu deckten sich in jedem Fall mit den Sichtungserkenntnissen aus der Schutzquotenanalyse. Die Analyse zum zweiten Halbjahr 2025 ist noch nicht abgeschlossen. Demzufolge liegen diesbezügliche aktuelle Angaben im Sinne der Fragestellung nicht vor.  5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten Schutzquoten und absoluten Entscheidungszahlen für die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation und die Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach kurdischer bzw. türkischer Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im ersten Halbjahr 2026, differenziert nach BAMF-Organisationseinheiten (bitte jeweils nur diejenigen zehn Organisationseinheiten auflisten, die im Vergleich zur bundesweiten bereinigten Schutzquote die höchsten bzw. niedrigsten Schutzquoten aufwiesen, bei mindestens 50 Entscheidungen)? Die Aussagekraft von Schutzquotenabweichungen (Vergleich der lokalen Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen einzelner Organisationseinheiten mit der entsprechenden Gesamtschutzquote) kann nur unter der Prämisse angenommen werden, dass der Beurteilung repräsentative Daten zu Grunde liegen (statistische Evidenz). Im Rahmen der halbjährlichen Schutzquotenanalyse des BAMF wird eine Repräsentativität erst bei einer halbjährlichen Entscheidungsmenge i. H. v. mindestens 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je Herkunftsland und Organisationseinheit angenommen. Zudem muss die identifizierte Abweichung der o. g. lokalen Schutzquote von der entsprechenden bereinigten Gesamtschutzquote mindestens zehn Prozentpunkte betragen. Sind diese Parameter nicht erfüllt, ist in Ermangelung der entsprechenden Aussagekraft eine Ableitung valider Erkenntnisse nicht möglich. Die diesbezüglichen Schutzquotenabweichungen sind als statistischer Effekt zu betrachten und daher als Beurteilungsgrundlage nicht geeignet. Unter Beachtung der vorgenannten Relevanzschwelle ergibt sich bei einer Vielzahl der nachfolgend aufgeführten OrgE keine statistische Evidenz: Hinsichtlich des HKL Syrien befinden sich acht der 20 dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle, hinsichtlich des HKL Afghanistan sind es 13 der 20 dargestellten OrgE. Mit Blick auf das HKL Irak liegen acht der 20 dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle. Beim HKL Iran befinden sich fünf der abgebildeten sechs OrgE nicht innerhalb der Relevanzschwelle, während dies hinsichtlich des HKL Eritrea auf zehn der zehn dargestellten OrgE zutrifft. Bezüglich des HKL Somalia sind 12 der 20 dargestellten OrgE statistisch nicht relevant, während hinsichtlich des HKL Nigeria jede der vier abgebildeten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle befindet. Zum HKL Pakistan liegen zwei der vier dargestellten OrgE außerhalb der Relevanzschwelle. Mit Blick auf das HKL Russische Föderation befindet sich keine der 14 dargestellten OrgE innerhalb der Relevanzschwelle. Zudem liegen hinsichtlich des HKL Türkei acht von 20 OrgE unterhalb der Relevanzschwelle. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Syrien Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten darunter: AS Schweinfurt in AnkER 91 83 67,5 % 44,1 % AS Unna im AZ 763 682 38,7 % 15,3 % AS Braunschweig 486 426 36,4 % 13,0 % AS Schwerin im AZ, LAS 152 130 35,4 % 12,0 % AS Oldenburg 457 425 34,8 % 11,5 % AS Düsseldorf 1.247 1.167 34,3 % 10,9 % AS Braunschweig2 im AZ 495 451 33,3 % 9,9 % AS Augsburg in AnkER 156 142 33,1 % 9,7 % AS Manching in AnkER 914 894 33,0 % 9,6 % AS Speyer 434 410 32,0 % 8,6 % AS Dresden in AnkER 546 500 15,8 % -7,6 % AS Friedland, LAS 389 371 15,6 % -7,7 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 430 415 14,7 % -8,7 % AS Bamberg in AnkER 370 307 14,7 % -8,7 % AS Trier, LAS 1.057 983 13,2 % -10,1 % AS Berlin im AZ 264 252 12,7 % -10,7 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 217 189 8,5 % -14,9 % AS Zirndorf in AnkER 1.368 1.309 4,9 % -18,5 % AS Sigmaringen 481 440 4,1 % -19,3 % AS Bielefeld im AZ 861 788 2,4 % -21,0 % 1. Halbjahr 2026 Afghanistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 36.459 32.391 89,3 % darunter: AS Bramsche im AZ 1.714 1.591 97,0 % 7,7 % AS Neumünster, LAS 2.220 2.026 95,6 % 6,3 % AS Ellwangen 330 311 95,2 % 5,9 % AS Büdingen 1.364 1.284 94,9 % 5,6 % 1. Halbjahr 2026 Afghanistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 36.459 32.391 89,3 % darunter: AS Eisenhüttenstadt, LAS 820 770 94,5 % 5,2 % AS Berlin, LAS 1.429 1.304 94,2 % 4,9 % AS Braunschweig 245 241 94,2 % 4,9 % AS Schwerin im AZ, LAS 387 361 94,2 % 4,9 % AS Bremen im AZ, LAS 435 424 94,1 % 4,8 % AS Freiburg 312 301 93,0 % 3,7 % AS Manching in AnkER 476 458 83,6 % -5,7 % AS Neustadt 855 823 81,8 % -7,5 % AS Friedland, LAS 302 285 80,4 % -9,0 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 360 343 79,0 % -10,3 % AS Sigmaringen 323 294 78,6 % -10,7 % AS Lebach in AnkER, LAS 96 92 76,1 % -13,2 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 1.032 969 75,1 % -14,2 % AS Deggendorf in AnkER 167 147 72,8 % -16,5 % AS Augsburg in AnkER 1.114 1.034 72,7 % -16,6 % AS Zirndorf in AnkER 296 281 71,9 % -17,4 % 1. Halbjahr 2026 Irak Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 4.298 3.238 34,7 % darunter: AS Braunschweig 92 80 63,8 % 29,1 % AS Oldenburg 121 98 58,2 % 23,5 % AS Zirndorf in AnkER 76 41 53,7 % 19,0 % AS Berlin, LAS 79 64 51,6 % 16,9 % AS Karlsruhe, LAS 155 135 48,1 % 13,5 % AS Bochum, LAS 116 106 48,1 % 13,4 % AS Bramsche im AZ 204 173 43,4 % 8,7 % 1. Halbjahr 2026 Irak Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 4.298 3.238 34,7 % darunter: AS Suhl im AZ 69 48 41,7 % 7,0 % AS Bielefeld im AZ 177 149 41,6 % 6,9 % AS Halberstadt im AZ, LAS 53 49 40,8 % 6,1 % AS Düsseldorf 254 224 27,7 % -7,0 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 303 278 27,0 % -7,7 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 54 33 24,2 % -10,4 % AS Mönchengladbach im AZ 94 83 20,5 % -14,2 % AS Hamburg im AZ, LAS 106 78 19,2 % -15,5 % AS Regensburg in AnkER 84 61 18,0 % -16,6 % AS Augsburg in AnkER 330 261 18,0 % -16,7 % AS Dresden in AnkER 87 67 17,9 % -16,8 % AS Heidelberg im AZ 140 111 14,4 % -20,3 % AS Friedland, LAS 115 75 12,0 % -22,7 % 1. Halbjahr 2026 Iran Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 1.415 1.026 42,2 % darunter: AS Gießen im AZ, LAS 84 76 59,2 % 17,0 % AS Heidelberg im AZ 92 79 49,4 % 7,2 % AS Hamburg im AZ, LAS 93 78 38,5 % -3,7 % AS Düsseldorf 51 50 38,0 % -4,2 % AS Bramsche im AZ 75 67 34,3 % -7,9 % AS Bonn im AZ 61 54 33,3 % -8,9 % 1. Halbjahr 2026 Eritrea Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 1.713 1.561 90,6 % darunter: AS Deggendorf in AnkER 91 87 100,0 % 9,4 % AS Karlsruhe, LAS 83 78 98,7 % 8,1 % AS Büdingen 87 85 95,3 % 4,6 % AS Speyer 60 59 93,2 % 2,6 % AS Bochum, LAS 55 55 92,7 % 2,1 % AS Unna im AZ 56 55 90,9 % 0,3 % AS Neumünster, LAS 69 67 88,1 % -2,6 % AS Hamburg im AZ, LAS 71 66 86,4 % -4,3 % AS Gießen im AZ, LAS 144 134 83,6 % -7,1 % AS Bamberg in AnkER 74 74 82,4 % -8,2 % 1. Halbjahr 2026 Somalia Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 4.060 3.100 82,0 % darunter: AS Braunschweig2 im AZ 53 51 98,0 % 16,0 % AS Neustadt 96 93 97,8 % 15,8 % AS Neumünster, LAS 68 64 96,9 % 14,9 % AS Hamburg im AZ, LAS 117 113 95,6 % 13,6 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 53 47 93,6 % 11,6 % AS Bochum, LAS 70 62 91,9 % 9,9 % AS Bremen im AZ, LAS 58 56 91,1 % 9,1 % AS Büdingen 108 105 90,5 % 8,5 % AS Bramsche im AZ 74 72 88,9 % 6,9 % AS Bonn im AZ 122 121 88,4 % 6,4 % AS Friedland, LAS 72 64 81,3 % -0,7 % AS München 53 44 79,5 % -2,5 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 71 68 79,4 % -2,6 % 1. Halbjahr 2026 Somalia Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 4.060 3.100 82,0 % darunter: AS Heidelberg im AZ 68 60 76,7 % -5,3 % AS Mönchengladbach im AZ 72 68 75,0 % -7,0 % AS Schweinfurt in AnkER 380 349 74,8 % -7,2 % AS Bielefeld im AZ 107 92 70,7 % -11,3 % AS Essen 126 115 66,1 % -15,9 % AS Trier, LAS 178 163 63,8 % -18,2 % AS Dresden in AnkER 52 50 60,0 % -22,0 % 1. Halbjahr 2026 Nigeria Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 1.389 943 16,9 % darunter: AS Karlsruhe, LAS 52 41 14,6 % -2,2 % AS München 198 141 11,3 % -5,5 % AS Düsseldorf 60 49 8,2 % -8,7 % AS Heidelberg im AZ 142 100 7,0 % -9,9 % 1. Halbjahr 2026 Pakistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 876 598 17,1 % darunter: AS Trier, LAS 114 65 27,7 % 10,6 % AS Bramsche im AZ 78 72 16,7 % -0,4 % 1. Halbjahr 2026 Pakistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 876 598 17,1 % darunter: AS Chemnitz im AZ, LAS 126 99 9,1 % -8,0 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 78 68 2,9 % -14,1 % 1. Halbjahr 2026 Russische Föderation Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 2.796 1.606 8,9 % darunter: AS Dresden in AnkER 135 118 16,9 % 8,0 % AS Berlin, LAS 176 145 15,2 % 6,3 % AS Gießen im AZ, LAS 58 43 11,6 % 2,7 % AS Bamberg in AnkER 211 158 11,4 % 2,5 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 136 106 10,4 % 1,5 % AS Heidelberg im AZ 121 94 9,6 % 0,7 % AS Hamburg im AZ, LAS 125 96 9,4 % 0,5 % AS Bremen im AZ, LAS 65 55 7,3 % -1,6 % AS Friedland, LAS 85 69 5,8 % -3,1 % AS Bonn im AZ 51 45 4,4 % -4,5 % AS Halberstadt im AZ, LAS 72 59 3,4 % -5,5 % AS Chemnitz im AZ, LAS 75 64 1,6 % -7,3 % AS Neumünster, LAS 109 71 – -8,9 % AS Schwerin im AZ, LAS 62 43 - -8,9 % 1. Halbjahr 2026 Türkei Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 10.070 7.947 15,5 % darunter: AS Trier, LAS 311 262 37,4 % 21,9 % AS Neumünster, LAS 212 147 36,1 % 20,6 % AS Essen 263 227 27,8 % 12,3 % AS Bochum, LAS 198 160 26,3 % 10,8 % AS Manching in AnkER 99 84 25,0 % 9,5 % AS Bonn im AZ 167 133 24,1 % 8,6 % AS Düsseldorf 276 230 23,9 % 8,4 % AS Augsburg in AnkER 332 249 23,3 % 7,8 % AS Karlsruhe, LAS 685 625 22,7 % 7,2 % AS Bielefeld im AZ 174 146 22,6 % 7,1 % AS Schwerin im AZ, LAS 80 63 6,3 % -9,1 % AS Ellwangen 91 77 5,2 % -10,3 % AS Halberstadt im AZ, LAS 133 109 3,7 % -11,8 % AS Hamburg im AZ, LAS 143 110 3,6 % -11,9 % AS Oldenburg 59 57 3,5 % -12,0 % AS Braunschweig2 im AZ 99 86 3,5 % -12,0 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 548 511 2,9 % -12,6 % AS Freiburg 134 107 2,8 % -12,7 % AS Bremen im AZ, LAS 68 49 2,0 % -13,4 % AS Berlin im AZ 54 51 – -15,5 % 1. Halbjahr 2026 Türkei Volkszugehörigkeit Kurden Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 7.569 5.772 5,6 % darunter: AS Neumünster, LAS 174 115 32,2 % 26,6 % AS Bochum, LAS 130 97 13,4 % 7,8 % 1. Halbjahr 2026 Türkei Volkszugehörigkeit Kurden Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 7.569 5.772 5,6 % darunter: AS Chemnitz im AZ, LAS 82 61 11,5 % 5,9 % AS Manching in AnkER 76 63 11,1 % 5,5 % AS Lebach in AnkER, LAS 84 76 10,5 % 4,9 % AS Braunschweig 94 70 10,0 % 4,4 % AS Suhl im AZ 115 96 9,4 % 3,8 % AS Düsseldorf 184 145 9,0 % 3,4 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 83 67 9,0 % 3,3 % AS Jena/Hermsdorf, LAS 54 46 8,7 % 3,1 % AS Ellwangen 74 60 3,3 % -2,3 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 70 62 3,2 % -2,4 % AS Mönchengladbach im AZ 83 67 3,0 % -2,6 % AS Bielefeld im AZ 102 79 2,5 % -3,1 % AS Bremen im AZ, LAS 58 43 2,3 % -3,3 % AS Hamburg im AZ, LAS 119 93 2,2 % -3,5 % AS Bramsche im AZ 143 132 1,5 % -4,1 % AS Freiburg 108 86 1,2 % -4,5 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 481 446 1,1 % -4,5 % AS Schwerin im AZ, LAS 54 40 – -5,6 % 1. Halbjahr 2026 Türkei Volkszugehörigkeit Türken Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 2.100 1.828 47,5 % darunter: AS Trier, LAS 130 125 70,4 % 22,9 % AS Karlsruhe, LAS 183 174 67,8 % 20,3 % AS Bonn im AZ 51 43 65,1 % 17,6 % AS Essen 90 83 62,7 % 15,1 % AS Augsburg in AnkER 95 80 61,3 % 13,7 % AS Unna im AZ 68 66 59,1 % 11,6 % AS Heidelberg im AZ 207 196 55,1 % 7,6 % AS Bochum, LAS 57 52 53,8 % 6,3 % AS Bielefeld im AZ 59 59 52,5 % 5,0 % AS Düsseldorf 81 75 52,0 % 4,5 % AS Mönchengladbach im AZ 52 52 42,3 % -5,2 % AS Gießen im AZ, LAS 183 171 39,8 % -7,8 % AS Speyer 54 50 36,0 % -11,5 % AS Zirndorf in AnkER 65 51 23,5 % -24,0 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 50 48 18,8 % -28,8 %  6. Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten Entscheidungszahlen zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das erste Halbjahr 2026 in absoluten und relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstigen Erledigungen differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus Afghanistan Zeitraum & Geschlecht Asylberechtigung Art 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen (unbegr./offens. unbegr.) Sonstige Verfahrenserledigungen 1.HJ 2026 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Männlich 20.143 525 2,6 % 12.172 60,4 % 59 0,3 % 702 3,5 % 3.451 17,1 % 3.234 16,1 % Weiblich 16.316 1.708 10,5 % 13.751 84,3 % 3 0,0 % 10 0,1 % 10 0,1 % 834 5,1 % Entscheidungen über Asylanträge von weiblichen und männlichen Antragstellenden aus dem Iran Zeitraum & Geschlecht Asylberechtigung Art 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 Absatz 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Absatz 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 Absätze 5 und 7 AufenthG Ablehnungen (unbegr./offens. unbegr.) Sonstige Verfahrenserledigungen 1. HJ 2026 Gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Männlich 851 9 1,1 % 199 23,4 % 12 1,4 % 12 1,4 % 360 42,3 % 259 30,4 % Weiblich 564 12 2,1 % 152 27,0 % 22 3,9 % 15 2,7 % 233 41,3 % 130 23,0 % a) Wie stichhaltig ist die Antwort zu Frage 7b auf Bundestagsdrucksache 21/4448, die überdurchschnittlich hohe Aufhebungsquote der Gerichte bei iranischen Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2025 (42,1 Prozent) lasse sich insbesondere mit entscheidungserheblichen Sachverhaltsänderungen im Zeitraum zwischen der Entscheidung des BAMF und der Verhandlung im Gerichtsverfahren erklären, angesichts des Umstands, dass das BAMF bei solchen Sachverhaltsänderungen im laufenden Gerichtsverfahren den mit der Klage angestrebten Schutzstatus von sich aus erteilen und das Verfahren für erledigt erklären könnte, auch um die Verfahren zu beschleunigen und die Verwaltungsjustiz zu entlasten (was auch geschieht, aber offenbar bei weitem nicht in allen entsprechenden Fällen, wie die hohe gerichtliche Aufhebungsquote nach Auffassung der Fragestellenden zeigt; bitte nachvollziehbar begründen)? Das BAMF prüft, auch vor dem Hintergrund des Beschleunigungsgedankens im Asylverfahren, in jedem Verfahrensstadium eines anhängigen asylgerichtlichen Verfahrens anhand aktualisierter Erkenntnisse und der individuellen Fallgestaltung, ob eine Schutzzuerkennung nach zunächst erfolgter Ablehnung erfolgen kann und hilft bei Vorliegen der Voraussetzungen in dem konkreten Fall ab. Eine andere Bewertung von Sachverhalten und Sachverhaltsveränderungen durch die Verwaltungsgerichte ist trotz umfassender Berücksichtigung von Abhilfepotentialen durch das BAMF, insbesondere bei einer individuellen Glaubhaftigkeitsbeurteilung (z. B. Vortrag zu Konversion, sexueller Orientierung, „Verwestlichung“), nicht auszuschließen. Insgesamt sind die absoluten Zahlen der Verpflichtungsentscheidungen zur Schutzzuerkennung iranischer Antragsteller in den vergangenen zwei Jahren, bei gleichzeitig erheblich gestiegener Anzahl der anhängigen Gerichtsverfahren, rückläufig. Im Jahr 2024 sind bei 7.422 Gerichtsverfahren 994 und im Jahr 2025 bei 11.240 Gerichtsverfahren 870 solcher Verpflichtungsentscheidungen ergangen. Verwaltungsgerichte bestätigten demgegenüber häufiger die Bescheide des BAMF betreffend das Herkunftsland Iran. b) Inwiefern hat das BAMF das Policy Paper von Pro Asyl zur Menschenrechtslage im Iran und zur Asylpraxis in Deutschland, wonach angesichts der zurückgehenden Schutzquoten trotz verschärfter Menschenrechtslage und angesichts problematischer Ablehnungsmuster die Vermutung naheliege, dass „die Schutzquote aus innenpolitischen Gründen bewusst niedrig gehalten wird“ (www.proasyl.de/news/iraner innen-brauchen-mehr-schutz-im-asylverfahren-und-humanitaere-aufna hme/; www.proasyl.de/wp-content/uploads/Iran-PRO-ASYL-Policy-P aper-02_2026-2.pdf), zur Kenntnis genommen und in Bezug auf einen möglichen Korrekturbedarf für die Prüf- und Entscheidungspraxis des BAMF ausgewertet (bitte ausführen und gegebenenfalls begründen, falls diese Studie nicht auf die Stichhaltigkeit der Vorwürfe ausgewertet wurde)? Das genannte Policy Paper von PRO ASYL wurde zur Kenntnis genommen und ausgewertet. Das BAMF berücksichtigt im Rahmen der Herkunftsländeranalyse und der Fortentwicklung seiner internen Entscheidungsinstrumente neben Veröffentlichungen von Nichtregierungsorganisationen eine Vielzahl weiterer Erkenntnisquellen, insbesondere Lageberichte des Auswärtigen Amtes, Berichte internationaler Organisationen sowie die nationale und internationale Rechtsprechung. Die Verhältnisse in den Herkunftsstaaten werden fortlaufend beobachtet und bewertet. Ergibt sich aus einer veränderten Erkenntnislage oder aus der Rechtsprechung Anpassungsbedarf, werden die internen Entscheidungsinstrumente entsprechend fortgeschrieben. Die asylrechtliche Prüfung erfolgt stets auf Grundlage der im Entscheidungszeitpunkt aktuellen Erkenntnislage sowie der individuellen Umstände des jeweiligen Einzelfalls. Die im Policy Paper enthaltenen Bewertungen wurden geprüft. Soweit darin aus Schutzquoten oder gerichtlichen Aufhebungsquoten allgemeine Rückschlüsse auf die Entscheidungspraxis des BAMF gezogen werden, lassen diese für sich genommen keine belastbaren Aussagen über die Rechtmäßigkeit oder Qualität der Entscheidungen zu. Schutzquoten und gerichtliche Entscheidungen beruhen auf individuellen Einzelfallentscheidungen und werden insbesondere durch unterschiedliche Fallkonstellationen, individuelles Vorbringen sowie gegebenenfalls entscheidungserhebliche Änderungen der Sach- und Erkenntnislage beeinflusst. c) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass die Teilnahme einer Iranerin an Demonstrationen und die Verbreitung von Bildern bzw. Videos hierzu in sozialen Medien keinen Schutzbedarf auslöse, weil damit keine besondere politische oder organisatorische Funktion bei den Protestaktionen ausgeübt wurde und sie auch sonst nicht Mitglied einer Oppositionspartei oder eine bekannte Persönlichkeit sei (bitte begründen), ist die Bundesregierung der Auffassung, dass das iranische Regime öffentlich auftretende und protestierende Regierungsgegnerinnen nicht verfolgt, soweit diese keine besondere Funktion oder Bekanntheit haben, wenn ja, welche Belege kann sie hierfür nach der mutmaßlichen Ermordung von zehntausenden Protestierenden im Iran Anfang 2026 aufführen, und wenn nein, was unternimmt sie, damit das BAMF Regimegegnerinnen und Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)? Es wird zunächst auf die Antwort zu Frage 6 Buchstabe b verwiesen. Zu Einzelfällen wird zudem keine Stellung genommen, dies umfasst auch den im Policy Paper genannten Bescheid. Nach den internen Entscheidungsinstrumenten des BAMF zum Herkunftsstaat können bereits friedliche Kritik an der Regierung sowie Teilnahme an nicht genehmigten regierungskritischen Demonstrationen staatliche Repressionsmaßnahmen nach sich ziehen. Besonders gefährdet sind exponiert agierende Demonstrierende. Ob die Voraussetzungen für die Zuerkennung internationalen Schutzes vorliegen, ist anhand sämtlicher entscheidungserheblicher Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. d) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass die brutale Vergewaltigung einer Iranerin durch iranische Sicherheitskräfte asylrechtlich irrelevant sei, soweit diese „auf die kriminellen Machenschaften einzelner gewaltbereiter Personen innerhalb der Geheimdienst- oder Polizeiabteilung zurückzuführen“ sei, was nach Auffassung der Fragestellenden verkennt, dass solche schweren Menschenrechtsverletzungen vom iranischen Regime nicht geahndet werden und sie vielmehr Teil der willkürlichen Verfolgungs- und Einschüchterungspolitik des iranischen Regimes sind, wenn ja, bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die Bundesregierung, damit das BAMF Regimegegnerinnen nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)? Geschlechtsspezifische Verfolgung und sexualisierte Gewalt werden im Rahmen der BAMF-Entscheidungspraxis berücksichtigt. Ob die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder des Status subsidiären Schutzes vorliegen, ist anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalles sowie der gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere der Verknüpfung mit einem Verfolgungsgrund nach Art. 10 Verordnung (EU) 2024/1347 zu prüfen. Die internen Entscheidungsinstrumente des BAMF enthalten hierzu differenzierte Vorgaben für verschiedene Fallkonstellationen und berücksichtigen sowohl die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft als auch des Status subsidiären Schutzes. Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchtstaben b und c verwiesen. e) Teilt die Bundesregierung das laut dem in Frage 6b genannten Policy Paper in einem BAMF-Bescheid verwandte Argument (wobei es laut Pro Asyl um ein mehrfach verwandtes Argumentationsmuster des BAMF geht), dass bereits die legale Ausreise über den Flughafen gegen die Annahme einer politischen Verfolgung spreche, weil ansonsten spätestens bei der Passkontrolle eine Festnahme hätte erfolgen müssen, obwohl politische Aktivitäten vom iranischen Regime zum Beispiel auch erst zeitversetzt erfasst werden können und/oder eine Ausschreibung zur Festnahme nicht in allen Fällen (sofort) erfolgen muss, wenn ja, bitte begründen, und wenn nein, was unternimmt die Bundesregierung, damit das BAMF Regimegegnerinnen und Regimegegner nicht mit einer solchen Argumentation ablehnt (bitte ausführen)? Eine legale Ausreise steht der Zuerkennung internationalen Schutzes nicht grundsätzlich entgegen, ist jedoch im Rahmen einer individuellen Gesamtschau zu betrachten. Die Gefährdungsprognose erfolgt anhand der Umstände des jeweiligen Einzelfalls unter Berücksichtigung sämtlicher entscheidungserheblicher Umstände. Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 Buchstaben b und c verwiesen. f) Wie viele weibliche afghanische Staatsangehörige lebten zuletzt mit welchem aufenthaltsrechtlichen bzw. flüchtlingsrechtlichen Status (bitte so genau wie möglich differenzieren) in Deutschland (bitte zudem nach Bundesländern und Voll- bzw. Minderjährigen differenzieren)? Die Angaben ausweislich des AZR zum Stichtag 30. Juni 2026 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach aufenthaltsrechtlichem Status Gesamt 168.118 davon Niederlassungserlaubnis 11.426 Aufenthaltserlaubnis 119.678 EU-Aufenthaltsrechte 185 Aufenthaltsgestattung 4.104 Fiktionsbescheinigung/ Ankunftsnachweis 27.347 sonstiges (z. B. Duldung, kein Aufenthaltsrecht) 5.378 Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige mit einem flüchtlingsrechtlichen Status Summe Gesamt 86.059 davon asylberechtigt 2.389 Flüchtlingseigenschaft 54.946 subsidiärer Schutz 5.336 Abschiebungsverbot 23.388 Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige, volljährig/ minderjährig Gesamt 168.118 davon 18 Jahre und älter 105.853 unter 18 Jahre 62.263 unbekannt 2 Aufhältige weibliche afghanische Staatsangehörige nach Ländern Summe Gesamt 168.118 Länder Baden-Württemberg 15.475 Bayern 20.808 Berlin 9.243 Brandenburg 4.961 Bremen 2.215 Hamburg 13.772 Hessen 26.721 Mecklenburg-Vorpommern 2.337 Niedersachsen 12.478 Nordrhein-Westfalen 29.809 Rheinland-Pfalz 7.942 Saarland 793 Sachsen 5.376 Sachsen-Anhalt 3.251 Schleswig-Holstein 9.066 Thüringen 3.871  7. Wie viele Asylverfahren von Asylsuchenden aus palästinensischen Gebieten (z. B. Gaza) sind derzeit anhängig, und wie waren die Asylentscheidungen des BAMF und der Gerichte zu diesen Geflüchteten im ersten Halbjahr 2026 (bitte differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen angeben)? Zum Stichtag 31. Juli 2026 waren 208 Asylverfahren mit der Staatsangehörigkeitsbezeichnung „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ beim BAMF anhängig. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Entscheidungen (BAMF) zu „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ 1. Halbjahr 2026 Gesamt Anerkennung Asylberechtigte (Art. 16a GG) Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot § 60 V/VII AufenthG Ablehnungen (unbegr./ offens. unbegr.) Sonstige Verfahrenserledigungen absolut % absolut % absolut % absolut % absolut % absolut % 597 4 0,7 % 220 36,9 % 166 27,8 % 33 5,5 % 108 18,1 % 66 11,1 % Klagen/ Berufungen/Revisionen 1. Halbjahr 2026 Gerichtsentscheidungen von Asylsuchenden auspalästinensischen Gebieten (Stand: 15. 08. 2026) Gesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot Ablehnungen sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) Entscheidungen über Abschiebungsandrohung Absolut 324 – 21 4 6 6 287 – %-Anteil 0,0 % 6,5 % 1,2 % 1,9 % 1,9 % 88,6 % 0,0 %  8. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen bzw. Abschiebungsanordnungen des BAMF gab es im ersten Halbjahr 2026 gegenüber unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)? Im genannten Zeitraum erfolgte keine Abschiebungsanordnung gegenüber unbegleiteten Minderjährigen. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: 1. HJ 2026 Ablehnungen Gesamt 1.242 davon Syrien 683 Afghanistan 156 Türkei 93 Guinea 69 Somalia 60 Irak 17 Äthiopien 16 Benin 14 Gambia 13 Angola 12 1. HJ 2026 Abschiebungsandrohung Gesamt 201 darunter: Syrien 88 Afghanistan 33 Türkei 27 Guinea 12 Somalia 9 1. HJ 2026 Abschiebungsandrohung Gesamt 201 darunter: Irak 4 Äthiopien 2 Benin 1 Gambia 3 Angola 2 1. HJ 2026 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags * Gesamtergebnis 1.041 davon Syrien 595 Afghanistan 123 Türkei 66 Guinea 57 Somalia 51 Irak 13 Äthiopien 14 Benin 13 Gambia 10 Angola 10 * Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags entfällt.  9. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2026 registriert (bitte nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie ist die Zahl der Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum letzten Stand (bitte auch nach Bundesländern auflisten), und gibt es derzeit relevante Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)? Zur ersten und zweiten Teilfrage: Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Asylgesuche* Asylerstanträge* Januar 2026 7.296 7.649 Februar 2026 6.667 6.987 März 2026 6.913 6.981 April 2026 6.452 6.144 Mai 2026 5.903 5.556 Juni 2026 5.461 4.267 *Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem Gesamtwert addiert werden. Land Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand 31. 07. 2026) Gesamt 6.147 Baden- Württemberg 624 Bayern 714 Berlin 67 Brandenburg 89 Bremen 32 Hamburg 39 Hessen 158 Mecklenburg- Vorpommern 57 Niedersachsen 336 Nordrhein- Westfalen 693 Rheinland- Pfalz 255 Saarland 39 Sachsen 233 Sachsen-Anhalt 148 Schleswig- Holstein 86 Thüringen 108 Unbekannt* 2.469 *Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt. Zur letzten Teilfrage: Es bestehen derzeit keine relevanten Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung. 10. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im ersten Halbjahr 2026 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die bereinigte Schutzquote im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren 1. Halbjahr 2026 Staatsangehörigkeiten Anzahl der Erstantragssteller Anzahl der Antragssteller mit Identitätspapieren* Anzahl der Antragssteller ohne Identitätspapiere* Anteil der Antragssteller ohne Identitätspapiere* Gesamt 39.646 15.338 24.308 61,3 % darunter: Afghanistan 10.458 5.640 4.818 46,1 % Syrien 4.997 1.379 3.618 72,4 % Türkei 3.454 1.448 2.006 58,1 % Somalia 2.282 204 2.078 91,1 % Irak 1.505 425 1.080 71,8 % Russische Föd. 918 322 596 64,9 % Iran 867 324 543 62,6 % Vietnam 917 797 120 13,1 % Eritrea 889 114 775 87,2 % Georgien 630 381 249 39,5 % Algerien 584 28 556 95,2 % China 759 231 528 69,6 % Moldau, Republik 207 62 145 70,0 % Ungeklärt 571 122 449 78,6 % Guinea 559 14 545 97,5 % * Pass, Passersatz, Personalausweis Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF lag im ersten Halbjahr 2026 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere bei 54,8 Prozent. 11. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2026 mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen (bitte auch angeben, wie viel Prozent der ohne Identitätsnachweise Asylerstantragstellenden dies betraf; diese Angabe fehlte in der Antwort zu Frage 12 auf Bundestagsdrucksache 21/4448), und in wie vielen Fällen wurden diese Daten mit welchem Ergebnis ausgewertet (bitte so genau wie möglich ausführen und angeben, aus welchen Gründen hierzu keine genauere Statistik mehr geführt wird – anders als noch in der Vergangenheit, vgl. z. B. Antwort zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 21/1710)? Das Auslesen mobiler Datenträger ist ein Assistenzsystem, um die Aussagen von Antragstellenden ohne Identitätsdokumente zu ihrer Herkunft und Identität zu plausibilisieren. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Verifikation der Identität und Staatsangehörigkeit ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis darstellt, wie das Widerlegen bzw. Bestätigen von Aussagen zur Identität und Staatsangehörigkeit. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 853 Datenträger ausgelesen. In 284 Fällen wurde die Freigabe der Berichte intern beantragt. Davon wurden 263 Berichte freigegeben und ausgewertet. Statistiken zu Ergebnissen der Auswertungen werden aus arbeitsökonomischen Gründen nicht mehr erhoben. Im ersten Halbjahr 2026 wurden von 3,5 Prozent der Erstantragstellenden ohne Pass oder Passersatz mobile Datenträger ausgelesen. Die Klärung und Feststellung von Identität und Staatsangehörigkeit ist für das Asylverfahren von erheblicher Bedeutung und setzt immer die Durchführung einer persönlichen Anhörung voraus. Die Entscheidung, ob das ressourcenintensive Auslesen und Auswerten von mobilen Datenträgern erfolgt, wird einzelfallbezogen durch die Entscheiderin oder den Entscheider getroffen. Weitere Erkenntnisse liegen nicht vor. Die Erkenntnisse aus dem Auslesen mobiler Datenträger sind unterstützende Hinweise, welche aber in den Einzelfällen notwendig und daher für die Klärung der Identität und Staatsangehörigkeit für die Durchführung und Entscheidung des Asylverfahrens von besonders erheblicher Bedeutung sind. 12. Welche Kosten sind infolge der rechtlichen Vorschriften zur Auslesung bzw. Auswertung mobiler Datenträger von Asylsuchenden bislang entstanden (bitte nach Jahren und so differenziert wie möglich auflisten), wie viel Personal war bzw. ist im BAMF mit dieser Aufgabe gebunden, und wie bewertet die Bundesregierung vor diesem Hintergrund das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser datenschutzrechtlich umstrittenen Maßnahme, auch vor dem Hintergrund der hierdurch erzielten Ergebnisse (bitte begründen; Hinweis: in der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 21/4448 wurde die entsprechende Frage 12 von der Bundesregierung so verstanden, als ob Kosten infolge einer Bundesverwaltungsgerichtsentscheidung, von der in der Frage jedoch keine Rede war, gemeint seien; gemeint sind jedoch alle Kosten infolge der gesetzlichen Neuregelung zur Auslesung und Auswertung von Datenträgern von Asylsuchenden, d. h. die Kosten für die Beschaffung der entsprechenden Technik und Software, die Kosten für das mit dieser Aufgabe befasste Personal usw.)? Die im Sinne der Fragestellung bezifferbaren Kosten des BAMF können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Jahr Titel 51101 Titel 53201 Titel 81202 Ausgabe gesamt Brutto 2017 4169887,33 2.801.736,00 6.971.623,33 2018 654.500,00 1.899.441,35 2.553.941,35 2019 2.116.021,35 2.116.021,35 2020 558.720,96 1.061.400,00 591.836,64 2.211.957,60 2021 238.000,00 1.762.341,89 2.000.341,90 2022 2.266.401,48 2.266.401,48 2023 892.857,00 2.388.495,41 3.281.352,41 2024 181.475,00 732.491,41 913.966,41 2025 301.784,00 2.582.164,32 2.883.948,20 2026 395.427,20 527.417,00 922.844,20 Gesamt 4.834.665,64 5.885.787,33 15.401.945,39 26.122.398,36 Im Rahmen einer Organisationsuntersuchung (Datenbasis Jahr 2022) wurden zudem die Personalbedarfe für das „Auslesen mobiler Datenträger" ermittelt. Die Bedarfe belaufen sich dabei auf 11,2 Vollzeitäquivalente (alle mD) für das Asylverfahren. Neuere Daten liegen der Bundesregierung nicht vor. Im Übrigen wird auf die o. g. Änderung, dass aktuell nur noch einzelfallbezogene Auslesungen stattfinden, verwiesen. Die Feststellung der Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden Person ist eine wesentliche Voraussetzung für die ordnungsgemäße Durchführung des Asylverfahrens. Dem BAMF obliegt insoweit der gesetzliche Auftrag, die Identität und Staatsangehörigkeit der antragstellenden Person zu ermitteln und festzustellen. Das Auslesen und Auswerten mobiler Datenträger dient der Erfüllung dieses gesetzlichen Auftrags und kann einen wesentlichen Beitrag zur Identitäts- und Staatsangehörigkeitsklärung leisten. Der Gesetzgeber hat hierfür in § 15a AsylG ein an enge tatbestandliche Voraussetzungen gebundenes Ermittlungsinstrument geschaffen. Der Nutzen der Maßnahme bemisst sich daher nicht ausschließlich nach der Anzahl erfolgreicher Identitätsfeststellungen, sondern auch danach, dass dem BAMF ein gesetzlich vorgesehenes und im Einzelfall erforderliches Erkenntnismittel zur Erfüllung seines gesetzlichen Auftrags zur Verfügung steht. 13. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 nach § 14a Absatz 2 AsylG von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden im genannten Zeitraum von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18‑Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen? Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten Halbjahr 2026 bei 49,4 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 44,4 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 60,8 Prozent. Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im genannten Zeitraum bei 52,5 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 47,1 Prozent, und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 68,5 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben: 1. Halbjahr 2026 absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt Asylerstanträge gesamt 39.646 Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 18.513 46,7 % Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 16.329 41,2 % unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 215 0,5 % Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 2.248 5,7 % Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 2.184 5,5 % unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 1.323 3,3 % Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 10 0,0 % 14. Wie viele der Asylantragstellenden im ersten Halbjahr 2026 waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder Geflüchteten (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden vor. 6.962 Asylerstantragstellende im ersten Halbjahr 2026 waren so genannte „Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 1.436 Kinder von anerkannten Asylberechtigten und 1.954 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a Grundgesetz und § 3 Absatz 1AsylG). Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 01.01.–30.06.2026 Absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt Gesamt 6.962 17,6 % darunter: Afghanistan 1.305 12,5 % Syrien 1.765 35,3 % Türkei 611 17,7 % Somalia 304 13,3 % Irak 560 37,2 % Russische Föderation 152 16,6 % Vietnam 21 2,3 % Eritrea 444 49,9 % Iran 82 9,5 % China 9 1,2 % 15. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin- Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und den wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), inwieweit verlieren unbegleitete Minderjährige, etwa aus Afghanistan und Somalia, ihren (nationalen) Abschiebungsschutz mit Erreichen der Volljährigkeit, welche Regelungen sind hierzu vorgesehen, außer der Selbstverständlichkeit, dass die Entscheidungen im jeweiligen Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände getroffen werden müssen, und welche Zahlen liegen dazu vor oder können zumindest annäherungsweise ermittelt werden, in welchem Umfang (nationale Abschiebungs-)Schutzstatus, die an unbegleitete Minderjährige erteilt wurden, nach Erreichen der Volljährigkeit zurückgenommen werden bzw. wurden (bitte ausführen und gegebenenfalls auch nach den wichtigsten Staatsangehörigkeiten differenzieren)? Daten im Sinne der zweiten Teilfrage werden statistisch nicht erfasst. Grundsätzlich ist die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG gem. § 73b Abs. 1 Satz 3 AsylG zu widerrufen, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Hierbei ist zu prüfen, ob im Hinblick auf die aktuelle Situation im Herkunftsland, etwa in Afghanistan oder Somalia, die Voraussetzungen der Schutzerteilung noch vorliegen. Hierbei können beispielsweise das Alter, die erworbenen Sprachkenntnisse, die beruflichen Kenntnisse, der Familienstand, der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Ausländers von Bedeutung sein. Bei Ausländern, die als unbegleitete Minderjährige nach Deutschland kamen und für welche im Asylerst- bzw. -folgeverfahren ein Abschiebungsverbot festgestellt wurde, ist es möglich, dass das festgestellte Abschiebungsverbot maßgeblich auf der Minderjährigkeit beruht; beim BAMF werden jedoch individuelle Schutzgründe statistisch nicht erfasst. Die Angaben zum ersten Teil der Frage können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Entscheidungen über Erstanträge Gesamt Anerkennung als Asylberechtigt (Art. 16a GG u. Fam. Asyl) Anerkennung als Flüchtling Susidiärer Schutz Abschiebungsverbot gem. § 60 V/VII Aufenth G Ablehnungen (unbegr. abgelehnt) Ablehnungen (offens. unbegr. abgelehnt) Entscheidungen im Dublin- Verfahren (z. B. § 29 INr. 1 AsylG) sonstige Verfahrenserledigungen (ohne Dublin- Entscheidungen) Herkunftsstaaten gesamt 2.524 4 173 127 841 1.222 20 0 137 darunter Syrien 1.154 0 6 15 384 681 2 0 66 Somalia 442 0 84 55 216 60 0 0 27 Afghanistan 359 3 44 9 141 155 1 0 6 Guinea 122 1 10 9 29 69 0 0 4 Türkei 99 0 0 1 3 92 1 0 2 Äthiopien 29 0 2 3 7 16 0 0 1 Irak 24 0 1 0 5 17 0 0 1 Gambia 21 0 3 2 2 13 0 0 1 Benin 18 0 0 0 4 14 0 0 0 16. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2026 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte auch die Summen für alle Landgrenzen nennen und nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), ist die Antwort der Bundesregierung auf die Mündliche Frage 45 der Abgeordneten Clara Bünger (Plenarprotokoll 21/67, S. 8116 (C)) so zu verstehen, dass die Bundesregierung der Auffassung ist, dass bei einer beabsichtigten Zurückweisung bzw. Zurückschiebung von unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze die nach § 42a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) verpflichtende Inobhutnahme durch die Jugendämter bei unbegleiteter Einreise nicht gilt, etwa weil sie der Auffassung ist, dass die Einreise verhindert werden soll (bitte ausführen), und wenn ja, was entgegnet sie dem Argument, dass damit das in § 42a SGB VIII geregelte Primat der Kinder- und Jugendhilfe bei tatsächlichem Aufenthalt im Inland ausgehebelt würde (vgl. z. B. https://ver fassungsblog.de/kinderrechte-und-die-geas-reform/), zumal das SGB VIII keine „Fiktion der Nichteinreise“ (vergleichbar dem § 13 Absatz 2 AufenthG) kennt (bitte begründen)? Die Grenzbehörde informiert das Jugendamt unverzüglich bei Feststellung eines unbegleiteten Minderjährigen an der Grenze, also bereits vor der Entscheidung über die Gestattung der Einreise, damit das Jugendamt seiner Verpflichtung zur vorläufigen Inobhutnahme nach § 42a ff. Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) nachkommen kann. Davon unberührt bleibt die Entscheidung der Grenzbehörde über die Gestattung der Einreise. Wird der Minderjährige von der Grenzbehörde zurückgewiesen oder zurückgeschoben, so endet auch die vorläufige Inobhutnahme durch das Jugendamt. Gestattet die Grenzbehörde die Einreise, wird der Minderjährige an das Jugendamt übergeben. Die statistischen Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, die auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei beruhen: Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) Grenze/ Staatsangehörigkeiten somalisch algerisch afghanisch marokkanisch syrisch Gesamt Belgien 5 6 1 11 6 41 Dänemark 5 0 2 1 0 10 Frankreich 25 23 12 12 7 153 Luxemburg 2 0 0 2 2 10 Niederlande 0 9 0 2 11 39 Polen 19 0 2 0 2 41 Schweiz 116 31 41 26 9 290 Tschechien 0 0 3 1 5 17 Keiner Grenze zuzuordnen 41 0 1 0 0 47 Österreich 26 1 4 4 13 70 Luftgrenze 4 0 1 1 0 22 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib Übergabe Jugendamt“ Grenze/ Staatsangehörigkeiten somalisch afghanisch marokkanisch algerisch syrisch Gesamt Schweiz 54 18 11 13 2 135 Frankreich 12 6 6 11 1 54 Österreich 26 3 3 1 6 47 Belgien 1 1 8 1 0 17 Polen 8 2 0 0 0 14 Tschechien 0 2 0 0 3 8 Niederlande 0 0 1 4 1 8 Luxemburg 0 0 2 0 0 3 Dänemark 1 0 0 0 0 1 Keiner Grenze zuzuordnen 21 1 0 0 0 26 Luftgrenze 4 1 0 0 0 11 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit „Verbleib Zurückweisung“ Grenze/ Staatsangehörigkeiten somalisch syrisch algerisch afghanisch marokkanisch Gesamt Schweiz 50 6 15 18 12 125 Frankreich 3 4 4 2 0 34 Niederlande 0 7 3 0 1 21 Belgien 1 4 1 0 3 13 Polen 0 0 0 0 0 13 Österreich 0 4 0 0 0 9 Dänemark 4 0 0 2 1 9 Luxemburg 2 1 0 0 0 6 Tschechien 0 0 0 0 1 3 Luftgrenze 0 0 0 0 1 1 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2026 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückschiebung Grenze/ Staatsangehörigkeiten al ge ris ch su da ne si sc h m ar ok ka ni sc h af gh an is ch gu in ei sc h iv or is ch so m al is ch G es am t Frankreich 8 8 5 3 5 5 5 46 Niederlande 0 0 0 0 0 0 0 2 Schweiz 0 0 0 2 0 0 0 2 Österreich 0 0 1 0 0 0 0 1 17. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2026 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte auch differenziert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich unbegründet abgelehnt Anteil an Ablehnungen gesamt insgesamt 51.656 9.960 19,3 % darunter: Afghanistan 3.461 345 10,0 % Syrien 20.952 427 2,0 % Türkei 6.716 1.922 28,6 % Irak 2.115 483 22,8 % Somalia 558 44 7,9 % Russische Föderation 1.463 346 23,7 % Ungeklärt 602 140 23,3 % Eritrea 146 6 4,1 % Guinea 734 170 23,2 % Iran 593 83 14,0 % Nigeria 784 186 23,7 % Georgien 661 656 99,2 % China 558 289 51,8 % Algerien 388 277 71,4 % Vietnam 460 449 97,6 % 18. Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2026 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte auch den Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten Minderjährigen und die zehn wichtigsten Herkunftsländern angeben), in wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfung (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)? Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren nach § 18a AsylG für unbegleitete Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: 1.Halbjahr 2026 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung Flughafen Aktenanlage darunter: Personen unter 18 Jahren Mitteilung § 18a Absatz 6 offens. unbegründet eingestellt Insgesamt 84 7 45 27 0 Flughafen Berlin 17 3 9 8 0 Flughafen Frankfurt 59 4 32 15 0 Flughafen München 8 0 4 4 0 1.Halbjahr 2026 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung Herkunftsland Aktenanlage darunter: Personen unter 18 Jahren Mitteilung § 18a Absatz 6 offens. unbegründet eingestellt Insgesamt 84 7 45 27 0 darunter: Iran 32 0 23 3 0 Somalia 6 0 4 2 0 Syrien 6 0 6 0 0 Afghanistan 5 0 4 1 0 Kongo, Demokratische Republik 5 2 2 3 0 Türkei 5 3 0 4 0 Georgien 4 0 1 3 0 Pakistan 4 0 0 4 0 Algerien 2 0 0 1 0 Simbabwe 2 2 0 0 0 1.Halbjahr 2026 Rechtsmittel Verwaltungsgericht Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt Insgesamt 27 8 22 Iran 6 4 3 1.Halbjahr 2026 Rechtsmittel Verwaltungsgericht Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt Insgesamt 27 8 22 Somalia 1 0 1 Syrien 0 0 0 Afghanistan 2 0 2 Kongo, Demokratische Republik 3 0 3 Türkei 0 0 0 Georgien 1 1 1 Pakistan 3 0 3 Algerien 2 1 1 Simbabwe 2 0 2 19. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das Jahr 2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026 (Letzteres soweit vorliegend; bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 22 auf Bundestagsdrucksache 21/1710 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Bangladesch, Kolumbien, Marokko, Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation, Pakistan, Indien und zur Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Erst- und Folgeanträge 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige Rechtsmittel Gesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschie bungsverbot Ablehnungen sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 169.415 107.433 177 3.112 873 2.657 39.433 36,7 % 61.181 56,9 % 195.282 darunter: Türkei 44.731 25.978 71 776 79 155 13.499 52,0 % 11.398 43,9 % 54.617 Afghanistan 23.584 8.162 4 248 21 359 1.541 18,9 % 5.989 73,4 % 21.939 Syrien 16.928 13.488 – 19 1 60 2.163 16,0 % 11.245 83,4 % 16.994 Irak 9.683 9.718 2 267 86 666 4.369 45,0 % 4.328 44,5 % 16.347 Iran 8.088 4.169 30 772 26 42 1.320 31,7 % 1.979 47,5 % 11.198 Russische Föderation 7.609 3.866 7 44 126 39 1.282 33,2 % 2.368 61,3 % 9.619 Kolumbien 3.348 2.875 – 9 7 12 1.681 58,5 % 1.166 40,6 % 4.826 Venezuela 3.236 1.716 4 16 11 273 639 37,2 % 773 45,0 % 5.016 Guinea 3.194 1.561 – 26 4 27 603 38,6 % 901 57,7 % 3.329 Somalia 3.061 1.978 – 34 9 83 296 15,0 % 1.556 78,7 % 2.688 Nigeria 2.996 2.241 3 23 5 152 767 34,2 % 1.291 57,6 % 3.407 Pakistan 2.349 1.653 1 185 4 42 587 35,5 % 834 50,5 % 2.801 Ungeklärt 2.316 1.490 – 122 26 36 145 9,7 % 1.161 77,9 % 2.620 Armenien 1.978 1.639 – 2 2 60 658 40,1 % 917 55,9 % 2.023 Erst- und Folgeanträge 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige Rechtsmittel Gesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschie bungsverbot Ablehnungen sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 169.415 107.433 177 3.112 873 2.657 39.433 36,7 % 61.181 56,9 % 195.282 darunter: Georgien 1.946 2.871 12 15 10 17 1.030 35,9 % 1.787 62,2 % 2.478 Albanien 308 489 0 1 1 25 137 28,0 % 325 66,5 % 317 Bosnien und Herzegowina 198 301 0 0 0 8 82 27,2 % 211 70,1 % 203 Ghana 245 177 0 1 0 1 43 24,3 % 132 74,6 % 337 Kosovo 486 598 0 1 0 11 232 38,8 % 354 59,2 % 413 Moldau, Republik 433 480 0 0 0 2 126 26,3 % 352 73,3 % 386 Montenegro 73 125 0 0 0 0 17 13,6 % 108 86,4 % 60 Nordmazedonien 674 1.165 0 0 0 20 278 23,9 % 867 74,4 % 593 Senegal 137 81 1 3 0 0 22 27,2 % 55 67,9 % 162 Serbien 470 787 0 0 0 11 225 28,6 % 551 70,0 % 376 Bangladesch 169 108 0 0 0 2 49 45,4 % 57 52,8 % 205 Marokko 497 759 1 8 1 9 317 41,8 % 423 55,7 % 401 Tunesien 785 1.059 1 6 4 6 451 42,6 % 591 55,8 % 884 Algerien 797 890 0 6 5 19 324 36,4 % 536 60,2 % 518 Belarus 241 211 1 5 1 0 93 44,1 % 111 52,6 % 225 Ukraine 823 347 0 0 3 7 68 19,6 % 269 77,5 % 1.178 Indien 807 898 1 0 0 5 521 58,0 % 371 41,3 % 529 Erst- und Folgeanträge 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschieb ungsverbot Ablehnungen sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 57.981 55.897 103 1.693 427 1.614 22.044 39,4 % 30.016 53,7 % 196.315 darunter: Syrien 21.514 5.510 – 20 2 37 1.131 20,5 % 4.320 78,4 % 32.898 Türkei 7.611 13.869 17 442 38 86 7.680 55,4 % 5.606 40,4 % 48.161 Afghanistan 5.568 6.207 6 182 17 353 1.672 26,9 % 3.977 64,1 % 21.209 Irak 2.723 5.106 – 161 44 344 2.167 42,4 % 2.390 46,8 % 13.858 Russische Föderation 1.767 2.041 8 17 153 17 706 34,6 % 1.140 55,9 % 9.264 Somalia 1.068 1.239 – 24 7 37 262 21,1 % 909 73,4 % 2.501 Nigeria 924 1.124 – 20 3 36 457 40,7 % 608 54,1 % 3.163 Iran 871 1.720 10 454 5 13 440 25,6 % 798 46,4 % 10.296 Guinea 818 962 – 17 1 27 425 44,2 % 492 51,1 % 3.175 Ungeklärt 800 1.014 – 23 6 14 92 9,1 % 879 86,7 % 2.371 Venezuela 664 1.023 1 8 6 88 462 45,2 % 458 44,8 % 4.582 Georgien 658 1.134 36 44 6 8 348 30,7 % 692 61,0 % 1.952 Kamerun 636 370 – 7 – 11 134 36,2 % 218 58,9 % 2.274 Pakistan 603 920 1 71 1 18 435 47,3 % 394 42,8 % 2.455 China 561 399 1 2 – – 157 39,3 % 239 59,9 % 1.110 Erst- und Folgeanträge 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam. Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschieb ungsverbot Ablehnungen sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 57.981 55.897 103 1.693 427 1.614 22.044 39,4 % 30.016 53,7 % 196.315 darunter: Albanien 83 134 0 0 0 11 32 23,9 % 91 67,9 % 262 Ghana 145 115 0 1 0 8 31 27,0 % 75 65,2 % 368 Kosovo 164 217 0 0 0 4 70 32,3 % 143 65,9 % 352 Moldau, Republik 175 227 0 0 0 1 82 36,1 % 144 63,4 % 330 Montenegro 17 41 0 0 0 1 6 14,6 % 34 82,9 % 35 Senegal 38 58 0 1 0 5 26 44,8 % 26 44,8 % 142 Serbien 179 195 0 0 0 2 64 32,8 % 129 66,2 % 349 Kolumbien 325 1.322 0 3 0 7 797 60,3 % 515 39,0 % 3.811 Marokko 162 255 0 3 0 8 97 38,0 % 147 57,6 % 308 Tunesien 193 456 1 4 0 15 169 37,1 % 267 58,6 % 610 Algerien 301 372 0 0 0 5 113 30,4 % 254 68,3 % 443 Belarus 25 100 1 2 0 2 47 47,0 % 48 48,0 % 148 Ukraine 418 409 0 4 1 24 154 37,7 % 226 55,3 % 1.191 Indien 239 304 0 3 0 2 157 51,6 % 142 46,7 % 464 Widerrufsverfahren 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz kein Widerruf sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 1.521 1.146 586 51,1 % 77 6,7 % 483 42,1 % 2.363 darunter: Irak 496 355 221 62,3 % 11 3,1 % 123 34,6 % 675 Syrien 273 188 88 46,8 % 11 5,9 % 89 47,3 % 462 Afghanistan 189 102 32 31,4 % 13 12,7 % 57 55,9 % 240 Russische Föderation 67 47 29 61,7 % 5 10,6 % 13 27,7 % 126 Iran 60 38 16 42,1 % 4 10,5 % 18 47,4 % 94 Türkei 56 51 29 56,9 % 3 5,9 % 19 37,3 % 104 Armenien 54 35 17 48,6 % 2 5,7 % 16 45,7 % 60 Ungeklärt 33 39 16 41,0 % 2 5,1 % 21 53,8 % 106 Eritrea 27 27 13 48,1 % 3 11,1 % 11 40,7 % 43 Äthiopien 26 28 14 50,0 % 3 10,7 % 11 39,3 % 35 Nigeria 26 23 15 65,2 % 2 8,7 % 6 26,1 % 42 Aserbaidschan 19 11 9 81,8 % 1 9,1 % 1 9,1 % 25 Somalia 17 26 9 34,6 % 3 11,5 % 14 53,8 % 30 Pakistan 17 15 9 60,0 % 0 0,0 % 6 40,0 % 19 Libyen 13 0 0 – 0 – 0 – 15 Albanien 7 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 8 Bosnien und Herzegowina 0 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 2 Ghana 3 3 0 0,0 % 0 0,0 % 3 100,0 % 9 Kosovo 11 9 5 55,6 % 1 11,1 % 3 33,3 % 24 Widerrufsverfahren 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz kein Widerruf sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 1.521 1.146 586 51,1 % 77 6,7 % 483 42,1 % 2.363 darunter: Nordmazedonien 3 0 0 – 0 – 0 – 3 Montenegro 0 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 0 Senegal 1 0 0 – 0 – 0 – 2 Serbien 8 4 1 25,0 % 0 0,0 % 3 75,0 % 11 Georgien 8 6 2 33,3 % 0 0,0 % 4 66,7 % 5 Moldau, Republik 1 0 0 – 0 – 0 – 2 Bangladesch 2 10 3 30,0 % 0 0,0 % 7 70,0 % 4 Marokko 1 4 3 75,0 % 1 25,0 % 0 0,0 % 2 Tunesien 2 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 5 Algerien 4 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 6 Belarus 2 0 0 – 0 – 0 – 3 Ukraine 9 4 1 25,0 % 2 50,0 % 1 25,0 % 15 Indien 3 17 12 70,6 % 0 0,0 % 5 29,4 % 4 Widerrufsverfahren 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz kein Widerruf sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 2.511 737 371 50,3 % 62 8,4 % 304 41,2 % 4.117 darunter: Irak 807 197 112 56,9 % 18 9,1 % 67 34,0 % 1.280 Syrien 465 147 80 54,4 % 3 2,0 % 64 43,5 % 774 Afghanistan 302 80 41 51,3 % 8 10,0 % 31 38,8 % 457 Russische Föderation 112 38 21 55,3 % 5 13,2 % 12 31,6 % 200 Türkei 111 36 16 44,4 % 1 2,8 % 19 52,8 % 180 Äthiopien 92 15 2 13,3 % 5 33,3 % 8 53,3 % 113 Armenien 79 16 7 43,8 % – 0,0 % 9 56,3 % 124 Ungeklärt 59 32 17 53,1 % 4 12,5 % 11 34,4 % 130 Libanon 46 16 4 25,0 % – 0,0 % 12 75,0 % 77 Iran 36 23 6 26,1 % 4 17,4 % 13 56,5 % 106 Nigeria 34 18 11 61,1 % 2 11,1 % 5 27,8 % 58 Kosovo 32 6 3 50,0 % – 0,0 % 3 50,0 % 50 Eritrea 32 12 6 50,0 % 1 8,3 % 5 41,7 % 62 Pakistan 30 4 2 50,0 % – 0,0 % 2 50,0 % 45 Ägypten 25 1 – 0,0 % – 0,0 % 1 100,0 % 25 Tunesien 3 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 6 Algerien 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 8 Belarus 1 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 2 Ukraine 6 5 3 60,0 % 0 0,0 % 2 40,0 % 15 Indien 3 3 0 0,0 % 3 100,0 % 0 0,0 % 4 Bangladesch 7 1 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 10 Kolumbien 2 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 2 Widerrufsverfahren 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Eingelegte Klagen Gerichtsentscheidungen anhängige RechtsmittelGesamt Widerruf Art. 16a GG/ Flüchtlingseigenschaft/ subs. Schutz kein Widerruf sonst. Verfahrenserledigungen (z. B. Rücknahmen) absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil Staatsangehörigkeiten gesamt 2.511 737 371 50,3 % 62 8,4 % 304 41,2 % 4.117 darunter: Marokko 1 2 1 50,0 % 0 0,0 % 1 50,0 % 1 Albanien 8 4 1 25,0 % 2 50,0 % 1 25,0 % 12 Ghana 5 1 0 0,0 % 0 0,0 % 1 100,0 % 12 Montenegro 1 0 0 0,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 1 Serbien 7 10 6 60,0 % 0 0,0 % 4 40,0 % 8 Georgien 11 3 2 66,7 % 0 0,0 % 1 33,3 % 14 Moldau, Republik 3 1 1 100,0 % 0 0,0 % 0 0,0 % 4 Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten Verfahrensdauer Erst– und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe: 01.01–31.12.2025 14,3 28,0 Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe: 01.01.–30.06.2026 15,3 20,6 Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 3.531 1.129 4.660 darunter: Türkei 683 132 815 Syrien 343 291 634 Afghanistan 341 131 472 Russische Föderation 204 32 236 Nigeria 155 61 216 Irak 123 85 208 Guinea 142 32 174 China 143 11 154 Iran 88 56 144 Somalia 109 21 130 Tadschikistan 98 15 113 Armenien 99 11 110 Algerien 87 11 98 Aserbaidschan 89 5 94 Pakistan 61 17 78 Albanien – – – Bosnien und Herzegowina – – – Georgien 4 – 4 Ghana 6 3 9 Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 3.531 1.129 4.660 darunter: Kosovo – – – Moldau, Republik – – – Montenegro – – – Nordmazedonien – – – Senegal 12 5 17 Serbien – – – Bangladesch 5 5 10 Kolumbien 1 1 2 Marokko 40 8 48 Tunesien 29 12 41 Belarus 14 6 20 Ukraine 10 0 10 Indien 53 5 58 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 1.790 435 2.225 darunter: Türkei 242 57 299 Afghanistan 201 44 245 Russische Föderation 188 28 216 Syrien 100 28 128 Somalia 85 31 116 Irak 64 43 107 Armenien 34 43 77 Guinea 63 9 72 China 60 3 63 Algerien 60 3 63 Iran 46 10 56 Nigeria 47 8 55 Aserbaidschan 39 9 48 Libyen 38 8 46 Äthiopien 23 19 42 Albanien – – – Bosnien und Herzegowina – – – Ghana 9 1 10 Kosovo – – – Nordmazedonien – – – Montenegro – – – Senegal 3 1 4 Serbien – – – Georgien – – – Moldau, Republik 1 0 1 Bangladesch 5 0 5 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 1.790 435 2.225 darunter: Kolumbien 1 0 1 Marokko 21 2 23 Tunesien 13 2 15 Belarus 6 0 6 Ukraine 16 1 17 Pakistan 24 2 26 Indien 18 0 18 Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen): Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 45,6 22,9 22,9 darunter: Türkei 54,0 25,2 24,2 Syrien 46,0 26,3 23,1 Afghanistan 58,4 17,1 31,1 Russische Föderation 49,3 17,6 16,6 Nigeria 37,0 19,8 21,0 Irak 65,1 18,6 27,5 Guinea 36,7 19,2 32,5 China 26,4 35,0 35,0 Iran 46,1 20,6 41,9 Somalia 34,0 19,0 43,2 Tadschikistan 41,1 12,4 0,0 Armenien 31,5 12,2 7,4 Algerien 23,9 70,0 5,3 Aserbaidschan 20,7 13,6 1,5 Pakistan 31,5 0,0 1,0 Albanien – – – Bosnien und Herzegowina – – – Georgien 23,3 0,0 0,0 Ghana 51,3 0,0 57,0 Kosovo – – – Moldau, Republik – – – Montenegro 53,5 2,0 4,0 Nordmazedonien – – – Senegal 23,3 0,0 0,0 Serbien – – – Bangladesch 17,6 0,0 0,0 Kolumbien 69,0 0,0 0,0 Marokko 27,1 0,0 0,0 Tunesien 29,1 19,3 12,0 Belarus 248,7 10,0 0,0 Ukraine 26,7 2,0 14,5 Indien 34,2 2,0 15,6 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 53,3 24,2 43,6 darunter: Türkei 83,3 38,3 48,6 Afghanistan 65,2 32,0 30,7 Russische Föderation 57,2 25,3 46,0 Syrien 62,5 39,4 85,1 Somalia 36,1 16,0 69,0 Irak 43,9 13,4 54,0 Armenien 34,1 45,0 24,0 Guinea 52,6 10,3 59,0 China 38,1 17,3 118,0 Algerien 33,3 32,5 16,0 Iran 39,3 8,5 9,0 Nigeria 44,0 15,8 0,0 Aserbaidschan 23,3 25,0 1,0 Libyen 44,5 0,0 25,7 Äthiopien 19,7 0,0 0,0 Albanien – – – Bosnien und Herzegowina – – – Ghana 27,0 43,0 0,0 Kosovo – – – Nordmazedonien – – – Montenegro – – – Senegal 29,3 0,0 0,0 Serbien – – – Georgien – – – Moldau, Republik 34,0 0,0 0,0 Bangladesch 26,2 0,0 0,0 Kolumbien 7,0 0,0 0,0 Marokko 44,1 0,0 0,0 Tunesien 60,5 0,0 0,0 Belarus 46,0 46,0 0,0 Ukraine 36,8 0,0 0,0 Pakistan 47,8 7,0 0,0 Indien 42,6 39,5 0,0 Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt: Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 44.320 17.234 61.554 darunter: Türkei 10.359 3.079 13.438 Syrien 5.029 3.465 8.494 Afghanistan 4.917 2.444 7.361 Irak 2.416 1.500 3.916 Russische Föderation 1.585 695 2.280 Georgien 1.653 346 1.999 Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 44.320 17.234 61.554 darunter: Ungeklärt 1.163 504 1.667 Iran 881 673 1.554 Somalia 1.016 526 1.542 Armenien 1.185 324 1.509 Venezuela 688 356 1.044 Nigeria 753 280 1.033 Guinea 719 164 883 Aserbaidschan 733 135 868 Kolumbien 681 138 819 Albanien 252 30 282 Bosnien und Herzegowina 167 9 176 Ghana 151 58 209 Kosovo 439 49 488 Nordmazedonien 542 47 589 Montenegro 85 0 85 Senegal 73 51 124 Serbien 415 37 452 Moldau, Republik 401 26 427 Bangladesch 37 12 49 Marokko 283 50 333 Tunesien 406 84 490 Algerien 453 56 509 Belarus 88 16 104 Ukraine 223 58 281 Pakistan 511 167 678 Indien 264 71 335 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 14.625 5.234 19.859 darunter: Türkei 2.802 882 3.684 Afghanistan 1.816 919 2.735 Syrien 1.766 693 2.459 Irak 858 487 1.345 Russische Föderation 637 274 911 Georgien 527 157 684 Armenien 376 154 530 Somalia 326 159 485 Ungeklärt 287 139 426 Nigeria 319 104 423 Guinea 264 88 352 Iran 197 152 349 Nordmazedonien 235 20 255 Aserbaidschan 182 56 238 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 14.625 5.234 19.859 darunter: Pakistan 194 37 231 Serbien 163 5 168 Kosovo 136 18 154 Moldau, Republik 139 12 151 Ghana 85 29 114 Albanien 81 6 87 Bosnien & Herzegowina 55 7 62 Senegal 33 10 43 Montenegro 9 0 9 Algerien 202 18 220 Indien 120 20 140 Ukraine 119 14 133 Tunesien 115 13 128 Kolumbien 112 10 122 Marokko 98 11 109 Belarus 20 10 30 Bangladesch 13 2 15 Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) Gesamt (in Tagen): Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 37,9 26,9 35,9 darunter: Türkei 38,6 23,6 38,2 Syrien 30,6 25,4 41,5 Afghanistan 42,3 27,6 35,5 Irak 37,3 26,1 36,9 Russische Föderation 43,9 24,5 32,3 Georgien 55,0 28,0 38,3 Ungeklärt 47,2 31,9 36,0 Iran 38,0 32,1 24,8 Somalia 28,5 18,7 42,1 Armenien 28,4 15,0 27,3 Venezuela 59,2 70,9 86,0 Nigeria 40,0 33,9 37,3 Guinea 32,1 24,8 28,1 Aserbaidschan 23,4 14,9 12,4 Kolumbien 39,5 18,5 18,7 Albanien 28,0 273,7 38,0 Bosnien und Herzegowina 32,7 16,5 47,4 Ghana 46,4 67,3 17,5 Kosovo 33,0 11,6 15,6 Moldau, Republik 29,2 22,6 68,0 Montenegro 38,6 30,0 30,9 Zeitraum: 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 37,9 26,9 35,9 darunter: Nordmazedonien 30,9 39,1 30,0 Senegal 35,8 43,6 9,0 Serbien 31,2 12,3 23,7 Bangladesch 17,3 30,8 0,0 Marokko 26,5 19,0 14,3 Tunesien 34,5 62,5 24,6 Algerien 24,8 55,6 14,2 Belarus 76,8 15,2 11,9 Ukraine 145,7 12,3 187,5 Pakistan 35,5 21,2 48,9 Indien 31,2 21,3 14,3 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 58,3 32,7 41,7 darunter: Türkei 69,8 27,8 33,6 Afghanistan 70,8 35,1 39,5 Syrien 49,6 37,1 44,2 Irak 66,6 31,4 43,3 Russische Föderation 56,1 37,3 46,2 Georgien 83,8 19,1 85,7 Armenien 28,7 21,3 13,1 Somalia 50,4 31,1 45,2 Ungeklärt 70,7 30,4 48,6 Nigeria 71,8 12,8 46,3 Guinea 43,0 19,0 31,3 Iran 62,1 30,3 27,2 Nordmazedonien 59,2 18,7 91,2 Aserbaidschan 24,1 18,0 16,2 Pakistan 57,9 50,5 43,0 Serbien 40,5 0,0 94,3 Kosovo 42,3 59,3 22,8 Moldau, Republik 19,0 26,0 18,4 Ghana 44,4 49,9 15,0 Albanien 60,8 20,6 37,3 Bosnien und Herzegowina 28,7 1,0 46,3 Senegal 51,7 10,0 0,0 Montenegro 18,6 0,0 16,5 Algerien 35,8 22,8 43,8 Indien 61,9 39,5 0,0 Ukraine 106,6 53,0 25,0 Tunesien 48,0 12,5 30,1 Kolumbien 14,9 13,2 30,6 Marokko 25,2 28,5 43,5 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO Antrag nach § 80 Abs. 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 58,3 32,7 41,7 darunter: Belarus 56,8 46,0 0,0 Bangladesch 36,2 0,0 0,0 a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren wurden im Jahr 2025 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)? Die folgenden Klagen auf Verpflichtung zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Anerkennung der Asylberechtigung durch Antragstellende, denen durch das BAMF bereits subsidiärer Schutz zuerkannt wurde bzw. bzgl. derer das Bestehen von Abschiebungsverboten durch das BAMF festgestellt wurde (sog. „Aufstocker“), waren zum Stichtag 30. Juni 2026 anhängig: anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2026 nach Staatsangehörigkeit Klagen Gesamt 1.921 darunter: Syrien 1.380 Ungeklärt 114 Myanmar 72 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 69 Eritrea 45 Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbots nach § 60 Absatz 5 oder 7 AufenthG durch das BAMF waren zum Stichtag 30. Juni 2026 anhängig: anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum 30. Juni 2026 nach Staatsangehörigkeit Klagen Gesamt 1.359 darunter: Syrien 476 Afghanistan 394 Somalia 150 Irak 86 Eritrea 27 Die folgenden Klagen gegen den vom BAMF gewährten subsidiären Schutz wurden wie folgt gerichtlich entschieden: nach Staatsangehörigkeit Summe Entscheidungen Anerkennungen gem. Art. 16a GG Flüchtlingsschutz gem. § 3 Abs. 1 AsylG Keine Verbesserung 01.01.–30.06.2026 1.122 2 54 1.066 darunter Syrien 945 0 19 926 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 30 0 6 24 Ungeklärt 27 0 4 23 Eritrea 25 0 0 25 Afghanistan 21 0 11 10 Die folgenden Klagen gegen die durch das BAMF vorgenommene Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden wie folgt gerichtlich entschieden: nach Staatsangehörigkeit Summe Entscheidungen Anerkennungen gem. Art. 16a GG Flüchtlingsschutz gem. § 3 Abs. 1 AsylG subsidiärer Schutz gem. § 4 Abs. 1 AsylG Keine Verbesserung 01.01–30.06.2026 528 3 55 10 460 Afghanistan 206 1 37 0 168 Syrien 120 0 0 0 120 Somalia 66 0 9 1 56 Irak 23 0 0 0 23 Türkei 15 2 0 1 12 b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im ersten Halbjahr 2026 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, bitte zusätzlich nach der Art der Ablehnung unbegründet, offensichtlich unbegründet, unzulässig differenzieren) und wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des BAMF für das Gesamtjahr 2025 bzw. für das erste Halbjahr 2026? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Staatsangehörigkeit Entscheidungen insgesamt davon Entscheidung „abgelehnt“ davon Entscheidung „o.u. abgelehnt“ davon Entscheidung „Unzulässig“ 01.01.–30.06.2026 Stand 15.08.2026 davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil Gesamt 120.189 54.551 45,4 % 41.696 37.377 89,6 % 9.960 6.665 66,9 % 17.109 8.977 52,5 % Afghanistan 36.459 5.122 14,0 % 3.116 2.879 92,4 % 345 257 74,5 % 3.703 1.857 50,1 % Syrien 30.538 20.447 67,0 % 20.525 18.544 90,3 % 427 323 75,6 % 1.453 923 63,5 % Türkei 10.070 7.147 71,0 % 4.794 4.356 90,9 % 1.922 1.522 79,2 % 1.697 1.179 69,5 % Irak 4.298 2.535 59,0 % 1.632 1.436 88,0 % 483 369 76,4 % 923 691 74,9 % Somalia 4.060 1.021 25,1 % 514 466 90,7 % 44 29 65,9 % 843 450 53,4 % Staatsangehörigkeit Entscheidungen insgesamt davon Entscheidung „abgelehnt“ davon Entscheidung „o.u. abgelehnt“ davon Entscheidung „Unzulässig“ 01.01.–30.06.2026 Stand 15.08.2026 davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil davon beklagt Anteil Gesamt 120.189 54.551 45,4 % 41.696 37.377 89,6 % 9.960 6.665 66,9 % 17.109 8.977 52,5 % Russische Föd. 2.796 1.658 59,3 % 1.117 939 84,1 % 346 255 73,7 % 1.040 438 42,1 % Ungeklärt 2.034 752 37,0 % 462 413 89,4 % 140 96 68,6 % 296 178 60,1 % Eritrea 1.713 180 10,5 % 140 103 73,6 % 6 3 50,0 % 120 45 37,5 % Guinea 1.520 766 50,4 % 564 473 83,9 % 170 128 75,3 % 298 143 48,0 % Iran 1.415 759 53,6 % 510 482 94,5 % 83 74 89,2 % 321 181 56,4 % Nigeria 1.389 870 62,6 % 598 508 84,9 % 186 147 79,0 % 329 190 57,8 % Georgien 966 628 65,0 % 5 2 40,0 % 656 452 68,9 % 272 168 61,8 % China 955 529 55,4 % 269 242 90,0 % 289 193 66,8 % 164 82 50,0 % Algerien 952 287 30,1 % 111 61 55,0 % 277 108 39,0 % 484 115 23,8 % Vietnam 947 75 7,9 % 11 6 54,5 % 449 48 10,7 % 26 5 19,2 % Moldau, Republik 784 161 20,5 % 0 0 0,0 % 208 46 22,1 % 557 109 19,6 % Nordmazedonien 440 218 49,5 % 1 0 0,0 % 196 107 54,6 % 229 111 48,5 % Serbien 394 167 42,4 % 0 0 0,0 % 217 105 48,4 % 164 61 37,2 % Ghana 274 138 50,4 % 6 4 66,7 % 189 110 58,2 % 51 23 45,1 % Kosovo 257 145 56,4 % 0 0 0,0 % 172 104 60,5 % 82 40 48,8 % Bosnien und Herzegowina 193 79 40,9 % 0 0 0,0 % 86 37 43,0 % 103 39 37,9 % Albanien 185 77 41,6 % 0 0 0,0 % 96 45 46,9 % 67 31 46,3 % Senegal 80 36 45,0 % 0 0 0,0 % 41 24 58,5 % 27 11 40,7 % Montenegro 52 17 32,7 % 2 0 0,0 % 27 14 51,9 % 22 3 13,6 % Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) davon beklagt Anteil Gesamt 73.690 53.623 72,8 % Afghanistan 7.529 5.043 67,0 % Syrien 24.147 19.946 82,6 % Türkei 8.839 7.142 80,8 % Irak 3.175 2.508 79,0 % Somalia 1.518 952 62,7 % Russische Föd. 2.653 1.653 62,3 % Ungeklärt 1.050 713 67,9 % Eritrea 298 159 53,4 % Guinea 1.080 751 69,5 % Iran 982 746 76,0 % Nigeria 1.230 867 70,5 % Georgien 952 627 65,9 % China 823 527 64,0 % Algerien 945 287 30,4 % Vietnam 944 75 7,9 % Moldau, Republik 784 161 20,5 % Nordmazedonien 436 218 50,0 % Serbien 391 167 42,7 % Ghana 264 137 51,9 % Kosovo 256 145 56,6 % Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) davon beklagt Anteil Gesamt 73.690 53.623 72,8 % Bosnien und Herzegowina 193 79 40,9 % Albanien 183 77 42,1 % Senegal 71 35 49,3 % Montenegro 51 17 33,3 % Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen 01.01.–31.12.2025 (Stand: 15.02.2026) davon beklagt Anteil Gesamt 223.536 159.037 71,1 % darunter: Afghanistan 28.800 22.049 76,6 % Türkei 53.095 42.665 80,4 % Syrien 24.761 16.088 65,0 % Irak 11.545 8.923 77,3 % Iran 8.976 7.614 84,8 % Russische Föd. 10.578 7.128 67,4 % Somalia 4.082 2.670 65,4 % Guinea 4.127 2.967 71,9 % Nigeria 4.029 2.757 68,4 % Ungeklärt 3.642 2.097 57,6 % Eritrea 1.160 703 60,6 % Venezuela 3.348 3.165 94,5 % Kolumbien 3.429 2.978 86,8 % Pakistan 2.855 2.155 75,5 % Georgien 2.908 1.812 62,3 % Albanien 729 295 40,5 % Bosnien und Herzegowina 528 192 36,4 % Ghana 554 238 43,0 % Kosovo 1.018 465 45,7 % Moldau, Republik 1.626 420 25,8 % Montenegro 183 68 37,2 % Nordmazedonien 1.573 627 39,9 % Senegal 257 130 50,6 % Serbien 1.242 452 36,4 % c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870 Bundesverwaltungsgericht 25 VGH Baden-Württemberg 39 VG Freiburg 6.209 VG Karlsruhe 6.535 Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870 VG Sigmaringen 4.262 VG Stuttgart 13.202 Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 17 VG Ansbach 3.324 VG Augsburg 4.577 VG Bayreuth 3.664 VG München 6.271 VG Regensburg 6.016 VG Würzburg 2.680 Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 5 OVG Berlin-Brandenburg 48 VG Berlin 11.285 VG Cottbus 1.197 VG Frankfurt / Oder 2.095 VG Potsdam 3.295 OVG der Freien Hansestadt Bremen 1 VG Bremen 1.227 Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 2 VG Hamburg 4.266 Hessischer Verwaltungsgerichtshof 43 VG Darmstadt 3.430 VG Frankfurt/Main 2.108 VG Kassel 1.260 VG Wiesbaden 2.688 VG Gießen 4.246 Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 59 VG Braunschweig 4.745 VG Hannover 7.846 VG Oldenburg 7.413 VG Osnabrück 2.003 VG Stade 2.494 VG Lüneburg 2.919 VG Göttingen 2.144 OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 205 VG Aachen 2.681 VG Arnsberg 5.905 VG Düsseldorf 6.906 VG Gelsenkirchen 3.719 VG Köln 5.391 VG Minden 5.008 VG Münster 3.991 OVG Rheinland-Pfalz 37 VG Neustadt/Weinstraße 1 VG Trier 5.120 VG des Saarlandes 1.885 Schleswig-Holsteinisches OVG 15 VG Schleswig-Holstein 5.548 OVG Sachsen-Anhalt 4 VG Magdeburg 3.083 VG Halle 2.943 Thüringer Oberverwaltungsgericht 8 Gericht (Stand: 15.08.2026) Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren Bei Gericht anhängige Verfahren 196.870 VG Gera 218 VG Meiningen 2.052 VG Weimar 2.612 Sächsisches Oberverwaltungsgericht 25 VG Chemnitz 3.673 VG Dresden 4.512 VG Leipzig 3.425 OVG Mecklenburg-Vorpommern 31 VG Greifswald 1.339 VG Schwerin 2.893 d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im ersten Halbjahr 2026 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer Abhilfeentscheidung, bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags bzw. Wiederaufgreifensantrags oder aus sonstigem Grund (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung: Zeitraum: 01.01–30.06.2026 Staatsangehörigkeit Gesamt davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen Gesamt 5.338 3.529 1.809 davon Türkei 911 520 391 Afghanistan 660 457 203 Syrien 163 38 125 Irak 746 549 197 Russische Föderation 168 111 57 Iran 600 464 136 Kolumbien 42 25 17 Somalia 104 70 34 Nigeria 116 67 49 Georgien 82 72 10 Venezuela 186 132 54 Ungeklärt 115 65 50 Guinea 78 35 43 Pakistan 130 87 43 Armenien 84 60 24 Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen: Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 Staatsangehörigkeit Summe Gesamt 14.539 davon Türkei 99 Afghanistan 13.539 Syrien 149 Irak 128 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 Staatsangehörigkeit Summe Gesamt 14.539 davon Russische Föderation 41 Iran 101 Kolumbien 2 Somalia 154 Nigeria 23 Georgien 8 Venezuela 2 Ungeklärt 41 Guinea 14 Pakistan 16 Armenien 1 Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen: Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 Staatsangehörigkeit Summe Gesamt 80 davon Türkei 1 Afghanistan 5 Syrien 5 Irak 9 Russische Föderation 5 Iran 0 Kolumbien 0 Somalia 10 Nigeria 7 Georgien 0 Venezuela 1 Ungeklärt 4 Guinea 1 Pakistan 1 Armenien 1 e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im ersten Halbjahr 2026 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 2.087 1.002 3.089 Afghanistan 909 462 1.371 Syrien 532 223 755 Irak 145 99 244 Somalia 123 86 209 Ungeklärt 132 50 182 Zeitraum: 01.01.–30.06.2026 (Stand: 15.08.2026) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 2.087 1.002 3.089 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 61 15 76 Iran 32 17 49 Nigeria 27 9 36 Eritrea 12 11 23 Sudan 14 5 19 f) Wie lauten die differenzierten Angaben des BAMF zu der Kategorie der „sonstigen Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das erste Halbjahr 2026? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01.–30.06.2026 Keine Schutzgewährung festgestellt 26.283 Schutzgewährung offen 2.360 Schutzgewährung 1.526 Summe 30.169 g) Wie hoch war die gerichtliche Aufhebungsquote im ersten Halbjahr 2026, wenn auch sonstige Erledigungen den Kategorien „Schutzgewährung“ und „Schutzgewährung offen“ hinzugezählt werden? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Zeitraum Gerichtsentscheidungen (Klagen, Berufungen, Revisionen) Positive Entscheidungen (inkl. „Schutzgew. offen“) Gesamt Asyl Art. 16a GG u. Fam.Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot Sonstige Verfahrenserledigungen absolut Anteil Schutzgewährung Schutzgewährung offen 01.01.– 30.06.2026 56.080 103 1.694 427 1.615 1.207 2.360 7.406 13,2 % h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im ersten Halbjahr 2026 aufgrund verlorener Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)? In diesem Zusammenhang ist zunächst auf die Gerichtskostenfreiheit nach § 83b AsylG hinzuweisen. Die Gesamtkosten aller Asylgerichtsverfahren, in denen das BAMF unterlegen ist, belaufen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 6.678.414,35 Euro. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die angegebenen Kosten sich auf den Zeitpunkt der Auszahlung beziehen. Für die konkrete Bemessung der Gerichtskosten kommt es zum einen auf den Zeitpunkt des Kostenfestsetzungsantrags, den die/der Bevollmächtigte stellt, und zum anderen auf die Bearbeitungsdauer bis zum Kostenfestsetzungsbeschluss durch das jeweils zuständige Gericht an. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn wichtigsten Herkunftsstaaten im ersten Halbjahr 2026 entstanden sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden, die angegebenen Zahlen beziehen sich immer auf die jeweiligen Gesamtkosten, d. h. alle Instanzen.: Herkunftsland Ausgaben Afghanistan 1.249.788,90 € Syrien 1.006.638,16 € Türkei 809.312,33 € Somalia 258.732,33 € Irak 685.142,42 € Russische Föderation 200.973,55 € Vietnam 6.732,84 € Eritrea 107.921,20 € Iran 560.505,68 € China 23.553,97 € 20. Welche Angaben kann das BAMF machen zur Anwendung der neuen Strafvorschrift in Bezug auf unrichtige oder unvollständige Angaben im Asylverfahren nach § 85 Absatz 2 AsylG, insbesondere wie viele diesbezügliche Strafanzeigen hat das BAMF seit Inkrafttreten der Neuregelung gestellt, wie viele entsprechende Strafverfahren wurden seitdem eingeleitet bzw. wieder eingestellt, und zu wie vielen und welchen gerichtlichen Verurteilungen ist es seitdem gekommen (bitte so genau wie möglich ausführen)? Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23d der Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verwiesen. Seitdem gab es keine Veränderungen. 21. Wie bewertet es die Bundesregierung, dass zum Stand der Beantwortung der Frage 20d auf Bundestagsdrucksache 21/4448 vom 2. März 2026) gerade einmal drei entsprechende Strafanzeigen vom BAMF gestellt worden waren, die letzte am 10. April 2025, und entspricht dies ihren Erwartungen an die gesetzliche Neuregelung (bitte ausführen), deren Sinnhaftigkeit die Fragestellenden bereits zuvor infrage gestellt haben (vgl. Frage 20c auf Bundestagsdrucksache 21/4448)? Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 20c der Kleinen Anfrage der Fraktion die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/4448 sowie auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 23c der Kleinen Anfrage der Fraktion die Linke auf Bundestagsdrucksache 21/1710 verweisen. 22. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2026 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Anhörungen im 1. Halbjahr 2026 Anzahl Gesamt 34.852 darunter: Syrien 7.304 Afghanistan 7.254 Türkei 3.019 Somalia 2.171 Irak 935 Anhörungen im 1. Halbjahr 2026 Anzahl Iran 852 Russische Föderation 744 China 672 Ungeklärt 661 Guinea 612 Eritrea 594 Algerien 503 Nigeria 490 Georgien 477 Venezuela 459 23. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2026 gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Asylanträge Entscheidungen über Asylanträge Staatsangehörigkeit Asylanträge gesamt davon Erstanträge davon Folgeanträge insgesamt Anerkennungen als Asylberechtigte (Art. 16a GG und Famil. asyl) Gewährung von Flüchtl.- schutz Gewährung von subsidiärem Schutz Feststellung eines Abschieb ungsverbotes gem. § 60 V/VII Aufenth G Ablehnungen (unbegr. abgel./ offens. unbegr. abgel.) sonstige Verfah renserledigungen Serbien 388 204 184 394 – 1 – 2 217 174 davon Roma 307 140 167 310 – – – 1 157 152 Kosovo 228 134 94 257 – 1 – – 172 84 davon Roma 88 49 39 98 – – – – 61 37 Nordmazedonien 414 169 245 440 – – – 4 197 239 davon Roma 306 113 193 318 – – – – 134 184 Montenegro 42 17 25 52 – 1 – – 29 22 davon Roma 37 14 23 39 – – – – 18 21 Albanien 170 100 70 185 – – 1 1 96 87 davon Roma 50 20 30 57 – – – – 22 35 Bosnien und Herzegowina 198 92 106 193 – – – – 86 107 davon Roma 153 58 95 156 – – – – 54 102 24. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten Halbjahr 2026 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: 01.01.–30.06.2026 Entscheidungen zu § 11Abs. 1 AufenthG Entscheidungen zu § 11 Abs. 7 AufenthG Entscheidungen mit Aufenthalts- und Wiedereinreiseverboten (§ 11 Abs. 1 und/oder § 11 Abs. 7 AufenthG) Gesamt 57.832 2.556 58.649 darunter Syrien 20.573 7 20.580 Türkei 6.857 79 6.926 Afghanistan 4.635 38 4.669 Irak 2.310 31 2.338 Russische Föderation 2.164 22 2.184 Somalia 1.122 9 1.130 Nigeria 896 20 916 Vietnam 840 2 842 Ungeklärt 815 8 821 Guinea 810 7 817 25. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2026 bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden: 1. Halbjahr 2026 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ davon sonstige (Abbruch u. a.) Gesamt 821 105 352 364 darunter: Baden-Württemberg 98 14 57 27 Bayern 103 12 31 60 Berlin 70 6 29 35 Brandenburg 8 0 1 7 Bremen 12 0 9 3 Hamburg 41 9 17 15 Hessen 64 6 20 38 Mecklenburg- Vorpommern 3 0 0 3 Niedersachsen 56 4 37 15 Nordrhein-Westfalen 249 34 119 96 Rheinland-Pfalz 33 2 7 24 Saarland 20 0 8 12 Sachsen 36 16 11 9 Sachsen-Anhalt 11 0 4 7 Schleswig-Holstein 6 0 0 6 Thüringen 10 2 2 6 unbekannt 1 0 0 1 1. Halbjahr 2026 Stellungnahmen gem. § 72 Abs. 2 AufenthG davon positiv davon negativ davon sonstige (Abbruch u. a.) Gesamt 821 105 352 364 darunter: Ukraine 89 2 46 41 Afghanistan 81 17 13 51 Syrien 78 17 13 48 Kosovo 48 6 24 18 Türkei 34 0 27 7 Albanien 23 4 16 3 Russische Föderation 23 3 8 12 Nigeria 21 2 11 8 Serbien 21 2 12 7 Irak 20 1 7 12 26. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2026 lassen sich zu überprüften (vor allem Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Top 10 der Herkunftsländer geprüfte Dokumente Dokumente ohne Beanstandung beanstandete Dokumente Anteil der beanstandeten Dokumente in Prozent Gesamt 64.787 61.871 2.916 4,5 davon: Afghanistan 19.667 18.381 1.286 6,5 Syrien 15.164 14.192 972 6,4 Türkei 3.539 3.387 152 4,3 Somalia 892 870 22 2,5 Irak 1.854 1.799 55 3,0 Russische Föderation 1.217 1.185 32 2,6 Vietnam 1.011 1.011 0 0,0 Eritrea 443 420 23 5,2 Iran 1.383 1.350 33 2,4 China 451 450 1 0,2 Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de ISSN 0722-8333

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