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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2025 (Antwort zu Drs. 21/1157)

dip / drucksache 18.09.2025 · WP 21 · 21/1710 · Antwort · Original ↗

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Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2025 (Antwort zu Drs. 21/1157) [Deutscher Bundestag Drucksache 21/1710 21. Wahlperiode 18.09.2025 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Doris Achelwilm, Violetta Bock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke – Drucksache 21/1157 – Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Halbjahr 2025 V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r Die von den Fragestellern regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst wenig Beachtung finden, etwa dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2022 auf einem Rekordhoch von 72,3 Prozent, gegenüber der vom BAMF und der Bundesregierung verwendeten (unbereinigten) Schutzquote in Höhe von 56,2 Prozent. Im Jahr 2023 lag die bereinigte Schutzquote bei 68,6 Prozent (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/12228), im Jahr 2024 waren es 59,3 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/14923). Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Schutzstatus durch die Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu. Mehr als die Hälfte der Klagen gegen das BAMF enden mit einer „sonstigen Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. Auch wenn ein Gericht in Dublin-Fällen entscheidet, dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige Erledigung“ (vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 26 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/4961, Antwort zu Frage 26). Die Bundesregierung erklärte auf Nachfrage (vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 18 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet werden können. Werden nur inhaltliche und keine formellen Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der Fragesteller eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klageverfahren im Jahr 2024 in Höhe von Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 18. September 2025 übermittelt. Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext. 18 Prozent (2023: 24,4 Prozent, 2022: 36,5 Prozent). Die vom BAMF angegebenen Aufhebungsquoten sind nur etwa halb so hoch, weil dabei sonstige Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gewertet werden. Bei afghanischen und iranischen Geflüchteten waren die bereinigten Erfolgsquoten im Klageverfahren im Jahr 2024 überdurchschnittlich hoch (53 bzw. 47,1 Prozent). Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten Zahlen heißt das: 15 424 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im Jahr 2024 doch noch einen Schutzstatus (2023: 20 838), 6 913 durch Entscheidungen der Gerichte, 4 010 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 4 158 im Rahmen von Folgeanträgen und 343 aus „sonstigen Gründen“. All das zeigt nach Auffassung der Fragesteller, dass die große Mehrheit der nach Deutschland kommenden Geflüchteten nach den geltenden rechtlichen Kriterien als schutzbedürftig angesehen werden muss. Mitunter wird schutzbedürftigen Geflüchteten der notwendige Schutz versagt, denn nicht gegen alle fehlerhaften Ablehnungen des BAMF werden Rechtsmittel erhoben, auch wegen sehr kurzer Fristen. Insgesamt ist der Rechtsschutz in Asylverfahren erheblich eingeschränkt: so gibt es keine Berufungsmöglichkeit gegen erstinstanzliche Urteile aufgrund ernstlicher Zweifel an deren Richtigkeit (vgl. § 78 des Asylgesetzes (AsylG)). Umso schwerer wiegen Vorwürfe gegen Richter am Verwaltungsgericht (VG) Gera, wonach sie Asylklagen aufgrund ihrer persönlichen (rechten) Einstellung abgelehnt haben könnten (vgl. z. B.: https://ezra.de/forderungspapier-zur-justiz-in-thu%CC%8 8ringen/; www.sueddeutsche.de/politik/justiz-asyl-afd-richter-1.5926901? s=09). Dieser Verdacht wurde gestützt durch Zahlen zur Entscheidungsstatistik des VG Gera infolge von Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. (vgl. z. B. Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksachen 20/4019 und 20/8222), denn die Erfolgsquoten bei Asylklagen zu bestimmten Herkunftsländern waren am VG Gera auffallend niedriger als im bundesweiten Vergleich. Nachdem gegen einen der betroffenen Richter ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde (www.lto.de/recht/hintergruende/h/bengt-fuchs-disziplinarverfahren-verwaltu ngsgericht-gera), folgte im Jahr 2025 eine Anklage wegen Volksverhetzung (www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-gera-3kls122js25023-24-bengt-fuchs-ankl age-volksverhetzung). Die bereinigte Schutzquote des BAMF sinkt im Jahr 2025, insbesondere infolge des Entscheidungsstopps vom Dezember 2024 zu syrischen Asylsuchenden, die bis dahin zu nahezu 100 Prozent als schutzbedürftig anerkannt wurden. Auch die Schutzquoten zu Geflüchteten aus Afghanistan, der Türkei, Russland und dem Iran gehen z. T. deutlich zurück. Einzelne Außenstellen des BAMF fallen mit besonders niedrigen Schutzquoten im bundesweiten Vergleich auf, etwa die Außenstelle in Eisenhüttenstadt: Bei sieben relevanten Herkunftsstaaten war die Schutzquote hier immer unterdurchschnittlich, in vier Fällen sogar am niedrigsten im bundesweiten Vergleich, z. B. bei Afghanistan: 60,8 Prozent in Eisenhüttenstadt statt 93,3 Prozent im Bundesdurchschnitt, oder Somalia: 50 statt 89,8 Prozent. Die von der Bundesregierung in der Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 gegebenen Erklärungen hierfür sind nach Auffassung der Fragesteller wenig nachvollziehbar. Ein Policy Paper der Universität Konstanz belegt ebenfalls die auffallend negative Entscheidungspraxis der Außenstelle in Eisenhüttenstadt über Jahre hinweg (www.progressives-zentrum.org/wp-content/uploads/2024/12/24121 0_DPZ-und-Uni-Konstanz_Policy-Paper-18_Schneider-et-al_Foederalismus-u nd-Ungleichheit_final.pdf, S. 3 f.), Erklärungsfaktoren für föderal ungleiche Entscheidungen sind demnach z. B. „regionale Befindlichkeiten, wie die Einstellung der Bevölkerung zu Migration“, die „politische Einstellung“ der Beschäftigten, das jeweilige „Migrationsklima in einem Bundesland“ oder auch eine „migrationsfeindliche Medienberichterstattung“, die diskriminierende Tendenzen bei Mitarbeitenden verstärken könne (ebd., S. 8; vgl. hierzu bereits die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/13670, insbesondere die Vorbemerkung der Fragesteller). Bei vielen Asylsuchenden handelt es sich um Kinder und Jugendliche: Im Jahr 2024 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden bei 36,7 Prozent (2021: 49,4 Prozent), 5,8 Prozent der Asylsuchenden waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (2023: 4,6 Prozent). 21 270 Asylanträge (9,3 Prozent aller Anträge) wurden für in Deutschland geborene Kinder von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen oder Personen mit einer humanitären Aufenthaltserlaubnis gestellt. Etwa die Hälfte aller Asylsuchenden in Deutschland verfügt über keine (anerkannten) schriftlichen Identitätsnachweise (2024: 49,9 Prozent). Das sagt jedoch nichts über ihre Schutzbedürftigkeit aus, denn die bereinigte Schutzquote bei Asylsuchenden ohne Papiere ist mit 52,2 Prozent (2024) ebenfalls hoch. Subsidiärer Schutz wird vom BAMF in aller Regel (2024 zu 88,5 Prozent) wegen der Gefahr unmenschlicher bzw. erniedrigender Behandlung erteilt, d. h. (auch) infolge von Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), an die Deutschland unabhängig von EU-Recht gebunden ist. Nur 1,6 Prozent der im Jahr 2024 vom BAMF gewährten subsidiären Schutzstatus gingen letztlich auf EU-Recht zurück, weil sie wegen drohender willkürlicher Gewalt infolge von kriegerischen Auseinandersetzungen erteilt wurden.  1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel 16a des Grundgesetzes [GG], nach § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes [AufenthG] in Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention [GFK], subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis des BAMF im ersten Halbjahr 2025 (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten Herkunftsländer gesondert darstellen; bitte für jedes dieser Länder in relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben; bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren: Asylberechtigung [darunter Familienasyl], internationaler Flüchtlingsschutz [darunter Familienschutz], subsidiärer Schutz [darunter Familienschutz], nationale Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)? b) Wie hoch war im genannten Zeitraum die „bereinigte Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie in der Antwort zu Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen im ersten Halbjahr 2025? Die Fragen 1a und 1b werden gemeinsam beantwortet. Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der unten genannten Staaten nicht hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt werden. Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende Gesamtschutzquote, die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt. 1. H al bj ah r 20 25 A sy lb er ec ht ig un g A rt ik el 1 6a d es G ru nd ge se tz es (G G ) Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 A bs at z 1 de s A sy lg es et ze s ( A sy lG ) Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bs at z 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sv er bo t § 60 A bs ät ze 5 u nd 7 de s A uf en th al ts ge se tze s ( A uf en th G ) G es am ts ch ut z Q uo te z u Fr ag e 1b ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l A nt ei l H er ku nf ts lä nd er ge sa m t 1. 60 8 1, 0 % 16 .7 48 10 ,5 % 2. 63 4 1, 7 % 8. 08 2 5, 1 % 29 .0 72 18 ,3 % 26 ,5 % da ru nt er : Sy rie n - - 4 0, 0 % 12 0, 1 % 10 0, 1 % 26 0, 2 % 46 ,4 % A fg ha ni st an 57 2 2, 0 % 7. 84 6 27 ,2 % 23 2 0, 8 % 5. 01 1 17 ,3 % 13 .6 61 47 ,3 % 60 ,3 % Tü rk ei 13 2 0, 4 % 2. 47 3 7, 0 % 12 5 0, 4 % 29 0, 1 % 2. 75 9 7, 8 % 9, 4 % Ir ak 14 0, 2 % 87 0 11 ,8 % 14 1 1, 9 % 24 5 3, 3 % 1. 27 0 17 ,2 % 26 ,1 % So m al ia 20 7 4, 0 % 1. 24 9 24 ,0 % 26 6 5, 1 % 1. 41 8 27 ,2 % 3. 14 0 60 ,2 % 84 ,6 % R us si sc he F öd . 46 0, 6 % 17 1 2, 4 % 81 1, 1 % 23 0, 3 % 32 1 4, 4 % 6, 9 % Er itr ea 36 1, 6 % 1. 14 2 50 ,1 % 32 3 14 ,2 % 64 2, 8 % 1. 56 5 68 ,7 % 77 ,7 % Ir an 10 6 1, 4 % 1. 38 7 18 ,3 % 11 5 1, 5 % 51 0, 7 % 1. 65 9 21 ,9 % 25 ,8 % G ui ne a 15 1 4, 5 % 34 6 10 ,3 % 11 0 3, 3 % 16 3 4, 9 % 77 0 23 ,0 % 29 ,9 % K ol um bi en 5 0, 2 % 5 0, 2 % - - 4 0, 1 % 14 0, 5 % 0, 5 % Ve ne zu el a 35 1, 3 % 38 1, 4 % 25 0, 9 % 20 4 7, 6 % 30 2 11 ,2 % 11 ,7 % U ng ek lä rt 2 0, 1 % 42 1, 7 % 83 3, 5 % 22 0, 9 % 14 9 6, 2 % 27 ,3 % G eo rg ie n 1 0, 1 % 2 0, 1 % 2 0, 1 % 4 0, 2 % 9 0, 5 % 0, 7 % A lg er ie n 1 0, 1 % 15 1, 0 % 1 0, 1 % 6 0, 4 % 23 1, 5 % 3, 5 % V ie tn am 1 0, 1 % 3 0, 3 % 1 0, 1 % 1 0, 1 % 6 0, 7 % 1, 2 % M ar ok ko 2 0, 2 % 10 1, 1 % 6 0, 6 % 2 0, 2 % 20 2, 1 % 5, 1 % Tu ne si en 4 0, 4 % 11 1, 0 % - - 2 0, 2 % 17 1, 6 % 2, 8 % U kr ai ne - - 5 0, 5 % 21 2, 1 % 20 2, 0 % 46 4, 6 % 6, 2 % B el ar us 3 1, 2 % 19 7, 4 % - - 3 1, 2 % 25 9, 7 % 13 ,5 % N or dm az ed on ie n - - - - - - - - - - - K os ov o - - 5 0, 8 % - - 5 0, 8 % 10 1, 6 % 2, 4 % Se rb ie n - - 1 0, 1 % - - 1 0, 1 % 2 0, 3 % 0, 5 % M ol da u, R ep ub lik - - - - - - - - - - - A lb an ie n - - - - 1 0, 2 % 1 0, 2 % 2 0, 4 % 0, 6 % G ha na 2 0, 6 % 8 2, 5 % - - 6 1, 9 % 16 5, 0 % 6, 8 % B os ni en u nd H er ze go w in a - - - - - - 1 0, 3 % 1 0, 3 % 0, 6 % Se ne ga l - - 4 2, 5 % - - 1 0, 6 % 5 3, 1 % 4, 8 % M on te ne gr o - - - - - - - - - - - Hinweis: Der seit dem 9. Dezember 2024 geltende temporäre Verfahrensaufschub für Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger führt zu einem Rückgang der Schutzquote mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gesamtschutzquote. Derzeit werden infolge besonderer Regelungen hauptsächlich Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger getroffen, die ohne die Bewertung der Lage in Syrien erfolgen können (formelle Entscheidungen). 1. Halbjahr 2025 Quote zu Frage 1b absolut Anteil Anteil Asylberechtigung 1.608 1,0 % 1,5 % darunter Familienschutz 324 0,2 % 0,3 % Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 16.748 10,5 % 15,3 % darunter Familienschutz 7.424 4,7 % 6,8 % Subsidiärer Schutz nach § 4 I Nummer 1 AsylG 6 0,0 % 0,0 % § 4 I Nummer 2 AsylG 987 0,6 % 0,9 % § 4 I Nummer 3 AsylG 886 0,6 % 0,8 % § 4 I AsylG Familienschutz 755 0,5 % 0,7 % Summe subsidiärer Schutz 2.634 1,7 % 2,4 % Abschiebungsverbot nach § 60 V AufenthG 7.875 5,0 % 7,2 % § 60 VII AufenthG 207 0,1 % 0,2 % Summe Abschiebungsverbot 8.082 5,1 % 7,4 % Gesamtschutz 29.072 18,3 % 26,5 % Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für den genannten Zeitraum können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Halbjahr 2025 Entscheidungskategorie Antrag nicht weiter bearbeitet 3 Einstellung wg. § 33 I u. II, § 32a II AsylG 7.264 nicht erforderlich, Dublin 143 sonstige Einstellung 3.765 Unzulässig (§ 29 I Nummer 1 AsylG) 15.687 Unzulässig (§ 29 I Nummer 2 AsylG) 13.243 Unzulässig (§ 29 I Nummer 3 AsylG) 55 Unzulässig (§ 29 I Nummer 4 AsylG) 10 Unzulässig (kein Zweitverfahren § 29 I Nummer 5 AsylG) 2.180 Unzulässig (kein Folgeverfahren § 29 I Nummer 5 AsylG) 6.745 c) Wie waren die im Jahr 2024 bzw. im ersten Halbjahr 2025 (bitte differenzieren, auch im Folgenden) bestandskräftig bzw. rechtskräftig (bitte differenzieren) gewordenen Entscheidungen des BAMF (bitte nach unterschiedlichen Status und Formen der Ablehnung bzw. Erledigung differenzieren und in absoluten und relativen Zahlen angeben, bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie lautete die jeweilige Bilanz für alle rechts- oder bestandskräftig gewordenen Entscheidungen des BAMF (bitte entsprechend differenzieren)? Die Angaben zum Jahr 2024 können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Angaben zum ersten Halbjahr 2025 liegen noch nicht vor. Ein Vergleich der beiden genannten Zeiträume im erfragten Sinne einer Bilanz ist somit zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Ja hr 2 02 4 A sy lb er ec ht igu ng A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs - sc hu tz § 3 A bsa tz 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sve rb ot § 6 0 A bsä tz e 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en K ei n w ei te re s V e rf ah re n du rc hz uf üh re n Fo rm el le V er - fa hr en se rl ed igu ng en ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l H er ku nf ts lä nd er ge sa m t 2. 20 7 0, 8 % 40 .2 87 15 ,4 % 81 .4 19 31 ,1 % 23 .4 50 9, 0 % 58 .6 29 22 ,4 % 16 .2 69 6, 2 % 39 .2 79 15 ,0 % da ru nt er : Sy rie n 11 1 0, 1 % 7. 35 7 8, 0 % 75 .5 66 82 ,1 % 31 0 0, 3 % 13 3 0, 1 % 1. 88 4 2, 0 % 6. 70 7 7, 3 % A fg ha ni st an 51 5 1, 4 % 14 .4 43 38 ,3 % 82 8 2, 2 % 17 .0 35 45 ,1 % 41 7 1, 1 % 25 2 0, 7 % 4. 24 6 11 ,3 % Tü rk ei 33 8 1, 4 % 4. 37 3 18 ,2 % 30 5 1, 3 % 11 9 0, 5 % 10 .4 46 43 ,5 % 66 2 2, 8 % 7. 77 3 32 ,4 % Ir ak 29 0, 2 % 2. 04 5 16 ,6 % 58 0 4, 7 % 1. 14 8 9, 3 % 5. 79 3 47 ,1 % 94 0 7, 6 % 1. 76 9 14 ,4 % G eo rg ie n - 0, 0 % 19 0, 2 % 16 0, 2 % 59 0, 7 % 6. 91 6 79 ,4 % 93 9 10 ,8 % 75 6 8, 7 % Ir an 22 4 3, 3 % 3. 07 6 45 ,9 % 19 5 2, 9 % 10 9 1, 6 % 1. 82 0 27 ,2 % 31 5 4, 7 % 95 9 14 ,3 % R us si sc he F öd . 76 1, 4 % 33 2 6, 1 % 14 8 2, 7 % 93 1, 7 % 2. 17 4 40 ,0 % 52 9 9, 7 % 2. 08 2 38 ,3 % N or dm az ed oni en - 0, 0 % - 0, 0 % 2 0, 0 % 17 0, 3 % 2. 64 9 52 ,0 % 2. 08 4 40 ,9 % 33 8 6, 6 % So m al ia 17 5 3, 7 % 1. 66 8 35 ,0 % 32 4 6, 8 % 1. 32 7 27 ,9 % 25 5 5, 4 % 17 5 3, 7 % 83 9 17 ,6 % N ig er ia 21 0, 6 % 17 1 4, 5 % 32 0, 8 % 46 5 12 ,2 % 1. 88 7 49 ,7 % 50 2 13 ,2 % 71 9 18 ,9 % D av on b es ta nd sk rä fti g ab ge sc hl os se n: Ja hr 2 02 4 A sy lb er ec ht igu ng A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs - sc hu tz § 3 A bsa tz 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sve rb ot § 6 0 A bsä tz e 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en K ei n w ei te re s V e rf ah re n du rc hz uf üh re n Fo rm el le V er - fa hr en se rl ed igu ng en ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l H er ku nf ts lä nd er ge sa m t 1. 98 1 0, 9 % 37 .0 97 16 ,6 % 80 .3 85 36 ,0 % 21 .0 32 9, 4 % 35 .9 79 16 ,1 % 12 .4 02 5, 6 % 34 .4 51 15 ,4 % da ru nt er : Sy rie n 10 7 0, 1 % 7. 13 9 7, 9 % 75 .5 56 83 ,9 % 25 9 0, 3 % 64 0, 1 % 1. 42 3 1, 6 % 5. 47 8 6, 1 % A fg ha ni st an 51 0 1, 4 % 14 .2 55 38 ,9 % 81 1 2, 2 % 16 .8 63 46 ,1 % 27 0 0, 7 % 21 9 0, 6 % 3. 68 5 10 ,1 % Tü rk ei 26 2 1, 5 % 3. 78 4 21 ,3 % 26 9 1, 5 % 52 0, 3 % 5. 67 9 31 ,9 % 47 9 2, 7 % 7. 26 1 40 ,8 % Ir ak 19 0, 3 % 1. 75 9 24 ,3 % 46 7 6, 5 % 60 2 8, 3 % 2. 39 9 33 ,1 % 61 0 8, 4 % 1. 38 3 19 ,1 % G eo rg ie n - 0, 0 % 7 0, 1 % 3 0, 1 % 23 0, 4 % 4. 68 0 78 ,4 % 68 0 11 ,4 % 57 4 9, 6 % Ir an 17 6 4, 1 % 2. 16 2 50 ,5 % 15 3 3, 6 % 67 1, 6 % 70 1 16 ,4 % 17 9 4, 2 % 84 4 19 ,7 % R us si sc he Fö de ra tio n 72 1, 8 % 27 3 6, 9 % 84 2, 1 % 31 0, 8 % 1. 20 0 30 ,5 % 34 6 8, 8 % 1. 92 8 49 ,0 % Ja hr 2 02 4 A sy lb er ec ht igu ng A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs - sc hu tz § 3 A bsa tz 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sve rb ot § 6 0 A bsä tz e 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en K ei n w ei te re s Ve rf ah re n du rc hz uf üh re n Fo rm el le V er - fa hr en se rl ed igu ng en ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l N or dm az ed oni en - 0, 0 % - 0, 0 % 2 0, 0 % 8 0, 2 % 2. 18 6 54 ,4 % 1. 58 8 39 ,5 % 23 6 5, 9 % So m al ia 17 5 4, 2 % 1. 63 5 39 ,4 % 30 6 7, 4 % 1. 17 2 28 ,2 % 10 2 2, 5 % 12 3 3, 0 % 63 8 15 ,4 % N ig er ia 16 0, 8 % 12 9 6, 3 % 21 1, 0 % 22 1 10 ,8 % 73 8 36 ,0 % 32 4 15 ,8 % 60 0 29 ,3 % D av on re ch ts kr äf tig a bg es ch lo ss en : Ja hr 2 02 4 A sy lb er ec ht igu ng A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs - sc hu tz § 3 A bsa tz 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sve rb ot § 6 0 A bsä tz e 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en K ei n w ei te re s V e rf ah re n du rc hz uf üh re n Fo rm el le V er - fa hr en se rl ed igu ng en ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l H er ku nf ts lä nd er ge sa m t 22 6 0, 6 % 3. 19 0 8, 3 % 1. 03 4 2, 7 % 2. 41 8 6, 3 % 22 .6 50 59 ,3 % 3. 86 7 10 ,1 % 4. 82 8 12 ,6 % da ru nt er : Sy rie n 4 0, 2 % 21 8 10 ,7 % 10 0, 5 % 51 2, 5 % 69 3, 4 % 46 1 22 ,6 % 1. 22 9 60 ,2 % A fg ha ni st an 5 0, 4 % 18 8 16 ,7 % 17 1, 5 % 17 2 15 ,3 % 14 7 13 ,1 % 33 2, 9 % 56 1 50 ,0 % Tü rk ei 76 1, 2 % 58 9 9, 5 % 36 0, 6 % 67 1, 1 % 4. 76 7 76 ,5 % 18 3 2, 9 % 51 2 8, 2 % Ir ak 10 0, 2 % 28 6 5, 6 % 11 3 2, 2 % 54 6 10 ,8 % 3. 39 4 67 ,0 % 33 0 6, 5 % 38 6 7, 6 % G eo rg ie n - 0, 0 % 12 0, 4 % 13 0, 5 % 36 1, 3 % 2. 23 6 81 ,7 % 25 9 9, 5 % 18 2 6, 6 % Ir an 48 2, 0 % 91 4 37 ,8 % 42 1, 7 % 42 1, 7 % 1. 11 9 46 ,3 % 13 6 5, 6 % 11 5 4, 8 % R us si sc he Fö de ra tio n 4 0, 3 % 59 3, 9 % 64 4, 3 % 62 4, 1 % 97 4 64 ,9 % 18 3 12 ,2 % 15 4 10 ,3 % N or dm az ed oni en - 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % 9 0, 8 % 46 3 43 ,3 % 49 6 46 ,4 % 10 2 9, 5 % So m al ia - 0, 0 % 33 5, 4 % 18 2, 9 % 15 5 25 ,3 % 15 3 25 ,0 % 52 8, 5 % 20 1 32 ,8 % N ig er ia 5 0, 3 % 42 2, 4 % 11 0, 6 % 24 4 14 ,0 % 1. 14 9 65 ,7 % 17 8 10 ,2 % 11 9 6, 8 % Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass ggf. ein Vergleich zwischen den Zahlen der bestandskräftig gewordenen Verfahren und der rechtskräftigen gewordenen Verfahren belastbar nicht möglich ist. Beispielsweise kann eine beklagte BAMF-Entscheidung nach einer Klagerücknahme in Bestandskraft erwachsen oder können Abhilfeentscheidungen während eines/nach einem Gerichtsverfahren auch zu einem bestandskräftigen Abschluss führen, obwohl ein Gerichtsverfahren anhängig war. Diese Sachverhalte lassen sich statistisch aus technischen und verfahrensimmanenten Gründen nicht entsprechend differenziert zuordnen. d) Wie viele Asylgesuche wurden im Jahr 2024 bzw. im ersten Halbjahr 2025 nach einer unerlaubten Einreise gestellt (bitte nach Landesgrenzen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie viele Asylgesuche wurden in diesen Zeiträumen insgesamt gestellt (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), wie erklärt die Bundesregierung die Differenz zwischen diesen beiden Werten, und welche Rolle spielen dabei insbesondere Einreisen Asylsuchender mit einem Visum, legale, visumfreie Einreisen Asylsuchender, Asylantragstellungen für hier geborene Kinder oder von bereits zuvor in Deutschland lebenden Personen usw., und welche Daten liegen zu diesen möglichen Erklärungsfaktoren für die jeweiligen Zeiträume vor (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Feststellungen der Bundespolizei zu Asylgesuchen nach einer unerlaubten Einreise, die den Verdacht einer Straftat nach § 95 des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz – AufenthG) begründet, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen und beruhen auf Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei. A sy lg es uc he im J ah r 20 24 im R ah m en d er u ne rl au bt en E in re is e (z eh n hä uf ig st e St aa ts an ge hö ri gk ei te n un d G es am tw er t) G re nz e/ St aa ts - an ge hö ri gk ei te n sy ri sc h af gh ani sc h tü rk is ch ir an is ch ir ak is ch al ge ri sc h ru ss is ch so m al is ch m ar ok ka - ni sc h uk ra ini sc h G es am t Po le n 82 8 1. 27 1 5 21 6 69 20 26 24 7 18 12 0 3. 55 1 Ts ch ec hi en 20 9 9 50 0 16 0 25 8 0 0 94 69 0 Ö st er re ic h 71 5 16 8 25 3 29 26 5 69 16 11 93 1. 57 2 Sc hw ei z 2. 21 9 88 1 62 0 10 2 70 10 6 15 89 12 3 13 4. 98 8 Fr an kr ei ch 1. 01 9 16 2 90 23 17 10 6 38 23 43 5 1. 97 3 Lu xe m bu rg 10 2 7 17 0 1 18 0 3 12 4 22 7 B el gi en 12 4 13 6 28 6 17 14 1 6 18 11 4 85 0 N ie de rla nd e 70 7 9 1 6 38 4 4 21 1 20 8 D än em ar k 11 10 1 10 14 5 0 7 2 4 99 K ei ne r G re nz e zu zu or dn en 21 2 72 13 6 32 16 27 24 12 27 0 69 2 Lu ftg re nz e 80 4 1. 07 4 17 0 14 9 25 6 27 42 12 40 22 3. 23 9 Se eg re nz e 9 31 2 10 15 1 0 0 0 3 90 A sy lg es uc he im e rs te n H al bj ah r 20 25 im R ah m en d er u ne rl au bt en E in re is e (z eh n hä uf ig st e St aa ts an ge hö ri gk ei te n un d G es am tw er t) G re nz e/ St aa ts - an ge hö ri gk ei te n af gh ani sc h sy ri sc h tü rk is ch al ge ri sc h m ar ok ka - ni sc h ru ss is ch ir an is ch so m al is ch ch in esi sc h uk ra ini sc h G es am t Po le n 14 4 19 2 2 5 1 2 41 0 20 34 7 Ts ch ec hi en 0 16 4 0 0 40 1 0 1 5 88 Ö st er re ic h 51 21 32 0 1 7 2 5 27 25 22 0 Sc hw ei z 69 13 3 99 39 45 2 28 8 5 20 59 4 Fr an kr ei ch 26 15 11 47 8 6 5 5 8 1 22 7 Lu xe m bu rg 1 12 1 5 2 0 0 4 0 0 33 B el gi en 21 19 24 74 26 1 1 8 0 0 24 5 N ie de rla nd e 1 12 6 11 5 1 0 1 2 0 59 D än em ar k 2 1 0 0 0 0 2 0 0 0 6 K ei ne r G re nz e zu zu or dn en 13 6 19 3 2 7 1 3 2 0 93 Lu ftg re nz e 49 6 91 21 5 11 38 55 6 32 4 94 4 Se eg re nz e 6 0 0 0 2 0 4 3 0 0 25 Im Jahr 2024 wurden insgesamt 213 499 und im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 57 671 Asylgesuche erfasst. Die Verteilung nach den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten kann den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Asylgesuche 2024 Syrien 71.537 Afghanistan 31.858 Türkei 23.873 Irak 7.353 Somalia 6.801 Iran 4.826 Ungeklärt 4.528 Russische Föderation 4.214 Kolumbien 3.624 Eritrea 3.176 Asylgesuche 1. Hj. 2025 Syrien 12.909 Afghanistan 10.843 Türkei 5.541 Irak 2.137 Somalia 2.126 Russische Föderation 1.573 Eritrea 1.357 Guinea 1.145 Iran 1.142 Ungeklärt 974 Die Differenz der Anzahl der Personen, die ein Asylgesuch nach einer unerlaubten Einreise gestellt haben und der Gesamtzahl der Asylgesuche erklärt sich bereits aus der Fragestellung: Die erste Zahl betrifft nur Personen, bei denen die Bundespolizei an den deutschen Grenzen unerlaubte Einreisen festgestellt hat und die gegenüber der Bundespolizei dann ein Asylgesuch geäußert haben. Die zweite Zahl betrifft alle Personen, die bei einer Grenzbehörde, der Polizei oder einer Ausländerbehörde um Asyl nachsuchten. Die erste Zahl ist also eine Teilmenge der zweiten Zahl. Die Zahl der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registrierten Asylgesuche nach den zehn wichtigsten visumfreien Herkunftsländern für das Jahr 2024 und das erste Halbjahr 2025 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. 2024 Staatsangehörigkeit Asylgesuche Kolumbien 3.624 Venezuela 2.587 Georgien 2.487 Kosovo 1.946 Nordmazedonien 1.268 Serbien 1.168 Albanien 1.121 Ukraine 744 Moldau, Republik 711 Bosnien und Herzegowina 475 Gesamt 16.936 1. Halbjahr 2025 Staatsangehörigkeit Asylgesuche Georgien 943 Venezuela 918 Kolumbien 887 Serbien 340 Kosovo 322 Moldau, Republik 288 Ukraine 287 Albanien 273 Nordmazedonien 259 Bosnien und Herzegowina 121 Gesamt 4.956 Daten zu Asylsuchenden mit Visum sowie zu nachgeborenen Kindern liegen erst ab der formellen Asylantragstellung vor. Deshalb werden bei den folgenden Daten Informationen zu Asylerstantragstellenden ausgewiesen. Daten zu Asylerstantragstellenden, die mit einem Visum eingereist sind, können den folgenden Tabellen entnommen werden, wobei belastbare Angaben zum bisherigen Jahr 2025 nur bis zum April 2025 vorliegen. Jahr 2024 Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum Syrien 9.301 Türkei 2.422 Afghanistan 2.216 Iran 1.973 Armenien 1.344 Aserbaidschan 1.121 Eritrea 894 Somalia 703 Nigeria 691 Irak 666 Gesamt 31.056 Jan bis Apr 2025 Staatsangehörigkeit Erstantragstellende mit Visum Syrien 1.176 Afghanistan 563 Türkei 559 Iran 384 Armenien 353 China 321 Eritrea 272 Aserbaidschan 263 Pakistan 173 Ägypten 162 Gesamt 6.958 Daten zu in Deutschland nachgeborenen Kindern im Alter von 0 bis unter 1 Jahr unter den Asylerstantragstellenden können den folgenden Tabellen entnommen werden. Jahr 2024 Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder Syrien 7.211 Afghanistan 2.269 Türkei 2.150 Irak 1.683 Eritrea 1.212 Somalia 839 Ungeklärt 627 Guinea 475 Nigeria 456 Russische Föderation 420 Gesamt 21.270 1. Halbjahr 2025 Staatsangehörigkeit Nachgeborene Kinder Syrien 2.720 Afghanistan 1.099 Türkei 928 Irak 785 Eritrea 518 Somalia 384 Guinea 249 Ungeklärt 229 Russische Föderation 208 Nigeria 202 Gesamt 8.982 Weitere Daten im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor.  2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) in Anwendung der GFK im ersten Halbjahr 2025 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus (bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)? Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 1. Halbjahr 2025 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG Familienflüchtlingsschutz nach § 26 Absatz 5 AsylG staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung Herkunftsländer gesamt 16.748 7.424 6.731 3.030 2.011 1.507 darunter: Syrien 4 3 1 0 0 0 Afghanistan 7.846 3.232 3.580 2.195 755 403 Türkei 2.473 820 1.482 182 84 74 Irak 870 688 73 59 101 70 Somalia 1.249 534 70 66 587 528 1. Halbjahr 2025 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG Familienflüchtlingsschutz nach § 26 Absatz 5 AsylG staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung davon geschlechtsspez. Verfolgung Russische Föderation 171 69 84 28 13 12 Eritrea 1.142 1.129 5 0 1 1 Iran 1.387 312 979 283 47 43 Guinea 346 137 28 27 163 157 Kolumbien 5 3 0 0 2 1 Venezuela 38 16 17 3 3 3 Ungeklärt 42 23 7 0 7 3 Georgien 2 2 0 0 0 0 Algerien 15 5 6 6 3 3 Vietnam 3 3 0 0 0 0 b) Wie viele der Anerkennungen im genannten Zeitraum waren Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung, Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz – differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 1. Halbjahr 2025 § 26 AsylG Anerkennung § 26 Absatz 5 i. V. m. § 3 Absatz 1 AsylG § 26 Absatz 5 i. V. m. § 4 Absatz 1 AsylG davon in DE geborene Kinder davon in DE geborene Kinder davon in DE geborene Kinder Herkunftsländer gesamt 324 79 7.424 2.518 755 367 darunter: Syrien - - 3 1 1 1 Afghanistan 123 16 3.232 726 65 42 Türkei 45 13 820 172 38 1 Irak 3 3 688 466 100 58 Somalia 17 2 534 231 105 36 Russische Föderation 5 3 69 13 32 6 Eritrea 35 21 1.129 533 213 124 Iran 24 6 312 77 23 2 Guinea 10 2 137 83 28 21 Kolumbien - - 3 - - - Venezuela 5 - 16 2 3 - Ungeklärt 2 1 23 17 16 12 Georgien - - 2 - 2 - Algerien - - 5 1 - - Vietnam - - 3 - - - c) Wie viele der Asylsuchenden im genannten Zeitraum verfügten zum Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel (welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele von ihnen hatten einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten? Zum Stichtag 31. Juli 2025 waren im Ausländerzentralregister (AZR) 8 977 Personen erfasst, die im 1. Halbjahr 2025 einen Asylantrag gestellt haben, während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen. 1 484 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem Schutzberechtigten. Die weiteren Angaben können den nachstehenden Tabellen entnommen werden. Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2025 Gesamt 8.977 darunter Afghanistan 4.104 Syrien 1.222 Türkei 575 Somalia 434 Irak 315 Eritrea 205 Iran 194 Guinea 163 Ungeklärt 158 Russische Föderation 157 Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlagen 1. Halbjahr 2025 Gesamt 8.977 davon Aufenthaltserlaubnis (AE) – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 3.480 AE – familiäre Gründe 1.484 AE – Ausbildung 62 AE – Erwerbstätigkeit 19 Sonstige Aufenthaltsrechte 61 Duldungen 3.871 d) Wie viele der im genannten Zeitraum vom BAMF zugesprochenen Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen des Familienschutzes (bitte nach Schutzstatus und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen zum Familienschutz nach Herkunftsländern (HKL) können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Zeitraum: 1. Halbjahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 I AsylG Subsidiärer Schutz § 4 I AsylG ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz mit Familienschutz Alle HKL 1.284 1.608 9.324 16.748 1.879 2.634 Syrien - - 1 4 11 12 Afghanistan 449 572 4.614 7.846 167 232 Türkei 87 132 1.653 2.473 87 125 Zeitraum: 1. Halbjahr 2025 Asylberechtigung Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz § 3 I AsylG Subsidiärer Schutz § 4 I AsylG ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz mit Familienschutz ohne Familienschutz mit Familienschutz Irak 11 14 182 870 41 141 Somalia 190 207 715 1.249 161 266 Russische Föd. 41 46 102 171 49 81 Eritrea 1 36 13 1.142 110 323 Iran 82 106 1.075 1.387 92 115 Guinea 141 151 209 346 82 110 Kolumbien 5 5 2 5 - - Venezuela 30 35 22 38 22 25 Ungeklärt - 2 19 42 67 83 Georgien 1 1 - 2 - 2 Algerien 1 1 10 15 1 1 Vietnam 1 1 - 3 1 1  3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung zu den Rechtsgrundlagen der im ersten Halbjahr 2025 durch das BAMF bzw. durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten subsidiären Schutzstatus machen (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw. Nummer 3 AsylG, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie ist es zu erklären, dass die Aufsummierung der laut Bundesregierung vom BAMF nach unterschiedlicher Rechtsgrundlage erteilten subsidiären Schutzstatus (vgl. Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 20/14923) nicht 100 Prozent ergibt, sondern für das Jahr 2024 nur 90,1 Prozent? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, wobei nachfolgend erstmals auch die Kategorie „subsidiärer Familienschutz § 4 I AsylG“ aufgeführt wird. A sy le nt sc he id un ge n de s B A M F: 1. H al bj ah r 20 25 Su bs id iä re r Sc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 1 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 2 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 3 A sy lG su bs id iä re r Fa m ili en - sc hu tz § 4 I A sy lG G es am t ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l St aa ts an ge hö rig ke ite n ge sa m t 2. 63 4 6 0, 2 % 98 7 37 ,5 % 88 6 33 ,6 % 75 5 28 ,7 % da ru nt er : A fg ha ni st an 23 2 1 0, 4 % 16 6 71 ,6 % - 0, 0 % 65 28 ,0 % So m al ia 26 6 - 0, 0 % 15 9 59 ,8 % 2 0, 8 % 10 5 39 ,5 % Su da n 49 0 - 0, 0 % 7 1, 4 % 47 3 96 ,5 % 10 2, 0 % Er itr ea 32 3 - 0, 0 % 11 0 34 ,1 % - 0, 0 % 21 3 65 ,9 % Ir ak 14 1 - 0, 0 % 40 28 ,4 % 1 0, 7 % 10 0 70 ,9 % G ui ne a 11 0 - 0, 0 % 82 74 ,5 % - 0, 0 % 28 25 ,5 % Je m en 21 5 - 0, 0 % 29 13 ,5 % 17 5 81 ,4 % 11 5, 1 % Ve ne zu el a 25 - 0, 0 % 22 88 ,0 % - 0, 0 % 3 12 ,0 % Ir an 11 5 3 2, 6 % 89 77 ,4 % - 0, 0 % 23 20 ,0 % N ig er ia 13 - 0, 0 % 3 23 ,1 % - 0, 0 % 10 76 ,9 % Tü rk ei 12 5 - 0, 0 % 87 69 ,6 % - 0, 0 % 38 30 ,4 % U ng ek lä rt 83 - 0, 0 % 2 2, 4 % 65 78 ,3 % 16 19 ,3 % R us si sc he F öd . 81 - 0, 0 % 49 60 ,5 % - 0, 0 % 32 39 ,5 % Pe rs . a us p al äs tin en si - sc he n G eb ie te n (n ic ht al s S ta at a ne rk an nt ) 79 - 0, 0 % 5 6, 3 % 73 92 ,4 % 1 1, 3 % Ä th io pi en 26 2 7, 7 % 6 23 ,1 % - 0, 0 % 18 69 ,2 % A sy le nt sc he id un ge n in fo lg e ge ric ht lic he r Ü be rp rü fu ng : 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 Su bs id iä re r Sc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 1 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 2 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 3 A sy lG su bs id iä re r Fa m ili en - sc hu tz § 4 I A sy lG G es am t ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l St aa ts an ge hö rig ke ite n ge sa m t 45 9 14 3, 1 % 30 5 66 ,3 % 12 6 27 ,5 % 14 3, 1 % da ru nt er : Er itr ea 10 1 5 5, 0 % 94 93 ,1 % 2 2, 0 % - 0, 0 % R us si sc he F öd . 64 3 4, 7 % 59 92 ,2 % 2 3, 1 % - 0, 0 % Ir ak 50 - 0, 0 % 46 92 ,0 % - 0, 0 % 4 8, 0 % 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 Su bs id iä re r Sc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 1 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 2 A sy lG su bs id iä re r Sc hu tz ge m äß § 4 I N um m er 3 A sy lG su bs id iä re r Fa m ili en - sc hu tz § 4 I A sy lG G es am t ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l Pe rs . a us p al äs tin en si - sc he n G eb ie te n (n ic ht al s S ta at a ne rk an nt ) 45 1 2, 2 % 1 2, 2 % 40 88 ,9 % 3 6, 7 % Li ba no n 36 0, 0 % - 0, 0 % 36 10 0, 0 % - 0, 0 % Tü rk ei 30 1 3, 3 % 23 76 ,7 % - 0, 0 % 6 20 ,0 % Je m en 20 1 5, 0 % 6 30 ,0 % 13 65 ,0 % - 0, 0 % U ng ek lä rt 19 - 0, 0 % - 0, 0 % 19 10 0, 0 % - 0, 0 % Sr i L an ka 11 - 0, 0 % 11 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % A fg ha ni st an 11 1 9, 1 % 10 90 ,9 % - 0, 0 % - 0, 0 % Ir an 9 2 22 ,2 % 7 77 ,8 % - 0, 0 % - 0, 0 % G eo rg ie n 9 - 0, 0 % 9 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % Ve ne zu el a 8 - 0, 0 % 8 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % A se rb ai ds ch an 7 - 0, 0 % 7 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % B ur ki na F as o 5 - 0, 0 % 1 20 ,0 % 4 80 ,0 % - 0, 0 %  4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen) wurden im zweiten Halbjahr 2024 wegen signifikant negativer oder signifikant positiver (bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten) Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in Bezug auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in Tabellenform darstellen wie in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 4 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/5709), und welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen (bitte ausführen)? Im Rahmen der Betrachtung des zweiten Halbjahres 2024 wurden innerhalb der bundesweiten Schutzquote (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen) die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50 materiell-rechtliche Entscheidungen (mrE) zu den jeweiligen zehn Hauptherkunftsländern (TOP-10-HKL) in dem genannten Zeitraum getroffen wurden. Für das zweite Halbjahr 2024 wurden insgesamt 61 Abweichungen der lokalen Schutzquote (ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen) von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Afghanistan, Türkei, Somalia, Irak, Russische Föderation, Iran, „Ungeklärt“ und Eritrea betrachtet. Es handelt sich um 37 Abweichungen unterhalb und 24 Abweichungen oberhalb der bundesweiten Schutzquote. Hinsichtlich der übrigen Top-10-HKL Syrien und Kolumbien wurden keine relevanten Abweichungen festgestellt. Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bundesweiten Schutzquote (d. h. die größte Überschreitung sowie die größte Unterschreitung) festgestellt worden sind, wurden um Plausibilisierung der Abweichungen gebeten. Nähere Einzelheiten können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2024 anhand überschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2025). TOP-10-HKL/OrgE Afghanistan (15.877 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 89,2 %) Irak (3.554 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 34,3 %) Russische Föd. (2.199 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 9,4 %) Türkei (18.956 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 12,1 %) AS Bremen im AZ, LAS 85 (100 %) AS Braunschweig 64 (71,9 %) AS Oldenburg 93 (100 %) AS Bonn im AZ 85 (21,7 %) AS Trier im AZ, LAS 575 (40,7 %) TOP-10-HKL/OrgE Ungeklärt (1.144 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 81,2 %) Iran (3.324 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 35,2 %) AS Bochum, LAS 58 (96,6 %) AS Suhl im AZ 86 (72,1 %) Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2024 anhand unterschreitender Abweichungen von 10 Prozentpunkten oder mehr und Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2025): TOP-10-HKL/OrgE Afghanistan (15.877 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 89,2 %) Türkei (18.956 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 12,1 %) Somalia (1.953 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 89,5 %) Irak (3.554 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 34,3 %) AS Lebach in AnkER 119 (53,8 %) AS Deggendorf in AnkER 155 (1,3 %) AS Eisenhüttenstadt, LAS 152 (46,7 %) AS Frankfurt/Flughafen 60 (3,3 %) TOP-10-HKL/OrgE Iran (3.324 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 35,2 %) Ungeklärt (1.144 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 81,2 %) Eritrea (1.653 mrE; Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen 83,4 %) AS Bamberg in AnkER 61 (9,8 %) AS Zirndorf in AnkER 52 (71,2 %) Dienstleistungszentrum Abt. 5 54 (68,5 %) Seitens der OrgE wurde als Hauptursache für eine Abweichung der lokalen Schutzquote von der entsprechenden bundesweiten Schutzquote die Verteilung der Verfahren benannt. Maßgebliche Auswirkungen auf die lokale Schutzquote haben Verfahren, in denen eine Ableitung des Schutzes im Rahmen von Familienasyl, abgeleitetem Flüchtlingsschutz bzw. abgeleitetem subsidiären Schutz in Betracht kommt. Ebenfalls waren persönliche Merkmale der Antragstellenden bestimmend (z. B. Ethnie, Volkszugehörigkeit, Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie Herkunftsregion je nach Herkunftsland). Diese im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen der OrgE wurden erneut einer systematischen Überprüfung unterzogen. Dabei wurde die Plausibilität der abgegebenen Stellungnahmen unter Berücksichtigung der bundesweiten Entscheidungspraxis sowie der zum Zeitpunkt der Entscheidung gültigen Herkunftsländer-Leitsätze betrachtet.  5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten Schutzquoten und absoluten Entscheidungszahlen für die Herkunftsländer Afghanistan, Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und die Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach kurdischer bzw. türkischer Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im ersten Halbjahr 2025, differenziert nach BAMF-Organisationseinheiten (bitte jeweils nur diejenigen zehn Organisationseinheiten auflisten, die im Vergleich zur bundesweiten bereinigten Schutzquote die höchsten bzw. niedrigsten Schutzquoten aufwiesen bei mindestens 50 Entscheidungen)? Erneut wird darauf hingewiesen, dass eine Aussagekraft von Schutzquotenabweichungen (Vergleich der lokalen Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen einzelner Organisationseinheiten mit der entsprechenden Gesamtschutzquote) nur unter der Prämisse angenommen werden kann, dass der Beurteilung repräsentative Daten zu Grunde liegen (statistische Evidenz). Im Rahmen der halbjährlichen Schutzquotenanalyse des BAMF wird eine Repräsentativität erst bei einer halbjährlichen Entscheidungsmenge i. H. v. mindestens 50 materiell-rechtlichen Entscheidungen je Herkunftsland und Organisationseinheit angenommen. Zudem muss die identifizierte Abweichung der o. g. lokalen Schutzquote von der entsprechenden bereinigten Gesamtschutzquote mindestens zehn Prozentpunkte betragen. Sind diese Parameter nicht erfüllt, ist in Ermangelung der entsprechenden Aussagekraft eine Ableitung valider Erkenntnisse nicht möglich. Die diesbezüglichen Schutzquotenabweichungen sind als statistischer Effekt zu betrachten und daher als Beurteilungsgrundlage nicht geeignet. Unter Beachtung der vorgenannten Relevanzschwelle ergibt sich bei einer Vielzahl der nachfolgend aufgeführten OrgE keine statistische Evidenz: Hinsichtlich des HKL Irak befinden sich fünf der 20 dargestellten OrgE unterhalb der Relevanzschwelle; hinsichtlich des HKL Iran sind es neun der 20 dargestellten OrgE. Beim HKL Eritrea befinden sich neun der 14 abgebildeten OrgE nicht innerhalb der Relevanzschwelle, während dies hinsichtlich des HKL Somalia auf zwölf der 20 dargestellten OrgE zutrifft. Bezüglich des HKL Nigeria sind lediglich zwei der 14 dargestellten OrgE statistisch relevant, während hinsichtlich des HKL Russische Föderation alle dargestellten OrgE außerhalb der Relevanzschwelle liegen. Auch mit Blick auf das HKL Türkei befinden sich 17 der 20 dargestellten OrgE außerhalb der Relevanzschwelle. Die OrgE, die unterhalb der Relevanzschwelle liegen, sind im Folgenden entsprechend markiert. Die weiteren Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden. OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Afghanistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 28.895 22.646 60,3 % darunter: AS Braunschweig 2 im AZ 57 53 90,6 % 30,2 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 537 490 89,2 % 28,9 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 1.501 1.351 85,0 % 24,6 % AS Braunschweig 167 158 81,0 % 20,7 % AS Bremen im AZ, LAS 180 173 76,9 % 16,6 % AS Hamburg im AZ, LAS 991 943 75,8 % 15,5 % AS Bramsche im AZ 499 469 75,1 % 14,7 % AS Sigmaringen 202 188 73,4 % 13,1 % AS Oldenburg 119 109 73,4 % 13,1 % AS Freiburg 117 95 72,6 % 12,3 % AS Düsseldorf 428 409 46,7 % -13,6 % AS Essen 458 441 44,9 % -15,4 % AS Zirndorf in AnkER 433 420 44,8 % -15,6 % AS Ellwangen 204 192 44,3 % -16,1 % AS Chemnitz im AZ, LAS 477 466 42,9 % -17,4 % AS Mönchengladbach im AZ 307 293 41,3 % -19,0 % AS Dresden in AnkER 264 252 39,7 % -20,6 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Afghanistan Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten AS Leipzig im AZ 317 287 34,5 % -25,8 % AS Deggendorf in AnkER 355 345 32,5 % -27,9 % AS Lebach in AnkER, LAS 465 454 27,1 % -33,2 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Irak Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 7.398 4.869 26,1 % darunter: AS Braunschweig 142 125 66,4 % 40,3 % AS Karlsruhe, LAS 124 90 58,9 % 32,8 % x AS Zirndorf in AnkER 84 47 51,1 % 25,0 % AS Oldenburg 110 89 50,6 % 24,5 % AS Bielefeld im AZ 235 197 41,6 % 15,5 % AS Friedland, LAS 69 56 41,1 % 15,0 % AS Bochum, LAS 279 242 37,2 % 11,1 % x AS Hamburg im AZ, LAS 121 84 33,3 % 7,2 % x AS Bramsche im AZ 252 215 33,0 % 6,9 % x AS Gießen im AZ, LAS 195 145 31,7 % 5,6 % AS Unna im AZ 172 149 14,8 % -11,3 % Dienstleistungszentrum Abteilung 4 171 157 14,6 % -11,4 % AS Mönchengladbach im AZ 170 130 14,6 % -11,5 % AS Neumünster, LAS 495 375 12,8 % -13,3 % AS Heidelberg im AZ 263 188 12,2 % -13,8 % AS Dresden in AnkER 103 75 12,0 % -14,1 % AS Halberstadt im AZ, LAS 87 67 10,4 % -15,6 % AS Chemnitz im AZ, LAS 195 178 9,0 % -17,1 % x AS Eisenhüttenstadt, LAS 53 37 8,1 % -18,0 % AS Speyer 64 51 7,8 % -18,2 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Iran Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 7.567 6.434 25,8 % darunter: AS Gießen im AZ, LAS 379 354 58,2 % 32,4 % AS Speyer 79 76 56,6 % 30,8 % AS Suhl im AZ 143 134 54,5 % 28,7 % AS Halberstadt im AZ, LAS 106 81 51,9 % 26,1 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Iran Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten AS Regensburg in AnkER 261 220 50,9 % 25,1 % AS Heidelberg im AZ 160 144 38,9 % 13,1 % x AS Bochum, LAS 252 236 35,6 % 9,8 % x AS Bremen im AZ, LAS 119 114 34,2 % 8,4 % x AS Karlsruhe, LAS 55 43 32,6 % 6,8 % x AS Leipzig im AZ 66 62 32,3 % 6,5 % x AS Berlin, LAS 492 465 18,3 % -7,5 % x AS Neumünster, LAS 494 458 17,5 % -8,3 % x AS Bielefeld im AZ 135 126 17,5 % -8,3 % x AS Berlin im AZ 249 225 17,3 % -8,5 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 4 317 304 16,1 % -9,7 % AS Zirndorf in AnkER 121 99 15,2 % -10,6 % AS Mönchengladbach im AZ 306 293 14,3 % -11,5 % AS Düsseldorf 394 365 12,3 % -13,5 % AS Bamberg in AnkER 109 104 10,6 % -15,2 % AS Essen 301 287 9,4 % -16,4 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Eritrea Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 2.278 2.014 77,7 % darunter: AS Büdingen 94 90 94,4 % 16,7 % AS Bielefeld im AZ 75 72 88,9 % 11,2 % x AS Karlsruhe, LAS 80 75 86,7 % 9,0 % x AS Halberstadt im AZ, LAS 62 62 85,5 % 7,8 % x AS Trier, LAS 53 51 84,3 % 6,6 % x AS Eisenhüttenstadt, LAS 66 63 84,1 % 6,4 % x AS Hamburg im AZ, LAS 118 111 82,9 % 5,2 % x AS Neumünster, LAS 87 80 77,5 % -0,2 % x AS Bochum, LAS 75 71 76,1 % -1,6 % x AS Deggendorf in AnkER 93 87 72,4 % -5,3 % x AS Düsseldorf 74 72 70,8 % -6,9 % AS Bonn im AZ 64 63 66,7 % -11,0 % AS Gießen im AZ, LAS 190 174 59,8 % -17,9 % Dienstleistungszentrum Abteilung 5 116 111 57,7 % -20,0 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Somalia Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 5.213 3.711 84,6 % darunter: AS Neustadt 86 80 97,5 % 12,9 % AS Bramsche im AZ 83 75 97,3 % 12,7 % AS Speyer 168 162 95,7 % 11,1 % AS Bremen im AZ, LAS 94 87 95,4 % 10,8 % x AS Hamburg im AZ, LAS 137 125 94,4 % 9,8 % x AS Büdingen 129 122 94,3 % 9,6 % x AS Bonn im AZ 136 131 93,1 % 8,5 % x AS Schweinfurt in AnkER 287 227 92,5 % 7,9 % x AS München 52 49 91,8 % 7,2 % x AS Düsseldorf 130 120 91,7 % 7,1 % x AS Karlsruhe, LAS 73 66 84,8 % 0,2 % x AS Unna im AZ 68 66 84,8 % 0,2 % x AS Bielefeld im AZ 90 89 83,1 % -1,5 % x AS Trier, LAS 179 164 79,9 % -4,7 % x AS Essen 94 90 75,6 % -9,1 % x AS Schwerin im AZ, LAS 117 104 75,0 % -9,6 % AS Mönchengladbach im AZ 103 96 66,7 % -17,9 % AS Berlin, LAS 296 287 63,8 % -20,9 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 105 95 58,9 % -25,7 % AS Leipzig im AZ 117 104 45,2 % -39,4 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Nigeria Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 2.432 1.505 16,7 % darunter: AS Karlsruhe, LAS 86 53 43,4 % 26,7 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 4 52 45 26,7 % 9,9 % x AS Bielefeld im AZ 53 41 24,4 % 7,6 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 5 170 90 23,3 % 6,6 % x AS Bonn im AZ 115 101 19,8 % 3,1 % x AS Bochum, LAS 119 104 18,3 % 1,5 % x AS Mönchengladbach im AZ 73 58 17,2 % 0,5 % x AS Unna im AZ 74 65 15,4 % -1,4 % x AS Essen 72 58 13,8 % -3,0 % x AS Heidelberg im AZ 176 114 13,2 % -3,6 % x AS Düsseldorf 84 67 11,9 % -4,8 % x AS Deggendorf in AnkER 61 43 9,3 % -7,4 % AS München 153 86 4,7 % -12,1 % x AS Leipzig im AZ 51 39 2,6 % -14,2 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Russische Föderation Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 7.261 4.639 6,9 % darunter: x AS Gießen im AZ, LAS 294 266 13,9 % 7,0 % x AS Bochum, LAS 148 128 13,3 % 6,4 % x AS Dresden in AnkER 166 130 11,5 % 4,6 % x AS Heidelberg im AZ 109 78 11,5 % 4,6 % x AS Düsseldorf 113 93 10,8 % 3,8 % x AS Bremen im AZ, LAS 102 82 8,5 % 1,6 % x AS Unna im AZ 79 73 8,2 % 1,3 % x AS Suhl im AZ 187 174 8,0 % 1,1 % x AS Bamberg in AnkER 814 645 7,4 % 0,5 % x AS Mönchengladbach im AZ 92 87 6,9 % 0,0 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 4 65 55 5,5 % -1,5 % x AS Eisenhüttenstadt, LAS 319 212 5,2 % -1,7 % x AS Berlin, LAS 1.075 931 4,9 % -2,0 % x AS Essen 102 96 4,2 % -2,8 % x AS Neumünster, LAS 302 250 1,6 % -5,3 % x AS Trier, LAS 90 66 1,5 % -5,4 % x AS Halberstadt im AZ, LAS 145 129 0,8 % -6,1 % x AS Schwerin im AZ, LAS 206 152 0,0 % -6,9 % x AS Friedland, LAS 122 84 0,0 % -6,9 % x AS Zirndorf in AnkER 77 31 0,0 % -6,9 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Türkei Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 35.432 29.258 9,4 % darunter: AS Trier, LAS 783 725 37,8 % 28,4 % AS Heidelberg im AZ 976 723 32,2 % 22,8 % AS Speyer 354 294 23,1 % 13,7 % x AS Augsburg in AnkER 779 396 16,7 % 7,2 % x AS Bielefeld im AZ 555 492 16,1 % 6,6 % x AS Büdingen 463 401 15,7 % 6,3 % x AS Mönchengladbach im AZ 410 392 14,5 % 5,1 % x AS Halberstadt im AZ, LAS 493 235 14,5 % 5,0 % x AS Bochum, LAS 946 871 13,7 % 4,2 % x AS Deggendorf in AnkER 546 485 13,4 % 4,0 % x AS Frankfurt/Flughafen 137 132 5,3 % -4,1 % x AS Zirndorf in AnkER 1.438 1.176 4,7 % -4,8 % x AS Oldenburg 424 334 4,5 % -4,9 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 5 1.723 1.520 4,5 % -5,0 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Türkei Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten x AS Jena/Hermsdorf, LAS 427 387 4,4 % -5,0 % x AS Chemnitz im AZ, LAS 559 528 4,4 % -5,1 % x AS Friedland, LAS 424 350 4,3 % -5,1 % x AS Berlin, LAS 2.670 2.451 3,9 % -5,6 % x AS Bramsche im AZ 1.930 1.770 3,5 % -5,9 % x AS Leipzig im AZ 437 354 0,0 % -9,4 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Türkei Volkszughörigkeit Kurden Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 28.889 23.790 3,2 % darunter: x AS Speyer 270 223 12,6 % 9,4 % x AS Heidelberg im AZ 678 461 9,5 % 6,4 % x AS Büdingen 369 317 8,8 % 5,7 % x AS Bremen im AZ, LAS 288 247 7,3 % 4,1 % x AS Trier, LAS 415 372 7,3 % 4,1 % x AS Bochum, LAS 771 706 6,8 % 3,6 % x AS Gießen im AZ, LAS 2.401 2.097 5,9 % 2,8 % x AS Halberstadt im AZ, LAS 418 195 5,1 % 2,0 % x AS Schwerin im AZ, LAS 163 104 4,8 % 1,6 % x AS Hamburg im AZ, LAS 468 389 4,6 % 1,5 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 4 803 772 1,7 % -1,5 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 5 1.573 1.397 1,6 % -1,5 % x AS Chemnitz im AZ, LAS 463 436 1,6 % -1,6 % x AS Dresden in AnkER 150 134 1,5 % -1,7 % x AS Lebach in AnkER, LAS 1.098 1.044 1,3 % -1,8 % x AS Bramsche im AZ 1.686 1.539 1,3 % -1,9 % x AS Ellwangen 247 170 1,2 % -2,0 % x AS Augsburg in AnkER 637 306 1,0 % -2,2 % x AS Zirndorf in AnkER 1.148 920 0,2 % -2,9 % x AS Leipzig im AZ 393 324 0,0 % -3,2 % OrgE unterhalb der Relevanzschwelle 1. Halbjahr 2025 Türkei Volkszughörigkeit Türken Gesamt Materiellrechtliche Entscheidungen Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung formeller Entscheidungen des BAMF Differenz von Gesamtschutz über alle Organisationseinheiten Organisationseinheiten 5.593 4.723 41,1 % darunter: AS Heidelberg im AZ 289 255 73,7 % 32,6 % AS Trier, LAS 358 343 71,4 % 30,3 % AS Augsburg in AnkER 139 89 70,8 % 29,6 % x AS Halberstadt im AZ, LAS 66 38 63,2 % 22,0 % AS Bielefeld im AZ 136 118 58,5 % 17,3 % AS Speyer 72 61 54,1 % 13,0 % AS Bochum, LAS 135 127 52,0 % 10,8 % x Dienstleistungszentrum Abteilung 5 106 88 51,1 % 10,0 % x AS Karlsruhe, LAS 200 152 50,7 % 9,5 % x AS Unna im AZ 138 136 50,0 % 8,9 % x AS Ellwangen 57 41 34,1 % -7,0 % AS Manching in AnkER 66 63 28,6 % -12,6 % AS Neumünster, LAS 100 85 27,1 % -14,1 % AS Zirndorf in AnkER 238 218 24,3 % -16,8 % AS Bramsche im AZ 170 160 23,8 % -17,4 % AS Eisenhüttenstadt, LAS 62 60 23,3 % -17,8 % AS Hamburg im AZ, LAS 97 79 20,3 % -20,9 % AS Suhl im AZ 123 111 19,8 % -21,3 % AS Chemnitz im AZ, LAS 89 86 18,6 % -22,5 % AS Berlin, LAS 397 371 14,3 % -26,9 %  6. Welche ergänzenden Ausführungen kann die Bundesregierung bzw. das BAMF zur Erklärung der auch im Gesamtjahr 2024 regelmäßig und zum Teil deutlich unterdurchschnittlichen bereinigten Schutzquoten in der BAMF-Außenstelle in Eisenhüttenstadt im bundesweiten Vergleich machen, auch vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Forschung hierzu (vgl. https://www.progressives-zentrum.org/wp-content/uploads/2024/ 12/241210_DPZ-und-Uni-Konstanz_Policy-Paper-18_Schneider-et-al_F oederalismus-und-Ungleichheit_final.pdf und Vorbemerkung der Fragesteller, Nachfrage zur Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 20/14923, bitte ausführen)? Ergänzend zu den umfangreichen Ausführungen in der Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 ist erneut zu betonen, dass neben dem verteilungsbedingten Anteil vulnerabler Antragstellender je Außenstelle in der Regel auch der Anteil rein statistischer Aspekte je Außenstelle verteilungsbedingt variiert (so z. B. Anteil der Mehrpersonenakten/Außenstelle, Anteil der Entscheidungen zu abgeleitetem Schutz/Außenstelle etc.). Wie bereits im Rahmen der Ausführungen in der Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 dargelegt, wirken sich diese Parameter statistisch regelmäßig erheblich auf die lokale bereinigte Schutzquote der Außenstellen aus und bedingen dadurch Unterschiede im bundesweiten Vergleich. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass sich vorgenannte verteilungsbedingte Aspekte aufgrund von bundeslandspezifischen Abweichungen von der EASY-Verteilung bei bestimmten Außenstellen über den betreffenden Zeitraum verstetigen. Auch dies manifestiert sich in lokal abweichenden bereinigten Schutzquoten. Vergleiche kumulierter außenstellenspezifischer Ablehnungsquoten sowie Vergleiche von Durchschnittswerten sollten daher stets unter Würdigung der verteilungsbedingten Volatilität/Verstetigung erfolgen. Nicht zuletzt wirkt sich eine geringe Entscheidungsmenge je HKL überproportional auf die lokale bereinigte Schutzquote einer Außenstelle aus (siehe obige Ausführungen zu Frage 5, statistische Evidenz). a) Welche Zahlen liegen dazu vor, dass Asylsuchende aus Afghanistan und Somalia, die der Außenstelle in Eisenhüttenstadt zugewiesen wurden, seltener einer vulnerablen Personengruppe angehören als im bundesweiten Durchschnitt (Nachfrage zur Antwort zu Frage 6 auf Bundestagsdrucksache 20/14923, bitte mit konkreten Daten ausführen), und wie war der Anteil weiblicher Asylsuchender aus Afghanistan bzw. Somalia in Eisenhüttenstadt im Jahr 2024 bzw. im ersten Halbjahr 2025 an allen Asylsuchenden im Vergleich zum jeweiligen bundesweiten Durchschnitt? Eine Vulnerabilität ergibt sich hinsichtlich der vorgenannten HKL nicht ausschließlich hinsichtlich weiblicher Antragstellender, sondern darüber hinaus u. a. bei minderjährigen Antragstellenden. Die Korrelation zwischen einem geringen Anteil vulnerabler Personengruppen je Außenstelle (AS) und einer Unterschreitung der sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote ergibt sich daher in der Regel aus einer Kombination vorgenannter Faktoren. Den nachfolgenden Tabellen ist entsprechend zu entnehmen, dass hinsichtlich beider HKL im Jahr 2024 sowohl der Anteil weiblicher als auch der Anteil minderjähriger Antragstellender in der AS Eisenhüttenstadt unterhalb des jeweiligen Bundeswertes lag. Dies korreliert mit der Unterschreitung der sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote hinsichtlich beider HKL. Anteil minderjähriger Asylsuchender aus Afghanistan und Somalia im Jahr 2024 Jahr 2024 Bundesgebiet Gesamt AS Eisenhüttenstadt Davon minderjährig: Davon minderjährig: HKL Absolut (%) Absolut (%) Afghanistan 36.156 14.689 40,6 % 1.747 607 34,7 % Somalia 7.354 3.250 44,2 % 160 66 41,3 % Anteil weiblicher Asylsuchender aus Afghanistan und Somalia im Jahr 2024 Jahr 2024 Bundesgebiet Gesamt AS Eisenhüttenstadt Davon weiblich: Davon weiblich: HKL Absolut (%) Absolut (%) Afghanistan 36.156 10.843 30,0 % 1.747 497 28,4 % Somalia 7.354 3.048 41,4 % 160 50 31,3 % Anhand der untenstehenden Werte der AS Eisenhüttenstadt lässt sich für das erste Halbjahr 2025 für das HKL Afghanistan nachvollziehen, dass ein im Vergleich zum Bundeswert erhöhter Anteil vulnerabler Personengruppen mit einer Überschreitung der sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote korreliert. Hier liegt sowohl der Anteil minderjähriger Antragstellender als auch der Anteil weiblicher Antragstellender oberhalb des jeweiligen Bundeswertes. Mit Blick auf das HKL Somalia ergeben sich für die AS Eisenhüttenstadt im ersten Halbjahr 2025 sowohl hinsichtlich der minderjährigen als auch hinsichtlich der weiblichen Antragstellenden Werte unterhalb des Bundesvergleich, was in der Konsequenz mit einer Unterschreitung der sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote korreliert. Anteil minderjähriger Asylsuchender aus Afghanistan und Somalia im 1. Hj. 2025 1. Halbjahr 2025 Bundesgebiet Gesamt AS Eisenhüttenstadt Davon minderjährig: Davon minderjährig: HKL Absolut (%) Absolut (%) Afghanistan 15.181 6.827 45,0 % 2.040 1.004 49,2 % Somalia 2.294 1.267 55,2 % 46 18 39,1 % Anteil weiblicher Asylsuchender aus Afghanistan und Somalia im 1. Hj. 2025 1. Halbjahr 2025 Bundesgebiet Gesamt AS Eisenhüttenstadt Davon weiblich: Davon weiblich: HKL Absolut (%) Absolut (%) Afghanistan 15.181 6.458 42,5 % 2.040 1.047 51,3 % Somalia 2.294 989 43,1 % 46 14 30,4 % b) Wie ist es zu erklären, dass ausgerechnet die auf die BAMF- Außenstelle in Eisenhüttenstadt verteilten iranischen Asylsuchenden so viel häufiger unglaubwürdigere Angaben zu ihren Fluchtgründen gemacht haben sollen als im bundesweiten Durchschnitt, vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung zur Erklärung der unterdurchschnittlichen Schutzquote in Bezug auf iranische Geflüchtete in Eisenhüttenstadt auf die Glaubhaftigkeit des Vorbringens bzw. Sachvortrags verweist (vgl. ebd., bitte nachvollziehbar ausführen)? Mit Blick auf obige Ausführungen wird auch vorliegend darauf hingewiesen, dass Vergleiche einzelner OrgE jeweils unter Würdigung verteilungsbedingter Varianzen zu erfolgen haben. Da eine statistische Erfassung der im Rahmen des Asylverfahrens geltend gemachten Fluchtursachen nicht erfolgt, liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor. c) Welchen Anteil machten Entscheidungen zum abgeleiteten Schutz bei irakischen Asylsuchenden in Eisenhüttenstadt im Jahr 2024 an allen Entscheidungen aus, und wie war der bundesweite Vergleichswert? Der nachfolgenden Übersicht ist zu entnehmen, dass der Anteil der Entscheidungen zu abgeleitetem Schutz in der AS Eisenhüttenstadt im Jahr 2024 deutlich unterhalb des Bundeswertes liegt. Dies wirkt sich entsprechend auf die lokale Schutzquote aus. Anteil abgeleiteter Familienschutz irakischer Asylsuchender im Jahr 2024 Jahr 2024 Entscheidungen Bundesgebiet Gesamt Entscheidungen AS Eisenhüttenstadt Davon abgel. Familienschutz Davon abgel. Familienschutz HKL Absolut (%) Absolut (%) Irak 11.397 1.705 15,0 % 242 5 2,1 %  7. Asylsuchende welcher Herkunftsstaaten erhielten im ersten Halbjahr 2025 zu weniger als 20 Prozent vom BAMF einen internationalen Schutzstatus (bitte die 15 zahlenmäßig stärksten dieser Herkunftsländer mit den jeweiligen Schutzquoten und den absoluten Zahlen der Asylgesuche auflisten sowie die Gesamtzahl dieser Asylsuchenden mit unter 20-prozentiger Anerkennungschance nennen), und welche Herkunftsländer unterschritten die 20-Prozent-Marke nur deshalb, weil ein nationaler Abschiebungsschutz bei der Berechnung der Schutzquote nicht berücksichtigt wird? Das Herkunftsland Guinea unterschreitet die 20-Prozent-Marke im Sinne der zweiten Teilfrage. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Staatsangehörigkeit Asylanträge Schutzquote (ohne Abschiebungsverbote gemäß § 60 V/VII AufenthG) Gesamt 51.791 5,8 % darunter: Syrien* 15.127 0,1 % Türkei 7.693 7,7 % Irak 2.635 13,9 % Russische Föderation 2.145 4,1 % Georgien 1.280 0,3 % Guinea 1.269 18,2 % Algerien 1.155 1,1 % Venezuela 1.087 3,6 % Kolumbien 1.078 0,4 % Ungeklärt 1.070 5,3 % Nigeria 904 4,2 % China 886 7,6 % Vietnam 875 0,6 % Moldau, Republik 864 - Pakistan 733 7,2 % * Hinweis: Der seit dem 9. Dezember 2024 geltende temporäre Verfahrensaufschub für Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger führt zu einem Rückgang der Schutzquote mit entsprechenden Auswirkungen auf die Gesamtschutzquote. Derzeit werden infolge besonderer Regelungen hauptsächlich Entscheidungen über Asylanträge syrischer Staatsangehöriger getroffen, die ohne die Bewertung der Lage in Syrien erfolgen können (formelle Entscheidungen). a) Wie lauten diese Zahlen, wenn statt der „unbereinigten“ die um formelle Entscheidungen bereinigten Schutzquoten herangezogen werden? Wenn anstelle der umfassenden Gesamtschutzquote eine Quote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und ohne Beteiligung von Abschiebungsverboten gemäß § 60 Absatz 5 und 7 AufenthG herangezogen werden würde, ergäben sich folgende Werte. Staatsangehörigkeit Asylanträge Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und ohne Beteiligung von Abschiebungsverboten gemäß § 60 V/VII AufenthG Gesamt 31.013 6,9 % darunter: Türkei 7.693 9,3 % Russische Föderation 2.145 6,4 % Georgien 1.280 0,4 % Algerien 1.155 2,6 % Venezuela 1.087 3,8 % Staatsangehörigkeit Asylanträge Schutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen und ohne Beteiligung von Abschiebungsverboten gemäß § 60 V/VII AufenthG Kolumbien 1.078 0,4 % Nigeria 904 6,8 % China 886 11,9 % Vietnam 875 1,0 % Moldau, Republik 864 - Pakistan 733 10,1 % Nordmazedonien 680 - Marokko 659 4,6 % Armenien 642 0,9 % Serbien 607 0,2 % b) Bei welchen relevanten Herkunftsländern lag die Schutzquote des BAMF für das Jahr 2024 deutlich unterhalb des EU- Durchschnittswerts für diese Länder (z. B.: Schutzquoten nur halb so hoch oder 25 Prozent unterhalb des Durchschnittswerts), und wie ist das aus Sicht der Bundesregierung bzw. des BAMF gegebenenfalls jeweils zu erklären (bitte ausführen)? Aus Gründen der Vergleichbarkeit wird als Datenquelle für die Quoten des internationalen Schutzes sowohl für die Europäische Union (EU) insgesamt als auch für Deutschland auf die Daten von Eurostat (Statistikamt der EU) zurückgegriffen. Aufgeführt sind Herkunftsländer, bei denen die Quote des internationalen Schutzes in Deutschland nur maximal halb so hoch ist wie die EU- Durchschnittswerte für diese Herkunftsländer. Dabei werden nur Herkunftsländer mit einer Entscheidungszahl in Deutschland von mehr als 1 000 Entscheidungen im Jahr 2024 aufgeführt (absteigend sortiert nach Zahl der Entscheidungen). Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Staatsangehörigkeit Quote internationaler Schutzstatus EU-27 Deutschland Georgien 4,0 % 0,1 % Kolumbien 4,7 % 0,2 % Russische Föderation 22,4 % 8,4 % Nordmazedonien 0,5 % 0,0 % Serbien 1,0 % 0,2 % Tunesien 4,8 % 2,0 % Moldau 1,1 % 0,0 % Nigeria 16,2 % 6,5 % Kosovo 5,1 % 0,2 % Algerien 8,9 % 2,2 % Albanien 4,6 % 0,5 % Armenien 2,3 % 0,4 % Indien 1,8 % 0,5 % Bosnien-Herzegowina 1,3 % 0,2 % Es ist festzustellen, dass mit Ausnahme der Russischen Föderation die Quoten internationalen Schutzes für Deutschland lediglich bei einigen Herkunftsländern mit einer Schutzquote von deutlich unter 20 Prozent nur halb so hoch ausfallen wie im EU-Durchschnitt.  8. Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten Entscheidungszahlen zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das erste Halbjahr 2025 in absoluten und relativen Zahlen (bitte jeweils auch nach den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw. sonstigen Erledigungen differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. E nt sc he id un ge n üb er A sy la nt rä ge v on w ei bl ic he n un d m än nl ic he n A nt ra gs te lle nd en a us A fg ha ni st an Z ei tr au m & G es ch le ch t A sy lb er ec ht ig un g A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 A bs at z 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sv er - bo t § 6 0 A bs ät ze 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en (u nb eg r./ of fe ns . un be gr .) So ns tig e Ve rf ah - r e ns er le di gu ng en H J 20 25 G es am t ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l M än nl ic h 23 .1 14 13 5 0, 6 % 3. 69 5 16 ,0 % 13 7 0, 6 % 4. 93 9 21 ,4 % 8. 98 0 38 ,9 % 5. 22 8 22 ,6 % W ei bl ic h 5. 78 1 43 7 7, 6 % 4. 15 1 71 ,8 % 95 1, 6 % 72 1, 2 % 5 0, 1 % 1. 02 1 17 ,7 % E nt sc he id un ge n üb er A sy la nt rä ge v on w ei bl ic he n un d m än nl ic he n A nt ra gs te lle nd en a us d em Ir an Z ei tr au m & G es ch le ch t A sy lb er ec ht ig un g A rt ik el 1 6a G G Fl üc ht lin gs sc hu tz § 3 A bs at z 1 A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz § 4 A bsa tz 1 A sy lG A bs ch ie bu ng sv er - bo t § 6 0 A bs ät ze 5 un d 7 A uf en th G A bl eh nu ng en (u nb eg r./ of fe ns . un be gr .) So ns tig e Ve rf ah - r e ns er le di gu ng en H J 20 25 G es am t ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l M än nl ic h 4. 65 8 55 1, 2 % 79 8 17 ,1 % 41 0, 9 % 18 0, 4 % 2. 95 8 63 ,5 % 78 8 16 ,9 % W ei bl ic h 2. 90 9 51 1, 8 % 58 9 20 ,2 % 74 2, 5 % 33 1, 1 % 1. 81 7 62 ,5 % 34 5 11 ,9 % a) Wie erklärt und bewertet es die Bundesregierung, dass im Jahr 2024 fast die Hälfte der weiblichen Asylsuchenden aus dem Iran vom BAMF abgelehnt wurde (vgl. Antwort zu Frage 9 auf Bundestagsdrucksache 20/14923), trotz der systematischen Diskriminierung von Frauen im Iran und obwohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit Urteil vom 11. Juni 2024 (C-646/21) befunden hat, dass eine Flüchtlingsanerkennung auch dann in Betracht kommt, wenn sich Frauen und Mädchen infolge ihres Aufenthalts im Aufnahmeland mit dem Grundwert der Gleichheit der Geschlechter identifizieren und deshalb im Herkunftsland Verfolgung droht, und welche internen Vorgaben oder Hinweise zur Umsetzung dieses Urteils des EuGH, insbesondere auch mit Blick auf den Iran, hat es im BAMF gegeben (bitte so ausführlich wie möglich darlegen)? Bei der asylrechtlichen Prüfung handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte des jeweiligen Verfahrens. Insbesondere die Prüfung der Identifikation mit dem Grundwert der Gleichheit der Geschlechter im Aufnahmeland bedarf einer Prüfung im Einzelfall. Die EuGH- Entscheidung vom 11. Juni 2024, Rs. C-646/21, wurde in den internen Vorgaben des BAMF umgesetzt; insbesondere wird das Thema Verstoß gegen Werte und Normen inklusive „Verwestlichung“ berücksichtigt. Soweit Antragstellerinnen im Asylverfahren vortragen, sich im Zuge ihres Aufenthalts im Bundesgebiet oder in einem anderen Mitgliedstaat mit dem Grundwert der Gleichheit von Frauen und Männern tatsächlich identifiziert zu haben (sogenannte Verwestlichung), erfolgt stets eine individuelle Prüfung, ob im konkreten Einzelfall die Voraussetzungen für eine Schutzgewährung vorliegen. b) Wie bewertet es die Bundesregierung und welche Konsequenzen werden daraus gegebenenfalls gezogen, dass nach Berechnungen der Fragesteller fast die Hälfte (47,6 Prozent) der BAMF-Bescheide zu iranischen Asylsuchenden von den Verwaltungsgerichten im Jahr 2024 als rechtswidrig aufgehoben wurde, wenn eine inhaltliche und keine formelle Entscheidung erging (vgl. Antwort zu Frage 24 auf Bundestagsdrucksache 20/14923), welche Erklärung hat die Bundesregierung für die ebenfalls sehr hohe bereinigte Aufhebungsquote bei Asylsuchenden aus dem Irak (44,9 Prozent, ebd.), und welchen Korrekturbedarf für die Entscheidungspraxis des BAMF sieht die Bundesregierung angesichts dieser überdurchschnittlich hohen gerichtlichen Aufhebungsquoten gegebenenfalls (bitte begründen)? Die der Frage zugrunde liegenden Berechnungen sind nicht nachvollziehbar. Bei Zugrundelegung der Zahlen aus der Antwort zu Frage 24 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 ergeben sich nach den Berechnungen keine Prozentsätze in der angegebenen Größenordnung von 47,6 Prozent bzw. 44,9 Prozent. Grundsätzlich stehen erhöhte gerichtliche Aufhebungsquoten oftmals im Zusammenhang mit einer entscheidungserheblichen Sachverhaltsänderung im Zeitraum zwischen der Entscheidung im Rahmen des Asylverfahrens und der mündlichen Verhandlung des Gerichtsverfahrens. Eine entscheidungserhebliche Sachverhaltsänderung kann beispielsweise in einer Änderung der Lage im Herkunftsland oder in neuem Vortrag während des Klageverfahrens begründet sein.  9. Wie viele Asylverfahren von Asylsuchenden aus palästinensischen Gebieten (z. B. Gaza) sind derzeit anhängig, wie hoch ist die Zahl der diesbezüglich eingelegten bzw. entschiedenen Untätigkeitsklagen, und mit welchen Ergebnissen wurden diese Klagen bislang entschieden (bitte differenziert darstellen), und wie waren die Asylentscheidungen zu diesen Geflüchteten im ersten Halbjahr 2025 (bitte differenzieren)? Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren 689 Asylverfahren mit der Staatsangehörigkeitsbezeichnung „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ beim BAMF anhängig. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 90 Untätigkeitsklagen eingereicht. Im gleichen Zeitraum wurden 134 Untätigkeitsklagen von „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ entschieden. Angaben zu den Entscheidungen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Entscheidung Anzahl Gesamt 134 davon: Formelle Verfahrenserledigung  43 Untätigkeitsklage stattgegeben  91 Das BAMF hat im ersten Halbjahr 2025 insgesamt über 797 Asylanträge von „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ entschieden. Angaben zu den Entscheidungen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Entscheidungen (BAMF) von „Personen aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt)“ im ersten Halbjahr 2025 Gesamt Anerkennung Asylberechtigte (Art. 16a GG) Flüchtlingsschutz § 3 Abs. 1 AsylG Subsidiärer Schutz § 4 Abs. 1 AsylG Abschiebungsverbot § 60 V/VII AufenthG Ablehnungen (unbegr./ offens. unbegr.) Sonstige Verfahrenserledigungen 797 3 30 79 16 42 627 10. Welchen Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung gegebenenfalls angesichts des Umstands, dass über 40 000 Frauen und Mädchen mit afghanischer Staatsangehörigkeit in Deutschland lediglich über den Status eines nationalen Abschiebungsverbots verfügen (vgl. Antwort zu Frage 11 auf Bundestagsdrucksache 20/14923), obwohl ihnen infolge der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (Urteil vom 4. Oktober 2024 in den Rechtssachen C-608 und 609/22) aufgrund der kumulativen Diskriminierungssituation in Afghanistan nach Auffassung der Fragesteller in aller Regel eigentlich ein Flüchtlingsschutz zustünde, und inwiefern und unter welchen Umständen eröffnet nach Auffassung des BAMF das genannte Urteil des EuGH den Betroffenen eine Asylfolgeantragstellung (bitte ausführen), und welche aktuellen Zahlen liegen zum Aufenthaltsstatus und zum Alter weiblicher afghanischer Staatsangehöriger in Deutschland vor (bitte differenziert darstellen)? Die Überprüfung asylrechtlicher Entscheidungen ist durch das in nationales Recht umgesetzte Recht der Europäischen Union geregelt. Im Falle von (teil)ablehnenden beziehungsweise schutzaufhebenden Entscheidungen des BAMF kann der Ausländer Rechtsmittel einlegen. Bestandskräftige Entscheidungen des BAMF können durch das BAMF nur im Rahmen eines Widerrufsbeziehungsweise Rücknahmeverfahrens von Amts wegen überprüft werden, wenn das BAMF Kenntnis von Umständen oder Tatsachen erhält, die einen Widerruf oder eine Rücknahme rechtfertigen könnten (§ 73b AsylG). Im Übrigen setzt die erneute Prüfung der Asylberechtigung und des internationalen Schutzes einen Folgeantrag voraus (§ 71 AsylG). Bei Stellung eines Folgeantrags nach § 71 AsylG ist ein weiteres Asylverfahren durchzuführen, wenn neue Elemente oder Erkenntnisse zutage getreten oder vom Ausländer hervorgebracht worden sind, die mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu einer für den Ausländer günstigeren Entscheidung beitragen und der Ausländer ohne eigenes Verschulden außerstande war, die Gründe für den Folgeantrag im früheren Asylverfahren geltend zu machen. Bei afghanischen Frauen liegen diese Voraussetzungen aufgrund der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (Urteil vom 4. Oktober 2024 in den Rechtssachen C-608/22 und 609/22) regelmäßig vor. Zum Stichtag 31. Juli 2025 hielten sich 162 759 weibliche afghanische Staatsangehörige in Deutschland auf. Von diesen waren 61 588 minderjährig und 101 161 volljährig. Bei zehn Personen war das Alter nicht ermittelbar. Die Verteilung nach aufenthaltsrechtlichem Status kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Gesamt 162.759 darunter: unbefristete Aufenthaltsrechte 10.546 befristete Aufenthaltsrechte 134.644 sonstiges (z. B. Duldung, kein Status gespeichert) 17.569 11. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen bzw. Abschiebungsanordnungen des BAMF gab es im ersten Halbjahr 2025 gegenüber unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesem Zeitraum gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. 1. Hj 2025 Ablehnungen Gesamtergebnis 816 davon Afghanistan 245 Türkei 181 Guinea 115 Iran 31 Somalia 26 Benin 23 Irak 23 Gambia 12 Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 12 Ägypten 11 1. HJ 2025 Abschiebungsandrohung auch in Herkunftsstaat Abschiebungsandrohung nur in Drittstaat Abschiebungsanordnung in sich. Drittstaat Gesamtergebnis 465 0 0 davon: Afghanistan 142 0 0 1. HJ 2025 Abschiebungsandrohung auch in Herkunftsstaat Abschiebungsandrohung nur in Drittstaat Abschiebungsanordnung in sich. Drittstaat Türkei 129 0 0 Guinea 53 0 0 Iran 20 0 0 Somalia 12 0 0 Benin 9 0 0 Irak 12 0 0 Gambia 6 0 0 Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 5 0 0 Ägypten 5 0 0 1. Hj. 2025 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags* Gesamtergebnis 351 davon Afghanistan 103 Türkei 52 Guinea 62 Iran 11 Somalia 14 Benin 14 Irak 11 Gambia 6 Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) 7 Ägypten 6 * Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen trotz Ablehnung des Asylantrags keine Abschiebungsandrohung erfolgte. 12. Wie viele Asylsuchende wurden im ersten Halbjahr 2025 registriert (bitte nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten Asylerstanträge in den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie ist die Zahl der Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen konnten, zum letzten Stand (bitte auch nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten), und gibt es derzeit relevante Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Asylgesuche* Asylerstanträge* Januar 2025 12.350 14.920 Februar 2025 10.230 11.189 März 2025 8.807 8.983 April 2025 8.840 9.108 Mai 2025 7.717 7.916 Juni 2025 6.758 6.860 Januar – Juni 2025 57.671 61.336 * Hinweis: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem Gesamtwert addiert werden. Land Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand: 30.06.2025) Gesamt 6.153 davon Baden-Württemberg 598 Land Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand: 30.06.2025) Bayern 674 Berlin 112 Brandenburg 171 Bremen 34 Hamburg 85 Hessen 269 Mecklenburg-Vorpommern 68 Niedersachsen 382 Nordrhein-Westfalen 884 Rheinland-Pfalz 238 Saarland 27 Sachsen 219 Sachsen-Anhalt 216 Schleswig-Holstein 131 Thüringen 155 Unbekannt* 1.890 * Registrierungen mit Land „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser Registrierung kann oftmals noch kein Land zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung bestimmt. Herkunftsland Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand: 30.06.2025) Gesamt 6.153 Darunter Afghanistan 1.021 Syrien 826 Türkei 504 China 222 Somalia 219 Irak 197 Algerien 186 Russische Föderation 181 Georgien 169 Iran 136 Hinsichtlich der letzten Teilfrage kann davon ausgegangen werden, dass es allgemein keine relevanten Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung gibt. 13. Ist die Antwort zu Frage 15 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 so zu verstehen, dass der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz genauere Informationen dazu hatte, wie viele unerlaubte Einreisen nicht von der Bundespolizei festgestellt werden, sodass er eine Gesamtzahl von 300 000 „irregulären“ Einreisen im Jahr 2023 nennen konnte, obwohl die Bundespolizei nur 127 549 unerlaubte Einreisen registriert hatte (vgl. ebd.), und wenn ja, was sind das für Informationen (bitte ausführen), und wenn nein, wie lautet die Antwort auf die nach Auffassung der Fragesteller dann immer noch unbeantwortet gebliebene Frage, worauf sich Olaf Scholz bei seiner Angabe stützte (bitte ausführen)? Die Bundesregierung äußert sich im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage grundsätzlich nicht zu tagespolitischen Aussagen eines früheren Bundeskanzlers, die dieser ggf. im Rahmen seiner damaligen Amtszeit getätigt hat. 14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im ersten Halbjahr 2025 über keine Identitätspapiere (Reisepässe, Ausweise, Sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach Auffassung des BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die bereinigte Schutzquote im ersten Halbjahr 2025 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren im Zeitraum 01.01.–30.06.2025 Staatsangehörigkeiten Anzahl der Erstantragsteller Anzahl der Antragsteller mit Identitätpapieren* Anzahl der Antragsteller ohne Identitätpapiere* Anteil der Antragsteller ohne Identitätspapiere* Gesamt 61.336 20.191 41.145 67,1 % darunter: Syrien 14.633 4.764 9.869 67,4 % Afghanistan 11.139 3.510 7.629 68,5 % Türkei 6.438 2.519 3.919 60,9 % Irak 2.194 596 1.598 72,8 % Somalia 2.114 185 1.929 91,2 % Russische Föd. 1.712 855 857 50,1 % Eritrea 1.317 116 1.201 91,2 % Iran 1.211 404 807 66,6 % Guinea 1.167 21 1.146 98,2 % Kolumbien 1.043 931 112 10,7 % Venezuela 1.037 923 114 11,0 % Ungeklärt 962 206 756 78,6 % Georgien 915 561 354 38,7 % Algerien 902 50 852 94,5 % Vietnam 848 713 135 15,9 % * Pass, Passersatz, Personalausweis. Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF lag im Zeitraum Januar bis Juni 2025 bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere bei 29,6 Prozent. 15. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2025 mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen, aus welchem Grund werden seit wann keine genaueren Daten zur diesbezüglichen Auslesepraxis mehr erhoben (Nachfrage zur Antwort zu Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 20/14923, vgl. z. B. die umfangreichen Angaben in den Antworten zu den Fragen 14 sowie 14a bis d auf Bundestagsdrucksache 20/8222), und für welchen Zeitraum lagen zuletzt noch genauere Daten hierzu vor (bitte wie in den Antworten zu den Fragen 17 sowie 17a bis c auf Bundestagsdrucksache 20/14923 für den entsprechenden Zeitraum antworten)? Das BAMF hatte in Abstimmung mit dem BMI ein Maßnahmenpaket zur Bewältigung der Asyllage umgesetzt. Gegenstand des Pakets war und ist auch, dass das Auslesen von Handydaten nur noch einzelfallbezogen auf Entscheidung der Entscheiderin oder des Entscheiders erfolgt. Auch die damit verbundene ressourcenintensive Auswertung wurde zeitgleich ab dem Kalenderjahr 2024 ausgesetzt. Das Auslesen mobiler Datenträger ist ein Assistenzsystem, um die Aussagen von Antragstellenden ohne Identitätsdokumente zu ihrer Herkunft und Identität zu plausibilisieren. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine Verifikation der Identität und Staatsangehörigkeit ein für das Asylverfahren ebenso relevantes Ergebnis darstellt wie das Widerlegen bzw. Bestätigen von Aussagen zur Identität und Staatsangehörigkeit. Die Klärung und Feststellung von Identität und Staatsangehörigkeit ist für das Asylverfahren von erheblicher Bedeutung und setzt immer die Durchführung einer persönlichen Anhörung voraus. Die Entscheidung, ob das ressourcenintensive Auslesen und Auswerten von mobilen Datenträgern erfolgt, wird, wie eingangs der Antwort beschrieben, einzelfallbezogen durch die Entscheiderin oder den Entscheider getroffen. Die Erkenntnisse aus dem Auslesen mobiler Datenträger sind lediglich unterstützende Hinweise. Mit Datenstand 7. August 2025 liegt die Anzahl der ausgelesenen mobilen Datenträger für das erste Halbjahr 2025 bei 338. Darüber hinaus kann auch wieder eine Auswertung nach Top-10-HKL erfolgen. Die entsprechenden Daten können der folgenden Tabelle entnommen werden. 1. Halbjahr 2025 Gesamt 338 darunter: Syrien 97 Afghanistan 61 Sudan 45 Türkei 19 Ungeklärt 11 Indien 10 Algerien 10 China 9 Irak 8 Somalia 5 Bezogen auf die Nachfrage zu der Bundestagsdrucksache 20/14923 lagen genauere Angaben zuletzt für den Zeitraum des Jahres 2023 vor. Daher werden entsprechend der Fragen in der vorgenannten Bundestagsdrucksache die nachfolgenden Angaben gemacht: Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 lautete: „In wie vielen Fällen wurden […] mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen und ein Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern auflisten)?“ Im Jahr 2023 wurden insgesamt 12 556 Datenträger erfolgreich ausgelesen und ein Ergebnisbericht erstellt. Diese setzen sich aus 11 888 erfolgreichen Auslesungen aus dem Verwaltungssystem und 668 erfolgreichen Auslesungen der beiden noch nicht an das Verwaltungssystem angeschlossenen Außenstellen (Heidelberg und Bamberg) zusammen. Die Angaben nach den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Staatsangehörigkeit 01.01.–31.12.2023 Syrien 3.708 Afghanistan 3.041 Türkei 1.110 Irak 513 Iran 352 Russische Föderation 240 Jemen 223 Algerien 188 Staatsangehörigkeit 01.01.–31.12.2023 Tunesien 182 Ungeklärt 152 Frage 17a auf Bundestagsdrucksache 20/14923 lautete: „Zu welchem Anteil verfügten […] Asylsuchende, deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?“ Aufgrund des neuen Verwaltungssystems zur Vorgangsbearbeitung beim Auslesen mobiler Daten kann die Frage nur teilweise beantwortet werden, da bestimmte Informationen in dem neuen System nicht mehr hinterlegt sind. Im Gesamtjahr 2023 wurden von ca. 6,9 Prozent der Erstantragstellenden ohne Pass/ Passersatz Datenträgergeräte erfolgreich ausgelesen (alle Außenstellen). Asylbewerbende werden unter Hinweis auf ihre Mitwirkungspflichten gemäß § 15 Absatz 1 AsylG aufgefordert, vorhandene Datenträger herauszugeben. Zwangsmaßnahmen wurden bisher nicht angedroht oder durchgeführt. Frage 17b auf Bundestagsdrucksache 20/14923 lautete: „In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung […] erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, und in wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen Zahlen antworten)?“ Im Jahr 2023 (zum Stand 27. Mai 2024) wurden 4 087 Datenträger- Auswertungsanträge gestellt bzw. Ergebnisberichte angefordert. Davon wurden im gleichen Zeitraum 3 788 (92,7 Prozent) Datenträger-Auswertungen freigegeben und 189 (4,6 Prozent) abgelehnt. Die Differenz in Höhe von 110 Datenträger- Auswertungen (2,7 Prozent) ergibt sich aus den zum Abfragezeitpunkt noch offenen Anträgen, welche noch nicht durch Volljuristen entschieden wurden. Frage 17c auf Bundestagsdrucksache 20/14923 lautete: „In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen Zahlen darstellen)?“ Im Jahr 2023 (zum Stand 27. Mai 2024) waren für die 3 092 freigegebenen Datenträger-Auswertungen 1 622 Ergebnisdokumentationen hinterlegt. Die Anzahl der Ergebnisdokumentationen wird als Bezugsgröße für die unten genannten Prozentsätze herangezogen. Daraus ergeben sich die folgenden Angaben (100 Prozent = 1 622): – ca. 25 Prozent (404): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden, – 1,7 Prozent (28): Bericht stützt Angaben des Antragstellenden nicht, – 73,4 Prozent (1 190): keine verwertbaren Erkenntnisse. 16. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2025 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden im genannten Zeitraum von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen? Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im ersten Halbjahr bei 55,9 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 60,5 Prozent und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 29,9 Prozent. Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im genannten Zeitraum bei 63,3 Prozent, bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 65,4 Prozent, und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 38,9 Prozent. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben. Halbjahr 2025 absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt Asylerstanträge gesamt 61.336 Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 26.026 42,4 % Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 22.380 36,5 % unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 747 1,2 % Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 2.883 4,7 % Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 3.646 5,9 % unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 2.404 3,9 % Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 16 0,0 % 17. Wie viele der Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2025 waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von Asylsuchenden oder Geflüchteten (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden vor. 8 982 Asylerstantragstellende ersten Halbjahr 2025 waren sogenannte „Nachgeborene“, d. h. in Deutschland geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt), davon 2 197 Kinder von Asylberechtigten und 1 892 von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a des Grundgesetzes und § 3 Absatz 1 AsylG). Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 1. Hj. 2025 Absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt Gesamt 8.982 14,6 % darunter: Syrien 2.720 18,6 % Afghanistan 1.099 9,9 % Türkei 928 14,4 % Irak 785 35,8 % Somalia 384 18,2 % Russische Föderation 208 12,1 % 1. Hj. 2025 Absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt Eritrea 518 39,3 % Iran 108 8,9 % Guinea 249 21,3 % Kolumbien 39 3,7 % 18. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen im ersten Halbjahr 2025 (bitte nach den verschiedenen Schutzstatus, Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet, Dublin- Entscheidung, sonstiger Verfahrenserledigung und wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 1. H j. 20 25 E nt sc he id un ge n üb er E rs ta nt rä ge G es am t A ne rk en - nu ng a ls A sy lb er ec htig t ( A rt ike l 1 6a G G u. F am .A sy l) A ne rk en - nu ng a ls Fl üc ht lin g ge m äß § 3 I A sy lG Su bs id iä re r Sc hu tz g em äß § 4 I A sy lG A bs ch ie - bu ng sv er bo t ge m äß § 6 0 V /V II A uf en th G A bl eh - nu ng en (u nb eg r . A bg el eh nt ) A bl eh nu nge n (o ffe ns . un be gr . a bge le hn t) E nt sc he id un - ge n im D ub - lin -V er fa hr en (z . B . § 2 9 I N um m er 1 A sy lG ) so ns tig e Ve rfa hr en se rl ed igu ng en (o hn e D ub lin -E nt - sc he id un ge n) H er ku nf ts lä nd er ge sa m t 2. 52 1 3 17 5 10 3 1. 23 1 79 9 17 5 18 8 da ru nt er Sy rie n 44 - - - 1 1 - 5 37 A fg ha ni st an 1. 19 8 1 64 13 85 1 24 4 1 - 24 So m al ia 35 8 1 82 38 18 5 26 - - 26 G ui ne a 22 8 - 9 16 74 11 5 - - 14 Tü rk ei 20 6 - 2 1 - 17 8 3 - 22 B en in 46 - 2 1 20 21 2 - - G am bi a 32 - - 3 12 12 - - 5 Ä th io pi en 19 - 1 2 4 6 - - 6 Ir ak 38 - 2 1 7 23 - - 5 Ir an 39 1 4 - 2 31 - - 1 Ä gy pt en 13 - - - 1 11 - - 1 A ng ol a 19 - - - 14 5 - - - M al i 13 - - - 8 5 - - - A lg er ie n 18 - - - 1 6 - - 11 U ng ek lä rt 10 - 2 - 1 4 - - 3 19. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2025 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden, die auf den Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei beruhen. Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2025 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) Grenze/Staatsangehörigkeit somalisch afghanisch guineisch ukrainisch syrisch Gesamt Polen 139 43 0 54 1 264 Tschechien 0 2 0 20 5 35 Österreich 11 55 2 10 23 135 Schweiz 28 56 26 3 21 260 Frankreich 14 18 54 6 9 276 Luxemburg 1 1 1 0 4 22 Belgien 0 6 12 0 4 96 Niederlande 4 2 5 3 20 70 Dänemark 0 2 0 1 0 3 keiner Grenze zuzuordnen 3 5 2 0 2 28 Luftgrenze 2 4 0 2 5 27 Seegrenze 0 2 0 0 0 3 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2025 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Übergabe Jugendamt Grenze/Staatsangehörigkeit somalisch afghanisch syrisch guineisch marokkanisch Gesamt Polen 128 35 0 0 0 193 Tschechien 0 1 3 0 0 16 Österreich 11 27 11 2 1 76 Schweiz 17 38 17 22 15 172 Frankreich 5 5 5 11 5 71 Luxemburg 0 1 2 1 7 14 Belgien 0 5 4 10 14 74 Niederlande 1 1 5 0 1 15 Dänemark 0 2 0 0 0 3 keiner Grenze zuzuordnen 3 5 2 2 2 26 Luftgrenze 2 3 4 0 0 15 Seegrenze 0 2 0 0 0 3 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2025 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückweisung Grenze/Staatsangehörigkeit afghanisch ukrainisch algerisch syrisch somalisch Gesamt Polen 6 35 0 1 7 51 Tschechien 0 1 0 0 0 1 Österreich 25 5 0 6 0 42 Schweiz 14 2 13 2 7 65 Frankreich 8 4 4 3 3 72 Luxemburg 0 0 0 2 1 8 Belgien 0 0 2 0 0 14 Niederlande 0 1 7 11 3 35 Dänemark 0 0 0 0 0 0 keiner Grenze zuzuordnen 0 0 0 0 0 0 Anzahl unerlaubt eingereister unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2025 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückweisung Grenze/Staatsangehörigkeit afghanisch ukrainisch algerisch syrisch somalisch Gesamt Luftgrenze 0 0 0 0 0 1 Seegrenze 0 0 0 0 0 0 Anzahl unerlaubt eingereister, unbegleiteter Minderjähriger im ersten Halbjahr 2025 (fünf häufigste Staatsangehörigkeiten und Gesamtwert) mit Verbleib Zurückschiebung Grenze/Staatsangehörigkeit guineisch algerisch eritreisch marokkanisch gambisch Gesamt Polen 0 0 0 0 0 0 Tschechien 0 0 0 0 0 0 Österreich 0 0 0 0 0 0 Schweiz 0 0 0 0 0 1 Frankreich 35 15 9 8 6 112 Luxemburg 0 0 0 0 0 0 Belgien 0 0 0 0 0 0 Niederlande 0 0 0 0 0 0 Dänemark 0 0 0 0 0 0 keiner Grenze zuzuordnen 0 0 0 0 0 0 Luftgrenze 0 0 0 0 0 0 Seegrenze 0 0 0 0 0 0 20. Wie viele Asylanträge wurden im ersten Halbjahr 2025 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben auch differenziert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 1. Halbjahr 2025 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich unbegründet abgelehnt Anteil an Ablehnungen gesamt insgesamt 80.586 21.280 26,4 % darunter: Syrien 30 9 30,0 % Afghanistan 8.985 450 5,0 % Türkei 26.499 6.393 24,1 % Irak 3.599 777 21,6 % Somalia 571 41 7,2 % Russische Föderation 4.318 907 21,0 % Eritrea 449 25 5,6 % Iran 4.775 484 10,1 % Guinea 1.805 380 21,1 % Kolumbien 2.666 496 18,6 % Venezuela 2.290 649 28,3 % Ungeklärt 397 166 41,8 % Georgien 1.238 1.225 98,9 % Algerien 632 479 75,8 % Vietnam 479 472 98,5 % 21. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im ersten Halbjahr 2025 an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen, der unbegleiteten Minderjährigen und den zehn wichtigsten Herkunftsländern machen), und in wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine Ablehnung als offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)? Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. 1. HJ 2025 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung Herkunftsland Aktenanlage darunter: Personen unter 18 Jahren Mitteilung § 18a Absatz 6 offens. unbegründet eingestellt Insgesamt 103 13 51 48 0 darunter: Iran 21 3 15 6 0 Afghanistan 9 2 9 0 0 China 8 2 6 1 0 Irak 7 0 0 7 0 Georgien 5 0 0 5 0 Syrien 5 1 2 0 0 Somalia 4 0 3 1 0 Togo 4 2 4 0 0 Türkei 4 1 3 1 0 Ghana 3 0 0 3 0 1. HJ 2025 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen nach Antragstellung Flughafen Aktenanlage darunter: Personen unter 18 Jahren Mitteilung § 18a Absatz 6 offens. unbegründet eingestellt Insgesamt 103 13 51 48 0 Flughafen Berlin 23 3 16 7 0 Flughafen Frankfurt 72 8 30 38 0 Flughafen München 8 2 5 3 0 Rechtsmittel Verwaltungsgericht Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt Insgesamt 31 0 33 Iran 3 0 3 Afghanistan 0 0 0 China 0 0 0 Irak 7 0 7 Georgien 0 0 0 Syrien 0 0 0 Somalia 0 0 0 Togo 0 0 0 Türkei 0 0 0 Ghana 3 0 3 22. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das erste Halbjahr 2025 (bitte jeweils in der Differenzierung wie in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 13 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/432 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation und Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz ausreichend)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. E rs tun d Fo lg ea nt rä ge 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 (S ta nd : 1 5. 08 .2 02 5) E in ge le gt e K la ge n G er ic ht se nt sc he id un ge n an hä ngi ge R ec ht sm itt el G es am t A sy l A rt ike l 1 6a G G u . Fa m .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs idi är er Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sve rb ot A bl eh nu ng en so ns t. Ve rf ah re ns - er le di gu ng en (z . B . R üc kn ah m en ) ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l St aa ts an ge hö rig ke ite n ge sa m t 90 .8 96 52 .2 67 88 1. 65 2 45 8 1. 22 2 18 .9 28 36 ,2 % 29 .9 19 57 ,2 % 17 2. 69 1 Tü rk ei 25 .8 08 12 .2 83 39 39 1 30 58 6. 24 3 50 ,8 % 5. 52 2 45 ,0 % 49 .5 45 A fg ha ni st an 11 .7 28 3. 00 8 3 95 11 14 2 44 5 14 ,8 % 2. 31 2 76 ,9 % 15 .2 72 Sy rie n 6. 11 7 7. 49 2 - 10 - 30 1. 32 8 17 ,7 % 6. 12 4 81 ,7 % 12 .2 58 Ir an 5. 00 9 2. 10 9 14 42 9 9 22 65 1 30 ,9 % 98 4 46 ,7 % 10 .2 54 Ir ak 4. 72 9 4. 60 4 1 13 2 50 30 7 2. 25 5 49 ,0 % 1. 85 9 40 ,4 % 16 .6 03 R us si sc he F öd er at io n 4. 37 1 1. 87 2 4 24 64 20 56 2 30 ,0 % 1. 19 8 64 ,0 % 8. 42 3 K ol um bi en 2. 76 2 1. 36 8 - 6 1 - 73 7 53 ,9 % 62 4 45 ,6 % 5. 74 8 Ve ne zu el a 2. 29 4 79 7 1 10 8 14 0 26 7 33 ,5 % 37 1 46 ,5 % 4. 98 9 G ui ne a 1. 80 7 73 5 - 14 2 9 28 1 38 ,2 % 42 9 58 ,4 % 2. 78 6 N ig er ia 1. 52 4 1. 21 7 2 9 3 75 39 7 32 ,6 % 73 1 60 ,1 % 2. 98 9 Pa ki st an 1. 40 2 84 4 - 10 4 - 22 31 4 37 ,2 % 40 4 47 ,9 % 2. 67 6 So m al ia 1. 33 7 84 6 - 18 5 55 11 5 13 ,6 % 65 3 77 ,2 % 2. 11 1 U ng ek lä rt 1. 31 4 61 1 - 88 19 15 59 9, 7 % 43 0 70 ,4 % 2. 53 0 A rm en ie n 1. 16 5 78 7 - - - 26 28 6 36 ,3 % 47 5 60 ,4 % 2. 08 5 A se rb ai ds ch an 1. 10 6 62 8 - 5 7 8 26 3 41 ,9 % 34 5 54 ,9 % 1. 86 7 G eo rg ie n 1. 08 0 1. 59 1 1 6 9 6 58 3 36 ,6 % 98 6 62 ,0 % 2. 90 4 N or dm az ed on ie n 35 2 77 8 - - - 12 17 7 22 ,8 % 58 9 75 ,7 % 64 0 Se rb ie n 27 5 49 2 - - - 6 14 9 30 ,3 % 33 7 68 ,5 % 48 4 M ol da u, R ep ub lik 25 2 27 1 - - - 1 86 31 ,7 % 18 4 67 ,9 % 42 4 K os ov o 24 8 34 2 - - - 3 14 8 43 ,3 % 19 1 55 ,8 % 43 9 A lb an ie n 17 1 32 2 - 1 1 16 95 29 ,5 % 20 9 64 ,9 % 35 4 G ha na 13 3 99 - 1 - - 18 18 ,2 % 80 80 ,8 % 30 5 B os ni en u nd H er ze go w in a 12 3 15 6 - - - 7 58 37 ,2 % 91 58 ,3 % 26 8 Se ne ga l 76 43 - 2 - - 13 30 ,2 % 28 65 ,1 % 14 2 M on te ne gr o 47 76 - - - - 8 10 ,5 % 68 89 ,5 % 82 U kr ai ne 48 4 15 4 - - 2 1 28 18 ,2 % 12 3 79 ,9 % 1. 02 9 A lg er ie n 46 2 52 5 - 2 1 6 21 6 41 ,1 % 30 0 57 ,1 % 54 6 Tu ne si en 45 7 65 9 - 4 1 5 29 4 44 ,6 % 35 5 53 ,9 % 96 6 M ar ok ko 25 9 39 9 1 1 - 2 16 0 40 ,1 % 23 5 58 ,9 % 53 0 B el ar us 11 9 97 - - 1 - 45 46 ,4 % 51 52 ,6 % 21 7 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 (S ta nd : 1 5. 08 .2 02 5) E in ge le gt e K la ge n G er ic ht se nt sc he id un ge n an hä ng ig e R ec ht sm itt el G es am t W id er ru f A rt ik el 1 6a G G / Fl üc ht lin gs ei ge ns ch af t/ su bs . S ch ut z ke in W id er ru f so ns t. Ve rf ah re ns - er le di gu ng en (z . B . R üc kn ah m en ) ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l ab so lu t A nt ei l St aa ts an ge hö rig ke ite n ge sa m t 54 3 62 0 31 1 50 ,2 % 45 7, 3 % 26 4 42 ,6 % 1. 91 8 da ru nt er : Ir ak 19 2 19 3 12 5 64 ,8 % 2 1, 0 % 66 34 ,2 % 53 6 A fg ha ni st an 77 60 15 25 ,0 % 11 18 ,3 % 34 56 ,7 % 17 0 Sy rie n 47 83 38 45 ,8 % 7 8, 4 % 38 45 ,8 % 34 1 R us si sc he F öd er at io n 27 26 20 76 ,9 % 3 11 ,5 % 3 11 ,5 % 10 7 Tü rk ei 27 31 19 61 ,3 % 1 3, 2 % 11 35 ,5 % 95 Ir an 27 17 6 35 ,3 % 3 17 ,6 % 8 47 ,1 % 83 A rm en ie n 26 23 10 43 ,5 % 2 8, 7 % 11 47 ,8 % 44 Er itr ea 15 15 6 40 ,0 % 3 20 ,0 % 6 40 ,0 % 44 A se rb ai ds ch an 14 3 2 66 ,7 % - 0, 0 % 1 33 ,3 % 28 Pa ki st an 9 10 6 60 ,0 % - 0, 0 % 4 40 ,0 % 18 G eo rg ie n 6 5 1 20 ,0 % - 0, 0 % 4 80 ,0 % 4 N ig er ia 5 12 6 50 ,0 % 1 8, 3 % 5 41 ,7 % 31 G ui ne a 5 2 2 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % 14 U ng ek lä rt 5 25 9 36 ,0 % 1 4, 0 % 15 60 ,0 % 93 So m al ia 4 15 4 26 ,7 % 2 13 ,3 % 9 60 ,0 % 27 N or dm az ed on ie n 3 - - - - - - - 3 A lb an ie n 2 2 1 50 ,0 % - 0, 0 % 1 50 ,0 % 3 K os ov o 2 3 - 0, 0 % 1 33 ,3 % 2 66 ,7 % 21 Se rb ie n 2 4 1 25 ,0 % - 0, 0 % 3 75 ,0 % 5 G ha na 2 - - - - - - - 11 B os ni en u nd H er ze go w in a - 1 - 0, 0 % - 0, 0 % 1 10 0, 0 % 3 M on te ne gr o - 1 - 0, 0 % - 0, 0 % 1 10 0, 0 % 1 Se ne ga l - - - - - - - - 1 U kr ai ne 3 4 1 25 ,0 % 2 50 ,0 % 1 25 ,0 % 9 B el ar us 2 - - - - - - - 3 A lg er ie n 2 1 1 10 0, 0 % - 0, 0 % - 0, 0 % 4 Tu ne si en - 2 1 50 ,0 % 1 50 ,0 % - 0, 0 % 3 M ar ok ko - 2 1 50 ,0 % 1 50 ,0 % - 0, 0 % 3 Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe: 01.01.–30.06.2025 14,6 30,1 Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren: Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 (Stand: 15.08.2025) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 2.631 785 3.416 Türkei 539 123 662 Syrien 369 231 600 Afghanistan 236 90 326 Russische Föderation 159 15 174 Irak 96 44 140 Guinea 104 23 127 China 108 5 113 Nigeria 84 28 112 Iran 50 50 100 Tadschikistan 83 7 90 Somalia 70 4 74 Aserbaidschan 62 4 66 Armenien 45 21 66 Algerien 53 3 56 Pakistan 48 7 55 Marokko 38 5 43 Tunesien 15 10 25 Belarus 11 6 17 Ukraine 6 - 6 Senegal 9 5 14 Ghana 2 3 5 Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen): Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 (Stand: 15.08.2025) Antrag nach § 80 Absatz 5 VwGO Antrag nach § 80 Absatz 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 48,4 19,2 27,2 darunter: Türkei 58,7 20,5 21,6 Syrien 40,3 18,0 18,2 Afghanistan 67,1 13,8 34,6 Russische Föderation 58,1 12,5 24,0 Irak 81,7 24,8 52,6 Guinea 40,6 20,5 36,0 China 22,6 0,0 41,0 Nigeria 36,9 21,4 25,5 Iran 42,3 21,8 0,0 Tadschikistan 43,2 14,0 0,0 Somalia 70,9 14,7 17,7 Aserbaidschan 22,8 15,0 0,0 Armenien 16,4 15,9 8,5 Algerien 27,4 0,0 0,0 Pakistan 30,9 0,0 0,0 Marokko 28,3 0,0 15,0 Tunesien 39,8 0,0 12,0 Belarus 243,4 10,0 0,0 Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 (Stand: 15.08.2025) Antrag nach § 80 Absatz 5 VwGO Antrag nach § 80 Absatz 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Ukraine 22,4 0,0 18,0 Senegal 55,0 2,0 4,0 Ghana 58,8 0,0 57,0 Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt: Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 (Stand: 15.08.2025) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 22.966 8.615 31.581 darunter: Türkei 5.371 1.679 7.050 Syrien 3.160 2.216 5.376 Afghanistan 1.944 688 2.632 Irak 1.153 543 1.696 Russische Föderation 845 388 1.233 Georgien 905 178 1.083 Armenien 603 187 790 Iran 408 323 731 Venezuela 443 236 679 Ungeklärt 424 252 676 Kolumbien 509 97 606 Somalia 450 149 599 Aserbaidschan 461 83 544 Nigeria 375 146 521 Guinea 373 78 451 Tunesien 243 52 295 Algerien 267 24 291 Marokko 145 27 172 Ukraine 83 22 105 Belarus 40 9 49 Nordmazedonien 307 31 338 Serbien 266 23 289 Kosovo 254 34 288 Moldau, Republik 229 15 244 Albanien 151 17 168 Bosnien und Herzegowina 110 4 114 Ghana 82 30 112 Senegal 48 30 78 Montenegro 53 - 53 Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt (in Tagen): Zeitraum: 01.01.–31.06.2025 (Stand: 15.08.2025) Antrag nach § 80 Absatz 5 VwGO Antrag nach § 80 Absatz 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Staatsangehörigkeiten gesamt 25,2 33,2 25,2 darunter: Türkei 36,2 23,7 37,7 Syrien 25,2 19,7 22,8 Afghanistan 39,3 36,1 33,9 Irak 36,2 31,7 37,0 Russische Föderation 45,4 36,6 39,6 Georgien 42,2 24,6 33,9 Armenien 28,9 14,7 18,9 Zeitraum: 01.01.–31.06.2025 (Stand: 15.08.2025) Antrag nach § 80 Absatz 5 VwGO Antrag nach § 80 Absatz 7 VwGO Antrag nach § 123 VwGO Iran 32,2 34,7 12,3 Venezuela 53,4 114,7 78,0 Ungeklärt 30,0 28,3 31,4 Kolumbien 45,0 18,5 21,9 Somalia 31,6 17,9 38,6 Aserbaidschan 21,5 12,4 15,3 Nigeria 38,3 31,1 51,3 Guinea 32,8 16,8 26,5 Tunesien 38,7 28,3 24,6 Algerien 21,4 89,8 14,5 Marokko 28,3 20,8 17,4 Ukraine 40,5 13,4 17,0 Belarus 95,8 10,0 0,0 Nordmazedonien 29,6 18,0 31,5 Serbien 29,5 12,4 23,7 Kosovo 40,2 13,9 13,0 Moldau, Republik 30,1 13,2 88,4 Albanien 31,6 39,2 38,0 Bosnien und Herzegowina 32,4 21,7 45,6 Ghana 52,5 87,0 20,8 Senegal 40,0 43,8 9,0 Montenegro 40,9 30,0 28,7 a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren) auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren wurden im ersten Halbjahr 2025 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)? Die folgenden Klagen auf Verpflichtung zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. auf Anerkennung der Asylberechtigung durch Antragstellende, denen durch das BAMF bereits subsidiärer Schutz zuerkannt wurde bzw. bzgl. derer das Bestehen von Abschiebungsverboten durch das BAMF festgestellt wurde (sogenannte Aufstocker), waren zum Stichtag 30. Juni 2025 anhängig. Anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2025 nach Staatsangehörigkeit Klagen Gesamt 4.555 darunter: Syrien 3.997 Ungeklärt 110 Irak 72 Afghanistan 57 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 54 Eritrea 51 Jemen 32 Sudan 30 Myanmar 27 Iran 23 Anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 30. Juni 2025 nach Ländern Klagen Gesamt 4.555 Baden-Württemberg 950 Bayern 348 Berlin 252 Brandenburg 146 Bremen 65 Hamburg 79 Hessen 228 Mecklenburg-Vorpommern 120 Niedersachsen 530 Nordrhein-Westfalen 1.178 Rheinland-Pfalz 24 Saarland 85 Sachsen 192 Sachsen-Anhalt 132 Schleswig-Holstein 131 Thüringen 95 Die folgenden Klagen gegen die BAMF-Feststellung eines Abschiebungsverbotes waren zum Stichtag 30. Juni 2025 anhängig. anhängige Rechtsmittel nach Staatsangehörigkeit Klagen Gesamt 1.361 darunter: Afghanistan 713 Syrien 154 Somalia 145 Irak 91 Eritrea 39 Türkei 29 Ungeklärt 28 Nigeria 20 Äthiopien 15 Jemen 14 Anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum 30. Juni 2025 nach Ländern Klagen Gesamt 1.361 davon Baden-Württemberg 198 Bayern 150 Berlin 104 Brandenburg 61 Bremen 15 Hamburg 37 Hessen 153 Mecklenburg-Vorpommern 46 Niedersachsen 111 Nordrhein-Westfalen 292 Rheinland-Pfalz 26 Saarland 8 Anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines Abschiebungsverbotes zum 30. Juni 2025 nach Ländern Klagen Sachsen 60 Sachsen-Anhalt 35 Schleswig-Holstein 56 Thüringen 9 Die folgenden Klagen gegen vom BAMF allein auf subsidiären Schutz entschiedene Verfahren wurden wie folgt gerichtlich entschieden. nach Staatsangehörigkeit Summe Entscheidungen Anerkennungen gemäß Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz gemäß § 3 I AsylG Keine Verbesserung 01.01.–30.06.2025 3.215 1 66 3.148 darunter Syrien 2.998 0 10 2.988 Ungeklärt 47 0 15 32 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 38 0 30 8 Eritrea 35 0 0 35 Jemen 19 0 0 19 Afghanistan 15 1 3 11 Sudan 11 0 1 10 Irak 10 0 2 8 Iran 7 0 0 7 Staatenlos 6 0 2 4 nach Ländern Summe Entscheidungen Anerkennungen gemäß Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz gemäß § 3 I AsylG Keine Verbesserung 01.01.–30.06.2025 3.215 1 66 3.148 Baden-Württemberg 568 0 37 531 Bayern 132 0 0 132 Berlin 467 0 0 467 Brandenburg 244 0 1 243 Bremen 43 0 1 42 Hamburg 120 0 1 119 Hessen 277 0 5 272 Mecklenburg-Vorpommern 135 0 0 135 Niedersachsen 226 0 6 220 Nordrhein-Westfalen 431 0 3 428 Rheinland-Pfalz 41 0 3 38 Saarland 4 0 0 4 Sachsen 219 0 6 213 Sachsen-Anhalt 104 1 1 102 Schleswig-Holstein 39 0 1 38 Thüringen 165 0 1 164 Die folgenden Klagen gegen BAMF-Feststellung eines alleinigen Abschiebungsverbotes wurden wie folgt gerichtlich entschieden. nach Staatsangehörigkeit Summe Entscheidungen Anerkennungen gemäß Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz gemäß § 3 I AsylG subsidiärer Schutz gemäß § 4 I AsylG Keine Verbesserung 01.01.–30.06.2025 698 2 66 11 619 Afghanistan 372 2 47 4 319 Syrien 77 0 0 0 77 Somalia 77 0 7 0 70 Irak 53 0 1 0 52 Eritrea 19 0 0 6 13 Nigeria 12 0 0 0 12 Kuwait 9 0 4 0 5 Jemen 9 0 1 1 7 Äthiopien 7 0 0 0 7 Staatenlos 5 0 0 4 5 nach Ländern Summe Entscheidungen Anerkennungen gemäß Artikel 16a GG Flüchtlingsschutz gemäß § 3 I AsylG subsidiärer Schutz gemäß § 4 I AsylG Keine Verbesserung 01.01–30.06.2025 698 2 66 11 619 Baden-Württemberg 74 0 5 2 67 Bayern 68 0 11 0 57 Berlin 50 0 7 1 42 Brandenburg 21 1 3 0 17 Bremen 13 0 2 0 11 Hamburg 34 1 12 0 21 Hessen 68 0 6 1 61 Mecklenburg- Vorpommern 18 0 0 0 18 Niedersachsen 60 0 4 3 53 Nordrhein-Westfalen 186 0 9 3 174 Rheinland-Pfalz 25 0 1 0 24 Saarland 3 0 1 0 2 Sachsen 16 0 0 0 16 Sachsen-Anhalt 15 0 3 0 12 Schleswig-Holstein 30 0 0 1 29 Thüringen 17 0 2 0 15 b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im ersten Halbjahr 2025 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern differenzieren, zusätzlich nach der Art der Ablehnung differenzieren: unbegründet, offensichtlich unbegründet, unzulässig), und wie lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des BAMF für das erste Halbjahr 2025? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. St aa ts an ge hö ri gk ei t E nt sc he id un ge n in sg es am t da vo n E nt sc he id un g „a bg el eh nt “ da vo n E nt sc he id un g „o . u . a bg el eh nt “ da vo n E nt sc he id un g „U nz ul äs si g“ 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 St an d: 1 5. 08 .2 02 5 da vo n be kl ag t A nt ei l da vo n be kl ag t A nt ei l da vo n be kl ag t A nt ei l da vo n be kl ag t A nt ei l G es am t 15 8. 75 3 90 .1 21 56 ,8 % 59 .3 06 52 .9 72 89 ,3 % 21 .2 80 14 .4 83 68 ,1 % 38 .0 63 20 .6 09 54 ,1 % da ru nt er : Tü rk ei 35 .4 32 25 .8 41 72 ,9 % 20 .1 06 18 .3 47 91 ,3 % 6. 39 3 5. 14 9 80 ,5 % 2. 52 2 1. 64 7 65 ,3 % A fg ha ni st an 28 .8 95 12 .1 49 42 ,0 % 8. 53 5 7. 98 6 93 ,6 % 45 0 38 2 84 ,9 % 5. 60 8 3. 46 0 61 ,7 % Sy rie n 11 .9 16 5. 83 6 49 ,0 % 21 20 95 ,2 % 9 4 44 ,4 % 10 .7 12 5. 73 6 53 ,5 % Ir an 7. 56 7 4. 95 7 65 ,5 % 4. 29 1 4. 02 1 93 ,7 % 48 4 42 7 88 ,2 % 82 5 45 3 54 ,9 % Ir ak 7. 39 8 4. 59 5 62 ,1 % 2. 82 2 2. 41 4 85 ,5 % 77 7 57 5 74 ,0 % 2. 14 1 1. 51 8 70 ,9 % R us si sc he F öd er at io n 7. 26 2 4. 34 7 59 ,9 % 3. 41 1 2. 88 5 84 ,6 % 90 7 65 8 72 ,5 % 2. 03 5 72 9 35 ,8 % So m al ia 5. 21 3 1. 37 7 26 ,4 % 53 0 47 3 89 ,2 % 41 31 75 ,6 % 1. 27 7 75 0 58 ,7 % G ui ne a 3. 34 4 1. 81 1 54 ,2 % 1. 42 5 1. 18 5 83 ,2 % 38 0 26 3 69 ,2 % 62 7 32 8 52 ,3 % K ol um bi en 2. 83 0 2. 43 8 86 ,1 % 2. 17 0 1. 97 6 91 ,1 % 49 6 41 9 84 ,5 % 59 31 52 ,5 % Ve ne zu el a 2. 69 5 2. 24 8 83 ,4 % 1. 64 1 1. 58 6 96 ,6 % 64 9 61 6 94 ,9 % 45 33 73 ,3 % N ig er ia 2. 43 2 1. 45 1 59 ,7 % 95 3 78 7 82 ,6 % 30 0 19 9 66 ,3 % 69 9 43 0 61 ,5 % U ng ek lä rt 2. 40 2 1. 35 1 56 ,2 % 23 1 18 2 78 ,8 % 16 6 93 56 ,0 % 1. 68 5 1. 04 4 62 ,0 % Er itr ea 2. 27 8 48 6 21 ,3 % 42 4 33 9 80 ,0 % 25 15 60 ,0 % 19 1 99 51 ,8 % Pa ki st an 2. 01 4 1. 36 0 67 ,5 % 96 3 85 6 88 ,9 % 28 9 20 8 72 ,0 % 50 1 27 9 55 ,7 % G eo rg ie n 1. 68 2 1. 02 0 60 ,6 % 13 11 84 ,6 % 1. 22 5 76 7 62 ,6 % 38 3 23 7 61 ,9 % N or dm az ed on ie n 92 8 31 7 34 ,2 % 2 1 50 ,0 % 47 3 16 1 34 ,0 % 36 8 15 3 41 ,6 % M ol da u, R ep ub lik 87 0 23 5 27 ,0 % 0 0 0, 0 % 28 7 77 26 ,8 % 55 9 15 7 28 ,1 % Se rb ie n 72 4 26 8 37 ,0 % 1 0 0, 0 % 41 4 16 0 38 ,6 % 27 7 10 8 39 ,0 % K os ov o 61 4 24 7 40 ,2 % 0 0 0, 0 % 41 2 17 1 41 ,5 % 16 1 75 46 ,6 % A lb an ie n 46 2 16 3 35 ,3 % 0 0 0, 0 % 31 8 12 0 37 ,7 % 11 9 42 35 ,3 % G ha na 32 2 13 9 43 ,2 % 2 1 50 ,0 % 21 6 11 2 51 ,9 % 49 21 42 ,9 % B os ni en u nd H er ze go w in a 30 4 12 0 39 ,5 % 1 0 0, 0 % 17 4 87 50 ,0 % 11 7 32 27 ,4 % Se ne ga l 15 9 75 47 ,2 % 2 0 0, 0 % 97 58 59 ,8 % 50 17 34 ,0 % M on te ne gr o 10 2 45 44 ,1 % 0 0 0, 0 % 42 19 45 ,2 % 60 26 43 ,3 % Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen 01.01.–30.06.2025 Stand: 15.08.2025 davon beklagt Anteil Gesamt 129.681 89.465 69,0 % darunter: Türkei 32.673 25.819 79,0 % Afghanistan 15.234 11.905 78,1 % Syrien 11.890 5.835 49,1 % Iran 5.908 4.936 83,5 % Irak 6.128 4.570 74,6 % Russische Föd. 6.941 4.338 62,5 % Somalia 2.073 1.282 61,8 % Guinea 2.574 1.794 69,7 % Kolumbien 2.816 2.438 86,6 % Venezuela 2.393 2.246 93,9 % Nigeria 2.180 1.436 65,9 % Ungeklärt 2.253 1.333 59,2 % Eritrea 713 456 64,0 % Pakistan 1.836 1.355 73,8 % Georgien 1.673 1.018 60,8 % Nordmazedonien 928 317 34,2 % Moldau, Republik 870 235 27,0 % Serbien 722 268 37,1 % Kosovo 604 247 40,9 % Albanien 460 163 35,4 % Ghana 306 139 45,4 % Bosnien und Herzegowina 303 120 39,6 % Senegal 154 75 48,7 % Montenegro 102 45 44,1 % c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich Asyl (bitte nach Bundes-, Ober- und Verwaltungsgerichten differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Gericht Stand: 15.08.2025 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren Bei Gericht anhängige Verfahren 173.487 Bundesverwaltungsgericht 27 VGH Baden-Württemberg 41 VG Freiburg 3.605 VG Karlsruhe 3.778 VG Sigmaringen 2.806 VG Stuttgart 6.870 Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 22 VG Ansbach 2.493 VG Augsburg 3.409 VG Bayreuth 1.763 VG München 6.348 VG Regensburg 3.063 VG Würzburg 2.637 Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 13 OVG Berlin-Brandenburg 75 VG Berlin 12.215 Gericht Stand: 15.08.2025 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren VG Cottbus 1.380 VG Frankfurt/Oder 2.152 VG Potsdam 3.184 OVG der Freien Hansestadt Bremen 3 VG Bremen 1.580 Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 8 VG Hamburg 3.703 Hessischer Verwaltungsgerichtshof 26 VG Darmstadt 3.659 VG Frankfurt/Main 2.245 VG Kassel 1.486 VG Wiesbaden 2.056 VG Gießen 4.485 Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 53 VG Braunschweig 3.864 VG Hannover 6.927 VG Oldenburg 6.926 VG Osnabrück 1.877 VG Stade 2.027 VG Lüneburg 2.085 VG Göttingen 2.041 OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 356 VG Aachen 3.041 VG Arnsberg 5.893 VG Düsseldorf 7.043 VG Gelsenkirchen 3.912 VG Köln 5.675 VG Minden 5.147 VG Münster 3.834 OVG Rheinland-Pfalz 41 VG Trier 5.094 VG des Saarlandes 1.191 Schleswig-Holsteinisches OVG 35 VG Schleswig-Holstein 6.066 OVG Sachsen-Anhalt 2 VG Magdeburg 1.611 VG Halle 1.585 Thüringer Oberverwaltungsgericht 44 VG Gera 410 VG Meiningen 1.246 VG Weimar 2.760 Sächsisches Oberverwaltungsgericht 24 VG Chemnitz 4.472 VG Dresden 4.836 VG Leipzig 4.016 OVG Mecklenburg-Vorpommern 21 VG Greifswald 1.463 VG Schwerin 2.737 d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im ersten Halbjahr 2025 doch noch einen Schutzstatus, und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung, auf einer Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines Folgeantrags bzw. Wiederaufgreifensantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)? Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung. Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen Gesamt 5.187 3.555 1.632 darunter Syrien 223 74 149 Türkei 825 463 362 Afghanistan 358 247 111 Irak 646 495 151 Russische Föderation 136 90 46 Iran 667 488 179 Georgien 42 28 14 Somalia 138 88 50 Kolumbien 13 9 4 Ungeklärt 162 143 19 Nordmazedonien 8 8 0 Eritrea 152 124 28 Venezuela 183 148 35 Tunesien 17 11 6 Algerien 20 11 9 Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen. Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 Staatsangehörigkeit Summe Gesamt 3.666 davon Syrien 1 Türkei 112 Afghanistan 2.633 Irak 125 Russische Föderation 58 Iran 182 Georgien 2 Somalia 174 Kolumbien 0 Ungeklärt 10 Nordmazedonien 0 Eritrea 24 Venezuela 10 Tunesien 2 Algerien 5 Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen. Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 Staatsangehörigkeit Summe Gesamt 94 davon Syrien 0 Türkei 0 Afghanistan 21 Irak 5 Russische Föderation 1 Iran 0 Georgien 0 Somalia 23 Kolumbien 0 Ungeklärt 4 Nordmazedonien 0 Eritrea 0 Venezuela 3 Tunesien 0 Algerien 0 e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im ersten Halbjahr 2025 zu Asylsuchenden, denen bereits in einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und mit welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten auflisten)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat (MS) nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG. Zeitraum: 01.01.–30.06.2025 (Stand: 15.08.2025) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen Staatsangehörigkeiten gesamt 5.266 2.653 7.919 Syrien 2.604 1.588 4.192 Afghanistan 1.261 377 1.638 Ungeklärt 301 207 508 Irak 310 117 427 Somalia 298 97 395 Pers. aus palästinensischen Gebieten (nicht als Staat anerkannt) 116 138 254 Jemen 111 13 124 Iran 41 17 58 Sudan 33 19 52 Nigeria 32 17 49 f) Wie lauten die differenzierten Angaben des BAMF zu der Kategorie „sonstige Erledigungen“ bei Gerichtsentscheidungen für das erste Halbjahr 2025 (bitte wie in der Antwort zu Frage 19f auf Bundestagsdrucksache 20/4019 darstellen)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Sonstige Verfahrenserledigungen 01.01.–30.06.2025 Keine Schutzgewährung festgestellt 27.689 Schutzgewährung offen 2.401 Schutzgewährung 928 Summe 30.090 g) Wie hoch war die gerichtliche Aufhebungsquote im ersten Halbjahr 2025, wenn auch sonstige Erledigungen der Kategorie „Schutzgewährung“ und „Schutzgewährung“ offen hinzugezählt werden? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Zeitraum Gerichtsentscheidungen (Klagen, Berufungen, Revisionen) Positive Entscheidungen (inklusive „Schutzgew. offen“) Gesamt Asyl Artikel 16a GG u. Fam.Asyl (GFK) Flüchtlingsschutz Subsidiärer Schutz Abschiebungsverbot Sonstige Verfahrenserledigungen absolut Anteil Schutzgewährung Schutzgewährung offen 1. Hj 2025 52.452 88 1.653 459 1.222 928 2.401 6.751 12,9 % h) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im ersten Halbjahr 2025 aufgrund verlorener Asyl-Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)? Die Gesamtkosten aller verlorenen Asyl-Gerichtsverfahren im ersten Halbjahr 2025 belaufen sich auf 7 016 999,04 Euro. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten im ersten Halbjahr 2025 entstanden sind, können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Ausgaben (alle Instanzen) Syrien 1.483.450,50 Euro Afghanistan 920.443,79 Euro Türkei 882.326,18 Euro Irak 469.222,77 Euro Somalia 196.222,32 Euro Russische Föderation 204.164,98 Euro Eritrea 125.502,09 Euro Iran 708.388,61 Euro Guinea 108.901,42 Euro Kolumbien 24.661,50 Euro i) Welche Verwaltungsgerichte (VG) wiesen im ersten Halbjahr 2025 bei Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen Asylsuchender gegen das BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren wie im Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Somalia und Türkei jeweils alle Verwaltungsgerichte, die dieses Kriterium erfüllen, auflisten, soweit mehr als 25 Entscheidungen zum jeweiligen Herkunftsland getroffen wurden, in jedem Fall jedoch alle Entscheidungen des VG Gera berücksichtigen, und entsprechende absolute und relative Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen machen)? Die Angaben für das erste Halbjahr 2025 können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. H K L Ve rw al tu ng sg er ic ht e (V G ) G er ic ht se nt sc he id un ge n Po si tiv e E nt sc he id un ge n G es am t A sy l A rt ik el 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sv er bo t ab so lu t A nt ei l A fg ha ni st an V G G es am t 3. 00 8 3 95 11 14 2 25 1 8, 3 % da ru nt er : V G D üs se ld or f 12 9 0 3 0 2 5 3, 9 % V G G el se nk irc he n 55 0 2 0 0 2 3, 6 % V G T rie r 18 2 0 1 1 4 6 3, 3 % V G S tu ttg ar t 64 0 0 0 2 2 3, 1 % V G A ac he n 66 0 0 0 2 2 3, 0 % V G M in de n 36 0 0 0 1 1 2, 8 % V G W ie sb ad en 39 0 1 0 0 1 2, 6 % V G M ün ch en 10 6 0 1 1 0 2 1, 9 % V G K as se l 75 0 0 0 1 1 1, 3 % V G G ie ße n 13 6 0 1 0 0 1 0, 7 % V G A ns ba ch 27 0 0 0 0 0 - V G M ün st er 36 0 0 0 0 0 - V G G re ifs w al d 99 0 0 0 0 0 - Ä th io pi en V G G es am t 37 8 0 4 0 37 41 10 ,8 % da ru nt er : V G G er a 1 0 0 0 1 1 10 0, 0 % V G R eg en sb ur g 69 0 1 0 1 2 2, 9 % V G F ra nk fu rt/ M ai n 48 0 0 0 1 1 2, 1 % V G W ür zb ur g 29 0 0 0 0 0 - V G G ie ße n 46 0 0 0 0 0 - H K L Ve rw al tu ng sg er ic ht e G er ic ht se nt sc he id un ge n Po si tiv e E nt sc he id un ge n G es am t A sy l A rt ik el 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sv er bo t ab so lu t A nt ei l Ir ak V G G es am t 4. 60 4 1 13 2 50 30 7 49 0 10 ,6 % da ru nt er : V G P ot sd am 14 3 1 3 2 0 6 4, 2 % V G A ug sb ur g 19 2 0 0 5 2 7 3, 6 % V G M ag de bu rg 57 0 2 0 0 2 3, 5 % V G S ta de 30 0 0 0 1 1 3, 3 % V G H am bu rg 12 5 0 1 0 2 3 2, 4 % V G R eg en sb ur g 99 0 2 0 0 2 2, 0 % V G S tu ttg ar t 61 0 1 0 0 1 1, 6 % V G A ns ba ch 69 0 1 0 0 1 1, 4 % V G C he m ni tz 74 0 1 0 0 1 1, 4 % V G M ün st er 23 7 0 1 0 0 1 0, 4 % V G M ün ch en 65 0 0 0 0 0 - V G O sn ab rü ck 12 4 0 0 0 0 0 - V G T rie r 74 0 0 0 0 0 - V G B ay re ut h 29 0 0 0 0 0 - V G G re ifs w al d 83 0 0 0 0 0 - Ir an V G G es am t 2. 10 9 14 42 9 9 22 47 4 22 ,5 % da ru nt er : V G G el se nk irc he n 50 0 2 0 3 5 10 ,0 % V G D üs se ld or f 16 1 0 16 0 0 16 9, 9 % V G F ra nk fu rt/ M ai n 26 0 1 0 1 2 7, 7 % V G A ns ba ch 87 0 5 1 0 6 6, 9 % V G S ch le sw ig - H ol st ei n 15 4 0 6 0 3 9 5, 8 % N ig er ia V G G es am t 1. 21 7 2 9 3 75 89 7, 3 % da ru nt er : V G G er a 46 0 0 0 2 2 4, 3 % V G A rn sb er g 38 0 1 0 0 1 2, 6 % V G M ün ch en 14 4 0 0 0 3 3 2, 1 % V G A ug sb ur g 81 0 0 0 1 1 1, 2 % V G C ot tb us 32 0 0 0 0 0 - V G G ie ße n 36 0 0 0 0 0 - V G T rie r 39 0 0 0 0 0 - H K L Ve rw al tu ng sg er ic ht e G er ic ht se nt sc he id un ge n Po si tiv e E nt sc he id un ge n G es am t A sy l A rt ik el 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sv er bo t ab so lu t A nt ei l Pa ki st an V G G es am t 84 4 0 10 4 0 22 12 6 14 ,9 % da ru nt er : V G L ei pz ig 27 0 1 0 1 2 7, 4 % V G C he m ni tz 12 7 0 5 0 0 5 3, 9 % V G F ra nk fu rt / O de r 85 0 2 0 1 3 3, 5 % H K L Ve rw al tu ng sg er ic ht e G er ic ht se nt sc he id un ge n Po si tiv e E nt sc he id un ge n G es am t A sy l A rt ik el 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sv er bo t ab so lu t A nt ei l R us si sc he Fö de ra tio n V G G es am t 1. 87 2 4 24 64 20 11 2 6, 0 % da ru nt er : V G B ay re ut h 10 2 1 0 2 0 3 2, 9 % V G F ra nk fu rt/ M ai n 36 1 0 0 0 1 2, 8 % V G B re m en 38 0 0 1 0 1 2, 6 % V G C ot tb us 57 0 1 0 0 1 1, 8 % V G P ot sd am 21 7 0 1 0 1 2 0, 9 % V G H an no ve r 33 0 0 0 0 0 - V G G öt tin ge n 28 0 0 0 0 0 - V G T rie r 67 0 0 0 0 0 - V G D re sd en 32 0 0 0 0 0 - V G S ch w er in 43 0 0 0 0 0 - So m al ia V G G es am t 84 6 0 18 5 55 78 9, 2 % da ru nt er : V G K as se l 34 0 0 1 0 1 2, 9 % V G C ot tb us 33 0 0 0 0 0 - V G W ür zb ur g 10 7 0 0 0 0 0 - V G G ie ße n 48 0 0 0 0 0 - V G G er a 8 0 0 0 0 0 - V G T rie r 10 4 0 0 0 0 0 - H K L Ve rw al tu ng sg er ic ht e G er ic ht se nt sc he id un ge n Po si tiv e E nt sc he id un ge n G es am t A sy l A rt ik el 1 6a G G u . F am .A sy l (G FK ) Fl üc ht lin gsc hu tz su bs id iä re r Sc hu tz A bs ch ie - bu ng sv er bo t ab so lu t A nt ei l Tü rk ei V G G es am t 12 .2 83 39 39 1 30 58 51 8 4, 2 % da ru nt er : V G T rie r 66 3 1 7 4 1 13 2, 0 % V G K as se l 21 2 0 4 0 0 4 1, 9 % V G S tu ttg ar t 53 8 3 7 0 0 10 1, 9 % V G A ns ba ch 33 1 0 6 0 0 6 1, 8 % V G W ür zb ur g 51 7 0 7 1 1 9 1, 7 % V G M ün ch en 53 9 0 7 0 1 8 1, 5 % V G d es S aa rla nd es 76 0 1 0 0 1 1, 3 % V G B ra un sc hw ei g 95 0 1 0 0 1 1, 1 % V G H am bu rg 19 5 0 0 0 2 2 1, 0 % V G G er a 1 0 0 0 0 0 - V G A ug sb ur g 27 2 0 0 0 0 0 - V G C he m ni tz 94 0 0 0 0 0 - V G G ie ße n 50 8 0 0 0 0 0 - V G O sn ab rü ck 81 0 0 0 0 0 - V G G öt tin ge n 79 0 0 0 0 0 - 23. Welche Angaben kann das BAMF zur Anwendung der neuen Strafvorschrift in Bezug auf unrichtige oder unvollständige Angaben im Asylverfahren (§ 85 Absatz 2 AsylG) machen? Es wird auf die Antworten zu den Fragen 23a bis 23d verwiesen. a) Welche Stelle(n) im BAMF und wie viele Personen bearbeiten diese Vorgänge bzw. stellen gegebenenfalls entsprechende Strafanzeigen, wie sind die entsprechenden Verfahrensabläufe und Zuständigkeiten innerhalb des BAMF (bitte so konkret wie möglich angeben), und wer darf oder soll entsprechende Anzeigen bei unrichtigen oder unvollständigen Angaben in gerichtlichen Verfahren stellen – auch die Richterinnen bzw. Richter (bitte ausführen)? b) Wieso gab es mehr als ein Jahr nach Inkrafttreten der Regelung nach § 85 Absatz 2 AsylG noch keine internen Hinweise oder Dienstanweisungen innerhalb des BAMF zur Umsetzung der neuen Norm (vgl. Antwort auf die Schriftliche Frage 19 der Abgeordneten Clara Bünger auf Bundestagsdrucksache 21/19), ist die entsprechende Bearbeitung der Dienstanweisung Asyl inzwischen erfolgt (vgl. ebd.), und wenn nein, warum nicht, und wenn ja, was genau wird zu dieser Thematik entsprechend geregelt bzw. vorgegeben (bitte so genau wie möglich ausführen)? Die Fragen 23a und 23b werden gemeinsam beantwortet. Die Regelungen in der Dienstanweisung Asyl des BAMF zu den Strafvorschriften des § 85 Absatz 2 AsylG wurden inzwischen überarbeitet und befinden sich derzeit in der amtsinternen Abstimmung. c) Hält das BAMF die gesetzliche Neuregelung nach § 85 Absatz 2 AsylG überhaupt für sinnvoll, vor dem Hintergrund, dass es nach Auffassung der Fragesteller schwierig bzw. auch aufwendig sein dürfte, insbesondere bei unvollständigen Angaben eine täuschende Absicht (zur Erlangung eines Schutzstatus bzw. zur Abwendung eines Widerrufs) nachzuweisen, und dass durch solche Verfahren zusätzliche Ressourcen innerhalb des BAMF gebunden werden in Bezug auf Personen, die nach Einschätzung der Fragesteller Deutschland in aller Regel ohnehin kurzfristig verlassen müssen, weil solche täuschenden Angaben zu Ablehnungen als „offensichtlich unbegründet“ führen dürften (vgl. § 30 Absatz 1, insbesondere Nummer 2 und 3 AsylG; bitte begründen)? Mit § 85 Absatz 2 AsylG wurde eine gesetzliche Neuregelung in das AsylG aufgenommen, die durch das BAMF umzusetzen ist. Im Übrigen wird auf die Begründung zu § 85 Absatz 2 AsylG des vom Deutschen Bundestag am 2. Februar 2024 beschlossenen und am 27. Februar 2024 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der Rückführung verwiesen (Bundesratsdrucksache 563/23 sowie die Bundestagsdrucksachen 20/9463 und 20/10090). d) Welche Angaben zur Zahl etwaiger Strafanzeigen durch das BAMF, entsprechender Anklagen, anhängiger Gerichtsverfahren oder auch Gerichtsentscheidungen kann das BAMF machen (die Fragesteller gehen davon aus, dass entsprechende Anzeigen an einer Stelle innerhalb des BAMF gesammelt und/oder genehmigt werden und deshalb entsprechende Angaben mit zumutbarem Aufwand gemacht werden können, selbst wenn keine entsprechende Statistik geführt werden sollte), und welche Vorgaben aus der Rechtsprechung gibt es hierzu inzwischen gegebenenfalls? Das BAMF hat bisher drei Strafanzeigen aufgrund des § 85 Absatz 2 AsylG gestellt. Datum Strafanzeige Zuständige Staatsanwaltschaft Verfahrensausgang Anzeige vom 18.11.2024 Staatsanwaltschaft Essen Einstellung nach § 153 StPO Anzeige vom 20.11.2024 Staatsanwaltschaft Berlin unbekannt Anzeige vom 10.04.2025 Staatsanwaltschaft Braunschweig unbekannt Vorgaben aus der Rechtsprechung im Sinne der Fragestellung sind der Bundesregierung nicht bekannt. 24. Wer hat innerhalb des Bundesministeriums des Innern (BMI, bitte so genau wie möglich die entsprechende Funktion bzw. Stelle benennen) aus welchen Gründen (bitte ausführen) wann (bitte Datum nennen) entschieden, dass es keine Möglichkeit von Erkundungsreisen zur Vorbereitung einer Rückkehr nach Syrien geben soll, ohne den Widerruf des Schutzstatus in Deutschland zu riskieren (vgl. www.migazin.de/2025/07/06/kei ne-erkundungsreisen-dobrindt-aufhebung-schutzstatus-syrern/?utm_sour ce=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet&ut m_campaign=migletter-free_2042)? a) Warum hat das BMI zuvor im Innenausschuss des Deutschen Bundestages am 18. Dezember 2024 und auch auf entsprechende Nachfrage im März 2025 (vgl. zu beidem: Antwort auf die Schriftliche Frage 27 der Abgeordneten Clara Bünger auf Bundestagsdrucksache 20/15135) erklärt, dass es an einer pragmatischen Lösung zur Ermöglichung solcher Erkundungsreisen arbeite, und warum ist es dem Bundesministerium innerhalb von Monaten offenbar nicht gelungen, eine entsprechende Lösung zu finden bzw. vorzustellen (bitte ausführen)? b) Hatte das BMI eine Lösung gefunden, wie solche Erkundungsreisen trotz der Neuregelung des § 73 Absatz 7 AsylG rechtlich möglich sein könnten (bitte mit Hinweisen zur Rechtslage ausführen)? c) Wurde die Entscheidung des BMI entgegen ersten Aussagen (ebd.), doch keine Erkundungsreisen zu ermöglichen, aufgrund politischer Erwägungen der neuen Führungsspitze im BMI nach der Wahl getroffen oder weil sich kein rechtlich gangbarer Weg vor dem Hintergrund der restriktiven Regelung nach § 73 Absatz 7 AsylG finden ließ (bitte ausführen)? Die Fragen 24 bis 24c werden gemeinsam beantwortet. Die Entscheidung, keine kurzzeitigen Heimreisen für Syrerinnen und Syrer ohne Auswirkungen auf den Schutzstatus zu ermöglichen, wurde am 27. Juni 2025 von der Hausleitung des Bundesministerium des Innern (BMI) auf Empfehlung der zuständigen Fachreferate getroffen. Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 36 der Abgeordneten Filiz Polat auf Bundestagsdrucksache 21/982 verwiesen. d) Warum hält das BMI an der Regelung nach § 73 Absatz 7 AsylG fest (siehe Referentenentwurf des BMI vom 24. Juni 2025 für ein GEAS- (Gemeinsame Europäische Asylsystem-)Umsetzungsgesetz, § 73b Absatz 1a AsylG-E), obwohl es hiergegen „durchgreifende unions- und völkerrechtliche Bedenken“ gibt (so der Sachverständige Dr. Philipp Wittmann, Ausschussdrucksache 20(4)493 A neu, S. 26 ff.) und obwohl diese Regelung Erkundungsreisen zur Vorbereitung einer möglichen freiwilligen Rückkehr entgegenzustehen scheint – dies ist jedenfalls die Deutung der Fragesteller, warum es das BMI innerhalb mehrerer Monate nicht geschafft hat, die in Aussicht gestellte rechtssichere Lösung zur Ermöglichung solcher Erkundungsreisen ohne drohenden Verlust des Schutzstatus zu finden (bitte begründen)? Die Gründe, die zur Schaffung des § 73 Absatz 7 des Asylgesetzes (AsylG) geführt haben, haben weiterhin Bestand. Im Übrigen wird auf die Begründung zu § 73 Absatz 7 AsylG des vom Deutschen Bundestag am 18. Oktober 2024 beschlossenen und am 31. Oktober 2024 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems verwiesen (Bundestagsdrucksachen 20/12805 und 20/13413). 25. Wie viele Asylanhörungen gab es im ersten Halbjahr 2025 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Anhörungen im ersten Halbjahr 2025 Anzahl Gesamt 60.188 darunter: Türkei 14.939 Afghanistan 12.253 Somalia 3.184 Iran 2.648 Russische Föderation 2.029 Guinea 1.578 Irak 1.403 Kolumbien 1.247 Eritrea 1.161 Venezuela 1.019 Syrien 918 Kamerun 859 Georgien 794 Äthiopien 787 Nigeria 787 26. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und Bosnien-Herzegowina im ersten Halbjahr 2025 gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen nennen), und wie wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis beschieden? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 01 .0 1. –3 0. 06 .2 02 5 E nt sc he id un ge n üb er A sy la nt rä ge St aa ts an ge hö ri gk ei t A sy lan tr äg e ge sa m t da vo n E rs tan tr äg e da vo n Fo lg ean tr äg e in sg esa m t A ne rk en - nu ng en a ls A sy lb er ec htig te (A rt ike l 1 6a G G u nd Fa m il. as yl ) G ew äh - ru ng v on Fl üc ht l.- sc hu tz g em äß § 3 I A sy lG G ew äh - ru ng v on su bs id iä - r e m S ch ut z ge m äß § 4 I A sy lG Fe st st el lu ng ei ne s A bsc hi eb un gs - ve rb ot es g em äß § 6 0 V /V II A uf en th G A bl eh nu ng en (u nb eg r . ab - ge l./ of fe ns . un be gr . ab ge l.) so ns tig e Ve rf ah - re ns - er le di - gu ng en Se rb ie n 60 7 30 5 30 2 72 4 - 1 - 1 41 5 30 7    da vo n R om a 50 4 23 8 26 6 60 4 - 1 - 1 33 1 27 1 K os ov o 47 9 31 8 16 1 61 4 - 5 - 5 41 2 19 2    da vo n R om a 15 6 85 71 20 9 - - - 4 12 0 85 N or dm az ed on ie n 68 0 32 0 36 0 92 8 - - - - 47 5 45 3    da vo n R om a 48 1 22 0 26 1 61 9 - - - - 31 7 30 2 M on te ne gr o 92 30 62 10 2 - - - - 42 60    da vo n R om a 82 25 57 89 - - - - 34 55 A lb an ie n 35 9 23 2 12 7 46 2 - - 1 1 31 8 14 2    da vo n R om a 96 48 48 12 4 - - - - 72 52 B os ni en u nd H er ze go w in a 25 5 13 0 12 5 30 4 - - - 1 17 5 12 8    da vo n R om a 19 7 10 0 97 25 4 - - - - 14 3 11 1 27. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im ersten Halbjahr 2025 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele in Deutschland lebende Personen mit einem (vorherigen) Wiedereinreiseverbot verfügen über eine Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis (bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)? In wie vielen Fällen eine Niederlassungs- oder eine Aufenthaltserlaubnis an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot erteilt wurde, lässt sich nicht belastbar ermitteln. Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. 01.01.–30.06.2025 Entscheidungen zu § 11 Absatz 1 AufenthG Entscheidungen zu § 11 Absatz 7 AufenthG Entscheidungen mit Aufenthalts- und Wiedereinreiseverboten (§ 11 Absatz 1 und/oder § 11 Absatz 7 AufenthG) Gesamt 111.571 4.375 112.548 darunter Syrien 9.701 6 9.707 Afghanistan 13.831 23 13.849 Türkei 28.945 76 29.014 Irak 5.100 34 5.132 Somalia 1.669 10 1.678 Russische Föderation 6.008 61 6.042 Eritrea 440 2 441 Iran 5.298 17 5.313 Guinea 2.205 14 2.216 Kolumbien 2.648 6 2.650 28. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im ersten Halbjahr 2025 bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)? Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. 1. Halbjahr 2025 Stellungnahmen gemäß § 72 Absatz 2 AufenthG davon positiv davon negativ davon sonstige (Abbruch u. a.) Gesamt 724 149 291 284 darunter: Baden-Württemberg 84 28 39 17 Bayern 95 18 31 46 Berlin 53 10 25 18 Brandenburg 3 1 1 1 Bremen 2 0 1 1 Hamburg 45 13 21 11 Hessen 79 15 31 33 Mecklenburg-Vorpommern 5 1 1 3 Niedersachsen 38 7 12 19 Nordrhein-Westfalen 210 25 90 95 Rheinland-Pfalz 23 7 6 10 1. Halbjahr 2025 Stellungnahmen gemäß § 72 Absatz 2 AufenthG davon positiv davon negativ davon sonstige (Abbruch u. a.) Saarland 12 1 2 9 Sachsen 41 19 16 6 Sachsen-Anhalt 11 2 6 3 Schleswig-Holstein 18 2 5 11 Thüringen 5 0 4 1 1. Halbjahr 2025 Stellungnahmen gemäß § 72 Absatz 2 AufenthG davon positiv davon negativ davon sonstige (Abbruch u. a.) Gesamt 724 149 291 284 darunter: Syrien 40 14 3 23 Afghanistan 105 30 18 57 Türkei 63 3 40 20 Irak 18 4 8 6 Somalia 15 6 4 5 Russische Föd. 25 8 12 5 Eritrea 3 1 1 1 Iran 30 0 18 12 Guinea 4 0 2 2 Kolumbien 2 1 0 1 29. An welchen BAMF-Standorten gibt es derzeit keine bundesgeförderte unabhängige Asylverfahrensberatung, und wie wird dort ein unabhängiges Beratungsangebot jeweils sichergestellt, wie viele Personen wurden in den bundesgeförderten unabhängigen Beratungsstellen im ersten Halbjahr 2025 beraten, und wie bewertet es die Bundesregierung, dass im Jahr 2024 nach ihren Angaben (vgl. Antwort auf Frage 29 auf Bundestagsdrucksache 20/14923) 75 000 Personen die unabhängige Asylverfahrensberatung in Anspruch genommen haben, während es knapp 230 000 Erstanträge und über 300 000 Asylentscheidungen im selben Jahr gab (bitte ausführen)? Derzeit wird an allen Standorten an denen Asylanträge bearbeitet werden (bis auf zwei Standorte) eine gemäß § 12a AsylG bundesgeförderte Asylverfahrensberatung angeboten. Die Außenstelle Düsseldorf ist nicht direkt an eine Unterbringungseinrichtung angegliedert. Die Antragsteller, deren Asylanträge in Düsseldorf bearbeitet werden, sind in umliegenden Unterbringungseinrichtungen untergebracht, in denen in der Regel auch die Asylverfahrensberatung angeboten wird. Der Standort Deggendorf kann aktuell nicht abgedeckt werden. Die Anzahl der im ersten Halbjahr 2025 im Rahmen von Projekten i. S. d. § 12a AsylG beratenen Personen liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Bei der Asylverfahrensberatung handelt es sich um Angebot an Schutzsuchende, welches freiwillig in Anspruch genommen werden kann. Gründe Asylsuchender bzw. Asylantragstellender für oder gegen eine freiwillige Inanspruchnahme der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung sind nicht bekannt. In der Folge kann auch keine Bewertung hinsichtlich der Diskrepanz zwischen der Zahl der Inanspruchnahme der Asylverfahrensberatung und der Gesamtzahl der Antragstellenden erfolgen. 30. Inwiefern hat die Bundesregierung die Bundesländer bzw. Ausländerbehörden darüber informiert, dass Letzteren nach einer unanfechtbaren Asylentscheidung eine eigenständige Prüfpflicht zur Einhaltung des Grundsatzes der Nichtzurückweisung aus Artikel 5 der EU- Rückführungsrichtlinie zukommt (vgl. Antwort zu Frage 30 auf Bundestagsdrucksache 20/14923, bitte ausführen), und was ist der Bundesregierung, z. B. aus entsprechenden Gesprächen bzw. einem Austausch mit den Bundesländern, dazu bekannt, wie die Ausländerbehörden in der Praxis dieser Prüfpflicht nachkommen (bitte ausführen)? Auf die Antwort zu Frage 30 auf Bundestagsdrucksache 20/14923 und die dort beschriebenen Zuständigkeiten wird verwiesen. Das BAMF hat sich anlassbezogen mit Ländern zum Urteil des EuGH vom 17. Oktober 2024 in der Rechtssache C-156/23 ausgetauscht. 31. Welche Angaben für das erste Halbjahr 2025 lassen sich zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender machen (bitte zum Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)? Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Top 10 der Herkunftsländer geprüfte Dokumente Dokumente ohne Beanstandung beanstandete Dokumente Anteil der beanstandeten Dokumente in Prozent Gesamt 85.901 83.683 2.218 2,6 davon: Syrien 23.631 23.117 514 2,2 Afghanistan 23.849 22.626 1223 5,4 Türkei 8.249 8.104 145 1,8 Irak 3.178 3.128 50 1,6 Somalia 1.010 970 40 4,1 Russische Föd. 2.653 2.635 18 0,7 Eritrea 879 865 14 1,6 Iran 2.886 2.871 15 0,5 Guinea 303 297 6 2,0 Kolumbien 1.585 1.580 5 0,3 32. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im ersten Halbjahr 2025 ausgezahlt? BAMF-Beitrag: Im ersten Halbjahr 2025 haben insgesamt 3 443 Personen eine Reintegrationsunterstützung im Rahmen von StarthilfePlus erhalten. Die Höhe der ausgezahlten Fördermittel beläuft sich dabei auf insgesamt 1 416 120,17 Euro. Die Gesamtsumme umfasst sowohl Auszahlungen für 187 Personen, die im ersten Halbjahr 2025 ausgereist sind, als auch Auszahlungen für 3 256 Personen, die bereits im Jahr 2024 ausgereist sind. Diese zeitliche Überschneidung ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen der Reintegrationsmaßnahmen im Zielland ein Teil der Fördermittel erst sechs bis acht Monate nach der freiwilligen Rückkehr zur Auszahlung kommt. Eine detaillierte Übersicht der ausgezahlten Fördermittel, differenziert nach Förderart und aufgeschlüsselt nach den zehn wichtigsten Zielländern, beginnend mit dem Land mit der höchsten Anzahl an Ausreisen, ist der nachstehenden Tabelle 1 zu entnehmen (Quelle: Internationale Organisation für Migration – IOM). Eine Differenzierung danach, ob Leistungen an Asylsuchende oder abgelehnte Asylsuchende gezahlt wurden, ist nicht möglich. Tabelle 1: Im ersten Halbjahr 2025 über StarthilfePlus ausgezahlte Fördermittel, unabhängig vom Zeitpunkt der Ausreise, nach den zehn wichtigsten Zielländern. Geförderte Personen 2. finanzielle Starthilfe (in Euro)* Wohnen (in Euro)* Stufe D Wohnen und Medizin (in Euro)* Ausgezahlte Mittel (in Euro) Türkei 1.991 581.066,14 0,00 0,00 581.066,14 Russische Föd. 386 225.000,00 0,00 0,00 225.000,00 Irak 278 113.399,09 0,00 0,00 113.399,09 Aserbaidschan 174 0,00 156.532,34 0,00 156.532,34 Armenien 119 59.800,00 0,00 0,00 59.800,00 Iran 83 0,00 83.709,84 0,00 83.709,84 Tadschikistan 63 25.527,33 0,00 0,00 25.527,33 Mongolei 37 15.608,50 0,00 0,00 15.608,50 Nordmazedonien 31 0,00 0,00 6.500,03 6.500,03 Libanon 25 0,00 22.050,44 0,00 22.050,44 Summe 3.187 1.020.401,06 262.292,62 6.500,03 1.289.193,71 Gesamt 3.443 1.125.363,38 262.292,62 28.464,17 1.416.120,17 Die nachfolgenden Tabellen 2 und 3 beziehen sich auf Personen, die im ersten Halbjahr 2025 im Rahmen von StarthilfePlus eine Förderung erhalten haben und entweder bereits im Jahr 2024 (Tabelle 2) oder im ersten Halbjahr 2025 (Tabelle 3) ausgereist sind (Quelle: IOM). Tabelle 2: Anteil der im ersten Halbjahr 2025 geförderten Personen (bezogen auf Tabelle 1), die im Jahr 2024 ausgereist sind – nach den zehn wichtigsten Zielländern Jahr 2024 Geförderte Personen 2. finanzielle Starthilfe (in Euro)* Wohnen (in Euro)* Stufe D Wohnen und Medizin (in Euro)* Ausgezahlte Mittel (in Euro) Türkei 1.991 581.066,14 0,00 0,00 581.066,14 Russische Föd. 386 225.000,00 0,00 0,00 225.000,00 Irak 278 113.399,09 0,00 0,00 113.399,09 Armenien 119 59.800,00 0,00 0,00 59.800,00 Aserbaidschan 106 0,00 88.963,56 0,00 88.963,56 Tadschikistan 63 25.527,33 0,00 0,00 25.527,33 Iran 53 0,00 49.146,99 0,00 49.146,99 Mongolei 37 15.698,50 0,00 0,00 15.698,50 Algerien 25 8.200,00 0,00 0,00 8.200,00 Indien 22 11.179,84 0,00 0,00 11.179,84 Zwischensummen 3.080 1.039.870,90 138.110,55 0,00 1.177.981,45 Gesamt 3.256 1.125.363,

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