Bundesprogramm "Demokratie leben!" - Anlage zur Förderrichtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie (Antwort zu Drs. 21/3485)
Text
Bundesprogramm "Demokratie leben!" - Anlage zur Förderrichtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie (Antwort zu Drs. 21/3485)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/3734
21. Wahlperiode 21.01.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Birgit Bessin, Martin Reichardt,
Sebastian Maack, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/3485 –
Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – Anlage zur Förderrichtlinie zur
Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt,
Toleranz und Demokratie
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In der Anlage der Förderrichtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für
Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie heißt es
unter Nummer II.3.a im dritten Absatz: „Die Partnerschaften für Demokratie
sprechen demokratieskeptische Menschen durch teilhabeorientierte
Maßnahmen und Partizipation an, damit diese einen konstruktiven Umgang mit dem
Thema Demokratieskepsis entwickeln“.
1. Mit welcher Arbeitsdefinition des Begriffes „demokratieskeptische
Menschen“ arbeitet die Bundesregierung (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
2. Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Mensch demnach für die
Bundesregierung (vgl. Frage 1) als demokratieskeptisch eingeordnet
wird?
3. Unter welchen Kriterien gelten demnach (vgl. Frage 1) für die
Bundesregierung ggf. skeptische Menschen nicht als demokratieskeptisch?
Die Fragen 1 bis 3 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
„Demokratie leben!“ dient der Stärkung unserer freiheitlich demokratischen
Grundordnung. Demokratie lebt von staatsbürgerlicher Beteiligung auf allen
Ebenen, insbesondere vor Ort.
Für den Programmbereich Partnerschaften für Demokratie (PfD) gilt, dass die
jeweilige Kommune für die Umsetzung ihrer PfD vor Ort verantwortlich ist.
Die Partnerschaften kennen ihre jeweiligen lokalen Gegebenheiten und
Herausforderungen. Auf Basis ihrer Einschätzungen wählen sie eigenverantwortlich
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren,
Frauen und Jugend vom 20. Januar 2026 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Angebote und teilhabeorientierte Maßnahmen aus, die sich für Menschen mit
demokratieskeptischen Einstellungen eignen.
4. Gibt es hierzu (vgl. Frage 3) Vorgaben bzw. Verwaltungsvorschriften,
und wenn ja, welche?
Vorgaben finden sich in der Förderrichtlinie.
5. Gibt es Daten, welche belegen, wie viele demokratieskeptische
Menschen durch welche geförderten Bundesprogramme den konstruktiven
Umgang mit dem Thema Demokratieskepsis entwickeln konnten?
Das Förderziel wurde Anfang 2025 in das Programm aufgenommen. Zum
jetzigen Zeitpunkt liegen hierzu noch keine Daten vor.
6. Welche konkreten „teilhabeorientierten Maßnahmen“ und welche Form
von „Partizipation“ werden „demokratieskeptischen Menschen“ verstärkt
oder exklusiv angeboten, damit sie ihre „Demokratieskepsis“
überwinden können (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
7. Wie viele demokratieskeptische Menschen sind bisher in den Genuss
dieser „teilhabeorientierten Maßnahmen“ gekommen (vgl. Vorbemerkung
der Fragesteller)?
8. Welche finanziellen Mittel sind bisher in „teilhabeorientierte“
Maßnahmen und Partizipationsmaßnahmen geflossen (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
Die Fragen 6 bis 8 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Auswertung erfolgt nach Abschluss der laufenden
Verwendungsnachweislegung.
9. Wieso wird als Ziel der Maßnahmen nicht die Überwindung von
Demokratieskepsis angestrebt, sondern nur der „konstruktive Umgang“ damit
(vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
10. Was unterscheidet den gemeinen Demokratieskeptiker vom
Demokratieskeptiker mit konstruktivem Umgang (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
Die Fragen 9 und 10 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die individuelle Teilhabe an demokratischer
Meinungsbildung erfahrbar zu machen und zu stärken.
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ISSN 0722-8333]