Bilanz des ESF Plus-Förderprogramms Akti(F) Plus (Antwort zu Drs. 21/2307)
Text
Bilanz des ESF Plus-Förderprogramms Akti(F) Plus (Antwort zu Drs. 21/2307)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/2529
21. Wahlperiode 04.11.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Thomas Stephan, René Springer, Gerrit
Huy, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/2307 –
Bilanz des ESF Plus-Förderprogramms Akti(F) Plus
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Europäische Sozialfonds (ESF) wird gemeinsam von der Europäischen
Union (EU) und den Mitgliedstaaten finanziert. Für die Förderperiode des
ESF 2021 bis 2027 sind für Deutschland insgesamt rund 6,56 Mrd. Euro
vorgesehen, die sich auf den Bund und die Bundesländer aufteilen (www.bma
s.de/EN/Europe-and-the-World/European-Funds/ESF/esf-article.html#docf81
a347e-48ed-4938-a9a6-bda786bfd8afbodyText4).
Für einen Teil der geförderten Programme ist das Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS) federführend (www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-202
1-2027/Foerderprogramme/inhalt.html), darunter das Förderprogramm
Akti(F) Plus – Aktiv für Familien und ihre Kinder. Es richtet sich an Familien
bzw. Eltern mit Kindern, die Leistungen nach dem Zweiten Buch
Sozialgesetzbuch (SGB II) oder nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch
(SGB XII; auch ergänzende, sog. aufstockende Leistungen) beziehen;
Familien, die Kindergeldzuschlag beziehen oder Anspruch darauf haben; besondere
Zielgruppen, wie z. B. Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen.
Die Förderung beträgt mit dem ersten Aufruf ca. 46,2 Mio. Euro und dem
zweiten Aufruf ca. 24,3 Mio. Euro. Damit werden 55 Projekte gefördert.
1. Wie viele Personen oder Familien werden oder wurden nach Kenntnis
der Bundesregierung seit 2023 durch das Förderprogramm Akti(F) Plus
gefördert, wie viele davon haben keinen Schulabschluss, wie viele davon
haben keine Berufsausbildung, und wie viele davon haben einen
Hochschulabschluss (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Im Rahmen der zum 1. September 2023 gestarteten Vorhaben wurden bislang
10 293 Personen und 6 230 Familien gefördert. Von den beratenen Personen
haben
keinen Schulabschluss: 32 Prozent
keine Berufsausbildung: 62 Prozent
einen Hochschulabschluss (inklusive Fachhochschulabschluss): 14 Prozent.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
3. November 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Die Erhebung zum Bildungsstand ergibt eine gleichmäßige Verteilung in den
Bundesländern.
2. Wie lange waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Geförderten
vor der Förderung durchschnittlich arbeitslos?
72 Prozent der geförderten Personen waren zwölf Monate und länger vor der
Förderung arbeitslos.
3. Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung sichergestellt, dass die
angebotenen Beratungs- und Coachingangebote tatsächlich den aktuellen
Bedarf der Zielgruppe decken?
Dies wird sichergestellt über das Auswahlverfahren nach Maßgabe der in der
Förderrichtlinie festgelegten Auswahlkriterien, siehe auch unter www.esf.de/po
rtal/DE/ESF-Plus-2021-2027/Foerderprogramme/bmas/Artikel/aktif-plus_awk_
2023.html .
Diesbezüglich sind zwei der sieben Auswahlkriterien relevant:
Die „Darstellung der Ausgangssituation sowie des Handlungsbedarfs bezogen
auf die Zielgruppe(n) vor Ort (regionaler Bezug)“.
Hierbei sollte konkret deutlich werden, welcher Handlungsbedarf sich aus der
beschriebenen regionalen Ausgangslage ableitet unter Berücksichtigung der
Einschätzung der relevanten Akteure (Jobcenter/Agenturen für Arbeit,
Jugendämter, Kommune, ggfs. Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsstellen).
„Die Qualität des Projektkonzeptes“ in Bezug auf die Beschreibung der
vorgesehenen Aktivitäten zur Erreichung der Ziele des Vorhabens und Beitrag zu den
Programmzielen des ESF-Plus Programms Akti(F) Plus.
Relevant war, inwieweit die geplanten Projektaktivitäten ganzheitlich dazu
beitragen, die individuelle und familiäre Lebenssituation der adressierten
Zielgruppe(n) dauerhaft und nachhaltig zu verbessern. Dazu war der Beratungs-
und Unterstützungsansatz bezogen auf die spezifischen Bedarfe der
Zielgruppen und die entsprechenden Maßnahmen/Angebote und Instrumente zu
beschreiben.
Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung der Aktivitäten durch die jährlich zu
erbringenden Zwischennachweise. Im Rahmen eines Sachberichts werden u. a.
Angaben zu dem Beratungsansatz abgefragt.
4. Wie viele Personen konnten nach Kenntnis der Bundesregierung seit
2023 als Folge des Förderprogramms Akti(F) Plus in den regulären
Arbeitsmarkt integriert werden oder haben eine Ausbildungsstelle
angetreten (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Von den 2 506 ausgetretenen Teilnehmenden (Stand: Oktober 2025) konnten
500 Teilnehmende in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden und 78
Teilnehmende eine Ausbildung aufnehmen, weitere 147 befinden sich in einer
beruflichen Weiterbildung. Angaben liegen zu Projekten aus den Bundesländern
Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
vor. In den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-
Anhalt und Thüringen ist eine Förderung ausgeschlossen, da dort ländereigene
Programme gefördert werden.
Bundesland
Anzahl der
Teilnehmenden, die
ausgetreten sind
Der/die
Teilnehmende ist an
einer
allgemeinbildenden Schule
Der/die
Teilnehmende ist in
einer
beruflichen
Ausbildung
Der/die
Teilnehmende ist in
einer
beruflichen
Weiterbildung oder
Studium
Aufnahme einer
Arbeit oder
Selbständigkeit
Baden-Württemberg 209 2 4 16 27
Berlin 301 4 2 5 56
Bremen 24 0 3 6 1
Hessen 267 4 11 39 32
Mecklenburg
Vorpommern
411 13 9 43 154
Niedersachsen 330 13 6 10 41
NRW 844 7 36 24 161
Schleswig-Holstein 78 0 3 4 21
Saarland 42 0 4 0 7
Summe 2 506 43 78 147 500
5. Bei wie vielen Personen oder Familien gelang es nach Kenntnis der
Bundesregierung, seit 2023 durch das Förderprogramm Akti(F) Plus gemäß
dem Ziel der Förderung, die Lebenssituation und die gesellschaftliche
Teilhabe von Familien, die von sozialer Ausgrenzung und Armut bedroht
sind, zu verbessern (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?
Von den in der Antwort zu Frage 4 genannten Teilnehmenden konnten 93
Prozent ihre familiäre Situation verbessern.
Bundesland Anzahl Teilnehmende,
die ausgetreten sind
Anteil Teilnehmende mit Verbesserung der
sozialen Teilhabe und Stabilisierung der familiären
Situation
Baden-Württemberg 209 93 Prozent
Berlin 301 96 Prozent
Bremen 24 96 Prozent
Hessen 267 86 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern 411 96 Prozent
Niedersachsen 330 95 Prozent
NRW 844 94 Prozent
Saarland 42 79 Prozent
Schleswig-Holstein 78 95 Prozent
Summe 2 506 93 Prozent
6. Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung die Wirksamkeit der
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der geförderten Familien
überprüft und evaluiert, und wie wird gewährleistet, dass die Projekte zur
tatsächlichen Bekämpfung der Kinder- und Familienarmut beitragen?
Die Überprüfung der Wirksamkeit sämtlicher Maßnahmen des ESF‑Plus-
Bundesprogramms erfolgt im Rahmen einer Gesamtevaluation. Weitere
Informationen zum Monitoring und zur Evaluation sind auf der Internetseite des ESF
unter folgendem Link verfügbar: www.esf.de/portal/DE/ESF-Plus-2021-.
Darüber hinaus werden wertvolle Erkenntnisse aus einer Befragung der
ausgeschiedenen Teilnehmenden gewonnen, die unter anderem zu ihrem langfristigen
Verbleib sowie zu spezifischen Programmaspekten befragt werden.
7. Erhalten die Geförderten nach Kenntnis der Bundesregierung nach dem
erfolgreichen Abschluss der Förderung eine Art von Zertifikat oder
Ähnlichem, und wenn ja, welches?
Akti(F) Plus bietet Beratung und Coaching sowie im Wege der
Verweisberatung die Heranführung zu lokal und regional vorhandenen Bildungs-,
Ausbildungs- und anderen bedarfsspezifischen Hilfsangeboten an und übernimmt
dazu eine Lotsenfunktion. Eigene Maßnahmen mit Abschluss eines Zertifikats
sind daher nicht vorgesehen.
8. Ist nach Kenntnis der Bundesregierung nach dem Auslaufen des
Förderprogramms Akti(F) Plus eine Nachbetreuung der Geförderten geplant,
und wenn ja, wie wird diese finanziert?
Für die Dauer der Teilnahme im Rahmen der bis zu vier Jahren laufenden
Projekte besteht keine zeitlich festgelegte Begrenzung der Beratungszeit, diese
wird individuell je nach Bedarf durch den Träger festgelegt und bezieht bereits
die Nachbetreuung mit ein.
9. Wie hoch sind nach Kenntnis der Bundesregierung die Zuwendungen der
ESF Plus-Mittel für internes Personal, externes Personal, direkte
Sachkosten und Pauschalkosten seit 2023 (bitte nach Projekt oder Träger
aufschlüsseln)?
Die zuwendungsfähigen vorhabenbezogenen Gesamtausgaben umfassen
Ausgaben für internes Personal, externes Personal (Honorare), direkte
Sachausgaben und einen Pauschalsatz i. h. v. 13 Prozent der direkten Personalausgaben.
Bundesland Projektträger Projektname
Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben
Baden-
Württemberg
Caritasverband Bruchsal e. V. Aktivierung Coaching
Teilhabe
2 398 369,86
Baden-
Württemberg
AFQ I Service gGmbH amuvee.Karlsruhe Mission
umsetzen 2027
1 083 462,88
Baden-
Württemberg
PHOENIX Genossenschaft für
Beschäftigung und Bildung e. G.
KiZplus 5.0 2 973 512,49
Baden-
Württemberg
Spatzennest UG Kompetenzlabor zur
Selbststärkung von migrantischen
Familien in prekären
Lebenslagen
2 295 715,45
Baden-
Württemberg
Sozialunternehmen Neue Arbeit
gGmbH
SF – Starke Familien 1 503 860,34
Baden-
Württemberg
Diakonisches Werk Breisgau-
Hochschwarzwald
ZuWege – ZukunftsWege für
Familien
2 524 913,93
Berlin Gesellschaft für soziale
Unternehmensberatung mbH
Akti(F)-Plus
Vernetzungsstelle
1 150 405,31
Berlin Donner+Partner GmbH Sachsen Horizonte – Familien im
Blick
864 889,35
Berlin Aufwind e. V. Kultursensible
Familienberatung und berufliche
Orientierung in Reinickendorf
1 708 205,14
Berlin wortlaut Bildungswerkstatt UG
(haftungsbeschränkt)
Mitte(n)drin 760 546,49
Bundesland Projektträger Projektname
Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben
Berlin Verein für Berliner Stadtmission Netzwerk für Familien mit
Weit.Blick
2 908 654,20
Berlin Die Wille gGmbH Spandauer Familien Teilhabe
gelingend ausbauen
1 524 550,48
Bremen Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande
Bremen GmbH
Aktivierung von Familien 1 425 454,02
Bremen Freie Hansestadt Bremen Die Senatorin
für Arbeit, Soziales, Jugend und
Integration
Bremer Stadtteileltern 2 999 459,54
Hessen Bildungswerk der Hessischen
Wirtschaft e. V.
BENEFITplus im Landkreis
Fulda
1 665 039,25
Hessen Praxis GmbH Kooperationsverbund gegen
Armut und
Langzeitarbeitslosigkeit – 2.0
1 777 631,52
Hessen Caritasverband für den Bezirk Limburg
e. V.
Solidarität mit Familien 1 242 816,86
Hessen Kulturzentrum Schlachthof gGmbH Stärkung von Teilhabe und
Arbeit für Familien
2 012 088,00
Mecklenburg-
Vorpommern
Ausbildungsförderungszentrum
Friedland e. V.
Familien Strategien 3 000 000,00
Mecklenburg-
Vorpommern
RegioVision GmbH Schwerin Familienwerkstatt 2.0 2 039 927,19
Mecklenburg-
Vorpommern
Christliches Jugenddorfwerk
Deutschlands gemeinnütziger e. V. (CJD)
Kompetenzen fördern-
Orientierung geben-
miteinandermitmachen 2.0
2 959 090,12
Mecklenburg-
Vorpommern
BilSE - Bildungs-Service für Europa
GmbH, Institut für Bildung und
Forschung
U(H)rWerk+ 2 995 400,00
Niedersachsen Kreisvolkshochschule Wesermarsch
GmbH
Arbeit und Familie PLUS 1 328 500,60
Niedersachsen Caritasverband für den Landkreis Peine
e. V.
ArbeitsChancen entdecken –
Familien begleiten
1 186 590,00
Niedersachsen Nestor Bildungsinstitut GmbH BLICKPUNKT 1 392 341,28
Niedersachsen Basys gGmbH Familien optimal stützen 2.0 884 284,13
Niedersachsen kvhs Ammerland gGmbH Familienzentrierte
aufsuchende Beratung – Ammerland im
Dialog
2 923 638,95
Niedersachsen Volkshochschule Papenburg gGmbH Family Live – Raus ins
Leben
2 985 467,66
Niedersachsen Impuls-Gemeinnützige Gesellschaft für
Arbeit und Qualifizierung Landkreis
Hameln-Pyrmont mbH
gemeinsamSTARK 1 824 084,37
Niedersachsen VHS Göttingen Osterode gGmbH Teilhabe und Arbeit für
Familien Plus
2 981 545,86
Nordrhein-
Westfalen
Jobcenter Kreis Warendorf (Allein)Erziehende und ihren
Nachwuchs Nachhaltig
Aktivieren
1 035 632,19
Nordrhein-
Westfalen
Gemeinnützige Sozialpsychiatrische
Gesellschaft Niederberg mbH
ANKER PLUS 2 600 502,94
Bundesland Projektträger Projektname
Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben
Nordrhein-
Westfalen
Werkstatt im Kreis Unna GmbH ChanGe –
Armutsfolgenbekämpfung und Chancen-
Gerechtigkeit – der Weg zu
einer gelingenden Praxis im
Kreis Unna
2 895 217,69
Nordrhein-
Westfalen
VSB gGmbH Familien in Oberberg
unterstützen und stärken Plus
2 400 570,03
Nordrhein-
Westfalen
Verein für allgemeine und berufliche
Weiterbildung (VabW e. V.)
Familien in Teilhabe und
Arbeit
2 585 800,13
Nordrhein-
Westfalen
WertArbeit Steinfurt gGmbH Ein
Sozialunternehmen des Kreises Steinfurt
Familien orientieren und
stärken im Kreis Steinfurt plus
2 868 392,56
Nordrhein-
Westfalen
rebeq GmbH Familiencoaching Gladbeck 1 202 498,12
Nordrhein-
Westfalen
Stadt Wuppertal/Ressort Kinder, Jugend
und Familie - Jugendamt
FamiliencoachingPlus
Wuppertal
2 993 809,65
Nordrhein-
Westfalen
Gemeinnützige
Beschäftigungsgesellschaft Herne mbH
Familien-informieren-
lotsenunterstützen
2 884 562,72
Nordrhein-
Westfalen
Propsteipfarrei St. Urbanus Familien-Kraftwerk 899 035,44
Nordrhein-
Westfalen
Stadt Hamm - Sozialamt Förderung der beruflichen
und sozialen Integration von
Familien und ihren Kindern
Plus
1 805 990,26
Nordrhein-
Westfalen
Pro Arbeit e. V. GAHI – Ganzheitliche Hilfe
für Alleinerziehende und
Familien im Kreis Gütersloh
1 981 904,82
Nordrhein-
Westfalen
low-tec gemeinnützige
Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH
Kooperationen zu
Armutsbekämpfung und
Arbeitsmarktintegration von Familien in
Düren
2 436 018,90
Nordrhein-
Westfalen
Caritasverband Lünen-Selm-Werne
e. V.
Network Werne – Netzwerk
für soziale Inklusion und
Armutsbekämpfung
1 161 798,07
Nordrhein-
Westfalen
IN VIA Paderborn e. V. Paderborner Haus der
Familie – Aktivitäten,
Beratung, Alltags- und Berufs-
Coaching für Familien
2 919 624,76
Nordrhein-
Westfalen
die kurbel - kath. Jugendwerk
Oberhausen gGmbH
Soziale Integration und
Teilhabe am Arbeitsmarkt in
Oberhausen Plus
2 778 626,48
Nordrhein-
Westfalen
Arbeiterwohlfahrt KV Solingen e. V. Sozialpädagogische
Begleitung von Familien in
Solingen zur Stärkung der
Integration und des
Empowermentansatzes
1 166 367,92
Nordrhein-
Westfalen
Stadt Köln/Amt für Weiterbildung -
Volkshochschule Köln
Stark in die Zukunft 1 230 537,41
Nordrhein-
Westfalen
GrünBau gGmbH Teilhabe und Arbeit für
Familien Plus
2 983 499,76
Nordrhein-
Westfalen
Stadt Krefeld Wir im Quartier Plus 2 027 976,43
Nordrhein-
Westfalen
Caritasverband für die Stadt Köln e. V. ZentralE – Zentrum für
alleinerziehende Eltern 2.0
2 908 285,53
Bundesland Projektträger Projektname
Gesamtbetrag der
förderfähigen
Ausgaben
Saarland Zentrum für Bildung und Beruf Saar
gGmbH in Burbach
Familien-Info-Saarbrücken 1 114 146,63
Saarland Diakonisches Werk an der Saar gGmbH via Plus – Wege für Familien
und ihre Kinder
1 816 328,82
Schleswig-
Holstein
Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG Familien entdecken
Empowerment
938 965,01
Schleswig-
Holstein
Frauennetzwerk zur Arbeitssituation
e. V.
FiF – Familien im Fokus:
Ganzheitliches Coaching für
die ganze Familie, einzelne
Familienmitglieder und
Alleinerziehende zur Gestaltung
einer tragfähigen und
selbstbestimmten Zukunft.
968 231,24
10. Wie wird nach Kenntnis der Bundesregierung die korrekte Verwendung
der Fördermittel im Rahmen des Akti(F) Plus-Programms überwacht,
und welche Maßnahmen gibt es, um Missbrauch der Fördermittel
präventiv zu verhindern?
Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) ist als
programmumsetzende Stelle gemeinsam mit dem BMAS dafür verantwortlich,
das ESF‑Plus-Bundesprogramm im Einklang mit dem Grundsatz der
wirtschaftlichen Haushaltsführung zu verwalten und die finanziellen Mittel im
Einklang mit den im Rahmen des ESF‑Plus-Bundesprogramms festgelegten
Programmzielen zweckmäßig einzusetzen.
Die Verwaltungsbehörde des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist
gemäß Artikel 74 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 1060/2021
verpflichtet, wirksame und angemessene Maßnahmen zur Betrugs- und
Korruptionsprävention umzusetzen. Ziel ist es, finanzielle Schäden zu vermeiden und
das Vertrauen in die Integrität der öffentlichen Verwaltung zu wahren. Hierzu
wird ein umfassendes Verwaltungs- und Kontrollsystem angewendet, das
darauf ausgerichtet ist, betrügerisches Verhalten zu verhindern, aufzudecken und
seine Folgen zu korrigieren. Ein besonderes Augenmerk gilt der
Früherkennung von Betrugsindikatoren sowie der Vermeidung von Interessenkonflikten.
Grundlage hierfür bilden Artikel 61 der Haushaltsordnung der Europäischen
Union sowie die Leitlinien der Europäischen Kommission zur Vermeidung von
Interessenkonflikten.
Kontrollen erfolgen auf mehreren Ebenen: durch die ESF Plus-Verwaltungs-,
Bescheinigungs- und Prüfbehörden sowie deren zwischengeschaltete Stellen,
ferner durch die Europäische Kommission und den Europäischen
Rechnungshof. Die ESF Plus-Verwaltungsbehörde des Bundes bewertet regelmäßig
bestehende Betrugsrisiken, analysiert Eintrittswahrscheinlichkeiten und
Auswirkungen und optimiert bei Bedarf die bestehenden Verfahren. Hinweise auf
Betrugsoder Korruptionsverdachtsfälle werden vertraulich behandelt und unverzüglich
geprüft. Alle beteiligten Stellen sind verpflichtet, begründeten Verdachtsfällen
nachzugehen und gegebenenfalls die zuständigen Ermittlungsbehörden sowie
das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) zu informieren.
11. Wie viele Personalstellen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung für
das Förderprogramm Akti(F) Plus für die Projekte bei den Trägern neu
geschaffen (bitte nach Vollzeitstellen, Teilzeitstellen oder Minijobs je
Projekt oder Träger aufschlüsseln)?
Von den 55 Vorhaben wurden insgesamt 149 Vollzeitstellen sowie 469
Teilzeitstellen beantragt und genehmigt.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
Relationen
- answered_by → Bundesministerium für Arbeit und Soziales
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Bilanz des ESF Plus-Förderprogramms Akti(F) Plus (Antwort)