Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2025 (Haushaltsgesetz 2025 - HG 2025) hier: Einzelplan 09 Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Entschließungsantrag zu Drs. 21/500, 21/501, 21/1064, 21/1061, 21/1062)
Text
Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2025 (Haushaltsgesetz 2025 - HG 2025) hier: Einzelplan 09 Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Entschließungsantrag zu Drs. 21/500, 21/501, 21/1064, 21/1061, 21/1062)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/1662
21. Wahlperiode 15.09.2025
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Leif-Erik Holm, Steffen Kotré, Dirk Brandes, Enrico Komning,
Raimond Scheirich, Bernd Schattner, Uwe Schulz, Adam Balten, Dr. Rainer Kraft,
Christian Reck, Manfred Schiller, Alexander Arpaschi, Dr. Christoph Birghan, René
Bochmann, Erhard Brucker, Thomas Dietz, Tobias Ebenberger, Rainer Galla, Hans-
Jürgen Goßner, Dr. Ingo Hahn, Udo Theodor Hemmelgarn, Stefan Henze, Karsten
Hilse, Nicole Höchst, Steffen Janich, Dr. Malte Kaufmann, Dr. Michael Kaufmann,
Rocco Kever, Knuth Meyer-Soltau, Arne Raue, Jan Wenzel Schmidt, Dr. Paul
Schmidt, Mathias Weiser, Ulrich von Zons und der Fraktion der AfD
zu der dritten Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung
– Drucksachen 21/500, 21/501, 21/1064, 21/1061, 21/1062 –
Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des
Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2025
(Haushaltsgesetz 2025 – HG 2025)
hier: Einzelplan 09
Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft
und Energie
Der Bundestag wolle beschließen:
I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
1. Die Belastung unserer Bürger und Unternehmen mit Steuern und Abgaben
ist im internationalen Vergleich seit langem zu hoch und verringert damit die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Landes. Hinzu kommen die
massiven wirtschaftlichen Probleme, die sich aus einer vollkommen verfehlten
Energie- und interventionistischen Wirtschaftspolitik der Bundesregierung
ergeben.1
2. Zusätzlich belastet eine ausufernde Bürokratie Bürger und Unternehmen.
Diese ist einhergehend mit der Politik der Einschränkung der
wirtschaftlichen Freiheit der Bürger und Unternehmen zur Finanzierung und Realisie-
1 Siehe Begründung, Absätze 1–3
rung der Transformation zur sogenannten „sozial-ökologischen
Marktwirtschaft“ auf ein Rekordniveau gestiegen.2
3. Der starke Anstieg insbesondere der Energie- und Nahrungsmittelpreise hat
sich mittlerweile auf einem hohen Niveau in Verbraucherpreisen festgesetzt.
Bürger haben enorme Verluste in ihrer Kaufkraft und bei ihren Ersparnissen
erlitten und leiden unter den gestiegenen Verbraucherpreisen. Unternehmen,
insbesondere in energieintensiven Industrien, sind unter diesen Bedingungen
nicht mehr international wettbewerbsfähig und verlagern Investitionen und
Produktion ins Ausland.3
4. Deutschland ist daher vor Jahren in eine Rezession gerutscht und droht ohne
entscheidende Politikänderung in eine langanhaltende Stagnation oder gar in
eine Depression zu fallen. Um eine Abwärtsspirale in die Depression zu
verhindern und um die Rezession zu überwinden sowie die Standortattraktivität
Deutschlands zu verbessern, muss die Bundesregierung endlich das ihr
Mögliche tun, um die private Konsum- und Investitionszurückhaltung in den
Griff zu bekommen.4
5. Statt Bürger und Unternehmen zu Instrumenten zur Erreichung
ideologischer Transformationsziele zu degradieren, ihnen die Wahlfreiheit zu
nehmen und Subventionen an Günstlinge zu verteilen, muss die wirtschaftliche
Freiheit der Bürger und Unternehmen wiederhergestellt werden. Bürgern
und Unternehmen wissen im Gegensatz zur Bundesregierung selbst am
besten, wofür sie ihre erwirtschafteten Einkommen verwenden können und
wollen.5
6. Hierfür sind die Voraussetzungen im Bundeshaushalt zu schaffen, denn die
Bundesregierung hat kein Einnahmenproblem, sondern ein Problem mit
sinnlosen Ausgaben für ideologische Projekte, die von den Steuerzahlern
finanziert werden müssen.6
II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf:
Die Bundesregierung soll unverzüglich eine Novelle zum Haushaltsgesetz 2025
gemäß den folgenden Maßgaben ausarbeiten und diese dem Deutschen Bundestag
zur Beratung vorlegen:
1. Die Novelle des Einzelplans des Bundesministeriums für Wirtschaft und
Energie soll mittels Kürzungen einen maßgeblichen Beitrag zur
Wiederherstellung der Handlungsfreiheit von Unternehmen und Bürgern sowie der
Erweiterung der steuerpolitischen Handlungsspielräume des Bundes
leisten.
2. Die eingesparten Haushaltsmittel im Einzelplan 09 werden nicht
umgewidmet. Sie ermöglichen, als wichtiger Beitrag,
a. die Senkung der Steuer- und Abgabenlast für Bürger und Unternehmen,
um private Investitionen zu ermöglichen, insbesondere die vollständige
Senkung der Stromsteuer für alle,
b. die Konsolidierung des Bundeshaushalts durch Einhaltung der
grundgesetzlichen Schuldenbremse und
2 Siehe Begründung, Absatz 4
3 Siehe Begründung, Absätze 5–6
4 Siehe Begründung, Absatz 7
5 Siehe Begründung, Absatz 8
6 Siehe Begründung, Absätze 9–10
c. den Abbau der Schuldenlast, um die jährlichen Zinszahlungen zu
verringern.
Berlin, den 15. September 2025
Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion
Begründung
1. Die Belastung mit Steuern und Sozialabgaben der Bürger in Deutschland ist nach einer Studie der OECD
die zweithöchste weltweit. Deutschland ist hier in einem negativen Sinne „Vize-Weltmeister“ mit einer
Durchschnittsbelastung von 47,9 Prozent für Alleinstehende und 40,9 Prozent für Familien im Jahr 2024.
Zum Vergleich: Der OECD-Schnitt für Alleinstehende liegt bei 34,9 Prozent und für Familien bei 29,5
Prozent.7 Die Belastung der Wirtschaft und speziell der Unternehmen durch Unternehmenssteuern sucht nach
OECD-Erhebungen weltweit ebenfalls ihresgleichen und lag mit durchschnittlich 29,93 Prozent in
Deutschland im Jahr 2024 weit über dem internationalen Durchschnitt von 23,9 Prozent.8
2. Der beschleunigte Ausbau von sogenannten „erneuerbaren Energien“ ist zentraler Bestandteil der verfehlten
Energiepolitik der Bundesregierung. Der beschleunigte Ausbau von Wind- und Solarkraftanlagen ist in
einem eher wind- und sonnenarmen Land wie Deutschland keine sinnvolle Maßnahme, um international
wettbewerbsfähige Strompreise anbieten zu können, da der beschleunigte Ausbau durch preissteigernde Steuern
und Abgaben auf Energieträger und steigenden Netzentgelten finanziert wird, die die staatlichen
Kostenbestandteile in den Energiekosten erhöhen. Sinkende Strompreise erhöhen hingegen den Subventionsbedarf
der sogenannten „erneuerbaren Energien“ aus dem Bundeshaushalt. Der beschleunigte Ausbau von
sogenannten „erneuerbaren Energien“ hat dazu geführt, dass die Kosten für die seit mehr als 20 Jahren anhaltende
Subventionierung nach dem EEG explodiert sind und jährlich zwischen 15 bis 20 Milliarden Euro
schwanken.9
3. Die fatale Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, äußert sich darin, dass das Ziel der Bundesregierung ist,
Unternehmen und Bürger zu lenken (die Bundesregierung nennt dies euphemistisch „Anreize zu schaffen“)
und zu instrumentalisieren, um politische Transformationspläne zu erreichen, statt sich darauf zu
beschränken, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Unternehmen und Bürger ihre eigenen Ziele
mit wirtschaftlichen Mitteln verfolgen können. Dies stellt einen Angriff auf die Grundpfeiler der
freiheitlichen Wirtschaftsordnung dar. Eines der Hauptinstrumente der Bundesregierung zur Einschränkung der
Wahlfreiheit der Bürger und Unternehmen sind neben Technologieverboten wieder Subventionen, die an
Unternehmen ausgereicht werden, die den politischen Transformationsplänen der Bundesregierung dienen.
Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatten schon im Jahr 2023 83 der 138 direkten Finanzhilfen des
7 https://www.oecd.org/tax/tax-policy/taxing-wages-brochure.pdf, S. 8 und S. 10 (Zuletzt abgerufen am
03.09.2025)
8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1225581/umfrage/unternehmenssteuern-ausgewaehlter-
laendern/ (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
9 https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1039794 (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
Bundes einen Bezug zu den klima- und umweltpolitisch geprägten Plänen der Bundesregierung.10 Hieran hat
sich auch im Haushaltsgesetz 2025 der neuen Bundesregierung nichts geändert. Steuer- und
abgabenpflichtige Unternehmen und Bürger finanzieren diese wettbewerbsverzerrenden Subventionen. Laut
Subventionsbericht des IfW für das Jahr 2024 beliefen sich die Finanzhilfen des Bundes auf 127,3 Milliarden Euro pro
Jahr, nach 208 Milliarden Euro im Vorjahr, während sie im Jahr 2021 noch 77 Milliarden Euro betrugen.11
4. Ein bedeutender Nebeneffekt dieser Steuer-, Energie- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ist eine
steigende Bürokratiebelastung. Die jährlichen Bürokratiekosten der Wirtschaft sind laut Antwort auf eine
Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion seit 2022 jährlich um etwa eine Milliarde Euro gestiegen und
haben bis 2024 mit jährlichen Kosten in Höhe von 67 Milliarden Euro einen Höchststand erreicht.12 Laut
Jahresbericht 2024 des Nationalen Normenkontrollrats ist der laufende jährliche Erfüllungsaufwand
zwischen 2020 und 2024 um ca. 22 Milliarden Euro auf ca. 27 Milliarden Euro gestiegen.13
5. Seit 2020 sind die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt durch hohe Inflationsraten bis Juli 2025
um 22,2 Prozent gestiegen. 14 Die inflationsbedingt stark gestiegenen Lebenshaltungskosten fallen bei
Familien und Geringverdienern in besonders hohem Maße ins Gewicht, weil sie einen deutlich höheren Anteil
ihres verfügbaren Einkommens hierfür aufwenden müssen. Hauptursächlich für die gestiegenen
Verbraucherpreise sind die extrem gestiegenen Strom-, Heiz- und Kraftstoffpreise sowie die gestiegenen
Nahrungsmittelpreise. Die Preise für Kraftstoffe, Strom, Erdgas und leichtes Heizöl sind zwischen Januar 2020 und
Juli 2025 um 25 bis 90 Prozent gestiegen.15
6. Unternehmen leiden ebenfalls unter den gestiegenen Energiepreisen und steigenden Lohn- und
Materialkosten. In vielen energieintensiven Unternehmen musste die Produktion eingeschränkt oder gar eingestellt
werden, da die hohen Energiepreise keinen wirtschaftlichen Betrieb mehr erlauben. Die Produktion in den
energieintensiven Industrien ist zwischen Januar 2022 und Juni 2025 um 20,8 Prozent gesunken, die Produktion
im gesamten verarbeitenden Gewerbe und im Bergbau ist im selben Zeitraum um 10,8 Prozent gesunken.16
Viele Unternehmen haben ihre Produktion ins Ausland verlagert oder planen eine Verlagerung ihrer
Produktion. Laut IW haben deutsche Unternehmen allein im Jahr 2023 insgesamt 93 Milliarden Euro mehr im
Ausland investiert, als ausländische Unternehmen in Deutschland investiert haben. Damit summieren sich die
deutschen Nettoinvestitionsabflüsse zwischen 2021 und 2023 auf 319 Milliarden Euro.17
7. Als Folge all dieser strukturellen Probleme und der Politik der Bundesregierung ist das Bruttoinlandsprodukt
im Jahr 2023 um 0,7 Prozent und im Jahr 2024 um 0,5 Prozent gesunken.18 Laut Gemeinschaftsdiagnose
Frühjahr 2025 wird selbst unter günstigen Bedingungen das Jahr 2025 mit einem Wachstum von 0,1 Prozent
gerechnet. Im Jahr 2029 soll das Potenzialwachstum nur noch bei 0,3 Prozent liegen.19
8. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute führen schon ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 aus:
„Damit Unternehmen und Haushalte wieder Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität fassen, scheint ein
Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik unerlässlich. Ein solcher Kurswechsel sollte zu weniger
Detailregelungen, weniger Subventionen für einzelne Unternehmen sowie weniger staatlich geförderter
Besitzstandswahrung und zu mehr Raum für marktwirtschaftliche Anpassungsprozesse an veränderte
Rahmenbedingungen führen.“20 Der von den Wirtschaftsforschungsinstituten geforderte wirtschaftspolitische Kurswechsel
darf sich nicht nur auf die Schaffung von Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität bzw. die Bekämpfung
10 https://www.nzz.ch/meinung/subventionen-und-markteingriffe-habecks-kurs-bedroht-die-deutsche-wirtschaft-ld.1850301 (Zuletzt abgerufen
am 03.09.2025)
11 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/der-kieler-bundesausgabenmonitor-2024-eine-empirische-strukturanalyse-des-bundeshaushalts-
33123/ (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
12 https://dserver.bundestag.de/btd/20/123/2012360.pdf, S. 2 (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
13 https://www.normenkontrollrat.bund.de/Webs/NKR/SharedDocs/Downloads/DE/Jahresberichte/2024-jahresbericht.pdf?__blob=publication-
File&v=3, S. 1(Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
14 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38504/umfrage/verbraucherpreisindex-in-deutschland/ (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
15 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_296_611.html (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
16 https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Industrie-Verarbeitendes-Gewerbe/_Grafik/_Interaktiv/produktionsentwicklung-
energieintensiven-industriezweige.html (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
17 https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/christian-rusche-hohe-abfluesse-deuten-auf-deindustrialisierung-hin.html (Zuletzt abgerufen
am 03.09.2025)
18 https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/wachstum-deutschlands-stagnation-ist-lange-eine-rezession-gewesen/100147158.html
(Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
19 https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2025/05/GD25F_final.pdf, S. 10 und S. 65 (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
20 https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2024/10/GD24H_final.pdf, S. 12 und S. 70 (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
der Konsum- und Investitionszurückhaltung beschränken, sondern muss Bürgern und Unternehmen wieder
die Möglichkeit geben, mit ihren eigenen wirtschaftlichen Mitteln, ihre eigenen Ziele zu verfolgen und
hierfür bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen.21
9. Dieser grundsätzliche Kurswechsel muss haushaltspolitisch flankiert werden. Der Haushalt des Bundes muss
drastischen Sparmaßnahmen unterzogen werden, hin zu einer klaren Fokussierung auf das notwendige
Minimum, um die Potenziale für die notwendigen fiskalpolitischen Maßnahmen zu schaffen bzw. um
Steuererleichterungen für Bürger und Unternehmen zu ermöglichen. Dies hat unter strikter Einhaltung der
grundgesetzlichen Schuldenbremse zu erfolgen, statt diese mit Schattenhaushalten wie dem Klima- und
Transformationsfonds (KTF) oder dem neuen Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) zu
umgehen.
10. Weiteres Einsparpotenzial im Bundeshaushalt zur Finanzierung von Steuerentlastungen für Bürger und
Unternehmen existiert bei der laufenden Bedienung der Bundeschuld. Seit 1991 sind die Schulden des
öffentlichen Gesamthaushalts von 599,5 Milliarden Euro auf 2510,5 Milliarden Euro (2024) gestiegen.22 Zum
31. März 2025 betrug der Schuldenstand insgesamt 2523,3 Milliarden Euro, wobei der Bund rund 70 Prozent
dieses Schuldenbergs verantwortet.23 Seit dem die EZB die Zinswende im Juli 2022 eingeleitet hat, sind
Staatsanleihen nicht mehr mit Nullzinsen oder gar einem Negativzins im Markt platzierbar.24 Damit
einhergehend sind die Zinsausgaben des Bundes förmlich explodiert, die im Jahr 2021 noch 3,9 Milliarden Euro
betrugen. Nach Zinsausgaben des Bundes von 15,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 haben sich diese bis 2023
fast verzehnfacht und betrugen im Jahr 2024 34,2 Mrd.25 Die Bundesregierung plant, die Schulden bis zum
Jahr 2029 um knapp 847 Milliarden Euro zu erhöhen. Entsprechend wird mit einer weiteren Verdopplung
der Zinsausgaben des Bundes auf mehr als 60 Milliarden Euro pro Jahr gerechnet.26
21 Hayek, F. A. v. (1944). The road to serfdom. [Chicago], University of Chicago Press
22 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164671/umfrage/oeffentlicher-gesamthaushalt-verschuldung/ (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
23 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/638/umfrage/verschuldung-von-bund-laendern-und-gemeinden/ (Zuletzt abgerufen am 03.09.2025)
24 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/ (Zuletzt abgerufen
am 03.09.2025)
25 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157800/umfrage/entwicklung-der-zinsausgaben-des-bundes-seit-1969/ (Zuletzt abgerufen am
03.09.2025)
26 https://www.n-tv.de/politik/Explodierende-Zinsausgaben-beunruhigen-Steuerzahlerbund-article25888501.html (Zuletzt abgerufen am
03.09.2025)
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