Entwurf eines Gesetzes zu den Änderungen vom 1. Juni 2024 der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005
Text
Entwurf eines Gesetzes zu den Änderungen vom 1. Juni 2024 der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005
[Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu den Änderungen vom 1. Juni 2024
der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005
A. Problem und Ziel
Die Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai
2005 (BGBl. 2007 II S. 930, 932) sind das zentrale völkerrechtliche
Instrument zur grenzüberschreitenden Bekämpfung von
Gesundheitsgefahren. In den Gesundheitskrisen der vergangenen Jahre,
insbesondere der COVID-19-Pandemie, erwiesen sich die IGV als teilweise
überarbeitungsbedürftig im Hinblick auf die internationale Koordinierung
der Reaktion auf eine Pandemie. Deshalb einigte man sich während
der 75. Weltgesundheitsversammlung 2022 auf einen umfassenden
Arbeitsprozess zur Änderung der IGV. Dieser Prozess baute auf den
Erkenntnissen der verschiedenen IGV-Prüfungsausschüsse auf, die das
Funktionieren der IGV und der globalen
Gesundheitssicherheitsarchitektur während der COVID-19-Pandemie untersucht haben.
Die 77. Weltgesundheitsversammlung in Genf hat am 1. Juni 2024
insbesondere folgende Änderungen der IGV angenommen:
• Einführung des Begriffs „pandemische Notlage“ (Artikel 1),
• Bezeichnung oder Einrichtung einer „nationalen IGV-
Koordinierungsstelle“ zur nationalen Koordinierung der Durchführung der IGV
(Artikel 1 und 4),
• Aufnahme von „Gerechtigkeit“ und „Solidarität“ als Grundsätze der
IGV (Artikel 3),
• Änderung einer bloßen Möglichkeit in ein Gebot für Vertragsstaaten,
bei unklaren Ereignissen betreffend die öffentliche Gesundheit die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiterhin zu informieren und
Drucksache 21/1508Deutscher Bundestag
21. Wahlperiode 08.09.2025
sich mit ihr rechtzeitig über geeignete Gesundheitsmaßnahmen
abzustimmen (Artikel 8),
• Änderung einer bloßen Möglichkeit in ein Gebot für die WHO, andere
Vertragsstaaten über Ereignisse, die eine gesundheitliche Notlage
von internationaler Tragweite darstellen können, zu informieren,
sofern der Vertragsstaat, auf dessen Hoheitsgebiet das Ereignis
stattfindet, eine Zusammenarbeit mit der WHO ablehnt und die
Größenordnung der Gefahr für die öffentliche Gesundheit eine solche
Information rechtfertigt (Artikel 10),
• Stärkung der Unterstützung der WHO für Vertragsstaaten bei
Gesundheitsschutzmaßnahmen, auch durch Erleichterung des
Zuganges zu maßgeblichen Gesundheitsprodukten, sowie Stärkung der
Zusammenarbeit der Vertragsstaaten untereinander und
Unterstützung der von der WHO koordinierten Schutzmaßnahmen durch die
Vertragsstaaten (Artikel 13),
• Einfügung, dass die WHO bei Abgabe von Empfehlungen gegenüber
den Vertragsstaaten gegebenenfalls die Notwendigkeit der
Erleichterung des internationalen Reiseverkehrs, insbesondere von im
Gesundheits- und Pflegewesen beschäftigten Personen, sowie die
Notwendigkeit der Aufrechterhaltung internationaler Versorgungsketten,
einschließlich derjenigen für maßgebliche Gesundheitsprodukte und
Lebensmittel, zu berücksichtigen hat (Artikel 18),
• Ermöglichung digitaler Gesundheitsdokumente (Artikel 35),
• Ergänzung der Zusammenarbeit der Vertragsstaaten untereinander
zur Stärkung einer nachhaltigen Finanzierung zur Förderung der
Durchführung der IGV (Artikel 44),
• Errichtung eines koordinierenden Finanzierungsmechanismus
(Artikel 44bis) sowie eines Ausschusses der Vertragsstaaten für die
Durchführung der IGV (Artikel 54bis),
• Ergänzungen und Spezifizierung der Kernkapazitäten für die
Verhütung und die Überwachung von sowie für das Treffen vorbereitender
Maßnahmen im Hinblick auf und für die Reaktion auf Gefahren für
die öffentliche Gesundheit und gesundheitliche Notlagen von
internationaler Tragweite (Anlage 1) und
• Anpassungen des Entscheidungsschemas für die zuständige
nationale Behörde zur Bewertung und Meldung von durch das nationale
Überwachungssystem festgestellten Ereignissen, die eine
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellen können,
insbesondere Aufnahme von Clustern von Fällen schwerer
Atemwegserkrankungen mit unbekannter oder neuer Ursache in das
Entscheidungsschema (Anlage 2).
Die Änderungen ermöglichen es der WHO und den Vertragsstaaten,
schneller und effizienter auf Gefahren für die öffentliche Gesundheit zu
reagieren und hierdurch die Bevölkerung zu schützen.
Die Bundesrepublik Deutschland ist Vertragspartei der IGV. Die von der
77. Weltgesundheitsversammlung angenommenen Änderungen der
IGV treten am 19. September 2025 völkerrechtlich in Kraft.
Innerstaatlich erfordern die Änderungen ein Vertragsgesetz gemäß Artikel 59
Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 2 –
B. Lösung
Mit dem vorliegenden Gesetz sollen die Voraussetzungen für die
völkerrechtliche Bindung der Bundesrepublik Deutschland an die von der
77. Weltgesundheitsversammlung angenommenen Änderungen der
IGV geschaffen werden.
C. Alternativen
Keine.
Die Änderungen der IGV können innerstaatlich nicht durch
Rechtsverordnung der Bundesregierung gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Gesetzes
vom 20. Juli 2007 zu den Internationalen Gesundheitsvorschriften
(2005) (IGV) vom 23. Mai 2005 (BGBl. 2007 II S. 930) in Kraft gesetzt
werden, da sie umfassend und grundlegender Art sind. Ein
Inkraftsetzen mittels einer Rechtsverordnung kann nur bei Änderungen „nicht
grundlegender“ Natur oder bei Änderungen „technischer Details“
erfolgen (siehe dazu BT-Drs. 16/5387 S. 11 f.).
D. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand
Keine.
E. Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger
Keiner.
E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft
Den in § 8 Absatz 1 und § 13 Absatz 1 des IGV-Durchführungsgesetzes
vom 21. März 2013 (BGBl. I S. 566) (IGV-DG) genannten Flughäfen
und Häfen entstehen aufgrund der Erweiterung der in Anlage 1 Teil B
Absatz 2 Buchstabe b IGV genannten Kernkapazitäten auf den
Abschluss von Vereinbarungen mit Laboren zur Untersuchung von Proben
ein nicht quantifizierbarer Erfüllungsaufwand, sofern solche
Vereinbarungen nicht ohnehin bereits bestehen.
Für Gelbfieber-Impfstellen nach § 7 Absatz 1 Satz 1 IGV-DG entsteht
aufgrund der Pflicht zur Ausfüllung einer Impf- oder
Prophylaxebescheinigung nach dem Muster in Anlage 6 IGV ein geringfügiger
Erfüllungsaufwand aufgrund der Erweiterung der notwendigen Angaben.
Davon Bürokratiekosten aus Informationspflichten
Keine.
E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung
Keiner.
F. Weitere Kosten
Keine.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 3 –
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DER BUNDESKANZLER
Berlin, 8. September 2025
An die
Präsidentin des
Deutschen Bundestages
Frau Julia Klöckner
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin,
hiermit übersende ich den von der Bundesregierung beschlossenen
Entwurf eines Gesetzes zu den Änderungen vom 1. Juni 2024 der Internationalen
Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005
mit Begründung und Vorblatt (Anlage).
Ich bitte, die Beschlussfassung des Deutschen Bundestages herbeizuführen.
Federführend ist das Bundesministerium für Gesundheit.
Der Gesetzentwurf ist dem Bundesrat am 15. August 2025 als besonders eilbedürftig
zugeleitet worden.
Die Stellungnahme des Bundesrates zu dem Gesetzentwurf sowie die Auffassung der
Bundesregierung zu der Stellungnahme des Bundesrates werden unverzüglich
nachgereicht.
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Merz
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 5 –
E n t w u r f
Gesetz
zu den Änderungen vom 1. Juni 2024
der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005
Vom 2025
Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrates das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Den in Genf am 1. Juni 2024 von der 77. Weltgesundheitsversammlung angenommenen Änderungen der Artikel 1
bis 6, 8, 10 bis 13, 15 bis 21, 23, 24, 25, 27, 28, 35, 37, 43 bis 45, 48 bis 50, 53 bis 54bis und 60 sowie der Anlagen 1
bis 4 und 6 bis 8 der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) (BGBl. 2007 II S. 930, 932), die zuletzt durch
die in Genf am 28. Mai 2022 von der 75. Weltgesundheitsversammlung angenommenen Änderungen der Artikel 55,
59, 61, 62 und 63 (BGBl. 2024 II Nr. 203, S. 3) geändert worden sind, wird zugestimmt. Die Änderungen werden
nachstehend mit einer amtlichen deutschen Übersetzung veröffentlicht.
Artikel 2
Durch dieses Gesetz in Verbindung mit den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) werden die
Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes), der Freiheit der Person
(Artikel 2 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes), des Brief- und Postgeheimnisses (Artikel 10 des Grundgesetzes) und
der Freizügigkeit (Artikel 11 Absatz 1 des Grundgesetzes) eingeschränkt.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 7 –
Artikel 3
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem die Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) nach ihrem Artikel 59
Absatz 2 für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten, ist im Bundesgesetzblatt bekannt zu geben.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 8 –
Begründung zum Vertragsgesetz
Zu Artikel 1
Am 1. Juni 2024 hat die 77. Weltgesundheitsversammlung Änderungen der
Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005 (BGBl.
2007 II S. 930, 932) angenommen. Auf die Änderungen der IGV findet Artikel 59
Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes Anwendung, da sich die Änderungen auf
Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen.
Die Änderungen und Ergänzungen der IGV können nicht durch
Rechtsverordnung der Bundesregierung gemäß Artikel 4 Absatz 2 des Gesetzes vom 20. Juli
2007 zu den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai
2005 (BGBl. 2007 II S. 930) in Kraft gesetzt werden. Nach Artikel 4 Absatz 2 des
Gesetzes zu den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom
23. Mai 2005 wird die Bundesregierung nach dem Willen des Gesetzgebers
ermächtigt, nicht grundlegende Änderungen oder technische Details durch
Rechtsverordnung in Kraft zu setzen (BT-Drs. 16/5387 S. 11 f.). Da eine Vielzahl von
Anpassungen in der überwiegenden Anzahl der Artikel der IGV vorgenommen
werden, liegen nicht nur Änderungen von technischen Details der IGV vor,
sondern es ist eine grundlegendere Änderung gegeben.
Dieses Gesetz bedarf nach Artikel 84 Absatz 1 Satz 6 des Grundgesetzes der
Zustimmung des Bundesrates, weil die Änderungen der IGV Regelungen des
Verwaltungsverfahrens enthalten, die sich auch an die Länder richten.
Zu Artikel 2
Artikel 2 entspricht dem Erfordernis des Artikels 19 Absatz 1 Satz 2 des
Grundgesetzes.
Zu Artikel 3
Die Bestimmung des Absatzes 1 entspricht dem Erfordernis des Artikels 82
Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes.
Nach Absatz 2 ist der Zeitpunkt, in dem die Änderungen der IGV nach Artikel 59
Absatz 2 IGV für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten, im
Bundesgesetzblatt bekannt zu geben.
Schlussbemerkung
Das vorliegende Gesetz ist mit dem Recht der Europäischen Union und mit
völkerrechtlichen Verträgen, die die Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen
hat, vereinbar. Mit dem vorliegenden Gesetz sollen die Voraussetzungen für die
völkerrechtliche Bindung der Bundesrepublik Deutschland an die von der
77. Weltgesundheitsversammlung angenommenen Änderungen der IGV
geschaffen werden.
Das Gesetz steht im Einklang mit den Leitgedanken der Bundesregierung zur
nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
(DNS). Indem das Gesetz die Voraussetzungen für die innerstaatliche
Wirksamkeit der IGV-Änderungen schafft und damit eine schnellere Handlungsfähigkeit
bei Gesundheitskrisen ermöglicht, dient es insbesondere dem
Nachhaltigkeitsziel 3 der DNS „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters
gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“. Mit seinen Regelungen erfüllt es zugleich das
Nachhaltigkeitsprinzip 3 Buchstabe b der DNS, nach dem Gefahren und
unvertretbare Risiken für die menschliche Gesundheit zu vermeiden sind. Zudem wird
das Nachhaltigkeitsziel 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele:
Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung
wiederbeleben“ unterstützt.
Den Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung entsteht durch das vorliegende
Gesetz kein Erfüllungsaufwand.
Den in § 8 Absatz 1 und § 13 Absatz 1 des IGV-Durchführungsgesetzes vom
21. März 2013 (BGBl. I S. 566) (IGV-DG) genannten Flughäfen und Häfen
entsteht aufgrund der Erweiterung der in Anlage 1 Teil B Absatz 2 Buchstabe b IGV
genannten Kernkapazitäten auf den Abschluss von Vereinbarungen mit Laboren
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 9 –
zur Untersuchung von Proben ein nicht quantifizierbarer Erfüllungsaufwand,
sofern solche Vereinbarungen nicht ohnehin bereits bestehen.
Für Gelbfieber-Impfstellen im Sinne des § 7 Absatz 1 Satz 1 IGV-DG entsteht
aufgrund der Pflicht zur Ausfüllung einer Impf- oder Prophylaxebescheinigung nach
dem Muster in Anlage 6 IGV ein geringfügiger Erfüllungsaufwand aufgrund der
Erweiterung der notwendigen Angaben.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 10 –
Article 1
Definitions
1. For the purposes of the International Health Regulations (hereinafter “the IHR” or “Regulations”):
“affected” means persons, baggage, cargo, containers, conveyances, goods, postal parcels or human remains that are infected or
contaminated, or carry sources of infection or contamination, so as to constitute a public health risk;
“affected area” means a geographical location specifically for which health measures have been recommended by WHO under these
Regulations;
“aircraft” means an aircraft making an international voyage;
“airport” means any airport where international flights arrive or depart;
“arrival” of a conveyance means:
(a) in the case of a seagoing vessel, arrival or anchoring in the defined area of a port;
(b) in the case of an aircraft, arrival at an airport;
(c) in the case of an inland navigation vessel on an international voyage, arrival at a point of entry;
(d) in the case of a train or road vehicle, arrival at a point of entry;
“baggage” means the personal effects of a traveller;
“cargo” means goods carried on a conveyance or in a container;
“competent authority” means an authority responsible for the implementation and application of health measures under these
Regulations;
“container” means an article of transport equipment:
(a) of a permanent character and accordingly strong enough to be suitable for repeated use;
(b) specially designed to facilitate the carriage of goods by one or more modes of transport, without intermediate reloading;
(c) fitted with devices permitting its ready handling, particularly its transfer from one mode of transport to another; and
(d) specially designed as to be easy to fill and empty;
“container loading area” means a place or facility set aside for containers used in international traffic;
“contamination” means the presence of an infectious or toxic agent or matter on a human or animal body surface, in or on a product
prepared for consumption or on other inanimate objects, including conveyances, that may constitute a public health risk;
“conveyance” means an aircraft, ship, train, road vehicle or other means of transport on an international voyage;
“conveyance operator” means a natural or legal person in charge of a conveyance or their agent;
“crew” means persons on board a conveyance who are not passengers;
“decontamination” means a procedure whereby health measures are taken to eliminate an infectious or toxic agent or matter on a
human or animal body surface, in or on a product prepared for consumption or on other inanimate objects, including conveyances,
that may constitute a public health risk;
“departure” means, for persons, baggage, cargo, conveyances or goods, the act of leaving a territory;
“deratting” means the procedure whereby health measures are taken to control or kill rodent vectors of human disease present in
baggage, cargo, containers, conveyances, facilities, goods and postal parcels at the point of entry;
“Director-General” means the Director-General of the World Health Organization;
“disease” means an illness or medical condition, irrespective of origin or source, that presents or could present significant harm to
humans;
“disinfection” means the procedure whereby health measures are taken to control or kill infectious agents on a human or animal body
surface or in or on baggage, cargo, containers, conveyances, goods and postal parcels by direct exposure to chemical or physical
agents;
“disinsection” means the procedure whereby health measures are taken to control or kill the insect vectors of human diseases present
in baggage, cargo, containers, conveyances, goods and postal parcels;
“event” means a manifestation of disease or an occurrence that creates a potential for disease;
“free pratique” means permission for a ship to enter a port, embark or disembark, discharge or load cargo or stores; permission for an
aircraft, after landing, to embark or disembark, discharge or load cargo or stores; and permission for a ground transport vehicle, upon
arrival, to embark or disembark, discharge or load cargo or stores;
“goods” mean tangible products, including animals and plants, transported on an international voyage, including for utilization on board
a conveyance;
“ground crossing” means a point of land entry in a State Party, including one utilized by road vehicles and trains;
“ground transport vehicle” means a motorized conveyance for overland transport on an international voyage, including trains, coaches,
lorries and automobiles;
“health measure” means procedures applied to prevent the spread of disease or contamination; a health measure does not include
law enforcement or security measures;
“ill person” means an individual suffering from or affected with a physical ailment that may pose a public health risk;
“infection” means the entry and development or multiplication of an infectious agent in the body of humans and animals that may
constitute a public health risk;
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 11 –
“inspection” means the examination, by the competent authority or under its supervision, of areas, baggage, containers, conveyances,
facilities, goods or postal parcels, including relevant data and documentation, to determine if a public health risk exists;
“international traffic” means the movement of persons, baggage, cargo, containers, conveyances, goods or postal parcels across an
international border, including international trade;
“international voyage” means:
(a) in the case of a conveyance, a voyage between points of entry in the territories of more than one State, or a voyage between
points of entry in the territory or territories of the same State if the conveyance has contacts with the territory of any other State on
its voyage but only as regards those contacts;
(b) in the case of a traveller, a voyage involving entry into the territory of a State other than the territory of the State in which that
traveller commences the voyage;
“intrusive” means possibly provoking discomfort through close or intimate contact or questioning;
“invasive” means the puncture or incision of the skin or insertion of an instrument or foreign material into the body or the examination
of a body cavity. For the purposes of these Regulations, medical examination of the ear, nose and mouth, temperature assessment
using an ear, oral or cutaneous thermometer, or thermal imaging; medical inspection; auscultation; external palpation; retinoscopy;
external collection of urine, faeces or saliva samples; external measurement of blood pressure; and electrocardiography shall be
considered to be non-invasive;
“isolation” means separation of ill or contaminated persons or affected baggage, containers, conveyances, goods or postal parcels
from others in such a manner as to prevent the spread of infection or contamination;
“medical examination” means the preliminary assessment of a person by an authorized health worker or by a person under the direct
supervision of the competent authority, to determine the person’s health status and potential public health risk to others, and may
include the scrutiny of health documents, and a physical examination when justified by the circumstances of the individual case;
“National IHR Authority” means the entity designated or established by the State Party at the national level to coordinate the
implementation of these Regulations within the jurisdiction of the State Party;
“National IHR Focal Point” means the national centre, designated by each State Party, which shall be accessible at all times for
communications with WHO IHR Contact Points under these Regulations;
“Organization” or “WHO” means the World Health Organization;
“pandemic emergency” means a public health emergency of international concern that is caused by a communicable disease and:
(i) has, or is at high risk of having, wide geographical spread to and within multiple States; and
(ii) is exceeding, or is at high risk of exceeding, the capacity of health systems to respond in those States; and
(iii) is causing, or is at high risk of causing, substantial social and/or economic disruption, including disruption to international traffic
and trade; and
(iv) requires rapid, equitable and enhanced coordinated international action, with whole-of-government and whole-of-society
approaches;
“permanent residence” has the meaning as determined in the national law of the State Party concerned;
“personal data” means any information relating to an identified or identifiable natural person;
“point of entry” means a passage for international entry or exit of travellers, baggage, cargo, containers, conveyances, goods and
postal parcels as well as agencies and areas providing services to them on entry or exit;
“port” means a seaport or a port on an inland body of water where ships on an international voyage arrive or depart;
“postal parcel” means an addressed article or package carried internationally by postal or courier services;
“public health emergency of international concern” means an extraordinary event which is determined, as provided in these Regulations:
(i) to constitute a public health risk to other States through the international spread of disease; and
(ii) to potentially require a coordinated international response;
“public health observation” means the monitoring of the health status of a traveller over time for the purpose of determining the risk of
disease transmission;
“public health risk” means a likelihood of an event that may affect adversely the health of human populations, with an emphasis on
one which may spread internationally or may present a serious and direct danger;
“quarantine” means the restriction of activities and/or separation from others of suspect persons who are not ill or of suspect baggage,
containers, conveyances or goods in such a manner as to prevent the possible spread of infection or contamination;
“recommendation” and “recommended” refer to temporary or standing recommendations issued under these Regulations;
“relevant health products” means those health products needed to respond to public health emergencies of international concern,
including pandemic emergencies, which may include medicines, vaccines, diagnostics, medical devices, vector control products,
personal protective equipment, decontamination products, assistive products, antidotes, cell- and gene-based therapies, and other
health technologies;
“reservoir” means an animal, plant or substance in which an infectious agent normally lives and whose presence may constitute a
public health risk;
“road vehicle” means a ground transport vehicle other than a train;
“scientific evidence” means information furnishing a level of proof based on the established and accepted methods of science;
“scientific principles” means the accepted fundamental laws and facts of nature known through the methods of science;
“ship” means a seagoing or inland navigation vessel on an international voyage;
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 12 –
“standing recommendation” means non-binding advice issued by WHO for specific ongoing public health risks pursuant to Article 16
regarding appropriate health measures for routine or periodic application needed to prevent or reduce the international spread of
disease and minimize interference with international traffic;
“surveillance” means the systematic ongoing collection, collation and analysis of data for public health purposes and the timely
dissemination of public health information for assessment and public health response as necessary;
“suspect” means those persons, baggage, cargo, containers, conveyances, goods or postal parcels considered by a State Party as
having been exposed, or possibly exposed, to a public health risk and that could be a possible source of spread of disease;
“temporary recommendation” means non-binding advice issued by WHO pursuant to Article 15 for application on a time-limited,
riskspecific basis, in response to a public health emergency of international concern, so as to prevent or reduce the international spread
of disease and minimize interference with international traffic;
“temporary residence” has the meaning as determined in the national law of the State Party concerned;
“traveller” means a natural person undertaking an international voyage;
“vector” means an insect or other animal which normally transports an infectious agent that constitutes a public health risk;
“verification” means the provision of information by a State Party to WHO confirming the status of an event within the territory or
territories of that State Party;
“WHO IHR Contact Point” means the unit within WHO which shall be accessible at all times for communications with the National IHR
Focal Point.
2. Unless otherwise specified or determined by the context, reference to these Regulations includes the annexes thereto.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 13 –
(Übersetzung)
Artikel 1
Begriffsbestimmungen
(1) Für die Zwecke der Internationalen Gesundheitsvorschriften (im Folgenden „IGV“ oder „Vorschriften“) gelten folgende
Begriffsbestimmungen:
„Abreise“ bedeutet im Hinblick auf Personen, Gepäck, Fracht, Beförderungsmittel oder Güter das Verlassen eines Hoheitsgebiets;
„Absonderung“ bedeutet die Absonderung von erkrankten oder verseuchten Personen oder von betroffenen Gepäckstücken,
Containern, Beförderungsmitteln, Gütern oder Postpaketen von anderen in einer Weise, dass die Ausbreitung der Infektion oder Verseuchung
verhindert wird;
„Ankunft“ eines Beförderungsmittels bedeutet
a) bei einem Seefahrzeug die Ankunft oder das Ankern in dem bezeichneten Gebiet eines Hafens;
b) bei einem Luftfahrzeug die Ankunft auf einem Flughafen;
c) bei einem Binnenschifffahrts-Fahrzeug auf internationaler Reise die Ankunft an einer Grenzübergangsstelle;
d) bei einem Eisenbahnzug oder einem Straßenfahrzeug die Ankunft an einer Grenzübergangsstelle;
„Anlauf- beziehungsweise Landeerlaubnis (free pratique)“ bedeutet die Genehmigung für ein Schiff, einen Hafen anzulaufen, die
Fahrgäste ein- oder auszuschiffen und das Be- und Entladen von Fracht oder Vorräten vorzunehmen, oder für ein Luftfahrzeug, die
Fluggäste nach der Landung ein- und aussteigen zu lassen und das Be- und Entladen von Fracht oder Vorräten vorzunehmen, oder für
Landfahrzeuge, die Fahrgäste nach der Ankunft ein- und aussteigen zu lassen und das Be- und Entladen von Fracht oder Vorräten
vorzunehmen;
„ärztliche Untersuchung“ bedeutet die vorläufige Beurteilung von Personen durch dazu befugtes medizinisches Personal oder durch
unter der unmittelbaren Aufsicht der zuständigen Behörde tätige Personen zur Bestimmung des gesundheitlichen Zustands und der
potentiellen Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die eine Prüfung der Gesundheitsdokumente wie auch die körperliche Untersuchung
umfassen kann, wenn die Umstände des Einzelfalls dies rechtfertigen;
„Beförderer“ bedeutet eine natürliche oder juristische Person oder ihren Vertreter, die oder der für eine Beförderung verantwortlich ist;
„Beförderungsmittel“ bedeutet ein Luftfahrzeug, ein Schiff, einen Eisenbahnzug, ein Straßenfahrzeug oder ein anderes
Beförderungsmittel auf internationaler Reise;
„Befreiung von Insekten“ bedeutet das Verfahren, bei dem Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung oder Vernichtung der in Gepäck,
Fracht, Containern, Beförderungsmitteln, Gütern und Postpaketen vorhandenen Insekten, die Überträger menschlicher Krankheiten
sein können, getroffen werden;
„Beobachtung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit“ bedeutet die Überwachung des Gesundheitszustands eines Reisenden über
einen bestimmten Zeitraum, um das Risiko der Übertragung einer Krankheit zu bestimmen;
„Besatzungsmitglieder“ bedeutet die Personen an Bord eines Beförderungsmittels, die keine Fahrgäste sind;
„Bestätigung“ bedeutet die Bereitstellung von Informationen durch einen Vertragsstaat an die WHO, um den Stand eines Ereignisses
im Hoheitsgebiet oder in den Hoheitsgebieten des betreffenden Vertragsstaats zu bestätigen;
„betroffen“ bedeutet Personen, Gepäck, Fracht, Container, Beförderungsmittel, Güter, Postpakete oder menschliche Überreste, die
infiziert oder verseucht sind oder Infektions- oder Verseuchungsquellen tragen, so dass sie eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit
darstellen;
„betroffenes Gebiet“ bedeutet insbesondere einen geographischen Ort, für den von der WHO Gesundheitsmaßnahmen aufgrund
dieser Vorschriften empfohlen wurden;
„Container“ bedeutet einen Transportbehälter,
a) der dauerhaft und daher wiederholt benutzbar ist;
b) der besonders dazu bestimmt ist, die Beförderung von Gütern mit einem oder mehreren Verkehrsmitteln ohne Umladen zu
erleichtern;
c) der mit Vorrichtungen versehen ist, die eine bequeme Handhabung, insbesondere das Umladen von einem Verkehrsmittel auf ein
anderes, gestatten, und
d) der eigens so gefertigt ist, dass er leicht gefüllt und entleert werden kann;
„Container-Verladeplatz“ bedeutet einen Ort oder eine Anlage, der oder die für im internationalen Verkehr genutzte Container bestimmt
ist;
„Desinfektion“ bedeutet das Verfahren, bei dem Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung oder Vernichtung von Krankheitserregern
auf einem menschlichen oder tierischen Körper oder in beziehungsweise auf Gepäck, Fracht, Containern, Beförderungsmitteln, Gütern
und Postpaketen durch unmittelbare Einwirkung chemischer oder physikalischer Stoffe getroffen werden;
„Empfehlung“ oder „empfohlen“ bezieht sich auf eine aufgrund dieser Vorschriften gemachte zeitlich befristete oder ständige
Empfehlung;
„Entrattung“ bedeutet das Verfahren, bei dem an der Grenzübergangsstelle Gesundheitsmaßnahmen zur Bekämpfung oder
Vernichtung von in Gepäck, Fracht, Containern, Beförderungsmitteln, Einrichtungen, Gütern und Postpaketen vorhandenen Nagetieren, die
Überträger menschlicher Krankheiten sein können, getroffen werden;
„Entseuchung“ bedeutet ein Verfahren, bei dem Gesundheitsmaßnahmen getroffen werden, um auf menschlichen oder tierischen
Körpern, in oder auf einem für den Verzehr bestimmten Produkt oder auf anderen unbelebten Gegenständen einschließlich
Beförderungsmitteln befindliche Krankheitserreger oder Giftstoffe, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen können, zu vernichten;
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 14 –
„Ereignis“ bedeutet das Auftreten einer Krankheit oder ein Ereignis, das die Möglichkeit einer Krankheit schafft;
„erkrankte Person“ bedeutet eine Person, die an einer körperlichen Störung, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen
kann, leidet oder von ihr betroffen ist;
„Flughafen“ bedeutet einen Ankunfts- und Abgangsflughafen für den internationalen Luftverkehr;
„Fracht(-stücke)“ bedeutet die an Bord eines Beförderungsmittels oder in einem Container geladenen Güter;
„Gefahr für die öffentliche Gesundheit“ bedeutet die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, das die Gesundheit von
Bevölkerungsgruppen beeinträchtigen kann, wobei solche Ereignisse besonders zu beachten sind, die sich grenzüberschreitend ausbreiten oder eine
ernste und unmittelbare Bedrohung darstellen können;
„Generaldirektor“ bedeutet den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation;
„Gepäck(-stücke)“ bedeutet die persönliche Habe eines Reisenden;
„gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ bedeutet ein außergewöhnliches Ereignis, das, wie in diesen Vorschriften
vorgesehen,
i) durch die grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit in anderen Staaten
darstellt und
ii) möglicherweise eine abgestimmte internationale Reaktion erfordert;
„Gesundheitsmaßnahme“ bedeutet Verfahren, die angewendet werden, um die Ausbreitung von Krankheiten oder von Verseuchung
zu verhindern; Gesundheitsmaßnahmen umfassen keine Maßnahmen des Gesetzesvollzugs oder Sicherheitsmaßnahmen;
„Grenzübergangsstelle“ bedeutet eine internationale Ein- und Ausreisestelle für Reisende, Gepäck, Fracht, Container,
Beförderungsmittel, Güter und Postpakete sowie Einrichtungen und Bereiche, die diesen bei der Ein- oder Ausreise Dienstleistungen erbringen;
„Güter“ bedeutet körperliche Produkte einschließlich Tiere und Pflanzen, die auf einer internationalen Reise – auch zur Verwendung
an Bord eines Beförderungsmittels – befördert werden;
„Hafen“ bedeutet einen See- oder Binnenhafen, in den oder aus dem Schiffe auf internationaler Reise ein- oder auslaufen;
„Herd“ bedeutet ein Tier, eine Pflanze oder einen Stoff, in dem oder in der Krankheitserreger in der Regel leben und deren Vorkommen
eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen kann;
„IGV-Kontaktstelle der WHO“ bedeutet die Stelle in der WHO, die jederzeit für die Verständigung mit den nationalen IGV-Anlaufstellen
erreichbar ist;
„Infektion“ bedeutet das Eindringen eines Krankheitserregers in den menschlichen oder tierischen Körper beziehungsweise seine
Entwicklung oder Vermehrung, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen können;
„internationale Reise“ bedeutet
a) bei einem Beförderungsmittel eine Reise zwischen Grenzübergangsstellen in den Hoheitsgebieten mehrerer Staaten oder eine
Reise zwischen Grenzübergangsstellen im Hoheitsgebiet oder in den Hoheitsgebieten desselben Staates, wenn das
Beförderungsmittel auf seiner Reise mit dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates in Berührung kommt, jedoch nur hinsichtlich dieser
Berührung;
b) bei einem Reisenden eine Reise, die mit der Einreise in das Hoheitsgebiet eines Staates verbunden ist, das nicht das Hoheitsgebiet
des Staates ist, in dem der Reisende die Reise antritt;
„internationaler Verkehr“ bedeutet die Bewegung von Personen, Gepäck, Fracht, Containern, Beförderungsmitteln, Gütern oder
Postpaketen über eine internationale Grenze, einschließlich des internationalen Handels;
„invasiv“ bedeutet das Durchstechen oder Einschneiden der Haut oder das Einführen eines Instruments oder Fremdkörpers in den
Körper oder die Untersuchung einer Körperhöhle. Im Sinne dieser Vorschriften gelten die ärztliche Untersuchung von Ohr, Nase und
Mund, die Temperaturmessung mittels Ohr-, Mund- oder Hautthermometer oder durch Wärmebildfotografie, die ärztliche Überprüfung,
die Auskultation, das äußerliche Abtasten, die Retinoskopie, die äußerliche Entnahme von Urin-, Stuhl- oder Speichelproben, die
äußerliche Blutdruckmessung sowie die Elektrokardiographie als nichtinvasiv;
„Krankheit“ bedeutet eine Krankheit oder einen gesundheitlichen Zustand, die oder der ungeachtet des Ursprungs oder der Quelle
Menschen erheblich schädigt oder schädigen kann;
„Landfahrzeug“ bedeutet ein motorisiertes Beförderungsmittel für den Landtransport, das sich auf einer internationalen Reise befindet,
einschließlich Eisenbahnzügen, Reisebussen, Lastkraftwagen und Kraftfahrzeugen;
„Landübergang“ bedeutet eine an Land befindliche Grenzübergangsstelle in einem Vertragsstaat, einschließlich einer von
Straßenfahrzeugen und Eisenbahnzügen genutzten Grenzübergangsstelle;
„Luftfahrzeug“ bedeutet ein Luftfahrzeug, das sich auf einer internationalen Reise befindet;
„maßgebliche Gesundheitsprodukte“ bedeutet solche Gesundheitsprodukte, die als Reaktion auf gesundheitliche Notlagen von
internationaler Tragweite, einschließlich pandemischer Notlagen, benötigt werden; sie können Arzneimittel, Impfstoffe, Diagnostika,
Medizinprodukte, Produkte zur Vektorbekämpfung, persönliche Schutzausrüstung, Dekontaminierungsprodukte, Hilfsprodukte, Antidote,
Zell- und Gentherapien und sonstige Gesundheitstechnologien umfassen;
„nationale IGV-Anlaufstelle“ bedeutet die von jedem Vertragsstaat bezeichnete nationale zentrale Stelle, die jederzeit für die
Verständigung mit den IGV-Kontaktstellen der WHO nach diesen Vorschriften erreichbar ist;
„nationale IGV-Koordinierungsstelle“ bedeutet die von dem Vertragsstaat bezeichnete oder errichtete Stelle auf nationaler Ebene zur
Koordinierung der Durchführung dieser Vorschriften im Hoheitsbereich des Vertragsstaats;
„Organisation“ oder „WHO“ bedeutet die Weltgesundheitsorganisation;
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 15 –
„pandemische Notlage“ bedeutet eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite, die von einer übertragbaren Krankheit
verursacht wird und
i) die eine weitreichende geographische Ausdehnung auf mehrere Staaten und innerhalb dieser Staaten aufweist oder bei der ein
hohes Risiko dafür besteht,
ii) die die Leistungsfähigkeit von Gesundheitssystemen hinsichtlich der Reaktion auf die Notlage in diesen Staaten übersteigt oder
bei der ein hohes Risiko dafür besteht,
iii) die schwere soziale und/oder wirtschaftliche Störungen, einschließlich der Störung des internationalen Verkehrs und Handels,
verursacht oder bei der ein hohes Risiko dafür besteht, und
iv) die schnelles, gerechtes und verstärktes koordiniertes internationales Handeln mit ressortübergreifenden und
gesamtgesellschaftlichen Ansätzen erfordert;
„personenbezogene Daten“ bedeutet Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen;
„Postpaket“ bedeutet ein durch Post- oder Kurierdienste international befördertes adressiertes Erzeugnis oder Paket;
„Quarantäne“ bedeutet die Einschränkung von Tätigkeiten und/oder die Absonderung verdächtiger Personen, die nicht krank sind,
oder verdächtiger Gepäckstücke, Container, Beförderungsmittel oder Güter in der Weise, dass die mögliche Ausbreitung einer Infektion
oder Verseuchung verhindert wird;
„Reisender“ bedeutet eine natürliche Person, die eine internationale Reise unternimmt;
„Schiff“ bedeutet ein Seeschifffahrts- oder Binnenschifffahrts-Fahrzeug auf einer internationalen Reise;
„ständige Empfehlung“ bedeutet ein von der WHO bei bestimmten anhaltenden Gefahren für die öffentliche Gesundheit nach Artikel 16
erteilter nicht verbindlicher Rat im Hinblick auf geeignete Gesundheitsmaßnahmen zur routinemäßigen oder gelegentlichen
Anwendung, die erforderlich sind, um die grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern oder einzudämmen und
Beeinträchtigungen des internationalen Verkehrs auf ein Mindestmaß zu begrenzen;
„ständiger Aufenthalt“ hat die Bedeutung, wie sie nach dem innerstaatlichen Recht des betreffenden Vertragsstaats bestimmt ist;
„störend“ bedeutet die mögliche Verursachung von Unannehmlichkeiten durch engen oder engsten Kontakt oder durch eingehende
Befragung;
„Straßenfahrzeug“ bedeutet ein Landfahrzeug, das kein Eisenbahnzug ist;
„Überprüfung“ bedeutet die Untersuchung von Bereichen, Gepäck, Containern, Beförderungsmitteln, Einrichtungen, Gütern oder
Postpaketen, einschließlich relevanter Daten und Unterlagen, durch die zuständige Behörde oder unter ihrer Aufsicht, um festzustellen,
ob eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit besteht;
„Überwachung“ bedeutet die systematische laufende Sammlung, Abgleichung und Analyse von Daten für die Zwecke des
Gesundheitsschutzes sowie die rechtzeitige Verbreitung von für die öffentliche Gesundheit relevanten Informationen zur Bewertung und
nötigenfalls Einleitung von Gesundheitsschutzmaßnahmen;
„Vektor“ bedeutet ein Insekt oder ein anderes Tier, das in der Regel einen Krankheitserreger in sich trägt, der eine Gefahr für die
öffentliche Gesundheit darstellt;
„verdächtig“ bedeutet diejenigen Personen, Gepäck- und Frachtstücke, Container, Beförderungsmittel, Güter oder Postpakete, von
denen ein Vertragsstaat annimmt, dass sie einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit ausgesetzt waren oder möglicherweise
ausgesetzt waren, und die eine mögliche Quelle der Ausbreitung einer Krankheit sein können;
„Verseuchung“ bedeutet das Vorkommen eines Krankheitserregers oder Giftstoffs auf menschlichen oder tierischen Körpern, in oder
auf einem für den Verzehr bestimmten Produkt oder auf anderen unbelebten Gegenständen, einschließlich Beförderungsmitteln, das
eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen kann;
„vorübergehender Aufenthalt“ hat die Bedeutung, wie sie im innerstaatlichen Recht des betreffenden Vertragsstaats festgelegt ist;
„wissenschaftliche Erkenntnisse“ bedeutet Informationen, die ein auf anerkannten wissenschaftlichen Methoden beruhendes Maß an
Beweiskraft bieten;
„wissenschaftliche Grundsätze“ bedeutet die durch wissenschaftliche Methoden bekannten anerkannten grundlegenden
naturwissenschaftlichen Gesetze und Tatsachen;
„zeitlich befristete Empfehlung“ bedeutet ein von der WHO nach Artikel 15 erteilter nicht verbindlicher Rat zur zeitlich befristeten und
risikospezifischen Anwendung als Reaktion auf eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite, um die
grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern oder einzudämmen und Beeinträchtigungen des internationalen Verkehrs auf ein
Mindestmaß zu begrenzen;
„zuständige Behörde“ bedeutet eine für die Durchführung und Anwendung der Gesundheitsmaßnahmen aufgrund dieser Vorschriften
zuständige Behörde.
(2) Sofern nichts anderes bestimmt ist oder sich aus dem Zusammenhang nichts anderes ergibt, ist eine Bezugnahme auf diese
Vorschriften gleichzeitig eine Bezugnahme auf deren Anlagen.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 16 –
Article 2
Purpose and scope
The purpose and scope of these Regulations are to prevent,
prepare for, protect against, control and provide a public health
response to the international spread of disease in ways that are
commensurate with and restricted to public health risk and which
avoid unnecessary interference with international traffic and trade.
Article 3
Principles
1. The implementation of these Regulations shall be with full
respect for the dignity, human rights and fundamental freedoms
of persons, and shall promote equity and solidarity.
2. The implementation of these Regulations shall be guided
by the Charter of the United Nations and the Constitution of the
World Health Organization.
3. The implementation of these Regulations shall be guided
by the goal of their universal application for the protection of all
people of the world from the international spread of disease.
4. States have, in accordance with the Charter of the United
Nations and the principles of international law, the sovereign right
to legislate and to implement legislation in pursuance of their
health policies. In doing so, they should uphold the purpose of
these Regulations.
Article 4
Responsible authorities
1. Each State Party shall designate or establish, in accordance
with its national law and context, one or two entities to serve as
National IHR Authority and National IHR Focal Point, as well as
the authorities responsible within its respective jurisdiction for the
implementation of health measures under these Regulations.
1bis. The National IHR Authority shall coordinate the
implementation of these Regulations within the jurisdiction of the
State Party.
2. National IHR Focal Points shall be accessible at all times
for communications with the WHO IHR Contact Points provided
for in paragraph 3 of this Article. The functions of National IHR
Focal Points shall include:
(a) sending to WHO IHR Contact Points, on behalf of the State
Party concerned, urgent communications concerning the
implementation of these Regulations, in particular under
Articles 6 to 12; and
(b) disseminating information to, and consolidating input from,
relevant sectors of the administration of the State Party
concerned, including those responsible for surveillance and
reporting, points of entry, public health services, clinics and
hospitals and other government departments.
2bis. States Parties shall take measures to implement
paragraphs 1, 1bis and 2 of this Article, including, as appropriate,
adjusting their domestic legislative and/or administrative
arrangements.
3. WHO shall designate IHR Contact Points, which shall be
accessible at all times for communications with National IHR
Focal Points. WHO IHR Contact Points shall send urgent
communications concerning the implementation of these
Regulations, in particular under Articles 6 to 12, to the National
Artikel 2
Zweck und Anwendungsbereich
Zweck und Anwendungsbereich dieser Vorschriften bestehen
darin, die grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten zu
verhüten, dafür vorbereitende Maßnahmen zu treffen, davor zu
schützen, sie zu bekämpfen und dagegen
Gesundheitsschutzmaßnahmen einzuleiten, und zwar auf eine Art und Weise, die
der Gefahr für die öffentliche Gesundheit entspricht und auf diese
beschränkt ist und eine unnötige Beeinträchtigung des
internationalen Verkehrs und Handels vermeidet.
Artikel 3
Grundsätze
(1) Die Durchführung dieser Vorschriften erfolgt unter
uneingeschränkter Achtung der Würde des Menschen, der
Menschenrechte und der Grundfreiheiten und fördert Gerechtigkeit und
Solidarität.
(2) Die Durchführung dieser Vorschriften richtet sich nach der
Charta der Vereinten Nationen und der Satzung der
Weltgesundheitsorganisation.
(3) Die Durchführung dieser Vorschriften ist auf das Ziel ihrer
weltweiten Anwendung zum Schutz der Weltbevölkerung vor der
grenzüberschreitenden Ausbreitung von Krankheiten
ausgerichtet.
(4) Die Staaten haben im Einklang mit der Charta der
Vereinten Nationen und den Grundsätzen des Völkerrechts das
souveräne Recht, bei der Verfolgung ihrer jeweiligen Gesundheitspolitik
Gesetze zu erlassen und durchzuführen. Dabei sollen sie dem
Ziel dieser Vorschriften Rechnung tragen.
Artikel 4
Zuständige Behörden
(1) Jeder Vertragsstaat bestimmt beziehungsweise errichtet
im Einklang mit seinem innerstaatlichen Recht und den
innerstaatlichen Gegebenheiten ein oder zwei Stellen, die als nationale
IGV-Koordinierungsstelle und als nationale IGV-Anlaufstelle
dienen, sowie die in seinem jeweiligen Hoheitsbereich für die
Durchführung der Gesundheitsmaßnahmen nach diesen Vorschriften
zuständigen Behörden.
(1bis) Die nationale IGV-Koordinierungsstelle koordiniert die
Durchführung dieser Vorschriften im Hoheitsbereich des
Vertragsstaats.
(2) Die nationalen IGV-Anlaufstellen müssen für die
Verständigung mit den in Absatz 3 vorgesehenen IGV-Kontaktstellen der
WHO jederzeit erreichbar sein. Zu den Aufgaben der nationalen
IGV-Anlaufstellen gehört Folgendes:
a) im Namen des betreffenden Vertragsstaats die Versendung
dringender Mitteilungen über die Durchführung dieser
Vorschriften, insbesondere aufgrund der Artikel 6 bis 12, an die
IGV-Kontaktstellen der WHO und
b) die Verbreitung von Informationen an die zuständigen
Bereiche der Verwaltung des betreffenden Vertragsstaats –
einschließlich der Bereiche, die für die Überwachung und
Berichterstattung, für die Grenzübergangstellen, die öffentlichen
Gesundheitsdienste, für Kliniken und Krankenhäuser und
andere staatliche Einrichtungen zuständig sind – sowie das
Sammeln von Informationen, die aus diesen Bereichen
stammen.
(2bis) Die Vertragsstaaten treffen Maßnahmen zur
Durchführung der Absätze 1, 1bis und 2, gegebenenfalls einschließlich der
Anpassung ihrer innerstaatlichen Rechts- und
Verwaltungsregelungen.
(3) Die WHO bestimmt IGV-Kontaktstellen, die für die
Verständigung mit den nationalen IGV-Anlaufstellen jederzeit erreichbar
sind. Die IGV-Kontaktstellen der WHO übermitteln dringende
Mitteilungen über die Durchführung dieser Vorschriften,
insbesondere aufgrund der Artikel 6 bis 12, an die nationalen IGV-Anlauf-
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 17 –
IHR Focal Point of the States Parties concerned. WHO IHR
Contact Points may be designated by WHO at the headquarters
or at the regional level of the Organization.
4. States Parties shall provide WHO with contact details of
their National IHR Authority and their National IHR Focal Point
and WHO shall provide States Parties with contact details of
WHO IHR Contact Points. These contact details shall be
continuously updated and annually confirmed. WHO shall make
the contact details available to all States Parties.
Article 5
Surveillance
1. Each State Party shall develop, strengthen and maintain,
as soon as possible but no later than five years from the entry
into force of these Regulations for that State Party, the core
capacities to prevent, detect, assess, notify and report events in
accordance with these Regulations, as specified in Part A of
Annex 1.
2. Following the assessment referred to in paragraph 2 of
Annex 1, a State Party may report to WHO on the basis of a
justified need and an implementation plan and, in so doing, obtain
an extension of two years in which to fulfil the obligation in
paragraph 1 of this Article. In exceptional circumstances, and
supported by a new implementation plan, the State Party may
request a further extension not exceeding two years from the
Director-General, who shall make the decision, taking into
account the technical advice of the Committee established under
Article 50 (hereinafter the “Review Committee”). After the period
mentioned in paragraph 1 of this Article, the State Party that has
obtained an extension shall report annually to WHO on progress
made towards the full implementation.
3. WHO shall assist States Parties, upon request, to develop,
strengthen and maintain the core capacities referred to in
paragraph 1 of this Article.
4. WHO shall collect information regarding events through its
surveillance activities and assess their potential to cause
international disease spread and possible interference with
international traffic. Information received by WHO under this
paragraph shall be handled in accordance with Articles 11 and 45
where appropriate.
Article 6
Notification
1. Each State Party shall assess events occurring within its
territory by using the decision instrument in Annex 2. Each State
Party shall notify WHO, by the most efficient means of
communication available, by way of the National IHR Focal Point,
and within 24 hours of assessment of public health information,
of all events which may constitute a public health emergency of
international concern within its territory in accordance with the
decision instrument, as well as any health measure implemented
in response to those events. If the notification received by WHO
involves the competency of the International Atomic Energy
Agency (IAEA) or other intergovernmental organization(s), WHO
shall, pursuant to paragraph 1 of Article 14, immediately notify the
IAEA or, as appropriate, the other competent intergovernmental
organization(s).
2. Following a notification, a State Party shall continue to
communicate to WHO timely, accurate and sufficiently detailed
public health information available to it on the notified event,
where possible including case definitions, laboratory results,
source and type of the risk, number of cases and deaths,
conditions affecting the spread of the disease and the health
stellen der betreffenden Vertragsstaaten. Die IGV-Kontaktstellen
der WHO können von der WHO am Sitz oder auf der regionalen
Ebene der Organisation bestimmt werden.
(4) Die Vertragsstaaten nennen der WHO die Kontaktdaten
ihrer nationalen IGV-Koordinierungsstelle und ihrer nationalen IGV-
Anlaufstelle; die WHO nennt den Vertragsstaaten die
Kontaktdaten der IGV-Kontaktstellen der WHO. Diese Angaben werden
ständig auf dem neuesten Stand gehalten und jährlich bestätigt.
Die WHO stellt die Kontaktdaten allen Vertragsstaaten zur
Verfügung.
Artikel 5
Überwachung
(1) Jeder Vertragsstaat schafft, stärkt und unterhält
baldmöglichst, jedoch spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser
Vorschriften für diesen Vertragsstaat, die Kernkapazitäten, um
Ereignisse in Übereinstimmung mit diesen Vorschriften, wie in
Anlage 1 Teil A ausgeführt, zu verhüten, festzustellen, zu bewerten,
zu melden und darüber Bericht zu erstatten.
(2) Im Anschluss an die in Anlage 1 Absatz 2 genannte
Bewertung kann ein Vertragsstaat auf der Grundlage berechtigten
Bedarfs und eines Durchführungsplans der WHO Bericht erstatten
und dabei eine Verlängerung von zwei Jahren erhalten, innerhalb
deren seine Verpflichtung nach Absatz 1 zu erfüllen ist. Unter
außergewöhnlichen Umständen und gestützt durch einen neuen
Durchführungsplan kann der Vertragsstaat beim Generaldirektor
eine weitere Verlängerung von höchstens zwei Jahren
beantragen; dieser entscheidet darüber und berücksichtigt dabei den
fachlichen Rat des nach Artikel 50 eingerichteten Ausschusses
(im Folgenden „Prüfungsausschuss“). Nach Ablauf der in
Absatz 1 genannten Frist erstattet der Vertragsstaat, dem die
Verlängerung gewährt wurde, der WHO jährlich Bericht über die im
Hinblick auf die vollständige Durchführung erzielten Fortschritte.
(3) Die WHO unterstützt die Vertragsstaaten auf Ersuchen bei
der Schaffung, Stärkung und Unterhaltung der in Absatz 1
genannten Kernkapazitäten.
(4) Die WHO sammelt durch ihre Überwachungstätigkeiten
Informationen über Ereignisse und bewertet deren Potential, eine
grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten und eine
mögliche Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs zu
verursachen. Die der WHO nach diesem Absatz zugegangenen
Informationen werden gegebenenfalls in Übereinstimmung mit den
Artikeln 11 und 45 behandelt.
Artikel 6
Meldung
(1) Jeder Vertragsstaat bewertet Ereignisse in seinem
Hoheitsgebiet und benutzt dabei das Entscheidungsschema in
Anlage 2. Jeder Vertragsstaat meldet der WHO unter
Verwendung des effizientesten verfügbaren Kommunikationsmittels über
die nationale IGV-Anlaufstelle und binnen 24 Stunden nach der
Bewertung von für die öffentliche Gesundheit relevanten
Informationen alle Ereignisse, die in Übereinstimmung mit dem
Entscheidungsschema eine gesundheitliche Notlage von internationaler
Tragweite in seinem Hoheitsgebiet darstellen können, sowie alle
als Reaktion auf solche Ereignisse durchgeführten
Gesundheitsmaßnahmen. Wird durch die der WHO zugegangene Meldung
die Zuständigkeit der Internationalen Atomenergie-Organisation
(IAEO) oder einer oder mehrerer sonstiger zwischenstaatlicher
Organisationen berührt, so unterrichtet die WHO nach Artikel 14
Absatz 1 unverzüglich die IAEO oder gegebenenfalls die andere
zwischenstaatliche Organisation oder die anderen
zwischenstaatlichen Organisationen.
(2) Im Anschluss an eine Meldung übermittelt ein
Vertragsstaat der WHO auch weiterhin rechtzeitig die ihm über das
gemeldete Ereignis zur Verfügung stehenden genauen und
hinreichend detaillierten für die öffentliche Gesundheit relevanten
Informationen, möglichst einschließlich Falldefinitionen, Labor -
ergebnissen, der Quelle und Art des Risikos, der Zahl der Krank-
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 18 –
measures employed; and report, when necessary, the difficulties
faced and support needed in responding to the potential public
health emergency of international concern.
Article 8
Consultation
In the case of events occurring within its territory not requiring
notification as provided in Article 6, in particular those events for
which there is insufficient information available to complete the
decision instrument, a State Party should nevertheless keep
WHO advised thereof through the National IHR Focal Point and
consult with WHO on appropriate health measures in a timely
manner. Such communications shall be treated in accordance
with paragraphs 2 to 4 of Article 11. The State Party in whose
territory the event has occurred may request WHO assistance to
assess any epidemiological evidence obtained by that State
Party.
Article 10
Verification
1. WHO shall request, in accordance with Article 9, verification
from a State Party of reports from sources other than notifications
or consultations of events which may constitute a public health
emergency of international concern allegedly occurring in the
State’s territory. In such cases, WHO shall inform the State Party
concerned regarding the reports it is seeking to verify.
2. Pursuant to the foregoing paragraph and to Article 9, each
State Party, when requested by WHO, shall verify and provide:
(a) within 24 hours, an initial reply to, or acknowledgement of,
the request from WHO;
(b) within 24 hours, available public health information on the
status of events referred to in WHO’s request; and
(c) information to WHO in the context of an assessment under
Article 6, including relevant information as described in that
Article.
3. Upon receiving information of an event that may constitute
a public health emergency of international concern, WHO shall
offer to collaborate with the State Party concerned in assessing
the potential for international disease spread, possible
interference with international traffic and the adequacy of control
measures. Such activities may include collaboration with other
standard-setting organizations and the offer to mobilize
international assistance in order to support the national authorities
in conducting and coordinating on-site assessments. When
requested by the State Party, WHO shall provide information
supporting such an offer.
4. If the State Party does not accept the offer of collaboration,
and when justified by the magnitude of the public health risk,
WHO should share with other States Parties the information
about the event available to it, whilst encouraging the State Party
to accept the offer of collaboration by WHO, taking into account
the views of the State Party concerned.
Article 11
Provision of information by WHO
1. Subject to paragraph 2 of this Article, WHO shall send to all
States Parties and, as appropriate, to relevant intergovernmental
organizations, as soon as possible and by the most efficient
heits- und Todesfälle, der die Ausbreitung der Krankheit
beeinflussenden Bedingungen und der getroffenen
Gesundheitsmaßnahmen; des Weiteren berichtet er nötigenfalls über die bei der
Reaktion auf eine mögliche gesundheitliche Notlage von
internationaler Tragweite aufgetretenen Schwierigkeiten und die dafür
benötigte Unterstützung.
Artikel 8
Konsultation
Treten in seinem Hoheitsgebiet Ereignisse auf, die keine
Meldung nach Artikel 6 erforderlich machen, insbesondere
Ereignisse, für die nicht genügend Informationen vorliegen, um das
Entscheidungsschema auszufüllen, so soll ein Vertragsstaat
durch seine nationale IGV-Anlaufstelle die WHO dennoch
weiterhin informieren und sich rechtzeitig mit ihr über geeignete
Gesundheitsmaßnahmen abstimmen. Solche Mitteilungen werden
nach Artikel 11 Absätze 2 bis 4 behandelt. Der Vertragsstaat, in
dessen Hoheitsgebiet das Ereignis eingetreten ist, kann die WHO
um Unterstützung bei der Bewertung von epidemiologischen
Befunden dieses Vertragsstaats ersuchen.
Artikel 10
Bestätigung
(1) Die WHO fordert nach Artikel 9 von einem Vertragsstaat
die Bestätigung von aus anderen Quellen als Meldungen oder
Konsultationen stammenden Berichten über Ereignisse, die eine
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellen
können und angeblich im Hoheitsgebiet dieses Staates
eingetreten sind. In diesen Fällen informiert die WHO den betreffenden
Vertragsstaat über die Berichte, die sie zu prüfen wünscht.
(2) Nach Absatz 1 und Artikel 9 und auf Ersuchen der WHO
bestätigt jeder Vertragsstaat und stellt Folgendes bereit:
a) binnen 24 Stunden eine erste Antwort auf beziehungsweise
eine Empfangsbestätigung für das Ersuchen der WHO;
b) binnen 24 Stunden verfügbare für die öffentliche Gesundheit
relevante Informationen zum Stand der im Ersuchen der
WHO genannten Ereignisse und
c) Informationen für die WHO im Zusammenhang mit einer
Bewertung nach Artikel 6, einschließlich der in dem genannten
Artikel erwähnten einschlägigen Informationen.
(3) Nach Erhalt von Informationen über ein Ereignis, das eine
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellen
kann, bietet die WHO dem betreffenden Vertragsstaat ihre
Zusammenarbeit bei der Beurteilung der Möglichkeit einer
grenzüberschreitenden Ausbreitung der Krankheit und einer
Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs sowie bei der Bewertung
der Angemessenheit von Bekämpfungsmaßnahmen an. Zu
derartigen Tätigkeiten können die Zusammenarbeit mit anderen
normsetzenden Organisationen und das Angebot gehören,
internationale Hilfe zu mobilisieren, um die nationalen Behörden bei
der Durchführung und Abstimmung von Bewertungen vor Ort zu
unterstützen. Auf Ersuchen des Vertragsstaats stellt die WHO
Informationen zur Unterstützung eines solchen Angebots zur
Verfügung.
(4) Nimmt der Vertragsstaat das Angebot zur Zusammenarbeit
nicht an und ist es durch die Größenordnung der Gefahr für die
öffentliche Gesundheit gerechtfertigt, so soll die WHO die ihr
verfügbaren Informationen über das Ereignis an andere
Vertragsstaaten weitergeben und den Vertragsstaat gleichzeitig
ermutigen, das Angebot der WHO zur Zusammenarbeit anzunehmen,
wobei sie den Standpunkt des betreffenden Vertragsstaats
berücksichtigt.
Artikel 11
Übermittlung von Informationen durch die WHO
(1) Nach Maßgabe des Absatzes 2 übermittelt die WHO allen
Vertragsstaaten und gegebenenfalls einschlägigen
zwischenstaatlichen Organisationen baldmöglichst, unter Verwendung des
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 19 –
means available, in confidence, such public health information
which it has received under Articles 5 to 10 inclusive and which
is necessary to enable States Parties to respond to a public
health risk. WHO should communicate information to other States
Parties that might help them in preventing the occurrence of
similar incidents.
2. WHO shall use information received under Articles 6 and 8
and paragraph 2 of Article 9 for verification, assessment and
assistance purposes under these Regulations and, unless
otherwise agreed with the States Parties referred to in those
provisions, shall not make this information generally available to
other States Parties, until such time as:
(a) the event is determined to constitute a public health
emergency of international concern, including a pandemic
emergency, in accordance with Article 12; or
(b) information evidencing the international spread of the
infection or contamination has been confirmed by WHO in
accordance with established epidemiological principles; or
(c) there is evidence that:
(i) control measures against the international spread are
unlikely to succeed because of the nature of the
contamination, disease agent, vector or reservoir; or
(ii) the State Party lacks sufficient operational capacity to
carry out necessary measures to prevent further spread
of disease; or
(d) the nature and scope of the international movement of
travellers, baggage, cargo, containers, conveyances, goods
or postal parcels that may be affected by the infection or
contamination requires the immediate application of
international control measures.
3. WHO shall consult with the State Party in whose territory
the event is occurring as to its intent to make information available
under this Article.
4. When information received by WHO under paragraph 2 of
this Article is made available to States Parties in accordance with
these Regulations, WHO may also make it available to the public
if other information about the same event has already become
publicly available and there is a need for the dissemination of
authoritative and independent information.
Article 12
Determination
of a public health emergency of international concern,
including a pandemic emergency
1. The Director-General shall determine, on the basis of the
information received, in particular from the State(s) Party(ies)
within whose territory(ies) an event is occurring, whether an event
constitutes a public health emergency of international concern,
including, when appropriate, a pandemic emergency, in
accordance with the criteria and the procedure set out in these
Regulations.
2. If the Director-General considers, based on an assessment
under these Regulations, that a public health emergency of
international concern is occurring, the Director-General shall
consult with the State(s) Party(ies) in whose territory(ies) the
event is occurring regarding this preliminary determination. If the
Director-General and the State(s) Party(ies) are in agreement
regarding this determination, the Director-General shall, in
accordance with the procedure set forth in Article 49, seek the
views of the Committee established under Article 48 (hereinafter
effizientesten verfügbaren Mittels und unter Wahrung der
Vertraulichkeit diejenigen für die öffentliche Gesundheit relevanten
Informationen, die ihr aufgrund der Artikel 5 bis 10 zugegangen sind
und die erforderlich sind, um die Vertragsstaaten in die Lage zu
versetzen, auf eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit zu
reagieren. Die WHO soll anderen Vertragsstaaten Informationen
übermitteln, die diesen helfen könnten, ähnliche Vorkommnisse
zu vermeiden.
(2) Die WHO verwendet die aufgrund der Artikel 6 und 8 sowie
des Artikels 9 Absatz 2 erhaltenen Informationen zur Bestätigung,
Bewertung und Unterstützung nach diesen Vorschriften und –
sofern mit den in diesen Bestimmungen genannten Vertragsstaaten
nichts anderes vereinbart ist – macht diese Informationen
anderen Vertragsstaaten nicht allgemein zugänglich, bis
a) das Ereignis nach Artikel 12 als gesundheitliche Notlage von
internationaler Tragweite, einschließlich einer pandemischen
Notlage, festgestellt wird oder
b) die eine grenzüberschreitende Ausbreitung der Infektion oder
Verseuchung belegenden Informationen von der WHO nach
anerkannten epidemiologischen Grundsätzen bestätigt
worden sind oder
c) es Anzeichen dafür gibt, dass
i) Maßnahmen zur Bekämpfung der
grenzüberschreitenden Ausbreitung wegen der Art der Verseuchung, des
Krankheitserregers, des Vektors oder des Herdes
wahrscheinlich keinen Erfolg haben oder
ii) es dem Vertragsstaat an der ausreichenden operativen
Fähigkeit mangelt, die zur Verhinderung einer weiteren
Ausbreitung der Krankheit notwendigen Maßnahmen
durchzuführen, oder
d) die Art und der Umfang der grenzüberschreitenden
Bewegung von Reisenden, Gepäck, Fracht, Containern,
Beförderungsmitteln, Gütern oder Postpaketen, die von der Infektion
oder Verseuchung betroffen sein können, die umgehende
Anwendung internationaler Bekämpfungsmaßnahmen
erforderlich machen.
(3) Die WHO konsultiert den Vertragsstaat, in dessen
Hoheitsgebiet das Ereignis eingetreten ist, hinsichtlich ihrer Absicht,
Informationen aufgrund dieses Artikels zur Verfügung zu stellen.
(4) Werden Informationen, welche die WHO nach Absatz 2
erhalten hat, Vertragsstaaten nach diesen Vorschriften zugänglich
gemacht, so kann die WHO diese Informationen auch der
Öffentlichkeit zugänglich machen, wenn andere Informationen über
dasselbe Ereignis bereits allgemein zugänglich sind und es
notwendig ist, zuverlässige und unabhängige Informationen zu
verbreiten.
Artikel 12
Feststellung einer gesundheitlichen Notlage
von internationaler Tragweite, einschließlich einer
pandemischen Notlage
(1) Der Generaldirektor stellt auf der Grundlage der erhaltenen
Informationen – insbesondere derjenigen des Vertragsstaats, in
dessen Hoheitsgebiet ein Ereignis eingetreten ist, oder der
Vertragsstaaten, in deren Hoheitsgebiet es eingetreten ist, – fest, ob
ein Ereignis eine gesundheitliche Notlage von internationaler
Tragweite, gegebenenfalls einschließlich einer pandemischen
Notlage, nach den in diesen Vorschriften enthaltenen Kriterien
und Verfahren darstellt.
(2) Ist der Generaldirektor auf der Grundlage einer Bewertung
nach diesen Vorschriften der Ansicht, dass eine gesundheitliche
Notlage von internationaler Tragweite eingetreten ist, so berät er
sich mit dem Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet das Ereignis
eingetreten ist, oder den Vertragsstaaten, in deren Hoheitsgebiet
es eingetreten ist, in Bezug auf diese vorläufige Feststellung. Sind
sich der Generaldirektor und der Vertragsstaat beziehungsweise
die Vertragsstaaten hinsichtlich dieser Feststellung einig, so
ersucht der Generaldirektor nach dem in Artikel 49 beschriebenen
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 20 –
the “Emergency Committee”) on appropriate temporary
recommendations.
3. If, following the consultation in paragraph 2 above, the
Director-General and the State(s) Party(ies) in whose territory(ies)
the event is occurring do not come to a consensus within
48 hours on whether the event constitutes a public health
emergency of international concern, a determination shall be
made in accordance with the procedure set forth in Article 49.
4. In determining whether an event constitutes a public health
emergency of international concern, including, when appropriate,
a pandemic emergency, the Director-General shall consider:
(a) information provided by the State(s) Party(ies);
(b) the decision instrument contained in Annex 2;
(c) the advice of the Emergency Committee;
(d) scientific principles as well as the available scientific evidence
and other relevant information; and
(e) an assessment of the risk to human health, of the risk of
international spread of disease and of the risk of interference
with international traffic.
4bis. If the Director-General determines that an event
constitutes a public health emergency of international concern,
the Director-General shall further determine, having considered
the matters contained in paragraph 4, whether the public health
emergency of international concern also constitutes a pandemic
emergency.
5. If the Director-General, having considered the matters
contained in subparagraphs (a), (c), (d) and (e) of paragraph 4 of
this Article, and following consultations with the State(s) Party(ies)
within whose territory(ies) a public health emergency of
international concern, including a pandemic emergency, has
occurred, considers that a public health emergency of
international concern, including a pandemic emergency, has
ended, because it no longer meets the relevant definition in
Article 1, the Director-General shall take a decision in accordance
with the procedure set out in Article 49.
Article 13
Public health response,
including equitable access to relevant health products
1. Each State Party shall develop, strengthen and maintain,
as soon as possible but no later than five years from the entry
into force of these Regulations for that State Party, the core
capacities to prevent, prepare for, and respond promptly and
effectively to public health risks and public health emergencies of
international concern, including a pandemic emergency, including
in fragile and humanitarian settings, as set out in Part A of
Annex 1. WHO shall publish, in consultation with Member States,
guidelines to support States Parties in the development of public
health response core capacities.
2. Following the assessment referred to in paragraph 2 of
Annex 1, a State Party may report to WHO on the basis of a
justified need and an implementation plan and, in so doing, obtain
an extension of two years in which to fulfil the obligation in
paragraph 1 of this Article. In exceptional circumstances and
supported by a new implementation plan, the State Party may
request a further extension not exceeding two years from the
Director-General, who shall make the decision, taking into
account the technical advice of the Review Committee. After the
period mentioned in paragraph 1 of this Article, the State Party
Verfahren den nach Artikel 48 eingesetzten Ausschuss (im
Folgenden „Notfallausschuss“) um seinen Standpunkt zu geeigneten
vorläufigen Empfehlungen.
(3) Erzielen der Generaldirektor und der Vertragsstaat, in
dessen Hoheitsgebiet das Ereignis eingetreten ist, oder die
Vertragsstaaten, in deren Hoheitsgebiet es eingetreten ist, im Anschluss
an die Beratungen nach Absatz 2 nicht binnen 48 Stunden
Einigung darüber, ob das Ereignis eine gesundheitliche Notlage von
internationaler Tragweite darstellt, so wird eine Entscheidung
nach dem in Artikel 49 beschriebenen Verfahren getroffen.
(4) Bei der Feststellung, ob ein Ereignis eine gesundheitliche
Notlage von internationaler Tragweite, gegebenenfalls
einschließlich einer pandemischen Notlage, darstellt, berücksichtigt der
Generaldirektor Folgendes:
a) die von dem Vertragsstaat beziehungsweise den
Vertragsstaaten bereitgestellten Informationen;
b) das in Anlage 2 enthaltene Entscheidungsschema;
c) den Rat des Notfallausschusses;
d) wissenschaftliche Grundsätze sowie die verfügbaren
wissenschaftlichen Erkenntnisse und andere einschlägige
Informationen und
e) eine Bewertung der Gefahr für die menschliche Gesundheit,
des Risikos der grenzüberschreitenden Ausbreitung der
Krankheit und des Risikos der Beeinträchtigung des
internationalen Verkehrs.
(4bis) Stellt der Generaldirektor fest, dass ein Ereignis eine
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite darstellt, so
stellt der Generaldirektor nach Berücksichtigung der in Absatz 4
genannten Punkte weiterhin fest, ob die gesundheitliche Notlage
von internationaler Tragweite auch eine pandemische Notlage
darstellt.
(5) Ist der Generaldirektor nach Berücksichtigung der in
Absatz 4 Buchstaben a, c, d und e genannten Punkte und nach
Beratung mit dem Vertragsstaat, in dessen Hoheitsgebiet die
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite,
einschließlich einer pandemischen Notlage, eingetreten ist, oder den
Vertragsstaaten, in deren Hoheitsgebiet sie eingetreten ist, der
Auffassung, dass eine solche nicht mehr besteht, weil sie der
einschlägigen Begriffsbestimmung in Artikel 1 nicht mehr entspricht,
so fasst er im Einklang mit dem in Artikel 49 beschriebenen
Verfahren einen Beschluss.
Artikel 13
Gesundheitsschutzmaßnahmen,
einschließlich eines gerechten Zugangs zu maßgeblichen
Gesundheitsprodukten
(1) Jeder Vertragsstaat schafft, stärkt und unterhält
baldmöglichst, jedoch spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser
Vorschriften für diesen Vertragsstaat, die Kernkapazitäten nach
Anlage 1 Teil A, um Gefahren für die öffentliche Gesundheit und
gesundheitliche Notlagen von internationaler Tragweite,
einschließlich einer pandemischen Notlage, auch in instabilen
Situationen und humanitären Krisen zu verhüten, vorbereitende
Maßnahmen zu treffen und umgehend und wirksam auf solche
Gefahren und gesundheitliche Notlagen zu reagieren. Die WHO
veröffentlicht in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten Richtlinien,
um die Vertragsstaaten bei der Schaffung von Kernkapazitäten
für Gesundheitsschutzmaßnahmen zu unterstützen.
(2) Im Anschluss an die in Anlage 1 Absatz 2 genannte
Bewertung kann ein Vertragsstaat auf der Grundlage berechtigten
Bedarfs und eines Durchführungsplans der WHO Bericht erstatten
und dabei eine Verlängerung von zwei Jahren erhalten, innerhalb
deren seine Verpflichtung nach Absatz 1 zu erfüllen ist. Unter
außergewöhnlichen Umständen und gestützt auf einen neuen
Durchführungsplan kann der Vertragsstaat beim Generaldirektor
eine weitere Verlängerung von höchstens zwei Jahren
beantragen; dieser entscheidet darüber und berücksichtigt dabei den
fachlichen Rat des Prüfungsausschusses. Nach Ablauf der in Ab-
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 21 –
that has obtained an extension shall report annually to WHO on
progress made towards the full implementation.
3. At the request of a State Party or following its acceptance
of an offer by WHO, WHO shall collaborate in the response to
public health risks and events by providing technical guidance
and assistance and by assessing the effectiveness of the control
measures in place, including the mobilization of international
teams of experts for on-site assistance, when necessary.
4. If WHO, in consultation with the State(s) Party(ies)
concerned as provided in Article 12, determines that a public
health emergency of international concern, including a pandemic
emergency, is occurring, it may offer, in addition to the support
indicated in paragraph 3 of this Article, further assistance to the
State(s) Party(ies), including an assessment of the severity of the
international risk and the adequacy of control measures. Such
collaboration may include the offer to mobilize international
assistance in order to support the national authorities in
conducting and coordinating on-site assessments. When
requested by the State Party, WHO shall provide information
supporting such an offer.
5. When requested by WHO, States Parties should provide, to
the extent possible, support to WHO-coordinated response
activities.
6. When requested, WHO shall provide appropriate guidance
and assistance to other States Parties affected or threatened by
the public health emergency of international concern, including a
pandemic emergency.
7. WHO shall support States Parties, upon their request or
following acceptance of an offer from WHO, and coordinate
international response activities during public health emergencies
of international concern, including pandemic emergencies, after
their determination pursuant to Article 12 of these Regulations.
8. WHO shall facilitate, and work to remove barriers to, timely
and equitable access by States Parties to relevant health
products after the determination of and during a public health
emergency of international concern, including a pandemic
emergency, based on public health risks and needs. To that
effect, the Director-General shall:
(a) conduct, and periodically review and update, assessments of
the public health needs, as well as of the availability and
accessibility including affordability of relevant health products
for the public health response; publish such assessments;
and consider the available assessments while issuing,
modifying, extending or terminating recommendations
pursuant to Articles 15, 16, 17, 18, and 49 of these
Regulations;
(b) make use of WHO-coordinated mechanism(s), or facilitate, in
consultation with States Parties, their establishment as
needed, and coordinate, as appropriate, with other allocation
and distribution mechanisms and networks that facilitate
timely and equitable access to relevant health products based
on public health needs;
(c) support States Parties, upon their request, in scaling up and
geographically diversifying the production of relevant health
products, as appropriate, through relevant WHO-coordinated
and other networks and mechanisms, subject to Article 2
of these Regulations, and in accordance with relevant
international law;
satz 1 genannten Frist erstattet der Vertragsstaat, dem die
Verlängerung gewährt wurde, der WHO jährlich Bericht über die im
Hinblick auf die vollständige Durchführung erzielten Fortschritte.
(3) Wenn ein Vertragsstaat darum ersucht oder wenn er ein
Angebot der WHO angenommen hat, arbeitet die WHO bei der
Reaktion auf Gefahren für die öffentliche Gesundheit und auf
Ereignisse mit diesem Staat zusammen, indem sie technischen
Rat gibt und technische Hilfe leistet und die Wirksamkeit der
getroffenen Bekämpfungsmaßnahmen bewertet, nötigenfalls auch
durch die Mobilisierung von internationalen
Sachverständigengruppen zur Unterstützung vor Ort.
(4) Stellt die WHO nach Beratung mit dem betreffenden
Vertragsstaat beziehungsweise den betreffenden Vertragsstaaten
wie in Artikel 12 vorgesehen fest, dass eine gesundheitliche
Notlage von internationaler Tragweite, einschließlich einer
pandemischen Notlage, eingetreten ist, so kann sie über die in Absatz 3
genannte Unterstützung hinaus dem Vertragsstaat
beziehungsweise den Vertragsstaaten weitere Hilfe anbieten, auch in Form
einer Bewertung der Größenordnung des internationalen Risikos
und der Angemessenheit der Bekämpfungsmaßnahmen. Diese
Zusammenarbeit kann das Angebot zur Mobilisierung
internationaler Hilfe umfassen, um die nationalen Behörden bei der
Durchführung und Abstimmung von Bewertungen vor Ort zu unter -
stützen. Auf Ersuchen des Vertragsstaats stellt die WHO
Informationen zur Unterstützung eines solchen Angebots zur
Verfügung.
(5) Auf Ersuchen der WHO sollen die Vertragsstaaten soweit
möglich Unterstützung bei den von der WHO koordinierten
Schutzmaßnahmen leisten.
(6) Auf Ersuchen bietet die WHO anderen Vertragsstaaten, die
von der gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite,
einschließlich einer pandemischen Notlage, betroffen oder
bedroht sind, angemessenen Rat und angemessene Unterstützung.
(7) Wenn die Vertragsstaaten darum ersuchen oder wenn sie
ein Angebot der WHO angenommen haben, unterstützt die WHO
sie und koordiniert internationale Schutzmaßnahmen während
gesundheitlicher Notlagen von internationaler Tragweite,
einschließlich pandemischer Notlagen, nach deren Feststellung
nach Artikel 12.
(8) Entsprechend den Gefahren und Erfordernissen für die
öffentliche Gesundheit erleichtert die WHO den rechtzeitigen und
gerechten Zugang der Vertragsstaaten zu maßgeblichen
Gesundheitsprodukten nach der Feststellung und während einer
gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite,
einschließlich einer pandemischen Notlage, und arbeitet daran, Hindernisse
für diesen Zugang zu beseitigen. Der Generaldirektor
a) führt dazu Bewertungen der Erfordernisse für die öffentliche
Gesundheit sowie der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit
einschließlich der Erschwinglichkeit von maßgeblichen
Gesundheitsprodukten für die Gesundheitsschutzmaßnahmen durch
und überprüft und aktualisiert sie regelmäßig; er veröffentlicht
solche Bewertungen und berücksichtigt die verfügbaren
Bewertungen bei der Abgabe, Änderung, Verlängerung oder
Aufhebung von Empfehlungen nach den Artikeln 15, 16, 17, 18
und 49;
b) nutzt dazu einen von der WHO koordinierten Mechanismus
oder von ihr koordinierte Mechanismen oder erleichtert bei
Bedarf in Abstimmung mit den Vertragsstaaten die Einführung
solcher Mechanismen und koordiniert dies gegebenenfalls mit
anderen Zuteilungs- und Verteilungsmechanismen und -
netzwerken, die den rechtzeitigen und gerechten Zugang zu
maßgeblichen Gesundheitsprodukten entsprechend den
Erfordernissen für die öffentliche Gesundheit erleichtern;
c) unterstützt dazu nach Maßgabe des Artikels 2 und im
Einklang mit dem einschlägigen Völkerrecht die Vertragsstaaten
auf deren Ersuchen je nach Fall bei der Ausweitung und
geographischen Streuung der Herstellung maßgeblicher
Gesundheitsprodukte durch einschlägige von der WHO koordinierte
und sonstige Netzwerke und Mechanismen;
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 22 –
(d) share with a State Party, upon its request, the product dossier
related to a specific relevant health product, as provided to
WHO by the manufacturer for approval and where the
manufacturer has consented, within 30 days of receiving such
request, for the purpose of facilitating regulatory evaluation
and authorization by the State Party; and
(e) support States Parties, upon their request, and, as
appropriate, through relevant WHO-coordinated and other
networks and mechanisms, pursuant to subparagraph 8(c)
of this Article, to promote research and development and
strengthen local production of quality, safe and effective
relevant health products, and facilitate other measures
relevant for the full implementation of this provision.
9. Pursuant to paragraph 5 of this Article and paragraph 1 of
Article 44 of these Regulations, and upon request of other States
Parties or WHO, States Parties shall undertake, subject to
applicable law and available resources, to collaborate with, and
assist each other and to support WHO-coordinated response
activities, including through:
(a) supporting WHO in implementing actions outlined in this
Article;
(b) engaging with and encouraging relevant stakeholders
operating in their respective jurisdictions to facilitate equitable
access to relevant health products for responding to a public
health emergency of international concern, including a
pandemic emergency; and
(c) making available, as appropriate, relevant terms of their
research and development agreements for relevant health
products related to promoting equitable access to such
products during a public health emergency of international
concern, including a pandemic emergency.
Article 15
Temporary recommendations
1. If it has been determined in accordance with Article 12 that
a public health emergency of international concern, including a
pandemic emergency, is occurring, the Director-General shall
issue temporary recommendations in accordance with the
procedure set out in Article 49. Such temporary recommendations
may be modified or extended as appropriate, including after it has
been determined that a public health emergency of international
concern, including a pandemic emergency, has ended, at which
time other temporary recommendations may be issued as
necessary for the purpose of preventing or promptly detecting its
recurrence.
2. Temporary recommendations may include health measures
to be implemented by the State(s) Party(ies) experiencing the
public health emergency of international concern, including a
pandemic emergency, or by other States Parties, regarding
persons, baggage, cargo, containers, conveyances, goods,
including relevant health products, and/or postal parcels to
prevent or reduce the international spread of disease and avoid
unnecessary interference with international traffic.
2bis. The Director-General, when communicating to States
Parties the issuance, modification or extension of temporary
recommendations, should provide available information on any
WHO-coordinated mechanism(s) concerning access to, and
allocation of, relevant health products, as well as on any other
d) gibt dazu die der WHO vom Hersteller zwecks Zulassung zur
Verfügung gestellten Produktunterlagen zu einem bestimmten
maßgeblichen Gesundheitsprodukt an einen Vertragsstaat auf
dessen Ersuchen weiter, sofern der Hersteller binnen 30
Tagen nach Erhalt eines solchen Ersuchens seine Zustimmung
erteilt hat, um die behördliche Beurteilung und Genehmigung
durch den Vertragsstaat zu erleichtern, und
e) unterstützt dazu die Vertragsstaaten auf deren Ersuchen und
gegebenenfalls durch einschlägige von der WHO koordinierte
und sonstige Netzwerke und Mechanismen nach Buchstabe c
bei der Förderung von Forschung und Entwicklung und bei
der Stärkung der Herstellung von qualitativ hochwertigen,
sicheren und wirksamen maßgeblichen Gesundheitsprodukten
vor Ort und erleichtert sonstige für die vollständige
Durchführung dieser Bestimmung wichtige Maßnahmen.
(9) Nach Absatz 5 und nach Artikel 44 Absatz 1 sowie auf
Ersuchen anderer Vertragsstaaten oder der WHO verpflichten sich
die Vertragsstaaten im Rahmen des geltenden Rechts und
verfügbarer Mittel zusammenzuarbeiten und einander beizustehen
sowie von der WHO koordinierte Schutzmaßnahmen zu
unterstützen, auch durch
a) die Unterstützung der WHO bei der Durchführung der in
diesem Artikel erwähnten Maßnahmen;
b) die Einbeziehung und Ermutigung von maßgeblichen
Akteuren in ihrem jeweiligen Hoheitsbereich, um den gerechten
Zugang zu maßgeblichen Gesundheitsprodukten als Reaktion
auf eine gesundheitliche Notlage von internationaler
Tragweite, einschließlich einer pandemischen Notlage, zu erleichtern,
und
c) gegebenenfalls das Bereitstellen der einschlägigen
Bestimmungen ihrer Übereinkünfte auf dem Gebiet der Forschung
und Entwicklung in Bezug auf maßgebliche
Gesundheitsprodukte, die sich auf die Förderung des gerechten Zugangs zu
solchen Produkten während einer gesundheitlichen Notlage
von internationaler Tragweite, einschließlich einer
pandemischen Notlage, beziehen.
Artikel 15
Zeitlich befristete Empfehlungen
(1) Ist nach Artikel 12 das Eintreten einer gesundheitlichen
Notlage von internationaler Tragweite, einschließlich einer
pandemischen Notlage, festgestellt worden, so gibt der
Generaldirektor in Übereinstimmung mit dem in Artikel 49 beschriebenen
Verfahren zeitlich befristete Empfehlungen. Solche zeitlich
befristete Empfehlungen können gegebenenfalls geändert oder
verlängert werden, unter anderem auch dann, wenn festgestellt wurde,
dass eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite,
einschließlich einer pandemischen Notlage, beendet ist; dann
können nötigenfalls andere zeitlich befristete Empfehlungen
erlassen werden, um ein Wiederauftreten zu verhindern oder
umgehend festzustellen.
(2) Zeitlich befristete Empfehlungen können
Gesundheitsmaßnahmen umfassen, die von dem Vertragsstaat oder den
Vertragsstaaten durchgeführt werden sollten, der beziehungsweise die
sich in einer gesundheitlichen Notlage von internationaler
Tragweite, einschließlich einer pandemischen Notlage, befindet
beziehungsweise befinden, oder von anderen Vertragsstaaten, und
zwar im Hinblick auf Personen, Gepäck, Fracht, Container,
Beförderungsmittel, Güter, einschließlich maßgeblicher
Gesundheitsprodukte, und/oder Postpakete, um die
grenzüberschreitende Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern oder zu verringern
und eine unnötige Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs
zu vermeiden.
(2bis) Der Generaldirektor soll, wenn er den Vertragsstaaten
den Erlass, die Änderung oder die Verlängerung von zeitlich
befristeten Empfehlungen mitteilt, verfügbare Informationen über
alle von der WHO koordinierten Mechanismen betreffend den
Zugang zu und die Zuteilung von maßgeblichen Gesundheits -
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 23 –
allocation and distribution mechanisms and networks.
3. Temporary recommendations may be terminated in
accordance with the procedure set out in Article 49 at any time
and shall automatically expire three months after their issuance.
They may be modified or extended for additional periods of up to
three months. Temporary recommendations may not continue
beyond the second World Health Assembly after the
determination of the public health emergency of international
concern, including a pandemic emergency, to which they relate.
Article 16
Standing recommendations
1. WHO may make standing recommendations of appropriate
health measures in accordance with Article 53 for routine or
periodic application. Such measures may be applied by States
Parties regarding persons, baggage, cargo, containers,
conveyances, goods, including relevant health products, and/or
postal parcels for specific, ongoing public health risks in order
to prevent or reduce the international spread of disease and
avoid unnecessary interference with international traffic. WHO
may, in accordance with Article 53, modify or terminate such
recommendations, as appropriate.
2. The Director-General, when communicating to States
Parties the issuance, modification or extension of standing
recommendations, should provide available information on any
WHO-coordinated mechanism(s) concerning access to, and
allocation of, relevant health products as well as on any other
allocation and distribution mechanisms and networks.
Article 17
Criteria for recommendations
When issuing, modifying or terminating temporary or standing
recommendations, the Director-General shall consider:
(a) the views of the States Parties directly concerned;
(b) the advice of the Emergency Committee or the Review
Committee, as the case may be;
(c) scientific principles as well as available scientific evidence
and information;
(d) health measures that, on the basis of a risk assessment
appropriate to the circumstances, are not more restrictive
of international traffic and trade and are not more intrusive
to persons than reasonably available alternatives that
would achieve the appropriate level of health protection;
(dbis) availability of, and accessibility to relevant health products;
(e) relevant international standards and instruments;
(f) activities undertaken by other relevant intergovernmental
organizations and international bodies; and
(g) other appropriate and specific information relevant to the
event.
With respect to temporary recommendations, the consideration
by the Director-General of subparagraphs (e) and (f) of this Article
may be subject to limitations imposed by urgent circumstances.
produkten sowie über alle sonstigen Zuteilungs- und
Verteilungsmechanismen und -netzwerke bereitstellen.
(3) Zeitlich befristete Empfehlungen können nach dem in
Artikel 49 beschriebenen Verfahren jederzeit aufgehoben werden
und laufen drei Monate, nachdem sie erlassen wurden, auto -
matisch aus. Sie können geändert oder um weitere Zeiträume
von bis zu drei Monaten verlängert werden. Zeitlich befristete
Empfehlungen dürfen nicht über die zweite Weltgesundheits -
versammlung hinaus fortbestehen, nachdem über die
gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite, einschließlich
einer pandemischen Notlage, auf welche sie sich beziehen,
entschieden wurde.
Artikel 16
Ständige Empfehlungen
(1) Die WHO kann nach Artikel 53 ständige Empfehlungen für
geeignete Gesundheitsmaßnahmen zur regelmäßigen oder
gelegentlichen Anwendung erlassen. Diese Maßnahmen können bei
bestimmten, weiter bestehenden Gefahren für die öffentliche
Gesundheit von den Vertragsstaaten im Hinblick auf Personen,
Gepäck, Fracht, Container, Beförderungsmittel, Güter, einschließlich
maßgeblicher Gesundheitsprodukte, und/oder Postpakete
angewandt werden, um die grenzüberschreitende Ausbreitung von
Krankheiten zu verhindern oder zu verringern und die
Beeinträchtigung des internationalen Verkehrs zu vermeiden. Die WHO
kann nach Artikel 53 solche Empfehlungen gegebenenfalls
ändern oder aufheben.
(2) Der Generaldirektor soll, wenn er den Vertragsstaaten den
Erlass, die Änderung oder die Verlängerung von ständigen
Empfehlungen mitteilt, verfügbare Informationen über alle von der
WHO koordinierten Mechanismen betreffend den Zugang zu und
die Zuteilung von maßgeblichen Gesundheitsprodukten sowie
über alle sonstigen Zuteilungs- und Verteilungsmechanismen und
-netzwerke bereitstellen.
Artikel 17
Kriterien für Empfehlungen
Beim Erlass, bei der Änderung oder der Aufhebung von zeitlich
befristeten oder ständigen Empfehlungen berücksichtigt der
Generaldirektor Folgendes:
a) die Standpunkte der unmittelbar betroffenen
Vertragsstaaten;
b) den Rat des Notfall- beziehungsweise
Prüfungsausschusses;
c) wissenschaftliche Grundsätze und verfügbare
wissenschaftliche Erkenntnisse und Informationen;
d) Gesundheitsmaßnahmen, die auf der Grundlage einer den
Umständen angemessenen Risikobewertung den
internationalen Verkehr und Handel nicht stärker beeinträchtigen und
für Personen nicht störender sind als unter vertretbarem
Aufwand verfügbare Alternativen, die das geeignete Maß an
Gesundheitsschutz bieten würden;
dbis) Verfügbarkeit und Zugänglichkeit maßgeblicher
Gesundheitsprodukte;
e) einschlägige internationale Normen und Rechtsinstrumente;
f) Tätigkeiten anderer einschlägiger zwischenstaatlicher
Organisationen und internationaler Organe und
g) andere geeignete und spezifische Informationen, die für das
Ereignis von Belang sind.
Bei zeitlich befristeten Empfehlungen kann die Berücksichtigung
der Buchstaben e und f durch den Generaldirektor den durch
zwingende Umstände bedingten Einschränkungen unterliegen.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 24 –
Article 18
Recommendations
with respect to persons, baggage, cargo, containers,
conveyances, goods and postal parcels
1. Recommendations issued by WHO to States Parties with
respect to persons may include the following advice:
– no specific health measures are advised;
– review travel history in affected areas;
– review proof of medical examination and any laboratory
analysis;
– require medical examinations;
– review proof of vaccination or other prophylaxis;
– require vaccination or other prophylaxis;
– place suspect persons under public health observation;
– implement quarantine or other health measures for suspect
persons;
– implement isolation and treatment where necessary of affected
persons;
– implement tracing of contacts of suspect or affected persons;
– refuse entry of suspect and affected persons;
– refuse entry of unaffected persons to affected areas;
– implement exit screening and/or restrictions on persons from
affected areas.
2. Recommendations issued by WHO to States Parties with
respect to baggage, cargo, containers, conveyances, goods and
postal parcels may include the following advice:
– no specific health measures are advised;
– review manifest and routing;
– implement inspections;
– review proof of measures taken on departure or in transit to
eliminate infection or contamination;
– implement treatment of the baggage, cargo, containers,
conveyances, goods, postal parcels or human remains to
remove infection or contamination, including vectors and
reservoirs;
– the use of specific health measures to ensure the safe handling
and transport of human remains;
– implement isolation or quarantine;
– seizure and destruction of infected or contaminated or suspect
baggage, cargo, containers, conveyances, goods or postal
parcels under controlled conditions if no available treatment or
process will otherwise be successful;
– refuse departure or entry.
3. Recommendations issued by WHO to State Parties shall,
as appropriate, take into account the need to:
(a) facilitate international travel, particularly of health and care
workers and persons in life-threatening or humanitarian
situations. This provision is without prejudice to Article 23 of
these Regulations; and
Artikel 18
Empfehlungen in Bezug auf Personen, Gepäck, Fracht,
Container, Beförderungsmittel, Güter und Postpakete
(1) Von der WHO in Bezug auf Personen gegebene
Empfehlungen an die Vertragsstaaten können folgende Ratschläge
beinhalten:
– besondere Gesundheitsmaßnahmen werden nicht angeraten;
– den Reiseverlauf in betroffenen Gebieten überprüfen;
– den Nachweis von ärztlichen Untersuchungen und Labor -
ergebnissen überprüfen;
– ärztliche Untersuchungen verlangen;
– den Nachweis einer Impfung oder einer anderen Prophylaxe
überprüfen;
– eine Impfung oder eine andere Prophylaxe verlangen;
– verdächtige Personen einer Beobachtung zum Schutz der
öffentlichen Gesundheit unterziehen;
– Quarantäne- oder andere Gesundheitsmaßnahmen für
verdächtige Personen durchführen;
– eine Absonderung betroffener Personen und nötigenfalls deren
Behandlung durchführen;
– eine Nachverfolgung der Kontakte verdächtiger oder
betroffener Personen durchführen;
– die Einreise verdächtiger und betroffener Personen verweigern;
– die Einreise nicht betroffener Personen in betroffene Gebiete
verweigern;
– bei der Ausreise von Personen aus betroffenen Gebieten ein
Screening durchführen und/oder Beschränkungen auferlegen.
(2) Von der WHO in Bezug auf Gepäck, Fracht, Container,
Beförderungsmittel, Güter und Postpakete gegebene Empfehlungen
an die Vertragsstaaten können folgende Ratschläge beinhalten:
– besondere Gesundheitsmaßnahmen werden nicht angeraten;
– Ladeliste und Route überprüfen;
– Überprüfungen durchführen;
– den Nachweis von Maßnahmen bei der Abreise oder bei der
Durchfuhr zur Beseitigung von Infektionen oder
Verseuchungen überprüfen;
– eine Behandlung von Gepäck, Fracht, Containern,
Beförderungsmitteln, Gütern, Postpaketen oder menschlichen
Überresten durchführen, um Infektionen oder Verseuchungen
einschließlich Vektoren und Herden zu beseitigen;
– besondere Gesundheitsmaßnahmen anwenden, um die
sichere Handhabung und den sicheren Transport menschlicher
Überreste zu gewährleisten;
– eine Absonderung oder Quarantäne durchführen;
– Beschlagnahme und Vernichtung infizierter oder verseuchter
oder verdächtiger Gepäck- oder Frachtstücke, Container,
Beförderungsmittel, Güter oder Postpakete unter kontrollierten
Bedingungen vornehmen, wenn andere verfügbare
Behandlungen oder Verfahren sonst erfolglos bleiben würden;
– die Ab- oder Einreise verweigern.
(3) Von der WHO gegebene Empfehlungen an die
Vertragsstaaten berücksichtigen gegebenenfalls die Notwendigkeit,
a) den internationalen Reiseverkehr zu erleichtern,
insbesondere von im Gesundheits- und Pflegewesen Beschäftigten und
von Personen in lebensbedrohlichen Situationen oder
humanitären Krisen. Artikel 23 bleibt hiervon unberührt;
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 25 –
(b) maintain international supply chains, including for relevant
health products and food supplies.
Article 19
General obligations
Each State Party shall, in addition to the other obligations
provided for under these Regulations:
(a) ensure that the core capacities set forth in Part B of Annex 1
for designated points of entry are developed within the time
frame provided in paragraph 1 of Article 5 and paragraph 1
of Article 13;
(b) identify the competent authorities at each designated point of
entry in its territory; and
(c) furnish to WHO, as far as practicable, when requested in
response to a specific potential public health risk, relevant
data concerning sources of infection or contamination,
including vectors and reservoirs, at its points of entry, which
could result in international disease spread.
Article 20
Airports and ports
1. States Parties shall designate the airports and ports that
shall develop the core capacities provided in Part B of Annex 1.
2. States Parties shall ensure that Ship Sanitation Control
Exemption Certificates and Ship Sanitation Control Certificates
are issued in accordance with the requirements in Article 39 and
the model provided in Annex 3.
3. Each State Party shall send to WHO a list of ports
authorized to offer:
(a) the issuance of Ship Sanitation Control Certificates and the
provision of the services referred to in Annexes 1 and 3; or
(b) the issuance of Ship Sanitation Control Exemption
Certificates only; and
(c) extension of the Ship Sanitation Control Exemption Certificate
for a period of one month until the arrival of the ship in the
port at which the Certificate may be received.
Each State Party shall inform WHO of any changes which may
occur to the status of the listed ports. WHO shall publish the
information received under this paragraph.
4. WHO may, at the request of the State Party concerned,
arrange to certify, after an appropriate investigation, that an
airport or port in its territory meets the requirements referred to in
paragraphs 1 and 3 of this Article. These certifications may be
subject to periodic review by WHO, in consultation with the State
Party.
5. WHO, in collaboration with competent intergovernmental
organizations and international bodies, shall develop and publish
the certification guidelines for airports and ports under this Article.
WHO shall also publish a list of certified airports and ports.
Article 21
Ground crossings
1. Where justified for public health reasons, a State Party may
designate ground crossings that shall develop the core capacities
provided in Part B of Annex 1, taking into consideration:
b) internationale Versorgungsketten aufrechtzuerhalten,
einschließlich derjenigen für maßgebliche Gesundheitsprodukte
und Lebensmittellieferungen.
Artikel 19
Allgemeine Verpflichtungen
Jeder Vertragsstaat unternimmt über die nach diesen
Vorschriften vorgesehenen Verpflichtungen hinaus Folgendes:
a) er trägt dafür Sorge, dass die in Anlage 1 Teil B für benannte
Grenzübergangsstellen beschriebenen Kernkapazitäten in
dem in Artikel 5 Absatz 1 und in Artikel 13 Absatz 1 genannten
zeitlichen Rahmen geschaffen werden;
b) er bezeichnet die an jeder benannten Grenzübergangsstelle
zu seinem Hoheitsgebiet zuständigen Behörden und
c) er liefert der WHO nach Möglichkeit sachdienliche Angaben
über Infektions- und Verseuchungsquellen, einschließlich
Vektoren und Herden, an seinen Grenzübergangsstellen, die
zur grenzüberschreitenden Ausbreitung von Krankheiten
führen können, wenn darum als Reaktion auf eine bestimmte
potentielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit ersucht wird.
Artikel 20
Flughäfen und Häfen
(1) Die Vertragsstaaten benennen die Flughäfen und Häfen,
welche die in Anlage 1 Teil B vorgesehenen Kernkapazitäten zu
schaffen und aufrechtzuerhalten haben.
(2) Die Vertragsstaaten tragen dafür Sorge, dass die Be -
scheinigung über die Befreiung von der Schiffshygienekontrolle
(Ship Sanitation Control Exemption Certificate) und die
Bescheinigung über die Schiffshygienekontrolle (Ship Sanitation Control
Certificate) nach den Anforderungen des Artikels 39 und dem in
Anlage 3 enthaltenen Muster ausgestellt werden.
(3) Jeder Vertragsstaat übermittelt der WHO eine Liste von
Häfen, die zu Folgendem befugt sind:
a) zur Ausstellung von Bescheinigungen über die
Schiffshygienekontrolle und zur Bereitstellung der in den Anlagen 1 und 3
genannten Leistungen oder
b) nur zur Ausstellung von Bescheinigungen über die Befreiung
von der Schiffshygienekontrolle und
c) zur Verlängerung der Bescheinigung über die Befreiung von
der Schiffshygienekontrolle um einen Monat bis zur Ankunft
des Schiffes in dem Hafen, in dem die Bescheinigung
entgegengenommen werden kann.
Die Vertragsstaaten informieren die WHO über eventuelle
Veränderungen des Status der aufgeführten Häfen. Die WHO
veröffentlicht die nach diesem Absatz erhaltenen Informationen.
(4) Die WHO kann auf Ersuchen des betreffenden
Vertragsstaats nach angemessener Prüfung zertifizieren lassen, dass ein
Flughafen oder Hafen in seinem Hoheitsgebiet den in den
Absätzen 1 und 3 genannten Anforderungen genügt. Diese
Zertifizierungen können von der WHO in Abstimmung mit dem
Vertragsstaat regelmäßig überprüft werden.
(5) Die WHO entwickelt und veröffentlicht in Zusammenarbeit
mit zuständigen zwischenstaatlichen Organisationen und
internationalen Organen Zertifizierungsrichtlinien für Flughäfen und
Häfen nach diesem Artikel. Die WHO veröffentlicht ferner ein
Verzeichnis zertifizierter Flughäfen und Häfen.
Artikel 21
Landübergänge
(1) Sofern dies aus Gründen der öffentlichen Gesundheit
gerechtfertigt ist, kann ein Vertragsstaat Landübergänge, welche die
in Anlage 1 Teil B genannten Kernkapazitäten schaffen,
benennen, und zwar unter Berücksichtigung
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 26 –
(a) the volume and frequency of the various types of international
traffic, as compared to other points of entry, at a State Party’s
ground crossings which might be designated; and
(b) the public health risks existing in areas in which the
international traffic originates, or through which it passes,
prior to arrival at a particular ground crossing.
2. States Parties sharing common borders should consider:
(a) entering into bilateral or multilateral agreements or
arrangements concerning prevention or control of
international transmission of disease at ground crossings in
accordance with Article 57; and
(b) joint designation of adjacent ground crossings for the
core capacities in Part B of Annex 1 in accordance with
paragraph 1 of this Article.
Article 23
Health measures on arrival and departure
1. Subject to applicable international agreements and relevant
articles of these Regulations, a State Party may require for public
health purposes, on arrival or departure:
(a) with regard to travellers:
(i) information concerning the traveller’s destination so that
the traveller may be contacted;
(ii) information concerning the traveller’s itinerary to
ascertain if there was any travel in or near an affected
area or other possible contacts with infection or
contamination prior to arrival, as well as review of the
traveller’s health documents if they are required under
these Regulations; and/or
(iii) a non-invasive medical examination which is the least
intrusive examination that would achieve the public
health objective; and
(b) inspection of baggage, cargo, containers, conveyances,
goods, postal parcels and human remains.
2. On the basis of evidence of a public health risk obtained
through the measures provided in paragraph 1 of this Article, or
through other means, States Parties may apply additional health
measures, in accordance with these Regulations, in particular,
with regard to a suspect or affected traveller, on a case-by-case
basis, the least intrusive and invasive medical examination that
would achieve the public health objective of preventing the
international spread of disease.
3. No medical examination, vaccination, prophylaxis or health
measure under these Regulations shall be carried out on
travellers without their prior express informed consent or that of
their parents or guardians, except as provided in paragraph 2 of
Article 31, and in accordance with the law and international
obligations of the State Party.
4. Travellers to be vaccinated or offered prophylaxis pursuant
to these Regulations, or their parents or guardians, shall be
informed of any risk associated with vaccination or with
nonvaccination and with the use or non-use of prophylaxis, in
accordance with the law and international obligations of the State
Party. States Parties shall inform medical practitioners of these
requirements in accordance with the law of the State Party.
a) des Verkehrsaufkommens und der Verkehrsfrequenz der
verschiedenen Arten des internationalen Verkehrs an den
Landübergängen eines Vertragsstaats, die benannt werden
könnten, im Vergleich zu anderen Grenzübergangsstellen, und
b) der Gefahren für die öffentliche Gesundheit, die in Gebieten
bestehen, in denen der internationale Verkehr entsteht oder
durch die er sich bewegt, und zwar bereits vor seiner Ankunft
an einem bestimmten Landübergang.
(2) Vertragsstaaten mit gemeinsamen Grenzen sollen
Folgendes in Erwägung ziehen:
a) den Abschluss zwei- oder mehrseitiger Übereinkünfte oder
Vereinbarungen über die Vorbeugung oder Bekämpfung der
grenzüberschreitenden Übertragung von Krankheiten an
Landübergängen nach Artikel 57 und
b) im Hinblick auf die Kernkapazitäten nach Anlage 1 Teil B die
gemeinsame Benennung angrenzender Landübergänge nach
Absatz 1.
Artikel 23
Gesundheitsmaßnahmen bei Ankunft und Abreise
(1) Vorbehaltlich geltender völkerrechtlicher Übereinkünfte und
einschlägiger Artikel dieser Vorschriften kann ein Vertragsstaat
bei Ankunft oder Abreise für die Zwecke des
Gesundheitsschutzes Folgendes verlangen:
a) im Hinblick auf Reisende
i) Informationen zum Zielort des Reisenden, damit Kontakt
mit dem Reisenden aufgenommen werden kann;
ii) Informationen zur Reiseroute des Reisenden, um
feststellen zu können, ob im oder nahe dem betroffenen
Gebiet Reisen stattgefunden haben oder ob es andere
mögliche Kontakte zu Infektions- oder
Verseuchungsquellen vor der Ankunft gab, und Prüfung der
Gesundheitsdokumente des Reisenden, wenn diese aufgrund
dieser Vorschriften erforderlich sind, und/oder
iii) eine nichtinvasive ärztliche Untersuchung, welche die
am wenigsten störende Untersuchung ist, um das Ziel
aus Sicht der öffentlichen Gesundheit zu erreichen, und
b) eine Überprüfung von Gepäck- und Frachtstücken,
Containern, Beförderungsmitteln, Gütern, Postpaketen und
menschlichen Überresten.
(2) Aufgrund von Anzeichen einer Gefahr für die öffentliche
Gesundheit, die durch in Absatz 1 vorgesehene Maßnahmen
oder durch andere Mittel erkannt worden sind, können die
Vertragsstaaten zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen im Einklang
mit diesen Vorschriften anwenden; hierbei kommt bei einem
verdächtigen oder betroffenen Reisenden je nach Einzelfall
insbesondere die am wenigsten störende und invasive ärztliche
Untersuchung in Frage, mit der das Ziel aus Sicht der öffentlichen
Gesundheit, nämlich die Verhütung einer grenzüberschreitenden
Ausbreitung der Krankheit, erreicht würde.
(3) Ohne die ausdrückliche, nach entsprechender Aufklärung
gegebene vorherige Zustimmung des Reisenden, seiner Eltern
oder seines Vormunds darf keine ärztliche Untersuchung,
Impfung, Prophylaxe oder Gesundheitsmaßnahme aufgrund dieser
Vorschriften durchgeführt werden; dies gilt mit Ausnahme der
Bestimmungen des Artikels 31 Absatz 2 und im Einklang mit dem
Recht und den internationalen Verpflichtungen des
Vertragsstaats.
(4) Reisende, die nach diesen Vorschriften geimpft oder
prophylaktisch versorgt werden müssen, oder deren Eltern oder
Vormünder werden über die mit der Impfung oder unterlassenen
Impfung und mit der Anwendung oder Nichtanwendung der
Prophylaxe verbundenen Risiken nach dem Recht und den
internationalen Verpflichtungen des Vertragsstaats informiert. Die
Vertragsstaaten setzen die praktischen Ärzte von dieser Anforderung
in Übereinstimmung mit dem Recht des Vertragsstaats in
Kenntnis.
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 27 –
5. Any medical examination, medical procedure, vaccination
or other prophylaxis which involves a risk of disease transmission
shall only be performed on, or administered to, a traveller in
accordance with established national or international safety
guidelines and standards so as to minimize such a risk.
Article 24
Conveyance operators
1. States Parties shall take all practicable measures consistent
with these Regulations to ensure that conveyance operators:
(a) comply with the health measures recommended by WHO and
adopted by the State Party, including for application on board
as well as during embarkation and disembarkation;
(b) inform travellers of the health measures recommended by
WHO and adopted by the State Party, including for
application on board as well as during embarkation and
disembarkation; and
(c) permanently keep conveyances for which they are
responsible free of sources of infection or contamination,
including vectors and reservoirs. The application of measures
to control sources of infection or contamination may be
required if evidence is found.
2. Specific provisions pertaining to conveyances and
conveyance operators under this Article are provided in
Annex 4. Specific measures applicable to conveyances and
conveyance operators with regard to vector-borne diseases are
provided in Annex 5.
Article 25
Ships and aircraft in transit
Subject to Articles 27 and 43 or unless authorized by applicable
international agreements, no health measure shall be applied by
a State Party to:
(a) a ship not coming from an affected area which passes through
a maritime canal or waterway in the territory of that State
Party on its way to a port in the territory of another State. Any
such ship shall be permitted to take on, under the supervision
of the competent authority, fuel, water, food and supplies;
(b) a ship which passes through waters within its jurisdiction
without calling at a port or on the coast; and
(c) an aircraft in transit at an airport within its jurisdiction, except
that the aircraft may be restricted to a particular area of the
airport, with no embarking and disembarking or loading and
discharging. However, any such aircraft shall be permitted to
take on, under the supervision of the competent authority,
fuel, water, food and supplies.
Article 27
Affected conveyances
1. If clinical signs or symptoms and information based on fact
or evidence of a public health risk, including sources of infection
and contamination, are found on board a conveyance, the
competent authority shall consider the conveyance as affected
and may:
(5) Ärztliche Untersuchungen, medizinische Verfahren,
Impfungen oder andere prophylaktische Maßnahmen, die mit dem
Risiko einer Krankheitsübertragung verbunden sind, werden nur
im Einklang mit anerkannten nationalen oder internationalen
Sicherheitsrichtlinien und -normen an Reisenden durchgeführt
beziehungsweise an Reisende verabreicht, so dass ein solches
Risiko auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
Artikel 24
Beförderer
(1) Die Vertragsstaaten treffen alle im Einklang mit diesen
Vorschriften stehenden durchführbaren Maßnahmen, um zu
gewährleisten, dass Beförderer
a) sich nach den von der WHO empfohlenen und von den
Vertragsstaaten angenommenen Gesundheitsmaßnahmen,
einschließlich zur Anwendung an Bord sowie während des Ein-
und Aussteigens, richten;
b) die Reisenden über die von der WHO empfohlenen und von
den Vertragsstaaten angenommenen
Gesundheitsmaßnahmen, einschließlich zur Anwendung an Bord sowie während
des Ein- und Aussteigens, informieren und
c) die Beförderungsmittel, für die sie verantwortlich sind,
dauerhaft in einem solchen Zustand halten, dass sie frei von
Infektions- oder Verseuchungsquellen einschließlich Vektoren und
Herden sind. Die Anwendung von Maßnahmen zur
Bekämpfung von Infektions- oder Verseuchungsquellen kann verlangt
werden, wenn sich Anzeichen für ihr Vorhandensein gezeigt
haben.
(2) Besondere Bestimmungen über Beförderungsmittel und
Beförderer nach diesem Artikel enthält Anlage 4. Besondere auf
Beförderungsmittel und Beförderer anwendbare Maßnahmen im
Hinblick auf übertragbare (vektorinduzierte) Krankheiten enthält
Anlage 5.
Artikel 25
Schiffe und Luftfahrzeuge auf der Durchfahrt
beziehungsweise Durchreise
Vorbehaltlich der Artikel 27 und 43 oder wenn dies nicht durch
geltende völkerrechtliche Übereinkünfte gestattet ist, wendet ein
Vertragsstaat keine Gesundheitsmaßnahmen an auf
a) Schiffe, die nicht aus einem betroffenen Gebiet kommen und
sich auf der Durchfahrt durch einen Seeschifffahrtskanal oder
eine Wasserstraße im Hoheitsgebiet dieses Vertragsstaats
mit dem Ziel eines Hafens im Hoheitsgebiet eines anderen
Staates befinden. Solchen Schiffen ist es erlaubt, unter
Aufsicht der zuständigen Behörde Treibstoff, Wasser,
Lebensmittel und Vorräte an Bord zu nehmen;
b) Schiffe, die seine Hoheitsgewässer durchfahren, ohne in
einem Hafen oder an der Küste anzulegen, und
c) Luftfahrzeuge bei der Durchreise auf einem Flughafen in
seinem Hoheitsgebiet, außer dass der Aufenthalt des Luft -
fahrzeugs auf einen bestimmten Bereich des Flughafens
beschränkt werden kann und dass keine Gelegenheit zum
Ein- und Aussteigen oder Be- und Entladen besteht. Solchen
Luftfahrzeugen ist es jedoch erlaubt, unter Aufsicht der
zuständigen Behörde Treibstoff, Wasser, Lebensmittel und
Vorräte an Bord zu nehmen.
Artikel 27
Betroffene Beförderungsmittel
(1) Wurden an Bord eines Beförderungsmittels klinische
Anzeichen oder Symptome und auf Tatsachen oder Anzeichen
beruhende Informationen in Bezug auf eine Gefahr für die
öffentliche Gesundheit, einschließlich Infektions- und
Verseuchungsquellen, festgestellt, so betrachtet die zuständige Behörde das
Beförderungsmittel als betroffen und kann
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 28 –
(a) disinfect, decontaminate, disinsect or derat the conveyance,
as appropriate, or cause these measures to be carried out
under its supervision; and
(b) decide in each case the technique employed to secure an
adequate level of control of the public health risk as provided
in these Regulations. Where there are methods or materials
advised by WHO for these procedures, these should be
employed, unless the competent authority determines that
other methods are as safe and reliable.
The competent authority may implement additional health
measures, including isolation and quarantine of the conveyances,
as necessary, to prevent the spread of disease. Such additional
measures should be reported to the National IHR Focal Point.
2. If the competent authority for the point of entry is not able
to carry out the control measures required under this Article, the
affected conveyance may nevertheless be allowed to depart,
subject to the following conditions:
(a) the competent authority shall, at the time of departure, inform
the competent authority for the next known point of entry of
the type of information referred to under subparagraph (b);
and
(b) in the case of a ship, the evidence found and the control
measures required shall be noted in the Ship Sanitation
Control Certificate.
Any such conveyance shall be permitted to take on, under the
supervision of the competent authority, fuel, water, food and
supplies.
3. A conveyance that has been considered as affected shall
cease to be regarded as such when the competent authority is
satisfied that:
(a) the measures provided in paragraph 1 of this Article have
been effectively carried out; and
(b) there are no conditions on board that could constitute a public
health risk.
Article 28
Ships and aircraft at points of entry
1. Subject to Article 43 or as provided in applicable
international agreements, a ship or an aircraft shall not be
prevented for public health reasons from calling at any point of
entry. However, if the point of entry is not equipped for applying
health measures under these Regulations, the ship or aircraft
may be ordered to proceed at its own risk to the nearest suitable
point of entry available to it, unless the ship or aircraft has an
operational problem which would make this diversion unsafe.
2. Subject to Article 43 or as provided in applicable
international agreements, ships or aircraft shall not be refused
free pratique by States Parties for public health reasons; in
particular, they shall not be prevented from embarking or
disembarking, discharging or loading cargo or stores, or taking
on fuel, water, food and supplies. States Parties may subject the
granting of free pratique to inspection and, if a source of infection
or contamination is found on board, the carrying out of necessary
disinfection, decontamination, disinsection or deratting, or other
measures necessary to prevent the spread of the infection or
contamination.
a) das Beförderungsmittel je nach Fall desinfizieren,
entseuchen, von Insekten befreien oder entratten oder die
Durchführung dieser Maßnahmen unter ihrer Aufsicht veranlassen
und
b) in jedem Fall die anzuwendende Methode bestimmen, um
eine angemessene Bekämpfung der Gefahr für die öffentliche
Gesundheit nach diesen Vorschriften sicherzustellen. Gibt es
von der WHO für diese Verfahren empfohlene Methoden oder
Materialien, so sollen diese angewendet werden, sofern die
zuständige Behörde nicht feststellt, dass andere Methoden
gleichermaßen sicher und zuverlässig sind.
Die zuständige Behörde kann zusätzliche
Gesundheitsmaßnahmen durchführen, darunter nötigenfalls die Absonderung und
Quarantäne der Beförderungsmittel, um die Ausbreitung einer
Krankheit zu verhüten. Diese zusätzlichen Maßnahmen sollen der
nationalen IGV-Anlaufstelle gemeldet werden.
(2) Ist die für die Grenzübergangsstelle zuständige Behörde
nicht in der Lage, die nach diesem Artikel erforderlichen
Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen, so kann dem betroffenen
Beförderungsmittel dennoch die Genehmigung zur Abreise erteilt
werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
a) Die zuständige Behörde informiert zum Zeitpunkt der Abreise
die für die nächste bekannte Grenzübergangsstelle
zuständige Behörde über die unter Buchstabe b genannte Art von
Informationen, und
b) bei Schiffen werden die festgestellten Anzeichen sowie die
erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen in die Bescheinigung
über die Schiffshygienekontrolle eingetragen.
Solchen Beförderungsmitteln ist es erlaubt, unter Aufsicht der
zuständigen Behörde Treibstoff, Wasser, Lebensmittel und Vorräte
an Bord zu nehmen.
(3) Ein als betroffen geltendes Beförderungsmittel gilt nicht
mehr als betroffen, wenn sich die zuständige Behörde davon
überzeugt hat, dass
a) die in Absatz 1 vorgesehenen Maßnahmen wirksam
durchgeführt wurden und
b) an Bord keine Verhältnisse herrschen, die eine Gefahr für die
öffentliche Gesundheit darstellen können.
Artikel 28
Schiffe und Luftfahrzeuge an Grenzübergangsstellen
(1) Vorbehaltlich des Artikels 43 oder anzuwendender
völkerrechtlicher Übereinkünfte dürfen Schiffe oder Luftfahrzeuge aus
Gründen der öffentlichen Gesundheit nicht daran gehindert
werden, eine Grenzübergangsstelle anzulaufen oder bei ihr zu
landen. Verfügt die Grenzübergangsstelle jedoch nicht über die
erforderlichen Einrichtungen für die Anwendung von
Gesundheitsmaßnahmen nach diesen Vorschriften, so können die Schiffe
oder Luftfahrzeuge angewiesen werden, sich auf eigene Gefahr
zur nächsten geeigneten und für sie erreichbaren
Grenzübergangsstelle zu begeben, es sei denn, die Schiffe oder
Luftfahrzeuge haben ein Funktionsproblem, das die Weiterfahrt
beziehungsweise den Weiterflug unsicher machen würde.
(2) Vorbehaltlich des Artikels 43 oder geltender
völkerrechtlicher Übereinkünfte dürfen Vertragsstaaten Schiffen oder
Luftfahrzeugen die Anlauf- beziehungsweise Landeerlaubnis (free
pratique) aus Gründen der öffentlichen Gesundheit nicht verweigern;
insbesondere darf ihnen das Ein- oder Ausschiffen
beziehungsweise das Ein- oder Aussteigenlassen, das Löschen oder Laden
von Fracht oder Vorräten sowie die Aufnahme von Treibstoff,
Wasser, Lebensmitteln und Vorräten nicht verweigert werden. Die
Vertragsstaaten können die Anlauf- beziehungsweise
Landeerlaubnis (free pratique) von einer Überprüfung und, wenn an Bord
eine Infektions- oder Verseuchungsquelle gefunden wurde, von
der Durchführung notwendiger Maßnahmen zur Desinfektion,
Entseuchung, Befreiung von Insekten oder Entrattung oder von
der Durchführung anderer zur Verhütung der Ausbreitung der In-
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 29 –
3. Whenever practicable and subject to paragraph 2 of this
Article, a State Party shall authorize the granting of free pratique
by radio or other communication means to a ship or an aircraft
when, on the basis of information received from it prior to its
arrival, the State Party is of the opinion that the arrival of the ship
or aircraft will not result in the introduction or spread of disease.
4. Officers in command of ships or pilots in command of
aircraft, or their agents, shall make known to the port or airport
control, as early as possible before arrival at the port or airport of
destination, any cases of illness indicative of a disease of an
infectious nature or evidence of a public health risk on board, as
soon as such illnesses or public health risks are made known to
the officer or pilot. This information must be immediately relayed
to the competent authority for the port or airport. In urgent
circumstances, such information should be communicated directly
by the officers or pilots to the relevant port or airport authority.
5. The following shall apply if a suspect or affected aircraft or
ship, for reasons beyond the control of the pilot in command of
the aircraft or the officer in command of the ship, lands elsewhere
than at the airport at which the aircraft was due to land or berths
elsewhere than at the port at which the ship was due to berth:
(a) the pilot in command of the aircraft or the officer in command
of the ship or other person in charge shall make every effort
to communicate without delay with the nearest competent
authority;
(b) as soon as the competent authority has been informed of
the landing, it may apply health measures recommended
by WHO or other health measures provided in these
Regulations;
(c) unless required for emergency purposes or for
communication with the competent authority, no traveller on
board the aircraft or ship shall leave its vicinity and no cargo
shall be removed from that vicinity, unless authorized by the
competent authority; and
(d) when all health measures required by the competent authority
have been completed, the aircraft or ship may, so far as such
health measures are concerned, proceed either to the airport
or port at which it was due to land or berth, or, if for technical
reasons it cannot do so, to a conveniently situated airport or
port.
6. Notwithstanding the provisions contained in this Article, the
officer in command of a ship or pilot in command of an aircraft
may take such emergency measures as may be necessary for
the health and safety of travellers on board. He or she shall inform
the competent authority as early as possible concerning any
measures taken pursuant to this paragraph.
Article 35
General rule
1. No health documents, other than those provided for under
these Regulations or in recommendations issued by WHO, shall
be required in international traffic, provided however that this
Article shall not apply to travellers seeking temporary or
permanent residence, nor shall it apply to document requirements
concerning the public health status of goods or cargo in
international trade pursuant to applicable international
fektion oder Verseuchung notwendiger Maßnahmen abhängig
machen.
(3) Soweit möglich und vorbehaltlich des Absatzes 2 lässt ein
Vertragsstaat die Erteilung einer Anlauf- beziehungsweise
Landeerlaubnis (free pratique) an ein Schiff oder Luftfahrzeug auf dem
Funkweg oder über andere Kommunikationsmittel zu, wenn er
aufgrund der von dem Schiff oder Luftfahrzeug vor dessen
Ankunft erhaltenen Informationen der Auffassung ist, dass durch die
Ankunft des Schiffes oder Luftfahrzeugs keine Krankheit
eingeschleppt oder ausgebreitet wird.
(4) Schiffskapitäne beziehungsweise verantwortliche
Luftfahrzeugführer oder ihre jeweiligen Vertreter zeigen der Hafen-
beziehungsweise Flughafenaufsicht möglichst frühzeitig vor der
Ankunft am Bestimmungshafen beziehungsweise Zielflughafen
etwaige Erkrankungsfälle, die auf eine Infektionskrankheit
hindeuten, oder Anzeichen für eine Gefahr für die öffentliche
Gesundheit an Bord an, sobald sie von diesen Erkrankungen oder
Gefahren für die öffentliche Gesundheit Kenntnis erlangen. Diese
Informationen müssen sofort an die für den Hafen oder Flughafen
zuständige Behörde weitergegeben werden. In dringenden Fällen
sollen diese Informationen von den Schiffskapitänen
beziehungsweise verantwortlichen Luftfahrzeugführern unmittelbar an die für
den Hafen oder Flughafen zuständige Behörde weitergegeben
werden.
(5) Wenn ein verdächtiges oder betroffenes Luftfahrzeug oder
Schiff aus Gründen, die außerhalb des Einflusses des
verantwortlichen Luftfahrzeugführers beziehungsweise Schiffskapitäns
liegen, an einem anderen Ort als dem Zielflughafen des
Luftfahrzeugs beziehungsweise Zielhafen des Schiffes landet oder
anlegt, gilt Folgendes:
a) Der verantwortliche Luftfahrzeugführer oder der
Schiffskapitän beziehungsweise dessen jeweiliger Vertreter unternimmt
sein Möglichstes, um unverzüglich mit der nächsten
zuständigen Behörde in Verbindung zu treten;
b) sobald die zuständige Behörde von der Landung
benachrichtigt worden ist, kann sie die von der WHO empfohlenen oder
andere in diesen Vorschriften vorgesehene
Gesundheitsmaßnahmen anwenden;
c) sofern Notfälle oder die Aufnahme der Verbindung zu der
zuständigen Behörde dies nicht erforderlich machen, darf sich
kein an Bord des Luftfahrzeugs oder Schiffes befindlicher
Reisender aus seiner unmittelbaren Nähe entfernen; ferner darf
keine Fracht aus seiner unmittelbaren Nähe entfernt werden,
es sei denn, die zuständige Behörde hat die Erlaubnis dazu
erteilt, und
d) sobald alle von der zuständigen Behörde angeordneten
Gesundheitsmaßnahmen durchgeführt worden sind, kann das
Luftfahrzeug oder Schiff, was diese Gesundheitsmaßnahmen
anbelangt, entweder zum ursprünglichen Zielflughafen des
Luftfahrzeugs oder Zielhafen des Schiffes oder, wenn dies
aus technischen Gründen nicht möglich ist, zu einem anderen
günstig gelegenen Flughafen oder Hafen weiterfliegen
beziehungsweise weiterfahren.
(6) Ungeachtet der Bestimmungen dieses Artikels kann der
Schiffskapitän oder der verantwortliche Luftfahrzeugführer die für
die Gesundheit und Sicherheit der an Bord befindlichen
Reisenden erforderlichen Notmaßnahmen treffen. Er informiert die
zuständige Behörde möglichst frühzeitig über alle nach diesem
Absatz getroffenen Maßnahmen.
Artikel 35
Allgemeine Regel
(1) Andere Gesundheitsdokumente als diejenigen, die nach
diesen Vorschriften oder in Empfehlungen der WHO vorgesehen
sind, dürfen im internationalen Verkehr nicht verlangt werden;
Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass dieser Artikel weder auf
Reisende anzuwenden ist, die einen vorübergehenden oder
ständigen Aufenthalt anstreben, noch auf Dokumentenerfordernisse
betreffend den Zustand von Gütern oder Fracht im internationalen
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 30 –
agreements. The competent authority may request travellers to
complete contact information forms and questionnaires on the
health of travellers, provided that they meet the requirements set
out in Article 23.
2. Health documents under these Regulations may be issued
in non-digital format or digital format, subject to the obligations of
any State Party regarding the format of such documents deriving
from other international agreements.
3. Regardless of the format in which health documents under
these Regulations have been issued, said health documents shall
conform to the Annexes, referred to in Articles 36 to 39, as
applicable, and their authenticity shall be ascertainable.
4. WHO, in consultation with States Parties, shall develop and
update, as necessary, technical guidance, including specifications
or standards related to the issuance and ascertainment of
authenticity of health documents, both in digital format and
nondigital format. Such specifications or standards shall be in
accordance with Article 45 regarding treatment of personal data.
Article 37
Ship Declaration of Health
1. The master of a ship, before arrival at its first port of call in
the territory of a State Party, shall ascertain the state of health on
board, and, except when that State Party does not require it, the
master shall, on arrival, or in advance of the vessel’s arrival if the
vessel is so equipped and the State Party requires such advance
delivery, complete and deliver to the competent authority for that
port a Ship Declaration of Health, which shall be countersigned
by the ship’s surgeon, if one is carried.
2. The master of a ship, or the ship’s surgeon if one is carried,
shall supply any information required by the competent authority
as to health conditions on board during an international voyage.
3. A Ship Declaration of Health shall conform to the model
provided in Annex 8.
4. A State Party may decide:
(a) to dispense with the submission of the Ship Declaration of
Health by all arriving ships; or
(b) to require the submission of the Ship Declaration of Health
under a recommendation concerning ships arriving from
affected areas or to require it from ships which might
otherwise carry infection or contamination.
The State Party shall inform shipping operators or their agents of
these requirements.
Article 43
Additional health measures
1. These Regulations shall not preclude States Parties from
implementing health measures, in accordance with their relevant
national law and obligations under international law, in response
to specific public health risks or public health emergencies of
international concern, which:
(a) achieve the same or greater level of health protection than
WHO recommendations; or
(b) are otherwise prohibited under Article 25, Article 26,
paragraphs 1 and 2 of Article 28, Article 30, paragraph 1(c)
of Article 31 and Article 33,
Handel im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit, die geltenden
völkerrechtlichen Übereinkünften entsprechen. Die zuständige
Behörde kann Reisende ersuchen, Formulare mit
Kontaktinformationen und Fragebögen über die Gesundheit der Reisenden
auszufüllen, vorausgesetzt, die in Artikel 23 festgelegten
Anforderungen sind erfüllt.
(2) Nach diesen Vorschriften vorgesehene
Gesundheitsdokumente können in nicht-digitalem Format oder in digitalem Format
je nach den Verpflichtungen eines Vertragsstaats hinsichtlich des
Formats solcher Dokumente, die sich aus sonstigen
völkerrechtlichen Übereinkünften ergeben, ausgestellt werden.
(3) Unabhängig vom Format, in dem nach diesen Vorschriften
vorgesehene Gesundheitsdokumente ausgestellt wurden,
müssen diese Gesundheitsdokumente den in den Artikeln 36 bis 39
genannten Anlagen, soweit anwendbar, entsprechen; ihre
Echtheit muss feststellbar sein.
(4) Die WHO entwickelt nach Beratung mit den
Vertragsstaaten technische Anleitungen, einschließlich Vorgaben und Normen
für die Ausstellung und Feststellung der Echtheit von
Gesundheitsdokumenten, die sowohl in digitalem Format als auch in
nicht-digitalem Format vorliegen, und aktualisiert sie
gegebenenfalls. Solche Vorgaben und Normen müssen Artikel 45 betreffend
den Umgang mit personenbezogenen Daten entsprechen.
Artikel 37
Schiffsgesundheitserklärung
(1) Der Kapitän eines Schiffes hat vor der Ankunft im ersten
Anlaufhafen des Hoheitsgebiets eines Vertragsstaats den
Gesundheitszustand der an Bord befindlichen Personen
festzustellen und bei der Ankunft – oder vor der Ankunft, sofern das Schiff
entsprechend ausgerüstet ist und der Vertragsstaat eine solche
Vorausbescheinigung verlangt – eine
Schiffsgesundheitserklärung auszufüllen und der zuständigen Behörde dieses Hafens zu
übergeben, es sei denn, dass dieser Vertragsstaat dies nicht
verlangt; diese Erklärung ist vom Schiffsarzt gegenzuzeichnen,
sofern sich ein solcher an Bord befindet.
(2) Der Kapitän eines Schiffes oder der gegebenenfalls an
Bord befindliche Schiffsarzt haben alle von der zuständigen
Behörde verlangten Informationen über die gesundheitlichen
Verhältnisse an Bord während der internationalen Reise zu geben.
(3) Die Schiffsgesundheitserklärung muss dem in Anlage 8
vorgesehenen Muster entsprechen.
(4) Ein Vertragsstaat kann beschließen,
a) auf die Vorlage der Schiffsgesundheitserklärung durch
ankommende Schiffe ganz zu verzichten oder
b) die Vorlage der Schiffsgesundheitserklärung aufgrund einer
Empfehlung von Schiffen zu verlangen, die aus betroffenen
Gebieten ankommen, oder sie von Schiffen zu verlangen, die
anderweitig Träger von Infektionen oder Verseuchungen sein
könnten.
Der Vertragsstaat informiert die Reedereien oder deren Vertreter
über diese Erfordernisse.
Artikel 43
Zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen
(1) Diese Vorschriften hindern Vertragsstaaten nicht daran, in
Übereinstimmung mit ihren einschlägigen innerstaatlichen
Rechtsvorschriften und ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen
als Reaktion auf bestimmte Gefahren für die öffentliche
Gesundheit oder gesundheitliche Notlagen von internationaler Tragweite
Gesundheitsmaßnahmen durchzuführen, die
a) das gleiche oder ein höheres Maß an Gesundheitsschutz wie
WHO-Empfehlungen erreichen oder
b) sonst nach Artikel 25, Artikel 26, Artikel 28 Absätze 1 und 2,
Artikel 30, Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe c und Artikel 33
verboten sind,
Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode Drucksache 21/1508– 31 –
provided such measures are otherwise consistent with these
Regulations.
Such measures shall not be more restrictive of international traffic
and not more invasive or intrusive to persons than reasonably
available alternatives that would achieve the appropriate level of
health protection.
2. In determining whether to implement the health measures
referred to in paragraph 1 of this Article or additional health
measures under paragraph 2 of Article 23, paragraph 1 of
Article 27, paragraph 2 of Article 28 and paragraph 2(c) of
Article 31, States Parties shall base their determinations upon:
(a) scientific principles;
(b) available scientific evidence of a risk to human health, or
where such evidence is insufficient, the available information,
including from WHO and other relevant intergovernmental
organizations and international bodies; and
(c) any available specific guidance or advice from WHO.
3. A State Party implementing additional health measures
referred to in paragraph 1 of this Article which significantly
interfere with international traffic shall provide to WHO the public
health rationale and relevant scientific information for it. WHO
shall share this information with other States Parties and shall
share information regarding the health measures implemented.
For the purpose of this Article, significant interference generally
means refusal of entry or departure of international travellers,
baggage, cargo, containers, conveyances, goods, and the like,
or their delay, for more than 24 hours.
4. After assessing information provided pursuant to
paragraphs 3 and 5 of this Article and other relevant information,
WHO may request that the State Party concerned reconsider the
application of the measures.
5. A State Party implementing additional health measures
referred to in paragraphs 1 and 2 of this Article that significantly
interfere with international traffic shall inform WHO, within
48 hours of implementation, of such measures and their health
rationale unless these are covered by a temporary or standing
recommendation.
6. A State Party implementing a health measure pursuant to
paragraph 1 or 2 of this Article shall within three months review
such a measure taking into account the advice of WHO and the
criteria in paragraph 2 of this Article.
7. Without prejudice to its rights under Article 56, any State
Party impacted by a measure taken pursuant to paragraph 1
or 2 of this Article may request the State Party implementing
such a measure to consult with it, either directly, or through the
Director-General, who may also facilitate consultations between
the States Parties concerned. The purpose of such consultations
is to clarify the scientific information and public health rationale
underlying the measure and to find a mutually acceptable
solution. Unless otherwise agreed with the State Parties involved
in the consultation, information shared during the consultation
must be kept confidential.
8. The provisions of this Article may apply to implementation
of measures concerning travellers taking part in mass
congregations.
vorausgesetzt, diese Maßnahmen entsprechen im Übrigen
diesen Vorschriften.
Derartige Maßnahmen dürfen den internationalen Verkehr nicht
stärker beeinträchtigen und für Personen nicht invasiver oder
störender sein als unter vertretbarem Aufwand verfügbare
Alternativen, die ein angemessenes Maß an Gesundheitsschutz
erreichen würden.
(2) Bei der Entscheidung, ob die in Absatz 1 genannten
Gesundheitsmaßnahmen oder zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen
nach Artikel 23 Absatz 2, Artikel 27 Absatz 1, Artikel 28 Absatz 2
und Artikel 31 Absatz 2 Buchstabe c durchgeführt werden, richten
sich die Vertragsstaaten nach
a) wissenschaftlichen Grundsätzen;
b) verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen über eine
Gefahr für die menschliche Gesundheit, oder – wenn ein solcher
Nachweis unzureichend ist – den verfügbaren Informationen,
einschließlich solcher der WHO und anderer einschlägiger
zwischenstaatlicher Organisationen und internationaler
Organe, und
c) verfügbaren spezifischen Anleitungen oder Ratschlägen der
WHO.
(3) Ein Vertragsstaat, der zusätzliche
Gesundheitsmaßnahmen nach Absatz 1 durchführt, die den internationalen Verkehr
erheblich beeinträchtigen, liefert der WHO eine auf die öffentliche
Gesundheit gestützte Begründung und einschlägige
wissenschaftliche Informationen dazu. Die WHO gibt diese
Informationen an andere Vertragsstaaten weiter und gibt Informationen
über die durchgeführten Gesundheitsmaßnahmen weiter. Im
Sinne dieses Artikels bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung im
Allgemeinen die Verweigerung der Ein- oder Abreise von
internationalen Reisenden, Gepäck, Fracht, Containern,
Beförderungsmitteln, Gütern und dergleichen oder ihre Verzögerung um mehr
als 24 Stunden.
(4) Nach Bewertung der in Übereinstimmung mit den
Absätzen 3 und 5 zur Verfügung gestellten Informationen und anderer
einschlägiger Informationen kann die WHO verlangen, dass der
betreffende Vertragsstaat die Anwendung der Maßnahmen erneut
überdenkt.
(5) Ein Vertragsstaat, der in den Absätzen 1 und 2 genannte
zusätzliche Gesundheitsmaßnahmen durchführt, die den
internationalen Verkehr erheblich beeinträchtigen, informiert die WHO
innerhalb von 48 Stunden nach Durchführung über diese
Maßnahmen und deren gesundheitliche Begründung, es sei denn, sie
sind durch eine zeitlich befristete oder ständige Empfehlung
abgedeckt.
(6) Ein Vertragsstaat, der eine Gesundheitsmaßnahme nach
Absatz 1 oder 2 durchführt, überprüft eine solche Maßnahme
binnen drei Monaten; er berücksichtigt dabei den Rat der WHO und
die in Absatz 2 genannten Kriterien.
(7) Unbeschadet seiner Rechte nach Artikel 56 kann jeder
Vertragsstaat, der von einer nach Absatz 1 oder 2 ergriffenen
Maßnahme betroffen ist, den eine solche Maßnahme durchführenden
Vertragsstaat um Rücksprache ersuchen, und zwar entweder
unmittelbar oder über den Generaldirektor, der auch Rücksprachen
zwischen den betreffenden Vertragsstaaten erleichtern kann.
Zweck einer solchen Rücksprache ist es, die wissenschaftlichen
Informationen und die auf die öffentliche Gesundheit gestützte
Begründung der Maßnahme zu klären und zu einer für beide
Seiten annehmbaren Lösung zu gelangen. Sofern mit den an der
Rücksprache beteiligten Vertragsstaaten nichts anderes
vereinbart ist, müssen die während der Rücksprache ausgetauschten
Informationen vertraulich behandelt werden.
(8) Dieser Artikel kann auf die Durchführung von Maßnahmen
im Hinblick auf Reisende, die an Massenveranstaltungen
teilnehmen, Anwendung finden.
Drucksache 21/1508 Deutscher Bundestag – 21. Wahlperiode– 32 –
Article 44
Collaboration, assistance and financing
1. States Parties shall undertake to collaborate with each
other, to the extent possible, in:
(a) the detection and assessment of, preparedness for and
response to events as provided under these Regulations;
(b) the provision or facilitation of technical cooperation and
logistical support, particularly in the development,
strengthening and maintenance of the core capacities
required under Annex 1 of these Regulations;
(c) the mobilization of financial resources, including through
relevant sources and funding mechanisms to facilitate the
implementation of their obligations under these Regulations,
in particular to address the needs of developing countries;
and
(d) the formulation of proposed laws and other legal and
administrative provisions for the implementation of these
Regulations.
2. WHO shall collaborate with, and assist, States Parties, upon
their request, to the extent possible, in:
(a) the evaluation and assessment of their core capacities in
order to facilitate the effective implementation of these
Regulations;
(b) the provision or facilitation of technical cooperation and
logistical support to States Parties;
(c) the mobilization of financial resources to support developing
countries in developing, strengthening and maintaining the
core capacities provided for in Annex 1; and
(d) the facilitation of access to relevant health products, in
accordance with paragraph 8 of Article 13.
2bis. States Parties, subject to applicable law and available
resources, shall maintain or increase domestic funding, as
necessary, and collaborate, including through international
cooperation and assistance, as appropriate, to strengthen
sustainable financing to support the implementation of these
Regulations.
2ter. Pursuant to subparagraph (c) of paragraph 1 of this
Article, States Parties shall undertake to collaborate, to the extent
possible, to:
(a) encourage governance and operating models of existing
financing entities and funding mechanisms to be regionally
representative and responsive to the needs and national
priorities of developing countries in the implementation of
these Regulations;
(b) identify and enable access to financial resources, including
through the Coordinating Financial Mechanism, established
pursuant to Article 44bis, necessary to equitably address the
needs and priorities of developing countries, including for
developing, strengthening and maintaining core capacities.
2quater. The Director-General shall support the collaboration
work in paragraph 2bis of this Article, as appropriate. States
Parties and the Director-General shall report on its outcomes as
part of the reporting to the Health Assembly.
3. Collaboration under this Article may be implemented
through multiple channels, including bilaterally, through regional
networks and the WHO regional offices, and through
intergovernmental organizations and international bodies.
Artikel 44
Zusammenarbeit, Hilfe und Finanzierung
(1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich soweit möglich zur
Zusammenarbeit untereinander bei
a) der Feststellung und Bewertung von Ereignissen sowie dem
Treffen vorbereitender Maßnahmen für und der Reaktion auf
diese nach diesen Vorschriften;
b) der Leistung oder Erleichterung technischer Zusammenarbeit
und logistischer Unterstützung, vor allem bei der Schaffung,
der Stärkung und der Aufrechterhaltung der nach Anlage 1
erforderlichen Kernkapazitäten;
c) der Erschließung finanzieller Mittel, auch über maßgebliche
Quellen und Finanzierungsmechanismen, zur Erleichterung
der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aufgrund dieser
Vorschriften, insbesondere, um auf die Bedürfnisse von
Entwicklungsländern einzu
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
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- part_of_vorgang → Gesetz zu den Änderungen vom 1. Juni 2024 der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) (IGV) vom 23. Mai 2005 (Gesetzentwurf)