Sicherung und Pflege deutschen Kulturguts im Ausland (Antwort zu Drs. 21/739)
Text
Sicherung und Pflege deutschen Kulturguts im Ausland (Antwort zu Drs. 21/739)
[Deutscher Bundestag Drucksache 21/916
21. Wahlperiode 17.07.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Götz Frömming, Martin Erwin
Renner, Ronald Gläser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 21/739 –
Sicherung und Pflege deutschen Kulturguts im Ausland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat in
den letzten 15 Jahren rund 550 Mio. Euro für den Denkmalschutz in der
Bundesrepublik Deutschland ausgegeben. Über Sonderprogramme wurden über
3 000 „national bedeutsame Kulturdenkmäler“ restauriert (kulturstaatsministe
r.de/denkmal-und-kulturgutschutz/denkmalschutz/denkmalschutz-sonderprogr
amme).
Demgegenüber nehmen sich die Aufwendungen des BKM für die
Bestandspflege deutschen Kulturguts im Ausland bescheiden aus. Gerade einmal
1 Mio. Euro sieht der Haushaltsposten „Hilfen zur Sicherung und Erhaltung
deutschen Kulturguts der historischen Siedlungsgebiete im östlichen Europa“
für das Jahr 2024 vor (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und
Medien, Kapitel 0452, Haushaltstitel 687 72).
Die geringe Budgetierung verwundert die Fragesteller umso mehr, als dass die
Bundesregierung sich selbst darüber im Klaren ist, dass die deutsche
Baukultur in ihrem traditionellen Siedlungs- und Wirkungsgebiet „herausragende
Zeugnisse, teilweise von europäischem Rang“ erschaffen hat (a. a. O.).
Angesichts der gefühlsmäßigen Verbindungen von Millionen deutscher
Heimatvertriebener und ihrer Nachkommen in der Bundesrepublik Deutschland sowie
zahlreicher deutscher Volksangehöriger, die weiterhin in ihren angestammten
Gebieten leben, stellt sich den Fragestellern die Frage, ob die
Bundesregierung ausreichende Anstrengungen unternimmt, um das materielle Erbe der
deutschen Kultur im Ausland in seinem Bestand zu sichern.
1. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Erhalt deutscher Bau-
und Kulturdenkmale in den historischen und aktuellen Siedlungsgebieten
der Deutschen im östlichen wie westlichen Europa bei?
Bund und Länder haben sich im Bundesvertriebenengesetz (§ 96 BVFG)
verpflichtet, das kulturelle Erbe der Deutschen im östlichen Europa zu erforschen,
zu vermitteln und zu bewahren. Der Beauftragte der Bundesregierung für
Kultur und Medien (BKM) fördert wissenschaftliche Forschungsvorhaben, kultu-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien vom 16. Juli 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
relle Vermittlungsarbeit sowie Projekte zur Sicherung und Bewahrung von
deutschem Kulturgut im östlichen Europa.
Die Bundesregierung misst der Förderung von Projekten zur Sicherung und
zum Erhalt deutscher Bau- und Kulturdenkmale im östlichen Europa eine
besondere Bedeutung zu. Hier geht die Initiative oftmals aus von Vereinigungen
von Heimatvertriebenen oder deren Nachkommen und von Aus- und
Spätaussiedlern, die einen unmittelbaren und persönlichen Bezug zu den
Förderprojekten haben, für die sie sich gemeinsam mit den heutigen Bewohnern sowie den
Selbstorganisationen der deutschen Minderheiten einsetzen
Bundestagsdrucksache 18/7730.
2. Welche konkreten politischen Anstrengungen hat die Bundesregierung
ggf. jenseits finanzieller Förderungen in den letzten zehn Jahren
unternommen, um nationale oder regionale Behörden in den historischen und
aktuellen Siedlungsgebieten der Deutschen im östlichen wie westlichen
Europa von der Bedeutung deutschen Kulturguts zu überzeugen und sie
zu stärkeren Schutzmaßnahmen zu veranlassen (bitte nach Land sortiert
kurz darstellen)?
Die Projektinitiativen zur finanziellen Förderung des Erhalts deutschen
Kulturguts im östlichen Europa gehen vielfach von deutschen Vereinigungen,
Hochschulen und kirchlichen Partnergemeinden aus, die sich gemeinsam mit der
heutigen Bevölkerung für die Erhaltung oder Restaurierung dieses Kulturguts
einsetzen.
Dies geschah im Einklang mit den zuständigen Behörden im östlichen Europa.
Eine Ausnahme bildet Russland bzw. die russische Exklave Oblast Kaliningrad
– der ehemalige nordöstliche Teil Ostpreußens. Die dort ebenfalls in den
1990er Jahren einsetzende Wiederentdeckung des deutschen Kulturerbes und
die gemeinsamen Bemühungen um Erhaltungsmaßnahmen kamen in den
vergangenen zehn Jahren aufgrund zunehmender Restriktionen seitens der
russischen Behörden zum Erliegen.
3. Welchen rechtlichen Verpflichtungen zur Sicherung und Pflege
deutschen Kulturguts im Ausland unterliegt die Bundesregierung ggf. außer
denen des § 96 des Bundesvertriebenengesetzes im Rahmen der
Bundesgesetzgebung, von Staatsverträgen, Nachbarschafts-, Partnerschafts- oder
anderen bilateralen Verträgen sowie anderweitigen internationalen
Abmachungen oder EU-Regelungen (bitte mit Angabe der jeweiligen
Gesetzesstellen kurz darstellen)?
Eine umfassende Auflistung aller diesbezüglichen Vertragswerke, Rechtsakte
und internationalen Regelungen war in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht
möglich.
4. Welche „Hilfen zur Sicherung und Erhaltung deutschen Kulturguts der
historischen Siedlungsgebiete im östlichen Europa“ (Die Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien, Kapitel 0452, Haushaltstitel
687 72) hat die Bundesregierung in den letzten zehn Jahren durchgeführt
(bitte nach Projekt, Staat und Region, Höhe der Förderung,
Förderzeitraum mitsamt einer kurzen Projektdarstellung aufschlüsseln)?
2015:
– Restaurierung der Schlag & Söhne-Orgel der Friedenskirche Schweidnitz/
Swidnica, Polen; 60 T €
– Renovierung der Kreuzwegstationen bei der Basilika in Albendorf,
Grafschaft Glatz, Polen; 18 T €
– Reparatur und Instandsetzung der denkmalgeschützen Orgel in der
evangelischen Sophienkirche in Carlsruhe/Pokój, Polen; 20 T €
– Erneuerung des Kirchendachs und Einbau von Fenstern im Turm der
Marienkirche in Königsberg/Neumark (Chojna), Polen
– Restaurierung der Sandsteinelemente an der Westfassade der Markthalle
Wrocław/Breslau, Polen; 46 T €
– Restaurierung von drei Bleiglasfenstern der ehemaligen Dominikanerkirche
Hl. Kreuzerhöhung in Frankenstein/Zabkowice Slaskie, Polen; 28 T €
– Renovierung der Orgel der Kirche in Chronstau/Chrzastowice/Polen; 15 T €
– Renovierung und Sanierung der Pfarrkirche in Königlich Neutorf, Oppeln,
Oberschlesien; 50 T €
– Restaurierung stark umweltgeschädigter mittelalterlicher Glasmalereien an
der Kathedrale St. Johannis in Thorn/Toruń, Woiwodschaft Kujawien-
Pommern; 40 T €
– Konservierung und Restaurierung des Schein-Kreuzrippengewölbes der
Kath. Pfarrkirche in Brietzig/Brzesko (5. Etappe); 38 T €
– Restaurierung der Innenraumschale „Ost- und Westwand“ der Kath.
Pfarrkirche Peter und Paul in Marienfelde/Marianka, Polen (Etappe VII); 32 T €
– Fortsetzung der Konservierung und Restaurierung des barocken Hauptaltars
der ehemaligen Klosterkirche Paradies, Woiwodschaft Lubuskie,
Gościkowo-Paradyż, Polen; 26 T €
– Restaurierung der der ev. Kirche in Passenheim/Pasym, Polen; 30 T €
– Restaurierung der kath. Sichtfachwerkkirche in Schenkendorf/Sękowice
(Lebus); 11 T €
– Erhaltung und Inventarisierung des wiederentdeckten deutschsprachigen
Archivbestands von 1436–1954 des heutigen Benediktinerklosters Grüssau/
Krzeszów, Niederschlesien; 13 T €
– Instandsetzung des historischen Schiffdachstuhls der ehemaligen ev. Kirche
Kripplein Christi in Fraustadt/Wschowa, Polen; 25 T €
– Renovierung des Kirchturms der evangelischen Kirche in Brenndorf/Bod,
Rumänien; 7 T €
– Renovierung des Hauptaltars in der Kirche St. Johannes Enthauptung in
Ottau/Zátoň, Tschech. Republik; 28 T €
– Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten der Sakristeiausstattung der
Brünner Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt (Tschechien), 48 T €
– Erneuerung des Daches der Kirche zu Landsen/Landze, Lettland; 32 T €
– Restaurierung der Holztonnendecke des Chors der Kirche Mühlhausen,
Russland; 24 T €
2016:
– Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten der Sakristeiausstattung der
Brünner Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt (Tschechien), 49 T €
– Erneuerung des Kirchendachs und Einbau von Fenstern im Turm der
Marienkirche in Königsberg/Neumark (Chojna), Polen; 50 T €
– Restaurierung der Fußböden im Längsgebäude und der Sakristei der Ev.-
luth. Kirche St. Mauritius in Haljall/Haljala, Estland; 50 T €
– Restaurierung des Daches der Kirche in Popen/Pope, Lettland; 37 T €
– Restaurierung der Sandsteinelemente an der Ostfassade der Markthalle
Wrocław/Breslau, Polen; 45 T €
– Restaurierung der Holztonnendecke des Chors der Kirche Mühlhausen,
Russland; 17 T €
– Restaurierung des unteren Teils des Hauptaltars in der Klosterkirche zur Hl.
Kreuzerhöhung in Ząbkowice Śląskie/Frankenstein, Polen; 18 T €
– Restaurierung der südöstlichen Außenfassade des Turms und Sanierung des
2. OG der ev. Kirche in Passenheim/Pasym, Polen; 39 T €
– Erneuerung eines Kirchendaches in Luboschütz/Lubosyce in Oberschlesien,
Polen; 50 T €
– Fortsetzung der Konservierung und Restaurierung des barocken Hauptaltars
der ehemaligen Klosterkirche Paradies/Gościkowo-Paradyż, Polen; 24 T €
– Konservierung und Restaurierung des Steingewölbes des Heiligen Grabes
in Sagan/Żagań, Polen; 16 T €
– Restaurierung der Fenster im östlichen und westlichen Gebäudeteil des
Gutshauses in Niepölzig/Niepołko, Polen; 16 T €
2017:
– Restaurierung der Musikempore einschl. Schaffgotsch-Büste der Aula
Leopoldina der Universität Breslau/Wrocław, Polen; 52 T €
– Restaurierung des Kirchenschiffs (Südseite) der evangelischen Kirche in
Brenndorf/Bod, Rumänien; 28 T €
– Erneuerung des Kirchendachs (Südseite) der Marienkirche in Königsberg/
Neumark (Chojna), Polen; 25 T €
– Restaurierung der Orgel der Kirche in Gumpersdorf/Komprachcice, Polen;
17 T €
– Abschlussarbeiten zur Konservierung und Restaurierung der
Sakristeiausstattung der Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt in Brünn/Brno, Tschech.
Republik; 25 T €
– Restaurierung des rechten Seitenaltars der Kirche St. Johannes Enthauptung
in Ottau/Zátoň, Tschech. Republik; 19 T €
– Restaurierung des Daches der Kirche in Popen/Pope, Lettland; 40 T €
– Restaurierung der Fassade der Kirche Maria Himmelfahrt in Rosenthal/
Rozmital na Sumave, Tschech. Republik; 20 T €
– Bauuntersuchung an 20 bedrohten siebenbürgisch-sächsischen
Kirchenburgen als Notvorsorgemaßnahmen; 40 T €
– Restaurierung des Taufbades Mikwe in der Synagoge Breslau/Wrocław,
Polen; 45 T €
– Restaurierung von Glasmalereien deutscher Fabrikation in der Ev.
Liegnitzer Kirche (Woiwodschaft Niederschlesien), der Dorfkirche Klein Küssow
in der Woiwodschaft Westpommern und der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
in Auschwitz (Woiwodschaft Kleinpolen); 39 T €
– Sanierung des Holzfußbodens der ev. Kriche in Lötzen/Gizycko,
Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen; 15 T €
– Restaurierung der Orgel in der Pfarrkirche Komornik/Komorniki, Klein
Strelitz, Polen; 41 T €
– Sanierung des südl. Teils des Holzfußbodens der ev. Kriche in Lötzen/
Gizycko, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen; 16 T €
– Konservierung und Restaurierung des Hauptaltar-Bildes der ehemaligen
Klosterkirche Paradies/Gościkowo-Paradyż, Polen; 37 T €
– Restaurierung der Statue des Hl. Antonius von Padua in der Kirche St.
Johannes Enthauptung in Ottau/Zátoň, Tschech. Republik; 9 T €
2018:
– Restaurierung/Erneuerung des Daches der Kirche in Hasenpoth/Aizpute,
Lettland; 53 T €
– Erneuerung der. 2. Hälfte der Südseite des Dachs der Marienkirche in
Königsberg/Neumark (Chojna), Polen; 25 T €
– Oberschlesien, Renovierung Dach und Fassade Kirche Dobrau/Dobra,
Polen; 49 T €
– Reparatur des Dachstuhls und Dachneueindeckung des Schiffs der
ehemaligen ev. Kirche Kripplein Christi in Fraustadt/Wschowa, Polen; 30 T €
– Konservierung und Restaurierung der Porträts des Frauengestühls an der
Südinnenwand der Dorfkirche Kriefkohl/Krzywe Koło, Polen; 27 T €
– Renovierung der Maria-Geburt-Kirche in Zettwing/Cetviny, Tschech.
Republik; 20 T €
– Restaurierung des Daches der Pfarrkirche St. Nikolaus in Eiglau/Dzielów,
Polen; 50 T €
– Restaurierung des Uhrenturms an der Westfassade der Markthalle zu
Breslau/Wrocław, Polen; 24 T €
– Restaurierung der gotischen Wandmalereien (Nordseite, Ostteil) sowie der
holzgeschnitzten Kanzel und der Taufwand der Kath. Filialkirche Peter und
Paul in Marienfelde/Marianka, Polen (Etappe 8b); 18 T €
– Restaurierung – 1. BA. – der Kirche Giersdorf/Żeliszów, Polen; 33 T €
– Restaurierung der Kanzel der Kirche St. Johannes Enthauptung in Ottau/
Zátoň, Tschech. Republik; 14 T €
2019:
– Sicherung der Trinitatiskirche Libau/Liepaja, Lettland; 28 T €
– Restaurierung/Erneuerung der 2. Hälfte des Daches der Kirche in
Hasenpoth/Aizpute, Lettland; 53 T €
– Notsicherung des Turms der Kirche Warpuhen/Warpuny, Polen; 13 T €
– Restaurierung der Terrasse und der Freitreppe des Trakehner Gestüts,
Oblast Kaliningrad, Russland; 16 T €
– Restaurierung der Fassade der Kirche Maria Himmelfahrt in Rosenthal/
Rozmital na Sumave, Tschech. Rep.; 33 T €
– Restaurierung der Gewölbe, Wände und Pfeiler des Langhauses der Ev.-
luth. Kirche St. Mauritius in Haljall/Haljala, Estland; 45 T €
– Außensanierung (hier: Drainage) der ev. Kirche Deutsch-Zepling in
Siebenbürgen; 13 T €
– Restaurierung des Kirchenschiffs (Nordseite) der evangelischen Kirche in
Brenndorf/Bod, Rumänien, 31 T €
– Erneuerung des Dachs der Marienkirche in Königsberg/Neumark (Chojna),
Polen; 4. Bauabschnitt: Südseite über Marienkapelle; 50 T €
– Konservierung und Restaurierung der hölzernen Männergestühls an der
nördlichen Langhausinnenwand der Kath. Dorfkirche „Auffindung des Hl.
Kreuzes“ in Kriefkohl (Krzywe Kolo), Polen, 32 T €
– Restaurierung und Erhaltung der Kirche Mühlhausen; div. vom
Denkmalamt geforderte Einzelmaßnahmen; 20 T €
– Restaurierung der gotischen Wandmalereien (Südseite, Ostteil) sowie der
holzgeschnitzten Kanzel und der Taufwand der Kath. Filialkirche Peter und
Paul in -Marienfelde/Marianka, Polen (Etappe IX); 11 T €
– Restaurierung – 2. BA. – der Kirche Giersdorf/Żeliszów, Polen
(Turmoberteil); 37 T €
– Sicherung und Instandsetzung des sog. Schulzenhofes in Reinswalde/
Złotnik, Polen; 27 T €
2020:
– Erhaltung von siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen (gem.
Mittelbereitstellung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages);
490 T €
– Restaurierung der Fassade der Kirche Maria Himmelfahrt in Rosenthal/
Rozmital na Sumave, Tschech. Rep.; 32 T €
– Restaurierung der Gewölbe, Wände und Pfeiler des Langhauses der Ev.-
luth. Kirche St. Mauritius in Haljall/Haljala, Estland; 45 T €
– Restaurierung – 2. BA. – der Kirche Giersdorf/Żeliszów, Polen
(Turmoberteil); 30 T €
– Restaurierung des Hauptaltars in der Kirche Chronstau/Chrzastowice in
Polen (Oberschlesien); 27 T €
– Dachsanierung der Kirche Warpuhnen/Warpuny, Polen; 6 T €
– Sichern, Konservieren, Inventarisieren und Verzeichnen von Akten und
Büchern kath. Kirchenarchive deutscher Orte in der Batschka, Serbien; 25 T €
– Restaurierung/Erneuerung der 1. Hälfte des Daches der Kirche in Spahren/
Spare, Lettland; 38 T €
– Fortsetzung der Restaurierung des hölzernen Männergestühls an der
nördlichen Langhausinnenwand der Kath. Dorfkirche „Auffindung des Hl.
Kreuzes“ in Kriefkohl (Krzywe Kolo), Polen (Etappe II), 32 T €
– Restaurierung des Kreuzwegs der Kirche St. Johannes Enthauptung in
Ottau/Zátoň, Tschech. Republik; 8 T €
– Restaurierung der gotischen Wandmalereien (Südwand, Mitte) – Etappe X –
sowie der holzgeschnitzten Kanzel (Skulpturen, Brüstungselemente,
Wangenreliefs) – Etappe III – der Kath. Filialkirche Peter und Paul in
Marienfelde/Marianka, Polen, 9 T €
– Restaurierung der Südfassade der Marienkirche in Königsberg/Neumark
(Chojna), Polen; 25 T €
– Fortführung der Notsicherung und Nutzbarmachung der ehem.
Erbbegräbniskapelle (Mausoleum der Familie von Lehndorff) in Steinort (Sztynort,
Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen; 33 T €
– Kirche der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria in Langenau/
Łęgowo, Fassadeninstandsetzung; 34 T €
2021:
– Reparatur und Instandsetzung der Orgel in Gauers/Goworowice, Polen;
25 T €
– Restaurierung des Kreuzwegs der Kirche St. Johannes Enthauptung in
Ottau/Zátoň, Tschech. Republik; 7 T €
– Restaurierung von drei bleiverglasten Fenstern in der ev. Kirche
Warpuhnen/Warpuny, Polen; 4 T €
– Außensanierung der ev. Kirche Deutsch-Zepling in Siebenbürgen; 45 T €
– Restaurierung des Daches der Ev.-Luth. Kirche in Wahnen/Vane, Lettland
(1. Hälfte); 36 T €
– Restaurierung von mittelalterlichen Wandgemälden im Presbyterum und im
Südschiff der Pfarrkirche Peter und Paul in Stritschitz/Strýčice, Südböhmen,
Tschech. Republik; 5 T €
– Restaurierung der Holzelemente des Kantorenhauses der Friedenskirche zu
Schweidnitz/Świdnica, Polen – UNESCO-Weltkulturerbe; 50 T €
– Fortsetzung der Restaurierung der hölzernen Männergestühls an der
nördlichen Langhausinnenwand der Kath. Dorfkirche „Auffindung des Hl.
Kreuzes“ in Kriefkohl (Krzywe Kolo), Polen (Etappe III), 32 T €
– Restaurierung der Fassaden an der Kath. Filialkirche der Kreuzerhöhung in
Klein Lübbichow/Lubiechnia Mala, Polen; 30 T €
– Restaurierung der Südwand der Marienkirche in Königsberg/Neumark
(Chojna), Polen; 2. Teil; 25 T €
– Restaurierung von sechs Glasmalereifenstern im Chor der Ev. Stadtkirche
St. Nikolaus in Pitschen/Byczyna; 44 T €
– Restaurierung der beiden Hochfenster im Presbyterum und der Bilder des
Kreuzwegs im Inneren der Pfarrkirche Peter und Paul in Stritschitz/
Strýčice, Südböhmen, Tschech. Republik; 6 T €
– Restaurierung des Turms der Kirche Maria Himmelfahrt in Rosenthal/
Rozmital na Sumave, Tschech. Rep.; 39 T €
– Restaurierung von Teilen der Innenausstattung der Kirche der unbefleckten
Empfängnis der Jungfrau Maria in Langenau/Łegowo, Woiwodschaft
Ermland-Masuren, Polen (1. Etappe); 20 T €
2022:
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Steinort/Sztynort, Polen,
Teilantrag Fundamente; 58 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Steinort/Sztynort, Polen,
Teilantrag Deckenbalken; 201 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Steinort/Sztynort, Polen,
Teilantrag Mittelrisalit; 61 T €
– Erhaltung von siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen; 100 T €
2023:
– Instandsetzung der Außenfassade des Hauptturms der Ev. Kirche in
Pszczyna/Pleß, Polen; 34 T €
– Restaurierung des Metallsarkophags von Elisabeth Marie von Münsterberg-
Oels in der Schlosskriche in Oleśnica/Oels; 9 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Steinort/Sztynort, Polen
Teilantrag Decken Räume 0.10 und 1.01; 179 T €
– Erneuerung des gesamten Daches der ev. Kirche Warpuhnen/Warpuny,
Polen; 28 T €
– Restaurierung des Glockenturms und der Glocke der Pfarrkirche Peter und
Paul in Stritschitz/Strýčice, Tschech. Republik; 15 T €
– Restaurierung der Fassaden der Kirche von Haljall/Haljala, Estland (1.
Abschnitt); 50 T €
– Freilegung und Restaurierung des Orgelprospekts der Kath. Dorfkirche
„Auffindung des Hl. Kreuzes“ in Kriefkohl/Krzywe Kolo, Polen (Etappe
III); 22 T €
– Restaurierung des Daches der Ev.-Luth. Kirche in Wahnen/Vane, Lettland,
2. Abschnitt (1. Hälfte des Schiff-Daches); 29 T €
– Instandsetzung der Terrasse an der Ostfassade von Schloss Muhrau/
Morawa, Polen
– Abstockung Verwaltungspauschale; 50 T €
– Restaurierung der Orgel in der ev. Kirche Keisd/Saschiz, Siebenbürgen,
Rumänien; Aufstockung und Projektverlängerung; 12 T €
2024:
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Sztynort/Steinort, Polen;
81 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Sztynort/Steinort, Polen;
300 T €
– Gesamt-Renovierung des Innenraums der ehemaligen evangelischen Kirche
in Bački Petrova, Ortsteil Maglič/Bulkes, Serbien; 80 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Sztynort/Steinort, Polen
hier: Raumdecken 0.08 und 1.07; 150 T €
– (Not-)Sicherung der Bausubstanz von Schloss Sztynort/Steinort, Polen hier:
Raumdecken 0.01 und 1.04; 150 T €
– Restaurierung des Daches der Ev.-Luth. Kirche in Wahnen/Vane, Lettland,
2. Abschnitt (1. Hälfte des Schiff-Daches); 20 T €
– Restaurierung der Fassaden und Fenster an der Süd- und der Ostseite sowie
des Südportals der Mauritiuskirche in Haljall/Haljala, Estland; 39 T €
– Restaurierung des Gewölbekellers des ehemaligen Jerusalem-Hospitals des
Deutschen Ordens in Marlbork/Marienburg, Polen; 50 T €
5. Wie hoch waren die jährlichen Haushaltsmittel für den genannten Titel in
diesem Zeitraum (vgl. Frage 4), und wie erklärt die Bundesregierung
diese Budgetentwicklung?
2015: 496 T €
2016: 496 T €
2017: 496 T €
2018: 496 T €
2019: 496 T €
2020: 996 T €
2021: 496 T €
2022: 496 T €
2023: 496 T €
2024: 496 T €
Der Haushalt 2025 ist derzeit noch nicht verabschiedet.
Begründung:
Erhöhung in 2020: Unterlegung der im Haushalt 2019 gemäß
Bereinigungssitzung etatisierten Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 500.000 Euro,
zweckgebunden für Projekte zur Erhaltung der Kirchenburgenlandschaft,
Rumänien (Siebenbürgen).
6. Hat die Bundesregierung in allen Fällen sicherstellen können, dass bei
den geförderten Kulturdenkmälern auch inhaltliche Informationen in
Deutsch angebracht werden (vgl. Bundestagsdrucksache 20/1240,
S. 352), und wenn nein, bei welchen Projekten wurde dies nicht
vorgenommen?
Die Anbringung von zweisprachigen Schildern (Landessprache und auf
Deutsch), die auf eine Förderung der Projekte aus Mitteln der Bundesrepublik
Deutschland hinweisen, gehört zu den Förderauflagen denkmalpflegerischer
Projekte im östlichen Europa. Ihre Umsetzung wird im Rahmen der jeweiligen
Erfolgskontrolle überprüft, die auf der Grundlage eines Sach- und
Projektberichts erfolgt.
7. Welche weiteren Projekte zur Substanzerhaltung beweglicher und
unbeweglicher deutscher Kultur- und Baudenkmäler im Ausland wurden in
den letzten zehn Jahren ggf. von der Bundesregierung gefördert (bitte
nach Staat und Region, Denkmal, Höhe der Förderung, Förderzeitraum
und verantwortlichem Bundesministerium mitsamt einer kurzen
Darstellung der Restaurierungsarbeiten aufschlüsseln)?
Die erbetene Projektliste ist aufgrund des Umfangs der Anlage* zu entnehmen.
8. Gab es ggf. darunter (vgl. Frage 7) auch Projekte zur Rekonstruktion im
Sinne einer gänzlichen Neuschaffung von zerstörtem oder zerfallenem
deutschem Kulturgut (bitte die Antwort nach denselben Kriterien
aufschlüsseln)?
Nein.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/916 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
9. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den zuständigen örtlichen und
nationalen Denkmalpflegebehörden bei der Sicherung und Erhaltung
deutschen Kulturguts im Ausland, und wie ausgeprägt ist die
Kooperationsbereitschaft in den jeweiligen Ländern, und gab es besondere
Diskussionen oder Kontroversen mit den Behörden oder der Bevölkerung (bitte
kurze Einschätzung nach Staat sortiert)?
Siehe dazu grundsätzlich die Antwort zu Frage 2.
Die Kooperationsbereitschaft auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene ist in
den Ländern des östlichen Europas – mit Ausnahme Russlands – sehr groß.
Dies gilt für die jeweils zuständigen Denkmalpflegebehörden ebenso wie für
Forschungseinrichtungen und bürgerschaftliches Engagement, das sich für den
Erhalt einzelner Objekte oder Ensembles einsetzt. In vielen Fällen entsprechen
die Interessen von Bürgerinitiativen vor Ort denen ehemaliger Bewohner und
deren Nachkommen in Deutschland, etwa wenn sich ehemalige und heutige
Gemeindemitglieder für die Erhaltung von Kirchenbauten einsetzen.
Da die Denkmalpflege in die Zuständigkeit desjenigen Staates fällt, auf dessen
Gebiet sich das zu restaurierende Objekt befindet, ist die Kooperation mit dem
örtlich zuständigen Denkmalamt eine Voraussetzung für die Förderung eines
Projekts aus Mitteln der Bundesregierung. Wie in Deutschland muss das
Restaurierungskonzept von der zuständigen Denkmalbehörde geprüft und
genehmigt werden. Ebenso ist die Einverständniserklärung des Objekteigentümers zu
den geplanten Maßnahmen notwendig. Kontroversen mit den zuständigen
Behörden oder mit der örtlichen Bevölkerung gab es bislang nicht.
10. Wie verschafft die Bundesregierung sich einen Überblick über das
bewegliche und unbewegliche deutsche Kulturgut im Ausland und seinen
Erhaltungszustand, und unternimmt die Bundesregierung eigene
Anstrengungen nach dem Autopsieverfahren, oder verlässt man sich in
erster Linie auf Rückmeldungen und Warnrufe der ansässigen Deutschen
oder lokaler Akteure (vgl. Bundestagsdrucksache 20/8320, S. 37,
Nummer 10)?
Die Bundesregierung fördert eine Reihe von außeruniversitären
Forschungsinstituten, die sich – teilweise mit bestimmten regionalen Schwerpunkten – mit
der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa befassen. Durch
ihre eigenen Forschungsvorhaben und ihre Netzwerke sind die
Forschungsinstitute gut über die Situation in den einzelnen Ländern informiert und geben u. a.
Anstöße für Restaurierungsprojekte. Weitere Initiativen gehen von
zivilgesellschaftlichen Vereinigungen, vor allem in Deutschland ansässigen
Vereinigungen der ehemaligen deutschen Bewohner und ihren Nachkommen,
Hochschulen, profanen und kirchlichen Partnergemeinden u. ä. in Deutschland und/oder
seinen östlichen Nachbarländern aus, die sich gemeinsam für die Erhaltung
dieses Kulturguts einsetzen.
11. Wie sind die deutschen Botschaften in den betreffenden Ländern in den
Prozess der Identifikation restaurierungsbedürftigen deutschen
Kulturguts sowie seiner Sicherung und Erhaltung eingebunden, und gehen von
ihnen aktive Impulse aus, oder verlässt man sich in erster Linie auf den
Initiativgeist der ansässigen Deutschen oder lokaler Akteure (vgl. ebd.)?
Auch die Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland liefern
Hinweise zu gefährdeten Denkmälern und werden im Vorfeld von
Projektdurchführungen beteiligt. Darüber hinaus findet ein Austausch mit den Vertretungen der
entsprechenden Länder in der Bundesrepublik Deutschland statt.
12. Führt die Bundesregierung ein Verzeichnis des beweglichen und
unbeweglichen deutschen Kulturguts im Ausland vergleichbar der
„Datenbank geschützter Kulturgüter“ in der Bundesrepublik Deutschland
(www.kulturgutschutz-deutschland.de/DE/3_Datenbank/Datenbanksuch
e/datenbanksuche_node.html), wenn ja, welches, und wenn nein, warum
existiert keine derartige Datenbank angesichts des für das Inland lange
erkannten Nutzens, und existieren Pläne, eine derartige Inventur
zukünftig vorzunehmen?
Die Bundesregierung fördert seit den späten 1990er Jahren regionale Ausgaben
von „Handbüchern der Kunstdenkmäler“, die sich an der Tradition der „Dehio-
Handbücher der Kunstdenkmäler“ orientieren und u. a. in Kooperation mit der
Dehio-Vereinigung in Deutschland entstehen. Sie enthalten
Kurzbeschreibungen unbeweglicher Kunstdenkmäler einschließlich deren Ausstattungen. Das
Projekt ist am Herder-Institut in Marburg angesiedelt. Die Publikationen
entstehen in bilateraler Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
in den betreffenden Ländern und werden in zwei Sprachversionen (Deutsch /
jeweilige Landessprache) veröffentlicht.
Erschienen ist u. a. das „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler Schlesien.“
Derzeit laufen u. a. die Arbeiten am „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in den
Baltischen Staaten. Estland“ sowie am Online-Portal „Digitaler DEHIO
Ostmitteleuropa“ (https://ome.dehio.org/de/start)
Die Basis für derartige Kurz-Dokumentationen bilden die ausführlichen
Denkmaltopographien/-inventare, die im östlichen Europa ebenso wie in
Deutschland von den Denkmalbehörden (in der Bundesrepublik sind dies die
Landesdenkmalämter der Bundesländer) erstellt werden. Die entsprechenden Objekte
werden in den Verzeichnissen der staatlichen Denkmalpflegebehörden gelistet
(z. B. für Rumänien https://patrimoniu.ro/en/profiles/lista-monumentelor-istori-
ce; für die Tschechische Republik https://pamatkovykatalog.cz/). In den 2000er
Jahren entstand mit Förderung der Bundesregierung beim Arbeitskreis für
Siebenbürgische Landeskunde in Zusammenarbeit mit der Kunstakademie
Bukarest die „Denkmaltopographie Siebenbürgen“ mit fünf publizierten Bänden,
deren Ergebnisse in die o. g. rumänischen Denkmallisten einflossen.
Die „Datenbank geschützter Kulturgüter“ in der Bundesrepublik Deutschland
wird nicht von der Bundesregierung geführt, sondern von den einzelnen
Bundesländern gemeinsam getragen. Sie bezieht sich auf bewegliche Kulturgüter
und dient dem Ziel, deren unrechtmäßige Ausfuhr zu verhindern.
13. Besitzt die Bundesregierung Erkenntnisse über unbewegliche deutsche
Kulturdenkmäler im Ausland, die in den letzten zehn Jahren von den
zuständigen ausländischen Behörden abgerissen wurden oder in Zukunft
abgerissen werden sollen, und wenn ja, welche (bitte ggf. nach Land,
Denkmal, Name und Standort aufschlüsseln)?
Es ist kein derartiger Fall bekannt.
14. Besitzt die Bundesregierung Erkenntnisse über bewegliches oder
unbewegliches deutsches Kulturgut im Ausland, das in den letzten zehn
Jahren durch Kriegshandlungen beschädigt oder vernichtet wurde, und wenn
ja, welche (bitte ggf. nach Land, Namen und Standort aufschlüsseln)?
Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bzw. die russische
Besetzung der Krim wurde auch deutsches Kulturgut in Mitleidenschaft gezogen.
Eine Schadenskartierung ist hier noch nicht abgeschlossen.
Die Bundesregierung hat Maßnahmen zum Schutz von Archivgut mit Bezug
zur Kultur und Geschichte der Deutschen in der Ukraine gefördert. Dazu zählt
die Finanzierung von Sicherungs- und Dokumentationsmaßnahmen an den
Zentralen Staatlichen Archiven der Ukraine in Kyiv, dem Museum für die
Geschichte und Kultur der Juden der Bukowina sowie dem Gebäude der
Universität in Czernowitz/Tscherniwzi. Externe Projektträger in Deutschland waren hier
das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der
Ludwig-Maximilians-Universität München und das Institut für Kultur und
Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN) in Lüneburg.
15. Gibt es Länder in Europa, in denen sich deutsches Kulturgut befindet, in
denen die Bundesregierung seit der Wiedervereinigung und dem Fall des
Eisernen Vorhangs überhaupt keine Sicherungsmaßnahmen gefördert hat,
und wenn ja, welche?
Soweit ohne Detailrecherche bekannt: Ex-Jugoslawien (Bosnien-Herzegowina,
Kroatien).
16. Welche Maßnahmen zur „Förderung des kulturellen Austausches mit
Bezug auf die Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“
(Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kapitel
0452, Haushaltstitel 686 71) hat die Bundesregierung in den letzten zehn
Jahren durchgeführt (bitte nach Projekt, Staat und Region, Höhe der
Förderung, Förderzeitraum mitsamt einer kurzen Projektdarstellung
aufschlüsseln)?
2015:
– „Herstellung u. Herausgabe der Zeitschrift „Kulturpolitische
Korrespondenz“; 27 T €
– Genius loci als eigenständiger Teil des Festivals Mitte Europa; 35 T €
– Auslobung des 8. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach
einschl. Begleitprogramm als Beitrag zur Weiterentwicklung des
sudetendeutschen Kulturerbes; 14 T €
– Musica suprimata – Konzertreise in Siebenbürgen; 17 T €
– 11. Domus Revaliensis Tage „Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage“ vom
28. bis 30.08.2015 in Reval/Tallinn, 7 T €
2016:
– Herstellung u. Herausgabe der Zeitschrift „Kulturpolitische
Korrespondenz“; 27 T €
– dt.-poln. Ausstellung über den Bildhauer, Designer und Glaskünstler Udo
Edelmann (geb. 1938) in seinem Geburtsort Landsberg/Warthe (poln.
Gorzow) 22.4.–29.05.16 und in Rheinbach 5.6.–28.8.16; 20 T €
– Lost Places and Placed Histories, Erinnerungskonzepte im deutsch-
polnisch-tschechischen Grenzraum; 20 T €
– Kooperationskonzert Nürnberg – Köslin/Koszalin; 3 T €
– 12. Domus Revaliensis Tage „Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage“ vom
02. bis 04.09.2016 in Reval/Tallinn; 7 T €
2017:
– Herstellung u. Herausgabe der Zeitschrift „Kulturpolitische
Korrespondenz“; 27 T €
– Ausstellung, die das „Verschwinden“ von Orten/Siedlungen aber auch den
Verlust und die Zerstörung von Schlössern, Kirchen, Denkmälern und
Friedhöfen in den ehemaligen deutschen Ostgebieten und den historischen
deutschen Siedlungsgebieten thematisiert und den Ursachen und Motiven
des „Verschwindens“ nachgeht; 24 T €
– Folgeantrag „Fromme und tüchtige Leute – die deutschen Siedlungen in
Bessarabien 1814 – 1940“; 13 T €
– Auslobung des 9. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach
einschl. Begleitprogramm als Beitrag zur Weiterentwicklung des
sudetendeutschen Kulturerbes; 14 T €
– 13. Domus Revaliensis Tage „Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage“ vom
01. bis 03.09.2016 in Reval/Tallinn; 6 T €
– „Böhmisches Glas in Biografien“, Überarbeitung/Neugestaltung der
Dauerausstellung des Glasmuseums Rheinbach anlässlich des 50-jährigen
Jubiläums im Jahr 2018; hier: konzeptionelle Arbeiten; 15 T €
– Erinnerungstafel für die von dort deportierten Juden am Odertor-Bahnhof in
Breslau – 4-sprachig (polnisch, deutsch, hebräisch, englisch); 6 T €
– Veranstaltungsreihe über Freya und Helmuth James von Moltke und den
Kreisauer Kreis für junge Menschen; 14 T €
2018:
– Herstellung u. Herausgabe der Zeitschrift „Kulturpolitische
Korrespondenz“; 31 T €
– 14. Domus Revaliensis Tage „Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage“ vom
07. bis 09.09.2018 in Reval/Tallinn; 7 T €
– Veranstaltungsreihe zum Dokumentationsfilm „Wir sind Juden aus
Breslau“; 17 T €
– Fachplaner für den Veranstaltungssaal (inkl. Beschaffung zweier
Leinwände) der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung; 34 T €
– Modernisierung und Aktualisierung der ständigen Ausstellung des
Donauschwäbischen Zentralmuseums; 555 T €
2019:
– Theatertournee 07. bis 19.10.2019 durch Nordpolen, Litauen, Lettland und
Nordwestrussland mit „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm; 30 T €
– Schwerpunktseminar Tartu 2019 – Sanctus, Sängerfest und Schlager vom
17. bis 20. Oktober 2019; 10 T €
– Folgeantrag „Fromme und tüchtige Leute – die deutschen Siedlungen in
Bessarabien 1814 – 1940“; 14 T €
– Auslobung des 10. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach
einschl. Begleitprogramm als Beitrag zur Weiterentwicklung des
sudetendeutschen Kulturerbes; 14 T €
– 15. Domus Revaliensis Tage „Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage“ vom
30.08. bis 01.09.2019 in Reval/Tallinn; 6 T €
– Festival – Wandelkonzert, Theater, Führung- am 20.07.2019 im Schloss
Krockow, Polen; 8 T €
2020:
– Erstellung von Ausstellung und Katalog „Treffpunkt Rom. Die Geschichte
eines Künstlerstammbuchs“; 20 T €
– Uni Berlin: Wanderausstellung „Fromme und tüchtige Leute… – die
deutschen Siedlungen in Bessarabien 1814 bis 1940“; 6 T €
2021:
– 2. Hannenheim-Kolloquiums an der Musikakademie „Gheorghe Dima“
Cluj-Klausenburg, Hermannstadt und Aichelburg vom 05.08. bis
31.05.2022; 34 T €
– Ausstellung mit begleitendem Katalog zu dem Künstlerstammbuch des
livlänigschen Adligen Wilhelm von Blanckenhagen (Riga 1761 – Allasch
1840), vom 29.10.2020 bis 24.01.2021 im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel
sowie vom 19.02. bis 08.05.2021 in der Casa di Goethe in Rom; 20 T €
– Ausstellungsprojekt „‚Fromme und tüchtige Leute…‘ – Die deutschen
Siedlungen in Bessarabien 1814–1940“ an diversen Ausstellungsorten 15.08.21.
bis 31.03.2022; 10 T €
2022:
– Schwerpunktseminar Tartu 2022 „Verlorene Söhne, Kalte Füße und
Tragödie -Deutschbaltische Theatergeschichte“ Estland; 10 T €
– Schwerpunktseminar Riga 2022 „Vermittlung von grundleg. Wissen um die
i. gemeins. Geschichte von Esten, Letten, Russen und Deutschen im
Baltikum, ii. geistesgesch., politischen, sozial-wirtschaftlichen Veränderungen,
die den Beginn der Moderne im 19. Jhd. charakterisieren“, Lettland; 11 T €
– 11. Internationaler Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach -
Nachwuchsförderpreis. Einladung von Nachwuchskünstlern aus europäischen
Glasfachschulen, Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten, Jurierung durch Fachjury,
Publikumspreis, Dokumentation; 12 T €
Die Mittel aus dem Titel 686 71 „Kultureller Austausch“ wurden ab 2023 im
Zuge der strukturellen Überarbeitung der § 96-Förderung für die
Zusammenführung der Projektförderungen herangezogen.
17. Wie hoch waren die jährlichen Haushaltsmittel für den genannten Titel
(vgl. Frage 16) in diesem Zeitraum, und wie erklärt die Bundesregierung
diese Budgetentwicklung?
2015: 100 T €
2016: 100 T €
2017: 100 T €
2018: 100 T €
2019: 100 T €
2020: 100 T €
2021: 100 T €
2022: 100 T €
2023: 100 T €
2024: 0 €
Für das Jahr 2025 wurde bisher noch kein Haushalt verabschiedet. Auf die
Antwort zu Frage 16 wird verwiesen.
18. Welche Fördergrundsätze gelten für bewegliches und unbewegliches
deutsche Kulturgut im Ausland?
a) Bezieht die Bundesregierung ansässige deutsche Handwerksbetriebe
(oder solche aus der Bundesrepublik Deutschland) in besonderem
Maße in die Bestandssicherung ein?
b) Knüpft die Bundesregierung die Mittelvergabe auch an die
Einhaltung sachfremder Kriterien wie „Diversität, Inklusion und Teilhabe“,
wie es die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur
und Medien im inländischen Denkmalschutz-Sonderprogramm getan
hat (vgl. https://kulturstaatsminister.de/denkmal-und-kulturgutschutz/
denkmalschutz/denkmalschutz-sonderprogramme Sonstige
Zuwendungsbestimmungen unter 6.3)?
a) Vorhaben ab einem bestimmten finanziellen Umfang müssen EU-weit
ausgeschrieben werden. Auf die Vergabe nimmt die Bundesregierung daher
keinen Einfluss. In einzelnen Fällen, z. B. bei Orgelrestaurierungen in
Schlesien, wurden Fachleute aus Deutschland mit der Ausführung betraut,
da sie auf die Arbeit an historischen Orgeln eines bestimmten Fabrikats
spezialisiert sind. Bei zahlreichen Restaurierungsprojekten gab bzw. gibt es
Kooperationen bei der Nachwuchsförderung zwischen deutschen
Ausbildungsinstitutionen und ihren Partnerinstitutionen im östlichen Europa.
b) Nein.
Anlage
Staat/Region Denkmal/Objekt Höhe der
Förderung
in €
Förderzeitraum Verantwortliches
Bundesministerium
Kurzdarstellung der Restaurationsarbeiten
Tansania Azania Front Church 46.000 2014 - 2015 Auswärtiges Amt Renovierung insbesondere der Bleiglasfenster
der Azania Front Church in Dar es Salam aus
dem Jahr 1904
Belgien Denkmal Braunschweiger
Löwe
9.600 2015 Auswärtiges Amt Restaurierung des Denkmals
Brasilien Jüdische Synagoge von Sao
Paulo
50.000 2015 Auswärtiges Amt Restaurierung von Bleiglasfenstern der
Synagoge in Sao Paulo
Palästinensische
Gebiete
Museum Paulus-Haus,
Jerusalem
20.000 2015 - 2016 Auswärtiges Amt Anfertigung von Vitrinen zur Präsentation
zweier Holzmodelle von Conrad Schick aus dem
19. Jh zum Schutz vor Witterung und zur
Präsentation.
Frankreich Gedenkstätte Sedan 50.000 2016-2018 Auswärtiges Amt Restaurierung des deutschen
Soldatendenkmals in Sedan
Georgien Webarchiv
deutschgeorgische Beziehungen
7.900 2016 Auswärtiges Amt Im Vorfeld des 200-jährigen Jubiläums der
Einwanderung deutscher Siedler in Georgien
systematische Dokumentation und Bewahrung
von Quellen des regen deutsch-georgischen
Austauschs, welche sich in privaten Archiven
und Sammlungen verstreut und schwer
zugänglich befanden
Brasilien Malereien des Heinrich
Moser
3.100 2016 Auswärtiges Amt Katalogisierung des graphischen Werks des
deutschen Künstlers Heinrich Moser (1886-
1947) in Recife
Tansania Old Boma Dar Es Salam 37.500 2016 Auswärtiges Amt Sanierung der Dachterrasse des ehemaligen.
Kolonialdienstgebäudes Old Boma
Tansania Fahari yetu 28.000 2016 Auswärtiges Amt Erhalt deutscher Kolonialbauten in Iringa /
Tansania
Brasilien GOETHEIANA 6.538 2016 Auswärtiges Amt Präservation der Bibliothek GOETHEIANA, die
als wichtigste einschlägige Goethe-Bibliothek in
Lateinamerika gilt
Kuba Merklin-Schütze-Orgel;
Iglesia de la Caridad del
Cobre; Havanna/Kuba
80.000 2016 Auswärtiges Amt denkmalsgerechte Komplettrestaurierung der
um 1860 erbauten Orgel
Kenia Missionarhaus in Kenia 60.000 2016 Auswärtiges Amt Restaurierung des Missionarshauses Rebmann
in Rabai
Israel Zionsfriedhof in Jerusalem 117.860 2016 - 2019 Auswärtiges Amt Sicherung/Restaurierung/touristische
Erschließung Zionsfriedhof Jerusalem;
Absicherung der einsturzgefährdeten
Friedhofsmauer und Einrichtung eines Zugangs.
Israel Evangelische Kirche in
Alonei Abba
100.000 2017 Auswärtiges Amt Restaurierung der evangelischen Kirche in
Alonei Abba; Bewahrung vor weiterem Verfall
und Schutz vor Einsturzgefahr
Aserbaidschan Bildband deutsche
Architektur
19.500 2017 Auswärtiges Amt Erstellung eines Bildbands zu „200 Jahre
deutsche Siedler in Aserbaidschan“
Aserbaidschan Tourismus-Route
deutsches Kulturerbe
50.000 2017 Auswärtiges Amt Konzipierung und Beschilderung einer
Tourismusroute in den ehemaligen deutschen
Siedlungsgebieten in Aserbaidschan, zunächst
beschränkt auf die Stadt Göygöl (ehemals
Helenendorf) sowie Erstellen von Webseite und
Broschüre.
Malta Dürer Gemälde 8.000 2017 Auswärtiges Amt Restaurierung Dürer-Gemälde im Cathedral
Museum Mdina, Malta
Georgien Kirchendach in Trialeti 32.485 2017 Auswärtiges Amt Restaurierung des Daches einer evangelischen
Kirche deutscher Siedler in Trialeti, Georgien
Ruanda Kant Haus 19.332 2017 Auswärtiges Amt Instandsetzung des Hauses samt Außenanlagen
Georgien Publikation deutsches
Kulturerbe
50.000 2017-2018 Auswärtiges Amt Publikation über architektonisches Kulturerbe
der Deutschen in Georgien
Israel Krypta der Dormitio-Abtei
Jerusalem
300.000 2017 - 2018 Auswärtiges Amt Restaurierung/bauliche Instandsetzung der
Krypta der deutschsprachigen katholischen
Benediktiner-Abtei Dormitio
Polen Dolny Śląsk,
Niederschlesien
598.080 2017-2020 Auswärtiges Amt Wiederaufbau des im Jahr 2008 abgebauten
und eingelagerten ehemaligen evangelischen
Fachwerkbethauses von Rząśnik/Schönwaldau
auf dem Gelände des Dominums Lomnica in
Dolny Śląsk/Niederschlesien sowie die
Einrichtung der multimedialen Ausstellung
„Schlesische Bethäuser-Schlesische Toleranz“
Palästinensische
Gebiete
Museum Paulus-Haus,
Jerusalem
41.240 2018 Auswärtiges Amt 3D-Digitalisierung Holzmodelle Conrad Schick
im Paulus Haus zur Sicherung der aus Holz und
Pappe hergestellten Modelle aus dem 19.
Jahrhundert
Georgien Dorfschulzenamt Bolnisi 100.350 2018 Auswärtiges Amt Restaurierung Dorfschulzenamt in Bolnisi
(Katharinenfeld), Georgien
Palästinensische
Gebiete
Himmelfahrtskirche 54.000 2018 -2019 Auswärtiges Amt Instandsetzung der Glockenanlage in der
Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg
Namibia Alte Feste 24.768 2018 - 2019 Auswärtiges Amt Restauration der „Alten Feste“ in Windhuk
Chile Bismarckturm 29.700 2018 - 2019 Auswärtiges Amt Restaurierung des Monuments Bismarckturm
Nauru Hambruch Bücher 55.000 2018 - 2019 Auswärtiges Amt Übersetzung der Bücher des
Forschungsreisenden Hambruch über die
Hamburger Südsee-Expedition 1908-1910 in
Nauru
Südafrika Deutsche Schule
Hermannsburg
22.690 2019 Auswärtiges Amt Mission House Museum – Erneuerung
Blechdach
Namibia Friedrich Wilhelm
Fördergerüst
49.950 2019 Auswärtiges Amt Restaurierung des Fördergerüsts in Tsumeb
Australien Holtermann Museum 24.421 2019 Auswärtiges Amt IT Ausstattung des Museums über den
deutschen Auswanderer und Fotografen
Bernhardt Otto Holtermann
Kuba Humboldtzentrum 506.117 2019 - 2023 Auswärtiges Amt Alexander von Humboldt gewidmete
Dauerausstellung in der Casa Museo Alejandro
de Humboldt im historischen Stadtzentrum von
Havanna (Gestaltung anlässlich Humboldt-
Jubiläum 2019, 250. Geburtstag)
Niger Barth Haus 5.000 2020 Auswärtiges Amt Erneuerung Außenfassade
Tansania Gunzert Haus 98.000 2020 Auswärtiges Amt Restaurierung Gunzert Haus
Palau Palau: Krämer Bücher 18.000 2020 Auswärtiges Amt Übersetzung und Veröffentlichung des
„Kubary“-Werkes in Palau und Yap
Palästinensische
Gebiete
Johanniterhospiz in
Jerusalem
124.662 2020 - 2021 Auswärtiges Amt Sanierung des Johanniterhospizes
Israel Dormitio-Abtei Jerusalem 3.815.121 2020 - 2023 Auswärtiges Amt Sanierung der deutschsprachigen katholischen
Benediktiner-Abtei Dormitio (inkl. Basilika).
Palästinensische
Gebiete
Außenmauern des
Geländes des Deutschen
Vereins vom Heiligen
Lande in Jerusalem
110.000 2021 Auswärtiges Amt Restaurierung, Konservierung, Sicherung der
historischen Außenmauern
Namibia Walcker Orgel 2.600 2021 Auswärtiges Amt Großreparatur historische Walcker Orgel in
Swapokmund, Namibia
Namibia Mineralogiegebäude 15.000 2021 Auswärtiges Amt Restaurierung des historischen
Mineralogiegebäudes (Tsumeb-Museum)
Ecuador Humboldt-Hütte 44.500 2021 Auswärtiges Amt Restauration der Humboldt-Hütte (auf 4075
Meter) am Vulkan Antisana
Georgien Dokumentation
Siedlungshäuser
9.800 2021 Auswärtiges Amt Dokumentation der vom Abriss bedrohten
Häuser deutscher Siedler in
Alexanderdorf/Didube
Namibia Generatorenhalle 50.000 2022 Auswärtiges Amt Instandsetzung der historischen
Generatorenhalle in Tsumeb
Lettland Riga 5.000.000 2022-2026 Auswärtiges Amt Sanierung des Richard-Wagner-Theaters in
Riga, 5 Mio. € deutsche Beteiligung für den
Zeitraum 2022-2026 (Gesamtkosten 40,3 Mio
€)
Griechenland Kirchenfenster 35.000 2023 Auswärtiges Amt Restaurierung eines Glaskunstfensters in der
Christuskirche in Athen
Tansania Kolonialerbe Pangani 35.000 2023 Auswärtiges Amt Erhalt des gemeinsamen kolonialen Erbes in
Pangani, Tansania
Ghana Grab Anton Wilhelm AMO 2.500 2023 Auswärtiges Amt Instandsetzung des Grabes des deutschen
Juristen und Philosophen Anton Wilhelm AMO
Tansania Cliff Block 38.166 2023 Auswärtiges Amt Restaurierung und Reparatur des Cliff Block,
dem ersten Krankenhaus in Ostafrika, erbaut
1895 während der deutschen
Kolonialherrschaft
Chile Sakristei und Chororgel
der Kathedrale von
Santiago
99.782 2023 Auswärtiges Amt Erhalt, Dokumentation und Bekanntmachung
der Kulturgüter der Sakristei und Chororgel der
Kathedrale von Santiago, die zum größten Teil
im 18. Jahrhundert in Chile von deutschen
jesuitischen Künstlern und Handwerkern
geschaffen wurde
Vatikanstadt Campo Santo Teutonico 561.112 2023-2025 Auswärtiges Amt Sanierung der beschädigten Mauerumgrenzung
und des Eingangsportals des Campo Santo
Teutonico – Wiederherstellung der
Verkehrssicherheit sowie Sicherheit für
Besucher des kulturhistorischen Objektes.
Ghana Brandenburg-Preußische
Forts
60.000 2024 Auswärtiges Amt Kollaboratives Ausstellungsprojekt in
Princestown und Akwida mit Ziel Erhalt und
Präsentation der deutschen Festungen
Samoa Haus des
landwirtschaftlichen
Sachverständigen
40.000 2024 Auswärtiges Amt Restaurierungsplanung des Holzbaus „Haus des
landwirtschaftlichen Sachverständigen“ in Apia,
Samoa
Namibia Evangelische Kirche in
Swakopmund
25.000 2024 Auswärtiges Amt Renovierung des Kirchturmdaches und
Aufrichtung des Kreuzes der evangelischen
Kirche
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]
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