Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023 im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
Text
Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023 im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
[Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023
im Rahmen des Seerechtsübereinkommens
der Vereinten Nationen
über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung
der biologischen Vielfalt der Meere
von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
A. Problem und Ziel
Das Meer bildet das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde
mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Arten und Lebensräumen.
Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind vom Meer bedeckt, das zum
größten Teil noch unerforscht ist. Die Grenzenlosigkeit des Meeres
führt jedoch auch dazu, dass sich viele schädliche Einflüsse auf das
gesamte Ökosystem negativ auswirken. Die Meeresgebiete jenseits
der Hoheitsbefugnisse von Staaten, das heißt die sogenannte Hohe
See und der Tiefseeboden jenseits der nationalen Festlandsockel, sind
zunehmenden Bedrohungen ausgesetzt – darunter Klimawandel,
Überfischung und Zerstörung von Lebensräumen, Verschmutzung und
Versauerung sowie Unterwasserlärm. Für die genannten Meeresgebiete
gab es zugleich bislang keine international einheitliche, über die all -
gemein gehaltenen Vorschriften des Seerechtsübereinkommens der
Vereinten Nationen (im Folgenden: SRÜ) hinausgehende Regelung
zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der dortigen biologischen
Vielfalt. Diese Lücke wurde durch das Übereinkommen im Rahmen des
Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung
und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von
Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse (das sogenannte „VN-
Hochseeschutz-Übereinkommen“, im Folgenden: das Übereinkommen)
geschlossen. Das Übereinkommen enthält verschiedene Regelungen,
die den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt
im Bereich der Meeresgebiete außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
Bundesrat Drucksache 783/25
19. 12. 25
U
Fristablauf: 30. 01. 26
besonders eilbedürftige Vorlage gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln
Telefon: (02 21) 97 66 83 40, Telefax: (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0720-2946
Drucksache 783/25 – 2 – Bundesrat
ermöglichen sollen. Dazu zählen gebietsbezogene
Managementinstrumente einschließlich der Ausweisung von Meeresschutzgebieten sowie
ein umfassendes Verfahren für eine Umwelt verträglichkeitsprüfung für
neue und unregulierte Tätigkeiten in den betroffenen Meeresgebieten.
Zudem enthält das Übereinkommen Bestimmungen zum
ausgewogenen und gerechten Ausgleich der Vorteile, die sich aus der Nutzung
maringenetischer Ressourcen und digitaler Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse ergeben. Neben weiteren Maßnahmen wie
Kapazitätsaufbau und der Weitergabe von Meerestechnologie soll dieser
Vorteilsausgleichsmechanismus die Beteiligung von Entwicklungsländern an
dem Übereinkommen und dessen Um setzung fördern. Die
Bundesrepublik Deutschland hat das Überein kommen am 20. September 2023
unterzeichnet.
Gemäß Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes bedarf das
Übereinkommen der Zustimmung der gesetzgebenden Körperschaften
in Form eines Vertragsgesetzes als Voraussetzung für die Ratifikation.
B. Lösung
Durch das vorliegende Vertragsgesetz sollen die verfassungsrecht -
lichen Voraussetzungen nach Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grund -
gesetzes für die Ratifikation geschaffen werden.
Die vorläufige Anwendbarkeit soll nicht erklärt werden.
C. Alternativen
Keine.
D. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand
Als Vertragspartei des Übereinkommens übernimmt die
Bundesrepublik Deutschland eine Verpflichtung zur Zahlung von Pflichtbeiträgen.
Mit den Pflichtbeiträgen werden gemäß Artikel 52 Absatz 2 des
Übereinkommens die Gremien des Übereinkommens finanziert. Daneben
wird mit den Pflichtbeiträgen bis auf Weiteres auch der Sonderfonds
für den Vorteilsausgleich für die Nutzung maringenetischer Ressourcen
und digitalen Sequenzinformationen nach Artikel 14 Absatz 6 des
Überein kommens als Teil des Finanzierungsmechanismus nach
Artikel 52 Absatz 3 des Übereinkommens finanziert. Die Zahlungen
erfolgen so lange, bis die Konferenz der Vertragsparteien einen Beschluss
über Zahlungen nach Artikel 14 Absatz 7 des Übereinkommens trifft
und damit Modalitäten für den Vorteilsausgleich festlegt.
Die Pflichtbeiträge hängen von der durch die Konferenz der
Vertragsparteien noch zu bestimmenden Höhe des Anfangsbudgets des
Übereinkommens sowie vom noch zu bestimmenden Berechnungsschlüssel
ab.
Die Ausgaben für die Pflichtbeiträge für die Bundesrepublik
Deutschland werden innerhalb der geltenden Haushalts- und Finanzplan -
ansätze des Einzelplans 16 getragen. Die Kosten trägt der Bund. Die
Länder und Gemeinden werden nicht mit Mehrausgaben belastet.
Neben den Pflichtbeiträgen können zusätzliche Kosten durch die
Zahlung von freiwilligen Beträgen für den Finanzierungsmechanismus in
Bundesrat – 3 – Drucksache 783/25
Artikel 52 Absatz 4 Buchstabe a, b Ziffer iii und Buchstabe c des
Übereinkommens entstehen.
Etwaige zusätzliche Haushaltsausgaben sind finanziell und (plan-)
stellenmäßig im Einzelplan 16 auszugleichen.
E. Erfüllungsaufwand
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger
Für Bürgerinnen und Bürger entsteht kein zusätzlicher Erfüllungs -
aufwand.
E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft
Ein Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft ergibt sich aus dem
Vertragsgesetz nicht.
E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung
Ein Erfüllungsaufwand für die Verwaltung ergibt sich aus dem
Vertragsgesetz nicht.
F. Weitere Kosten
Weitere Kosten beziehungsweise Auswirkungen auf das Preisniveau
sind derzeit nicht ersichtlich.
Bundesrepublik Deutschland Berlin, den 19. Dezember 2025
Der Bundeskanzler
An den
Präsidenten des Bundesrates
Hiermit übersende ich gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 des Grundgesetzes
den von der Bundesregierung beschlossenen
Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023 im
Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die
Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von
Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
mit Begründung und Vorblatt.
Der Gesetzentwurf ist besonders eilbedürftig, weil ein schnellstmöglicher
Beschluss des Deutschen Bundestages erforderlich ist, um an der ersten
Vertragsstaatenkonferenz (COP), die bereits im August 2026 stattfinden könnte,
stimmberechtigt teilnehmen zu können.
Federführend ist das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz
und nukleare Sicherheit.
Friedrich Merz
Fristablauf: 30. 01. 26
besonders eilbedürftige Vorlage gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG
Bundesrat Drucksache 783/25
19. 12. 25
U
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
Entwurf eines Gesetzes
zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023
im Rahmen des Seerechtsübereinkommens
der Vereinten Nationen
über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung
der biologischen Vielfalt der Meere
von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
Bundesrat – 7 – Drucksache 783/25
Gesetzentwurf der Bundesregierung
E n t w u r f
Gesetz
zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023
im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen
über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere
von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
Vom 2025
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Dem in New York am 20. September 2023 von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten Übereinkommen
vom 19. Juni 2023 im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und
nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse wird
zugestimmt. Das Übereinkommen wird nachstehend mit einer amtlichen deutschen Übersetzung veröffentlicht.
Artikel 2
Die Bundesregierung wird ermächtigt, Änderungen der Anlagen I und II gemäß Artikel 74 Absatz 3 des
Übereinkommens, die sich im Rahmen des Zwecks des Artikels 2 des Übereinkommens halten, durch
Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates in Kraft zu setzen.
Drucksache 783/25 – 8 – Bundesrat
Artikel 3
(1) Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
(2) Der Tag, an dem das Übereinkommen nach seinem Artikel 68 Absatz 1 oder 2 für die Bundesrepublik Deutschland
in Kraft tritt, ist im Bundesgesetzblatt bekannt zu geben.
Bundesrat – 9 – Drucksache 783/25
Begründung zum Vertragsgesetz
Zu Artikel 1
Auf das Übereinkommen findet Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes
Anwendung, da es sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung bezieht.
Die erforderlichen innerstaatlichen Durchführungsvorschriften bleiben einem
gesonderten Durchführungsgesetz vorbehalten.
Zu Artikel 2
Etwaig neu hinzukommende Anlagen unterliegen gemäß Artikel 74 Absatz 2
des Übereinkommens einem Ratifikationserfordernis. Für mögliche Änderungen
bestehender Anlagen, bisher sind das die Anlagen I und II, sieht Artikel 74
Absatz 3 des Übereinkommens dagegen ein spezielles Verfahren vor. Die Anlagen
können von der Konferenz der Vertragsparteien geändert werden, und die
Änderungen treten für Vertragsparteien in Kraft, sofern nicht nach Artikel 74 Absatz 4
des Übereinkommens innerhalb von 180 Tagen ein Einspruch erfolgt. Für die
Bundesrepublik Deutschland wird ein entsprechender Einspruch standardisiert
erfolgen müssen, um sicherzustellen, dass vor Eintritt einer völkerrechtlichen
Bindung der Bundesrepublik Deutschland an die Änderungen die erforderlichen
innerstaatlichen Verfahren durchgeführt werden können – und die Vorgaben von
Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes gewahrt bleiben. Denn auch
Änderungen von völkerrechtlichen Verträgen, die das Erfordernis eines
Vertragsgesetzes ausgelöst hatten, sind stets zustimmungsbedürftig im Sinne von
Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes. Da die Anlagen nach Artikel 74
Absatz 1 Teile des Übereinkommens sind, gilt dies auch bei einer Änderung der
Anlagen. Sobald die erforderlichen innerstaatlichen Verfahren abgeschlossen
wurden, kann der Einspruch auf der internationalen Ebene zurückgenommen
werden. Artikel 74 Absatz 4 Satz 2 des Übereinkommens lässt dieses Vorgehen
zu.
Artikel 2 dient dazu, die erforderlichen innerstaatlichen Verfahren mit Blick auf
die bisher im Übereinkommen enthaltenen Anlagen I und II zu verschlanken und
zu beschleunigen: Die Bundesregierung wird ermächtigt, Änderungen der
genannten Anlagen durch Rechtsverordnung in Kraft zu setzen.
Zu Artikel 3
Die Bestimmung des Absatzes 1 entspricht dem Erfordernis des Artikels 82
Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes. Nach Absatz 2 ist der Zeitpunkt, in dem das
Übereinkommen nach seinem Artikel 68 Absatz 1 oder 2 für die Bundesrepublik
Deutschland in Kraft tritt, im Bundesgesetzblatt bekanntzugeben.
Schlussbemerkung
Der Bund wird durch die Ausführung des Gesetzes mit Kosten belastet, deren Art
und Umfang unter Punkt D des Vorblatts zum Gesetzentwurf aufgeführt sind.
Aus dem Vertragsgesetz zum Übereinkommen ergibt sich kein Erfüllungs -
aufwand. Ein Erfüllungsaufwand ergibt sich aus dem nachfolgenden
Ausführungsgesetz, mit dem die Verpflichtungen aus dem Übereinkommen in deutsches
Recht umgesetzt werden.
Für Länder und Kommunen entstehen keine Mehrbelastungen.
Drucksache 783/25 – 10 – Bundesrat
Übereinkommen
im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen
über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung
der biologischen Vielfalt der Meere
von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
Agreement
under the United Nations Convention on the Law of the Sea
on the Conservation and Sustainable Use
of Marine Biological Diversity
of Areas beyond National Jurisdiction
Accord
se rapportant à la Convention des Nations Unies sur le droit de la mer
et portant sur la Conservation
et l’utilisation durable de la diversité biologique marine
des zones ne relevant pas de la juridiction nationale
P r e a m b l e
The Parties to this Agreement,
Recalling the relevant provisions of the
United Nations Convention on the Law of
the Sea of 10 December 1982, including
the obligation to protect and preserve the
marine environment,
Stressing the need to respect the balance
of rights, obligations and interests set out in
the Convention,
Recognizing the need to address, in a
coherent and cooperative manner, biological
diversity loss and degradation of eco -
systems of the ocean, due, in particular, to
climate change impacts on marine eco -
systems, such as warming and ocean
deoxygenation, as well as ocean acidification,
pollution, including plastic pollution, and
unsustainable use,
Conscious of the need for the
comprehensive global regime under the Convention
to better address the conservation and
sustainable use of marine biological diversity of
P r é a m b u l e
Les Parties au présent Accord,
Rappelant les dispositions pertinentes
de la Convention des Nations Unies sur
le droit de la mer du 10 décembre 1982,
notamment l’obligation de protéger et de
préserver le milieu marin,
Soulignant la nécessité de respecter
l’équilibre des droits, obligations et intérêts
consacré par la Convention,
Constatant la nécessité de lutter, de
manière cohérente et coopérative, contre la
perte de diversité biologique et la
dégradation des écosystèmes de l’océan dues,
notamment, aux impacts des changements
climatiques sur les écosystèmes marins,
tels que le réchauffement et la désoxy -
génation de l’océan, ainsi que l’acidification
de celui-ci, sa pollution, y compris par les
plastiques, et son utilisation non durable,
Conscientes de la nécessité de faire en
sorte que le régime mondial complet créé
par la Convention encadre mieux la
conservation et l’utilisation durable de la diversité
(Übersetzung)
P r ä a m b e l
Die Vertragsparteien dieses
Übereinkommens –
unter Hinweis auf die einschlägigen
Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens
der Vereinten Nationen vom 10. Dezember
1982, einschließlich der Verpflichtung, die
Meeresumwelt zu schützen und zu
bewahren,
unter Betonung der Notwendigkeit, das
im Seerechtsübereinkommen vorgesehene
Gleichgewicht der Rechte, Pflichten und
Interessen zu wahren,
in Anerkennung der Notwendigkeit, in
kohärenter und kooperativer Weise den
Verlust an biologischer Vielfalt und die
Verschlechterung des Zustands der Öko -
systeme der Ozeane zu verhindern, die
insbesondere auf die Auswirkungen der
Klimaänderungen auf die Meeresökosys -
teme, etwa Erwärmung und Sauerstoff -
mangel im Meer, sowie auf die Versauerung
der Meere, Verschmutzung einschließlich
Plastikverschmutzung und eine nicht
nachhaltige Nutzung zurückzuführen sind,
im Bewusstsein der Notwendigkeit, dem
nach dem Seerechtsübereinkommen
eingerichteten umfassenden globalen Regime der
Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der
Bundesrat – 11 – Drucksache 783/25
areas beyond national jurisdiction,
Recognizing the importance of
contributing to the realization of a just and equitable
international economic order which takes
into account the interests and needs of
humankind as a whole and, in particular, the
special interests and needs of developing
States, whether coastal or landlocked,
Recognizing also that support for
developing States Parties through capacity-
building and the development and transfer of
marine technology are essential elements
for the attainment of the objectives of the
conservation and sustainable use of marine
biological diversity of areas beyond national
jurisdiction,
Recalling the United Nations Declaration
on the Rights of Indigenous Peoples,
Affirming that nothing in this Agree -
ment shall be construed as diminishing or
extinguishing the existing rights of
Indigenous Peoples, including as set out in the
United Nations Declaration on the Rights of
Indigenous Peoples, or of, as appropriate,
local communities,
Recognizing the obligation set out in the
Convention to assess, as far as practicable,
the potential effects on the marine
environment of activities under a State’s jurisdiction
or control when the State has reasonable
grounds for believing that such activities
may cause substantial pollution of or
significant and harmful changes to the marine
environment,
Mindful of the obligation set out in the
Convention to take all measures neces -
sary to ensure that pollution arising from
incidents or activities does not spread
beyond the areas where sovereign rights
are exercised in accordance with the
Convention,
Desiring to act as stewards of the ocean
in areas beyond national jurisdiction on
behalf of present and future generations by
protecting, caring for and ensuring
responsible use of the marine environment,
maintaining the integrity of ocean ecosystems
and conserving the inherent value of bio -
logical diversity of areas beyond national
jurisdiction,
Acknowledging that the generation of,
access to and utilization of digital sequence
information on marine genetic resources of
biologique marine des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale,
Considérant qu’il importe de contribuer à
l’avènement d’un ordre économique
international juste et équitable dans lequel il serait
tenu compte des intérêts et besoins de
l’humanité tout entière et, en particulier, des
intérêts et besoins spécifiques des États
en développement, qu’ils soient côtiers ou
sans littoral,
Considérant également que l’appui aux
États Parties en développement par le
renforcement de leurs capacités et le déve -
loppement et le transfert de technologies
marines sont essentiels à la réalisation
des objectifs de conservation et d’utilisation
durable de la diversité biologique marine
des zones ne relevant pas de la juridiction
nationale,
Rappelant la Déclaration des Nations
Unies sur les droits des peuples
autochtones,
Affirmant que rien dans le présent Accord
ne doit être interprété comme diminuant ou
éteignant les droits existants des peuples
autochtones, notamment ceux inscrits dans
la Déclaration des Nations Unies sur les
droits des peuples autochtones, ou, selon le
cas, des communautés locales,
Conscientes de l’obligation énoncée dans
la Convention d’évaluer, dans la mesure du
possible, les effets potentiels sur le milieu
marin des activités relevant de la juridiction
ou du contrôle d’un État lorsque celui-ci a
de sérieuses raisons de penser que ces
activités risquent d’entraîner une pollution
importante ou des modifications
considérables et nuisibles du milieu marin,
Ayant à l’esprit l’obligation énoncée
dans la Convention de prendre toutes les
mesures nécessaires pour que la pollu -
tion résultant d’incidents ou d’activités ne
s’étende pas au-delà des zones où s’
exercent les droits souverains conformément à
la Convention,
Désireuses d’assurer la bonne gestion
de l’océan dans les zones ne relevant pas
de la juridiction nationale pour le compte
des générations présentes et futures en
protégeant le milieu marin, en en prenant
soin et en veillant à ce qu’il en soit fait
une utilisation responsable, en maintenant
l’intégrité des écosystèmes océaniques et
en conservant la valeur intrinsèque de la
diversité biologique des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale,
Reconnaissant que la production d’
informations de séquençage numérique sur les
ressources génétiques marines des zones
biologischen Vielfalt der Meere von
Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
besser Rechnung zu tragen,
in der Erkenntnis, wie wichtig es ist, zur
Verwirklichung einer gerechten und aus -
gewogenen internationalen Wirtschafts -
ordnung beizutragen, welche die Interessen
und Bedürfnisse der gesamten Menschheit
und vor allem die besonderen Interessen
und Bedürfnisse der Entwicklungsstaaten,
ob Küsten- oder Binnenstaaten,
berücksichtigt,
sowie in der Erkenntnis, dass die
Unterstützung der Entwicklungsstaaten, die
Vertragsparteien sind, durch Kapazitätsaufbau
und die Entwicklung und Weitergabe von
Meerestechnologie wesentliche Elemente
für die Erreichung der Ziele der Erhaltung
und nachhaltigen Nutzung der biologischen
Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse sind,
unter Hinweis auf die Erklärung der
Vereinten Nationen über die Rechte der
indigenen Völker,
in Bekräftigung dessen, dass dieses
Übereinkommen nicht so auszulegen ist, als
schmälere es die bestehenden Rechte der
indigenen Völker, einschließlich der in der
Erklärung der Vereinten Nationen über die
Rechte der indigenen Völker dargelegten
Rechte, oder gegebenenfalls die
bestehenden Rechte der ortsansässigen
Gemeinschaften oder hebe diese auf,
in Anerkennung der im Seerechtsüber -
einkommen dargelegten Verpflichtung, die
möglichen Auswirkungen der den
Hoheitsbefugnissen oder der Kontrolle eines
Staates unterstehenden Tätigkeiten auf die
Meeresumwelt soweit durchführbar zu
beurteilen, wenn der Staat begründeten Anlass
zu der Annahme hat, dass diese Tätigkeiten
eine wesentliche Verschmutzung oder
beträchtliche und schädliche Veränderungen
der Meeresumwelt zur Folge haben können,
eingedenk der im
Seerechtsübereinkommen dargelegten Verpflichtung, alle
erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit
eine Verschmutzung als Folge von Ereig -
nissen oder Tätigkeiten sich nicht über
die Gebiete hinaus ausbreitet, in denen in
Übereinstimmung mit dem
Seerechtsübereinkommen souveräne Rechte ausgeübt
werden,
in dem Wunsch, in Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse im Namen
heutiger und künftiger Generationen als
Sachwalter der Meere zu agieren und so
die Meeresumwelt zu schützen, zu
bewahren und ihre verantwortungsvolle Nutzung
sicherzustellen, die Integrität der
Meeresökosysteme zu wahren und den Eigenwert
der biologischen Vielfalt von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse zu
erhalten,
in der Erkenntnis, dass die Gewinnung
von, der Zugang zu und die Nutzung
von digitalen Sequenzinformationen über
Drucksache 783/25 – 12 – Bundesrat
areas beyond national jurisdiction, together
with the fair and equitable sharing of
benefits arising from its utilization, contribute to
research and innovation and to the general
objective of this Agreement,
Respecting the sovereignty, territorial
integrity and political independence of all
States,
Recalling that the legal status of
nonparties to the Convention or any other re -
lated agreements is governed by the rules
of the law of treaties,
Recalling also that, as set out in the
Convention, States are responsible for the
fulfilment of their international obligations
concerning the protection and preservation
of the marine environment and may be
liable in accordance with international law,
Committed to achieving sustainable
development,
Aspiring to achieve universal
participation,
Have agreed as follows:
Part I
General Provisions
Article 1
Use of terms
For the purposes of this Agreement:
1. “Area-based management tool” means
a tool, including a marine protected
area, for a geographically defined area
through which one or several sectors or
activities are managed with the aim of
achieving particular conservation and
sustainable use objectives in
accordance with this Agreement.
2. “Areas beyond national jurisdiction”
means the high seas and the Area.
3. “Biotechnology” means any
technological application that uses biological
systems, living organisms, or derivatives
thereof, to make or modify products or
processes for specific use.
4. “Collection in situ”, in relation to marine
genetic resources, means the
collection or sampling of marine genetic
resources in areas beyond national
jurisdiction.
ne relevant pas de la juridiction nationale,
l’accès à ces informations et leur utilisation,
conjugués au partage juste et équitable des
avantages découlant de cette utilisation,
servent la recherche et l’innovation ainsi que
l’objectif général du présent Accord,
Respectueuses de la souveraineté, de
l’intégrité territoriale et de l’indépendance
politique de tous les États,
Rappelant que le statut juridique des
nonparties à la Convention ou à tout autre
accord connexe est régi par les règles du droit
des traités,
Rappelant également que, comme
l’énonce la Convention, les États sont
tenus de veiller à l’accomplissement de
leurs obligations internationales relatives à
la protection et à la préservation du milieu
marin et peuvent être tenus responsables
à cet égard conformément au droit inter -
national,
Attachées à la réalisation du
développement durable,
Aspirant à atteindre l’objectif d’une
participation universelle,
Sont convenues de ce qui suit :
Partie I
Dispositions générales
Article premier
Emploi des termes
Aux fins du présent Accord, on entend
par :
1. « Outil de gestion par zone » un outil,
y compris une aire marine protégée,
visant une zone géographiquement
définie et au moyen duquel un ou
plusieurs secteurs ou activités sont gérés
dans le but d’atteindre des objectifs
particuliers de conservation et d’
utilisation durable conformément au présent
Accord.
2. « Zones ne relevant pas de la juri -
diction nationale » la haute mer et la
Zone.
3. « Biotechnologie » toute application
technologique qui utilise des systèmes
biologiques, des organismes vivants,
ou des dérivés de ceux-ci, pour réaliser
ou modifier des produits ou des
procédés à usage spécifique.
4. « Collecte in situ », en ce qui concerne
les ressources génétiques marines, la
collecte ou l’échantillonnage de
ressources génétiques marines dans des
zones ne relevant pas de la juridiction
nationale.
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse,
zusammen mit der ausgewogenen und
gerechten Aufteilung der sich aus ihrer
Nutzung ergebenden Vorteile zu Forschung
und Innovation und zum allgemeinen Ziel
dieses Übereinkommens beitragen,
unter Achtung der Souveränität,
territorialen Unversehrtheit und politischen
Unabhängigkeit aller Staaten,
unter Hinweis darauf, dass die
Rechtsstellung von Nichtvertragsparteien des
Seerechtsübereinkommens oder anderer damit
zusammenhängender Übereinkünfte von
den Regeln des Rechts der Verträge
bestimmt wird,
sowie unter Hinweis darauf, dass die
Staaten entsprechend dem
Seerechtsübereinkommen für die Erfüllung ihrer
internationalen Verpflichtungen betreffend den Schutz
und die Bewahrung der Meeresumwelt
verantwortlich sind und in Übereinstimmung mit
dem Völkerrecht haftbar gemacht werden
können,
entschlossen, eine nachhaltige
Entwicklung zu erreichen,
in dem Bestreben, universelle Beteiligung
zu erreichen –
sind wie folgt übereingekommen:
Teil I
Allgemeine Bestimmungen
Artikel 1
Begriffsbestimmungen
Im Sinne dieses Übereinkommens
1. bedeutet „gebietsbezogenes
Managementinstrument“ ein Instrument
einschließlich eines Meeresschutzgebiets
für ein geographisch festgelegtes
Gebiet, mittels dessen ein oder mehrere
Sektoren oder Tätigkeiten mit dem Ziel
verwaltet werden, bestimmte Ziele zur
Erhaltung und nachhaltigen Nutzung
im Einklang mit diesem
Übereinkommen zu verwirklichen,
2. bedeutet „Gebiete außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse“ die Hohe See und
das Gebiet,
3. bedeutet „Biotechnologie“ jede
technologische Anwendung, die biologische
Systeme, lebende Organismen oder
Derivate daraus benutzt, um
Erzeugnisse oder Verfahren für eine
bestimmte Nutzung herzustellen oder zu
verändern,
4. bedeutet „In-situ-Sammlung“ im
Zusammenhang mit maringenetischen
Ressourcen die Sammlung oder
Probenahme maringenetischer
Ressourcen von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse,
Bundesrat – 13 – Drucksache 783/25
5. “Convention” means the United
Nations Convention on the Law of the Sea
of 10 December 1982.
6. “Cumulative impacts” means the
combined and incremental impacts
resulting from different activities, including
known past and present and
reasonably foreseeable activities, or from the
repetition of similar activities over time,
and the consequences of climate
change, ocean acidification and related
impacts.
7. “Environmental impact assessment”
means a process to identify and
evaluate the potential impacts of an activity
to inform decision-making.
8. “Marine genetic resources” means any
material of marine plant, animal,
microbial or other origin containing functional
units of heredity of actual or potential
value.
9. “Marine protected area” means a
geographically defined marine area that is
designated and managed to achieve
specific long-term biological diversity
conservation objectives and may allow,
where appropriate, sustainable use
provided it is consistent with the
conservation objectives.
10. “Marine technology” includes, inter alia,
information and data, provided in a
user-friendly format, on marine sciences
and related marine operations and
services; manuals, guidelines, criteria,
standards and reference materials;
sampling and methodology equipment;
observation facilities and equipment for
in situ and laboratory observations,
analysis and experimentation;
computer and computer software, including
models and modelling techniques;
related biotechnology; and expertise,
knowledge, skills, technical, scientific
and legal know-how and analytical
methods related to the conservation
and sustainable use of marine
biological diversity.
11. “Party” means a State or regional
economic integration organization that has
consented to be bound by this
Agreement and for which this Agreement is in
force.
12. “Regional economic integration
organization” means an organization
constituted by sovereign States of a given
5. « Convention » la Convention des
Nations Unies sur le droit de la mer du
10 décembre 1982.
6. « Impacts cumulés » les impacts
combinés et graduels résultant de diverses
activités, y compris des activités
connues, passées ou présentes, ou
raisonnablement prévisibles, ou de la
répétition dans le temps d’activités
similaires, et les conséquences des
changements climatiques, de l’acidi -
fication de l’océan et leurs effets
connexes.
7. « Évaluation d’impact sur l’
environnement » la procédure visant à recenser
et à évaluer les impacts qu’une activité
peut avoir en vue d’éclairer la prise de
décision.
8. « Ressources génétiques marines »
tout matériel marin d’origine végétale,
animale, microbienne ou autre, qui
contient des unités fonctionnelles de
l’hérédité ayant une valeur effective ou
potentielle.
9. « Aire marine protégée » une aire
marine géographiquement définie qui
est désignée et gérée en vue d’at -
teindre des objectifs spécifiques de
conservation à long terme de la
diversité biologique et dans laquelle, selon
qu’il convient, l’utilisation durable peut
être autorisée pourvu qu’elle soit
compatible avec de tels objectifs.
10. « Technologies marines », entre autres
choses, les informations et données,
présentées sous une forme
facilement exploitable, qui concernent les
sciences de la mer et les opérations
et services marins connexes ; les
manuels, lignes directrices, critères,
normes et documents de référence ; le
matériel et les méthodes d’
échantillonnage ; les installations d’observation et
le matériel d’observation, d’analyse et
d’expérimentation in situ et en
laboratoire ; les matériels et logiciels infor -
matiques, y compris les modèles et
les techniques de modélisation ; les
biotechnologies connexes ; les com -
pétences, connaissances, aptitudes,
savoir-faire technique, scientifique ou
juridique et méthodes d’analyse relatifs
à la conservation et à l’utilisation
durable de la diversité biologique marine.
11. « Partie » un État ou une organisation
régionale d’intégration économique qui
a consenti à être lié par le présent
Accord et à l’égard duquel celui-ci est
en vigueur.
12. « Organisation régionale d’intégra -
tion économique » toute organisation
constituée d’États souverains d’une
5. bedeutet „Seerechtsübereinkommen“
das Seerechtsübereinkommen der
Vereinten Nationen vom 10. Dezember
1982,
6. bedeutet „kumulative Auswirkungen“
die kombinierten und zunehmenden
Auswirkungen, die sich aus
verschiedenen Tätigkeiten, darunter bekannten
vergangenen und gegenwärtigen
sowie hinreichend vorhersehbaren
Tätigkeiten, oder aus der Wiederholung
ähnlicher Tätigkeiten im Zeitverlauf
ergeben, sowie die Folgen des
Klimawandels, der Versauerung der Meere
und damit zusammenhängender
Auswirkungen,
7. bedeutet
„Umweltverträglichkeitsprüfung“ ein Verfahren zur Ermittlung und
Bewertung der möglichen
Auswirkungen einer Tätigkeit als Grundlage für
die Beschlussfassung,
8. bedeutet „maringenetische
Ressourcen“ jedes Material marinen pflanz -
lichen, tierischen, mikrobiellen oder
sonstigen Ursprungs, das funktionale
Erbeinheiten von tatsächlichem oder
potenziellem Wert enthält,
9. bedeutet „Meeresschutzgebiet“ ein
geographisch festgelegtes Meeresgebiet,
das im Hinblick auf die Verwirklichung
bestimmter Ziele zur langfristigen
Erhaltung der biologischen Vielfalt
ausgewiesen ist und verwaltet wird und
gegebenenfalls eine nachhaltige Nutzung
zulässt, sofern diese mit den
Erhaltungszielen vereinbar ist,
10. umfasst „Meerestechnologie“ unter
anderem in einem benutzerfreundlichen
Format bereitgestellte Informationen
und Daten über Meereswissenschaften
und damit zusammenhängende
maritime Tätigkeiten und Dienstleistungen;
Handbücher, Richtlinien, Kriterien,
Normen und Referenzmaterialien;
Ausrüstung für Probenahme und Methodik;
Beobachtungseinrichtungen und
Ausrüstung für Beobachtungen, Analysen
und Experimente in situ und im Labor;
Computer und Computersoftware,
darunter Modelle und Modellierungs -
techniken; damit zusammenhängende
Biotechnologie sowie Fachwissen,
Kenntnisse, Fertigkeiten, technische,
wissenschaftliche und rechtliche
Fachkenntnisse und Analysemethoden im
Zusammenhang mit der Erhaltung und
nachhaltigen Nutzung der biologischen
Vielfalt der Meere,
11. bedeutet „Vertragspartei“ einen Staat
oder eine Organisation der regionalen
Wirtschaftsintegration, der
beziehungsweise die zugestimmt hat, durch dieses
Übereinkommen gebunden zu sein,
und für den beziehungsweise die es in
Kraft ist,
12. bedeutet „Organisation der regionalen
Wirtschaftsintegration“ eine von
souveränen Staaten einer bestimmten Re -
Drucksache 783/25 – 14 – Bundesrat
region to which its member States have
transferred competence in respect of
matters governed by this Agreement
and which has been duly authorized, in
accordance with its internal
procedures, to sign, ratify, approve, accept or
accede to this Agreement.
13. “Sustainable use” means the use of
components of biological diversity in a
way and at a rate that does not lead to
a long-term decline of biological
diversity, thereby maintaining its potential
to meet the needs and aspirations of
present and future generations.
14. “Utilization of marine genetic
resources” means to conduct research
and development on the genetic and/
or biochemical composition of marine
genetic resources, including through
the application of biotechnology, as
defined in paragraph 3 above.
Article 2
General objective
The objective of this Agreement is to
ensure the conservation and sustainable use
of marine biological diversity of areas
beyond national jurisdiction, for the present
and in the long term, through effective
implementation of the relevant provisions of
the Convention and further international
cooperation and coordination.
Article 3
Scope of application
This Agreement applies to areas beyond
national jurisdiction.
Article 4
Exceptions
This Agreement does not apply to any
warship, military aircraft or naval auxiliary.
Except for Part II, this Agreement does not
apply to other vessels or aircraft owned or
operated by a Party and used, for the time
being, only on government non-commercial
service. However, each Party shall ensure,
by the adoption of appropriate measures
not impairing the operations or operational
capabilities of such vessels or aircraft
owned or operated by it, that such vessels
or aircraft act in a manner consistent, so
far as is reasonable and practicable, with
this Agreement.
région donnée, à laquelle ses États
membres ont transféré des
compétences en ce qui concerne les
questions régies par le présent Accord et qui
a été dûment autorisée, conformément
à ses procédures internes, à signer,
ratifier, approuver, accepter l’Accord ou
à y adhérer.
13. « Utilisation durable » l’utilisation des
éléments constitutifs de la diversité
biologique d’une manière et à un rythme
qui n’entraînent pas leur
appauvrissement à long terme, et sauvegardent
ainsi leur potentiel pour satisfaire les
besoins et les aspirations des
générations présentes et futures.
14. « Utilisation de ressources génétiques
marines » le fait de mener des
activités de recherche-développement sur
la composition génétique et / ou bio -
chimique de ressources génétiques
marines, y compris au moyen de la
biotechnologie au sens du paragraphe 3
ci-dessus.
Article 2
Objectif général
Le présent Accord a pour objectif d’
assurer la conservation et l’utilisation durable de
la diversité biologique marine des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale, dans
l’immédiat et à long terme, grâce à la mise
en œuvre effective des dispositions
pertinentes de la Convention et au renforcement
de la coopération et de la coordination
internationales.
Article 3
Champ d’application
Le présent Accord s’applique aux zones
ne relevant pas de la juridiction nationale.
Article 4
Exceptions
Le présent Accord ne s’applique ni aux
navires de guerre, ni aux aéronefs militaires,
ni aux navires auxiliaires. À l’exception de
sa partie II, il ne s’applique pas aux autres
navires ou aéronefs appartenant à une
Partie ou exploités par elle lorsqu’elle les
utilise, au moment considéré, exclusivement
à des fins de service public non
commerciales. Cependant, chaque Partie prend des
mesures appropriées n’affectant pas les
opérations ou la capacité opérationnelle de
ces navires ou aéronefs lui appartenant ou
exploités par elle de façon à ce que ceux-ci
agissent, autant que faire se peut, d’une
manière compatible avec le présent Accord.
gion gebildete Organisation, der ihre
Mitgliedstaaten die Zuständigkeit für
die durch dieses Übereinkommen
erfassten Angelegenheiten übertragen
haben und die im Einklang mit ihren
internen Verfahren ordnungsgemäß
ermächtigt ist, dieses Übereinkommen
zu unterzeichnen, zu ratifizieren, zu
genehmigen, anzunehmen oder ihm
beizutreten,
13. bedeutet „nachhaltige Nutzung“ die
Nutzung von Bestandteilen der
biologischen Vielfalt in einer Weise und in
einem Ausmaß, die nicht zum lang -
fristigen Rückgang der biologischen
Vielfalt führen, wodurch ihr Potenzial
erhalten bleibt, die Bedürfnisse und
Bestrebungen heutiger und künftiger
Generationen zu erfüllen,
14. bedeutet „Nutzung der
maringenetischen Ressourcen“ das Durchführen
von Forschungs- und Entwicklungs -
tätigkeiten an der genetischen und/
oder biochemischen
Zusammensetzung maringenetischer Ressourcen,
einschließlich durch die Anwendung
von Biotechnologie im Sinne der
Nummer 3.
Artikel 2
Allgemeines Ziel
Ziel dieses Übereinkommens ist es, die
Erhaltung und nachhaltige Nutzung der
biologischen Vielfalt der Meere von Ge -
bieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse gegenwärtig und langfristig durch die
wirksame Durchführung der einschlägigen
Bestimmungen des
Seerechtsübereinkommens und durch die Stärkung der
internationalen Zusammenarbeit und Koordinierung
sicherzustellen.
Artikel 3
Geltungsbereich
Dieses Übereinkommen gilt für Gebiete
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse.
Artikel 4
Ausnahmen
Dieses Übereinkommen findet keine
Anwendung auf Kriegsschiffe, Militärluft -
fahrzeuge oder Flottenhilfsschiffe. Mit
Ausnahme des Teiles II findet dieses
Übereinkommen keine Anwendung auf sonstige
Schiffe oder Luftfahrzeuge, die einer
Vertragspartei gehören oder von ihr eingesetzt
sind und die zum gegebenen Zeitpunkt
im Staatsdienst ausschließlich für andere
als Handelszwecke genutzt werden. Jedoch
stellt jede Vertragspartei durch geeignete
Maßnahmen, die den Einsatz oder die
Einsatzfähigkeit solcher ihr gehörender oder
von ihr eingesetzter Schiffe oder
Luftfahrzeuge nicht beeinträchtigen, sicher, dass
diese, soweit zumutbar und durchführbar, in
einer Weise betrieben werden, die mit dem
Übereinkommen vereinbar ist.
Bundesrat – 15 – Drucksache 783/25
Article 5
Relationship between
this Agreement and
the Convention and relevant legal
instruments and frameworks
and relevant global, regional,
subregional and sectoral bodies
1. This Agreement shall be interpreted
and applied in the context of and in a
manner consistent with the Convention. Nothing
in this Agreement shall prejudice the rights,
jurisdiction and duties of States under the
Convention, including in respect of the
exclusive economic zone and the continental
shelf within and beyond 200 nautical miles.
2. This Agreement shall be interpreted
and applied in a manner that does not
undermine relevant legal instruments and
frameworks and relevant global, regional,
subregional and sectoral bodies and that
promotes coherence and coordination with
those instruments, frameworks and bodies.
3. The legal status of non-parties to the
Convention or any other related agreements
with regard to those instruments is not
affected by this Agreement.
Article 6
Without prejudice
This Agreement, including any decision or
recommendation of the Conference of the
Parties or any of its subsidiary bodies, and
any acts, measures or activities undertaken
on the basis thereof, shall be without
prejudice to, and shall not be relied upon as a
basis for asserting or denying any claims to,
sovereignty, sovereign rights or jurisdiction,
including in respect of any disputes relating
thereto.
Article 7
General principles and approaches
In order to achieve the objectives of this
Agreement, Parties shall be guided by the
following principles and approaches:
(a) The polluter-pays principle;
(b) The principle of the common heritage
of humankind which is set out in the
Convention;
(c) The freedom of marine scientific
research, together with other freedoms of
the high seas;
(d) The principle of equity and the fair and
equitable sharing of benefits;
(e) The precautionary principle or
precautionary approach, as appropriate;
Article 5
Relation entre
le présent Accord et
la Convention, les instruments et
cadres juridiques pertinents et
les organes mondiaux, régionaux,
sous-régionaux et sectoriels pertinents
1. Le présent Accord est interprété et
appliqué dans le contexte de la Convention
et d’une manière compatible avec celle-ci.
Aucune disposition du présent Accord ne
porte préjudice aux droits, à la juridiction et
aux obligations des États en vertu de la
Convention, y compris en ce qui concerne
la zone économique exclusive et le plateau
continental jusqu’à 200 milles marins et
au-delà.
2. Le présent Accord est interprété et
appliqué d’une manière qui ne porte atteinte ni
aux instruments et cadres juridiques
pertinents, ni aux organes mondiaux, régionaux,
sous-régionaux et sectoriels pertinents, et
qui favorise la cohérence et la coordination
avec ces instruments, cadres et organes.
3. Le statut juridique des non-parties à la
Convention ou à d’autres accords connexes
à l’égard de ces instruments n’est en rien
affecté par le présent Accord.
Article 6
Sans préjudice
Le présent Accord, y compris toute
décision ou recommandation de la Conférence
des Parties ou de l’un de ses organes
subsidiaires, et tout acte, toute mesure ou toute
activité entrepris sur la base de celui-ci sont
sans préjudice de toute souveraineté, de
tout droit souverain ou de toute juridiction et
ne peuvent être invoqués pour faire valoir
ou rejeter une quelconque revendication
à cet égard, y compris à l’occasion d’un
différend en la matière.
Article 7
Principes généraux et approches
Pour atteindre les objectifs du présent
Accord, les Parties sont orientées par les
principes et approches suivants :
a) Le principe du pollueur-payeur ;
b) Le principe de patrimoine commun de
l’humanité qui est énoncé dans la
Convention ;
c) La liberté de la recherche scientifique
marine, conjuguée aux autres libertés
de la haute mer ;
d) Le principe de l’équité et du partage
juste et équitable des avantages ;
e) Le principe de précaution ou l’approche
de précaution, selon qu’il convient ;
Artikel 5
Verhältnis zwischen
diesem Übereinkommen und
dem Seerechtsübereinkommen sowie
den einschlägigen Rechtsinstrumenten
und rechtlichen Rahmen sowie
den zuständigen weltweiten, regionalen,
subregionalen und sektoralen Organen
(1) Dieses Übereinkommen wird im
Zusammenhang und in Übereinstimmung mit
dem Seerechtsübereinkommen ausgelegt
und angewendet. Das Übereinkommen
lässt die Rechte, Hoheitsbefugnisse und
Pflichten der Staaten aus dem
Seerechtsübereinkommen, auch in Bezug auf die
ausschließliche Wirtschaftszone und den
Festlandsockel innerhalb und außerhalb
von 200 Seemeilen, unberührt.
(2) Dieses Übereinkommen wird in einer
Weise ausgelegt und angewendet, die die
einschlägigen Rechtsinstrumente und
rechtlichen Rahmen sowie die zuständigen
weltweiten, regionalen, subregionalen und
sektoralen Organe nicht untergräbt und die
Kohärenz und Koordinierung mit diesen
Instrumenten, Rahmen und Organen fördert.
(3) Die Rechtsstellung von
Nichtvertragsparteien des Seerechtsübereinkommens
oder anderer damit zusammenhängender
Übereinkünfte in Bezug auf diese
Instrumente wird durch dieses Übereinkommen
nicht berührt.
Artikel 6
Unberührtheit
Dieses Übereinkommen, einschließlich
aller Beschlüsse oder Empfehlungen der
Konferenz der Vertragsparteien oder eines
ihrer Nebenorgane, sowie alle darauf be -
ruhenden Handlungen, Maßnahmen oder
Tätigkeiten berühren weder Souveränität,
souveräne Rechte oder Hoheitsbefugnis -
se noch dürfen sie als Grundlage für die
Geltendmachung oder Verweigerung von
Ansprüchen auf diese, auch in Bezug auf
diesbezügliche Streitigkeiten, herangezogen
werden.
Artikel 7
Allgemeine Grundsätze und Ansätze
Um die Ziele dieses Übereinkommens zu
erreichen, lassen sich die Vertragsparteien
von den folgenden Grundsätzen und An -
sätzen leiten:
a) dem Grundsatz, dass der Verursacher
der Verschmutzung dafür aufkommt;
b) dem im Seerechtsübereinkommen
verankerten Grundsatz des gemeinsamen
Erbes der Menschheit;
c) der Freiheit der wissenschaftlichen
Meeresforschung sowie anderen
Freiheiten der Hohen See;
d) dem Grundsatz der Gerechtigkeit und
der ausgewogenen und gerechten
Aufteilung der Vorteile;
e) dem Vorsorgeprinzip beziehungsweise
dem Vorsorgeansatz;
Drucksache 783/25 – 16 – Bundesrat
(f) An ecosystem approach;
(g) An integrated approach to ocean
management;
(h) An approach that builds ecosystem
resilience, including to adverse effects
of climate change and ocean
acidification, and also maintains and restores
ecosystem integrity, including the
carbon cycling services that underpin the
role of the ocean in climate;
(i) The use of the best available science
and scientific information;
(j) The use of relevant traditional
knowledge of Indigenous Peoples and local
communities, where available;
(k) The respect, promotion and
consideration of their respective obligations, as
applicable, relating to the rights of
Indigenous Peoples or of, as appropriate,
local communities when taking action to
address the conservation and
sustainable use of marine biological diversity
of areas beyond national jurisdiction;
(l) The non-transfer, directly or indirectly,
of damage or hazards from one area to
another and the non-transformation
of one type of pollution into another in
taking measures to prevent, reduce and
control pollution of the marine
environment;
(m) Full recognition of the special
circumstances of small island developing
States and of least developed
countries;
(n) Acknowledgement of the special
interests and needs of landlocked
developing countries.
Article 8
International cooperation
1. Parties shall cooperate under this
Agreement for the conservation and
sustainable use of marine biological diversity of
areas beyond national jurisdiction, including
through strengthening and enhancing
cooperation with and promoting cooperation
among relevant legal instruments and
frameworks and relevant global, regional,
subregional and sectoral bodies in the
achievement of the objectives of this
Agreement.
2. Parties shall endeavour to promote, as
appropriate, the objectives of this
Agreement when participating in decision-making
under other relevant legal instruments,
frameworks, or global, regional, subregional
or sectoral bodies.
f) Une approche écosystémique ;
g) Une approche intégrée de la gestion de
l’océan ;
h) Une approche qui renforce la résilience
des écosystèmes, notamment à l’égard
des effets néfastes des changements
climatiques et de l’acidification de
l’océan et qui, en outre, préserve et
restaure l’intégrité des écosystèmes, y
compris les services rendus par le cycle
du carbone qui sont à la base du rôle
que l’océan joue dans le climat ;
i) L’utilisation des meilleures
connaissances et informations scientifiques
disponibles ;
j) L’utilisation, quand elles sont
disponibles, des connaissances traditionnelles
pertinentes des peuples autochtones et
des communautés locales ;
k) Le respect, la promotion et la prise en
compte de leurs obligations respectives,
le cas échéant, en matière de droits des
peuples autochtones ou, selon le cas,
des communautés locales, lorsqu’elles
prennent des mesures pour assurer la
conservation et l’utilisation durable de la
diversité biologique marine des zones
ne relevant pas de la juridiction
nationale ;
l) Le non-transfert, directement ou
indirectement, de dommages ou de risques
d’une zone à une autre et la non-
transformation d’un type de pollution en un
autre lorsqu’elles prennent des mesures
pour prévenir, réduire et maîtriser la
pollution du milieu marin ;
m) La pleine prise en considération de la
situation particulière des petits États
insulaires en développement et des
pays les moins avancés ;
n) La reconnaissance des intérêts et
besoins spécifiques des pays en
développement sans littoral.
Article 8
Coopération internationale
1. Les Parties coopèrent au titre du
présent Accord aux fins de la conservation
et de l’utilisation durable de la diversité
biologique marine des zones ne relevant pas
de la juridiction nationale, notamment en
renforçant et en intensifiant la coopération
avec les instruments et cadres juridiques
pertinents et les organes mondiaux,
régionaux, sous-régionaux et sectoriels
pertinents et en favorisant la coopération entre
lesdits instruments, cadres et organes, en
vue d’atteindre les objectifs du présent
Accord.
2. Les Parties s’efforcent de promouvoir,
selon qu’il convient, les objectifs du présent
Accord lorsqu’elles participent aux décisions
qui sont prises au titre d’autres instruments
ou cadres juridiques pertinents ou au sein
d’organes mondiaux, régionaux, sous-
régiof) einem Ökosystemansatz;
g) einem integrierten Ansatz für die
Meeresbewirtschaftung;
h) einem Ansatz, der die Widerstands -
fähigkeit der Ökosysteme, auch
gegenüber den nachteiligen Auswirkungen der
Klimaänderungen und der Versauerung
der Meere, stärkt und zudem die
Integrität der Ökosysteme erhält und
wiederherstellt, einschließlich der Leistungen
des Kohlenstoffkreislaufs, auf denen
sich die Rolle der Meere für das Klima
begründet;
i) der Nutzung der besten verfügbaren
wissenschaftlichen Erkenntnisse und
Informationen;
j) der Nutzung des einschlägigen
traditionellen Wissens indigener Völker und
ortsansässiger Gemeinschaften, sofern
solches verfügbar ist;
k) der Achtung, Förderung und
Berücksichtigung ihrer gegebenenfalls
bestehenden jeweiligen Verpflichtungen in Bezug
auf die Rechte der indigenen Völker
oder gegebenenfalls der ortsansässigen
Gemeinschaften, wenn sie Maßnahmen
zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung
der biologischen Vielfalt der Meere von
Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse durchführen;
l) beim Ergreifen von Maßnahmen zur
Vermeidung, Verringerung und
Überwachung der Verschmutzung der
Meeresumwelt Schäden oder Gefahren weder
unmittelbar noch mittelbar von einem
Gebiet in ein anderes zu verlagern oder
eine Art der Verschmutzung in eine
andere umzuwandeln;
m) der vollen Anerkennung der besonderen
Umstände der kleinen Inselstaaten, die
Entwicklungsstaaten sind, und der am
wenigsten entwickelten Länder;
n) der Anerkennung der besonderen In -
teressen und Bedürfnisse der Binnen -
entwicklungsländer.
Artikel 8
Internationale Zusammenarbeit
(1) Die Vertragsparteien arbeiten im
Rahmen dieses Übereinkommens bei der Er -
haltung und nachhaltigen Nutzung der
biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
zusammen, unter anderem indem sie bei
der Erreichung der Ziele des
Übereinkommens verstärkt und vertieft mit den
einschlägigen Rechtsinstrumenten und rechtlichen
Rahmen sowie den zuständigen weltweiten,
regionalen, subregionalen und sektoralen
Organen zusammenarbeiten und die
Zusammenarbeit zwischen diesen
Instrumenten, Rahmen und Organen fördern.
(2) Die Vertragsparteien bemühen sich,
sofern angezeigt, die Ziele dieses
Übereinkommens zu fördern, wenn sie sich an der
Beschlussfassung innerhalb anderer
einschlägiger Rechtsinstrumente oder recht -
licher Rahmen oder zuständiger weltweiter,
Bundesrat – 17 – Drucksache 783/25
3. Parties shall promote international
cooperation in marine scientific research and
in the development and transfer of marine
technology consistent with the Convention
in support of the objectives of this
Agreement.
Part II
Marine genetic resources,
including the fair and
equitable sharing of benefits
Article 9
Objectives
The objectives of this Part are:
(a) The fair and equitable sharing of
benefits arising from activities with respect to
marine genetic resources and digital
sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction for the conservation and
sustainable use of marine biological
diversity of areas beyond national
jurisdiction;
(b) The building and development of the
capacity of Parties, particularly devel -
oping States Parties, in particular the
least developed countries, landlocked
developing countries, geographically
disadvantaged States, small island
developing States, coastal African States,
archipelagic States and developing
middle-income countries, to carry out
activities with respect to marine genetic
resources and digital sequence
information on marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction;
(c) The generation of knowledge, scientific
understanding and technological
innovation, including through the
development and conduct of marine scientific
research, as fundamental contributions
to the implementation of this
Agreement;
(d) The development and transfer of
marine technology in accordance with this
Agreement.
Article 10
Application
1. The provisions of this Agreement shall
apply to activities with respect to marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction collected
and generated after the entry into force of
this Agreement for the respective Party. The
naux ou sectoriels pertinents.
3. Les Parties favorisent la coopération
internationale en matière de recherche
scientifique marine et de développement et
de transfert de technologies marines dans
le respect de la Convention et à l’appui des
objectifs du présent Accord.
Partie II
Ressources génétiques marines
et partage juste
et équitable des avantages
Article 9
Objectifs
Les objectifs de la présente partie sont
les suivants :
a) Le partage juste et équitable des
avantages qui découlent des activités re -
latives aux ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et aux informations
de séquençage numérique sur ces
ressources génétiques marines, aux fins de
la conservation et de l’utilisation durable
de la diversité biologique marine
desdites zones ;
b) Le renforcement et le développement de
la capacité des Parties, en particulier les
États Parties en développement,
notamment les pays les moins avancés, les
pays en développement sans littoral, les
États géographiquement désavantagés,
les petits États insulaires en
développement, les États côtiers d’Afrique, les
États archipels et les pays en déve -
loppement à revenu intermédiaire, de
mener des activités relatives aux
ressources génétiques marines des zones
ne relevant pas de la juridiction
nationale et aux informations de séquençage
numérique sur ces ressources
génétiques marines ;
c) La production de connaissances, d’une
compréhension scientifique et d’
innovations technologiques, notamment par
le développement et la conduite de la
recherche scientifique marine, comme
contributions essentielles à la mise en
œuvre du présent Accord ;
d) Le développement et le transfert de
technologies marines conformément au
présent Accord.
Article 10
Application
1. Les dispositions du présent Accord
s’appliquent aux activités relatives aux
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale et aux
informations de séquençage numérique sur
ces ressources qui ont été collectées et
produites après que l’Accord est entré en
regionaler, subregionaler oder sektoraler
Organe beteiligen.
(3) Die Vertragsparteien fördern die
internationale Zusammenarbeit in der
wissenschaftlichen Meeresforschung und bei der
Entwicklung und Weitergabe von
Meerestechnologie in Übereinstimmung mit dem
Seerechtsübereinkommen zur
Unterstützung der Ziele dieses Übereinkommens.
Teil II
Maringenetische Ressourcen
einschließlich der ausgewogenen
und gerechten Aufteilung
der Vorteile
Artikel 9
Ziele
Die Ziele dieses Teiles bestehen in
a) der gerechten und ausgewogenen
Aufteilung der sich aus Tätigkeiten im
Zusammenhang mit maringenetischen
Ressourcen und digitalen Sequenz -
informationen über maringenetische
Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse
ergebenden Vorteile für die Erhaltung und
nachhaltige Nutzung der biologischen
Vielfalt der Meere von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse;
b) dem Aufbau und der Weiterentwicklung
der Kapazitäten der Vertragsparteien,
insbesondere der Entwicklungsstaaten,
die Vertragsparteien sind, vor allem
der am wenigsten entwickelten Länder,
der Binnenentwicklungsländer, der
geographisch benachteiligten Staaten, der
kleinen Inselstaaten, die
Entwicklungsstaaten sind, der afrikanischen
Küstenstaaten, der Archipelstaaten und der
Entwicklungsländer mit mittlerem
Einkommen, für die Durchführung von
Tätigkeiten im Zusammenhang mit marin -
genetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse;
c) der Gewinnung von Wissen,
wissenschaftlichem Verständnis und
technologischen Innovationen, unter anderem
durch die Entwicklung und das Be -
treiben wissenschaftlicher
Meeresforschung, als grundlegende Beiträge zur
Durchführung dieses Übereinkommens;
d) der Entwicklung und Weitergabe von
Meerestechnologie im Einklang mit
diesem Übereinkommen.
Artikel 10
Anwendung
(1) Dieses Übereinkommen findet
Anwendung auf Tätigkeiten im
Zusammenhang mit maringenetischen Ressourcen und
digitalen Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse, die
nach Inkrafttreten des Übereinkommens
Drucksache 783/25 – 18 – Bundesrat
application of the provisions of this
Agreement shall extend to the utilization of marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction collected
or generated before entry into force, unless
a Party makes an exception in writing under
article 70 when signing, ratifying, approving,
accepting or acceding to this Agreement.
2. The provisions of this Part shall not
apply to:
(a) Fishing regulated under relevant
international law and fishing-related
activities; or
(b) Fish or other living marine resources
known to have been taken in fishing
and fishing-related activities from areas
beyond national jurisdiction, except
where such fish or other living marine
resources are regulated as utilization
under this Part.
3. The obligations in this Part shall not
apply to a Party’s military activities, including
military activities by government vessels
and aircraft engaged in non-commercial
service. The obligations in this Part with
respect to the utilization of marine genetic
resources and digital sequence information on
marine genetic resources of areas beyond
national jurisdiction shall apply to a Party’s
non-military activities.
Article 11
Activities with respect
to marine genetic resources
of areas beyond
national jurisdiction
1. Activities with respect to marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of areas
beyond national jurisdiction may be carried
out by all Parties, irrespective of their
geographical location, and by natural or juridical
persons under the jurisdiction of the Parties.
Such activities shall be carried out in
accordance with this Agreement.
2. Parties shall promote cooperation in
all activities with respect to marine genetic
resources and digital sequence information
on marine genetic resources of areas
beyond national jurisdiction.
3. Collection in situ of marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiction shall be carried out with due regard for
the rights and legitimate interests of coastal
vigueur pour la Partie concernée. L’
application des dispositions de cet Accord s’étend
à l’utilisation des ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et des informations de
séquençage numérique sur ces ressources
ayant été collectées ou produites avant que
l’Accord ne soit entré en vigueur, sauf si une
Partie présente une exception par écrit en
vertu de l’article 70 au moment de la
signature, de la ratification, de l’approbation ou
de l’acceptation du présent Accord ou de
l’adhésion à celui-ci.
2. Les dispositions de la présente partie
ne s’appliquent pas à ce qui suit :
a) La pêche régie par les dispositions
pertinentes du droit international et les
activités liées à la pêche ; ou
b) Les poissons ou autres ressources
biologiques marines dont on sait qu’ils ont
été capturés dans le cadre d’activités de
pêche ou liées à la pêche dans des
zones ne relevant pas de la juridiction
nationale, sauf s’ils tombent sous le
régime de l’utilisation établi par la
présente partie.
3. Les obligations énoncées dans la
présente partie ne s’appliquent pas aux
activités militaires des Parties, y compris les
activités militaires menées par des navires et
aéronefs d’État utilisés à des fins de service
non commercial. Les obligations énoncées
dans la présente partie qui se rapportent
à l’utilisation des ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et des informations de
séquençage numérique sur ces ressources
s’appliquent aux activités non militaires des
Parties.
Article 11
Activités relatives
aux ressources génétiques marines
des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale
1. Toutes les Parties, quelle que soit leur
situation géographique, et les personnes
physiques ou morales relevant de leur
juridiction peuvent mener des activités relatives
aux ressources génétiques marines des
zones ne relevant pas de la juridiction
nationale et aux informations de séquençage
numérique sur ces ressources. De telles
activités sont menées conformément au
présent Accord.
2. Les Parties favorisent la coopération
dans toutes les activités relatives aux
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale et aux
informations de séquençage numérique sur
ces ressources.
3. La collecte in situ de ressources
génétiques marines des zones ne relevant pas
de la juridiction nationale s’effectue compte
dûment tenu des droits et des intérêts
für die jeweilige Vertragspartei gesammelt
und generiert werden. Die Anwendung des
Übereinkommens erstreckt sich auf die
Nutzung maringenetischer Ressourcen und
digitaler Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse, die
vor dem Inkrafttreten gesammelt oder
generiert wurden, sofern eine Vertragspartei bei
der Unterzeichnung, Ratifikation,
Genehmigung oder Annahme des Übereinkommens
oder dem Beitritt dazu nicht schriftlich eine
Ausnahme nach Artikel 70 geltend macht.
(2) Dieser Teil findet keine Anwendung
auf
a) die nach dem einschlägigen Völkerrecht
geregelte Fischerei und
fischereibezogene Tätigkeiten;
b) Fische oder sonstige lebende
Meeresressourcen, die bekanntermaßen im
Rahmen der Fischerei und von
fischereibezogenen Tätigkeiten Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
entnommen wurden, es sei denn, diese
Fische oder sonstigen lebenden
Meeresressourcen fallen unter die in diesem
Teil aufgeführten Nutzungsregelungen.
(3) Die in diesem Teil dargelegten
Verpflichtungen finden keine Anwendung auf
militärische Handlungen einer
Vertragspartei, einschließlich militärischer Handlungen
von Staatsschiffen und staatlichen
Luftfahrzeugen, die anderen als Handelszwecken
dienen. Die in diesem Teil dargelegten
Verpflichtungen in Bezug auf die Nutzung
maringenetischer Ressourcen und digitaler
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse finden
Anwendung auf die nichtmilitärischen Tätigkeiten
einer Vertragspartei.
Artikel 11
Tätigkeiten im Zusammenhang
mit maringenetischen Ressourcen
von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse
(1) Tätigkeiten im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse dürfen von
allen Vertragsparteien ungeachtet ihrer
geographischen Lage und von der Gerichts -
barkeit der Vertragsparteien unterstehenden
natürlichen oder juristischen Personen
ausgeübt werden. Derartige Tätigkeiten werden
im Einklang mit diesem Übereinkommen
ausgeübt.
(2) Die Vertragsparteien fördern die
Zusammenarbeit bei allen Tätigkeiten im
Zusammenhang mit maringenetischen
Ressourcen und digitalen Sequenzinforma -
tionen über maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse.
(3) Die In-situ-Sammlung
maringenetischer Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse wird im
Einklang mit dem Seerechtsübereinkom-
Bundesrat – 19 – Drucksache 783/25
States in areas within their national
jurisdiction and with due regard for the interests
of other States in areas beyond national
jurisdiction, in accordance with the
Convention. To this end, Parties shall endeavour to
cooperate, as appropriate, including through
specific modalities for the operation of the
Clearing-House Mechanism determined
under article 51, with a view to implementing
this Agreement.
4. No State shall claim or exercise
sovereignty or sovereign rights over marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction. No such claim or exercise of
sovereignty or sovereign rights shall be
recognized.
5. Collection in situ of marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiction shall not constitute the legal basis for
any claim to any part of the marine
environment or its resources.
6. Activities with respect to marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of areas
beyond national jurisdiction are in the
interests of all States and for the benefit of all
humanity, particularly for the benefit of
advancing the scientific knowledge of
humanity and promoting the conservation and
sustainable use of marine biological diversity,
taking into particular consideration the
interests and needs of developing States.
7. Activities with respect to marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of areas
beyond national jurisdiction shall be carried
out exclusively for peaceful purposes.
Article 12
Notification on activities
with respect to
marine genetic resources
and digital sequence information
on marine genetic resources
of areas beyond
national jurisdiction
1. Parties shall take the necessary
legislative, administrative or policy measures to
ensure that information is notified to the
Clearing-House Mechanism in accordance
with this Part.
2. The following information shall be
notified to the Clearing-House Mechanism
six months or as early as possible prior to
the collection in situ of marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiction:
(a) The nature and objectives under which
the collection is carried out, including,
légitimes qu’ont les États côtiers dans les
zones relevant de leur juridiction nationale
et des intérêts qu’ont les autres États dans
les zones ne relevant pas de la juridiction
nationale, conformément à la Convention.
À cette fin, les Parties s’efforcent de
coopérer, selon que de besoin, y compris selon les
modalités de fonctionnement du Centre
d’échange définies à l’article 51, en vue de
la mise en œuvre du présent Accord.
4. Aucun État ne peut revendiquer ou
exercer de souveraineté ou de droits
souverains sur les ressources génétiques marines
des zones ne relevant pas de la juridiction
nationale. Aucune revendication ni aucun
exercice de souveraineté ou de droits
souverains de cette nature ne sera reconnu.
5. La collecte in situ de ressources
génétiques marines des zones ne relevant pas
de la juridiction nationale ne constitue le
fondement juridique d’aucune revendication
sur une partie quelconque du milieu marin
ou de ses ressources.
6. Les activités relatives aux ressources
génétiques marines des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale et aux
informations de séquençage numérique sur ces
ressources sont dans l’intérêt de tous les
États et pour le bénéfice de l’humanité tout
entière, et visent en particulier à faire
progresser les connaissances scientifiques de
l’humanité et à favoriser la conservation et
l’utilisation durable de la diversité biologique
marine, compte tenu, particulièrement, des
intérêts et besoins des États en
développement.
7. Les activités relatives aux ressources
génétiques marines des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale et aux
informations de séquençage numérique sur ces
ressources sont menées à des fins
exclusivement pacifiques.
Article 12
Notifications concernant les
activités relatives aux ressources
génétiques marines des zones
ne relevant pas de la juridiction
nationale et aux informations
de séquençage numérique sur ces
ressources génétiques marines
1. Les Parties prennent les mesures
législatives, administratives ou de politique
générale qui sont nécessaires pour que
les informations soient notifiées au Centre
d’échange conformément à la présente
partie.
2. Les informations ci-après sont
notifiées au Centre d’échange six mois, ou dès
que possible, avant la collecte in situ de
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale :
a) La nature de la collecte et les objectifs
aux fins desquels elle est effectuée, y
men unter gebührender Berücksichtigung
der Rechte und berechtigten Interessen
der Küstenstaaten in Gebieten innerhalb
deren nationaler Hoheitsbefugnisse und
unter gebührender Berücksichtigung der
Interessen anderer Staaten in Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
durchgeführt. Zu diesem Zweck bemühen
sich die Vertragsparteien, soweit angezeigt,
zusammenzuarbeiten, unter anderem durch
spezifische Modalitäten für die Arbeit des
Vermittlungsmechanismus nach Artikel 51,
um die Durchführung dieses
Übereinkommens sicherzustellen.
(4) Kein Staat darf über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse Souveränität
oder souveräne Rechte beanspruchen oder
ausüben. Eine solche Beanspruchung oder
Ausübung von Souveränität oder
souveränen Rechten wird nicht anerkannt.
(5) Die In-situ-Sammlung
maringenetischer Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse bildet keine
Rechtsgrundlage für einen Anspruch auf
irgendeinen Teil der Meeresumwelt oder
ihrer Ressourcen.
(6) Tätigkeiten im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse erfolgen im
Interesse aller Staaten und zum Nutzen
der gesamten Menschheit, insbesondere
zur Verbesserung der wissenschaftlichen
Kenntnisse der Menschheit und zur
Förderung der Erhaltung und nachhaltigen
Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere,
wobei die Interessen und Bedürfnisse der
Entwicklungsstaaten besonders
berücksichtigt werden.
(7) Tätigkeiten im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse werden für
ausschließlich friedliche Zwecke ausgeübt.
Artikel 12
Mitteilung über Tätigkeiten
im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und
digitalen Sequenzinformationen
über maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse
(1) Die Vertragsparteien ergreifen die
erforderlichen Gesetzgebungs-,
Verwaltungsoder politischen Maßnahmen, um
sicherzustellen, dass dem
Vermittlungsmechanismus die Informationen nach diesem Teil
mitgeteilt werden.
(2) Die folgenden Informationen werden
dem Vermittlungsmechanismus sechs
Monate oder zum frühestmöglichen Zeitpunkt
vor der In-situ-Sammlung maringenetischer
Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse mitgeteilt:
a) die Art der Sammlung und die Ziele,
denen sie dient, einschließlich etwaiger
Drucksache 783/25 – 20 – Bundesrat
as appropriate, any programme(s) of
which it forms part;
(b) The subject matter of the research or, if
known, the marine genetic resources
to be targeted or collected, and the
purposes for which such resources will
be collected;
(c) The geographical areas in which the
collection is to be undertaken;
(d) A summary of the method and means
to be used for collection, including the
name, tonnage, type and class of
vessels, scientific equipment and/or study
methods employed;
(e) Information concerning any other
contributions to proposed major
programmes;
(f) The expected date of first appearance
and final departure of the research
vessels, or deployment of the equipment
and its removal, as appropriate;
(g) The name(s) of the sponsoring
institution(s) and the person in charge of the
project;
(h) Opportunities for scientists of all States,
in particular scientists from developing
States, to be involved in or associated
with the project;
(i) The extent to which it is considered that
States that may need and request
technical assistance, in particular
developing States, should be able to participate
or to be represented in the project;
(j) A data management plan prepared
according to open and responsible data
governance, taking into account current
international practice.
3. Upon notification referred to in
paragraph 2 above, the Clearing-House
Mechanism shall automatically generate a “BBNJ”
standardized batch identifier.
4. Where there is a material change to
the information provided to the Clearing-
House Mechanism prior to the planned
collection, updated information shall be
notified to the Clearing-House Mechanism
within a reasonable period of time and no
later than the start of collection in situ, when
practicable.
5. Parties shall ensure that the following
information, along with the “BBNJ”
standardized batch identifier, is notified to the
Clearing-House Mechanism as soon as it
becomes available, but no later than one year
from the collection in situ of marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiccompris, le cas échéant, le ou les
programmes dont elle relève ;
b) L’objet des travaux de recherche ou, si
cette information est connue, les
ressources marines génétiques visées ou
devant être collectées et les fins
auxquelles elles seront collectées ;
c) Les zones géographiques où la collecte
sera effectuée ;
d) Un résumé de la méthode et des
moyens qui seront utilisés pour la
collecte, y compris le nom, le tonnage, le
type et la catégorie des navires, et un
descriptif du matériel scientifique et / ou
des méthodes d’étude employés ;
e) Des informations concernant toute autre
contribution faite aux principaux
programmes envisagés ;
f) Les dates prévues de la première
arrivée et du dernier départ des navires de
recherche ou celles de l’installation et du
retrait du matériel de recherche, selon
les cas ;
g) Le nom de l’institution ou des institutions
patronnant le projet de recherche et du
responsable du projet ;
h) Les possibilités pour les scientifiques de
tous les États, en particulier ceux d’États
en développement, de participer ou
d’être associés au projet ;
i) La mesure dans laquelle on estime que
les États qui pourraient avoir besoin et
demander à bénéficier d’une assistance
technique, en particulier les États en
développement, devraient pouvoir
participer au projet ou se faire représenter ;
j) Un plan de gestion des données établi
selon les principes d’une gouvernance
des données ouverte et responsable et
conformément à la pratique
internationale existante.
3. Lors de la notification visée au
paragraphe 2 ci-dessus, le Centre d’échange
génère automatiquement un identifiant de
lot « BBNJ » normalisé.
4. Si les éléments communiqués au
Centre d’échange ont fait l’objet d’une
modification substantielle avant la collecte
envisagée, toute mise à jour desdits
éléments est notifiée au Centre d’échange
dans un délai raisonnable et au plus tard
au début de la collecte in situ, lorsque cela
est faisable.
5. Les Parties veillent à ce que les
éléments ci-après, avec mention de l’identifiant
de lot « BBNJ » normalisé, soient notifiés
au Centre d’échange dès qu’ils sont
disponibles et au plus tard un an après la collecte
in situ des ressources génétiques marines
des zones ne relevant pas de la juridiction
Programme, unter die sie fällt;
b) der Forschungsgegenstand oder, sofern
bekannt, die maringenetischen Res -
sourcen, die anvisiert oder gesammelt
werden sollen, sowie die Zwecke, für die
sie gesammelt werden;
c) die geographischen Gebiete, in denen
die Sammlung vorgenommen werden
soll;
d) eine Zusammenfassung der Methode
und der Mittel, die für die Sammlung
angewendet werden sollen,
einschließlich des Namens, des Raumgehalts, des
Typs und der Klasse der Schiffe und
der wissenschaftlichen Ausrüstung
beziehungsweise angewendeten
Untersuchungsmethoden;
e) Informationen über sonstige Beiträge zu
geplanten größeren Programmen;
f) das vorgesehene Datum des ersten
Eintreffens und der endgültigen Abfahrt der
Forschungsschiffe beziehungsweise der
Installation und der Entfernung der
Ausrüstung, soweit angemessen;
g) den beziehungsweise die Namen der
das Vorhaben befürwortenden Institu -
tion beziehungsweise Institutionen und
der für das Vorhaben verantwortlichen
Person;
h) Möglichkeiten für Wissenschaftler aller
Staaten, insbesondere für Wissen -
schaftler aus Entwicklungsstaaten, an
dem Vorhaben mitzuwirken oder damit
in Verbindung zu stehen;
i) das Ausmaß, in dem sich Staaten, die
möglicherweise technische Hilfe
benötigen und darum ersuchen, insbesondere
Entwicklungsstaaten, voraussichtlich an
dem Vorhaben beteiligen oder dabei
vertreten lassen können;
j) ein Datenverwaltungsplan, der im
Einklang mit einer offenen und verant -
wortungsvollen Daten-Governance und
unter Berücksichtigung der aktuellen
internationalen Praxis erstellt wurde.
(3) Nach der in Absatz 2 genannten
Mitteilung erstellt der Vermittlungsmecha -
nismus automatisch eine standardisierte
„BBNJ“-Chargenkennung.
(4) Kommt es zu einer wesentlichen
Änderung der dem Vermittlungsmechanismus
vor der geplanten Sammlung zur Verfügung
gestellten Informationen, so werden dem
Vermittlungsmechanismus innerhalb eines
angemessenen Zeitraums, spätestens
jedoch zu Beginn der In-situ-Sammlung,
aktualisierte Informationen mitgeteilt, soweit
dies möglich ist.
(5) Die Vertragsparteien stellen sicher,
dass dem Vermittlungsmechanismus unter
Angabe der standardisierten „BBNJ“-
Chargenkennung die folgenden Informationen,
sobald sie verfügbar sind, spätestens
jedoch ein Jahr nach der In-situ-Sammlung
maringenetischer Ressourcen von Gebieten
Bundesrat – 21 – Drucksache 783/25
tion:
(a) The repository or database where
digital sequence information on marine
genetic resources is or will be deposited;
(b) Where all marine genetic resources
collected in situ are or will be deposited
or held;
(c) A report detailing the geographical area
from which marine genetic resources
were collected, including information on
the latitude, longitude and depth of
collection, and, to the extent available, the
findings from the activity undertaken;
(d) Any necessary updates to the data
management plan provided under
paragraph (2) (j) above.
6. Parties shall ensure that samples of
marine genetic resources and digital
sequence information on marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiction that are in repositories or databases
under their jurisdiction can be identified as
originating from areas beyond national
jurisdiction, in accordance with current
international practice and to the extent practicable.
7. Parties shall ensure that repositories,
to the extent practicable, and databases
under their jurisdiction prepare, on a biennial
basis, an aggregate report on access to
marine genetic resources and digital sequence
information linked to their “BBNJ”
standardized batch identifier, and make the report
available to the access and benefit-sharing
committee established under article 15.
8. Where marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction, and where
practicable, the digital sequence information
on such resources are subject to utilization,
including commercialization, by natural or
juridical persons under their jurisdiction,
Parties shall ensure that the following
information, including the “BBNJ” standardized
batch identifier, if available, be notified to the
Clearing-House Mechanism as soon as
such information becomes available:
(a) Where the results of the utilization, such
as publications, patents granted, if
available and to the extent possible,
and products developed, can be found;
(b) Where available, details of the
postcollection notification to the Clearing-
House Mechanism related to the
marine genetic resources that were the
subject of utilization;
nationale :
a) Le référentiel de données ou la base
de données où les informations de
séquençage numérique sur les ressources
génétiques marines sont ou seront
déposées ;
b) Le lieu où toutes les ressources
génétiques marines collectées in situ sont ou
seront déposées ou conservées ;
c) Un rapport précisant la zone
géographique dans laquelle les ressources
génétiques marines ont été collectées, y
compris la latitude, la longitude et la
profondeur auxquelles a été effectuée la
collecte, et, dans la mesure où elles sont
disponibles, les conclusions auxquelles
a permis d’aboutir l’activité ;
d) Toute mise à jour nécessaire du plan de
gestion des données visé à l’alinéa j) du
paragraphe 2 ci-dessus.
6. Les Parties veillent à ce que les
échantillons de ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et les informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines qui se trouvent dans
des référentiels de données ou des bases
de données relevant de leur juridiction
puissent être identifiées comme provenant de
zones ne relevant pas de la juridiction
nationale, conformément à la pratique
internationale existante et autant que faire se peut.
7. Les Parties veillent à ce que les
référentiels de données, autant que faire se
peut, et les bases de données relevant
de leur juridiction établissent tous les deux
ans un rapport récapitulatif sur l’accès aux
ressources génétiques marines et aux
informations de séquençage numérique lié à
leur identifiant de lot « BBNJ » normalisé,
et le mettent à la disposition du comité sur
l’accès et le partage des avantages créé à
l’article 15.
8. Lorsque des ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et, lorsque cela est
faisable, des informations de séquençage
numérique sur ces ressources font l’objet
d’une utilisation, y compris d’une
commercialisation, par des personnes physiques ou
morales relevant de leur juridiction, les
Parties veillent à ce que les éléments ci-après,
y compris l’identifiant de lot « BBNJ »
normalisé s’il est disponible, soient notifiés
au Centre d’échange dès qu’ils sont
disponibles :
a) Le lieu où trouver les résultats de l’
utilisation, tels que les publications, les
brevets accordés, s’ils sont disponibles
et dans la mesure du possible, et les
produits développés ;
b) S’ils sont disponibles, les
renseignements figurant dans la notification
postérieure à la collecte adressée au Centre
d’échange concernant les ressources
génétiques marines qui ont fait l’objet de
l’utilisation ;
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse,
mitgeteilt werden:
a) das Repositorium oder die Datenbank,
in dem beziehungsweise der digitale
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen hinterlegt sind oder
werden;
b) der Ort, an dem alle in situ gesammelten
maringenetischen Ressourcen hinterlegt
oder aufbewahrt sind oder werden;
c) ein Bericht, in dem das
geographische Gebiet, in dem die
maringenetischen Ressourcen gesammelt wurden,
einschließlich Informationen über die
Breiten- und Längengrade sowie die
Tiefe der Sammlung und, soweit
verfügbar, der Ergebnisse der durchgeführten
Tätigkeit, aufgeführt sind;
d) alle erforderlichen Aktualisierungen des
Datenverwaltungsplans nach Absatz 2
Buchstabe j.
(6) Die Vertragsparteien stellen sicher,
dass Proben maringenetischer Ressourcen
und digitale Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse, die
sich in ihren Hoheitsbefugnissen
unterstehenden Repositorien oder Datenbanken
befinden, im Einklang mit der aktuellen
internationalen Praxis und, soweit
durchführbar, als von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse stammend identifiziert
werden können.
(7) Die Vertragsparteien stellen sicher,
dass die ihren Hoheitsbefugnissen
unterstehenden Repositorien, soweit durchführbar,
und die ihren Hoheitsbefugnissen unter -
stehenden Datenbanken alle zwei Jahre
einen zusammenfassenden Bericht über
den Zugang zu maringenetischen
Ressourcen und digitalen Sequenzinformationen
in Verbindung mit ihrer standardisierten
„BBNJ“-Chargenkennung erstellen und ihn
dem nach Artikel 15 eingesetzten
Ausschuss für den Zugang und die Aufteilung
der Vorteile zur Verfügung stellen.
(8) Sind maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse und, wo möglich, die digitalen
Sequenzinformationen über diese
Ressourcen Gegenstand der Nutzung einschließlich
der Vermarktung durch ihrer Gerichtsbarkeit
unterstehende natürliche oder juristische
Personen, so stellen die Vertragsparteien
sicher, dass dem Vermittlungsmechanismus
die folgenden Informationen, einschließlich
der standardisierten „BBNJ“-
Chargenkennung, sofern vorhanden, mitgeteilt werden,
sobald sie verfügbar werden:
a) der Ort, an dem die Ergebnisse der
Nutzung, etwa Veröffentlichungen, erteilte
Patente, sofern vorhanden und soweit
möglich, und die entwickelten Produkte,
zu finden sind;
b) sofern verfügbar, Angaben zu der Mit -
teilung an den
Vermittlungsmechanismus im Anschluss an die Sammlung in
Bezug auf die maringenetischen
Ressourcen, die Gegenstand der Nutzung
waren;
Drucksache 783/25 – 22 – Bundesrat
(c) Where the original sample that is the
subject of utilization is held;
(d) The modalities envisaged for access to
marine genetic resources and digital
sequence information on marine
genetic resources being utilized, and a data
management plan for the same;
(e) Once marketed, information, if
available, on sales of relevant products and
any further development.
Article 13
Traditional knowledge
of Indigenous Peoples and local
communities associated with
marine genetic resources
in areas beyond
national jurisdiction
Parties shall take legislative,
administrative or policy measures, where relevant and
as appropriate, with the aim of ensuring that
traditional knowledge associated with
marine genetic resources in areas beyond
national jurisdiction that is held by Indigenous
Peoples and local communities shall only be
accessed with the free, prior and informed
consent or approval and involvement of
these Indigenous Peoples and local
communities. Access to such traditional
knowledge may be facilitated by the Clearing-
House Mechanism. Access to and use of
such traditional knowledge shall be on
mutually agreed terms.
Article 14
Fair and
equitable sharing of benefits
1. The benefits arising from activities with
respect to marine genetic resources and
digital sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction shall be shared in a fair and
equitable manner in accordance with this
Part and contribute to the conservation and
sustainable use of marine biological
diversity of areas beyond national jurisdiction.
2. Non-monetary benefits shall be
shared in accordance with this Agreement
in the form of, inter alia:
(a) Access to samples and sample
collections in accordance with current
international practice;
(b) Access to digital sequence information
in accordance with current international
practice;
(c) Open access to findable, accessible,
interoperable and reusable (FAIR)
scientific data in accordance with current
international practice and open and
responsible data governance;
c) Le lieu où est conservé l’échantillon
original qui fait l’objet de l’utilisation ;
d) Les modalités envisagées en ce qui
concerne l’accès aux ressources
génétiques marines utilisées et aux
informations de séquençage numérique sur ces
ressources génétiques marines, et un
plan de gestion des données y relatif ;
e) Une fois les produits commercialisés, les
informations relatives aux ventes et à
tout développement ultérieur, si elles
sont disponibles.
Article 13
Connaissances traditionnelles
des peuples autochtones et des
communautés locales associées
aux ressources génétiques marines
dans les zones ne relevant
pas de la juridiction nationale
Les Parties prennent des mesures lé -
gislatives, administratives ou de politique
générale, le cas échéant et selon qu’il
convient, afin de garantir que les
connaissances traditionnelles détenues par les
peuples autochtones et les communautés
locales et associées aux ressources
génétiques marines dans les zones ne relevant
pas de la juridiction nationale ne soient
accessibles qu’avec le consentement
préalable, donné librement et en connaissance
de cause, desdits peuples autochtones et
communautés, ou leur approbation et leur
participation. L’accès à ces connaissances
traditionnelles peut être facilité par le Centre
d’échange. Les conditions de cet accès et
de l’utilisation de ces connaissances sont
convenues d’un commun accord.
Article 14
Partage juste et
équitable des avantages
1. Les avantages découlant des activités
relatives aux ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et des informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines sont partagés de
manière juste et équitable conformément à la
présente partie et contribuent à la
conservation et à l’utilisation durable de la diversité
biologique marine des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale.
2. Les avantages non monétaires sont
partagés conformément au présent Accord,
notamment sous les formes suivantes :
a) Accès à des échantillons et à des
collections d’échantillons conformément à la
pratique internationale existante ;
b) Accès à des informations de
séquençage numérique conformément à la
pratique internationale existante ;
c) Accès libre à des données scientifiques
faciles à trouver, accessibles,
interopérables et réutilisables (dites « FAIR »)
conformément à la pratique
internationale existante et selon les principes
c) der Ort, an dem die Originalprobe, die
Gegenstand der Nutzung ist, aufbewahrt
wird;
d) die geplanten Modalitäten für den
Zugang zu den genutzten maringene -
tischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen sowie ein
diesbezüglicher Datenverwaltungsplan;
e) nach Vermarktung, sofern verfügbar,
Informationen über Verkaufszahlen der
betreffenden Produkte und weitere
Entwicklungen.
Artikel 13
Traditionelles Wissen
indigener Völker und ortsansässiger
Gemeinschaften, das sich auf
maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse bezieht
Die Vertragsparteien ergreifen, soweit
relevant und angezeigt, Gesetzgebungs-,
Verwaltungs- oder politische Maßnahmen
mit dem Ziel, sicherzustellen, dass auf
traditionelles Wissen indigener Völker und
ortsansässiger Gemeinschaften, das sich
auf maringenetische Ressourcen von
Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse bezieht, nur mit der freiwilligen und
auf Kenntnis der Sachlage gegründeten
vorherigen Zustimmung oder mit Billigung
und unter Beteiligung dieser indigenen
Völker und ortsansässigen Gemeinschaften
zugegriffen wird. Der Zugang zu solchem
traditionellen Wissen kann durch den
Vermittlungsmechanismus erleichtert werden.
Der Zugang zu solchem traditionellen
Wissen und dessen Nutzung erfolgt zu
einvernehmlich festgelegten Bedingungen.
Artikel 14
Ausgewogene und
gerechte Aufteilung der Vorteile
(1) Die Vorteile, die sich aus Tätigkeiten
im Zusammenhang mit maringenetischen
Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse ergeben, werden im Einklang
mit diesem Teil ausgewogen und gerecht
aufgeteilt und tragen zur Erhaltung und
nachhaltigen Nutzung der biologischen
Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse bei.
(2) Die nicht finanziellen Vorteile werden
im Einklang mit diesem Übereinkommen
aufgeteilt, unter anderem in folgender Form:
a) Zugang zu Proben und
Probensammlungen entsprechend der aktuellen
internationalen Praxis;
b) Zugang zu digitalen
Sequenzinformationen entsprechend der aktuellen
internationalen Praxis;
c) offener Zugang zu auffindbaren,
zugänglichen, interoperablen und
wiederverwendbaren wissenschaftlichen Daten
(FAIR-Daten) entsprechend der
aktuellen internationalen Praxis und einer of-
Bundesrat – 23 – Drucksache 783/25
(d) Information contained in the
notifications, along with “BBNJ” standardized
batch identifiers, provided in
accordance with article 12, in publicly
searchable and accessible forms;
(e) Transfer of marine technology in line
with relevant modalities provided under
Part V of this Agreement;
(f) Capacity-building, including by
financing research programmes, and
partnership opportunities, particularly directly
relevant and substantial ones, for
scientists and researchers in research
projects, as well as dedicated initiatives, in
particular for developing States, taking
into account the special circumstances
of small island developing States and of
least developed countries;
(g) Increased technical and scientific
cooperation, in particular with scientists from
and scientific institutions in developing
States;
(h) Other forms of benefits as determined
by the Conference of the Parties, taking
into account recommendations of the
access and benefit-sharing committee
established under article 15.
3. Parties shall take the necessary
legislative, administrative or policy measures to
ensure that marine genetic resources and
digital sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction, together with their “BBNJ”
standardized batch identifiers, subject to
utilization by natural or juridical persons under
their jurisdiction are deposited in publicly
accessible repositories and databases,
maintained either nationally or
internationally, no later than three years from the start of
such utilization, or as soon as they become
available, taking into account current
international practice.
4. Access to marine genetic resources
and digital sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction in the repositories and
databases under a Party’s jurisdiction may be
subject to reasonable conditions, as follows:
(a) The need to preserve the physical
integrity of marine genetic resources;
(b) The reasonable costs associated with
maintaining the relevant gene bank,
biorepository or database in which the
sample, data or information is held;
d’une gouvernance des données
ouverte et responsable ;
d) Informations figurant dans les
notifications faites conformément à l’article 12,
accompagnées des identifiants de lots
« BBNJ » normalisés correspondants,
dans un format accessible et
consultable par le public ;
e) Transfert de technologies marines selon
les modalités applicables énoncées à la
partie V du présent Accord ;
f) Renforcement des capacités,
notamment par le financement de programmes
de recherche, et possibilités de
partenariats, en particulier ceux qui concernent
directement et concrètement le sujet,
pour des scientifiques et chercheurs
participant à des projets de recherche, et
initiatives spécifiques, en particulier pour
les États en développement, compte
tenu de la situation particulière des
petits États insulaires en développement et
des pays les moins avancés ;
g) Renforcement de la coopération
technique et scientifique, en particulier avec
les scientifiques et les institutions
scientifiques des États en développement ;
h) Autres formes d’avantages fixées par
la Conférence des Parties en tenant
compte des recommandations faites par
le comité sur l’accès et le partage des
avantages créé à l’article 15.
3. Les Parties prennent les mesures
législatives, administratives ou de politique
générale nécessaires pour que les
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale et les
informations de séquençage numérique sur
ces ressources génétiques marines, ainsi
que les identifiants de lot « BBNJ »
normalisés correspondants, qui font l’objet d’une
utilisation par des personnes physiques ou
morales relevant de leur juridiction soient
déposés dans des référentiels de données
et des bases de données librement
accessibles, administrés soit au niveau national
ou international, au plus tard trois ans après
le début de cette utilisation ou dès qu’ils
sont disponibles, en tenant compte de la
pratique internationale existante.
4. L’accès aux ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et aux informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines déposées dans les
référentiels de données et les bases de
données relevant de la juridiction d’une
Partie peut être subordonné aux conditions
raisonnables énumérées ci-après :
a) La nécessité de préserver l’intégrité
physique des ressources génétiques
marines ;
b) Le caractère raisonnable des coûts liés
à la gestion de la banque de gènes, du
référentiel de données biologiques ou
de la base de données dans lesquels
fenen und verantwortungsvollen Daten-
Governance;
d) in den Mitteilungen nach Artikel 12
enthaltene Informationen unter Angabe der
standardisierten „BBNJ“-
Chargenkennung in öffentlich durchsuchbarer und
zugänglicher Form;
e) Weitergabe von Meerestechnologie in
Übereinstimmung mit den in Teil V
vorgesehenen einschlägigen Modalitäten;
f) Kapazitätsaufbau, auch durch die
Finanzierung von Forschungsprogrammen,
und Partnerschaftsmöglichkeiten, ins -
besondere solche mit unmittelbarer
Relevanz und wesentlichem Bezug,
für Wissenschaftler und Forscher, die
an Forschungsvorhaben beteiligt sind,
sowie gezielte Initiativen, insbesondere
für Entwicklungsstaaten, unter
Berücksichtigung der besonderen Umstände
der kleinen Inselstaaten, die
Entwicklungsstaaten sind, und der am
wenigsten entwickelten Länder;
g) verstärkte technische und
wissenschaftliche Zusammenarbeit, insbesondere
mit Wissenschaftlern und
wissenschaftlichen Einrichtungen in
Entwicklungsstaaten;
h) andere Formen von Vorteilen, die von
der Konferenz der Vertragsparteien
unter Berücksichtigung der Empfehlungen
des nach Artikel 15 eingesetzten
Ausschusses für den Zugang und die Auf -
teilung von Vorteilen festgelegt werden.
(3) Die Vertragsparteien ergreifen die
erforderlichen Gesetzgebungs-,
Verwaltungsoder politischen Maßnahmen, um
sicherzustellen, dass maringenetische Ressourcen
und digitale Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
unter Angabe ihrer standardisierten „BBNJ“-
Chargenkennung, die Gegenstand einer
Nutzung durch ihrer Gerichtsbarkeit
unterstehende natürliche oder juristische
Personen sind, spätestens drei Jahre nach
Beginn einer solchen Nutzung, oder sobald
sie verfügbar werden, unter
Berücksichtigung der aktuellen internationalen Praxis
in öffentlich zugänglichen, entweder auf
nationaler oder auf internationaler Ebene
unterhaltenen Repositorien und Daten -
banken hinterlegt werden.
(4) Der Zugang zu maringenetischen
Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse, die in den der Gerichtsbarkeit
einer Vertragspartei unterstehenden
Repositorien und Datenbanken hinterlegt sind,
kann an folgende angemessene
Bedingungen geknüpft sein:
a) die Notwendigkeit, die physische
Unversehrtheit der maringenetischen
Ressourcen zu bewahren;
b) die angemessenen Kosten, die mit der
Unterhaltung der Genbank, des Bio -
repositoriums oder der Datenbank, in
der beziehungsweise dem die Probe,
Drucksache 783/25 – 24 – Bundesrat
(c) The reasonable costs associated with
providing access to the marine genetic
resource, data or information;
(d) Other reasonable conditions in line with
the objectives of this Agreement;
and opportunities for such access on fair
and most favourable terms, including on
concessional and preferential terms, may be
provided to researchers and research
institutions from developing States.
5. Monetary benefits from the utilization
of marine genetic resources and digital
sequence information on marine genetic
resources of areas beyond national juris -
diction, including commercialization, shall
be shared fairly and equitably, through the
financial mechanism established under
article 52, for the conservation and
sustainable use of marine biological diversity of
areas beyond national jurisdiction.
6. After the entry into force of this
Agreement, developed Parties shall make annual
contributions to the special fund referred to
in article 52. A Party’s rate of contribution
shall be 50 per cent of that Party’s assessed
contribution to the budget adopted by the
Conference of the Parties under article 47,
paragraph 6 (e). Such payment shall con -
tinue until a decision is taken by the Con -
ference of the Parties under paragraph 7
below.
7. The Conference of the Parties shall
decide on the modalities for the sharing of
monetary benefits from the utilization of
marine genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction, taking
into account the recommendations of the
access and benefit-sharing committee
established under article 15. If all efforts to
reach consensus have been exhausted, a
decision shall be adopted by a three-fourths
majority of the Parties present and voting.
The payments shall be made through the
special fund established under article 52.
The modalities may include the following:
(a) Milestone payments;
(b) Payments or contributions related to the
commercialization of products,
including payment of a percentage of the
revenue from sales of products;
(c) A tiered fee, paid on a periodic basis,
based on a diversified set of indicators
measuring the aggregate level of
activities by a Party;
l’échantillon, les données ou les
informations sont conservés ;
c) Le caractère raisonnable des coûts liés
à la mise à disposition de ressources
génétiques marines, aux données ou
aux informations ;
d) D’autres conditions raisonnables
compatibles avec les objectifs du présent
Accord ;
et possibilité pouvant être donnée aux
chercheurs et aux institutions de recherche des
États en développement de bénéficier de
cet accès à des conditions justes et les plus
favorables, y compris à des conditions de
faveur et préférentielles.
5. Les avantages monétaires découlant
de l’utilisation de ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et des informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines, y compris la
commercialisation, sont partagés de manière juste
et équitable, par l’intermédiaire du
mécanisme de financement créé à l’article 52,
aux fins de la conservation et de l’utilisation
durable de la diversité biologique marine
des zones ne relevant pas de la juridiction
nationale.
6. Après l’entrée en vigueur du présent
Accord, les Parties développées versent
des contributions annuelles au fonds spécial
visé à l’article 52. Le taux de contribution
d’une Partie est égal à 50 pour cent de la
contribution de celle-ci au budget adopté
par la Conférence des Parties au titre de
l’alinéa e) du paragraphe 6 de l’article 47.
Un tel paiement doit être maintenu jusqu’à
ce que la Conférence des Parties prenne
une décision en vertu du paragraphe 7
ci-dessous.
7. La Conférence des Parties décide
des modalités du partage des avantages
monétaires découlant de l’utilisation de
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale et des
informations de séquençage numérique sur
ces ressources génétiques marines en
tenant compte des recommandations faites
par le comité sur l’accès et le partage des
avantages créé à l’article 15. Si tous les
moyens de parvenir à un consensus ont été
épuisés, une décision est prise à la majorité
des trois quarts des Parties présentes et
votantes. Les fonds sont versés par l’
intermédiaire du fonds spécial créé à l’article 52.
Les modalités peuvent inclure les
suivantes :
a) Des paiements par étapes ;
b) Des paiements ou des contributions liés
à la commercialisation de produits, y
compris le versement d’un pourcentage
du revenu tiré de la vente de ces
produits ;
c) Des droits progressifs, acquittés
périodiquement, dont le montant serait fonction
d’un ensemble divers d’indicateurs
mesurant le niveau global des activités
d’une Partie ;
die Daten oder die Informationen
aufbewahrt werden, verbunden sind;
c) die angemessenen Kosten, die mit der
Gewährung des Zugangs zu den
maringenetischen Ressourcen, Daten oder
Informationen verbunden sind;
d) andere angemessene Bedingungen in
Übereinstimmung mit den Zielen dieses
Übereinkommens;
zudem können Forschern und
Forschungseinrichtungen aus Entwicklungsstaaten
Möglichkeiten für einen solchen Zugang zu
ausgewogenen und günstigsten
Bedingungen, darunter auch zu Konzessions- und
Vorzugsbedingungen, gewährt werden.
(5) Die finanziellen Vorteile, die sich aus
der Nutzung maringenetischer Ressourcen
und digitalen Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
einschließlich der Vermarktung ergeben,
werden über den nach Artikel 52 eingerichteten
Finanzierungsmechanismus ausgewogen
und gerecht zum Zweck der Erhaltung und
nachhaltigen Nutzung der biologischen
Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse aufgeteilt.
(6) Nach Inkrafttreten dieses
Übereinkommens leisten die Vertragsparteien, die
entwickelte Länder sind, jährliche Beiträge
zu dem in Artikel 52 genannten
Sonderfonds. Der Beitragssatz einer Vertragspartei
beträgt 50 Prozent des Pflichtbeitrags dieser
Vertragspartei zu dem von der Konferenz
der Vertragsparteien nach Artikel 47
Absatz 6 Buchstabe e angenommenen
Haushalt. Diese Zahlung erfolgt so lange, bis
die Konferenz der Vertragsparteien einen
Beschluss nach Absatz 7 fasst.
(7) Die Konferenz der Vertragsparteien
beschließt unter Berücksichtigung der
Empfehlungen des nach Artikel 15 eingesetzten
Ausschusses für den Zugang und die
Aufteilung der Vorteile die Modalitäten für
die Aufteilung der finanziellen Vorteile aus
der Nutzung maringenetischer Ressourcen
und digitaler Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse.
Sind alle Bemühungen um einen Konsens
erschöpft, so wird ein Beschluss mit
Dreiviertelmehrheit der anwesenden und
abstimmenden Vertragsparteien
angenommen. Die Zahlungen werden über den nach
Artikel 52 eingerichteten Sonderfonds
geleistet. Die Modalitäten können Folgendes
umfassen:
a) Meilensteinzahlungen;
b) Zahlungen oder Beiträge im
Zusammenhang mit der Vermarktung von
Produkten, einschließlich der Zahlung eines
prozentualen Anteils der
Verkaufseinnahmen;
c) eine gestaffelte, in regelmäßigen
Abständen zu entrichtende Gebühr, die auf
der Grundlage eines breit gefächerten
Katalogs von Indikatoren zur Messung
des Gesamtumfangs der Tätigkeiten
einer Vertragspartei berechnet wird;
Bundesrat – 25 – Drucksache 783/25
(d) Other forms as decided by the
Conference of the Parties, taking into account
recommendations of the access and
benefit-sharing committee.
8. A Party may make a declaration at the
time the Conference of the Parties adopts
the modalities stating that those modalities
shall not take effect for that Party for a
period of up to four years, in order to allow time
for necessary implementation. A Party that
makes such a declaration shall continue to
make the payment set out in paragraph 6
above until the new modalities take effect.
9. In deciding on the modalities for the
sharing of monetary benefits from the use of
digital sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction under paragraph 7 above, the
Conference of the Parties shall take into
account the recommendations of the access
and benefit-sharing committee, recognizing
that such modalities should be mutually
supportive of and adaptable to other access
and benefit-sharing instruments.
10. The Conference of the Parties, taking
into account recommendations of the
access and benefit-sharing committee
established under article 15, shall review and
assess, on a biennial basis, the monetary
benefits from the utilization of marine
genetic resources and digital sequence
information on marine genetic resources of areas
beyond national jurisdiction. The first review
shall take place no later than five years after
the entry into force of this Agreement. The
review shall include consideration of the
annual contributions referred to in
paragraph 6 above.
11. Parties shall take the necessary
legislative, administrative or policy measures,
as appropriate, with the aim of ensuring that
benefits arising from activities with respect
to marine genetic resources and digital
sequence information on marine genetic
resources of areas beyond national
jurisdiction by natural or juridical persons under
their jurisdiction are shared in accordance
with this Agreement.
Article 15
Access and
benefit-sharing committee
1. An access and benefit-sharing
committee is hereby established. It shall serve,
inter alia, as a means for establishing
guidelines for benefit-sharing, in accordance with
article 14, providing transparency and
ensuring a fair and equitable sharing of both
monetary and non-monetary benefits.
d) D’autres modalités, fixées par la
Conférence des Parties en tenant compte des
recommandations faites par le comité
sur l’accès et le partage des avantages.
8. Au moment où la Conférence des
Parties adopte les modalités, toute Partie peut
déclarer que celles-ci ne prendront pas effet
pour elle pendant une période ne pouvant
pas dépasser quatre ans afin de pouvoir
en préparer la mise en œuvre. La Partie qui
fait une telle déclaration continue de faire
les versements prévus au paragraphe 6
ci-dessus jusqu’à ce que les nouvelles
modalités prennent effet.
9. Lorsqu’elle fixe les modalités du
partage des avantages monétaires découlant
de l’utilisation d’informations de séquençage
numérique sur les ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale visées au paragraphe 7
ci-dessus, la Conférence des Parties tient
compte des recommandations du comité
sur l’accès et le partage des avantages,
sachant que ces modalités devraient être
complémentaires des autres instruments
relatifs à l’accès et au partage des
avantages et pouvoir y être adaptées.
10. En tenant compte des
recommandations du comité sur l’accès et le partage des
avantages créé à l’article 15, la Conférence
des Parties examine et évalue tous les deux
ans les avantages monétaires découlant
de l’utilisation de ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et d’informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines. Le premier de ces
examens aura lieu au plus tard cinq ans après
l’entrée en vigueur du présent Accord.
L’examen porte notamment sur les contri -
butions annuelles visées au paragraphe 6
ci-dessus.
11. Les Parties prennent les mesures
législatives, administratives ou de politique
générale, selon qu’il convient, qui sont
nécessaires pour garantir que les avantages
découlant des activités relatives aux
ressources génétiques marines des zones ne
relevant pas de la juridiction nationale et des
informations de séquençage numérique sur
ces ressources génétiques marines qui sont
menées par des personnes physiques ou
morales relevant de leur juridiction sont
partagés conformément au présent Accord.
Article 15
Comité sur l’acces et
le partage des avantages
1. Il est créé un comité sur l’accès et le
partage des avantages. Ce comité doit
permettre notamment d’établir des lignes
directrices pour le partage des avantages
conformément à l’article 14, d’assurer la
transparence et de garantir un partage juste
et équitable des avantages tant monétaires
d) andere Modalitäten, die von der Kon -
ferenz der Vertragsparteien unter Be -
rücksichtigung der Empfehlungen des
Ausschusses für den Zugang und die
Aufteilung von Vorteilen beschlossen
werden.
(8) Eine Vertragspartei kann zum
Zeitpunkt der Annahme der Modalitäten durch
die Konferenz der Vertragsparteien eine
Erklärung abgeben, wonach diese
Modalitäten für die betreffende Vertragspartei
für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren
nicht wirksam werden, um Zeit für die er -
forderliche Durchführung zu lassen. Eine
Vertragspartei, die eine solche Erklärung
abgibt, leistet weiterhin die in Absatz 6
genannte Zahlung, bis die neuen Modalitäten
wirksam werden.
(9) Wenn sie die Modalitäten für die
Aufteilung der finanziellen Vorteile aus der
Nutzung digitaler Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
nach Absatz 7 beschließt, berücksichtigt die
Konferenz der Vertragsparteien die
Empfehlungen des Ausschusses für den Zugang
und die Aufteilung der Vorteile, wobei sie
anerkennt, dass diese Modalitäten andere
Instrumente für den Zugang und die
Aufteilung der Vorteile wechselseitig unterstützen
und an diese anpassbar sein sollen.
(10) Die Konferenz der Vertragsparteien
überprüft und beurteilt unter
Berücksichtigung der Empfehlungen des nach Artikel 15
eingesetzten Ausschusses für den Zugang
und die Aufteilung der Vorteile alle zwei
Jahre die finanziellen Vorteile, die sich aus
der Nutzung maringenetischer Ressourcen
und digitaler Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
ergeben. Die erste Überprüfung findet
spätestens fünf Jahre nach dem Inkraft -
treten dieses Übereinkommens statt. Die
Überprüfung umfasst die in Absatz 6
genannten jährlichen Beiträge.
(11) Die Vertragsparteien ergreifen die
gegebenenfalls erforderlichen
Gesetzgebungs-, Verwaltungs- oder politischen
Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Vorteile,
die sich aus Tätigkeiten ihrer Gerichtsbarkeit
unterstehender natürlicher oder juristischer
Personen im Zusammenhang mit marin -
genetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse ergeben, im
Einklang mit diesem Übereinkommen
aufgeteilt werden.
Artikel 15
Ausschuss für den Zugang und
die Aufteilung der Vorteile
(1) Hiermit wird ein Ausschuss für den
Zugang und die Aufteilung der Vorteile
eingesetzt. Er dient unter anderem dazu,
Richtlinien für die Aufteilung der Vorteile
im Einklang mit Artikel 14 festzulegen, für
Transparenz zu sorgen und eine ausge -
wogene und gerechte Aufteilung der finan-
Drucksache 783/25 – 26 – Bundesrat
2. The access and benefit-sharing
committee shall be composed of 15 members
possessing appropriate qualifications in
related fields, so as to ensure the effective
exercise of the functions of the committee.
The members shall be nominated by Parties
and elected by the Conference of the
Parties, taking into account gender balance and
equitable geographical distribution and
providing for representation on the committee
from developing States, including from the
least developed countries, from small island
developing States and from landlocked
developing countries. The terms of reference
and modalities for the operation of the
committee shall be determined by the
Conference of the Parties.
3. The committee may make
recommendations to the Conference of the Parties on
matters relating to this Part, including on the
following matters:
(a) Guidelines or a code of conduct for
activities with respect to marine genetic
resources and digital sequence
information on marine genetic resources of
areas beyond national jurisdiction in
accordance with this Part;
(b) Measures to implement decisions taken
in accordance with this Part;
(c) Rates or mechanisms for the sharing of
monetary benefits in accordance with
article 14;
(d) Matters relating to this Part in relation to
the Clearing-House Mechanism;
(e) Matters relating to this Part in relation to
the financial mechanism established
under article 52;
(f) Any other matters relating to this Part
that the Conference of the Parties may
request the access and benefit-sharing
committee to address.
4. Each Party shall make available to the
access and benefit-sharing committee,
through the Clearing-House Mechanism, the
information required under this Agreement,
which shall include:
(a) Legislative, administrative and policy
measures on access and
benefitsharing;
(b) Contact details and other relevant
information on national focal points;
que non monétaires.
2. Le comité sur l’accès et le partage des
avantages est composé de 15 membres
possédant les qualifications appropriées
dans les domaines concernés pour qu’il
puisse bien s’acquitter de ses fonctions. Les
membres sont désignés par les Parties
et élus par la Conférence des Parties, en
tenant compte de l’équilibre des genres et
d’une répartition géographique équitable,
et en garantissant la représentation au sein
du comité des États en développement, y
compris les pays les moins développés, les
petits États insulaires en développement et
les pays en développement sans littoral. Le
mandat et les modalités de fonctionnement
du comité sont définis par la Conférence
des Parties.
3. Le comité peut faire des
recommandations à la Conférence des Parties sur les
questions se rapportant à la présente partie,
y compris en ce qui concerne :
a) Des lignes directrices ou un code de
conduite concernant les activités
relatives aux ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et aux informations
de séquençage numérique sur ces
ressources génétiques marines
conformément à la présente partie ;
b) Des mesures pour mettre en œuvre les
décisions prises au titre de la présente
partie ;
c) Des taux ou des mécanismes pour le
partage des avantages monétaires
conformément à l’article 14 ;
d) Les questions relevant de la pré -
sente partie et intéressant le Centre
d’échange ;
e) Les questions relevant de la présente
partie et intéressant le mécanisme de
financement créé à l’article 52 ;
f) Toute autre question relevant de la
présente partie dont l’examen par le comité
sur l’accès et le partage des avantages
est requis par la Conférence des
Parties.
4. Chaque Partie tient à la disposition
du comité sur l’accès et le partage des
avantages, par l’intermédiaire du Centre
d’échange, les informations requises par le
présent Accord, notamment :
a) Les renseignements sur les mesures
législatives, administratives ou de
politique générale relatives à l’accès et au
partage des avantages ;
b) Les coordonnées des correspondants
nationaux et autres informations utiles
les concernant ;
ziellen wie nicht finanziellen Vorteile zu
gewährleisten.
(2) Der Ausschuss für den Zugang und
die Aufteilung der Vorteile setzt sich aus
15 Mitgliedern zusammen, die geeignete
Fähigkeiten auf den entsprechenden Ge -
bieten besitzen, um die wirksame
Wahrnehmung der Aufgaben des Ausschusses zu
gewährleisten. Die Mitglieder werden von
den Vertragsparteien benannt und von der
Konferenz der Vertragsparteien gewählt,
unter Berücksichtigung eines
ausgewogenen Geschlechterverhältnisses und einer
gerechten geographischen Verteilung
sowie mit der Maßgabe, dass
Entwicklungsstaaten, einschließlich die am wenigsten
entwickelten Länder, kleine Inselstaaten,
die Entwicklungsstaaten sind, und
Binnenentwicklungsländer, im Ausschuss vertreten
sind. Das Mandat und die Arbeitsmodali -
täten des Ausschusses werden von der
Konferenz der Vertragsparteien festgelegt.
(3) Der Ausschuss kann Empfehlungen
zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit
diesem Teil an die Konferenz der
Vertragsparteien richten, unter anderem in Bezug
auf folgende Angelegenheiten:
a) Richtlinien oder einen Verhaltenskodex
für Tätigkeiten im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und
digitalen Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten
außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse
im Einklang mit diesem Teil;
b) Maßnahmen zur Durchführung der im
Einklang mit diesem Teil gefassten
Beschlüsse;
c) Sätze oder Mechanismen für die
Aufteilung der finanziellen Vorteile im Einklang
mit Artikel 14;
d) Angelegenheiten im Zusammenhang mit
diesem Teil, die den
Vermittlungsmechanismus betreffen;
e) Angelegenheiten im Zusammenhang mit
diesem Teil, die den nach Artikel 52
eingerichteten Finanzierungsmechanismus
betreffen;
f) sonstige Angelegenheiten im
Zusammenhang mit diesem Teil, mit denen sich
der Ausschuss für den Zugang und die
Aufteilung der Vorteile auf Ersuchen der
Konferenz der Vertragsparteien befasst.
(4) Jede Vertragspartei stellt dem
Ausschuss für den Zugang und die Aufteilung
der Vorteile über den
Vermittlungsmechanismus die nach diesem Übereinkommen
geforderten Informationen zur Verfügung,
die unter anderem Folgendes umfassen:
a) den Zugang und die Aufteilung der
Vorteile betreffende Gesetzgebungs-,
Verwaltungs- und politische Maßnahmen;
b) Kontaktdaten und sonstige zweckdien -
liche Informationen zu nationalen
Anlaufstellen;
Bundesrat – 27 – Drucksache 783/25
(c) Other information required pursuant to
the decisions taken by the Conference
of the Parties.
5. The access and benefit-sharing
committee may consult and facilitate the
exchange of information with relevant legal
instruments and frameworks and relevant
global, regional, subregional and sectoral
bodies on activities under its mandate,
including benefit-sharing, the use of digital
sequence information on marine genetic
resources, best practices, tools and
methodologies, data governance and lessons
learned.
6. The access and benefit-sharing
committee may make recommendations to the
Conference of the Parties in relation to
information obtained under paragraph 5 above.
Article 16
Monitoring and transparency
1. Monitoring and transparency of
activities with respect to marine genetic
resources and digital sequence information on
marine genetic resources of areas beyond
national jurisdiction shall be achieved
through notification to the Clearing-House
Mechanism, through the use of “BBNJ”
standardized batch identifiers in accordance
with this Part and according to procedures
adopted by the Conference of the Parties as
recommended by the access and
benefitsharing committee.
2. Parties shall periodically submit
reports to the access and benefit-sharing
committee on their implementation of the
provisions in this Part on activities with
respect to marine genetic resources and
digital sequence information on marine
genetic resources of areas beyond national
jurisdiction and the sharing of benefits
therefrom, in accordance with this Part.
3. The access and benefit-sharing
committee shall prepare a report based on the
information received through the Clearing-
House Mechanism and make it available
to Parties, which may submit comments.
The access and benefit-sharing committee
shall submit the report, including comments
received, for the consideration of the
Conference of the Parties. The Conference of
the Parties, taking into account the
recommendation of the access and benefit-sharing
committee, may determine appropriate
guidelines for the implementation of this
article, which shall take into account the
national capabilities and circumstances of
Parties.
c) Toute autre information devant être
communiquée en application des décisions
prises par la Conférence des Parties.
5. Le comité sur l’accès et le partage des
avantages peut consulter les instruments et
cadres juridiques pertinents et les organes
mondiaux, régionaux, sous-régionaux et
sectoriels pertinents et faciliter l’échange
d’informations avec eux au sujet des
activités relevant de son mandat, y compris le
partage des avantages, l’utilisation d’
informations de séquençage numérique sur les
ressources génétiques marines, les
meilleures pratiques, les outils et les méthodes,
la gouvernance des données et les
enseignements tirés de l’expérience.
6. Le comité sur l’accès et le partage des
avantages peut faire des recommandations
à la Conférence des Parties en ce qui
concerne les informations obtenues dans le
cadre prévu au paragraphe 5 ci-dessus.
Article 16
Suivi et transparence
1. Le suivi et la transparence des acti -
vités relatives aux ressources génétiques
marines des zones ne relevant pas de la
juridiction nationale et aux informations de
séquençage numérique sur ces ressources
génétiques marines sont assurés par la
notification au Centre d’échange et l’
utilisation d’identifiants de lot « BBNJ »
normalisés conformément à la présente partie et
aux procédures adoptées par la Conférence
des Parties telles que recommandées par
le comité sur l’accès et le partage des
avantages.
2. Les Parties soumettent
périodiquement au comité sur l’accès et le partage des
avantages des rapports relatifs à la mise en
œuvre des dispositions de la présente partie
sur les activités relatives aux ressources
génétiques marines des zones ne relevant
pas de la juridiction nationale et aux
informations de séquençage numérique sur
ces ressources génétiques marines et sur
le partage des avantages en découlant,
conformément à la présente partie.
3. Le comité sur l’accès et le partage des
avantages établit un rapport à partir des
informations reçues par l’intermédiaire du
Centre d’échange et le met à la disposition
des Parties, qui peuvent formuler des
commentaires. Il soumet ce rapport, dans lequel
figurent les commentaires reçus, à la
Conférence des Parties pour examen. La
Conférence des Parties peut, en tenant compte de
la recommandation du comité sur l’accès et
le partage des avantages, déterminer les
lignes directrices à suivre pour la mise en
œuvre du présent article, qui tiennent
compte des capacités nationales et de la
situation des Parties.
c) sonstige entsprechend den Beschlüssen
der Konferenz der Vertragsparteien
erforderliche Informationen.
(5) Der Ausschuss für den Zugang und
die Aufteilung der Vorteile kann die
einschlägigen Rechtsinstrumente und rechtlichen
Rahmen sowie die zuständigen weltweiten,
regionalen, subregionalen und sektoralen
Organe zu den unter sein Mandat fallenden
Tätigkeiten, einschließlich der Aufteilung
der Vorteile, der Nutzung digitaler
Sequenzinformationen über maringenetische
Ressourcen, bewährter Praktiken, Instrumente
und Methoden, Daten-Governance und
gewonnener Erkenntnisse, konsultieren und
den diesbezüglichen Informationsaustausch
mit ihnen erleichtern.
(6) Der Ausschuss für den Zugang und
die Aufteilung der Vorteile kann
Empfehlungen zu den nach Absatz 5 erlangten
Informationen an die Konferenz der Vertrags -
parteien richten.
Artikel 16
Überwachung und Transparenz
(1) Die Überwachung und Transparenz
von Tätigkeiten im Zusammenhang mit
maringenetischen Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über
maringenetische Ressourcen von Gebieten außerhalb
nationaler Hoheitsbefugnisse erfolgt durch
Mitteilung an den
Vermittlungsmechanismus, durch Verwendung der
standardisierten „BBNJ“-Chargenkennungen nach
diesem Teil und entsprechend den von der
Konferenz der Vertragsparteien auf Emp -
fehlung des Ausschusses für den Zugang
und die Aufteilung der Vorteile angenom -
menen Verfahren.
(2) Die Vertragsparteien legen dem
Ausschuss für den Zugang und die Aufteilung
der Vorteile in regelmäßigen Abständen
Berichte vor über ihre Durchführung der
Bestimmungen dieses Teiles über Tätigkeiten
im Zusammenhang mit maringenetischen
Ressourcen und digitalen
Sequenzinformationen über maringenetische Ressourcen
von Gebieten außerhalb nationaler
Hoheitsbefugnisse sowie über die Aufteilung der
sich daraus ergebenden Vorteile im
Einklang mit diesem Teil.
(3) Der Ausschuss für den Zugang und
die Aufteilung der Vorteile erstellt einen
Bericht auf der Grundlage der über den
Vermittlungsmechanismus bezogenen
Informationen und stellt ihn den Vertragsparteien
zur Verfügung, die Stellungnahmen
abgeben können. Der Ausschuss für den Zugang
und die Aufteilung der Vorteile legt den
Bericht, einschließlich der eingegangenen
Stellungnahmen, der Konferenz der
Vertragsparteien zur Prüfung vor. Die Konferenz der
Vertragsparteien kann unter
Berücksichtigung der Empfehlung des Ausschusses für
den Zugang und die Aufteilung der Vorteile
geeignete Richtlinien für die Durchführung
dieses Artikels festlegen, die den nationalen
Fähigkeiten und Gegebenheiten der
Vertragsparteien Rechnung tragen.
Drucksache 783/25 – 28 – Bundesrat
Part III
Measures
such as area-based
management tools,
including marine protected areas
Article 17
Objectives
The objectives of this Part are to:
(a) Conserve and sustainably use areas
requiring protection, including through
the establishment of a comprehensive
system of area-based management
tools, with ecologically representative
and well-connected networks of marine
protected areas;
(b) Strengthen cooperation and
coordination in the use of area-based
management tools, including marine protected
areas, among States, relevant legal
instruments and frameworks and relevant
global, regional, subregional and
sectoral bodies;
(c) Protect, preserve, restore and maintain
biological diversity and ecosystems,
including with a view to enhancing their
productivity and health, and strengthen
resilience to stressors, including those
related to climate change, ocean
acidification and marine pollution;
(d) Support food security and other socio -
economic objectives, including the
protection of cultural values;
(e) Support developing States Parties, in
particular the least developed countries,
landlocked developing countries,
geographically disadvantaged States, small
island developing States, coastal
African States, archipelagic States and
developing middle-income countries,
taking into account the special
circumstances of small island developing
States, through capacity-building and
the development and transfer of marine
technology in developing,
implementing, monitoring, managing and
enforcing area-based management tools,
including marine protected areas.
Article 18
Area of application
The establishment of area-based
management tools, including marine protected
areas, shall not include any areas within
national jurisdiction and shall not be relied
upon as a basis for asserting or denying any
claims to sovereignty, sovereign rights or
Partie III
Mesures telles
que les outils de gestion
par zone, y compris les
aires marines protégées
Article 17
Objectifs
Les objectifs de la présente partie sont
les suivants :
a) Conserver et utiliser de manière durable
les zones nécessitant une protection
notamment par la mise en place d’un
système global d’outils de gestion par
zone comprenant des réseaux d’aires
marines protégées écologiquement
représentatifs et bien reliés entre eux ;
b) Renforcer la coopération et la coordi -
nation dans l’utilisation des outils de
gestion par zone, y compris les aires
marines protégées, entre les États, les
instruments et cadres juridiques
pertinents et les organes mondiaux,
régionaux, sous-régionaux et sectoriels
pertinents ;
c) Protéger, préserver, restaurer et
maintenir la diversité biologique et les éco -
systèmes, notamment en vue d’
améliorer leur productivité et leur santé et de
renforcer la résilience aux facteurs de
stress, y compris ceux liés aux
changements climatiques, à l’acidification de
l’océan et à la pollution marine ;
d) Concourir à la sécurité alimentaire et
à d’autres objectifs socioéconomiques,
y compris la protection des valeurs
culturelles ;
e) Aider les États Parties en
développement, en particulier les pays les moins
avancés, les pays en développement
sans littoral, les États
géographiquement désavantagés, les petits États
insulaires en développement, les États
côtiers d’Afrique, les États archipels et
les pays en développement à revenu
intermédiaire, en tenant compte de la
situation particulière des petits États
insulaires en développement, par le
renforcement des capacités et le
développement et le transfert de technologies
marines, à élaborer, mettre en œuvre,
surveiller, gérer et faire respecter les
outils de gestion par zone, y compris les
aires marines protégées.
Article 18
Zone d’application
La création d’outils de gestion par zone,
y compris d’aires marines protégées, ne
porte sur aucune zone relevant de la
juridiction nationale et ne peut être invoquée
pour faire valoir ou rejeter une quelconque
revendication de souveraineté, de droits
Teil III
Maßnahmen
wie gebietsbezogene
Managementinstrumente
einschließlich Meeresschutzgebiete
Artikel 17
Ziele
Die Ziele dieses Teiles bestehen darin,
a) schutzbedürftige Gebiete zu erhalten
und nachhaltig zu nutzen, unter
anderem durch die Einrichtung eines um -
fassenden Systems gebietsbezogener
Managementinstrumente mit ökologisch
repräsentativen und gut vernetzten
Meeresschutzgebieten;
b) die Zusammenarbeit und Koordinierung
zwischen Staaten, den einschlägigen
Rechtsinstrumenten und rechtlichen
Rahmen sowie den zuständigen
weltweiten, regionalen, subregionalen und
sektoralen Organen bei der Nutzung
gebietsbezogener
Managementinstrumente einschließlich Meeresschutz -
gebiete zu stärken;
c) die biologische Vielfalt und die
Ökosysteme auch im Hinblick auf die
Verbesserung ihrer Produktivität und Gesundheit
zu schützen, zu bewahren, wiederher -
zustellen und zu erhalten und die
Widerstandsfähigkeit gegenüber
Stressfaktoren einschließlich derjenigen, die mit
dem Klimawandel, der Versauerung der
Meere und der Meeresverschmutzung
zusammenhängen, zu stärken;
d) die Ernährungssicherheit und andere
sozioökonomische Ziele einschließlich
des Schutzes kultureller Werte zu
unterstützen;
e) die Entwicklungsstaaten, die
Vertragsparteien sind, vor allem die am
wenigsten entwickelten Länder, die Binnen -
entwicklungsländer, die geographisch
benachteiligten Staaten, die kleinen
Inselstaaten, die Entwicklungsstaaten
sind, die afrikanischen Küstenstaaten,
die Archipelstaaten und die
Entwicklungsländer mit mittlerem Einkommen,
unter Berücksichtigung der besonderen
Umstände der kleinen Inselstaaten, die
Entwicklungsstaaten sind, durch
Kapazitätsaufbau und die Entwicklung und
Weitergabe von Meerestechnologie bei
der Entwicklung, Durchführung,
Überwachung, Verwaltung und Durchsetzung
gebietsbezogener
Managementinstrumente einschließlich
Meeresschutzgebiete zu unterstützen.
Artikel 18
Anwendungsbereich
Die Einrichtung gebietsbezogener
Managementinstrumente einschließlich
Meeresschutzgebiete umfasst keine Gebiete
innerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse und
darf nicht als Grundlage für die Geltend -
machung oder Verweigerung von Ansprü-
Bundesrat – 29 – Drucksache 783/25
jurisdiction, including in respect of any
disputes relating thereto. The Conference of
the Parties shall not consider for decision
proposals for the establishment of such
area-based management tools, including
marine protected areas, and in no case shall
such proposals be interpreted as
recognition or non-recognition of any claims to
sovereignty, sovereign rights or jurisdiction.
Article 19
Proposals
1. Proposals regarding the establishment
of area-based management tools, including
marine protected areas, under this Part shall
be submitted by Parties, individually or
collectively, to the secretariat.
2. Parties shall collaborate and consult,
as appropriate, with relevant stakeholders,
including States and global, regional,
subregional and sectoral bodies, as well as civil
society, the scientific community, the private
sector, Indigenous Peoples and local
communities, for the development of proposals,
as set out in this Part.
3. Proposals shall be formulated on the
basis of the best available science and
scientific information and, where available,
relevant traditional knowledge of Indigenous
Peoples and local communities, taking into
account the precautionary approach and an
ecosystem approach.
4. Proposals with regard to identified
areas shall include the following key elements:
(a) A geographic or spatial description of
the area that is the subject of the
proposal by reference to the indicative
criteria specified in Annex I;
(b) Information on any of the criteria
specified in Annex I, as well as any criteria
that may be further developed and
revised in accordance with paragraph 5
below applied in identifying the area;
(c) Human activities in the area, including
uses by Indigenous Peoples and local
communities, and their possible impact,
if any;
(d) A description of the state of the marine
environment and biological diversity in
the identified area;
(e) A description of the conservation and,
where appropriate, sustainable use
objectives that are to be applied to the
area;
souverains ou de juridiction, y compris à
l’occasion d’un différend en la matière. La
Conférence des Parties n’examine pas les
propositions de création de tels outils de
gestion par zone, y compris d’aires marines
protégées, et de telles propositions ne
doivent en aucun cas être interprétées comme
valant reconnaissance ou non d’une
quelconque revendication de souveraineté, de
droits souverains ou de juridiction.
Article 19
Propositions
1. Les propositions de création d’outils
de gestion par zone, y compris d’aires
marines protégées, sous le régime de la
présente partie sont soumises au secrétariat
par les Parties agissant individuellement ou
collectivement.
2. Les Parties collaborent avec les
parties prenantes concernées, dont les États
et les organes mondiaux, régionaux,
sousrégionaux et sectoriels, ainsi que la société
civile, la communauté scientifique, le
secteur privé, les peuples autochtones et les
communautés locales, à l’élaboration des
propositions, conformément à la présente
partie, et les consultent, selon qu’il convient.
3. Les propositions sont formulées à
partir des meilleures connaissances et
informations scientifiques disponibles et,
lorsqu’elles sont disponibles, des
connaissances traditionnelles pertinentes des
peuples autochtones et des communautés
locales, compte tenu de l’approche de
précaution et d’une approche
écosystémique.
4. Les propositions visant une aire
déterminée doivent comporter les principaux
éléments suivants :
a) La description géographique ou spatiale
de l’aire qui fait l’objet de la proposition,
référence étant faite aux critères
indicatifs visés à l’annexe I ;
b) Les informations sur tout critère spécifié
à l’annexe I, ainsi que sur tout critère qui
pourrait être défini et révisé
conformément au paragraphe 5 ci-dessous,
appliqué pour déterminer l’aire ;
c) Les informations sur les activités
humaines menées dans l’aire, y compris
les usages qu’en font les peuples
autochtones et les communautés locales,
et leur impact éventuel ;
d) La description de l’état du milieu marin
et de la diversité biologique dans l’aire
déterminée ;
e) La description des objectifs de
conservation et, le cas échéant, des objectifs
d’utilisation durable devant s’appliquer à
l’aire ;
chen auf Souveränität, souveräne Rechte
oder Hoheitsbefugnisse, auch in Bezug auf
diesbezügliche Streitigkeiten, herangezogen
werden. Die Konferenz der Vertragsparteien
prüft im Rahmen ihrer Beschlussfassung
Vorschläge für die Einrichtung derartiger
gebietsbezogener Managementinstrumente
einschließlich Meeresschutzgebiete nicht
und derartige Vorschläge dürfen nicht als
Anerkennung oder Nichtanerkennung von
Ansprüchen auf Souveränität, souveräne
Rechte oder Hoheitsbefugnisse ausgelegt
werden.
Artikel 19
Vorschläge
(1) Vorschläge für die Einrichtung
gebietsbezogener Managementinstrumente
einschließlich Meeresschutzgebiete nach
diesem Teil werden von den
Vertragsparteien einzeln oder gemeinsam beim Sekre -
tariat vorgelegt.
(2) Die Vertragsparteien arbeiten bei
der Erstellung von Vorschlägen
entsprechend diesem Teil je nach Bedarf mit
maßgeblichen Interessenträgern, einschließlich
Staaten und weltweiter, regionaler, sub -
regionaler und sektoraler Organe, sowie der
Zivilgesellschaft, der
Wissenschaftsgemeinschaft, dem privaten Sektor, indigenen
Völkern und ortsansässigen Gemeinschaften
zusammen und konsultieren sie.
(3) Die Vorschläge werden auf der
Grundlage der besten verfügbaren
wissenschaftlichen Erkenntnisse und
Informationen und, sofern dieses verfügbar ist,
einschlägigen traditionellen Wissens indigener
Völker und ortsansässiger Gemeinschaften
unter Berücksichtigung des
Vorsorgeansatzes und eines Ökosystemansatzes
ausgearbeitet.
(4) Vorschläge zu identifizierten
Gebieten enthalten die folgenden wesentlichen
Elemente:
a) eine geographische oder räumliche
Beschreibung des Gebiets, das
Gegenstand des Vorschlags ist, unter
Bezugnahme auf die in Anlage I aufgeführten
als Anhalt dienenden Kriterien;
b) Angaben zu den in Anlage I genannten
Kriterien sowie zu den bei der Identifi -
zierung des Gebiets angewendeten
Kriterien, die im Einklang mit Absatz 5
weiterentwickelt und überarbeitet
werden können;
c) Angaben zu menschlichen Tätigkeiten in
dem Gebiet, darunter Nutzungen durch
indigene Völker und ortsansässige
Gemeinschaften, und gegebenenfalls
deren mögliche Auswirkungen;
d) eine Beschreibung des Zustands der
Meeresumwelt und der biologischen
Vielfalt in dem identifizierten Gebiet;
e) eine Beschreibung der die Erhaltung
und gegebenenfalls die nachhaltige
Nutzung betreffenden Ziele, die für das
Gebiet gelten sollen;
Drucksache 783/25 – 30 – Bundesrat
(f) A draft management plan
encompassing the proposed measures and
outlining proposed monitoring, research and
review activities to achieve the
specified objectives;
(g) The duration of the proposed area and
measures, if any;
(h) Information on any consultations
undertaken with States, including adjacent
coastal States and/or relevant global,
regional, subregional and sectoral
bodies, if any;
(i) Information on area-based
management tools, including marine protected
areas, implemented under relevant
legal instruments and frameworks and
relevant global, regional, subregional
and sectoral bodies;
(j) Relevant scientific input and, where
available, traditional knowledge of
Indigenous Peoples and local
communities.
5. Indicative criteria for the identification
of such areas shall include, as re
Anzeige gekürzt – vollständiger Text im Original.
Relationen
- authored ← Bundesregierung
- part_of_vorgang → Gesetz zu dem Übereinkommen vom 19. Juni 2023 im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltig (Gesetzentwurf)