Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform (Krankenhausreformanpassungsgesetz - KHAG)
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Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform (Krankenhausreformanpassungsgesetz - KHAG)
[Bundesrat Drucksache 554/25
10.10.25
G - Fz - K
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ISSN 0720-2946
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
B
R
Fu
ss
Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform
(Krankenhausreformanpassungsgesetz - KHAG)
A. Problem und Ziel
Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz vom 5. Dezember 2024 (BGBl. I
2024 Nr. 400 – KHVVG) wurde in der vergangenen Legislaturperiode eine
Krankenhausreform auf den Weg gebracht, die umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der
Versorgungsqualität im Krankenhaus und der Vergütungsstrukturen vorsieht.
Um die praktische Umsetzung der mit dem KHVVG insbesondere im Fünften Buch
Sozialgesetzbuch (SGB V), im Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) und im
Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) vorgenommenen Änderungen zu erleichtern, ist es
notwendig, verschiedene Anpassungen der Regelungen vorzunehmen. Die Regelungen
sollen mit dem Ziel, eine qualitative und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung zu
gewährleisten, praxisgerecht fortentwickelt werden. Hierzu sollen mit dem vorliegenden
Gesetzentwurf unter anderem Ausnahmeregelungen für die Zuweisung von
Leistungsgruppen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Krankenhäusern und weiteren
Leistungserbringern erweitert, die Finanzierung des Transformationsfonds umgestaltet sowie
Zwischenfristen insbesondere im Hinblick auf die Vorhaltevergütung sowie die
Leistungsgruppen, in die die von der Krankenhausbehandlung umfassten Leistungen eingeteilt
sind, und die Qualitätskriterien dieser Leistungsgruppen angepasst werden.
B. Lösung; Nutzen
Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 21. Legislaturperiode des
Deutschen Bundestages haben sich die Regierungsparteien auf eine Fortentwicklung der
Krankenhausreform verständigt. Zur praxisnahen Weiterentwicklung und besseren
Umsetzbarkeit der mit dem KHVVG insbesondere im SGB V, im KHG und im KHEntgG
vorgenommenen Änderungen werden mit dem vorliegenden Gesetzentwurf unter anderem
die Regelungen zur Finanzierung des Transformationsfonds geändert, Ausnahmen für die
Zuweisung von Leistungsgruppen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen
Krankenhäusern und weiteren Leistungserbringern erweitert, Leistungsgruppen, in die die von der
Krankenhausbehandlung umfassten Leistungen eingeteilt sind, Qualitätskriterien dieser
Leistungsgruppen und die Maßgaben zu deren Erfüllung überarbeitet sowie
Zwischenfristen insbesondere zur Einführung der Vorhaltevergütung und im Hinblick auf die Prüfungen
des Medizinischen Dienstes zu den Leistungsgruppen angepasst.
Fristablauf: 21.11.25
besonders eilbedürftige Vorlage gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG
Nutzen
Das derzeitige System der Krankenhausversorgung in Deutschland gilt als kostenintensiv
und wenig effizient. Trotz der hohen Kosten wird dabei nicht immer eine ausreichende
Behandlungsqualität erzielt. Um eine qualitativ hochwertige, effiziente medizinische
Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen nachhaltig und dauerhaft
gewährleisten zu können, ist daher eine umfangreiche Strukturreform notwendig. Zentrale Ziele
der mit dem KHVVG bewirkten Krankenhausreform sind die Sicherung und Steigerung
der Behandlungsqualität, die Gewährleistung einer flächendeckenden medizinischen
Versorgung für Patientinnen und Patienten, die Steigerung der Effizienz in der
Krankenhausversorgung sowie die Entbürokratisierung von Verfahren.
Der vorliegende Gesetzesentwurf sorgt für eine Verbesserung der Qualität der
Gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger Gewährleistung einer flächendeckenden medizinischen
Versorgung der Bevölkerung und stellt die Umsetzung der mit dem KHVVG bewirkten
Krankenhausreform sicher.
C. Alternativen
Keine.
D. Haushaltsausgaben ohne Erfüllungsaufwand
Durch die zeitliche Verschiebung der Einführung der Vorhaltevergütung und
dementsprechend der Aufteilung der zur Förderung von Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben
und zur Finanzierung der speziellen Vorhaltung von Hochschulkliniken nach § 38 KHG
vorgesehenen Zuschläge sowie der Förderbeträge nach § 39 KHG um ein Jahr entstehen
keine neuen oder zusätzlichen Haushaltsausgaben. Die damit in Verbindung stehenden
und bereits mit dem KHVVG vorgesehenen Haushaltsausgaben verschieben sich lediglich
um ein Jahr. Auch die Regelungen, die der Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die
21. Legislaturperiode getroffenen Vereinbarung dienen, dass in Ländern, die bis zum
31. Dezember 2024 Krankenhäusern für ihre Krankenhausstandorte Leistungsgruppen
zugewiesen haben, diese Zuweisung rechtswirksam bleibt und als Basis für die Vergütung
genutzt wird, verursachen keine Haushaltsausgaben. Dies gilt auch für die geänderten
Regelungen zur Ermittlung des Orientierungswerts nach § 10 Absatz 6 KHEntgG und die
geänderten Regelungen zur Abrechnung von onkochirurgischen Leistungen nach § 40
KHG. Etwaige Mehrbedarfe im Sach- und Personalhaushalt sind vollständig und
dauerhaft im fachlich betroffenen Einzelplan gegenzufinanzieren.
Bund, Länder und Kommunen
Dem Bund entstehen durch die geänderte Finanzierung des Transformationsfonds in den
Jahren 2026 bis 2035 Mehrausgaben in Höhe von 29 Milliarden Euro (in den Jahren 2026
bis 2029 jeweils 3,5 Milliarden Euro und in den Jahren 2030 bis 2035 jeweils 2,5
Milliarden Euro).
Gesetzliche Krankenversicherung
Durch die Änderung der Regelungen zur Finanzierung des Transformationsfonds kann bei
der gesetzlichen Krankenversicherung eine Ausgabenbelastung in Höhe von 25 Milliarden
Euro in den Jahren 2026 bis 2035 vermieden werden. Die Finanzierung der Verwaltung
des Transformationsfonds (im Jahr 2025 Mehrausgaben in Höhe von 1,5 Millionen Euro
sowie in den Jahren 2026 bis 2035 Mehrausgaben in Höhe von 2,7 Millionen Euro
jährlich) erfolgt aus den Restmitteln des Krankenhausstrukturfonds nach § 12a KHG.
Demgegenüber stehen Minderbelastungen aus der Streichung des vollständigen Übertrags der
Restmittel des Krankenhausstrukturfonds an den Transformationsfonds in Höhe eines
niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrages über die Laufzeit des
Transformationsfonds.
E. Erfüllungsaufwand
Mit der Verschiebung der Einführung der Vorhaltevergütung und dementsprechend der
Aufteilung der zur Förderung von Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben und zur
Finanzierung der speziellen Vorhaltung von Hochschulkliniken nach § 38 KHG
vorgesehenen Zuschläge sowie der Förderbeträge nach § 39 KHG um ein Jahr geht kein über den
bereits im KHVVG für diese Maßnahmen quantifizierten Erfüllungsaufwand
hinausgehender Erfüllungsaufwand für die Krankenhäuser einher. Auch die Regelungen, die der
Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode getroffenen Vereinbarung
dienen, dass in den Ländern, die bis zum 31. Dezember 2024 Krankenhäusern für ihre
Krankenhausstandorte Leistungsgruppen zugewiesen haben, diese Zuweisung
rechtswirksam bleibt und als Basis für die Vergütung genutzt wird, verursachen keinen
zusätzlichen Erfüllungsaufwand. Dies gilt auch für die geänderten Regelungen zur Ermittlung des
Orientierungswerts nach § 10 Absatz 6 KHEntgG und die geänderten Regelungen zur
Abrechnung der onkochirurgischen Leistungen nach § 40 KHG. Die Krankenhäuser
werden durch eine vereinfachte Beantragung von Fördermitteln aus dem
Transformationsfonds geschätzt um rund 3 Millionen Euro jährlich entlastet.
E.1 Erfüllungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger
Für die Bürgerinnen und Bürger entsteht kein Erfüllungsaufwand infolge der gesetzlichen
Änderungen.
E.2 Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft
Die Krankenhäuser werden entlastet, da die in der Krankenhaustransformationsfonds-
Verordnung (KHTFV) vorgesehene Vorgabe entfällt, für die Beantragung von
Fördermitteln aus dem Transformationsfonds eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer
zu beauftragen, um gegenüber dem jeweiligen Land den Nachweis einer Prüfung des
Insolvenzrisikos des Krankenhausträgers zu erbringen. Die Krankenhäuser werden
geschätzt um rund 3 Millionen Euro jährlich entlastet. Hierbei handelt es sich um eine
Reduzierung der Bürokratiekosten aus Informationspflichten.
E.3 Erfüllungsaufwand der Verwaltung
Mit der Verschiebung der Einführung der Vorhaltevergütung und dementsprechend der
Aufteilung der zur Förderung von Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben und zur
Finanzierung der speziellen Vorhaltung von Hochschulkliniken nach § 38 KHG
vorgesehenen Zuschlägen sowie der Förderbeträge nach § 39 KHG um ein Jahr geht kein über den
bereits im KHVVG für diese Maßnahmen quantifizierten Erfüllungsaufwand
hinausgehender Erfüllungsaufwand für Bund, Länder und Kommunen als Beihilfeträger einher. Auch
die Regelungen, die der Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode
getroffenen Vereinbarung dienen, dass in den Ländern, die bis zum 31. Dezember 2024
Krankenhäusern für ihre Krankenhausstandorte Leistungsgruppen zugewiesen haben,
diese Zuweisung rechtswirksam bleibt und als Basis für die Vergütung genutzt wird,
verursachen keinen zusätzlichen Erfüllungsaufwand.
Die Landesplanungsbehörden werden dadurch entlastet, dass die für die Beantragung
von Fördermitteln aus dem Transformationsfonds bislang vorgesehene Pflicht der Länder,
gegenüber dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) nachzuweisen, dass sie das
Insolvenzrisiko der am Vorhaben beteiligten Krankenhäuser mittels eines vom jeweiligen
Krankenhausträger beauftragten Testats einer Wirtschaftsprüferin oder eines
Wirtschaftsprüfers geprüft haben, gestrichen wird.
F. Weitere Kosten
Keine.
Bundesrat Drucksache 554/25
10.10.25
G - Fz - K
Gesetzentwurf
der Bundesregierung
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Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform
(Krankenhausreformanpassungsgesetz - KHAG)
Bundesrepublik Deutschland Berlin, 10. Oktober 2025
Der Bundeskanzler
An die
Präsidentin des Bundesrates
Frau Ministerpräsidentin
Anke Rehlinger
Sehr geehrte Frau Bundesratspräsidentin,
hiermit übersende ich gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 des Grundgesetzes den
von der Bundesregierung beschlossenen
Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform
(Krankenhausreformanpassungsgesetz – KHAG)
mit Begründung und Vorblatt.
Der Gesetzentwurf ist besonders eilbedürftig, um durch eine zügige Umsetzung
den Ländern Rechts- und Planungssicherheit für die Wahrnehmung ihrer
krankenhausplanerischen Aufgaben zu geben.
Federführend ist das Bundesministerium für Gesundheit.
Die Stellungnahme des Nationalen Normenkontrollrates gemäß § 6 Absatz 1
NKRG ist als Anlage beigefügt.
Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Merz
Fristablauf: 21.11.25
besonders eilbedürftige Vorlage gemäß Artikel 76 Absatz 2 Satz 4 GG
Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform
(Krankenhausreformanpassungsgesetz – KHAG)
Vom ...
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
Das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des
Gesetzes vom 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477, 2482), das zuletzt durch Artikel 1 des
Gesetzes vom 25. Februar 2025 (BGBl. 2025 I Nr. 64) geändert worden ist, wird wie folgt
geändert:
1. § 109 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt:
(2) „ Ein Anspruch auf Abschluss eines Versorgungsvertrags nach § 108
Nummer 3 besteht nicht. Bei notwendiger Auswahl zwischen mehreren geeigneten
Krankenhäusern, die sich um den Abschluss eines Versorgungsvertrags
bewerben, entscheiden die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen
gemeinsam unter Berücksichtigung der Erfüllung der in der Tabellenzeile
„Auswahlkriterium“ der Anlage 1 für die jeweilige in dem Versorgungsvertrag zu
vereinbarende Leistungsgruppe genannten Qualitätskriterien, soweit vorhanden, sowie
der öffentlichen Interessen und der Vielfalt der Krankenhausträger nach
pflichtgemäßem Ermessen, welches Krankenhaus den Erfordernissen einer qualitativ
hochwertigen, patienten- und bedarfsgerechten sowie leistungsfähigen und
wirtschaftlichen Krankenhausbehandlung am besten gerecht wird.“
b) Absatz 3a Satz 4 bis 7 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Abweichend von Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 darf ein Versorgungsvertrag
abgeschlossen werden, obwohl das Krankenhaus an dem Krankenhausstandort, für
den bestimmte Leistungsgruppen in dem Versorgungsvertrag vereinbart werden
sollen, die für diese Leistungsgruppen maßgeblichen Qualitätskriterien nicht erfüllt,
wenn dies zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung
zwingend erforderlich ist und diese Qualitätskriterien durch das Krankenhaus, mit
dessen Träger der Versorgungsvertrag abgeschlossen werden soll, an dem
Krankenhausstandort auch nicht in Kooperationen oder Verbünden nach § 6a Absatz 3
Satz 4 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes oder § 135e Absatz 4 Satz 1
Nummer 7, Satz 2 bis 4 erfüllt werden können. Der Versorgungsvertrag ist im Fall des
Satzes 4 auf höchstens drei Jahre zu befristen; in dem Versorgungsvertrag ist das
Krankenhaus zu verpflichten, an dem jeweiligen Krankenhausstandort die für die
jeweilige Leistungsgruppe maßgeblichen Qualitätskriterien innerhalb einer Frist,
die höchstens drei Jahre betragen darf, zu erfüllen. Wenn der jeweilige
Krankenhausstandort zum Zeitpunkt des Abschlusses des Versorgungsvertrags in die Liste
nach § 9 Absatz 1a Nummer 6 des Krankenhausentgeltgesetzes aufgenommen
ist, kann der Versorgungsvertrag abweichend von Satz 5 unbefristet
abgeschlossen werden; in dem Versorgungsvertrag ist das Krankenhaus zu verpflichten, an
dem jeweiligen Krankenhausstandort die für die jeweilige Leistungsgruppe
maßgeblichen Qualitätskriterien innerhalb einer angemessenen Frist zu erfüllen.“
2. § 110 Absatz 1 Satz 3 wird wie folgt geändert:
a) In Nummer 1 wird die Angabe „Satz 6“ durch die Angabe „Satz 5“ ersetzt.
b) In Nummer 2 wird die Angabe „Satz 7“ durch die Angabe „Satz 6“ ersetzt.
3. § 135d wird wie folgt geändert:
a) Absatz 3 wird wie folgt geändert:
aa) Die Sätze 3 und 4 werden gestrichen.
bb) In dem neuen Satz 7 wird die Angabe „Satz 8 Nummer 2“ durch die Angabe
„Satz 6 Nummer 2“ ersetzt.
b) Absatz 4 wird durch den folgenden Absatz 4 ersetzt:
(4) „ Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus ordnet jeden Standort
eines Krankenhauses zum Zweck der Veröffentlichung im Transparenzverzeichnis
auf der Grundlage der von den Krankenhäusern nach § 21 Absatz 1 des
Krankenhausentgeltgesetzes übermittelten Daten einer Versorgungsstufe zu. Ein Standort
eines Krankenhauses ist zuzuordnen der
1. Versorgungsstufe „Level 3U“, wenn es sich um einen Standort einer
Hochschulklinik handelt und an ihm Leistungen aus mindestens fünf internistischen
Leistungsgruppen, mindestens fünf chirurgischen Leistungsgruppen, der
Leistungsgruppe Intensivmedizin sowie zusätzlich aus acht weiteren
Leistungsgruppen erbracht werden,
2. Versorgungsstufe „Level 3“, wenn an ihm die in Nummer 1 genannten
Leistungen erbracht werden und es sich nicht um einen Standort einer
Hochschulklinik handelt,
3. Versorgungsstufe „Level 2“, wenn an ihm Leistungen aus mindestens zwei
internistischen Leistungsgruppen, mindestens zwei chirurgischen
Leistungsgruppen, der Leistungsgruppe Intensivmedizin sowie zusätzlich drei weiteren
Leistungsgruppen erbracht werden,
4. Versorgungsstufe „Level 1n“, wenn an ihm Leistungen aus mindestens der
Leistungsgruppe Allgemeine Innere Medizin, der Leistungsgruppe Allgemeine
Chirurgie sowie der Leistungsgruppe Intensivmedizin erbracht werden oder
wenn es sich um ein in den Sätzen 3 oder 4 genanntes Krankenhaus handelt,
das noch nicht der Versorgungsstufe „Level F“ oder „Level 1i“ zugeordnet
wurde.
Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann den Standort
eines Krankenhauses, der
1. sich auf die Behandlung einer bestimmten Erkrankung, Krankheitsgruppe,
Personengruppe oder eines bestimmten Leistungsspektrums spezialisiert hat,
2. einen relevanten Versorgungsanteil in diesem Bereich leistet und
3. im Krankenhausplan des jeweiligen Landes als Fachkrankenhaus
ausgewiesen ist,
der Versorgungsstufe „Level F“ zuordnen; die Zuordnung ist zu begründen.
Krankenhäuser, die eine sektorenübergreifende Versorgung und in der Regel keine
Notfallmedizin erbringen, werden von der für die Krankenhausplanung
zuständigen Landesbehörde der Versorgungsstufe „Level 1i" zugeordnet. Eine Zuordnung
nach Satz 3 oder Satz 4 tritt an die Stelle einer Zuordnung nach Satz 2 Nummer
4, sofern diese bereits erfolgt ist. Die in den Sätzen 3 und 4 genannten
Krankenhäuser sind im Transparenzverzeichnis gesondert zu kennzeichnen. Die für die
Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde teilt dem Institut für das
Entgeltsystem im Krankenhaus unverzüglich eine Zuordnung nach Satz 3 oder Satz 4
oder eine Änderung dieser Zuordnung mit; die Mitteilung über eine Zuordnung
nach Satz 3 oder Änderung dieser Zuordnung hat auch die Begründung der
Zuordnung zu umfassen. Das Bundesministerium für Gesundheit bestimmt auf
Vorschlag des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus, in welchen Fällen bei
der Zuordnung zu einer Versorgungsstufe eine Leistungsgruppe nicht zu
berücksichtigen ist, weil der Standort eines Krankenhauses im bundesweiten Vergleich
wenig Behandlungsfälle in der Leistungsgruppe erbracht hat.“
4. § 135e wird durch den folgenden § 135e ersetzt:
„§ 135e
Mindestanforderungen an die Qualität der Krankenhausbehandlung,
Verordnungsermächtigung
(1) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch
Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates
1. von der Krankenhausbehandlung umfasste Leistungen in Leistungsgruppen
einzuteilen und
2. für jede nach Nummer 1 festgelegte Leistungsgruppe Qualitätskriterien nach
Maßgabe des Absatzes 4, die insbesondere Mindestanforderungen an die Struktur-
und Prozessqualität der Leistungen beinhalten, in folgenden
Anforderungsbereichen festzulegen:
a) Erbringung verwandter Leistungsgruppen,
b) sachliche Ausstattung,
c) personelle Ausstattung und
d) sonstige Struktur- und Prozessvoraussetzungen.
Die nach Satz 1 Nummer 2 festgelegten Qualitätskriterien sollen den aktuellen Stand
der medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen und zu einer
leitliniengerechten, qualitativ hochwertigen und für Patienten sicheren medizinischen
Versorgung beitragen.
(2) Erbringen Krankenhäuser mindestens eine Leistung aus einer
Leistungsgruppe, haben sie die für diese Leistungsgruppe maßgeblichen Qualitätskriterien am
jeweiligen Krankenhausstandort zu erfüllen; § 135d Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend.
Die maßgeblichen Leistungsgruppen und Qualitätskriterien bestimmen sich nach den
Regelungen der Rechtsverordnung nach Absatz 1; bis zum Inkrafttreten dieser
Rechtsverordnung bestimmen sie sich nach Anlage 1 und Absatz 4.
(3) Das Bundesministerium für Gesundheit richtet einen Ausschuss ein, der
Empfehlungen zur Weiterentwicklung der nach Absatz 2 Satz 2 maßgeblichen
Leistungsgruppen und Qualitätskriterien beschließt. Weicht das Bundesministerium für
Gesundheit beim Erlass einer Rechtsverordnung nach Absatz 1 von den Empfehlungen des
Ausschusses ab, hat es dem Ausschuss die Gründe für die Abweichung vor Erlass der
Rechtsverordnung darzulegen. Der Ausschuss wird durch das Bundesministerium für
Gesundheit und die obersten Landesgesundheitsbehörden gemeinsam geleitet.
Soweit das Bundesministerium für Gesundheit oder eine oberste
Landesgesundheitsbehörde über die Weiterentwicklung der Inhalte der Rechtsverordnung nach Absatz 1
beraten möchte, kann der Ausschuss hierzu zunächst einen Vorschlag der
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften einholen. Der
Ausschuss kann empfehlen, dass das Bundesministerium für Gesundheit das Institut
für das Entgeltsystem im Krankenhaus und das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte beauftragt, Leistungen zur Unterstützung seiner Tätigkeit zu erbringen.
Der Ausschuss besteht in gleicher Zahl aus Vertretern des Spitzenverbandes Bund der
Krankenkassen einerseits und Vertretern der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der
Bundesärztekammer, der Hochschulmedizin und der Berufsorganisationen der
Pflegeberufe andererseits. Ehrenamtlich Tätige, die von den Berufsorganisationen der
Pflegeberufe in den Ausschuss nach Satz 1 entsandt werden, haben Anspruch auf
Erstattung der Reisekosten nach den Vorschriften des Bundesreisekostengesetzes sowie
auf den Ersatz des Verdienstausfalls in entsprechender Anwendung des § 41 Absatz 2
des Vierten Buches Sozialgesetzbuch; die Ansprüche richten sich gegen den
Gemeinsamen Bundesausschuss. Die Patientenorganisationen nach § 140f können beratend
an den Sitzungen des Ausschusses teilnehmen; § 140f Absatz 2 Satz 1, 2 und 4,
Absatz 5, 6 und 8 gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass sich die Ansprüche gegen den
Gemeinsamen Bundesausschuss richten; die Zahl der sachkundigen Personen beträgt
höchstens vier. Der Medizinische Dienst Bund kann ebenfalls beratend an den
Sitzungen des Ausschusses teilnehmen. Der Ausschuss kann sachverständige Personen zur
Beratung hinzuziehen. Vor einer Beschlussfassung nach Satz 1 ist dem Gemeinsamen
Bundesausschuss Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben; die Stellungnahme ist in
die jeweilige Beschlussfassung einzubeziehen. Der Ausschuss berücksichtigt die
gemäß § 136a Absatz 7 getroffenen Festlegungen im Rahmen seiner Empfehlungen zur
Weiterentwicklung der Inhalte der Rechtsverordnung nach Absatz 1. Der Ausschuss
legt das Nähere zur Arbeitsweise, Besetzung und Beschlussfassung des Ausschusses
sowie zu den Aufgaben der nach Satz 15 eingerichteten Geschäftsstelle in einer
Geschäftsordnung fest. Die Geschäftsordnung und ihre Änderung bedürfen der
Genehmigung des Bundesministeriums für Gesundheit. Zur Koordinierung der Tätigkeit des
Ausschusses wird eine Geschäftsstelle beim Gemeinsamen Bundesausschuss
eingerichtet. Der personelle und sachliche Bedarf der Geschäftsstelle und der Bedarf für
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Hinzuziehung externer Sachverständiger
sowie mit der Organisation und Durchführung der Sitzungen des Ausschusses werden
auf Vorschlag des Ausschusses vom Gemeinsamen Bundesausschuss im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit bestimmt und sind vom
Gemeinsamen Bundesausschuss in seinen Haushalt einzustellen.
(4) Hinsichtlich der Erfüllung der für eine Leistungsgruppe als
Mindestvoraussetzungen genannten Qualitätskriterien gilt,
1. dass hinsichtlich der im Anforderungsbereich „Erbringung verwandter
Leistungsgruppen“ in der Spalte „Standort“ genannten Leistungsgruppen die für diese
Leistungsgruppen jeweils maßgeblichen Qualitätskriterien ebenfalls erfüllt sein
müssen,
2. dass, sofern in den Anforderungsbereichen „Erbringung verwandter
Leistungsgruppen“ und „Personelle Ausstattung“ zwischen der Behandlung von
Erwachsenen und der Behandlung von Kindern und Jugendlichen unterschieden wird, sich
die zu erfüllenden Qualitätskriterien jeweils danach bestimmen, ob nur
Erwachsene, nur Kinder und Jugendliche oder sowohl Erwachsene als auch Kinder und
Jugendliche behandelt werden sollen,
3. dass, soweit in dem Anforderungsbereich „Erbringung verwandter
Leistungsgruppen“ die Leistungsgruppe Intensivmedizin mit der Qualitätsanforderung
Hochkomplex oder mit der Qualitätsanforderung Komplex genannt wird, hinsichtlich dieser
Leistungsgruppe die in Anlage 1 Nummer 64 in der jeweiligen entsprechend
benannten Tabellenzeile genannten Voraussetzungen ebenfalls erfüllt sein müssen,
4. dass die im Anforderungsbereich „Sachliche Ausstattung“ genannten
Qualitätskriterien jeweils dann erfüllt sind, wenn die in diesem Anforderungsbereich
genannten Geräte, Einrichtungen, Untersuchungs- und Behandlungsangebote mit dem
dafür erforderlichen Personal sowie, sofern anwendbar, in dem genannten
Zeitraum vorgehalten werden, wobei der genannte Zeitraum an
Krankenhausstandorten, an denen keine vollstationäre Krankenhausbehandlung erbracht wird, nur
während deren jeweiligen Betriebszeiten erfüllt sein muss,
5. dass die im Anforderungsbereich „Personelle Ausstattung“ in der Tabellenspalte
„Qualifikation“ genannten Facharztbezeichnungen als erfüllt anzusehen sind,
wenn der jeweilige Arzt nach landesrechtlichen Vorschriften zum Führen der
entsprechenden Facharztbezeichnung oder einer vergleichbaren Bezeichnung
berechtigt ist,
6. dass die im Anforderungsbereich „Personelle Ausstattung“ in der Tabellenspalte
„Verfügbarkeit“ genannten Qualitätskriterien erfüllt sind, wenn Fachärzte im jeweils
genannten personellen und zeitlichen Umfang vorgehalten werden, wobei
a) die Vorgabe „Facharzt“ einem Vollzeitäquivalent von 38,5 Wochenstunden
entspricht,
b) mindestens ein Facharzt jederzeit in Rufbereitschaft verfügbar sein muss,
c) Fachärzte für bis zu drei Leistungsgruppen, die einem Krankenhaus für diesen
Krankenhausstandort nach § 6a Absatz 1 Satz 1 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes zugewiesen wurden, berücksichtigt werden können,
d) in Fällen, in denen das Krankenhaus eine Versorgung durch Belegärzte
vorsieht, dem Vollzeitäquivalent in Buchstabe a ein voller vertragsärztlicher
Versorgungsauftrag entspricht; die in den Buchstaben b und c festgelegten
Kriterien gelten entsprechend und
e) der zeitliche Umfang an Krankenhausstandorten, an denen keine
vollstationäre Krankenhausbehandlung erbracht wird, nur während deren jeweiligen
Betriebszeiten erfüllt sein muss und
7. dass Krankenhäuser ein Qualitätskriterium in Kooperationen und Verbünden
insbesondere mit anderen Krankenhäusern oder Leistungserbringern der
vertragsärztlichen Versorgung erfüllen können, wenn eine schriftliche
Kooperationsvereinbarung vorliegt und
a) die Erfüllung in Kooperation in dem jeweiligen Qualitätskriterium vorgesehen
ist,
b) dies zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung zwingend
erforderlich ist oder
c) sich der Kooperationspartner in einem Gebäude des jeweiligen
Krankenhausstandortes befindet oder der Abstand zwischen den am weitesten voneinander
entfernt liegenden Gebäudepunkten des jeweiligen Krankenhausstandortes
und des Kooperationspartners nicht mehr als 2 000 Meter Luftlinie beträgt.
Fachkrankenhäuser, die von der für die Krankenhausplanung zuständigen
Landesbehörde gemäß § 135d Absatz 4 Satz 3 der Versorgungsstufe „Level F“ zugeordnet
wurden, können die in Anlage 1 als Mindestvoraussetzungen genannten Qualitätskriterien
in den Anforderungsbereichen „Erbringung verwandter Leistungsgruppen“ und
„Sachliche Ausstattung“ in Kooperationen und Verbünden insbesondere mit anderen
Krankenhäusern oder Leistungserbringern der vertragsärztlichen Versorgung erfüllen, wenn
eine schriftliche Kooperationsvereinbarung vorliegt. Krankenhausstandorte, an denen
keine vollstationäre Krankenhausbehandlung erbracht wird, können die in Anlage 1 als
Mindestvoraussetzungen genannten Qualitätskriterien in den Anforderungsbereichen
„Erbringung verwandter Leistungsgruppen“ und „Personelle Ausstattung“ in
Kooperation und Verbünden insbesondere mit anderen Krankenhäusern oder
Leistungserbringern der vertragsärztlichen Versorgung erfüllen, wenn eine schriftliche
Kooperationsvereinbarung vorliegt. Ein Krankenhausstandort kann in begründeten Fällen die in den
Anforderungsbereichen „Erbringung verwandter Leistungsgruppen“ und „Personelle
Ausstattung“ maßgeblichen Qualitätskriterien der in Anlage 1 Nummer 54 genannten
Leistungsgruppe „Stroke Unit“ in telemedizinischer Kooperation mit einem anderen
Krankenhaus erfüllen.“
5. § 135f wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Satz 5 wird die Angabe „§ 135d Absatz 3 Satz 6“ durch die Angabe „§
135d Absatz 3 Satz 4“ ersetzt.
b) Absatz 4 Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Die Rechtsverordnung nach Satz 1 ist erstmals bis zum 12. Dezember 2026 zu
erlassen.“
6. § 136a Absatz 7 wird durch den folgenden Absatz 7 ersetzt:
(7) „ Der Gemeinsame Bundesausschuss legt bis zum 30. Juni 2025 in einer
Richtlinie nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 13 geeignete sektorbezogene Maßnahmen
zur Sicherung der Qualität der Versorgung in Kreißsälen fest, die von einem
Krankenhaus betrieben und von einer in dem Krankenhaus angestellten Hebamme geleitet
werden. Die für die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Interessen gebildeten
maßgeblichen Berufsverbände der Hebammen und die Verbände der von Hebammen geleiteten
Einrichtungen auf Bundesebene sind zu beteiligen. § 136 Absatz 3 gilt entsprechend.“
7. § 136c wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
(1) „ Der Gemeinsame Bundesausschuss kann für einen nach § 40 Absatz 1
Satz 3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes definierten Indikationsbereich
einen Anteil von weniger als 15 Prozent an der Anzahl der Fälle aller Einträge in der
jeweiligen nach § 40 Absatz 2 Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
erstellten und sortierten Aufstellung von Krankenhausstandorten festlegen, bis zu
dem das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus nach § 40 Absatz 2 Satz
2 Nummer 2 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes die Einträge aus der
jeweiligen Aufstellung auszuwählen hat, sofern dies zur Aufrechterhaltung einer
patienten- und bedarfsgerechten flächendeckenden stationären Versorgung der
Bevölkerung mit onkochirurgischen Leistungen zwingend erforderlich ist. Der
Gemeinsame Bundesausschuss hat bei der für eine Beschlussfassung erforderlichen
Zuordnung von Fällen zu den nach § 40 Absatz 1 Satz 3 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes definierten Indikationsbereichen eine nach § 40 Absatz 1 Satz 6
des Krankenhausfinanzierungsgesetzes zertifizierte Datenverarbeitungslösung zu
verwenden. Der Verband der Privaten Krankenversicherung, die
Bundesärztekammer sowie die Berufsorganisationen der Pflegeberufe sind zu beteiligen; die
Bundespsychotherapeutenkammer und die Bundeszahnärztekammer sind, soweit
jeweils die Berufsausübung der Psychotherapeuten oder der Zahnärzte berührt ist,
zu beteiligen. Dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus und den
einschlägigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften ist Gelegenheit zur
Stellungnahme zu geben. Die Stellungnahmen sind in die Entscheidung einzubeziehen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss führt vor der Beschlussfassung eine
Folgenabschätzung zu den Auswirkungen eines nach Satz 1 festgelegten Anteils von
weniger als 15 Prozent auf die Krankenhausstandorte und auf die patienten- und
bedarfsgerechte flächendeckende stationäre Versorgung der Bevölkerung mit
onkochirurgischen Leistungen durch und bezieht deren Ergebnisse in die
Entscheidung ein. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus wertet von den an die
von ihm geführte Datenstelle nach § 21 Absatz 1 des Krankenhausentgeltgesetzes
übermittelten Daten die in § 21 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe b bis f des
Krankenhausentgeltgesetzes genannten Daten in der jeweils aktuellen Fassung aus,
soweit dies nach Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss für eine
Beschlussfassung geeignet und notwendig ist und der Gemeinsame
Bundesausschuss die Notwendigkeit glaubhaft dargelegt hat. Die Datenstelle übermittelt dem
Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus die in Satz 7 genannten Daten für
die Auswertungen nach Satz 7. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
übermittelt dem Gemeinsamen Bundesausschuss die Auswertungen nach Satz 7.
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Auswertungen nach Satz 7 in die
Entscheidung einzubeziehen.“
b) In Absatz 6 wird die Angabe „nach den Absätzen 3 bis 5“ durch die Angabe „nach
den Absätzen 1 und 3 bis 5“ ersetzt.
8. § 137i Absatz 1 Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Für jeden pflegesensitiven Bereich im Krankenhaus sind die
Pflegepersonaluntergrenzen nach den Sätzen 1 und 2 festzulegen; dabei soll in Abhängigkeit von dem
jeweiligen Pflegeaufwand, der sich nach dem vom Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus entwickelten Katalog zur Risikoadjustierung für den Pflegeaufwand bestimmt,
nach Schweregradgruppen differenziert werden.“
9. § 221 Absatz 3 wird durch den folgenden Absatz 3 ersetzt:
(3) „ Der Überweisungsbetrag nach Absatz 2 Satz 1 reduziert sich
1. um den auf die landwirtschaftliche Krankenkasse entfallenden Anteil an der
Finanzierung des Innovationsfonds nach § 92a Absatz 3 und 4 und
2. ab dem Jahr 2016 um den auf die landwirtschaftliche Krankenkasse entfallenden
Anteil an der Finanzierung des Strukturfonds nach den §§ 12 und 12a des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes.
Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. Der in Satz 1 Nummer 1 genannte Anteil wird dem
Innovationsfonds und der in Satz 1 Nummer 2 genannte Anteil dem Strukturfonds
zugeführt. Die auf die landwirtschaftliche Krankenkasse entfallenden in Satz 1 genannten
Anteile an der Finanzierung des Innovationsfonds nach § 92a und des Strukturfonds
nach den §§ 12 und 12a des Krankenhausfinanzierungsgesetzes werden nach
Vorliegen der Geschäfts- und Rechnungsergebnisse des Gesundheitsfonds für das
abgelaufene Kalenderjahr festgesetzt und mit der landwirtschaftlichen Krankenkasse
abgerechnet. Solange ein Anteil nach Satz 4 noch nicht feststeht, kann das Bundesamt für
Soziale Sicherung einen vorläufigen Betrag festsetzen. Das Nähere zur Festsetzung
des Betrags und zur Abrechnung mit der landwirtschaftlichen Krankenkasse bestimmt
das Bundesamt für Soziale Sicherung.“
10. § 271 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt:
(2) „ Der Gesundheitsfonds hat liquide Mittel als Liquiditätsreserve
vorzuhalten. Aus der Liquiditätsreserve sind unterjährige Schwankungen in den
Einnahmen, nicht berücksichtigte Einnahmeausfälle in den nach § 242a Absatz 1
zugrunde gelegten voraussichtlichen jährlichen Einnahmen des Gesundheitsfonds
und die erforderlichen Aufwendungen für die Durchführung des
Einkommensausgleichs nach § 270a zu decken. Die Höhe der Liquiditätsreserve muss nach Ablauf
eines Geschäftsjahres mindestens 22,5 Prozent der Summe der durchschnittlich
auf den Monat entfallenden Ausgaben des Gesundheitsfonds auf Grundlage der
für die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a
maßgeblichen Werte für dieses Geschäftsjahr und der für dieses Geschäftsjahr
erforderlichen Aufwendungen für die Durchführung des Einkommensausgleichs nach §
270a betragen. Die Höhe der Liquiditätsreserve darf nach Ablauf eines
Geschäftsjahres einen Betrag von 30 Prozent der Summe der durchschnittlich auf den Monat
entfallenden Ausgaben des Gesundheitsfonds auf Grundlage der für die
Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a maßgeblichen
Werte für dieses Geschäftsjahr und der für dieses Geschäftsjahr erforderlichen
Aufwendungen für die Durchführung des Einkommensausgleichs nach § 270a
nicht überschreiten. Abweichend von den Sätzen 3 und 4 muss die Höhe der
Liquiditätsreserve nach Ablauf des Geschäftsjahres 2026 mindestens 22,5 Prozent
der durchschnittlich auf den Monat entfallenden Ausgaben des Gesundheitsfonds
auf Grundlage der für die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes
nach § 242a maßgeblichen Werte für das Geschäftsjahr 2026 betragen und darf
einen Betrag von 30 Prozent dieser Ausgaben nicht überschreiten. Überschreitet
die erwartete Höhe der Liquiditätsreserve abzüglich der gesetzlich vorgesehenen
Entnahmen aus der Liquiditätsreserve für das Folgejahr den Betrag nach den
Sätzen 4 oder 5, sind die überschüssigen Mittel in die Einnahmen des
Gesundheitsfonds im Folgejahr zu überführen.“
b) Absatz 6 Satz 2 bis 4 wird gestrichen.
11. § 275a wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 Satz 8 wird gestrichen.
b) Absatz 2 Satz 7 und 8 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Prüfungen, die nach Satz 1 vor einer voraussichtlich vor dem 1. Januar 2027
erfolgenden Zuweisung oder nach Satz 2 vor einem voraussichtlich vor dem 1.
Januar 2027 erfolgenden Abschluss eines Versorgungsvertrags zu beauftragen sind,
sind bis zum 31. Dezember 2025 zu beauftragen. Der Medizinische Dienst hat die
in Satz 7 genannten Prüfungen bis zum 31. Juli 2026 abzuschließen.“
c) Absatz 4 Satz 4 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Stellt der Medizinische Dienst fest, dass ein Krankenhaus seiner Mitteilungspflicht
nach Satz 2 nicht oder nicht rechtzeitig nachgekommen ist, so informiert er
unverzüglich die in Satz 2 Nummer 1 und 2 genannten Stellen, das Institut für
Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen sowie den Verband der
Privaten Krankenversicherung hierüber.“
d) Absatz 6 wird wie folgt geändert:
aa) Satz 1 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Krankenhäuser können beim Medizinischen Dienst Prüfungen zu der
Erfüllung der in Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 genannten Strukturmerkmale
beantragen.“
bb) Die Sätze 4 und 5 werden durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Das geprüfte Krankenhaus hat die in Satz 3 genannte Bescheinigung den
Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen sowie dem
Verband der Privaten Krankenversicherung jeweils anlässlich der
Vereinbarungen nach § 6c des Krankenhausentgeltgesetzes oder nach § 11 des
Krankenhausentgeltgesetzes oder nach § 11 der Bundespflegesatzverordnung auf
elektronischem Wege zu übermitteln. Krankenhäuser, die ein
Strukturmerkmal, dessen Erfüllung in einer in Satz 1 genannten Prüfung festgestellt wurde,
über einen Zeitraum von mehr als einem Monat nicht einhalten, haben dies
unverzüglich auf elektronischem Wege mitzuteilen
1. den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen,
2. dem Verband der Privaten Krankenversicherung und
3. dem zuständigen Medizinischen Dienst.
Hebt der Medizinische Dienst den in Satz 2 genannten Bescheid oder die in
Satz 3 genannte Bescheinigung auf, so informiert er unverzüglich die in Satz
4 genannten Stellen auf elektronischem Wege hierüber.“
e) Absatz 7 Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Krankenhäuser, denen nach Abschluss einer Prüfung zu der Erfüllung der in
Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 genannten Strukturmerkmale, die sie beim Medizinischen
Dienst nach einer in Satz 1 Nummer 1 oder Satz 2 Nummer 1 genannten Anzeige
beantragt haben, keine in Absatz 6 Satz 3 genannte Bescheinigung übermittelt
wurde, haben dies unverzüglich auf elektronischem Wege den Landesverbänden
der Krankenkassen, den Ersatzkassen und dem Verband der Privaten
Krankenversicherung unter Angabe des betreffenden Standortes des Krankenhauses
mitzuteilen.“
f) In Absatz 8 Satz 1 wird die Angabe „§ 136 Absatz 2 und 5“ durch die Angabe „§
136a Absatz 2 und 5“ ersetzt.
12. § 278 Absatz 4 Satz 1 bis 3 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Die Medizinischen Dienste berichten dem Medizinischen Dienst Bund bis zum 1. April
jedes zweiten Kalenderjahres über
1. die Anzahl und die Ergebnisse der Begutachtungen nach § 275 und der Prüfungen
nach § 275a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 3 und 4, § 275b und § 275c,
2. die Personalausstattung der Medizinischen Dienste und
3. die Ergebnisse der systematischen Qualitätssicherung der Begutachtungen und
Prüfungen der Medizinischen Dienste für die gesetzliche Krankenversicherung.
Die Medizinischen Dienste berichten dem Medizinischen Dienst Bund bis zum 1. April
eines jeden Kalenderjahres über die Anzahl und Ergebnisse der Prüfungen nach §
275a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, differenziert nach den einzelnen in dem Operationen-
und Prozedurenschlüssel nach § 301 Absatz 2 festgelegten Strukturmerkmalen
einschließlich der Anzahl der in § 275a Absatz 7 Satz 1 Nummer 1 und der in § 275a
Absatz 7 Satz 2 Nummer 1 genannten Anzeigen sowie der Anzahl der in § 275a Absatz
6 Satz 5 und der in § 275a Absatz 7 Satz 3 genannten Mitteilungen. Das Nähere zum
Verfahren hinsichtlich der in den Sätzen 1 und 2 genannten Berichte regeln die
Richtlinien nach § 283 Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 und 8. Der Medizinische Dienst Bund
kann in den Richtlinien nach § 283 Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 und 8 festlegen, dass
von den Berichtspflichten der Medizinischen Dienste nach den Sätzen 1 und 2
abzusehen ist, wenn ihm die entsprechenden Daten in der Datenbank nach § 283 Absatz 5
Satz 1 zugänglich sind.“
13. § 283 wird wie folgt geändert:
a) Nach Absatz 2 Satz 2 wird der folgende Satz eingefügt:
„In den in Satz 1 genannten Richtlinien kann der Medizinische Dienst Bund auch
Regelungen zu einheitlichen und digitalen Prozessen zur Umsetzung der
Richtlinien treffen.“
b) Absatz 4 Satz 1 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Der Medizinische Dienst Bund fasst die Berichte der Medizinischen Dienste oder
die entsprechenden in der Datenbank nach Absatz 5 Satz 1 enthaltenen Daten
1. nach § 278 Absatz 4 Satz 1 in einem Bericht zusammen, legt diesen dem
Bundesministerium für Gesundheit bis zum 1. Juni jedes zweiten
Kalenderjahres vor und veröffentlicht den Bericht bis zum 1. September des jeweiligen
Kalenderjahres und
2. nach § 278 Absatz 4 Satz 2 in einem Bericht zusammen, legt diesen dem
Bundesministerium für Gesundheit bis zum 1. Juni eines jeden Kalenderjahres
vor und veröffentlicht den Bericht bis zum 1. September des jeweiligen
Kalenderjahres.“
c) Absatz 5 wird wie folgt geändert:
aa) Satz 2 Nummer 2 wird durch die folgende Nummer 2 ersetzt:
2. „ die in § 275a Absatz 4 Satz 2 und 3, Absatz 6 Satz 5 und Absatz 7 Satz
3 genannten Mitteilungen und Informationen und die in § 275a Absatz 7
Satz 1 Nummer 1 und in § 275a Absatz 7 Satz 2 Nummer 1 genannten
Anzeigen und“.
bb) Satz 4 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Der Medizinische Dienst Bund darf personen- und einrichtungsbezogene
Daten in der Datenbank verarbeiten, soweit dies erforderlich ist, um die ihm nach
§ 275a Absatz 2 Satz 5 und Absatz 4 Satz 1 in Verbindung mit Satz 1 Nummer
1 zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen; die Erforderlichkeit der Verarbeitung
personen- und einrichtungsbezogener Daten zu diesem Zweck ist jeweils in
der Richtlinie nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 zu begründen. Im Übrigen
erfolgt die Verarbeitung und Veröffentlichung der Daten in der Datenbank ohne
Personenbezug.“
14. § 427 wird wie folgt geändert:
a) Satz 1 wird wie folgt geändert:
aa) Die Angabe „31. Dezember 2028“ wird durch die Angabe „31. Juli 2027“
ersetzt.
bb) Nummer 1 wird durch die folgende Nummer 1 ersetzt:
1. „ die Auswirkungen der Einteilung der von der Krankenhausbehandlung
umfassten Leistungen in Leistungsgruppen nach § 135e Absatz 1 Satz 1
und die Weiterentwicklung dieser Einteilung, insbesondere hinsichtlich
der mit der Zuweisung von Leistungsgruppen nach § 6a Absatz 1 Satz 1
des Krankenhausfinanzierungsgesetzes zusammenhängenden
Konzentrationswirkungen auf die Leistungserbringung durch die
Krankenhäuser, auch soweit diese länderübergreifend eingetreten sind; dabei
sind insbesondere die Auswirkungen der Zuweisung von
Leistungsgruppen an Krankenhäuser, die die Qualitätskriterien nach § 6a Absatz 4 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes nicht erfüllen, auf die
Leistungserbringung dieser Krankenhäuser sowie der Umfang und die Gründe der
Zuweisung von Leistungsgruppen an Krankenhäuser, die die
Qualitätskriterien nach § 6a Absatz 4 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
nicht erfüllen, zu berücksichtigen,“.
cc) In Nummer 4 Buchstabe d wird der Punkt am Ende durch die Angabe „und“
ersetzt.
dd) Nach Nummer 4 wird die folgende Nummer 5 eingefügt:
5. „ die Zuordnung von Krankenhausstandorten zu der Versorgungsstufe
„Level F“ durch die für die Krankenhausplanung zuständige
Landesbehörde nach § 135d Absatz 4 Satz 3, insbesondere über die
Begründungen für die Zuordnung, die dem Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus nach § 135d Absatz 4 Satz 7 zu übermitteln sind.“
b) Nach Satz 3 wird der folgende Satz eingefügt:
„Die für die nach den Sätzen 1 und 2 vorzulegenden Berichte über die in Satz 1
Nummer 5 genannte Zuordnung erforderlichen Daten sind dem Spitzenverband
Bund der Krankenkassen, dem Verband der Privaten Krankenversicherung, der
Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem nach § 142 Absatz 1 Satz 1
berufenen Sachverständigenrat von dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
in anonymisierter Form und landesbezogen zu übermitteln.“
15. Anlage 1 wird durch die aus dem Anhang zu diesem Gesetz ersichtliche Anlage 1
ersetzt.
Artikel 2
Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
Das Krankenhausfinanzierungsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 10.
April 1991 (BGBl. I S. 886), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 5. Dezember
2024 (BGBl. 2024 I Nr. 400) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 2a Absatz 4 wird durch den folgenden Absatz 4 ersetzt:
(4) „ Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Deutsche
Krankenhausgesellschaft können im Benehmen mit dem Verband der Privaten
Krankenversicherung vereinbaren, dass
1. fachliche Organisationseinheiten nach Absatz 1 Satz 3 eigenständige
Krankenhausstandorte sind oder
2. abweichend von Absatz 1 Satz 1 und 2 die Gebäude oder Gebäudekomplexe
eines bestimmten Krankenhauses ein Krankenhausstandort sind.
Kommt eine Einigung nach Satz 1 nicht zustande, entscheidet die Schiedsstelle nach
§ 18a Absatz 6 auf Antrag einer Vertragspartei.“
2. § 6a wird durch den folgenden § 6a ersetzt:
„§ 6a
Zuweisung von Leistungsgruppen
(1) Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann einem nach
§ 108 Nummer 1, 2 oder 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zugelassenen
Krankenhaus für einen Krankenhausstandort Leistungsgruppen zuweisen, wenn das
Krankenhaus an dem jeweiligen Krankenhausstandort die für diese Leistungsgruppen
jeweils maßgeblichen Qualitätskriterien erfüllt; § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften
Buches Sozialgesetzbuch gilt entsprechend. Die für die Krankenhausplanung zuständige
Landesbehörde kann mit der Zuweisung nach Satz 1 einem Krankenhausstandort für
die Berechnung seines Anteils am Vorhaltevolumen des jeweiligen Landes für eine
Leistungsgruppe nach § 37 Absatz 2 Satz 2 und 3 eine Fallzahl für diese
Leistungsgruppe (Planfallzahl) vorgeben; bei der Zuweisung einer Leistungsgruppe, deren
Leistungen erstmals an dem jeweiligen Krankenhausstandort erbracht werden, hat die für
die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde dem Krankenhausstandort eine
Planfallzahl für die Berechnung seines Anteils am Vorhaltevolumen des jeweiligen
Landes für diese Leistungsgruppe nach § 37 Absatz 2 Satz 2, 3 und 5 vorzugeben. Der
Standort eines Krankenhauses bestimmt sich nach § 2a. Ein Anspruch auf Zuweisung
einer Leistungsgruppe besteht nicht. Bei notwendiger Auswahl zwischen mehreren
Krankenhäusern entscheidet die für die Krankenhausplanung zuständige
Landesbehörde unter Berücksichtigung der Erfüllung der in der Tabellenzeile "Auswahlkriterium"
der Anlage 1 zum Fünften Buch Sozialgesetzbuch für die jeweilige Leistungsgruppe
genannten Qualitätskriterien, soweit vorhanden, nach pflichtgemäßem Ermessen
darüber, welchem Krankenhaus die jeweilige Leistungsgruppe zugewiesen wird. Die
Zuweisung nach Satz 1 erfolgt durch Bescheid. Gegen den Bescheid ist der
Verwaltungsrechtsweg gegeben. Als einem Krankenhaus für einen Krankenhausstandort
zugewiesen im Sinne des Satzes 1 gelten
1. Leistungsgruppen, die in einem wirksamen Versorgungsvertrag nach § 109 Absatz
3 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch für dieses Krankenhaus vereinbart
wurden, oder
2. Leistungsgruppen, die bis zum 31. Dezember 2030 einem Krankenhaus für einen
Krankenhausstandort nach landesrechtlichen Vorschriften zugewiesen werden,
sofern das jeweilige Land bis zum 31. Dezember 2024 Leistungsgruppen nach
landesrechtlichen Vorschriften zugewiesen hat.
(2) Die in Absatz 1 Satz 1 genannte Erfüllung der Qualitätskriterien ist durch das
Krankenhaus vor der Zuweisung der jeweiligen Leistungsgruppe gegenüber der für die
Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörde nachzuweisen. Der in Satz 1
genannte Nachweis wird durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes über die
Prüfung der Erfüllung der für die jeweilige Leistungsgruppe maßgeblichen
Qualitätskriterien erbracht, dessen Übermittlung nach § 275a Absatz 4 Satz 1 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch an die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde zu
dem Zeitpunkt der Zuweisung der jeweiligen Leistungsgruppe nicht länger als zwei
Jahre und ab dem dritten Nachweis nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Bis zu dem
Zeitpunkt der in Satz 2 genannten Übermittlung kann der in Satz 1 genannte Nachweis
durch eine begründete Selbsteinschätzung des Krankenhauses erbracht werden, wenn
der Medizinische Dienst bereits mit der Prüfung nach § 275a Absatz 1 Satz 1 Nummer
1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch beauftragt wurde.
(3) Den Bundeswehrkrankenhäusern werden die Leistungsgruppen zugewiesen,
für die sie nach den Vorgaben des Bundesministeriums der Verteidigung zur Erfüllung
ihres militärischen Auftrags Ressourcen vorhalten. Das Bundesministerium der
Verteidigung teilt der für die Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörde mit, für
welche Leistungsgruppen das jeweilige Bundeswehrkrankenhaus Ressourcen vorhält.
Den Krankenhäusern der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und ihrer
Vereinigungen sollen die Leistungsgruppen zugewiesen werden, für die sie nach der
Aufgabenstellung der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und ihrer Vereinigungen
nach dem Siebten Buch Sozialgesetzbuch Ressourcen vorhalten.
Bundeswehrkrankenhäuser und Krankenhäuser der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und
ihrer Vereinigungen können die für eine Leistungsgruppe als Qualitätskriterien
festgelegten verwandten Leistungsgruppen nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch auch in Kooperation erbringen.
(4) Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann im
Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen einem
Krankenhaus für einen Krankenhausstandort Leistungsgruppen nach Absatz 1 Satz 1
zuweisen, obwohl abweichend von den in Absatz 1 Satz 1 genannten Voraussetzungen
das Krankenhaus an dem jeweiligen Krankenhausstandort die für diese
Leistungsgruppen jeweils maßgeblichen Qualitätskriterien nicht erfüllt, wenn diese Qualitätskriterien
durch das Krankenhaus an dem Krankenhausstandort auch nicht in Kooperationen
oder Verbünden nach Absatz 3 Satz 4 oder § 135e Absatz 4 Satz 1 Nummer 7, Satz 2
bis 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erfüllt werden können und
1. dies zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung
zwingend erforderlich ist,
2. der Betrieb des jeweiligen Krankenhausstandortes vollständig oder teilweise
eingestellt wird und die Zuweisung der Leistungsgruppen für die Aufrechterhaltung
des Betriebs bis zu dessen Einstellung zwingend erforderlich ist oder
3. der jeweilige Krankenhausstandort mit einem oder mehreren anderen
Krankenhausstandorten vollständig oder teilweise infolge eines Zusammenschlusses im
Sinne des § 37 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
zusammengelegt wird und die Zuweisung der Leistungsgruppen für die Vollziehung des
Zusammenschlusses zwingend erforderlich ist.
Die Zuweisung einer Leistungsgruppe ist in den in Satz 1 genannten Fällen auf
höchstens drei Jahre zu befristen.
Wenn ein Krankenhausstandort in dem in Satz 1 Nummer 1 genannten Fall zum
Zeitpunkt der Zuweisung der jeweiligen Leistungsgruppe in die Liste nach § 9 Absatz 1a
Nummer 6 des Krankenhausentgeltgesetzes aufgenommen ist, kann die
Leistungsgruppe abweichend von Satz 2 unbefristet zugewiesen werden. Mit der Zuweisung ist
das Krankenhaus in den in Satz 1 Nummer 1 und 3 genannten Fällen zu verpflichten,
an dem jeweiligen Krankenhausstandort die für die jeweilige Leistungsgruppe
maßgeblichen Qualitätskriterien innerhalb einer angemessenen Frist zu erfüllen. Die für die
Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann sich vor Erteilung einer Auflage
nach Satz 4 hierzu durch den Medizinischen Dienst beraten lassen. Bei einer
Entscheidung über die Erklärung des in Satz 1 genannten Einvernehmens handeln die
Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen jeweils gemeinsam und einheitlich.
(5) Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde hat die
Zuweisung einer Leistungsgruppe unverzüglich aufzuheben,
1. soweit das Krankenhaus aus dem Krankenhausplan des jeweiligen Landes
herausgenommen wird,
2. wenn das Krankenhaus an dem jeweiligen Krankenhausstandort die für die
jeweilige Leistungsgruppe maßgeblichen Qualitätskriterien nicht erfüllt oder
3. wenn die Übermittlung des jeweils letzten Gutachtens des Medizinischen Dienstes
nach § 275a Absatz 4 Satz 1 Nummer 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
über die Prüfung der Erfüllung der für die jeweilige Leistungsgruppe maßgeblichen
Qualitätskriterien an die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde
länger als zwei oder, sofern die Erfüllung der Qualitätskriterien für die jeweilige
Leistungsgruppe bereits zweimal durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes
nachgewiesen wurde, länger als drei Jahre zurückliegt, es sei denn, dass das
Krankenhaus den Nachweis über die Erfüllung dieser Qualitätskriterien durch eine
begründete Selbsteinschätzung erbringt und der Medizinische Dienst bereits mit
der Prüfung nach § 275a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch beauftragt wurde.
Satz 1 Nummer 2 ist nicht anzuwenden
1. in einem in Absatz 1 Satz 8 Nummer 2 genannten Fall,
2. wenn die jeweilige Leistungsgruppe nach Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit
Absatz 4 Satz 1 zugewiesen ist und die in Absatz 4 Satz 2 genannte Frist noch nicht
abgelaufen ist oder in dem in Absatz 4 Satz 3 genannten Fall der jeweilige
Krankenhausstandort weiterhin in die Liste nach § 9 Absatz 1a Nummer 6 des
Krankenhausentgeltgesetzes aufgenommen ist oder
3. wenn das Krankenhaus unverzüglich eine nach § 275a Absatz 4 Satz 2 Nummer
1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erforderliche Mitteilung gemacht hat, seit
dieser Mitteilung nicht mehr als drei Monate vergangen sind und der für die
Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörde Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass
die Dauer der von dieser Mitteilung erfassten Nichterfüllung von Qualitätskriterien
sechs Monate nicht überschreiten wird.
Satz 1 Nummer 3 ist in einem in Absatz 1 Satz 8 Nummer 2 genannten Fall nicht
anzuwenden. Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann eine
Stellungnahme des Medizinischen Dienstes zu der voraussichtlichen Dauer der in Satz
2 Nummer 3 genannten Nichterfüllung einholen. Die Aufhebung der Zuweisung einer
Leistungsgruppe erfolgt durch Bescheid. Gegen den Bescheid ist der
Verwaltungsrechtsweg gegeben. Widerspruch und Anfechtungsklage gegen den Bescheid haben
keine aufschiebende Wirkung.
(6) Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde hat dem Institut
für das Entgeltsystem im Krankenhaus bis zum 30. September eines jeden
Kalenderjahres, erstmals bis zum 30. September 2027, zum Zweck der Ermittlung der
Vergütung eines Vorhaltebudgets nach § 37 folgende Daten zu übermitteln:
1. eine Aufstellung über die den Krankenhäusern je Krankenhausstandort
zugewiesenen Leistungsgruppen und über die ihnen nach Absatz 1 Satz 2 vorgegebenen
Planfallzahlen je Leistungsgruppe,
2. die Angabe, ob eine Zuweisung einer Leistungsgruppe aufgehoben wurde,
einschließlich des Zeitpunkts der Aufhebung,
3. die Angabe, ob die Zulassung des jeweiligen Krankenhauses vollständig oder
teilweise weggefallen ist oder ob das jeweilige Krankenhaus vollständig oder teilweise
seinen Betrieb eingestellt hat, einschließlich des Zeitpunkts des Wegfalls der
Zulassung oder der Einstellung des Betriebs,
4. die Angabe, ob in Folge eines Zusammenschlusses im Sinne des § 37 des
Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen das jeweilige Krankenhaus mit einem
anderen Krankenhaus oder ob der jeweilige Krankenhausstandort mit einem anderen
Krankenhausstandort zusammengelegt wurde einschließlich des Zeitpunkts der
Zusammenlegung und
5. die Angabe, ob der jeweilige Krankenhausstandort nach § 6c Absatz 1 als
sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung bestimmt wurde, sofern das
Krankenhaus für den jeweiligen Krankenhausstandort bis zu dem Zeitpunkt dieser
Bestimmung stationäre Leistungen nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des
Krankenhausentgeltgesetzes abgerechnet hat, einschließlich des Zeitpunkts, ab dem es
für den jeweiligen Krankenhausstandort die nach § 6c Absatz 1 Satz 2 des
Krankenhausentgeltgesetzes vereinbarten Tagesentgelte oder die in § 6c Absatz 7
Satz 4 des Krankenhausentgeltgesetzes genannten vorläufigen Tagesentgelte
abrechnet.
Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde kann die in Satz 1
genannten Daten innerhalb der folgenden Fristen an das Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus übermitteln, um eine in § 37 Absatz 5 Satz 2 genannte Übermittlung einer
der folgenden Informationen zu ermöglichen:
1. bis zum 31. Dezember 2025 für eine Information über die Höhe der
Vorhaltevolumina für das Kalenderjahr 2026 und
2. bis zum 31. Dezember 2026 für eine Information über die Höhe der
Vorhaltevolumina für das Kalenderjahr 2027.
Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus regelt das Nähere zur
Datenübermittlung.
(7) Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde hat dem Institut
für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen und der nach § 135d
Absatz 1 Satz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch benannten Stelle zur Förderung
der Qualität der Krankenhausbehandlung durch Transparenz jeweils unverzüglich
folgende Daten zu übermitteln:
1. jede Zuweisung einer Leistungsgruppe nach Absatz 1 Satz 1 einschließlich jeder
Zuweisung nach Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 4 Satz 1 sowie jeder
Zuweisung nach landesrechtlichen Vorschriften nach Absatz 1 Satz 8 Nummer 2,
2. jede Aufhebung einer Zuweisung einer Leistungsgruppe,
3. jeden Abschluss eines Versorgungsvertrags nach § 109 Absatz 1 Satz 1 des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch einschließlich jedes Abschlusses nach § 109 Absatz
1 Satz 1 in Verbindung mit Absatz 3a Satz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
und
4. jede Kündigung eines Versorgungsvertrags nach § 110 Absatz 1 des Fünften
Buches Sozialgesetzbuch.“
3. In § 6b Satz 8 wird die Angabe „31. Oktober eines jeden Kalenderjahres, erstmals bis
zum 31. Oktober 2026“ durch die Angabe „30. September eines jeden Kalenderjahres,
erstmals bis zum 30. September 2027“ ersetzt.
4. § 12a Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt:
(2) „ Von dem in Absatz 1 Satz 1 und 2 genannten Betrag, abzüglich der jährlichen
notwendigen Aufwendungen des Bundesamtes für Soziale Sicherung für die
Verwaltung der Mittel und die Durchführung der Förderung sowie der jährlichen
Aufwendungen nach § 14, kann jedes Land in den Jahren 2019 bis 2025 insgesamt bis zu 95
Prozent des Anteils beantragen, der sich aus dem Königsteiner Schlüssel mit Stand
vom 1. Oktober 2018 ergibt. Fördermittel, die von einem Land bis zum 31. Dezember
2025 durch vollständig und vorbehaltlos eingereichte Anträge nicht vollständig
beantragt worden sind, verbleiben beim Gesundheitsfonds; der auf die Beteiligung der
privaten Krankenversicherungen entfallende Anteil ist an diese zurückzuzahlen. Mit den
verbleibenden 5 Prozent des Betrags nach Satz 1 können Vorhaben gefördert werden,
die sich auf mehrere Länder erstrecken und für die die beteiligten Länder einen
gemeinsamen Antrag stellen (länderübergreifende Vorhaben). Soweit die Mittel nach den
Sätzen 2 und 3 bis zum 31. Dezember 2025 durch vollständig und vorbehaltlos gestellte
Anträge nicht vollständig beantragt worden sind, stehen diese Mittel sowohl für die
Verwaltung des Transformationsfonds nach § 12b als auch für die für die Durchführung
der Förderung nach § 12b notwendigen Aufwendungen des Bundesamts für Soziale
Sicherung zur Verfügung und werden hierfür in den Jahren 2026 bis 2035 jeweils bis
zum 1. Februar an den Transformationsfonds nach § 12b übertragen; der auf die
Beteiligung der privaten Krankenversicherungen entfallende Anteil ist an diese
zurückzuzahlen.“
5. § 12b wird durch den folgenden § 12b ersetzt:
„§ 12b
Transformationsfonds, Verordnungsermächtigung
(1) Zur Förderung von Vorhaben der Länder zur Anpassung der Strukturen in der
Krankenhausversorgung an die durch das
Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz vom 5. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 400) bewirkten Rechtsänderungen wird
beim Bundesamt für Soziale Sicherung in den Jahren 2026 bis 2035 aus Mitteln der
Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds ein Transformationsfonds in Höhe von 29
Milliarden Euro errichtet. Zur Finanzierung des Transformationsfonds stellt der Bund der
Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds in den Jahren 2026 bis 2029 jährlich einen
Betrag von 3,5 Milliarden Euro und in den Jahren 2030 bis 2035 jährlich einen Betrag
von 2,5 Milliarden Euro, im Jahr 2026 bis zum 1. April und in den Jahren 2027 bis 2035
jeweils bis zum 15. Januar zur Verfügung. Aus dem Transformationsfonds können an
zugelassenen Krankenhäusern gefördert werden
1. Vorhaben zur standortübergreifenden Konzentration akutstationärer
Versorgungskapazitäten, einschließlich der erforderlichen Angleichung der digitalen
Infrastruktur, insbesondere
a) zur Erfüllung von Qualitätskriterien nach § 135e Absatz 2 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch oder
b) zur Erfüllung von Mindestvorhaltezahlen nach § 135f Absatz 1 Satz 1 des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch,
abweichend von § 5 Absatz 1 Nummer 1 auch soweit Hochschulkliniken an die-sen
Vorhaben beteiligt sind,
2. Vorhaben zur Umstrukturierung eines Krankenhausstandortes, der nach § 6c
Absatz 1 als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung bestimmt wurde,
3. Vorhaben zur Bildung telemedizinischer Netzwerkstrukturen, insbesondere
zwischen Krankenhäusern, einschließlich der Schaffung der Voraussetzungen für die
Durchführung robotergestützter Telechirurgie, abweichend von § 5 Absatz 1
Nummer 1 auch soweit Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind,
4. wettbewerbsrechtlich zulässige Vorhaben zur Bildung von Zentren zur Behandlung
von seltenen, komplexen oder schwerwiegenden Erkrankungen, abweichend von
§ 5 Absatz 1 Nummer 1 auch soweit Hochschulkliniken, an diesen Vorhaben
beteiligt sind,
5. wettbewerbsrechtlich zulässige Vorhaben zur Bildung von regional begrenzten
Krankenhausverbünden zum Abbau von Doppelstrukturen, insbesondere durch
Standortzusammenlegungen, abweichend von § 5 Absatz 1 Nummer 1 auch
soweit Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind,
6. Vorhaben zur Bildung integrierter Notfallstrukturen, abweichend von § 5 Absatz 1
Nummer 1 auch soweit Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind,
7. Vorhaben zur Schließung eines Krankenhauses oder von Teilen eines
Krankenhauses, insbesondere in Gebieten mit einer hohen Dichte an Krankenhäusern und
Krankenhausbetten oder
8. Vorhaben zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungskapazitäten in den mit den
Krankenhäusern notwendigerweise verbundenen Ausbildungsstätten nach § 2
Nummer 1a Buchstabe e bis g, soweit diese auf einem Vorhaben nach Nummer 1 oder
5 beruhen.
Fördermittel können auch zur Finanzierung der Zinsen, der Tilgung und der
Verwaltungskosten von Darlehen gewährt werden, soweit diese zur Finanzierung von
Vorhaben, die nach Satz 3 gefördert werden können, aufgenommen wurden. Vorhaben, die
überwiegend dem Erhalt bestehender Strukturen dienen, sind nicht förderfähig.
(2) Das Fördervolumen eines Kalenderjahres entspricht dem vom Bund nach
Absatz 1 Satz 2 in diesem Kalenderjahr zur Verfügung gestellten Betrag, abzüglich der in
§ 14 Satz 6 genannten Aufwendungen des Bundesamts für Soziale Sicherung für die
Auswertung im jeweiligen Kalenderjahr. Für jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2035
kann jedes Land die Zuteilung von Fördermitteln bis zu einer Höhe von 95 Prozent
desjenigen Anteils an dem um den Betrag der nach Satz 4 aus dem jeweils
vorhergehenden Kalenderjahr übertragenen Mittel verminderten Fördervolumen beantragen,
der sich für das jeweilige Land aus dem Königsteiner Schlüssel für das Jahr 2019
ergibt, zuzüglich der nach Satz 4 für das jeweilige Land aus dem jeweils vorherigen
Kalenderjahr übertragenen Mittel und der nach Absatz 3a Satz 6 zurückgezahlten
Fördermittel. Für jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2035 können mehrere Länder
gemeinsam die Zuteilung von Fördermitteln für länderübergreifende Vorhaben bis zu einer
Höhe von 5 Prozent des Fördervolumens nach Satz 1 zuzüglich der für
länderübergreifende Vorhaben nach Satz 5 aus dem jeweils vorhergehenden Kalenderjahr
übertragenen Mittel und der nach Absatz 3a Satz 6 und 7 zurückgezahlten Fördermittel
beantragen. Für jedes Land und jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2034 sind Mittel in der
Höhe der Differenz zwischen dem Betrag, bis zu dessen Höhe das jeweilige Land nach
Satz 2 die Zuteilung von Fördermitteln beantragen kann, und dem Betrag, in dessen
Höhe dem jeweiligen Land im jeweiligen Kalenderjahr Fördermittel nach Absatz 3a
Satz 1 zugeteilt werden, zur Zuteilung im jeweils folgenden Kalenderjahr zu übertragen.
Für länderübergreifende Vorhaben sind für jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2034
Mittel in der Höhe der Differenz zwischen dem Betrag, bis zu dessen Höhe nach Satz 3
Fördermittel für länderübergreifende Vorhaben beantragt werden können, und dem
Betrag, in dessen Höhe im jeweiligen Kalenderjahr Fördermittel für länderübergreifende
Vorhaben zugeteilt werden, zur Zuteilung im jeweils folgenden Kalenderjahr zu
übertragen. Das Bundesamt für Soziale Sicherung veröffentlicht auf seiner Internetseite für
jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2035 die Höhe der Beträge, bis zu der einzelne
Länder die Zuteilung von Fördermitteln beantragen können, sowie den Betrag, der für die
Förderung länderübergreifender Vorhaben zur Verfügung steht.
(3) Ein Land kann für jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2035 die Zuteilung von
Fördermitteln nach Absatz 2 Satz 2 beantragen, wenn
1. das jeweilige Land die Förderfähigkeit des zu fördernden Vorhabens und die für
dieses Vorhaben förderfähigen Kosten nach Maßgabe der in Absatz 1 Satz 3 und
5 bestimmten förderrechtlichen Voraussetzungen geprüft und festgestellt hat,
2. die Umsetzung des zu fördernden Vorhabens am 1. Juli 2025 noch nicht begonnen
hat,
3. das jeweilige Land oder das jeweilige Land gemeinsam mit dem Träger des
Krankenhauses, auf das sich das zu fördernde Vorhaben bezieht, die förderfähigen
Kosten des Vorhabens zu dem folgenden Anteil trägt und das jeweilige Land
mindestens die Hälfte dieses Anteils aus eigenen Haushaltsmitteln aufbringt:
a) bei einer Antragstellung für ein in den Jahren 2026 bis 2029 zu förderndes
Vorhaben zu einem Anteil von mindestens 30 Prozent und
b) bei einer Antragstellung für ein in den Jahren 2030 bis 2035 zu förderndes
Vorhaben zu einem Anteil von mindestens 50 Prozent,
4. das jeweilige Land
a) sich verpflichtet, in jedem der Kalenderjahre vom Jahr der Antragstellung bis
2035 Haushaltsmittel für die Investitionskostenförderung der Krankenhäuser
mindestens in der Höhe bereitzustellen, die der nach Satz 2 berechneten
durchschnittlichen Höhe der in den Haushaltsplänen des jeweiligen Landes
der Kalenderjahre 2021 bis 2023 hierfür ausgewiesenen Haushaltsmittel
zuzüglich der in Nummer 3 genannten Anteile an den Kosten der aus dem
Transformationsfonds geförderten Vorhaben im jeweiligen Kalenderjahr entspricht
und
b) nachweist, dass es in jedem der Kalenderjahre von 2026 bis zum Jahr der
Antragstellung Haushaltsmittel für die Investitionskostenförderung der
Krankenhäuser mindestens in der Höhe bereitgestellt hat, die der nach Satz 2
berechneten durchschnittlichen Höhe der in den Haushaltsplänen des jeweiligen
Landes der Kalenderjahre 2021 bis 2023 hierfür ausgewiesenen
Haushaltsmittel zuzüglich der in Nummer 3 genannten Anteile an den Kosten der aus
dem Transformationsfonds geförderten Vorhaben im jeweiligen Kalenderjahr
entspricht,
5. die Voraussetzungen der Rechtsverordnung nach Absatz 5 erfüllt sind und
6. das jeweilige Land nachweist, dass für nach Absatz 1 Satz 3 zu fördernde
Vorhaben, an denen Hochschulkliniken beteiligt sind, die zu beantragenden Fördermittel
ausschließlich für krankenhausbezogene Strukturmaßnahmen eingesetzt werden
und eine zweckwidrige Verwendung oder eine doppelte Finanzierung
hochschulrechtlich geregelter Aufgaben ausgeschlossen ist; hierüber hat das Land dem
Bundesamt für Soziale Sicherung jährlich in einer gesonderten Mitteilung zu berichten.
Für die Berechnungen der durchschnittlichen Höhe der Haushaltsmittel nach Satz 1
Nummer 4 Buchstabe a und b sind die Beträge der in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils
ausgewiesenen Haushaltsmittel, abzüglich der als Sonderförderung ausgewiesenen
Haushaltsmittel, zu addieren, die Summe durch drei zu dividieren und ist dieser Betrag
entsprechend des vom Statistischen Bundesamt für das Jahr 2024 nach § 10 Absatz 6
Satz 1 des Krankenhausentgeltgesetzes bekanntgegebenen Orientierungswertes zu
erhöhen. Beträge, mit denen sich die Länder am Gesamtvolumen des öffentlichen
Finanzierungsanteils der förderfähigen Kosten der Investitionen finanzschwacher
Gemeinden und Gemeindeverbände eines Landes nach § 6 Absatz 1 Satz 1 des
Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes beteiligen, dürfen weder auf den in Satz 1 Nummer
3 jeweiligen genannten Anteil noch auf die in Satz 1 Nummer 4 Buchstabe a und b
genannten Haushaltsmittel in den Kalenderjahren 2026 bis 2035 angerechnet werden.
Hat das jeweilige Land gegenüber dem Träger eines Krankenhauses, auf das sich das
zu fördernde Vorhaben bezieht, auf eine verpflichtende Rückzahlung von Mitteln der
Investitionsförderung verzichtet, gilt für diese Mittel Satz 3 entsprechend, sofern das
Land nicht nachvollziehbar darlegt, dass der Verzicht erforderlich ist, damit ein
Vorhaben nach Absatz 1 Satz 3 Nummer 1, 2, 5 oder 7 durchgeführt werden kann. Die Sätze
1 bis 4 gelten für die Förderung länderübergreifender Vorhaben nach Absatz 2 Satz 3
und 5 entsprechend.
(3a) Das Bundesamt für Soziale Sicherung teilt jedem Land auf Antrag für jedes
der Kalenderjahre 2026 bis 2035 Fördermittel zu den in Absatz 1 Satz 3 und 4
genannten Zwecken bis zur Höhe des Betrags zu, bis zu dem das jeweilige Land die Zuteilung
von Fördermitteln nach Absatz 2 beantragen kann und nach Absatz 3 beantragt hat.
Das Bundesamt für Soziale Sicherung teilt den Ländern die Fördermittel nach Satz 1
bis zum 31. Dezember 2035 zu. Mittel aus dem Transformationsfonds dürfen nicht nach
Satz 1 zugeteilt werden, soweit der Träger des Krankenhauses, auf das sich das zu
fördernde Vorhaben bezieht, gegenüber dem jeweiligen Land aufgrund des zu
fördernden Vorhabens zur Rückzahlung von Mitteln für die Investitionsförderung verpflichtet
ist. Die vom Bundesamt für Soziale Sicherung an die Länder ausgezahlten Fördermittel
werden als Einnahmen in den Haushaltsplänen der Länder vereinnahmt und nach dem
Haushaltsrecht der Länder bewirtschaftet. Die Länder überprüfen die
zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel und weisen diese gegenüber dem Bundesamt
für Soziale Sicherung nach. Nicht zweckentsprechend verwendete oder überzahlte
Fördermittel sind von dem jeweiligen Land unverzüglich an das Bundesamt für Soziale
Sicherung zurückzuzahlen, wenn eine Aufrechnung mit Ansprüchen auf Auszahlung
von Fördermitteln nicht möglich ist. Die Sätze 1 bis 6 gelten für die Förderung
länderübergreifender Vorhaben nach Absatz 2 Satz 3 und 5 entsprechend.
(4) Die für die Verwaltung des Transformationsfonds und die Durchführung der
Förderung notwendigen Aufwendungen des Bundesamts für Soziale Sicherung
werden aus den nach § 12a Absatz 2 Satz 4 übertragenen Mitteln gedeckt. Das Bundesamt
für Soziale Sicherung kann nähere Bestimmungen zur Durchführung des
Förderverfahrens und zur Übermittlung der vorzulegenden Unterlagen in einem einheitlichen
Format oder in einer maschinell auswertbaren Form treffen. Für die Rechnungslegung und
die Bewirtschaftung der Fördermittel durch das Bundesamt für Soziale Sicherung
gelten die für die Sozialversicherungsträger geltenden Vorschriften entsprechend, soweit
die Verordnung zur Verwaltung des Transformationsfonds im Krankenhausbereich
keine hiervon abweichenden Regelungen enthält. Das Bundesamt für Soziale
Sicherung fordert die Fördermittel von dem jeweiligen Land zurück, soweit die in Absatz 1
Satz 3 und 5 und Absatz 3 Satz 1 bestimmten Voraussetzungen nicht erfüllt oder die
Fördermittel nicht zweckentsprechend verwendet wurden. Das Bundesamt für Soziale
Sicherung führt nach dem 31. Dezember 2035 Fördermittel unverzüglich an das
Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zurück, die
1. nicht durch das Bundesamt für Soziale Sicherung nach Absatz 3a Satz 1 zugeteilt,
2. nicht für die in § 14 Satz 6 genannten Aufwendungen verwendet wurden und
3. nach dem 31. Dezember 2035 zu Gunsten des Transformationsfonds nach Absatz
3a Satz 6 zurückgezahlt werden.
Die in Satz 1 genannten Mittel, die nicht bis zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres
zur Deckung der für die Verwaltung des Transformationsfonds und die Durchführung
der Förderung notwendigen Aufwendungen des Bundesamtes für Soziale Sicherung
verwendet wurden, verbleiben bei der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds.
(5) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch
Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Nähere zu regeln
1. zu den Vorhaben, die nach Absatz 1 Satz 3 gefördert werden können,
2. zum Verfahren der Zuteilung der Fördermittel,
3. zur Höhe der förderfähigen Kosten, insbesondere zur Höhe der förderfähigen
Kosten einzelner Bestandteile der jeweiligen Vorhaben,
4. zum Nachweis der in Absatz 3 Satz 1 und 2 genannten Voraussetzungen der
Zuteilung von Fördermitteln,
5. zum Nachweis der zweckentsprechenden Verwendung der Fördermittel und
6. zur Rückzahlung überzahlter oder nicht zweckentsprechend verwendeter
Fördermittel.“
6. § 13 wird durch den folgenden § 13 ersetzt:
§ 13„
Entscheidung zu den förderungsfähigen Vorhaben
Im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den
Ersatzkassen treffen die Länder die Entscheidung, welche Vorhaben gefördert werden sollen
und für die dann ein Antrag auf Förderung beim Bundesamt für Soziale Sicherung
gestellt werden soll. Sie können andere Institutionen an der Auswahlentscheidung
beteiligen. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Die Länder prüfen die
zweckentsprechende Verwendung der Fördermittel. Bei Entscheidungen nach Satz 1, die die
Förderung aus dem Transformationsfonds nach § 12b betreffen, ist ein Einvernehmen mit
den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen anzustreben.“
7. § 17b Absatz 4c wird wie folgt geändert:
a) In Satz 1 wird die Angabe „2027 bis 2030“ durch die Angabe „2028 bis 2031“
ersetzt.
b) Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Die Ergebnisse seiner Analyse und seine Empfehlungen hat das Institut für das
Entgeltsystem im Krankenhaus dem Bundesministerium für Gesundheit bis zum
31. Dezember 2030 in einem Zwischenbericht und bis zum 31. Dezember 2032 in
einem abschließenden Bericht vorzulegen und diese Berichte jeweils zeitnah
barrierefrei auf seiner Internetseite zu veröffentlichen.“
8. § 37 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
„(1) Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus ermittelt
Vorhaltevolumina als Summe von Vorhaltebewertungsrelationen nach den folgenden
Vorschriften. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus hat bis zum 30. November
eines jeden Kalenderjahres für die Ermittlung des Vorhaltevolumens für ein Land
für das jeweils folgende Kalenderjahr die nach § 6a Absatz 6 Satz 1 in dem
jeweiligen Kalenderjahr übermittelten Daten und die nach § 21 Absatz 1 und 2 Nummer
2 des Krankenhausentgeltgesetzes für das jeweils vorhergehende Kalenderjahr
übermittelten Leistungsdaten zu Krankenhausfällen in dem jeweiligen Land, die
auf der Grundlage von bundeseinheitlichen Bewertungsrelationen vergütet
werden, zugrunde zu legen und diesen Krankenhausfällen die
Vorhaltebewertungsrelationen für das jeweilige Kalenderjahr, für das die Ermittlung erfolgt, zuzuordnen;
bei dieser Ermittlung nicht zu berücksichtigen sind die folgenden
Krankenhausfälle:
1. die Krankenhausfälle von Krankenhausstandorten, für die nach § 6a Absatz 6
Satz 1 Nummer 5 die Angabe übermittelt wurde, dass sie als
sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung bestimmt wurden,
2. die Krankenhausfälle von Bundeswehrkrankenhäusern, soweit die
Krankenhausfälle nicht die Behandlung von Zivilpatientinnen oder Zivilpatienten
betreffen,
3. die Krankenhausfälle von Krankenhäusern der gesetzlichen
Unfallversicherung, soweit die Kosten der Krankenhausfälle von der gesetzlichen
Unfallversicherung getragen werden, und
4. die Krankenhausfälle, in denen Leistungen erbracht werden, die im jeweils
folgenden Kalenderjahr voraussichtlich nach § 115f des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch vergütet werden.
Das nach Satz 2 für das jeweils folgende Kalenderjahr ermittelte Vorhaltevolumen
für ein Land ist auf Leistungsgruppen nach dem Verhältnis der Summe der
Vorhaltebewertungsrelationen derjenigen Krankenhausfälle in dem jeweiligen Land, in
denen Leistungen aus der jeweiligen Leistungsgruppe erbracht wurden, und der
Summe aller Vorhaltebewertungsrelationen des jeweiligen Landes rechnerisch
aufzuteilen; die für die rechnerische Aufteilung der Vorhaltevolumina
maßgeblichen Leistungsgruppen bestimmen sich nach den nach § 6a Absatz 6 Satz 1 in
dem jeweiligen Kalenderjahr übermittelten Daten. Das sich nach Satz 3 für eine
Leistungsgruppe und für ein Land ergebende Vorhaltevolumen ist entsprechend
dem jeweiligen nach Absatz 2 Satz 2 oder 5 ermittelten Anteil rechnerisch
aufzuteilen auf die Krankenhausstandorte in dem jeweiligen Land, für die
Krankenhäusern die jeweilige Leistungsgruppe nach § 6a Absatz 1 Satz 1 zugewiesen worden
ist. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus erstellt bis zum 30.
September 2025 ein Konzept zur Vorgehensweise bei der Ermittlung des
Vorhaltevolumens für ein Land, eine Leistungsgruppe und einen Krankenhausstandort und
aktualisiert dieses, soweit dies erforderlich ist; es veröffentlicht dieses Konzept und
spätere Aktualisierungen barrierefrei auf seiner Internetseite. Abweichend von
Satz 2 erster Halbsatz hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus für
die Ermittlung des Vorhaltevolumens für ein Land für die Kalenderjahre 2026 bis
2029 jeweils anstelle der nach § 21 Absatz 1 und 2 Nummer 2 des
Krankenhausentgeltgesetzes für das jeweils vorhergehende Kalenderjahr übermittelten
Leistungsdaten zu Krankenhausfällen in dem jeweiligen Land, die auf der
Grundlage von bundeseinheitlichen Bewertungsrelationen vergütet werden, die nach §
21 Absatz 1 und 2 Nummer 2 des Krankenhausentgeltgesetzes für das
Kalenderjahr 2024 übermittelten Leistungsdaten zu Krankenhausfällen in dem jeweiligen
Land, die auf der Grundlage von bundeseinheitlichen Bewertungsrelationen
vergütet werden, zugrunde zu legen und diesen Krankenhausfällen die
Vorhaltebewertungsrelationen für das jeweilige Kalenderjahr, für das die Ermittlung erfolgt,
zuzuordnen. Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus hat das Nähere
zur Ermittlung der Vorhaltevolumina für die Kalenderjahre 2026 bis 2029 in dem
nach Satz 5 zu erstellenden Konzept festzulegen.“
b) In Absatz 2 Satz 3 Nummer 2 wird die Angabe „ist“ durch die Angabe „ist, oder“
ersetzt.
c) Absatz 3 wird durch den folgenden Absatz 3 ersetzt:
(3) „ Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus addiert für jedes
Krankenhaus sämtliche für seine Krankenhausstandorte nach Absatz 1 Satz 1 und 2
ermittelten und nach Absatz 1 Satz 3 und 4 aufgeteilten Vorhaltevolumina jeweils
für das Kalenderjahr 2028 und das Kalenderjahr 2029. Die jeweilige sich nach Satz
1 ergebende Summe ist jeweils von der Summe aller für das Kalenderjahr 2027
vereinbarten und genehmigten Vorhaltebewertungsrelationen des jeweiligen
Krankenhauses abzuziehen und die sich jeweils ergebende Differenz ist für das
Kalenderjahr 2028 mit 66 Prozent und für das Kalenderjahr 2029 mit 33 Prozent zu
multiplizieren. Die nach Satz 2 ermittelten Ergebnisse für die Krankenhäuser eines
Landes sind von dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus für jedes Land
jeweils für das Kalenderjahr 2028 und das Kalenderjahr 2029 unter Beachtung des
Vorzeichens zu saldieren. Für jedes Land ist das jeweilige Vorhaltevolumen bei
der Ermittlung nach Absatz 1 Satz 2 für das jeweils folgende Kalenderjahr um den
sich nach Satz 3 für das jeweilige Land ergebenden Saldo abzusenken, wenn
dieser negativ ist, und um den sich nach Satz 3 für das jeweilige Land ergebenden
Saldo zu erhöhen, wenn dieser positiv ist.“
d) Absatz 5 wird durch die folgenden Absätze 5 und 6 ersetzt:
(5) „ Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus stellt bis zum 10.
Dezember eines jeden Kalenderjahres für das jeweils folgende Kalenderjahr,
erstmals bis zum 10. Dezember 2027 für das Kalenderjahr 2028, durch Bescheid
gegenüber dem jeweiligen Krankenhausträger für seine Krankenhausstandorte die
Höhe der nach Absatz 1 Satz 1 und 2 ermittelten und nach Absatz 1 Satz 3 und 4
aufgeteilten Vorhaltevolumina je Leistungsgruppe sowie die Höhe der nach § 39
Absatz 3 Satz 5 aufgeteilten Beträge fest. Übermittelt die für die
Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde nach § 6a Absatz 6 Satz 2 die in § 6a Absatz 6
Satz 1 genannten Daten, so hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus
dem jeweiligen Krankenhausträger für seine Krankenhausstandorte, die in dem
jeweiligen Land liegen, innerhalb der folgenden Fristen für die folgenden
Kalenderjahre eine Information über die Höhe der nach Absatz 1 Satz 1 und 2 ermittelten
und nach Absatz 1 Satz 3 und 4 aufgeteilten Vorhaltevolumina je Leistungsgruppe
zu übermitteln:
1. bis zum 28. Februar 2026 für das Kalenderjahr 2026, wenn die Übermittlung
nach § 6a Absatz 6 Satz 2 Nummer 1 erfolgt, und
2. bis zum 28. Februar 2027 für das Kalenderjahr 2027, wenn die Übermittlung
nach § 6a Absatz 6 Satz 2 Nummer 2 erfolgt.
Wenn während eines Kalenderjahres ein in § 6a Absatz 6 Satz 1 Nummer 2 oder
3 genanntes Ereignis eintritt, ist der Bescheid nach Satz 1 für jeden
Krankenhausträger, der von dem Ereignis betroffen ist, mit Wirkung zum Zeitpunkt des Eintritts
des Ereignisses in dem durch Satz 4 bestimmten Umfang zu widerrufen. Der
Umfang des nach Satz 3 zu widerrufenden Teils des Bescheides nach Satz 1 ergibt
sich, indem für den jeweiligen Krankenhausträger die Summe der nach Absatz 1
Satz 1 und 2 ermittelten und nach Absatz 1 Satz 3 und 4 auf die betroffenen
Leistungsgruppen und die betroffenen Krankenhausstandorte aufgeteilten
Vorhaltevolumina und die Summe der nach § 39 Absatz 3 Satz 5 auf die betroffenen
Leistungsgruppen und die betroffenen Krankenhausstandorte aufgeteilten Beträge
jeweils durch 365 geteilt und jeweils mit der Zahl der Kalendertage multipliziert wird,
die zwischen dem in Satz 3 genannten Ereignis und dem Ende des Kalenderjahres
lagen, in dem dieses Ereignis eingetreten ist. Das Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus veröffentlicht für jeden Krankenhausträger jeweils unverzüglich nach
dem Erlass eines Bescheides nach Satz 1, nach der Übermittlung einer
Information nach Satz 2 sowie nach dem Widerruf eines Bescheides nach Satz 3 die sich
hiernach ergebende Höhe der nach Absatz 1 Satz 1 und 2 ermittelten und nach
Absatz 1 Satz 3 und 4 auf die Krankenhausstandorte dieses Krankenhausträgers
aufgeteilten Vorhaltevolumina je Leistungsgruppe sowie die Höhe der nach § 39
Absatz 3 Satz 5 auf die Krankenhausstandorte dieses Krankenhausträgers
aufgeteilten Förderbeträge barrierefrei auf seiner Internetseite.
(6) Für Krankenhäuser in einem Land, in dem bis zum 31. Dezember 2024
Leistungsgruppen nach landesrechtlichen Vorschriften zugewiesen wurden,
1. findet Absatz 5 Satz 1, 3 und 4 bis zum 31. Dezember 2030 keine Anwendung
und
2. hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus bis zum 10. Dezember
eines jeden Kalenderjahres für das jeweils folgende Kalenderjahr, erstmals bis
zum 10. Dezember 2027 für das Kalenderjahr 2028, letztmalig bis zum 10.
Dezember 2029 für das Kalenderjahr 2030, dem Krankenhausträger für seine
Krankenhausstandorte auf Grundlage der Übermittlung nach § 6a Absatz 6
Satz 1 eine Information über die Höhe der nach Absatz 1 Satz 1 und 2
ermittelten und nach Absatz 1 Satz 3 und 4 aufgeteilten Vorhaltevolumina je
Leistungsgruppe zu übermitteln.“
9. § 38 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
bb) In Satz 5 wird die Angabe „2026“ durch die Angabe „2027“ ersetzt.
cc) In Satz 6 wird die Angabe „§ 6b Satz 7“ durch die Angabe „§ 6b Satz 8“ ersetzt.
b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
bb) In Satz 3 wird die Angabe „2026“ durch die Angabe „2027“ ersetzt.
10. § 39 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 wird die Angabe „2026“ durch die Angabe „2027“ und die Angabe
„2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
b) Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt:
(2) „ Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus erstellt bis zum 28.
Februar 2027 ein Konzept für eine Zuordnung von Leistungsgruppen zu den in
Absatz 1 Nummer 1 bis 5 genannten Bereichen. Zur Ermöglichung der in Absatz
1 genannten Aufteilung vereinbaren die Vertragsparteien nach § 17b Absatz 2 Satz
1 auf der Grundlage des in Satz 1 genannten Konzepts erstmals bis zum 31. Mai
2027, welche Leistungsgruppen den in Absatz 1 Nummer 1 bis 5 genannten
Bereichen jeweils zuzuordnen sind; bei Änderungen der maßgeblichen
Leistungsgruppen ist das Konzept innerhalb von einem Monat, die Vereinbarung oder die
Festlegung nach Satz 4 innerhalb von zwei Monaten anzupassen; § 135e Absatz
2 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gilt entsprechend. In der
Vereinbarung nach Satz 2 ist sicherzustellen, dass 20 Millionen Euro von dem in Absatz
1 Nummer 2 genannten Betrag für Krankenhausstandorte vorgesehen werden, die
die vom Gemeinsamen Bundesausschuss nach § 136a Absatz 7 des Fünften
Buches Sozialgesetzbuch festgelegten Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der
Versorgung in Kreißsälen erfüllen oder im Falle der Leitung des Kreißsaals durch
eine Beleghebamme ein entsprechendes Niveau der Versorgungsqualität
sicherstellen. Kommt eine Vereinbarung nach Satz 2 oder eine in Satz 2 zweiter Halbsatz
genannte Anpassung der Vereinbarung oder der Festlegung ganz oder teilweise
nicht oder nicht fristgerecht zustande, legt die Schiedsstelle nach § 18a Absatz 6
ohne Antrag einer Vertragspartei innerhalb von einem Monat den Inhalt der
Vereinbarung oder der in Satz 2 zweiter Halbsatz genannten Anpassung fest.“
c) In Absatz 4 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
11. § 40 wird wie folgt geändert:
a) Die Absätze 1 und 2 werden durch die folgenden Absätze 1 und 2 ersetzt:
(1) „ Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte identifiziert in
dem in § 301 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten
Operationen- und Prozedurenschlüssel jene chirurgischen Leistungen, die durch
Krankenhäuser regelhaft aufgrund einer onkologischen Diagnose erbracht werden, und
übermittelt dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus erstmals bis zum
… [einsetzen: Datum des letzten Tages des zweiten auf die Verkündung dieses
Gesetzes folgenden Kalendermonats] eine Aufstellung der Kodes aus dem in §
301 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten Operationen- und
Prozedurenschlüssel, die diesen Leistungen zugrunde liegen, und der Kodes aus
der in § 301 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten deutschen
Fassung der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, die den jeweils
zugehörigen Diagnosen zugrunde liegen, auf Grundlage der jeweils für das Jahr 2025
herausgegebenen Fassung des in dem in § 301 Absatz 2 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch genannten Operationen- und Prozedurenschlüssels und der in
§ 301 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten deutschen
Fassung der Internationalen Klassifikation der Krankheiten. Im Rahmen der
Identifizierung der Leistungen und der Erstellung der in Satz 1 genannten Aufstellung hat
das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte der Deutschen
Krebsgesellschaft Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben; die Stellungnahme ist in die
Entscheidung über die Identifizierung der Leistungen und in die Erstellung der in
Satz 1 genannten Aufstellung einzubeziehen. Das Institut für das Entgeltsystem
im Krankenhaus definiert Indikationsbereiche für die nach Satz 1 identifizierten
Leistungen; im Rahmen der Definition der Indikationsbereiche hat das Institut für
das Entgeltsystem im Krankenhaus der Deutschen Krebsgesellschaft Gelegenheit
zur Stellungnahme zu geben und die Stellungnahme in die Entscheidung über die
Definition der Indikationsbereiche einzubeziehen. Das Institut für das
Entgeltsystem im Krankenhaus überführt die in Satz 1 genannte Aufstellung in eine nach den
nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch maßgeblichen
Leistungsgruppen und den nach Satz 3 definierten Indikationsbereichen
differenzierte Liste und veröffentlicht diese erstmals bis zum … [einsetzen: Datum des
letzten Tages des vierten auf die Verkündung dieses Gesetzes folgenden
Kalendermonats] barrierefrei auf seiner Internetseite. Das Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte passt die in Satz 1 genannte Aufstellung auf Grundlage der
für das jeweilige Folgejahr herausgegebenen in § 301 Absatz 2 des Fünften
Buches Sozialgesetzbuch genannten deutschen Fassung der Internationalen
Klassifikation der Krankheiten und der für das jeweilige Folgejahr herausgegebenen
Fassung des in § 301 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten
Operationen- und Prozedurenschlüssels an und übermittelt die angepasste Aufstellung
jeweils bis zum 15. November eines jeden Kalenderjahres, erstmals bis zum 15.
November 2027, an das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, das die
jeweils letzte Fassung der in Satz 4 genannten Liste entsprechend aktualisiert und
die aktualisierte Liste bis zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres
barrierefrei auf seiner Internetseite veröffentlicht. Das Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus erarbeitet anhand der in Satz 4 genannten Liste Vorgaben für eine
eindeutige Zuordnung von Fällen zu den nach Satz 3 definierten
Indikationsbereichen durch die Krankenhäuser und zertifiziert erstmals bis zum 31. Dezember
2026 auf dieser Grundlage entwickelte Datenverarbeitungslösungen.
(2) Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus identifiziert auf
Grundlage der nach § 21 Absatz 1 und 2 Nummer 2 des Krankenhausentgeltgesetzes
für das Kalenderjahr 2025 übermittelten Daten alle Krankenhausstandorte, die in
diesem Kalenderjahr Leistungen erbracht haben, denen auf der in Absatz 1 Satz
4 genannten Liste aufgeführte Kodes zugrunde liegen, erstellt für jeden der nach
Absatz 1 Satz 3 definierten Indikationsbereiche eine Aufstellung dieser
Krankenhausstandorte und der Anzahl ihrer Fälle, bei denen diese Leistungen im
jeweiligen Indikationsbereich erbracht worden sind, und sortiert diese Aufstellungen
jeweils aufsteigend nach der Anzahl der Fälle. Das Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus wählt aus jeder der nach Satz 1 erstellten und sortierten
Aufstellungen von Krankenhausstandorten die obersten Einträge bis einschließlich zu jenem
Eintrag aus, bei dem die Summe der Anzahl der Fälle aller vorhergehenden
Einträge erstmals einem der folgenden Anteile an der Anzahl der Fälle aller Einträge
in der jeweiligen Aufstellung entspricht:
1. einem Anteil in Höhe von mindestens 15 Prozent oder
2. für den Fall, dass der Gemeinsame Bundesausschuss gemäß § 136c Absatz
1 Satz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch einen Anteil von weniger als
15 Prozent festgelegt hat, einem Anteil in Höhe von mindestens diesem
festgelegten Anteil;
sofern die Anzahl der Fälle mehrerer Krankenhausstandorte gleich hoch ist und
die Auswahl jedes dieser Krankenhausstandorte dazu führen würde, dass der
nach dem ersten Halbsatz geltende Anteil an der Anzahl der Fälle aller Einträge in
der jeweiligen Aufstellung erreicht oder überschritten würde, sind alle diese
Krankenhausstandorte auszuwählen. Das Institut für das Entgeltsystem im
Krankenhaus veröffentlicht bis zum 31. Mai 2027 eine nach den nach Absatz 1 Satz 3
definierten Indikationsbereichen differenzierte Liste der nach Satz 2 ausgewählten
Krankenhausstandorte barrierefrei auf seiner Internetseite und ordnet zum Zweck
der Veröffentlichung im Transparenzverzeichnis nach § 135d des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch die Indikationsbereiche, nach der die Liste zu differenzieren ist,
den jeweils nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
maßgeblichen Leistungsgruppen zu; für den Fall, dass der Gemeinsame
Bundesausschuss nach der Veröffentlichung der Liste gemäß § 136c Absatz 1 des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch einen Anteil von weniger als 15 Prozent festlegt, trifft
das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus erneut eine Auswahl nach Satz
2, aktualisiert die im ersten Halbsatz genannte Liste und veröffentlicht die
aktualisierte Liste barrierefrei auf seiner Internetseite. Das Institut für das Entgeltsystem
im Krankenhaus übermittelt dem Institut für Qualitätssicherung und Transparenz
im Gesundheitswesen und der nach § 135d Absatz 1 Satz 3 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch benannten Stelle barrierefrei die nach Satz 3 veröffentlichte
Liste.“
b) Absatz 3 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 wird die Angabe „2027 bis 2031“ durch die Angabe „2028 bis 2032“
ersetzt.
bb) In Satz 2 wird die Angabe „2032“ durch die Angabe „2033“ ersetzt.
Artikel 3
Änderung des Krankenhausentgeltgesetzes
Das Krankenhausentgeltgesetz vom 23. April 2002 (BGBl. I S. 1412, 1422), das zuletzt
durch Artikel 3 des Gesetzes vom 5. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 400) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. In der Inhaltsübersicht wird die Angabe zu § 10 durch die folgende Angabe ersetzt:
„§ 10 Vereinbarung auf Landesebene, Verordnungsermächtigung“.
2. Nach § 1 Absatz 3 wird der folgende Absatz 4 eingefügt:
(4) „ Für Krankenhäuser in einem Land, in dem bis zum 31. Dezember 2024
Leistungsgruppen nach landesrechtlichen Vorschriften zugewiesen wurden, gelten die
Regelungen dieses Gesetzes mit folgenden Maßgaben:
1. bis zum Ablauf des 31. Dezember 2030 finden keine Anwendung
a) § 3 Nummer 3b,
b) § 6b,
c) § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6b und
d) § 8 Absatz 4 Satz 4,
2. abweichend von § 4 Absatz 1 Satz 1 umfasst das von den Vertragsparteien nach
§ 11 Absatz 1 zu vereinbarende Erlösbudget für voll- und teilstationäre Leistungen
die Fallpauschalen nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, in den Jahren 2026 bis
2030 einschließlich der sich aus dem bundeseinheitlichen Entgeltkatalog
ergebenden Vorhaltebewertungsrelationen, und die Zusatzentgelte nach § 7 Absatz 1 Satz
1 Nummer 2,
3. abweichend von § 4 Absatz 2a Satz 1 ist letztmalig für das Jahr 2030 ein
Fixkostendegressionsabschlag anzuwenden,
4. abweichend von § 4 Absatz 3 Satz 3 werden Mindererlöse ab dem Jahr 2031 nicht
ausgeglichen,
5. abweichend von § 4 Absatz 3 Satz 6 ist die Vereinbarung eines Ausgleichs für
Mindererlöse auch bei Vorliegen der in § 4 Absatz 3 Satz 5 genannten
Voraussetzungen ab dem Jahr 2031 ausgeschlossen,
6. abweichend von § 7 Absatz 2 Satz 3 umfasst die effektive Bewertungsrelation auch
in den Jahren 2028 bis 2030 auch die sich aus dem bundeseinheitlichen
Entgeltkatalog ergebende Vorhaltebewertungsrelation und
7. abweichend von § 21 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe d zweiter Halbsatz haben
Krankenhäuser in den Jahren 2029 bis 2031 zusätzlich zu der Summe der
abgerechneten Vorhaltebewertungsrelationen auch die Summe der vereinbarten
Vorhaltebewertungsrelationen jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr zu
übermitteln.“
3. § 3 wird durch den folgenden § 3 ersetzt:
§ 3„
Grundlagen
Die voll und teilstationären Krankenhausleistungen werden vergütet durch
1. ein von den Vertragsparteien nach § 11 Absatz 1 gemeinsam vereinbartes
Erlösbudget nach § 4,
1a. ein Erlösvolumen für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen nach § 4a,
2. eine von den Vertragsparteien nach § 11 Absatz 1 gemeinsam vereinbarte
Erlössumme nach § 6 Absatz 3 für krankenhausindividuell zu vereinbarende Entgelte,
3. Entgelte nach § 6 Absatz 2 für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden,
3a. ein Pflegebudget nach § 6a,
3b. ein Vorhaltebudget nach § 6b ab dem Jahr 2028,
4. Zusatzentgelte für die Behandlung von Blutern,
5. Zu- und Abschläge nach § 7 Absatz 1 und
6. ein Gesamtvolumen nach §6c Absatz 1 Satz 1.“
4. § 4 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
(1) „ Das von den Vertragsparteien nach § 11 Absatz 1 zu vereinbarende
Erlösbudget umfasst für voll- und teilstationäre Leistungen die Fallpauschalen nach
§ 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, in den Jahren 2026 und 2027 jeweils einschließlich
der sich aus dem bundeseinheitlichen Entgeltkatalog ergebenden
Vorhaltebewertungsrelationen, und die Zusatzentgelte nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2. Es
umfasst nicht das Erlösvolumen nach § 4a, nicht die krankenhausindividuell zu
vereinbarenden Entgelte nach § 6 Absatz 1 bis 2a, nicht die Zusatzentgelte für die
Behandlung von Blutern, nicht die Zu- und Abschläge nach § 7 Absatz 1, nicht die
Entgelte für Modellvorhaben nach § 63 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch und
nicht die Vergütung nach § 140a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch für die
integrierte Versorgung.“
b) In Absatz 2a Satz 1 wird die Angabe „2026“ durch die Angabe „2027“ ersetzt.
c) Absatz 3 wird durch den folgenden Absatz 3 ersetzt:
(3) „ Das nach den Absätzen 1 und 2 vereinbarte Erlösbudget und die nach
§ 6 Absatz 3 vereinbarte Erlössumme werden für die Ermittlung von Mehr- oder
Mindererlösausgleichen zu einem Gesamtbetrag zusammengefasst. Weicht die
Summe der auf das Kalenderjahr entfallenden Erlöse des Krankenhauses aus den
Entgelten nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 und nach § 6 Absatz 1 Satz
1 und Absatz 2a von dem nach Satz 1 gebildeten Gesamtbetrag ab, werden die
Mehr- oder Mindererlöse nach Maßgabe der folgenden Sätze ausgeglichen.
Mindererlöse werden ab dem Jahr 2007 grundsätzlich zu 20 Prozent und ab dem Jahr
2028 nicht ausgeglichen; Mindererlöse aus Zusatzentgelten für Arzneimittel und
Medikalprodukte werden nicht ausgeglichen. Mehrerlöse aus Zusatzentgelten für
Arzneimittel und Medikalprodukte und aus Fallpauschalen für schwerverletzte,
insbesondere polytraumatisierte oder schwer brandverletzte Patienten werden zu 25
Prozent, sonstige Mehrerlöse zu 65 Prozent ausgeglichen. Für Fallpauschalen mit
einem sehr hohen Sachkostenanteil sowie für teure Fallpauschalen mit einer
schwer planbaren Leistungsmenge, insbesondere bei Transplantationen oder
Langzeitbeatmung, sollen die Vertragsparteien im Voraus einen von den Sätzen 3
und 4 abweichenden Ausgleich vereinbaren; für Mehr- oder Mindererlöse, die auf
Grund einer Epidemie entstehen, können die Vertragsparteien auch nach Ablauf
des Vereinbarungszeitraums einen von den Sätzen 3 und 4 abweichenden
Ausgleich vereinbaren. Ab dem Jahr 2028 ist die Vereinbarung eines Ausgleichs für
Mindererlöse auch bei Vorliegen der in Satz 5 genannten Voraussetzungen
ausgeschlossen. Mehr- oder Mindererlöse aus Zusatzentgelten für die Behandlung
von Blutern sowie auf Grund von Abschlägen nach § 8 Absatz 4 werden nicht
ausgeglichen. Zur Ermittlung der Mehr- oder Mindererlöse hat der Krankenhausträger
eine vom Jahresabschlussprüfer bestätigte Aufstellung über die Erlöse nach § 7
Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2, 5 und 6b vorzulegen. Der nach diesen Vorgaben
ermittelte Ausgleichsbetrag wird im Rahmen des Zu- oder Abschlags nach § 5
Absatz 4 abgerechnet. Steht bei der Budgetverhandlung der Ausgleichsbetrag noch
nicht fest, sind Teilbeträge als Abschlagszahlung auf den Ausgleich zu
berücksichtigen.“
5. § 5 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2b wird wie folgt geändert:
aa) In den Sätzen 1, 2, 3 und 5 wird jeweils die Angabe „2026“ durch die Angabe
„2027“ ersetzt.
bb) In Satz 4 Nummer 4 wird die Angabe „Krankenhausstandort,“ durch die
Angabe „Krankenhausstandort und“ ersetzt.
b) Absatz 2c wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 1 wird die Angabe „2023, 2024, 2025 oder 2026“ durch die Angabe
„2023, 2024, 2025, 2026 oder 2027“ ersetzt.
bb) In Satz 3 wird die Angabe „2024, 2025 und 2026“ durch die Angabe „2024,
2025, 2026 und 2027“ ersetzt.
cc) In den Sätzen 4 und 7 wird jeweils die Angabe „2023, 2024, 2025 oder 2026“
durch die Angabe „2023, 2024, 2025, 2026 oder 2027“ ersetzt.
c) In Absatz 3j Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
d) Absatz 3k wird wie folgt geändert:
aa) In den Sätzen 1, 4 und 5 wird jeweils die Angabe „2025 und 2026“ durch die
Angabe „2025, 2026 und 2027“ ersetzt.
bb) Satz 7 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„In den Kalenderjahren 2025, 2026 und 2027 berechnen die Krankenhäuser
für die nach Satz 3 maßgeblichen Fälle, die im Zeitraum vom 1. Januar des
jeweiligen Kalenderjahres bis zum 31. Dezember des jeweiligen
Kalenderjahres zur voll- oder teilstationären Behandlung in das Krankenhaus
aufgenommen werden, jeweils einen Zuschlag in Höhe des nach Satz 5 für das jeweilige
Kalenderjahr ermittelten Prozentsatzes auf die im auf Bundesebene
vereinbarten Entgeltkatalog bewerteten Fallpauschalen nach § 7 Absatz 1 Satz 1
Nummer 1.“
cc) In Satz 9 wird die Angabe „2025 und 2026“ durch die Angabe „2025, 2026 und
2027“ ersetzt.
e) Absatz 3l Satz 1 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Die in § 17b Absatz 1 Satz 10 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten
besonderen Einrichtungen, die in einem Kalenderjahr, erstmals in dem
Kalenderjahr 2028, aus dem Vergütungssystem ausgenommen sind, berechnen für die
nach Absatz 3k Satz 3 maßgeblichen Fälle, die im Zeitraum vom 1. Januar des
jeweiligen Kalenderjahres bis zum 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres
aufgenommen werden, einen Zuschlag in Höhe des nach Absatz 3k Satz 5 für das
Kalenderjahr 2027 ermittelten Prozentsatzes auf die nach § 6 Absatz 1 Satz 1
vereinbarten fall- oder tagesbezogenen Entgelte.“
f) In Absatz 3m Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
6. § 6b wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
(1) „ Jedes Krankenhaus erhält ab dem 1. Januar 2028 für jede
Leistungsgruppe, die ihm nach § 6a Absatz 1 Satz 1 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes für mindestens einen seiner Krankenhausstandorte zugewiesen wurde, ein
Vorhaltebudget für Krankenhausfälle, die auf der Grundlage von
bundeseinheitlichen Bewertungsrelationen vergütet werden, wenn
1. das jeweilige Krankenhaus für die betreffenden Krankenhausstandorte die
jeweilige Mindestvorhaltezahl nach § 135f Absatz 1 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch erfüllt oder
2. für das jeweilige Krankenhaus und die jeweilige Leistungsgruppe eine
Feststellung nach Absatz 2 Satz 1 getroffen wurde.
Das Vorhaltebudget für ein Krankenhaus und eine Leistungsgruppe in einem
Kalenderjahr ergibt sich aus der Summe der in dem Bescheid gemäß § 37 Absatz 5
Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes für die Krankenhausstandorte des
jeweiligen Krankenhauses, die jeweilige Leistungsgruppe und das jeweilige
Kalenderjahr festgestellten, nach § 39 Absatz 3 Satz 5 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes aufgeteilten Beträge und des Produkts der Summe der in dem Bescheid
gemäß § 37 Absatz 5 Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes für die
Krankenhausstandorte des jeweiligen Krankenhauses, die jeweilige Leistungsgruppe
und das jeweilige Kalenderjahr festgestellten Vorhaltevolumina und des für das
jeweilige Kalenderjahr vereinbarten oder festgesetzten Landesbasisfallwerts. Das
Gesamtvorhaltebudget für ein Krankenhaus und ein Kalenderjahr ergibt sich aus
der Summe der Vorhaltebudgets dieses Krankenhauses im jeweiligen
Kalenderjahr für die Leistungsgruppen, die ihm nach § 6a Absatz 1 Satz 1 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes für mindestens einen seiner Standorte zugewiesen
wurden.“
b) In Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „; § 6a Absatz 4 Satz 2 und 3 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes gilt entsprechend“ gestrichen.
c) In Absatz 5 Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
d) Absatz 6 Satz 1 bis 4 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Die Vertragsparteien nach § 11 ermitteln für das jeweilige Krankenhaus und für
jedes der Kalenderjahre 2028 und 2029 einen Konvergenzbetrag nach Maßgabe
der Sätze 2 bis 4. Der Konvergenzbetrag beträgt unter Beachtung des jeweiligen
Vorzeichens für das Kalenderjahr 2028 66 Prozent und für das Kalenderjahr 2029
33 Prozent der Differenz zwischen dem in Satz 3 genannten Ausgangswert und
dem in Satz 4 genannten Zielwert. Der Ausgangswert für ein Kalenderjahr ergibt
sich als Produkt der Summe der für das Kalenderjahr 2027 für das jeweilige
Krankenhaus vereinbarten und genehmigten Vorhaltebewertungsrelationen und des für
das jeweilige Kalenderjahr vereinbarten oder festgesetzten Landesbasisfallwerts.
Der Zielwert für das jeweilige Kalenderjahr ist das nach Absatz 1 Satz 3 für das
jeweilige Kalenderjahr ermittelte Gesamtvorhaltebudget des jeweiligen
Krankenhauses abzüglich der Summe aller in dem Bescheid gemäß § 37 Absatz 5 Satz 1
des Krankenhausfinanzierungsgesetzes für die Standorte des jeweiligen
Krankenhauses und das jeweilige Kalenderjahr festgestellten, nach § 39 Absatz 3 Satz 5
des Krankenhausfinanzierungsgesetzes aufgeteilten Beträge.“
7. § 7 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Satz 1 Nummer 6b wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“
ersetzt.
b) Absatz 2 Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„In den Jahren 2026 und 2027 umfasst die effektive Bewertungsrelation auch die
sich aus dem bundeseinheitlichen Entgeltkatalog ergebende
Vorhaltebewertungsrelation.“
8. § 8 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 4 wird durch den folgenden Absatz 4 ersetzt:
(4) „ Hält das Krankenhaus seine Verpflichtungen zur Qualitätssicherung nicht
ein, sind von den Fallpauschalen und Zusatzentgelten Abschläge nach § 137
Absatz 1 oder 2 oder nach § 137i Absatz 5 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
vorzunehmen. Entgelte dürfen für eine Leistung nicht berechnet werden, wenn ein
Krankenhaus die Vorgaben für Mindestmengen nach § 136b Absatz 1 Satz 1
Nummer 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch nicht erfüllt, soweit kein
Ausnahmetatbestand nach § 136b Absatz 5a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch geltend
gemacht werden kann oder keine berechtigte mengenmäßige Erwartung nach §
136b Absatz 5 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch nachgewiesen wird. Ferner
dürfen Entgelte für Leistungen nicht berechnet werden, wenn die Prüfung nach §
275a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch ergibt,
dass die für die Leistungserbringung maßgeblichen Strukturmerkmale nicht erfüllt
werden. Ab dem 1. Januar 2028 dürfen Entgelte nicht für Leistungen aus einer
Leistungsgruppe berechnet werden, die einem Krankenhaus nicht nach § 6a
Absatz 1 Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes zugewiesen wurde; dies gilt
nicht für die Behandlung von Notfallpatienten. Entgelte nach § 7 Absatz 1 Satz 1
Nummer 6b dürfen ab dem 1. Januar 2028 nicht für Leistungen aus einer
Leistungsgruppe berechnet werden, wenn das jeweilige Krankenhaus für diese
Leistungsgruppe nicht die jeweilige Mindestvorhaltezahl nach § 135f Absatz 1 des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch erfüllt und die für die Krankenhausplanung
zuständige Landesbehörde für das jeweilige Krankenhaus und die jeweilige
Leistungsgruppe keine Feststellung nach § 6b Absatz 2 Satz 1 getroffen hat. Ab dem
1. Januar 2028 dürfen für Krankenhausstandorte, die in der nach § 40 Absatz 2
Satz 3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes veröffentlichten Liste genannt
sind, für einem nach § 40 Absatz 1 Satz 3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
definierten Indikationsbereich zugeordnete Fälle Entgelte nach § 7 Absatz 1 Satz
1 Nummer 1 bis 6 und 8 nicht berechnet werden; für die Zuordnung von Fällen zu
diesen Indikationsbereichen haben die Krankenhäuser ausschließlich nach § 40
Absatz 1 Satz 6 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes zertifizierte
Datenverarbeitungslösungen zu verwenden.“
b) In Absatz 12 Satz 1 wird die Angabe „2027“ durch die Angabe „2028“ ersetzt.
9. § 9 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1a Nummer 5 wird durch die folgende Nummer 5 ersetzt:
5. „ die Höhe und die nähere Ausgestaltung der Zu- und Abschläge für eine
Teilnahme oder Nichtteilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung,
wobei bei der Ermittlung der Höhe der Zu- und Abschläge eine Unterstützung
durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus vorzusehen ist; die
Zu- und Abschläge müssen sich auf das Stufensystem zu den
Mindestvoraussetzungen für eine Teilnahme an der Notfallversorgung beziehen, das
gemäß § 136c Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch vom
Gemeinsamen Bundesausschuss zu entwickeln ist; ab dem Jahr 2028 sind die
Zuschläge für eine Teilnahme von Krankenhäusern an der Notfallversorgung um
33 Millionen Euro zu erhöhen;“.
b) Absatz 1b Satz 1 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Die Vertragsparteien auf Bundesebene vereinbaren mit Wirkung für die
Vertragsparteien auf Landesebene bis zum 31. Oktober jeden Jahres den
Veränderungswert nach Maßgabe des § 10 Absatz 6 Satz 6 oder 7 für die Begrenzung der
Entwicklung des Basisfallwerts nach § 10 Absatz 4, wobei bereits anderweitig
finanzierte Kostensteigerungen zu berücksichtigen sind, soweit dadurch die
Veränderungsrate nach § 71 Absatz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch nicht
unterschritten wird; im Fall des § 10 Absatz 6 Satz 7 ist der Veränderungswert
ausgehend von dem nach § 10 Absatz 6 Satz 1 veröffentlichten Orientierungswert unter
Berücksichtigung bereits anderweitig finanzierter Kostensteigerungen zu
vereinbaren.“
10. § 10 wird wie folgt geändert:
a) Die Überschrift wird durch die folgende Überschrift ersetzt:
§ 10„
Vereinbarung auf Landesebene, Verordnungsermächtigung“.
b) Absatz 6 wird durch den folgenden Absatz 6 ersetzt:
(6) „ Das Statistische Bundesamt hat jährlich einen Orientierungswert zu
ermitteln, der die tatsächlichen Kostenentwicklungen der Krankenhäuser ohne die
Kostenentwicklung des Pflegepersonals in der unmittelbaren Patientenversorgung
auf bettenführenden Stationen wiedergibt, und diesen spätestens bis zum 30.
September jeden Jahres zu veröffentlichen; die hierfür vom Statistischen Bundesamt
zu erhebenden Daten werden vom Bundesministerium für Gesundheit durch
Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates festgelegt. Die
Erhebungen werden jährlich vom Statistischen Bundesamt durchgeführt. Der
Berichtszeitraum umfasst das vorangegangene Kalenderjahr. Die Krankenhäuser nach § 2
Nummer 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes einschließlich der in den §§ 3
und 5 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Krankenhäuser, soweit
sie zugelassene Krankenhäuser im Sinne des § 108 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch sind, mit Ausnahme von Bundeswehrkrankenhäusern und reinen
Tages- und Nachtkliniken, sind verpflichtet, dem Statistischen Bundesamt für die
Zwecke nach Satz 1 Daten zu übermitteln. Soweit es zur Gewinnung von
Informationen zur Bestimmung des Orientierungswertes erforderlich ist, darf das
Statistische Bundesamt die erhobenen Daten mit den nach § 21 Absatz 3 Satz 1 Nummer
4 genannten Daten zusammenführen. Unterschreitet der Orientierungswert die
Veränderungsrate nach § 71 Absatz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,
entspricht der Veränderungswert der Veränderungsrate. Überschreitet der
Orientierungswert die Veränderungsrate nach § 71 Absatz 3 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch, vereinbaren die Vertragsparteien auf Bundesebene den
Veränderungswert gemäß § 9 Absatz 1b Satz 1 und § 9 Absatz 1 Nummer 5 der
Bundespflegesatzverordnung. Für die Zeit ab dem Jahr 2018 ist die Anwendung des vollen
Orientierungswerts als Veränderungswert sowie die anteilige Finanzierung von
Tarifsteigerungen, die den Veränderungswert übersteigen, zu prüfen.“
11. § 11 Absatz 4 wird wie folgt geändert:
a) Nach Satz 7 wird der folgende Satz eingefügt:
„Der Krankenhausträger übermittelt die Vereinbarungen nach Absatz 1 Satz 1 und
Satz 6 in maschinenlesbarer Form an den Verband der Privaten
Krankenversicherung.“
b) Nach dem neuen Satz 11 wird der folgende Satz eingefügt:
„Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde informiert den
Verband der Privaten Krankenversicherung über ihre Entscheidung über die
Genehmigung.“
12. Nach § 14 Absatz 1a wird der folgende Absatz 1b eingefügt:
„(1b) Die zuständige Landesbehörde informiert den Verband der Privaten
Krankenversicherung über ihre Entscheidung über die in den Absätzen 1 und 1a genannte
Genehmigung.“
13. § 21 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) Nummer 1 wird wie folgt geändert:
aaa) Buchstabe d wird durch den folgenden Buchstaben d ersetzt:
d) „ Summe der vereinbarten und abgerechneten DRG-Fälle, der
vereinbarten und abgerechneten Summe der Bewertungsrelationen
des Fallpauschalen-Katalogs und des Pflegeerlöskatalogs sowie
der Ausgleichsbeträge nach § 5 Absatz 4 und § 6b Absatz 5 Satz
1 und der Zahlungen zum Ausgleich der Abweichungen zwischen
den tatsächlichen und den vereinbarten Pflegepersonalkosten
nach § 6a Absatz 2, die Summe der vereinbarten und
abgerechneten Fälle, die mit in § 6c Absatz 1 Satz 2 genannten
krankenhausindividuellen Tagesentgelten oder in § 6c Absatz 7 Satz 4
genannten vorläufigen Tagesentgelten abgerechnet werden, und
der nach § 6c Absatz 5 Satz 1 ermittelten Ausgleichsbeträge,
jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr; in den
Kalenderjahren 2027 und 2028 zusätzlich die Summe der vereinbarten und
abgerechneten Vorhaltebewertungsrelationen sowie ab dem
Kalenderjahr 2029 zusätzlich die abgerechneten
Vorhaltebewertungsrelationen, jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr,“.
bbb) Die Buchstaben f und g werden durch die folgenden Buchstaben f und
g ersetzt:
f) „ die Anzahl des insgesamt beschäftigten ärztlichen Personals und
die Anzahl des insgesamt in der unmittelbaren
Patientenversorgung beschäftigten ärztlichen Personals, jeweils einschließlich
der Facharztbezeichnung und wenn vorhanden, der
Schwerpunktbezeichnung, und bei ärztlichem Personal in Weiterbildung
jeweils unter Angabe des Weiterbildungsgebietes, umgerechnet
jeweils auf Vollkräfte, gegliedert nach dem Kennzeichen des
Standorts nach § 293 Absatz 6 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch, nach den nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch maßgeblichen Leistungsgruppen und nach den
Fachabteilungen des Standorts,
g) die nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch maßgeblichen Leistungsgruppen, denen die vom
Krankenhaus erbrachten Behandlungsfälle zuzuordnen sind, jeweils
gegliedert nach dem Kennzeichen des Standorts nach § 293
Absatz 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch,“.
bb) Nummer 2 Buchstabe i wird durch den folgenden Buchstaben i ersetzt:
i) „ die nach § 135e Absatz 2 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
maßgebliche Leistungsgruppe, der die vom Krankenhaus im einzelnen
Behandlungsfall erbrachte Leistung zuzuordnen ist.“
b) Absatz 3 Satz 9 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Andere als die in diesem Absatz, in § 17b Absatz 8 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes und in § 186a Absatz 4 des Gesetzes gegen
Wettbewerbsbeschränkungen genannten Verarbeitungen der Daten sind unzulässig.“
c) In Absatz 3c Satz 1 wird die Angabe „bis zum 30. September 2024“ gestrichen.
d) Absatz 3d Satz 3 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus übermittelt dem Institut für
Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen und der nach § 135d
Absatz 1 Satz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch benannten Stelle
unverzüglich die Auswertungen nach Satz 1 und die Zuordnung der Standorte von
Krankenhäusern zu Versorgungsstufen nach § 135d Absatz 4 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch; die Übermittlung umfasst auch die in § 135d Absatz 4 Satz 7 des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch genannten Mitteilungen.“
e) In Absatz 5 Satz 6 wird die Angabe „auf der Grundlage von verfügbaren
Leistungsdaten nach Absatz 2 Nummer 2“ gestrichen.
Artikel 4
Änderung der Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung
Die Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung vom 15. April 2025 (BGBl. 2025 I
Nr. 113) wird wie folgt geändert:
1. In § 2 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§ 12b Absatz 1 Satz 4“ durch die Angabe
„§ 12b Absatz 1 Satz 3“ ersetzt.
2. § 3 wird wie folgt geändert:
a) In der Überschrift wird die Angabe „§ 12b Absatz 1 Satz 4“ durch die Angabe „§
12b Absatz 1 Satz 3“ ersetzt.
b) Absatz 1 Satz 1 wird wie folgt geändert:
aa) Nach der Angabe „Versorgungskapazitäten,“ wird die Angabe „auch soweit
Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind,“ eingefügt.
bb) In den Nummern 1 und 2 wird jeweils die Angabe „für diese Leistungsgruppen“
durch die Angabe „für die Leistungsgruppen“ ersetzt.
c) Absatz 4 Satz 1 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Förderfähig sind wettbewerbsrechtlich zulässige Vorhaben zur Bildung und zum
Ausbau von Zentren zur Behandlung von seltenen, komplexen oder
schwerwiegenden Erkrankungen insbesondere an Hochschulkliniken.“
d) In Absatz 5 Satz 1 wird vor dem Punkt am Ende die Angabe „, auch soweit
Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind“ eingefügt.
e) In Absatz 6 Satz 1 wird vor dem Punkt am Ende die Angabe „, auch soweit
Hochschulkliniken an diesen Vorhaben beteiligt sind“ eingefügt.
3. § 4 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
(1) „ Die Länder können Anträge auf Auszahlung von Fördermitteln nach § 12b
Absatz 2 Satz 2 bis 5 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes aus dem
Transformationsfonds für jedes der Kalenderjahre 2026 bis 2035 stellen. Für jedes der in §
12b Absatz 1 Satz 3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Vorhaben
ist ein gesonderter Antrag zu stellen. Der Antrag ist durch das an dem Vorhaben
beteiligte Land, im Fall von länderübergreifenden Vorhaben durch die an dem
Vorhaben beteiligten Länder, über das in § 8 Absatz 1 Satz 1 genannte elektronische
Verwaltungsportal an das Bundesamt für Soziale Sicherung zu stellen. Ein Land
kann für ein Kalenderjahr insgesamt die Auszahlung von Fördermitteln in der in §
12b Absatz 2 Satz 2 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Höhe
beantragen, zuzüglich des Betrags der in den vorangegangenen Kalenderjahren
zurückgezahlten Fördermittel und der in den vorangegangenen Kalenderjahren
abgeführten Zinserträge. Fördermittel für länderübergreifende Vorhaben können für
ein Kalenderjahr insgesamt in der in § 12b Absatz 2 Satz 3 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Höhe, zuzüglich des Betrags der in den
vorangegangenen Kalenderjahren zurückgezahlten Fördermittel und der in den
vorangegangenen Kalenderjahren abgeführten Zinserträge, beantragt werden. Die Länder
können bei der Antragstellung die Auszahlung der Fördermittel in jährlichen
Teilbeträgen beantragen.“
b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 4 wird die Angabe „Absatz 1 Satz 7“ durch die Angabe „Absatz 1
Satz 6“ ersetzt.
bb) Nummer 5 wird durch die folgende Nummer 5 ersetzt:
5. „ ein Nachweis, dass das Land den nach § 12b Absatz 3 Satz 1 Nummer
3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes erforderlichen Anteil an den
förderfähigen Kosten trägt und die Bestätigung, dass die in § 12b Absatz
3 Satz 3 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Beträge
nicht auf den vom Land nach § 12b Absatz 3 Satz 1 Nummer 3 des
Krankenhausfinanzierungsgesetzes zu tragenden Anteil an den förderfähigen
Kosten angerechnet wurden,“.
cc) In Nummer 6 wird die Angabe „12b Absatz 3 Satz 4“ durch die Angabe „§ 12b
Absatz 3 Satz 3“ ersetzt.
dd) Nummer 7 wird durch die folgende Nummer 7 ersetzt:
7. „ in dem Fall, dass das zu fördernde Vorhaben eine Hochschulklinik
betrifft, eine Erklärung darüber, dass die beantragten Fördermittel
ausschließlich für die Finanzierung krankenhausbezogener
Strukturmaßnahmen eingesetzt werden,“.
ee) In Nummer 8 wird die Angabe „§ 12b Absatz 3 Satz 6“ jeweils durch die
Angabe „§ 12b Absatz 3 Satz 4“ ersetzt.
ff) In Nummer 10 wird nach der Angabe „herbeigeführt“ die Angabe „oder
angestrebt“ eingefügt.
c) In Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 wird die Angabe „§ 12b Absatz 3 Satz 5“ durch die
Angabe „§ 12b Absatz 3a Satz 3“ ersetzt.
d) Absatz 4 wird wie folgt geändert:
aa) In Nummer 4 wird nach der Angabe „bei den zu bildenden“ die Angabe „oder
den auszubauenden“ eingefügt.
bb) In Nummer 6 wird die Angabe „§ 12b Absatz 1 Satz 4 Nummer 1 oder Nummer
5“ durch die Angabe „§ 12b Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 oder Nummer 5“
ersetzt.
e) Absatz 6 Satz 2 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„In dem in Satz 1 Nummer 3 genannten Fall informiert das jeweilige Land das
Bundesamt für Soziale Sicherung fortlaufend und auf Nachfrage über den Stand des
Insolvenzverfahrens.“
4. § 5 Absatz 2 Satz 2 wird gestrichen.
5. § 6 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 Satz 4 wird durch den folgenden Satz ersetzt:
„Die Länder teilen dem Bundesamt für Soziale Sicherung sowie den
Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen Prüfungsbemerkungen ihrer
obersten Rechnungsprüfungsbehörden mit.“
b) Absatz 3 Satz 2 durch den folgenden Satz ersetzt:
„Ist an dem geförderten Vorhaben eine Hochschulklinik beteiligt, übermitteln die
Länder dem Bundesamt für Soziale Sicherung über das in § 8 Absatz 1 Satz 1
genannte elektronische Verwaltungsportal zu den in Satz 1 genannten Zeitpunkten
aussagekräftige Unterlagen, aus denen sich ergibt, dass die ausgezahlten
Fördermittel ausschließlich für krankenhausbezogene Strukturmaßnahmen eingesetzt
werden.“
c) Absatz 4 Satz 3 wird gestrichen.
6. § 7 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „kann“ durch die Angabe „soll“ ersetzt.
b) Absatz 7 Satz 2 wird gestrichen.
c) Absatz 8 wird gestrichen.
7. § 8 Absatz 1 wird durch den folgenden Absatz 1 ersetzt:
(1) „ Das Bundesamt für Soziale Sicherung richtet ein elektronisches
Verwaltungsportal ein, das den Ländern die Antragstellung sowie die Übermittlung des
Verwendungsnachweises und weiterer Unterlagen ermöglicht. Es trifft zum Zweck einer
einheitlichen und wirtschaftlichen Durchführung des Förderverfahrens nähere
Bestimmungen zur Durchführung des Förderverfahrens und zur Übermittlung der in den §§ 4 und
6 genannten Angaben und Unterlagen in einem einheitlichen Format oder in einer
maschinell auswertbaren Form, erlässt eine Förderrichtlinie und aktualisiert diese bei
Bedarf. Vor Erlass oder Aktualisierung der Förderrichtlinie sind die Länder zu den
Regelungen anzuhören und ist das Einvernehmen der Mehrheit der Länder erforderlich.“
Artikel 5
Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen in der Fassung der Bekanntmachung
vom 26. Juni 2013 (BGBl. I S. 1750, 3245), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom
5. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 400) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. Nach § 186 wird der folgende § 186a eingefügt:
„§ 186a
Fusionskontrolle im Krankenhausbereich
(1) Für einen Zusammenschluss im Sinne des § 37, bei dem mindestens zwei
Krankenhäuser im Sinne des § 107 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
oder einzelne medizinische Fachbereiche von mindestens zwei solchen
Krankenhäusern ganz oder teilweise zusammengeschlossen werden, haben die
Zusammenschlussbeteiligten bei Eröffnung des Geltungsbereichs der Zusammenschlusskontrolle
bei der für die Krankenhausplanung zuständigen Behörde des Landes, in dem sich ein
von dem Zusammenschluss betroffenes Krankenhaus oder ein von dem
Zusammenschluss betroffener medizinischer Fachbereich eines am Zusammenschluss beteiligten
Krankenhauses befindet, die Bestätigung zu beantragen, dass der Zusammenschluss
dieser Krankenhäuser oder dieser einzelnen medizinischen Fachbereiche der am
Zusammenschluss beteiligten Krankenhäuser zur Verbesserung der
Krankenhausversorgung für erforderlich gehalten wird. Die von der für die Krankenhausplanung zuständige
Landesbehörde auf Antrag nach Satz 1 erteilte Erforderlichkeitsbestätigung erstreckt
sich nur auf Märkte, auf denen die vom Zusammenschluss betroffenen Krankenhäuser
im Sinne des § 107 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch oder
medizinischen Fachbereiche Leistungen im Sinne des § 39 Absatz 1 Satz 1 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch erbringen. Sind mehrere Landesbehörden nach Satz 1 zuständig,
entscheiden diese einvernehmlich mit einer gemeinsamen schriftlichen oder
elektronischen Bestätigung.
(2) Anträge auf Erteilung der Erforderlichkeitsbestätigung nach Absatz 1 Satz 1
sowie die Entscheidung über diese sind unverzüglich durch die für die
Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde auf ihrer Internetseite unter Nennung der
Zusammenschlussbeteiligten bekanntzumachen. Die für die Krankenhausplanung zuständige
Landesbehörde setzt sich mit dem Bundeskartellamt vor der Erteilung einer
Erforderlichkeitsbestätigung ins Benehmen. Über den Antrag nach Absatz 1 Satz 1 darf nicht
vor Ablauf von einem Monat nach dessen Bekanntmachung entschieden werden. Wird
der Antrag nicht innerhalb von drei Monaten nach der Stellung des Antrags nach
Absatz 1 Satz 1 beschieden, gilt er als abgelehnt. Die für die Krankenhausplanung
zuständige Landesbehörde kann mit Zustimmung aller Zusammenschlussbeteiligten die
in Satz 4 genannte Frist verlängern.
(3) Die Anmeldung eines Zusammenschlusses nach Absatz 1 Satz 1 beim
Bundeskartellamt nach § 39 ist nur dann zulässig und erforderlich,
1. wenn der Antrag auf Erteilung einer Erforderlichkeitsbestätigung abgelehnt wurde
oder gemäß Absatz 2 Satz 4 als abgelehnt gilt, oder
2. in den Fällen, in denen die Erforderlichkeitsbestätigung erteilt wurde und das
Zusammenschlussvorhaben nicht ausschließlich Märkte betrifft, auf denen
Krankenhäuser im Sinne des § 107 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch oder
medizinische Fachbereiche der am Zusammenschluss beteiligten Krankenhäuser
in § 39 Absatz 1 Satz 1 des Fünften Buches genannte Leistungen erbringen.
Im Fall eines Zusammenschlusses nach Satz 1 Nummer 2 bleibt der Teil des
Zusammenschlusses, auf den sich die Erforderlichkeitsbestätigung nach Absatz 1 Satz 1
erstreckt, bei der Prüfung des Geltungsbereiches der Zusammenschlusskontrolle nach
§ 35 außer Betracht. Dieser Teil des Zusammenschlusses gilt nicht als Teil des nach
§ 39 anmeldepflichtigen Zusammenschlussvorhabens. Die in § 40 Absatz 1 Satz 1
genannte Frist beginnt nicht, bevor die Zusammenschlussbeteiligten dem
Bundeskartellamt die Entscheidung der für die Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörde
über den Antrag nach Absatz 1 Satz 1 vorlegen oder nachweisen, dass die
Erforderlichkeitsbestätigung beantragt und der in Absatz 2 Satz 4 genannte oder nach Absatz
2 Satz 5 verlängerte Zeitraum abgelaufen ist.
(4) Die Monopolkommission nimmt gegenüber dem Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie nach dessen Aufforderung Stellung zu den Erfahrungen mit dieser
Vorschrift. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie berichtet auf Grundlage
dieser Stellungnahme den gesetzgebenden Körperschaften spätestens nach Ablauf
von fünf Jahren nach Inkrafttreten der Regelungen in den Absätzen 1 bis 3 über die
Erfahrungen mit dieser Vorschrift. Für Datenanforderungen des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Energie und der Monopolkommission zwecks Abgabe der
Stellungnahme nach Satz 1 oder Erstellung des Berichts nach Satz 2 gilt § 21 Absatz 3 Satz 8
des Krankenhausentgeltgesetzes entsprechend mit der Maßgabe, dass die
ausgewählten Krankenhäuser von einem Zusammenschluss nach Absatz 1 Satz 1 betroffen
sein müssen. Für die Abgabe der Stellungnahme nach Satz 1 oder die Erstellung des
Berichts nach Satz 2 und zur Untersuchung der Auswirkungen dieser Vorschrift auf die
Wettbewerbsverhältnisse und die Krankenhausversorgung können Daten aus der
amtlichen Krankenhausstatistik zusammengeführt werden.
(5) Diese Vorschrift ist nur anzuwenden auf Zusammenschlüsse, die bis zum 31.
Dezember 2030 vollzogen werden.“
2. § 187 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 9 Satz 1 Nummer 3 wird durch die folgende Nummer 3 ersetzt:
3. „ das Vorliegen der weiteren Voraussetzungen für eine Förderung nach § 12a
Absatz 1 Satz 4 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes in Verbindung mit §
11 Absatz 1 Nummer 2 der Krankenhausstrukturfonds-Verordnung oder nach
§ 12b Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes in
Verbindung mit einem Auszahlungsbescheid auf der Grundlage von § 5
Absatz 1 der Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung festgestellt wurde
und“.
b) Absatz 10 wird gestrichen.
Artikel 6
Änderung der Bundespflegesatzverordnung
Die Bundespflegesatzverordnung vom 26. September 1994 (BGBl. I S. 2750), die
zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 5. Dezember 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 400) geändert
worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 9 Absatz 1 Nummer 5 wird durch die folgende Nummer 5 ersetzt:
5. „ bis zum 31. Oktober jeden Jahres den Veränderungswert nach Maßgabe des §
10 Absatz 6 Satz 6 oder 7 des Krankenhausentgeltgesetzes, wobei bereits
anderweitig finanzierte Kostensteigerungen zu berücksichtigen sind, soweit dadurch die
Veränderungsrate nach § 71 Absatz 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
nicht unterschritten wird; im Fall des § 10 Absatz 6 Satz 7 des
Krankenhausentgeltgesetzes ist der Veränderungswert ausgehend von dem nach § 10 Absatz 6
Satz 1 des Krankenhausentgeltgesetzes veröffentlichten Orientierungswert unter
Berücksichtigung bereits anderweitig finanzierter Kostensteigerungen zu
vereinbaren,“.
2. § 11 Absatz 4 wird wie folgt geändert:
a) Nach Satz 6 wird der folgende Satz eingefügt:
„Der Krankenhausträger übermittelt die Vereinbarungen nach Absatz 1 Satz 1 und
Satz 5 in maschinenlesbarer Form an den Verband der Privaten
Krankenversicherung.“
b) Nach dem neuen Satz 10 wird der folgende Satz eingefügt:
„Die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde informiert den
Verband der Privaten Krankenversicherung über ihre Entscheidung über die
Genehmigung.“
3. Nach § 14 Absatz 1 Satz 2 wird der folgende Satz eingefügt:
„Die zuständige Landesbehörde informiert den Verband der Privaten
Krankenversicherung über ihre Entscheidung über die Genehmigung.“
Artikel 7
Änderung des Elften Buches Sozialgesetzbuch
Das Elfte Buch Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung – (Artikel 1 des
Gesetzes vom 26. Mai 1994, BGBl. I S. 1014, 1015), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes
vom 30. Mai 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 173) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Nach § 53d Absatz 3 wird der folgende Absatz 4 eingefügt:
(4) „ Der Medizinische Dienst Bund kann in den in den Absätzen 2 und 3 genannten
Richtlinien auch Regelungen zu einheitlichen und digitalen Prozessen zur Umsetzung der
Richtlinien treffen.“
Artikel 8
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.
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Relationen
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